Herzlich willkommen an diesem winterlich verschneiten Dienstagabend bei einer weiteren Ausgabe der Senderei der Stachel im Fleisch, hier wiederum aus einem neuen Raum, einem neuen Studio von DorfTV, nämlich Corona-bedingt im sogenannten Wohnzimmer in der Abteilung der zeitbasierten Medien an der Kunstuniversität Linz. Ja, das vergangene Jahr 2020 hat auf alle Fälle uns alle in den Bann gezogen, wird noch lange Zeit für uns alle unvergesslich bleiben. Und gerade jetzt nach dem Jahreswechsel war die Hoffnung, oder ist die Hoffnung groß auf spürbare Verbesserungen und eine hoffentlich baldige Rückkehr in den gewohnten Alltag. Doch davon ist bislang sehr, sehr wenig in Sicht, denn obwohl mittlerweile erste Impfstoffe zur Verfügung stehen, holpern wir und stolpern wir, wie es aussieht, von einem Lockdown in den anderen, was wiederum natürlich auch das Vertrauen vieler Menschen in die Politik schwinden lässt. Das stellt uns alle vor eine schwierige Situation, aber natürlich auch das Bundesland Oberösterreich, wo ja im September, voraussichtlich am 26. September, ein neuer Landtag gewählt wird. Daher widmet sich dieser Auftakt auch der Politikredaktion in diesem neuen Jahr dem Thema Oberösterreich im Corona-Tief. Was bringt denn das Wahljahr 2021? Und ich freue mich sehr dazu, zwei sehr berufene Gäste bei mir im Studio willkommen heißen zu dürfen, die sich viel mit Politik beschäftigen. Das ist zum einen gleich neben mir Thomas Winkler, Chefredakteur der Oberösterreichischen Rundschau, sowie neben ihm sitzend Alexander Zehns, Politikredakteur der Oberösterreichischen Nachrichten. Ich freue mich sehr, dass Sie heute Zeit gefunden haben. Herzlich willkommen. Guten Abend. Hallo. Herr Winkler, ich will gar nicht viel Zeit verlieren. Ich beginne mit Ihnen. Wenn man sich mit Politik auseinandersetzt, da ist man ja grundsätzlich sehr froh, wenn man sich auseinandersetzen kann, beschäftigen kann mit einem sehr abwechslungsreichen politischen Geschehen. Da könnte man jetzt, wenn man ein böser, schlauer Fuchs ist, sagen, das ist ja die Pandemie die beste Voraussetzung. Dennoch, wir alle wirken schon allmählich ein bisschen müde. Ich denke, Sie sind ja auch Privatperson. Auch Sie sind wahrscheinlich in Ihrer Geduld gefordert. Wo stehen Sie eigentlich persönlich? Wie geht es Ihnen im Angesicht der Pandemie? Ja, also als Oberösterreicher kann man noch relativ froh sein. Also uns geht es ja im Vergleich, und den Vergleich muss man immer ziehen, relativ gut. geht es ja im Vergleich, und den Vergleich muss man immer ziehen, relativ gut. Wir haben jetzt einmal eine Phase überwunden, wo es natürlich sehr kritisch war, wo die Krankenhäuser auf Anschlag waren, wo die ganze Bedrohung natürlich schon eine Belastung war. Also insofern als Privatperson kann ich nicht klagen, auch unter diesen Umständen. Journalistisch ist es natürlich eine Herausforderung und wir sehen das jeden Tag, diese Auseinandersetzung auch gerade über die sozialen Medien, auf denen wir sehr aktiv sind, mit jenen, die jede Berichterstattung anzweifeln, alles in Frage stellen. Also man muss sich momentan ständig rechtfertigen für jede Information, die man weitergibt und das ist durchaus nervig, muss man sagen. Andererseits ist es natürlich auch sozusagen, stellt es einen auf die Probe, die eigene Berichterstattung, die Berichterstattung der Bezirksrundschau und man schaut durchaus nur einmal genauer hin, bereitet alles noch sorgfältiger auf und schaut bis ins Detail, um sozusagen nicht angreifbar zu sein und einfach die Information so qualitätsvoll zu liefern, damit man da auch nicht irgendwie großartig in Frage gestellt werden kann. Das ist mühsam, aber ist Aufgabe des Journalismus. Herr Zenz, an Sie auch gleich eingangs eine sehr ähnliche Frage. Wir alle sind im Journalismus herausgefordert, gerade auch in der Auseinandersetzung mit Politik, ein kritisches Auge zu haben und auch zu bewahren. Dazu gehört aber jetzt gerade auch in der Pandemie doch auch der Selbstanspruch ein Stück weit beizutragen, dass mit dieser Pandemie so bald wie möglich auch Schluss ist. Das heißt also sehr seriös und verantwortungsbewusst auch selber medial, publizistisch Fakten zur Verfügung zu stellen und tatsächlich aufzuklären. Gleichzeitig beobachten wir gerade auch in den vergangenen Tagen und Wochen in den oberösterreichischen Bezirkstädten beispielsweise, da muss man jetzt nicht am Freitagabend nach Linz am Hauptplatz blicken, sondern auch nach Steiergmunden, wo immer mehr Menschen sich zu sogenannten Spaziergängen zusammenfinden, die Maskenpflicht missachten und eigentlich nur noch voller Hohn und teilweise auch Hass gegen die Politik auftreten und das Ganze für groben Unfug erklären. Wie können Sie da sich positionieren als Politikredakteur? Wie geht es Ihnen damit? Wie der Kollege Winkler auch schon gesagt hat, das ist auch für uns sehr herausfordernd. Ich würde sagen, Fakten, Fakten, Fakten, objektiv berichten, kritisch berichten, aufklären, das haben Sie richtigerweise gesagt. Diese Ansprüche, die haben wir eigentlich immer, die müssen wir haben. Das ist für mich der Anspruch eines Journalisten und eines Qualitätsmediums, wie es die russischen Nachrichten sind. Und in dieser Zeit, die wirklich so extrem ist und alle massiv belastet auch, ist es umso wichtiger. ist es umso wichtiger. Und ich muss sagen, wir verfolgen weiter unser Tun, unsere Standards sind so wie immer, aber noch viel mehr müssen wir es betonen. Und wir müssen die Leute mehr gewinnen, das ist klar, weil, wie Sie sagen, gewisse Gruppen in der Bevölkerung abdriften, wenn ich das so sagen darf. Man muss die Sorgen ernst nehmen und auch diskutieren über deren Ansichten, aber man muss dann auch einen klaren Standpunkt haben und Fakten sprechen lassen. Und die Fakten sind zum Beispiel die Intensivkapazitäten, die am totalen Anschlag waren. die Intensivkapazitäten, die am totalen Anschlag waren, Fakten sind die Todesfälle, Fakten sind natürlich die Übersterblichkeit, die wir haben. Also das kann man ja nicht wegleugnen. Eins ist mir noch wichtig bei diesen Demonstrationen auch, das ist trotzdem, finde ich, eine Minderheit an Personen, die hier auch den Staat insgesamt in Zweifel ziehen, vielleicht vorher schon, jetzt noch viel mehr. Und die sind sehr laut. Und die schweigende Mehrheit, die darf man nicht vergessen und die müssen wir eher unterstützen, muss ich sagen. Und wenn ich noch kurz sagen darf, auch vom Journalistischen her, es war auch immer schon so, dass man von beiden Seiten als Redakteur, Politikredakteur, Wirtschaftsredakteur, bei den Nachrichten sicher, bei anderen Zeitungen, Medien auch, kritisiert wurde von Lesern. Und das ist voll okay. Die sollen alle E-Mails schreiben, anrufen und wir setzen uns auch mit ihnen auseinander und beantworten, diskutieren. Aber das ist auch ganz extrem geworden in diesem Jahr. Vielleicht da noch kurz einhackend. Es ist einfach jetzt das Problem, dass man sich für Berichterstattung, die auf Fakten basiert, rechtfertigen muss und Argumente unter Anführungszeichen entgegengehalten bekommt, die teilweise völlig absurd sind, wo man nicht mehr weiß, was man überhaupt darauf antworten soll, die aber mit einer Vehemenz vertreten werden und auch mit einer Angriffigkeit, wo es dann schwierig ist, wie reagiert man. Eigentlich müsste man mit aller Vehemenz dagegen fahren. Man weiß aber ganz genau, dass das absolut nichts bringt. Und das ist halt die Frage. Es ist eine kleine oder kleinere Gruppe, aber es sind trotzdem gefühlt 10, 15 Prozent, wo es auch Umfragen ergeben haben, die 5G in Verbindung bringen mit Corona, die die Impfung mit Chips in Verbindung bringen, die implantiert werden und so weiter. Also es ist keine kleine Gruppe, wo weder die Politik noch die, unter Anführungszeichen, Systemmedien, wie es dann immer genannt wird, was entgegenhalten können. Aber es ist wichtig, dass wir weiterhin aktiv in dieser Richtung unterwegs sind, nämlich weil diese 15 Prozent beeinflussen ja auch weitere Teile der Bevölkerung, die impfkritisch sind zum Beispiel, was ja nichts Schlechtes ist. Ich meine, man soll ja darüber nachdenken, man soll einen Beipackzettel auch lesen, auch wenn das manchmal für ein ungutes Gefühl sorgt, aber man soll es informieren. Aber soll halt dann auf Fakten eine Entscheidung treffen. Und wenn aber diese 15 Prozent, die eben klein, aber sehr, sehr laut sind, da die Oberhand gewinnen und das ist teilweise in sozialen Medien natürlich der Fall, dann habe ich weitere 15% und dann kommen wir in einen Bereich, wo wir uns vom Gedanken einer Herdenimmunität vielleicht verabschieden können, weil zu viele sagen, nein, ich lasse mich nicht impfen. Herr Zenz, noch einmal ein bisschen grundsätzlicher, bevor wir dann in viele Details auch zur Landespolitik, vor allem im Hinblick auf die diesjährige Wahl eingehen, ist, ich habe mir selber jetzt viel und oft den Kopf zerbrochen, wie soll man eigentlich mit der Politik umgehen in dieser Krise und ich komme immer wieder auch ein bisschen zu dem Punkt, eigentlich kannst du die Politik gar nicht richtig machen. machen. Wie sehen Sie das? Man ist ja schnell mit den Vorwürfen zur Hand, dass nichts funktioniert, alles versinkt im Chaos und so weiter. Natürlich muss man schon auch fairerweise immer wieder auch unterstreichen, dass keine Regierung dieser Welt war auf diese Pandemie mit dieser Wucht und dieser Effektivität vorbereitet. Natürlich kann man auch in der Krise lernen. Da steht jetzt noch offen, was haben österreichische Politikerinnen und Politiker tatsächlich gelernt. Aber wie sehen Sie das als professioneller Beobachter? Ist eigentlich das, was wir selber vorfinden, unser politisches System und ich denke da auch sehr stark an den Föderalismus, wo ja quasi neun Bundesländer in so einem kleinen Staat wie Österreich da mitgescheiteln und mitgeschaffteln, ist das eigentlich eine geeignete Voraussetzung oder kann es die Politik ihrer Meinung nach eigentlich richtig machen? Ja, ich finde interessant, dass in vielen persönlichen Gesprächen, die ich hier so führe mit Freunden, Bekannten oder auch anderen Personen, die ich nicht kenne, viele der Regierung sehr viel vorwerfen, aber sehr oft auch dazu sagen, ich möchte es ja nicht entscheiden müssen. Also es ist eigentlich ein Wahnsinn, was die für Entscheidungen treffen müssen. Also zum Glück läuft es ja oft mit bei den Leuten, dass sie schon auch sehen, wie extrem die Situation ist und dass es eben so etwas noch nie gegeben hatte in unserer Generation. Ich sage einmal, im Frühjahr haben wir schon sehr bewusst, wie es ganz, ganz nahe war, haben wir schon bewusst versucht, konstruktiv zu sein. Das versuchen wir immer. Aber ganz besonders, weil die Situation eine so unbestimmte war, jeder Angst hatte, dass wir jetzt nicht unnötig draufhauen auf Politikern in dieser total neuen Situation im März, April, dass man eben zum Beispiel ihnen zugestand, Fehler zu machen, dass man zugestand, dass wir uns alle das erst anschauen müssen, wie sich das entwickelt und wie man mit diesem Virus umgeht. Das haben wir sicher gemacht im Frühjahr, um quasi das gemeinsame Kraftakt dieser Krise zu bewältigen. So haben wir das schon auch gesehen für uns hier in Österreich. Im Laufe der Pandemie, also über den Sommer und im Herbst, sie haben die Lernkurve angesprochen. Muss ich ehrlich sagen, die geht eher nach unten. Da muss man glaube ich schon auch so hart und kritisch sein, auch in der jetzigen Phase, wo wir direkt im Krisenmanagement sind, dass es eher nach unten geht oder zumindest sagen wir sie stagniert. Wenn man sich das Chaos mit Verordnungen ansieht, jetzt die Impfstrategie, die nicht wirklich da ist, wo man sagen kann, sicher haben sie sehr viel zu tun, auch im November, Dezember, aber ich hätte doch schon im November, Dezember viel konkreter die Impfpläne ausarbeiten können. geht nicht alles, es ist nicht alles einfach, ich habe kein Thema. Die Kühllogistik ist schwierig, wenn wir beim Impfen jetzt sind, ich glaube, es ist sehr aktuell, die Kühllogistik ist sehr schwierig und zum Beispiel auch die Einverständniserklärungen in Heimen, das ist alles natürlich Aufwand und schwierig, nur da frage ich mich, warum hier nicht vielmehr schon früher passiert ist. Also nur als Beispiel jetzt. Das heißt, grundsätzlich im Sinne der Krisenbekämpfung, wie gesagt, wir sind natürlich sehr konstruktiver und wollen nicht unnötig jetzt draufhauen, aber die kritische Berichterstattung bleibt und noch viel stärker eigentlich jetzt im Herbst und Winter. Und das sieht man, glaube ich, in den Kommentaren, in den Berichterstattungen, dass wir sicher nicht auslassen, weil jetzt brauchen wir schon eine bessere Performance. Herr Winkler, im September wird hier in diesem Bundesland Oberösterreich gewählt. Jetzt stellt sich die Frage, ich habe mir aktuell heute die Zahlen angeschaut, die Sieben-Tages-Inzidenz für Oberösterreich liegt bei 151. Das ist noch immer sehr, sehr hoch. Wir liegen interessanterweise im Bundesländervergleich nicht mehr im Spitzenfeld, sondern eher im unteren Drittel. Dennoch 151 als Sieben-Tages-Inzidenz, das ist eine ganze Menge, dass man schon die Frage stellen muss, und die gebe ich jetzt sozusagen an Sie weiter, kann man eigentlich 2021 von einem Wahljahr sprechen im Sinne einer politischen Auseinandersetzung? Es gäbe eine ganze Menge Themen, über die wir noch reden werden, die anzupacken sind, wo man politische Antworten finden muss, Lösungen, Debatten entwickeln muss. Ist das überhaupt machbar angesichts der Tatsache, dass wir uns eigentlich unentwegt mit dieser Pandemie selbst beschäftigen müssten? Natürlich gibt es jetzt einen gewissen Schulterschluss, zumindest aller Parteien bis auf eine, die sagen, okay, wir haben das Ziel, wir haben gewisse Vorsichtsmaßnahmen, wir haben eine Übereinkunft über Masken, über Impfung und so weiter, über Abstand halten. Da schert nur die FPÖ aus. Das wissen wir und deswegen dämpft das ganze Thema Corona, die Auseinandersetzung unter den Parteien natürlich. Natürlich, nichtsdestotrotz gibt es da die einen oder anderen Spitzen, auch was der Kollege erwähnt hat, was natürlich teilweise Fehlleistungen betrifft, was Probleme betrifft, was langfristig vorhersehbare Aufgaben betrifft, die offensichtlich nicht angegangen worden sind oder nicht mit der konsequenz der es bedürfte schulöffnungen die die die teleplattformen für home learning und so weiter wo es ganz verschiedene beispiele gibt von wirklich super bis grottenschlecht also Also da gibt es viele Themen, die unter den Begriff Corona natürlich fallen und die sicher auch ein gewisser Wahlkampf entbrennen wird. Ich sage bis Mai, Juni, Juli wahrscheinlich eher noch gedämpft, aber dann, wenn eine gewisse Entspannung da ist, einerseits durch den Sommer und andererseits dadurch, dass doch ein gewisser Teil der Bevölkerung geimpft ist und ich glaube trotzdem, dass die Impfskepsis auch nachlassen wird, wenn sich herausstellt, ich kann nicht in den Urlaub fahren, ich kann das nicht machen, ich kann das nicht machen, wenn ich geimpft bin, dann wird auch ein größerer Teil die Impfung in Kauf nehmen, selbst wenn er nicht so davon überzeugt ist. Und dann werden auch andere Themen kommen, wobei trotzdem immer noch alles unter dem Vorzeichen Corona ist. Da geht es um soziale Gerechtigkeit, da geht es um Arbeitslosigkeit und so weiter. Also es sind riesige Herausforderungen, die sich durch das ganze Corona-Thema stellen. Und da wird es dann interessant, wie die einzelnen Parteien das bespielen und wie sehr sich auch die FPÖ vielleicht weiterhin in diesem Fahrwasser der Corona-Leugner, der Impfgegner und so weiter bewegen wird. Ob das alleine reicht sozusagen als Nische? Herr Zenz, da bin ich gleich bei Ihnen. Ich greife das Stichwort FPÖ auf und erinnere kurz daran, Ende September 2015 fanden die letzten Landtagswahlen statt. Damals musste die ÖVP, die mächtige ÖVP im Lande, schmerzliche Verluste hinnehmen, ist dann gelegen bei 36,4 Prozent mit einer unglaublich erstarkten FPÖ, die erstmals historisch über 30 Prozent gekommen ist. Seither bilden die beiden eine sogenannte Allianz in der Landesregierung, was ja auch oft ein bisschen irreführend als Koalition bezeichnet wird. Dennoch erstaunlich, dann kam nämlich Ibiza und Ib Man hat nach außen schon glaubhaft gemacht oder versucht, glaubhaft zu machen, dass dieser Kitt hält. Jetzt hat man zu Jahresbeginn gemerkt, da hat auch ÖVP-Landesgeschäftsführer Hartmannsdorfer ein Interview gegeben, wo er sozusagen ein bisschen den Freiheitlichen die Rute ins Fenster gestellt hat. Wenn ihr nicht der Kickl-FPÖ in diesem scharfen, harten Kurs, dem Oppositionskurs von Klubobmann Kickl abschwört, dann wird das mit uns nichts werden. Ist das einfach routinemäßiger Theaterdonner oder ist da was dran? Was wird das alles nach sich ziehen? Ich habe ja gesehen, heute in ihrer Zeitung, Klubobmann Maher hat ja auch schon nachgezogen. Erstmals hat der hochrangige Vertreter der FPÖ-Oberösterreich jetzt so deutlich dem Kickl widersprochen, der Herwig Mahr, und gesagt, dieses harsche Begrüßen des neuen Arbeitsministers ist nicht okay, ist nicht sein Stil. Trotzdem, die FPÖ tut sich da jetzt derzeit schwer, die FPÖ-Oberösterreich, wie soll sie sich positionieren, weil es gibt eben an der Spitze und in der Partei einen gewissen Richtungskampf, auch wenn sie es immer dementieren, klarerweise. Aber es gibt natürlich diesen Konflikt jetzt, da soll man eher in Richtung Hofer-Style gehen oder Kickl-Kurs. Viel angriffiger, viel extremer oder wie der Hofer ein bisschen staatstragender. Das wird noch eine Reißprobe werden in der FPÖ, ich habe kein Thema. Heimbuchner möchte natürlich, dass das in diesem Jahr noch unter der Decke bleibt und er stellt sich weiterhin da als der liberale Flügel der FPÖ, der gemäßigte Flügel und möchte, was wir so wissen, möchte auf jeden Fall nach der Wahl, nach der Landtagswahl, weiter tun mit dieser de facto Koalition mit der ÖVP. Dass sie ÖVP und FPÖ in den vergangenen Monaten auseinandergelebt haben, das haben Sie jetzt angesprochen mit dem Interview von Wolfgang Hartmannsdorfer, das ist schon immer deutlicher geworden. Und es ist auch keine Überraschung, weil Heimbuchner trotzdem gegen die Bundes-ÖVP extrem fährt, gegen Sebastian Kurz, hat ihm gerade wieder autoritären Stil vorgeworfen, kritisiert aktuell massiv die Finanzamtsreform von Blümel, aber das ist ein Ebenengleis, aber trotzdem sind das so Nadelstiche. Also dieses Auseinanderleben, finde ich, hat seit seit Iwiza schon ein bisschen, aber vor allem seit Mitte vorigen Jahres massiv angefangen und das verstärkt es immer mehr. Ich glaube, dass in den nächsten Wochen, Monaten da ordentlich Reibereien schon geben wird zwischen Wahlkampfgetrieben. Natürlich, sie werden immer noch sagen, wir arbeiten super zusammen und wir haben ja toll unser Programm abgewickelt in diesen sechs Jahren. Und die Bevölkerung ist hinter diesem Kurs, den wir schwarz-blau in Oberösterreich fahren. Aber es wird sicher von Woche zu Woche ungemütlicher werden in Oberösterreich, da bin ich mir relativ sicher. Und dann ist eh schon ein richtiger Wahlkampf im Sommer, dann werden ein bisschen die Fetzen fliegen, glaube ich. Vielleicht da ganz kurz, ich glaube trotzdem, dass es schwierig wird für den eigentlich recht konstruktiven oberösterreichischen Teil der FPÖ im Vergleich zu Kickl, Wien, wie man sich verhält, wenn sich der Richtungsstreit dort wirklich Richtung Kickel entwickeln sollte, wenn dort eben diese Corona-Leugner, diese unter Anführungszeichen Impfgegner, Aluhutträger und so weiter als Nische angesprochen werden sollen. Impfgegner, Aluhutträger und so weiter als Nische angesprochen werden sollen. Das ist etwas, mit dem sich wahrscheinlich die oberösterreichische Freiheitliche Partei relativ schwer tun wird. Und vor allem wird auch die ÖVP und speziell die ÖVP Oberösterreich, da gibt es ja auch schon Stimmen aus der ÖVP in Oberösterreich, die sagen, was sollen wir mit einer Partei, die eben gegen das Impfen ist, die keine Masken aufsetzt, die keinen Abstand hält, die wissenschaftliche Erkenntnisse völlig ignoriert. Also das wird manchen schon durchaus zu viel und das wird spannend, wie das dann wieder zusammenpasst. schon durchaus zu viel und das wird spannend, wie das dann wieder zusammenpasst. Die Frage ist, inwiefern Corona noch die große Rolle spielt. Sie wird noch lange eine ziemlich große Rolle spielen. Die große Rolle dann, wie du gesagt hast, im zweiten Halbjahr dieses Jahres und dann halt auch, wenn es um die Koalitionsverhandlungen geht. Das wird spannend, aber es wird sehr schwierig für die ÖVP, da nochmal mit dem Plan zusammenzugehen. Ich glaube, dass es in sehr schwierig für die ÖVP, da nochmal mit den Planen zusammenzugehen. Ich glaube, dass es insofern eine große Rolle spielen wird, weil sie eben entscheiden werden müssen, gibt es künftig so eine Trennung zwischen geimpft, nicht geimpft, welche rechte Möglichkeiten habe ich als Geimpfter, die ich als Nicht-Geimpfter nicht habe und wie positioniert sich dann eine FPÖ, die ja sagen müsste, das ist ja alles ungerecht, das darf ja nicht sein, ich muss als Nicht-Geimpfter genauso Zugang haben, ich muss reisen können und so weiter. Also ich glaube, dass dieses Thema nicht so schnell erledigt sein wird und dass das durchaus dann schwierig werden wird, dass man da gemeinsam sozusagen miteinander auch kann. Wobei ich möchte einem Thema ja noch mehr Augenmerk schenken als jetzt dieser Frage, wer darf welche Privilegien genießen, wenn man geimpft ist. Das ist jene, die Wirtschaftsprognosen und Wirtschaftsforschungsinstitute sagen sehr voraus schon für das erste Halbjahr 2021, dass bis zu 20, 25 Prozent jetzt quasi mit Unterstützung, finanzieller Unterstützung am Leben erhaltenen Unternehmen quasi insolvent sein werden. Es wird ein großes Desaster auf uns zukommen im Grunde und das wird natürlich dann die Politik umso mehr fordern. Ich glaube, viele der Langzeitwirkungen werden gerade auch jetzt im Jahr 2021 zum Tragen kommen, gerade auch im Wahlkampf. Herr Zänzer, wie schätzen Sie das ein? Wie wird das eine Rolle spielen? Beziehungsweise die Parteien sitzen ja trotz der Pandemie schon an ihren Tischen und schmieden strategische Pläne. Die Wirtschaftspolitik spielt eine große Rolle. Das Nulldefizit ist vom Tisch und da wird man jetzt ordentlich mal sozusagen, wie es auch Olaf Scholz in Deutschland gesagt hat, es muss Wummm machen. Ja, es muss Wumms machen mit dem Konjunkturpaket. Aber das hat ja auch Österreicher und Oberösterreicher im Prinzip so nachgezogen. Und die haben ja auch Pakete geschnürt, wo man darüber schreiten kann, wie viel wirklich fließt und wie viel nicht. Aber die Pakete, die haben sich schon geschnürt. Es wird extrem spannend, wie die Insolvenzstatistik weitergeht. Wie viele große Insolvenzen wird es geben dieses jahr wie entwickelt sie die arbeitslosigkeit oberstdach ist mit dezember 2020 trotz allem auf platz eins also hat die niedrigste arbeitslosigkeit in österreich aber natürlich ein reller klären der tourismus ganz klar dass Dass wir im Vergleich einfach nicht so abhängig sind vom Tourismus, stark industriegetrieben und so weiter. Und die Bundesländer, die meistens im Winter vor uns liegen, nämlich Salzburg ist ja meistens vor uns, die sind jetzt auch hinter uns, weil natürlich gerade im Tourismus die Arbeitslosigkeit höher ist. Aber wir waren auch in Nicht-Corona-Jahren immer unter den Top 3 und je nach Saison eben, erster, zweiter oder dritter, das ist richtig. Ganz grundsätzlich, dass wir da die beste Arbeitslosigkeit, also die niedrigste haben und die beste Rate ist halt schon seit einigen Jahren so, da kommt uns zu pass, dass wir halt diesen Industriestandard haben. Und gut, die Wirtschaftspolitik von Schwarz-Blau jetzt hier in Oberösterreich, die loben sie ja natürlich, sie selbst natürlich eh sehr, nämlich vor allem den Haushalt, den sie in Ordnung gebracht haben. Aber das zählt jetzt alles nichts mehr, weil eben dieses Jahr Insolvenzwelle, Arbeitslosigkeit höher dann, die Frage ist, wie hoch und eben Wirtschaftswachstum, wie stark kommt die Konjunktur zurück. Ich bin da schon sehr gespannt, wie sie das auflösen dann, auch wer wem die Schuld gibt für was. Aber es sind so, sagen wir es ehrlich, es sind so viele Variablen und Unbekannten im Spiel. Wenn man sich vorstellt, was 2019 war, 2020 und in welcher Situation jetzt. Wir sind die, wie Sie sagen, die Parteistrategen haben schon was in der Schublade, aber ich glaube, die haben mehrere Pläne und rechnen damit, dass wir vielleicht im Sommer wieder alles umwerfen müssen. Aber wir haben ja eine ganze Menge sehr, sehr dringender Baustellen. Ich nenne jetzt einfach mal nur zwei. Ganz vorrangig in Angriff zu nehmen ist der große Pflegebereich, der mit großen Kosten verbunden ist. Und dann natürlich für viele auch nicht nur für die Zuseherinnen und Zuseher von DorfTV enorm wichtig die Frage des Klimaschutzes. Herr Winkler, Ihrer Meinung nach, was wird sich denn da auch jetzt nicht in Wahlkampfrhetorik, sondern wirklich auch schon nachhaltig über die Wahl hinaus, was wird sich denn da überhaupt noch ausgehen? Weil jetzt einmal ungedacht in der Frage, wer wird mit wem eine Allianz schmieden? Und wir wollen auch nicht Kaffeesud lesen, wie die Wahl ausgeht im September 2021. Aber was haben denn wir eigentlich überhaupt noch für Spielmaterial im Rucksack, um diese wichtigen Fragen anzugehen? Das wird ja immer von der Politik betont, dass man mit diesen Investitionen, die jetzt gemacht werden, um sozusagen die Konjunktur zu stützen, dass das nicht rein in den Konsum fließen soll, zum Beispiel, sondern dass das gezielte Investitionen sein sollen, die dann eben dem Klimaschutz dienen, die auch in diesem Thema Pflegebereich sich abbilden. Da gibt es ja schon entsprechend jetzt Photovoltaikförderung, soll plötzlich nur einmal nach oben gehen, obwohl man eh schon einen Trend hinzieht. Also gerade diese Firmen können sich ja momentan kaum retten vor Aufträgen. Baufirmen, Photovoltaik, Pools werden endlos gebaut. Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt im Sinne des Klimaschutzes, aber da passiert schon extrem viel, weil eben die Leute hier nicht auf Urlaub fahren, weil sie sonst nicht unbedingt im Konsum ihr Geld verbrauchen können. Und dann da investieren und durchaus auch nachhaltig investieren. Also ich glaube, da ist jetzt eine gewisse Bewegung da, die durch diese Investitionen auch fortgesetzt werden kann und sollte. Das passiert, glaube ich, auch durchaus. Und es werden ja auch jetzt einige Infrastrukturprojekte gesetzt, die auch durchaus im Sinne des Klimaschutzes sind, wo man einfach sagt, okay, man nimmt jetzt das Geld in die Hand, ich muss es sowieso in die Hand nehmen, dann nehme ich es für etwas Nachhaltiges, Langfristiges in die Hand. Und genauso im Pflegebereich, nachdem man jetzt gesehen hat, wie wichtig und dominant auch das Thema Pflege ist und auch die Kritik kommt vom Klatschen alleine, kann der Pflegebereich sich nichts kaufen natürlich. Also da werden die Parteien auch nicht vorbeikommen daran, dass man entsprechende Akzente setzt. Ich würde es nicht nur auf den Pflegebereich beziehen, ich würde es vor allem auf den ganzen Gesundheitsbereich beziehen, weil es interessant wird. Wir haben ja Jahre hinter uns, wo man eigentlich versucht hat, Kosten rauszunehmen oder die Kosten zu dämpfen, sagen wir es einmal so, wo man ständig über die teuren Intensivbetten gesprochen hat und jetzt könnten wir eigentlich nicht genug Intensivbetten haben. Interessant wird sozusagen, wie da die Erkenntnis der Politik ist, ob es da einen Wechsel in der Strategie gibt und ob ich sage, okay, bewusst, wir müssen uns darauf vorbereiten dass sowas wieder kommt es wird die vanderleyen hat schon von einem jahrhundert wiederkehrende pandemien gesprochen einfach dadurch dass viele tiere immer mehr in ihrem lebensraum eingeengt werden dass immer öfter es sein kann dass so ein Virus überspringt oder so ein Krankheitserreger. Und insofern wird die Frage sein, welche Kapazitäten will ich schaffen, um beim nächsten Mal vielleicht besser vorbereitet zu sein, bei aller Kosteneffizienz natürlich. Herr Zehntz, ich erinnere mich noch allzu gut, als zur Stabübergabe innerhalb der Landes-ÖVP in Oberösterreich gekommen ist, von Püringer zu Stelzer, da hat man gesagt, da geht eine Ära zu Ende. Nicht zuletzt deshalb, weil viele Beobachter, Kritikerinnen gesagt haben, der Landeshauptmann Thomas Stelzer verkörpert einen neuen Politiktypus, nämlich weniger eigentlich den politischen Politiker, den politisierten Politiker, sondern eher den Typus eines Managers, der das Land führt wie ein Unternehmen. Jetzt ist Folgendes interessant, jetzt muss auch er in der Pandemie, in der Krise tief in die Tasche greifen und setzt sozusagen auf die Karte des Deficit Spendings. Und ich erinnere mich auch allzu gut, böse Zungen haben ja immer wieder behauptet, erfolgreichste Sozialdemokratin in Europa sei Angela Merkel. immer wieder behauptet, erfolgreichste Sozialdemokratin in Europa sei Angela Merkel. Jetzt eine knifflige Frage an Sie, inwieweit kann Thomas Stelzer einen Kurs finden, um trotzdem sozusagen diesen wirtschaftsliberalen, konservativen Politiker wieder zu erkennen, zu geben, zu profilieren, damit er nicht sozusagen missverstanden wird und keine Ahnung, das dann auch ihm zum Nachteil gereicht. Naja, das hat ja der Kanzler selbst gesagt, koste es, was es wolle. Und auch Ökonomen sagen, dass in der jetzigen Situation muss man natürlich staatlich intervenieren und investieren. Und dass sich da kein Nulldefizit mehr ausgeht, ist klar. Ich glaube, dass das jetzt aktuell nicht so das Problem ist. Stetzen muss halt dann in der Perspektive klar, deutlich machen, jetzt geben wir über unsere Verhältnisse aus, wir machen Defizit, wir bauen die Schulden wieder auf, die wir zuletzt ein bisschen abgetragen hatten. Aber dann, sobald wir klarer sehen und die Wirtschaft wieder rennt, wir ein Wirtschaftswachstum haben, ein ordentliches, dann werden wir wieder den Haushalt in Ordnung bringen. Aber das ist ja gerade Wanderungsimsel angesprochen. Vor allem für seine Klientel, für die ÖVP ist es wichtig, dass er hier glaubhaft ist, versichert und dann auch sagt, nur mit einem Partner, mit dem er das machen kann. Aber auf der anderen Seite, glaube ich, wird er jetzt nicht ein Sparpaket verkünden im Jahr 2023 oder ähnliches. Das wird er natürlich nicht machen. Aber dass das kommen wird, ist ja wohl klar. Das wird die politische Kunst sein, das jetzt im Wahlkampf auch zu kommunizieren. Der Josef Bühringer war der Landesvater, der Thomas Stelzer ist, wie Sie sagen, eher der technische Manager. Wird spannend, wie er seinen ersten Wahlkampf überstreitet. Wie gesagt, mit dem ausgeglichenen Haushalt kann er jetzt nicht punkten. Geht nicht. Herr Winkler, Sie sind mit der oberösterreichischen Rundschau und Ihren vielen Mutationen auch in den Bezirken vertreten. Und das nehme ich jetzt mal kurz zum Anlass, dass ich Sie mal frage, inwieweit Sie eigentlich auch einen Eindruck gewinnen können, Oberösterreich ist ein sehr heterogenes Bundesland, aber umso spannender auch, inwieweit Sie einen Eindruck gewinnen können, was eigentlich die Menschen in Oberösterreich von der Landespolitik erwarten? Das ist schwierig. Natürlich ist es jetzt sozusagen, sind das ganz spezifische Themen. Jetzt wird erwartet, wir müssen alle schnell impfen. Jetzt wird gefragt, warum hat Niederösterreich schon so viele geimpft und wir noch viel weniger und so weiter. Wobei ich da ein bisschen ein Fragezeichen hinter die Zahlen stellen möchte und ob ich jetzt am Montag oder am Freitag anfange und dafür das Ganze strukturiert und geplant durchziehe, wird wahrscheinlich im Effekt dann relativ wenig Unterschied machen. Also was sind die Erwartungen? Die Erwartungen sind wahrscheinlich jetzt, uns da so durch die Krise zu führen, dass für den Einzelnen, für das Individuum möglichst wenig Schaden entsteht, nämlich sowohl wirtschaftlicher Schaden, Arbeitslosigkeit, Verlust vom gewohnten Lebensstandard und andererseits natürlich auch in Bezug auf die Gesundheit. Es kommt natürlich immer wieder auf die Einstellung darauf an, bin ich jemand, der sagt, Corona ist eh nur ein Schnupfen oder bin ich jemand, der sagt, ich bin besorgt, ich mache mir Gedanken über die Auswirkungen, ich habe vielleicht auch eine Vorerkrankung oder eine Einschränkung, die mich besonders anfällig macht. Also das ist schwierig zu sagen. Vielleicht ein Wort noch zum Thomas Stelzer. Die Frage ist, ob er überhaupt und gerade momentan wirtschaftsliberal wirken soll, muss und will. wirtschaftsliberal wirken soll, muss und will. Die oberösterreichische Volkspartei war ja nie eine Volkspartei, die jetzt besonders diese Position betont hat. Dazu noch vor dem Hintergrund, dass wir eine FPÖ haben, die ja sehr stark in diese Richtung geht. Also ich glaube, dass dieser soziale Faktor, auch wenn der Thomas Stelzer nicht der Landesvater ist, aber dieses christlich-soziale in Zeiten wie diesen durchaus betont wird und es für die SPÖ dann auch furchtbar schwierig macht, doch sich irgendwie eine Position zu erarbeiten und zu sagen, ja, wir sind aber die Sozialen, wir decken dieses Feld ab, weil momentan kann auch die ÖVP einfach niemanden auf der Strecke lassen. Das bringt mich gleich zur Frage, Stichwort SPÖ, Herr Zähns. Der Herr Winkler hat es gerade angesprochen, die SPÖ ist ja in einer fast verzweifelten Situation, nämlich dass sie quasi sich selbst findet, dass sie auch politische Angebote sozusagen nach außen trägt und vor allem auch gute Argumente findet. Wo steht denn die SPÖ Ihrer Meinung nach aktuell in Oberösterreich, nachdem sie sozusagen 2015 einen historischen Tiefstand erreicht hat mit 18 Prozent? Also Sie meinen in der Wählergunst? In der Wählergunst, aber auch programmatisch. Programmatisch, ja. Also in der Wählergunst stehen Sie nicht recht gut, wie die Spektra-Umfrage im November gezeigt hat. Weiter bei nur 15 bis 17 Prozent bei Spektra für die hohen Nachrichten. Das ist noch immer unter dem Ergebnis von 2015. Also die kämpft darum, nicht eine endgültige kleine Mittelpartei zu werden. Also die brauchen einen zweiten Landesrat über 20 Prozent, am besten zweiter werden. Sonst werden eh auch Landesgeschäftsführer und Landesvorsitzende wohl weg sein danach, wenn sie das nicht erreichen. Also sehr schwierig, die Ausgangsposition. Ja, und sie versuchen krampfhaft halt das Soziale zu betonen. Und das ist eben schwer. Das stimmt schon, wie es der Thomas Winkler gesagt hat, aus meiner Sicht, dass es schwierig ist, gerade in dieser jetzigen Zeit. Ich würde sagen, wenn Corona nicht gewesen wäre, wäre es ein bisschen einfacher gewesen, weil natürlich hat Schwarz-Blau einige Einschnitte auch vollzogen. Also bei der Mindestsicherung natürlich vor allem mit dem Deckel und Reduktionen, was ja teilweise höchstgerichtlich nicht ganz gehalten hat, aber bewegend schon. Bei der Wohnbeihilfe auch Einschnitte, was gerade einbruchender Ressort ist. Dafür auf der anderen Seite eben das ausgeglichene Budget. Also ich glaube, die SPÖ hätte eigentlich viele Anknüpfungspunkte, wo sie reinstechen könnte. Aber das ist jetzt ja alles überlagert mit Corona. Und jetzt geht es ja darum, dass die SPÖ sagt, das Krisenmanagement ist schlecht. Die Hilfspakete kommen nicht an. Mit dem operieren sie sehr viel. Und gleichzeitig aber ist die Birke Gersthafer ja in der Regierung, wenn wir wissen. Also wir hätten ja noch sehr viel zu besprechen, also das Proport-System, das ist ja ein Problem, jetzt auch wieder für die SPÖ, weil die Birke Gersthofer diese Doppelrolle spielt. Und das ist ganz schwierig als Regierungsmitglied, da ist sie mitverantwortlich für das Krisenmanagement, das tatsächlich, das Corona-Krisenmanagement, in den vergangenen Monaten nicht ideal funktioniert hat, muss man so sagen. Da waren schon viele Fehler und Nachlässigkeiten dabei. Und auf der anderen Seite tritt sie als Tipfaktor Opposition auf. Faktor Opposition auf. Es ist schwierig, sie sind da in einem Dilemma, die SPÖ. Aber ich sage niemals nie. Wer weiß, was im September ist, was bis dahin noch ist. Man hätte auch nicht geglaubt, dass Gusenbauer Kanzler werden kann. Davon sind wir natürlich weit weg von solchen Sphären, aber trotzdem, vielleicht schaffen sie noch einmal die Wendung. Aber schwierig für die SPÖ, hier klar profil zu gewinnen. Herr Winkler, die Opposition ist eine hohe Kunst. Ich habe selber beobachtet, seit dem Wechsel in der Landesgeschäftsführung der SPÖ zu Georg Brockmeier ist der Ton auch da schärfer geworden, viel kantiger der Kurs. Kann die SPÖ Oberösterreich Opposition bzw. inwieweit sehen Sie das eigentlich vereinbar mit dem sehr mütterlichen Gestus, dem sehr wohlwollenden, auch sehr dialogischen Gestus der Landesparteivorsitzenden Birgit Gerstorfer? Der nimmt man eben die Oppositionsrolle nur schwer ab und wenn sie dann mal sozusagen am Tisch schaut, dann wirkt es nicht authentisch. Das ist durchaus ein Problem. Auch deshalb wird wahrscheinlich der Landesgeschäftsführer für die harten und bissigen Worte und auch Kraftausdrücke zuständig sein und wie es der Kollege Zens angesprochen hat, eben diese Problematik. Ich bin in der Regierung, ich bin ja auch für manches verantwortlich, auch für manchen wahrscheinlich lapsus oder manches, was nicht optimal gelaufen ist. Ich sage jetzt nur Pflegeheime, der Schutz dieser besonders sensiblen Gruppe, der nicht so funktioniert hat, wie man sich das erhofft hatte. Da gibt es natürlich das Hin und Her, wer ist daran schuld, wer kann auch die entsprechenden Maßnahmen setzen, wie weit gehen die Einschränkungen da auch. Und insofern wüsste ich nicht oder habe keine Fantasie, wie man da jetzt wirklich sich eine Position erarbeiten kann und sozusagen die entsprechende Distanz einerseits zu den anderen Regierungsparteien, also vor allem zu ÖVP und FP da gewinnt und andererseits aber trotzdem natürlich auch noch mitwirkt konstruktiv an der Regierungsarbeit. Da würde ich dann noch etwas sagen. Sollten die Arbeitslosenzahlen deutlich steigen, sollte es so Großpleiten geben, die sind ja immer so markant und bringen sich bei den Leuten ein und betreffen auch viele. Und sollte die SPÖ es schaffen, einheitlich aufzutreten, wir wissen alle, das ist nicht der Fall zwischen den Machtblöcken innerhalb des bürgers wenn sie das schaffen und ich glaube die pkp geht gersthafer hat diese hoffnung dass sie das jetzt hinbekommt dann ist es finde ich nicht ausgeschlossen dass sie wirklich über 20 das ihre drei wahlsäle erreichen ganz knapp wenn sie es schaffen aber es die fantasie ist begrenzt, das stimmt. Ich glaube, es wird ganz knapp oder eher sogar noch schlechter. Ich bin selbst dann skeptisch, weil die Ursache für steigende Arbeitslosigkeit ist ja ganz klar. Und die Frage ist, wem traut man jetzt zu, da entgegenzuwirken? Und das ist, glaube ich, gerade in Oberösterreich ausgeprägt, dass man eher sozusagen die ÖVP als Wirtschaftspartei sieht und der auch zuschreibt, dass man da einen entsprechenden Aufschwung wieder in Gang bringt und die richtigen Schritte setzt, um das wieder zu machen. Weil auch die ÖVP will ja nichts anderes als Arbeitsplätze schaffen, Arbeitsplätze schaffen. Also wie das aber eh keine Partei für sich kann, sondern ich kann natürlich nur die Bedingungen dafür schaffen. Aber ich glaube selbst, das würde die SPÖ unter Anführungszeichen nicht retten. Herr Zehns, angesichts der schwindenden Zeit noch ein anderes wichtiges Thema, von wem in diesen Tagen eigentlich keine radikalen oppositionellen Töne zu vernehmen sind, das sind die oberösterreichischen Grünen. Das ist wahrscheinlich auch dem Umstand geschuldet, im Bund mit der ÖVP in Koalition zu sein, aber inwieweit lesen Sie da auch schon erste Vorzeichen oder Avancen eigentlich der ÖVP in Oberösterreich, Landeshauptmann Stelzer anzubieten, quasi als Partner die zukünftige Allianz zu bilden. Wie realistisch schätzen Sie das ein? Also erstens mal ist das hier ganz richtig beobachtet. Es gibt so leichte kritische Töne, aber die sind eben sehr konziliant immer. Und jetzt jüngst beim Impfen, ja, es ist nicht nur Aufgabe des Bundes, sondern auch der Landesverantwortlichen, solche Aussendungen kommen oder Aussagen. Also völlig klar, dass hier natürlich die FPÖ hat das Thema und die ÖVP hat das Thema bezüglich der türkis-grünen und der türkis-blauen Koalition, aber die Grünen selbst haben es natürlich auch. Ich glaube schon, dass sie ein Angebot legen wollen sozusagen. Keine da. Hat ja sogar schwarze Wurzeln in der Familie. Okay, aber er ist natürlich durch und durch grün. Ich habe kein Thema. Aber ich glaube, dass sie kein Porzellan zerschlagen wollen. Der Wahlkampf wird natürlich härter werden, ist eh keine Frage. Aber ich glaube schon, dass es sehr gut möglich ist, dass sie dann gleich einmal mit den Grünen auch verhandeln. Aber es hängt ja immer davon ab, wie es im Bund weitergeht. Das ist natürlich auch die Frage, weil wenn es dort vielleicht Troubles gibt, ist die Ausgangslage auch wieder anders. Ja, bei Mangelsalternativen scheint das jetzt mal auf längere Zeit in Stein gemeißelt. Aber Herr Winkler, auch an Sie die Frage, inwieweit haben Sie den Eindruck, dass Stefan Keine, der neuerdings jetzt, glaube ich, seit mehr als einem Jahr auch Landesrat und Parteivorsitzender der Grünen in Oberösterreich, inwieweit er tatsächlich aus dem Schatten von Rudi Anschober hervortreten konnte? Nachdem der Rudi Anschober jetzt so präsent ist, wird es natürlich schwierig, sich eine Position zu erarbeiten und aus diesem Schatten hervorzutreten. Und dieses Konziliante-Vorgehen bis auf einzelne Themen, Flüchtlingslager, Moria und so weiter, wo es durchaus Aussagen gegeben hat, aber die auch nicht mit diesem Nachdruck gekommen sind, wie es in anderen Phasen wahrscheinlich der Fall wäre, gibt es natürlich eher vorsichtiges V dem Wissen, dass in der ÖVP keine, der durchaus kritisch gesehen wird, also viel weiter links als rudi anschober das war der ja immer auch durchaus eine gewisse konkurrenz für die övp war weil auch angebot an bürgerliche war und ich glaube da tastet sich keine der jetzt eher vorsichtig vor und schaut okay wie weit kann ich gehen was kann ich machen um mir da auch keine Möglichkeit zu vertun. Das muss sich dann natürlich auch ausgehen für Schwarz und Grün. Das ist natürlich die Voraussetzung, aber derzeit schaut es so aus, wenn man eben die Spektrumfrage nimmt, wo ÖVP zwischen 40 und 44 war, glaube ich, und Grüne 14 bis 16, wobei die immer ein bisschen zu hoch sind. Das ist die Mitte vorigen Jahres gewesen. Die jüngste war 42 bis 46 sogar und 12 bis 14. Aber trotzdem würde es sich ausgehen. Das würde für die Grünen trotzdem ein Zugewinn bedeuten, angesichts der 10%, 10,6% glaube ich 2015. Würde es bedeuten, aber tun wir es. Wir haben jetzt gar nicht mehr so viel Zeit auf der Uhr. Uns bleiben noch ein bisschen mehr als zehn Minuten. Ich möchte noch zu einem sehr wichtigen Thema kommen. Wir alle stehen ja noch irgendwie unter dem Eindruck, auch der Erstürmung des US-amerikanischen Parlaments, des Kapitols. Ich will jetzt darüber nicht reden, aber wir alle wissen, dass das ja für uns auch deshalb so erschreckend wirkt, weil wir ja ähnliche Erfahrungen machen. Der Trumpismus lässt sich ja durchaus auch auf Oberösterreich übertragen. Das Wahlergebnis von 2015 war ja deshalb auch so signifikant und bezeichnend. Und deshalb haben wir auch lange darüber gesprochen, weil er natürlich sehr stark stand, das Ergebnis stand stark unter dem Eindruck der Erfahrungen damals dieser starken Flüchtlingsbewegung, dass die Gesellschaft sehr verunsichert hat. Es gab eine klare Konfrontation, eigentlich zweier Lager, die der Situation auch sehr zugespitzt hat. Das Thema der sogenannten gesellschaftlichen Spaltung beschäftigt uns seit Langem. Inwieweit, das ist eine Frage an Sie beide, ich beginne mit Ihnen, Herr Winkler, inwieweit haben Sie den Eindruck, dass das jetzt auch noch irgendwie spürbar ist? Inwieweit wirkt das noch oder hat sich das doch karmiert, hat sich das beruhigt? Gerade auch angesichts eines gemeinsamen Feindes, des Virus, dass wir da doch mehr zusammengehen, trotz aller kritischer oder missmutiger Stimmen, dass das eigentlich so in Zukunft keine Rolle mehr spielen wird? dass das eigentlich so in Zukunft keine Rolle mehr spielen wird? Nein, ich glaube, die Spaltung hat sich massiv verschärft. Vor dem Hintergrund 2015 war es die Flüchtlingsfrage, wo man trotzdem noch irgendwie dann zusammengekommen ist. Jetzt sind es Fragen, die sozusagen die eigene Existenz betreffen, vor allem das ganz, ganz heikle Thema Gesundheit, wo eben manche sagen, Corona ist ein Schnupfen und die anderen sagen, ich fühle mich in meinem Leben bedroht, in meiner Existenz, gesundheitlich, wirtschaftlich und so weiter. Also ich glaube, das ist jetzt eine Spaltung, an der wir lange zu kämpfen haben, weil die Gräben inzwischen mitten durch Familien gehen, durch Nachbarschaften, weil der eine Nachbar das sagt und der andere denkt sich, mit wem wohne ich seit Jahren Haus an Haus oder mit wem lebe ich zusammen. Da sind die Differenzen so riesig groß geworden. Da sind die Differenzen so riesig groß geworden. Also das wird wirklich eine Herausforderung, das zu überwinden dann auf Dauer. Und wie gesagt, was ich vorher schon angesprochen habe, dieses Thema geimpft, nicht geimpft, was sind die Möglichkeiten, die mir nachher zur Verfügung stehen, das wird uns durchaus länger noch beschäftigen und wird natürlich da auch zu einer gewissen Radikalisierung führen, wo wir gesehen haben, was dann rauskommt. Und jetzt muss ich nicht wie der Schwarzenegger da in seiner Ansprache vergleichen, mit einer Reichskristallnacht. Es ist durchaus bedrohlich und man hat ja auch bei der Erstürmung des Kapitol gesehen, da war von rechts bis links alles, die da losgelaufen sind, natürlich sehr starke rechte Einflussfaktoren. Aber auch jetzt, jetzt versammeln sich bei diesen Spaziergängen rechts, links, Familien dazwischen. Das wird eine Herausforderung. Also die Spaltung ist aus meiner Sicht größer denn je. Herr Zenz, wie nehmen Sie das wahr? Ich würde es aber nicht als 50-50-Spaltung sehen, wie man ja in den USA die ganzen vergangenen Jahre schon gesehen hat, dass sich das auf 50-50 circa zuspitzt. Für Trump, gegen Trump. Das hat ja jetzt noch kulminiert in der Corona-Krise und in den abenteuerlichen Zugängen, dass er an Trump jetzt wurde, noch angeheizt hat, den Mob. Bei uns, ich bleibe dabei, dass das eine Minderheit ist, die laut ist. Ich bleibe dabei, ich glaube, dass die schweigende Mehrheit von bis zu 70, 75 Prozent an einem Strang grundsätzlich steht. Ich glaube schon. Ich glaube nicht, dass es eine 50-50-Spaltung gibt. Auch in den Umfragen, jüngst bei Spektra, wie man mit dem Krisenmanagement zufrieden ist. Interessanterweise, da sind schon sehr viele Fehler passiert gewesen, waren trotzdem 60 bis 70 Prozent, die gesagt haben, es ist gut, es wird gut gemanagt. Weil ich glaube dann trotzdem, ich hoffe es, aber ich glaube es auch, dass wir nicht über diese 15 Prozent Radikalen drüber kommen. Und hier finde ich aber schon, aber das ist ja keine Verharmlosung, das ist ja gefährlich genug natürlich. Weil sich hier eben die unterschiedlichen Gruppen auch mischen und Rechtsradikale mit Impfverweigern und Ähnlichem und alles befeuert von den digitalen Netzwerken, was ich sehr, sehr kritisch sehe. Aber die Radikalen sind vielleicht diese 10, 15 Prozent, aber es gibt eine Gruppe, die ist nicht zu unterschätzen. Und wenn man anschaut in manche Elternvereins-WhatsApp-Gruppe oder sonst irgendwas, was da alles kommt, was da in Zweifel gestellt wird, welche Sachen da plötzlich geglaubt werden. Und wie man sich dann schwer tut, um mit denen ein normales Gespräch zu führen und zu sagen, hey, unsere Positionen sind so weit auseinander. Also das glaube ich schon, da geht es nicht rein um eine politische Spaltung und ich glaube auch in den USA, wo es ja so, natürlich habe ich da republikanisch, demokratisch, aber auch viele der Republikaner waren mit Trump mehr als unglücklich. Aber wenn es gegen die Demokraten geht, stehe ich auch hinter Trump sozusagen. Aber viele sind froh, dass sie ihn los sind und wenn es sogar sozusagen welche gibt, die mitdenken, dass ich da ein Impeachment unterstütze eines Republikaners, dann sieht man eh, wie weit es dort gediehen ist. Aber ich glaube trotzdem, dass sozusagen da eine gesellschaftliche Spaltung da ist, die sich gar nicht politisch abbildet, die werden trotzdem weiter ihre Partei wählen, ob das ÖVP, FPÖ und so weiter ist, wo sich manche Menschen schwer tun werden, in Zukunft miteinander zu reden und nicht daran zu denken, was war das? Weil wenn Corona nicht gekommen wäre, dann hätte man nie so intensiv über das Thema Impfung ja oder nein gesprochen und diskutiert. Wollen Sie mir ganz kurz etwas ergänzen? gilt, wäre den Anfängern, also natürlich gilt aufzupassen, dass diese Minderheit nicht noch mehr Leute quasi in den Sog bringt. Und klar, diese Diskussionen auch im privaten Rahmen gibt es oft, ja. Aber ich glaube, dass die Vernunft hoffentlich bei vielen dann überwiegt. Gut, also ich schaue jetzt nochmal auf die Uhr. Hätte es Heinz-Christian Strache bei der Wien-Wahl geschafft, in den Wiener Gemeinderat einzuziehen, hätte ich das Thema heute auch nochmal angesprochen, welche Chancen hat Heinz-Christian Strache in Oberösterreich. Das ist hinfällig. Umso mehr stelle ich jetzt die Frage nach den Neos, die tatsächlich ein weiteres Mal versuchen, in den Landtag einzukehren. Die Umfragen stehen nicht so schlecht. Die Möglichkeit ist, glaube ich, größer als je zuvor. Herr Winkler, wie hoch schätzen Sie die Chancen, beziehungsweise was würde denn das im demokratischen Gefüge des Bundeslandes Oberösterreich verändern, wenn die Neos einziehen? Das ist ja doch eine sehr urbane Partei, eine sehr städtische Partei. Und das erstmal sozusagen auch in Oberösterreich mit einem sehr stark ländlich bezogenen Themenspektrum. Ich meine, grundsätzlich durch die kritisch-konstruktive Rolle und durch das Aufsehen, das von der Parteivorsitzenden jetzt erweckt wird, das strahlt natürlich auch auf die NEOS in Oberösterreich ab und in dieser Welle schwimmen sie auch mit oder auf der reiten sie auch mit. Ob es sich wirklich ausgeht, bin ich mir nicht ganz sicher. Ich glaube es eher nicht. die Konsequenzen wären, ist jetzt schwierig abzuschätzen, wie sich die NEOS dann da in dieses ganze politische Feld einordnen, weil für Regierungsmitglied wird das sie definitiv nicht ausgehen. Also sie könnten dann wirklich ein bisschen Oppositionspolitik auch machen, was sie auch jetzt schon tun, was sie mit einzelnen plakativen Beispielen tun, ob es Raumordnung und solche Themen sind, die sie aufgreifen und wo sie auch dieser Stachel im Fleisch durchaus sind. Also es wäre interessant natürlich für die politische Landschaft, wenn man eine Partei an bord hätte die aber nicht als regierungsmitglied vertreten ist direkt aber wie das das spektrum dann verändert ja ist auch ein bisschen kaffeesucht lesen noch ein schätzen sie in den feld die struktur in den ländlichen gebieten sie uns angesprochen das werden sie jetzt so schnell auch nicht mehr retten können auch nicht mit dem flex apple tower und der neuen landesgeschäftsführerin. Sie werden es noch versuchen diese Monate, aber es wird schwierig. Das heißt, sie müssen im urbanen Raum diese Hürde schaffen. Sie sind ganz knapp dran. Das sind Wetten abzugeben. Wenn der Kollege Winkler sagt, eher nicht, dann sage ich, sie schaffen es. Müssen wir noch den Wetteinsatz diskutieren. Okay, ja, ich blicke auf die Uhr. Wir sind tatsächlich am Ende der Sendezeit angelangt. Eine spannende Debatte, die uns noch das ganze Jahr über begleiten wird. Ich hoffe, dass wir tatsächlich auch mal in die Situation kommen, mit einer Impfung, einer weiten Verbreitung auch der Impfung, der ganzen Pandemie und all ihren Folgen allmählich ein Ende bereiten zu können. Umso mehr können wir uns dann auch entspannter wieder den wichtigen Themen der Landespolitik widmen. In diesem Sinne darf ich mich bei Ihnen beiden sehr herzlich bedanken, dass Sie heute hier waren. Die Zeit ist immer zu kurz, aber ist mal so. Großes Dankeschön, Thomas Winkler, Chefredakteur der Oberösterreichischen Rundschau, sowie Alexander Zehns, Politikredakteur der Oberösterreichischen Rundschau, sowie Alexander Zenz, Politikredakteur der Oberösterreichischen Nachrichten. Ein großes Dankeschön, wie immer natürlich auch an die Zuseherinnen und Zuseher von DorfTV, die mit großem Interesse dabei waren. Wie gesagt, es war der Auftakt der TV-Sendungen der Politikredaktion auf DorfTV. Die nächste Ausgabe folgt schon sehr bald, nämlich genau heute in einer Woche, am Dienstag, 19. Jänner, wieder hier im Wohnzimmer um 17.30 Uhr live. Dann geht es um die Fragestellung Leistungsdruck oder Autonomiebeschränkung. Was bedeutet die Novelle zum Universitätsgesetz? Dann sind zu Gast bei mir Gitti Wasitschek, Professorin an der Kunstuniversität Linz und Aktivistinnen der studentischen Bewegung der Aktivgruppen dagegen. In diesem Sinne darf ich Sie dann wieder sehr herzlich begrüßen und für heute nochmal auf Wiedersehen. Dankeschön, dass Sie dabei waren und wie immer zum Schluss auch mein Ersuchen. Bleiben Sie dem Sender Ihres Vertrauens, nämlich DorfTV, weiterhin gewogen. Auf Wiedersehen.