So, dann darf ich nochmal nach dieser kurzen Pause Sie alle hier begrüßen. Schön, dass Sie geblieben sind. Ich sehe sehr viele interessierte Gesichter. Das kann kein Fehler sein. Eine Frage hat der Kollege vorher schon gestellt von iFixit. Wer hat ein Handy, das älter ist als drei Jahre? Sie sind alle so vorbildlich. Toll. Und älter als sechs Jahre? Beweise. Halten Sie es in die Höhe. Was haben Sie für ein tolles Telefon? Das möchte ich mir genauer anschauen. Es geht ja nicht mehr um bestimmte Sachen. Zu unserer Zeit, früher noch in den 90ern, die ersten Telefone, ein 3210-A Akku konnte man rausnehmen, das waren noch Zeiten. Ich hatte letztens auch ein Problem, mein Laptop ist kaputt gegangen. Mein Laptop, ich brauche den jeden Tag für meine Arbeit, ich brauche ihn für zum Beispiel Videoschnitt und Sound und so weiter. Da ist man schnell mal im höherpreisigen Segment unterwegs, wenn man einen neuen Laptop haben möchte. Ich habe mir dann auch gedacht, meine vielen Kolleginnen und Kollegen reden die ganze Zeit von refurbed. Da schaue ich jetzt auch einmal nach. Was gibt es da? Gibt es da einen Laptop? Naja, einen. Es gab mir wirklich eine große Fülle an Laptops und das Schöne war, es gibt wirklich neuwertige Geräte, die mehr können als die neuen, die ich mir angeschaut habe im normalen Handel und sie sind günstiger und da dachte ich mir, das ist doch ein super Deal. Wieso soll ich mir jetzt da einen Laptop kaufen, der weniger kann und teurer ist, wenn ich jetzt die Möglichkeit habe, mir einen sehr viel besseren Laptop zu besorgen und das auch noch günstiger. Mittlerweile kommt man nicht darüber hinweg, ein großes, tolles Unternehmen, keine kleine Firma mehr, seit sechs Jahren gibt es Reverb nun und kürzlich wurde die Grenze von einer Milliarde Euro Außenumsatz geknackt. Das ist eine sehr große Zahl, da verschlägt es einem schnell mal die Sprache. Reverb setzt sich ein im Kampf gegen Elektroschrott und die Wiederaufbereitung von Elektrogeräten. Die kann nämlich bis zu 83% CO2 im Vergleich zur Neuproduktion einsparen. Und Refurbed hat eine Studie in Auftrag gegeben. Da sieht man zum Beispiel, dass ein iPhone 11 einen Gesamt-CO2-Ausstoß von 72 Kilogramm hat, ein Refurbished iPhone aber nur 15,7 Kilogramm CO2 produziert. Ein großer Unterschied. Noch mehr Zahlen, Fakten und Daten gibt es jetzt auch hier, Kim Kreis auf der Bühne von Refurbed. Schön, dass du da bist. Danke, dass ich da sein darf und über die ökologische Nachhaltigkeit bei Refurbed reden darf. Wie bist du zu Refurb eigentlich gekommen? War das auch so klassisch, dir ist auch was kaputt gegangen? und gemerkt hat, er will einfach etwas für die Umwelt tun. Er will den Planeten besser da lassen, wie er aktuell ist und hat dann mit seinem Studienkollegen zusammen Refurb gegründet. Und allein die Erzählung davon fand ich so spannend, dass ich mich dann bei Refurb beworben habe und danach wurde ich erst Kunde tatsächlich. In dem anderen Laptop hier ist auch von Refurb. Ja, natürlich, natürlich. Wenn du jetzt Menschen auf der Straße triffst, Freunde, Bekannte, vielleicht auch irgendjemanden, wie würdest du Refurbed in zwei Sätzen erklären, so ein klassischer Elevator-Pitch? Ich glaube, das Einfachste ist wirklich, man sagt ja oft, dass Nachhaltigkeit einen höheren Preis hat, dass es schwieriger ist, nachhaltiger zu agieren. Und bei Refurbed haben wir die Situation, dass die Produkte günstiger sind wie ein Neukauf, aber auch nachhaltiger zu agieren. Und bei Refurb haben wir die Situation, dass die Produkte günstiger sind wie ein Neukauf, aber auch nachhaltiger. Also da gibt es keine Ausrede mehr, um nicht die nachhaltige Wahl zu treffen. Wie Fabian Neidhardt vorher schon gesagt hat, manchmal hat man einen Laptop zu Hause, man weiß nicht, wegwerfen will man ihn nicht. Man könnte ihn einfach wieder neu aufbereiten und hätte so viel mehr davon. Absolut. Dann würde ich sagen, wir hören uns jetzt deinen Vortrag an. Nachher gibt es, wie vorher auch schon, die Möglichkeit, Kim Greif Fragen zu stellen. Einen großen Applaus bitte. Ja, danke nochmal, dass ich da sein darf und ein bisschen etwas über Refurb erzählen darf. Ich habe ja schon ein bisschen erzählt, wie ich persönlich überhaupt zu Refurb gekommen bin. Eigentlich, mein Werdegang hat in der Hotellerie gestartet und irgendwann war ich an dem Punkt, dass ich dachte, okay, ich brauche eine Mission, auch bei der Arbeit das Gefühl zu haben, dass ich etwas beitragen kann. Also auch dem beitragen, dass wir einfach die Welt besser dalassen, wie wir sie gefunden haben. Und so bin ich zu Refurb gekommen. wie wir sie gefunden haben und so bin ich zu Refurb gekommen. Und bevor wir darauf eingehen, was Refurb wirklich macht, einfach ein kurzer Blick in den Status Quo der aktuellen Welt, wie die Situation gerade ausschaut. Also der Elektronikmarkt ist einer der größten der Welt und auch der, der am größten wächst. Ich glaube, das ist keine neue Information. Wir wissen alle mit den technologischen Fortschritten, immer die Wasserverschwendung, aber auch der Elektroschrott damit gemeinsam weiter wächst. Und dementsprechend, wie gesagt, der schnellst wachsende Markt ist es auch Elektroschrott, der am schnellst wachsende Abfallstrom. Und wenn wir hier genaue Zahlen anschauen, wir reden hier über 53 Millionen Tonnen global allein im Jahr 2020. Und ich finde solche großen Zahlen, oft kann man sich das irgendwie gar nicht vorstellen. So was bedeutet das? 53 Millionen Tonnen Elektroschrott, was ist das genau? Ja, das ist 5300 mal der Eiffelturm. Also vielleicht kann man sich das dann ein bisschen besser vorstellen, aber natürlich immer noch eine komplett absurde Zahl. Und wie gesagt, das wächst einfach nur weiter und weiter, weil es kommen immer mehr Elektronikgeräte. Man denkt gar nicht dran, in wie vielen Sachen, die wir tagtäglich benutzen, was alles als Elektronikgeräte gilt. Und um darauf aufmerksam zu machen, wurde auch der Global E-Waste Day, also der globale Elektroschott-Tag eingeführt. Der war tatsächlich gestern. Und falls Sie noch weitere Informationen über den E-Waste Day erhalten wollen oder generell über Elektroschott, gerne auch auf unserer Instagram-Seite vorbeischauen, bei refurb.de oder auf der Facebook-Seite auf refurb.de. Da haben wir gestern ein paar Informationen zum Thema E-Waste und Elektroschott geteilt. Informationen zum Thema E-Waste und Elektroshot geteilt. Ja, dadurch, dass wir dieses Problem haben und es ist ein Problem, wenn alles so weiterläuft wie bisher, wird sich da auch nicht viel ändern. Daher kommen wir zum Thema Refurb, denn wir versuchen etwas an diesem Problem zu ändern. Noch ein Blick zurück in die Vergangenheit. Ich habe es schon kurz erwähnt, einer unserer Gründer ist Peter Windischofa. Man sieht ihn oben links im Hemd. Und er kommt aus Oberösterreich, aus dem Bezirk Prag und hat in Shanghai studiert und da Kilian nach Hamburg, haben in den jeweiligen Berufen gearbeitet. Und Peter hat 2016 ein gebrauchtes Handy bestellt, was aber dann nicht funktioniert hat. Das war natürlich sehr ärgerlich, weil er saß dann auf diesen Kosten und es gab halt keine Garantie, keine Versicherung, nichts. Und er hat sich da schon gedacht, okay, das muss irgendwie besser gehen, das muss irgendwie anders funktionieren. Und dann hat er sich wieder mit seinem alten Studienkollegen Kilian zusammengesprochen, der zu dem Zeitpunkt bei Amazon das Refurbish-Business in Europa ausgerollt hat. Er war aber auch unzufrieden, weil er hat gemerkt, bei Amazon hat das überhaupt keine Priorität, Amazon fokussiert sich mehr auf die Neuprodukte, damit können sie mehr Geld verdienen und der Refurbish-Bereich ist so, ja gut, lassen wir das mal laufen, aber viel Interesse ist da nicht dran. Und dann haben die zwei entschieden, Refurb zu gründen in 2017 und haben sich noch Jürgen Riedel dazu geholt, der quasi das IT-Hirn hinter dem Ganzen ist, also er hat die Plattform komplett aufgestellt, hat auch schon Erfahrung in vielen großen internationalen Startups und die drei haben zusammen Refurb gegründet in 2017. Ja, damals waren es noch die drei, heute sind wir ein bisschen mehr Leute. Das Bild ist bei unserer letzten Office Week entstanden. Wir sind nämlich eine Remote First Company, also die Mitarbeiter arbeiten europaweit. Unsere Zentrale ist in Wien und dreimal im Jahr treffen wir uns in Wien zusammen, um auch diese persönlichen Kontakte einfach weiter zu pflegen. Wir sind jetzt fast 300 Mitarbeiter. Mich erkennt dann vielleicht auch auf dem Bild, weil ich habe dasselbe Outfit an. Also es ist auch wichtig, Kleider, die man im Kleiderschrank hat, auch öfter mal anzuziehen. Ja, und es ist auch wichtig, dass wir so persönlich und face-to-face auch zusammenkommen, es auch wichtig, dass wir so persönlich und face-to-face auch zusammenkommen, eben damit wir unsere Teamgemeinschaft stärken und auch weiter zusammen an unserer gemeinsamen Mission arbeiten und zwar daran, dass wir einfach eine nachhaltigere und grünere Welt schaffen, auch in unserem Arbeitsbereich. Die Vision von Refurbed ist es eben, Konsum nachhaltiger zu gestalten, weil ich glaube, das muss man auch immer wieder mal erwähnen, Konsum kann nicht nachhaltig sein. Also sobald wir etwas konsumieren, ist es schon nicht nachhaltig, aber wir wollen Wege und Möglichkeiten schaffen, um eben eine nachhaltigere Alternative zu bieten. Die Mission, die wir mit Reefer verfolgen, ist, wir wollen die führende Plattform sein für nachhaltigere Services und Produkte. Plattform sein für nachhaltigere Services und Produkte. Auch noch ein kleiner Exkurs, eben lineare Ökonomie versus Kreislaufwirtschaft. Bei der linearen Ökonomie geht es darum, dass Sachen produziert werden, die dann ein Ablaufdatum haben und dann nicht weiterverwendet werden. Und in der Kreislaufwirtschaft geht es darum zu schauen, welche Materialien kann man noch wieder verwenden? Wie kann man Produkte wieder in den Kreislauf bringen und nicht einfach nur produzieren und wegwerfen und einfach weitermachen und machen und machen, sondern auch schauen, wie können wir eben nachhaltiger agieren, nachhaltiger produzieren. Hierzu kommt auch unser Refurbishment-Prozess. Also ich werde das Wort heute noch wahrscheinlich sehr oft sagen. Grundsätzlich steht Refurbishment einfach für die Erneuerung von Produkten. Also wenn wir uns jetzt mal ein Smartphone anschauen. Das Smartphone durchläuft erstmal eine Datenreinigung, dass man sicherstellen kann, dass vom Vorbesetzer eben keine Daten mehr aufzufinden sind. Das ist, glaube ich, immer auch ein wichtiger Punkt, die Leute bedenken, was passiert, wenn ich mein Handy weiterverkaufe. Dann wird das Gerät getestet und geschaut, okay, welche Komponenten funktionieren noch, was kann man noch nutzen, also auch zum Beispiel bei den Batterien achten wir drauf, dass wenn die Leistung unter 80 Prozent ist, dass dies dann ausgetauscht wird, aber wenn es über 80 innen wirklich funktioniert wie ein neues Gerät. Also dass unser Konsument wirklich ein Handy bekommt, was komplett wie neu funktioniert. Und dann ist es eh so mehr eine Detailfrage, wie es von außen ausschaut. Da kann sich der Konsument selber aussuchen, welchen Produktzustand man haben möchte. Und dann wird das Handy überarbeitet, dementsprechend was notwendig ist. Dann wird das Gerät eingestuft, eben welchen Produktzustand es hat. Und dann kommt es auf unsere Website, wo es eine 30-tägige Testphase gibt und zwölf Monate Mindestgarantie. Das ist dann wieder der Punkt, was ich erzählt habe von unserem Gründer, der ein gebrauchtes Handy gekauft hat und dann es nicht funktioniert hat und er saß auf den Kosten fest. Also das ist auch ein wichtiger Punkt, eben den Kunden diese Möglichkeit zu geben, relativ risikofrei die Produkte zu testen. Ja und unser Geschäftszweig, vielleicht auch noch kurz mal erzählt, also der Hauptgeschäftszweig ist natürlich der B2C, also unser Business direkt mit dem Endkonsumenten und hier haben wir unseren Marktplatz und den Buyback-Bereich. Zum Marktplatz, also wir sind quasi die Schnittstelle zwischen den Händlern und den Kunden. Wir wollen nämlich Kunden eben die Möglichkeit bieten, eine nachhaltigere technologische Alternative für einen günstigeren Preis zu kriegen. Wie schon erwähnt, oft ist das mal die Aussage, ja, ich will nachhaltiger leben, aber ich habe einfach nicht das Budget oder ich habe nicht die Möglichkeiten, mich für die nachhaltigere Alternative zu entscheiden. Die Refurbished-Geräte auf unserer Plattform sind im Durchschnitt 40 Prozent günstiger wie ein Neukauf. Heißt, man hat ein günstigeres Produkt, aber auch die nachhaltigere Alternative zu einem Neukauf. Und das wollen wir möglichst einfach den Kunden ermöglichen, dass eben diese Einschrittsbarriere für eine nachhaltige Alternative nicht so groß ist. Und warum arbeiten die Händler mit uns, ist auch öftermals eine Frage. Wir bieten natürlich Zugang zu Neukundinnen europaweit, wir haben bessere Margen und natürlich auch eine einfache Möglichkeit für die Händler, über uns deren Produkte zu verbreiten. Wie schon erwähnt, es gibt unterschiedliche Produktzustände, also innen funktionieren die Handys alle oder die Elektronikgeräte, die Geräte, die wir verkaufen, komplett wie neu. Aber wir wollen den Konsumenten auch noch eine weitere Möglichkeit bieten zu entscheiden, was denen wichtig ist. Wenn jemand sagt, mir ist nur wichtig, dass ich ein günstiges Gerät habe und es soll einfach funktionieren, es ist mir egal, wie es von außen ausschaut, dann wäre zum Beispiel der Produktzustand gut die Möglichkeit, weil da zahlt man weniger, man sieht vielleicht ein, zwei Kratzer auf dem Gerät, aber es funktioniert komplett wie neu. Wenn man sagt, ich will ein Refurbished-Gerät, aber ich will trotzdem, dass es ausschaut wie ein komplett neues Gerät, dann zahlt man eventuell ein bisschen mehr, aber dafür für den Produktzustand exzellent und es schaut wirklich aus von innen sowieso, aber auch von außen wie ein Neugerät. Also das ist auch eben wieder eine Möglichkeit für die Konsumenten, einfach unterschiedliche Optionen zu haben für unterschiedliche Budgets, für unterschiedliche Portemonnaies, um trotzdem entscheiden zu können, welche nachhaltigere Alternative man wählt. Und oft kriegen wir auch die Frage, woher die Geräte kommen. Also wir arbeiten eben mit unseren Händlern zusammen, die unsere Partner sind. Und die Händler beziehen ihre Produkte aus unterschiedlichen Quellen. Oft ist es das Business-to-Business-Segment. Also man kann sich das vorstellen, große Unternehmen. Da gibt es mehrere Handys, mehrere Laptops, die aber nach zwei oder drei Jahren getauscht werden, weil das Unternehmen das auch nicht mehr in der Bilanz stehen haben möchte. Und dann kaufen wir bzw. die Händler den Großunternehmen diese Geräte ab. Dann zum Beispiel bei Telekommunikationsunternehmen, langes Wort, die Unternehmen haben auch immer Austauschgeräte oder Umtauschgeräte für deren Kunden, die sie aber danach nicht mehr weiterverwenden können. Das kommt dann auch zu den Refurbishern, die das eben auferneuern, dementsprechend, wie weit es notwendig ist. Und das Buyback-Programm, das ist das, wo Endkonsumenten die Geräte wieder an uns verkaufen. Und hier kommen wir auch zu dem Thema, dass wir eben den Kreislauf komplett schließen wollen. Wir wollen unseren Konsumenten auch die Möglichkeit anbieten, deren alte Geräte bei uns wieder zu verkaufen. Weil es gab eine Studie nämlich von der Industrie der deutschen Wirtschaft, die herausgestellt hat, dass wenn man die Schubladenhandys anschaut, die in deutschen Haushalten rumliegen, von den Materialien könnte man alle Materialien für die Smartphones der nächsten zehn Jahre bereitstellen. Das heißt, es ist ein extremes Problem. Es sind in Deutschland 210 Millionen Geräte, in Österreich 10 Millionen. Also wir reden hier über wirklich große Zahlen von Handys und elektronische oder technische Materialien, die rumliegen in den Schubläden und die einfach nicht weiter genutzt werden. Und um den Kreislauf wirklich schließen zu können, ist es auch wichtig, dass diese Geräte, diese Materialien wieder in den Kreislauf kommen. Und dafür wollen wir auch unseren Konsumenten einfach eine einfache Möglichkeit bieten, das wieder in den Kreislauf zurückzubringen. Ja, und dann arbeiten wir auch mit größeren Unternehmen zusammen, weil natürlich wollen auch Unternehmen, wie schon erwähnt, deren Elektronikgeräte sozusagen wieder loswerden. Aber wir wollen auch Unternehmen dabei unterstützen, eben auch im Technikbereich nachhaltiger zu werden und deren Mitarbeitern auch nachhaltige Elektronik zur Verfügung zu stellen. Daher haben wir auch unser Business-to-Business-Geschäftszweig. Und außerdem sind wir auch im Public Engagement unterwegs und wollen in das offizielle Procurement von Behörden oder von der Regierung reinkommen und auch auf den Ebenen eben nachhaltigere Technik zu verbreiten, weil natürlich vor allem in großen Mengen macht nachhaltigere Technologie einen großen Unterschied. Ja, wie gesagt, gestartet haben wir 2017, damals eben mit Fokus auf Österreich und Deutschland. Heute sind wir in 13 Ländern präsent und in sieben Märkten aktiv. Also da haben wir auch lokale Teamsliche Produkte, die sich in drei Kategorien aufteilen lassen. Also Elektronik oder wie wir es nennen, quasi diese Konsumgute-Elektronik, klassische Smartphones, iPads, Laptops. Also da gibt es natürlich auch extrem viel Elektronik, wenn man an einen Thermomix denkt, eine Kaffeemaschine, ein Toaster. Also es gibt ganz viele Elektronikgeräte im Haushaltsbereich, Staubsaugerroboter zum Beispiel. Und den Bereich wollen wir auch abdecken und da auch eine nachhaltigere und günstigere Alternative den Konsumenten bieten. Und was seit neuestem dabei ist, ist der Sportbereich. Hier haben wir auch Elektro-Bikes, aber auch tatsächlich Geräte, die jetzt nicht spezifisch zu wählen und dass wir sicherstellen können, dass Produkte einfach wieder in den Kreislauf zurückkommen und nicht einfach nur auf dem Müll landen oder rumliegen, wenn man die halt eben noch reparieren kann. Ja, dann der wichtigste Teil vielleicht von heute ist eben unser Impact als Firma. Der Ausgangspunkt ist, dass eigentlich Wirtschaften immer der Umwelt schadet. Desto mehr man produziert, desto mehr Emissionen, desto mehr Wasserverschwendung, desto mehr Müll entsteht. Also grundsätzlich, wie auch schon gesagt, wie Konsum einfach nicht nachhaltig sein kann, ist auch Wirtschaften schwierig, weil man einfach mehr Emissionen, mehr Schaden, mehr Müll produziert. Was wir aber mit unserem Geschäftsmodell erreichen wollen, ist, dass desto mehr Refurbished-Geräte in den Haushalten landen, desto weniger Elektrostot entsteht, desto weniger Emissionen werden produziert im Vergleich zu einem Neukauf. Und das wollten wir natürlich auch genauer verstehen, was wirklich der Impact ist. Also was ist der Outcome davon, dass wir diese Geräte vollständig erneuern, dass Konsumenten anstelle von einem neuen Gerät quasi ein erneuertes Gerät wählen. Was ist da der messbare Output, den das wirklich für die Umwelt leistet? Und hier haben wir mit dem Fraunhofer-Institut aus Österreich zusammengearbeitet, um eine Ökobilanz zu erstellen über den Lebenszyklus der Produkte. Und hier haben wir uns auf unsere fünf Bestseller fokussiert, also quasi die fünf Geräte, wo wir sind, dass zu dem Zeitpunkt die Bestseller bei unseren Kunden sind und haben uns angeschaut, was für ein CO2-Ausstoß, was für ein Elektroschrott und was für ein Wasserverbrauch da entsteht, immer im Vergleich zu einem neu produzierten Gerät. Und da hatten wir Primärdaten von den Händlern, aber auch Sekundärdaten von Datenbanken wie EcoInvent, weil wir wirklich einschätzen können und auch Zahlen und Daten und Fakten dafür haben, was für einen Unterschied macht es auch für den Konsumenten. Also wenn man selber jetzt überlegt, okay, soll ich jetzt ein neues Handy kaufen oder ein Refurbisheden zeigen zu können, was für ein Unterschied es macht, wenn man sich als Konsument eben für ein erneuertes Gerät entscheidet, anstelle von einem neuen Gerät. Und wir waren selber überrascht über die Zahlen, weil wir haben schon mal eine Studie gemacht vor etlichen Jahren mit Qantas und tatsächlich war der Impact noch größer, wie wir angenommen haben. Damals sind wir von 70% weniger CO2-Emissionen ausgegangen. Wenn man jetzt die fünf Produkte anschaut, dann ist es im Durchschnitt 69 bis 91% weniger CO2-Emissionen, 60% bis 93% weniger Elektroschrott und 86 bis 97% weniger Wasser, das verschwendet wird. Wie gesagt, hier eben ein Vergleich zur Herstellung eines neuen Gerätes. Und was auch sehr interessant war zu sehen, ist, dass bei einem erneuerten, also bei einem Refurbished-Gerät, die meiste CO2-Emissionen tatsächlich während der Nutzungsdauer stattfindet und dann erst der Refurbishing-Prozess kommt, also die CO2-Emissionen in der Nutzungsdauer sind bei 78%, danach kommt das Refurbishing, danach der Transport und danach quasi die Instandhaltung von dem Online-Marktplatz. Und das ist quasi der Durchschnitt, den wir über die fünf Geräte haben, aber ich wollte auch mal herzeigen, wie das bei einem einzelnen Gerät ausschaut und quasi beim Apple iPhone 11 und auch wieder mit so ein paar Vergleichswerten, weil eben diese absoluten Zahlen können so absurd wirken und man kann irgendwie so wenig damit anfangen, so 78% weniger, was heißt das jetzt genau? Also bei dem Apple iPhone 11, wenn man das gegenüber einem Neugerät vergleicht, sind es 78% weniger CO2-Emissionen und das entspricht 56,3 Kilogramm. Das sind dann so wie die Emissionen von 230 Kilometer Autofahrt. Ich glaube, so kann man das viel mehr in Relation setzen. Vor allem, man muss sich überlegen, das ist bei einem einzelnen Gerät. Also bei einem einzelnen Gerät im Vergleich dazu, wie es wäre, wenn dieses Gerät neu hergestellt werden würde, eben aus komplett neuen Materialien im Vergleich zu eben einem Refurbished Handy, wo es um erneuerte Geräte wird und eben nur darum, Komponente auszutauschen, wo es auch wirklich notwendig ist und die Materialien und Teile, die funktionieren, so auch beizubehalten. Es ist auch 71 Prozent weniger Elektroschrott, was anfällt, wenn man das verbildlichen will. Das sind dann 169 Gramm, das sind zwei quasi Computermäuse, Das hört sich vielleicht nach relativ wenig an, aber wenn man überlegt, dass es zwei Computermäuse Elektroschrott sind, die pro Gerät anfallen, da kann man sich vorstellen, wie viel das ist wirklich auf die Masse ausgelegt. Und minus, also 86 Prozent weniger Wasserverschwendung wie bei der Herstellung eines Neugeräts. Und das sind dann 10.380 Liter Wasser, was einfach 69 Badewannen wären. Also das kann man sich auch vorstellen, wie viel Wasser das ist, was wirklich bei der Neuherstellung von einem Gerät verschwendet wird quasi in diesem Ablauf. Also das sind schon Zahlen, wo man sich denken kann, was das wirklich auch für die größere Masse bedeutet. Also man muss einfach nur überlegen, wie viele iPhones wirklich verkauft werden, wie viele Produkte über die Hand gehen und was das da bedeutet, da diese Einsparung zu haben. Auch nochmal als Rückblick quasi, unser Impact als Firma seit der Gründung haben wir 147.000 Tonnen CO2 gespart. Die Zahl ist tatsächlich aktuell schon ein bisschen höher, aber die Präsentation ist noch vor ein paar Monaten. Und damit man sich die Zahl vielleicht auch ein bisschen besser vorstellen kann, das sind die Emissionen, die gleichzusetzen sind mit 30.000 Benzin-Pkw. Also auch hier, wir reden wirklich von einer relativ großen Zahl und ich finde es auch immer gut, dass sich bildlicher vorstellen, was wirklich der Impact ist und was dahinter steckt hinter diesen Zahlen. Eben 450 Tonnen Elektroshot eingespart, das wäre dann der Elektroshot von Österreich, Irland und Schweden im Jahr 2019 insgesamt, was wir eingespart haben durch das Refurbishing in den letzten sechseinhalb Jahren. Und 31 Milliarden Liter Wasser, das wären dann 666.001 Personenhaushälter, deren Wasserverbrauch, das sind 31 Milliarden Liter Wasser, was eben im Vergleich zur komplett Neuherstellung von Elektronik und eben, wenn sich Konsumenten anstelle von einem neuen Gerät für ein vollständig erneuertes Gerät entscheiden, was gekauft wird, einen Baum in Regionen, die eben von dem Klimawandel extrem stark betroffen werden. Also wo in Australien die Brände waren, war es da. Wir pflanzen auch in Haiti, aber auch lokale Projekte unterstützen wir. Aber hier ist der Fokus wirklich der soziale Impact, den wir dadurch leisten können. Und ja, zum guten Schluss auch ein wichtiger Punkt, denn wir denken, dass wir als Unternehmen haben wir nicht nur eine wirtschaftliche Verantwortung, sondern wir haben auch eine gesellschaftliche und eine politische Verantwortung. Weil ein wichtiger Punkt ist natürlich, dass ein einzelner Konsument oder ein einzelner Mensch kann eben nicht die große Veränderung schaffen. Es braucht auch ein Umdenken auf einer grob gesellschaftlichen, aber auch auf einer politischen Ebene. Und hier wollen wir einfach unsere Erfahrungen und unser Stellenwert als Marke, als Unternehmen nutzen, um auch auf einer EU-Ebene für diese Legislation einzustehen. Wir sind Teil der European Refurbished Association. Furbishes Association, wir stehen auch mit dem Right to Repair Movement, wo wir uns dafür einsetzen, dass eben von Legislativen her Unternehmen Produkte so herstellen, dass die leichter reparierbar sind und auch länger zu verwenden sind, denn aktuell viele Produzenten von Elektronik arbeiten ja mit dieser geplanten Obsolenz, dass man eben das Produkt irgendwann nicht mehr nutzen kann und dazu gezwungen ist, nach zwei Jahren ein neues Produkt sich zu holen. Und da braucht es einfach mehr legislative Power, mehr Legislaturen, dass man dem entgegenwirken kann. Und da sehen wir auch unsere Verantwortung, dass wir da uns aktiv beteiligen und aktiv zusammenarbeiten für eine nachhaltigere Zukunft und für den nachhaltigeren Umgang mit Elektronik. Ja, danke. Das war der Vortrag. Falls es Fragen gibt, dann bitte gerne. Erstmal einen großen Applaus für Kim Greil. Danke für diese wirklich spannende Exkursion, was Refurbed alles Tolles macht. Sie haben eine Frage. Dankeschön. Es gibt bei den Produktgruppen, die Sie angesprochen haben, also Notebooks und Smartphones, ja im Wesentlichen zwei Komponenten, die die Lebensdauer beschränken. Das eine ist die Softwareverfügbarkeit, ich denke ans Betriebssystem. Das andere sind die Akkumulatoren. Ich hatte selbst kürzlich den Fall, dass ein von mir auch gebraucht gekauftes Gerät, hat der Akku den Geist aufgegeben bei einem Notflug. Ich bin zur Firma gegangen, habe angeklopft wegen des Akkus, wurde mir beschieden, nein, sie verkaufen keine Akkus. Bin ich zu einem anderen Unternehmen gegangen, nein, für dieses Gerät, das mittlerweile auch acht oder neun Jahre alt ist, gibt es keine Akkus mehr. Ich habe dann trotzdem eine Quelle gefunden, aber meine Frage jetzt an Sie, gibt es bei Ihnen für die Geräte, die Sie vertreiben, auch die Akkumulatoren dazu? Das ist absolut ein Thema, diese Software-Obsoleszenz und auch das, dass die Hersteller es sehr schwierig machen, dass die Geräte reparierbar sind und dass Einzelteile noch verfügbar sind. Und deshalb kämpfen wir eben in der EU auch dafür, dass diese Legislativen eingeführt werden, dass die Geräte länger verfügbar sind, dass man sie einfacher reparieren kann. Die nächste Frage, die ich noch habe, ein großes Softwarehaus, ich setze jetzt alles daran, dass in zwei oder drei Jahren Millionen oder Milliarden an Notebooks, Laptops, PCs etc. ausgeschieden werden müssen. Wie gehen Sie mit dieser Materie um, weil letztlich sind die Zigarette ja auch für Sie nicht mehr weiterverkaufbar? Letztlich sind die Zigarette ja auch für Sie nicht mehr weiterverkaufbar. Ja, also wir, wie gesagt, wir sind die Schnittstelle zwischen den Händlern und den Kunden. Aber man muss auch bedenken, bei den Händlern, quasi die, die Geräte erneuern, die können ja auch teilweise Einzelteile, einzelne Komponente in diesem Refurbishing-Prozess nutzen. Daher ist es auch eben unser Anliegen, dass eben Leute bei uns, deren alte Handys oder alte Smartphones weiterverkaufen, weil da sind so wertvolle Materialien drin. Vielleicht kann man das Gerät, so wie es ist, nicht mehr weiterverkaufen, aber die einzelnen Komponenten nutzen, um eben ein anderes Gerät zu erneuern. Heißt, alle Komponenten, auch von älteren Geräten, können wertvoll sein. sie defekt sind oder wenn sie nicht mehr reparierbar fähig sind und deswegen recycelt werden müssen, was passiert das? Ich vermute mal, Sie machen das nicht. Sie betreiben keine Recyclingfirma, sondern Sie geben es zu Partnern oder in offenen Markt. Wie machen Sie das? Dadurch, dass wir diese, wie soll ich sagen, dass wir die Händler quasi haben, die unsere Partner sind, auch auf den Plattformen, die Händler sind auch dieselben, die es dann wieder von uns abkaufen. Also mit den Händlern arbeiten wir zusammen auch bei diesem Buyback-Programm und die haben einfach ein riesengroßes Netzwerk, was eben das korrekte Recycling angeht, was das angeht, welche Komponenten wiederverwertet werden können, ob das Gerät eben erneuert werden kann oder eben recycelt werden muss. Also da bauen wir halt auf diese Partnerschaft mit den Händlern und deshalb können wir auch dementsprechend einen guten Price-Vorschlag geben, aber auch einen guten Input den Kunden geben, weil wir einfach dieses Netzwerk an Händlern haben, die jahrelange Erfahrungen in diesem Bereich haben und mit dieser Thematik. Wie kommen Sie an die Ersatzteile? Also Akkus, Displays etc.? Wie gesagt, da wir die Schnittstelle sind, bin ich in dem Refurbishing-Prozess selber nicht drin. Aber das läuft alles über unsere Händler, die eben gute Kontakte haben, gutes Netzwerk haben, um eben auch an diese Einzelteile zu kommen. Dass diese Einzelteile auch teilweise notwendig sind, um die Geräte zu erneuern, fließt auch zum Beispiel in diese Berechnung der Lebenszyklusanalyse mit rein. erneuern, fließt auch zum Beispiel in diese Berechnung der Lebenszyklusanalyse mit rein. Also das wird auch eben analysiert, wie oft es komplett neue Einzelteile braucht, wie zum Beispiel Akkus. Und werden dann Original-Akkus oder Nachbar-Akkus verwendet beim Milchwürfischen? Also grundsätzlich ist das Ziel immer eben Originalprodukte zu verwenden. Manche großen Hersteller machen es ein bisschen schwierig, eben Geräte zu erneuern. Und das ist auch ein bisschen die Schwierigkeit, gegen die wir eben auf einer EU-Ebene kämpfen wollen, weil oft ist es so, dass vor allem die Hersteller natürlich wollen, dass nur die Originalprodukte verwendet werden. Es gibt aber auch Einzelteile, die teilweise bessere Qualität haben wie die Originalprodukte. Und dann kommt es aber dazu, dass vielleicht das Gerät, das Smartphone eine Warnung ausstellt, weil nicht die Originalbatterie drin ist. Aber das ist genau etwas, wogegen wir kämpfen wollen, weil das ist so ein Rückschritt für die Erneuerung. Das ist eine Barriere, weil Leute denken dann, okay, mein Akku ist nicht gut, obwohl es trotzdem vielleicht sogar eine bessere Qualität an Akku ist wie das Originalteil. Und das ist halt ein großer Kampf auch für uns, wo wir eben sicherstellen wollen, dass wir diese Firmen auch quasi in den Zwang genommen werden, dass sie es einfacher machen, dass man deren Geräte auch erneuern und reparieren kann. Danke sehr. Ja, danke. und reparieren kann. Danke sehr. Danke. Danke, Kim Greil. Gibt es noch eine Frage? Weil sonst könnten wir auch gleich einen fliegenden Wechsel machen. Das Thema Akku ist natürlich ein sehr wichtiges, wird auch im nächsten Talk hier gleich Thema sein. Dann würde ich nochmal um einen tobenden Applaus bitten für unsere Vortragende, Kim Greil. Danke, danke. Dankeschön.