Der Abendspielleiter hat gesagt, in einer Minute geht's los. Die ist bereits verstrichen, diese Minute. Wunderschönen guten Abend, meine Damen und Herren, hier im Kepler Salon. Und auch ein herzliches Willkommen via Livestream an alle Zuseherinnen und Zuseher, die uns von draußen an ihren Endgeräten zusehen. Wir haben heute ein sehr schönes Thema mitgenommen. Design gestaltet Gesellschaft und umgekehrt. Und an meiner Seite darf ich Ihnen vorstellen, Günther Matern, Lehrender, Gestalter, Kreativunternehmer und mittlerweile seit einigen Jahren auch gemeinsamer Partner in Projekten. Und mittlerweile seit einigen Jahren auch gemeinsamer Partner in Projekten. Günther ist heute Impulsgeber. Ich werde noch kurz natürlich für Sie einen Steckbrief dann durchgeben. Und wir werden auch ganz kurz noch plaudern, bevor Günther dann später das Mikro übernehmen wird und durch den Abend führen wird mit seinem Thema. Ein organisatorisches Detail noch am Rande, für viele, die Sie ja hier laufend Gäste des Kepler-Salons sind, Sie wissen das, dass natürlich dieser Ort des Austausches, der Kommunikation auch einer ist, der partizipativ gestaltet ist, das heißt am Ende deines Vortrags, Günther, haben Sie natürlich hier im Raum, aber auch Sie an den Endgeräten zu Hause die Möglichkeit, hier auch Fragen zu stellen. Wie gesagt, das ist nur für all jene, die vielleicht neu dazu gestoßen sind. Es wird ein Würfel durchgegeben hier durch den Raum. Bitte sprechen Sie auch in diesen Würfel hinein, um auch sicherzustellen, dass man dann auch online alles gut verstehen kann. dass man dann auch online alles gut verstehen kann. Ja, ich mache es mir ein bisschen bequemer. Das ist eh nicht so leicht. Das ist da nicht so leicht auf diesem Stuhl. Ich habe Ihnen versprochen, Günter Matern vorzustellen, Jahrgang, also kein 68er, sondern Jahrgang 1968, geboren in Linz. Er hat das Studium an der Kunstuniversität Linz absolviert und zwar die Studienrichtung visuelle Mediengestaltung er war beim Professor Marek Freudenreich, der die zweite Generation der legendären polnischen Plakatschule repräsentierte. Und davon werden wir dann noch hören, von dieser polnischen Plakatschule. Abschluss mit Auszeichnung, kann man nicht verschweigen. Und Arbeitsstipendium in einem Ministerium. Danach warst du einige Jahre Art Director, Kreativdirektor einer Werbeagentur. Hast aber 2000, im Jahr 2000, dann dich entschlossen zur Selbstständigkeit. Und das Kreativbüro Matern in St. Georgen im Attergau im wunderschönen Schloss Kogl gegründet und zwar mit deiner Frau Katja Jägerow-Matern, die auch hier ist natürlich, auch sehr kunstbewegt mit einer künstlerischen Ausbildung und ihr beide habt gemeinsam eine Tochter Nora, die wiederum ebenfalls einmal im Kommunikationsbusiness sein wird. Im weitesten gesehen in einem Genre, das Kommunikation zumindest gut brauchen kann. Sie studiert Theologie und zwar evangelische Theologie in Wien. Da kann man Kommunikation brauchen. Ja, du bist dann relativ rasch zu deiner Alma Mater zurückgekehrt und zwar als Lehrender von 2004 bis 2022, 18 Jahre lang hast du dort Designtheorie und dann Geschichte des Grafikdesigns unterrichtet. Du warst auch immer ein begeisterter Zeichner und du hast vor zehn Jahren auch deine Liebe und Faszination zur Kalligrafie entdeckt. Soweit ich weiß, gibst du auch Workshops, also sollte jemand interessiert sein. Genau, der Tisch ist zu niedrig, aber sonst können wir das fast überall machen. Sie haben natürlich schon bemerkt, wir beide duzen uns. Ich habe es schon angedeutet, wir kennen uns nicht seit gerade eben, sondern wir arbeiten auch schon mehrere Jahre zusammen und kennen uns auch so sehr gut. Günther, jetzt habe ich aber sehr lange bereits über dich gesprochen. Jetzt möchte ich, bevor du dann einsteigst in dein Thema, noch ein bisschen mit dir sprechen. Wir haben schon gehört, du warst Lehrender auf der Universität, bist Künstler, bist aber auch Werber, hast eine Agentur. Wie gelingt dieser Brückenschlag, provokant gefragt, zwischen Kunst, Kultur und Kommerz? Ja, das heißt, wir steigen mit der ersten Frage gleich ins Fundamentale ein. Vielleicht zum Aufwärmen war was nett gewesen. Ich würde sagen, ich möchte so beginnen, dass wir immer so in Kategorien denken, eben da ist Kommerz und da ist das Künstlerische und da ist das Gestalterische. Ich würde unsere, meine Arbeit gerne so verstehen, dass wir eine Ebene drüber sind, dass wir sozusagen uns bemühen um gute Kommunikation und dass es dann letztlich nur eine Ausprägungsform ist, ob das für ein kommerzielles Produkt ist, ob das für eine künstlerische Veranstaltung ist, ob das für ein Event ist oder ob das für ein sozial interessantes Ding ist. Und jetzt muss ich aber vielleicht vorher klären, worüber sprechen wir, wenn ich von Gestaltung spreche, weil das ist vielleicht nicht so selbstverständlich, dass man das präsent hat. Wir Grafiker, wir Gestalter haben ja eine Eigenart, nämlich das Wesen des Gestaltens, das Wesen unserer Form des Gestaltens ist ja, Gestaltens, das Wesen unserer Form des Gestaltens ist ja, dass wir unsere gestalterische Begabung oder unser gestalterisches Know-how in den Dienst eines Auftraggebers oder einer Botschaft stellen. Und das, was sozusagen den Künstlern ein No-Go ist oder die Gefahr der Anbiederung ist, dass man etwas macht, was den anderen gefällt, ist in unserer Branche eine Stärke, nämlich zuzuhören, herauszufinden, was ist die Botschaft und diese Botschaft mit unseren visuellen Möglichkeiten, auch mit den persönlichen Begabungen sozusagen zu visualisieren, sichtbar zu machen, der Gesellschaft zugänglich zu machen. Und das ist ein sehr, sehr entscheidender Unterschied zwischen Künstlertum und unserer Form des Gestaltens, weil in dieser Auffassung Gestaltung plötzlich eine Aufgabe hat, nämlich die Aufgabe, eine Botschaft sichtbar zu machen oder im besten Fall etwas Gutes zu holen. rasch direkt in dein Thema, das du mitgebracht hast. Gestaltung ist ja auch Botschaft im öffentlichen Raum natürlich. Wenn du dich jetzt selber als Gestalter persönlich definieren müsstest und vor allem auch die Rolle, die Gestaltung eben in der Gesellschaft spielt, was würdest du da sagen wollen, noch bevor du jetzt dann in dein Thema einsteigst? Also das, was ich als Thema mitgebracht habe und was ich eben als Vortrag vorbereitet habe, ist ein Blick in die Geschichte. Wie haben Sie Strömungen, wie haben Sie Einzelpersönlichkeiten, wie haben Sie Dinge gestalterisch entwickelt, um ein Bewusstsein zu bekommen, was denn visuelle Gestaltung so tut mit uns und auch mit der Gesellschaft. Und wenn die Frage persönlich begonnen hat, wie ich mich sehe oder uns als Büro sehe, dann ist es schon ganz stark, die Leidenschaft quasi in Form eines Plakats, Botschaften, raffiniert, witzig, gestalterisch interessant, ästhetisch auf den Punkt zu bringen und damit etwas zu bewirken. Also sozusagen unsere Form des Gestaltens ist immer auf ein Gegenüber hingerichtet, auf ein Ziel hingerichtet. Und das treffen wir manchmal und manchmal auch nicht. Günther, die Bühne ist deine, ganz deine. Ich würde dich bitten um deinen Vortrag. Dann möchte ich Sie bitten, sich so zu wenden, dass wir dahersehen. Ich habe nämlich, also naturgemäß, wenn es um Gestaltung geht, viele Bilder mitgebracht. Aber ich werde auch was sagen dazu. Ich möchte mit diesem Satz beginnen. Ich möchte mit diesem Satz beginnen. Wir lieben gute Kommunikation und wir lieben es, wenn gute Produkte oder Ideen mit guter Kommunikation Strahlkraft entfalten. Das ist unser Business, aber auch unser Beitrag, damit gute Produkte und Ideen in der Gesellschaft klarer wahrgenommen werden und gestärkt werden. Der Satz ist deshalb wichtig, weil, aus meiner Sicht wichtig, weil er schon die beiden Pole definiert. Einerseits ist es, wie ich schon gesagt habe, sind wir in der Gestaltung auf das Gegenüber hingerichtet. Auf der anderen Seite hat aber jetzt Werbegestaltung oder sowas auch immer dieses Problem, den Ruf der Manipulation oder der Bedrängung oder des Lästigseins zu haben. Und unser Ansatz ist, im Bewusstsein der eigenen Qualitäten und im Bewusstsein der eigenen Stärken eine Strahlkraft zu entwickeln, die von sich heraus strahlend ist. Das heißt, wir haben diese beiden Pole auf den anderen oder auf die Botschaft hingerichtet, aber auch auf sich selber und das Potenzial des Strahlens hingerichtet. und Meilensteine der vielleicht Wendepunkte und Entwicklungen in der Gestaltungsentwicklung mit dem Jugendstil. Und deshalb mit dem Jugendstil, weil er so überraschend ist. Also auch bei den Studierenden geht immer ein gelangweiltes Raunen durch die Menge, wenn ich sage, na, heute fangen wir mit dem Jugendstil an. Weil Jugendstil kennt jeder, jeder hat ein Bild davon, wie das ausschaut. Und das Bild ist sehr floral, lieblich, womöglich verspielt, mit ganz typischen Schriftelementen, also Schriftelementen, Schrift halt, diese Buchstabenformen. Und dieses Bild vom Jugendstil haben wir. Und es ist eine große Leidenschaft und ein großes Anliegen von mir, wenn schon einmal solche Klischees da sind, diese wie einen Vorhang zu durchschreiten oder wie durch einen Wasserfall durchzugehen und auch den Blick zu schärfen, was denn da dahinter ist, was wir womöglich übersehen, weil wir so in diesem Jugendstil-Ding verhaftet sind. Und deshalb fange ich mit dem Jugendstil an, weil das ist 1899 ein klassisches Jugendstilplakat. Das nächste Werk, das ich ausgewählt habe, ist dieses Plakat für die 13. Ausstellung der Wiener Sezession 1902, Koloman Moser. Wir haben immer noch diese typischen Schriftbuchstabenformen aus dem Jugendstil. Wenn wir die jetzt aber beiseite schneiden sozusagen und uns nur auf das Bildmotiv konzentrieren, dann kann ich diese Figuren nachzeichnen. Also ich habe da nichts geschummelt, sondern ich tue diese Figuren, die da abgebildet sind, 1902 nachzeichnen und plötzlich kriege ich eine Form, eine Figur, die im höchsten Maße reduziert ist auf geometrische Formen, auf Vereinfachung und die so spektakulär sehen, also ich tue jetzt ein bisschen Werten, was mir gefällt, wir können das nachher in Fragestellungen abklären, eine herauskommende Form, eine Figur, die so durch ihre Reduktion so attraktiv ist, dass wenn man das herzeigt und man fragen würde, wann ungefähr ist diese Figur entstanden, kein Mensch auf 1902 kommt. Und das heißt, dass wir da im Jugendstil, jetzt tue ich das noch weiter spielen, ich male diese Figur schwarz an und plötzlich sind wir bei einer Bildauffassung, wie wir sie von zeitgemäßen Piktogrammen kennen. Das heißt, wir finden im Jugendstil 1902 eine Bildauffassung und eine Gestaltungsreduzierung, die einen ganz schnellen Bogen sozusagen zu unserer heutigen, zu unserer modernen Gestaltungsauffassung bringt. Wer hätte das gedacht? Gerne aufzeigen. Gerne aufzeigen. Ja, dann müssen wir uns im Detail unterhalten. Wir gehen noch einen Schritt weiter. Wir sind immer nur im Jugendstil. 1903, das ist das Trademark der Wiener Werkstätte, die berühmte Wiener Werkstätte. Und jetzt haben wir bei einer gestalterischen Aufgabenstellung, die Rosenmarke heißt dieses Ding. Also die Gestalter haben versucht, eine Blume in sehr abstrakte, reduzierte geometrische Formen zu übertragen. in sehr abstrakte, reduzierte geometrische Formen zu übertragen. Und man sieht, es sind nur mehr Quadrate, Linien, rechte Winkeln und das Blatt ist die einzige Ausnahme. Also wir haben ein sehr hohes Maß an Formenreduktion 1903 bei diesem Trademark. Da sieht man Einwickelpapier in Kombination mit der Wiener Werkstätte. Und der nächste Schritt ist, und wir verlassen sozusagen die formale Bezeichnung Jugendstil, aber wir sind im Jahr 1906, wo dieses Plakat entsteht, von Peter Behrens übrigens, der in Linz ja halbwegs bekannt ist. Ein Plakat für die Anker Marke ist nicht wichtig, aber wichtig ist, wie hier die Gestaltungselemente umgesetzt sind. Es ist nämlich wieder eine ganz starke Konzentration auf geometrische Formen, Kreis, Quadrat. wieder eine ganz starke Konzentration auf geometrische Formen, Kreis, Quadrat. Man kann jetzt immer noch nicht sagen, dass diese Gestaltung im heutigen Sinne sehr reduziert ist, weil es gibt so Bohrtüren, es gibt Verzierungen, alle möglichen. Also es ist nicht freigeräumt, diese Gestaltung und diese Fläche. Also es ist nicht freigeräumt, diese Gestaltung und diese Fläche, aber alle Tierelemente basieren streng auf geometrischen FormG, Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, auch von Peter Behrens. ist schon nicht mehr eine Darstellung eines Gebäudes, sondern das Muster, die Struktur ist bildgebendes Element und wir bemerken auch schon ein gewisses Maß an Systematik in der Seitengestaltung. Nicht umsonst gilt jetzt der Peter Behrens auch als quasi Erfinder des Corporate Design. Und in diesem Sinn haben wir jetzt von dem Jugendstilplakat ganz links, 1899, bis den Mitteilungsblättern AEG 1908, also in knapp zehn Jahren, Teilungsblättern AEG 1908, also in knapp zehn Jahren, eine formale Entwicklung, eine der Darstellungsform, die ist beeindruckend. Nächster Schnitt. Bauhaus. Und das fügt jetzt, also ich werde nichts abprüfen, was ich sage, aber wenn es euch das merkt, dann ist es hilfreich, weil es fügt sich eins in das andere. Bauhaus, die einflussreiche Designschule im deutschsprachigen Raum ab 1919, mit der Geisteshaltung, Gestaltung hat eine nützliche Ordnung. Da mag ich eigentlich nur ein Bild herzeigen und auf zwei Dinge aufmerksam machen, nämlich der Gründungsdirektor des Bauhaus, Walter Gropius, war Assistent als Architekt, Assistent von Peter Behrens. Assistent von Peter Behrens. Also man findet immer wieder personell sozusagen eine Fortführung, auch wenn das in Europa oder womöglich auch in Amerika weit verstreut ist, gibt es bei vielen solchen Entwicklungen Fäden, die sie personell durchziehen. Das ist eine davon. Walter Gropius war Assistent von Peter Behrens. Und was mir besonders erwähnenswert ist, Formmeister versus Werkmeister. Also wir könnten eine ganze Veranstaltungsserie über das Bauhaus machen, aber diese Besonderheit der Auffassung, dass es im Bauhaus Lehrende gegeben hat, die für die Komposition, für die Form, für die Gestaltung zuständig waren. Und auf der anderen Ebene Lehrmeister, die für die handwerkliche Weiterbildung zuständig waren. Das allein ist noch nicht das Besondere. Das Besondere ist, dass die tatsächlich gleichgestellt wurden. Also es gibt keine Wertung, das sind die, die basteln und darüber ist die künstlerische Gestaltung, die dem Ganzen eine Krone aufsetzt, sondern es ist eine tatsächliche Gleichwertigkeit, Formgebung und Materialbehandlung. Und das ist eine Besonderheit, auch wenn ich jetzt an heutige Ausbildungsstätten denke, die nicht so selbstverständlich sind und wo wir gerne nachher diskutieren könnten, ob uns das nicht auch als Gesellschaft hilfreich wäre. Bild, das am besten ausdrückt, was der Kernsatz im Manifest des Bauhauses ist, nämlich die nützliche Ordnung, habe ich dieses Bild mitgebracht. Das ist das Bauhaus Schach. Josef Hartwig, 1923, sind Schachspieler im Raum, Schachspielerinnen. Die Regeln sind soweit bekannt. Ich gehe nicht auf die schwarzen und weißen Felder ein, sondern ich gehe auf die Figuren ein. Nützliche Ordnung beim Bauhaus heißt, dass die Form der Schachfigur die Funktion ausdrücken soll. Der Läufer darf diagonal fahren. Immer diagonal, hat deshalb die Form des X. Der Turm darf nur im rechten Winkel fahren, hat deshalb die Form des Quadrats. Die Kugel oben, Sinnbild für geht in jede Richtung, ist die Dame. Dieses schräg gestellte Würfel ist der König, der fährt in jede ist, aber eingeschränkter als die Kugel und so weiter und so fort. Und diese seltsame Form ist das Pferd. Also ein Höchstmaß auch an Abstraktion natürlich, aber diese Idee, die Funktion der Spielfigur in der Form auszudrücken. Also man kann Abende füllen über Bauhaus, aber wenn man das Schachspiel gesehen hat, dann weiß man, um was es geht. Habe ich mir gedacht. So schauen die Figuren aus, sind so klein, das ist im Museum für Kunst und Gewerbe, wo ich endlich einmal eines gefunden habe. Ich wurde beim Schachspielen immer von meinem Vater besiegt, habe mich ein Leben lang nicht mehr interessiert dafür, aber die Gestaltung hat mich wieder zurückgebracht zum Schachspielen. Nächstes Blitzlicht und wir sind immer noch in einer Entwicklung. Ich habe dieses Kapitel genannt, die nützliche Ordnung wird erwachsen, mündet in Typografie, also Schriftgestaltung, Logodesign und Piktogramm. Schweizer Grafik ist ein Sammelbegriff, ein bisschen ein schwammiger Sammelbegriff für eine Kunsthaltung und Gestaltungsentwicklung in der Schweiz. Und das ist nicht zufällig dort entstanden, weil Bauhaus wurde ja aus politischen Gründen aufgelöst. Viele der Künstler mussten fliehen oder auswandern. Viele sind nach Amerika gegangen. Kandinsky zum Beispiel hat dann in Amerika Karriere gemacht oder die Ideen weitergebracht. Einige sind in die Schweiz gegangen als neutrales Land und nicht nur Vortragenden und Professoren, sondern auch Schüler in der nächsten Generation. Und so hat sich auch wieder personell ein Gedanke weitergetragen und ist verändert worden. Es sind 20 Jahre ins Land gegangen. Und um diese weiterentwickelte nützliche Ordnung zu zeigen, muss ich einen kurzen Rückblick machen. Wir schauen uns vorher noch an den U-Bahn-Plan der Londoner, U-Bahn, EGOR, der diese Abbildung stand aus dem Jahr 1908. Und man sieht, das was logisch ist, man hat eine Landkarte und dort sind farbig eingetragen die Linien, wo die U-Bahn fährt. Designgeschichte hat diese Gestaltung gemacht. Kleingeschichte hat diese Gestaltung gemacht. 1933, Henry C. Beck hat erstmals den U-Bahn-Plan, also den Plan einer U-Bahn so dargestellt, nämlich in einer auch wiederum stilistisch, aber auch gedanklich revolutionären Art und Weise. Es gibt natürlich Anspielungen an den realen Verlauf der Themse und so weiter, aber die reale Basis wurde ersetzt durch ein Gestaltungsraster, 45 Grad gibt, senkrechte, waagerechte und diese Darstellung. Und wir kennen heutzutage, jeder von uns kennt U-Bahn-Pläne, so schauen sie aus. Sie gehen auf das Jahr 1933 zurück und die Person, die da Designgeschichte geschrieben hat, ist dummerweise für unsere Profession kein Gestalter gewesen, sondern es war der Bauingenieur. sondern es war der Bauingenieur. Der Bauingenieur wollte ein System und eine Übersichtlichkeit und eine Transparenz in die Gestaltung bringen. Jetzt könnte ich aufmuntert sagen, es ist wurscht, ob ihr eine grafische Ausbildung habt oder nicht. Eine gute Idee hilft, Meilensteine zu setzen. Aber vielleicht können wir das auch nachher diskutieren. So, diese Auffassung, das reale Abbild der Landkarte zu übertragen in eine gestalterisch reduzierte Form. Auf dieser Welle bewegen wir uns die ganze Zeit. Und zurück zur Schweizer Grafik. Da habe ich zwei Beispiele mitgebracht von Ottel Eicher, einem recht bekannten Grafikdesigner aus der Schweiz. Und ich liebe dieses linke Motiv. Das ist Commerz, ein Werbeplakat für die Olympia-Schreibmaschine. Was aber so raffiniert und auch im Geist der Schweizer Grafik gestaltet ist, ist, dass mit diesen geometrischen Formen, mit den Dreiecken, wurde sozusagen das Geräusch der Schreibmaschine lautmalerisch visuell dargestellt. Und wenn ich mich so umschaue, ihr kennt alle noch Schreibmaschinen, die haben ein Gerät, also ein Geräusch gemacht, da tippt man und dann macht es klingen und diese Lebendigkeit des Tippens ist in dieser Form der Visualisierung dargestellt. Super! So, und im Zuge dieser Systematisierung und des Nachdenkens ist auch die Hochblüte des Logo-Designs, des Corporate-Designs, des Schrift-Designs in der Schweiz entstanden und stellvertretend auch von Ottel Eicher eben das CI von Lufthansa. Und eigentlich habe ich das alles nur gesagt, um auf dieses Chart hinzuführen. Wir sind inzwischen im Jahr 1972 und erstmals in der Geschichte der Olympischen Spiele wurde ein Gestalter beauftragt oder gab es überhaupt einen Gestaltungsbeauftragter für die gesamten Olympischen Spiele München 1972. Das war der Ottl Eicher und das war der Erste, der diese Piktogramme für die ganzen Sportarten entwickelt hat und durchgezogen hat und eine Systematik über die ganzen Olympischen Spiele gebracht hat. Letztlich sind sogar die Image-Poster für die Olympischen Spiele aus den Piktogrammen entstanden. Und das Raffinierte daran ist, dass jetzt die Menschenfigur an sich schon eine komplizierte Figur ist und dann noch dazu in Bewegung und dann noch dazu diese Bewegung so typisch darstellen, dass man die Sportart erkennt und dann noch dazu in einer Systematik, die sie durch 150 Sportarten durchdringt und dann noch dazu in einem gestalterischen Anspruch. Und zu Hilfe gekommen ist ein relativ kleinteiliger Raster, in dem er versucht hat, eben typische Bewegungen darzustellen. Und oft kommt es auch auf so Kleinigkeiten an, wo sitzt jetzt genau der Kopf. Es macht einen Unterschied, ob er genau in der Mitte ist oder nach hinten versetzt wird, um die Spannung des Bogenschießens auszudrücken oder auch da finde ich es sehr gelungen, die Köpfe, die da ein wenig geduckt drinnen sind und mein Lieblingsmotiv ist das, also der Gewichtheber, nicht weil man die Sportart so nahe läge, sondern alleine diese Abschrägung macht klar, das ist das Knie, das vorne ist und das ist der Oberschenkel und das Knie, das hinten ist. Also wenn ich jetzt von Raffinesse und von intelligenter Gestaltung spreche, dann sind es solche Sachen. Und nicht nur als Einzelmotiv, sondern eingebettet in die ganze Serie. Das war zweifellos ein Designmeilenstein, aber, ich muss mich enttäuschen, der Erfinder des Piktogramms war nicht der Ottl Eicher, sondern der Erfinder des Piktogramms war ein Österreicher, Otto Neurath. Und der war, das soll jetzt keine Serie dieses Vortrags sein, wieder kein Gestalter, sondern der war Mathematiker. Und der hat in Wirklichkeit eine Bildpädagogik gesucht. Bildpädagogik gesucht, also er hat Gestaltungsformen gesucht, damit man komplexe Informationen, Zahlen, Tabellen leichter erfassen kann. Und das war die Grundidee der Erfindung des Piktogramms und zu Hilfe genommen hat er sich dann natürlich einen Gestalter, in dem Fall Gerd Ahrendt, der deutsche Künstler und Gestalter, der, Entschuldigung, Gerd Ahrendt, der mit Holzschnitt und Linolschnitt diese Figuren entwickelt hat. Wir sind jetzt im Jahr 1926, 1927 und in Kombination Mathematiker und Gestalter, kommen diese Bildbeispiele heraus, die auch von der Struktur jeder von uns kennt. Die Darstellung von komplexen Zahlenzusammenhängen, von Statistiken in Form von ikonenhaften Figuren und Symbolen, die so dargestellt sind, dass sie auf einen Blick leicht erfassbar sind. 1928, 30 sehr reizvoll in so einer reduzierten Form den Stand der Bauern zu unterscheiden, vom Landarbeiter zu unterscheiden, vom Angestellten. Ich bin ein Unternehmer, ich werde mir jetzt so einen Hut kaufen und du kriegst auch so einen Hut. Also wiederum die Idee dieser Reduzierung auf sehr typische Formen, leicht erkennbare Formen, war komplexe Zusammenhänge leicht erfassbar, visuell leicht erfassbar zu machen. zu machen. Zurück zum Ottel Eicher. Links oben ist zu sehen der Meilenstein der Piktogramme von München 1972. Bereits 1968 in Mexiko sind erstmals Piktogramme aufgetreten. Man sieht aber, dass die bei Weitem nicht die Einheitlichkeit haben, wie man sie links sieht. Auch von der Systematik einmal ist der Pferdekopf zu sehen, dann sind es mehr die Sportgeräte, dann ist doch wieder einmal ein Menschenteil, wie sagt man da, ein Körperteil zu sehen. Also keine Systematik. 1972 eben Ottel Eicher und dann hat man versucht, weil das ja auch schon unmittelbar ein großes Medienecho bekommen hat, hat man versucht, wir sind jetzt 1984 Los Angeles, diesen aufzubauen auf diesem Designweg, aus meiner Sicht grob gescheitert, weil es war ein Rückschritt, also es schaut aus wie diese Holzfiguren oder wie diese, wo man aus Luftballonen so Dinge macht, genau. Da gibt es viele Versuche in den Folgejahren, die aus meiner Sicht schiefgegangen sind. Interessant ist es dann, 1992 in Barcelona waren die ersten, die dann einmal gesagt haben, jetzt Schluss mit den Nachahmen, wir entwickeln einen neuen Stil. Die Haltung ist immer noch natürlich die gleiche mit den Piktogrammen, aber in Barcelona wollte man das sehr schwunghaft machen. Also die Lebendigkeit drückt sich aus, die Erfassbarkeit leidet ein bisschen darunter. Und dann, was ich auch noch zeigen möchte, dann ist die Phase gekommen, die nenne ich die touristischen Piktogramme. Also es ist diese Ebene dazugekommen, dass man versucht hat, ein Klischee aus dem Veranstalterland, Sydney ist der Bumerang geworden, diese Form in die Sportarten, in die Bewegungen zu integrieren. Es ist, würde ich diese Aufgabe als Gestalter kriegen, ganz schön schwierig, ist eine Herausforderung. Und ich finde es sogar legitim, so zu denken, weil auch nächstes Beispiel Athen 2004, sozusagen alleine im grafischen Erscheinungsbild klar ist, im grafischen Erscheinungsbild klar ist, da werden jetzt die Tonscherben aus der Antike simuliert. Mir gefällt nicht daran, dass man wieder auf Klischees zurückgreift, mir gefällt aber daran, eine zusätzliche Botschaft, Informationsebene in sowas wie Piktogramme einzubauen. Jetzt liegt sicherlich die Frage im Raum, was tun wir 2024? Paris. Wir dann gar nichts. Wir schauen uns an, wie die Gestalter diese Aufgabe gelöst haben. Ich habe nachlesen müssen, wie sowas entstehen kann. Es geht darum, Wappen und Ehrenabzeichen für die jeweilige Sportart zu entwickeln, um den Stolz der Künstler, um den Stolz der Sportler auszudrücken. Und sie schauen stylisch aus. Und es sind coole Farbkombinationen. Und aus meiner Sicht trotzdem ein Problem, wenn ich nachlesen muss, um zu verstehen, wie das so entstanden ist, dann ist irgendwas schiefgegangen. Und zwar entweder bei meinem Erfassungsvermögen oder doch beim Gestalter. Wir machen einen wilden Ritt, aber es geht immer um das Gleiche. Es geht um Entwicklung und Erfassbarmachung von Botschaften durch die Form. Und da können wir an der Schriftgeschichte nicht vorbei. Als Buchstaben ein Gesicht bekamen, diesmal ist der Anteil Werkzeuge und Technologien im Vordergrund. Wie prägen oder prägen nämlich Werkzeuge und Technologien die Gestaltungsform. Und da fange ich ganz vorn an, nämlich eine der ältesten Schreibmaterialien war die Rohrfeder, je nachdem in welchem Kontinent man sich bewegt, entweder aus Schilf oder aus Bambus oder auch aus Papyrusstänge, die wurde zurechtgeschnitten. oder aus Bambus oder auch aus Papyrusstänge. Die wurde zurechtgeschnitten. Das Wesentliche war, innen sind diese Dinge hohl. Das heißt, da hat sich die Tinte gehalten und ist über einen Schlitz, den man da noch machen muss, dann so wie auch bei der heutigen Füllfeder. Schreibt noch wer mit Füllfeder? Yeah! So wie auch bei der heutigen Füllfeder rinnt dann die Tinte nach vorn und man kann schreiben. Und diese spezielle Flachheit da vorne, die ist jetzt plötzlich formgebend. Und ich habe da ein ganz kleines Beispiel mitgebracht. Das ist jetzt natürlich eine moderne Stahlfeder oder es ist nicht einmal Stahl, irgendwas Billiges. Aber durch diese Breite da vorne entsteht beim Schreiben von Buchstaben eine Dynamik, nämlich dünne Buchstabenteile und dicke Buchstabenteile. Das schaut so aus. buchstabenteile das schaut so aus ja also alleine durch die form der feder entsteht dick und dünn und das war schon immer so das war also salopp gesagt entschuldigung das sind griechische buchstaben zeichen griechische Buchstaben, Zeichen, griechische Buchstaben auf einem alten Papyrus-Ding. Das gibt es ab dem 8. Jahrhundert vor Christus. Also da sieht man schon beim O den dünnen Strichteil und den dicken Strichteil. Die Griechen waren den Römern kulturell sehr verwandt, also gibt es diese Methode des Schreibens auch bei den Römern. Also beim O sieht man es am besten, Adot, dünner Strich, dicker Strich ist eine natürliche Formgebung aufgrund des Schreibgriffels. des Schreibgriffes. Und die Römer haben ja seltener auf Papyrus geschrieben, sondern das meiste in Stein gemeißelt. Und da sind wir jetzt 100 nach Christus, 113 nach Christus, die Trajansäule, wo in Stein gemeißelt diese Eleganz der dünnen und dicken Strichformen auch übertragen, auf Stein übertragen sind, in einer unfassbar eleganten und ästhetischen Form, obwohl in Stein gemeißelt, also in hartes Material gearbeitet. Und auf was ich hinaus will ist, dass wir da jetzt, also Antike, hochblütete Antike, sagen wir um Christi Geburt herum, das ästhetische Bewusstsein und Verständnis der Römer am Höhepunkt war. in jeder Hinsicht. Also auch diese Seriven, diese Abschlüsse sind schon voll ausgeprägt. Ganz ein eleganter Schwung beim S. Also man kann sagen, in der Antike haben wir den Höhepunkt der eleganten, ästhetischen Buchstabenentwicklung in Stein gemeißelt. Dann geht es weiter. Das Christentum entsteht in den Klöstern, entwickeln sich die Buchmalerei, Mönche, die auf unbequemen Sesseln im Skriptorium sitzen und meistens die Bibel abschreiben. Die Schreibuntergründe werden besser, die Schreibmaterialien werden besser und es entwickeln sich diese Prachtschriften. Eines der bekanntesten, Book of Kells, 800 n. Chr. aus Irland, sowohl illustratorisch wie auch Schreibetechnik-Meisterwerke. Übrigens ist ein Mönch, der ohne Arbeitsteilung einmal die Bibel abgeschrieben hat, also so ein Kopiermönch, der alleine geschrieben hat, Altes und Neues Testament, saß an die zehn Jahre, um eine Kopie zu fabrizieren. Wir haben unseren Kopierer schon fast ausgeschmissen, weil er so altmodisch ist. Aber es geht schon schneller jetzt. jetzt. Reizvolle Bewusstmachung nebenbei, die hat jetzt nichts mit Gestaltung zu tun, eigentlich doch auch. Um 1400, im Jahr 1400, war der Wert eines 200 Seiten dicken Buches so, dass man sozusagen zweiteilen muss. Einerseits war das vier bis fünf Monate Schreibarbeit, auf der anderen Seite brauchte man aber auch 25 Schafe, um für das Pergament den Schreibuntergrund herzustellen. Und sozusagen war diese Schafherde und das Material dafür eigentlich wertvoller als die Schreibarbeit damals. Und so entsteht ein vergleichbarer Wert, dass ein Buch mit 200 Seiten ungefähr so wertvoll war wie eine Farm oder ein Weingarten oder so. Und wenn man jetzt um 1400 sagt, dass ein reicher Edelmann maximal zwei Dutzend solcher Bücher besaß, weil die halt so wertvoll sind, dann geht man mal in so eine Stiftsbibliothek und die voll ist mit Büchern aus dieser Zeit und man kann erfassen, nicht nur welcher Wert dort sozusagen monetär liegt, sondern auch welchen Wert Menschen diesen Werken beigemessen haben, um sie aufzuheben, um sie zu fabrizieren und so weiter. So, man merkt schon, ich liebe Bücher, aber wenn ich wenige lese und dann kommt der Meilenstein schlechthin. Viele kennen ihn, Johannes Gutenberg erfindet den Buchdruck mit beweglichen Lettern. Aus ist mit Schreiben, 1450. Das erste Werk, das er mit dieser Methode druckt, ist wiederum eine Bibel, die Gutenberg-Bibel. Und das, was für uns aber jetzt interessant ist, mit dieser Technologie, also mit dieser Technologie Buchstaben in Blei zu gießen, um sie dann wiederverwenden zu können, ist plötzlich ein Gestaltungsschritt möglich geworden. Weil bis dahin hat man mit der Hand geschrieben und das wäre besser oder weniger gut,voll, eine Allegorie der Typografie. Man sieht da noch eine Gutenberg- Presse, die Engerl spielen mit dem Setzkasten. Kennt noch wer Setzkasten? Staubfänger in modernen oder altmodischen Wohnungen. Also es ist möglich geworden, Buchstaben zu gestalten. Und das haben es ab 1455 die Menschen auch gemacht. Das ist ein Beispiel von Albrecht Dürer. Und es ist wieder darum gegangen, eine Systematik zu finden, wie Buchstaben in eine gewisse Form gegossen werden. gewisse Formen gegossen werden. 1529 ein Beispiel, wo man sich sehr kompliziert damit beschäftigt hat, wie mit fünf Kreismittelpunkten, welche ist die ästhetisch am besten konstruierbare Form eines O's usw. Aber im Detail geht es darum, plötzlich sind Buchstaben gestaltbar geworden. vollständige und ganzheitlich entwickelte Druckschrift geworden, genannt nach ihrem Gestalter Jenson. Viele Schriften sind nach ihren Gestaltern entwickelt. Das war bereits 1470. Und was sieht man? Man sieht, dass sie diese Buchstabenformen 1470 wieder ganz eng orientieren an dem, was die Römer schon gemacht haben. Also wir, sozusagen kunstgeschichtlich bewegen wir uns in der Renaissance, Wiedergeburt der Antike, das ist alles nicht zufällig. Aber wenn man es dann so gegenübergestellt sieht, dann sieht man, dass diese Gestaltungsauffassung der Römer mit den Serifen, mit dem Dickdünn und der ganzen Eleganz, die dahinter steckt, die ist plötzlich Druckschrift geworden. Und somit ist diese Schrift, die Jenson, als Startpunkt der sogenannten Antiqua-Schriften, diese, die sich an der Antike orientieren, auch jahrhundertelang quasi Vorbild und Weiterentwicklung geworden, bis hin zur Times. Die Times in jedem Computer vertreten. Gibt es welche unter euch, die sogar Word verwenden? Wir machen das nicht, aber auch im Word ist die Times installiert und ich finde es reizvoll zu wissen, wenn ich da im Computer verzweifelt unter 2000 Schriften eine passende auswähle und dann stoße ich auf die Times, ist ja wurscht, nehme ich die, schaut ein wenig elegant aus, dass wir eine 2000-jährige Schrift, Kultur und Entwicklungsgeschichte im Hintergrund haben, die so eine Schrift möglich gemacht hat. Also ihr braucht es jetzt in Zukunft nicht niederknien, wenn ihr die Times verwendet, aber so ein bisschen ein Moment dessen, dass da 2000 Jahre Kultur passiert ist. Das gefällt mir. Und jetzt fehlt uns nur mehr die letzte Schriftgattung. Ihr seht den Unterschied, wir haben keines errieben, wir haben gleich starke Schriftgattung. Hier seht ihr den Unterschied. Wir haben keine Serifen, wir haben gleich starke Schriftstärke. Und diese Art von Schriften, also in der Schriftklassifizierung heißen die Groteskschriften, die ist erst sehr spät gekommen, 1815. Und das ist ein typisches Beispiel, wo gesellschaftliche Entwicklungen auf die Form Auswirkungen haben. Das war nämlich die Zeit der Industrialisierung, also die Dampfmaschine wurde erfunden, viele Produkte wurden entwickelt, Produkte mussten verkauft werden, wollten verkauft werden. Und es ist tatsächlich aus diesem Hintergrund eine Schrift entwickelt worden, die auf die Ferne gut lesbar ist. Deshalb sozusagen das ganze Klimbim mit Serifen und Diktünen weg, sondern eine plakative Buchstabenform, dicke, geradlinige Schriften. Und wieso hassen diese Schriften Groteskschriften? Und wieso heißen diese Schriften Groteskschriften? Weil bis dahin, bis 1815, hat es entweder Handschrift gegeben oder diese Antiqualschriften. Also diese Schrift war noch nicht erfunden. Das heißt, das war so im Kulturgut der Menschen war drinnen. Eine Schrift schaut so aus wie die von den Times. Und dann kommen diese Schriften auf den Markt und die Leute haben gesagt, das ist ja grotesk, so kann man ja keine Schrift machen. Und das war so ein Meilenstein, so etwas Einschneidendes, dass diese Formulierung der Schriftgattung den Namen gegeben hat. Wieso da Kassel-Lelon steht, ist wieder der Name des Schriftgestalters. Es gibt übrigens, die Frage kann ich vorwegnehmen, keine Schrift, die Matern hast. Das ist mühsam. Wir sind fast am Ende. Das polnische Plakat habe ich als Thema ausgewählt, weil es wiederum ein markantes Beispiel ist, wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf Gestaltung Auswirkungen haben. In dem Fall sind es politisch bedingte Rahmenbedingungen. Von dem polnischen Plakat spricht man ungefähr von 1950 bis exakt 1989, weil das Thema war das kommunistische System in Polen. Und kommunistisches System hat geheißen, es gibt keine freie Marktwirtschaft, deshalb ist kein Wettbewerb vorhanden, deshalb ist eine Werbung im klassischen Sinn nicht notwendig, wie es parallel in Amerika schon der Fall war. Und die Auswirkung auf die Gestaltung war, dass sich die gesamte Gestaltungsleistung eines Volkes, sage ich jetzt einmal pathetisch, hat sich in den Kultur- und Sozialbereich verlagert und die politische Führung hat das auch gefördert. Und so ist eine sehr wirklich außergewöhnliche, experimentierfreudige Atmosphäre entstanden in einem politischen System, dem man das gar nicht zutrauen würde. Das Medium war das Plakat. Plakat wird zur Volkskunst und zusätzlich zur Information ist sozusagen jetzt auch die künstlerische Konfrontation entstanden. Ich gehe jetzt nicht auf die einzelnen Gestaltungsbeispiele ein, weil die Botschaft ist Vielfalt. Also es gibt sozusagen keinen stilistischen Faden durch das polnische Plakat. Das Einzige, was auffällt, ist, es hat ein sehr hohes illustratives Niveau gegeben, weil heute auch in Polen in den 50er, 60er Jahren die technische Entwicklung nicht so vorangetrieben wurde wie in Amerika zum Beispiel. Das heißt, eine hohe Förderung der künstlerischen, illustrativen Qualität. Ein paar Zahlen. Der Verlag KW in Warschau verlegt mehrere tausend Poster pro Jahr. Film Polsky wird zur Marke rund um den Roman Polanski, das ist ein bekannter Name. um den Roman Polanski, das ist ein bekannter Name. Und was auch diesen sozusagen künstlerischen Wettbewerb gefördert hat, Prämierung des Posters des Monats seit 1960, Prämierung des Posters des Jahres seit 1966, internationale Posterbionale in Warschau gibt es immer noch. Also sozusagen alle Rahmenbedingungen, die geholfen haben, diesen künstlerischen Wettbewerb zu fördern, das ist in Polen passiert. Es war nämlich in dieser Atmosphäre des Plakatgestaltens, war auch die Geburtsstunde des sogenannten Conceptual Posters, also jener Ausdrucksform mit sehr plakativen, expressiven Metaphern eine Botschaft auf den Punkt zu bringen. Nie passt jetzt in dem Fall auch, steht aber nicht da, sondern nie heißt auf Polnisch Nein. Ähnliche Buchstaben. Dieses Plakat hängt im MoMA Museum of Modern Art in New York. Auch dieses Collagen war ein beliebtes Gestaltungsmittel. Auch bei den Polen, Roman Cieslewicz, habe ich ausgewählt, ist quasi ein Imageplakat für polnische Mode und habe ich ausgewählt, weil da braucht man nicht viel tun und kann man auch heute noch als Ausgangspunkt für eine Gestaltung verwenden. Und das Dritte, da schließt sich ein Kreis. Marek Freunreich war jetzt mein Professor, deiner auch, hat 1966 zum Beispiel dieses Plakat entwickelt. Der Text lautet, mein Polnisch ist schon länger aus. Blut ist gleich Leben. Eine Aufforderung zum Blutspenden. Und ich will jetzt gar nicht darauf hinaus, ob das jetzt lässig gestaltet ist oder nicht, oder ob man das heute noch so machen würde oder nicht. Eher nicht. Aber als Beispiel für das, was ideenbasierte Gestaltung und was Conceptual Poster ist, ist die Raffinesse, die in dieser Lösung drinnen liegt, nämlich der Bluttropfen, der in gleicher Form, in identischer Form hergenommen wird und sich zum Herz formt. Erster Preis beim Plakatwettbewerb Novos, Novos, Novos Silberweltplakatausstellung 1968 Also mit Idee, mit Gedankenleistung mit Raffinesse in größtmöglicher Form der Reduziertheit eine Botschaft auf den Punkt bringen. Und das wiederum, ich würde sagen, diese Reduziertheit ist das, was dann auch so eine Faszination ausübt oder was eine Attraktivität ausübt, obwohl so wenig Gestaltung in diesem Plakat ist. Und das kann ich zusammenfassen in einem Zitat von Karl Dedikus, einem Publizisten, über das polnische Plakat. Plakate müssen pulsieren und denkt bitte auch jetzt, wenn man so über die Straßen geht und Plakate sieht. Plakate müssen pulsieren wie ihre Lebensräume. Sie müssen überraschen, faszinieren oder schockieren, um einen flüchtigen Passanten aufzuhalten und zum Weiterdenken zu animieren. Wir sind am Schluss und der Kreis schließt sich wieder, auch zeitlich, wo wir angefangen haben. Angefangen habe ich beim Jugendstil. Toulouse-Lautrec war gerade davor der Erfinder des modernen Plakats. Jeder kennt die Bildsprache. 1891 entwickelte mit der Litografie eine damals revolutionäre Bildsprache. in modernen Worten sagen, ist ein Imageplakat, ein Kulturankündigungsplakat. Artiste Pryant gibt einen, ich glaube Sänger war er, einen Abend in seinem Kabarett. Und um die Reduktionsleistung, die gestalterische Reduktionsleistung erfassen zu können, muss man kennen, was in dieser Zeit gängige Gestaltungsform war. Das waren nämlich solche Plakate. Wiederum der Thomas W. Keane, dieser Plakat aus England, ist der Hauptdarsteller, der König. Und Theaterplakate oder Kulturplakate haben so ausgeschaut, dass wie bei einem Comic in verschiedenen Szenen sehr erzählerisch illustriert dargestellt wurde, was einem denn in diesem Stück so erwartet. Also rein gestalterisch brauche ich nicht sagen. Da haben wir einen ganz massiven Reduzierungsfaktor. Aber jetzt zum Schluss möchte ich darauf hinweisen, wenn man jetzt diese beiden Plakate gegenüberstellt, das ist ein Plakat der Salzburger Festspiele, ich habe extra ein sehr altes genommen, es gäbe auch jüngere, die ähnlich sind. Dann sieht man auf diesem Plakat zwar mit fotografischen Mitteln, aber inhaltlich genau das Gleiche wie da. Es wird eine Probenszene sozusagen dargestellt. Es wird wenig auf den Inhalt des Stücks eingegangen, sondern die Botschaft, die man da sieht, ist, auf den Inhalt des Stücks eingegangen, sondern die Botschaft, die man da sieht, ist, okay, das ist ein Stück in moderner Fassung, die Bühne ist relativ ruhig, vielleicht kenne ich die Hauptdarsteller und so weiter und so fort. Also sozusagen mitgeteilt werden quasi die Oberflächlichkeiten, die so die Szenen zeigen. Und so gesehen, das mag ich jetzt ein wenig provokant formulieren, ist in der inhaltlichen Auffassung dieses Plakats von 1885, außer von den technischen Mitteln, nicht viel Unterschied zu dem, was man auch heute oft an Kulturplakaten begegnen. Und da behaupte ich, da ist Potenzial. Und ich zeige ein Beispiel, wie man es anders auch machen könnte, ist ein Extrembeispiel natürlich, auch ein altes, 1996, Holger Matthies war deutscher Plakatpapst sozusagen, der hat sich zum Thema Macbeth inhaltlich auseinandergesetzt. Er hat nicht dargestellt, welche Schauspieler sind da, die stehen da herunten, sondern er hat versucht mit dieser, könnt ihr euch das vorstellen, ein Bluttropfen, wenn man das am Kopf stellt, dann sind das Farbtropfen, die nach unten rinnen. Umgedreht ergibt sich daraus die Krone. Ich wirf das hinaus, dass es auch die Möglichkeit gibt, zu einem Theaterstück oder einer Oper oder einer Kulturveranstaltung einzuladen mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung. Und nicht nur mit den Stars, die da spielen, mit dem Bühnengestalter, der eine tolle Bühne gemacht hat, mit dem Regisseur, der irgendwem angeschafft hat, welche Kleider er nehmen soll. Das ist ein Auffassungsunterschied, nicht ein Begabungsunterschied. Und so haben wir eine wilde Jagd durch die Zeiten gemacht. 1902, Jugendstil, die reduzierte Form, die ich so sehr liebe, das Trademark in größtmöglicher geometrischer Vereinfachung, nützliche Ordnung für alle, die jetzt liebhaber des schachspiels geworden sein piktogramme die nicht von otto eicher erfunden wurden sondern vom otto neurath olympische spiele die ausgereifte ästhetik buchstaben ästhetik der römer über die b Buchmalerei, über Albrecht Dürer, die Möglichkeit, Buchstaben zu formen, das Conceptual Poster, gesellschaftliche Rahmenbedingungen für sehr prägende Gestaltungsformen, Freudenreich, Toulouse-Lautrec und am Schluss noch ein Theaterplakat aus dem Jahr 2010. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Das war so umfangreich, da sind sicher kaum Fragen offen. Günther, das war eine Tour de Force durch einige Stile. Aber du hast jetzt am Schluss ja praktisch eine perfekte Zusammenfassung gegeben. Ich werde natürlich die Olympischen Spiele mit ganz anderen Augen jetzt sehen, als ich es bis vor einer Stunde dachte. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, meine Damen und Herren. Sie haben bestimmt einige Aha-Effekte, der hier dort hinten schon wartet auf die erste, auf den ersten Fragenden, die erste Fragende. Bist ich vielleicht der Erste? Ah, bitteschön. Das politische Plakat, das ist ja Plakatkunst. Genau, also Ihre Frage ist, ob das noch funktioniert. Das funktioniert. Ganz neutral betrachtet, also ohne auf politische Inhalte einzugehen, muss uns bewusst sein, dass wir auch bei allem, was ich hergezeigt habe, wir sprechen von Kommunikation. Wir reden in dem Fall mit visuellen Mitteln, mit Menschen, die wir nicht gegenüber haben und die wir zufällig erreichen. auch das politische Plakat dem untergeordnet, dass eine Botschaft formuliert wurde, die mit visuellen Mitteln Menschen auf der Straße oder im öffentlichen Raum zugänglich gemacht wird. Wieso das politische Plakat so auf Interesse stößt oder vielleicht auch so polarisierend ist, weil wir auf der einen Ebene von den Inhalten sprechen, also Botschaften werden visualisiert und auf der anderen Seite sprechen wir aber von der Art und Weise, wie das passiert. Und diese Art und Weise, wie Botschaften auf den Punkt gebracht werden, ist in der Werbung und im politischen Umfeld und ich weiß nicht wo überall, womöglich ethisch nicht ganz sauber. Und deshalb muss ich sagen, nur auf die Frage, funktioniert das, muss ich sagen, ja. Ich stelle aber gleichzeitig den Anspruch oder den Wunsch oder das Ideal an jeden Gestalter, Anspruch oder den Wunsch oder das Ideal an jeden Gestalter, auch nachzudenken, wie weit will ich gehen, in welcher Form ich mit wie viel Gewalt oder Hinterlist oder Psychologie oder irgendwas diese Botschaft kommunizieren will. Und das ist eine Ebene, die ist drüber und die kann ich für mich persönlich beantworten. Und wir haben eh viele Jahre gebraucht, um da auch einen Zugang zu bekommen. Aber diese Ebene muss jeder Gestalter und jeder Auftraggeber für sich beantworten können. Am besten mit reinem Gewissen. davon abgesehen sind viele politische Plakate einfach schier gibt es weitere Fragen? mir fällt ein dazu. Also ich muss sagen, ich habe diesen Vortrag unglaublich genossen, ich bin Musiker und mir ist aufgefallen bei Plakaten, wo Konzerte angekündigt wurden, dass das eine interessante Entwicklung genommen hat. Wenn man alte Plakate anschaut, steht das Werk im Vordergrund, dann steht der Komponist und dann stehen irgendwann einmal die Interpreten und ganz am Schluss steht der Dirigent. Und wenn man jetzt Plakate anschaut, ist es oft so, dass da steht riesig da und was da singt oder was da gespielt wird, ist eigentlich völlig nebensächlich. Das war so mein Beitrag. Super aufgepasst bei deinem Vortrag, danke. Bei der Säule, der Herr im Grünen. Weil sie das Thema auch gebracht hat, oder zumindest das Bild auch, vom Bur Buch of Kells. Ich habe mich die letzten, eigentlich schon seit 10, 15 Jahren beschäftigt, mich intensiv mit dem Buch. Habe auch mittlerweile jetzt das vierte Buch, nicht in dieser Form, aber in reduzierter Form, reduzierte Evangelien und so weiter geschrieben für meine Enkelkinder. Und beim letzten Buch habe ich bewusst nur die insulare Majuskelschrift geschrieben. Habe dann eine Obtestung gemacht, ob der Achtjährige diese Schrift lesen kann. Siehe da, der hat die wunderbar lesen können. Und selbst ich bin auch beim Schreiben draufgekommen, warum bitte, und da muss man eigentlich die Frage an die Gesellschaft richten, muss man diese blöde Groß-Kleinschreibung machen, wodurch mit dieser reduzierten, einfach in der Groß, manche sagen, es ist ja nur eine Kleinschrift, aber mit dieser Großschrift alles wunderbar gestalten kann. Das ist also für mich genial, dieses Buch. Nicht nur jetzt von der Gestaltung, sondern auch von der Schrift selbst. Ja, ein großartiges Buch. Danke für den Beitrag. Wenn ihr achtjähriger Enkelkind das lesen konntet, haben Sie es nicht in Latein geschrieben, sondern in Deutsch, oder? Ich habe es in Deutsch geschrieben, klar. Das ist einmal eine gute Voraussetzung. Das ist einmal dumm. Genau. Also ich liebe diese Onzialis-Schrift, die Groß- und Kleinbuchstaben nach heutigem Verständnis vermischen, die historisch gesehen ist die Entwicklung der Schrift aber so, dass dann unter den Karolingern tatsächlich Groß- und Kleinbuchstaben entstanden sind, um die Lesbarkeit zu erhöhen, speziell bei der Schreibschrift, also nicht bei der sozusagen sorgfältig geschriebenen Schrift, weil halt der große Anfangsbuchstaben am Beginn eines Satzes oder eines Wortes für das Auge leicht erfassbar ist. Das ist der Hintergrund, der so entstanden ist. Wieso Sie die jetzt heute blöd finden, habe ich noch nicht nachvollziehen können, aber ich kann das sozusagen aus der Entstehungsgeschichte erzählen. Weil man am Schreiben von der Gestaltung einfach ein Bild hat. Ich finde es also einfach von der Gestaltung oder von der Lesbarkeit oder vor allem allem man muss nicht Kinder quälen mit Groß, Klein und Bibabu, das gibt es da nicht. Und das ist jetzt da von der Erlernbarkeit einer Schrift wesentlich, finde ich, leichter. Dann würde ich sagen, wenn Sie weiterschreiben, was ich großartig finde, dann gilt die künstlerische Freiheit und Sie nehmen die Buchstaben, die Ihnen leicht von der Hand gehen. Ich würde es auch so schreiben. Bitte den Würfel ganz zurück, Gerhard. Ja, danke für den Vortrag, Günther. Ich habe jetzt eins spannend gefunden. Du hast Sprache eigentlich explizit so nicht thematisiert, aber ich habe es spannend gefunden bei der blutgetränkten Hamlet-Krone, diese Eindeutigkeit und diese Vieldeutigkeit, dass wenn ich etwas über das Stück weiß, hat es eine andere Bedeutung, wenn man so will, als wenn ich nichts über das Stück weiß, aber ich erfahre auch was darüber, wenn ich vielleicht nichts über das Stück weiß. Wie ist das eigentlich so beim Reduzieren? Da ist man ja immer in diesem Gemenge drinnen, man hat ja die Üppigkeit der Sprache, des sprachlichen Ausdrucks ständig um sich und da muss man plötzlich zurückfinden zu ganz was Einfachem. Wie schön oder qualvoll ist denn das? Ja, es ist schön und es ist qualvoll. Ich liebe es deshalb, weil ich finde, Reduzieren ist eine Reise. Also es ist eine gedankliche Reise und es ist eine gestalterische Reise und es gibt ja sozusagen einen schmalen Grad, der dann wohl der richtige ist, weil reduzieren heißt ja beim Gegenüber in der Erfassungsleistung des Gegenübers erforderlich. Auf der anderen Seite hat Reduzierung den Vorteil, Unnötiges beiseite zu schieben und klarer auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und sozusagen diesen Grad zu erwischen, wo es noch erfassbar ist, womöglich bei einem Plakat, wo ich auf Menschen treffe, die ja nicht durch die Welt gehen, um meine Botschaften zu sehen. Also diesen Grad zu erreichen, wo das erfassbar ist, aber genug Reduzierung ist, Leidenschaft dazu oder Auffassung dazu, die dann über Witz oder über Raffinesse oder über Intelligenz so viel Neugierde und Interesse weckt, dass ich mir das trotzdem anschaue und dass ich womöglich das Potenzial habe, jetzt bin ich wieder beim Werber sozusagen, das Potenzial hat, daheim zu erzählen, was ich Witziges gesehen habe oder über Facebook weiterzuschicken, weil das eine coole Lösung ist. Ja, was war die Frage? Es ist lustvoll und anstrengend. Qualvoll. Ernst? Können wir den Hüftl einmal durchgeben? Genau. Ja, von mir danke für den Vortrag. Du hast das Stichwort eigentlich jetzt eh schon gegeben. Das Stichwort war Facebook. Wir haben es ja bei den Plakaten eigentlich mit einem sehr monomedialen Auftrag zu tun. Das, was das Plakat für sich hat, hat alles erzählt. Mittlerweile haben wir Formen, die ja ganz anders funktionieren. Das heißt, ich habe irgendwann einen großmedialen Auftrag. Im Prinzip muss es in TikTok funktionieren, es muss in BewegtBit funktionieren, es soll auf dem Plakat hinhauen und, und, und, und, und. Die ganzen Unternehmen, die sich irgendwelche großartigen CI-Bibeln geschrieben haben in den 90er Jahren, die reduzieren diese Bibeln wieder zurück auf vielleicht drei oder vier Gestaltungselemente. Wie siehst du das? Ist es dadurch dann so, dass man dann vielleicht ein bisschen mehr zurückgeht auf das Narrativ als solches? Das heißt also, quasi die Geschichte eine durchgängige ist, aber die Form eigentlich auch sehr simple bleibt? Oder ist es so, dass es überhaupt nur mal darunterliegende irgendwelche Werte sind, die man an der Stelle transportiert und die sich spiegeln und damit spürbar wird, was man eigentlich erzählen will? Ich sehe das so, und das kann ich nur persönlich beantworten, ich bin jetzt ein Gestalter, der aus dem Plakat kommt und als, also kurz zusammengefasst, und als solcher gehe ich jetzt Social Media Projekte so an, dass die Idee einmal klar sein will. Also ich tue sozusagen auch mal ein Plakat visuell durchgestalten, damit es hier funktioniert ist und in einem zweiten Arbeitsschritt auch in einem kreativen Prozess sozusagen überlege ich mir, wie kann ich diese Botschaft entwickeln lassen in verschiedenen Postings, wie kann ich die variieren mit anderen Headlines und so weiter und so fort. Das ist ein eigener Kreativprozess, den ich keinen Nachteil finde. Da entstehen lässige Sachen, da beschäftige ich mich gern mit dem Medium. Ich kann mir aber vorstellen, dass jetzt Gestalter, die jüngere Generation sind, die intuitiver mit Social Media aufgewachsen sind, die das umgekehrt machen. Die sagen, ich entwickle das einmal so, weil das ist mein Umfeld, das ich kenne und am Schluss denke ich nur einmal fast wie bei einem Film bewegt zu machen oder in eigene Dinge zu entwickeln, in eigene Stufen zu entwickeln. Und dieser Anteil, dass man CI, Manuale und Bibeln wieder reduziert, das nehmen wir auch wahr. Und das liegt aus meiner Sicht daran, weil es letztendlich halt auf den Fokus ankommt. Und wenn wir viel von Storytelling und alles Mögliche erzählen, eine Story ist auch nur so gut wie der rote Faden, der dahinter ist. Und der kann banal sein oder der kann intelligent sein. Mir ist der Intelligente lieber. Oder der kann auch intelligent sein. Mir ist der Intelligente lieber. Nächste Dame schon, bitte. Vielen Dank. Sie haben mir mit diesem Vortrag eine völlig neue Welt eröffnet. Auch ich bin nicht vom Fach. Total spannend. Dankeschön. Zu den Piktogrammen, die Sie aus meinem Leidenverständnis sehr spät ansetzen, kann man nicht sagen, dass zum Beispiel die Entstehung der Buchstaben, also beispielsweise die ägyptischen Hieroglyphen, letztendlich auch etwas, was so etwas wie Piktogramme schon sind. Genau, also da müssen wir jetzt tiefer einsteigen in der Begriffdefinition. Ja, gerade wenn man sich die ägyptischen Bilddarstellungen anschaut, könnte man von Piktogrammen sprechen. Ich bin jetzt sozusagen in diesem Wortduktus geblieben, wie er bei uns im Grafikdesign üblich ist und das sind Piktogramme, so was wie vereinfachte Menschendarstellungen, Icons, die die Dinge auf den Punkt bringen und auch einen Gestaltungsanspruch haben. Und grundsätzlich ist es richtig, wenn ich den Begriff Piktogramm als bildhafte, reduzierte Darstellung von etwas definiere, dann kann ich weit in die Geschichte zurückgehen. Wir gibten 3000 vor Christus. Wir können auch bei der Höhlenmalerei anfangen. Hat in Ihrem Metier die KI auch schon Einzug genommen? neugierige Branche ist und deshalb nur sehr kurz mit Angst oder Vorbehalten reagiert hat, sondern sehr viel schneller übergegangen ist, auszuloten, was man damit machen kann. Und die Entwicklungen sind rasant. Genau, was fällt mir ein dazu? Aus meiner Sicht ist derzeit der Status der, dass ich auch als Gestalter nicht umhinkomme, diese Botschaft oder diese Raffinesse formulieren zu können, um dann mit welchem Werkzeug auch immer, auch mit KI, diese Umsetzung zu machen. Das Denken bleibt einem nicht aus. Hoffentlich. Ich mache es sehr gerne. Also ich höre ja nicht das erste Mal einen Vortrag von Gönschi und ich habe es wie immer sehr genossen, die Erwartung war hoch und ist erfüllt worden. Ich hätte noch einen Beitrag zum Thema politisches Plakat. Wir stehen ja alle gerade noch im, naja Schock sage ich jetzt nicht, aber im Eindruck der politischen Kampagne zur EU-Wahl. Und ein Plakat ist uns, glaube glaube ich alle ziemlich unter die Haut gegangen ist, das war das EU-Wahnsinn stoppen, also mir zumindest und ich mag jetzt nicht über die grafische Gestaltung sprechen, aber ein Detail ist mir da aufgefallen und das hat mich schon geflasht mit welcher es war genial es war wirklich genial, ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, ein kleines Teil, dieses Rotorblatt von dem Kampfhubschrauber, der da abgebildet war, war eins zu eins das gleiche Copy-Paste wie das Rotorblatt von den Windrädern. diese Genialität in der Gestaltung aufgefallen, auf welcher unterschwelligen Ebene da Botschaften transportiert werden. Also gut gemacht. Auch wenn ich das jetzt nicht gutieren möchte, aber das sind einfach so unterschwellige Botschaften, die merkt man gar nicht. Und da komme ich zu meiner Frage, und ich jetzt, Günther, ich meine, ich bin jaaltet, ich bin jetzt nicht auf alles stolz, was ich gemacht habe in meinem Leben. Manchmal nimmt man halt auch Aufträge an, die wirtschaftlich interessant sind, gerade beim Blick auf das Konto. Aber wo wäre für dich die Schmerzgrenze, was du sagst? Auch wenn mein Konto jetzt hoffnungslos überzogen ist, den Auftrag würde ich jetzt nicht annehmen. Ist dir das schon mal passiert? Wir sind beim Beginn. Das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz. Also die Stimme, die da gesagt hat, sie ist gespannt, schaut auf unser Konto. Die Katja. Genau. Also konkret kann ich die Frage beantworten, dass wir das Glück gehabt haben, noch nie entscheiden zu müssen, ob wir das jetzt machen oder nicht. Ich glaube, es hängt auch mit dem Alter zusammen. Wir machen uns jetzt sehr viel mehr Gedanken, was der Wert unserer Arbeit für die Gesellschaft ist. Also das betrifft jetzt ja die gesamte Werbebranche und ich würde jetzt sogar sagen, also das, was wir machen in vielfältiger Form ist Kommunikation, also wir sprechen miteinander mit Bildern, mit Slogans, mit Symbolen und so weiter. Und ich habe neulich gehört, eine sprachwissenschaftliche Untersuchung, die gezeigt hat, dass Sprache, das was wir lesen, also verändert natürlich unser Denken, aber tatsächlich auch messbar unser Tun verändert. Also das Experiment war, wenn man einen Text liest, wo sehr viele Begriffe vorkommen über Pensionisten, über Altwerden, über alles in diesem Dunstkreis, dann sind die Probanden, Probandinnen anschließend, zwei verschiedene Gruppen, jene, die diesen Text gelesen haben, messbar langsamer gegangen als die anderen. Das ist jetzt ein banales Beispiel, aber es heißt, dass das, was wir aufnehmen und das, womit wir mit Worten, mit Sprache, mit Bildern, mit Erscheinungsbildern in die Gesellschaft hineingehen, hat es womöglich messbare Auswirkungen. Und wenn ich mir jetzt auch die Werbewelt anschaue, dann heißt dieses banale Beispiel, wenn jetzt ein Möbelhaus mit vielen Xen mit Klamauk in die Gesellschaft hineingeht, dann wird dieses Bild sozusagen die Gesellschaft prägen. Wenn ein politisches Plakat mit Kampf in die Welt hineingeht, dann werden wir, ob wir das wollen oder nicht, sozusagen kämpferisch werden. Und man merkt das ja auch an der Polarisierung in der Gesellschaft und vielen anderen Beispielen. Und Wani, um jetzt mit einem guten Beispiel zu enden, mit Asia plakativ, mit Intelligenz, mit einem Anspruch an Gestaltungsqualität, mit einem Einladen-Wollen statt Bedrängen-Wollen, mit einem Ästhetik in die Gesellschaft hineingehen, dann werde ich das vielleicht nicht mehr erleben, dass das messbar ist, aber es macht einen Unterschied. Und diese Verantwortung, die liegt bei uns als Gestalter, die liegt aber auch beim Auftraggeber, aber der nur sein Ding verkaufen will, aber das ist die Meta-Ebene und diese Verantwortung liegt bei den Ausbildungsstätten und bei jedem, der sich irgendwie mit Gestaltung aktiv oder passiv oder auftraggebend beschäftigt. Das war jetzt pathetisch, aber das ist mir wichtig. Also ich sage es einmal so, im Prinzip ist das, was du jetzt gerade gesagt hast, natürlich nichts Neues, weil wir brauchen uns nur anschauen, nehmen wir so ein Beispiel mit Magersucht bei Mädchen und wo das herkommt und wofür das, oder wodurch das getriggert wurde eigentlich. Die Frage ist da schon, glaube ich, immer diese Diskrepanz zwischen was zählt, also was verkauft sich und mit was kann man verkaufen und die andere, die gesellschaftliche Verantwortung und ich habe ehrlicherweise zwar im Ohr, dass die Werbebranche reflektierter spricht, wenn ich mir die Praxis anschaue, dann sind wir an und für sich aber von der Verantwortung relativ weit entfernt. Oder wie nimmst du das wahr? Genauso. Und ich mache mir jetzt gerade Sorgen, ob irgendwer dann heimlich auf unsere Webseite schaut und auch Dinge findet, die gar nicht so cool sind. Aber mir reicht es, in diesem Rahmen das Bewusstsein zu wecken, zu beobachten, zu reflektieren und wo es nur irgendwie möglich ist, auch danach zu handeln. Ein schönes Beispiel. Johannes Hartl ist ein Künstler und Musiker und Theologe, katholischer Theologe. Und der hat über die Schönheit gesprochen. Und der sagt, das Gegenteil von schön ist hässlich. Im Wort hässlich steckt Hass drinnen und das Gegenteil von Hass ist Liebe oder Wertschätzung oder alles. Und plötzlich habe ich eine Gegenüberstellung, dass Schönheit mit Liebe zu tun hat. Mit Wohlwollen, mit Wertschätzung, mit allem, was jedem von uns einfallt zum Thema Liebe. Und das finde ich genial und ist eine ganz einfache Formel. Eine Wortmeldung noch, bitte schön, darf ich die bitten? Ja, ich möchte das sehr gerne unterstreichen, was Sie vorhin gesagt haben, die Verantwortung, die ein Grafiker hat und auch der Auftraggeber. wenn das so herauskommt, als wäre sozusagen die Masse, die halt diese Plakate oder wie auch immer, diese Botschaften in visueller Art dann eben zu Gesicht bekommt oder zu Gehör bekommt oder wie auch immer dann dem nur ausgeliefert ist. Ich würde das schon sehr gern auf gleiche Augenhöhe gesehen haben, sehr gern auf gleiche Augenhöhe gesehen haben, dass auch derjenige, der eine Botschaft empfängt, dass man dem auch zutraut, dass er die Botschaft entschlüsseln kann. Von seiner visuellen Wertigkeit her, von seiner Absicht her, von den Gestaltungsmitteln her, von der Grammatik, Absicht her, von den Gestaltungsmitteln her, von der Grammatik, wenn wir von Kommunikation, auch von visueller Kommunikation sprechen und von der Syntax her, das wäre also ein Bildungsgrad, den man auch dem Betrachter zumuten können müsste. Das wäre auch für mich eine Basis eines demokratischen Verständnisses. Und da ist meine Frage an Sie, Sie müssen ja auch ausgehen, dass Sie diese Botschaften, die Sie sehr stark abstrahieren letztlich auch und in einen unter Anführungszeichen gesetzt Entfremdungsprozess aussetzen, dass der auch verstanden wird, weil sonst hat das Ganze keinen Sinn. Kommunikation besteht darauf, dass der Empfänger auch das versteht, was der Sender beabsichtigt. Sonst gibt es laufend Missverständnisse und das bringt das Ganze nichts. Welchen Bildungsgrad, ich sage es jetzt sehr provokant, würden Sie sagen, in welchem Bildungsgrad steckt denn die österreichische Bevölkerung in Bezug auf das Entschluss von visueller Botschaft? Danke. Dankeschön. Die Kurzfassung ist, Sie wollten hinaus auf mehr Augenhöhe, dass nicht nur die Verantwortung beim Auftraggeber und beim Gestalter ist, sondern auch bei denjenigen, die empfangen, also beim Betrachter. auch dort ist sozusagen Verantwortung und welchen Bildungsgrad hat Österreich in visueller Hinsicht, kurz zusammengefasst. Der erste Teil heißt, ich gebe Ihnen recht, auch mit der Augenhöhe, also alles, was ich da gesagt habe, ist natürlich sehr verkürzt, um in diesem Rahmen auch bleiben zu können. Was mir aber wichtig ist, und daraufhin hat er mein Statement gezielt, man sagt leicht, ja, das ist ja ein Auftraggeber, der muss ja verkaufen. Ja, natürlich muss er verkaufen, aber es gibt immer die Ebene drüber, die halt dann auch die gestalterische, visuelle, ethische Ebene mitbedenkt. Und auch ich als Gestalter kann sagen, ja, es hilft ja nichts, jetzt habe ich schon so viele Stunden drauf, das muss ich aber verkaufen. Ja, es gibt so Situationen, wo man nicht auskommt, aber ich möchte das mitdenken, wo auch immer das möglich ist. Der visuelle Bildungsgrad von Österreich ist ein super spannendes Thema. Wir haben im Vorfeld diskutiert, es gibt ja so Länder wie Finnland, die nordischen Länder, denen man zutraut oder die den Ruf haben, eine hohe Designaffinität zu haben und ein hohes Bewusstsein für Gestaltung zu haben. Und wir haben uns tatsächlich viel beschäftigt damit, woran kann das liegen? Und die Antwort ist, es kann auch nicht so eindimensional sein. Ich glaube, also ich möchte ein paar Gedanken dazu geben. Ich glaube, es hat einerseits mit Einzelpersönlichkeiten zu tun. Es hat jetzt, wenn ich am Beispiel Finnland bleibe, es hat in den letzten zwei Generationen Einzelpersönlichkeiten gegeben, die sehr maßgeblich waren, die auch in dem Fall war es Produktdesign, das sich sehr natürlich sozusagen in den Alltag der nächsten Generation gebracht hat. Die sind dann sozusagen schon mit einem guten Design aufgewachsen. Fragt mich jetzt nicht, was gutes Design ist, aber so um den Gedanken weiterzutreiben. Das ist die eine Ebene und diese Ebene, die bringt mich dazu, dass ich schon Bildung, visuelle Nachwuchsbildung für sehr, sehr wichtig halt. Also ich bin jetzt nicht ganz gut im Schulwesen drinnen, aber ich verstehe nicht, wieso man Musik und Zeichnen zugunsten von, ich weiß nicht, was anderem reduziert. Weil wir brauchen das. Visuell sich ausdrücken können, heißt Emotionen entwickeln, hast Dinge darstellen können. Wieso braucht es eine Gesellschaft weniger als, ich weiß nicht was, ich mag jetzt niemanden auf die Füße treten. Also das ist sicher ein Punkt, den ich ausführlich diskutieren würde. Und um die Frage der Intelligenz von Österreich würde ich mich gerne drücken an dieser Stelle. Vielleicht an der Bar. Sicher durchschieben. Vielleicht an der Bar, das ist ja ein sehr gutes Stichwort. Der Herr hat noch einmal den Würfel. Kurze kleine Abschlussfrage bitte, dann hat die Zeit sehr fortgeschritten. Sie haben vorhin die Begriffe Interesse erwecken für Plakate und so weiter erwähnt. Hat die Fallweise in der Antike angewandte Schreibweise wie der Ochs pflügt, von links nach rechts und rechts wieder zurück, denselben Zweck erfüllt? Weiß man das oder ist das einfach eine Laune des Steinmetzes gewesen, der die Schrift verfasst hat? Das weiß ich nicht. Also die konkrete Frage weiß ich nicht, dass aber sehr wohl in der Antike ein Bewusstsein für die Qualität des Sprechens und der Redeaufbau und alles, was man eben kennt, dass das vorhanden war. Das ist eh sozusagen offensichtlich die Schreibweise. Da hätte ich jetzt meine Zweifel, dass das der Aufmerksamkeit dient. Ich kann keine Antwort geben. Okay, danke. Ja, ich habe es angekündigt. Wir sind sehr weit fortgeschritten. Günther, herzlichen Dank. Ich hätte noch sehr viel mitgeschrieben für den Fall, dass es keine Fragen gegeben hätte aus dem Publikum. Das ist ja nicht passiert. Und somit darf ich an dieser Stelle Sie alle in einen angenehmen Abend entlassen. Ich möchte noch auf eines darauf hinweisen. Sie haben hier, das liegt auf, ein kleines Medium über die Veranstaltungen, die im Juni noch stattfinden werden. Vor allem eine, der 30. Juni, eine Martiné zu einem Jubiläum, Jubiläum 15 Jahre Kepler Salon. Das ist natürlich schon ein besonderer Anlass, das würde ich Ihnen sehr ans Herz legen. Bitte schnappen Sie sich ein Programm und schauen Sie am 30. vielleicht auch hierher. Herzlichen Dank, noch gute Gespräche. Danke dir, Günther. Dankeschön. Schöne Grüße nach Hause an die Livesteam-Streamer und schönen Abend. Vielen Dank. Gracias.