Frau Direktor Kunze, es ist kein Zufall, dass wir heute hier in einer Klasse der Schule für Sozialberufe sitzen, weil Sie haben am 15. November einen Tag der offenen Tür, der sicher sehr viele Leute interessieren wird, die gerade vor der Weichenstellung sind, wohin soll es gehen. Und mittlerweile kann man ja erfahren und lesen, dass ihre Schule hier in Gallner Kirchen schon sehr viele Angebote hat. Also neben der Schule für Sozialbetreuungsberufe, die ja etabliert ist, die wir da am Standort seit über 40 Jahren bereits führen, mit den Bereichen in der Altenarbeit, Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung, haben wir seit heurigen Schulen eine ganz neue Schule hier gegründet, und zwar die sogenannte HLPS und das steht für Höhere Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung. Das ist eine fünfjährige berufsbildende höhere Schule, die schließt ab, wie jede andere BHS, mit der Matura und, schließt ab, wie jede andere BHS, mit der Matura und, und das ist das tolle und außergewöhnliche daran, mit dem Diplom für Sozialbetreuung. Das heißt, ich habe nicht nur Matura, ich habe auch gleich einen Beruf dabei, mit dem ich sofort einsteigen kann in den Sozialbereich oder ich gehe studieren an die Uni, an die FH, an die Pädagogische Hochschule, was auch immer. Ich glaube, dass die Zeit auch mehr als reif ist, weil man liest ja genug über den Bedarf von Pflegepersonal. Wie sehen Sie da die Entwicklung in der Zukunft, in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten? Ja, also wenn man sich für so einen Beruf entscheidet, dann ist das nicht nur etwas, was sinnstiftend ist, was Freude macht, sondern es ist auch ein krisensicherer Job. Also das heißt, hier hat man wirklich die Gewissheit, man wird immer Arbeit finden, die Leute sind dringend gebraucht in diesem Bereich und eben das Schöne ist, es ist auch nie etwas Fades, es ist jeder Tag etwas anderes, es ist etwas Sinnvolles und ich erlebe jeden Tag neue Herausforderungen, arbeite mit Menschen zusammen, also ein wunderbarer Bereich. Und welchen Trend erkennen Sie als Direktorin hier an Ihrer Schule? Merkt man das auch, dass sich immer mehr dafür interessieren für diesen Job oder wie ist generell die Nachfrage? Wie schaut es da aus? Ja, wir haben Gott sei Dank eine sehr hohe Nachfrage. Wir haben sehr viele engagierte junge Menschen, aber auch sehr viele Quereinsteiger, die mit Mitte 40 was Neues machen möchten. Manchmal, weil vielleicht die Firma, der Bereich, wo man gerade gearbeitet hat, bankrott gegangen ist oder so und dann sagt man, eigentlich wollte ich schon immer mit Menschen arbeiten und auch da haben wir sehr viele. Oder wir haben eben auch Frauen, die gerade Kinder haben, die in der Kinderbetreuungszeit sind und die sagen, jetzt wäre Zeit durchzustarten. Für die haben wir zum Beispiel ein eigenes Teilzeitangebot. Und welche Voraussetzungen müssen die Schüler mitbringen, damit sie hier in der Schule beginnen können? Also für die Schule für Sozialbetreuungsberufe muss man mindestens 17 Jahre alt sein. Das heißt, da hat man eine Fachschule abgeschlossen, eine Lehre abgeschlossen und dann muss man die körperliche Eignung dafür mitbringen. Und dann kann man sich schon anmelden. Und für die höhere Lehranstalt, da muss man die Mittelschule oder die Unterstufe der AHS abgeschlossen haben. Und dann kann man sich mit dem Semesterzeugnis anmelden. Und welche Kosten fallen da jetzt für den Schüler an, wenn er hier zum Beispiel die fünf Jahre mit Matura abschließen möchte? Ja, wir sind ja eben eine Privatschule. Unser Schulträger ist ja das Diakoniewerk. Und als Privatschulträger müssen wir auch für diese ganzen Kosten selber aufkommen, für das Gebäude und so weiter. Und deswegen haben wir bei der HLPS 120 Euro Schulgeld im Monat zu bezahlen. Also es sind 1200 Euro im Schuljahr. Und in der SOB ist es Gott sei Dank so, dass das Land Oberösterreich das gesamte Schulgeld übernimmt. Also das heißt, diese Ausbildung an der Schule für Sozialbetreuungsberufe ist kostenlos. Und wenn jemand jetzt nicht aus Galner Kirchen oder hier aus der Gegend kommt und diesen Beruf gerne ausüben will oder die Ausbildung, gibt es da Möglichkeiten, dass er hier in der Gegend der Schüler wo wohnen kann? Gibt es da Möglichkeiten, dass sie eine Unterbringung finden oder müssen sie pendeln? Ja tatsächlich pendeln sehr viele schon von Linz zu uns. Also wenn da der Bus kommt um drei Viertel acht, da geht immer ganz eine große Menge zu unserer Schule und für die Müllviertler selber ist das natürlich ideal die Lage Gallener Kirchen, weil dann spart man sich den Stau nach Linz, also fahr nicht fort, sondern bleib hier. Das machen auch sehr viele. Von den Wohnmöglichkeiten, von denen Sie gesprochen haben, da haben wir eine Kooperation mit dem Hotel Waldheimat. Da gibt es günstigere Zimmer für unsere Schüler und Schülerinnen. Und was würden Sie jetzt am Tag der offenen Tür für eine Botschaft den Besucherinnen und Besuchern gerne mitteilen? Ja, der Tag der offenen Tür für eine Botschaft den Besucherinnen und Besuchern gerne mitteilen? Ja, der Tag der offenen Tür ist einfach die Gelegenheit, um einzutauchen in so eine besondere Schule. Also das heißt, einerseits sind Lehrkräfte, sind die Schülerinnen vor Ort, das heißt, man kann direkt mit den Profis sprechen, um was geht es denn da, was ist denn das Besondere an dieser Schule. Aber wir haben auch ganz viele Sachen zum Mitmachen, zum Ausprobieren. Wir haben zum Beispiel eine sogenannte Dunkelkammer. Also das heißt, man kann hier eintauchen in die Welt von blinden Menschen. Wie ist es denn, ohne Licht sich zurechtzufinden und sich auf Geruchssinn, Tastsinn und so weiter zu verlassen. Wir haben aber auch im Bereich der Pflege ganz viele Sachen zum ausprobieren, zum Beispiel einen Rollstuhlparcours oder dass man mal einen Luftballon rasiert ohne dass der zerplatzt. Wie geht denn das? Und außerdem haben wir ein sogenanntes Speed-Dating, das heißt man findet ganz schnell heraus, bin ich geeignet für diesen Bereich. Wenn sich jemand am 15. November jetzt aufgrund des Besuches entscheiden will und sagt, ja, das interessiert mich, das mache ich, welche Möglichkeiten hat er jetzt dann im November, wann und wo könnte er da dann beginnen? Ja, also wir starten in der Schule für Sozialbetreuungsberufe Ende Februar, also mit Sommersemester, eine Ausbildung in der Behindertenbegleitung und eine andere in der Alten- und Behindertenarbeit. Da habe ich dann diese Pflegekompetenz auch dabei. Und für die höhere Lehranstalt startet es wieder nächstes Schuljahr. Man hat aber auch jetzt die Möglichkeit in der höheren Lehranstalt, dass man schnuppert. Die Schnuppertage findet man auch auf unserer Homepage oder man erfahrt es am Tag der offenen Tür, wann die sind. Und auch zu dem würde ich raten, denn wie gesagt, nur da kann man mit den Schülerinnen sprechen, da kann man das einmal miterleben, wie ist denn so der Unterricht in dieser wirklich ganz besonderen Schule. Und wie viele Schülerinnen und Schüler haben Sie an dieser ganz besonderen Schule hier in Garnierinnen und Schüler haben Sie an dieser ganz besonderen Schule hier in Gallnerkirchen derzeit? Ja, wir haben insgesamt 485 Schüler und Schülerinnen. Ich glaube, das ist ganz vielen Gallnerkirchener Engerwitzdorfer gar nicht bekannt, dass unsere Schule so groß ist. Und ich könnte mir vorstellen, dass nach dem Tag der offenen Tür Sie an der 500-Schüler-Anzahl schon kratzen werden. Ja, das wäre schön, denn wie gesagt, der Sozial- und der Pflegebereich ist ein tolles Berufsbildfeld, um sich zu entfalten, um einen sinnvollen Beruf auszuüben. Und ich würde mich da wirklich freuen, wenn wir da noch mehr Menschen dafür gewinnen können. Frau Rekler, vielen Dank für das Gespräch und wünsche Ihnen jetzt schon am 15. November ein volles Haus. Dankeschön.