Wenn wir aus der Distanz darauf blicken, dann scheint es uns, als wären Gut und Böse ganz leicht voneinander zu unterscheiden. Doch wenn wir es wagen, genau hinzusehen, dann beginnen die Grenzen zu verwischen. Böse, das uns heimsucht? Oder sind es vielmehr wir selbst, die das Böse suchen, damit wir uns gut oder immerhin etwas besser fühlen können? Und wenn das wahr ist, macht es dann überhaupt noch Sinn, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden? Wir sind heute hier, um Antworten zu finden. Hast du dich jemals gefragt, was passieren würde, wenn du dich traust, einem Glück auf die andere Seite zu werfen? Dr. Horror, der Podcast für Horrorforschung. Hi Freaks und herzlich willkommen bei Dr. Horror Live im MKH Wels. Schön, dass ihr alle da seid zum Freibadetal. Ich sehe einige unentschiedene Gesichter, einige neugierige Gesichter. Vor allem sehe ich einige bekannte Gesichter. Schön ist es, auf der Welt zu sein und noch schöner ist es, in Wales zu sein. Voll schön, dass ihr alle da seid. Meine Lieben, wir haben ein richtig geiles Programm vor uns. Heute gibt es ein Thema, das steht seit Tag 1 ganz weit oben auf meiner Doktor Horror Liste und ich habe mich bisher nicht getraut darüber zu sprechen. Ganz einfach, weil ich bisher nicht davon überzeugt war, den richtigen Gast dafür zu haben. Es ist ein Begriff, ein Phänomen. Ja und irgendwie auch so ein Thema, das wirklich so eines der größten Rätsel ist, das es überhaupt gibt im Denken über die Moderne. Und gleichzeitig ist es auch so ein Ding, das uns im Alltag immer wieder beschäftigt und das wir Tag für Tag immer wieder neu aushandeln müssen. Wir sprechen heute über das Böse. Jetzt lacht es noch. Wir haben ein sehr schönes Programm für uns. Genießt jetzt noch die Zeit. Wir starten ganz klassisch mit einer Podcast-Session. das Programm von uns. Genießt jetzt noch die Zeit. Wir starten ganz klassisch mit einer Podcast-Session, aber in Hälfte zwei. Meine Lieben, ist dann aus mit Ruhe und Entspannung. Da brauchen wir dann eure aktive Mitarbeit. Also genießt das jetzt noch, nehmt einen tiefen Atemzug und lehnt euch zurück. Und, ja, meine Lieben, wir sind nicht allein. Bei mir ist ein Mann, der tagtäglich die Grenzen zwischen Gut und Böse verhandelt und das auf höchstem Niveau. Er hat daraus sogar seinen Beruf gemacht. Er ist die absolute Nummer 1 im deutschen Sprachraum, wenn es um die ganz harten Fälle geht. Meine Lieben, begrüßt mit mir Rechtsanwalt und Strafverteidiger Michael Latzinger. Einfach runter. So, schauen wir mal, wo wir nicht passen. Wunderbar. Michael, wunderbar, dass du da bist. Ich freue mich, wir wollten das ja schon seit Jahren machen. Früher war es vielleicht eine Briefkorrespondenz gewesen zu guter Zeit. Uns verbindet eine WhatsApp-Freundschaft. Das stimmt, ja. Michael, ich weiß gar nicht, ob du das weißt. Ich hoffe, es ist okay, dass ich das jetzt vor alle Leute sage. Also erstens, ich habe das ja lieb. Und der Michael ist wirklich einer der Menschen, denen zu verdanken ist, dass es Dr. Horror noch gibt. Weil ich habe angefangen vor drei Jahren und habe meine ersten drei Folgen nochmal online gestellt. Und habe mir gedacht, ja, das könnte jetzt so eine Nummer werden. Also wenn man so kennt, das verweicht vielleicht die Mama einmal. Dann sagt die Mama aus Höflichkeit, ja, hast du super gemacht, Stefan. Dann sind wir stolz auf dich. Und dann war es das auch wieder. Und dann weiß ich genau, an dem Tag ist da irgendwann eine Sprachnachricht gekommen von dir. Und du hast gesagt, hey, da lautet es aus, was ist da? Und ich habe ganz viel Verhandlungen gehabt und da habe ich an deinem Folgen denken müssen. Und dann habe ich da raus verhandelt wie eine Ass. Und das war wirklich für mich der erste Moment, wo ich so für mich das Gefühl gehabt habe, hey, Dr. Horror kommt auch in der Welt. Und das ist es. Das stimmt, wobei ich auch einen Shoutout machen muss an Petter Zeintl, der heute da ist. Straight Outta Bad Gelsern, da hinten sitzt er. Petter, Servus. Weil ich habe ja die, muss ich ganz ehrlich sagen, nicht gekannt. Weil du hast ja früher bei den Krautschellenlen und das hat nicht jemand gewusst, außer mir. Weil ich Metal höre. Das sagst du mir jetzt. Vor alle Leute. Entschuldigung. Ich habe mir gedacht, das ist halt die Wahrheit. Machen wir einen Tag der Wahrheit. Machen wir einen Tag der Wahrheit. Dann hat der Peter gesagt, da gibt es einen Podcast, da beschäftigt sich einer mit Horror. Dann habe ich mir das angehcht und dann habe ich mir gedacht boah voll geil und dann muss ich dringend mal anfragen weil ich bin ja selbst ein anderer lovecraft experte und dann macht er vielleicht eine folge mit mir wenn ich nur lästig genug bin dann hast du eine lovecraft folge gemacht ohne mich aber mit einem anderen experten und dann habe ich mir gedacht ich muss etwas anderes tun und dann habe ich mir gedacht jetzt schreibe ich ihn einfach mal an und dann hat sich genau ich glaube wir haben uns ein halbes Jahr unterhalten, bevor wir uns einmal live gesehen haben, weil ich habe dann nämlich gesagt, da bin ich mit den Law Busters aufgetreten in Wien und habe gesagt, dann nehmen wir dich einfach dazu und dann sagst du auch was. Und das war auch lässig, da muss ich das erste Mal richtig live gesehen. Aber es stimmt, uns verbindet eine WhatsApp-Kommunikation. Also wir schicken uns regelmäßig Sprachnachrichten eigentlich. Super, so macht man das heute. Das wird dann vielleicht irgendwann in Buchform abgedruckt. Hoffentlich nicht, aber... Schauen wir mal. Schauen wir mal. Übrigens, was ich sagen will, ich habe dir nämlich auch etwas mitgebracht, weil es ist ja, glaube ich, heute der erste Live-Podcast von dir, oder? Ja. Von mir, glaube ich, auch. Ich mache jetzt einfach was, das ist dann eine Tradition und dann kannst du bei deinen Gästen berufen, und zwar habe ich dir etwas mitgebracht, das ist ein 20-seitiger Würfel, weil ich bin nämlich auch Rollenspieler von der Halle der Helden, macht Rennkerverein, wo ich dabei bin, und den kriegst du zum einen. Jetzt kannst du bei allen anderen Gästen sagen, wo ist mein Geschenk. Super. Den nehme ich von ganzem Herzen an. Was macht man mit einem 20-seitigen Würfel? Primär Rollenspielen, wie gesagt. Man würfelt je nach System, Schwarze Auge, Dungeons & Dragons oder so, ist vielleicht bekannt als Stranger Things. Da schaut man dann immer, ob man jetzt trifft das Monster oder nicht. Super! Also bei Schwarzen Auge hast du mich schon gehabt. Großartig, perfekt. Danke von ganzem Herzen. Super! Du, mein Lieber, du bist ja mit dem Bösen auf Du und Du. Ja, so kann man das kurz sagen. Und du verteidigst ja Menschen, die ja wirklich auf der Spossenleiter der Kriminalität ganz hoch nach oben gestiegen sind. Poetische Formulierung. Und also Menschen, die Drogen an andere Menschen verkaufen, im kleinen und auch im großen Stil. Menschen, die sich an anderen Menschen vergehen, sexuell oder per körperlicher Gewalt. Und jetzt ist meine erste Frage und ein sehr guter Freund hat mir gesagt, es ist so die Partyfrage quasi für die Strafverteidiger. Also quasi das Äquivalent zu dem, wo man halt beim Arzt sagt, man schaust dir das und das auch gar nicht. Und das ist quasi die Frage, die jeder Strafverteidiger auf jeder Party immer beantworten muss. Wie kannst du nur? Es ist tatsächlich die Partyfrage, die ich schon total oft gehört habe. Und da gibt es mehrere Antworten. Meine erste Antwort ist, wer zahlt, die kommt nicht mehr gut an. Wo es mir dazu sagt, da ist man ein bisschen zu viel als Söldner unterwegs. Tatsächlich, ich bin sehr behütet aufgewachsen eigentlich, mir hat nie an etwas gefehlt. Und als ich dann Ju studiert habe, da ich mich eigentlich erst so nach der Matura entschieden habe, habe ich mir dann relativ schnell gedacht, ich will irgendwie jetzt das andere sehen, also diese Schattenseiten, was alles geht, was man sonst eben nur in Horrorfilmen oft sieht und was man sich nicht vorstellen kann, dass wirklich passiert. Und dann habe ich mich in Richtung Strafrecht bewegt. Und auf der einen Seite denke ich mir, es ist total interessant für mich, auch wenn es wild ist, weil ich ja oft Dinge erfahre oder weiß, die sonst irgendwie kein anderer siegt. Also ich siege Dinge, die jetzt eigentlich rechtlich verboten sind. Ich habe mit Dingen zu tun, die rechtlich verboten sind. Ich sitze Leute gegenüber, die rechtlich verbotene Dinge gemacht haben. Und was mir dann eigentlich erst später klar geworden ist, ist das, dass wir in unserer Rechtsordnung, also wir regen uns immer über Politik auf und über das Recht und über das Gesetz und so weiter, dass wir eigentlich eine sehr gute Rechtsordnung haben. Und in dieser Rechtsordnung ist es notwendig, dass es eine Person gibt, jetzt als Pflichtverteidiger oder auch, weil er gewählt wurde. Also wenn der beauftragt hat, der sagt, du pass auf, ich bin der, der jetzt an deiner Seite ist. Jetzt nicht unbedingt so, ich habe dich außer um jeden Preis, weil das ist oft gar nicht möglich, sondern ich bin der, der die Rolle einnimmt, dass du wie ein Mensch behandelt wirst. Weil egal was wer gemacht hat, es ist total gefährlich, wenn man jetzt anfängt, dass man die Leute entmenschlichen würde. Das ist was, das finde ich immer total spannend. Man braucht sich nur anschauen, wegen einer Zeitung, wenn es da um Vergewaltigung geht. Wurscht, ob der entschuldigt ist oder nicht. Und dann muss man sich nur mehr die Kommentarspalten anschauen, was da geschrieben wird. Hängt es noch auf? Bringt es noch um? Steht es am DR ab? Es ist meistens von Männern, die da angeklagt sind. Und, ganz wichtig, und hängt es ein Anwaltgeher daneben? Das lese ich auch relativ oft. Und da merkt man eigentlich, wie weit wir von der Lünsjustiz entfernt sind in Österreich oder generell in der modernen Zivilisation, nämlich nicht weiß. Und diese Entmenschlichung, die haben wir schon mal gehabt. Das hat damals große Katastrophen ausgelöst in Wirklichkeit. Da kämpfen wir heute noch dran, das braucht man nicht mehr. Und darum glaube ich, ist es systemisch einfach wichtig, dass man jemanden hat, der sagt, okay, ich bin da und schaue. Auch wenn sonst alles klar ist, dass dieser Prozess, den wir ausgedacht haben, dieses System einfach auch fair abbrennt. Und da ist es zum Beispiel so, ich habe einmal einen gehabt, der hat seine Frau erschossen. Das war, ich glaube, 2023 der erste Femizid in Österreich. Und ich bin mit dem vom MKH so schräg gegenüber als die Justizanstalt gewesen, die Schlosshammerling, wie man gerne sagen. Und der ist mit mir da gesessen. Und erstens war das für mich eine total spannende Erfahrung mit einem Menschen, wo ich weiß, der hat einen anderen Menschen umgebracht. Also richtig mit Pistole an den Stirn gehalten. Und der war total höflich. der dann anderen Menschen umgebracht hat, also richtig mit Pistole an den Stirn gehalten. Und der war total höflich. Das hätte ich dem niemals geglaubt, dass der einfach sofort erschossen hat. Und dem habe ich auch nicht helfen können, weil das war klar, der hat das zugegeben gehabt. Und ich habe geschaut, dass das Verfahren trotzdem fair überrennt. Das in dem Fall war es eine Geschworenenverhandlung, dass die Geschworenen den jetzt auch ein bisschen als Mensch sehen. Und das ist also mein Credo, das habe ich von anderen Strafverteidigern, das heißt immer, ich ächte die Tat, aber ich achte den Täter. Also ich sage trotzdem, okay, du hast etwas Schreckliches gemacht, aber du bist ein Mensch, du bist eine Person und zu einem gewissen Rest Respekt, auch wenn du den sonst keinen entgegenbringst, mache ich das. Und man muss auch ganz ehrlich sagen, dass in vielen Fällen von mir, also ich bin auch viel im Suchtmittelrecht unterwegs, weil in Wörth schneidet es immer, wie man so schön sagt. Dementsprechend, ja, also man hört es hier und da in der Zeitung vielleicht. Und das sind oft eher Fälle, die halt skurril sind, muss man dazu sagen, weil da einfach oft Situationen rauskommen, wo man sich denkt, das kommt auch so ein Film, aber halt so eine Komödie. Weil einfach so, sag ich mal, taktische Fehler begangen werden. Also ich habe zum Beispiel viel Mandanten, die bestellen sich was im Ducknet, so mit Bitcoins, für die gute Idee. Aber sie lassen sich es halt heimschicken. Das ist immer isotaktisch unklug, da ist Luft nach oben. Also das ist, also wenn ein Learning von dem Podcast ist, dann nicht heimschicken lassen. Und da kommt dann auch auf die Polizei, aber nicht unbedingt, weil sie die Wohnung anmieten möchten, sondern weil sie mal schauen möchten, was da sonst noch so ist. Und es ist dann auch immer sonst. Muss man auch dazu sagen. Ich finde das großartig. Da haben wir einen schönen Schauremix benannt. Das geht so ein bisschen aus dem Kriminalschaure, aber auch mal rein in die Komödie. Ich würde gerne noch mal zurückgehen. Du hast ganz am Anfang gesagt, du hast das gemacht, weil du einerseits sehr behütet aufgewachsen bist, das ist ja geschickt, aber weil du trotzdem immer die andere Seite sehen wolltest. Und jetzt habe ich gerade gedacht, da hast du jetzt die Vatertötung. Kennst du das? Nicht so ganz. Also erklärst du das damit das Publikum weiß, weil ich weiß. Da gibt es ja einen. Da gibt es so ein Geschwister. Da haben wir drei Brüder. Und alle drei denken sich mit dem Papa, Papa, Entschuldigung, das ist jetzt nur, der Freud hat das halt gesagt. Da kennen wir nichts davon. Der Dostoevsky hat sich das einfallen lassen. Und die denken sich alle drei, der Papa, der Kerl, der ist eigentlich reif. Und die kriegen dann alle so Neurosen und ganz komische Anfälle. Weil das weiß man ja beim Freud, das ist immer so, also die Tat ist ja genauso schlimm, wie wenn man es nur vorstellt. Also beim Freud ist immer der Gedanke und Tat, das zählt eigentlich ungefähr gleich vom Schuldgefühl her. Vom Gesetz ist es natürlich anders, Gott sei Dank. Und dann gibt es da diesen einen Bruder, der tut es dann wirklich. Und dann machen die, dann ist halt der Papa weg und die machen zu dritt dann so eine Party. Und dann kommen die anderen zu uns und sagen, danke, dass du es getan hast, denn wir mussten es deswegen nicht tun. Also du hast ja da so einen super Twist eigentlich für dich gefunden, dass du da ein wenig mitmaschen kannst bei der anderen Welt, aber du musst ja nicht direkt mit dabei sein. Das gefällt mir eigentlich recht gut, ja. Wenn wir heute schon bei der Stunde der Wahrheit sind, wie wir zuerst gesagt haben, das ist ja, dass gerade meine Persönlichkeit hochkehrt, glaube ich. Das gefällt mir, ja. Es kann vielleicht sein, weil ich jetzt einfach auch, also zum Beispiel, ich bin im Suchtmittel recht aktiv, aber ich habe nie Eigenerfahrungen gemacht. Und zwar, also bei mir, das hat nichts mit dem Vater zu tun, sondern tatsächlich, also wenn man es ein bisschen freudisch aufbaut, natürlich freudianisch aufbaut mit meiner Mutter, weil wie ich so in das Alter gekommen bin, wo das so interessant geworden war, da hat mich meine Mutter beiseite genommen, hat mich tief angeschaut und hat gesagt, Michael, ich vertraue dir. Und dann habe ich gewusst, Angst. Und dann habe ich gewusst, greift das Zeug niemals an, weil, nein, es geht sich nicht aus. Also es ist auch viel mit Angst, ja. Beziehungen bauen auch auf Angst auf. Aber ich finde es eben spannend, es stimmt schon, es ist vielleicht so ein bisschen dieses Stellvertreterinteresse, da tun die anderen was Geistiges, was Schieriges, und selber schaut man sich das so ein bisschen an, und geht ja dann auch immer wieder. Weil das ist zum Beispiel auch was, ich habe mich an meinen Mandanten gefragt, wo soll ich Ihnen eigentlich die Wahrheit sagen? Da habe ich gesagt, nein, müssen Sie nicht, weil Sie müssen dann ins Hefen. Ich gehe auch wieder. Weil oft so die Geschichte ist, dass ich in Verantwortung übergebe, aber in Wirklichkeit, das ist halt nicht. Warum auch? Ich gehe dann wieder heim, er muss die Konsequenzen tragen, oder Sie, in wenigsten Fällen sie. Und das hat vielleicht auch so eine Störvertreterwirkung. Das ist interessant. Habe ich auch im Learning heute. Super, das freue ich mich. Finde ich mega spannend. Ich denke immer generell sehr gerne alles in Filmen und in Erzählungen. Und jetzt habe ich mir so ein wenig Anwalt und Gesetzesfamögen durchgedacht. Und auch so ein Archetyp ist ja immer der Bulle, der dann die Seiten wechselt. Also der bekämpft das Böse, verkörpert selber das Gesetz und dann hat er aber so viel mit den Verbrechen zu tun, dass er irgendwann quasi infektiös da angesteckt wird und dann wechselt er auf die böse Seite. Der macht das so so dass eigentlich jeder zweite detektiv blut geht ein bisschen in die richtung der archipelag star wars natürlich wie sie wissen dass bei dir wie schaffst du das dass du da dass du sauber bleibst das ist so ein bisschen wie wenn man lang genug in den abgrund starten statt ab dann startet der Abgrundsstaat. So ein Gericht. Tatsächlich ist aus meiner Sicht ganz wichtig, dass man trotzdem gewisse Grenzen für sich selber einzieht, die man einfach nicht überschreiten darf. Egal wie verlockend das ist. Es gibt jetzt Dinge, so Mord oder Sexualstraftaten, da tue ich mir jetzt nicht so schwer, dass ich sage, nein, das mache ich nicht. Das ist okay. Bei Suchtmitteln, da ist es so, wenn man viel zum W nicht so schwer, dass ich sage, nein, das mach ich nicht. Das ist okay. Bei Suchtmitteln, da ist es so, wenn man viel zum Wölfen hat, kämpft man wahrscheinlich einmal auf die Decke rum, aber auch, hat meine Mutter gesagt, sie vertraut mir. Also Angst, ganz klar. Und die andere Geschichte ist das, dass ich einfach für mich überall Grenzen ziehe, weil ich das Rechtsanwalt-Sein einfach als Rollensieg. Als Rollenspieler tut man sich leicht an Charakter, fiktional. Und das ist auch für mich so, wenn man mich fragt, wie hast du dich selbstständig gemacht, dann komme ich immer so drauf, das ist eigentlich meine Origin-Story. Du warst ja letztens in meinem Büro, da sind ganz viele Bildschirme, das schaut ein bisschen aus wie bei der Batcave. Und das ist so meine Origin-Story wahrscheinlich auch so. Ich wollte einfach immer so ein Detektiv werden oder hat mich für Batman und so weiter interessiert. Und da ist mir das irgendwie leicht gefallen, so ein alter Ego. Und ich meine, ich sitze jetzt quasi im Sakkodo, im Mountzug und so. Und das ist halt mein Arbeitsgewand. Aber wenn ich dieses Arbeitsgewand, diese Rüstung ablege, dann lege ich auch einen Teil von dem Rechtsanwaltsein ab. Und das merke ich total. Ich schalte es so um. Also zum Beispiel, wenn jetzt mich wer anruft, Mandanten oder so, sein ob und das merke total ich wollte so um also zum beispiel waren jetzt wie wir aufruft mandanten oder so wie bin ich an sich immer erreichbar für meine leute probleme frau gesagt dann schaltung also dann wird es vom vom gespräch her oft ganz anders wie was ich sonst war es unter michael bin quasi finde mega spannend das ist ja an deine funktion natürlich dann gebunden welche persönlichkeitsanteile dann relevant sind ob jetzt so super geschichte ist nicht kennst du den eto hoffen das an der von meiner lieblings schriftsteller kennt denn überhaupt wer ist der relevant jawohl man sieht es jetzt nicht so im podcast es aber ich glaube wir haben gute sagen wir zehn prozent quote da ist vielleicht im jahrtagsfisch der sammann hat dir geschrieben, das ist wirklich so eins der... Du hast letztens eine Podcast Episode drüber gemacht, um Keni, warum Keni? Liegt aber in den Schaunot und der war ein Jurist, das wissen die wenigsten, er ist natürlich als Schriftsteller dann bekannt worden, aber er war hauptberuflich eigentlich Jurist. eigentliche ist und dort dann am ganz bestimmten besonderen fall geben der dann in die geschichte eingegangen ist der typ der schmolling kassen und der schmolling der war eigentlich ja so normaler ganz braver sehr beliebte über bei den nachbarn und so weiter also sehr sehr unauffällig als kakos zu zampano irgendwo glaube ich, so ein mittlerer Beamter oder was. Und eines Tages, keiner weiß wieso, nimmt der Schmolling ein Messer und sticht sein Gretel an. 20 Stiche, brutaler Mord. Und der wird dann dem E.T. Hoffmann vorgeführt. Und E.T. Hoffmann sagt, naja, was soll ich machen, hängt es ihn halt auf, plattet ihn halt weg. Und das war dann ein unheimlicher Skandal. E.T. Hoffmann ist ein großer Humanist und einer der ersten Schriftsteller, der immer geschaut hat in seiner Literatur, nicht nur, was gibt es denn für Verbrechen, das war ja, wie sind es, 18. immer Standard, dass du sagst, ja, dann bringe ich mich um und dann wird dir ja der Marktplatz aufgehängt. Aber es war einer der ersten, der wirklich geschaut hat, wieso Menschen so wie sie handeln. Und dann haben wirklich viele Leute einem so Briefe geschrieben und gesagt, hey, ich meine, jetzt hast du ihn einfach weggetan. Was war denn da los? Und ich habe da offen gesagt, na ja, also als Jurist trage ich auch die Verantwortung dafür, dass der das nicht mehr machen kann. Und als Schriftsteller ist es scheißegal. Da kann ich schreiben, was ich will. Bei uns sind die Lösungen jetzt nicht mehr so endgültig, muss man auch dazu sagen. Wobei, das ist ganz interessant, weil man wahrscheinlich auch jetzt, also bei mir ist es so, dass ich meine persönliche Meinung, was ich gut und schlecht finde, oft auch wirklich von der juristischen Meinung trenne. Also ich werde zum Beispiel total oft gefragt, hey was hältst du von der Legalisierung von Cannabis? Und als Jurist sage ich immer, ganz klar bin ich dagegen, weil dann verdiene ich weniger. Der braucht ein wenig quasi. Nur in Wirklichkeit ist es so, also Sucht ist eine Problematik, die wird es immer geben. Und Cannabis ist tatsächlich nicht das Problem. Also auch aus juristischer Sicht kann ich mittlerweile sagen, könnte man wahrscheinlich auch ein bisschen lockerer legalisieren bei uns in Österreich. Und es würde gesamt gesehen nicht so viel ausmachen. Auch nicht für mein Geschäft, muss man ganz ehrlich sagen. Weil die kleinen Leute kommen nicht zu mir. Also bei mir fängt so ein paar Kilo an, so verschiedene Stoffe und so drunter, sehe ich, ausgebracht, so habe ich oft. Aber zum Beispiel, ich habe mal eine sehr interessante Diskussion mit einem Mandanten gehabt, der war total lieb, weil der hat selber daheim aufgebaut, so ein paar Pflanzerl und dann ist er halt vor den Richter gekommen, weil er offenbar einen sehr grünen Daumen gehabt hat. Also da sind schon ein paar Kilo rausgekommen für den Eingebruch. Und dann sitzt er bei mir und sagt, ja, aber wie kann denn was Schlechtes, was aus der Erde kommt und was ich quasi nicht einmal mit chemischen Dünger gedüngt habe, warum kann man mich dafür verurteilen? Und ich habe gesagt, das stimmt, das sagen wir aber nicht vor dem Richter, weil selbst wenn der Richter, der ihn jetzt verurteilt, selber daheim anbauen würde, was er wahrscheinlich auch nicht zugeben würde, er müsste sich verurteilt, selber daheim anbauen würde, was er wahrscheinlich auch nicht zugeben würde, er müsste sie verurteilen, weil das das Gesetz ist. Und das ist so ein bisschen wie, wenn die Ampel um drei in der Fuhr rot ist und ich gehe drüber und mich sieht der Polizist, dann ist das auch potenziell eine Verwaltungsübertretung. Es ist wurscht, wer kommt oder nicht. Und das ist auch immer so spannend, weil oft so die gesellschaftliche und auch individuelle Moralvorstellung einfach von dem abweicht, was rechtlich einfach da ist. Und auch so die Mythen, also was ich zum Beispiel mit dem Suchtmittel sehe, sind so diese Geschichten mit Grenzmengen. Also Grenzmenge heißt, darunter weniger Problem, drüber größeres Problem. Das wird aber in der Allgemeinen so verstanden, darunter ist Freimenge und drüber ist größeres Problem. Das wird aber in der Allgemeinen so verstanden, darunter ist Freimenge und drüber ist vielleicht ein Problem. Das ist etwas, wo es sehr oft ein böses Erwachen gibt, wenn die Leute dann in der Justizanstalt sitzen und von mir besucht werden. Die dann sagen, ja aber das war einer halb skill und das ist eine Freimenge, wo ich sage, nicht ganz. Ist ein Problem. Zum Beispiel. Oder was zum Beispiel auch sehr oft ist, ist das, diese Geschichten mit Notwehr. Notwehr gibt es bei uns im Recht, ist eine extrem komplexe Geschichte, wird nur in Sonderfällen angewandt. Aber wenn zwei sich ordentlich herwassen, dann werden beide immer sagen Notwehr. Und dann muss man oft als Jurist oder als Rechtsanwalt sagen, der ja auf einer Seite steht, du, das geht sich nicht aus. Also können wir behaupten, dann haben wir ein Lacher im Gerichtssaal, aber das war es dann auch schon. Und manchmal ist dann aber auch so, dass zum Beispiel dann die Leute sagen, ja, ich würde es aber. Und dann behauptet man es, weil es trotzdem die Rolle ist. Ich habe einmal eine recht schöne Geschichte gehabt, da bin ich zu einem Mandanten gegangen, der ist wegen Suchtmittel gesessen. Also ungefähr 80 Prozent meiner Fälle sind Suchtmittel. Und da habe ich gesagt, ja, ich habe mir den Akt durchgelesen, den bekomme ich ja vorher. Da habe ich gesagt, da haben wir jetzt einen Strafantrag, da kommt es dann in die Gerichtsverhandlung, da kommt die Anklage, wie wollen Sie sich bekennen? Also da haben wir die Weitergabe und den Eigenkonsum. Eigenkonsum, kleines Problem, Weitergabe, wegen dem sind sie da. Weitergabe hat er nicht gehabt. Da sage ich, okay, passt, kein Problem. Jetzt habe ich meine Acht durchgelesen. Da gibt es drei Zeugen, die sind unabhängig voneinander. Da sagt der eine, sie haben ihm etwas gegeben, regelmäßig. Und zwar war das immer in ihrer Küche. Und da haben sie seinen Karton rausgeholt. Der zweite sagt, er war immer bei ihnen in der Wohnung und sie haben es aus einem Karton, er glaubt, dass er die Küche rausgeholt hat, das war eine Katzenfutterschachtel. Und der Dritte, der hat gesagt, er war öfter bei ihnen und da sind sie in die Küche gegangen erkennt hat. Nein, das war er nicht. Okay, gut, kein Problem. Das ist ihre Wahrheit, nicht meine. Warum sollten die lüren? Das würde ich den Unterrichter fragen. Ja, das weiß er nicht. Dann würde ich gut nachdenken, weil vielleicht fällt uns was ein. Ja, das war wegen der Frau von dem einen. Sag ich, aha, gut, also irgendwas aus Liebe und so weiter. Sag ich, haben Sie mit der geschlafen? Nein. Sag ich, okay, steigen wir ein Stufen runter. Wir kennen das ja, also in umgekehrter Richtung, wie es früher im Bravo drin war. Sag ich, haben Sie Petting gemacht? Zuerst habe ich mir mal erklären müssen, was Petting ist, aber wie wir uns dann da geeinigt haben auf die Kommunikation, habe ich gesagt, nein, hat er auch nicht gemacht. Sagt er, ihr habt es geschmust mit ihr. Dann fand er die jetzt auch nicht lustig. Vielleicht nicht so unlustig, aber finde ich nicht lustig. Nein, geschmust hat er auch nicht mit ihr. Sag ich, okay. Es gab eine Interaktion von ihnen und der Frau des anderen. Wie war die Interaktion? Vielleicht fangen wir mal so an. Ja, er hat mit ihr geschrieben. Sag ich, ah, Sexting, Dickfix, kenn ich mich schon aus. Nein, sag ich. Wie nein? Sie haben keine erotischen Inhalte ausgetauscht. War dann eine kurze Pause, was darum ging, was sind erotische Inhalte. Und, also auch von der Wortfindung her, das ist manchmal ein bisschen schwierig, muss man dazu sagen. Nicht bei alle, aber ein paar sind, wie ein Kollege von mir ausgedrückt, intellektuell teilmöbliert. Das ist schön. Also bei manchen, kann man sich das vorstellen, liegt der Matratzen drinnen, das war's dann auch. Andere wirklich schön eingekriegt quasi. Aber auf jeden Fall, nein, er hat mit ihr Witze ausgetauscht. Also sie haben Memes umeinander geschickt. Ja, sag ich. Gut. Sie sagen mir also jetzt, dass drei Leute, wo sich beim einen mit der Frau Memes ausgetauscht haben, ihn auch unabhängig voneinander beschuldigen. Ja. Sag ich, okay. Und das ist das, was ich sagen soll. Ja. Darf ich ihn? Stehe ich dort? Am Anfang hat man halt immer so ein Plädoyer, hat er wirklich gesagt, schauen Sie, Herr Roth, das ist ein Richter, der kennt mich, ja, verhandelt regelmäßig bei ihm, sag ich, Herr Roth, das ist ein Richter, der kennt mich, ja, fahre regelmäßig bei ihm und sage, Herr Roth, das ist so schier, ich will Zeugenheit staglieren. Glaubt hat es keiner. Er hat volle Wäsche ausgefasst. Aber es war seine Entscheidung. Und diese Entscheidung habe ich auch mitzutragen. Also es ist auch wirklich manchmal so, dass man Dinge tut, was der Mandant verlangt, wo man selber sagt, ist jetzt nicht die gescheiteste Idee. Aber es gibt § 9 Rechtsanwaltsordnung, wo ich quasi zur Treue verpflichtet bin und da mache ich das auch. Also es gibt da einen gewissen Zwang zur Objektivität in der Haltung und natürlich einen gewissen Sachzwang. Jetzt finde ich was anderes noch spannend. Nämlich, was mich jetzt beschäftigt hat vorher ist, es gibt ja zwei verschiedene Arten, wie man sich das Böse so anschauen kann. Das ist in der Horrorforschung gerade so spannend und da ist dann die Frage, wie weit kann man sich denn wirklich ganz aus sich halten. Also Adam Löwenstein hat gerade ein super Buch geschrieben über das Andere, über das Böse und da gibt es die eine Variante, die ist ganz einfach. Das ist zum Beispiel so in diese Alienfilme in den 50er, 60er Jahren, das ist immer ganz populär, da kommen so die Aliens und die sind unheimlich schürch und unheimlich besser und die wollen alle Menschen umbringen und die wollen die Erde übernehmen und die Lösung ist meistens ganz einfach gefunden. Da kommt dann irgendein Militär und sagt, ja, haben wir Atombomben drauf? Dann haben wir Atombomben drauf und dann passt es wieder. Das ist so die eine Art. Und was der Löwenstein dann so rausgefunden hat oder so schön beschrieben hat, ist, dass er sagt, nein, es gibt aber diese Art des Bösen, des Anderen, die uns deswegen so bedrohlich erscheint, weil sie irgendwann so kippt, dass sie uns dann nimmer als anderes erscheint, sondern dass sie uns selbst reflektiert. Bei Frankenstein haben wir das so schön drinnen, da geht's ja schon mal super los, da stirbt die Mutter und der Frankenstein, Viktor Frankenstein, typisch Mann, kann nicht trauen. Er sitzt nur mehr da und redet nix und wenn man fragt so, passt schon, mir geht es eh gut. Und das staut sich natürlich dann auf. Und statt dass er da eben irgendwie in Auseinandersetzung geht, macht er sehr super Projektfunk, er ist ein super Projektor und wird quasi auch noch zum Workaholic. Das ist ja immer super, wenn man was nicht spielen will, muss man ganz viel hacken. Das macht er dann auch. Und das ist natürlich auch spannend in Bezug auf das Muttertrauma. Er macht da seinen eigenen Menschen. Und er zeigt, dass es ohne Mama, ohne Frauen auch geht. Und dann macht er sich dieses Monster und dann wird es richtig spannend. Also das fängt dann zum Leben an. Er hat es quasi geschafft und in dem Moment ist er ganz schockiert. Er denkt sich, das ist so schick und verstößt dieses Monster. Also da wiederholt sich das Trauma zum ersten Mal. Und dann trat sich die Geschichte noch einmal und das Monster sagt, naja, du hast mich verstoßen, jetzt töte ich alle, die du liebst. Also dieses Trauma, dieses Urtrauma, ich bin verlassen, ich werde verlassen, wiederholt sich da immer und immer wieder. Und die zwei Monster und Frankenstein, die sind dann ewig im Konflikt, die treffen sich manchmal so in Gebirge, treffen sie sich, da haben sie so ein Remittings und dann sagen sie, du bist ja so ein Arsch, du bist der Schuld. Und ganz am Ende, da treffen sie sich dann so auf der Eisscholle, da bleiben sie dann alleine zurück, um gemeinsam zu sterben. Ganz am Ende haben sie dann diesen Moment, wo sie erkennen, gescheiße. Das sagen sie natürlich, die sagen nicht gescheiße, jetzt die Uwe-Mara-Schell-Roman, aber was sie denken, ich sage nicht, geh scheiße, jetzt der Mary Shelley Roman, aber was sie denken, geh scheiße, wie viel gibt es über den tollen Moment, wo sie so im Gebirge aufeinander zugehen und wo beide, ich stelle mir das immer vor, wo sie beide denken, hey, das ist ja irgendwie gar nicht mein Feind, sondern das bin ja eigentlich ich selbst. Und das finde ich spannend, hast du, wenn du jetzt so auf deine Verbrecher, sage ich jetzt einmal, wenn du da so drauf schaust, hast du da auch manchmal so Momente, wo du dich wiedererkennst? auf einer abstrakteren Ebene, es sind zwei Sachen. Das eine ist so dieses gesellschaftliche, weil ich schon was beobachte und das hat er mit der medialen Berichterstattung zum Teil. Und zwar, es geht immer darum, wie kategorisieren wir die Leute. Jetzt ist es so, dass man bei, je schwerer das Verbrechen ist, eigentlich die Leute wahnsinnig gut kategorisieren kann, als jemand, den wir nicht haben wollen. Und was ich zum Beispiel merke, ist das, also spätestens seit 9-11, also damals war ich noch kein Jurist, das ist schon länger aus, seitdem ist es in der Berichterstattung ganz wichtig, einmal abzuklären, ist er Terrorist oder nicht? Das ist einmal wichtig. Also hat es einen terroristischen Hintergrund oder nicht? Weil dann haben wir ja gleich einmal die Erklärung. Und was ich auch bemerke ist das, wenn zum Beispiel berichtet wird, ist es mittlerweile auch sehr wichtig zu sagen, ist er Asylwerber oder nicht. Also ist es einer von uns oder ein Hiesiger, ein Doseger oder Hiesiger. Und wenn es einer von uns ist, also jetzt einer, der österreichischen Hintergrund hat, dann ist es immer sehr wichtig, ob der vielleicht irgendwie, sage ich mal, paranoidschizophren ist, nicht schuldfähig und so weiter. Also dass es quasi einer ist, der aus unserer Mitte kommt, das ist ein Problem. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, da wissen wir nicht so ganz, wie wir damit umgehen können. Weil das ist uns zu nahe, aber wenn das jetzt einer ist, der halt eben paranoid schizophren ist, also Persönlichkeitsstörung und so weiter, dann passt es wieder, weil dann kann man den eben wegsperren, also in der Unterbringung und dann haben wir den entfernt und dann ist es okay. Und damit schützen wir ja nicht nur Ärm, das reden wir uns auch sehr gerne ein, dass wir sagen, es ist ja auch für Ärmer so, sondern wir schützen auch uns und damit passt das wieder. Und bei den anderen, da hat man es eher bei den, sag ich mal, rechtsgerichteteren Parteien, da schiebt man es halt an. Damit schiebt man das Problem im wahrsten Sinne des Wortes weg. Das ist eine aktive Verdrängung. Das ist einmal das eine. Und das andere, das finde ich sehr spannend und zwar seit meines Lebens, oder seit meiner Pubertät sozusagen, hat es bei mir angefangen, dass ich an Depressionen leide. Also ich habe depressive Verschlimmungen gehabt und bei mir ist schon einmal, da habe ich dann einen Fast-Gehör-Sturz gehabt, ist so an einem Burnout vorbeigegangen. So knapp. Weil ich hakele da gerade nicht viel. Ist jetzt eh gut, g gut, wenn ich das sage. Auf jeden Fall, und das ist bei mir auch so knapp an einem Burnout wahrscheinlich vorbeigegangen. Das Problem bei einem Burnout ist das, man spürt sich ja selber nicht mehr. Also wenn man einen Burnout hat, man hat einfach das Problem, man spürt sich nicht mehr, man kann sich nicht mehr so richtig mit sich selber in Kommunikation gehen und dann kann es passieren, dass man sagt, passt, wenn ich mich selber nicht mehr gespürt habe, dann brauche ich extreme Reize. Und das ist etwas, was man zum Beispiel im Strafrecht sehr oft sieht. Also Leute, die ein Burnout haben, das ist keine Entschuldigung, aber das kann eine Motivation sein. Die fangen zum Beispiel mit Drogen an oder die fangen zum Saufen an. Jetzt ist es so, also Saufen ist bei uns ja in Österreich nicht illegal, sondern Kulturgut oder so was. Weiß ich nicht, manchmal. Suchtmittel, das ist wieder ganz klar, das ist B.S. Also egal, wie das jetzt zu sehen ist von den Auswirkungen, das ist wieder B.S. Und was zum Beispiel sein kann, ist das, dass die Menschen, also statt Suchtmittel oder Alkohol, sich in sexuelle Fetische bewegen. Und das ist spannend, weil ich schon einige Leute gehabt habe, die bei mir gesessen sind, die haben eine Anklage gehabt wegen Kinderpornografie. Also jetzt heißt es sexual bezogenes Missbrauchsmaterial von Minderjährigen, sehr knackiger Titel aus meiner Sicht. Und Kinderpornografie, das ist, da hat auch jeder einen Frame dazu, das sind die Kinderschänder. Relativ gesehen steht der Mörder in unserer moralischen Vorstellung weit über denen. Der Mörder hat vielleicht einen guten Grund gehabt, aber Kinder aufgreifen geht nicht. Das sind auch die, die am meisten Trisch können, muss man dazu sagen. Die stehen in der Hockart ganz unten. Und da habe ich mit Leuten zu tun, primär Männer, aber es gibt auch Frauen, wenige. Die sind sogenannte Hands-off-Täter. Hands-off-Täter, die greifen selber keine Ausnahmen, die schauen sich das Material im Internet an. Und dann habe ich mich, einen habe ich gehabt, und da habe ich so ein Gefühl gehabt. Und dann habe ich mit einem geredet und dann hat man mir erzählt, ja, also die Arbeit und so weiter passt denen und so. Und dann habe ich den zu einer Psychologin geschickt und die hat mir erzählt, dass die Arbeit und so weiter passt. Dann habe ich ihn zu einer Psychologin geschickt und die hat mir gesagt, dass er ein Burnout hat. Bei dem war das wirklich so, dass er normal angefangen hat und das gespürt hat. Dann hat er sich in einer normalen Beziehung der Pornografie zugewandt. Also zuerst das, was man unter Mainstream verstehen würde, was das genau ist. Zur Zeit meine ich. Man spürt es. Und dann ist der, das hat er mir auch erzählt, die Fetische auch mit durchgegangen. BDSM, dann irgendwas mit Koprofilieren, mit Körperflüssigkeiten, schon in der nicht mehr so guten Variante. Da braucht man dann schon einen starken Magen offenbar. Und irgendwann einmal hat er das alles ausgekostet gehabt, was quasi in Österreich legal möglich ist. Und dann hat es die letzte Grenze gegeben. Und die letzte Grenze heißt, ich schaue mir Minderjährige an im Internet. Und das war für den nicht, weil der ein Pädophiler war, also der die Veranlagung gehabt hat. Das haben wir dann auch beweisen können psychologisch, sondern weil sich der nicht mehr gespielt hat. Und das war für mich ganz spannend, weil da habe ich mir gedacht, als wäre der auch so einige Male schon mit einem Burnout geflirtet hat wahrscheinlich, weil er hat ja grundsätzlich einen stressfreien Job. Es ist spannend, wenn du auf den Track kommst, wie es dann selber ist. Und wenn man dann sagt, okay, das ist ein Thema. Und ich hab auch, ich denke mir zum Beispiel immer, ich hab eben auch mit Sexualstreifrecht zu tun und eben auch mit Kinderpornografie. Ich habe sowas auch schon gesehen. Also bei mir ist das in den Akten drinnen. Und da kriege ich dann auch immer die Frage, wie kannst du nur, beziehungsweise wie hältst du das aus, dass du dir das anschauen kannst? Und ich sage dann immer, ich fürchte mich eigentlich nicht davor, sondern ich fürchte mich vor dem Tag, wo ich mir denke, eigentlich löse ich es. Dann ist der Punkt erreicht, wo ich sage, da würde ich mich dann nicht mehr unterscheiden. Und da ist die Frage, ob man jetzt dann, gerade wenn man den rechtlichen Hintergrund nicht hat, ob man abbremsen kann. Und das sehe ich bei Suchtmitteln leider auch oft. Also wir haben schon die Leute, die jetzt ganz klein in das Eingängen, die das halt machen, weil sie reich werden wollen, weil Krypto ist nichts ferner und Arbeit auch nicht immer so. Die machen das so, aber es gibt da Leute, die entsprechend reinerutschen. Das ist sehr spannend. Und ich habe zum Beispiel jetzt im Bereich der Kinderpornografie, habe jetzt sicher schon fünf oder sechs Fälle gehabt, die wirklich, also wo man da einen Aussag gefunden hat, es hat einfach was mit der psychischen Verfassung im Burnout zu tun, aber nicht mit einer Veranlagung. Und das ist schon sehr spannend, wenn man sich überlegt, worum es da eigentlich geht und was wahnsinnig Verwerfliches. Ja, ich finde das aber toll, weil ehrlich gesagt, ich kenne das von mir wegen vom Saufen. Ich habe auch so eine Tendenz, dass ich mich wo einarbeite und dann gespielt mich irgendwann gar nicht mehr und dann irgendwann geht auch gar nichts mehr. Und ich habe jetzt gerade meine Dissertation fertig geschrieben und das war sehr anstrengend. Das gehört halt dazu. Ich trinke manchmal gerne ein Bier und das schmeckt mir und das passt super. Und dann nach zwei, drei Wochen nach Hause, da lege ich mich hin und dann passt das. Und auf einmal ist es so ein Punkt gekommen, wo ich gemerkt habe, das ist zwei in der Früh, ich sitze da. Und wenn die Carina, meine Frau, jetzt nicht im Nebenzimmer war und ich weiß, sie kriegt das mit, dann würde ich sofort zum Tankstuhl fahren, Flasche Whisky, gehen wir, danke. Und das war dann aber bei mir oft, dass ich mir gedacht habe, war da was in meiner Kindheit, ist mit mir moralisch irgendwie, also bin ich da irgendwie falsch gepolt und gerade was du jetzt gesagt hast, habe ich mir gedacht, hey, stimmt, ich war da so weit drin, dass ich sage, ich spüre mich fast nicht mehr. Und dann, ja, also beim Saufen, was ist die Hege, Whisky, Stroh 80 gibt es vielleicht noch, Steigerungsstufe, aber das war quasi von der Reitstärke her die nächste Liegegröße. Und das finde ich toll, dass man da auch das Moralische ein wenig rauskriegt. dass man da auch das Moralische ein wenig rauskriegt. Jetzt finde ich das vielleicht auch in Bezug auf das spannend, du hast vorher auch gesagt, männliche Gewalt haben wir schon mal angesprochen gehabt. Und da hat mich so ein anderer Punkt jetzt noch berührt. Im Horror gibt es ja zwar ganz große Stränge, die verlaufen. Man kann es vielleicht historisch zwischen 19. und 20. Jahrhundert trennen, aber im Grunde geht es auch immer darum, wie schauen wir auf das Böse, wie perspektivieren wir das und sitzt das innerhalb der Gesellschaft oder außerhalb der Gesellschaft. Und im 19. Jahrhundert in der Gothic Literature, das sind so klassische Gespensterschloss und so weiter, da haben wir noch ganz klassisch die formel alles böse kommt von außen also die mumie fällt da drunter die kommt gleich aus ägypten oder der dracula der kommt halt da irgendwas kontinentaleuropa übrigens in der gofig kontinentaleuropa ist egal wo sie ist immer ein schiff für frankreich von briten aus gesehen also auch wenn es ein Italiener ist, es ist eigentlich ein Franzose, weil die Franzosen sind immer schuld. Und das ist so das Gesetz der Goffig. Alles Böse kommt von außen und da ist die Lösung auch ganz gut. Beim Dracula, da steckst du in so eine Staberleine, dann stirbst du, passt. Das ist so easy. Und dann, das geht schon im 19. ein bisschen los, aber das sind ja eher nicht so die, das sind die Geschichten Geschichten, die eine zweite Reihe sind. Aber im 20. Jahrhundert, in den 60er, 70er wird das richtig groß. Auf einmal dreht sich dieses Prinzip um 180 Grad. Und das Böse kommt dann nicht mehr von außen, sondern das kommt auf einmal wirklich aus der Mitte der Gesellschaft. Und es kommt nicht mehr davon, dass dass man sagt da ist was außerhalb der ordnung außerhalb der norm sondern es kommt von der norm selbst zombies sind ein super beispiel das geht schon mal los wo die erscheinen ne ein zombie der reist nicht erst extra sondern das ist meistens zombie apokalypse die ist schon losgegangen wenn man in firma steigen oder die kommen irgendwann mitten im stadtzentrum rennen die auf einmal üinander. Also die müssen gar nicht erst einreisen, das ist sozusagen geografisch schon mal gut gelöst, aber das Ding ist, die Zombies verkörpern eben nicht das andere der Gesellschaft, sondern das war eigentlich die 70er-Wahrheit, Konsumismus, so ein Ding. Also da hat man richtig nach dem Krieg richtig produziert und es war auch viel, viel da und das Problem war eigentlich, wer soll denn das alles das alles essen und die zombies sind da quasi ideal eingesprungen weil das sind natürlich die perfekten konsumenten weil die können fressen ohne ende die haben irgendwie gar keinen körper mehr der das verdauen muss sondern da geht unendlich eine ist natürlich super perfekter konsument quasi da gibt es bei day of the dead so ein wunderbares Bild, da schneiden sie in Kopfhaut im Zombie. Wunderbar, kann man darüber diskutieren jetzt. Aber den hängen sie dann hin und der kriegt dann den ganzen Tag Essen. Der isst, isst, isst, der herrn nicht auf zum Essen. Das geht unten glatt wieder raus. Also der Konsum, und das ist das Tolle am Zombie, ist nicht mehr an einer Bedürfnis gebunden. Und das Spannende ist halt, dass du merkst, das Böse kommt da eigentlich mitten aus der Gesellschaft. Es ist eigentlich ein Produkt einer Norm, die da einfach halt ins Extrem fällt. Und gerade in Bezug auf männliche Gewalt interessiert mich das jetzt voll. Wie siehst du das? Ist das quasi was, wo man sagt, die stehen außerhalb der Ordnung, da hat er sich verdient, oder steckt da auch die Ordnung selbst drin? Tatsächlich kommt das, also wenn man jetzt von männlicher Gewalt ausgeht, oder männlichen Straftätern vielleicht auch, was ist, das habe ich sehr spannend gefunden, das ist nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern habe ich selber auch gehört von Psychiatern und so, also von Forensikern, dass 90% der Straftäter sind Männer. 10% sind Frauen. Die Intensität ist aber die gleiche. Also sowohl was die Delikte angeht, wie auch die Intensität. Das heißt, wir haben, und das ist sehr spannend, weil wenn man sich das zu Ende überlegt, wir haben zum Beispiel im Sexualstrafrecht Täterinnen, das sind zwar viel weniger, aber die gleiche Intensität. Und das ist einmal eine sehr spannende Erkenntnis auch. Also es gibt auch die Frau Dr. Rossmann, die hat auch einen zeitlangen Podcast gehabt, die ich da wahnsinnig schätze, die jetzt nämlich mit weiblichen Straftäterinnen, ich glaube das war jetzt zu viel einmal dekliniert, aber wurscht, also mit Frauen als Straftäterinnen, ich krieg's noch hin, entsprechend beschäftigt und das war sehr spannend. Was ist es das, dass man bemerkt, das ist jetzt zumindest auch das, was ich bemerke, dass Frauen wesentlich subtiler sind, was Straftaten betrifft. Also wir haben bei Frauen zum Beispiel sehr viel mehr in Richtung Betrug, Stalking, Mobbing und so weiter. Also eher Delikte, die ein bisschen an eine Form der Beziehung oder Beziehungsaufbau gebunden sind. Bei Männern ist das oft eher geradeaus. Also da haben wir die meisten Gewaltdelikte werden von Männern begangen und da ist schon sehr oft... Weil wir halt so ehrlich sind. Sehr interessanter Ansatz, muss ich ganz ehrlich sagen, ja. Schneiden wir dann raus. Nein, das hast du drin, das ist alles live, Podcast und so. Da beobachte ich einfach, dass Stellenwweste auch eine Frage von Normen sind. Wir haben tatsächlich in Österreich einfach verschiedene Kulturinstanzen. Und zum Beispiel, was total spannend ist, ist das, wir haben sehr oft in Subkulturen einen gewissen Ehrbegriff. Und wenn diese Ehre, das kann jetzt Ehre sein im Sinne, du hast meine Ehre verletzt oder wir verraten uns gegenseitig nicht. Sinne, du hast meine Ehre verletzt oder wir verraten uns gegenseitig nicht. Wenn das verletzt wird, also eine moralische, sittliche Instanz, dann wird es auch problematisch. Und dann bringt es das Fassadurs zum Überlaufen, wobei es auch sehr stark auf die Einzelpersonen ankommt, wie das ist, nur das, was in den letzten Jahren einfach auch beobachtet wird, also die Femizidrate steigt, also der Mord an Frauen und auch Gewalt an Frauen, das ist ein habituelles Problem leider, das sich entwickelt, wobei ich glaube, zumindest was ich so beobachte, dass früher einfach vieles entsprechend auch totgeschwiegen wurde. Wir haben nach wie vor Dunkelziffer, haben wir sehr hoch, also auch im Sexualstrafbereich, wo wir wissen oder wo andere Leute wissen, und ich das jetzt zitiere, so muss man sagen, dass das sehr stark im Bekanntenkreis passiert. Also auch Fälle, die ich habe, da gibt es eine Beziehung. Das ist nicht der Fremde, mit dem man nicht mitfahren darf, was wir alle noch gelernt haben. Außer der Hasel dabei, dann ist es der oder so, glaube ich. haben. Außer er hat Hasel dabei, dann ist es so B oder so glaube ich. Und da ist es interessant, es sind meistens Beziehungen. Also es gibt zum Beispiel einen eigenen Paragraphen im Sexualstrafrecht, der Paragraph 212 StGB, das ist unter Ausnützung des Autoritätsverhältnisses und der kommt eigentlich relativ oft vor. Und das finde ich spannend, dass mittlerweile einfach die Bereitschaft etwas anzuzeigen, was früher einfach totgeschwiegen wurde, innerhalb von Beziehungs-, Familienorganisationen, dass das jetzt mehr ans Licht kommt. Also tatsächlich ist es so, dass die Verbrechensrate nicht wirklich steigt, es wird nur mehr darüber berichtet. Und darum ist es mehr im Fokus und darum sagen die Leute, es wird immer gefährlicher. Super. Das heißt, das kann man gut quasi mal als Folie mitnehmen, dass man sagt, kommt das aus der Norm, kommt das nicht aus der Norm, aber es kann durchaus sozusagen auch sich aus einer Norm oder aus einer anderen Norm, die sozusagen mit dem Gesetz ja dann in einen Konflikt geht, ergeben. Finde ich super. Du, jetzt kommt noch ganz eine philosophische Frage, mein Lieber. Sehr gerne. Nämlich... Ah, die gefällt mir so gut. Jetzt bin ich gespannt. Wie böse ist eigentlich das Gute? Ich habe mir etwas vorbereitet. Ich führe es vielleicht aus, weil sonst weiß man ja überhaupt nicht. Das ist so... Wir kennen dich. Wir haben zuerst schon geredet, es gibt so dieses, das haben Anwälte sehr, dass man sowas sagt und das klingt recht gescheit und das kennen Revue-Philosophen auch. Das ist so ein Klassischer. Aber ich habe mir wirklich was überlegt, ich habe nämlich letztens wieder mal Dracula geschaut. Ich liebe ja Dracula, ich bin ja führender Vampirexperte in Österreich. Und, sag ich jetzt selber. Achso. Es gibt noch einen anderen, aber der hat sich so versoffen. Den gibt es jetzt eh schon nicht mehr. Das war dann mein Glück. Dann gegenfrage ich also, Glitzer oder nicht Glitzer. Es gibt keine Glitzer-Vampire, ist mir vollkommen klar. Willst du den Podcast jetzt beenden, dann ist sie nur die Nummer. Reden wir da gerade über, was war das, Twilight? Ja genau, danke. Willst du den Podcast jetzt beenden, dann ist sie nur die Nummer. Reden wir da gerade über, was war das, Twilight oder was war das? Ja genau, Twilight. Ach so, schau ich nicht. Nein, ich auch nicht. Das muss wirklich geschnitten werden. Das hast du nicht geschaut. Jetzt hast du uns beide erwischt. Jetzt hast du dich selbst dann auch mit reingrissen. Super. Also zurück zu Dracula. Wir sind dabei Dr. Horror. Lass uns das mit Twilight bitte jetzt nicht vertiefen. Sonst springen wir alle höher. Dracula. Dracula ist ja eigentlich klassische Grafikformel. Es ist der letzte große gotische Roman. Und die Formel ist ganz einfach. Da kommt der Depp, der da ist, Transylvanien. Und der will alle Frauen. Und der will alle in Vampire verwandeln und der muss weg. Und das Ding ist, das ist die erste Hälfte vom Roman und dann passiert was Spannendes. Dann kommt der Van Helsing und der Hacker und dann kommen so diese britischen Gentlemen, alle sehr Brüder, alle sehr Bieder, und sagen, jetzt hauen wir den her. Den müssen wir dann irgendwie vertreiben. Und dann wird das so ein bisschen wie ein Action-Roman, weil dann geht es eigentlich nicht mehr so sehr darum, wie best der Dracula ist, sondern dann geht es darum, wie können wir den am besten jagen, wie können wir dem weh tun. Und dann versiegeln die halt die Särge, die haben super Taktiken, die sind irgendwie gut aufgestellt, auch strategisch und so. Und der Dracula hat irgendwann gar nichts mehr, dann hat er nichts mehr zum Schlafen, weiß er nicht mehr, wo er hingehen soll. Und zweites Drittel, also Sprung in den letzten Akt, Dracula sagt, hey Burschen, er sagt natürlich nicht, hey Burschen, im Originalformat, das ist jetzt meine Übersetzung jetzt, er sagt, hey Burschen, mir ist es zu viel, ich fahre jetzt wieder heim. Und damit könnte man sich ja eigentlich bleiben lassen. Dann sagen aber die Engländer, und da wird es wirklich spannend, weil da dreht sich das Täter-Opfer-Schema um 180 Grad, dann sagen die Engländer, das reicht uns aber nicht, jetzt fahren wir heim, fahren wir heim zu dem und holen wir uns und bringen ihn einfach um. Weil von dem darf nichts überbleiben. Und dann, und das ist das Spannende, dann fahren die halt selber da in das andere Land und töten Dracula und damit eben auch alle anderen Vampire und machen genau das, was sie dem Dracula vorher vorgeworfen haben. Und im Roman ist es natürlich noch klassisch, da ist es noch super, da heißt es am Ende, wir haben den Vampir erlöst. Aber da gibt es eine ganz tolle Szene in Coppola's Dracula, da steht der Anthony Hopkins, der ist von Helsing am Ende da und er schaut so ein bisschen, er findet es schon irgendwie geil, aber er weiß schon, irgendwie passt es auch nicht ganz, das war nicht ganz sauber, was wir da gemacht haben. Und er sagt, wir sind zu besessenen Gottes geworden. Super Satz. Und er sagt, wir sind zu besessenen Gottes geworden. Super Satz. Und in Wirklichkeit, also die große Story, die da dahinter steckt, ist halt, dass da, wo du Dracula eben aus dieser britischen Perspektive erlebst und wo das ganz klar ist, der ist ein Vampir und der muss weg, also da wird ganz viel mühlich. Also da können dann so Gentleman-Trupps, die können dann irgendwie in ein fremdes Land einfallen, die können Leute aufspießen und das ist alles super. Also fängt das Böse nicht eigentlich da an, wo ich mir vorstelle und ganz fest davon überzeugt bin, dass ich jetzt der Gude bin und dass der andere eben nicht der Gute ist? Das ist tatsächlich ein sehr spannendes Problem, weil das kann man auf mehreren Ebenen betrachten, finde ich. Sogebe ich was gescheites als Jurist. Und zwar, also auf der einen Seite ist immer das, wie rechtfertige ich was. Und das ist jetzt interessant, wenn, also ich habe das mal gelernt, es gibt das sogenannte Brahmatreik, das kommt aus NLP, neurolinguistische Programmierung, da habe ich das gelernt. Und das Dramatreik ist immer, da gibt es das Opfer, den Täter und den Retter. Und der Täter braucht keinen Retter, per Definition, sondern der Retter hilft den Opfer gegen den Täter. Wenn man das auf meine Position anwendet, dann muss man sich fragen, okay, wenn ich jetzt Täter vertrete, die im Gefängnis sitzen, wo schon gesagt wird, du pass auf, du bist jetzt in Urhaft, weil wir glauben, du hast das gemacht, wegen Tatbegehungsgefahr. Warum braucht er dann einen Rechtsanwalt bzw. warum kann er mit dem zusammenarbeiten? Weil er sich selber unter Umständen nicht als Täter definiert, sondern weil er sagt, ich brauche jetzt jemanden, der mir hilft und damit wird er zu einem gewissen Grad aus seiner Perspektive zum Opfer. Und das ist auch sehr spannend, wenn ich mit Leuten rede, weil es eigentlich relativ wenig braucht an verbalem Zuspruch, dass der sagt, ja eigentlich bin ich ja nicht schuld. Das ist so bei mir immer das wichtigste Wort fast, das eigentlich. Eigentlich habe ich nichts gemacht oder eigentlich habe ich einen guten Grund oder eigentlich sollte das ja eh legal sein oder ich habe mich ja nur verteidigt und so weiter. Also diese Rollendefinition, die ist sehr spannend. Tatsächlich habe ich so das Gefühl, dass relativ wenige meiner Mandanten sich selber wirklich als Täter sehen, sondern sich selber in einer gewissen Form von Recht sehen. Die sagen, ja, ich habe jetzt zwar gegen ein Regelwerk verstoßen, aber ich habe eigentlich einen guten Grund dafür gehabt. Also selbst der, der jetzt für einen anderen umbringt, der muss ja wahnsinnig emotional eine Barriere überwinden, weil dass wir keinen Umbringer dürfen, das wissen wir, das ist eines der universellsten Gesetze, die es gibt auf der ganzen Welt. Es gibt aus meiner Sicht gibt es nur ein Gesetz, das nur universeller ist, das ist, wenn du es verunbraucht hast, darfst du nicht essen. Also Kannibalismus. Kannibalismus ist durch alle Kulturen eigentlich das Tabu schlechthin. Ich glaube, das steht sogar noch über dem Wort. Und das finde ich eben spannend, dass sich die Leute das auch anders definieren. Und gleichzeitig, also kann man es auf der Ebene sehen, und gleichzeitig aber auf der Ebene, wie sehr heiligt der Zweck die Mittel. Das ist ja zum Beispiel das, das glaube ich in deiner vorletzten Episode oder so, habt ihr über die Purge geredet. Da haben wir heute nicht drüber geredet, aber da ist auch viel zu sagen. Aber da ist es auch kurz um CSI gegangen, eine Detective-Fernsehserie. Also meine Frau schaut die ganz gerne. Criminal Minds. Criminal Minds. Und da gibt es ja total viel. Ich kann mir diese ganzen Serien ja nicht anschauen. Also weder Anwaltsserien, noch diese Serien. Anwaltsserien werde ich einfach nichts mit meiner Realität zu tun haben. Also ich meine, mittlerweile, wenn mich jemand fragt, du, ist das Beispiel bei Suits, kürze ich es immer ab und sage, ja. Also ich habe auch einen Mandanten in der Woche und trinke meistens einen Wodka Martini zum Lunch. So irgendwie. Und ich meine, man sieht es jetzt im Podcast nicht, es ist ein echtes C&A Sakko. Da ist auch etwas dahinter. Draußen steht der Junge. Man weiß schon, wie man lebt als Anwalt. Die Anwaltsserien kann man nicht anschauen. Und diese Detektivserien noch weniger. Weil erst einmal gefällt mir die Rolle vom Anwalt nicht, weil das ist immer ein mieser Hund. Das ist zwar jetzt nicht zwangsläufig falsch, aber ich finde es einfach nicht okay. Muss man auch dazu sagen. Nur, da ist es immer so, da denke ich mir immer, die treten sämtliche Beschuldigtenrechte mit Füßen. Sondern die verhören den so lang, bis er was sagt und dann drohen sie ihm was an und so weiter, also richtig hart, aber das ist ja klar, weil das ist der Bese und der muss am Ende überführt werden und wenn sie sich dann einmal täuscht haben, dann ist das okay, weil dann ist er eh nicht der Bese, er muss auf Rose. Und das ist auch so etwas, was ich oft bemerke, zum Beispiel, wenn man sich jetzt diese ganzen Debatten mit diesen Handy-Auswertungen anschaut. Und da haben wir schon auch in der politischen Diskussion immer die Geschichte, naja, da brauchen wir uns ja nicht aufregen, wenn anlasslos unsere Handys ausgewertet werden, weil wenn wir nichts zum Verbergen haben, dann haben wir eh kein Problem. Jetzt denken wir, ja, vielleicht habe ich aber was auf meinem Handy, was jetzt nicht strafrechtlich relevant ist, aber ich trotzdem nicht will, dass irgendwer erfährt, weil es meine Privatsphäre ist. Und das finde ich sehr spannend und das ist auch etwas, wo ich mir als Rolle als Rechtsanwalt auch sehe, einfach auf das zu achten, dass beschuldigten Rechte nicht ausgehöhlt werden, dass man nicht sagt, naja, jetzt das und das, weil dann wird es eh besser und wenn man schuld ist, dann soll man es jedem fügen, sondern da wirklich zu sagen, okay, ich dränge das zurück und dieses, ich meine, es ist jetzt kein legislatives Unrecht, aber diese Geschichten, was da auch manchmal passieren in der Praxis, wo ich sage, das ist zwar noch nicht grenzüberschreitend, aber schon so hart an der Grenze, dass ich mich aufrege, dass es vielleicht in Richtung Willkür geht, da denke ich mir schon, da kann auch das Gute Böse sein, also relativ gesehen. Aber es wird halt quasi ein Zweck verfolgt, wo man eben sagt, ja, der Zweck heiligt halt die Mittel. Ich finde das ganz spannend, was du sagst, weil was ich es da ausziehe, das ist vielleicht ein bisschen ein Twist noch, der Zweck heiligt die Mittel, also der Frame ermöglicht die Tat. Ich weiß bei mir, ich war einmal in einer Verhandlung und da habe ich mein Gegenüber dann einfach voll gekostet. Und dadurch habe ich halt echt gescheit reingehen können. Und dann war es vorbei und dann habe ich gedacht, eigentlich ist es dir ja eh ganz harmlos und lieb. Und wenn ich aber so reingegangen wäre, wäre es nicht so gut ausgegangen für mich. Also vielleicht benutzen wir Gut und Böse auch nur, um uns zu ermöglichen, auf bestimmte Orten und Weisen zu handeln oder um in dem Fall vielleicht eigennützige Handlungen zu setzen. Das finde ich ganz spannend. Hast du da... Da kann ich tatsächlich auch so zu sagen. Das ist auch sehr spannend, weil das lernt man als Rechtsanwalt relativ schnell. Es muss möglich sein, und zwar jetzt mit den anderen Kolleginnen und Kollegen, und da nehme ich Richter und Staatsanwälte mit ein, dass man mit denen im Gerichtssaal auf Mord und Brand streitet, aber nachher auf ein Bier geht, wie man bei uns so sagt. Und ich habe es in unserem Vorgespräch heute mal erwähnt, es gibt in Wörth eine Staatsanwältin, das darfst du jetzt mit Vornamen nennen, die Kerstin, mit der ich studiert. Und die ist hart, das ist ein Wahnsinn. Die ist jedes Mal top vorbereitet und die liefert mir wirklich ordentlich was. Also wenn die einen Anklag macht, das passt und da weiß ich immer, okay, das wird wirklich spannend werden. Und ich habe jetzt bald wieder so ein Fall, da geht es auch um eine größere Sexualstrafsache, da habe ich die Anklage gemacht und da weiß ich heute, das wird nicht leicht werden. Ich weiß auch, wer der Richter ist, das wird für mich eine super Besetzung werden und zwar nicht deswegen, weil ich weiß, dass das einfach wird, sondern weil ich weiß, dass es eine gute Gegnerschaft ist und wir werden uns im Gerichtssaal befetzen, aber es wird gut sein. Und dann kann ich das auch nehmen. Und ich habe das auch mal gehabt, das habe ich auch mit einer anderen Staatsanwältin, die ist jetzt bei der Oberstaatsanwaltschaft in Linz, mit der habe ich in Linz auf Mord und Prank gestritten dort. Also richtig, der habe ich heiß geheilt gegeben, sie mir. Und irgendwann einmal ein paar Monate später, sieht sie in Wels, wartet gerade auf eine Abverhandlung und kommt die vorbei. Und so stand sie da und sagt, sie ist jetzt versetzt worden, sie macht jetzt da das Gift. Also Gift halt, Suchtmittel. Das ist bei uns das Gift. Und ich sage, ja, voll cool. Ich sage ihnen übrigens, jetzt muss ich schon einmal sagen, damals, wie sie den Beweis am Tag gestellt haben, aus dem Ärmel raus, das habe ich richtig geil gefunden. Muss ich nicht sagen. Und sie hat dann gesagt, ich habe selten wen gesehen, der sich so für seine Mandanten einsetzt. Und das habe ich richtig geil gefunden. Muss ich nicht sagen. Und sie hat dann gesagt, ich habe es selten gesehen, dass sie so für seine Mandanten einsetzt. Das habe ich auch nicht mehr gekannt und seitdem träumen sie einfach immer. Meistens über Star Wars, weil sie ist auch ein rechter Fan. Das ist auch wichtig, finde ich. Das ist aber super. Da baut man einfach Beziehungen auf. Wenn ich gegen andere Anwälte im Zivilverfahren antrete, das muss auf einer professionellen, formalen Ebene bleiben. Das ist die meisten Anwälte, wo ich recht eine tue, die mag ich eigentlich oder bin auch mit einer per Tour, aber im Gerichtshalt gehören nicht andere Regeln. Und es ist auch so eine formalisierte, ritualisierte Form des Konfliktes in Wirklichkeit. Finde ich großartig wenn ich super du hast gesagt ritualisierte form ja und jetzt da ein kleines podcast ritual vorbereitet perfekt ich hoffe ich habe es genannt für diesen podcast passend zum thema dr kreuz verhör die mögliche bildung pack Es ist ein sehr konventionelles Podcast-Format, nämlich einfach fünf Fragen, wenig Zeit. Das heißt, ich stelle dir fünf Fragen und du musst ganz schnell antworten. Also kurze Antworten, oder? Von kurz wie möglich. Ich glaube, das ist eine Channel für dich. Genau, das ist die beste Herausforderung für einen Juristen. Fünf Fragen. Ich habe mir ein bisschen überlegt, was ergeben sich denn im Horror für juristische dilemma und weiter habe dann immer überlegt er immer doch die treffe die danke also mein lieber bist du bereit haben ein hyper speed kann man einen untoten ermorden nein hat ein geist einen juristischen körper wenn man seine seele vertraglich dem Teufel verschreibt, wie stehen die Chancen für eine Anfechtung? Sehr gut. Jetzt muss ich mich schon fragen, warum? Schnell. Weil das wahrscheinlich wegen List oder unter Drogen passiert ist und nach § 78 ABGB habe ich ein rückwirkendes Vertragsauflösungsrecht. Kann das irgendwer nachprüfen, ob das... Nein, das stimmt, glaube ich. Das hat alles schon sehr schnell aus sich gehabt. Sehr gut. Du, wenn jemand in einem Haunted House vor Schrecken stirbt, kann der Eigentümer haftbar gemacht werden? Ja, wenn ich es schaue, wenn er das gewusst hat und nichts gesagt hat. Super, wir hüpfen nochmal vier, weil ich hätte natürlich gerne immer der Begründung gehört. Kann man einen Untoten ermorden? Nein, weil ein Untoter postmortal nicht mehr als Rechtsobjekt gilt, folglich gilt er als Rechtsobjekt, also eine Sache und dementsprechend kann er ermordet werden und das ist allenfalls Sachbeschädigung, wenn er wem anderen zuzuordnen ist. Das ist ein bisschen so wie bei Tieren, also egal ob die tot sind oder untot, aber Tiere gelten in Bezug auf Schadenersatz gelten auch als Sachen, ungeachtet des Tierschutzgesetzes. Ist das bei euch auch so, dass das Hirn dann ausschaltet und man denkt sich nur, er hat sicher recht? Das Geheimnis meines Erfolgs. Super, und dann würde ich gerne für die Dr. Horror-Freunde da draußen, für die Dr. Horror-Community, gerne einfach noch einen Tipp mit dir mitnehmen. Was ist denn der ultimative Loreauerhauer? Welches Werk muss man unbedingt gesehen, gelesen, konsumiert, um in Zambischsprache zu sprechen? Der ultimative Hauerhauer im Recht, die Rückabwicklung dreipersonaler Schuldverhältnisse. Das kommt vielleicht so etwas wie im Auftrag des Teufels oder so so ja so so nah tatsächlich also zivilrechts war würde ich sagen das habe ich wenigstens verstanden und mir meist gefühlt dafür das ist das ist aber so so so popkulturell oder was jetzt ja hätte ich mir jetzt gedacht aber vielleicht ist es spannend alle, die es wirklich hart brauchen. Oder Steuerrecht für Anfänger. Das ist auch tief erholbar. Ich hänge euch die Links unten an. Ihr könnt es dann selbst entscheiden. Aber Anwalt des Teufels ist super. Hat wenig mit der österreichischen Gerichtsrealität zu tun. Aber auch schön. Für die Großartigen super. So, mein Lieber, jetzt kommen wir zum zweiten Teil dieses Abends. Jetzt verhandeln wir die härtesten Horrorfälle aller Zeiten. Und wir haben uns tolles vorbereitet, ich hol uns das gleich. Ok passt. Da da da. Wir haben da einen echten... Du musst gleich mit dem Mikrofon reden. Ja genau. Wir haben da einen echten Verlag. Wir haben uns etwas ganz Besonderes überlegt. Wir schauen uns jetzt an, ich habe einmal vorselektiert, also ich habe wirklich nur die härtesten Fälle zugelassen. Wir schauen uns die drei härtesten Fälle der Horrorgeschichte an und wir werden die live ausverhandeln. Michi, ich habe natürlich einen Startvorteil, weil ich bin Dr. Horror, wie du weißt, und ich habe die Fälle ausgesucht. Du hast aber auch einen gewissen Vorteil, weil du bist halt Strafverteidiger. Ja. Genau, also ich würde sagen, wir machen jeweils eine kleine Vorbesprechung, hauen uns da rein, machen ein Plädoyer und dann seid ihr dran. Wir haben eine Stelle frei für externe Gutachter. Also wenn jemand von euch mitmischen will, haut euch gerne dazu. Und ansonsten, wie sagt man so schön, das Publikum ist immer der Richter. Und das nehmen wir halt wörtlich. Also am Ende werden wir natürlich abstimmen, ob... Ist er schuld oder nicht?...schuldig oder unschuldig. So und jetzt spreche ich aber zuerst noch meine Moderation ein, ich habe eine großartige Jonas & Freakstyle-Moderation vorbereitet, damit wir die für den Podcast auch haben. Zwischen Schuld und Unschuld liegen nur zwei kleine Buchstaben und doch sind die beiden unglaublich weit auseinander. Das war's. Ja. Was sagt man? Ist das ein bisschen X-Factor-tauglich? Ich probier's gerade ein wenig mit Jonathan Frakes. Modeling of Excellence, Modeling of Jonathan Frakes. Passt das? Kommt das ist tag der wahrheit kalt machen machen super die zäger mal den talaren das ist über eine leihgabe der kanzlei riga ja als in meine mittlerweile acht jahre noch nicht geschafft ob das immer selber und zu legt man heute ausbr Das ist auch ganz wichtig, das ist tatsächlich ein echter Rechtsanwalts-Talar, noch relativ neig, er glänzt ein wenig, wie der Kollege gesagt hat, darum haben wir einen Disco-Talar getauft. Und das ist wichtig, man sieht das jetzt im Podcast nicht, man erkennt nämlich anhand des Kragens, wer den Talar trägt. Und so als so blau-violett sind die Richter, rot sind die Staatsanwälte und schwarz sind die Strafverteidiger. Wobei ich das immer so unterscheide, also die blau-violetten sind natürlich die Jedi, also die Richter. Die roten sind die Sith, also die Staatsanwälte und die schwarzen sind die Mandalorianer, also Bounty Hunter, Leute die für Geld was machen und es ist fest, du brauchst das aus der Kugel. Aber das ist dann eigentlich für Halloween auch oder du kannst dann Halloween gleich als Dracula? Ja, ich habe einmal in einer Volksschule Internetrecht vortragen und da habe ich den Mantel auch mitgehabt. Und das war wirklich der Style, weil es war einfach der Harry Potter Mantel. Und die haben dann alle kurz anziehen dürfen und Das war einfach das Highlight für die Kinder. Sie haben dann auch gefragt, Zauberstab oder irgendein Kugelschreiber außer Zart. Hat dann aber gepasst, muss ich sagen. Und wichtig ist das, also ich fühle mich auch schon ganz rock. Du bist ja auch sehr kompetent auf einmal, das ist super. Das ist tatsächlich, das kommt damit. Man hat auch diese Ärmel, die so weit sind. Ganz kurz, Junk Knowledge, also ein Talar, ich trage tatsächlich selten ein Talar. Man kann es nicht mehr tragen. Wichtig ist es eigentlich bei geschworenen Verhandlungen, also wenn es zum Beispiel um Mord oder so geht. Und, aber nicht einmal da muss man wirklich tragen, also ich trage meistens einen Anzug. Wo man tragen muss ist, wenn man vom obersten Gerichtshof verhandelt. Also AGH in Wien beim Justizpalast, was ja auch schon cool klingt, auch Hall of Justice, da muss man wirklich einen tragen, da kommt man aber selten hin. Ich muss mir auch dazu sagen, ich war erst einmal dort und ich sage einmal, solide Silbermedaille hinter der Staatsanwaltschaft. Finde ich super. Großartig. Die lange Hand des Gesetzes sagt man immer, ich will so kurze Hände, also ich kann da, ja, Herr Fuscht, wir sind eh im Podcast, Gott sei Dank, also wir müssen eh reden genügt. Super. Also schauen wir auch in den ersten Fall rein. Passt, ja. Ich finde das so geil, weil du weißt ja, wie viel nicht was kommt. Also, hauen wir uns direkt rein. Okay, die härtesten Wartefälle aller Zeiten. Und eins weiter bitte. Jawohl, da ist er. Michi, kennen den alle? Das ist der Freddy Krüger, oder? Ja. Er hat bei einem Amstreet. Genau, genau, das ist er. Können wir gleich eins weiterdrucken? Ich habe uns immer drei Kategorien gemacht. Wir fangen immer an mit dem Killcount. Moment, ich muss da glaube ich ein bisschen mehr hinstellen. Wir kennen uns ja das Mikro teilen. Funktioniert das? Und das Ding ist halt, in unseren Fällen, ich habe jetzt Beweise, haben wir quasi als Aspekt ja gar nicht mit drinnen. Weil es gibt ja halt, das sind ja lauter Horrorfilme, es gibt quasi überall einen Videobeweis. Also schuldig sind die irgendwie alle. Die Frage ist halt immer die, also können die auch dafür haftbar gemacht werden? Ich glaube, das wird entscheidend sein. Und Friedrich Krüger tötet ja seine Opfer im Schlaf. Das ist ja mal, glaube ich, schon ein guter Punkt für die Anklage, nein, für die Verteidigung eher. Schauen wir mal. Und können wir eins weiterschalten da bitte? Megaspannend ist, ein sehr guter Freund und Anwalt, Strafverteidiger von mir, hat einmal gesagt, wenn es rechtlich mit den Argumenten nicht so ist, dann muss man halt emotional einreimen. Da habe ich uns die Backstory auch mitgenommen und bei Fredi Krüger ist die natürlich, ja, also 12 von 10. Seine Mutter war Nonne in einer Nervenheilanstalt, ist die dann eingesperrt worden mit 100 Wahnsinnigen und die haben sich dann auf sich gestürzt und dabei ist dann Fredi Krüger entstanden. Also der ist quasi von 100 Wahnsinnigen da irgendwie, also ganz, ganz, schlimmer geht's nicht. Der hat's nicht leicht gehabt. Genau, so schaut das aus. Und jetzt würde ich dich noch fragen, wir haben gesagt, wir machen jeder ein Plädoyer. Ja, wie macht man ein Plädoyer? Ich habe einen Startvorteil. Grundsätzlich ein Plädoyer gibt es sowohl am Anfang, das ist das Eingangsplädoyer, und zum Schluss, also nach dem Beweisverfahren quasi, gibt es ein Schlussplädoyer. Je nachdem, Kollegen, gibt es welche, die machen lieber das Eingangsplädoyer, lieber das Schlussplädoyer. Bei mir ist es so, ich bin auch im Gericht ein bisschen ein Rampensound und rede einfach gern. Das ist vielleicht schon aufgefallen heute. Ich denke mir einfach, ich darf zweimal durchstehen und alle müssen mir zuhören. Und dann haue ich einfach auch gern richtig rein. Es gibt so eine grundsätzliche Formel, wo man immer beginnt. Hohes Gericht, sehr verehrter Herr Staatsanwalt, sehr geehrte Anwesende. Das ist so meins und dann gehe ich in die Sache selbst hinein. Das ist immer die Formel, die sowohl beim Eingangsplädoyer wie auch beim Schlussplädoyer kommt. Und da grundsätzlich ist es so, also du hast das heute tatsächlich leicht, du Staatsanwalt, weil du kannst entweder sagen, du kannst da jetzt richtig rein kannst entweder sagen, du kannst jetzt richtig reinhauen und sagen, warum der verknackt gehört bis ans Ende des Lebens, oder du kannst sagen, ich verweise auf die Anklage. Und das gilt auch. Das ist Mr. Lewis. Ich verweise auf die Anklage, das startest du. Ja genau, also wenn du sagst, ich verweise auf die Anklage, also Gilkant, 79 Todesfälle, das heißt eine ganz klare Anklage nach § 75 Strafgesetzbuch, also Mord. Dann sagst du ja auch, wie schriftlich quasi und dann würde ich starten. Ja, wie ist der Lieblings? Ich verweise auf die Anklage. Ja, gut. Also. Sehr ganz einfach. Hohes Gericht, verehrter Staatsanwalt, verehrte Anwesende, mein Mandant, der Herr Krüger, oder Kruger, ich weiß nicht, wie man das sagt, wird sich heute nicht schuldig bekennen. Das passiert auch manchmal. Das macht aber nichts, weil das schreit man sich nicht. Das ist der schwarze Mikrofon, das ist bei mir am liebsten. Also, hohes Gericht, sehr verehrter Staatsanwalt, sehr geehrte Anwesende. Also, Hohes Gericht, sehr verehrter Staatsanwalt, sehr geehrte Anwesende, ich habe mit meinem Mandanten, dem Herrn Krüger, natürlich die Anklage eingehend besprochen und er befindet sich ja in Untersuchungshaft und zwar wegen akuter Tatbegehungsgefahr. Nichtsdestotrotz wird sich mein Mandant heute in sämtlichen Anklagepunkten für nicht schuldig erkennen und zwar primär aus rechtlichen gründen also ich bitte bereits jetzt zum verständnis dafür dass mein mandant in absprache mit mir sich lediglich entsprechend seiner verantwortung bekennen wird also nicht schuldig aber sonst keine fragen beantworten wird weder von ihnen meine damen und herren richter noch von ihnen der staatsanwalt und auch nicht von mir denn gleiches recht muss Wie gesagt, mein Mandant wird sich heute nicht schuldig bekennen und zwar ist der Staatsanwaltschaft in Wirklichkeit bei dieser Mordanklage ein wesentlicher Fehler passiert, der zum Freispruch meines Mandanten führen wird und zwar, sie sehen hier, Medrode tötet seine Opfer im Schlaf. Meinem Mandanten wird übrigens sehr haarsträubend vorgeworfen, er hätte seine Opfer, die vermeintlichen Opfer, im Traum getötet. Wie uns aus der Judikatur und aus der Rechtsprechung bekannt ist, erfordert § 75 eine aktive Handlung. Diese aktive Handlung muss natürlich in der sogenannten Wachenwelt erfolgen. Die Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass hier in der Traumwelt etwas passiert sei, dass das mit meinem Mandanten kausal in Verbindung gebracht werden könnte, ist natürlich hanebüchen und darum wird aus rechtlichen Gründen frei zu sprechen sein. Danke. Ist jetzt spannend. Tatsächlich, möchte ich ganz kurz sagen, also es ist toll, die Backstory mit seiner Mutter und so weiter, die hilft mir genau gar nichts, weil nämlich selbst wenn ich sage, es wäre ein Totschlag, rechtlich gesehen, Backstory mit seiner Mutter und so weiter, die hilft mir genau gar nichts. Weil nämlich selbst wenn ich sage, es wäre ein Totschlag, rechtlich gesehen, der leichter behandelt wird wie der Mord, komme ich da nicht drüber. Also der wird einreiten gehen. Wie man es gesagt hat, also Schloss Hammerling und darüber hinaus wahrscheinlich Justizanstalt Zuben, beziehungsweise sogar Unterbringung in der Justizanstalt Garsten, also in dem forensischen Zentrum Garsten. Aber tatsächlich ist die Methode, tötet seine Opfer im Schlaf, das Ganze passiert ja wirklich in dieser Traumwelt. Und das ist rechtlich schlichtweg nicht abgedeckt. Also kann ich keinen kausalen Zusammenhang herstellen und damit dieser Werzesprecher. So, schauen wir mal. Erste Rund geht dann hin. Achso, wir müssen ja mal gucken, was das Gericht sagt, oder? Also, hohes Gericht. Sehr geehrter Herr Strafverteidiger, sehr geehrte Anwesenden. Wir haben jetzt den Kollegen gehört und ja, das macht auf den ersten Blick durchaus Sinn, was er da behauptet und von sich gibt. Aber wenn wir genauer hinschauen, dann merken wir, Freddy Krüger hat nicht nur eine Person, nicht zwei, nicht drei. Ich zähle jetzt nicht ganz auf, aber er hat 79 Personen ermordet. Und diese Idee, dass er da aus dem Unbewussten heraus handelt und dass das vielleicht nur Traumkonstrukte einer Person sind, ist ja eigentlich absurd, wenn ich den Fakt in Rechnung nehme, dass 79 Personen genau denselben schrecklichen Traum hatten und dabei erleben ließen. Insofern plädiere ich auf extrem schuldig, sperzen weg für immer. Und gut, dann, hohes Gewicht. Sehr verehrter Herr Staatsanwalt, sehr geehrte Anwesende. Aufgreifend die Argumentation des Staatsanwaltes lässt sich rechtlich nichts daraus gewinnen, denn nach wie vor ist die Kausalität tatsächlich nicht bewiesen. Und dass 79 Personen den gleichen Traum traum hatten beweist nur eines nämlich gar nichts sondern wir haben hier weder aktives tun noch dulden noch einen mord durch in irgendeine art und weise der unterlassung sondern tatsächlich eine rechtslücke die nicht geschlossen werden kann dementsprechend ist beim mandant freizusprechen Dankeschön. Boah, jetzt kann ich eigentlich nur mehr sagen, er ist halt auch so schürch, ne? Vielleicht, jetzt, ich seh's halt schon ein wenig, ich find das, ich find das sehr hart, dass ich den Dr. Horror Podcast auf Bodyshaming betrüge, ne? Aber vielleicht lassen wir einfach das holen. Ich wollt grad sagen, ich geh auf die Seiten zur Abstimmung. Wer ist für Schuld? Was? Ja, ruh habe seitens einer Abstimmung. Wäre es für schuld? Was? Ja, ruhig, schau, zwei. Zwei, okay, okay, okay. Na ja, schau. Ein paar, ein paar, ein paar. Beter die Siegel, da. Gut, wäre es für unschuldig? Ja, ich glaube, das geht in die Instanz, wenn man so schön sagt. Ehrlich gesagt, das geht in die Instanz, wie man so schön sagt. Ehrlich gesagt, das war jetzt der Fall, wo ich mir gedacht habe, der ist aufgelegt. Das wird er sitzen. Dann nehmen wir den nächsten, weil da sind wir jetzt eh schon ungefähr. Schau mal, ich werde mich hier erst auf. Perfekt. Erster Zugweg, gell? Erster Fall. Kennen alle? Ein Klassiker. Der Exorzist. Reign. Kleine Tochter, sie ist vermeintlich von einem Dämon besessen und haut dann zwei Typen aus dem Fenster aus. Übrigens, Funfact zum Exorzisten, habe ich letztens gehört, der Film hat es tatsächlich geschafft, dass er in verschiedenen Ländern sowohl wegen katholischer Propaganda als auch wegen Blasphemie verboten wurde. Das muss man. Das muss man auch sagen. Aber ich bin ja evangelisch. Was sagst du dazu? Ist das wurscht? Nein, tatsächlich, die sogenannten römischen Rituale, die ja immer hergenommen werden bei Exorzismus, die gibt es bei uns tatsächlich nicht, weil wir mit Rom ja nicht viel zu tun haben. Tatsächlich gibt es sogar einen evangelischen Exorzismus und zwar ist das der sogenannte Geburt-Tauf-Exorzismus. Das heißt jetzt nicht, dass wir bei der Taufe da wild umeinander dann mit irgendwelchen Schälen und so weiter, sondern tatsächlich, dass der Schutz der Taufe eine Form des Exorzismus ist. Also quasi, dass die Dämonen nicht zurückkommen. Also mehr so eine Art Impfung eigentlich. Ja. Ja. So, wenn ich mir das recht überlege. Super, aber das ist quasi präventiv exorzistisch. Nein, mir danke. Super, das heißt, so weit kommt es gar nicht zum schönsten Teil bei euch. Ja, super. Schauen wir mal weiter vielleicht. Also Methode Blasphemie. Also die haut die halt immer aus dem Fenster raus. Das ist jetzt eigentlich recht, auch für einen Dämonen nicht recht spektakulär. Die kommen halt natürlich aufs Zimmer. Das ist auch spannend. Und dann werden die halt aus dem Fenster rausgekaut. Und Backstory haben wir schon gehabt. Die ist halt vor einem Dämon besessen. Jetzt bin ich mal gespannt. Ich verweise wieder auf die Anklage. Tatsächlich in diesem Fall wäre es wahrscheinlich nicht einmal eine Anklage, sondern wäre es ein Antrag auf Unterbringung nach § 21 Absatz 1 StGB in einem forensisch-therapeutischen Zentrum. Dementsprechend, hohes Gericht, sehr verehrter Herr Staatsanwalt, sehr geehrte Anwesende, Sie sehen meine Mandantin heute hier in einem schrecklichen Zustand. Sie hat sehr viel durchgemacht. Tatsächlich ergibt es sich aus dem durchgeführten, was in dem Fall immer gemacht wird, Gutachten, dass zum Tatzeitpunkt aufgrund von Besessenheit keine Schuldfähigkeit im Sinne von §11 Strafgesetzbuch vorlag. Das bedeutet, wir müssen uns noch fragen, kann meine Mandantin habituell gefährlich sein? Also gibt es eine negative Zukunftsprognose, die eine Unterbringung im Sinne von § 21 Absatz 1 oder Absatz 2 StGB entsprechend rechtfertigt? In diesem Fall haben wir zwei, sag ich mal, tragische Vorfälle und wurde erhoffen bei der Exorzismus, soweit ich weiß, gibt sich aus dem Akt erfolgreich durchgeführt. Das bedeutet, der Dämon Passuso ist aus dem Körper meiner Mandantin gefahren. Das bedeutet, es gibt eine positive Zukunftsprognose, dementsprechend keine zu erwartende habituelle Gefährlichkeit, weswegen wir einerseits die Schuldunfähigkeit nach §11 haben und andererseits keinen Unterbringungsgrund nach §21 Abs. 1 oder Abs. 2 StGB, weswegen meine Mandantin frei zu sprechen sein wird. Das hab ich mir nicht gut überlegt. Nun ist der Schüler zu Meister geworden. Na schauen wir mal. Sehr geehrtes hohes Gericht, sehr geehrter Kollege, liebe Anwesenden. Wir haben den Kollegen gehört, ja, und er kennt sich gut aus mit Paragraphen, ganz offenbar. Und er weiß seinen Vorteil daraus zu ziehen. Gleichzeitig mag ich festhalten, dass zwei Menschen ihr Leben gelassen haben und dass bis auf diese zwei Typen niemand in diesem Zimmer anwesend war. Und wer soll denn die sonst aus dem Fenster geschuft haben, wenn nicht die da? Und ganz ehrlich, also schaut es euch an. Na, falls... Es fallen wieder die Schiene. Na, also dementsprechend würde ich sagen, eindeutig schuldig. Ach, ich habe das ganz vergessen, dass die ja nur minderjähriges behalte ich habe mir nicht gut aufgelegt ja gut perfekt wie alt ist zu dem zeitpunkt 8 das ist mir jetzt gerade kein also Ich sag, während du da geredet hast, hab ich gedacht... Hohes Gericht. Ich bin ja noch Praktikant jetzt. Hohes Gericht. Ich sag alles schon. Hohes Gericht, verehrter Herr Staatsanwalt, sehr geehrte Anwesende. Danke. An dieser Stelle an die Staatsanwaltschaft, denn nicht nur halte ich meine bisherigen Argumente vollkommen aufrecht, die man wirklich super zusammen gedacht hat, sondern sie ist unter 14 und ist damit nach dem Strafgesetzbuch nicht strafbar. Dementsprechend auch keine Unterbringungsmöglichkeit. Was ich allerdings vorschlagen würde zur Ehrenrettung des Herrn Staatsanwalts ist, dass sie zum Bezirksrichter geladen wird für ein sogenanntes Normverdeutlichungsgespräch. Super. Danke. Danke. Also dann gehen wir zur Abstimmung. Schuldig? Super, danke. Danke. Also dann gehen wir zur Abstimmung. Schuldig? Ich würde das Gefühl selber aufzeigen, aber es stimmt halt einfach nicht. Nicht schuldig. Ich glaube 2 zu 0 jetzt dabei. Das ist eigentlich auch armer Spiel. Wir sind da in meinem Podcast. Ja, wir sind nicht überall. Wir sind in Wels, aber wir sind in meinem Turf. Super. Du, ich habe mir eine Chance. Eine geht noch. Eine allerletzte Chance habe ich noch. Kennt den noch wer? Der schaut auch so sympathisch. Kennt den noch wer? Der schaut auch so sympathisch aus. Das ist der Wolfmann, fast universal war hast du bist fast richtig wie gibt es da noch koffe cora es ist ehrlich gesagt ein kollege von dir Ich habe ihn schon mal in Wörth gesehen, aber ich bin mir nicht so sicher. Ah, warte mal, der Dr. Jekyll und Mr. Hyde vielleicht? Ja, ganz genau. Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Schauen wir da mal auf den Killcount. Der ist eigentlich jetzt nicht so beeindruckend. Ah, nein, für dich stehe ich auf oder was? Nein, ist okay. Ist okay, bitte. Dann schauen wir gleich weiter. Ist okay. Ist okay. Bitte, ja. Do it. Ja, dann schauen wir gleich weiter. Methode. Brutales Draufhauen. Mit Stecken. Es ist übrigens super, die Tötungsszene. Also, Mr. Hyde rennt so in der Nacht, geht auf der Straße entlang und dann sieht er so einen tollen Gentleman. Ja, so einen super Anwalt nämlich. Danke. Und da kriegt er dann so eine Wut. Es trifft keine Unschuldigte. Ja, weil er merkt, das könnte Jack Gill ohne Hyde sein und dann haut er ihn einfach zusammen. Backstory Persönlichkeitsspaltung durch chemisches Experiment. Und das Spannende ist, vielleicht noch zum Bö bösen dauer dazu das ist wirklich super die story ist er bekannt dass man sagt ja okay da gibt es was böses im menschen und da geht halt was schief und dann kommt da quasi so ein kleiner off aussehende haut alle zusammen tatsächlich ist es so ich hab letztens die geschichte wieder gelesen dass der tschekel so brav ist und dem seine große fantasie ist dass alle sagen das ist der der braveste Mann in der ganzen Stadt und deswegen geht der ganze Scheiß erst los. Also das ist ganz spannend, da haben wir auch wieder dieses drin, also das Gute ist eigentlich das Böse in dem Fall. Ich meine, der Jekyll ist ja ein bisschen ein Sympathieträger unter dem Monster, muss ich sagen, weil er ist ja irgendwie so ein wenig ein Gaudibursch. Aber da haben wir auch wieder diese Formel schön drinnen. Und jetzt bin ich gespannt, was du sagst. Jetzt lege ich vielleicht einmal los. Vielleicht geht es dann besser aus. Ich muss sagen, ich habe mich auch in einer blöden Position, weil ich mag ja die alle. Ich mag ja auch, dass alle frei sind. Na, schauen wir mal. Du, in dem Fall, sehr geehrtes Gericht, sehr geehrter Kollege, sehr geehrte Anwesenden. Ich glaube, in dem Fall haben wir totale Klarheit. Wir haben erstens einmal eine Augenteugin, die diesen besagten Typen, der übrigens bei Weitem schon volljährig und haftpflichtig oder haftfähig ist, die beobachtet hat, wie der mit einem Stecken auf das besagte Opfer eingedroschen hat, bis zum Erlöschen des Lebenslichtes. Und ich glaube, mehr an Beweislast geht einfach nicht. Dementsprechend würde ich sagen, also wenn der jetzt nicht verknackt wird, dann schmeiße ich meine Juristenkarriere wieder hin. Und ich glaube, auch das sollte euch durchaus aus Wert sein. Herr Kollege, jetzt bin ich aber gespannt. Der muss nochmal drüber jetzt. Hohes Gericht, sehr verehrter Staatsanwalt, liebe Anwesende, sehr geehrte Anwesende. Ich habe diese Anklage mit meinem Mandanten, glaube ich, besprochen und wird sich mein Mandant schuldig bekennen, er ist sich seiner Verantwortung bewusst. Wir haben hier eine schreckliche Persönlichkeitsspaltung, nicht desto trotz ist diese vorerst nicht heilbar. Das bedeutet, dass wir hier auch keine Zurechnungsunfähigkeit hatten, sondern es ist ganz klar, es war eine Zurechnungsfähigkeit. Wir müssen auch von einer Möglichkeit der Unterbringung nach einer Haft, nach § 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch ausgehen. Mein Mandant wird sich Complaint verhalten. Er sucht grundsätzlich um ein mildes Urteil. Zur rechtlichen Einteilung bin ich allerdings der Meinung, dass nicht noch § 75 StGB noch Mord zu verurteilen sein wird, sondern vielmehr noch schwere Körperverletzung mit Todesfolge, da tatsächlich mein Mandant an sich nicht vor hatte hier jemand anderen aktiv zu töten, sondern das ganze aus der Aktion heraus entsprechend gesehen ist. Derart, am Ende dieses Prozestages sozusagen beantrage ich in diesem Fall nämlich keinen Freispruch, sondern ein mildes Urteil. Danke. Sehr gut, so hilft es mir bitte jetzt. Schauen wir mal, letzte Chance, stimmen wir ab. Also, schuldig. Ja. Ja, es ist jetzt also das Saalvvoting ganz klar für dich ausgefallen. Die Frage ist jetzt das, warum habe ich das gemacht eigentlich? Warum habe ich jetzt umgeschaltet und nicht mehr so einer Flock erlässigt? Weil sie sich bei ihrem, also das mit der Volljährigkeit stimmt. Es ist tatsächlich zu vergleichen mit Exorzismus. Nur bei dieser Person muss man sich erstens einmal fragen, inwieweit war der Dr. Heid in der Form des Mr. Heid wirklich unzurechnungsfähig? Das glaube ich nämlich nicht. Also der wird schon gewusst haben auf seine Art und Weise, was er da hat. Das heißt, schuldfähig war er. Dementsprechend wird man mit einer Haft vorzugehen haben und dann aber, weil er sich ja durch ein chemisches Experiment gespalten hat, also eine dissoziative Persönlichkeitsstörung, wird man den austherapieren müssen. Das heißt, er muss wirklich in ein forensisches therapeutisches Zentrum. Das einzige, was ich hier machen kann, ist, dass ich sage, er bekennt sich schuldig. Also es ist ein reumütiges Geständnis, es ist ein Strafmilderungsgrund und gleichzeitig, dass ich schaue, dass ich rechtlich vom Mord sozusagen runterkomme, weil dann der Stfraum ein anderer ist das heißt es ist ja eigentlich ein super beispiel dafür gewesen dass es manchmal schlichtweg keinen sinn macht auf freispruch zu verteidigen sondern man manchmal sagen muss okay den friesi jetzt ja weil der staatsanwalt einfach so gut ist ja aber tatsächlich das ist sehr oft so. Ich kann das auch in der Praxis sagen, das sind jetzt spektakuläre Fälle, wo wahrscheinlich jetzt einmal die ganze Zeitung und so weiter kommt, aber durchschnittlich bei meinen Fällen, da geht es ja viel um das Suchtmittelrecht. Und wenn daheim einmal die drei Kilo gefunden worden sind, dann geht es nicht darum, kommt er raus oder nicht. Dann kommt es nur darauf an, wie lange sitzt er. Und dann ist es meine Aufgabe als Verteidiger, nicht nur zu schauen, dass er einen fairen Prozess kriegt, sondern einfach auch, dass er halt dann möglichst schnell wieder rauskommt. Das kann sein, weil er ein mildes Urteil kriegt. Das kann aber auch sein, weil er nachher zum Beispiel die Fußfessel kriegt oder weil er nach zwei Dritteln der Strafe wieder rauskommt. Weil der Grundgedanke des Strafrechtes ist die Resozialisierung. Das ist nicht immer ganz verständlich, aber die Wiedereingliederung in die Gesellschaft und die nachhaltige Verhaltenskorrektur. Und zwar nicht die Verhaltenskorrektur mit so Stromschlägen und so weiter, wie man es in den Filmen stellen weiß hat, sondern einfach die Verhaltenskorrektur. Man muss auch eines dazu sagen, wenn die Leute dann im Schloss Hammerling sitzen, die haben relativ viel Zeit, dass sie sich mit sich selbst beschäftigen und das ist auch oft, wo dann für die Leute der wahre Horror drinnen liegt, weil sie sich Sachen eingestehen müssen. Da habe ich noch eine Frage. Wir haben ja schon ausverhandelt. Weißt, das interessiert mich nicht. Also wir haben ja beim Dämonen den Fall, da schlürft wer eine in dich. Aber der hat sich ja selber quasi verwandelt. Das ist ja, wie wenn ich mich selber ausrufe. Ich glaube, es hat sogar mal einen Fall gegebenandelt. Das ist ja, wenn ich mich selber aushoffe, ich glaube, es hat sogar mal einen Fall gegeben mit so einem Regionalpolitiker, der gesagt hat, ich weiß ja nicht, dass man vor Alkohol angesoffen wird, ergo kann ja keiner besser, wenn ich angesoffen fahre. Tatsächlich gibt es da neugierig im § 287. Gibt es dann mehr, wenn man das selber gemacht hat? Nein, tatsächlich ist es so, es gibt im § 287 Strafgesetzbuch und zwar die vorsätzliche Berauschung und dadurch Durchführung einer Handlung, die, wenn ich nicht berauscht wäre, strafbar wäre. Das heißt, ich versetze mich absichtlich in einen Zustand, wo ich nicht straffähig bin, um dann in dieser Strafunfähigkeit etwas zu tun. Das habe ich tatsächlich immer wieder. Der Vorteil ist da manchmal, dass § 287 vom Strafrahmen her besser ist, als das eigentliche Delikt. Und dann sagt man, okay, gut, er war zwar strafunfähig, aber das würde er sich gefallen lassen. Aber es ist immer noch besser, als wenn er sozusagen straffähig wäre und direkt das Delikt. Also auch das bedenkt das Gesetz. Finde ich großartig. Ich glaube, damit können wir den Fall schließen. Und ich würde vorschlagen, wir setzen uns noch einmal kurz hin und schließen dann in der Podcastung diese folge ab. super. so geht's da wieder lieber michi das war wahnsinn das war jetzt echt hart für mich ich hab mir gedacht das krieg ich schon hin und so und ich hab mich auch nicht so viel Geht's da wieder? Lieber Michi, das war Wahnsinn. Das war echt hart für mich. Ich hab mir gedacht, das krieg ich schon hin. Ich hab mich auch nicht so viel vorbereitet. Den hau ich schon her. Aber ich hab mir gedacht, gut, dass ich das schneiden kann. Schauen wir mal, wie dann im Podcast die Fälle ausgehen. Ich stell dir jetzt die Frage, die ich immer jedem stell am Ende des Podcasts. Nämlich, willst du noch irgendwas sagen? Ist dir noch was wichtig? Gibt es dir noch was? Lauert dir noch was in dir? Nein, eigentlich nicht. Danke, dass ich da sein habe. Hat Spaß gemacht. Auch das mit den Fällen spontan zu verhandeln und zu deiner Ehrenrettung sei gesagt, ich tue halt nichts anderes. Ja, ich gratuliere dir mit den Paragraphen. Das habe ich jetzt natürlich nicht gesagt, das ist vor Gericht wahrscheinlich ungeschickt, aber da habe ich mir dann schon gesagt, es ist schon unfair gewesen. Wie es dann angefangen hat, mit Paragraph 14 oder was. Das war schon... Ja, da muss ich dir sagen, man gilt als Strafrechtler, man gilt immer als Einbuchjurist. Das ist auch wieder so ein schönes Framing, also wenn ein anderer das kann, was man selber nicht kann, das ist dann unfair. was man selber nicht kann, das ist dann unfair. Was übrigens auch stimmt, ich bin kein Einbuchjurist, ein Drei-Buch-Jurist, weil Strafprozessordnung sucht Mittelrecht und ein Strafgesetzbuch. Aber es ist ja so, dass gerade bei mir, es kommen ja die Fälle immer wieder gleich daher. Also es ist kein Fall wie der andere, aber es geht halt auch immer um dieselben Straftaten und irgendwann damit kann man es einfach auswendig. Also die Paragraphen, da weiß man einfach was, wo ungefähr drinnen steht. Es gibt jetzt eine Paragraph im Strafgesetzbuch, von der habe ich wahrscheinlich nie was gehört, weil es nie vorgekommen ist. Das war Wahnsinn, weil ich mir meine Abhandlungen, meine Vorträge ein wenig vorbereitet und habe dann im Moment, immer wenn du geredet hast, dann habe ich gemerkt, das ist aber vor Gericht völlig nutzlos eigentlich. Also das war echt spannend super mehr also als staatsanwalt kann ich mich noch steigern super du jetzt mache ich aber sie am ende jeder folge noch eine folge mache ich mache einen rap befasst diese schöne reise an der re side of horror nochmal zusammen. Und wenn ich am Blödsinn rede, unterbreche ich mich gerne, hilfe mir gerne und schauen wir mal, was da jetzt dabei auskommt. Also, meine Lieben, wir haben heute gelernt, dass gut nicht immer gut und böse nicht immer böse ist, sondern dass die beiden durchaus oft einmal ineinander übergehen. Wir haben heute auf jeden Fall auch gelernt, dass Recht nicht nur etwas mit Recht haben, sondern durchaus auch etwas mit Können und einer objektiven Haltung zu tun hat. Und wir haben heute auch gesehen, dass mir ein Talar ganz gut steht. Man muss immer drei Punkte sagen, das ist jetzt ein wenig geschummelt. Und damit sind wir schon fast wieder am Ende. Lieber Michi, es war wunderbar mit dir. Danke, dass du heute mit dabei warst. Ich habe es sehr genossen. Du könntest so sagen, ich habe es auch so gut gefunden. Pfiat euch. Tschö, ich habe da noch etwas anbekannt. Nein, es ist für mich heute, also voll super, dass ich da war. Nein, ich finde es sehr cool, weil ich den Podcast das erste Mal gehört habe, wo ich mir dachte, da würde ich irgendwie mitmachen, weil ich es so cool, weil ich den Podcast das erste Mal gehört habe, wo ich mir gedacht habe, da würde ich irgendwie mitmachen, weil ich es so geil finde. Und das ist es heute. Und du hast mir ja gesagt, das ist heute der erste Live-Podcast, so wie ich einen anderen Live-Podcast mache. Und darum finde ich es sehr cool. Und darum danke für die Möglichkeit. Hey, voll schön. Danke. Und ja, damit, meine Lieben, bleibt mir nur noch eines zu sagen, nämlich Good Night, Good Fright, euer Dr. Horror.