Herzlich willkommen bei Radio Froh. Ich freue mich, euch heute im Studio begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Melanie Schiller und ich bin die Redaktionsleitung vom Infomagazin Frohsinn. Heute sprechen wir mit zwei VertreterInnen des Bündnislins gegen Rechts. Zu Gast sind Gregor David und Daria Danner. Zu aktuellem Anlass des Burschenbundballs findet am 7. Februar eine Demo statt, die gegen diesen aufruft. Wir unterhalten uns über die anstehende Demonstration, die unter dem Motto, unsere Solidarität gegen ihre Hetze, Nein zum rechtsextremen Burschenbundball läuft. Den Burschenbundball selbst, sowie über die aktuellen soziopolitischen Geschehnisse rund um das Thema Rechtsextremismus in Österreich und darüber hinaus. Ja, willkommen im Studio. Ich würde euch bitten, dass ihr euch kurz vorstellt und mir erzählt, wer ihr seid und was ihr macht. Ja, hallo, ich bin die Daria und ich bin zurzeit noch Schülerin und eben Sprecherin von Linz gegen Rechts. Und ich engagiere mich schon länger politisch und vor allem in der Umweltbewegung und gegen Rechtsextremismus. Ich bin der Gregor David, ich bin in der Demoleitung von Linz gegen Rechts und beruflich bin ich in einer Kinder- und Jugendorganisation aktiv, wo ich mich auch sehr viel mit pädagogischer und politischer Ausbildung befasse. Sehr schön. Dann steigen wir gleich ins Thema ein. Seit wann gibt es das Bündnis Linz gegen Rechts? Ja, das Bündnis Linz gegen Rechts, das gibt es jetzt seit 2013, ist damals gegründet worden, mit dem Anlass, warum wir heute nur auf die Straße gehen, nämlich wegen dem Burschenpumppal. Und hat über die letzten Jahre immer wieder Demonstrationen gegen den gesagten Burschenpumppal gemacht, auch teilweise gegen andere Veranstaltungen der extremen Rechten. Eine kurze Pause hat es dann gegeben während der Corona-Pandemie, wie es auch keinen Burschenpumppal gegeben hat, aber seit ein paar Jahren sind wir wieder jährlich auf den Straßen. Was ist der Burschenbundball überhaupt? Der Burschenbundball ist vor allem ein Vernetzungstreffen zwischen extremen Rechten und er wird ausgerichtet von der Burschenschaft Aminia Tschernowitz. Und es sind auch viele hochrangige Vertreterinnen aus Politik und der Wirtschaft anwesend, unter anderem der Landeshauptmann Stelzer, der auch den Ehrenschutz übernimmt vom Burschenpumpal und damit mit seinem Namen eigentlich dieses Extremrechte-Event unterstützt. dieses extrem rechte Event unterstützt. Wenn wir von Burschenschaften reden, ist es oft zu hören, dass wir von deutschnationalen Burschenschaften reden. Was heißt das? Deutschnational heißt im Endeffekt, sie fühlen sich dem deutschen Volk zugehörig und da hört man dann auch oft, dass die österreichische Nation abgelehnt wird. Das heißt, dass quasi Deutschland und Österreich ein gemeinsames deutsches Volk sind. Und was auch bemerkenswert ist, vor allem jetzt im 21. Jahrhundert, denkt man eigentlich, dass man von so Begrifflichkeiten wie Arian, dass die der Vergangenheit angehören, aber Burschenschaften, die mit dem Burschenbombal zu tun haben, hatten auch im 21. Jahrhundert noch, und das ist jetzt noch keine 20 Jahre her, den sogenannten Aria-Paragraphen. Das heißt, in dem Aria-Paragraphen wird vorgeschrieben, wie quasi das gewünschte Bild eines Burschen in der Burschenschaft ausschaut. Und es ist im Endeffekt arg, wenn man denkt, wir haben alle gelebt zu dieser Zeit, wo diese Menschen, diese Burschenschafter, im Endeffekt nur noch an einer Rassenlehre gingen. Es ist komplett absurd und befremdlich. Und ja, ich habe es jetzt eh schon öfter erwähnt, aber das ist die Partei mit den Netzwerken zu den Burschenschaften und mit Personalüberschneidungen, die in den Umfragen auf Platz 1 sind, und zwar mit Abstand. Und da ist, glaube ich, umso mehr erkennbar, dass Antifaschismus, ein klares Zeichen gegen Rechts und ein solidarisches, demokratisches und freies Verständnis einer Gesellschaft wichtig ist und wir das nicht denen überlassen dürfen. Wer sind eure Bündnispartner? Genau, das Bündnis Linz gegen Rechts ist ein sehr breites Bündnis aus verschiedensten Vor-Partei-Organisationen, aber sehr vielen Initiativen und internationalen Organisationen. Da haben wir Dutzende Mitglieder. Da jetzt alle aufzuzählen, wird wahrscheinlich zu lange dauern. Warum ist es euch wichtig, dem Burschenbundball gegenüber ein Zeichen zu setzen? Ja, es geht uns vor allem darum, dass wir ein ganz klares Zeichen setzen, dass Linz eben nicht wegschaut, wenn die extremen Rechten im Palais an Ball feiern und das Ganze vom Landeshauptmann Stelzer verharmlost und unterstützt wird, dadurch, dass er eben den Ehrenschutz übernimmt. Und dass wir eben ganz klar aufzeigen, dass Linz nicht wegschaut, sondern dass die Linz aktiv für Demokratie und Solidarität einsetzt. Wie wird die Demonstration ablaufen, damit sich unsere Hörerinnen schon mal ein Bild machen können? Die Demonstration, grundsätzlich ist unser Selbstverständnis, einen friedlichen Protest zu haben. Und wir starten dann am 7. Februar um 17.30 Uhr beim Ars Electronica Main Deck, so wie jedes Jahr. Und dann werden wir eine Anfangskundgebung haben, es werden Reden stattfinden und dann werden wir nach einer Stunde circa losgehen mit dem Demo-Zug und dann werden wir die ja schon bekannte Demo-Route entlang gehen. Dann gehen wir über die Nibelungenbrücke, dann gehen wir über den Hauptplatz und dann über den Taubenmarkt an die Landstraßen entlang und sind beim Martin-Luther-Platz, wo es am Ende dann wieder einen wärmenden Kinderpunsch geben wird, weil es ist ja trotzdem eine ziemlich kalte Jahreszeit. Und wir hoffen auch, dass es vielleicht nicht allzu kalt wird, dass wir alle gut aushalten bei unserem Zeichen gegen rechts. Welche soziopolitischen Geschehnisse sind für euch momentan präsent, die im Zusammenhang mit dem Rechtsextremismus stehen? Ja, also da ist vor allem eben auch gerade der Rechtsextremismusbericht aus der Komma, der sagt, dass sie eben die rechtsextremen Straftaten häufen und gestiegen sind 2024 und dass das rechtsextreme Milieu auch sehr gewaltbereit ist, was natürlich sehr erschreckend ist und wo es dringend Handlungsbedarf braucht. Genau und vor allem soziopolitisch sieht man gerade, dass einfach sehr viele FPÖ und AfD in Deutschland PolitikerInnen, die extremen rechten Standpunkte übernehmen im alltäglichen Politikgeschäft. Also wenn man zum Beispiel an das Wort Remigration denkt, das ist vor einigen Jahren vor allem von den Identitären, also einer extrem rechten und und teilweise auch sehr jungen und teilweise auch gewaltbereiten Formation. Und diese Formulierung Remigration, was im Endeffekt nur die Deportierung von Menschen bedeutet, ist eins zu eins übernommen worden von den Parteien und ist im Endeffekt quasi den Diskurs, die Diskurspunkte der extremen Rechten in ein breites Publikum zu führen, was logischerweise drastische Konsequenzen hat. Ihr habt jetzt gerade schon vom DÖW, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, erschienen einen Rechtsextremismusbericht erwähnt. Was ist für euch daraus noch besonders interessant oder prägnant? Was ich besonders erschreckend finde, ist, dass sich die rechtsextreme Szene immer mehr verjüngt und auch vor allem für 14- bis 18-jährige Personen jetzt dabei sind, bei Rechtsextremen, Vereinen und Aktionen. bei Rechtsextremen, Vereinen und Aktionen. Genau. Genau, und was im Rechtsextremismusbericht auch wirklich erschreckend ist, Oberösterreich ist ja bekannterweise für Rechtsextremismus leider eine Hochburg. Man sieht es einerseits mit dem Castell Aurora in Steyrek, was für die Identitären quasi ein Hausprojekt ist, aber gleichzeitig auch in den totalen Zahlen sind Wien und Oberösterreich quasi die Spitzenreiter. Und was auch sehr bemerkenswert ist im Rechtsextremismusbericht, ist, dass die Burschenschaften logischerweise und eben auch der Burschenbund Ball ein Netzwerk darbilden, nämlich quasi eine Verbindung zwischen dem Parteiapparat der FPÖ, den deutschnationalen extrem rechten Burschenschaften, aber auch mit den sogenannten neuen Rechten. Das sind eben genau diese sehr jungen, gewaltbereiten, teilweise auch neonazistischen Gruppen. Und da hat auch der Rechtsextremismusbericht quasi gesagt, dass es auch eine Überschneidung gibt zum Neurechten-Spektrum mit den Burschenschaften. Also man kann sich vorstellen, was an Burschenbundball für Netzwerke geschlossen werden. Welche aktuellen sozialen Bewegungen bzw. Ereignisse liegen euch persönlich schwer im Magen? Die Frage sind natürlich die sozialen Medien und die Entwicklungen auf den sozialen Medien, wo natürlich auch die Rechten besonders stark sind. Das ist ein Thema, was mich in letzter Zeit sehr viel beschäftigt und wie man auch damit umgehen kann als linkes Bündnis, weil man gleichzeitig ja den Extremrechten etwas entgegensetzen muss auf diesen Plattformen, aber eigentlich keine Chance hat, weil die Algorithmen aktiv extreme Inhalte pushen. Und das ist ein Thema, mit dem ich mich gerade viel auseinandersetze. Was auch gerade sehr bedenklich ist und was auch im Rechtsextremismusbericht aufgezeigt wird, dass die extremen Rechten in Österreich und in Deutschland und generell Europa Sympathien zeigen mit der Politik von Donald Trump. Und wenn wir jetzt auf Social Media oder in die Nachrichten sehen, sehen wir mal, was die Auswirkungen von Donald Trumps Politik sind. Es werden durch Eisbeamte unschuldige Menschen ermordet. Beamte unschuldige Menschen ermordet. Und daran zu denken, dass es da Leute gibt, die ein Netzwerk zu schon nicht unwichtigen PolitikerInnen haben in Österreich, Sympathien für diese Politik haben, ist wirklich erschreckend und lässt einen vielleicht ohnmächtig fühlen. Aber genau deswegen ist es so wichtig, dass man auf die Straßen geht und nicht den kompletten öffentlichen Raum, den Rechten überlässt. Jetzt noch zu unserer eigenen Politik zurück. Was haben beispielsweise Kickl und die FPÖ mit einem Anstieg rechtsextremer Gewalt in Österreich zu tun? Wie seht ihr das? wie du bereits schon gesagt hast, werden natürlich die extrem rechte Begrifflichkeiten und extrem rechte Forderungen werden mehr und mehr normalisiert und kommen irgendwie mehr und mehr in der Mitte der Politik an, was sehr bedenklich ist und wo natürlich die FPÖ einen großen Einfluss hat, weil eben die FPÖ ja auch vernetzt ist mit den ganzen Burschenschaften und auch vielen extrem rechten Organisationen. Also um ein Beispiel zu nennen, der FPÖ-Stadtrat Rammel ist auch Mitglied in der Arminia Tschernowitz, eben dieser Burschenschaft, die jetzt den Burschenbundball auch veranstaltet. Minja Tschernowitz eben diese Burschenschaft, die jetzt den Burschenbundball auch veranstaltet. Genau. Und Herbert Kickl ist einerseits gleichzeitig ein totaler Antreiber von extrem rechten Gedankengut. Man braucht sich einfach nur seine Reden anhorchen. Er redet die ganze Zeit von Einheitsparteien. Das erinnert sehr an nationalsozialistische Rhetorik und wie vorher schon erwähnt, eben die Übernahme von Rhetorik aus den neuen Rechten. Und im Endeffekt ist dieser Schulterschluss mit diesen gewaltbereiten Gruppen, also den Identitären, im Endeffekt schon so weit, dass sogar der Rechtsextremismus-Bericht davon redet, dass es eine symbiotische Beziehung gibt zwischen der Parteijugend der FPÖ und eben diesen Gruppierungen. Und man braucht das selber nicht einmal lang bei einer Recherche. Man findet Leute, die bei Identitären Kundgebungen sind, findet man ganz schnell auch bei irgendwelchen freiheitlichen Jugendposts. Und ich finde, dass das so normalisiert ist in der Partei und Herbert Kickl das auch im Endeffekt eingespielt, ist ein Zeichen dafür, dass diese Partei mit dem Rechtsextremismus eigentlich keine Berührungsängste hat, schon lange nicht mehr. Man sieht zum Beispiel beim stellvertretenden Landeshauptmann Manfred Heimbuchner, der auch ein Mitglied von einer Burschenschaft ist und auch ein hochrangiger Vertreter auf dem Burschenbundball. Und erst vor wenigen Tagen hat er selber auf Social Media einen wirklich sehr grauslichen Post gemacht, wie anscheinend verschiedene Flüchtlinge aus verschiedensten Ländern den Österreichern quasi die Krankenhausplätze wegnehmen und hat da Zahlen eingeschrieben, die sehr groß wirken, wo man sich denkt, da kriege ich auch gar keinen Platz mehr. Aber im Endeffekt nichts anderes als rassistische Hetze ist, wo man ganz gezielt einfach Leid gegeneinander ausspülen will. Dass Krankenhausplätze jetzt natürlich schwieriger zum Kriegen sind oder dass unser Gesundheitssystem generell einfach einen Aufholbedarf hat, ist natürlich keine Frage. Aber die Frage ist, wen mache ich dafür verantwortlich? Mache ich es da verantwortlich, dass wir nicht genug Geld in die Hand nehmen oder dass wir den Menschen, die da arbeiten, keinen attraktiven Beruf leisten? Oder zeige ich mit dem Finger auf genauso bedürftige Menschen, die einfach nur auf ihre Gesundheit schauen und sage, das ist das Problem. Ich finde, das ist eine extrem gefährliche und sehr fahrlässige Art und Weise, Politik zu betreiben, die aber nicht anders zu erwarten wäre von Manfred Heimbuchner. Und wenn man dann sieht, im Rechtsextremismusbericht, zu was das führen kann, ist, dass die extremen Rechten auch dafür bekannt sind, dass sie Waffen zulegen. Und dann sieht man oft in den Nachrichten, bei der Polizei sehr breit aufgetischte Waffen, neben irgendwelchen Hakenkreuzen irgendwo. Und das hört man dann alle paar Monate. Und da muss man sich denken, das sind nur die, die sie finden. Und die Gewalttaten, die von Extremrechten ausgehen, richten sich vor allem gegen Minderheiten, gegen queere Menschen, gegen nach außen links auftretende Menschen. Und vor allem diese sehr jungen Gruppierungen sind laut dem Rechtsextremismusbericht eben sehr gewaltbereit. eben sehr gewaltbereit. Das heißt, im Endeffekt, was diese Politik von Manfred Heimbuchner, der FPÖ und Herbert Kickl verantwortet, ist mehr Gewalttaten auf den Straßen. Und das ist sehr paradox für eine Partei, die sich immer aufschreibt, sie wäre für die Sicherheit. Was ist eurer Meinung nach wichtig? Ich meine, wie können wir wieder mehr zusammenrücken gesellschaftlich und in Richtung Antirassismus arbeiten? Und sie auch informiert über verschiedene Organisationen, wo man vielleicht auch mitmachen kann, weil dieses Ohnmachtsgefühl, das viel Leid verspüren und voll verständlich ist, ist halt vor allem da, wenn man alleine ist und wenn man nicht weiß, wie man sie oder woündnis Linz gegen Rechts sieht, es gibt extrem viele Organisationen, die eben antirassistisch sind und wo man sich gegen Rechtsextremismus organisieren und engagieren kann. Ja, ich glaube, es ist in der Hinsicht ganz wichtig, wenn wir auf mehr Antirassismus schauen wollen, wie kann man auch generell Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft verringern, denn sehr oft ist es eine soziale Frage. Im Endeffekt, Menschen, die zu rechtsextremen Ideologien schauen, sind auch großteils verzweifelt, fühlen sich von Politik nicht repräsentiert und da ist wichtig, dass wir auch in der sozialen Frage, wie können Sie die Menschen das Leben leisten, dass es da klare Antworten von der Politik gibt. Weil wenn die Menschen verwahrlosen oder im Endeffekt dann durch Boulevardmedien und die Medien der FPÖ, die ja im Endeffekt auch durch mittlerweile dem Radio und auf dem YouTube-Kanal sehr breit aufgesteuert sind, dann immer nur hören, ja, im Endeffekt sind da einfach nur die Flüchtlinge dran schuld. Dann werden die das auch irgendwann einfach nur so nachreden. Und da ist wichtig zu sagen, hey, was sind eigentlich die Gründe, warum du dir am Ende vom Monat gewisse Sachen nicht mehr leisten kannst, warum es dann auf den Preis schauen muss, ganz genau, wenn du einkaufen gehst. Und ich glaube, das ist das Fundament dafür, dass wir als Gesellschaft ein Verständnis dafür entwickeln, dass es keine Unterschiede zwischen irgendwelchen, in Anführungszeichen, Rassen gibt, die uns trennen, sondern dass wir alle eigentlich viel mehr gemeinsam haben als wir denken. Es war ja jetzt gerade der internationale Holocaust Gedenktag. Wie habt ihr da eine Verbindung dazu? Warum ist der wichtig? Ja, weil es einfach extrem wichtig ist, dass das nie wieder ist jetzt nicht einfach zu einer Floskel wird, die man halt so dahin sagt, sondern weil aktives Gedenken hast, dass man sich mit der Geschichte auseinandersetzt und vor allem, dass man dann schaut, dass es eben nie wieder passiert und zwar aktiv darauf schaut und auch handelt und sie eben dann gegen rechte und rechtsextreme Tendenzen stößt als Gesellschaft und ein ganz klares Zeichen setzt, dass es eben nicht geht, dass Menschen gezielt ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft durch Hetze gezielt gespaltet wird von politischen Kräften, Hetze gezielt gespaltet wird von politischen Kräften, sondern dass es darum geht, dass wir gemeinsam schauen, wie wir Gesellschaft gestalten können, die diskriminierungsfrei ist und in der solidarisches Leben mit allen Menschen gemeinsam möglich ist. Zum Holocaust-Gedenktag kann man auch noch sagen, dass die Burschenschaften und deren sehr prominenten Vertreter auch so unbekannt sind, antisemitische Politik bzw. Ausrichtung zu haben. Und das sieht man auch bei einem Nationalratspräsident Rosenkranz, der Südankianen oblichten lässt bei irgendwelchen Gedenkveranstaltungen und wo ganz zu Recht Jüdinnen und Juden sagen, nein, das geht nicht, wir können da auch nicht einfach bekannter Burschenschafter und im Endeffekt mit Antisemitismus in Verbindung gebrachter Rosenkranz, die sie jetzt da in Szene setzen, weil er ja der große Nationalratspräsident ist. Und ich finde, genau sowas ist ein Zeichen, niemals vergessen, weil natürlich, sie stellen sich dann immer auf die richtige Seite, beziehungsweise auf die nicht verwerfliche Seite der Geschichte und wollen diesen Teil der Geschichte wegwaschen. Und im Endeffekt hast du dann auch wieder, ja, wir haben damals während der Nazizeit nichts damit zu tun gehabt. Aber Burschenschaften waren so gut wie einer der ersten beziehungsweise einer der loyalsten Wegbringer für den NS-Faschismus. Und man sieht ja deutlich, dass sie nach wie vor NS-Propaganda nicht unbedingt abgewandt sind, weil sie haben ja auch in der Vergangenheit Veranstaltungen mit nur leicht abgewandelten nationalsozialistischen Sujets beworben, was auch extrem erschreckend ist und eben genau zeigt, dass die Burschenschaften ganz eng mit dem nationalsozialistischen Gedankengut verbunden sind. Ja und deswegen ist ganz wichtig, dass wir viel Leid haben am 7. Februar, am 17.30 Uhr beim AEC-Plotz, die gemeinsam mit uns auf die Straßengänge an friedlichen Protesten teilnehmen und ein Zeichen gegen rechtsextreme Netzwerke und vor allem gegen den rechtsextremen Burschenbombal setzen. Ich bedanke mich bei meinen GesprächspartnerInnen für die tollen Informationen, die ihr uns auch geliefert habt und verabschiede mich für heute vom Infomagazin Frohsinn.