Hallo und herzlich willkommen beim Zeitzeugengespräch. Mein Name ist Teresina Barac und ich darf euch heute durch das Zeitzeugengespräch führen. Unser Zeitzeuge heißt Franz Hackl. Franz Hackl wurde 1927 geboren und wuchs in der Nähe der ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und Gusen auf. Als Jugendlicher absolvierte Franz eine Schlosserlehre im ehemaligen Konzentrationslager Gusen. Wie es dazu kam, wird uns Franz später selbst erzählen. Das Konzentrationslager Gusen existierte von 1939 bis 1945. Das Lager Gusen existierte von 1939 bis 1945. In dieser Zeit waren ca. 71.000 Menschen inhaftiert und ungefähr die Hälfte kam zu Tode. Franz, der unmittelbar in der Nähe der beiden Lager wohnte und später in einem der Lager seine Lehre absolvierte, hat vieles von der Zeit mitbekommen. Heute ist es ihm wichtig, Menschen von seinen Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus zu erzählen. Mein Name ist Franz Hakel, geboren 1927, also 92 Jahre alt. Ich bin derzeit mit meiner Gattin im Seniorium Mauthausen untergebracht und verbringe dort den Lebensabend. das Geschehen damals von 1938 bis 1945 bewusst miterlebt. Und die Sachen, was im KZ geschehen sind, erlebte ich als Lehrling von 1942 bis 1945. Hier wurde ich aufmerksam auf Geschehnisse, die meiner Würde nicht entsprachen. Denn hier wurde mit diesen Menschen, mit diesen Insassen des KZs, die unschuldig zum Großteil waren, umgegangen, als wären sie keine Menschen, sondern Tiere. Sie wurden geprügelt und leideten unter schwersten Verhältnissen, was auch die Kost betrifft. schwersten Verhältnissen, was auch die Kost betrifft. Sie zeigten mir, was in einem Napf war, Steckrüben, war praktisch das allgemeine Essen jeden Tag. Also damit konnten sie aber nicht Schwerarbeit leisten, die sie leisten mussten und so brachen viele durch Schwäche und so weiter zusammen und konnten so den Weg heraus in die Freiheit nicht mehr miterleben. Franz, erzähl uns bitte mehr von deiner Lehre im Konzentrationslager. Ich war Lehrling bei den Deutschen Erd- und Steinwerken. Deutsche Erd- und Steinwerke, abgekürzt TEST, habe ich meine Lehre als Betriebsschlusser begonnen. Und zwar im März 1942 bis März 1945 habe ich also die Betriebsschlusser Lehrling abgeschlossen, beziehungsweise dann abgeschlossen. Ich habe natürlich in diesen drei Jahren, wo ich als Lehrling dort beschäftigt war, bei der Firma Deutsche Ehrensteinwege. Das war eine ESS-Firma. Und habe natürlich in diesen drei Jahren fürchterliches als junger Mensch schon mitleben müssen. Und meine Abneigung gegen die, die draußen standen, war natürlich groß. Meine Sympathien damals hatten Menschen gegolten, die was innerhalb waren, also was Häftlinge waren. Und ich habe einige gute Bekannte auch später kontaktiert. Also mit diesen Menschen habe ich kontaktiert. Ich konnte ihnen Zeitungen rüberzustecken, damit sie gewusst haben, was sich in der Welt tut. Natürlich, darauf kann man heute zwar nicht dürfen, weil dann würde ich auch bei den Menschen drinnen gesessen. bei den Menschen drinnen gesessen. Also ich habe in diesem Sinne geholfen, dass die etwas erfahren, was sich in der Außenwelt tut. Und da waren sie mir sehr dankbar. Der Lewandowski ist ein Pole, im Nordosten von Polen. Und ich habe diesen Menschen kennen und bestimmt freundschaftliche Beziehungen gehabt, auch nachher, nachdem ich zu Hause war. Bis eines Tages ein Brief zurückkam, hat mir der Bruder geschrieben, dass Czestester leider verstorben ist. Also er hat nicht lange Freiheit genießen können. Wahrscheinlich aufgrund vom Lagerleben her, Essen. Ihr wisst ja, ich habe gesehen, was sie zu essen bekommen. Das waren Steckrüben gerübet, Steckrüben und ein bisschen Laubrei dabei, also ganz schlechte Ernährung. Und dadurch sind sie auch wahrscheinlich gesundheitlich alle schlecht dargestanden. Wie hat eigentlich ein Tag von dir im Jahr 1942 ausgesehen? 1942 ausgesehen? Ja, ich habe da 1942 im März, wie gesagt, am 1. März die Lehre begonnen und habe erstmals Kontakt mit den Häftlingen gehabt. Wir von der Deutschen Jähn- und Steinwege gegessen bei HB Rhein, wo ich beschäftigt war, eine SS-Firma, wie ich schon gesagt habe. Und habe natürlich mit den Häftlichen Kontakt, mit den Häftlichen Kontakt gehabt. Habe natürlich und ich auch angesprochen von ihnen bezüglich was sich in der Welt draußen tut und durch meine meine Zeitungen, die ich ihnen brachte, konnten sie erfahren was hier im Weltgeschehen auch, wurden sie dadurch informiert. Es war so, dass ich natürlich Bekannte gehabt habe, Freunde und ich erzähle ein Beispiel. Und die wussten, dass ich dort Kontakt habe drinnen. Und die gaben mir einen Schlüssel, einen Alpaka-Schlüssel. Und wollten einen Ring haben. Und diese Häftlinge, einige davon, waren dementsprechend gebildet und handwerklich gebildet. Und so wurden aus Alpaka-Löffeln Ringe mit Monogramm gemacht. Also das wurde durch mich vermittelt und ich bekam von ein paar Freunden die waren Braunsöhne die gaben mir einen Liter Schnaps für den und ich konnte ihnen einen Schnaps bringen. Also nicht, dass sie essen gesoffen hätten dann, sondern als Medizin dann dieser Schnaps verwendet wurde drinnen bei den Häftlingen. Ja, was ich sagen wollte, es war für mich auch nicht immer recht, weil das für mich verboten war. Das musste ja geheim bleiben. Wenn sie draufkommen würden, dann würde ich auch wahrscheinlich drinnen sitzen. Nicht mehr außerhalb des Drahtes, sondern auch innerhalb bei den Häftlingen. Also so mussten wir aufpassen, dass diese Daten nicht, also dass sie geheim blieben. Franz, wo hast du damals gewohnt? Ja, wir wohnten natürlich im Wiener Graben. Das war eine Siedlung, da standen fünf Doppelhäuser, alle waren belegt durch SS-Persönlichkeiten. Nur ein Haus war frei, durch SS-Persönlichkeiten. Nur ein Haus war frei, und zwar für Zivilisten. Davon eines für unsere Familie. Der Vater war Bruchmeister. Und die zweite Hälfte, da hat der Herr Trabek gewohnt mit seiner Familie, der war auch Bruchmeister. Also die beiden Männer waren fachkundig und mussten die Häftlinge anlernen, für Stein mitzuarbeiten und so weiter. Weil der Stein wurde ja zum Schluss von unten heraufgebracht. Die Däiche, was ihr hinten seht, die Lindergaben, die waren ja durch Pumpen immer leer gepumpt worden, denn der Stein von unten war besser natürlich und wurde unten herausgesprengt und mit Kränen heraufbeführt. Und heroben wurde er gespalten und verarbeitet. Ihr seht nur den Eich, der war vorne. Einer links neben der Todesstiege. Und in der Mitte war noch einer, ein Teich, wo auch noch die Betonteile, kann man sehen, wo der Kran montiert wurde, wo sie die Steine, die Felsbrücke von unten heraus beförderten und eben heraus bearbeitet wurden. Die Teiche sind natürlich jetzt alle voll. man sieht nicht mehr, was da los war. Ich kann mich nur erinnern, im Jahre 1945 sind wir immer zu den Teichen gegangen und haben dort gebadet. Da waren die Arbeiter da und da waren natürlich Mordsportler und die sind von oben mit einem Hecht in den Teich gesprungen. Das war für uns auch ein Erlebnis. Wir waren damals amerikanische Zone und daher waren auch die Soldaten da. Die konnten sich das leisten und so ein Bad nehmen in diesen Teichen. Welche Erfahrungen hast du mit der SS gemacht? Mit der SS war Folgendes. Wir hatten natürlich in der Siedlung, die was unten in Wiener Grabstätte steht, die Häuser stehen noch da. Da waren natürlich bekannte Namen Namen wie Spatznecker. Ich glaube ihr habt es vielleicht gehört von Spatznecker. Der Spatznecker war im Range eines Hauptscharführers bei der SS und er wurde als Schrecken vom Steinbruch-Warthausen bezeichnet. Durch seine Brutalität gegenüber den Höftlichen war er gefürchtet. Spatzlecker, die Familie kam aus Bayern, aus dem ehemaligen KZ Dachau. Und die wurden dann versetzt nach Österreich in die Ostmark und so leiteten sie die Agenten eines, vom KZ her, Häftlinge, die sie drangsaliert hatten und fürchterlich geschlagen haben. Also das waren wirklich Brutalitäten, die diese SS-Leute an den Häftlingen durchgeführt hatten. Mit wem hattest du im Lager Kontakt? Also mein Kontakt war besser zu den Menschen, die drinnen waren, als die, die außen standen, also zur SS. Ich kannte einige SS-Leute, aber ich hatte Sympathien nur für die, die was drinnen waren. Weil diese Menschen waren alle beinahe unschuldig. Zum Beispiel mit rotem Winkel, das hieß, es ist ein politischer Häftling, politisch. Ein grüner Winkel hieß, das ist ein Verbrecher. Also ich habe kennengelerntnt aus Hamburg mit einem grünen Winkel, der uns als junger Bursche damals erzählt hat von der Räuberbahn und was sich da alles abspielte. Also ein richtiger, muss ich sagen, Stridse, ein Verbrecher, der die Haft vielleicht verdient hatte. Das waren auch Menschen wie wir, dass wir immer wieder den Kontakt suchen mit Häftlingen, die normale Menschen waren und wegen einer Kleinigkeit, es wurde ihm erfunden, er hat das und das gemacht. Und so kamen sie ins KZ Mauthausen. Obwohl es gar nicht stimmte, war es geworden wegen Schwarzhörern, also abgeführt. Obwohl sie gar kein Radio zu Hause hatten, aber es war eben der Kraut war, Schwarzhirn und somit war ich schon im KZ Mauthausen. Wie geht es dir heute nach so vielen Jahren mit den Erlebnissen der Kriegszeit? Man wird natürlich, ihr seht es selbst im Fernsehen, öfters und gerade jetzt wieder konfrontiert mit KZ-Motorsen. Und da kommen wieder Erinnerungen an mich heran, die nicht sehr schön waren. Also wir haben gesagt, nie wieder, nie wieder, dass solche Sachen immer draußen geschehen würden. Das war ja, man sah, ich erinnere mich nicht nur an den Anfang, wenn das KZ errichtet wurde. Da wurde im KZ Mauthausen mal eine Baracke erstellt. Hier wurde die Bewaltung von Häftlingen. Und diese Häftlinge marschierten dann nach Gusen und halfen dann in Gusen dieses KZ, also das Nebenlager, das größte Nebenlager von Mauthausen zu errichten. Zugleich wurde auch in Mauthausen ein Baracken erbaut, aufgestellt, wo die Höftlige dann unterkommen. Und zugleich wurde auch in Gusen das Barackenlager, ich weiß nicht wieviel das da Baracken stand, wurde das in Gusen errichtet. Ebenso in Emsen. Es gab ja viele Orte, wo Nebenstellen von KZ Mauthausen waren. Hauptsächlich auch ein Einsatz für verschiedene kriegswichtige Dinge, was diehof Mauthausen ins KZ. Am Bahnhof Mauthausen ist eine Gedenktafel, die an die Zeit von damals erinnern soll. die Zeit von damals erinnern soll. Habt ihr vielleicht schon diese Gedenktafel gesehen am Bahnhof? Sie wurde vor einigen Jahren eben angedacht und eröffnet mit verschiedenen Persönlichkeiten, die daran teilnahmen. Franz, was wusste die Bevölkerung, die nicht im Lager gearbeitet hat, vom Lager? Was wurde geredet? Also wir, die mit den Häftlern, die drinnen gearbeitet haben, bei der Firma Schädel-Scheinwecke, mussten ja ein Alter pflegen, dass wir von dem, was wir drin sehen, nichts erzählen draußen. Wir durften nichts erzählen, das wurde uns streng aufgetragen. Also ich bin einmal nach Wels gekommen, das war ein Sportfest in Wels, und natürlich, wie Sie gehört haben, von Mauthausen, da wollten Sie natürlich gleich wissen, wie das ist mit Mauthausen, wollten sie natürlich gleich wissen, wie das ist mit Mauthausen, ob das wirklich so ein KZ-Lager ist und die Häftlinge da drangsaliert wurden. Also wir getrauten uns aber nichts zu sagen, denn wir wussten ja nicht, ist das ein Spitzel oder so, oder kommt es sonst irgendwie da hinein zuhören und dann wäre natürlich auch ich im Lager gewesen. Also da war ein gewisser Druck auf die Bevölkerung, nicht, die was drinnen gearbeitet haben als Zivilisten, nichts zu sagen, damit sie nicht Gefahr liefen, selbst einmal ins KZ zu kommen. Aber waren die Menschen neugierig? Ja, neugierig schon, aber keiner traute sich irgendwie zu sprechen, was sie vielleicht sahen oder erlebt haben mit Häftlingen. Weil Häftlinge wurden ja herausgebrachtbracht auch zu arbeiten bei Bauern und so weiter und hatten vielleicht auch Kontakt mit Zivilisten und erzählten vielleicht denen, was sie drinnen erleben mussten. Und daher war äußerste Vorsicht da geboten, nichts weiter zu erzählen, denn man wusste ja nicht, ob dieser nicht dann hingeht und sagt, die haben mir dies und dies erzählt. Also da war schon ein gewisser Druck auf die Bevölkerung, zu schweigen und nicht zu viel zu erzählen. Gab es Kontakt zwischen der SS und der Bevölkerung? Kontakt zwischen der SS und der Bevölkerung? Ein gewisser Kontakt bestand ja. Ich weiß, manche wurden, heirateten ja sogar in den SS von der Wachmannschaft. Frauen hatten ja mit der SS guten Kontakt. Und wir haben heute noch Frauen, die damals mit einem SS-Mann verheiratet waren. Also das war natürlich für diejenigen, die da geheiratet wurden, das stieg zu einem Ansinnen von denen. Franz, wie waren die ersten Jahre nach dem Krieg? Die ersten Jahre nach dem Krieg waren natürlich für die Bevölkerung ein Zeichen, nie wieder so etwas erleben zu müssen als die fünf Jahre oder sechs Jahre Nazismus in Österreich. Das muss ich euch schon sagen, denn es waren viele, die nicht einverstanden mit dem Regime von Nationalsozialismus. Ich weiß nur, dass mein Vater, ein Sozialdemokrat durch und durch, dieser war auch im Betrieb beschäftigt, als Buchmeister, wurde aber dann freigegeben und kam weg von dort und wurde zur Wehrmacht einberufen, zu einer Flaggstellung in Dernberg. Also, wie gesagt, die Bevölkerung hatte schon Abscheu gegen solche Sachen, was die gemacht haben damals. Ich hab ja die Familie Spatznecker. Spatznecker war ein Name damals, der gesucht war nach dem Krieg. Der hat sich ja dann mit Familie, also vielmehr er alleine, und Familie ist auch wieder raus nach Bayern und der Spatznecker wurde gesucht und wurde aber dann gefunden und zwar der Lagerkommandant Tierreis, der was der Chef war von KZ Mauthausen und Gusen, Tierreis, glaube ich im Range eines Sturmbandführers. Dieser hatte veranlasst, bevor der Krieg zu Ende ging, einer Alm im Dernberg, da war er ja nicht in dieser Richtung, auf eine Alm, haben sie ein Depot, Lager und so weiter gebracht. Und dann natürlich hat der Fahrer, der die Lebensmittel und das Sachen da raufgebracht hat auf die Alm, der wurde dann aber gesucht. Aber gesucht. Und das war, ich habe ihn gut gekannt, der Herr Körner, der hatte dem Tierreis Lebensmittel rauf auf die Alm gebracht und schweigend darüber nachher, aber sickete doch durch, wo er ist und dann wurde er von der SS, also von den Amerikanern, verhaftet, der Tieres. Und seiner Strafe wurde er dann, ich weiß nicht was, aber auf alle Fälle, glaube ich, im Nürnberger Prozess oder wo der gelandet ist, der Tierreis. Ich selbst kannte ihn schon persönlich so, weil er auch, er war ein Jäger und er ging abends immer auf Fasane und so weiter schießen. Und das habe ich ihn öfters gesehen, wie er auf dem Weg war bei der Hohenich-Spielberg, um dort Jagd zu treiben. Er war ein staatlicher Mann, ein kräftiger Mann. Und ich habe ihn einmal erlebt, als ein Häftling bei ihm vorbeiging und dieser nicht die Mütze sofort herunterriss, weil die müssen immer die Mütze gleich herunterreißen, wenn so ein SS kommt. Und dieser hat die Mütze nicht gleich heruntergerissen, hat sie gleich ein Stück in der Hand, wo er es gefunden hat, genommen und hat dann gebrüllt, weil er eben nicht gegrüßt hat, wie es sich gehörte. Also keine feinen Leute. feinen Leute. Spatznecker hatte drei Söhne und eine Tochter, die Familie, weil sie wohnten vis-à-vis von uns. Weil wie ich schon gesagt habe, von den Zitlungshäusern, die unten stehen, im Wiener Graben, war ein Haus für Zivilisten. Und das waren meine Familie, also unsere Familie und die Familie von Trabik. so gefürchtet, der hat sich wahrscheinlich im Betrieb dann dementsprechend aufgeführt, dass er Schrecken verbreitete unter den Häftlingen, die im KZ im Steinbruch gearbeitet haben. Also Spatznäcke, Schrecken von Steinbruch, Mauthausen hat es geheißen. Schränken von Steinbruch-Warthausen hat es geheißen. Der hatte drei Söhne und eine Tochter, die Familie. Ein Sohn war Fallschirmspringer und ist auf Greta gefallen, die Deutsche Wehrmacht Greta besetzte. Und der zweite Sohn, der war um ein Jahr jünger als ich und wir trafen uns immer wieder und war ein Kumpel wie jeder andere. Der hat ja nichts verbrochen. Jetzt bin ich mit dem Toni, hat er geheißen, gut Freund gewesen. Und was wollte ich noch sagen? Für Menschen, die den Herrn Spatznecker so nicht weiters kannten, glauben sie, ein bittere Bayer und war so gesehen ein gemütlicher Mensch. Aber wenn er drinnen war im KZ mit der Höftlichen, hat er was aufgeführt, was natürlich nicht mehr gemütlich war. Und daher war er verschrien und hat eben den Namen gehabt, der Schrecken von Steinbruch-Murthausen. Bist du eigentlich mit Frau Hackl, ehemalig Langthaler, die mit ihrer Familie zu Hause Häftlinge versteckte, verwandt? Ja, da werde ich öfters gefragt, ob ich keine Verwandtschaft mit der Frau Hackl in Schwertböckle habe. Franz, was ist dir wichtig? Was möchtest du den Zuseherinnen mitgeben? Ja, ich kann nur wieder hinweisen, gerade ihr Jungen, aufpassen, aufpassen. Es zeigt sich schon wieder Tendenzen, die nicht gerade angenehm sind. Gerade ihr jungen Leute, seid vorsichtig mit Rechten. Denn diese haben auch zum Teil und verneinen sogar, dass Mauthausen kein KZ war, sondern wie seinerzeit gesagt wurde, vielleicht wisst ihr, wenn ich meine, Mauthausen sei ja nur ein Straflager gewesen. Also da hat er Leute daneben gegriffen. Ja, ich wünsche mir nur, dass die Jugend hellhörig ist und sich gegen gewisse Tendenzen, die wieder da sind, dagegen stellt, damit wir sowas nicht mehr miterleben müssen. Also die Bitte an die Jugend, haltet euch von solchen Tendenzen fern, beziehungsweise weist sie ab. Das wäre auch meine Bitte. Diese Tendenzen bald genug zu bekämpfen. Nicht mit den Schreiern mitmachen, sondern euch selbst ein Bild zu machen, dass es auch anders geht. Du hast die heutigen rechten Tendenzen angesprochen. Wie war das eigentlich vor 1938? Kannst du dich noch erinnern, wie das damals alles angefangen hat? Ja, folgendes. Meine Familie bzw. mein Vater war Sozialdemokrat und ich weiß noch im Jahre 1934, frühmorgens, hörten wir, wir wohnten im ersten Stock, Stiefel tritte herauf zu uns und die Tür öffnete sich und ein Mann kam herein und zwar ein Heimwehrer war das, kam herein, setzte meinem Vater die Pistole an und sagte im Namen der Republik Österreich, sie sind verhaftet. Er wurde abgeführt und ihr könnt euch vorstellen, meine Mutter und wir waren damals drei Kinder, weinten natürlich. Meine Mutter schrie immer, wenn ihr meinen Mann erschießt, dann erschießt mich auch. Tatsächlich, das werde ich nie vergessen. Das waren damals die Heimwehr, die sowas gemacht haben. Die Heimwehr duldete keine andere Meinung. Und Sozialdemokraten waren natürlich ganz und gar nicht ihr Sinn. Ja, Österreich wurde ja 1938 zur Ostmark erklärt. Hitler marschierte rein und wir waren einverleibt in das großdeutsche reich und hießen damals eben nicht österreich sondern ostmark und in dieser zeit war natürlich für viele die was in einer partei verankert waren wie die Sozialdemokraten, keine schöne Zeit mehr. Denn sie wurden von ihrer Gesinnung abgedrängt und es gab nur mehr Nationalsozialisten. Nationalsozialisten. Ich erinnere mich an einen Kollegen von mir, der war es knapp 18 Jahre. Wie er 18 Jahre war, trug er ganz stolz das Abzeichen, dass er sofort mit 18 Uhr an seine Brust heftete. Er war mit dem Regime besser dran als viele andere. Er hat schon gewartet, dass er dieses Abzeichen tragen kann. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass du eine Lehre in einem Konzentrationslager gemacht hast? Ja, hier in Mauthausen gab es keine andere Möglichkeit wie ein Steinbruch. Viele andere Arbeitsmöglichkeiten sind eben nicht vorhanden. Und Mauthausen ist natürlich verbunden mit den Steinbrüchen. Und das war auch damals für die Nazi der richtige Ort, um hier ihre Häftlinge zu drangsalieren und Schwerarbeit machen zu lassen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wenn die Häftlinge einrückten ins Lager hinauf, über die Todesstege, was ihr alle schon wahrscheinlich begangen seid, über diese Todesstege wurde ihnen ein Stein aufgeladen auf die Schulter und dann mussten sie hinauftragen ins Lager. Und wenn hier eine ganze Gruppe, also hunderte von Menschen, raufgingen und einer sackte zusammen mit dem Stelten, so war es nicht nur er, sondern viele andere wurden mitgerissen und so schwere Verletzungen, die sie durch diesen Sturz erlitten haben. Also es war immer ein... Ich kann mich noch erinnern, die Gruppe zum Schluss, das waren die Juden. Die haben das Kennzeichen Jude sondern einen Judenstern. Und diese waren zum Schluss immer. Und wenn einer gefallen ist, der hat gleich wieder mehrere mitgerissen und dadurch wurden sie verletzt. auch ein Zeichen, dass damals schon auf die Juden kein guter Platz war, denn sie waren durch die Nazis dem Tode praktisch preisgegeben. Also ich glaube, nicht viele Juden haben das KZ Badhausen lebend verlassen. Nicht viele Juden haben das KZ Bad Hausen lebend verlassen. Ich kann nur sagen, bei uns wohnte die Großmutter vom Vater. Und das war die Straße, wo es hinaufführte ins KZ. Und wenn wieder ein Transport kam und die Häftlinge vorbeigingen, zum Schluss eingehakt, das waren meistens Juden, die schon bluteten aus verschiedenen Dingen, wie sie geschlagen wurden, wie sie vom Bahnhof Mauthausen hinauf ins KZ marschierten. 1000 hinauf ins KZ marschierten. Und die schlug immer die Hände zusammen und sah eben diese Brutalität von SS-Leuten. Und war immer ganz weg, dass es so etwas Menschliches gab. Du hast von deinem Vater gesprochen, der Sozialdemokrat war. Wie ist es ihm während der Zeit des Nationalsozialismus ergangen? Mein Vater wurde, da er bekannt war als nicht ein Freund der Nazis zu sein, wurde er freigegeben und er musste zu Wehrmacht einrücken. und er musste zur Wehrmacht einrücken. Er war dann bei der Flak in Thermberg. Ihr könnt euch nicht mehr erinnern, aber ich weiß es. Am Vormittag hieß es, Voralarm, Einflug über Kärnten-Steiermark. Und die Amerikaner mit ihrer Bombenlast über Kärnten-Steiermark einflogen, ich habe das in guter Erinnerung, sie flogen herein über Freistaat bis Freistaat, machen dort Kehrt und kommen vom Norden her nach Linz, um die Hermann-Göring-Wecke, die Bombenlast, runterzulassen. Also damals war ja immer Fliegalarm und wir mussten in den Luftschutzbunker, denn es war ja auch, dass sie schon früher die Bomben lassen fallen, zum Beispiel in Gusen. In Gusen, in der Aue, waren 56 Trichter von Bomben. Die Trichter waren circa 8 Meter im Durchmesser, weil da haben wir dann nachgeschaut, wir Buben. Und die ließen zu früh wahrscheinlich die Bombenlast fallen. Statt Hermann Göringwerk sind sie eben im Gusen in die Au heruntergefallen. Und das war noch immer, das war ein Trichter von 8 Meter Durchmesser, haben wir gesehen, sind auch die Bombenlöcher gerissen in den Erdboden. die Lücher gerissen in den Erdboden. Also es war immer sehr, sehr gefährlich, dass du nicht selbst irgendwie daran zugrundig ist bei diesen Bombardierungen. Franz, was waren die HermGöring-Werk. Wie geht es dir mit den Zeitzeugengesprächen? Also diese Gespräche führe ich gerne, denn ihr habt diese Zeit nicht miterlebt. Und von wem können Sie erfahren? Nur von älteren Menschen, die diese Zeit miterlebt haben am eigenen Leib. Also daher nochmals die Bitte gegen Tendenzen, gegen rechte Tendenzen. Wehrt euch, macht da nicht mit. Denn wir haben sie erlebt und sie waren nicht angenehm. Also bitte, die Jugend soll es in dieser Beziehung besser haben und wehrt euch, wenn solche Tendenzen bzw. Sachen an euch herangetragen werden sollten. Lieber Franz, hast du noch abschließende Worte für uns? Diese Zeit jetzt, was ja sieht man über Flüchtlinge, wie diese behandelt werden, es hat den Anschein, als hätten wir von den vergangenen Zeiten nichts gelernt. Denn jetzt schaut es so aus, als wenn Stürde nicht geachtet wird. Thank you.