Menschenrechte 30 Videominiaturen ist ein Kooperationsprojekt von DorfTV und SOS Menschenrechte. Die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte werden in Videoclips vorgestellt. Ein Menschenrecht wird präsentiert von zwei Personen. Eine Person mit Flucht- oder Migrationshintergrund liest das Menschenrecht. Dadurch findet eine Aneignung statt. Anschließend wird der Artikel kommentiert von einer Expertin oder einer Person des öffentlichen Lebens, die in einem persönlichen Statement dieses Menschenrechts im Alltag verankert. Dadurch wird deutlich gemacht, dass Menschenrechte nicht nur eine Charter der Vereinten Nationen sind, sondern Grundpfeiler von Vielfalt und Demokratie, wirksam und bedeutsam im Alltag. Ein Aspekt von Vernetzung findet auch über die Drehorte statt. Diese sind Institutionen wie Kultureinrichtungen, Bildungseinrichtungen, der öffentliche Raum, das Rathaus, Plätze an denen diese Menschenrechte auch stattfinden. Einige Videos wurden bereits gedreht. Zwei sehen Sie im Anschluss. MKDEM und Peter Aßmann und ein weiteres von Marcela Lopez und Shura Hashemi. Wir bedanken uns für den Preis. Jeder hat das Recht am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und diesen Errungenschaften teilzuhaben. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen. Für mich persönlich ist die Erklärung der Menschenrechte eine wunderbare Zusammenfassung, wie wir Menschen in unserer Vielfalt miteinander leben können. Speziell dieser Artikel über das kulturelle Leben sagt sehr klar, auf der einen Seite geht es um die Teilhabe, um den Respekt vor allen Menschen in ihrem Zugang zur Kultur, auf der anderen Seite geht es um die Ausdruckskraft und Möglichkeit des einzelnen Menschen. Das ist hier perfekt zusammengefasst. Artikel 5 Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden. Ich stamme selbst aus dem Iran, aus einer Familie, in der viele Menschen politisch aktiv waren und sich gegen das aktuelle Regime im Iran engagiert haben. Meine Eltern, meine Onkel, meine Tanten, alle waren sie viele Jahre lang im Iran inhaftiert, wurden körperlicher Folter ausgesetzt, psychologischer Folter ausgesetzt und waren zum Teil in Isolationshaft. Ich weiß daher aus eigener familiärer Erfahrung, was Folter mit Menschen macht, was für Traumata es auslöst und wie viele Jahre, oft ihr ganzes Leben, Menschen mit den Konsequenzen von Folter zu kämpfen haben. Deshalb glaube ich, dass das Folterverbot in Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte eines der wichtigsten Menschenrechte überhaupt ist.