Feministisches Engagement Solidarität und vielleicht auch ein Abend, wo wir kurz innehalten, um dann zu realisieren, was wir alles schaffen können, wenn wir feministische Solidarität hochleben lassen. Willkommen zur 15. Verleihung des Frauenpreises der Stadt Linz. Willkommen beim Talk of Fame. Mein Name ist Abena K. Tipina, ich bin die Frauenbeauftragte der Stadt Linz und es ist ein irrsinnig großes Privileg für mich, Sie heute durch diese Veranstaltung führen zu dürfen. Eine Feierlichkeit, die, wie schon vorhin erwähnt, zum 15. Mal heuer stattfindet in dieser Form. Und das verdanken wir auch der Initiative von der zuständigen politischen Referentin, der Frauenstadträtin Mag. Eva Schobisberger. Diese Auszeichnung, der Frauenpreis der Stadt Linz, der bringt öffentliche Aufmerksamkeit, vielleicht haben Sie es ja schon den Medien entnommen, die medienaffinenden Menschen unter uns, eine finanzielle Unterstützung von 5.000 Euro, so hoch ist der Preis nämlich dotiert. Und diese Auszeichnung ist auch ganz klar eine politische Anerkennung. ganz klar eine politische Anerkennung. Sie trägt dazu bei, dass die feministischen und frauenpolitischen Anliegen des ausgezeichneten Projekts vorangetrieben werden. Die handelnden Menschen in dem Projekt machen durch ihr großartiges Engagement, machen sie uns allen hierher in den Mut und sie tragen dazu bei, dass geschlechterdemokratisches Handeln ermutigt und bestärkt wird. Es freut mich so, dass so viele Menschen von Ihnen heute hier sind. Danke, dass Sie da sind und heute klar signalisieren, feministisches Handeln ist mir meine Zeit wert. Danke. Danke. Danke, ein großer Dank an Vizebürgermeisterin Karin Leitner für ihre Zeit und ihre Wertschätzung. Danke. Ich erlaube mir jetzt nun, weitere Menschen namentlich zu begrüßen, weil es einfach super wichtig ist, dass wir uns bewusst machen, wie viele unterschiedliche Perspektiven heute in diesem Raum sind. Und wir in unserer Unterschiedlichkeit diesen gemeinsamen Nenner haben, feministisches Engagement feierlich anzuerkennen und wertzuschätzen. Und damit wir das Ganze ein bisschen knackig gestalten, haben wir uns überlegt, dass wir das in Blöcken begrüßen. Das heißt, ich lese jetzt dann einfach immer in Blöcken Menschennamen vor und dann begrüßen wir sie alle herzlich mit einem riesengroßen Applaus. Ja, super. Und wir fangen natürlich mit der Jury an, weil neben unserer Frauenstadträtin Mag. Eva Schobisberger, die den Vorsitz in der Jury hat, bedanke ich mich sehr herzlich bei allen weiteren Jurymitgliedern und diese sind die folgenden Gemeinderätinnen. Gerlinde Grün von der KPÖ, Britta Piovisan von Linz Plus, Vera Schachner, ehemals MFG, Renate Schütz, ÖVP, Martina Tichler, FPÖ und Paulina Wesseler, SPÖ. Danke. Weiters möchte ich mich bedanken bei den GemeinderätInnen, die heute anwesend sind. Auch bitte wieder in Block und ich versuche es in alphabetischer Reihenfolge zu machen. Ich begrüße Ekweis, Diana Rositzer, Fechter Sarah, Garnhör Teresa, Haginger Patricia, Klitsch Ute, Langer Helge, Mandlmeier Julia, Reder Tobias, Redelhammer Georg, Rotschmieder Michael, Strasser Kreisel Lucia und Swoboda Michael. Bitte um einen Applaus. Es ehrt uns auch als Landeshauptstadt sehr, dass VertreterInnen des Oberösterreichischen Landtags heute hier sind. Ich darf wieder begrüßen Bauer Ann-Sophie, Engel Dagmar, Engleitner Neu-Sabine und Vukajlovic Ines. Danke. Wir als das Frauenbüro der Stadt Linz, wir gehören innerhalb der Magistratsstruktur eben zum Geschäftsbereich der Personaldirektorin und da freut es mich sehr, dass ich jetzt Sie stellvertretend für alle Führungskräfte des Magistrats und Mitarbeitenden, die heute hier sind und auch der städtischen Unternehmensgruppe bitte um einen riesengroßen Applaus Magistra Brigitta Schmidt. Entschuldigung, Schmidt-Berger. Ja und wenn wir sagen, wir feiern heute feministisches Engagement, dann geht das fix nicht ohne unsere NetzwerkpartnerInnen, mit denen wir großartige Arbeit leisten dürfen. Es ist ein Privileg, dass wir mit euch zusammenarbeiten dürfen. Danke, dass Sie da sind. Und vor allem stellvertretend darf ich jetzt namentlich zwei herausstreichen. Die Direktorin der Kunst-Uni Linz, Brigitte Hütter, den Direktor der Johannes Kepler-Universität, Stefan Koch. Danke. Und uns ist es ein wahnsinniges Anliegen, dass wir heute einfach auch diese Vielfalt an feministischen Netzwerken, was Linz zu bieten hat, heute auch sichtbar machen, in einem kurzen Moment. Und ich werde jetzt die wichtigsten Netzwerkpartnerinnen, die heute vertreten sind, erwähnen. Bitte dann auch mal einen riesengroßen Applaus. Wir haben das Autonome Frauenzentrum hier, die Arbeiterkammer, das Elektronikacenter, Caritas, die Diözese, der Feministische Buchclub, 52, das Frauengesundheitszentrum, das Frauenhaus, das Gewaltschutzzentrum, die Hosi, Johannes Kepler Universität und die Kunstuni habe ich schon erwähnt. Wir haben Mais hier, Migrare ist hier, die Nürnküche Linz ist hier, das Theater Phoenix ist hier, Promethe Oberösterreich, Proges, Union Kleinmünchen ist hier, Wimmer ist hier, Volkshilfe, VSG Women, Welt der Frauen und Wildwüchsig. Riesengroßen Applaus und danke für die Zusammenarbeit. Danke an Sie alle, danke an alle Anwesenden und vor allem danke an die Personen, die auch von woanders zuschauen, weil die Veranstaltung wird heute aufgenommen. Danke DorfTV für die Kooperation. Danke Flora, Sophie Schrempf-Oellmark für die Übersetzung und danke DJ Selectress Laona für den musikalischen Support. Nun darf ich eine schlichtweg treibende Kraft in der feministischen Szene in Linz bitte auf die Bühne bitten. Ich bitte um die Begrüßungsworte von Frauenstaaträtin Mag. Eva Schobisberger. Schönen guten Abend. Es ist, wenn man da steht, wirklich überwältigend, wenn man in Ihre alle Gesichter blickt. Es ist großartig, dass Sie, dass Ihr alle da seid. Das finde ich deswegen so großartig, weil wir seit 2012, wir haben es schon gehört, seit 15 Jahren mit diesem Frauenpreis, der mit 5000 Euro dotiert ist, herausragendes feministisches Engagement auszeichnen. Und heuer geht dieser Preis, was mich persönlich sehr freut, an eine Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder tätig waren, an die Caritas-Beratungsstelle Lena. Herzlichen Glückwunsch. Und wir haben die Juroren namentlich schon gehört, ich wiederhole das jetzt trotzdem und ersuche sie euch auch kurz zu erkennen zu geben, weil es mir ein besonderes Anliegen ist, mich speziell auch in diesem Jahr bei Ihnen und euch zu bedanken. Wir haben nämlich diese Juryentscheidung gemeinsam einstimmig getroffen und das ist aus meiner Sicht tatsächlich bemerkenswert. Ich danke dir, Gerlinde Grün von der KPÖ, Britta Piovisan von Linz Plus, die Vera Schachner, aber bitte, vielleicht willst du kurz aufstehen. Also, Gerlinde Grün. Britta Piovisan habe ich auch schon gesehen, die steht da hinten. Die Britta Piovisan habe ich auch schon gesehen, die steht da hinten. Die Vera Schachner habe ich noch nicht gesehen, sie dürfte nicht da sein. Renate Schütz von der ÖVP ist da. Neben ihr Martina Tichler von der FPÖ und Paulina Wesseler von der SPÖ. Also Sie sehen eine Jury, die zusammengesetzt ist aus Vertreterinnen von Wahlwerbendengruppierungen, von sieben Wahlwerbendengruppierungen, die unterschiedliche Weltanschauungen natürlich auch haben und unterschiedliche Zugänge. Dass wir trotzdem gemeinsam im Gespräch, in der Diskussion ein Projekt miteinander aussuchen und einstimmig dann als Siegerprojekt bestimmen, hat aus meiner Sicht Qualität. Und es steht auch dafür, wie wir Frauenpolitik in Linz verstehen. Nämlich, dass wir es schaffen, wenn es darauf ankommt, dass wir unsere Differenzen beiseite schieben und tatsächlich an einem Strang ziehen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Dafür bedanke ich mich noch einmal sehr herzlich. Für dieses Sinnbild steht auch noch etwas anderes, was jetzt diese Woche wieder aktuell geworden ist. Das erzähle ich Ihnen deshalb, weil wir das in der Jury auch sehr ausführlich besprochen haben, nämlich das Gewaltschutzzentrum in Linz und wie es dazu gekommen ist. Da hat es ein besonderes Engagement gegeben von einer Aktivistin, von Didem Wenger. Ich weiß nicht, ob die Didem da ist. Also bitte auch ihr meinen Dank zu übermitteln. Nämlich Didem Wenger hat eine Petition gestartet, die von 10.000 Menschen unterschrieben und unterstützt worden ist. Es hat dann Dagmar Engl einen Antrag eingebracht, den Renate Heitz unterstützt hat, dass er ein dringlicher Antrag sein hat können im oberösterreichischen Landtag. Die zuständige Landesrätin, die Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander hat das dann in Auftrag gegeben und seit dieser Woche wissen wir, dass es die Gewaltambulanz gibt. Das ist feministische Politik in Aktion, beharrlich, solidarisch und erfolgreich. Und heute würdigen wir eine ganz besondere Einrichtung, die nicht bevormundet, sondern stärkt, die nicht moralisiert, sondern solidarisch handelt. Eine Einrichtung, die nicht über Menschen spricht, sondern mit ihnen. Sexarbeiterinnen sind keine Projektionsflächen, sie sind keine Opfermythen und keine Schlagzeilen. Sie sind Arbeiterinnen, sie sind Bürgerinnen, sie sind Menschen mit Rechten. Und genau darum geht es, um Rechte. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf Schutz vor Gewalt, auf soziale Absicherung, auf rechtliche Anerkennung und auf Selbstbestimmung. Also was Lena leistet, ist nicht nur soziale Arbeit, es ist politisch. Wir leben in einem System, in dem der weibliche Körper seit Jahrhunderten reguliert, bewertet und kontrolliert wird. Und wenn wir über strukturelle Gewalt sprechen, dann sprechen wir nicht über Einzelfälle, wir sprechen über Macht. Und auch aktuell wieder hat uns der Fall Epstein gezeigt, wie sich Geld, Einfluss und männliche Netzwerke gegenseitig stützen und schützen. Und der Fall Pellicot hat uns auf so drastische Art vor Augen geführt, dass Gewalt gegen Frauen kein Ausrutscher ist, dass Gewalt gegen Frauen kein Ausrutscher ist, sondern Gewalt gegen Frauen in dieser Form möglich ist, weil wir eben Strukturen haben, die das ermöglichen. Und diese Fälle sind keine Ausnahmen, sie sind extremer in einem Kontinuum. Das reicht von massiver sexualisierter körperlicher Gewalt bis hin zur Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen. Und dass ausgerechnet diejenigen, die sich dazu entscheiden, mit Sexarbeit Geld zu verdienen, am härtesten moralisch verurteilt werden, ist natürlich auch kein Zufall. Es ist patriarchale Logik. Wenn Frauen sagen, es ist mein Körper und es ist meine Entscheidung, dann ist es natürlich etwas, was diese patriarchalen Strukturen, die Grundfesten dieser Ordnung, die weibliche Sexualität, die den Körper von Frauen regulieren will, durch Kirche, durch Staat, durch Moral, durch Männer. Das ist etwas, was diese Grundfesten erschüttert. Und deshalb ist die Arbeit von Lena so wichtig. Sie bietet Rechtsberatung, sie schafft sichere Räume, sie kämpft gegen Diskriminierung und vor allem, sie erkennt Sexarbeiterinnen als handelnde Subjekte an und nicht als Subjekte in einer Debatte. Also Feminismus insgesamt bedeutet nicht, für Frauen zu sprechen. Feminismus bedeutet, Bedingungen zu schaffen, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Frauen, in denen Flinterpersonen und in Wahrheit, in denen alle Personen selbst sprechen können. Und solange Machtstrukturen Frauen missbrauchen und solange Doppelmoral Männer für Nachfrage unsichtbar macht und gleichzeitig Frauen für ein Angebot verurteilt, braucht es Lena. Es braucht feministisches Engagement, es braucht uns alle. Und das, was uns der heutige Tag auch gezeigt hat, ist, was wir erreichen können. Beharrlich, feministisch und solidarisch. Die europaweite Initiative My Body, My Choice, also Punkt am Thema, hat heute erfolgreich die Europäische Kommission passiert. Und es zeigt einfach, was wir wirklich gemeinsam machen können, wenn wir zu Hunderten und in dem Fall auch Millionen europaweit gemeinsam handeln, gut organisiert. Und wer besonders gut organisieren kann, das zeigt uns auch der heutige Tag, nämlich der heutige Abend, das ist das Frauenbüro der Stadt Linz. Ich darf mich bei dir, Abina-Kathi Pinner, unserer Frauenbeauftragten und dem gesamten wunderbaren Team des Frauenbüros der Stadt Linz sehr herzlich für eure Arbeit das ganze Jahr über und heute bedanken. Und nachdem ihr das so möglich gemacht habt, wünsche ich uns allen einen feierlichen, unterhaltsamen, feministischen, kämpferischen Abend. My Body, My Choice. Sehr on point. Danke für diese sehr klaren Worte und diese bewegende Rede. Frauenstadträtin Mag. Eva Schubelsberger, danke. Ja, hat den auch schlau verdient. ja wirklich eine sehr große Signalwirkung, dass die Jury mit ihren unterschiedlichen Perspektiven aus 41 Projekten einstimmig sich für ein Projekt entscheidet. Die Sprichtbände und bevor wir uns gleich ein Video vom prämierten Projekt anschauen, möchte ich aus feministischer Solidarität darauf hinweisen, dass wir heute auch so eine kleine Premiere haben, weil wir sammeln heute Spenden. Vielleicht haben Sie schon gesehen, beim Eingang waren Schilder aufgestellt, keine Sorge, auch beim Buffet ist ein Schild aufgestellt und eine Box. Und zwar sammeln wir heute Spenden für das AFZ, für das Autonome Frauenzentrum. Warum? wollen wir heute spenden für das AFZ, für das Autonome Frauenzentrum. Warum? Das war der Jury ein ganz großes Anliegen. Und ja, in der Vergangenheit haben uns immer wieder Menschen gefragt, ja, können wir denn heute spenden? Deswegen haben wir uns gedacht, probieren wir es aus. Ich lade uns alle ein, dass wir heute unsere feministische Haltung zeigen und bei den Spendenboxen etwas reinwerfen. Nicht vergessen, ich werde es nochmal nachher erwähnen. Und nun, der Zeitpunkt ist da. Wir bekommen einen Einblick in dieses ausgewählte Projekt und die Menschen, vor allem die Menschen, ich schaue sie immer an, weil sie sitzen hier, die das ganze Projekt mit Leben erfüllen. Aus 41 Einreichungen, einstimmig von der Jury beschlossen. Ist okay, wir können jetzt abwarten. Mit folgender Jurybegründung, und die Jurybegründung möchte ich gerne vorlesen. Die Aufklärungskampagne für SexarbeiterInnen und deren Kunden, der Beratungsstelle Lena, leistet einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag, indem sie das nach wie vor tabuisierte Thema Sexarbeit sichtbar macht und Raum für Aufklärung rund um Sexarbeit und sexuelle Gesundheit schafft. Die Kampagne setzt ein klares Zeichen für Sefersex für alle. Insbesondere auch durch die Verankerung der Verantwortung zum Sefersex bei den Kundinnen der SexarbeiterInnen. Zugleich stärkt das Projekt die Rechte, Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit von SexarbeiterInnen und würdigt ihre Arbeit als das, was sie ist. Arbeit. Mit dem Preis soll auch das langjährige Engagement und die kontinuierliche Arbeit der Beratungsstelle Lena Anerkennung finden. Lena setzt sich bereits seit Jahrzehnten in einem patriarchalen System für eine marginalisierte Gruppe ein und stärkt mit ihrer Aufklärungsarbeit SexarbeiterInnen nachhaltig. Jetzt folgt ein kurzes Video vom prämierten Projekt. Thank you. Mein Name ist Elke Welser und ich bin die Stellenleitung der Beratungsstelle LENA. Die Beratungsstelle LENA ist da für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder tätig waren. Dieser Zusatz ist uns sehr wichtig. Wir leisten unsere Angebote unabhängig davon, welche sexuelle Orientierung oder Identität unsere Klientel hat, unabhängig ihrer religiösen Orientierung, unabhängig davon, ob sie die Tätigkeit weiterführen oder beenden möchten, unabhängig der Herkunft oder des Aufenthaltstitels, ob Sie unter Zwang stehen oder auch selbstbestimmt arbeiten und unabhängig davon, ob Sie registriert oder nicht registriert arbeiten. Zu meinen Aufgaben zählt die strategische Weiterentwicklung unserer Angebote, sowohl die inhaltliche als auch die organisatorische Leitung des Teams, auch die Sicherstellung von qualitativen Beratungsmöglichkeiten. Weiters zählt zu meinen Aufgaben auch die Netzwerkarbeit und die Kooperationsarbeit als auch die Lobbyarbeit. Und hier ist mir sehr wichtig, dass wir das im Sinne der Adressaten in Gruppe sechs Arbeiterinnen leisten und diese auch einbinden in unsere Arbeit. Hier in der Beratungsstelle Lena sind wir ein fünfköpfiges Team. Ich bin die Daniela, ich bin bei Lena seit vielen, vielen Jahren und bin in der Basissozialarbeit tätig. Basissozialarbeit heißt bei uns, dass wir aufsuchende Arbeit machen, zweimal wöchentlich, einmal am Nachmittag und auch einmal am Vormittag beim Gesundheitsamt Linz sind. So eine Art Sprechstunde dort, wo wir einfach anwesend sind und für alle Anliegen von sechs Arbeitenden zur Verfügung stehen. Also mein Name ist Iris und meine Position ist auch Sozialarbeiterin. Wir haben noch weiter zwei Kolleginnen, die ebenfalls im Basisteam mitarbeiten und teilen uns sozusagen die aufsuchende Arbeit auf. Wir sind immer in Zweierteams unterwegs. Das heißt, sie leisten die Beratungsarbeit in allen Clubs und Bordellen. Wir haben ungefähr um die 80 Bordelle in Oberösterreich. Wir beraten zu Gesundheitsthemen, zu rechtlichen Themen, aber auch quasi psychosoziale Beratung, um Themen zur Familie. Es ist nicht immer das Thema Sexarbeit quasi im Vordergrund, sondern wirklich ganz breit gefächert. Unsere Ziele hier in der Beratungsstelle sind einerseits die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Sexarbeiterinnen, als auch Ausbeutungsmechanismen entgegenzuwirken, sie zu reduzieren und die Handlungsfähigkeit von Sexarbeiterinnen zu stärken. Unser Ziel ist auch, dass wir sehr individuell die Beratung machen, hinfühlen auf Grenzen und Bedürfnisse der einzelnen Personen. Man kann quasi zu uns in der Beratung einmalig kommen, man kann aber auch über einen längeren Verlauf den Beratungsprozess aufrechterhalten. Das ist ganz unterschiedlich. Und oftmals braucht es auch, dass man wiederholt kommt. Man stellt sich fünfmal vor und beim sechsten Mal gibt es dann das, ah, okay, ich brauche was von euch. Und dann wird das erst angenommen, das Angebot, das wir vorgestellt haben. Hier passiert Beziehungsaufbau und Vertrauensaufbau. Man vertraut auch nicht einfach einer Sozialberatungsstelle, die da kommt. Das heißt, auch wir werden irgendwie in unseren Kontakten mit den Sexarbeiterinnen abgecheckt. Darum ist es auch gut, wenn man immer wieder gleiche Gesichter sieht, dass man uns zu Lena zuordnen kann und dass man einfach weiß, okay, die sind okay. Wir haben aber auch Öffnungszeiten hier, wo man so vorbeischauen kann. Wir haben auch eine Chatberatung, wir sind online erreichbar, wir haben auch Video-Dolmetsch im Einsatz, das heißt wir haben 20 Sprachen, die wir innerhalb von zwei Minuten ad hoc einsetzen können und all das wird unterschiedlich von den Sex Arbeiterinnen genützt. Also das ist unser Trolley, mit dem wir ausfallen. Ja, das ist quasi so unsere Standardausstattung, also der Rucksack und der Trolley. Im Rucksack sind die ganzen Infos in mehreren Sprachen. Es gibt ein Standardpaket, was man geschenkt kriegt von uns. Das ist entweder ein schwarzes, weißes oder rotes Kondom. Dann haben wir noch größere Kondome und kleinere Kondome. Gels haben wir mit und eben die Schwämmchen, die sind sehr beliebt. Dann haben wir noch das Latex-Schutztuch. Wir machen dann immer eine kurze Vorführung, wie man das verwenden kann. Eben am Küssen oder wenn man sich draufsetzt und wenn man ein Gel drauf hat, dann wird es durchsichtig, dass man ein wenig Vorstellungskraft hat. Genau das ist es. Die Aufklärungskampagne Alles, was Spaß macht bietet Gesundheitsarbeit, bietet Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten, bietet aber auch Empowerment für die Sexarbeiterinnen und erreicht Kunden von Sexarbeiterinnen, die ja oftmals selbst sehr tabuisiert sind und unerreicht bleiben, um sie auch in die Verantwortung zu nehmen für diese Präventionsarbeit. Das läuft dann aber über die Sexarbeiterin in Form dieser Visitenkarte, die die ausgeben kann, mit dem Wortlaut, den wir immer so ein bisschen ermöglichen. Ich mache alles mit Schutz, aber meine Kollegin ist ein bisschen offener und dann kann sie ihm diese Visitenkarte geben. Wenn man jetzt diese Nummer wählt, so hört man eine Aufnahme zwischen einer Sexarbeiterin und ihrem Kunden. Er möchte den Service sozusagen ohne Schutz und sie nennen gut zehn Argumente, warum der Service mit Schutz stattfinden sollte. Am Ende dieser Jingle hört man dann noch die Einspielung, dass man gratis testen gehen kann zur EZ-Hilfe. Das bringt eine Leichtigkeit für Sie, also für die einzelne Sexarbeiterin, das nicht wieder erklären zu müssen, nicht wieder in die Diskussion einsteigen zu müssen, sondern einfach wirklich was in der Hand zu haben und somit ist das Thema erledigt. Das ist ein Konter. Und so geben wir auch einen Zettel dazu weg, der heißt Darum mit und dieser Zettel nimmt ebenso die Argumente und manche Sexarbeiterinnen hängen diesen auch in ihrem Raum auf, um auch nochmals so darauf verweisen zu können, das ist das Leider daran, dass sie immer noch Sinn macht und eingesetzt wird, ja, und dass der Druck auf ansehbare sexuelle Dienstleistungen leider weiterhin von Seiten des Kunden da ist. Ich finde es so fein, dass wir so ergebnisoffen quasi beraten können und vor Ort sein können. Und ich würde mir wünschen, dass das einfach auch in weiterer Zukunft möglich ist, dass man da die Flexibilität hat. Es verändert sich viel gerade auch in Cyberkriminalität und solchen Geschichten, dass man da einfach nur viel mehr Ressourcen kriegt und dass man in die Richtung mehr machen kann. Ja, ich würde mir auch politische Bewusstseinsbildung wünschen für die Gesellschaft, dass man einfach nicht immer dieses einseitige Bild einer Sexarbeiterin, dieengleich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Das wünsche ich mir. Thank you. Ja, liebe Festgäste, wir sind beim Höhepunkt. Ja, ich finde, das ist der Höhepunkt. Es ist zumindest mein Höhepunkt. Ja, ich finde, das ist der Höhepunkt. Es ist zumindest mein Höhepunkt, okay? Wir sind bei den Menschen, die wir heute feiern. Ich bitte um einen riesengroßen Applaus für Lena, Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder waren. Bitte auf die Bühne Elke Welser, Judith Schatz, Iris Keinberger, Daniela Mayer-Leitner, Stefanie Müthe und Sandra Prüschel. Applaus Das ist euer Applaus, ein sehr wohlverdienter Applaus. Und wir haben jetzt ein kurzes Gespräch miteinander. Wir haben uns vorab darauf geeinigt, weil wir ja Netzwerkpartnerinnen sind, dass wir per Duo miteinander sind. Ich hoffe, das ist auch für Sie alle okay. Ich fange an mit der Elke. Elke, du leitest. Lena, magst du vielleicht ein bisschen erzählen von der Idee, wie ist das entstanden mit der Aufklärungskampagne? Ja, da muss ich zurückgehen ins Jahr 2009. Da bin ich auf eine Tagung gefahren, Fachtagung in Deutschland draußen. Damals hat man nur gesagt, Hurenkongresse gab es in Deutschland. Ich Damals hat man nur gesagt, Hurenkongresse gab es in Deutschland. Ich habe teilgenommen und habe da von einem Jingle-Projekt gehört. Ich habe da erfahren, dass da das Gesundheitsamt in Nürnberg eine Tonbandaufnahme hatte, mit dem sie sozusagen auch Menschen erreicht haben, auch Kunden von Sexarbeiterinnen erreicht haben. Und die Idee hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mir dann gedacht, eigentlich könnte man damit auch etwas umsetzen hier in Österreich und habe in Nürnberg angefragt, ob wir die Idee nehmen dürfen. Die haben sofort gesagt, ja, passt, sicher, gern. Und dann haben wir uns bei Lena daran gemacht, dass wir sozusagen so ein Projekt, das bis jetzt existiert, kreieren. Das heißt, wir haben diese Texte, diese Argumente gesammelt, mit Sexarbeiterinnen gesprochen. Wie läuft denn das ab so einer Verhandlung über Unsafe Sex und was bringst du für Argumente und haben das also zusammengestellt und haben dann noch einen Kooperationspartner gesucht und gefunden, mit dem wir die Finanzierung aufstellen konnten. Das war die EZ-Hilfe in Oberösterreich. Und so hat das Ganze gestartet. Und weiter kam dann noch, Letizia ist auch da, ich habe sie erst einmal gesehen, Verein, hallo. Man ist dazu, der auch diese Visitenkarten, die gedruckt werden, dann auch mit uns bei den Sexarbeitenden verteilt hat. Also so hat das Ganze gestartet und so konnten wir dann auch die Kunden sozusagen über die Sexarbeiterinnen erreichen und die Sexarbeiterinnen waren aber partizipativ eingebunden. Danke für den Rückblick. Wenn wir jetzt wieder so in der Gegenwart sind, du hast gerade erwähnt, dass der partizipatorische Aspekt sehr stark ist, da hätte ich eine Frage an dich, Stefanie. Schau, wir haben auch ein weiteres Mikrofon. Wie erlebst du da in deiner Arbeit die Rückmeldung von den Sexarbeitenden? Als positiv. Also sie werden, das wird gut angenommen. Die SexarbeiterInnen fühlen sich gestärkt und auch gesehen vor allem. Es ist ja mitunter ein sehr mühsames Unterfangen. Die werden an einem Tag wahnsinnig häufig damit konfrontiert, dass sie Anfragen kriegen von Kundenseite Sex ohne Schutz und es ist respektlos oft und übergriffig und sie müssen sich ihre Arbeit rechtfertigen und sich dagegen wehren und diese Anfragen eben abwehren und das ist sehr frustrierend an so einem Tag und durch die Kampagne werden sie wieder handlungsfähig, also haben etwas, was sie dann einfach geben können und wodurch sie irgendwie empowered sind und einfach ins Tun wieder kommen. Also das würde ich jetzt erstmal so, und das kriegen wir auch als Rückmeldung. Also häufig werden wir auch gefragt, ob wir noch Karten haben. Ich habe sie hier nochmal dabei. Für sich selber oder um sie einer Kollegin weiterzugeben. Also es wird gut angenommen und verbreitet sich auch. Also es findet gute Rückmeldung. Und wir können sie immer gut nutzen, eben auch für unsere Aufklärungsarbeit. Also wenn wir das Thema, wir werden oft mit diesem Gespräch konfrontiert. Ja, die Kunden wollen eigentlich immer Sex ohne, es ist eben auch prekäres Arbeiten und viele fühlen sich vielleicht dann auch gezwungen oder überlegen, das wirklich anbieten zu müssen und dann können wir die Karte immer raus holen und dadurch einen Einstieg finden und dann darüber ins Gespräch kommen und einfach auch nochmal Argumente liefern, die vielleicht gar nicht so parat waren für eine Sexarbeiterin, gerade wenn so Sprachbarrieren ins Spiel kommen oder vielleicht jemand, der noch nicht so lange im Geschäft ist und genau, gehen wir dann ins Gespräch und können da nochmal aufklären über die Risiken und denen auch was an die Hand geben, also die Handlungskompetenz ist, glaube ich, so das Wesentliche. Ja und Sie alle bekommen heute was in die Hand, weil die Visitenkarten liegen natürlich dann auch überall draußen auf den Tischen. Die Bitte an Sie ist einfach ganz klar, nehmen Sie welche mit, machen Sie Fotos, es gibt auch Schilder, machen Sie Fotos mit den Schildern, posten Sie es auf Ihre Social-Media-Kanäle, verbreiten Sie diese Message, weil die Kampagne hat ja auch das Ziel, dass CFA6 für alle Sensibilisierung erfährt. Und wenn du vielleicht das Mikrofon zu Judith weitergeben möchtest, Stefanie. Meine Frage an dich, was braucht es aus deiner Sicht, um eben den Schutz und die Gesundheit innerhalb der Szene zu stärken? Es ist ja so, dass die sexuell übertragbaren Krankheiten ja nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa steigen, jährlich steigen. Das heißt, aus meiner Sicht oder aus unserer Sicht braucht es ganz viel Bewusstsein, braucht es ganz viel Aufklärungsarbeit und mit diesem Projekt können wir eben auch Kunden erreichen, die ja jetzt Kunden von SexarbeiterInnen sind ja jetzt keine Gruppe, die man gut erreicht, sage ich einmal. Aber mit dem Projekt funktioniert es. Und ich glaube, der Auftrag gilt da schon der ganzen Gesellschaft. Ich denke mal, das Thema sexuelle Gesundheit geht uns alle an. Und es ist ein Teil davon. Und wir in unserer Arbeit mit den Sexarbeitenden können halt, also wir arbeiten viel damit, eigene Grenzen wahrzunehmen, diese auch zu wahren und auch wenn jetzt Kunden sehr beharrlich sind oder auch Druck ausüben, um einen Service ohne Schutz zu bekommen, bietet diese Kampagne oder auch das Gespräch mit uns oft die Möglichkeit, noch Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dankeschön. Und bezüglich Stigmatisierung, da ist ja auch in der Rede von der Frauenstaaträtin Mag. Eva Schobisberger darauf eingegangen worden, wie wir da als Gesellschaft mit Sexarbeitenden umgehen. Und wenn ich jetzt die Frage an dich stellen darf, Iris, mit Sexarbeitenden umgehen. Und wenn ich jetzt die Frage an dich stellen darf, Iris, wie erlebst du das jetzt in deiner professionellen Einschätzung? Was sind aktuell so die größten Vorurteile, denen Sexarbeitenden ausgesetzt sind? Ich glaube, es ist ja anfangs eben schon erwähnt worden, es ist wirklich so das Thema, dass die Vorteile auf ganz vielen Ebenen quasi spürbar sind. Das ist strukturell, sozial, aber auch institutionell oder bei Behörden oder auch bei Gesundheitsthemen. Es ist oft mal, es kommt so das Thema Sexarbeit und es ist ein Bild, also das Bild, was entsteht ist, das ist ein Opfer. Das ist quasi Zwang und Unterausbeutung. Die Selbstbestimmtheit wird dem Menschen abgesprochen. Und das ist was, wenn man Menschen in Selbstbestimmtheit, dem Menschen abgesprochen. Und das ist was, wenn man Menschen in Selbstbestimmtheit der Dialog, der findet nicht mehr auf Augenhöhe statt. Und das ist glaube ich oft so, dass die Personen, die in der Sexarbeit tätig sind, man muss sich das so verstehen, die haben ein Doppelleben, was die führen. Sie trauen sich es quasi nicht offen zu sagen, weil die Angst, glaube ich, gar nicht vor der Tätigkeit oder die Arbeit ist das Problem, sondern wie die Personen auf sie reagieren. Es ist total viel Scham besetzt. Es zeigt sich in der Praxis, zum Beispiel beim Bankkonto. Ganz oft ist es schwer, dass man ein Bankkonto kriegt, weil einfach so der basale Verdacht auf Geldwäsche besteht. Oder bei Lebensläufen ist natürlich oft eine Lücke drinnen, es sind neue Selbstständige. Dann wird gefragt, okay, warum, was haben Sie da gearbeitet? Dann offenbart man sich dann viel Ablehnung quasi, was die Personen dann spüren aufgrund von der Tätigkeit. Oder auch bei Wohnungssuche. Man muss dann Einkommenssteuernachweis nachweisen, den haben die Personen oft nicht. Genau, und das ist das Thema, was wir einfach auch merken, dass natürlich, wenn man von der Gesellschaft immer hört, es ist falsch, was man macht, dann richtet sich das auch nach innen. Und das ist, wo wir einfach versuchen, quasi wirklich die Personen in ihrer Selbstbestimmtheit zu stärken und dass man sagt, wir wollen nicht über euch reden, sondern wir wollen mit euch reden. Ihr habt eine Stimme und Partizipation wirklich aktiv zu leben. Falls wir es vergessen haben, bitte meine Kolleginnen, das zu ergänzen, weil es ist einfach wichtig. Ja, wir haben alle eine Stimme, auch wir alle hier in diesem Raum. Das heißt, wir können uns auch ganz viel, was jetzt schon gesagt worden ist, bitte mitnehmen hinaus und das weiter kommunizieren, weil wir alle tragen Verantwortung. Und wenn du das Mikrofon bitte kurz an die Dani zurückgeben möchtest, du hast auch kurz ein bisschen einen Einblick gegeben, Iris, in die Lebensrealitäten der Sexarbeitenden. Und Dani, meine Frage an dich, da sind ja auch sehr viele Schicksale dabei und vor allem auch das gesellschaftliche Stigmatisiertsein mit diesem Thema, mit der Arbeit mit diesem Thema. Welche Motivation holst du dir für deine Arbeit? Was ist deine Motivation? Meine Motivation ist tatsächlich in der sozialen Arbeit vor Ort, also bei der Aufsuchenarbeit, wo man die Personen ja direkt im Arbeitsfeld trifft, dass man da einfach so feinfühlig reingeht in die Sache und einfach individuell auf die Personen eingehen kann. Also es kann sein, das ist das Spannende an dem Ganzen, wir können uns nie einstellen darauf, wie schaut jetzt die Arbeit konkret am Nachmittag aus, wenn wir rausfahren. Ja, es kann sein, dass ich vor dem Zimmer stehe und ich kriege keinen Kontakt. Es kann sein, dass ich Material und unser Angebot vorstelle. Es kann aber sein, dass da ein intensives, einstündiges Beratungsgespräch stattfindet. Und das ist das, was sehr abwechslungsreich ist und für mich persönlich dadurch spannend ist, aber einfach auch, weil es so punktgenau und bedarfsorientiert ist und individuell maßgeschneidert ist. Also wir haben in unserem Rucksack Infomaterial mit in verschiedensten Sprachen zum Thema Steuern, zum Thema Versicherung, zum Thema Sefa 6 und können da einfach wirklich auf alle möglichen Beratungsinhalte eingehen, die gewünscht sind. Das ist das Feine, ja. Ja, es ist mehr als fein. Also ihr leistet mit eurer Arbeit einfach einen irrsinnigen Beitrag für uns als Gesellschaft. Das ist großartig. Und wenn ich jetzt wieder dich anschaue, Elke, mit der Frage, mit dem Wissen, welchen großartigen Beitrag ihr für uns als Gesellschaft leistet, was bedeutet der Preis, die Auszeichnung Frauenpreis der Stadt Linz für euch? Ja, hier nochmal öffentlich, also ein großes Danke. Wir haben eine große Freude damit. Wir haben das nicht erwartet, wenn auch erhofft. Viele Jahre schon erhofft. Viele Jahre schon erhofft. Und danke, danke für diese Anerkennung, für diese Auszeichnung, für diese Ehre. Also wirklich, wir haben wirklich große Freude damit. Vielleicht hat man es noch nicht so sehen können, aber das ist einfach, weil wir nervös auch sind. Und er bedeutet natürlich für mehr, wie schon gefallen ist. Also für uns wirklich, für unsere Arbeit, für all die Jahre, also fast 30 Jahre gibt es Lena, ist es einfach eine Anerkennung, diese soziale Arbeit zu sehen, uns in unserer Haltung zu sehen und zu respektieren. Und Sexarbeiterinnen in dieser Vielfalt auch zu respektieren und zu sehen und sich von dieser moralischen Betrachtungsweise zu distanzieren. Das bedeutet es für uns einfach auch. Und dafür sage ich großes, großes Danke. Und ich hoffe natürlich auch, dass es so weitergeht und dass sich das sozusagen befruchtet. Ja, und ja, es passt in die Zukunft. Dass es so weitergeht, das wäre noch mein Wunsch in die Zukunft, weil wir sind noch nicht am Ziel. Das ist ganz klar. Aber vielleicht darf ich noch eine kurze Episode hereinbringen, was der Preis noch bedeutet. Weil heute in der Öffnungszeit ist so um 15 Uhr, und darum ist es sehr aktuell, ein Herr bei uns vorbeigekommen, 70 plus plus. Und er hat von der Kampagne gewusst. Er hat gewusst aus den Tipps, von der Anzeige geschaltet und hat gesagt, er hat nicht gewusst, dass es so eine Beratungsstelle gibt. Er hat sich gedacht, er schaut jetzt mal vorbei. Ich habe noch nicht gewusst, welcher Inhalt wird jetzt kommen, war aber sehr offen für alles. Und es war ein unvergessliches Beratungsgespräch, das auf beiden Ebenen, ich will es nicht viel beobachten, ich war so begeistert nachher, dieser wirklich ältere Herr war letztendlich Kunde von sechs Arbeiterinnen. Am Anfang konnte er mich nicht ins Gesicht sehen. Dann hat er es schon einmal geschafft. Und es war derartig respektvoll, wie wir da über Sexarbeit und über das, dass er Kunde ist, gesprochen haben. Er wollte eigentlich richtig sein. Er wollte es richtig machen. Er hat sich nur erkundigt, was macht der Kunde jetzt richtig? Was muss ich tun, dass ich es richtig mache? Und was erlaubt mir das Gesetz an Örtlichkeiten? Also habe ich auch über die Gesetzgebung sprechen können, die er aufgefasst hat. Er hat nicht einmal Huren, Nutzer oder Prostituierte gesagt. Er hat sechs Arbeiterin gesagt. Und wie ich ihm das Gesetz erklärt habe, noch zu den Örtlichkeiten, und ihm auch STLG Oberösterreich erklärt habe, noch zu den Örtlichkeiten, und ihm auch STLG Oberösterreich erklärt habe, es ist auch möglich, zum Beispiel aufsuchende Sexarbeit ist bei uns in Oberösterreich möglich, auch in Pflege- und Altenheimen haben wir extra ermöglicht, mit unserem Gesetz in Oberösterreich hat er sich wohl gefreut. Also es war auch Freude zu sehen. Ich habe wirklich immer gedacht, Wahnsinn, was für ein Geschenk an mich auch, dass das so fließt, das ist sachlicher Diskurs und er teilt das mit mir. Es war unglaublich. Und dann wirklich, dann hat er sich verabschiedet, dann ist er rausgegangen und bei uns draußen liegen, also auch noch mein Material zum Entnehmen. Andererseits zum Beispiel eine Caritas-Broschüre. Und daneben liegt auch die österreichweite Sex Beispiel eine Caritas-Broschüre und daneben liegt da die österreichweite Sexwerk-Info-Broschüre. Da steht groß drauf, Sexwerk-Info-Broschüre. Mitgenommen hat er sich die Sexwerk-Info-Broschüre. Also das war wirklich ein Geschenk, das mir auch bereitet wurde durch den Artikel, durch den Frauenpreis, weil er hat die Beratungsstelle nicht gekannt und ich dachte, ich schaue einmal da vorbei. Und so soll es sein. Also das ist das, was man wünscht. Es war ein Geschenk für mich, diesen sachlichen Diskurs heute schon direkt, also noch vor der Preisverleihung führen zu dürfen. Danke dir für diese wunderbare Anaktode. Ich glaube, die wird mir fix im Gedächtnis bleiben. Ja. Wenn ich dich um etwas bitten darf, Elke, hast du eine Botschaft an uns, die wir uns weiter mitnehmen sollen, wenn wir rausgehen aus diesem Raum? Ja, also was ich mir auf alle Fälle von uns allen und von der Gesellschaft wünsche, ist, dass man, wie schon viel gefallen ist jetzt auch, dass man Sexarbeiterinnen, Menschen und speziell Frauen, möchte ich ansprechen, in ihrer Vielfalt wahrnimmt, sieht, möchte ich ansprechen, in ihrer Vielfalt wahrnimmt, sieht, diese unterschiedlichen Biografien bewusst hat und auch ihre unterschiedlichen Problemstellungen, Fragen, Lebensrealitäten, aber auch Forderungen, weil sie haben durchaus auch Forderungen, die sie an uns richten, die wir weiterzugeben haben. Und was ich noch als Botschaft mitgeben möchte, dass es in Österreich vier Selbstorganisationen von sechs Arbeitenden gibt, die man kontaktieren kann, die man einbinden kann, die bereit sind, in die Öffentlichkeit zu gehen. Und das ist auch ein großer Wunsch, dass man das dann tut. Dass man da nicht der Scheu hat und dass man die kontaktiert. Und vielleicht möchte ich schließen noch mit einem Slogan, den auch internationale Sexorganisationen verwenden und der bei uns auch immer wieder vorne ansteht. Nothing about us without us. Das trifft es eigentlich für mich sehr, dass man das einfach wirklich sich zu Herzen nimmt. Und auch, was ich von jedem Einzelnen hier jetzt noch wünsche, eigentlich an mir wünsche, ist, dass man, wenn man in Zukunft einmal Diskussionen hört oder es redet jemand über Sexarbeit, wahrscheinlich nicht über Sexarbeit, sondern über Prostitution oder über Hurenutte, dass man aufsteht, dass man etwas sagt, dass man es nicht nur hört und sich denkt, sondern wirklich, da habe ich mal etwas anderes gehört. Wenigstens eine Wortmeldung würde ich mir wünschen. Ich weiß, dass das teilweise Mut erfordert, aber den würde ich mir wünschen, dass man etwas anderes macht und wenn es auch so ist. Genau. Danke. aber den würde ich mir wünschen, dass man etwas anders macht und dass es auch so ist. Genau. Danke. Ja, Sie haben es gehört, eine klare Botschaft ver verinnerlichen wir uns diese Botschaft, tragen wir sie hinaus. Nochmal einen riesengroßen Applaus bitte an unsere diesjährigen Frauenpreisträgerinnen. Applaus und vorhin, wie Sie rauskommen, war auch schon der Applaus, deswegen ein Vorschlag, weil ich finde es ist wichtig, dass man euren Namen klar mal hört. Ich möchte mal den Namen vorlesen und dann bitte einen Applaus. Weil ich finde das wichtig. Also, seid ihr bereit? Nicht erst danach. Elke Weser, Judith Schatz, Iris Kentberger, Daniela Mayer-Leitner, Stefanie Mütel und Sandra Prischel. Einen riesengroßen Applaus. Und jetzt kommen wir zur feierlichen Übergabe des Preises und der Urkunde. Und da darf ich ganz kurz um Unterstützung bitten von meinem Team, weil damit wir alle Menschen hier Platz haben und auch die Momente gut festgehalten werden, fotografisch, und der Tisch hier bei den Fotos nicht im Weg steht, bewegen wir den Tisch kurz nach hinten und wir Menschen bewegen uns nach vorne. Hat wunderbar geklappt. Dankeschön. Und seid ihr ready? Ja? Zum Foto darf ich jetzt noch unsere Vorständin, Marien Huber, und auch unsere Abteilungsleitung, Michaela Haunold, dazu bitten. Danke. Umso wichtiger, dass wir Platz geschaffen haben. Und ich darf jetzt um die offizielle Preisübergabe durch unsere Frauenstadträtin Mag. Eva Schobisberger bitten. Thank you. Der Moment wird jetzt fotografisch festgehalten, das ist ganz wichtig. Vielen Dank. Ja. Ja. Wir haben da auch ein riesengroßes Schild von der Kampagne ausgedruckt. Vielleicht. ausgedruckt vielleicht Sicher, sicher, sicher. Ah, das schaffen wir schon. Du musst bitte Bescheid geben. Alles gut. Die Dame, bitte, schiebt die Felsen. Einen kleinen Schritt noch zurück. Weil sonst habe ich mich bei der Dame dann jedenfalls erschrocken. Genau, perfekt. Okay, und dann genau, bis fast. Ich sage, alle kleinen Schlüsse noch rechts. Und die Damen noch vor. Ein kleines Schlüsse noch rechts. Ja, ja, ja. Und jetzt bitte zu mir schauen. Vielleicht wollen Sie gleich alle auf der Bühne bleiben, weil es werden sicher noch ein paar Personen kommen und Fotos machen wollen, unbedingt. Ich möchte mich noch ganz, ganz, ganz bedanken beim... Wenn Sie neben mir stehen, dann... Ich bitte noch ganz kurz um Ruhe, weil ich finde, es ist noch sehr wichtig, dass ich mich bei meinem Team bedanke, dem Frauenbüro der Stadt Linz und vor allem die großartige Projektleitung, die heute das mit dem Lied gemacht hat. Anne Brack, sie ist, glaube ich, gerade draußen. Da ist sie, da hinten. Ja, Anne. Danke. Und danke nochmal allen Mitwirkenden und vor allem allen Anwesenden. Heuer, heute, feiern wir feministisches Engagement. Nächste Woche, am 8. März, gehen wir für Sie auf die Straße. Und heute zeigen wir auch unsere feministische Solidarität mit was? Yes, yes. Deswegen, ich darf mich ganz herzlich bedanken. Großartigen Applaus für Lena. Und bitte, es gibt jetzt einen Ausklang mit Buffet. Das Tamusana serviert draußen. Und wir haben eine musikalische Untermalung von DJ Selectress Laona. Danke, dass Sie da waren. Genießen wir unsere Anwesenheit. Thank you.