Herzlich willkommen an diesem glirrend kalten Mittwochabend bei einer weiteren Ausgabe der Senderei der Stachel im Fleisch aus dem Studio von DorfTV in der Kunstuniversität Linz. Ja, der Iran erlebt gegenwärtig eine seiner tiefgreifendsten gesellschaftlichen Erschütterungen seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979. Es treten immer wieder landesweit Proteste gegen Zwangsverschleierung und politische Unterdrückung in Erscheinung, vor allem getragen von Frauen, jungen Menschen und zivilgesellschaftlichen Netzwerken in den großen Städten des Landes. Unter dem Ruf nach Freiheit, Würde und Selbstbestimmung wenden sie sich gegen ein System, das auf religiöser Herrschaft, politischer Kontrolle und massiver Repression beruht. Die staatlichen Sicherheitskräfte gehen mit einer beispiellosen Gewalt gegen die Demonstrierenden vor. Tausende wurden alleine schon seit Jahresbeginn festgenommen und es wurden heftige Haftstrafen ausgesprochen und ganze Menge Menschen auch zum Tode verurteilt. Im Zuge der aktuellen Massenkundgebungen sollen nach Informationen etwa der Sunday Times mittlerweile bis zu 18.000 Menschen getötet und mehr als 300.000 schwer verletzt worden sein. Zugleich versucht das Regime schon seit Jahresbeginn vor allem durch Internetsperren Kontrolle über Medien und auch über die Informationsflüsse sicherzustellen, was auch unsere Einschätzungen erschwert, wie denn jetzt die Ereignisse tatsächlich vor sich gehen beziehungsweise wie es um das Regime in Teheran bestellt ist, vor allem aber natürlich auch im Hinblick auf die Frage, wie denn aktuell tatsächlich ein Umsturz möglich sein könnte. Um dieser Fragen und viel mehr nachzugehen im Rahmen meiner Politikgespräche mit Vorwärtsdrang, darf ich zwei Gäste bei mir im Studio begrüßen, die sehr berufen sind, heute auch über dieses Thema zu reden. Gleich neben mir sitzt Azal Azazade. Sie ist vor drei Jahren nach Österreich gekommen und ist hier in Oberösterreich auch eine wichtige Stimme, eine Sprecherin der iranischen Opposition. Wir werden später mehr dazu erfahren. Und neben Asal sitzt Oskar Lehner. Er ist aus Linz, er ist Jurist und hat eine doch sehr beachtliche Laufbahn hinter sich als ehemaliger Menschenrechtsbeobachter, auch Wahlbeobachter der Vereinten Nationen, der UNO. Ich freue mich sehr, dass Sie heute hier sind und mit mir dieses schwierige Thema diskutieren. Azal, ich möchte mit Ihnen beginnen. Vielleicht erzählen Sie uns zu Beginn ein bisschen etwas von Ihrer Geschichte. zu Beginn ein bisschen etwas von Ihrer Geschichte. Wie Sie nach Österreich gekommen sind, woher Sie im Iran sind, beziehungsweise wie Sie aktuell auch Ihre Beziehungen zu Ihrer Familie im Iran aufrechterhalten können. Erstens, ich möchte zu allen, die uns jetzt schauen, Hallo sagen und danke, dass sie ihre Zeit für uns jetzt nehmen. Am Anfang würde ich mich zuerst entschuldigen, wenn meine Sprache ein bisschen schwach ist. Ich versuche mein Bestes. Ich bin Azal und ich bin im Teheran geboren und bin 26 Jahre alt. Ich bin mit meiner Mutter und meiner Schwester nach Österreich geflogen. Eigentlich gehe ich nicht durch die genauen Details, aber wegen politischen Problemen habe ich in meinem Heimatland gehabt. Und ich konnte nicht einfach wie ein normaler Mensch studieren, weil ich hatte wegen etwas falsch oder etwas unfair protestiert immer. Ich hatte meine Möglichkeit weiterzuleben, weiterzustudieren in meinem Land verloren. Und nach der Bewegung von Masa Amini habe ich ein bisschen Probleme bekommen. Nicht ein bisschen, ich habe viele Probleme bekommen, aber ich habe gedacht, das wird es lösen. Leider geht das nicht. Und dann bin ich und meine Mutter und meine Schwester nach Österreich geflohen. Und hier haben wir einen Asylbescheid. Und ich würde mich hier der österreichischen Regierung bedanken, dass sie uns in Sicherheit unterstützen. Und jetzt versuche ich mein bester nicht nur von mein land vor ganzer menschen in ganzer welt etwas richtig und machen und vielleicht eine positive beeinflussung für alle menschen haben und jetzt heute ich bin die Stimme von meinen Menschen im Iran. Leider, wir haben überhaupt keinen Kontakt mit unseren Lieben. Mein Vater ist noch im Iran. Ich habe keine Ahnung, wo er ist. Und ich weiß, dass die Bankomat hat viele Probleme. Geschäfte sind schon verbrennt von der Islamischen Republik. Und jetzt die Situation von Leben ist sehr schlimm. Ich weiß die genaue Deutschworte nicht, aber die Situation ist wie ein Marschallau. Kriegsrecht. Ja, danke. Und manchmal können sie so kurz, nur vor ein oder zwei Minuten direkt von Iran uns telefonieren. Und wir können nicht gut hören, aber was sie sagen, Und wir können nicht gut hören, aber was sie sagen, was die Islamische Republik mit Iranerinnen und Iranern als Protest gemacht hat, ist wirklich schrecklich. Und wir verstehen auch überhaupt nicht, was genau passiert, weil das Internet abgeschaltet ist. Danke für den Anfang. Wir werden dann sicher noch mehr erfahren. Herr Lehner, Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten sehr viele Krisenregionen, Konfliktregionen aus persönlicher Anschauung kennengelernt unter der Flagge der United Nations. Mit diesem Erfahrungshintergrund auch zu Beginn Ihre persönlichen Eindrücke. Wie haben denn Sie die Situation im Iran seit, als die Massenproteste jetzt wieder begonnen haben, so kurz nach Weihnachten, wie haben denn Sie das aktuell wahrgenommen? kurz nach Weihnachten. Wie haben denn Sie das aktuell wahrgenommen? Ich muss sagen, ich verfolge die Situation im Iran sehr aufmerksam in den Medien. Insbesondere deswegen, weil ich im Jahr 2022 zwei Monate durch den Iran gefahren bin. Und davor war ich schon 2014 einmal dort. Wir haben uns dort bewusst allen politischen Statements enthalten, weil wir niemanden in Gefahr bringen wollten. Wir haben auch nicht bewusst nachgefragt. Aber wir sind mit offenen Augen durch das Land gefahren und haben das ganze Land mit dem eigenen Auto besucht. Wir sind bis ganz in den Süden runtergekommen, waren auch in den konservativen Hochburgen, in Maschad und überall. Und die Erfahrung, und aus dem sehe ich das jetzt auch, was jetzt da passiert ist, dass das Land gespalten ist. Das gespalten ist in dem Sinn, es gibt eine kleine Minderheit, die, wie viel über das können wir später noch sprechen, die das Regime unterstützt, dass eine breite Mehrheit das Regime ablehnen. Und das Problem des Regimes ist, die wollen an der Macht bleiben, wollen unter keinen Umständen die Macht abgeben und gehen daher in einem Ausmaß, sind sie bereit, Gewalt anzuwenden, die wir heute sehen, dass sie also über Tausende oder Zehntausende Tote gehen und mit massiver Unterdrückung, Einschränkung praktisch aller Menschenrechte und Grausamkeiten, die schwer zu beschreiben sind, um das Einzelsitzung an der Macht zu bleiben. Wie wir durch, meine Partnerin und ich, wie wir durch den Rand gefahren waren, das war kurz vor der Mordung der Mascha Amin, ausgereist im Juni 2022. Da haben wir zum Beispiel unbegründet schon gesehen, ohne dass große Demonstrationen waren. Wir waren in einer Stadt, wo kleine Demonstrationen waren, so vor das Internet abgeschaltet wurden. Aber die Bevölkerung hat allein aus dem Abschalten schon gewusst, dass Demonstrationen sind. Wir haben also eine Bevölkerung, die sehr bewusst schon gelernt hat, mit dem umzugehen. Und was jetzt passiert, ist natürlich unheimlich traurig und ist in einer Potenz, die man sich früher noch nicht vorstellen konnte. Asal, wir haben in den vergangenen Monaten und Jahren gesehen, dass vor allem Frauen Widerstand leisten, auch gegen das Regime. Vor allem auch dadurch, dass sie das Kopftuch abnehmen und sagen, wir wollen das nicht mehr tragen. Das Regime reagiert mit Gewalt. Warum hat Khamenei und sein Regime so große Angst vor Frauen? Ich glaube, nicht nur in meinem Land, in allen Ländern, in unterschiedlichen Nationalen, Frauen haben eine besondere Kraft. Und wenn eine Frau ihr Bewusstsein findet, kann diese Bewusstsein zu anderen auch geben. Es ist egal, ein Mann oder ein Kind, eine Frau oder ein Bub. Es ist etwas, nicht nur über etwas politisch. Es ist Bewusstsein. Als eine Mutter, das gibt alles, was sie hat zu ihrem Kind. Frauen haben diese Kraft als Energie, als Liebe, als ein Gedächtnis oder Attitüde. Sie können das weiter zu anderen geben. Wenn Frauen ihre Kraft finden und sie verstehen, Das ist ein Gefängnis, das sie haben beim, ihre Gedächtnis gehabt hatte. Sie versuchen dieses Gefängnis zu explodieren. Ja, danke. Und was wir glauben, Hijab und islamisches Gedächtnis ist die genaue Säule der islamischen Republik. Und wenn wir verstehen, dass das nur etwas ist, wenn wir davor bewusst sind, dann verlierlor die Islamische Republik ihre Kraft. Aber unsere Revolution ist nicht nur über den Hijab und das Kopftuch. Es ist vor 47 Jahren Blut vergessen und Tötungen und Zwang, sexuelle Gewalt, die sie mit Menschen, egal ob Frauen oder Männer, gemacht hatten. Und sie haben die Wirtschaft wirklich Korruption geschafft. Sie haben viele Leben verloren. Die Islamische Republik hat ihre Kraft am Anfang mit vielen Toten angefangen. Deswegen unser Schah, seine Majestät, Mohammed al-Shah, hat gesagt, ich will nicht mehr Menschen töten. Trotz, ich liebe mein Land, ich lasse und ich will nicht mehr das Blut meiner Menschen sehen. Die Islamische Republik ist ein Diktator. Diktator hat keinen Sinn, hat keine Logik. Das ist etwas Logik als Gesetz zu uns sagen. Sie hatten immer mit Gewaltalt untergedrückt, kontrolliert. Und viele Menschen, viele Leben, sie hatten gestohlen. Und es ist ein bisschen krank, was sie mit Menschen macht, mit 47 Jahren. Und jetzt die Menschen im Iran, meine Menschen, sind alle bewusst und sie lieben gegenüber die Kugelsteine, Toten, aber nicht mehr so leben. Herr Lehner, Frau Assal hat jetzt gerade wichtige Punkte angesprochen, auch sozusagen zusammengefasst, was wir auch so bezeichnen als die Islamische Republik. Da können Sie uns vielleicht auch als Jurist ein bisschen auf die Beine helfen? Denn was verstehen wir denn tatsächlich unter einem, wie es benannt wird, autoritär-theokratischen System, einem Regime, das einem Gottesstaat gleicht, auch wie ein Gottesstaat aufgebaut ist? Wir haben historisch nicht so viele Erfahrungen damit. Wie ist denn der Iran in dieser islamischen Ausformung tatsächlich verfasst? Jede Rechtsordnung hat in einer Grundlage. Unsere Grundlage ist, dass wir 1920 eine Verfassung geschaffen haben, wo eine große Nationalversammlung die gebildet hat. Auf dem bauen wir auf. Andere Rechtsordnungen gehen vom Naturrecht, das ist irgendwie so konstruiert. Und dann gibt es Rechtsordnungen, die religiös verfasst sind. Wir haben das auch in unserem Rahmen gehabt. Unsere Gesellschaft, die Mitleute, war religiös verfasst. Und die Bibel war quasi der Kodex, von dem alles abgeleitet wurde. Kodex, von dem alles abgeleitet wurde. Und im Iran die Idee dahintersteht, dass der Koran das Buch ist, von dem die Kraft der Rechtsordnung abgeleitet werden soll. Und wenn man sich die Geschichte, die junge Geschichte des Iraner anschaut, war 1979, die Revolution war ein breites Bündnis von vielen politischen Strömungen, von Linken, Zentristischen und Religiösen. In diesem Bündnis haben sich dann die religiösen Bewegungen teilweise mit enormer Brutalität, das war de facto ein Bürgerkrieg damals, mit tausenden Hinrichtungen durchgesetzt. Und das Konzept, das dann entstandenstanden, eine Verfassung zu schaffen, die sicherstellen soll, dass die religiösen Prinzipien, wie sie von den Rechtsgelehrten ausgelegt werden, nicht mehr verändert werden können. Und die 79-Verfassung, die interessanterweise mit, glaube ich, um die 97% der Bevölkerung mit der Zustimmung beschlossen wurde, wenn man nicht geahnt hat, was da passiert ist, die hat einzementiert ein System, das an die Spitze stellt einen religiösen Führer, der lebenslang bestellt ist, und einen Wächterrat aus religiösen Hardlinern, die eine sehr konservative, sehr autoritäre Interpretation des Islams durchsetzt und unter der dann die ganzen Staatsorgane stehen und in einem Konstrukt von gegenseitiger Bestellung, Überwachung, Möglichkeit aufzuheben, wobei die zentralen Institutionen der Wächterrat und der Religiöse Führer sind. Darunter arbeiten alle anderen Institutionen, die ähnliche Namen haben, wie wir sie kennen. Es gibt einen Präsidenten, es gibt ein Parlament, es gibt eine Justiz, die aber alles kontrolliert wird dann vom Wächterrat und die wenn jemand es gibt bärodische Wahlen, wenn jemand kandidieren will bei der Wahl, wird er von diesem Wächterwart geprüft, ob er in dieses enge politische Spektrum hineinpasst. Und wenn das nicht der Fall ist, dann kann er gar nicht kandidieren. Und gerade bei den 2021er-Wahlen waren es so, dass 800 Kandidaten für den Präsidenten sich gemeldet haben. Also ich glaube, 9 oder 10 sind überhaupt zugelassen worden. Aber da ist schon ein ganz bestimmtes Spektrum beworben. Und alle Staatsorgane werden aus diesem ganz engen Spektrum heraus ausgesucht und ausgewählt. Nur da kann gewählt werden. Und alle Gesetze, die das Parlament beschlüsst, müssen vom Wächterrat kontrolliert werden, ob sie im Rahmen dieser sehr orthodoxen, doktrinären Auslegung des Islams hineinpassen. Und alles, was dem entgegensteuerte, ist erlaubt nicht möglich. Das heißt, es ist eine Praxis, dass die iranische Bevölkerung keinerlei Mühe hat, durch Wahlen, durch die Gründung von Parteien usw. die Politik zu ändern. Mit der Entscheidung 1979 gefallen, nach der Vorstellung des damaligen Ayatollahs, gefallen, nach der Vorstellung des damaligen Ayatollahs, dass die politischen Geschicke des Iran für die nächsten Jahrzehnte oder noch länger für immer so festgeschrieben sind und jede andere politische Strömung im Iran nicht zugelassen wird. Und das ist etwas, was den Widerstand in Iran nämlich einerseits zu schwer macht, aber auch unbedingt notwendig macht, weil das Denken der Bevölkerung ist ganz anders und hat aber keine Möglichkeit, das durch Wahlen oder durch politische Entwicklung, durch Diskussion auszudrücken. Na gut, welche Schlussfolgerungen daraus dann zu ziehen sind, darüber werden wir noch sprechen, aber Asal, das Regime unter Khamenei erklärt, wie schon oft davor, dass an den Protesten Schuld ist die USA, also Amerika, und natürlich kommt auch immer wieder vor Israel, das ist alles Propaganda, das wissen wir. Was mich interessiert, Sie haben ja als junger Mensch auch in Teheran gelebt. Sie haben ja als junger Mensch auch in Teheran gelebt. Wie haben Sie eigentlich Ihre eigene politische Meinung gebildet? Wie haben Sie es geschafft, selber politisch zu werden? Welche Informationen haben Sie? Woher bekommen Sie die Informationen? Oder andere Frage, wie sehr ist der Iran tatsächlich in der Welt isoliert oder ist der Iran nicht so isoliert, wie viele meinen? meine politische Meinung. Ich möchte sagen, dass ich kein Politiker bin. Vielleicht habe ich keine besonderen politischen Informationen. Aber als ein Mensch, zum Beispiel bin ich eine Burgesschaft von Iran, jetzt leider bin ich nicht in meinem Land, aber als eine Iranerin kann ich logisch denken, dass nach ein paar Mal, wenn die Islamische Republik immer sagt, Amerika ist schlimm, sie sind unser Feind, Israel ist so, alle westlichen Länder sind schlimm, nur wir sind gut, dann muss man ein bisschen in ihr Gedächtnis tief gehen und denken, dass es etwas falsch ist hier. Und meine Generation, wir sind alle davon bewusst geworden, dass das falsch ist. Wieso müssen wir mit allen Menschen, allen Ländern Feind sein? Wir haben kein Problem mit Menschen. Was jetzt in allen Ländern passiert, in der Ukraine, in anderen Ländern gibt es Krieg, etwas Unsicherheit, terroristische Attacke und Bewegungen. Diese alle kommen von der Islamischen Republik. Und sie hatten Iraner und Iranerinnen vor allen Ländern aller Welt Auge sehr schlimm gemacht. Wir brauchen das nicht. Wir möchten nicht in Ukraine Krieg sein, Krieg gibt. Sie helfen Russland, warum weiß ich nicht. Wir verstehen das. Sie suchen nur für einen Krieg etwas Schlimmes. Und als ein Mensch, wenn man Logik denkt, dann versteht man, das ist falsch. Und 47 Jahre ist es so. Ich finde, sie versuchten, uns als Menschen isoliert zu lassen und zu kontrollieren, isoliert zu lassen und zu kontrollieren, aber das Bewusstsein immer bewegt und ein bisschen entwickelt. Noch eine kurze Frage. Können Sie als junge Frau im Iran, in der Familie, in der Schule oder in der Universität, können Sie da über Politik sprechen? oder in der Universität, können Sie da über Politik sprechen? Nein, das ist eine Diktatur, das dürfen wir nicht. Deswegen hatte ich Probleme in meinem Land, weil ich immer protestiert hatte. Zum Beispiel Khomeini am Anfang, weil er sucht diese Kraft zu bekommen und Iran zu nehmen. Er hat gesagt, dass zum Beispiel, ich gebe euch freies Wasser, freie Elektrizität, Strom und so. Ich habe davor etwas gefragt, warum er lügt. Wir müssen eine Einheit haben wir in der Universität. Wir müssen das haben, was Khomeini in ihrem Leben gesagt und erlebt. Wenn wir dafür protestieren, etwas fragen, dann wird etwas zu uns passiert. Solche Sachen, ich weiß, es ist Unlogik und es macht keinen Sinn. Und jetzt, diese Wand ist gebrochen und Menschen brauchen ihr Recht. Ein Eindruck, den wir gehabt haben. Wir sind immer wieder von Iranern angesprochen, die auf uns zugegangen sind. Und der Grundaussag war immer, machst du einen Unterschied zwischen der Bevölkerung und der Regierung? Sie haben gesagt, die Iraner sind nett, warme Menschen, so haben wir es auch empfunden. Die Regierung ist extrem schlecht. Viele Menschen haben das gesagt. Und wir sind oft eingeladen worden von den Menschen. Die haben dann gesagt, wir wollen nicht, dass unsere Kinder hier in dieser Gesellschaft aufwachsen, aktiv ihre Kinder, so weit es möglich war, angeleitet, das Land zu verlassen. Und viele junge Menschen haben gesagt, die wollen jetzt keine Kinder kriegen, weil für diese Regime wollen wir keine Kinder in die Welt setzen, weil die sollen nicht unter diesen Bedingungen aufwachsen. Jetzt gibt es im Rahmen natürlich keine Meinungsanfragen, wie sehr ist das Regime beliebt oder nicht beliebt, aber einen Indikator kann man nehmen. Es waren die Präsidentschaftswahlen 2024. Die Wahlbeteiligung war die niedrigste jemals, über knapp unter 40 Prozent in der ersten Runde, obwohl die Regierung versucht hat, alle zu mobilisieren. Und bei den Wahlen ist dann der Kandidat, den die Regierung, das Regime eigentlich haben wollte, ist nur der Zweite gewesen. Aber man nimmt von 40 Prozent so ungefähr die Hälfte und da waren dann sicher viele auch dabei, die sagten, wir nehmen zumindest das kleinste Übel. Dann kann man sagen, dass in etwa man wahrscheinlich sagen kann, dass 20 bis 25 Prozent Bevölkerung hinter dem Regime stehen und der Rest ist dagegen. Und das ist also, glaube ich, die Ausgangsbasis für das Regime, dass sie sagen können, ungefähr so ähnlich wie in den Ostburgstaaten in den späten 80er Jahren, die Mehrheit ist weg und kann nicht mehr zurückgeholt werden. Und die einzige Chance ist für die, an der Macht zu bleiben, durch Gewalt. Und das ist eben so, es gibt eben, auch viele davon profitieren. Denn rund um den Revolutionsgarten, um die Milizen, hat sich eine Ökonomie gebildet, die profitiert davon. Die haben Zugang zu Bauaufträgen, zu Produktionsanlagen und so weiter. Und viele Menschen haben auch Stipendien gekriegt, um von der Schule bis dann zur Ausbildung in diesen System hineinzuwachsen. Und die haben natürlich was zu verlieren. Und das sind dann die Menschen, das ist bei uns in den Medien vielleicht nicht so gut rübergekommen. Es hat natürlich auch Demonstrationen gegeben für das Regime, die das Regime dann mobilisiert hat. Das ist dieser Teil von 20, 25 Prozent, so meine Einschätzung aus diesen zwei Monaten im Iran, die hinter dem Regime stehen, die etwas zu verlieren haben und die mobilisierbar sind. Aber der Eindruck, den wir da gehabt haben, wir haben es sehr intensiv, weil wir mit dem Privatauto durchgefahren sind, immer mit den Menschen privat zusammen waren, der Eindruck war, dass sicher die Mehrheit das Regime ablehnt. Azal, es gibt auch hier in Österreich eine große iranische Community, Auch hier in Linz, alleine unter den Studierenden, gibt es sehr, sehr viele Iranerinnen und Iraner. Auch ich kenne eine ganze Menge. Was mir aufgefallen ist, diese Community ist eigentlich nicht homogen. Da gibt es sehr, sehr viele Unterschiede, sehr viele unterschiedliche Meinungen. Die Proteste, das ist das eine. Das andere ist, was Sie jetzt auch erwarten, was jetzt anders werden soll. Was können Sie denn hier tun? Sie sind hier in Oberösterreich. Was können Sie jetzt für die Opposition im Iran konkret tun? Eigentlich, ich muss erstens sagen, konkret tun? Eigentlich, ich muss erstens sagen, dass die Anforderungen der Opposition von Iraner und Iranerinnen sind seine Majestät Shahreza Pahlavi der Sekunde. Und sie jetzt machen die Führung und sie haben ihren Kontakt mit Israel, Amerika und sie haben auch eine Einladung bei, glaube ich, dem Europäischen Parlament bekommen. Und die Islamische Republik macht uns mit Zwang und unterdrücken, dass wir unser Leben in unser Heimatland verlassen und nach einem anderen Land auswandern. Aber sie hatten nicht gedacht, dass ein Tag die Iraner und Iranerinnen, die in einem anderen Land leben müssten, stehen alle auf und sie finden ihre Solidarität und versuchen alle zusammen gegen die Islamische Republik ihre Revolution zu machen. Und es war auch ein interessantes Gefühl von mir, dass wir für unser Land, Iran, die Revolution in der ganzen Welt weitergemacht haben. Und wir, Gott sei Dank, meine Menschen, alle in Vancouver, Amerika, ganz Europa, sie hatten viele positive Aktivitäten gemacht, die Demonstrationen sie einführen gehabt und alle Menschen haben zum Parlament, zu zuständigen Personen E-Mail geschickt und diese Solidarität in physikalen Aktivitäten und sozialen Medienaktivitäten hat wirklich positive Beeinflussungen gehabt, Gott sei Dank. Die Situation im Iran ist wirklich, wirklich schlimm. Und wir wirklich sorgen für unsere Menschen, für unsere Familie. Wir wissen das, weil wir kennen die Islamische Republik. Vielleicht 90 Prozent, 98 Prozent Menschen haben keine Sicherheit, auch in ihrer Wohnung, in ihrem Haus. Weil die Islamische Republik ist sehr brutal und sie machen so viele Sachen, dass wir vielleicht nicht dafür denken können. und jetzt alle Iraner versuchen ihre Aktivitäten so einführen, dass sie die Stimme von Iranerinnen sein, wir haben viele Opfer gehabt diese 12.000 oder 20.000 ist nicht was genau passiert ich glaube an das. Genau was in die Bewegung von Mahsa Amini passiert. Sie sagen nicht genau, wie viele Menschen. Und wenn solche Bewegungen gibt, die Islamische Republik fängt an zu einer Propaganda. Das ist von Musa, das ist von Israel. Sie sind Terroristen und jetzt geben sie die toten Menschen zu der Familie, nur wenn sie Geld bezahlen für die Kugel. Sie zahlen, wie viele Kugeln wir haben geschossen auf dein Kind. Ob du zahlen kannst, dann... Das habe ich auch gelesen. Ja. Und sie hat dann gesagt, es gibt viele Menschen im Gefängnis. Wir haben viele Menschen verhaftet. Als der letzte Anruf, den ich iran gehabt sie hatten alle menschen im gefängnis geschoss gestoßen sie haben ein stadtrecht in norden von iran verbrennt. Alle Protesten, sie hatten eine Runde gemacht, sie hatten die Feuerwehr nicht verlassen, Feuer zu löschen. Und sie lassen die Menschen alle verbrennen. Die ganze Stadt ist jetzt nicht wie eine Stadt. Weil sie möchten ihre kriminelle Evidenz löschen. Herr Lehner, es ist äußerst bedrückend, was Azal hier erzählt. Und umso erstaunlicher ist natürlich auch, dass wir alle, auch die internationale Staatengemeinschaft, eigentlich völlig ratlos und hilflos sich verhält. Mal abgesehen davon, dass Donald Trump mal wieder angedroht hat, er wird das ganze Land bombardieren. Auch davon ist er wieder abgerückt. Aber dennoch, was sagt denn Ihre Erfahrung? Ist die internationale Staatengemeinschaft mit den eigenen Regelwerken, mit den Mechanismen auch der Konfliktlösung tatsächlich völlig ohnmächtig? von außen interveniert werden und nachdrücklich eine Verbesserung herbeigeführt werden? Oder ist es beim Iran letztendlich so, dass keiner es wirklich wagt? Weil für viele ist ja der Iran ein wichtiger geostrategischer Partner, auch in der Region. Auch Österreich ist gut im Geschäft mit dem Iran. Wir wissen das aufgrund der vielen Staatsbesuche, die vom Bundespräsidenten abwärts bis heute noch auch in den Iran führen. Was ist denn da Ihre Erfahrung? Die Situation ist sicher unbefriedigend. Man muss aber einfach sehen, es gibt etwas, was man beschreibt als die Souveränität der Staaten. Das geht ins 17. Jahrhundert zurück, in den westfälischen Frieden, dass jeder Staat in seinem Territorium die alleinige Macht darstellt. Und der erste Bruch in diesem System war dann erst 1945, weil nämlich die Ereignisse der 30er Jahre, 40er Jahre, der Holocaust, also wo alles, die Regierung hat gesagt, jedes Land kann in seinem Land mit seiner Bevölkerung machen, was es will. Und es hat massive Genozide, Massaker, schwerste Menschenverletzungen in Jahrhunderte gegeben. Und auch Österreich, Deutschland. Nach 1945 hat man versucht, ein System zu schaffen, dass schwerste Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern nicht mehr passieren, mit der UN-Menschenrechtsdeklaration und dann den Konventionen, die langsam gekommen sind. Aber nach wie vor ist es so, dass in ein anderes Land einzugreifen, erfordert einen Beschluss des UN-Sicherheitsrats. In manchen Institutionen ist das erfolgt, in vielen nicht. Und im UN-Sicherheitsrat haben die Vetermächte die Möglichkeit, das zu blockieren. Und gerade von dem Hintergrund jetzt, dass es Spannungen zwischen Russland, China auf der einen Seite, USA auf der anderen Seite und Iran, der ein Hauptwaffen- und Öllieferant ist für bestimmte Länder, ist wahrscheinlich nicht vorstellbar, dass es zu einem Beschluss des UN-Sicherheitsrats kommt, wo nicht eine Seite ein Veto beschließen wird. Da sind die Instanzzahlmechanismen relativ gering. Es gibt die Möglichkeit, Sanktionen zu verhängen. Die gibt es schon, man kann sie verschärfen. Aber auch diese Sanktionen, zum Beispiel wenn die EU Sanktionen verhängt oder auch wenn die USA noch Sanktionen verhängt, dann würden wahrscheinlich Russland und China die Sanktionen nicht mittragen und alles, was Iran braucht, verkaufen, würde wahrscheinlich über andere Länder laufen. Tatsächlich ist leider die Möglichkeit, von außen einzugreifen, sehr gering. Und Interventionen, wie der Amir-Karjab-Präsident Trump sie angesagt hat, er hat nichts gemacht. Er hat, wie so oft, einfach ein großes Maul gehabt. Es haben vielleicht viele Menschen darauf gehofft, aber sie sind dann hängen geblieben. Auch das ist in der US-Politik in der Geschichte öfter passiert. Jetzt sagt Präsident Trump, er wird verhindern, dass es zu großen Hinrichtungswellen kommt. Da muss man wieder zu befürchten, dass die, die eingesperrt sind, wahrscheinlich Tausende eingesperrt, dass die dann halt in den nächsten Monaten in einem viel längeren Prozess dann gefoltert, hingerichtet werden. Und dass es nicht den großen Bang gibt, sondern dass das sich verzögert. Bang gibt, sondern dass das sich verzögert. Es ist bedrückend, dass das passiert, aber leider sind die Maßnahmen von außen die Politik des Iran-Einschrifts relativ gering. Die Lösung muss von innen kommen. Und wenn man das jetzt im größeren Rahmen sieht, es hat sehr selten Erfolgsbeispiele gegeben, dass Länder von außen demokratisiert wurden. Und und waren die einzigen, die wirklich Erfolg waren. Also Deutschland nach 1945 war ein Erfolg, Japan war ein Erfolg, Österreich ist auch fremdbestimmt gewesen, aber viele andere wie Afghanistan oder was sonst passiert ist, sind fürchterlich gescheitert und ich glaube, wenn man versucht von außen zu internieren in den Iran, das stärkt dann eher das Regime insoweit, dass sie dann sagen, die ganzen wirtschaftlichen Probleme, die real existieren dort, die Bevölkerung verarmt immer mehr, obwohl es ein extrem reiches Land wäre, kann man dann den Sanktionen zuschieben. Und der Widerstand wird dann sofort gebrannt, das ist jetzt Handlanger des Auslands. Daher die Lösung wird von innen kommen müssen. Und da muss man sagen, im Vergleich zu Südafrika, das Apartheid-Regime war jahrzehntelang an der Macht. Und irgendwann ist der Widerstand so stark geworden, dass wir das Regime überwinden können. Und leider wird es im Iran auch einige Zeit dauern. In Südafrika gab es natürlich auch mit Nelson Mandela eine Ikone, der unglaublich stark mobilisiert hat und auch sozusagen die Solidaritätsbereitschaft ist ja stetig angewachsen und nicht geringer geworden. Also eine derartige Ikone sehe ich im Iran vorerst noch nicht. Wenn ich vielleicht da kurz klein hocken kann, 2022, wie durchgefahren, hat es bereits schon eine Art Nostalgie über das Regime des Schahs gegeben. Und speziell viele Frauen haben gesagt, damals haben wir keinen Schleier tragen müssen, wir waren frei und so weiter. Ich war damals ein junger Mann, wie der Schah gestürzt wurde. Ich kann mich erinnern, dass wir einen persischen Studenten in Linz an der Uni gehabt haben, die geflohen sind damals aus dem Iran, weil der Iran war damals auch ein artillerisches Regime mit Unterdrückung. Sawak, der Geheimdienst, war gefürchtet. Nur im Rückblick schaut das wie eine Nostalgie oder die beste Zeit aus. Es war damals ein bedrückendes Regime, gegen das sich ein breites Bündnis gebildet hat. Ich kann den Sohn des damaligen Chars nicht einschätzen. Er hat jedenfalls noch keine große Organisation dort für den Widerstand. Es ist nicht sehr lange, dass er den Widerstand sich artikuliert hat. Ein Problem war sicher, dass der Widerstand wirklich noch eine Organisation fehlt, wie es zum Beispiel in Südafrika in der ANC oder anderen Organisationen waren. Und dass die Proteste, die von unheimlich tapferen, mutigen Menschen getragen werden, aber dahinter ist noch keine Organisation, die langfristig das Regime schwächen könnte. Und das ist, glaube ich, das Problem, dass dieser Widerstand und die Proteste sehr schnell niedergeschlagen werden. Es müsste ein breiter Widerstand im Sinn von Gewerkschaften, im Sinn von Bildungseinrichtungen quer durch, um Widerstand gegen das Regime aufzubauen. Das fehlt leider noch. Ich möchte etwas sagen. Sie haben gefragt wegen der iranischen Kommunikation. Ich habe das vergisst. Iraner sind alle jetzt gleich zusammen eine Solidarität gehabt. Es ist egal, wer braucht Monarchie oder wer braucht eine Republik. Sie sind jetzt alle eine Stimme zusammen. Wer gegen diese Stimme sind, zum Beispiel die linken Menschen und die Menschen von einer Terroristgruppe, Mujahideen, die sind nicht die Menschen, die mit Iraner und Iraner sind. Sie sind immer gegen Menschen. Die Mujahedin hat auch etwas gegen Menschen in den Krieg, den achtjährigen Krieg gemacht. Und jetzt, sie haben eine Propaganda, es gibt eine Demonstration in Berlin und sie haben 13 Bus gemietet und sie hatten zu den Menschen bezahlt. Das kommen sie, dass wir ein bisschen zeigen, dass wir groß und viel sind. Aber was ist ihr Ziel? Eigentlich, ich glaube, Iran war immer ein großes Ziel, dass wenn jemand den Iran bekommt und eine Kraft davor bekommt, weil Iran ist ein reiches Land und sie haben alle eine gleiche Meinung wie die Islamische Republik. Sie brauchen diese Diktatorität nicht weg. Sie möchten es in ein anderes System mit einem anderen Namen weitermachen. der Schah und gegen die Menschen, die sind nicht mit uns. Und wir würden als Iraner, die in anderen Ländern, als Ausländer, internationale Menschen leben, wir würden diese Menschen erkennen und wir würden dieses auch berichten, weil die sind auch wie die Islamische Republik und Mujahideen als Terroristen. Und ich möchte nur diese Information geben, dass wir einen Kontakt auch gefunden haben von Iran. Ich habe das gehört. Ein Mensch hat gesagt, ich brauche keine Monarchie. Aber jetzt, wenn ich sehe, wie viele Menschen vor meinen Augen gestorben sind, ich sage auch Javica. Ich bin auch mit Javica. Wir haben niemanden mehr, wir ihm vertrauen können. Es gibt keine andere Figur. Ja, es gibt keine andere Figur. Und die Pahlavi-Familie, sie haben wirklich viel ehrlicher Dienst zu Iran geleistet. Und wir können niemandem vertrauen. Aber Herr Lehner, das ist hochinteressant, was Asal erzählt, denn das erinnert ja auch ein bisschen an die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ich denke da jetzt zuallererst an Spanien nach dem Ende der Franco-Diktatur, einer faschistischen Diktatur. Auch Spanien hat sich dazu entschlossen, zu einer Monarchie, zu einer konstitutiven Monarchie zurückzukehren, zu einer Monarchie, zu einer konstitutiven Monarchie zurückzukehren, weil die Menschen an autoritäre Regierungssysteme gewöhnt sind, dass sie eigentlich eine war die einzige Integrationsfigur. Wäre es nicht Ihrer Meinung nach jetzt, das ist ja eine spannende Frage, die Asal stellt, ist das nicht strategisch klug, jetzt eigentlich alles auf den Scharsohn zu setzen, weil es gibt kaum jemand anderen, der Widerstand, Opposition um sich scharen könnte? Opposition um sich schauen könnte? Für die Übergangsphase, falls es zu einem Zusammenbruch des Regimes kommt, hat eigentlich keiner ein Konzept. Das ist eine der schwächenden momentanen Situationen, im Vergleich zum Beispiel mit dem Sturz des Regimes in Südafrika. Es ist nur ein Prozess, in dem sich politische Führer herauskristallisieren, Strukturen und Visionen, wie das Land dann weiter ausschauen soll. Man muss sich auch vor Augen halten, Teheran ist ein multikultureller Staat und es gibt unterschiedliche Zahlen, aber es gibt auch Berechnungen, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung eigentlich ethnische Minderheiten sind. Auch die werden wahrscheinlich ganz andere Vorstellungen haben, wie der Iran oder eine Überwindung des Regimes im Iran aussehen soll. Zum Beispiel ethnische Gruppen, die dann sich loslösen wollen. Es wäre wahrscheinlich wichtig, eine Integrationsfigur zu finden die für alle akzeptabel ist ob ob akzeptabel ist es wird sich herausstellen aus der Diskussion in den nächsten Monaten momentan schaut es nicht so aus ich habe gehört, dass da Schwierigkeiten sind das war auch in Österreich eine gemeinsame Plattform für Aktionen finden. Es wird auch eine wesentliche Aufgabe sein, des iranischen Widerstands einen gemeinsamen Weg zu finden, einen Minimalkonsens zusammenzuarbeiten und das vorrangige Ziel, die Überwindung des Regimes zu sehen. zu erweitern und das Vorrang ist, das Ziel, die Überwindung des Regimes zu sehen. Unter welcher Figur, das ist dann die Frage der Bewegung und der Organisationen. Wollen Sie noch etwas sagen gleich dazu? Zum Shah, zum Sohn des Shah, welche Wirkung er haben kann und ob er die momentan einzige Lösung ist? und ob er die momentan einzige Lösung ist? Eigentlich, als ich erinnere, hat mein Vater immer viele politische Nachrichten geschaut. Ich hatte kein Interesse daran. Aber wenn er immer mit seinem Majestät redet, hatte ich immer ein gutes Gefühl. geredet. Ich hatte immer ein gutes Gefühl gehabt. Ich habe gesagt, ich habe keine sehr starke Politikmeinungen. Sie haben ihn im Internet gesehen. Ja, wir haben immer im Satellite und Fernsehen gesehen. Aber als ich erinnere, sie hatten immer ihre Vorbereitung gezeigt, dass sie sind immer bereit. Sie hatten immer gekämpft und in jeder Bewegung, die es gibt im Iran, sie waren hinter Menschen und sie unterstützten Menschen. Und andere, die wir gesehen haben, sie versuchten immer für eine Kraft, für einenkeit, dass er mit ihrer Liebe, mit es ein freies und demokratisches Referendum. Meinung sagen, welche Art von Regierung brauchen. Und dann können wir entscheiden, jetzt das wichtigste Ziel von Iraner und Iranerinnen sind, dass wir bekommen unser Land wieder zurück und diese Islamische Republik Menschen alle verhaften und ihren Prozess bekommen, dann auch wenn sie zurückkehren und Iran befreit wird, dann wir verstehen genau wie viele Opfer wir gehabt hatten. Und jetzt ist es ein bisschen schwierig. Herr Lehner, das klingt ja alles sehr nachvollziehbar, aber wir wissen natürlich, dass diese Übergänge sich im Regelfall sehr, sehr schwierig gestalten. Da geht es ja nicht nur dann im Nachhinein um juristische Aufarbeitung, konsequente juristische Aufarbeitung der vielen Verbrechen und des Terrors, der stattgefunden hat über Jahrzehnte in einem Land, sondern da geht es ja auch um Dialog- und Versöhnungsprozesse. Wo sehen Sie denn da Hoffnung? Welche Beispiele würden Ihnen denn einfallen, wo man sagen kann, okay, vielleicht könnte sich die iranische Gesellschaft im Falle eines Umsturzes, einer Wendung orientieren, das auch sozusagen kulturell, auch mit dem religiösen Hintergrund durchaus auch Wege finden sollte oder könnte, die bereits schon einmal beschritten wurden? wollte oder könnte, die bereits schon einmal beschritten wurden. Ein Beispiel könnte Südafrika sein, wo ein fundamentaler Bruch durch die Gesellschaft gegangen ist, der aber dort nicht religiös, sondern rassisch bedingt war. Aber es war auch ein gewisser freiwilliger Machtverzicht letztendlich der weißen Herrschaft. Absolut. Das wird bei mir auch nicht der Fall sein. Es wird nicht der Fall sein, aber die Frage ist, wie man die Teile zusammenbringt. Und ein Beispiel in Südafrika war dann, dass man dort konsequent auch die Verbrechen aufgearbeitet hat, durch eine Truth Commission. Das ist ein Mechanismus, den man sicher später mal anwenden kann. Das ist, glaube ich, der übernächste Schritt. Im konkreten Volumen Iran ist natürlich ein Problem, dass in die jetzige Führung sehr wenig Optionen hat, irgendwo anders hinzugehen. Ich glaube, für ein Regime ist da immer die Frage, wenn wir die Macht aufgeben, wie schaut es nachher für uns aus? Die Iraner sind Schiiten und was aus unserer europäischen Sicht nicht so klar ist, dass zwischen Schiiten und Sunniten ein sehr fundamentaler Unterschied ist. Für uns ist Islam so eine Blackbox und alles in gleich ist, überhaupt nicht der Fall, aber Schiiten und eine schiitische Führung will sicher nicht in ein sunnitisches Land gehen. Und der Iran ist so das führende schiitische Land. Und sie wollen wahrscheinlich auch nicht in einem säkulären Russland leben wollen und auch nicht in einem China. Das heißt, sie haben sehr wenig Optionen woanders hinzugehen. Überall am Szenarien sehe ich also, da macht es für sich nicht passieren, das ist dann wirklich eine Frage. Man muss sie zwingen zu einem Punkt, wo sie nicht mehr können. Und Revolution wird so definiert, wenn die Unterdrückten nicht mehr wollen und die Herrschenden nicht mehr können. Und diese Situation muss herbeigeführt werden, eben durch eine Mobilisierung, durch Organisationen, durch Aufklärung der Bevölkerung beziehungsweise auch umgekehrt, dass sich die Bedingungen so verschärfen, dass der Regime einfach nicht mehr weiter kann und auch nicht mehr dieses Minimum an Lebensstandard oder an Einkommen oder an Wohlstand für seine Klientel zur Verfügung stellen kann, dass die noch für das Regime kämpfen. Und dieser Punkt ist scheinbar, wie wir sehen, momentan nicht erreicht. Wie der Prozess dann übergehen soll, es gibt wenig Modelle. Um jetzt auf das Beispiel Frankreich, Spanien zu kommen, der spanische König hat unter Frankreichs Zeit in Spanien zu kommen. Weil der spanische König hat unter Frankl Zeit in Spanien gelebt oder war zumindest nicht jemand, der gegen das Regime war. Er hat so quasi Transitionsfigur zwischen zwei Regimen geführt. Ob das Reza Bavlevi machen kann, glaube ich eher nicht. Ich glaube, das Beispiel wird nicht funktionieren. Was aber wo ein Kompromiss sein kann, ich glaube, im Iran die Großübergänge sind Muslime, viele von Sincheten. Es sollte dort nicht der Islam verboten werden. Die Opposition will nicht den Islam verbieten, sondern sie will einfach einen säkulären Staat und sie will einen islamisch-säkulären Staat. Und so wie wir einen Österreicher oder eine mehrheitlich christliche Bevölkerung, das ist ein säkulärer Staat, so ein Kompromiss könnte ein Staat sein, in dem gewisse muslimische Traditionen noch sehr hoch gehalten werden, wo die Bevölkerung trotzdem die Möglichkeit hat, frei zu entscheiden, in welchem Grad von Realität sie leben wollen. Das spricht, dass man nicht gezwungen wird, seinen Kopf zu bedecken, dass man wer will, Alkohol trinken kann, dass man Lebensformen leben kann, die aus der Form der Hardliner als unboslimisch gesehen werden, aber dass das alles möglich wird und vor allem, dass dann es möglich wird, darüber demokratisch zu entscheiden und nicht ein Wächter entscheidet, wer kann nach gewissen engen religiösen Kriterien politische Funktionen innehaben. Wir haben jetzt nur mehr ganz wenig Zeit. Und Azal, Sie haben jetzt das letzte Wort. Und mich interessiert jetzt noch, wir haben jetzt gar nicht viel über das Internet gesprochen, aber es spielt eine wichtige Rolle. Ich habe versucht zu recherchieren. Experten meinen, dass die Internetsperre noch bis März dauern wird, bis zum iranischen Neujahrsfest. Das ist noch eine lange Zeit. Vielleicht können Sie uns mit Ihrem letzten Wort, mit Ihrem Schlusswort auch noch sagen, was Sie denn jetzt erwarten, wie Sie jetzt auch kommunizieren wollen mit Ihrer Familie im Iran, mit Ihrem Vater, welche Hoffnungen Sie haben und Sie haben jetzt dafür noch genau drei Minuten Zeit. Eigentlich wegen dem Internet muss ich sagen, was denken Sie, warum genau die Islamische Republik das Internet abgeschaltet hat, weil sie großen Massaker machen möchten. Früher hatten sie auch das Internet abgeschaltet, aber nicht so stark wie heute. Der Bankenmarkt funktioniert nicht, Menschen können nicht miteinander direkt telefonieren, sie können nicht einfach etwas erzählen, weil sie hören, was Menschen sagen. Sie haben Kontrolle daran. Und ich möchte etwas sagen, dass heute war ich hier, dass ich meine Menschen stimme zu sein. Stimme zu sein. Und ich möchte sagen, bitte die österreichischen Menschen oder jeder Mensch von jedem Land mit jeder Sprache, die hören mich jetzt, bitte die Stimme von Iraner und Iranerinnen sein. Wir, meine Menschen, machen diese Revolution nicht nur für Iran und uns. Wenn die Islamische Republik umgefallen wird, dann die ganze Welt würde sicher sein. Wir machen es nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt. Das ist der wichtigste Punkt, den ich immer sagen möchte, als ich es früher gesagt habe. Und ich möchte bitten, die zuständigen Personen im Parlament, die arbeiten, sie haben eine Kraft, bitte beenden ihre Zusammenarbeit mit diesen terroristischen Menschen der Islamischen Republik. Was würde dann noch passieren, dass sie verstehen, dass sie wirklich gefährlich sind? Und ich würde noch sagen, bitte sie weisen vor ihrem Land oder vielleicht sie können sie verhaften bis der Prozess. Und ich wollte etwas über die NATO und die R2P sagen, dass mein Menschen, alle Iraner und Iranerinnen, in Iran und außer Iran, brauchen R2P. Das ist ein richtiges Gesetz, das in Menschenrecht, das ist ein Prinzip von Menschenrecht. Und wenn eine terroristische Regierung gegen ihre Menschen ein Massaker macht, R2P muss einstellen. Und wir brauchen das. Wir haben gehört, dass NATO hat die Militär von Großbritannien und Deutschland in die Nähe von Iran geschickt. Israel und Amerika machen das. Und jetzt, nach unserer Schar, Trump und Netanyahu haben eine große Rolle. Und die Menschen in Iran haben keine Ahnung, was passiert hier. Sie wissen überhaupt nicht. Und wir können überhaupt nicht erzählen. Aber wir sagen etwas, was gut unterwegs ist. Und ich möchte nur sagen, bitte helfen, Iran. Mr. Trump, ob Sie eine Bewegung haben wollen, etwas machen, bitte jetzt. Danke. Ja, etwas machen. Bitte jetzt. Danke. Ja, vielen Dank. Das war ja noch sehr eindrücklich. Ich weiß nicht, ob Donald Trump uns zusieht heute in Davos, aber man darf ja noch den Glauben haben. Ja, vielen herzlichen Dank, Asal Azazadeh und Oskar Lehner. Eine schwierige Diskussion zur aktuellen Situation im Iran, beziehungsweise wie es denen gelingen kann, das verbrecherische Mullah-Regime tatsächlich eines Tages zu stürzen und das Land und seine Menschen zu einer besseren Zukunft zu verhelfen. Wir werden das heute nicht lösen können, aber ich kann versprechen, dass wir als Politikredaktion auch bei DorfTV da weiter ein Auge darauf haben werden. Ich darf mich auf jeden Fall sehr herzlich bedanken, nicht nur bei meinen beiden Gästen, die ins Studio gekommen sind, sondern auch bei den Zuseherinnen und Zusehern für das Interesse. Wir werden internationale Themen auch weiterhin konsequent aufgreifen. Ansonsten darf ich auch für heute Abend wie immer mit dem Ersuchen schließen. Bleiben Sie bitte dem Sende Ihres Vertrauens, nämlich DorfTV, auch weiterhin gewogen. In diesem Sinne noch einen schönen Abend und auf Wiedersehen.