Herzlich willkommen bei Terra FM PHTV live aus dem Studio in der Huemmerstraße auf Dorf TV im Fernsehen und auf Radio Froh im Radio. Und ich freue mich sehr, dass ich heute einen ganz besonderen Gast habe, da bei mir im Studio. Und das ist die Natalie Hallers. Ich war schon mal da, vor vielen, vielen Jahren. Das war wegen einem Film auch schon, der mir sehr gut gefallen hat. Aber damals war die Natalie noch nicht berühmt. Also jetzt freue ich mich schon super, dass sie zu uns wiederkommt. Weil mittlerweile ist sie berühmt. Das hat man ich mich schon super, dass sie zu uns wiederkommt. Weil mittlerweile ist sie berühmt. Das hat man damals eh schon ein bisschen voraussehen können, dass das mal zu dem führen wird. Ihr letzter Film, die letzte Botschafterin, ist heute vor allem das Thema. Und der hat ja schon relativ groß, sagen wir mal, ist der relativ groß herumgekommen. Also herzlich willkommen, Nathalie. Ja, hallo Christian. Also freut mich auch total, heute hier zu sein. Ich möchte dazu sagen, ich bin nicht berühmt. Das ist eine Frage der Perspektive. Das ist eine freie Perspektive. Ich glaube, ich werde mich niemals als berühmt sehen, egal was passiert in meinem Leben. Richtig. Aber ja, es ist schön, einfach aus der Sicht einer Filme machen, wie sich das weiterentwickelt hat. Ich meine, ich war da, ich weiß nicht, vor fünf Jahren oder so, oder ungefähr. Das ist aber schon länger. Oder länger sogar für den Film Albtraum der Schamanen, gell? Nein, das war viel, viel länger. Das war eigentlich diese Familiengeschichte von dir. Ah, Nover, die Geschichte meines Bruders. Ja, genau. Nein, das ist dann wirklich acht Jahre her oder so. Nein, den Albtraum der Schamanen haben wir ausgelassen sogar eigentlich. Ich weiß gar nicht warum. Weiß ich auch nicht, das ist schade. Ja, wir können den heute auch ein bisschen austhomatisieren. Ja, freut mich total, heute hier zu sein. Und ja, der Film Die letzte Botschafterin ist schon einen sehr weiten Weg gegangen, muss ich sagen. Ich habe nicht erwartet, dass es so einen weiten Weg gehen wird. Ich habe schon gefühlt, dass das Thema, ja das Thema ist klar hochaktuell und auch einfach, ich habe gewusst, ich habe eine sehr, sehr spezielle Protagonistin, eine sehr besondere Frau. Ich habe gewusst, ich habe eine sehr, sehr spezielle Protagonistin, eine sehr besondere Frau. Und das macht natürlich einen guten Film danach aus. Ist jetzt keine Garantie, aber ist ein wichtiges Ingredient sozusagen. Aber es ist wunderschön, dass der Film wirklich so viele Wellen geschlagen hat. Vor allem deswegen, weil ich habe den Film nur gemacht, um Aufmerksamkeit für die Frauen und Mädchen in Afghanistan zu erlangen und eine Plattform zu schaffen für die Botschafterin und das ist mir irgendwie gelungen, das ist diesem Film gelungen, Gott sei Dank. Du hast ja doch irgendwie, finde ich, ein sehr gutes Gefühl für Themen. Weil das ist, glaube ich, als Filmemacherin oder Filmemacher schon sehr wichtig, dass man irgendwie ein Gefühl entwickelt, was ist ein Thema, das die Menschen interessiert. Und da hast du offensichtlich heute schon einen Volltreffer gelernt. Also mich überrascht es nicht, dass der Film weite Kreise zieht. Also das finde ich ist eigentlich klar. Weil es geht um eine besondere Frau, da können wir vielleicht später noch ein bisschen mehr reden. Ich finde, wir kennen sie ja nicht persönlich, aber der Film zumindest vermittelt das. Es geht natürlich um eine besondere Situation und eigentlich auch um eine besondere Geschichte, bei der eigentlich, muss ich sagen, das ist eine der schönen Dinge von Österreich. Ich freue mich eigentlich, dass Österreich das so macht. von Österreich. Ich freue mich eigentlich, dass Österreich das so macht. So ist es mir gegangen eigentlich, nachdem ich den Film gesehen habe bei Crossing Europe, glaube ich war es, habe ich ihn gesehen. Da habe ich das Gefühl gehabt, schön, dass wir das tun. Als Staat. Ja, ich muss auch sagen, ich bin stolz auf Österreich, dass sie die Botschafterin eindeutig und ganz klar unterstützen. Ich bin nicht stolz auf Österreich, dass sie die Taliban jetzt das zweite Mal schon nach Österreich eingeladen haben. Letzte Woche waren sie in Wien oder sind vielleicht immer noch, weiß ich nicht. Also es ist ein bisschen ein zweischneidiges Schwert, Und was jetzt auch meine Sympathie betrifft, aber natürlich, ich bin wahnsinnig dankbar, vor allem dem Außenministerium, dass sie diese Akkreditierung der Botschafterin, weil nur dadurch kann sie überhaupt in Österreich auch offiziell Botschafterin sein, dass sie diese Akkreditierung immer aufrechterhalten haben und auch sie unterstützt haben. Zumindest moralisch unterstützt und eindeutig in vielen Aktivitäten der Botschafterin eine Plattform gegeben haben und auch diesem Film und auch weiter, weil ich bin in nächste oder übernächste Woche zum Beispiel eingeladen vom Außenministerium für eine Frauennetzwerkveranstaltung als eine der Speakerinnen am Panel, also vier Frauen aus der Zivilgesellschaft wurden gewählt, um eben über die Rolle der Frauen für Friedenserhaltung, für Friedensprozesse und überhaupt die Stärke der Frauen aus der Zivilgesellschaft zu thematisieren und ja, ist auch die Außenministerin, Meila Reisinger wird dort sein, ist erwartet. Also es ist, das ist schön und das ist nur dank dieses Films und dank dieser Geschichte und dank der Tatsache, dass man eben schon hinter der Botschaft drin steht. Uns als sozusagen pädagogische Hochschule mit unserem Erweiterungsstudium und mit dem, wo das sozusagen diese Sendung auch eingebunden ist. Uns interessiert natürlich auch ein bisschen, wie kommst du auf diese Geschichten? Und du bist ja dann, mir fällt jetzt nur das englische Wort ein, persistent oder persuad. Überzeugend oder hartnäckig. Ja, hartnäckig, das ist es. Also wenn du sozusagen jetzt eine Idee hast, ich kann mich nämlich noch ein bisschen erinnern, da war diese Idee noch ganz jung. Das war ein bisschen zeitgleich mit meinem Film sozusagen, wo der auch noch sehr jung war. Da haben wir mal gesprochen, glaube ich, und da hast du gesagt, na, da habe ich jetzt was und so, und da kann ich mich direkt noch erinnern. Aber wie komme ich dazu? Also wie macht man denn das? Wie kommen die Ideen und wie schaffst du das dann, dass das dann möglich wird? Du hast sie ja vorher nicht gekannt, oder? Nein, ich habe sie vorher nicht gekannt und die Idee ist ja vollkommen spontan entstanden, wie ich sie wenige Tage oder Wochen nach Machtübernahme der Taliban in dem ZIP2-Interview mit Armin Wolf gesehen habe, das dann auch in dem Film vorkommt. Da habe ich mich sofort zu sagen, in diese Frau verliebt, in ihre Person, ihr Charisma und ich war so neugierig auf ihre Geschichte. Ich habe ja Ju studiert, als Juristin habe ich mir gedacht, total spannend, eine Botschaft ohne Regierung, aber die weiterhin fungiert als Botschaft. Und überhaupt, was passiert mit den ganzen Botschaften, die sich sozusagen in diesem Graubereich, das sind ja wie kleine Inseln, die irgendwie auf der Welt übrig geblieben sind von einer Vergangenen, weil die nicht mehr existiert. Das heißt, es gibt da andere genauso? Es gibt andere Botschaften auch, nur es gibt keine Botschaften mit einer weiblichen Botschaft drin und es sind sehr viele Botschaften, die haben den Weg gewählt, mit den Taliban zusammenzuarbeiten. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Die Botschaft in Wien ist nicht die einzige, aber eine der einzigen wirklichen Dissidentenbotschaften. Wobei Dissident kann man nicht nennen, weil es sind Terroristen, die dort an der Macht sind. Es ist ja jetzt nicht Dissident von einer legitim gewählten Regierung, sondern sie halten einfach die Fahne oben, die afghanische Fahne, die ursprüngliche Fahne von einer ursprünglichen, damals demokratisch gewählten Regierung, die man jetzt kritisieren kann oder nicht. Aber auf jeden Fall, sie weigern sich einfach, mit einer Terrororganisation zusammenzuarbeiten. Was für mich ist vielmehr von einer Warte her sehr schön, was das Bild von Afghanistan betrifft, was man durch sie bekommt und auch durch ihren Vater. Dass ihr Vater da drin auch eine Rolle spielt als Poet, als Dichter, das habe ich sehr schön gefunden. Ist es dir eingefallen oder ist es von ihr gekommen? Also ich habe, als ich den Film begonnen habe, nicht gewusst, dass ihr Vater einer der bekanntesten und berühmtesten Poeten Afghanistans ist. Er ist dann leider eben während des Filmemachens gestorben. Also ich habe ihn nie kennengelernt, aber ich war bei seinem Begräbnis. Und es war mir wichtig, jetzt diese Stereotype von Afghanistan zu brechen. Das, was wir von Afghanistan wissen, und das ist eigentlich nur, wir denken an Drogen, wir denken an Frauen, also vollverschleierte Frauen, Frauen in Burka und wir denken an die Taliban. In Wirklichkeit ist es ein Land, das eine uralte, tolle Kultur hat, dass jetzt gerade die Dichter, also so viele Dichter und wo auch die Bevölkerung, also das ist ganz normal, dass Kinder 20 Gedichte auswendig können und all das. Also es war mir wichtig, diese Schönheit und diesen Reichtum dieses Landes auch zu zeigen, um zu verstehen, um vor allem zu zeigen, wie viel größer die Tragödie jetzt ist, dass Menschen an der Macht sind, die diese Kunst und die Kultur, also abgesehen von den Frauen, auch jegliche Art von Kunst und Kultur bekämpfen. Ja, und wie schnell ein Kulturvolk zerstört werden kann, da brauchen wir nur ein bisschen in die Geschichte schauen bei uns. So ist es. Das haben wir auch geschafft. Das haben wir auch geschafft. Genau, haben wir auch geschafft. Also das ist jetzt nicht ein spezifisches Afghanistan-Thema. Das kann man überall schaffen durch rechte Ideologien. dass das so auch eine Wirkung hat auf mein Afghanistan-Bild. Und wie war das, wenn du jetzt, soweit ich mich erinnere, kommt ja das Begegnis von ihrem Vater sogar im Film vor. Wie hast du das mit ihr besprochen? Also das ist ja doch sehr, sagen wir mal, da gehst du als Filmemacherin sehr nahe ran an die Person. Also wie der Vater gestorben ist, war eine Reise nach Kanada geplant. Wir wollten dort filmen. Der Vater hat in Los Angeles gelebt und wie er gestorben ist, war für mich ganz klar, ich werde niemals fragen, ob ich da jetzt hin darf, das zu filmen. Das war vollkommen ausgeschlossen. Und umgekehrt hat die Botschaft drin, aber das war ihr größter Wunsch, und sie hat sich aber auch nicht getraut, mich aber das war ihr größter Wunsch war, und sie hat sich aber auch nicht getraut, mich zu fragen, ihr größter Wunsch war, dass ich dort dabei bin, dass ich das mit der Kammer festhalte, dass ich als Freundin dabei bin. Und das war dann wirklich in letzter Sekunde, also das war, glaube ich, zwei Tage vor dem Begräbnis, wie ich durch irgendeine WhatsApp-Kommunikation, haben wir eigentlich festgestellt, sie möchte so gerne, dass ich dorthin fahre. Und dann haben wir in letzter Sekunde noch das mit dem Flug und alles organisiert. Und ein Team, ein Kamerateam. Okay, Los Angeles ist jetzt nicht so schwer, Kamerateams zu finden, aber trotzdem war es schwierig. Einfach so in letzter Sekunde. Man muss ja bezahlen können. Okay, bis da war ja schon die Produktionsfirma Golden Girls an Bord. Das war jetzt auch kein Thema und ich habe selber die Kamera auch mitgenommen und viele der Aufnahmen, die im Film sind, habe eigentlich ich gefilmt. Ja, das war nur eine logische Folgerung eigentlich von diesem Vertrauensverhältnis, das wir haben und diese Freundschaft und so gesehen hat, war ich kein Fremdkörper bei diesem Begräbnis? Du sagst Freundschaft, aber am Anfang hast du sie nicht gekannt. Ich finde das ja schon faszinierend. Wie war der Anfang? Der ist sicher interessant. sicher interessant. Der Anfang war, dass ich einfach ein formelles, höfliches Mail an die Botschaft, an die Botschafts-E-Mail, die ich halt in Google gefunden habe, geschrieben habe und ihr ein bisschen von dieser Film-Idee erzählt und um ein Treffen gebeten. Und sie hat ein paar Tage später über ihre Botschaftsassistentin mir freundlich absagen lassen, dass sie keinen Film machen möchte, aber dass sie mich anbietet, sie in der Botschaft zu besuchen. Und das habe ich dann gemacht. Also wenige Tage später bin ich dann nach Wien gefahren und da war sie noch in der alten Botschaft am Ring, Schwarzenbergplatz, und habe sie besucht. Wir haben ein extrem gutes Gespräch geführt. Ich habe ihr auch erklärt, warum ich diesen Film machen möchte und warum der so wichtig ist, warum ich sehe, dass es so wichtig ist und was das für eine Chance bedeutet für sie, für die Mädchen in Afghanistan. Damals habe ich auch noch gar nicht gewusst, dass sie so eine ist und was das für eine Chance bedeutet für sie, für die Mädchen in Afghanistan. Damals habe ich auch noch gar nicht gewusst, dass sie so eine Widerstandskämpferin und Frauenrechtlerin ist. Das habe ich auch nicht gewusst. Ich habe nur gewusst, sie ist eine Botschafterin mit einem starken Charisma. Aber das hat man ja gemerkt bei diesem Interview mit Armin Wolf. Aber ja, das war unglaublich. Das war diese halbe Stunde, die ich gehabt habe. Und diese halbe Stunde habe ich sie umgestimmt, ohne irgendeine Hoffnung zu haben, sie war unglaublich. Das war diese halbe Stunde, die ich gehabt habe. Und diese halbe Stunde habe ich sie umgestimmt, ohne irgendeine Hoffnung zu haben, sie umzustimmen. Ich glaube, das sind so, ich überlege manchmal, was sind so die Qualifikationen, die man als Dokumentarfilmerin oder Dokumentarfilmer braucht. Und eins davon, glaube ich, ist diese Kommunikationsfähigkeit. Die ist ganz, ganz wichtig, dass sich Menschen öffnen, dass irgendwie diese Dinge entstehen können. Und das zweite denke ich mir manchmal, und das traue ich mir jetzt eigentlich dir gegenüber fast nicht sagen, eher mir gegenüber, weil das ist so. Ich sage immer, ich habe eine optimistische Naivität manchmal und ich habe das Gefühl, die braucht es auch. Wie siehst du das? Ich will dich jetzt auf keinen Fall als naiv bezeichnen. Ich bin schon naiv. Du findest es nicht, oder? Sicher, weil... Ich kenne halt viele Leute, die fangen sowas gar nicht an, so ein Projekt. Genau, ich bin naiv, aber dann auch wieder nicht so naiv, weil ich ja genau weiß, dass ich es schaffen werde. Also bisher ist es ja so gewesen, in meiner unter Anführungszeichen Naivität habe ich ja alles erreicht, was ich erreichen wollte. Ich habe ja alle Filmprojekte umgesetzt, alle Geschichten erzählt, die ich erzählen wollte. Also es hat ja nie etwas dagegen gesprochen oder mich gehemmt. Und warum sollte ich nicht meine Träume verfolgen, wenn ich fest der Überzeugung bin, dass ich das eh schaffe. Und das war ja auch immer so, ohne jetzt mega große Probleme. Aber das ist vielleicht der Unterschied. Für mich ist das extrem positiv. Diese optimistische, ich nenne es optimistische Naivität, weil Naivität ist normal ein negativer Begriff, aber ich finde, das ist ein positiver. Vielleicht könnte man auch sagen, Träume verwirklichen oder so irgendwas. Also vielleicht wäre das besser, weil ich glaube, dass viele Menschen Träume haben und dann einfach sagen, geht nie. Ja, es geht nie und weil auch die Menschen ihnen diese Träume ausreden und sie lassen sich die Träume auch ausreden. Also wenn ich jetzt fünf Menschen um mich herum gefragt hätte, Marc, kann ich diesen Film, glaubst du, schaffe ich diesen Film zu machen? Schaffe ich die Botschafterin zu überzeugen? Jeder hätte gesagt, na, das ist unmöglich. Es ist allein schon schwierig, einen Film über einen Botschafter zu machen. Genau das meine ich. Aber da darf man nicht zu viel zuhören. Also man muss sich schon selber zuhören. Ein bisschen schützen vor dem auch. Ja, das lasse ich. Es ist ja auch Geld im Spiel. Es ist auch Geld im Spiel, aber es ist am Beginn in Wirklichkeit bei mir jetzt kein Geld im Spiel, weil ich kann eh, also es ist meine Zeit, die ist im Spiel, aber nicht Geld, solange ich jetzt selber die Arbeit mache und meine Equipment verwende, ist es ja nicht einmal mit Geld verbunden. Wie war das für dich, dieser Wechsel, weil ich glaube, bei der Albtraum der Schamanen bist du ja doch noch sehr selbstständig, auf dich alleine gestellt unterwegs gewesen. Das war ja dann doch jetzt ein Schritt, auf einmal Produktionsfirma, du hast gesagt Team und so weiter. Wie ist denn das, wenn man doch, weil du bist jetzt nicht nur sozusagen eine, nein, ich bin Optimistin, das klingt so komisch, eine Träumeverwirklicherin, du bist auch, finde ich, eine Individualistin, oder? Denke ich da falsch? Nein, bin ich eigentlich nicht. Es ist nur so, dass ich lasse mich nicht stoppen, wenn jetzt, das klingt jetzt auch wieder, als ob ich über Leichen gehe, das ist es nicht. Ich arbeite total gerne im Team. Also wenn ich es mir leisten kann oder wenn ich vor allem Menschen habe, die überzeugt sind, genauso überzeugt und begeistert von einem Projekt wie ich, dann ist es viel Life in Four Elements mit einer finnischen Produktionsfirma gemacht, das war in der gleichen Größenordnung wie Der Atom der Schamane und der war auch in Finnland sehr erfolgreich, jetzt in Österreich ist er ganz normal, ein paar Kinos gelaufen, war er jetzt nicht so das Thema, aber in Finnland und bei vielen Festivals schon, also es ist jetzt nicht der erste Film gewesen, wo ich mit einem Team zusammen arbeite, aber es hat Vor- und Nachteile, jetzt beim Filmen selber, sagen wir mal so, weil und es war auch danach noch, wie ich mit der Produktion arbeite. Aber es hat Vor- und Nachteile jetzt beim Filmen selber. Und es war auch danach noch, wie ich mit der Produktionsfirma zusammengearbeitet habe, ich habe trotzdem manches dann wieder alleine gefilmt, weil eben diese Maschinerie zu langsam gelaufen ist. Also dieses eine, das Konzert, diese Aufnahmekonzert, wo die Botschafter, wo ich ganz nah dran bin und es rinnt dir die Träne runter. Das habe ich gefilmt, da war ich auch alleine dort, da war ich in Wien. Sie hat mir davon erzählt und ich habe der Produktionsführerin gesagt, das müssen wir unbedingt filmen. Und sie hat gesagt, das ist zu spät, so kurzfristig, so läuft das nicht. Und dann bin ich nach Linz gefahren, habe meine Kamera geholt, bin zurückgefahren nach Wien und habe das gefilmt. Aber das ist mir dann, also man darf sich halt dann auch von dieser Maschinerie nicht unbedingt bremsen lassen, weil das ist natürlich dann der Nachteil. Hat natürlich auch sehr viele Vorteile, wenn eine große, bekannte, erfahrene Produktionsfirma hinter einem steht. Ja, du hast ja ein bisschen Musik, sozusagen Wünsche geäußert. Und wir spielen bei TRF ja hin und wieder auch immer ein bisschen Musik. Vielleicht kann die Technik da, was spielen wir denn? Was hättest du denn gerne zuerst? Ich hätte gerne zuerst Inshallah, weil das erinnert mich von Sting. Das erinnert mich an die Geschichte meines Bruders. Okay, dann bitten wir um die Zuspielung, bitte. Sleeping child On my shoulder, those around us curse the sea. Who can blame her Blaming me Inshallah Inshallah If it be your will It shall come to pass. Inshallah, Inshallah, if it be your will. As the wind blows Growing colder Against the sad boats As we flee Exercise Searching darkness With the Rising Of the Sea Inshallah Inshallah If it Do your will It shall come to pass. Insha'Allah, insha'Allah, if it be your way. See our worries See our fears In our country Only tears fears in our country only tears in our future there's no past if it be your will it shall come to pass. Inshallah, Inshallah. If it be your will, it shall come to pass. Inshallah, Inshallah Inshallah If it be your will Thank you. Untertitelung des ZDF, 2020 Vielen Dank. Regisseurin Nathalie Haller, ihr letzter Film, die letzte Botschafterin, noch in den Kinos, kann man sagen? Also sehr sporadisch. Jetzt in Wien im Motivkino am Montag und in Steyr kommt er in ein paar Tagen. Ja, jetzt, weil Weltfrauentag ist, ich glaube, thematisch passt er jetzt in viele Kinos, aber ansonsten jetzt im Moment nur noch sporadisch. Dürfen wir das dann laut sagen, dass man ihn anders auch schon anschauen kann? Das kann man gerne sagen. Also man kann ihn schon streamen und man kann ihn auch schon aus DVD kaufen. Auch Thalia zum Beispiel hat ihn. Ja, man kann ihn sehen, wenn man will. Ja, und wenn für diejenigen, die ihn noch nicht gesehen haben oder die auch keine Vorstellung haben, wie das so wirklich läuft, dann würde ich jetzt die Technik bitten, den Trailer mal uns anschauen zu lassen. Den haben wir vorher vorbereitet. Ladies and gentlemen, as you are all well aware, Kabul was captured by the Taliban forces. Are you still the official ambassador of Afghanistan in Vienna? از طلوزارای امارت اسلامی افغانستان، ختم وظیفه خانم منیجا بختری، سفیل و نماینده افغانستان در ویانا، ادریش. به هر حال آقای اخبار واقعاً من از شما هدایت نمی گیرم، و از امارت اسلامی شما همچنان. ما همچنان قرار کنسولی را ادامه خواهد دادیم، اما ما اون قسم که گفتم هیچ گونه تا حامل اموارگی با طالبان نداریم. We will continue our consular work, but as I said, we have no agreement with the Taliban. The situation for women and girls in Afghanistan is deteriorating to an unimaginable extent. I am very sorry for the women and girls in Afghanistan who have been deported from their homes. دربنده سکه اونو کورس ریاضی هم هست که اگر بتونی کورس ریاضی بگیری البته اگر برد خطر نباشه در جایی که دختران متای پنهانی یک رقم بتانن به کورس برون با کورس براون حرکت بکنیم با دوباره روح امید ما دوباره برگشتیم Ja, der Trailer. Für all jene, die jetzt Interesse, also spätestens jetzt interessiert worden sind, wahrscheinlich waren sie es vorher schon durch unser Gespräch, aber die jetzt noch interessierter sind, die können also entweder am Montag, glaube ich, ins Fotivkino gehen. Und wann ist Steyr? Ich weiß es jetzt nicht auswendig, weil das ist ganz neu entstanden. Wahrscheinlich Citykino, oder? Genau. Ja, Citykino Steyr. Beim Stefan sozusagen. Da kann man ja auf die Website gehen und das suchen. Und dann findet man das im Programm. Und es gibt ihn auch auf Streaming, auf einer Streaming-Plattform, Watchout, oder? Ich glaube Watchout. Und auf DVD zum Beispiel, auch in, ich mache mir jetzt keine Werbung, allen jenen Geschäften, die DVDs verkaufen. Okay. Ich möchte noch ein bisschen zurück zur Geschichte. Du hast die Botschafterin ja offensichtlich, hast du sie wirklich überall begleitet zu diesen Situationen? Wir haben schon über das Begräbnis ihres Vaters gesprochen, aber hast du sie begleitet zum Beispiel, ich glaube es war Pakistan, zur Grenze, wo sie rüberschaut nach Afghanistan, das finde ich ja sehr berührend. Ja, das war Tatschikistan nach Afghanistan, das finde ich ja sehr berührend. Ja, das war Tajikistan. Ah, Tajikistan. Genau, da habe ich sie, haben wir sie als Team hinbegleitet. Wir wollten bis zur Grenze, also sie wollte bis an die Grenze Afghanistans kommen und es war sehr, sehr berührend. Es war auch sehr berührend, wie sie reagiert hat in dieser Situation, einfach wie sie drüber geschaut hat. Und dazwischen war der Fluss und Afghanistan war in diesem fast Nebel, in diesem braunen Nebel und man hat gewusst, da ist mein Land, dass ich nicht mehr zurück kann. Also nicht, solange die Taliban an der Macht sind. Das war sehr berührend und war eine sehr spezielle Reise, die wir gemeinsam gemacht haben. Da war kein Team dabei, das hast du? Nein, da war es schon, aber das war ein sehr kleines Team und die Botschafterin hat die auch schon gut gekannt. Also Judy Benedict war hinter der Kamera und die hat auch eine spezielle Beziehung schon aufgebaut mit der Botschafterin, weil sie auch sie viel begleitet hat natürlich mit der Kamera. Und ja, auf die Frage, waren wir überall dabei oder war ich überall dabei, es war halt nicht so leicht, weil viele Dinge oder manche Dinge, die ich filmen wollte, ist halt einfach nicht gegangen, weil sie Diplomatin ist und weil vieles auch hinter verschlossenen Türen stattfindet. Und sie hat da auch nicht Zugang verschaffen können. Sie hat es versucht, aber sie hat vieles nicht in ihrer Macht gelegen. Aber ich habe sie zum OSZE-Meeting begleitet drinnen hinein. Ich war in der UNO und ich habe sie gefilmt drinnen. Also ich habe praktisch alles, die wichtigsten Ereignisse, die ich filmen wollte, habe ich und haben wir filmen können. Also als Zuseher hat man das Gefühl, das ist schon da, man sieht ihre Rolle und wie wichtig die ist. Ja, genau, es war eher die Problematik, was nimmt man von dem Material, weil das ja dramaturgisch ein extrem schwieriger Film war. Merkt man beim Trailer vielleicht nicht so, aber im Grunde genommen, du machst einen Film über eine charismatische Frau, die im Grunde genommen nur redet. Die hält nur Vorträge, also nur unter Anführungszeichen, aber sie hält Vorträge, sie gibt Interviews, sie führt Dialoge und das ist es. Du kannst nicht einen Film machen, wo ein Mensch nur redet und im Grunde genommen dieselbe Botschaft wiederholt. Und das war wirklich die Challenge an diesem Film. Also deswegen, Konferenzmaterial haben wir genug gehabt insgesamt. Es war eher zu schauen, okay, was nimmt man wirklich, weil Name Konferenz schlaft ja schon jeder Zuschauer ein, allein nur, wenn man nur Konferenz hört. Also das ist, wir wollten ja was Spannendes, was Emotionales und was auch ihrer Geschichte gerecht wird und das, ja okay, ich glaube mit dem Outcome bin ich schon sehr zufrieden und glücklich, aber ich habe, es war ein langer, schwieriger Weg und ich habe echt da auch schon an mir selber gezweifelt, ob ich diesen Weg, ob ich das schaffen werde, diese Linie zu finden. Gut, ich kann nur sagen, es ist gelungen. Da interessiert es mich jetzt persönlich, weil wir ja doch ein bisschen da auch Kollegen sind. Es gibt ja verschiedenste Ansätze, wie man sowas angehen kann und mich fragen sie ja oft, wer hat das Drehbuch gemacht? Dann sage ich immer, gab nie eines. Ich meine, ich bin grundsätzlich chaot, also von der Persönlichkeitsstruktur. Ich weiß nicht, wie das bei dir ist. Es gibt ja Filmemacher, ich möchte jetzt keinen Namen nennen, aber die planen ja wirklich alles. Und wie machst du das? Also früher bei meinen ersten Filmen hat es nie ein Drehbuch gegeben, dann habe ich für Filmförderungen gelernt, überhaupt Treatment zu schreiben, das ist auch noch kein Drehbuch und erst bei diesem Film war ich für die ÖV-Einreichung praktisch gezwungen, wirklich ein schriftliches Drehbuch zu schreiben. Ich meine, die Realität war dann auch wieder ein bisschen anders, aber ja, man hat sich wirklich mit diesen einzelnen Szenen schon im Vorfeld auseinandergesetzt und das war auch spannend, weil das auch für mich neu war. Und ich muss sagen, das, also es gibt, es hat Filme gegeben, die ich gemacht habe, ich hätte kein Drehbuch schreiben können, ich hätte, natürlich hätte ich hinschreiben können, was ich gerne gehabt hätte, aber ich habe nicht gewusst, was ich vorfinden werde. Ich habe auch kein Geld gehabt für irgendeine Recherchereise und so, Eben. Und das ist alles in der Zukunft gelegen. Ich finde, da sehe ich es sehr schwierig, ein Drehbuch zu schreiben. Aber zum Beispiel jetzt auch für das Filmprojekt, an dem ich jetzt arbeite, da schreibe ich wirklich ein Drehbuch. Also ich habe das Drehbuch, ja. Da dürfen wir wahrscheinlich nichts verraten. Das sage ich noch nicht. Ich weiß es ja. Aber ich darf auch nichts sagen. Aber entwickelt es sich gut? Zu viel vielleicht? Es entwickelt sich sehr gut. Ja, dann kann man nur sagen, das wird ganz was Spannendes. Also seien Sie schon neugierig. Also da kommt ganz was Tolles von der Nathalie Haller. Wann kann man denn ungefähr damit rechnen? Also, wie hast du es genannt? Naiver Optimismus? Also, wie hast du es genannt? Naiver Optimismus? Aus naiver optimistischer Perspektive würde ich sagen Ende nächsten Jahres. Also Crossing Europe nächsten Jahr geht sich sicher nicht aus, kann ich mir nicht vorstellen. Aberema. Also gut, so weit, so gut. Wir lassen es dabei. Jetzt sind hoffentlich 500.000 Menschen, die uns jetzt zuschauen und zuhören, neugierig geworden. Ja, ich möchte jetzt nochmal ganz weit zurück. Ich habe das wahrscheinlich schon das letzte Mal gefragt, als du hier warst, mit diesem wunderbaren Film über die Geschichte deines Bruders in Vietnam. irgendwann einmal muss er dieser Gedanke kommen, ich werde Filmemacherin. Kannst du dich da noch erinnern überhaupt? Ich meine, das ist schon lange aus. Ja, ich kann mich erinnern. Und lustigerweise habe ich das gesagt, also ich habe gesagt, ich bin Dokumentarführer machen oder ich werde es sein und habe noch nie eine Kamera in der Hand gehabt. Aber es war für mich so klar. Wie alt warst du da? Das war nach dem Studium. Da war ich so Ende der 20er, Ende meiner 20er. Aber was war da der Impuls? Was war die Initialzündung sozusagen? Ich weiß es nicht. Es war nicht durch einen Film, es war nicht durch einen Menschen. Ich kann nur sagen, beeinflusst bin ich sicher durch meine Großeltern, die ja beide Künstler waren. Also mein Großvater hat ja auf der Akademie der Bildenden Künste in Wien unterrichtet, war Professor, meine Oma war seine Schülerin, war Vollblutkünstlerin, Malerin, an der Mutter, also die hat auch da einen Stern beim Walk of Fame in der Donau-Lände. Ich habe immer gesagt, wenn mir was passiert, ich sage dir das jetzt, schreibt es mich dazu zu ihr, zu meiner Oma. Ich weiß nicht, ob ich da einen Einfluss drauf habe, aber... Das musst du durchsetzen. Das muss ich dir ein Versprechen abgeben, oh Gott. Nein, auf jeden Fall. Woher gehst du eigentlich davon aus, dass du da zuerst... Das weiß man nicht. Du bist immer einiges jünger, meine Lady. Aber die Themen, die ich wähle, naja. Da sind wir uns auch nicht so unendlich. Ja, das stimmt. Ich glaube, diese kreative Ader in mir, das ist mir in die Wiege gelegt worden. Und meine Art, das auszudrücken, war, aber gefühlt wirklich immer das Film machen und ich weiß es echt nicht, warum, aber es war in mir so drinnen und witzigerweise aber jetzt, ich habe just studiert, um Diplomatin zu werden und also das war die Idee und ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass ich jetzt auf die Filmakademie gehen könnte. Also damals war es noch nicht, noch anscheinend, dass ich erst auf die Filmakademie gehen könnte. Also damals war es noch nicht anscheinend. Das muss erst ein paar Jahre später die Idee entstanden sein. Das ist eine lustige Brücke. Nicht Diplomatin, jetzt haben wir die letzte Botschafterin. Ja, ja, deswegen. Es ist eine lustige Brücke. Und ich habe ja auch bei der UNOS ein Praktikum gemacht. Es ist für mich eine nicht total fremde Welt, was mir natürlich auch geholfen hat. Und ja, du hast das jetzt schon kurz angesprochen, du hast nicht studiert. Du bist eigentlich, kann man so sagen, vorher hast du es auch erwähnt, ich musste das Treatment schreiben lernen. Mir geht es genauso. Also ich glaube, wir sind ja beide irgendwie ziemlich autodidakten. Das ist ja nicht immer einfach. Also manchmal ist es ja auch ein bisschen Learning the Hard Way. Wie siehst du das? Ja, ich finde es gar nicht so Learning the Hard Way. Es ist halt einfach Learning by Doing. Und solange ich das Gefühl, ich habe bisher nie das Gefühl gehabt, dass mir jetzt Wege versperrt waren dadurch, dass ich es nicht offiziell gelernt habe. Ich habe es halt schon klein, weil ich bin von einem Film zum anderen ein bisschen gewachsen für mich selber. großen Sprung gemacht, sagen wir mal, in diese österreichische Filmszene. Ich habe ja früher in Spanien gelebt, also ich habe ja auch diesen Anschluss an diese Szene nicht gehabt, gar nicht gehabt. Da haben wir eh schon mitgesprochen. Ja genau, das war natürlich, das ist jetzt hilfreicher, also jetzt wird es auch leichter sein, nämlich an Co-Produzenten oder Produzenten zu finden und so weiter. Das habe ich irgendwie so eine Visitenkarte. Aber ja, ich habe es nie so als Handicap gesehen. Auch jetzt, wenn ich ein Drehbuch schreibe, ich weiß ja nicht, ob das jetzt, wie gehört es geschrieben, ob das jetzt richtig oder falsch ist. Es ist halt meine Art und Weise. Und ich glaube, dass es da jetzt nicht nur eine ganz genaue Regel gibt und schwarz-weiß, Wir reden ja über die Kunst. Und da sehe ich meine künstlerische Freiheit, auch das Drehbuch jetzt so zu schreiben, wie ich glaube, schreiben zu wollen oder müssen. Ja, ich glaube, das ist ein wichtiger Ansatz. Du hast noch ein bisschen Musik. Ich glaube, es ist wieder Zeit. Wir haben ja schon wieder einige Minuten da jetzt sozusagen geredet. Was spielen wir denn jetzt? Bleiben wir bei Sting oder es gibt ja was anderes auch noch? Boat on the River, das ist so nostalgisch. Okay, werden wir nostalgisch. Sind wir ja immer wieder zwischendurch. Take me back to my boat on the river I need to go down, I need to come down Take me back to my boat on the river And I won't cry out anymore Time stands still as I gaze in her water won't cry out anymore. Time stands still as I gaze in her water. She eases me down, touching me gently with the waters that flow. Pass my boat on the river so I don't cry out anymore. river so I don't cry out anymore. Oh, the river is wise. The river, it touches my life like the waves on the sand. To Tranquility Base Where the frown on my face disappears Take me down to my boat on the river And I won't cry out anymore Oh, the river is deep The river, it touches my life like the waves on the sand The dull road is deep to tranquility base, where the frown on my face disappeared Take me down to my boat on the river I need to go down Won't you let me go down Take me back to my boat on the river And I won't cry out anymore. I won't cry out anymore. I won't cry out anymore. Terra FM, PHTV, live aus dem Studio in der Huemastraße. Gast heute ist Nathalie Haller, Regisseurin von vielen spannenden Filmen, aber der letzte jetzt sozusagen, der auch ihr, ich darf es noch einmal sagen, sie widerspricht, die Berühmtheit gebracht hat, zumindest bei uns. Also ist zu Gast bei uns heute. Wir sprechen über den Film, wir sprechen über dich, Nathalie, über das Filmemachen, über das Geschichten erzählen. Und ich habe jetzt von der Regie die Anweisung bekommen, nicht mehr so herumzuwackeln. Das heißt, ich werde es jetzt versuchen umzusetzen, was mich leicht stresst, muss ich schon sagen. Aber gut, man muss immer was dazu lernen und da waren wir ja vorher auch beim Lernen. Ich finde es sehr schön und das ist das, was mich am Dokumentarfilm so irgendwie fasziniert. Dieses Begleiten von Menschen. Und das ist, glaube ich, ja schon in fast allen deinen Filmen. Irgendwie spürt man das. Ich meine, ich möchte jetzt ein bisschen vielleicht einen Rückblick machen auf den Albtraum der Schamanen. Da bist du ja wirklich in die entlegensten Gegenden dieses Planeten gefahren. Da ist ja Afghanistan nur zentral dagegen. Ja, das kann man sagen. Da habe ich mir auch selber einen Traum erfüllt, weil mich Nomadenvölker immer fasziniert haben. Und auch, ich wollte immer in die Mongolei, aber das ist erst nur einer dieser vier Orte, an die ich gereist bin. Also natürlich, das ist der Vorteil als Filmemacherin, als unabhängige Filmemacherin, man kann sich ja die Themen aussuchen und die Orte, an die man reisen will oder die Menschen, die man porträtieren will. Und in dem Fall war das einfach so ein Herzenswunsch von mir, wirklich an den entlegensten Orten zu reisen und spezielle Menschen kennenzulernen. Und ich war halt bei den Waurani-Indianern im Amazonas, bei den Himba in Namibia, bei den Seenomaden, bei den Badyau, Samobadyau und bei den Rendi-Nomaden in der Mongolei, in der Grenze zu Sibirien. Das waren eigentlich die Dreharbeiten, die mich am meisten, wo ich am meisten Erinnerungen und schöne Erinnerungen mitnehme, weil das halt so speziell war und auch so spezielle Menschen. Und ich habe das wahnsinnig toll gefunden, dass sie mich in so kurzer Zeit so nah herangelassen haben. Ich habe ihre Sprache nicht gesprochen. Ich habe dann so einen Local Guide gehabt und mitgehabt, der ja auch mir geholfen hat, sie überhaupt zu finden. Und das hat trotzdem so gut funktioniert, weil halt einfach vieles auch über diese nicht-verbale Sprache gegangen ist. Also einfach das Lächeln. Das spürt man eben viel mehr. Das ist so wichtig, ja. Weil was soll ich, wie soll ich sonst? Ich kann nicht direkt mit ihnen sprechen. Ich kann sie erst nur anlächeln und vor allem ihnen zeigen, mit meinem Wesen, dass ich größtes Interesse und Respekt vor ihnen habe. Und hast du da einen Local Guide gegoogelt, der dich zu den Seenomaden bringt? So ganz unterschiedlich. Also teilweise war es wirklich über Internet, teilweise war es über vier Ecken von Bekannten, die mir gesagt haben, ja, wir kennen da jemanden, teilweise war es über vier Ecken von Bekannten, die mir gesagt haben, ja, wir kennen da jemanden, der war dort. Und es waren wirklich die unterschiedlichsten Wege, wie ich zu diesen Nomaden gefunden habe. Das ist vielleicht wirklich ein bisschen dieses, jetzt bin ich wieder beim naiven Optimismus, oder bei dem, ich weiß nicht, bei diesem Träume verwirklichen, weil ich habe ja meine Masterarbeit damals in der Mongolei gemacht und das war der Film, die Geschichte vom weinenden Kamele. Ich weiß nicht, ob du den gesehen hast. Ja, den habe ich gesehen und den habe ich total geliebt. Ja, ja, ich auch. Und der hat mich sicher geprägt, weil ich das wunderschön finde, dass man eine Geschichte baut, wo eigentlich der Inhalt nur das ist, dass dieses kleine Kamel nicht trinkt und da einen eineinhalb Stunden Film fast macht, der total spannend ist, wo die Hörder, also die Menschen, die für diese Tiere verantwortlich sind, das Ziel haben oder versuchen, die Kamelmutter dazu zu bringen, dass sie das Kleine trinken lässt. Ich glaube, das ist so der Hauptinhalt, soweit ich mich erinnere. Und das ist ja an sich, da kann man sagen, wie kann man da einen 1,5 Stunden Film draus machen? Und das finde ich so faszinierend. Das ist für mich ein bisschen eine Kunst. Du hast das vorher bei der letzten Botschafterin auch gesagt. Du hast gesagt, es ist, die Frau spricht, macht vor allem Dialog, ist in Gesprächen, bei Konferenzen und so weiter. Wie mache ich da einen Film draus? Dieses Bauen einer Geschichte, das finde ich irrsinnig faszinierend. Da sind wir vielleicht wieder bei dieser Kommunikationsfähigkeit, die es braucht, wenn man das gut anlegen will. du hast dann irgendwie, also du bist da hingefahren und hast gesagt, jetzt bin ich da. Genau, ich bin dort gestanden, habe gesagt, ich würde gerne, also ich möchte eben einen Film machen, in dem Fall über verschiedene Schamanen aus verschiedenen Kulturkreisen, um einfach der Welt zu zeigen, dass es sie gibt und auch ihre, auch der Welt zu zeigen, dass es sie gibt und auch der Welt ihre Probleme und ihre Sorgen mitzunehmen, sozusagen ein bisschen als Botschafter zwischen den beiden Welten. Und so haben sie es auch gesehen. Sie haben es als Chance gesehen, weil sie ja alle bedroht waren, also teilweise durch Klimawandel, sehr viel einfach durch nationalen Raubbau, durch das brutale Auslöschen ihrer kulturellen Identität, dadurch, dass die Kinder gezwungen werden, wie in der Mongolei, in Internate zu gehen und dadurch natürlich verlieren sie den Anschluss an die Nomadenfamilien. Ist das jetzt chinesischer Teil der Mongolei? Nein, das ist ganz normale Republik und trotzdem ist es nur eine kleine Geschichte, aber eben sie alle können dieses Nomadentum eigentlich nicht mehr frei ausleben, also nicht mehr so frei ausleben, wie sie es vor 50 oder 100 Jahren konnten. Und diese Sorgen, die habe ich versprochen mitzunehmen in diesem Film und kommen ja auch im Film dann im Endeffekt zum Ausdruck. Hast du das Gefühl, dass du bei jedem Film was lernst, auch selbst, für dich? Ja, auf jeden Fall. Also ich nehme aus jedem Film irgendetwas für mich mit, Ich nehme aus jedem Film irgendetwas für mich mit, irgendein Detail, eine Erinnerung, ein Wissen. Auch ein Wissen, auch ein mir Bewusstwerden von meinen eigenen Grenzen und Fehlern natürlich auch nimmt man auch immer mit, weil man ja immer an irgendwelche Grenzen stoßt bei solchen Filmen. Also ich habe schon immer irgendwie gefühlt was mitgenommen, was sehr schön ist, weil man lebt ja auch von diesen Erinnerungen irgendwie. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Das ist so, wenn ich dann da in Linz sitze und mich teilweise zu Tode langweile. Also jetzt, weil ich halt, ja, ich habe Kinder, ich kann jetzt nicht so frei herumreisen, immer wenn ich will. Ja, aus vielen Gründen kann ich nicht so frei herumreisen, dann zehre ich auch von diesen Erinnerungen, muss ich sagen. Das ist wahrscheinlich auch eine wichtige Sache als Dokumentarfilmerin oder Dokumentarfilmer, dass man gerne reist. Also das haben wir aber, glaube ich, alle irgendwie. Ja, ich meine. Das Reisen schon, also das Entdecken fremder Wel aber, glaube ich, alle. Ja, ich meine... Also das Entdecken fremder Welten, glaube ich, braucht es ein bisschen. Genau, ich meine, es kommt davon an, es gibt ja so viele Dokumentarfilme. Es gibt ja auch Menschen, die nur in Österreich drehen oder nur in ihrer Stadt drehen. Passt auch. Es gibt ja eh so viele interessante Themen. Das stimmt, ja. Wir haben gerade noch Zeit für das dritte Lied, das die Nathalie ausgesucht hat. Thank you. And the rhetorical speeches of the Soviets Mr. Khrushchev said he would bury you I don't subscribe to this point of view It would be such an ignorant thing to do If the Russians loved their children too How can I save my little boy From Oppenheimer's deadly toy There is no monopoly of common sense On either side of the political fence We share the same biology Regardless of ideology Believe me when I say to you, I hope the Russians love their children too. guitar solo There is no historical precedent To put the words in the mouth of the president There's no such thing as a winnable war It's a lie we don't believe anymore Mr. Reagan says we will protect you I don't subscribe to this point of view Believe me when I say to you I hope the Russians love their children too We share the same biology We got the same ideology What might save us, me and you ideology regardless of ideology what might save us, me and you is if the Russians love their children too Thank you. Vielen Dank. Radio Ostschirr, das Studierendenradio der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Langsam kommen wir zum Ende dieser Terra FM PHTV-Sendung live aus dem Studio in der Hömerstraße mit Nathalie Haller zu Gast, der Regisseurin von der letzten Botschafterin. Nathalie, du hast schon ein bisschen angesprochen, dass der Film für dich einfach auch, sagen wir mal, dass er in Engagement mündet. Hast du mit dem schon von Anfang an gerechnet? Oder so irgendwie, dass du eingeladen wirst zu Tagungen oder so, wo es gar nicht um den Film geht, sondern um Frauenrechte und so weiter? Nein, ich muss sagen, damit habe ich eigentlich nicht gerechnet. Aber es freut mich, weil es im Grunde genommen schon ein bisschen eine logische Konsequenz daraus ist, aus dem Inhalt. Und ich bin froh, weil es bedeutet, dass das Schicksal einer Frau und einem Mädchen in Afghanistan sowohl im Menschen in Österreich als auch auf der ganzen Welt anscheinend nicht egal ist, weil ich wirklich Einladungen von so vielen verschiedenen Institutionen bekomme, um irgendwie auch über dieses Thema zu reden. Und der Film kriegt Relevanz. Der Film kriegt Relevanz, genau. Ich bin jetzt keine Afghanistan-Expertin deswegen geworden, aber sicher, ich habe zu sagen, halt meinen Teil zu sagen und den einfach, ich sage es als Mensch und als Mutter, ja, ich bringe halt meine Idee, ja, meine Idee hinüber. Ja, ich bringe halt meine Idee hinüber. Ja, und zusätzlich bin ich über diesen Film auch, also dieses Todesprogramm, das er erteilt. Frau Bakhtari ist ja sehr engagiert auch. Genau, die hat dieses Todesprogramm ins Leben gerufen. Und das ist auch jetzt so eine Art Impact-Kampagne geworden, also dass ich unterstütze dieses Totes-Programm. Ich habe selber auch zwei Mädchen in Afghanistan, dass ich über dieses Programm unterstütze. Wie läuft das? Was macht man da? Es ist im Grunde genommen, was eben genial ist an den Programmen, du hast dann nicht eine Organisation, an die du jetzt zahlst, sondern du bekommst einfach über sie, also über die Volunteers von diesem Totalsprogramm, bekommst du den Kontakt zu einem Mädchen in Afghanistan hergestellt und dann unterstützt du das Mädchen über Western Union monatlich mit einem gewissen Betrag, also das sind 30, 40, 50 Euro. Und damit unterstützt du eine private Ausbildung von den Mädchen, also entweder Online-Schulen oder Untergrundschulen oder Privatlehrer und gleichzeitig natürlich unterstützt man die ganze Familie und das Mädchen wird nicht zu Angst verheiratet. Und die Taliban, die kriegen das nicht mit, dass da über Western Union auf einmal aus Europa Geld kommt? Sie kriegen das nicht mit, wenn eine Familie, die Afghanen werden ja zu Hunderttausenden aus dem Ausland unterstützt, weil sonst werden sie eh schon alle verhungert, die meisten. Das kriegen sie nicht mit, aber natürlich bekommen sie mit, wenn es manchmal bekommen sie mit, weil es Untergrundschulen gibt und so weiter, aber es gibt sie trotzdem und es ist auch so, dass die Taliban unterschiedlich darauf reagieren. Es gibt die, die total strikt sind und die das bekämpfen, also ganz klar bekämpfen. Es gibt die, die versuchen wegzuschauen. Also es kommt einfach auch auf die Örtlichkeit an. Wenn man das Programm unterstützen will, wie geht man da vor? Also ganz ein wichtiges Programm. Junge Mädchen in Afghanistan werden dabei unterstützt, dass sie eine Ausbildung bekommen können. Man kann das auch fördern von hier aus. Wie geht man es an? Ja, man kann. Also es gibt eine Seite, eine Crowdfunding-Seite, sharedoc.com. Da ist mein Feedback auch drinnen, den kann man direkt unterstützen, weil über dieses Geld werden eben direkt dann Mädchen auch vor Ort, wir haben ja schon wirklich über diesen Film so viele Mädchen dort unterstützen können, also langfristig nämlich. Oder man googelt Dota-Programm und man findet dann eh eine Seite, die einem dann alle erklärt, wie es funktioniert und man kann auch selber eine Partnerschaft eben dadurch übernehmen. Oder man schreibt mir, wenn man nichts findet. Über die Filmwebsite kann man das? Über die Filmwebsite, also über nataliehaller.com. Da ist meine E-Mail drinnen, kann man mir schreiben. Und ich kann da gerne den Kontakt herstellen. Wenn Ihnen das ein Anliegen ist, dann können Sie unterstützen. Und wir kommen jetzt wirklich zum Ende. Also Nathalie, vielen, vielen Dank, dass du bei uns zu Gast warst in der heutigen Sendung. Die nächste ist, glaube ich, am 4. März. Und all Ihnen da draußen an den Radiogeräten oder Fernsehgeräten danke ich fürs Zuschauen und Zuhören. Die Sendung gibt es wie immer spätestens ab morgen auch zum Nachsehen und Nachhören auf den jeweiligen Webseiten von Radio Frohendorf TV. Vielen Dank. Vielen Dank. Hat mich gefreut, da zu sein.