Lagebericht mit Rückblick und Stimmungseinfang Vor vier Jahren, Sie erinnern sich, stand der Schock über einen neunfachten Krieg in der Nähe im Bericht. Vor zwei Jahren schauten wir nach, wie in dem Superwahljahr, wie es um die Demokratie stand. Mittlerweile, Kriege gehen weiter, inklusive neuer, und um die Demokratie steht es allgemein da und dort nicht zum allerbesten. Zu allerlei nicht beeinflussbaren Unbill kommt noch jede Menge menschengemachter Unsinn dazu, was zugegeben nichts Neues in der Menschheitsgeschichte ist. Dennoch, gewisse Unterschiede lassen sich bemerken im Vergleich mit vor ein paar Jahrzehnten, da das Gefühl, selbst etwas verändern zu können, Hoffnung gab, während heute ein Gefühl der Ohnmacht vorherrscht angesichts der Komplexität, die zwar auch nichts Neues ist, doch durch den Überfluss an Informationen und Meinungen niederdrückend bewusst wird. Mit der Maxime aufgewachsen, selbst etwas beitragen zu können zur Verbesserung der Welt, mit jedem noch so kleinen Beitrag, glaubte man daran. Kleine Dinge, die die große Welt verändern. Mündige Bürger und kritische Konsumenten sollte man sein und gab sich Mühe, beispielsweise ohne Plastiksackerl und möglichst ohne Auto auszukommen, bei den Nachrichten gut aufzupassen, den Gemeindebrief genau zu lesen, um Entscheidungen mitzubekommen und gegebenenfalls Einspruch zu erheben. Manche marschierten bei Demonstrationen mit, durchaus, da und dann nutzte das etwas, ja doch. Es standen welche auf, die sagten, so geht es nicht weiter, da lässt sich etwas tun und ändern. Das gelang mit Mut und Beharrlichkeit. Autokratische Herrschaftssysteme brachen zusammen, der eiserne Vorhang, viel Filteranlagen wurden eingebaut, FCKW verboten. Die große Welt schwebte auch damals in Gefahr. Zigmal vernichtet könne sie werden durch all die vorhandenen Atomwaffenarsenale, hieß es. Dazu treuten Waldsterben, da und dort eine Ölbest zwischendurch und etliche Kleinkriege auf der Welt irgendwo, wo auch noch ganz besonders rückständige Gesellschaften existierten, wie es hieß, Diktaturen, Militärhunters, Frauen ohne Rechte. Demgegenüber stand aber die zivilisierte, demokratische Welt, Entwicklungshilfe, UNO, die Guten eben, die darauf schauten, dass die Welt mithilfe der Vernunft und Menschlichkeit doch noch gerettet werden könnte. Die Lage war nun schon immer kompliziert. Natürlich bloß überschaubarer war sie, weil die Sinne noch nicht überfordert mit geforderten Entscheidungen, was zu glauben sei, was echt und was fake und was KI generiert. Mit der großartigen Erfindung des Internets stünde die Möglichkeit einer Vernetzung aller guten Kräfte offen. Austausch auf Augenhöhe, Bildung, zu der alle Zugang haben. Doch es scheint so, der Mensch, die meisten dieser Gattung jedenfalls, unterliegt dem Zwang, alles Gute für möglichst Übles oder auch nur Banales und Dummes zu nutzen. Übles oder auch nur Banales und Dummes zu nutzen. Was von jenen, die nichts Gutes im Sinne haben, denen es um persönliche Bereicherin-Macht- und Machtmanipulation geht, selbstredend gefördert wird. Das Erstaunliche dabei, so viele machen mit, gerne und freiwillig, sofern ein klein wenig Bequemlichkeit, Zeit für oberflächliches Zeit-Totschlagen und die Möglichkeit, der ganzen Welt seinen banalen Selbstdarstellungs-Senf auszudrücken, versprochen wird. Da scheint der Preis, sich in immer mehr Abhängigkeit und damit Erpressbarkeit zu begeben, nicht zu hoch. Nicht sonderlich erstaunlich ist demnach, dass aus diesem Selfie-Selbstdarstellungsgrößenwahn nur größenwahnsinnige Figuren erwachsen können, die in ihrem Selbstüberschätzungsglanz bei vielen Verehrung provozieren. Ob sie nun als irre Tech-Giganten auftreten, als Popperns Zahn oder als Möchtegern Sonnenkönige mit vergoldeten Nachttöpfen. Oh ja, das reizt zum Spott, zum Auslachen. Wie kann man nur so blind sein, sich blenden lassen und darauf hereinfallen? Aus der Ferne lässt sich leicht lachen. Kennt man das Märchen des Kaisers Neue Kleider, lässt sich leicht aus dem aus naiver Unschuld ehrlich sprechenden Kind zustimmen, die wundervoll prächtigen Kleider sind gar nicht vorhanden, alles Schein und Druck. Mittendrin aber, nicht in der Lage des außenstehenden Beobachters, sieht es wiederum anders aus. Wer würde ehrlich seine Hand ins Feuer legen dafür, sich nicht blenden und verführen zu lassen? Eine einmal geöffnete Schleuse lässt sich schwer schließen. Und wer einmal die Macht gekostet hat, wird danach süchtig. Und wer jemandem Macht gibt, einfach weil es bequemer ist, verliert die Kontrolle. Und findet sich am Ende in einer Welt, die er genau nicht wollte oder, was noch viel maßgeblicher ist, nicht für den nachfolgenden Generationen wollen kann. Ja, die Jungen, die nächste Generation, ihnen gehört die Zukunft. Wo sind sie? Sehe hier jemanden davon? Dass er nicht, soll nicht unbedingt bedenklich stimmen. Derzeit spielt sich ein großer Teil des Lebens der Gen-Z, wie man sie nennt, eher im virtuellen ab, was zum Teil auch ein bloßes Vorurteil sein mag oder sich auch wieder ändern kann, wenn ein gewisser Punkt überschritten ist. gewisser Punkte überschritten ist. Kreative und kritische Auseinandersetzung kann sich auch auf Online-Plattformen abspielen, solange sie das nur tut. Und dass das geschieht, liegt an unserer Generation, in unserer Verantwortung als Eltern, Großeltern, Lehrkräfte, Arbeitsgeber, in allen Begegnungen mit jungen Menschen auf allen möglichen Ebenen. Wie immer sich auch die mediale Welt verändert, die persönlichen Begegnungen im echten Leben sind trotzdem immer noch die Basis, wo keine KI, Freundin und kein Influencer mithalten kann. Die Zukunft der Menschheit liegt letztlich darin, sich umeinander zu kümmern, in persönlichen Begegnungen. Dafür muss immer Zeit sein. Sonst sind wir wirklich verloren. Vor allem die nächsten Generationen werden das sein. Die Lage in der großen Welt ist kompliziert. Die Frage in der großen Welt ist kompliziert, schwierig, knifflig, komplex, verwickelt, verzwickt, verwirrend, verworren und unklar, heikel, diffizil, prekär, problematisch, unverständlich, undurchschaubar, nicht leicht, erklärbar, hoffnungslos, aussichtslos, kurz, irre, vielleicht auch lösbar, leichter als womöglich befürchtet. Denn eigentlich ginge es nur um den guten Willen, ist schwer, wenn man auf Egoismus setzt. Oder Vernunft ist auch schwer, wenn Machttrieb vorherrscht. Einfach um die Einsicht im kleinen Bereich, was heißt in unserem schönen und trotz allem jammern noch immer äußerst wohlstandsgesegneten Land betrifft, habe ich eine Stimme eingefangen, die am Ende noch ihren Senf dazu gibt, um den Ernst der Lage ein wenig ironisch zu relativieren. Vor lauter Angst. Wo soll ich hin in meiner Angst? Ich fürchte, ich fürchte, wir können uns bald kein zweites Auto mehr leisten und müssen womöglich in Skiurlaub streichen. Urlaub streichen. Ich hätte mir nicht gedacht. Ich hätte mir gedacht, es wird alles alleweil besser. Wo soll ich hin in meiner Angst? Ich fürchte, ich fürchte, ich bin bald nicht mehr brauchbar. Alles, was ich kann, kann ich auch alleweil besser. Da bin ich dann abgehängt am öppsten Gleis und alles verhungern. Und ich habe ihnen geglaubt, dass alles alleweil besser wird. Wo soll ich hin in meiner Angst? Ich fürchte, ich fürchte, wir werden bald überrennt und die Scharia geht dann ohne Ende. Und alles nur, weil man tolerant sein sollte und nicht stolz auf die eigene Kultur. Wo soll ich hin in meiner Angst? Ich fürcht, ich fürcht, bald gehen wir unter, ganz schwach. Vor lauter Angst. Lauter Angst? Vor Wohlstandsverlust, vor den Fremden, ob das nun fremde Kulturen sind oder neue Technologien. Ja, berechtigt Ängste, aber keine, die nicht bewältigbar oder lösbar wären. Mit Mut und Fantasie ließe sich einiges machen. Danke.