So ein Rundgang spricht ja verschiedene Besucherinnengruppen an. Also wir wollen interessiertes Publikum aus Linz anlocken, die einfach mal sehen will, was passiert in der Kunstuniversität. Wir wollen Leute hierher holen, junge Leute, die vielleicht noch zur Schule gehen, die sich für ein Studium an der Kunstuni interessieren, die dann mal reinschnuppern können, was wird hier eigentlich gemacht. Wir wollen natürlich auch ein Fachpublikum ansprechen, das heißt die ganzen Kunstinstitutionen aus Linz, aber auch irgendwie darüber hinaus, dass die Vertreterinnen auch sich hier mal umschauen, was an der Linzer Kunstuni passiert und nicht sich immer nur auf Wien beschränken in ihrer Wahrnehmung. Ja, herzlich willkommen. Ich bin die Professorin für Künstlerische Fotografie und die Klasse existiert jetzt im, das ist das vierte Jahr, dass wir die Klasse hier oder die Abteilung Künstlerische Fotografie hier im Haus haben. Das heißt, die ersten Studierenden machen bald ihr Diplom. Und also die ganze Abteilung hat ja vorher gar nicht existiert. Und jetzt sind sozusagen die ersten Studierenden, die jetzt bald auch ihr Diplom machen werden. Ganz generell wird sehr medienübergreifend gearbeitet, also jetzt bald auch ihr Diplom machen werden. Ganz generell wird sehr medienübergreifend gearbeitet, also jetzt nicht rein fotografisch und man kann vielleicht auch sagen, dass es häufig eher eine Beschäftigung mit einer Bildproduktion ist, die fotografisch ist, als dass es jetzt beispielsweise sich mit ganz aktuellen Themen wie KI auseinandersetzt oder so, gibt es häufig in der Klasse eher eine Art Rückblick, der sich auf die Technologien der letzten Jahre oder Jahrzehnte bezieht. Einige hier von den Studierenden haben zum Beispiel auf Flohmärkten alte SD-Karten gesammelt oder DIA-Projekte, DIA-Slides gesammelt und daraus sozusagen Installationen gebaut. Und wir haben uns im letzten Semester viel mit so Alltagsthemen beschäftigt, also Dinge, die bei allen auftauchen, die man sieht im Alltag. Das Institut heißt ja Bildende Kunst- und Kulturwissenschaften. Und diese Verschränkung, die geht manchmal so ein bisschen unter, wenn wir nur durch die künstlerischen Abteilungen führen, ist natürlich total wichtig. Also wir haben eben ganz tolle Kolleginnen in der Theorie, also Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften, Philosophie, die einen ganz großen Beitrag an dieser ganzen Entwicklung dieser Projekte haben, weil natürlich diese ganze Reflexionsebene auch durch uns ein bisschen da reingebracht wird, aber natürlich ganz stark gefördert wird durch die Theorie-Kolleginnen, denen man glaube ich an dieser Stelle auch mal dafür danken muss, weil das oft nicht so sichtbar wird, was sie eigentlich leisten im Zusammenhang der Projekte. Wir sind jetzt in der Abteilung Plastische Konzeption Keramik. Ich wollte nur kurz zeigen, dass eben natürlich wollten wir auch Teil des Rundgangs sein und insofern wurde dieses Atelier wieder ausgeräumt und die Studierenden haben in einer gemeinsamen Aktion zusammen diese Skulpturen gebaut. Also sie haben sich das Möbiliar, was da ist, die Materialien, die da waren, genommen und dann daraus eben diese Installation gemacht und ganz bewusst dann, weil es eben ein Gruppenprojekt war, auf Autorenschaft verzichtet. Das heißt, es gibt einen Flurplan, wo aber keine Namen draufstehen. Es gibt Schilder von den Arbeiten, die aber auch leer sind, um zu zeigen, dass es eben bei diesem Projekt nicht um die Autorenschaft einer einzelnen Person geht, sondern der Gruppe. Okay, man kann hier, wenn man hier diesen Gang runterguckt, eine Installation der Abteilung Bildhauerei bewundern. Die haben nämlich das sehr geschickt gemacht dieses Jahr. Die Ateliers sind ja wahnsinnig voll, wenn man künstlerisch arbeitet. Man kann ja nicht aus dem Nichts heraus was machen. Das heißt, es sammeln sich bei uns immer unglaubliche Berge von Materialien an. Und die haben den ganz geschickten Move gemacht dieses Jahr. Die haben einfach gesagt, wir räumen das Atelier aus und dafür den Flur voll mit dem positiven Nebeneffekt, dass alle, die jetzt hier lang gehen wollen, durch die Räume gehen müssen. Wir haben die letzten Tage damit verbracht, die Ateliers leer zu räumen und das Ganze am Gang rauszustellen, wie ihr es schon gesehen habt. Und haben dann wirklich alles ausgemalt und leer geräumt und neu aufgezogen. Und jetzt hat jeder Studierende, der damit machen wollte, eine Arbeit, die sich ausgesucht hat, die er ausstellt. Und wir haben die letzten Tage ein bisschen kuratiert, wie das alles zusammenpasst. Und das, was da jetzt zu sehen ist, ist halt jetzt das Outcome davon. Könntest du was sagen, was typisch ist für eure Abteilung, was eure Abteilung jetzt zum Beispiel von unserer unterscheidet? Weil Ton benutzt ihr genauso, sehe ich. Voll. Ich glaube, bei uns ist es sehr praktischer veranlagt. Also es wird mehr dahingearbeitbeitet und es wird geschaut, was dann rauskommt. Und was dann rauskommt, kommt halt raus. Also da gibt es oft wenig Vorlagen. Also wir haben eine neue Professur seit Oktober, eben die Anne Speyer. Und sozusagen neues Leben in die Abteilung Malerei gebracht hat. Wir haben jetzt im Endeffekt den Aktzahl sozusagen mit unserem ganzen Atelierbedarf vollgemacht und sozusagen aus jedem Atelier eine Gruppenausstellung geformt. Wir sehen hier eine Gruppenausstellung von meinen Kolleginnen und Kollegen aus unserem Atelier. und Kollegen aus unserem Atelier. Ich bin verantwortlich für das Display, für das skulpturale, architektonische Display und meine Kolleginnen und Kollegen mit der Bildbespielung. Der Titel dieser Ausstellung heißt Someone Else in the Room. Wir sind ganz unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Herkunftshintergründen und wir teilen uns, was wir alle gemeinsam haben, wir teilen uns einen Raum und in diesem Raum arbeiten wir und in diesem Raum entwickeln wir uns. Und diese Ausstellung repräsentiert im Endeffekt unterschiedliche Positionen, die auf einem modularen System, geschweißt aus Stahl, zusammenkommen. Die experimentelle Gestaltung ist eine Abteilung, die sehr viel mit verschiedenen Medien arbeitet. Wir haben mehrere Labore und Werkstätten, zum Beispiel das Filmlabor ist gleich dort. Beim Rundgang zeigen wir in mehreren unserer Räume. Im Seminarraum ist eine Ausstellung von den Studierenden. Wir haben aber auch eine kuratierte Ausstellung, die heißt Babushka. Die ist im Projektraum, das ist der Raum 0228. Genau, und an den Gängen sieht man auch noch total viel, was die Studierenden jetzt organisiert haben. Und wenn man nach hinten geht, zu dem Büro, da ist auch noch eine kleine Ausstellung von den Studierenden. Sollen wir uns eine Arbeit angucken und du erzählst ein bisschen was dazu oder lieber nicht so? Ich glaube, da kann ich nicht so viel dazu sagen. Tut mir leid. Was man ja hier im Flur auch sieht, das, was wir unten schon gesehen hatten, nämlich man kommt in die Abteilung und es ist Malerei ausgestellt. Also diese Grenzen zwischen den Abteilungen verschwimmen. Absolut. Das könnte jetzt genauso in der Bildhaberei stehen. verschwimmen. Das könnte jetzt genauso in der Bildhaberei stehen, also dieses, das was sich so durch das ganze Haus zieht, dass eigentlich eine Kunstproduktion stattfindet, die immer weniger sich an Gattungs- und Mediengrenzen hält. Absolut, ja. In der Experimentellen ist es grundsätzlich sehr frei, mit welchem Medium man arbeitet. Es wird sehr viel über Konzeptur gearbeitet. Genau das macht es eher aus, würde ich sagen. Ich möchte das jetzt nicht als Kontrast verstanden wissen, aber die Textilabsolventinnen können was. Also ich meine, die beherrschen einfach diese ganzen Techniken. Ja, deshalb meinte ich, ich wollte es jetzt nicht so als Opposition darstellen, aber ich finde das immer ganz bewundernswert, dass eure Absolventinnen wirklich diese ganzen technischen Dinge so in einer Breite auch total gut beherrschen und ich meine, das zeichnet, glaube ich, eure Abteilung aus. Ja. Da geht es um das eine, das Technologische, an dem geforscht wird. Und das andere ist, herauszufinden sozusagen, wie verhalten sich verschiedene natürliche Schalen, sehr viel Früchte, Gemüsesorten, also aus dem Alltag, aus dem Garten. Also es sind sehr viel natürliches Dinge, die sozusagen auch Bärungen verursachen, aber die eher ein bisschen dünne optische Effekte haben auch. Aber eine Sache darf man aber nicht unterschätzen und die wird manchmal unterschätzt, nämlich allein die Wirkung, die das innerhalb der Kunstuni hat. Weil wir sind ja alle so in unseren Abteilungen beschäftigt, auch die Studierenden, dass wir überhaupt manchmal gar nicht mitkriegen, was machen eigentlich die anderen. Und dieses Jahr gibt es eben wieder die Möglichkeit, sich umzuschauen und dass die Studierenden auch wirklich mal von Abteilung zu Abteilung gehen können und dort gucken können, was machen die. Ich meine, die Studierenden untereinander kennen sich meist dann ja doch irgendwie. Und so hoffen wir, dass das jetzt eine zweieinhalb Tage währende Party wird, dieser ganze Rundgang.