Herzlich Willkommen an diesem frühlingshaft sonnigen Montagabend bei einer ganz besonderen Ausgabe der Sendereihe der Stachel im Fleisch aus dem Studio von DorfTV in der Kunstuniversität Linz. Ja, eine besondere Sendung deshalb, denn mit der heutigen Ausgabe endet die Talkreihe der Stachel im Fleisch im Programm von DorfTV. Nach mehr als zehn erfolgreichen Jahren sollen heute Abend hier jetzt nicht Wehmut oder auch nicht Nostalgie Platz greifen, sondern auf persönlichen Erfahrungen basierende Analysen und Einordnungen des nicht kommerziellen Rundfunks vor dem Hintergrund aktueller Medienentwicklungen. Freie Radios und Community-Sender, und das habe auch ich in meiner Senderei immer wieder betont und unterstrichen, schaffen Räume für Stimmen, die in kommerziellen und etablierten Medien meist unbeachtet, ungehört, unsichtbar bleiben. Sie fördern kulturelle Vielfalt und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Doch sie stehen mehr denn je unter Druck, denn angesichts der fortschreitenden Digitalisierung, der sich verändernden Nutzungsgewohnheiten, sowie des zunehmenden Wettbewerbs um Aufmerksamkeit in einer fragmentierten Öffentlichkeit ringen, auch Community-Medien nicht nur um die ökonomische Existenz, sondern auch um ihre gesellschaftliche Bedeutung und Sichtbarkeit. Es geht also um viel und genau das möchte ich heute zum Thema machen in meiner allerletzten Sendung im Programm von DorfTV. Und ich freue mich, dass ich zwei tolle Gäste für mich heute ins Studio gewinnen konnte. Das ist gleich mal neben mir Barbara Eppensteiner. Wir kennen uns schon lange. Sie wurde im Jahr 2005 Gründungsprogramm-Intendantin des Wiener Community-Senders OKTO und war in dieser Funktion bis 2021 tätig. Und neben ihr sitzt Magdalena Stammler, Radiomacherin, Mitarbeiterin des Freien Radios Salzkammergut und ja, ich freue mich, dass ihr deshalb hier seid, weil ich euch seit vielen Jahren kenne, euch beobachte und ich glaube, ihr habt sehr, sehr viel zu sagen auch über die vielen Facetten des nicht kommerziellen Rundfunks, der Community-Medien, wie wir sie auch bezeichnen und Barbara, ich möchte gleich mal mit dir beginnen. Als du angetreten bist bei OKTO, das war ja was. Das war der erste große Community-TV-Sender im nicht kommerziellen Sektor in Österreich. Da hattest du sicherlich Vorstellungen, Erwartungen, was du jetzt alles hier verwirklichen kannst. Sicherlich auch, wo Herausforderungen liegen, wo du eventuell auf Grenzen stoßen könntest. Das liegt jetzt etwas mehr als 20 Jahre zurück. Wenn du für dich so eine Bilanz ziehst oder eine Bilanz mit uns gleich zu Beginn dieser heutigen Sendung teilst, was wären da für dich die wichtigsten Erkenntnispunkte? Puh, eine lange Frage. Also ja, angetreten sind wir. Das war sehr spannend und sehr herausfordernd, weil wir ja wirklich von 0 auf 100 in nicht einmal einem Jahr sind, also neun Monate lang sozusagen vom Beginn der Arbeit bis zum Sendestart. Was mit dem kleinen Vorteil, den wir hatten, dass es ja davor eine Machbarkeitsstudie gab, dass also wirklich viele Leute, von denen man gedacht hat, dass es interessant sein könnte, wenn es so ein Projekt gibt, sozusagen einen offenen Zugang zum Fernsehen, die waren bereits informiert darüber, dass es sowas geben wird. Und insofern, ich kann mich gut erinnern, wir haben dann, ich weiß nicht, glaube ich, im Februar zu arbeiten angefangen, im Juni haben wir dann so ein Open House gemacht, im Studio, in dem noch gar nichts war. Also einfach mal im leeren Studio. Und da sind, glaube ich, ich weiß nicht, 500 Leute gekommen. Also das war das Interesse da. Es gab ganz offensichtlich ein Bedürfnis. Und woran ich mich auch gut erinnere, ist, dass wir in diesem ganzen ersten Jahr sehr viel daran gearbeitet haben, zu überlegen, wie kann ein partizipativer Zugang gut gestaltet werden. Und zwar gut gestaltet werden in dem Sinn, dass man ein Programm zusammenbringt, das auch relevant ist, das Sie leider anschauen wollen. schauen wollen. Und was für Strukturen braucht es, damit ein offener Zugang einer sein kann, der nicht nur die Beteiliger erreicht. Das ist ein Begriff, den ein Freund von mir mal geprägt hat, der Architekt ist und der so Beteiligungsprojekte im Architekturfeld begleitet hat. Und ich fand ihn total passend. Alle, die in solchen Kontexten arbeiten oder mal gearbeitet haben, wissen, es gibt Menschen, die haben mehr Zeit als andere und die machen sich dann oft einmal in solchen Projekten relativ breit. Und alle Menschen, die Kinder haben, wissen, was für eine herausfordernde Zeit das ist, solange man zum Beispiel eben Betreuungspflichten hat und arbeitet, wie viel Zeit dann noch bleibt, irgendwas anderes zu machen. Und das war von Anfang an sozusagen uns wichtig, dass wir möglichst schauen, uns wichtig, dass wir möglichst schauen, dass wir die Dinge so anbieten, auch von den Zeiten her, zu denen Schulungen stattfinden und von der Art und Weise, wie man produziert und so, dass das eben nicht nur was ist, ich sage jetzt mal, für Studierende und PensionistInnen, also Menschen, sondern auch für die, die quasi jetzt so mitten im Leben stehen. oder ein Bedürfnis auch einerseits sozusagen, was zu machen, was jetzt auch journalistische Relevanz hat. Also das sozusagen auch nicht außer Acht zu lassen. Und was uns auch von Anfang an sehr wichtig war, ist, dass es wirklich was ist, wo sehr viel Experiment möglich ist, dass das ein möglichst freier Raum ist, wo man auch jetzt mit verschiedenen Darstellungsformen und Alten experimentieren kann und sozusagen jetzt nicht versucht so oder nicht einfach Fernsehen nachmacht, so wie alle anderen das machen. Und irgendwann einmal hat wer gesagt, wenn ich so durchzeppe, dann gibt es für mich immer wieder den Oktomoment. Und das habe ich total schön gefunden, und an das haben wir uns dann auch sozusagen immer angehalten zu sagen, wir wollen so Oktomomente kreieren, nämlich, dass es so unverwechselbar ist, sei es jetzt von dem, wie es gestaltet ist, wer zu Wort kommt, welche Sprache zu hören ist, welche Inhalte angesprochen werden, you name it. was das alles bedeutet hat, war, dass es wirklich relativ viele Ressourcen und am Anfang gab es, es ist immer zu wenig, aber am Anfang waren Ressourcen da und tatsächlich wirklich viel Community-Building auch zu machen und tatsächlich einfach viel mit den Leuten auch an ihren Sendungen zu arbeiten. Und wir haben begonnen im November 2005 mit 45 verschiedenen Formaten und drei Monate später waren es schon fast 100. Also das war einfach eine Zeit, wo ein Bedarf da ist. Und ich schaue immer wieder mal und denke mir, ja, YouTube war damals ein Baby. Das würde man nicht glauben. Das hat nämlich auch 2005 angefangen. Beziehungsweise Wien ist natürlich als Bundeshauptstadt mittlerweile in einer Größe, die zählt zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Da tut man sich natürlich auch leichter, Sendungsmacherin zu finden als anderswo. Na klar. Nein, nein, klar, das ist ja eh klar. Das wird sicher auch etwas sein, worüber wir heute auch noch reden, die unterschiedlichen Funktionen auch von so einem offenen Zugang in unterschiedlichen Kontexten, natürlich. Magdalena, ich darf bei dir damit einsteigen, dass ich nochmal darauf verweise, du bist Preisträgerin in diesem Jahr, du hast den Radiopreis der Erwachsenenbildung erhalten, das ist im Segment der Medienpreise doch ein sehr angesehener Preis, er ist wichtig und es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass man es dort mit vieler Konkurrenz zu tun hat. Also im Radiobereich genauso wie auch im Fernsehbereich. Ich durfte selber mal einen Fernsehpreis der Erwachsenenbildung gewinnen. Ich weiß, wovon ich rede. Da hat man es dann vielfach zu tun in der Konkurrenz mit Produktionen von Ö1 und so weiter, die ganz andere Produktionsbedingungen vorfinden. die ganz andere Produktionsbedingungen vorfinden. Dennoch, die Jury, die tatsächlich mit sehr, sehr viel Fachexpertise besetzt ist, hat dich ausgewählt. Jetzt stellt sich mir die Frage, mit welchem Thema hast du gewonnen? Warum hast du dieses Thema gewählt? Und warum glaubst du, hat die Jury sich für dich entschieden? Beziehungsweise, weil ja auch die Barbara gesagt hat, wir machen hoffentlich kein Programm nur für die Beteiligten, dann gibt es eine Vorstellung vom Publikum da draußen. Inwieweit hast du bei deiner Produktion, die jetzt mit einem Preis bedacht wurde, auch tatsächlich an ein Publikum gedacht? Also der ausgezeichnete Beitrag, und ich würde es gerne so formulieren, dass die Jury nicht mich ausgewählt hat, sondern den Beitrag ausgewählt hat, ist ein Beitrag über das Netzwerk Vöcklerbruck, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen und dagegen gemeinsam zuarbeiten. Und die haben auch diese Awareness-Kampagne, wir kennen sie, glaube ich, eh alle 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, Ende November bis Anfang Dezember, da haben sie eine Awareness-Kampagne gestartet und haben eine Demo durch Vöcklerbruck gemacht. Vöcklerbruck ist keine wahnsinnig riesige Stadt und ich habe mir gedacht, ich würde gerne diese Demo begleiten, einfangen, mir anschauen, was da passiert, welche Leute vor Ort sind und habe das gemacht und habe die begleitet und habe dort mit etlichen Leuten gesprochen, die da waren. Das heißt sowohl mit den Mitgliedern des Netzwerks als auch mit BesucherInnen. Es waren viele SchülerInnen dort, die begleitet waren, die das zum Beispiel auch im Unterricht aufgearbeitet haben, einem vorführt. Und genau, so habe ich diesen Beitrag gestaltet, als mitgehen bei einer Demo ganz einfach und mit verschiedenen Leuten ins Gespräch kommen und ein bisschen versuchen abzubilden, und ein bisschen versuchen abzubilden, wie viele Leute da eigentlich dabei sind und wie viele das eigentlich was angeht. Genau, warum ich den Beitrag ausgewählt habe oder warum ich das machen wollte, hast du gefragt. Ich versuche Beiträge schon ein bisschen danach auszuwählen, was in der unmittelbaren Lebensrealität Relevanz hat. Und das ist in Vöcklerbruck. Ich arbeanz hat. Und das ist in Vöcklerbruck. Ich arbeite einen Großteil meiner Zeit in Vöcklerbruck, betreue unser Außenstudio vom Freien Radio Salzgammergut in Vöcklerbruck. Wir haben ja unser Hauptstudio in Bad Ischl und ein kleines Außenstudio in Vöcklerbruck. Und genau, so war irgendwie die Idee von, wir wollen dieses Thema sowieso präsent machen. Das ist, glaube ich, da brauchen wir gar nicht lange darüber diskutieren, dass das mehr Öffentlichkeit braucht und mehr Bewusstseinsbildung braucht. Dann wollte ich auch den Menschen vielleicht ein bisschen eine Stimme geben, die dort sind und da mitgehen. Also wenn da irgendwelche Schülerinnen und Schüler mitgehen und da vielleicht irgendwie zweimal im Unterricht was gemacht haben und dann gehen sie da mit und schauen sich das an, was da passiert. Und dann werden sie vielleicht fürs Radio interviewt. Was sagen die dann so und was machen die, was denken die eigentlich so über dieses Thema? Das war der Anreiz für mich, auch dieses Netzwerk zu porträtieren, auch zu sagen, zivilgesellschaftliches Engagement über vermeintliche Grenzen hinweg kann vieles in Bewegung bringen. Und ich habe mich total gefreut, dass der Beitrag ausgewählt worden ist von der Jury, weil es mir selber auch ein Anliegen war. Würdest du sagen, dass du für diesen Beitrag für dich eine journalistische Herangehensweise gewählt hast? Und was würdest du unter journalistische Herangehensweise jetzt? Dass du dir vorher überlegst, als Script, ob du sozusagen im Sinne von auch Vielfalt einzufangen, mehrere Stimmen auch von verschiedensten, vielleicht auch politischen Hintergründen einzuholen und sozusagen wirklich auch auf Erkenntnisgewinn dein Publikum abzuzielen. Ja, aber mit einem anderen Standpunkt oder vielleicht einer anderen Herangehensweise, als man jetzt klassische politredaktionelle Arbeit machen würde. Also bestimmt eher mit der Bres angesprochen, nämlich, dass gerade auch in den Anfangszeiten von OCTO der Vorstand schon auch die Erwartung ausgesprochen hat, gewissen journalistischen Ansprüchen gerecht zu werden. Jetzt darf ich ganz kurz reinholen, der Standard, also die Doris Prisching aus der Medienredaktion der Standard hat mit mir ein Interview geführt zu meinem Ausscheiden bei DorfTV, das ja auch viele Fragestellungen mit sich gebracht hat und sie selber hat geschrieben, dass sich vermutlich gerade auch in Community-Medien, nicht gerade im kommerziellen Rundfunk, so ein Spannungsfeld auftut, wie sie es beschrieben hat, zwischen professionellen Journalismusansprüchen und den Realitäten einer Spielwiesenmentalität, wie sie es bezeichnet hat. Würdest du das teilen? Ist das ein Spannungsfeld, das du so identifizieren würdest? Oder kann man damit umgehen? Oder wie kann man das lösen? Für mich ist das kein Entweder-Oder, weil es aufs Format ankommt und darauf, was man sozusagen machen will. Und ich glaube, der Journalismus, der in den Community-Medien stattfinden kann, unterscheidet sich auch von dem Journalismus, der sich sozusagen so professioneller Journalismus nennt in großen Medienhäusern oder im ORF. Und zwar insofern, als er einfach, und du hast das sehr schön beschrieben, einfach näher dran ist am Alltag. Weil es fort, auch wenn man sagen muss, also außer Ö1 gibt es eh sonst irgendwie wenig jetzt quasi an bezahltem Journalismus, der tatsächlich versucht, auch noch in Lebensrealitäten einzutauchen. Aber die fahren halt dann auch nicht nach Vöcklerbruck und tun dort die Demo-Cover. Oder höchstens, wenn mal zufällig jemand von dort ist oder so. weil jemand von dort ist oder so. Und ich glaube einfach diese Fernsehpreise und Radiopreise der Erwachsenenbildung, die ja relativ regelmäßig immer wieder auch an die Community-Medien gehen, die zeigen genau das, dass da Themen aufgegriffen werden, die einfach näher dran sind. Und dann an eben bestimmten Lebensrealitäten, wo professionelle Journalisten, die auch unter einem zunehmenden Druck stehen, brauchen wir ja nicht reden, die sozusagen die Ökonomisierung aller Lebensbereiche, die Frage, wo das Geld überhaupt hingeht, die ich immer gerne stellen würde, aber das ist ein anderes Thema. Die haben ja meistens überhaupt nicht die Möglichkeiten, weil sie so viele Dinge auch abdecken müssen und in ihren Redaktionen sitzen. Und das ist für mich, ich schaue immer noch wahnsinnig gern zurück auf diese Oktozeit, weil das für mich eine Möglichkeit war, eben auch in die Lebensrealitäten wirklich unterschiedlichster Leute einzutauchen. Lebensrealitäten wirklich unterschiedlichster Leute einzutauchen. Und die Spielwiese ist extrem wichtig, weil die Spielwiese ist ein Teil von dem, dass man Dinge macht, die keinen unmittelbaren Nutzen haben. Und das halte ich in der heutigen Zeit und auch demokratiepolitisch und politisch und kulturpolitisch und überhaupt für sowas extrem Wichtiges. Und das heißt, es muss da einfach beides möglich sein. als Widerspruch definiert, dann ist man schon wieder in der Falle von diesem, das Wort ist auch schon ein bisschen aus der Mode gekommen, neoliberal, habe ich nämlich jetzt immer mal gedacht, aber von diesem sozusagen spätkapitalistischen Irrsinn, von diesem spätkapitalistischen Irrsinn, der dauernd versucht, irgendwelche Widersprüche zu kreieren, um die Nützlichkeit und das dann immer überall irgendwie, und das überall festzumachen oder einzufordern. Einzufordern ist das richtige Wort, ja. Ich glaube auch, dass das ein bisschen so eine künstliche Polarisierung ist, was du angesprochen hast. Es kann beides gleichzeitig existieren und ich finde auch ganz wichtig, was du sagst, Barbara, dass man sich ein bisschen Gedanken darüber macht, in welchem Format und welche Ziele sozusagen diese Sendung hat, welches Format hat diese Sendung. Wenn man sich jetzt irgendein Politikformat zum Beispiel überlegt, dann wird man sich schon ein bisschen darauf einstellen können, dass es dort konfrontativere Gespräche gibt, als wenn ich ein Porträt zeichne jetzt von jemandem in Form von einer Sendung. einen Rahmen schaffst, wo du ein Thema hineinträgst, Auseinandersetzung ermöglichst, Diskurs ermöglichst, Rede, Gegenrede ermöglichst und dann das auch entsprechend einzuordnen, ist es redaktionell. Und du hast ja für mich was ganz Wichtiges gesagt, nämlich an den Menschen dran sein und da möchte ich schon mal jetzt auch ein Problem ansprechen, bevor wir zu nostalgisch sind. Wir haben natürlich heute im Jahr 2026 ganz andere Medienwirklichkeiten als noch in der Anfangszeit von Okto im Jahr 2005. Du hast zu Recht gesagt, damals war YouTube ja noch ein Baby. Mittlerweile ist YouTube eine Maschine unter einigen anderen, von denen etwa Corinna Milborn, die bei uns am Freitag hier in Linz zu Gast war, gesprochen hat in ihrem Vortrag von einer Faschismusmaschine. Und Tatsache ist ja die, dass quasi gerade Social-Media-Anwendungen ja allen Menschen ermöglichen, ganz nahe dran zu sein und mit dem Smartphone auf irgendwas draufzuhalten und so weiter. Bilder davon zu produzieren, auch ohne Kontext veröffentlicht werden können. Und das, was dich ja letztendlich unterscheidet, ist ja nichts anderes als sozusagen das redaktionelle Auge darauf, das einzuordnen, das in eine Sinnhaftigkeit zusammenzustellen, damit eine Botschaft dabei rauskommt, die dir ja wichtig ist. Ja, das ist glaube ich nicht das Einzige. Es geht mir auch um eine gewisse Dramaturgie. Ich meine, das kann man natürlich in einem TikTok- eine gewisse Dramaturgie. Das kann man natürlich in einem TikTok-Video auch eine Dramaturgie haben. Aber es geht letztendlich auch darum, dass ich im nicht kommerziellen Rundfunk mir einfach von dieser Verwertungslogik entsage. Und das hat die Barbara vorher auch schon angesprochen, dass man eben nicht einteilen muss, was ist jetzt, wie viel wert. Und Stichwort Redaktion und das berühmte Wort von der redaktionellen Gesellschaft. Ich habe so im Nachdenken und Überlegen, habe ich für mich dann dieses Wortungetüm des medienbildungspolitischen Projekts kreiert, weil das sind und sollten nicht kommerzielle Medien für mich sein. Medienbildungspolitische Projekte. Vor allem in der heutigen Zeit, wo dann so viel darüber geredet wird. Und eben, also was kann ich so einer Faschismusmaschine wie YouTube oder all diesen Plattformen, you name it, wie kann man dem tatsächlich etwas entgegensetzen? Und da sehe ich eine große und wichtige Aufgabe, die natürlich auch bedeutet, dass es entsprechend für Ressourcen braucht, weil man eben tatsächlich mit jedem Einzelnen und jeder Einzelne, die da kommt, auch redaktionell arbeitet. Das war bei uns auch am Anfang bei Ressourcen leider immer weniger geworden. Und also für mich ist so die Frage auch einfach nach den Prioritäten, die man dann setzt. Und da bin ich mir nicht ganz sicher, ob die dann in den letzten Jahren überall so ganz richtig gesetzt wurden. Nämlich genau in dieser Hinsicht, dass es da eigentlich so eine Aufgabe gibt, Leute zu befähigen, zu durchschauen, wie Medien funktionieren. Und nicht nur, indem sie wissen, wie man es macht, weil, wie du richtig gesagt hast, machen kann es heutzutage jeder. Und es war zu lang so diese Idee, man lernt, wie es funktioniert, indem man es macht. Nein, tut man nicht, weil man kann einfach nachmachen, was man woanders sieht. Ja, wir sagen da gerne dazu, Radio spielen, also nicht Radio spielen, sondern halt wirklich auch tatsächlich Radio machen. Ja, aber damit verbindet sich ein großer Anspruch natürlich. Und ich möchte es jetzt noch ein bisschen ausweiten, weil auch das natürlich ganz wichtig ist. Ich habe selber noch vor drei Jahren mal einen Vortrag gehalten, habe ich dann auch publiziert, wo ich eigentlich eine sehr große Lippe riskiert habe. Ich habe behauptet oder die These vertreten, dass der nicht kommerzielle Rundfunk vermutlich wie sonst niemand in der Medienlandschaft deshalb von großer Bedeutung sei, weil er die zwei wichtigsten Versprechungen der Demokratie einlöst. Die zwei großen Versprechungen sind quasi Gleichheit und Teilhabe. Und spannend wird es natürlich dann, wenn man das auch umdreht, nämlich mit der nächsten Frage. Unzweifelhaft wissen wir um die Bedeutung von journalistischen Medien für die Demokratie, aber die Frage, die viel zu wenig gestellt wird, kann sich die Demokratie eigentlich auf Medien verlassen und kann sich die Demokratie eigentlich auf den nicht kommerziellen Rundfunk, auf Community-Medien verlassen, nämlich auch in dem Sinne, ob wir uns da nicht teilweise selber gewissen Druckbildern hingeben, dass wir sagen, ja, das Partizipative, das ist so unsere tragende Säule und wir lösen das ein. Und wenn man dann genauer hinschaut, also wir können gerne auch natürlich, ohne es jetzt ausufern zu lassen, mal schauen am Beispielfall von DorfTV, Partizipation, Abbildung auch von anderen Minoritäten, die tatsächlich kein Gehör finden, die sind in Wahrheit bei DorfTV seit Jahren unterrepräsentiert. Ich weiß aber zugleich, wie schwierig das ist, auch im Sinne eines Ermächtigungsprozesses sie hier einzubeziehen, weil letztlich der ganze Produktionsprozess auch bei DorfTV sehr hierarchisch organisiert ist. Da muss man schon reingehen in eine Mühle und da kann man nicht einfach tun und lassen, was man will, sondern das ist letztendlich auch vorgegeben. Und damit ist es natürlich schwierig, inwieweit wir tatsächlich in der Lage sind, einzulösen, dass die Demokratie sich auf uns verlassen kann. Also ich kann das nur aus dem Betrieb sagen, den ich kenne, das ist das Freie Radio Salzkammergut. Und da beobachte ich schon, dass wir sehr viel aushandeln. Also gerade auch diese Fragen von, wir sind ein freies, nicht kommerzielles Radio. Es gibt einen offenen Zugang. Es gibt, wie du vorher gesagt hast, Barbara, Experimentierfläche. Man kann hier auch was ausprobieren und was Neues wagen, was man vielleicht noch nicht so oft gesehen hat. Den Raum gibt es immer. Und gleichzeitig ist es auch immer ein Balanceakt von, man möchte eine gewisse, ja, ich sage mal auch eine gewisse Qualität in einem Sender haben. Man möchte nicht, dass Dinge passieren, die man wirklich überhaupt nicht will im Radio, wie Diskriminierung oder Verschwörungstheorien verbreiten oder was auch immer. Also man muss ja auch, ich würde sagen, wir als Angestellte von diesen, bei euch ist es ein GmbH, wie du gesagt hast, das Freie Radio ist ein Verein, wir sind ja auch in der Verantwortung, da so ein bisschen dafür zu sorgen, dass das passt. Ich würde das nicht als Mühle bezeichnen, das Radio ist vielleicht ein bisschen niederschwelliger erreichbar als das Fernsehen, weil die Technik nicht so groß ist, dass du einfach diese Bildkomponente, die nicht dabei ist. Du hast, wenn du eine halbwegs unkomplizierte Studioausstattung hast in einem Studio, dann brauchst du ein paar Mikrofone und die entsprechenden Regler dazu und irgendwas, wo man was anstecken kann, was Musik spielt. Und dann kann man eine Sendung fahren. Das ist eigentlich wirklich aus meiner Sicht sehr unkompliziert. Und ich erlebe auch immer wieder mal mit unterschiedlichsten Menschen, die das dann immer sehr fasziniert, wie schnell und unkompliziert man tatsächlich eine Radiosendung machen kann. Also nicht nur handeln wir uns alltäglich aus, was sozusagen, wie dehnbar sind unsere Begriffe von, wir sind ein freies, partizipatives Medium, sondern wir versuchen auch aktiv halt Leute hereinzuholen und ich gebe da ganz recht, das ist eine Ressourcenfrage auch. Man kann nicht erwarten, dass man marginalisierte Gruppen zum Medienmachen genauso bringt, wie jetzt jemand, der da einen total einfachen Zugang dazu hat. Auch die Barbara hat ganz am Anfang gesagt bei Okto, dass man darauf geschaut hat, dass auch Menschen mitmachen können, die nicht sowieso eh Zeit haben oder die sich nicht sowieso eh leicht tun damit. Und das zu bewerkstelligen, auch Leute in meinem Fall als Radio zu holen, in eurem Fall als Fernsehen zu holen, die nicht den total leichten Zugang dazu haben, das ist mehr Aufwand und da muss man mehr Ressourcen reinstecken. Das sehe ich absolut so und ich finde, das sollten wir auch als unseren Auftrag sehen, als freie, nicht kommerzielle Medien. zum Beispiel erst relativ spät wirklich die Möglichkeit gegeben haben, für Leute sich ins Studio zu setzen und was zu machen, weil sozusagen so der Ermächtigungsauftrag so groß war. Und auch die Ressourcen eben woanders waren. Die Ressourcen waren sehr stark dort, dass man Leute auch miteinander ins Gespräch bringt. Wir haben sehr viel Vernetzungsarbeit gemacht und das fand ich wahnsinnig lustig und spannend. Wir haben zum Beispiel immer die Leute nach dem, wie sie produziert haben, eingeladen, sich auszutauschen miteinander. Also alle die One-Woman- und Man-Shows. Und da war dann eine, die täglich einen Videoclip aus dem Indie-Bereich präsentiert hat, neben einem, der eine Wrestling-Sendung gemacht hat, die eine meiner wirklich Lieblingsgeschichten ist, weil der war selber Wrestler und hat dann eine Kamera aufgestellt, wenn er auch selber Kämpfe gemacht hat, hat dann gespielt und hat dann im Studio nachher das kommentiert und da er einen Wrestlernamen hatte, hat er dann über den Wrestler geredet, so als ob es eine dritte Person wäre. Aber das wäre ja auch eine experimentelle Herangehensweise. Natürlich, natürlich, ja. Und diesen Austausch zwischen diesen Menschen, die sonst im Leben nie an einem Tisch gesessen wären, das halte ich ja auch für eine demokratiepolitische Aufgabe, einfach Leute irgendwie zusammenzubringen und die dann was miteinander zu reden haben, weil sie ein Thema haben, nämlich, wie schaffst du das, Allah? miteinander zu reden haben, weil sie ein Thema haben, nämlich, wie schaffst du das Allah? Oder halt welche, die sozusagen den Anspruch hatten, dass sie selber als partizipatives Projekt im partizipativen Projekt sind und Leute auffordern, mitzumachen, sei es jetzt bei den Jugendzentren oder sonst irgendwie. Und das ist, glaube ich, auch eine wichtige Aufgabe, ein Ort zu sein, an dem Leute einfach zusammenkommen und sich austauschen, auch jenseits dessen, was sie machen. Dafür braucht man Raum, dafür braucht man Ressourcen. Das ist ja fast wie ein soziokulturelles Zentrum. Nein, also ich glaube ja auch, dass Community-Medien so etwas sein müssen. Also ich glaube, dass die mehr sein müssen als jetzt ein reiner Ort, an dem man produziert in Wirklichkeit. Heutzutage müssten sie. Eine kurze Anekdote dazu. Ein Sendungsmacher von uns hat das mal so erzählt, es gibt ja unter den Ehrenämtern viele Dinge, wo man sich dann für ähnliche Sachen interessiert. Wenn man jetzt zum Beispiel bei der Rettung ist, dann interessiert man sich für die Dinge, die damit zu tun haben, die da so in einem Rettungseinsatz passieren oder fürs Helfen oder so. Man hat sozusagen ein Interesse für dieses Thema. Und beim Radio ist es oft so, die Leute kuppern mit einem Thema, für das sie sich interessieren und machen halt daraus dann Radio. Das heißt, wir haben Personen im Radio, die sich eigentlich mit ganz unterschiedlichen Themen beschäftigen, die total aus unterschiedlichen Ecken kommen und sich für ganz andere Dinge interessieren. Da gibt es die Sendung über das Weitwanderreiten, genauso wie die Metal-Sendung, genauso wie die feministische Perspektive. Und die haben alle eigentlich unterschiedliche Interessen, aber haben als gemeinsamen Nenner das Radio. Und das ist manchmal eh, finde ich, eine Herausforderung in den Community-Medien, auch die Community so ein bisschen zusammenzubringenringen und ein bisschen ins Diskutieren zu bringen und vielleicht auch ein bisschen zu sagen, hey Leute, wir machen alle einen gemeinsamen Sender. Wir gehören alle zu diesem gemeinsamen Sender dazu. Ja, das ist eine Herausforderung, finde ich, aber finde ich super spannend. Also wenn solche Dinge gelingen, dann kommen meistens wirklich gute Momente zustande. Also für das Beispiel von DorfTV muss ich andere Realitäten schildern, weil dort passiert fast gar nichts bottom-up, dass tatsächlich Menschen mit Ideen an uns herantreten und sagen, ich möchte das hier realisieren, sondern das passiert sehr stark top-down, da erkennt man die Notwendigkeit, wir müssen jugendliches Publikum erreichen. Dann wird quasi für ein paar Stunden eine sogenannte Jugendredakteurin angestellt, die macht dann sozusagen wie so eine Querschnittsmaterie Jugendthemen, sei es aus der Partyszene, Jugendpolitik, macht Diskussionen mit Jugendsprecherinnen der Parteien und so weiter. Das ist aber sozusagen, damit wird Totalität und wird auch Kontinuität gewährleistet, dass dieses Thema gespielt wird, aber da passiert nichts von unten nach oben. Das ist ein gravierender Unterschied. Das wusste ich zum Beispiel nicht. Aber was mir jetzt noch wichtig ist, Barbara, weil das, glaube ich, da sind wir uns alle einer Meinung, nur ich möchte trotzdem noch ein bisschen nachspüren, das ist, ich glaube, wir alle sind uns von der Wichtigkeit bewusst, dass wir Wirkung erzielen wollen. Was ist für uns Wirkung? Das ist noch eine ganz wichtige Frage. Welche Instrumentarien haben wir, um Wirkung tatsächlich zu prüfen? die finanziellen Möglichkeiten, regelmäßig Reichweitenstudien in Auftrag zu geben. Wir wissen nicht, wie viele das Radio Salzkammer gut einschalten, Okto oder DorfTV. Wir wissen es nicht. Wir können es vielleicht auf der Website ablesen durch die View-Zahlen, wer das dann im Nachhinein online noch schaut. Aber dennoch, da ist ja auch wichtig, die Sendungsmacherinnen und Sendungsmacher selbst, die haben ja auch eine Vorstellung, was möchte ich mit meiner Sendung erreichen, damit ich damit zufrieden sein kann. Und ich weiß nicht, Barbara, wie war das zu deiner Zeit? Also wir waren ja am Anfang, aber das war sozusagen vor dem Niedergang des linearen Fernsehens, haben wir ziemlich gute, haben wir recht gute Zahlen gehabt. Also da gab es tatsächlich einfach eine Aufmerksamkeit. Wobei man sagen muss, also die damalige Öffentlichkeitsarbeiterin hat ganz großen Wert darauf gelegt und das war sicher eine gute Strategie, das Ganze in erster Linie als einen neuen Sender, der anders ist als andere, aber nicht mit diesem Mitmach- Vordergrund. Darum war es ja auch in den Fernsehzeitschriften nachzulesen. Genau. Und deswegen, das war sicher eine gute, ein guter Trick, das sozusagen so zu positionieren. Was wir uns aber leisten konnten, weil wir halt im Vorfeld vor dem Sendestart sozusagen auf der anderen Seite diese Mitmachmöglichkeit und den Mitmachcharakter sehr stark schon propagiert hatten und das funktioniert hat. Deswegen war das möglich. Und das mit dem Wirkung erzielen, du hast eben auch gesagt, und das halte ich auch für ganz wichtig, in was für einer Form erzähle ich meine Geschichte, welche Form passt da dazu? Und das war auch etwas, was ich einfach wahnsinnig gern gemacht habe, Formatentwicklung mit den Leuten, also wirklich gemeinsam zu überlegen, okay, was passt denn da? Oder die halt zu bestärken, die dann Sachen machen, wo man sich denkt, wow, cool, sozusagen kriegt man irgendwas anders, ist jetzt da mal wieder so ein Okto-Moment. Ja, seither hat sich wahnsinnig viel getan. Die Welt ist eine, die Medienwelt ist echt eine vollkommen andere geworden. Dann gibt es natürlich noch so böse Kämpfe, die man verliert, wie gegen den Fellner Konzern, wo man dann auf einmal von einem Sendeplatz, der durchaus auffindbar war, weil das war natürlich auch ein Glück am Anfang. Wir waren auf Sendeplatz 8, deswegen heißt es ja auch Okto. Das heißt, wenn du im Kabel durchgezappt hast... Ich kann mich noch erinnern, als ich meinen Link gehabt habe. Bist du irgendwie da, also die Wahrscheinlichkeit, dass du da drüber stolperst, die war einfach groß. Obwohl es ja damals schon war, dass man gesagt hat, wir machen eigentlich, wir machen Kabelnetz. Kabelnetz von UPC, oder? Kabelnetz von UPC. Wir machen eigentlich ein Programm für Leute, die keinen Fernseher haben, weil ganz viele von denen keinen hatten. Es war ja ursprünglich auch vorgesehen, so wie DorfTV das dann ja von Anfang an geschafft hat, tatsächlich schon hybrid zu fahren, also mit einer gleichzeitigen Ausstrahlung, also sowohl Livestream im Internet als auch einem offenen Archiv. Das ist aus Ressourcengründen, also in den neun Monaten war nicht beides, war es nicht möglich, beides auf die Beine zu stellen. Deswegen hat das zweite dann ein bisschen länger gedauert. Jetzt habe ich da den Ton versaut. Aber kannst du halt mal kurz auf den Punkt der Wirkung mehr angeben? Ja. Naja, die Wirkung, die man erzielt, also die Wirkung besteht ja einerseits sozusagen daraus, dass man natürlich möglichst Reichweite möchte, weil man möchte ja, dass die Sachen, die man in die Welt schickt, auch bei irgendwem ankommen. Richtig. Und Man möchte ja, dass die Sachen, die man in die Welt schickt, auch bei irgendwem ankommen. Richtig. Und das andere ist schon nochmal sozusagen auch eine, natürlich auch eine Wirkung nach innen oder eine, die halt auch wieder Leute anzieht, da mitzumachen. Oder eine, die halt auch wieder Leute anzieht, da mitzumachen. Das spielt natürlich auch eine Rolle, weil es ist auch eine Art Kapital von so einem Sender, dass es einfach ist auch, dass da Themen vorkommen, die woanders nicht vorkommen und Menschen zu sehen sind, die woanders nicht zu sehen sind. Es war noch einmal nostalgisch, auch nicht ein Zufall, dass wir dass die allererste Sendung, die wir ausgestrahlt haben beim Sendestart Afrika TV war. Wirkung, wie gehst du mit Wirkung um? Ich erinnere mich an eine Sendungsmacherin, die begonnen hat mit ihrer Sendung. Und es erreicht uns ja doch alle immer wieder diese Frage. Also das ist ja sehr gewöhnlich, dass jemand fragt, und wie viele Leute hören da jetzt zu? Ist das eine gute Sendezeit? und wie viele Leute hören da jetzt zu? Ist das eine gute Sendezeit? Und ich habe gewusst, dass diese Sendungsmacherin, diese angehende Sendungsmacherin, sehr viel auf Social Media aktiv war und dort halt auch relativ große Profile hatte. Und ich habe gesagt, weißt du was, du kannst dich von dem befreien. Du musst dich nicht abhängig machen von den Herzen und von den Daumen und von den Views oder von den Interaktionen. Du kannst einfach nur mal machen und schauen, was passiert. Und die hat das lustigerweise total befreiend empfunden und das zitiere ich auch gern, weil ich das wirklich wichtig finde, in einer Zeit, wo man alles irgendwie zählen können muss und wie viele Likes und wie stark interagiert dieses Profil und wie viele Leute haben das gesehen, wie viele Likes und wie stark interagiert dieses Profil und wie viele Leute haben das gesehen, wie viele Leute haben das gelesen und wie vielen Leuten gefällt das. Da denke ich mir, ist es ein Segen, wenn wir das nicht haben müssen, was aber auf der anderen Seite nicht heißt, dass man nicht gern gehört werden möchte. Natürlich wollen wir ein gutes Programm machen, das gehört wird und das auch gerne gehört wird und das gut zu hören ist und das viele Leute im besten Fall interessiert. Aber sie davon unabhängig machen zu können, würde ich schon auch als massives Potenzial sehen, sagen zu können, es ist mir nicht wurscht, wie viele Leute zuhören, sondern es ist nicht der Punkt, warum ich die Sendung mache. Ich freue mich, wenn möglichst viele Leute zuhören oder wenn möglichst viele Personen das interessiert, aber es ist nicht die ultimate goal. Das finde ich extrem wichtig. Ein Punkt noch, Martin, was die Barbara gesagt hat, die Wirkung nach innen, das finde ich auch super, super, super wichtig. Ich erinnere mich an eine Sendungsproduktion, die ich vor kurzem begleitet habe, wo Frauen bei mir im Studio gesessen sind, die nach der Sendungsaufnahme gesagt haben, es ist so toll, dass unsere Stimmen hörbar werden jetzt im Radio. Und es geht schon sehr viel um das auch. Also es geht natürlich einerseits um die Medienbildung. Da denke ich jetzt zum Beispiel an Workshops, durchaus auch mit Jugendlichen und Kindern, wo man immer wieder mal einfach ein bisschen diskutiert, was heißt denn überhaupt Propaganda? Ist das ein Problem, wenn ich nicht so genau weiß, ob dieser Influencer, der dieses Nachrichtenformat macht, ob der jetzt richtig liegt oder nicht, wie ich das überprüfen kann oder nicht. All diese Dinge, die wir in unserem Arbeitsalltag machen, das ist ja alles Medienbildung und das ist schon auch die Wirkung der freien, nicht kommerziellen Medien. Noch in einem Sinne von die Leute, die mitmachen, mitzuziehen und auch gewisse ja, diese sich dieser Verwertungslogik zu entsagen gemeinsam und halt auch nach außen nicht unbedingt zielen zu müssen. Ich habe ja in meinen mehr als zehn Jahren für mich selbst, aber auch natürlich für DorfTV immer die Losung ausgegeben, die Menschen müssen sich auf uns verlassen können. Nämlich verlassen können, es ist eine große Bandbreite, dass die Produktion technisch funktioniert, dass wenn sie die Sendung sehen wollen, sie auch sehen können. Das andere ist, dass einfach hier auch Themen aufgegriffen werden, die für Ihren Alltag und Ihr Leben ganz, ganz wichtig und bestimmend sind. Dass hier quasi nicht more of the same Talkshows, ich habe nur Talkshows gemacht, also Talker unten gemacht, so wie hier heute, dass man hier quasi nicht auf Spektakel setzt, sondern auf Expertise, dass man nicht auf Konfrontation setzt, sondern auf Erkenntnisgewinn und so weiter. Also das ist ein Qualitätsversprechen eigentlich an die Menschen und so kann man ja letztendlich auch Vertrauen gewinnen. Aber wir haben jetzt nicht mehr so viel Zeit und ein ganz wichtiger Punkt ist, und das habe ich ja auch im Titel der heutigen Sendung ein bisschen angesprochen, nämlich auch die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der Community Medien. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Ich persönlich würde nicht raten, dass wir jetzt alle hoffen, dass das Social-Media-Verbot für Jugendliche kommt, weil die dann irgendwie alle zu den nicht kommerziellen Sendern laufen. Ich glaube, das wäre ein Irrglaube. Da gibt es so viele philosophische Differenzen, alleine im Verständnis von Medien, aber dennoch, wir brauchen diese Zielgruppen, wir müssen interessant sein für junge Menschen, denn junge Menschen brauchen mehr vielleicht als ihre Elterngeneration, Partizipationsmöglichkeiten, Ausdrucksmöglichkeiten, Freiräume und so weiter. Wie schaffen wir das, dass wir genau diese Angebote oder nicht kommerzielle Rundfunk, diese Angebote stellen kann und damit auch selber überlebensfähig bleibt. Ich habe jetzt gerade nachgeschaut, weil ich merke mir Zahlen so schlecht und weil ich mir ein paar Zahlen noch rausgesucht habe, weil ich denke, dass wir uns eh, also dass all diese Dinge, die du jetzt genannt hast, so wie Transparenz, Vertrauen, das sind ja alles Dinge, die in ganz vielen Studien wird klar, okay, das Vertrauen in die Medien sinkt und es braucht mehr Transparenz und alle bemühen sich auch irgendwie drum. Und ich glaube, diese Nähe zu denen, die das machen und dass die ja auch jeweils ihre Communities wieder mitbringen und so, das ist eine wahnsinnig große Möglichkeit, um Vertrauen zu gewinnen. Und auch genau natürlich diese ganze medienpolitische Bildungsarbeit, bei der es ja tatsächlich darum geht, einfach wer sagt was mit welchem Interesse. Und das noch einmal stärker in den Mittelpunkt zu stellen, das halte ich für total wichtig. Ich glaube, das ist eine große Aufgabe und Chance, weil der Öffentlich-Rechtliche das zwar in minimalen Ansätzen hin und wieder versucht, aber die sich ja trotzdem immer noch auf ein meiner Ansicht nach nicht mehr funktionables Objektivitätsgebot stützen. man einfach nur verschiedene Meinungen nebeneinander stellt und nie sagt, welche Interessen da dahinter stehen. Also es wird sozusagen sehr stark das, was die wollen das und die wollen das und gleichzeitig wird jeder Streit dann gleich als unangenehme Sache geframed. Aber woraus besteht denn Demokratie? Demokratie besteht aus der Erkenntnis, dass es unterschiedliche Interessen gibt aufgrund von unterschiedlichen Lebensrealitäten und dass es eine Öffentlichkeit braucht, in der die ausgestritten werden können oder ausverhandelt werden können. Aber jede Art von härterer Verhandlung wird sofort als Streit geframed. Und da spielen die Öffentlich-Rechtlichen auch mit und das halte ich für ein Problem. Bin ich aber abgekommen, weil ich inhaltlich glaube ich, dass das die Aufgabe ist, die Zukunftsaufgabe. das braucht Ressourcen. Und das braucht Ressourcen. Und was diese Ressourcen betrifft, denke ich mir, ist es auch wichtig, diese Frage zu stellen, ja, wo ist denn das Geld, das es plötzlich nirgends mehr gibt, hingekommen? Und das ist so eine Frage, die einfach zu wenig gestellt wird, weil ja, die Schere geht immer weiter auseinander, die Gewinne steigen etc. und da kommt nichts zurück. Und es gibt ja im Filmbereich, in dem ich mich ja jetzt befinde, gerade sozusagen diese ganz starken Bemühungen um diese Abgabe für die Streamer, die dann schlauerweise nicht als Steuer, sondern das Investitionsverpflichtung geframed wird. Das halte ich für eine gar nicht so unschlaue, unschlauen Move. Aber Donald Trump wird alle dafür bestrafen. Naja, aber das Todgefürchte ist auch gestohlen. Also das sage ich mal, das können wir nicht machen, weil dann und so. Ja, aber wenn es niemand macht, also es, und es gibt auch in anderen Ländern auch, aber da ist einfach, da ist richtig viel Geld drinnen. Aber ich möchte Magdalena auch noch fragen, zu ihren Ideen oder zur Zukunftsfähigkeit, worauf muss man denn achten, wo soll man denn ansetzen, dass diese Zukunftsfähigkeit gewährleistet wird? Also weiß ich auch nicht. Ich habe die Vermutung, dass es schon für viele, weil du die Jugendlichen angesprochen hast und ich habe gerade sehr viel mit Jugendlichen und Kindern zu tun gehabt in letzter Zeit und viele verschiedene Radio, begleite gerade viele verschiedene Radioproduktionen und Radio-Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Und da habe ich immer so das Gefühl, was bei denen echt schon spannend ist, ist die Regionalität. Also für uns kann ich, für das freie Radio Salz kann man gut sagen, es ist ziemlich cool, dass man da einfach auch etwas abbilden kann, was eben die unmittelbare Lebensrealität von den Kids betrifft. Führe ich wieder zurück auf das, was ich zu Beginn gesagt habe. Wir haben ein irrsinnig tolles Schulradio-Projekt, das mittlerweile, glaube ich, im vierten Jahr läuft, wo immer Viertklassler zu Radio-Kids ausgebildet werden und die machen tatsächlich eine Redaktion und gehen dann raus und schauen dann, was ist da im Altenheim, das gegenüber von der Schule ist eigentlich und was ist eigentlich mit den Großterschwestern, die man da laufen sieht auf der Straße und so. Also das Asset, sich in die unmittelbare Lebensumgebung begeben zu können, ist, glaube ich, ganz wichtig auch für die Zukunft. Ich glaube, wir können uns nicht der Illusion hingeben, dass man sich in irgendeiner Konkurrenz mit TikTok etc. geben muss. Muss man nicht. Ich glaube, die Qualitäten des nicht kommerziellen Rundfunks liegen woanders. Da gibt es halt einfach die Möglichkeit, ganz nebenbei Medienreflexionskompetenz zu lernen. Ich erinnere mich an ein lustiges Experiment, wo wir zweimal dieselbe Botschaft mit ganz unterschiedlichen Hintergedanken produzieren haben lassen von zwei verschiedenen Gruppen. Also sozusagen, wie du das angesprochen hast mit den Interessen, also stößt das einmal ganz, ganz schrecklich dar und einmal ganz, ganz positiv dar, aber ein und dieselbe Botschaft. Welche Stilmittel kann ich verwenden, ohne dass ich die Sprache zu sehr verändere, ohne dass ich die Botschaft zu sehr verändere und so weiter. All diese Dinge begleitet zu machen, ich glaube, das sind die Dinge, die wir im nicht kommerziellen Rundfunk gut leisten können und die wir gut begleiten können. Und dann eben, ich komme nochmal zurück, das ist das Wichtigste für mich, die unmittelbare Lebensrealität betreffend. Also alles, was sich direkt um uns tut und was uns beschäftigt. Mir ist ja in euer Radio immer besonders aufgefallen, weil so mein Eindruck durchwegs, das freie Radio Salzkammergut ist wirklich sehr stark verankert in der Region. Also ich würde schon behaupten, da gibt es eine ganze Menge auch Bürgermeister in den verschiedensten Gemeinden, die geben euch Rückhalt, die geben dem Radio Rückhalt, die würden sich auch dafür aussprechen, die würden wahrscheinlich auch Öffentlichkeit herstellen, sozusagen für das Radio selbst, während beispielsweise Okto in Wien, das ist ja wirklich vermintes Terrain. Also ich weiß nicht, wann die Okto jemals in einem Einvernehmen war mit der Wiener Stadtregierung, die ja sozialdemokratisch geführt ist. Und wie weit das eine Rolle spielt. Ja, ganz am Anfang schon, weil das war ja eben, die Stadtregierung wiederum, die hat das ja als medienpädagogisches Projekt geframt. Und insofern, also das war dann von der Alaska damals ein relativ kluger Move, um quasi die Förderungen nicht als Medienförderung auszuzeigen, sondern als Bildungsgeschichte. Da war das schon. Aber ich würde gerne noch auf etwas zurückkommen, was die Magdalena gesagt hat, weil das ist auch etwas, was ich total wichtig finde, auch zukunftsweisend, nämlich die Aufklärung, wirklich im Sinne des Enlightenment, mit spielerisch und mit Humor zu machen. Also dass man da wirklich Formen entwickelt und Möglichkeiten entwickelt, wo diese Erkenntnisse so lustvoll gewonnen werden können. Aber können Community-Medien das? Können diese innovativen Formen der lustvollen Vermittlung, schaffen die das? Sicher. Was überzeugt dich so? Weil ich es erlebe. Also ich würde deinen Eintrag sehr, sehr gerne mit dir teilen. Ich sehe schon alleine im Vorfeld schon große Lücken, weil da braucht es viele interne Beratungen, Visionen, wohin wollen wir gehen, welche Schwerpunkte setzen wir. Und ich habe nach meinem Dafürhalten das kaum erlebt. Auch bei DorfTV, dem wird viel zu wenig Diskurs und Raum eingeräumt. Und das ist ja das Entscheidende, dass man das auch als Sender selbst überhaupt mal reflektiert, welche Wege man eigentlich dazu auch aufmachen kann. Meinst du, da wird zu wenig Raum für Diskussion innerhalb der Redaktion oder des Teams? Es beginnt schon mal damit, dass quasi das prekäre Dasein dir selber abnötigt, dass du quasi sehr, sehr viel Zeit und Spucke investieren musst, um deinen Alltag zu bewältigen. Das ist ja schwierig genug. Da gibt es prekäre Technik, das und das und das alles mit wenigen Stunden, geringen Ressourcen. Und natürlich würde ich quasi das als große Mangelerscheinung anführen, dass viel zu wenig Zeit investiert wird, generell auch im nicht kommerziellen Rundfunk, um die eigene Zukunft, um über die eigene Zukunft nachzudenken? Ja, das ist halt immer, ich meine, in diesen prekären Situationen, wo man irgendwie dauernd ums Überleben kämpft, geht es einem ein bisschen wie dem Frosch, der nicht merkt, wie das Wasser immer heißer wird. Aber man könnte doch auch das andere Bild bemühen, nämlich von dem Frosch, der so lange im Schlagobers strampelt, im Rahmen strampelt, also im nicht geschlagenen Schlagobers strampelt, bis es fest wird und wir sind wieder festen Boden unter den Füßen. Und doch immer wieder auch innezuhalten, auch sozusagen in diesem täglichen Überlebenskampf, das ist kein Luxus, sondern das ist eine Notwendigkeit, das glaube ich schon, sich zu überlegen, wo ist man gerade und wo will man hin. Und das ist ja auch ein Teil dieser kapitalistischen Logik, dass wir alle dauernd so mit dem Überlegungskampf beschäftigt sind, dass wir möglichst wenig zum Nachdenken kommen sollen. Und das, glaube ich, das ist auch eine politische Aufgabe, sich da ein Stück weit hin und wieder rauszunehmen und das zu versuchen. Und dann halt eben zu schauen, wie das in der Filmwirtschaft jetzt wirklich passiert und gelungen ist. Ich bin gespannt, wie es ausgeht, aber immerhin. Ich meine, ein Teil der Bundesregierung hat sich dafür ausgesprochen, das zu machen. Schauen wir mal, wann es kommt. Und da werden dann gleich einmal irgendwie 60 Millionen Euro erwartet. Es hat ja schon einmal funktioniert mit der Digitalsteuer, mit der ja wiederum dann die digitale Transformation gespeist wurde, ist jetzt bald am Auslaufen, wo ja auch der nicht kommerzielle Rundfunk vielfach sehr davon profitiert hat. Ja, eben. Also ich glaube, dass man es einfach nicht aufgeben darf, da auf vielen Ebenen Aufklärungsarbeit zu machen. Ich glaube auch, dass man sie sicher breit aufstellen muss. Also ich glaube, es ist total wichtig, dass du die Frage stellst, Martin, wie können wir in die Zukunft denken als nicht kommerzieller Rundfunk? Das ist für uns alle wichtig. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, die Community-Medien sind seit jeher sehr erfinderisch, wenn ich das so beobachte, als Beobachtung teilen darf und haben sie immer wieder mal selbst neu erfunden und immer wieder mal irgendwelche Wege gefunden und haben einfach auch als Stärke die Community, die halt einfach auch dahinter steht und produziert und das machen will. Das darf man nicht unterschätzen, glaube ich. Ich möchte niemandem die Stimmung vermiesen, aber natürlich, wer die Augen und Ohren offen hält, es gibt schon sehr, sehr viele Gefahren und auch Bedrohungen, die auf uns alle zukommen. Wir haben allein in Europa, allein in unseren Nachbarstaaten Österreichs, Wir haben allein in Europa, allein in unseren Nachbarstaaten Österreichs, haben wir illiberale Entwicklungen, die Medienfreiheit zerstört. Wir haben einen beseitigen, unabhängigen Journalismus. Das sind Realitäten, die natürlich auch in Österreich eines Tages brutalst eintreten können. Und ich erwähne aus aktuellem Anlass auch immer jetzt das Beispiel, Und ich erwähne aus aktuellem Anlass auch immer jetzt das Beispiel, dass etwa im deutschen Bundesland Berlin-Brandenburg das Rot regiert ist. Da ist nicht die AfD an der Macht, also nicht die Rechtsextremen, die da was zu sagen haben, sondern die SPD. Und dort wurde mit 1. Jänner 2026 allen freien Radios die UKW-Sendelizenz entzogen. Die können einfach nicht mehr terrestrisch senden, was so gut wie das Chaos bedeutet, weil das ist ein Internetradio unter vielen. Die Lizenzen, die damit frei wurden, haben Musikradios bekommen. Also da muss man schon auch eine gewisse Resilienz entwickeln. Und Resilienz funktioniert nur, wenn man auch ein paar Optionen in der Hinterhand hat, wohin ich eigentlich gehen will. Und da spreche ich natürlich auch die wichtige Frage an, aber da haben wir gar nicht mehr so viel Zeit, weil wir schon auch von den Community-Medien so als zivilgesellschaftliche Kristallisationspunkte gesprochen haben, welche Kooperationen, Partnerschaften, Allianzen sich da noch anbieten. Ich glaube, da ist noch sehr, sehr viel Luft nach oben. Aber ich möchte jetzt euch beiden nochmal die Möglichkeit geben, genau eine Minute jeweils sozusagen eure Hoffnungen nochmal kurz zu artikulieren, auf welche Hoffnung kann der nicht kommerzielle Ruf und können Community-Medien setzen, damit wir da mit einer wirklich guten, positiven Stimmung nach Hause gehen. Magst du auch sagen? Aber wirklich nur eine Minute, bitte. Ja, super. Okay, ich glaube, ich wiederhole mir jetzt zwar, aber ich versuche es einfach nochmal. Regional denken, die Community pflegen, Medienbildung lustvoll und unkompliziert vermitteln und sich gut vernetzen. Du hast es jetzt gerade noch mal zum Schluss gesagt, mit welchen Kooperationspartnern, wir haben jetzt nicht mehr viel Zeit, dass wir darauf eingehen, aber ich glaube, es ist ein wichtiger Punkt, wo kann man sich positionieren als guter Kooperationspartner, als gute Kooperationspartnerin. Dankeschön. Kooperationspartner, als gute Kooperationspartnerin. Dankeschön. Ja, da würde ich, also ich unterschreibe mal vieles von dem, was du gesagt hast und führe vielleicht bei der Vernetzung noch fort. Also wenn man ein Kristallisationspunkt ist im Zivilgesellschaftlichen, dann geht es wahrscheinlich auch darum, da tatsächlich noch einmal genauer hinzuschauen, was da möglich ist. Und wie du das gesagt hast, denen ist die Sendelizenz entzogen worden, habe ich sofort wieder quasi Piratenradio vor mir gesehen und mir gedacht, auch weil du gesagt hast, erfinderisch sein und da knüpfe ich auch daran an. Also ich glaube einfach erfinderisch sein und das klingt jetzt vielleicht ein bisschen absurd, aber vielleicht war man dann auch eine Zeit lang fast zu verwöhnt, weil es halt einfach Mittel und Ressourcen gab Und vielleicht braucht es wieder mehr Partisanentum. Ja, bin gespannt. Sozusagen, ich glaube auch, dass Piratenradios wieder eine große Mobilisierung erreichen könnten. Ja, vielen herzlichen Dank, dass ihr heute bei mir in der Sendung wart. Sie sind meiner allerletzten. Barbara Eppensteiner, Magdalena Stammler. Ja, das war es mit mir und meiner Politikredaktion im Programm von DorfTV. Wie gesagt, da bleibt keine Wehmut und auch kein Groll und auch keine allzu große Nostalgie zurück. Ich habe festgestellt, dass viele Menschen mich allein in den letzten Tagen gefragt haben, was ich denn jetzt tun werde, wenn diese gemeinsame Geschichte mit DorfTV jetzt mit dem heutigen Tag zu Ende geht. Ich kann sagen, ich bin seit 1. Januar 2025 Generalsekretär der internationalen Organisation Reporter ohne Grenzen hier in Österreich und werde, wie auch schon im letzten Jahr, natürlich auch weiterhin, vielleicht jetzt mit noch mehr Nachdruck, aber wirklich auch großer Leidenschaft, mich engagieren für die Themen Pressefreiheit, Medienvielfalt und unabhängigen Journalismus. Damit bleibe ich unweigerlich auch in der Nähe des nicht kommerziellen Rundfunks, der die gleichen Ziele verfolgt. In diesem Sinne darf ich mich für Ihr Vertrauen, die Treue und auch das Interesse über diese langen Jahre noch einmal sehr herzlich bedanken. Das war ganz großartig und wünsche Ihnen für heute noch einen schönen Abend und sage auf Wiedersehen.