Du hältst das Seil und ich springe. Ja, ja, ich arbeite mit dem Seil. Wie lange schon? Ein Jahr. Ein Jahr, oh. Du hältst das Seil, ich wickel mich ein. Wir waren in Deutschland. Deutschland. Frankfurt. Ah, Frankfurt. Ich wäre gern ehrlich. Ich wäre gern ehrlich. Ich mag nicht mehr hüpfen. Auf emotionaler Ebene bin ich ein Rosiner. Diese Realisierung trifft mich jedes Mal wie der Schock über den Aufprall eines Blumentopfes, der bei Windstille vom dritten Stock auf den Asphalt gekracht ist. Anstatt einfallsreich mit dem umzugehen, was ihr habt, verkocht ihr es zu einer geschmacklosen Pampe, die ursprünglich mal Reis werden sollte? Ungesalzen, versteht sich. Schlussendlich schaufelt ihr diesen undurchsichtigen, aber doch verwässerten Brei in euch hinein. Schließlich seid alleine ihr für sein Dasein in derartigem Zustand verantwortlich. Ab und zu gönnt ihr euch dann noch ein Bier dazu, um euer Schaffen runterzuspülen. Was muss das? Was muss das? Was muss das? Was muss das? Was muss das? Du erwartest was von mir? Also, was genau ist jetzt noch nicht ganz klar. Es wurde auch nie so richtig ausformuliert. Du weißt nur, dass du irgendwas von mir erwartest. Was? Äh, nee. Ja und nein, nein, ja. Lieben, hassen, vermissen, vergessen, füllen, abdampfen, verlassen, verlieren, sich selbst, äh, vegetieren, hoffen und bangen. Stress, Erschöpfung und YouTube halten mich wach, ohne mir was zu geben und das Herz pumpt weiter, ohne zu schlafen. Antrieb beispielsweise ist Kompensation. Deswegen war ich zum ersten Mal meine Tasche schnell gepackt. Leider dabei die Unterhosen vergessen. Einen letzten Automaten-Kaffee hole ich mir noch, bevor der Zug einfährt. Zu irgendwas müsste für spät wieder gut sein. Kurz vor dem Ausstieg drehe ich mich nochmal um, so als könnte ich von einem Zeitstrahl aus in die Vergangenheit zurückschauen. Ich sage dir lieb, dann sag ich lieb, dann sag ich tschüss, dann sag ich tschüss, dann sag ich lieb, dann sagt Tschüss. Und dann schreibt sie die Lippen. Und dann sagt sie auf. Ich weiß, wo er ist. Ich glaube, es ist so oben mit der Schicht. Ja, dann ich weiß auch. Ja, er auch. Ich weiß nie. Ja, er auch. Ich sippe an meinem Becher, während die Nachtluft aufdringlich unter die Falten meiner Kleidung zieht, wo sie beginnt, an mir hochzukriechen. Vielleicht komme ich irgendwann in der Zukunft, in meiner jetzigen Gegenwart an. Thank you. you you