Ich würde jetzt nach und nach meine Gästinnen zu mir auf die Bühne holen. Ja, sagen wir, es ist eine Bühne. So, wir haben heute noch weitere Gäste. Ich freue mich auf Isabella Reidel. Isabella Reidel ist von Teach von Austria. Sie ist Alumna des Fellow-Programms. Jahr als quer einsteigende Lehrkraft an einer Mittelschule mit vielen Schülerinnen mit Migrationserfahrung und vor dem begleitenden Leadership-Programm von Teach for Austria während den ersten zwei Unterrichtsjahre, welches sich für die Bildungsgerechtigkeit der Kinder ein und arbeitet im Sozialmanagement und in einem transkulturellen Gemeinwesenprojekt in Traun mit Volksschulkindern mit nicht deutscher Muttersprache. Liebe Isabella, darf ich dich zu mir auf die Bühne holen? Ganz egal. Kannst doch gleich zu mir kommen, weil es wird kuschelig hier. Als nächstes möchte ich Katharina Kulester zu mir auf die Bühne bitten. Wir haben ja schon von ihr gehört, also ich brauche dich jetzt nicht mehr explizit vorstellen. Auf meiner Liste, ich weiß nicht nach welcher Reihenfolge diese gestaltet worden ist, steht Herr Simon Inou, leider musst du aufhören zum Schwätzen. Auch seine Biografie wurde kurz erwähnt. Meine nächste Gästin ist die Birgit Priegelhofer und jene, die fleißig unsere Sendereien anschauen, wissen, das war die erste Ausgabe Education. Und ist eine tolle, tolle, tolle Leiterin, muss ich schon sagen, weil ich weiß nämlich aus privaten Kreisen ja, dass die Eltern so begeistert sind und ganz, ganz viele Kinder dorthin in den Kindergarten und in die Krabbelstuhle schicken. Genau, und sie ist Elternbildnerin, interkulturelle Trainerin, macht eben auch Seminartätigkeiten für die Bildungsdirektion Oberösterreich. Die hätte man eigentlich auch angefragt gehabt, aber leider ist niemand gekommen. Genau, und macht natürlich auch vieles Ehrenamtliches, wie im Verein Freunde Ganas. Bitte kommt zu mir auf die Bühne, liebe Birgit. Als nächste Gästin möchte ich Beverly Ernsting-Geder zu mir auf die Bühne holen. Sie war von 1998 bis 2003 sogar Sachbearbeiterin im Ausländerinnenbeirat der Stadt Linz und ist seit 2009 Berufsschullehrerin und unterrichtet Fächer wie Deutsch, Englisch, Kommunikation, politische Bildung, allgemeine Wirtschaft, Lehre, Rechnungswesen, Wirtschaftskunde, Werbung, Verkaufspraktikum, Organisation und Management. Liebe Beverly und macht natürlich noch vieles, vieles mehr. Kommt zu mir auf die Bühne. Genau, Beverly ist eigentlich auch noch Gemeinderätin in Puchenau und Obfrau des Ausschusses für Schule und Kindergarten. Als nächstes zu mir auf die Bühne, unsere jüngste Diskutantin und mein Geburtstagstwin. Happy Belated Birthday. Wir haben nämlich beide diese Woche Geburtstag. Liebe Renette Osako, sie ist Studentin und Opfer vom Verein Jabali, junge schwarze Generation. Sie ist in Linz geboren und hat ihren Bildungsweg hier in Österreich absolviert, also wirklich Volksschule, Hauptschule bis hin zur berufsbildenden höheren Schule und hat natürlich sehr viel persönlichen Einblick und Erfahrungen gesammelt. Und zudem studiert sie jetzt auch. Genau, lieber René, komm zu mir auf die Bühne. Dann haben wir noch, ihr seht schon, wir sind ein sehr weibliches Publikum. Also nicht Publikum, also die Bühne ist ja weiblich und wir haben sehr viel weibliche Expertise. Und das freut mich insgeheim, weil ich habe echt immer so eine Freude, wenn wir für ein Chapeau was machen und die Bühne ist einfach weiblich. Und dann denke ich mir immer, wo ist eigentlich das Problem? Wieso finden die keine Frauen? Wir finden immer Frauen. Wir finden immer kompetente Frauen. Und das Nächste, die nächste kompetente Frau ist die Fiona Platzer von Mais jetzt, oder? Hoffentlich, ich verwechsel euch immer mit Mais. Genau. Und sie ist Lizenziata, also Magistra der Rechtswissenschaften und seit 20 Jahren bei MAIS als rechtliche und psychosoziale Beraterin und langjährige Trainerin in der Erwachsenenbildung tätig und macht natürlich auch pädagogische Reflexivität in der Arbeit mit Migrantinnen. Schön, dass du da bist. Und ihr seht, es ist noch ein freier Stuhl da. Für die liebe Kim. Kim Carrington. Entschuldigung, ich habe mich verlesen. Es steht tatsächlich Florina da. Ich habe Tomaten auf den Augen. Sorry. Florina Patzer. Florina ist eh so ein schöner Name und ich verhunz den. Okay, danke Florina. So, last but not least, ja, haben wir Kim Carrington von Das Kollektiv. Liebe Kim ist auch schon seit über 30 Jahren in der Erwachsenenbildung tätig und arbeitet eben auch mit Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung, mache Alphabetisierungskurse, Deutsch, Englisch in der Basisbildung, Vorbereitung für den Pflichtschulabschluss, ist natürlich Feminismus- und Antirassismus-Arbeit, begeisterte Feministin, würde ich sagen. Ich liebe Kim, ich habe die so kennengelernt. So, die Mikros, die sind, glaube ich, alle an, da vorne. Also ich behalte meins, ja, und die anderen, die müssen gereicht werden. Ja, aber so kann ich halt immer einschreiten und muss mich nicht drum streiten. Bevor wir einsteigen ins Thema, also ich würde euch kurz bitten, dass ihr in 30 Sekunden euer schönstes Erlebnis in der Schule oder im Bildungsbereich berichtet. Ja, ihr könnt es jetzt kurz überlegen. 30 Sekunden, euer schönstes Erlebnis in der Schule. Wer bereit ist, schnappt sich das Mikro. Oder auch nicht? Ihr werdet doch alle schöne Erlebnisse gehabt haben. So schwer die Frage. Ich traue mich und bricht das Eis. Ich glaube, meine schönste, es ist schwierig, das schönste Erlebnis zu berichten, aber ich war eben davor in einem Gemeinwesenprojekt mit Kindern im Grundschulalter tätig und bevor ich dann in der Mittelschule dort zu unterrichten begonnen habe, habe ich einmal kurz Hallo gesagt und habe das Kollegium so ein bisschen kennengelernt und war in einer Klasse mit drinnen und dann ist auf einmal, das ist eigentlich recht leise und eine andere Kollegin hat mich vorgestellt, ist ein Kind rausgesprungen und hat mich so umarmt, weil es mich noch gekannt hat vom I-Punkt, also von diesem Gemeinwesenprojekt, wo ich tätig war und das hat mich einfach so gefreut, dass sie sich so freut und ich habe mich auch sehr gefreut, sie wieder zu sehen und ich glaube, das ist das, was für mich Bildung oder pädagogische Arbeit ausmacht, die Beziehung und das Vertrauen und das Miteinander. Das war einfach ein sehr schöner Moment, glaube ich. Vielen Dank. Für mich schließen wir gleich an, ganz emotionale Erinnerungen oder besondere Erlebnisse für mich sind immer mit Sprache verbunden. Ich arbeite selbst als Sprachförderkraft und bei uns in der Einrichtung sind sehr viele Kinder immer mit Fluchtgeschichte und Sprache ist ja oft, dass da sehr viel Zeit braucht und sehr, sehr viel Beziehung und wenn dann tatsächlich ein Kind das erste Mal wirklich spricht und etwas artikulieren kann, wenn von innen wirklich etwas sich öffnet, da wird es ein ganz bestimmtes Kind. Aus Afghanistan in Erinnerung, da war es ganz lang schwierig, da ist einem Raum gestanden, da gibt es wirklich vielleicht Beeinträchtigungen und, und, und. Und letztendlich war es ein ganz schweres Trauma, das sich gelöst hat. Und wie das Kind aber dann tatsächlich angefangen hat zu sprechen, da geht dann selbst einfach ein Stück auch auf. Und darum ist mir das jetzt sofort ganz klar gekommen, wie du gesagt hast, Beziehung. Ich glaube, das ist ein ganz wesentlicher Punkt, damit Bildung funktioniert. Danke, Birgit. Ich kann weiternehmen. Zuerst war ich unsicher von meiner Schulzeit. Ich dachte, oh mein Gott, es sind schon viele Jahre. Und außerdem bin ich im Kommunismus groß gewachsen, wo eben die Geschichte sehr verzerrt war. Und ich dachte, schöne Momente. Aber jetzt ist mir klar, es geht um die Bildung, wo wir jetzt tätig sind und es sind sehr viele schöne Momente, auch wenn die Probleme oft herrschen. Aber ich habe mich jetzt erinnert an einen Abschluss von einem Kurs, Prequal, ich glaube, ich habe schon vorher darüber erzählt, wo wir haben alles gemacht, den letzten Tag, jeder bringt etwas mit, wer will, zum Essen und wir feiern ein bisschen. Und dann ist eine Person, die in einem Heim, in einem Asylheim gewohnt hat, in einem halben, okay, der Vertrag, Mietvertrag war auf halben Zimmer, in einem halben Vertrag. Der Mietvertrag war auf einem halben Zimmer. Halber Zimmer, halber Tisch. Und sie ist mit einem schönen Kleid, wirklich so ein Ballkleid. Und alle waren erstaunt. Die Asylwerberin, die kommt so. Hey Leute, ich bin seit zehn Jahren hier. Ich habe meine Kinder seit zehn Jahren nicht gesehen. Und ich habe nie die Gelegenheit, mich schön anzuziehen. Und für mich war eine Lehre einfach, wie trotz dieser Prekarität und schwieriger Situation als Strategie zu nutzen und nicht auf eine Opferrolle zu schieben. Trotz dieser Widrigkeit, ich möchte das Leben feiern. Und das ist eine Freude. Dankeschön, Florina. Noch schöne Erlebnisse, vielleicht in 30 Sekunden? Ja, ich bin seit 1978 wohne ich in Österreich und ich habe die Handelsschule gemacht und dann irgendwann habe ich dann eine Lehre angefangen. Und damals war das schwer für mich in den 80er Jahren, im letzten Jahrtausend. Und dann als Berufsschullehrerin, wie ich die erste Schülerin aus Sub-Sahara-Afrika in meiner Klasse gesessen ist, die auch im Verkauf im Einzelhandel gearbeitet hat. Da war ich so glücklich. Ich bin in die Klasse reingegangen und habe mir gedacht, siehst du, die Zeiten haben sich geändert. Und das war so schön. Und ja, das war für mich ein Wahnsinn. Und die hat vor einem Monat geheiratet sogar und dann hat sie mich nur eingeladen, also die hat mich nur gesucht und dann hat sie mich nur eingeladen Ich habe eigentlich die Frage um es auch so besser offen gestellt sei es jetzt selber, eigene Erfahrungen selber als Schülerin aber auch als Pädagoge, Pädagogin also geht in allen Richtungen, das es jetzt selber, eigene Erfahrungen, selber als Schülerin, aber auch als Pädagoge, Pädagogin, also geht in allen Richtungen, das war jetzt nicht eingeschränkt. Bitte. Also meine schönste Erfahrung war, also ich bin ja noch nicht so lange aus der Schule raus, aber in der Hauptschule, ich war in der Löwenfeldschule und da war der Migrationsanteil schon sehr hoch, würde schon behaupten, nur 90 Prozent. Und die Elternsprechtage bei uns waren ja immer so eigentlich, man hatte so ein bisschen Angst, was sagt der Lehrer, weil auch wenn man gute Noten geschrieben hat, frech war man trotzdem. Aber unsere Elternsprechtage waren immer so gestaltet, dass der Chor gesungen hat, Theater hat aufgeführt, die Kochgruppe hat gekocht oder wer nicht gekocht hat, Leute haben was von aus ihrer Heimat mitgenommen, vorher getanzt und in der dritten Klasse war für mich der schönste Elternsprechtag, weil da ist der Cupsong rausgekommen, da haben wir das ganz brav geübt, die Mädels aus Albanien haben ihren traditionellen Tanz aufgetanzt, es gab alles mögliche an Essen. Und unsere Eltern waren auch so glücklich und so stolz auf uns, weil sie gesehen haben, auch wenn es nicht schlimm war, aber irgendwie die Lehrer mögen die oder die feiern das. Und die feiern auch unsere Kultur. Also diese Schule ist um so viel mehr als nur diese klassische Schule, wo man hingeht und lernt, sondern die lernen auch gegenseitig die Kulturen von dem anderen zu schätzen. Genau, das war mein schönstes Erlebnis. Danke. Ja, meine schönste Erfahrung war in Kamerun in der sechsten Volksschulklasse, also eigentlich in Kamerun haben wir sechs Jahreste volksschulsklasse eigentlich in kamerun haben wir sechs jahre in der volksschule nicht vier in sechs jahren dann müssen wir gut französisch lernen bevor wir dann in die gymnasium gehen und das war der junge lehrer kam von der Ecole Normale, das ist so eine Hochschule, wo Lehrer ausgebildet werden, und hat dann einen Auszug aus einem sehr bekannten Gedicht von Hermes Césaire. Hermes Césaire ist einer der Gründerväter von Negritude. Und er hat dann einen Auszug aus Cahiers de retour pays natal. Das ist ein Grundbuch über die Befreiung eigentlich, die Befreiung menschenafrikanischer Herkunft, die in Frankreich zum Beispiel leben. Oder auch Franzosen, die sich ernsthaft mit der Situation am Kontinent interessieren. Und dieser Auszug hat mich dann motiviert, eigentlich weiterhin andere Autorinnen und Autoren zu finden, die eigentlich meine Erzählungen erzählen können und nicht immer die kolonisierte Erzählung, die ich immer gehört habe. Danke. Zwei haben wir noch. Oh. Ja, ich glaube, es ist schwierig, einen bestimmten Moment auszuwählen. Es gibt viele. Ich glaube, eine, was bestimmte Momente oder eben auszuwählen. Es gibt viele. Ich glaube, eine, was jetzt spontan in Erinnerung kommt, ist, es war ebenso internationale Frauenkampftag und sowieso als politischer Verein, als feministischer Verein, wir bringen diese Themen in unseren Unterricht, bearbeiten die und Frauen von einer Gruppe, eine PSA-Gruppe war es, wollten auch mitmachen. Also wir fordern niemanden auf, auf eine Demo zu gehen, aber wir öffnen Raum, einfach mit den Themen auseinanderzusetzen. Und sie haben auch selbst eine Rede geschrieben und auch auf die Bühne präsentiert. Und das war schön, weil das waren ihre Wörter. Sie haben nicht nachgemacht, was jemand anderes, und das ist für ihre Wörter. Sie haben nicht nachgemacht, was jemand anderes. Und das ist für mich kritische Arbeit. Sie hat den Mut, auf der Bühne zu stehen. Sie brauchte nur eine Chance. Und das ist für mich, was Bildung ist. Es war einfach ein schöner Moment. Und ich denke eben, das war Empowern für mich als Lehrerin. Ich kann es nicht jemandem empowern, aber das war, denke ich mir, etwas, das in Erinnerung bleibt. Ich werde alt, also mein Erinnerungsvermögen ist immer nicht so super, aber das bleibt eigentlich im Vordergrund. Danke, Kim. Ja, ich musste vorher schmunzeln, als du erzählt hast über deine Schule und dein Werdegang, weil bei mir war es auch ähnlich. Ich bin in Wien in die Schule gegangen und ich komme aus dem 12. Bezirk. Das ist für alle, die nicht so auskennen in Wien, ein Bezirk, der so ein typischer ArbeiterInnen-Bezirk ist und sehr viel von Menschen mit Migrationsbiografie geprägt ist. Und so waren halt auch die Schulen besetzt. Also bei uns war das auch ähnlich so. Und ich kann mich erinnern, es gab auch immer wieder Konflikte mit LehrerInnen in der AHS, aber wir hatten einen Lehrer, das war auch ein Vertrauenslehrer. Und ich kann mich ganz gut noch an die Stunde erinnern, als wir über Berufe und generell die Augen geblickt und uns gesagt, es wird Menschen geben, die euch einreden möchten, dass ihr unter widrigen Bedienungen leben und arbeiten müsst, aber das ist ein Scheiß. Also wenn ich das so sagen darf, glaubt das nicht. Ihr verdient euch wirklich gute Lebensbedingungen und gute Arbeitsbedingungen und ihr habt ein Recht darauf und daran muss ich immer wieder denken. Also noch Jahre danach steht mir das immer im Kopf, seit zehn Jahren eigentlich. Und da gab es diesen einen Lehrer, der sich wirklich für uns interessiert hat und der uns wirklich da empowert hat. Und ja, es hat offensichtlich nur diesen einen Lehrer gebraucht, der sehr viel bewirkt hat. sehr viel bewirkt hat. Danke für deine Erfahrung. Oft ist es ja so, dass berichten ja viele Personen mit Migrationsbiografie, dass es eben diesen einen Lehrer oder diese eine Lehrerin gibt, die dann wirklich glaubend, intervenierend, unterstützend hinter einem steht. Dass sie es schaffen letztendlich, dass sie diese Hürde meistern. Die Frage ist, oder die wir uns stellen, ist die Schule in Österreich ein Lern- und Lebensort für alle Kinder? Ich weiß, es ist ein Riesenthema, Bildung generell in Österreich. Und es wurde in deiner Präsentation schon erwähnt, es gibt diese chronische Unterbesetzung der Pädagoginnen. Es gibt in der Ausbildung da und da noch einiges zu tun. Aus euren Erfahrungen und euren Disziplinen, was braucht es, damit es wirklich ein Lebens- und Lernort ist für alle Kinder? Bezüglich auf deine vorherige Frage und die jetzige Frage, die du gestellt hast, also ich finde die Kindergartenpädagoginnen sind einfach die wichtigsten Lehrerinnen, die wir haben. Sie bestimmen, wie der ganze Schullaufbau wird. Unglaublich, aber doch. Pädagoginnen und Pädagogen, dass ich dann vom Thema abschweife, aber diesen Einfluss haben, die ich jetzt, also ich bin Berufsschulpädagogin, also das heißt, wenn sie alles schon durchlaufen haben, dann kommen sie ja zu mir. Und dann wird es wieder spannend. Und nochmal auf diese eine Lehre zurückzukommen, da muss ich wieder dorthin und zwar, es ist so, ich habe das immer gesagt, ich mache so Begabten- und Begabtenförderung und es ist wichtig, dass die Pädagoginnen diese Talente der Kinder anerkennen, weil ich glaube, wenn diese Talente schon früh erkannt werden, dann ist die Schule lebenswert für die Kinder. Weil sie gehören gefördert vom 3 oder je nachdem, wann sie in dieses System eintreten. Und es ist wichtig und dann fühlen sie sich wohl. Weil wenn immer jemand dort ist und sagt, du kannst das nicht, du kannst das nicht, du kannst das nicht, dann entstehen Aggressivitäten und die Schule ist dann eigentlich etwas Negatives. Und deswegen sage ich, das hängt von den Pädagoginnen ab und sie eigentlich beeinflussen das, ob ich jetzt ein gutes Leben als Schüler in meiner Schullaufbahn habe oder nicht. Genau, du hast erwähnt, okay, es war im Kindergarten, Applaus für das Bewusstsein um die wirklich Wichtigkeit und den Stellenwert der Elementarpädagogik. Ich denke mir, wenn wir wissen, dass gerade die ersten Lebensjahre für die Kinder von so großer Bedeutung sind für ihre Entwicklung, aber vor allem auch für die Grundlage der Bildungsbiografie, dann braucht es eigentlich wirklich ein großes Augenmerk und hat diese Elementarpädagogik eine sehr große Bedeutung. Und ich würde sagen, sie hat nicht nur eine Bedeutung, sondern wir als Elementarpädagoginnen haben da eine sehr große Verantwortung. Weil ich denke mir, was in diesen Jahren hier passiert, ist die Basis und ist die Grundlage für den weiteren Weg. ist die Basis und ist die Grundlage für den weiteren Weg. Und ich glaube ganz wesentlich, wenn wir da sprechen für die bestmöglichen Bildungschancen für alle Kinder, dann bedarf es speziell auch in den Kindergärten wirklich Räume, Spielmaterial, also ganz konkret Bücher, wo sich wirklich alle Kinder wiederfinden. Und ich denke mir, das ist so einmal der ganz wesentliche Punkt, weil wir wissen, wann lernt man gut, oder wann kann man wirklich sich öffnen und ist bereit und nimmt was auf. Das braucht eine Lernumgebung, wo ich wertgeschätzt bin, wo ich mich wohlfühle. Und das werde ich nicht, wenn ich nicht weiß und blond bin. Und ich möchte vielleicht auch gern ganz klassisch vielleicht irgendwie Balletttänzerin werden. Und dann sind in den Büchern aber alle, die das machen, blond und weiß. Dann heißt das aber für mich, geht nicht. Das heißt, da braucht es Role Models. Da braucht es wirklich eine Umgebung, wo sich wirklich alle wiederfinden. Ganz, ganz wesentlich. Da möchte ich vielleicht die Isabella fragen, weil du bist ja viel an Schulen. Du bist ja in vielen Schulen Räume unterwegs. Was braucht es deiner Meinung nach, damit das wirklich ein Lern- und Lebensort ist für alle Kinder? damit das wirklich ein Lern- und Lebensort ist für alle Kinder. Ja, ich denke, vieles ist jetzt eh auch gerade von pädagogischen Kolleginnen bereits genannt worden. Also ich glaube, diese Repräsentation und die Identifikation ist schon ganz wichtig. Und auch das, was du, ich hoffe, wir sind jetzt alle in der Runde da. Wir sind für du, genau. Das alle in der Runde da, für du, genau, sorry, jetzt habe ich schlossen. Was du halt auch schon gesagt hast mit dem, dass die Lehrkraftposition einfach so viel Macht inne hat, also im Positiven und auch im Negativen und ich glaube, das bedarf einfach ganz viel Bewusstsein über diese Positionen und über diese Privilegien und auch Sensibilisierung irgendwo. Und ich denke schon, dass ganz vieles mit einer Haltung einhergeht. Also wenn jetzt, weil jeder von uns hat Lehrstellen über verschiedenste Themen von Diskriminierung. Also das geht in so vielen, vielen Fällen. Und jede Lebenssituation von jedem Kind ist so einzigartig. Es ist unmöglich, dass man die Intersektion von jeder Familienkonstellation und wie es dem einzelnen Kind sofort erkennt, selbst wenn man da jetzt dranbleibt. Also niemand ist da fehlbar, aber ich glaube, es macht etwas mit der Gesamthaltung, wenn wir sagen, ich bin da aber auf einem reflektierenden Weg, ich möchte da so sensibel als möglich arbeiten, ich möchte da dranbleiben,ktierenden Weg, ich möchte da so sensibel als möglich arbeiten, ich möchte da dranbleiben, ich möchte hörend sein. Also ich sehe mein Gegenüber als jemanden, der mir da wirklich wichtige und wertvolle und sinnvolle Informationen geben kann. Und ich glaube, dass es da ganz oft einfach auch um eine Kultur geht, um eine Institutionskultur oder auch die an der Schule. Manchmal, wie du vorher voll cool erzählt hast, finde ich, total super gelebt werden kann. Und es gibt diese brillierenden Beispiele. Und das Engagement von Einzelnen zahlt sich aus. Und das ist die gute Botschaft. Also das wirkt sich ja dann trotzdem über Jahre hinweg fort. Aber ich glaube, es braucht einen größeren und systemischeren wahrscheinlich Wandel, damit Kinder, egal wer sie sind und wie sie aussehen oder wo sie sich zugehörig fühlen, sich wertgeschätzt fühlen und dass halt das nicht ein lobenswertes Einzelbeispiel bleibt von einem Engagement von einer Lehrkraft, sondern dass das eigentlich die Norm werden sollte oder so, wie halt alle eigentlich ihren Weg oder die Haltung, die dort, ja, eingeführt wird. Aber es ist schwierig. Veränderungsprozesse sind halt schwierig, ja. Also ich habe in einer Doku letztens aufgeschnappt, wir haben ein Schulsystem noch aus dem 19. Jahrhundert und die pädagogischen Konzepte sind noch aus dem letzten Jahrhundert. Wo stehen wir jetzt? Was braucht es, damit es wirklich ein Lebens- und Lernort ist für alle Kinder? Wir stehen noch bei 1920. Ich glaube, wir haben hier schon fast alle geredet. Und es geht um Repräsentation. Wir brauchen Lehrerinnen und Lehrer, wir brauchen Pädagoginnen und Pädagogen, die genau so sind, wie unsere Gesellschaft ist. Punkt. Wenn wir sagen, es gibt in Österreich 20% der Menschen mit Migrationsgeschichte, dann brauchen wir 20% Lehrerinnen und Pädagoginnen und so weiter auch. Und es ist machbar. Punkt 1. Punkt 2 für mich sind die Inhalte. Was für Inhalte wollen wir vermitteln? Die Inhalte, die wir jetzt haben, sind extrem diskriminierend, auch in Bezug auf sogenannte weiße Kinder. Weil das Problem von Diskriminierung betrifft nicht nur eine Schicht oder einen Teil der Gesellschaft, sondern wir sind alle im selben Boot. Der dritte Punkt ist, dass wir in Schulen, dass die Pädagoginnen die größte Verantwortung haben, Kinder zu unterstützen, sich kommunikativ zu äußern. Das heißt, Kinder sollten einfach, wenn sie etwas haben, müssen sie das äußern können. Und nicht immer diese Angst haben, okay, wenn ich jetzt rede, was wird passieren? Ich glaube, wenn wir nicht in der Lage sind, Kinder so zu motivieren, dass sie ihre Perspektive und ihre Wünsche äußern können, haben wir ein massives Problem. Das passiert, wir sehen auch in der LGBTQI-Gesellschaft haben wir das Problem, dass es bestimmte Leute gibt, die sich nicht äußern wollen. Und wir brauchen diese Leute, die so ausgebildet worden sind, dass sie diese Äußerungen einfach einsam nehmen. Und das bedeutet eigentlich, dass wir nicht nur die Kindergartenpädagoginnen als wichtigsten sehen, sondern auch die Ausbildung der Kindergartenpädagoginnen ist wichtig. Das heißt, wir müssen vorher vorgreifen. Also das würde ich eben zustimmen. Eben das zur Repräsentation. Aber es reicht nicht nur 1 zu 1 oder 20 Prozent, es geht auch um eine Auseinandersetzung. Diese Differenzen in dem Unterricht, im Kindergarten auch, Differenzen zwischen Menschen, eben diese, du hast eben über Intersektionalität und das darf nicht so einfach Differenzen aufzeigen. Es muss aufgezeigt werden und auseinandergesetzt werden. Was heißen diese Differenzen in dieser Gesellschaft? Was heißt es, schwarz und muslimer zu sein? Was heißt es, körperliche Behinderungen zu haben und schwarz zu sein oder unterschiedlich oder aus der Arbeiterklasse zu kommen und Frau oder Mädchen zu sein. Also diese Intersektionen von gesellschaftlichen Identitäten sind nicht nur da, um aufgezeigt zu werden. Es geht um die Unterdrückungsmöglichkeiten oder die Unterdrückungen, die passieren in dieser Gesellschaft. Es ist sehr schön zu sagen, wir sind alle so unterschiedlich, aber das reicht nicht. Genauso wie das reicht nicht nur Repräsentation, das reicht nicht in den Materialien, einfach ein Bild von einem schwarzen Kind zu haben. Es geht um Lebensrealitäten und auch diese Erzählungen von unterschiedlichen Perspektiven. Und das wird es nicht gemacht. Das wird sehr plakativ, finde ich, eben genauso wie wir sehen seit 2020 viel mehr schwarze Leute auf die Werbung. Wir haben das alle wahrgenommen. Aber das heißt nichts. Aber die Kommentare dazu sind jenseitig. Das fange ich gar nicht an. Und manche Leute sagen, ja, es ist super, weil die Sichtbarkeit ist da, die Repräsentation ist da. Aber es ist viel zu wenig und es ist so oberflächlich. Und das ist entleerend von diesen Differenzen, was das bedeutet in unserer Gesellschaft und in dieser Gesellschaft, in diesem geografischen Ort, die auch profitiert von der Kolonialisierung. Was eigentlich weitergeht, was du vorher erzählt hast. Ich schließe mich nur kurz an, weil es passt, eben Dekolonialisierung. Und es wäre super, wenn auch Verantwortliche für den Bildungsbereich hier wären. Und leider sind das immer die, die nicht hören wollen. Eingeladen hätten wir sie zumindest. Ja, aber gleichzeitig die wissen oder mindestens die können lesen. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir weitermachen. Und neben dem, was Kim gesagt hat, Intersektionalität wäre wichtig und die Frage, was braucht die Schule, dass eine Schule für alle, die eben nicht alle sind gleich und eigentlich die Differenzen nicht zu erkennen, ist schon eine Schande. Ich würde sagen, ich bin jetzt noch ein bisschen wütend nach deinem Diskurs und sage, die haben mich die ganze Zeit belogen. Ich musste etwas auswendig lernen. Und auch wenn wir in Mais und das Kollektiv seit 30 Jahren versuchen zu verlernen. Es ist noch so viel zu tun, dass eigentlich die Bücher und alle Lehrerinnen und Kindergärten, Pädagoginnen, egal wer, Nachbarinnen, eine, ich weiß nicht wie, es gibt in der IT so ein Ding, so wie beim Zombie. Zum Reset. Ich bin sehr unaffin, aber Verlernen wäre mindestens ein Anfang und dann die Realität oder die andere Geschichte und Geschichte nicht im Sinn von Geschichte zum Lesen für Abendprogramm für Kinder, sondern die wahre Geschichte. Wir alle haben Recht und sollten einen Anspruch auf die Geschichte, die leider eben nur in kleinen Rahmen erzählt wird oder irgendein Projekt von Schule, die ist eine offene Schule und finde es super, ich schaue dich an, wenn so nette Lehrerinnen auch eine Abendveranstaltung, wo alle möglichen kulinarischen Angebote werden, ist meiner Meinung nach nicht nur zu wenig, sondern eben der Inhalt und die Begegnung, wie begegne ich diese Menschen. Inhalt und die Begegnung, wie begegne ich diese Menschen? Ich erinnere mich kurz und dann höre ich auf, auch mit meiner Ignoranz einmal, so als Beraterin, wir sind auch up to date und Termine online und so weiter und ich sehe Getrude. Ich habe um 14 Uhr einen Termin mit Getrude und ich dachte, was macht eine Österreicherin in einem Migrantenverein? Dann musste ich sehen, dass es eine schwarze Person ist und eben, weil meine Normalität, meine Normativierung passt nicht in was ich gelernt habe, was ich sehe. Und diese Kleinigkeiten sind nicht nur in der Lehrer- und pädagogischen Bereich, es ist im Alltag und es ist wirklich viel zu tun. Und wir haben viel zu tun und auch ab und zu frustrierende Momente. Aber es ist wichtig. Und die Antwort wird wahrscheinlich heute nicht definitiv stehen, was die Schule braucht, um jetzt wichtig dabei zu bleiben. Und eben Expertinnen wie wir und ihr und alle weitermachen. Danke, Florina. Ja, ich kann mich dem Ganzen auch nur anschließen, was ihr auch schon gesagt worden ist. Ich möchte aber vor allem dem anschließen, dass wir auch Räume brauchen, wo eben Verhandlungen passieren und wenn ich daran denke, dass eben zum Beispiel Workshops, also zum Beispiel werden auch Workshops gebucht von der EDB und meistens kommen wir dann zu den letzten zwei Schulwochen eines Semesters, weil da einfach schon sehr viel Stoff durchgebracht worden ist, da stehen schon die Noten, da hat man jetzt Zeit dafür, darüber zu sprechen. Meistens aber merkt man, da hat sich sehr viel schon aufgestaut im Laufe des Jahres, des Schuljahres oder des Semesters. Und eine Sache, die auch kontrovers diskutiert wird, kann man ganz unterschiedlich dazu stehen, aber ich denke, es ist notwendig, dass wenn wir über eine Schule für alle sprechen und auch einen Lebensraum für alle Schülerinnen und Schüler sprechen, dass es auch zusätzliche Räume braucht innerhalb der Schulstruktur, wo eben man sich Zeit nehmen kann, um über alle möglichen Themen zu sprechen, um eben zum Beispiel so kulinarische Tage zu veranstalten. Wann kann man das machen? Es kommen Lehrer und Lehrerinnen in die Schulklasse und möchten am liebsten ihr Fach durchbringen innerhalb von 50 Minuten und dann ist eh schon Pause und dann kommt das nächste Fach und dann ist schon der Schultag zu Ende. Und diejenigen, die nach Hause kommen und zu Hause jemanden vorfinden, die mit ihnen gemeinsam die Hausübung machen, die bei der Deutschhausübung helfen, die auch die finanziellen Mittel haben, um zum Beispiel Nachhilfe zu engagieren und auch noch in einen Sportverein gehen. Das ist alles super, aber die Kinder bleiben dann auf der Strecke, die eben nicht dieses Angebot haben. Und gerade so eine Schule für alle stelle ich mir so vor, dass es eine Schule ist, wo eben alle zusammenkommen und alle Kinder mit unterschiedlichen Ressourcen und Möglichkeiten und die sich auch berühren können und eben auch schauen können, okay, wie tun wir gemeinsam? Und das ist eigentlich in einem Schulalltag, wo man versucht, diesen ganzen Stoff durchzubringen, da gibt es nicht genügend Räume, das ist nicht so möglich. Deswegen wäre eine Idee, die auch von vielen Personen vorgeschlagen wird, wieder die Idee der Ganztagsschule einzuführen, das dann wirklich flächendeckend zu machen, weil man dadurch auch Ungerechtigkeiten innerhalb unserer Sozialstruktur in Österreich ein bisschen aufdröseln kann und entgegenwirken kann. Also was ich dazu sagen kann, ist der allerwichtigste Punkt überhaupt, damit das funktioniert, ist, dass die Lehrer, Pädagogen, Professoren erkennen, dass ein Kind mit einer Migrationsbiografie nicht wirklich dasselbe ist wie ein österreichisches Kind mit einer österreichischen Oma, die seit Jahrhunderten hier lebt. Ein Kind mit einer Migrationsbiografie trägt ganz andere Lasten mit sich, hat ganz andere Probleme, auch wenn es ein Kind ist, es trägt Lasten. Und das müssen die Lehrer anerkennen, was sie meistens nicht tun. Wir brauchen ganz andere Förderungen, weil zum Beispiel, man kann nicht voraussetzen oder sagen, es ist normal, dass ein Kind mit einer Migrationsbiografie in die Volksschule kommt und perfekt Deutsch spricht. Oder dass das Kind sich immer perfekt verhält. Und wenn es sich einmal nicht perfekt verhält, dann ist es einfach schlimm. Nein, man muss das, wie soll ich sagen, genauer durchleuchten, dem Kind zuhören und halt diese Kinder fördern. Also es gibt eh diese, also bei uns in der Schule gab es die Möglichkeit, dass Kinder, die Schwierigkeiten haben mit der deutschen Sprache, haben nochmal zusätzlich einen Kurs besuchen können. Eine komplette Klasse zu erstellen, wo nur Kinder mit so Schwierigkeiten da sitzen, das ist dann wieder furchtbar. So war das nicht gemeint, so war das nie gewollt. Aber wichtig ist auf jeden Fall, dass sie erkennen, dass wir ganz andere Probleme und Lasten mit uns tragen und dass wir keine problematischen asozialen Kinder aus dem Brennpunkt sind, sondern wir sind einfach nur Kinder, die gehört werden wollen und die verstanden werden wollen und die halt auch einen Raum haben wollen, wo ich klopfen kann, zum Beispiel beim Vertrauensherr und sagen kann, ich habe ein Problem und ich habe ein Problem zu Hause oder ich habe ein Problem in der Schule, ich habe ein Problem mit Mitschülern, weil ich komme aus einer Schule mit ganz hohem Migrationsanteil, aber ich habe auch manchmal das N Schule, ich habe ein Problem mit Mitschülern. Weil ich komme aus einer Schule mit ganz hohem Migrationsanteil, aber ich habe auch manchmal das N-Wort gehört von Kindern, also auch mit einer Migrationsbiografie. Und ja, die Lehrer, wie soll ich sagen, die wollten sich nie einmischen, weil es uns nicht interessiert, obwohl es im Schulhaus stattgefunden hat. Und das sind Dinge, wo ich mir denke, das könnte man doch perfekt zum Anlass nehmen und Kolonialismus besprechen. Bei uns in der Schule war zum Beispiel auch der Konflikt zwischen Kosovo und Serbien, der dann in der Schule ausgetragen wurde, wo die Kinder geschlagen wurden, alles Mögliche, und die Lehrer waren so. Wo ich mir denke, das wäre auch der perfekte Anlass gewesen, das Thema mit den Kindern zu behandeln. Genau, das ist so meine Sicht zu dem. Also damit Schule für alle funktioniert, ist wichtig, dass man anerkennt, dass es Unterschiede gibt und dass die Kinder, obwohl sie Kinder sind, Lasten mit sich tragen, die halt nicht für einen typischen Österreicher sind. Ja. Danke, René. Ja, das glaube ich jemand anderes, der was sagen möchte. Kannst du deine Frage noch ein bisschen aufheben? Danke. Schreib sie auf und ich nehme dich nachher dran. Das beschreibt sehr gut, glaube ich, die Realität, die in ganz vielen Schulen ist. Dass da nicht ein expliziter Rassismus plötzlich von der Bildfläche verschwunden ist und es sind einfach Jugendliche und Erwachsene auch und es mangelt an Wissen, es mangelt an Sensibilität und es mangelt auch an Courage einzuschreiten oder an Verantwortungsbewusstsein oder wie auch immer, dass die Lehrkräfte da dann auch etwas tatsächlich unternehmen. Und ich glaube, es ist schon sehr häufig auch diese Überforderung, von der wir heute auch schon gesprochen haben, dass einfach viele sagen, ich bin am Ende, also eben, es interessiert mich nicht, ich fühle mich nicht verantwortlich, ich bin verantwortlich für Fachdidaktik oder so. Und ich glaube, es braucht halt da ein Bild von der Profession der Lehrkraft oder des Lehrerinnenberufs zu sagen, das geht darüber hinaus. Das ist ein Beziehungsberuf, das ist eine Menschenrechtsprofession. Also ich komme ursprünglich aus der sozialen Arbeit, die versteht sich sehr stark als Menschenrechtsprofession und bin jetzt queransteigende Lehrerin und habe so gemerkt, das geht stark auseinander. Also das Selbstverständnis ist da ein anderes und ich glaube, dass das wichtig ist. eine Stunde in der Woche, da könnte man alle diese Konflikte besprechen, aber erstens braucht man da auch wieder sehr viel Hintergrundwissen zu sämtlichen Konflikten auf dieser Welt und zu sämtlichen geschichtlichen Dingen und dann auch das Situationsgespür und diese Konfliktfähigkeit. Also das kann ich nur unterstreichen, was ihr da als Forderung genannt habt. Das fände ich total notwendig in der Lehrerinnenbildung, dass da mehr Konfliktkompetenzen und Lösungsstrategien da sind und das verankert wird in der allgemeinen Ausbildung, weil es fehlt und ich glaube gar nicht so sehr, dass es böse Absicht ist, sondern tatsächlich schlichtweg manchmal auch eine gewisse Ohnmacht und eine Überforderung von manchen Lehrkräften, die der Situation gar nicht ganz gewachsen sind. Also ich glaube, dass das auch ein Teil ist von diesem großen Problem, kommt mir vor. Da bin ich mir nicht ganz sicher. Klar, eine Kenntnis über unterschiedliche Ereignisse ist hilfreich. Nur, da bin ich mir nicht sicher, dass jede Lehrerin oder Lehrkraft in der Lage ist, einen Konflikt zu lösen. Nur, es geht um, wie kann ich hin, wie kann ich einen Konflikt führen? Konflikte, wir werden immer Konflikte haben. Wir werden immer Unterschiede haben. Aber es geht auch um Konflikte auszuhalten. Aber wie? Und das lernen wir nicht. Das wird auch nicht unterrichtet. Es ist nicht abgetan in einem vierstündigen Workshop. Genauso wie Rassismus. Du kannst es nicht abhaken in einem Lehrgang. Es ist ein ständiger Prozess der Selbstreflexion. Und Lehrerinnen brauchen das. Also wir sind in einer Beziehungsposition und weiß ich eben auch, wie unsere Praxis ist in unseren Vereinen. Wir sind ein antirassistischer Verein, aber wir machen ständig und wir haben Strukturen dafür ständig diese Selbstreflexion. Und das ist immer, also es geht nicht nur um diejenige, um das Finger zu zeigen auf, ja, ja, die haben das oder da, da haben sie irgendwelche Konflikte miteinander, sondern wie gehe ich damit um? Oder was ist mein Part in dieses? Und ja, wir sind Lehrerinnen, Lehrkräfte, sind überfordert. Nur, das ist die Realität, wenn du mit 30 Leuten arbeitest. Wir müssen das alle machen in unserem Arbeitsalltag. Und das klingt hart, aber das erwarte ich. Das erwarte ich, dass wenn ich ein Kind im Schulsystem habe, dass das erwarte ich. Das erwarte ich, dass wenn ich ein Kind im Schulsystem habe, dass das Kind safe ist. Also das erwarte ich. Und safe space, meine, denke ich mir eben, kein Kind. Das war eh vor 40 Jahren, als ich in der Schule, das N-Wort. Und das hat sich nicht geändert. Das hat sich nicht geändert. Das hat sich nicht geändert. Und wieso? Das Willen muss da sein. Es gibt ein Bewusstsein. Mindestens, wenn wir sprechen über politische Korrektheit. Aber politische Korrektheit, man stolpert sich ab und zu. Weil das geht nicht in die Tiefe. Es geht wirklich um eine Selbstreflexion. Und da fängt es eh an, denke ich mir, in der Ausbildung. Entschuldige, ich habe nur kurz einen anderen Punkt. Sonst kommt es auch nicht nur, dass die Kinder Problemkinder haben, aber auch die Kinder, die gut sind, werden auch übersehen. Also diese Mikroaggressionen, diese Überraschungen, dass ein Kind, der Excel, der gut ist in Mathe oder so, wird total, der ist gut in Mathe, das wird überrascht sein fast oder irgendwie vielleicht ein Zweifel, vielleicht hat er geschummelt oder irgendwas. Und das ist genauso schlimm, weil es wird nicht reflektiert. Warum bin ich überrascht, dass das Kind so gut ist? Genau, ich möchte es einfach nur mal unterstreichen mit dieser Haltung, dass es so etwas Wichtiges ist und es ist ein permanenter Prozess und der muss im Team einfach laufen. Sie denken gerade bei uns im Team, wir sind wirklich sehr sensibel und man glaubt immer, aber genau wie du jetzt gesagt hast, es ist ein permanenter Prozess der Auseinandersetzung, der Selbstreflexion, das ist ganz wesentlich und mein großes Anliegen ist tatsächlich, ja, wir sind jetzt in dieser Arbeit, wir sind in diesem Prozess, aber das gehört verankert in der Ausbildung, weil das überhaupt das Bewusstsein in diese Richtung einmal gestärkt wird, dass man überhaupt einmal sensibilisiert ist, dass man überhaupt einmal diese Selbstreflexion startet, das muss verankert sein und das reicht eben nicht in einem Workshop oder mal in einem Zwei-Stunden-Vortrag. Und das mag vielleicht kurz was in Bewegung setzen. Und ich bin sehr froh und nutze jede Gelegenheit und freue mich über diese Einladungen. Aber es ist definitiv zu wenig. Und es gehört verankert in der Ausbildung, damit dort schon die erste Auseinandersetzung passiert, ein Bewusstsein sozusagen da mal überhaupt aktiviert wird, damit man dann später im Alltag wirklich in diese Reflexion kommt. Und es ist ein permanenter Prozess. Und ich glaube, ohne dem wird es keine Schule für alle geben. Das ist wesentlich. Also, ich wollte nur ganz kurz zu dem Punkt Diskriminierung und Rassismus was sagen. Also, ich war schon als Kind, war ich total begeistert von Politik und Geschichte. Mein Papa hat mir immer alles im Detail erzählt über Kongo, die Geschichte, Kolonialismus, alles. Und in der Schule, wenn wir ein Geschichtsbuch bekommen haben, das erste, was ich gemacht habe, ich habe erst einmal durchgeblättert, kommt Nelson Mandela vor, kommt Kongo vor, Lumumba kommt vor. Also ich habe immer danach gesucht und ich muss ehrlich sagen, in der Hauptschule, dritte, vierte Klasse, war die Kolonialgeschichte von Kongo drinnen, Nelson Mandela war drinnen. In der BHS war Nelson Mandela drinnen, Kolonialgeschichte von Kongo, die Freiheitskämpfe in Afrika, das war alles drinnen. nie behandelt, nie. Und ich war immer so enttäuscht, weil ich habe es immer von der Sicht von meinem Papa gehört und ich habe darauf gewartet, dass es die Lehrkraft halt vor der ganzen Klasse einmal präsentiert, wie mein Land ist. Aber das Einzige, was ich mal mitbekommen habe, in Geografie haben wir über Brasilien geredet und halt, dass Brasilien ist ein Schwellenland. Was ist das Problem von Brasilien? Die kriegen zu viele Kinder, die kennen sich mit Verhütung nicht aus, dies, das und das war's. Und ich habe mich ehrlich gesagt nie getraut, irgendwie was dagegen zu sagen, weil was soll ich sagen? Ich bin Schülerin, sie ist die Person, die gelernt hat, die studiert hat. Aber als BLM kam und wir von zu Hause auch Schule hatten, habe ich mal zur Geschichtelerin gesagt, warum lernen wir nicht über Kolonialismus? Es steht auf dieser und dieser Seite, ich lerne, seitdem ich zehn bin, über Hitler. Es wird doch wohl eine Stunde frei sein für Kolonialismus. Und da hat sie zu mir gesagt, ja, es geht sich nicht aus mit dem Lehrplan, es steht eh im Lehrplan, aber es geht sich nicht aus. Dann habe ich wirklich mit ihr diskutiert, weil ich war schon 19 und diese Demo hat mir so eine Kraft und Energie gegeben, dass ich, ich war nicht zufrieden mit dieser Antwort. Also habe ich richtig Gegenwind gegeben. Und dann hat sie gemeint, ich nehme mir das zu Herzen und ich werde das umsetzen. Und in der nächsten Stunde, also nicht bei ihr, sondern unsere Englisch-Professorin, hat sie dann auf Englisch halt mit uns das Thema Kolonialismus behandelt. Ich weiß jetzt nicht, ob sie das fortlaufend machen werden, aber zumindest ist da was ins Laufen gekommen. Und etwas zur Ausbildung von Lehrern und Professoren. Ich muss sagen, ich kritisiere das stark, weil es wurde ja jetzt so, dass man, wenn man Lehramt studieren will, fünf Jahre studieren muss. Drei Jahre Bachelor, zwei Jahre Master, das ist Voraussetzung, damit man wirklich da bleiben kann. Und dann kann man eigentlich überall eingesetzt werden. Poly, Gym, BHS, Hauptschule. Ich weiß nicht, haben die jemals daran gedacht, dass es Leute gibt, die wirklich nicht in einer Hauptschule, also nicht mit Jugendlichen im gruppierenden Alter was zu tun haben wollen? Oder haben Sie mal darüber nachgedacht, dass es sehr viele junge Frauen, junge Männer gibt, die in der fünften Generation Lehrer werden und in Ihrem Kopf stellen Sie sich vor, dass Sie Akademikerkinder unterrichten? Ich weiß nicht, also ich finde das sehr gefährlich, dass diese Ausbildung jetzt so ist, wie sie ist, weil die können überall hingesteckt werden, auch wenn sie es nicht wollen. Und wer wird diese fünfjährige Ausbildung einfach so wegschmeißen? Niemand. Und ich finde das, muss ich sagen, ehrlich sehr, sehr kritisch, weil ich hatte mit Lehrern zu tun, die nicht gern in so einer Schule unterrichtet haben und das war sehr schwer. Das war sehr schwer, weil ihr wurdet behandelt, als wärt ihr nichts wert und diese Lehrer haben unsere Eltern aber beim Elternsprechtag auch so behandelt und unsere Eltern sind so, wie soll ich sagen, sie wissen nicht, wo sie als nächstes hingehen sollen, um sich über das zu beschweren. Sie schlucken, sie sind daran gewöhnt zu schlucken und sagen, egal, schreib gute Noten und du bist eh nicht für immer und ewig in dieser Schule. Also wenn ich jetzt mal kurz zusammenfasse, also die Schule für alle, die wird es nicht geben, sofern nicht das Schulsystem ein bisschen attraktiviert wird, also so kleinere Klassen, bessere Lehrerinnenausbildung, mehr Reflexion, mehr Repräsentation. Also grundsätzlich Bildung umdenken jetzt so als aktiver Lernprozess, weil bei uns ist es noch immer klassisch Frontalunterricht und so. Und die Kinder werden ja als passive Gegenstände betrachtet, die irgendwie befüllt werden müssen mit irgendwas und wo man halt nicht interaktiv, also zumindest in der Neurokognition weiß man, okay, also besser ist, wenn das Kind aktiv ist und am besten mit Händen tut und so, ja, also am besten zu lernen und diesen Dopamin-Belohnungseffekt, Lerneffekt zu haben und so. Also zumindest in der Forschung weiß man, was gut ist und was nicht gut ist, ja, und dass Rassismus auf keinen Fall gut ist, mehr Stress, Schlafstörungen und so weiter, schlechteres Lernen, andere Erkrankungen, die aufpoppen können. Die Frage ist, wie können wir das aufbrechen, bevor ich dann zu unserem Publikum komme? Oder welche Hoffnungsschimmer gibt es? Oder wo können wir ansetzen, um da Veränderungen herbeizuführen, wenn wir diskutieren schon, wir machen schon aufmerksam auf das Thema, was braucht es noch, damit wir gut dorthin gehen können, in diese Richtung, Richtung Schule für alle und bei den Stakeholderinnen da ein bisschen Bewegung zu bringen, also jene, die verantwortlich sind, wie Bildungsdirektionen, die Bildungspläne schreiben oder Lehrpläne schreiben etc. Wollen wir unbedingt mit der Institutionalisation der Schule arbeiten? Wenn wir dann nur auf dieser Ebene von Institutionalisierung bleiben, haben wir ein Problem, weil die Institutionen existieren seit Jahren, sie haben sich nicht verändert, obwohl sie ständig kritisiert werden. Das heißt, es ist nicht möglich, parallel zur Institutionalisierung etwas anderes zu machen, ergänzendes. Das heißt, was zum Beispiel die asiatischen Communities in Wien machen das parallel zur schulbildung gibt es zum beispiel am wochenende gibt es sie mit den verschiedenen gymnasien in wien und machen dort ihre schule in ihrer muttersprache unterrichten auch geschichte und geografie was nicht in den schulen in den österreichischen schulen zu hören sind zum beispiel ich glaube, dass wir brauchen hier sehr, sehr viele Menschen, sehr, sehr viele Aktivistinnen und Aktivisten, die parallel zu dem, was die Institution gibt, auch etwas anbieten. Sonst schaffen wir das wirklich nicht. Weil das Schulsystem zu verändern, wir werden es sicher mindestens 50 Jahre lang brauchen. Mindestens. Wir haben schon begonnen. Es gibt verschiedene Initiativen. Aber was tun wir als Eltern? Wollen wir das jetzt nur schauen, wie unsere Kinder kaputt machen? Oder wie können wir da eingreifen? Wir müssen eingreifen, damit das System sich ändert. Eingreifen bedeutet klarerweise, dass wir nicht warten werden, dass Österreich etwas verändert, sondern wir auf unserer Ebene, wie dein Vater es genau zu Hause gemacht hat, müssen wir auch so machen. Die verschiedenen Vereine, die verschiedenen Individuen, damit dann parallel zur Schule etwas geschieht. verschiedene Individuen, damit dann parallel zur Schule etwas geschieht. Ja, ich denke eben ganz konkret, dass ich frage mich eben viele Eltern, also ich höre das eben von den Kursteilnehmern in meinem Kurs, die Eltern sind und kommen eben mit verschiedenen Beschwerden. Also unterschiedliches, sehr ähnliches. Und dann mit der IDB. Wie wäre das mit einem, sage ich eben ganz konkret, nichts was extra, externes, Samstag, Sonntag, wo viele haben diese Zeitressource nicht. Diesen Zeit- und Geldressourcen. Da bin ich vorsichtig. Manche Leute können das leisten,ourcen nicht. Diesen Zeit- und Geldressourcen. Da bin ich vorsichtig. Manche Leute können das leisten, manche nicht, viele nicht. Ja, aber ich glaube, die Communities müssen das machen. Natürlich. Wir können nicht immer warten, dass das System, das uns unterdrückt hat, die Situation endet. Das wird nicht passieren. Wir wissen schon, dass es nicht passieren wird. Das weiß ich. Also das Warten, dass jemand uns etwas für uns oder eben, meine Kinder sind nicht mehr im Schulsystem, aber nicht warten, dass etwas gemacht wird, aber Initiativen. Da bin ich eben bei dir. Dass die Eltern versuchen, eh so wenig wählen wie möglich. Also das war unsere Strategie, meine Mutter hat das anders gedacht, das ist auch eine andere Strategie, aber die sind explosive, möglicherweise gefährdet, weil die Kinder sind diejenigen, die in der Schule bleiben müssen. Weil die Kinder sind diejenigen, die in der Schule bleiben müssen. Aber eben auf Ebene der Eltern, Elternsprechtag zum Beispiel. Also es ist in unterschiedlichen Schulen, es gibt die Eltern, es gibt diese Elternverein, mit den Eltern zu arbeiten oder irgendwas als, keine Ahnung, mit der IDB zum Beispiel zu arbeiten, dass es gibt irgendwelche, dass diese Peers in den Schulen, also mitten Schulsprecher und SchulsprecherInnen arbeiten. Mit den Eltern, Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund haben auch eine Stimme. Also das ist nicht immer so. Also es ist nicht immer so. Also es ist nicht, jede Schule ist 90 Prozent mit Kinder mit Migrationserfahrung. Also das ist, ja, und es gibt eben trotzdem Eltern, die Beschwerden haben. Wo ist dieses Link? Wo kann ein Link wirklich, das ist nicht irgendwelche, ja, ja, wir beruhigen sie, sondern tatsächlich eine Stelle, wo es dokumentiert wird, tatsächlich in der Schule, wo keine Ahnung, ich versuche hier einfach brain zu stormen. Es gibt die Eltern und die SchülerInnen eine Stimme, etwas außerhalb des Mainstream-Stimme und etwas hier, was bewirken. Das schon, weil tatsächlich, also wir sind in einer Sozialstadt und das, was das erzeugt, das ist noch verfestigend, dieses Zweiklassensystem. Und denke ich mir eben, die Kinder haben ein Recht auf Schule. Wir sehen das sowieso mit unterschiedlichen Sozialklassen des Einkommens, wo Schülerinnen die Schwierigkeiten haben, die Eltern haben die Mittel um Nachhilfe. Also das schafft sowieso eine andere Schule, so eine zweite Klasse oder erste Klasse von Schulsystemen. Und dann noch dazu, in dem bestehenden System gibt es etwas, was man noch dazu machen kann. Darf ich? Guten Abend alle. Danke an die Organisatorinnen. Ich freue mich, ein Teil der Diskussion dabei zu sein. Mein erstes Wort ist, ich bin empört. Ich bin empört über die Heuchlereien. Ich bin empört über die Wahrheit, die verschwiegen wird. Obwohl fast jeder weiß, was da abläuft. Wir haben da über unterschiedliche Sachen geredet. Über Burnout bei Lehrern, bei Kindergärtnerinnen. Das ist ganz normal. Weil wenn sie da sind, die können nur bestätigen, dass sie ein bestimmtes Curriculum befolgen müssen und kein Recht haben auszuweichen. Sie dürfen keine Emotionen zeigen, sie müssen Notizen machen über jedes Kind. Die wissen, der größte Anteil zurzeit sind bei den Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen Burnout. Viele wollen sie nicht entmenschlichen lassen. Und es ist die Wahrheit. Und die, die die Wahrheit sagen, werden zur Seite gestellt. Ich kenne beispielsweise Mais, die gespaltet worden ist, weil sie zu stark waren. Weil sie eben das an die Tagesordnung gebracht haben, worüber viele geschwiegen haben. Es ist über Reset gesprochen worden. Für sehr viele. Ich habe das Fest des Huhnes gespielt. Und plötzlich sagte der Regisseur zu mir, sprich in deiner Muttersprache. Und ich war, äh. Er sagte, ja, wenn jemand Worte in Deutsch spricht, hätte ich dich nicht genommen. Da hat es bei mir Klick gemacht. Wer bist du? Woher kommst du? Dann kam ich drauf, man hat mich, meine Identität beraubt. Man hat Jahrzehnte mit mir Gehirnwäsche getrieben. Und das, worüber heute gesprochen wird, über Erziehung, Und das, worüber heute gesprochen wird, über Erziehung, das ist das eben, was jemand hat davon 1920 gesprochen. Das ist das, was vorgesetzt wird. Was gibt es für Alternativen? Ich kenne Eltern, die bereit sind, wie in vielen europäischen Ländern, ihre Kinder zu Hause zu lernen. Also setzen wir nicht hier und es ist alles gut, es ist alles super. Nein. Wir viele von uns, wir gehen dahin, wir viele kommen fröhlich in die Klasse. Die sind nicht denke mal schon wieder, muss ich hingehen. Na, sagen wir uns ehrlich, einmal. Und darum geht es ja auch. Erziehung. Kindergarten, was passiert? Die meisten hier wissen das. Dass man das Kind degeneriert, wenn er gut in Mathe ist. Nein, nein, nein, für einen Migrant gehört sich das nicht. Du bist hyperaktiv. Du gehst runter. Wir wissen das. Warum benennen wir es nicht? Wir sind hier. Aber wie viele sind von den Betroffenen da? Wir reden als gebildete Menschen, als Akademiker, was weiß ich was. Wo ist der Mensch von der Straße, der da stehen kann und seine Meinung hat? Entschuldigung. Das ist nur eine Frage. Aber ich kann dir die Frage beantworten, wir haben wirklich die Communities brav informiert und so. Also das muss ich schon auch sagen, dass es schon auch an den Menschen selber liegt, wenn ich weiß, okay, ich habe einen Leidensdruck. Wenn ich weiß, es gibt diese, jene Institutionen, die mir weiterhelfen können, dass ich vielleicht die ausgestreckte Hand auch nehme. Ich weiß, du hast recht, aber für viele, die verstehen nicht, worüber wir reden. Die haben keine Ahnung, worüber wir reden. Danke. Gibst du vielleicht hinter dir? Danke. Djapo, danke für diese Möglichkeit. Danke, dass wir überhaupt artikulieren können, was ist, was sein soll und was ist wünschenswert. Simon hat in seinem Vortrag einfach das gesamte System ausgehöhlt, welchen Schaden es an die Migranten oder die kolonialisierten Länder und auch die Kolonialherrschaft getan hat. Weil sie haben euch gelogen, sie haben euch nicht die Wahrheit gesagt. Uns haben sie auch gelogen, sie haben uns nicht die Wahrheit gesagt. Wir sind alle im Boot und wir wollen nicht mehr die Vergangenheit nachjammern. Es geht um die Zukunft. Die Frage ist, was können wir tun, damit die Schule ein lebenswerter Platz für alle ist. Es gibt eine Organisation in Wien, die heißt Advancing Equality with Austrian School System. Sie werden heute eingeladen, konnten nicht kommen aufgrund anderer Engagement. nicht kommen aufgrund anderer Engagement. Sie haben mich gebeten, ich sage euch alle, die interessiert sind, in Wien am 12. Oktober in der Diplomatischen Akademie Wien, Favoritenstraße Nummer 15, dort werden sie die Präsentation ihrer Forschungsarbeit präsentieren. Denen geht es darum, sie wollen in den Schulsystemen den Inhalt, das was gelehrt wird, beeinflussen mit der richtigen Geschichte. Weil Chimamanda, Amanda hat gesagt, eine gute Geschichte ist eine Geschichte mit zwei Seiten. Hier haben wir immer nur eine Seite der Geschichte und es ist nicht komplett. Das wäre schön, wenn wir vielleicht dorthin gehen können und hören, was sie zu sagen haben. Edith, meine Schwester, sage ich dir, wir brauchen nicht die Leute, die in die Kirche gekommen sind, zu schimpfen, weil sie sowieso da sind. Die meisten von uns da sind Interessierte, denn andere gehören denjenigen, die nicht da sind. Zudem sollen wir alle in unseren Freizeiten andere Nachbarn, Freunde, Kollegen motivieren, aufklären. In unseren mittelbaren Nuklearbeziehungen, das bringt mehr, als wenn wir das ganze große Maße suchen. Die kommen nicht. Das ist mein Beitrag dazu. Danke. Ja, die Frage ist immer, wenn du sagst, sie kommen nicht, haben wir vielleicht eine falsche Einladungspolitik? Ich habe ein Beispiel. Ein einfaches Beispiel. Nein, nein, Moment. Das ist ein praktisches Beispiel, was ich in Wien gehabt habe. Wir organisieren für die Communities auch zum Thema Bildung. Aber haben wir eher an einer Universität organisiert. Klarerweise, das war am Samstag, dann waren wir überrascht, dass Leute nicht gekommen sind. Na klar, also wenn man sagt, ich will zur Community, dann die Erfahrung ist, dass wir zu denen gehen sollen. Das ist keine Kritik an dieser Veranstaltung, sondern die Einladungspolitik impliziert automatisch, dass wir uns orientieren an die sogenannten Zielgruppen, die für diese Veranstaltung oder für diese Art von Veranstaltung geeignet sind. Und wir haben die Erfahrung in Wien, dass wir eher nicht so hoch platzieren, entweder in Museen oder in verschiedenen ganz großen Universitätsräumlichkeiten und so weiter, wenn wir zum Beispiel der Brunnenpassage was organisiert haben, das hat funktioniert. Das ist ein Ort, wo es nicht um Hierarchien geht. Und das ist sehr, sehr wichtig in unserem Community-Alltag. Ja, also ich denke, also ich kenne das Wort auf Deutsch jetzt nicht davon mal, aber es gibt Outreach-Programms. keine, also auch in der Sozialarbeit, also ich bin keine Expertin in der Sozialarbeit, aber es gibt unzählige Arten, wie man Menschen erreichen kann, die bestimmte Probleme haben. Und es geht nicht nur um so... Es gibt unterschiedliche Wege. Ich denke, wir sind hier um ein bestimmtes Thema. Es ist ein bestimmter Rahmen. Das will ich gar nicht kritisieren. Also ich finde, es ist super, dass Leute hier, ich bin froh, dass es so viele unterschiedliche Bereiche gibt, eben junge Menschen, die das erleben haben, vor allem, weil die haben auch eine Stimme, ja, und eine sehr starke Stimme. Und das müssen wir hören. Aber ich glaube, wenn man denkt über Problemlösung oder lösungsorientierte Ansätze, danke, überlegen, dann okay, was wollen wir erreichen? Es gibt nicht nur eine, keine Ahnung, eine große Einladung für alles, es gibt unterschiedliche Rahmen, es gibt unterschiedliche Themen, es gibt unterschiedliche Ansätze, eben Methoden, Menschen zu erreichen oder auch Hürden, ja auch Hürden. Du hast vorher gesprochen über Abscheu von Behörden. ist nur für die Kursteilnehmerinnen. Aber sie laufen. Sie laufen ständig, weil es gibt ständig einen Gebrauch, Bedürfnisse, unterschiedliche Fragen von Aufenthalt bis zur Mitte, bis zur Sozialhilfe, alles. Bis zu Problemen in der Schule von den Kindern der Kursteilnehmer. Da gibt es eine Vertrauensbasis. Das braucht Zeit, aber die Kursteilnehmer sind in unserer Kurssitzung sechs Monate. Es ist eine Beziehungsarbeit, es ist ein Aufbau. Man kann nicht mit keiner, und da würde ich eben keine Community vorwerfen, dass sie entweder ihre Einladungspolitik falsch ist oder auch umgekehrt, dass es nicht das Angebot in Anspruch genommen. Es gibt verschiedene Sachen. Es ist eine komplexe Welt. Wir leben in einer Welt, wo Ressourcen, vor allem Zeitressourcen, auch sehr knapp sind. Und sowieso. Vereine arbeiten ohne Ressourcen und trotzdem leisten was. Aber wir haben ein Problem. Das Problem geht nicht weg. Aber es geht nur um Denken. Was ist denkbar? Was ist möglich? Vielleicht noch eine Publikumsfrage? Ich möchte eigentlich noch kurz was sagen. Meine Frage wäre, gibt es eigentlich, zum Beispiel jetzt, wenn die Eltern sich beschweren, dass das Kind diskriminiert wird, gibt es da irgendwelche Konsequenzen? Oder kann man den Eltern zum Beispiel sagen, okay, wenn das Kind nicht mitkommt in der Schule, kannst du es dort hinwenden oder kannst du dort Hilfe holen. Gibt es sowas? Ich habe nämlich wirklich einen ganz schweren Fall von meiner Freundin. Der Bub ist ein Mischlingskind und der kommt fast jeden Tag weinend nach Hause, weil er ist sehr ruhig. Und durch das, dass er ruhig ist, der Lehrer verlangt einfach von ihm, dass er laut werden soll, dass er laut sprechen soll. Und der Po kann aber nicht anders. Und wenn irgendwas passiert in der Schule, natürlich, es wird immer auf ihn hingehakt, weil er weiß, er weiß. Und dann fängt er einfach zu weinen an. Und ich habe jetzt wirklich gesagt, ich möchte jetzt den Lehrer selber besuchen, weil mir reicht es jetzt langsam. Und dann sagt er, na, sag lieber nichts, sonst wird es noch schlimmer. Aber dann denke ich mir, es wird sich doch nie was ändern. Was soll denn das bitte? Was soll sich dann ändern? Und da hätte ich wirklich eine Frage. Gibt es da irgendwelche Konsequenzen oder die Eltern werden einfach nicht angehört oder man lässt es einfach so stehen. Das ist jetzt wirklich meine Sorge. Danke vielmals für die Frage und für das Thema. Also ich denke, es gibt so zwei Richtungen. Auf der einen Seite, wie kann man das Kind begleiten, empowern und eben stärken im Sein und auf der anderen Seite dann aber auch die Unterstützung für die Eltern. Wie können die Eltern damit umgehen und auch Beratung in Anspruch nehmen. eine Behandlungsanwaltschaft, die zwar aus Juristinnen besteht und die einen Schwerpunkt hat auf das Recht, aber die bieten eben kostenlose Beratungen an, wenn man das Gefühl hat, es passiert da etwas. Auch wenn ich mir selbst nicht sicher bin, ob das jetzt Diskriminierung ist, was mir passiert, kann ich mich trotzdem dorthin wenden und kostenlose Beratung in Anspruch nehmen und die schauen sich dann die Fälle auch an und das Anliegen von der Gleichbehandlungsanwaltschaft ist, dass es nicht erst zu irgendwelchen gerichtlichen Fällen kommt oder dass man da erst irgendwie einschreiten muss, weil oftmals erst wenn da der Hut brennt, melden sich dann Personen, aber bestenfalls sollte man sich viel früher melden und schauen, okay, wie kann man hier Konflikte schlichten, was ist das Problem? Genau, also das wäre mal so der eine Ansatz. Dann ein anderer Ansatz, eben dieses Empowern und zu dieser Richtung, diese Perspektive einzunehmen, wie können wir oder im Sinne von Mediatoren heranziehen, die einschreiten und die von außen kommen und die ja nicht so vorbelastet sind mit der ganzen Geschichte, die in der Klasse passiert ist, aber trotzdem die vermitteln können und da eine Gesprächsbasis aufbauen können. Ich denke da zum Beispiel an die Schwarze-Frauen-Community, die besonders Kinder und Jugendliche begleitet und da zum Beispiel auch Mentorinnen und Mentoren hat, die auch pädagogische Ausbildungen haben, die auch die Kinder herholen, auch mit ihnen zum Beispiel mein Kollege Persi, der auch bei der EDB ist, der macht sehr viel so Theaterarbeit und damit die Kinder, die vielleicht wenig, die ruhig sind und auch mit ihrem Selbstwert zu kämpfen haben, zu lernen, wie kann ich mich selbst auch positionieren, wie kann ich mich selbst gestalten, wie kann ich selbst etwas beitragen, das wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit. Ich weiß nicht, ob das jetzt irgendwie die Frage beantwortet hat oder ob es irgendwie noch eine Möglichkeit, ich kann auch weitere gerne Stellen nennen, was man noch alles tun kann oder gerne können wir auch danach sprechen. Durch, dass die Zeit schon so fortgeschritten ist, wir können wirklich bis das ganze Wochenende durchreden. Es hat mich wirklich kurz geschreckt. Vielleicht noch ein kurzes Statement, bevor wir zur Abschlussrunde kommen. Wirklich kurz auch, weil Edith gemeint hat, schau, was mit diesen Lautreden mit Mais passiert ist. Mais kämpft weiter und Mais ist nicht ruhiger geworden, sondern hat sich vermehrt. Jetzt gibt es zwei Organisationen statt einer und noch dazu diese Räume, eben wir sind auch nicht allein, wir brauchen uns alle lauter und stärker zu sein und es geht nicht nur um Menge an die Menschen, die in einen Ort kommen, sondern in jede Beratung, in jede Bildungsmaßnahme, wo dieses Thema hineinkommt, ist eine Vermehrung, eine Multiplikation und wie gesagt, wir sollen nicht auf Systemwarte ändern, obwohl Österreich Thema hineinkommt, ist eine Vermehrung, eine Multiplikation. Und wie gesagt, wir sollen nicht auf das System warten, das ändern, obwohl Österreich, wir sind auch Österreich. Das System ist nicht so irgendwie unabdingbar und jeder Mensch, der sagt, ich will das nicht mehr. Und danke. Gut, ich glaube, dann kommen wir zu unserer Abschlussrunde und du beginnst den Statement, wenn es okay ist. René, genau René, weil sonst wären sie uns rausgeschmissen. Ja. Also verständlich, das ist mein letztes Wort. Ich wollte noch kurz zu der Aussage sagen, wir sitzen alle hier und reden über wie glücklich wir sind und dass alles so halbwegs passt. Es gibt nur kleine Probleme. Ich muss ehrlich dazu sagen, wir haben eine kleine Miniserie gemacht, Österreich und ich, wo ein paar schwarze Jugendliche über sich selbst und ihre Relation zu Österreich gesprochen haben. Und es haben sich nicht so viele gemeldet und wir haben uns immer gefragt, warum, weißt du, die erzählen uns immer alles. Und dann wollen sie es nicht vor der Kamera sagen. Warum? Weil wir es nicht als selbstverständlich sehen sollten, dass jemand seine Wunden offenlegt. Also wir sollten das wirklich nicht als selbstverständlich sehen, dass jemand kommt und sagt, ich habe das erlebt, ich habe das erlebt. Das sind traumatische Ereignisse, die in einem Alter passiert sind, wo man komplett unschuldig war, wo man vielleicht bis heute nicht versteht, wie konnte diese erwachsene Person mir das antun, wie konnte diese erwachsene Person mich so behandeln. Für die Zukunft, was ich sagen kann, ich habe einen kleinen Funken Hoffnung an die Lehrkräfte, die jetzt Lehrer werden, weil das sind Leute, die können nicht behaupten, dass sie nichts wissen. Wir haben Social Media, wir haben TikTok, wir haben Instagram, wir haben YouTube, wir haben Facebook, wir haben YouTube, wir haben Facebook. Man kann alles sehen, man kann alles nachlesen, man kann alles nachschlagen, auch wenn man es nicht versteht, in allen möglichen Sprachen übersetzen lassen. Es gibt Chat-GPT, es gibt keine Ausreden mehr. Es gibt keine Ausreden mehr. Und eine Sache, vielleicht können wir die 50 Jahre, dass sich das Bildungssystem verändert, verkürzen. Warum? Weil ich bin die erste Generation, also meine Eltern sind aus dem Kongo geflüchtet und ich bin hier geboren. Was mir passiert ist, wird meinen Kindern nicht passieren. Weil, ich weiß es besser, ich kenne das System, ich bin hier geboren, ich kenne alles. Die können mein Kind nicht verarschen. Sagt man so. Und es liegt nicht an meiner Matura, sondern es liegt daran, ich bin hier geboren, ich bin hier aufgewachsen, ich kenne das System. Genauso werden es meine Freunde machen. Also es wird in den nächsten Jahren einen Kampf geben und es ist dann auf Augenhöhe. Ja. und das ist dann auf Augenhöhe. Ja, genau das wollte ich sagen, weil ich bin jetzt die zweite Generation und ich kenne mich auch schon aus, meine Mutter hat das österreichische Schulsystem nicht gekannt und das ist das Problem, glaube ich, es kommt auf die, welche Generation gerade jetzt in der Schule ist und wie kann man uns gegenseitig helfen und ich glaube, da muss man Netzwerke bilden, dass wir uns gegenseitig helfen und sagen, du, das geht nicht, die Lehrer haben die und die und die Rechte und darüber hinaus ist es auch, wer wird jetzt Lehrerin, wer werden jetzt Lehrerinnen und Lehrer? Das ist jetzt die Generation von der René, also das heißt, das sind unsere Kinder, die jetzt an der pädagogischen Hochschule sind, zum Teil und Lehrerinnen werden, weil ich sehe, wenn ich in eine Klasse reingehe, egal ob jetzt jemand aus Sub-Sahara-Afrika ist, aus Bosnien ist, die freuen sich. Die freuen sich, dass jemand da drinnen steht, der diese Migrationserfahrung hat. Und ich glaube, da muss man ansetzen und sie werden kommen. Ich hoffe nicht, dass wir dann viel kämpfen müssen, aber sie sind gerade auf dem Weg in die Klassen und auf die muss man sitzen. Wow, ich habe Hoffnung jetzt. Ich bin eine, die ein bisschen zynisch ist. Aber ich denke eben, das wollte ich sagen, es braucht Veränderungen auf verschiedenen Ebenen, in den Schulen, in dem System, außer dem System, aber gleichzeitig eine Stärkung, ein Rückhalt. Und ich denke, das macht für ein Kind einen großen Unterschied, ob das Kind einen Rückhalt hat, ob das Kühl... Und ihr habt das Vokabel. Also ich habe das Vokabel nicht gehabt, eben Rassismus zu benennen, wie es war. Diese kleine, war das oder war das nicht? Also, du hast es. Und das ist deine Waffe. Und nützt es als deine Waffe. Also, danke. Zum Schluss denke ich immer mit Mut weitergehen von heute, also Mut an Veränderung zu glauben, Mut an Konfrontationen teilzunehmen, solange sie nur in irgendeiner Weise tragbar sind, Mut sich gegenseitig zu stärken, Mut an was anderes, an was Schöneres, an eine schönere Schule zu glauben. Das möchte ich immer gerne mitnehmen und das wünsche ich uns allen eigentlich für heute. Ja, sehr viel Courage. Das wollte ich gerade sagen, tatsächlich. Ich wollte gerade auch anschließen an den Gedanken, dass wir sind jetzt alle hier, sitzen jetzt alle hier und wir sind wir ins Gespräch kommen und gerade auch Sachen reinbringen wie Gefühle. Vorher wurde das angesprochen, Gefühle, die im Unterricht oftmals nicht stattfinden dürfen, die keinen Platz haben. das gerade jetzt auch zum Gespräch machen und uns fragen, welche Gefühle nehmen welchen Raum in meinem Unterricht oder in der Schule oder in der Bildung Raum ein? Welche Gefühle gestehe ich mir selbst zu? Wie sprechen wir über Rassismus? Sprechen wir überhaupt über Rassismus? Oder sprechen wir gar nicht über Rassismus? Welche Voraussetzungen brauchen wir dafür, über diese ganzen Themen überhaupt zu sprechen? Und da miteinander in Kontakt zu treten, ins Gespräch zu treten, damit dieser Kreis langsam immer größer und größer wird. Zunächst einmal vielleicht zu zweit, dann zu dritt, dann zu viert, zu fünft. Und irgendwann kann sich dann auch die letzte Person nicht davor verschließen, wenn alle schon darüber sprechen. Danke. Das Wort Stärkung habe ich gehört. Empowerment, sich gegenseitig stärken, das bedeutet auch, dass Schwarze sollten sich auch aktiv einsetzen oder sich bewerben, um Lehrerinnen und Lehrer zu werden. Also nicht nur das sitzen und irgendwas, sondern ich will Lehrer werden. Ja, dann bitte gibt es verschiedene Prozedere, die man dadurch gehen kann, um Lehrerinnen und Lehrer zu werden. Es gibt in Wien eine Reihe von Schwarzen, die Lehrer geworden sind in den letzten zwölf Monaten. Es gibt schon mehrere. Der Punkt zwei für mich ist, liebe Leute, wir müssen nicht gegen Lehrer ein bisschen aggressiv sein und so. Wir müssen diese Leute verstehen. Erstens, die Ausbildung, die sie haben, ist nicht dieselbe, die wir jetzt haben. Es fehlt ihnen Erfahrungen, es fehlt ihnen bestimmte Teile unserer eigenen Geschichte. Und deswegen glaube ich, dass es wichtig wäre, dass wir als Ergänzung zu den Lehrerinnen, das heißt, wir sollten Lehrerinnen und Lehrer unterstützen in ihrer Arbeit. Und die, die vielleicht nicht gut sind zu unseren Kindern, müssen wir mit ihnen einfach reden, ganz klar reden. Also wenn es um Rassismus geht, dann müssen wir auch sagen, das ist Rassismus, das darf nicht weiter gemacht werden. Das heißt, wir müssen uns als Verbündete von Lehrerinnen und Lehrern sehen, weil meine Erfahrung in Wien ist eine positive Erfahrung. Ich habe auch, wenn Lehrerinnen und Lehrer nicht sehr gut zu mir oder zu meinen Kindern waren, es war immer wichtig, Gespräche zu finden, mit ihnen zu reden. Natürlich will man viel mehr Zeit brauchen, aber auch aufgrund der Tatsache, dass sie Solidarität brauchen. Am 8. Juni in Wien hat es eine riesige Demo gegeben, wo Lehrerinnen protestiert haben über ihre Arbeitsbedingungen und das ist schier. Wir haben schon thematisiert hier, wie sie arbeiten. Es ist nicht leicht. Und ich glaube, dass wir sollten gemeinsam schauen, dass wir diese Lehrerinnen und Lehrer eher stärken, empowern und gemeinsam, wie du vorher gesagt hast, gemeinsam schauen, dass wir Österreich auch weiter tragen können. Ich knüpfe bei deinem Mut an und denke mir, ich werde wieder in der Kinderbetreuung Mosaik weiterhin in diesem Sinne arbeiten, mit dem absoluten Bewusstsein wirklich die nächsten Generationen dazu stärken und dir dann sozusagen da noch Generationen nachschicken, damit sich da etwas ändert. Und eines vielleicht noch, was mir an dieser Stelle noch wichtig ist zum Schluss, es gibt, glaube ich, schon einige sehr, sehr engagierte Lehrerinnen, Pädagoginnen. Aber ich glaube, es braucht auch die Stufe drüber seitens der Politik, weil es braucht Ressourcen. Und es braucht auch finanzielle Mittel dazu. Und ich glaube, da gehört der Ruf ein Stück noch weiter oben, weil ohne diesen Ressourcen werden manche schwierig. Und wenn wir sagen, wir wollen da gut am Weg sein und wir wollen wirklich da eine gute Arbeit leisten, dann braucht es einfach Ressourcen und das braucht einen politischen Willen dazu. Das ist auch ganz wesentlich. Es kann nicht abhängen vom Engagement, dem Einsatz Einzelner. Also da braucht es von oben glaube ich auch ganz einen klaren Willen zu sagen, das ist für uns, für unsere Gesellschaft, für unser Miteinander absolut notwendig. Danke. Ja, ich habe kein Mitleid mit den Lehrerinnen. Es gibt Menschen, die die Lehrerinnen mit Migrationsgeschichte als Care-Arbeiterinnen reinigen. Und natürlich, dass die Arbeitsbedingungen schlecht sind, dann sollen wir über die kapitalistischen neoliberalen Systeme, in denen wir alle leben und kämpfen. Aber es ist keine Rechtfertigung für Rassismus in der Schule, egal in welchem Bereich. Und das sollte klar sein. Es ist keine Entweder-oder, dass Arbeitsbedingungen verbessert werden, gehört mehr Ressourcen. Das sollte eben nicht nur mitgefühlt mitkämpfen und so weiter, es geht um uns alle, aber egal wie prekär, es entschuldigt mich nicht um rassistisch oder keine Räume für rassistische diskriminatorische Handlung. Und danke. Ich weiß, es gibt noch eine Wortmeldung, aber wir müssen in zehn Minuten raus. Du kannst es so sagen, ohne Mikro. Liebe Zuschauerinnen, liebe Gästinnen, danke fürs Dabeisein. Entschuldigung, aber wir haben jetzt schon um über eine halbe Stunde überzogen und ich muss jetzt wirklich Schluss machen. Bitte nehmt euch noch was vom Buffet, bitte, bitte, bitte. Ja, nehmt euch noch was vom Buffet, esst noch was. Und danke, dass ihr gekommen seid. Vielen Dank. Danke für die Moderation auch. Danke.