Ich habe die freudige Aufgabe anzufangen. Ich habe vor ein paar Jahren ein goldenes Abzeichen vom Stelzheimer Bunker und das verpflichtet. Es hat mich ein bisschen verändert vielleicht. Und das andere, was mich verändert hat, war, dass ich einige Leute kennengelernt habe, unter anderem zum Beispiel einen sehr klassen Menschen, den Hannes Decker, der englischsprachige Lieder ins Deutsche übersetzt hat. Und mir hat das angefangen so zu reizen, vor allem lustigerweise kommt man darauf, dass wenn man sich die Lieder, die Popsongs oder Rocksongs auf Englisch anhört, dann klingt das super. Wenn man es übersetzt, dann kommt man darauf, dass es oft ein ziemlicher Schwachsinn ist. Ich möchte gerne, eigentlich heute, ich komme fünfmal dran, ich möchte gerne eine kleine Auswahl aus meinem kleinen Dialekt schaffen, auf musikalischer Art präsentieren. Das erste Lied heißt A Night Like This, ist von Caro Emerald, ich schätze das war irgendwann einmal Anfang der 2000er Jahre in der Hitparade. Ein recht schönes Lied, hat mir immer gefallen. Und bei mir heißt es Eine Nacht wie die. Woherst du da kommst? Du siehst ein Trauch, die aufsteigt in die Augen. Die Karten spieler spülen der Eins und steigt die Spannung an. Ich seh des an, du kannst es für'm Blick spüren. Einer der pläfft, verzicht das Gesicht, nur selten täuscht die ganze Zeit. Da muss ma schau'n, ob die Karten passen und dazu richtig cool sein, weil wir alles klingen wie heute. Schau dir um und anders siehst nur den Mond und Sterne. Und dann macht Augen zu und du kannst nur lügen. Sowas kannst nur Träumen, es ist ein echtes Drama, auch noch Träumchen. Ich kann's gar nicht glauben, ich will mir's nicht erlauben, auch noch Träumchen. Alles was du denkst, ist so komplett, unsere Lippen tanzen a Ballett. Kannst du sowas trauen, ist es nicht ein Drama, so ein Ort wie die. Wie lang denn schon, hab ich drauf gar nichts erwähnt und nicht geahnt, dass plötzlich jetzt die letzte Tür aufgeht und du stehst vor mir da und meine Sinne spülen. Verrückt, die Wette gilt und ich werd ganz deppert im Hirn von so viel Glück und ich werd nie dem widerstehen, was ich lesen kann in deinem kühlen Blick, der alles sagt. Und dann auf einmal schaut's, als wär er dir allein. Und doch, du stehst vor mir und sagst nur stopp, dann machst du dich rein. Sowas kannst du trauen, ist ein echtes Traum, eine Nacht wie die. Ich kann's gar nicht glauben, ich will mir's nicht erlauben, Maar echt is drama een nachtmiddel Ik kan schoon niet gelden, ik wil me niet verloven Een nachtmiddel Alles wat je denkt is zo compleet Onze lied met dansen en ballet Maar als het zo is drama, is het niet een drama Zo een nachtmiddel Hast du sowas Drama, ist es nicht der Drama, so ein Ort wie die? Willkommen im Stifterhaus, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Literaturinteressierte. Ich freue mich sehr, Sie heute Abend hier trotz Schnee und Glatteis begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Sarah Pöringer und ich darf Sie zu Beginn heute kurz in den Abend einführen. Der heutige Abend nimmt bei uns im Veranstaltungsprogramm des Stifterhauses jedes Jahr eine besondere Stellung ein. der Stifterhauses jedes Jahr eine besondere Stellung ein. Wir veranstalten jährlich zwischen 80 und 90 Termine, doch nur eine Veranstaltung widmet sich der Literatur in Dialektform und das ist Jena-Abend mit der Gruppe Neue Mundart. Umso mehr freut es mich, den Leiter heute hier im Stifterhaus begrüßen zu dürfen, Engelbert Lasinger, der nicht nur Gast ist, sondern heute auch lesen wird. Herzlich willkommen und danke, dass Sie wieder bei uns sind. Das Stifterhaus und die Gruppe Neue Mundart, die Teil des Stelzhammer Bundes ist, verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Seit dem Jahr 2001 tritt die Gruppe regelmäßig hier auf. Gegründet wurde sie im September 1997 auf Betreiben des damaligen Kulturdirektors Dr. Hofrath Karl Pömer. Wir freuen uns sehr, diese schöne Tradition fortzuführen und die Gruppe Neue Mundart Jahr für Jahr im Jänner bei uns zu Gast zu haben. Für uns lesen heute Eveline Matteo, Bruno Meier sowie eben der Leiter der Gruppe Neumundert, Engelbert Lasinger. Die Vorstellung der AutorInnen dann selbst erfolgt auf der Bühne. Ich heiße alle drei sehr herzlich willkommen. Und schließlich darf ich auch unseren heutigen Musiker begrüßen, Ivo Trula an der Gitarre, der zwischen den drei Leseblöcken für musikalische Akzente sorgen wird. Herzlichen Dank und bitte auch für ihn einen Applaus. Ich wünsche uns allen einen schönen Abend mit der Vielfalt und Klangkraft des oberösterreichischen Dialekts und darf nun das Wort an Engelbert Lasinger übergeben, der zu Beginn die Gruppe Neue Mundart vorstellen wird. Vielen Dank. Tradition ist ganz was Wichtiges, vor allem in der heutigen Zeit. Und Tradition ist ein fixer Wert. Und das Jahr fängt mit der Tradition an, mit dem Neujahrsschnalzer auf der Promenade. Das gibt es schon seit 100 Jahren. Das ist wirklich immer eine schöne Sache. Dann geht es ein Jahr weiter in der Tradition, und zwar am 6. Jänner kommen die Sternsinger, wahrscheinlich in jedes Haus. Auch ganz wichtig, gibt es jetzt seit 80 Jahren, da ist es wiederbelebt worden, früher war das ein anderer Braucherwengel, aber seit ca. 80 Jahren gibt es die Scherensinger in der Form, wie es sie jetzt wieder gibt. Und dann kommen wir schon Mitte Jänner zu der nächsten Tradition und das ist die Lesung im Stifterhaus. Da von der Neugruppe Neumondert und das ist, wenn das einmal da ist, dann fängt es ja auch auf jeden Fall gut an. Heute ist es natürlich ein bisschen wir natürlich ein bisschen Pech, erstens einmal die Grippewelle und zweitens einmal das Wetter. Also wir haben heute einige entschuldigt, ich mag die gar nicht auflisten, darum freut es mich umso mehr, dass wirklich trotzdem noch so viele gekommen sind. Also wir werden es gelungen geworden, bin ich mir sicher. Besonders begrüßen darf ich jetzt natürlich Frau Sarah Bühringer für die Einführung. Sie vertritt heute den Mag. Stephan Kögelberger, der auch verhindert ist. Danke, Sie haben das wirklich super gemacht. Besser können Sie es für andere auch nicht. Danke. Dann möchte ich die Wein besonders begrüßen, und zwar in Herbert Schuren, der ist von der Redaktion der oberösterreichischen Nachrichten. Da ist er für die Kultur zuständig. Und mich freut es, dass er heute da bei uns ist und dass er uns auch zuhört. Danke! Also wie gesagt, entschuldigen kann ich eigentlich keinen, weil wir so viel abgemeldet haben. Nur einen möchte ich trotzdem entschuldigen, das ist unser Präsident vom Stadtsamer Bund, das ist der Klaus Huber mit seiner Frau. Er ist irgendwo in Osten auf Weltreise unterwegs. Heute hat er Bilder geschickt von Hongkong. Beim schönsten Wetter, also ein Frecher eigentlich. Aber wir vergonnen haben es natürlich. Aber das Wichtigste ist sowieso, dass ihr alle da seid. Aber das Wichtigste ist sowieso, dass ihr alle da seid, weil wenn ihr nicht da seid, wenn ihr hergekommen seid, dann denkt man schon, wenn fünf Leute da sind, machen wir es aber trotzdem auch. Weil nur wegen euch machen wir das, weil sonst sitzen ja wir alleine da. Und danke fürs Kommen. Über die Gruppe Neumondert ist eh schon dankenswerterweise eigentlich alles gesagt worden. Vielleicht noch die, die es überhaupt nicht kennen, es wird bei uns nicht geräumt. Das ist einmal das Wichtigste. Es wird alles umgeräumt und womöglich kurz. Manche Sachen sind vielleicht ein bisschen länger, aber das ist eigentlich der Grund gewesen, wenn der Bäumer da zu mir gesagt hat, wir sollen was neu machen. Es hat ja die Geschichten gegeben, es hat ja den Reim gegeben, und er hat gesagt, wir sollen was Neues machen, hat aber nicht gesagt, was wir machen sollen. Jetzt war für uns, Reim gibt es, Geschichten gibt es, ist nicht der Überblick kurz und ungeräumt. Und so entstängend immer wieder schöne Texte bei uns in der Gruppe treffen, wir treffen uns sechsmal im Jahr, dort wird geschrieben an Ort und Stelle und natürlich auch kritisiert und gearbeitet an den Texten. Und das ist ganz wichtig, ein Fußballer muss trainieren, ein Musiker muss trainieren, genauso sollte der Dichter auch trainieren. drinnen. Und ich darf jetzt die Autoren vorstellen. Ich sage zuerst etwas zum Ivo, der uns schon eingeladen hat. Ich weiß nicht, ob ihr ihn alle kennt, aber er ist geboren in der Slowakei und hat ein Studium an der Bruckner Uni und in Wien hat, das werden auch viele nicht mehr wissen, da hat es das 10 Seiten abhauen, die Gruppen hat es gegeben. Da hat er mitgespielt, da hat er glaube ich 1500 Auftritte in ganz Europa sind zueinander gekommen. Da waren dabei der Peter Ratzenbeck, Gerhard Reiter, Volker Tegedorf und der Paul Keim Eisenberg. Also er ist kein Unbekannter in unserem Musikgeschäft. Danke, dass du da bist. Danke. Dann kommen wir zu der Dame in der Mitte, die Eveline Matteo, die ist eine Niederösterreicherin, lebt aber jetzt schon seit 1974 in Buchenau. Sie befindet sich im Unruhestand, aber das schon länger. Sie ist Vorstandsmitglied im Stötzamer Bund. Dort hat sie angefangen als Kassaprüferin. Und sie ist aber in den letzten Jahren gescheit reingewachsen sie ist jetzt Bezirksleiterin wie der Joschia Anzinger sein Amt zurückgelegt hat von Urverumgebung und von Linz und eine ganz wichtige Stimme im Vorstand von Stolzhammerbund sie hat sich richtig ausgemaßert und das ist einfach schön wenn man sieht wie Personen zugewachsen und wachsen in ihrer Arbeit. Danke, Evelyn. Danke. Der Bruno Mayer, der lebt in Grammersteen. Er ist Mitglied einiger Mundortvereine, Literaturvereinigungen. Er ist Preisträger diverser Literaturwettbewerbe. Er schreibt vorwiegend in Mundort, aber auch in Schriftsprache und seine Texte haben meistens irgendwie ein bisschen eine Sprachmelodie, die er sich dann teilweise auch mit der Quetsche selber begleitet. Der Bruno hat auch einiges hinter sich. Er hat einen Wirtshäusl einmal gehabt, er hat dann ein Studium gemacht, er hat Lebensberatung gemacht, also er ist ein bunter Hund. Wenn man so sagen darf, und ich darf das glaube ich sagen zu Bruno, weil wir kennen uns wirklich schon lange und sind gute Freunde. Und er ist in der Gruppe ganz eine wichtige Person, weil er wirklich Kritik übt und sagt, was Sache ist und das tut manchmal weh, wenn man das wieder gesagt kriegt, was nicht passt, aber das ist ganz wichtig, weil wenn jeder sagt, bei den Texten, jain, da lernt keiner. Und darum ist der Bruno für uns, für Gruppen, eine ganz wichtige Stimme. Danke, Bruno. Ja, und ich sage nicht, zwei, drei Sätze zu mir. Ich bin jetzt auch in Pension seit Oktober. Ich habe im Landesarchiv 40 Jahre gearbeitet. Ich bin der Leiter der Gruppe Neue Mundheit. Ich bin auch im Vorstand von Stolz am Mond. Dort zuständig auch noch für das Archiv und für die Bibliothek. Ich schreibe schon irrsinnig lang und habe schon sechs Bücher geschrieben. Mir macht es nach wie vor Freude und mir macht es auch Freude, dass man etwas bewegen kann, vor allem auch in der Gruppe Neumondert. Und das ist einfach schön, wenn man dann wieder Lesungen hat und wenn man wieder sieht, der hat wieder bei einem Preis mitgemacht und was gekungen und der man freut sich einfach und darum freut es mich auch, dass wir heute ein bisschen was sagen können. Danke! Ja, nachdem die Evelina jetzt beginnt und sie ist ein Mädchen, spiele ich eher etwas Zartes. Aus dem Fenster seh ich genau, es ist trostlos und grau Ohne Sicht, frag ich mich, ob du mich auch siehst Ist es wahr oder liebst,ann sagst du liebst mich? Und wenn der Morgen wieder bricht, dann scheint ein safter Blick im fahlen Licht und tief in mir bleibt dieser Rund. Was in mir bist du? Es ist auch dein L lebe jeden Tag Weil ich so unglaublich mag Ich liebe dich so sehr Ich halte die Zeit nur für einen Traum Doch sie vergeht kaum Ich will dich noch mehr. Und wann der Morgen wieder bricht, erscheint ein sanfter Blick im Fallenlicht. Und tief in mir bleibt dieser Ruhm. Und was ist, was sie will, bist du. Wenn der Morgen wieder bricht, es scheint ein safter Blick in Fallen geht und tief in mir bleibt dieser Ruhm, wo sie wühlt, bist du. Wenn der Regen ganz leise fällt, verblasst der Glanz meiner Welt, dann kommt der Liebesschmerz, doch irgendwo im Morgenblau, wie hoffnach ich war's genau, du heilst mein Ohr am Herz. Und wenn der Morgen wieder bricht, escheint ein sanfter Blick im fahlen Licht und tief in mir bleibt dieser Ruhm. Und wenn der Morgen wieder bricht, erscheint ein sanfter Blick im fahlen Licht und tief in mir bleibt dieser Ruhm, weil was ich will, bist du. Schön, dass ihr gekommen seid und das neugierig seid auf uns. Ich fange mit dem nicht und der schon gar nicht und du? Sandsturm, bau mit meinen Gedanken Dünen, ich möchte mich erwandern. Bloß mein Buchstaben aufs Papier, ich möchte, dass eine Geschichte draus wird. aufs Papier, ich möchte, dass eine Geschichte raus wird. Wir wird mich auf wie zur Sonne, ich möchte fliehen wie ein Vogel. Aber grab mich nicht ein, ich brauche keinen Stillstand. Unschuldig weiß, liegst in meinem Garten, so wach, wie ein Taunenduchert. Einlegen möchte ich mich in dich. Die Wintersunnen lassen dich glitzern, dass mir die Augen brennen. Wie lange wirst du mir vergund sein? Salzig. Nicht nur ich, auch die Straßen werden bei so einer Kälte ganz schön sauer. Nach jeder nur so langen Eiszeit kommt wieder ein Frühling, der dich hoffen lässt auf lichte Zeiten, auf ein Sonn für dein Herz, auf ein Lieb für dein Sohn. Grantig Mit dem Schnee schmützt der Grant und die Leute hängen schwarze Gewand in den Kasten. Heute schneit es fast nicht mehr. Muss man sich deswegen in den Grant halten? Masken. Manche verstecken sich hinter einer Maske, weil sie es nicht aushalten, wenn sie sich selbst in den Spiegel sehen. Rudern bis zur Erschöpfung im Meer von Hass, Neid und Verblendung. Allweil nur besser als treiben lassen im Sumpf der Verzweiflung. Rund um die. Rund um die Hektik, Lärm. In dir kalt, still und la. Wenn du einen guten Schneider hast, sieht keiner deine Schwachstellen. Ich brauche einen, der mir meine Hoffnung einnimmt und meine Ungeduld stützt. Protestieren. Sie wissen nicht gegen oder für was, nur dabei sein wollen sie. Selbstverständlich, das Wort selbstverständlich hat er gemeint und gleich darauf die Hand aufgehalten. gleich darauf die Hand aufgehalten. Vokabeln. Wir sollen es denn auf Fremdsprache lernen, wenn wir die einfachsten Vokabeln wie Grüße, Füße, Bitte und Danke fremd sind. Bitte und Danke fremd sein. Jetzt lade ich euch ein, mit mir einen Gedankenfluss abzuschwimmen. Gedankenfluss. Aus der Quellen eine Idee schöpfen, wann die Gedanken plätschern wollen. So'n gwarmter Übermord wird zum reißerten Bach, der sie über Felsen stürzt, Müradern outreibt und ausrost im Spiegelsee. Freund findet und mitnimmt auf eine Fahrt durchs Land. Behebiger Strom spragelt sie auf und verschwindet im Meer als Gewöhn für neue Ideen. Glor und Rund Kostbohrs Geschenk aus dem Meer glänzt bescheiden auf meiner Haut. Altvaterisch. Waschtrog, Teppichbracker, Kleiderschürzen, Glottosen, Hosentrager, Knierstutzen. Alles klumpert? Nein, nein. Mein Kopf blarrt im Büderbuch meiner Kindheit. Erinnerungen. Erinnerungen sind die Zuckerl aus der Vergangenheit für die sauren Zeiten der Zukunft. Und als letztes von meinem ersten Block. Denker. Denkt er nichts, habe ich mir gedacht. Aber nichts denken ist schwer, das kostet ein Denker. Darum brauchen wir eh nichts mehr denken, wenn ich wieder einmal zu den Dingen anfange. Ja, ich freue mich auch, dass so viele da sind. Ich möchte ein paar Gedanken heute mit euch teilen. Zu einer für sich drei Themen. Das eine ist das Außen und die Welt, so wie ich es wahrnehme. Und von meiner Innenwelt möchte ich etwas preisgeben. Und die inneren Zustände haben wir auch mit dem zu tun, was man vom Außen wahrnimmt, was man mit dem umgeben ist. Und das Ganze dann wieder zu entäußern und in eine Form oder in eine Sprache zu bringen, dass man es wieder rausbringt, das ist mein Versuch. Der geht auch oft über das Vorgegebene, über die Vereine, wo ich bin, hinaus, weil ich oft einen Schritt weiter rausgehe, aber es wird aushalten. Und die Sprache ist eine Sprachkunst und bevor ich jetzt anfange, da was zu sagen, gebe ich jetzt dem Sprachkünstler im Off noch mal Stimme. Neue Mundart. Neue Mundart, neue Mundort, neuen Mundort, seit wann gibt's? Gibt's, gibt's, gibt's nicht Mundort neuen? Neuen gibt's nicht ohne mich. Nimmer, nimmer gibt's mich, gibt's, gibt's, gibt's mich nimmer. Nimmer gibt's mich. Mundort tot! Neuen Mundort gibt's seit fast 30 Jahren. aber nimm's nicht so ernst, Jandl. Selbstbewusst. Ich. Ich. Selbstbewusst. I. I. I. Das ist eines von meinen kürzesten Gedichten. Da komme ich mit einem Selbstlaut aus, mit dem I und drei Satzzeichen, ein Rufzeichen, ein Fragezeichen und ein Punkt. So kann man was am Punkt bringen. Aber wie gesagt, ich mache längere Sachen. Jetzt freue ich mich, wenn ihr euch darauf einlassen könnt. Das besteht jetzt aus fünf Abschnitten, fünf Bildern, die alles zusammen auch wieder Bildern ergeben. Kirschblütenstille heißt das Gedicht. Kirschblütenstille, die Mutter, ganz verlassen ist da gestanden, bloßfüßig auf einem Stockerl, in Stregum ein Hals und haben gewartet. Es hat lange gedauert, bis die ersten Nachbarn gekommen sind. Die Nachbarn. Ganz verlassen sind sie da gestanden, unter dem Kirschbaum und haben sich angeschaut und gewartet, dass irgendwer was sagt. Es hat lange gedauert, bis sie darauf gekommen sind, dass sie früher schon mal was sagen hätten sollen. Der Bub, ganz verlassen, ist er da gestanden mit seinen aufbläden Wimmern, ohne Moped, ohne Arbeit und das Guthaben vom Handy verbraucht. Dann hat er SMS gekriegt von seiner Freundin mit einem Foto von einem bläherten Kirschbaum. Es hat lang gedauert, bis er draufgekommen ist, dass der Strick auf dem Baum nicht der von der alten Schaukel ist. Baum nicht der von der alten Schaukel ist. Der Fbaum, ganz verlassen ist er da gestanden, in seinem Herz hat klar gelassen, lauter weiße Blühe, mitten in der Siedlung und rund um ihn lauter Türen. Es hat lang gedauert, bis wieder die ersten Beine gekommen sind. Bleiben wir vielleicht thematisch in der Siedlung oder im Land. Ein Häusl am Land, Asphalt, Beton, Glas, Eisen und Störner. Kleine Störner, große Störner, ganze Störner und brochene Störner. Dazwischen ein wenig Rosen, ohne Blähmüll. Irgendwann war das zwänglich und sie haben es im Internet an solarbetriebenen Vogelstimmenimitator bestellt. Und zwar fixfertige Scherhafen dazu. Dann waren sie wieder zufrieden. Man kann es sich also richten, so wie man es will. Man hat die Welt. Manche setzen sich einfach nur Brille auf und schauen da durch und dann wird es auch wieder passiert. Zgrotzt. Irgendwer hat ihr rosarote Brüllen zgrotzt. Aber sie hat nur gesagt, das muss man positiv sehen. Und die Hämiblaue aufgesetzt. Die restlichen zwei Sachen sind jetzt nicht mit rosarote Brüllen betrachtet. Ich bin nicht so der Typ für das Rosarote. Klimawandel. Die austriggerten Nussbaumblauen liegen schon seit der Sommerwind auf dem Gartentisch und warten auf den Herbstwind, der nicht kommt. Hungerleider, beißen, schmatzen, wickeln, abewirren und das alles ohne Hungerleider, beißen, schmatzen, wickeln, abewirren. Und das alles ohne Hungerleider. Zu dem Thema Hungerleider, ein paar Sprachfetzen zur Jausenzeit. Irgendwo im Land, mit den Rabattbickel ist jetzt jeden Tag mein Stötzen um 25% billiger. Irgendwo in der Stadt, Mama, ich mag nicht jeden Tag nur Pizza essen. Irgendwo im Gazastreifen, Achmed, beruhig dich. Am Freitag lassen sie bestimmt wieder ein paar Lastwagen durch. Dann gibt es vielleicht eine Handvoll Reis. Danke. Danke. Umgesprungen. Das alte Jahr straft seine Schuhe an, peilt den Staub aus dem Mantel und huckt ausgerackert in der Stumm. Sagt nicht Kim, sagt nicht Geh. Schiebt ein paar Erinnerungen in den Brotlod, legt sein Arm um die Zeit und ist mit den Mierten geschaut bei der Diatrast. Am Kalender hat wieder viel Zukunft Platz. Eine Schicht. Sie lebt am Land, bei ihren Fischen, ihren Bäumen, ihren Garten, ihr Wasser und ihren Grün. Ab und zu wird sie zu und sie fährt in die Stadt. Sie möchte wieder einmal allein sein. Erinnerung Er schaut auf den Gugelhupf in der Hand, kust, schaut wieder auf den Bonke und Murmitsch tat, die meine hat früher Rosinen genommen. Dabei rennen einem ein paar Bären über die Wangen. Wederleichten. Rosa Egon nennt es die Stimmung, nennt es ihr Stimmung, wann über die Waldlichtung der Himmel leuchtet. Sie hört heute noch das Reifenquitschen, das Schäbern, das Ziränen und ihre leeren Augen hängen in Wolkenhaufen. Jetzt ist wieder Stimmung wie damals beim Unfall und ihre zwei kleinen Kinder leichten in Hümme. Rosa Egon. Früher einmal sei ausgestrickter Arm machten halb groß, wandern den Horizont entlang. Die Tierenfinger teuten für die Berge im Norden, übers grüne Land bis weit hin nach Süden. Mit heißerer Stimme sagt er zu seinem Buben, das alles, was du da siehst, war früher einmal unser Land. Und der kleine Indianer Bub hat begriffen. Verstanden hat er es nie. Und in Grönland wird es genauso sein. Künstli. und Mutter bett und der Bomben bombt und der Bomben saugt und der Schalter fällt und der Bomben steht. Still. Zustand Je weiter 1945 weggerückt, desto näher kommt 1938. Sternzeichen. Erlebt ein Stern, ein Zeichen. Erlebn ein Stern, ein Zeichen, verfolgt, verjagt, gefoltert, umgebracht. Ein Stern verlöschen, ein Zeichen verschwunden, Erfolg vernicht. 1945 für alle. Der letzte Soldat ist gegangen. Zurück nach Frankreich, nach England, nach Amerika, nach Russland. Der letzte Soldat ist gegangen, zurückgegangen und hat uns heimgelassen und Freiheit gegeben. Der letzte Soldat ist gegangen, zurück aus einem fremden Land in sein eigenes Land. Heimgegangen. Der letzte Soldat ist gegangen. Aber es sollte nicht endlich einmal sein, dass für jeden anderen Land auch der letzte Soldat heimgegangen ist. Danke. Danke. Die Beatles, George Harrison, Why My Guitar Sings to Sears. אי שאורון דו און סייך לאיד די נו שטאופן, נו אי מי גיטאה סייקט זו סייס. ון ורדן סו איך פילייך בויט קן אי סאופן, Wann werden's hoch? Vielleicht bald, kann ich's hoffen, doch mein Gitarre singt so süß. Sag mir warum, hat's wer erklärt, kann Liebe wieder leben? חצוור אי קלען, גן ליבה וידע למ. און סוג מי, חצוור אי וען, וי סולי דן אורך שטרען. אי שאוי אה, וי פי טרען אי נא פייסט, Ich schau mich an, wie viele Tränen ich noch vergiss Weil meine Gitarre sich so süß Zorg mij waarom is het plots anders, wat zal ik doen daarin? Und sag ma wie, i mechts gern wissen, kan i do was beweg I schau die Welt an, und i merk, dass sie kreist Und mein Getasik, so süß דס אי קראסט, און מי גטא סייק צא סייס. מיט ידן שריד, הוב אי קראסט, אי וואה אופט דרסט, דאו מי גטא סייק נא סייס. אי שאו רונדון, אי שאור אונד און, אורט מי גיטאר סינג צו סייס. Applaus Und der Schnee hat etwas Beruhigendes. Man hört manche Sachen nicht mehr so oft. War es nicht schlecht, wenn man auf die leisen Töne auch war, hört der Schnee etwas zu. Und ich bringe jetzt ein paar Gedichte, fange jetzt mit dem Schnee an, dann kommt ein Herbstgedicht und dann ein Novembergedicht. Und wir bleiben in der Stimmung. SOS Unschuldig tanzt der erste Schnee vom Hümmel und brotzt seine weiße Decken aus übers ganze Kinderdorf und drin wird's finster und überköder. Jetzt jetzt taut es schön langsam. Manche Sachen brauchen lang, bis sie aus der Schneedecke kommen. Und die Prozesse brauchen auch viel zu lang, bis das wieder einmal alles bereinigt ist. zu lang, bis das wieder einmal alles bereinigt ist. Jetzt mache ich mal kurz Schluss mit dem von außen. Trotzdem stellen wir die Frage bei so etwas. Glauben. Herrgott, wir haben dein Wort zerlegt und wieder zusammengebaut. Aber glauben wir es. Irgendwas stimmt nicht. Ja, das ist von meiner Innenwelt, ich bin jetzt im Herbst. Herbstzeitlosen, ein bisschen schon in Herbstzeitlosen, Einiges spüren und noch ein Drama. Am Bugl nur ein leichtes Sommerjucken, das Kitzeln von der Sonne. Aus den Augen, das selbe Leichten, nur ein bisschen mehr vom Rot. Töpfe brücken und in den Keller legen. Für wen? Für wann? Für was? Das handelt auch für eine Person, die schon im Herbst ist. Sinieren beim Kachelufen. Hart war er, ich sag das, hart wie ein Buchenschein. Und geliert hat er vor lauter Feier. Während er so dahin geriet hat, ist er mit der Hand über den Kader in seinen Buggel gefahren. Und der Kader hat gekratzt. Und das Feier geknistert. Und so ganz nebenbei ist er ums nächste warme Treppchen in den Einlag gekommen. Jetzt möchte ich euch einladen, ein bisschen zum Nachhinein zu spüren. Ich meine jetzt nicht in die feuchte Einlage, sondern das Gewicht gespüren. Man kann ja, wenn man was stemmen muss, das Gewicht gespüren. Man kann vielleicht, wenn man sich gar nicht bucht, mal das Gewicht spüren oder was hebt. Aber das psychische Gewicht auch. Und das physische. Aber jetzt geht es mehr um das psychische Gewicht. November soll das Gewicht gespüren, das eigene Gewicht, nicht im Aufbauen, im Hingeworfen werden, im Liegen, dabei wieder leichter werden und wachsen in Himne zu. Zwischen Hymne und Erd, während du glaubst, dass du den Gesang von den Engeln hörst, gibt der Kapelmaus den Auftakt für den Trauermarsch. Zwischen Oben und unten ist nichts, zweit auseinander. Aber trotzdem, Herrs der Muse, zwischen Engelsgesang und Blasmusik lebst und stirbst. Lebst, stirbst, bist. Jetzt habe ich ein bisschen was von den Zwischenräumen berichtet und jetzt eine ganze Biografie zum Schluss. Biografie. 1954, frisch verheiratet. Zimmer, Kuchel, Kabinett. Nach fünf Jahren Zimmer, Vorhaus, Zimmer, Zimmer, Kuchel, Kabinett. 40 Jahre später Zimmer, Kuchel, Kabinett. Die letzten sieben, Kabinett. Die letzten sieben Jahre, Kabinett. Und seit gestern, Zimmer, Kuchel, Kabinett. Alles in einer Trache, aber Licht, viel Licht. Ich komme auch zu dem Wetter, Winterwetter und zu der Tradition gleichzeitig, also zum Skispringen. Und beim Skispringen, da gibt es ja auch einen K-Punkt, das ist der Kalkulationspunkt. K-Punkt. Der Aufstieg, schwer. Der Anlauf, riskant. Die Spur, geil. Der Vorbau, gewollt. Der Absprung, enorm. Die Haltung, extrem. Derung enorm, die Haltung extrem, der Radius gigantisch, die Landung barzwach, in K. der Wicht, ein Ziedern, ein Aufschrei, ein Jubel, der Auslauf wackelt, der Abschwung kurz, Blotten zusammengepackt, geschnauft, gewahrt, zufrieden gewesen. Ein zweiter Durchgang. Man kann ja zweidrittig. Schalldorfer Romantik. Wie die Schwammerl sind die Schalldorfer hinausgewachsen Köller für Köller Gerade du hast eben Erde gebaut Am Anfang haben wir heimlich über dich gemauschelt Und geh dort Ein Weiberleid halt Seit dem Hochwasser nimmer Da haben wir alle unsere Gefrierdruhe In dein Garage gestellt Ein Weiberleid halt. Seit dem Hochwasser nimmer. Da haben wir alle unsere Gefrierdruhe in dein Garage gestellt. Weil dein Hintern ist drüber geblieben. Ich steh auf die Logik. Und erst auf den Hintern. Wir zwei. Unser Lieb ist nu frisch, is neich, und dein Halt tut mir gut. Glickli, nimm in die Intent, Betrachti, streich langsam über deine Rundungen. Ich will dich spüren, jetzt gleich. Klippen ziedern, ein sanfter Druck. Und wir sind eins, du und ich. Ich lächle, lächle mit dir und freue mich. Und bin so stolz auf dich. Auf dich, mein reiches Biss. Konnte ja sein, in letzter Zeit geht er öfter mit dem Anzug ins Bett. Konnte ja sein, er stirb. Und stirb er nicht, hätte sich wenigstens die Sein wieder einmal ordentlich geärgert. Er hat aber noch nie herausgefunden, warum sie sich ärgert. Ob er mit dem Anzug ins Bett geht oder? Er stirbt nicht. Abkürzung. Bei der Hose draus machen sie einen kleinen Abstecher. Sie hat es wirklich genommen. Nummer. Das ist nur ein Weihnachtsgedicht. La Meta. La Boheme. La Mancha. La Traviata. La Meta. Muss ein Opa retten sehen. Verrückt. Die Welt ist verrückt. Aber wer beim Erdbeben Möbel selber verrückt, ist schon verzweifelt. Hauseck. Hausig Früher hat man Hausig auf ihrem Gurt. Heute passt es ihm nur da. Befund Er schaut wie ein Autobus. Befund. Er schaut wie ein Autobus, er schnauft wie ein Autobus und er denkt wie ein Autobus. Jetzt hat er auch noch einen Motor schon. Einpacken. Zwischen Einpacken und Aus Blutdruck, sagt der Doktor. Es ist der Schnaps, brammt der Großvater. Es ist lieb, kicherts Dirndl. Es ist ein Gedicht, meint er. Selbstsicher. Keiner hat einen halben Kochkurs hinter sich. Nennt es ihren vergrabenen Schweinsbraten nicht mehr Oh Gott, Oh Gott, sondern kulinarische Sensation. Kopfweh. Wenn die hinter den Schleiern auch Migräne kriegen, sind sie auch von uns. Unwissenheit. Unwissenheit ist der geistige Leerraum zwischen Dummheit und Faulheit. Warum der Bereich so groß ist, weiß ich auch nicht. Danke. Danke. Hosen. Dass Hosen sexuell aktive Viecher sind, weiß eher jeder. Aber so richtig bewusst wird es da erst im Jänner, wenn sie im Supermarkt die Osterhosen-Invasion braten macht. Schuiausen. Eckerl-Kasbrot gegen Marmeladbrot. Aber echte Freundschaft hat erst mit Speckbrot angefangen. Stirnglander. Auf geht's. Rechte Arschbocken am Glander und ein Juchertsalon wie der Kinse. Angst. Ich hör's wie's reden, versteh's aber nicht. Ich seh's wie's leiden, tu aber nix. Ich spür eine Angst, aber meine auch. Goschat. Die Goschen zerreißen über Leute, die nicht am Tisch sitzen. Meist auch so, wenn sie eher gegenüberstehen, kann es bald werden. Aber ehrlich miteinander reden und dabei in die Augen schauen, verdient meinen Respekt. Erbschaft. So eine Erbschaft kann ganz schön ins Auge gehen. So eine Erbschaft kann ganz schön ins Auge gehen. Seit der Vater gestorben ist, kann sich keines von den Kindern mehr sehen. Karriereleute. Ein Büchel in der richtigen Farbe kann einem schnell helfen. Was nutzt er, wenn es oben schon wer wird, der dich abgestößt? Dreck. So viel Dreck am Stecken möchte ich nie haben, dass ich zu deiner sauberen Gesellschaft dazugehör. Rolltreppen. Auf der Rolltreppe haben die meisten Leute ein Fatsaug. Und mit dem zweiten schauen sie aufs Handy. Vegan. Sie ernährt sich vegan, weil es keinen Viecherl wehtun möchte. Nach der letzten Watschen wird sie ihr Bua denkt haben, war ich doch ein Viech. Weder leichten Wederleichten Wenn das Licht im Stirnhaus angeht, ist das Dunnerweder nicht mehr weit. Wenn der Vater bei der Tia einer kracht, zieht ein Kind schon unter der Kuchelbank. Und die Mutter wird gleich der Blitz treffen. Und Mutter wird gleich der Blitz treffen. Rascheln. Wenn du das Rascheln nicht hörst, überrascht dich der Sturm. Schnagl. Ich habe gehört, dass man Schnaglstößen kriegt, wenn wer von einem schlecht redet. Oder auch von Erregungszuständen. Da wäre mir die Zustände schon lieber. Auch wenn es nicht so oft vorkommt. Faulenzen. Faulenzen tut er gern. Aber er hat ein Problem mit dem Vergnügen. Auszug. Wenn sie gewusst hätte, dass sie bald wieder ausziehen muss, hätte sie sich das Ausziehen ersparen können. Herner Augen. So kleine, rot lackierte Zehcherl hat er immer schon mit Genuss abhustelt. Wie er in das Hernern angeschaut hat, ist ihm der Gustav vergangen. Schweigen. Was soll ich darauf sagen, wenn er nichts redet? Schlank. Übergrößenschneider, Diätbuchautoren, Fettabsauger, Ernährungsberater, Fitnesstrainer. Da gab es viel Arbeitslose, wenn alle schlank waren. Da gab es viele Arbeitslose, wenn alle schlank waren. Backfisch. Früher haben sie Backfisch zu ihr gesagt. Heute heißen sie Teenager. Ist ein Ding, wie du es nennst. Spinnert waren sie früher genauso wie heut. Nussbaum Erdverbunden Spenst mir Schatten mein Leben lang. Bist Sinnbild für Sterben und Wiederkehr. Harte Scheuen schützt dein wachen Kern. Bist Kraftspender für Herz und Verstand. Wird Zeit, dass ich dir endlich einmal Dankeschön sage. Danke. Applaus Sitze in dem Morgensonn, wo ich weiß, was passiert und dann kommen so die Schiffe dahin, vielleicht von zwei zu ein bis zu mehr. Vielleicht von 1, 2, zum 1 bis zum Mehr Sitze ich da am Ufer ganz still Schau in das Wasser, es ist ziemlich viel Sitze ich da am Ufer allein Und genieße bloß das Gefühl Ich hab mein Daheim verlost, hab' mich gebrocht auf einen langen Weg. Ich hab' ja nichts zu verlieren gehabt, dafür sitze ich jetzt am Hülsen in Stedt. דאפי סיטסי יטס אמהולטן אין שטט, יטס סיטסי דא אהם אופא קאון שטט, שאו אין דס ווסר, איז איז סימלי חפט, סיטסי דא אהם אופא אהלה, און גניז פלוסט איז חפט. מיר איז איגאו, אהבי ווסט נאוי ראייך, Mer is e kao, obe vost neu reik Es schaot so as oes bleibat oes klei Ik kan dof mochen oles oes e vö Feil eo ful mi oes so reik בי יו אי סור איי וא פא פא דא נא נא דא דא נא דא נא דא דא נא נא נא דא פא פא דא נא נא נא דא נא נא סיט סיטו ומוח מס בקווי ווי פרוג מי ווי סטס פרובלי Sitze ich da und mach mir's bequem Und ich frag mich, wo ist das Problem? Und mach ich mir deswegen keinen Kopf? Vielleicht bin ich zu extrem Aber sitze ich da am Ufer ganz still Schau in das Wasser, es ist immer viel. Sitze ich hier am Ufer allein und genieße bloß das Gefühl. Genieße das Gefühl. Ich genieße bloß das Gefühl. Nur das Gefühl. So, in meinem letzten Blog habe ich eigentlich nur kurze und lustige und vielleicht bissige Texte. So ein Kass, der Gauder schmeckt ihm nicht. Zu eng würzt sie, zu hoch, zu fad. Seit aber die Seine heimlich Löcher reingebohrt, schmeckt einem der Emmentaler auch nicht mehr. Vererbung. Der Großvater war nicht ganz dicht, der Vater war nicht ganz dicht und er hat es auch auf der Blase. Ausgleich. Seit der Schuster im Schneidersitz schläft, schläft seine Frau mit dem Schneider. Modisch. Längsstoffen machen schlank. Jetzt weiß er aber nie, ob sie noch liegt oder schon steht. Bauen soll. Zechen Nägel eingewachsen und das Kraut ausgewachsen. Aber wenn nichts wächst, spinnen sie. Erledigt. Kommt morgen, sagt die Eintagsfliehung zu der Verwandtschaft. Umschulung. Er hat von Maurer auf Spengler umgelernt. Die erste Autodia hat er noch eingemacht. Musterung. Die Badsauger links, die Wampern rechts. Dann sind die Däreschen allein da gestanden. Ich bin ja aufgewachsen und groß geworden, beim Fortgehen mit den Getränken Weißigams und Harakiri, also alles, was dumm gemacht hat und grauslich war. Wildwechsel. Nur ein Weißigams und die Tiereäse ist auch ein schöner Haus. Hörglä. Hungrig, aber hörglä ist um nichts gescheiter als Gämse und Saumiert. Gut genutzt. wir gaben sie uns auch mit. Gut genutzt. Er hat seine Kuh auf einen Quadratmeter Grund gestellt. Jetzt hat er einen Kubikmeter. Verzwickt. Tugt er sie Verzweigt. Tugt es sie, sieht er nichts. Tugt es sie nicht, sehen sie. Ein Schwarzlehm für einen Spechtler. Hahaha. Jogtfieber. Sie haben gestrein, deppert gestrein. Da wischt sie mit dem Fliegenbracker oder er mit dem Fliegenpicker mehr Fliegenfischer. Und nach einem Zeil Bicker und Bracker ist der Fliegenbracker am Fliegenpicker gepickt und sie hat ihm eine gepickt und er hat ihr eine gepickt und die Fliegen haben sich zu Tod gelacht. Glaubensfrage. Sie ist so katholisch, dass nach jedem Seitensprung verkeutskutzigt. Erklärung. Ein Känguru hat zu viel Springkraut gefressen. Macht aber auch nichts, ist eher Lamer. Typisch. Letztens wollte er Gedicht über Beamten schreiben. Dabei bin ich eingeschlafen. Vernünftig. Ihre Kinder sind so gescheit, die können schon ganz alleine hysterisch werden. Versprochen. Ausgemacht. Wer von uns zwei länger lebt, sollte den anderen essen. Schauerei. Sau, Papa, Sau. Red' gescheit, Bua, das heißt Schau. Ist recht, Papa. Siehst du die Schau? Schweinshaxen. Wie er seine Füße gesehen hat, hat er die Stötzen auch nicht mehr geschmückt. So, und das Letzte. Namensänderung. Vor dem Heiraten hat es kurz geheißen, nach dem Heiraten lang, aber eh nicht lang, weil kurz darauf war es wieder geschehen. Danke schön. So lustig höre ich nicht auf. Aber wäre schon gut, gell? Bei mir geht es jetzt um Glauben, Hoffen und Lehren. Bunt. Unschuldigst weiß, deckt's hoffnungsfrohe Grün zu. Feierrode Funken lassen Gletscher schmützen. Das blaue Munder möchte niemand erleben. Glaube. An dich glaube ich fest. Dir kann ich trauen. Du machst mich unverhofft stark, verlangst keinen Beweis. Du bist immer bei mir, auch wenn du nicht da bist. Kinder. Kinder, Kinder glauben an deine gute Sohn, es stützt und tragt dich, dein Leben lang. Planet Für jedes gute Wort ein Lichtl, für jeden schlechten Gedanke ein Wassertropfen. Könnte man dann unseren Planeten vom Mond aus nur sehen? Wunder. Glaub nicht an Wunder. Glaub an die. Das letzte Spiel. Jetzt hast du Farbebekenner. Es geht um alles. Spür aus deinen letzten Trumpf. Wenn du nichts mehr im Talon hast, ist der Einsatz hoch. Gewinnen oder verlieren. Du glaubst, es liegt in deiner Hand, aber gemischt hat ein anderer. Du holst mich an, du tragst mich zum Licht, du stärkst mich in meine Träume, du bist meine Hoffnung. Flächenbrand. Wenn es in dir brennt, gib deine Feuer weiter und freu dich, wenn es damit einen Flächenbrand auslöst. Schwindli. Immer wieder brannt sie meine Gedanken in Gras. Flommarkt Wertvoll verkaufenst du dein Soll. Wertvoll ein Augenzwinkern im rechten Moment. Mach dich frei. Wenn es dir um die Brust eng und die Luft zwäng wird, dann ist Zeit, dass du was tust. Denk nach, wenn du das letzte Mal von Herzen gelacht hast. Weißt du das überhaupt noch? Denk nach, wenn du das letzte Mal einen Brenner in dir gespürt hast, du weißt nicht mehr, wie das ist. Mach dich frei von den Zwängen, reiß auf dein Herz und lass die Sonne rein. Dann kannst du wieder schnaufen, lachen und rühren. Dann wirst du dich wieder spüren. Die Lieb. Eine Pflanze zum Pflegen. Die Hitze, die verglüht, ein Verstehen und Verzweifeln. Die Kraft zum Verzeihen. Das alles ist die Lieb. Tanzen. Verliebt sein ist wie ein Tanz auf der Herdplatte. Heiß und gefährlich. Logik. Verliebt, verlobt, verheiratet. Ein logischer Ablauf. Verheiratet, betrogen, verlassen. Eine logische Katastrophe. Hunger. Sie ist am Verhungern, er hat satt. Gemeinsam stolpern sie über den Ocker der Verlogenheit. Rosten. Miteinander rosten macht stark zum Miteinander weitergehen. Deine Hand, deine warme, warme Hand hebt mich auf, gibt mir Kraft und Vertrauen. Hungri, Hungri noch zu wie Lorna tut genauso weh wie ein leerer Magen. Zwischen dir und mir hat einmal kein Blatt gepasst. Und jetzt geben wir uns nicht einmal mehr die Hand. Nicht unbedingt. Nicht unbedingt die Erste sein. Nicht unbedingt gefallen wollen. Viel lieber unbedingt ich selber sein. Danke. Applaus Erotik ist eh noch zu kurz gekommen und Liebesgedichte. Dein Körper, ein frisch gemahnte Blumenwiesen mit aufgewühlten Scherhaufen und ein Erdkruch, der mich zu einer Wildsau macht, die mit ihren feuchten Rieseln nach deiner schwarzen Trüffelswucht. nach deiner schwarzen Tröfelswucht. Glücksgefühl. Zuerst war ich mit meinem Zungel auf deiner Wim. Jetzt habe ich ein Wimmerl auf meiner Zunge. Es geht auch ohne Vorspiel, das ist eh klar. Ohne Vorspiel. Er hat es einfach mit sich im Griff nicht gefragt, ob es das eine ist, hat nicht lange hingeschaut, hat es auch nicht angewärmt, ob es nur ein wenig kalt war. Und die anderen haben zugeschaut. Bis auf einen, der gemeint hat, lass dir Zeit, das ist die meine. Aber was, es muss schnell gehen. Das Bier muss man trinken, weil es noch kalt ist. Da habe ich vergessen, dass wir jetzt das Erotische wegkommen und schon beim kulinarischen sind. Ich lese es noch einmal, es stellt sich aber schön im Waschbier vor. Er hat es einfach gepackt, mit sich im Griff, nicht gefragt, ob es das eine ist, hat nicht lange hingeschaut, hat es auch nicht angewarnt, obwohl es noch ein bisschen kalt war. Und die anderen haben zugeschaut, bis auf einen, der gemeint hat, lass dir Zeit, das ist die meine. Ah was, schnell muss es gehen, das Bier muss man trinken, weil es noch kalt ist. Das Bier sehen war nichts, und das Fantasieren schon gar nicht. Jetzt kommt doch noch ein echtes Liebesgedicht. Wir haben besonders tief verständigt, die lange schon mit wem beieinander sind und da nicht in diese Scheidungsgeschichte von dir eingefallen sind, sondern die das überstanden haben, auch die schwierigen Zeiten, und die so immer wieder neu begegnen. Gleichzeitig ist das jetzt das Finale schon und da möchte ich einfach auch sagen, ich beschäftige mich mit der Sprache und für mich ist das Musikalische auch in der Sprache immer drinnen, da kann manches dann mit Noten unterlegen, aber das gefällt mir am meisten Und zum Schluss werde ich noch etwas bringen. Da wird auch ein Reim dabei sein. Aber der Reim ist so, nicht der Reim in das warme Badwache, sondern ein anderer Reim. Darum werde ich das heute auch bringen, reifte Liebe. Der Reigentanz. Beim Tanzen, beim Tanzen mit dir vergiss ich manchmal, dass wir verheiratet sind. Beim Schlafen, beim Schlafen mit dir vergiss ich oft, dass wir verheiratet sind. Beim Schlafen, beim Schlafen neben dir vergiss ich auch, dass wir verheiratet sind und träumen, manchmal von anderen, aber dann beim tanzen, beim tanzen mit dir. Das Gedicht möchte ich meinen Vater wünschen. Vielleicht kriegt er es mit oben. Vater, du weißt, der Dickschädel und der Schädel längst unter der Erde ist eben noch hart. Aber allweil, wenn ich dein Haar aufsitze, die alte, schierche, gestrickte, graue Haare, wird es warm. Und mein Dickschell wird es warm. Zur Auseinandersetzung mit der Mundart. 5 vor 12. Schein langsam fällt unser Mundart aus der Zeit, so wie meine alte Taschenuhr. Die Sprache und die Zeit sind jetzt am Handy. Like older, like cool, like geil, like was? Wortfetzen. Das Wort, Wortfetzen, Fetzen, Fetzen, Etzen, Etzen. Wenn ich schreibe und schreibe, dann schreibe ich schnell und schreibe mir schnell das Leid von Leib und Soe. Und tipp und tipp in die Schreibmaschine und schreibe und schreibe und tipp und tipp. Dann ist das Leid auch bald dahin. Aber ich weiß dann nicht mehr, wer ich bin. Meiner Soe fehlt was. Meiner Soe fehlt viel. Meiner Soe fehlt was meiner Sohn, meiner Sohn fehlt viel, meiner Sohn fehlt das Gefühl für das, was ich eigentlich will mein Sohn hat so viele Fragen ich kann nicht Antworten nicht sagen, mein Sohn hat so viele Fragen ich kann nicht Antworten nicht sagen manchmal rät mein Sohn wie ein kleines Kind und wenn es dann los ist ist, voll nass ist, dann häng ich's zum Tricken im Wind. Wenn ich schreib und schreib, dann schreib ich schnell und schreib mir schnell das Leid vor Leib und Sö und tipp und tipp in die Schreibmaschine und schreib und schreib und tipp und tipp, dann ist das Leid auch bald dahin. Aber ich weiß dann nimmer, wer ich bin. Mit meiner Söh ist oft verzwickt und noch ein Drama. Am Bugl nur ein leichtes Sommerjucken, das Kitzeln von der Suhn. Aus den Augen das Säbelleichten, nur ein bisschen mehr vom Brot. ein bisschen mehr vom Brot, Töpfe, Brocken und den Körnerling. Für wen, für wann, für was? Danke. Applaus Böhringer für die gute Begleitung da, Einleitung und Bewirtung und zum Trinken kriegen wir draußen was offen, das stecken wir dann ein wenig zusammen. Aber wir haben uns wirklich ganz wohl gefühlt und ich glaube, die Leute auch bei dir, das bist du eine gute Gastgeberin. Ja, das Thema Bewirtung ist schon gefallen. Unser Literaturcafé hat noch offen. Schauen Sie gerne noch auf ein Getränk vorbei. Es werden sich sicher sehr spannende Gespräche ergeben. Ich möchte jetzt aber die Gelegenheit noch nutzen und mich bei der Gruppe Neue Mundart bedanken, insbesondere bei unseren drei AutorInnen, bei Eveline Matteiu, Bruno Mayier und bei Engelbert Lasinger. Es war uns eine große Freude, dass Sie heute wieder bei uns waren. Genau hinten am Ausgang finden Sie auch noch unseren Büchertisch. Dort sind ausgewählte Bücher aufgelegt. Sie können gerne durchschauen und auch durchblättern. Ich möchte Sie auch noch auf unsere nächste Veranstaltung hinweisen, schon diesen Donnerstag um 19.30 Uhr haben wir Sabine Scholl zu Gast, die ihren neuen Roman Die zweite Haut vorstellen wird. Die Moderation übernimmt Christa Gürtler. Und für alle, die selbst schreiben, möchte ich auch noch erwähnen, dass nun die Ausschreibung für unsere Literaturzeitschrift Die Rampe am schwarzen Brett einsehbar ist, sowie auch online, also informieren Sie sich gerne über die Möglichkeit zur Texteinreichung. Und mein großer Dank gilt Ivo Truller für die musikalische Begleitung des Abends. Er wird uns nun auch sozusagen entlassen. Ich darf den Ton, also nicht das Wort, sondern den Ton an dich übergeben und bis bald wieder hier im Stifterhaus. Herzlichen Dank. Die Dinge sind oft blöd, für manche ist es zu spät. Und dann musst du schäfen wie nur was. Manche Krote musst du heut schlucken, aber ja nicht drucken. Weil oft wird's auch von selber wieder gut. Schau immer auf die Sonnenzeiten vom Leben. Schau immer auf die Sonnenzeiten vom Leben. Wenn das Leben scheint verdorben, denk einmal an morgen, dann kannst wieder lachen und dich freuen. Und fühlst dich einmal geschissen, sei nicht depper, du musst wissen, spitz die Lippen pfeif, das ist der Trick. Schau immer auf die Sonnenseiten vom Leben. auf die Sonnenseiten vom Leben. Schau immer auf die Sonnenseiten vom Leben. Weil's Leben ist absurd und der Tod hat's letzte Wort. Du musst immer schauen, was jetzt gerade steht. Vergiss doch deine Wunden, es gibt auch schöne Stunden, sei lustig, das ist das Einzige, was zu. Schau immer auf die Sonnenseiten vom Leben. Schau immer auf die Sonnenzeit vom Leben. Wenn du genau schaust und glaubst, das ist ein Graus und manchmal bloß ein Witz und nicht viel mehr, ist alles nur Spektakel, der Tod ein kleiner Macke. Doch der letzte Locher gehört nur dir. Schau immer auf die Sonnenzeiten vom Leben. Schau immer auf die Sonnenzeiten vom Leben. Leuk he? Schouw in de aarde zonder zon En vlug met de koe Schouw in de aarde