Ich heiße Ahmed Altay. Ich habe Autismus. Ich bin mit elf Jahren nach Österreich mit meiner Familie hergezogen aus dem Irak. Ich war mit sozialen Herausforderungen konfrontiert. Ich habe Deutsch nicht sprechen können. Ich habe es lernen müssen. Ich hatte unterschiedliche Interessen zu meinen Mitschülern damals und die Sehnsucht war natürlich groß. Ich wollte Freunde haben, ich wollte verstanden werden, ich wollte dazugehören. Mein Wunsch hat der Realität nicht entsprochen. Ich habe mich mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt, um zu verstehen, wie der Mensch funktioniert, was Kommunikation ist, warum andere das hinbekommen, ich nicht. Es kam mir so vor, als ob andere ein Skript haben und mir wurde das nicht mitgegeben. Ich bin dann angekommen. Ein neues Kapitel hat sich eröffnet. In 2020 dürfte ich beim Coders Bay dabei sein. Ich habe Gleichgesinnte gefunden. Tiefe Freundschaften sind dadurch entstanden. Bis heute immer noch. Mit einem davon habe ich in 2024 beim Linz Hack teilgenommen und wir haben da gewonnen. Das ist der Simon Lechner, das bin ich. Wir haben die Kategorie Soziales Engagement gewonnen. Die Idee war Kommunikation, wie bringen wir Menschen zueinander in die echte Welt hinaus von der Digitalisierung auf eine spielerische Art und Weise. Ich habe herausgefunden, dass ich nicht alleine bin und es nicht am Autismus liegt, sondern es sind kommunikative Mustern, die man mit der Zeit lernt, wenn man sie übt. Der Muskel atrophiert mit der Zeit, wenn man das auch nicht verwendet. übt. Der Muskel atrophiert mit der Zeit, wenn man das auch nicht verwendet. Und dieses Jahr, bei LinzEgg 2026, möchte ich die Philosophie fortsetzen. Kommunikation und wie kommen Menschen zueinander. Allerdings durch eine Handy-Applikation. Ich werde euch heute ein Brille vorstellen. der umbrella vorstellen der sprachbasierte proberaum für deine gespräche wir haben das spontane sprechen verlernt wenn ich jetzt irgendwo angesprochen werde weiß ich vielleicht nicht wie ich das gespräch weiterführen oder wie ich ein gespräch überhaupt starte wir texten wir swipen, wir senden Sprachnachrichten asynchron. Wir sind die erste Generation, die es sich leisten kann, auf synchrone Echtzeitgespräche zu verzichten. Und somit sind die sozialen Ängste allseits hoch. sind die sozialen Ängste allseits hoch. Wir haben Angst, andere anzusprechen, das Falsche zu sagen und dafür verurteilt zu werden, unseren Ruf zu ruinieren. Schauen wir uns mal das Hamsterrad an. Stell dir vor, ein unangenehmes Gespräch band sich an. Du bist unruhig, dein Puls steigt, rennst gedanklich im Kreis, entwickelst negative Szenarien. Vermeidest das Gespräch, dein Gesprächsmuskel atrophiert. Genau dafür öffnest du Umbrella. Es ist eine Handy-Applikation, die KI-gestützt ist und mit Experten aufgebaut wird. Ich habe Kontakt zu Psychologen, Kommunikationscoaches und Sozialarbeiter, die sehr gerne mitarbeiten möchten und sehr interessiert daran sind, diese App auch für ihre Klienten einzusetzen. Umbrella ist ein sicherer Rahmen, man schützt sich vor Nässe und sobald man bereit ist, schließt man die App einfach und geht in die echte Welt hinaus. Ich zeige euch, wie das ganz genau funktioniert, werde ich euch erklären. Es ist ein dreistufiges Modell. Es bietet einen sicheren Raum an. Und ein drittstufiges Modell. Wir haben ein Singleplayer. Man geht da in die App hinein. Ich werde euch das nachhinein zeigen. Man wählt eine Kategorie aus und unterschiedliche Szenarien, vorgefertigte Szenarien, mit denen man üben kann. Man spricht mit seiner eigenen Stimme, damit auch die Stimmbänder trainiert werden, das Nervensystem beruhigt werden kann. Es sind Szenarien wie zum Beispiel, man steht an der Warteschlange am Flughafen oder beim Biller. Die Person vor mir ist unruhig, schaft auf die Uhrzeit. Ich versuche, also die App schlägt mir vor, versuche ein Gespräch da anzufangen. Beende das Gespräch höflich, falls die Person uninteressiert ist. Ansonsten führ weiter. Stell Fragen, weil der gerade bestimmte Artikel hat. Was kochst du oder was hast du vor damit? Man kann sich auch seine eigenen Szenarien vorstellen, es gibt einen Playground dafür, man kann seine eigenen Gespräche, die sich anbahnen, vorstellen, sie durchtrainieren und unterschiedliche Resultate herausfinden. Man kann es immer wieder spielen, immer wieder zurück. Und darüber hinaus, wir zum Beispiel, mit Therapeuten haben wir 1-2 Stunden pro Woche Zeit. Sei es Kommunikationscoach, Therapeut und in der Zwischenzeit müssen wir uns selber damit beschäftigen, mit anderen zu kommunizieren und das aufzuarbeiten. Therapeuten bekommen die Möglichkeit, Szenarien für ihre Klienten aufzubauen und sie als Hausaufgabe mitgeben. Und darüber hinaus, so schaut das ungefähr aus. Farben, das ist ein Szenario, dann bekommt man Tipps nach jedem Gespräch, man kann es wieder starten und immer wieder was Neues probieren. Dankeschön.