Guten Morgen, alle zusammen, schönen guten Nachmittag, wo immer ihr seid. Herzlich willkommen in Raising Challenges, Research as Parts, also unsere Sommerbildungswochen und Grundausbildung zur Gewalt. politische Bildungsberatungs- und Kulturarbeit, zusammen mit MAIS und finanzieller Unterstützung der Integrationsstelle, österreichische Gesellschaft für politische Bildung. Vielen Dank, dass ihr alle hier seid und dass ihr die gemeinsame Forschung oder Befindung der Wege möglich macht. Danke an alle, an die Technik, an Maritza Lee, Maria Gazzia für das grafische Design, Verena Köveri und Birgit Schienkewitsch für die Ödolmetschung und alle Kollegen, die uns hier unterstützen und dieser Veranstaltung auch beitragen. Die Beiträge der Redner werden aufgezeichnet. Während dieser Zeit kann es natürlich von Ihnen abgeschaltet werden, wenn Sie sich damit nicht wohlfühlen. Die anschließende Diskussion wird allerdings nicht aufgezeichnet. Und wenn Sie sich zu Wort melden, bitte schalten Sie die Kamera an. Wir möchten den Dialog ermöglichen, also bitte erlauben Sie der Technologie diese Diskussion zu unterstützen. Es ist ein Request von Zoom, also bitte schalten Sie Mikrofone und Kameras ein, wenn Sie etwas sagen wollen, sobald Sie sprechen wollen. Aber für die restliche Zeit wäre es schön, wenn Sie zumindest die Mikrofone abschalten, damit wir keine störenden Hintergrundgeräusche haben, die auch die Technik stören können. Und sobald diese Hintergrundgeräusche verschwunden sind, können Sie die Mikros wieder einschalten. Es gibt eine simultane Dolmetschung, Deutsch und Englisch, über das Zoom Dolmetsch-Tool. Damit Sie die Dolmetschung aktivieren, klicken Sie bitte auf den Globus, das Globus-Symbol, und dort konnten Sie dann aussuchen, ob Sie Englisch oder Deutsch hören wollen. Es gibt eben auch die Möglichkeit, zusätzlich die Originalsprachen zu hören. Wenn Sie keine Verdolmetschung brauchen, dann ignorieren Sie den letzten Hinweis. Und in der Enddiskussion können Sie die Fragen auf Englisch und auf Deutsch stellen, wo immer Sie sich besser fühlen. Wenn Sie zusätzliche Informationen haben, können Sie jederzeit oder Informationen brauchen, schreiben Sie bitte ein E-Mail an zwetteretterskollektiv.at. Zusätzlich können Sie in der Chatfunktion Kommentare oder Fragen posten und wir werden versuchen, Sie bei der Enddiskussion aufzugreifen. Bevor wir beginnen, möchte ich noch kurz den gestrigen Tag zusammenfassen. Es gab Forschung bezüglich der Alphabetisierungsrate der Migrantinnen. Es waren links zwei sehr intensive Wochen hinter uns mit ganz erstaunlichen Einblicken und Ideen von vielen verschiedenen Menschen. Und gestern haben wir Ruby und Martha gehört. Sie haben über die Herausforderungen und Fragen gesprochen, Perspektiven Auswirkungen von Alphabetisierung in Praxis, sowohl Medi-Fals, also postkardinale antirassistische Perspektiven, Sprache. Es ging darum, wie man Risiken eingeht und was eben die Vorteile sind von Lernen, sowie die Wege zu interkultureller Aktion. Heute werde ich das Wort an Natascha Kack vorgeben. Sie forscht zu Rassismus sowie methodologischen und theoretischen Fragen über Sprachbeziehungen. Und sie macht im Moment ihr PhD in Frankfurt Universität für Erziehungswissenschaften und arbeitet an der Hans-Bückler-Foundation. Zusätzlich hat sie für Deutsch als Zweitsprache in Wien unterrichtet. Natascha, ich gebe dir das Wort. Vielen Dank, Phil, für deine nette Einführung. Und einen speziellen Dank an Rubia und Gargana, dass ihr diese tolle Sommerbildungswochen organisiert und dass ihr dieses Panel hier zusammengebracht hat. Ich bin sehr froh, dass ich diese Session heute moderieren kann. Wir haben zwei großartige Kolleginnen hier, Brigitta Busch von der Universität Vienna und Julie Choi der Universität aus Melbourne. Beide werde ich kurz oder mehr detailliert vorstellen, bevor sie präsentieren. Aber vor den beiden Reden möchte ich Ihnen eine ganz kurze Einführung ins Pedal geben, und zwar pädagogische Reflexivität von unserem Herzen aus. Was soll das heißen? Der Titel, so wie er hier genannt wird, ist eines der Ergebnisse eines Zoom-Meetings, das Gagana und Rubia in den Anfängen von Zoom organisiert haben. Das war ein sehr tolles Meeting, nicht nur, weil wir so tolle Kollegen dabei hatten, sondern auch bezüglich der gemeinsamen Interessen eines speziellen Feldes oder eines speziellen Bereichs der Fragestellungen. Und in beiden Beiträgen heute werden wir näher darauf eingehen. Was immer wieder aufgetaucht ist in unseren Unterhaltungen oder immer wieder auf den Schirm gekommen ist, waren zwei Bereiche. Erstens, was ist das Ziel der pädagogischen Reflexion? Was können, sollten oder müssen wir erachten oder bedenken? Was können, sollten oder müssen wir erachten oder bedenken? Und zweitens, was ist der Durchschnitt dieser Erwägungen? Wohin bekommen wir mit all unseren Gedanken und Gefühlen? beide Fragen, zu denen man sehr viel diskutieren und sagen kann. Und daher möchte ich jetzt nur kurz ein paar Fragen formulieren, außerhalb unserer Diskussion, die mir persönlich interessant erscheinen. Fragen bezüglich des Ziels der Reflexion. Seite der Lehrer oder Lehrerinnen glaube ich, dass das Thema der neutralen Bildung ein großes Thema bleibt. Es geht nicht um eine neue Frage, aber das wird immer wichtiger, immer und immer wichtiger. Und nachdem es strategisch bei der Erziehungs- oder Bildungspolitik positioniert ist. So ist es zum Beispiel 2019 passiert, dass die ATTAC, die Globalisierungsorganisation ATTAC, wurde zum Beispiel ihr ONG-Status, also nicht NRO-Regierungsstatus, nicht Regierungsorganisationsstatus aberkannt. Und die Begründung war, dass ATTAC nicht gegen beidseitige Bildung anbietet, und ich zitiere, sondern dass sie generell politische Ziele verfolgt haben. Deswegen wurde ihnen der Status einer Nichtregierungsorganisation aberkannt. Und gleichzeitig haben wir in Österreich gesehen, dass es sogenannte Wertekurse gibt, verbunden mit Deutschkursen, die sogenannte österreichische Werte, was immer das sein mag, unterrichtet werden sollen. Und das bringt mich zu dem Problem einer gemeinsamen Überlegung, wessen Neutralität hier infrage gestellt wird in der Bildungspolitik und zu welcher Auswirkung für wen diese Ziele gedacht werden. Zusätzlich möchte ich dann das Fokus auf einen selbst legen. Wie bin ich in soziale Machtverhältnisse involviert in meinem Unterrichten? soziale Machtverhältnisse involviert in meinem Unterrichten? Sind pädagogische und Forschungsfragen immer involviert in diese Lehrpraktiken? Wenn es nicht von außen kommt, die Macht und die Dominanz, wo würden wir hingehen in unserer Lehre ohne Forschung? Gibt es einige Punkte, einige blinde Punkte, die wir nicht sehen, weil wir sie einfach nicht sehen, die wir dann auch nicht unterrichten können? Beziehungsweise wo wird es unangenehm, über unsere eigene Involviertheit nachzudenken? Das bringt mich zum zweiten Punkt, und zwar der Reflexion und der Eremedien. In dieser Diskussion sind wir auf einen Punkt gekommen, das war der Körper. Wir werden also heute ein paar Dinge über den menschlichen Körper hören, aber nicht als biologische Einheit, sondern eher, wie wir es verstehen können, als konstruiert, also involviert in Gewaltfragen beziehungsweise rassistische Gewalt oder geschlechterabhängige Gewalt. Und Rachel wird das anders formulieren. Mit diesen Körpern, in denen wir leben, stehen wir aber auch im Klassenzimmer. Und hier könnten wir fragen, wie können wir uns des Körpers mehr bewusst sein und auch in die Reflexion einschließen? aber wie können wir auch Emotionen und Affekte fühlen, ohne die Individualisierung oder Individualisierungsmusters einzugreifen? Was hat das mit diesem Körper auf sich? Wenn wir diese paar Fragen bedenken, also an diese Fragen denkend freue ich mich sehr auf die folgende Präsentation und anschließende Diskussion. Jede Präsentation wird rund 25 Minuten dauern. Und nachdem wir beide Diskussionen gehört haben, beide Präsentationen, Entschuldigung, wir haben jetzt eine kurze Zusammenfassung gegeben für fünf Minuten. Präsentationen. Entschuldigung, dann wird es eine kurze Zusammenfassung geben für fünf Minuten und dann werden wir uns noch mal treffen für eine offene generelle Diskussion. Und jetzt freue ich mich ganz besonders, unsere erste Sprecherin zu präsentieren, Brigitta Busch. Professor Brigitta Busch forscht und lehrt am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien, auch in Südafrika an der Stellenbosch-Universität. Und 2009 hat sie eine Bertha-Kalik-Professur zur Förderung exzellenter Wissenschaftlerinnen bekommen. Seit dem Beginn ihrer akademischen Laufbahn, die sie im zweiten Bildungsweg absolvierte, widmete sie sich den Fragen der Mehrsprachigkeit ursprünglich in Kärnten und in Südosteuropa, wo sie auch für das Europäische Rat gearbeitet hat. Zusätzlich ging es ja um die Weiterentwicklung des sprachbiografischen Ansatzes und der kreativvisuellen Methode zur Analyse der Sprachwissenschaft und des sprachwissenschaftlichen Repertoires. Ihr Input heute geht über Reflexion zu Displacement und der körperlichen Dimension der Sprache. Ich freue mich sehr darauf. Bitte, Brigitte. Vielen Dank, Natascha, für diese freundliche und schöne Einführung und vielen Dank auch für die Einladung, dass ich hier in diesem großartigen Workshop teilnehmen kann. Ich werde nun meinen Bildschirm teilen, denn ich habe eine kleine Präsentation vorbereitet. Okay, man sollte es sehen. Wir haben es vorher ausprobiert. Da hat es gut funktioniert. Interessanterweise jetzt sehe ich das nicht. Okay. Es tut mir leid. Ich weiß jetzt nicht, ob es noch funktioniert. Was passiert ist? Nein, eigentlich nicht. No. Does it work now? Yes. Okay, perfect. Funktioniert es jetzt? Ja, okay, sehr gut. Ich weiß nicht, was passiert ist. Etwas ist passiert. Kehren wir zum Anfang zurück. Okay, ich denke, es passt jetzt alles. Nun, Natascha hat bereits den Titel erwähnt, Reflexion über Vertreibung und die körperliche Dimension von Sprache. Wie wir alle wissen, spricht man in der Linguistik derzeit eher von einem kommunikativen Repertoire als über Sprachen, als einzelne Einheiten und man spricht auch nicht mehr so von individuellem Monolingualismus, individueller Einsprachigkeit. Repertoire, das sich im Lauf des Lebens in unterschiedlichen sozialen Umgebungen entwickelt. Es umfasst Sprachen, aber auch Dialekte, Soziolekte, aber auch unterschiedliche Wege der Kommunikation und auch die Regeln und die Konventionen des Sprachgebrauchs. die Konventionen des Sprachgebrauchs. Dieses Repertoire wird von Ideologien beeinflusst und dies ist ganz wichtig, denn hier spielen soziale Ideologien und politische Überlegungen eine Rolle. Hier haben diese Auswirkungen darauf, welche Ressourcen wir nutzen oder nutzen können in einer Interaktion mit anderen in bestimmten Kontexten. Das heißt, diese Ideologien haben einen Einfluss auf unseren Zugang zu Sprechweisen und zu unterschiedlichen Gruppen von SprecherInnen. von SprecherInnen. Natascha hat auch bereits die körperliche Dimension erwähnt und wir alle wissen, dass oft es bestimmte Vorurteile oder Klischees gibt, die mit bestimmten Sprechweisen und Erfahrungen verknüpft sind. Das heißt, das Repertoire ist nicht neutral, sondern wird beeinflusst von sozialen Faktoren, von der Position innerhalb der Gesellschaft. Aber das Repertoire hat auch eine subjektive Dimension und hier kommt der Kontext zum Körper, zu der Art und Weise, wie Sprache erlebt diese Erfahrungen, die wir sammeln, wenn wir als legitime SprecherInnen oder als nicht legitime SprecherInnen anverstanden werden, dann hat dies einen Einfluss psychisch auf uns. Und dies ist ein Faktor, der oft nicht beachtet wird. Es gibt mittlerweile einiges an Forschungsarbeit dazu, aber im politischen Diskurs und im sozialen Diskurs wird dieser Faktor sehr oft vernachlässigt. Und hier kommen auch Gefühle wie Scham zum Beispiel ins Spiel. Und das ist eng mit dem Spracherlebnis verbunden. Und dann erkennen wir manchmal, dass etwas als nicht angemessen erachtet wird. Und dann fühlen wir Scham. Das kommt sofort in uns auf und das führt dann wiederum zur Ausgrenzung. Und wir können dann später auch während der Diskussion vielleicht noch mehr auf diese körperliche Dimension eingehen. Aber dieses Sprachrepertoire ist immer gegeben in gewisser Form. Wie wir es nutzen, welchen Teil wir davon nutzen, hängt sehr stark vom Gespräch, von der Situation, von der Interaktion ab. Was passiert, wenn es nun zu einer Vertreibung kommt, wenn wir übersiedeln, wenn wir an einem anderen Ort sind, dann erfahren wir, dass das Repertoire plötzlich nicht mehr passt. dass das Repertoire plötzlich nicht mehr passt. Und diese Erfahrung kann ganz einfach sein, wenn man zum Beispiel von Wien nach Vorarlberg reist. Das sind nur ein paar hundert Kilometer innerhalb des selben Landes. Aber dennoch sieht man plötzlich, dass das Repertoire, das man in Wien nutzt, vielleicht nicht mehr ganz passt im Kontext, im Umfeld von Vorarlberg. Manche fragen einen vielleicht, von wo man kommt. Es gibt vielleicht ein Missverständnis, dass diese Erfahrungen kann es natürlich auch bei Urlohenen Menschen, bei Vertreibung im extremsten Fall. Aber diese Erfahrung, dass unser Sprachrepertoire nicht passt, ist eine Erfahrung, die wir alle früher oder später in unserem Leben gemacht haben. Woraus besteht diese Erfahrung? Zum einen ist es ein erhöhtes Bewusstsein des eigenen Sprachrepertoires und der eigenen kommunikativen Praxis, über die wir normalerweise eigentlich nicht nachdenken. Und ich möchte hier über den Begriff Peresivanje, Erfahrung von Vygotsky sprechen. Denn ich denke, dies ist ein ganz zentraler Begriff in unserem Diskurs und in unserem Kontext. Selbst wenn wir diese grundlegende Erfahrung des nicht hineinpassenden Sprachrepertoires kennen, müssen wir uns dessen bewusst sein, dass unterschiedliche Menschen verstörende Erfahrungen unterschiedlich handhaben. Wie Gotski vorstellt, die Erfahrungen von drei Geschwistern, die ganz unterschiedlich auf häusliche Gewalt reagierten. Das älteste Kind hat verstanden zum Beispiel, dass die Mutter überfordert war von einer sehr komplexen Situation. Hat auch die politische Dimension des Ganzen verstanden und sie hat diese Unsicherheit weitergegeben und auch gewalttätig reagiert. Und das älteste Kind hat versucht, die Mutter zu beruhigen. soziale Umfeld keinen direkten statischen Einfluss hat, sondern dass die emotionale Erfahrung eine sehr große Auswirkung hier hat. auch die Rangordnung innerhalb der Geschwister und auch diese Vorstellung, dass das älteste Kind bereits wusste, wie es außerhalb der Familie etwas das Leben meistern konnte, hat für Vygotsky gezeigt, dass obwohl die objektiven Faktoren für alle drei Kinder gleich waren, obwohl die häusliche Gewalt einen Einfluss auf alle hatte, erfuhr jedes Kind die Gewalt anders, erlebte jedes Kind diese Erfahrung anders. Und wenn wir das nun übertragen auf die Gegenwart, dann müssen wir uns dessen bewusst sein, dass eine Vertreibung uns das Gefühl des nicht passenden Sprachrepertoires zu ganz unterschiedlichen Erfahrungen führt bei unterschiedlichen Menschen. Das heißt, diese Erfahrung des nicht passenden Sprachrepertoires kann als Herausforderung gesehen, als negative Erfahrung, als Unsicherheit, als ein Verlust des Selbstvertrauens, als Scham, das Gefühl, die Stimme verloren zu haben, als mangelnde Anerkennung, als Ausgrenzung. Es kann aber auch als positive Erfahrung gesehen werden, als das Bestreben, das eigene Repertoire auszubauen, um ein neues soziales Umfeld zu erkunden, um aus beschränkenden Regeln auszubrechen. Oft ist das Erlebnis eine Mischung aus beiden Varianten. Es ist oft eine Mischung aus positiven und negativen Erfahrungen als widersprüchlichen Gefühlen zum Teil auch. Das heißt, die wichtigen Faktoren sind soziale, symbolische und materielle Ressourcen. Und sehr wichtig ist auch die Position innerhalb der Gesellschaft, die Perspektive, der Hintergrund, der Status innerhalb der Gesellschaft. innerhalb der Gesellschaft, in dem Sinn, ob man sozial abgesichert ist oder nicht. Und ich beziehe mich hier etwas auf Hannah Arendt, dass wenn man keinen Standpunkt hat, wenn man keinen Status hat in der Position, dann ist es ganz egal, was man sagt, es wird nicht gehört. Andere wichtige Faktoren sind die Akzeptanz oder die Ablehnung durch das soziale Umfeld. Ich denke hier, an diesen letzten Punkt muss ich gar nicht weiter eingehen, denn das ist ein Faktor, ein Aspekt, den wir alle kennen, leider Gottes. Und ich möchte hier mich beziehen auf Julies großartiges Buch, das vor einigen Jahren herausgekommen ist, Creating a Multivocal Self, und sie spricht hier diese unterschiedlichen Erfahrungen und mit unterschiedlichen Repertoires an und die Auswirkungen. Die meisten wissen, dass wenn ich einen Vortrag halte, dass es meistens um das Sprachporträt geht und dieser Vortrag ist natürlich keine Ausnahme. Es ist ein Konzept, das im Bereich der Pädagogik sehr weit verbreitet ist. Die TeilnehmerInnen visualisieren und besprechen ihre kommunikativen Ressourcen in Bezug auf ihre Körpersilhouette. Beim Sprachporträt ist es wichtig, dass es nicht nur um das Zeichnen geht, um die Darstellung, um die Gespräche, die rundherum stattfinden, wenn es Gespräche über die Sprachressourcen gibt. Und all diese Faktoren machen dieses Portrait eigentlich wichtig. Wenn es um diese Produktion des Portraits geht, dann ist dies immer das Ergebnis einer Zusammenarbeit, das ganz stark mit dem Kontext verbunden ist. In einem bestimmten Kontext, an einem bestimmten Tag wird dieses Sprachporträt einer und derselben Person wahrscheinlich anders aussehen als an einem anderen Tag, zu einem anderen Zeitpunkt, in einem anderen Kontext und Umfeld. Das heißt, die Darstellung an sich wird jetzt nicht ohne Kontext gesehen, sondern es geht hier um das Ergebnis einer Zusammenarbeit, das sehr kontextgebunden ist. Ich bin mir dessen bewusst, dass in einer Gruppe von Studierenden es andere Ressourcen gibt und der Fokus auf etwas anderem liegen wird als vielleicht in einem anderen Kontext. Aber ich denke, es ist immer interessant, Aber ich denke, es ist immer interessant, dass es die TeilnehmerInnen dazu a immer in einer Lehrbeziehung gibt, etwas überwunden werden. Und es führt oft zu einem Austausch auf Augenhöhe. Und dies kann dann sehr positive Auswirkungen haben und die TeilnehmerInnen können auch anhand des Sprachporträts betrachten, wie sehr sich ihr Repertoire im Laufe der Zeit zum Beispiel verändert hat. Ich denke also, dass dieses Porträt wirklich ein sehr interessanter Ansatz sein kann, der nicht zu sehr in das Persönliche eingreift. Und dieser Ansatz ist sehr achtsam, würde ich einmal sagen. Drehen kann hier als Bezugspunkt dienen für das Denken in Metaphern zum Beispiel. Hier beziehe ich mich auf Lecker von Johnson, die gesagt haben, dass die Welt der Metaphern, die wir nutzen, dass sich dies immer auf den Körper bezieht letzten Endes. Selbst wenn wir von Metaphern mit Bezug auf hinaus oder hinuntersprechen, dann bezieht sich das letzten Endes auf den eigenen Körper, wie wir definieren, was oben und was unten ist. Das heißt, diese Körpersilhouette dient als Bezugspunkt und hilft uns, unsere Welt der Metaphern zu strukturieren. Und es geht hier nicht unbedingt nur um Körperteile, sondern es geht auch um die Dimensionen, um die Positionierung des Körpers in der Umgebung, im Umfeld, was oben und unten ist. Gleichzeitig regt das Porträt auch dazu an, dass man über die eigenen kommunikativen Ressertoire nachdenkt. Bei einem Lebenslauf zum Beispiel, dann verfolgen wir einen sehr linearen Ansatz. Aber bei diesem Porträt können wir uns mehr auf Bezüge beziehen, auf Beziehungen. Man kann hier auch die Perspektive eines Körpers, der Sprache aufnimmt oder Sprache von sich gibt, berücksichtigen. Und dies hat einen Bezug auf das körperliche Erleben von dem Alltag und von Sprache. Hier beziehe ich mich auf den Begriff von Body Image, also Körper Image, das 1984 von Dolto entwickelt wurde. Und hier geht es um die Darstellung des eigenen Körpers in Interaktion mit anderen. Und diese Darstellung wird selbst evaluiert und ist das Ergebnis der eigenen Vorstellung. Ich kann hier nicht zu sehr ins Detail gehen, leider Gottes aufgrund der zeitlichen Einschränkungen, aber ich möchte nun zu einem Beispiel kommen aus einem Workshop, der vor circa sechs Jahren stattgefunden hat in Österreich. Es ging hier um das Sprachporträt von Frau L. Dieses Sprachporträt fand in einem Kontext statt, wo es zwei Vorstände gab und Frau L. zwei Vorstände gab und Frau L. Sie wurde in Osteuropa geboren und ihr Mann hat fünf Jahre lang in Österreich gearbeitet, als sie geheiratet haben, aber dennoch hat sie kein Visum erhalten, um mit ihrem Mann in Österreich zu leben. Das heißt, fünf Jahre lang gab es eine Trennung. Dennoch hatten sie zwei Kinder gemeinsam und schließlich hat sie sich dazu entschieden, nach Österreich dennoch zu reisen. Und sie hat dann mehr in so einem halblegalen Raum gelebt. Sie hat sich hier über Touristenvisa in Österreich aufgehalten und sie hat über zehn Jahre darum gekämpft, dass sie eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhält, während ihr Mann und merkwürdigerweise auch ihr Sohn eine Arbeitsberechtigung und Aufenthaltsberechtigung hatten. Arbeitsberechtigung hatten. Ich werde nun die Zitate auf Englisch vortragen. Sie sehen aber die Originalzitate auf Deutsch auf den Folien. Während der Vorstellung Ihres Portraits sagte sie, ich habe immer Angst gehabt, dass ich abgeschoben werde. Ja, und ich habe immer geguckt, wenn ein Polizeiauto oder so vorbeikommt. Ich war immer am Fenster, immer. Das war... Dann hat sie gesagt, Entschuldigung, jetzt bin ich etwas, habe ich den Fahnen versorgen. Wir wurden gemobbt und von Nachbarn und das war schwer, weil ich war die ganze Zeit zu Hause mit Kindern. Und wir wurden angeschrien, scheiß Ausländer, und geht ihr weg? Und hat so viele Schlüssel hier gehabt, hat alles zugesperrt, zehnmal kontrolliert. Und dann musste ich ab und zu im Garten mit den Kindern, weil das geht nicht. Nur drinnen die ganze Zeit und die Gardinen zu und die Fenster zu. die Fenster zu. Interessant hier ist, dass diese Erfahrung des keinen Status haben, des ausgegrenzt sein, dieses Gefühl, keinen Standpunkt vertreten zu können, dass sie sich von der Gesellschaft abgrenzen musste, dass sie im Inneren bleiben musste, dass sie nicht nach außen gehen konnte. Und das Rassismus von den Nachbarn hat aber auch dazu geführt, dass sie während dieses Lebens mit Spannung neue kommunikative Praktiken entwickelt hat. Und so hat sie sprachübergreifende Praktiken mit Frauen in der Nachbarschaft entwickelt. mit Frauen in der Nachbarschaft entwickelt. Und da habe ich ein bisschen auf Ukrainisch gesprochen. Es war ein bisschen gemischt, aber es ist gegangen. Wir konnten uns verständigen. Man sieht hier in diesem Porträt, dass es auch einige kleinere Punkte gibt. Das sind unterschiedliche Sprachen, wo sie einzelne Ausdrücke verwendet hat im Austausch mit NachbarInnen. Das war ganz wichtig für sie. Und auch das Singen in der Kirche, das gefällt mir sehr, das zu hören, weil die Wörter sind da, die Bedeutung ist egal. Das habe ich sehr oft gehört, dass diese Sprache oder die Nutzung von Sprache, das Zuhören, wo es keinen Druck gibt, hier wirklich eine Botschaft zu vermitteln, sondern wo es einfach nur darum geht, ein Gemeinschaftsgefühl mit anderen zu erleben, dass dies ganz wichtig ist, um Sprachressourcen zu entdecken in sich selbst. Und das ist diese semiotische Dimension von Sprache, dass man auch kommunizieren kann, wenn man sich mehr auf die formalen Aspekte, auf die Betonung zum Beispiel konzentriert, die Begriffe an sich geht. Und das sehen wir zum Beispiel bei kleinen Kindern, aber es wird auch im kreativen und künstlerischen Diskurs oft verwendet. Das hört man relativ oft, wenn Menschen über ihre Sprachporträts sprechen, dass diese semiotische Dimension ja, Deutsch ist sehr wichtig für mich. Ohne Deutsch kann ich mir nicht vorstellen, hier zu leben. Es ist sehr schwer, in einem Land zu leben ohne die Sprache beizubringen. Ich bin auch nicht zufrieden. Für mich ist es aber sehr wichtig, weil ich lebe hier mit meinen Kindern, mit meiner Familie und ich möchte diese Sprache lernen und es gefällt mir auch. Und über dieses letzte Zitat allein könnten wir eine Stunde sprechen. Über dieses letzte Zitat allein könnten wir eine Stunde sprechen. Denn es gibt hier diesen Aspekt, dass sie sich sehr, sehr viel bemüht hat, die Sprache zu lernen mit ihren Kindern, denn sie konnte nicht teilnehmen an offiziellen Sprachkursen aufgrund ihres nicht gegebenen rechtlichen Statuses. Aber sie hat versucht, das Maximum für sich herauszuholen. Aber man muss auch bedenken, dass sie ja kaum außer Haus gehen konnte, weil sie Angst hatte vor der Polizei, Angst hatte, aufgegriffen zu werden. Angst hatte, aufgegriffen zu werden. Aber man sieht ja diese Ambivalenz. Auf der einen Seite ist sie sich dessen bewusst, dass es sehr wichtig ist, Deutsch zu lernen. Sie weiß, dass Deutsch wichtig ist für die Integration. Sie weiß, dass dieser Diskurs über die Deutschkenntnisse sehr wichtig ist. Aber gleichzeitig weiß sie auch, dass sie noch nicht perfekt ist und sie möchte perfekt sein. Sie spürt auch den Druck, hier perfekt sein zu müssen. Und das ist vielleicht auch ein Aspekt, der dann später in der Diskussion interessant sein könnte. Welche Form von Deutschkenntnissen erwarten wir, benötigen wir? Leider muss ich jetzt die Zusammenfassung relativ kurz halten. Dieses Leben in Spannung führt dazu, dass einem die Grundrechte genommen werden und das führt zu dem Gefühl, verloren zu sein und ein Gefühl der Prekarität auf unterschiedlichen Ebenen. Es geht um die Ebene des Diskurses, da gibt es eben den Fremdenhass und rassistische Bemerkungen, rassistischen Diskurs und natürlich auch die bürokratischen Hürden und die rechtlichen Bestimmungen, all dies führt zu Ausgrenzung. Dann gibt es die Ebene der Sprachnutzung, dass man verurteilt wird, dass man die einzelne Sprache, die Amtssprache des Amtslandes noch nicht gut genug kann, dass diese Sprachkenntnisse ja notwendig sind, um das Alltagsleben meistern zu können. Und schließlich gibt es diese Ebene, dass man das Gefühl hat, dass man keinen Status in der Gesellschaft hat, dass man keine Stimme hat. Das macht es ganz, ganz schwierig, mit anderen in einen Austausch zu treten. Und diese Erfahrung war für Frau L. sehr traumatisch. Nach 13 Jahren hat sie schließlich die Aufenthaltsgenehmigung erhalten und sie konnte dann an einem Deutschkurs teilnehmen und sehr schließlich und endlich auch einen Job gefunden. Aber dennoch war das eine sehr schwierige Situation für sie. Ich sehe, dass ich nicht mehr sehr viel Zeit habe, darum werde ich jetzt etwas raffen. Kehren wir noch einmal zu diesem Sprachporträt zurück. Es gibt uns die Möglichkeit, hier eine Auslegung, eine Interpretation der eigenen sprachlichen Entwicklung zu entwickeln und zu reflektieren. Und es gibt hier sehr viel Spielraum bei diesem Ansatz. Aber wenn wir dieses Sprachporträt nutzen, dann müssen wir auch akzeptieren, wenn Menschen einfach nicht so viel Information über sich selbst preisgeben möchten oder wenn sie vielleicht erst Tage später reflektiert haben und dann Informationen preisgeben. Und ich denke, es ist sehr wichtig, dass das Porträt auch uns dabei hilft, Bewusstsein zu bilden. Und manchmal werden wir uns auch von kommunikativen Ressourcen bewusst, die wir gar nicht so am Bildschirm hatten, dass wir vielleicht in einer dritten Sprache zumindest etwas kommunizieren können. Oder wir werden uns dieser semiotischen Dimension der Sprache bewusst. dieser semiotischen Dimension der Sprache bewusst. Also vielleicht gibt es hier noch etwas Vergessene, Verkümmerte, Verlorene Sprachkenntnisse abseits der offiziellen Sprachen, die man spricht. Ich möchte mich für die Aufmerksamkeit bedanken und ich freue mich jetzt sehr auf unsere Diskussion im Nachhinein. Ich werde jetzt die Präsentation schließen. Brigitte, vielen, vielen Dank für diesen sehr, sehr interessanten Vortrag. Ich bin mir sicher, dass wir sehr viel im Nachhinein darüber sprechen können. Es wird sicher sehr viele Kommentare und Fragen geben. Bitte schreibt diese Kommentare und Fragen in den Chat, denn nun kommen wir direkt zum Vortrag von Julie Choi. Und ich denke, dieser Vortrag passt sehr gut zum ersten Vortrag und darum stelle ich jetzt nun sehr gern Frau Dr. Julie Choi vor. Sie ist Dozentin für Pädagogik an der Melbourne GraduateOL-Programmen an der Universität und hat mehrere Forschungsprojekte in den Bereichen Primar-, Sekundar- und Tertiärbildung sowie Alphabetisierung von Erwachsenen mit Migrations- und Alphabetisierungslernen, Geschichten erzählen, reflektierendes und reflexives akademisches Schreiben mit autoethnografischen Ansätzen und Sprachlehrerausbildung. Sie ist die Mitherausgeberin der Bücher Language and Culture, Reflective Narratives and the Emergence of Identity der Bücher Language and Culture, Reflective Narratives and the Emergence of Identity und Pluralingualism in Teaching and Learning, Complexities across Contexts. Und sie ist auch die alleinige Autorin von Creating a Multivocal Self, Auto-Echinography as Method. Und dieses Buch wurde auch bereits von Brigitta Busch erwähnt. Der Titel des Vortrags ist Unangenehme Reflexivität und Liebeshandlungen in Lehr- und Lernbeziehungen mit geflüchteten Frauen im Alphabetisierungsprozess in Melbourne und Australien. Ich freue mich sehr auf den Vortrag. Vielen Dank, Natascha. Ich versuche ebenfalls, meinen Bildschirm zu teilen. Ich möchte mich zuerst mal herzlich bedanken bei den Organisatoren, dass ich über eines der ersten Projekte sprechen kann, mit denen ich meine Arbeit begonnen habe, war, weil unsere fortgeschrittenen Lehrer pädagogische Richtlinien haben wollten oder Unterstützung, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Es gibt viele Herausforderungen für die Lehrer und ich habe hier auch ein paar Kommentare inkludiert. Zum Beispiel ging es darum, wie die Lernenden körperlich anwesend waren, aber geistig leider abwesend waren. Und ich glaube, wir alle kennen dieses Problem. Und ich habe hier etwas Ähnliches in einer anderen Studie gefunden, die sehr vor kurzem stattgefunden hat. Und zwar ist es ein Multi-Model-Task. Hier gibt es eben diese Gesichter, wo man gewisse Teile verwendet, um Informationen zu bekommen, woran die Lernenden gerade denken, was sie sehen, hören, riechen, fühlen. Und es gibt sehr viel Beweise für diese Trennung von Körper und Geist bei den Lernenden. Und die meiste Zeit sind sie geistig beschäftigt mit Sorgen über ihre Familien, die sich in anderen Erdteilen oder Ländern befinden. Und da möchte ich ein paar Beispiele geben auf die Frage, was denkst du gerade, sagte Frau Person. Ja, mein Sohn, mein Sohn ist in Kenia und ich denke über meine Eltern. Mein Vater war zum Beispiel krank oder mein Sohn ist im Sudan und krank. Und wir hatten auch Leute, die über Schmerzen sprachen, die sie selbst hatten. Viele Leute haben eben berichtet, dass sie während sie im Klassenzimmer sitzen, dass sie sagten, ich denke gerade an mein Bein, das unfassbar schmerzt. Oder über den nächsten Termin beim Doktor oder den Termin, den sie vermisst haben beim Arzt. Und das heißt, die privaten Bereiche und die Lernbereiche sind nie getrennt. Es gibt für die Lehrer nie die Möglichkeit, diese Bereiche zu trennen, denn alles, was eben im privaten Bereich passiert, ist irgendwie vermischt oder eingebunden. Also diese Sprachporträts zeigen das eben sehr gut, dass diese Bereiche vermischt sind. Und ein paar inhaltliche Informationen. In einem Teil, wo ich eben gemerkt habe, dass es sehr viele Erwachsene mit Migrationshintergrund gibt, da hatten wir noch nicht sehr viel Erfahrung mit Lernenden, die nicht schreiben und leisen könnten. Vororten und es wurde uns eben ein Klassenzimmer angeboten und wir hatten auch einen Bereich für Kinder organisiert und Stühle und Tische und WLAN und das Klassenzimmer war im Zentrum des Gebäudes. Es war also sehr leicht für die Studierenden und Lernenden, zu uns zu kommen und auch wieder zu gehen in diesem Wohnkomplex. Und obwohl wir uns über die Logistik viel Gedanken gemacht hatten und auch Getränke anboten wie Tee oder Kaffee oder auch die Unterlagen alle als Kopien, als Arbeitsblätter vorbereitet hatten, war es eben schwierig, weil gerade das, was ich vorhin erwähnt habe, hat eben das alles sehr beeinflusst. Und was sind die Erwartungen bezüglich Alphabetisierung? Ich möchte euch ein paar Beispiele geben. Am ersten Tag gab es zum Beispiel einen Fragebogen und obwohl die meisten Frauen mit afrikanischem oder arabischem Hintergrund waren, haben wir den Großteil der Lehrenden oder Frauen am ersten Tag verloren. Hier sieht man gut, wie naiv wir waren, denn wir haben natürlich noch nicht verstanden, wie es Leuten geht, die kaum lesen und schreiben können. Wir haben natürlich noch nicht verstanden, wie es Leuten geht, die kaum lesen und schreiben können. Und dann haben wir einen Fragebogen gemacht, der schriftlich war. Also wir haben natürlich versucht, sie zu unterstützen und wir hatten alle gute Absichten, aber die Umsetzung war schlecht, denn wir haben nicht verstanden, wenn man sie hinsetzt und sie zwingt zu schreiben, nicht nur zu schreiben, sondern in der Sprache zu schreiben, die der Unterdrücker sozusagen ihnen vorgibt. Und dass das eigentlich sehr erniedrigend ist für sie. Das war eben ein sehr deutliches Beispiel, das zeigt, wie diese Frauen durch unseren Fehler gelitten haben. Und das hat sie zum Beispiel eine Stunde gebraucht, um diesen Fragebogen auszufüllen. Und wir haben hier sehr viele Fehler gemacht. Und dann sind wir mit einer Forschungsmethode namens Duo-Ethnografie aufgekommen. Und zwar haben wir gedacht, dass das ein gutes Werkzeug, eine gute Methode sein könnte, die uns erlaubt hat, dass wir uns selbst während des Projekts sozusagen überwachen, indem wir zum Beispiel auch kritische Momente aufgezeichnet haben, die im Klassenzimmer stattgefunden haben und das passierte direkt nach dem Unterricht. Also wir haben eben, wie gesagt, unsere eigenen Gedanken begonnen aufzuzeichnen und unsere eigenen Momente, in denen wir Schwierigkeiten hatten und unsere Falschannahmen und Fehler, die wir machten. Und dann haben wir mit den Kollegen darüber gesprochen, was die ursprünglichen Absichten waren und aber auch über unsere Ängste, damit wir daran weiter arbeiten können. Später haben wir das in einem Buch veröffentlicht und ich möchte es hier den Organisatoren auch zukommen lassen, damit jeder Einsicht haben kann. Wir haben vor allem darüber gesprochen, was vorgekommen ist. Ich erinnere mich an eine Frau, wollte nicht einmal ihren Stift halten, um ihren Namen zu schreiben. Dann haben sie die Stifte getauscht. Und das war wirklich ein Wake-up-Call für uns. Also das hat uns aufmerksam gemacht. Wir müssen kreativere Wege finden, um diese Frauen kennenzulernen, wer sie eben sind und was sie wirklich brauchen. Wenn wir klüger gewesen wären, wären wir wieder zu diesen Gesichtern und Umrissen der Köpfe zurückgegangen. Das wäre viel besser gewesen als erster Schritt. Aber das haben wir damals noch nicht gewusst. Letztendlich habe ich eine Menge, sehr viel darüber nachgedacht, wie ich es für die Menschen leichter machen kann. Denn ich will ja sozial gerechte Arbeit leisten. Und wie geht es um die Sprache der Kolonialisten? Also es geht auch um Machtverhältnisse. Und so gibt es aber so gewöhnliche weltliche Lehrprobleme im Unterricht. Und wir müssen über ihr lernen. Von den über 20 Leuten, die kamen, blieben dann letztendlich vier übrig, vier Frauen. Und sie haben sich selbst alle Analphabetinnen genannt, obwohl sie sich mündlich ganz gut ausdrucken konnten. Und das zeigt eben sehr viel, welche unterschiedlichen Und sie sich mündlich ganz gut ausdrucken konnten. Und das zeigt eben sehr viel, welche unterschiedlichen Hintergründe sie haben, geschichtlich oder von der Ausbildung her oder bezüglich Alphabetisierung. Wir hatten zwölf Unterrichtseinheiten, zwei bis drei Mal pro Woche. Und unsere Absicht war es, mit ihnen die Themen zu besprechen, die für sie interessant wären. Das heißt, wir wollten natürlich einen Zugang der Teilnehmenden, der aktiven Teilnahme haben, das Projekt gemeinsam gestalten und nicht über sie forschen, sondern mit ihnen gemeinsam und sie unterrichten. Und wir haben mit ihnen darüber gesprochen, über diese Forschungen und was es braucht bezüglich der englischen Sprache. Und wir wollten die Entscheidungen gemeinsam treffen, was sie lernen wollen und wie sie es lernen wollen. Das klingt alles sehr nett, richtig? Aber sogar hier waren wir sehr naiv, denn in Wirklichkeit haben wir sehr schnell bemerkt, dass sie ihre Rolle als TeilnehmerInnen oder als EntscheidungstrefferInnen nicht sehen, weil wir sind die Lehrer und wir sollten ihnen das vorgeben. Und am Ende wurden dann die Themen doch erst wieder von uns entschieden. Und wir haben eben ein paar grammatische Themen für jede Einheit vorbereitet. Und wir wollten eben alles, was wir sehen, als Ressource verwenden. Natürlich haben wir unsere Hausübung gemacht und es geht um die Best Practices. Aber wir wollten Sie natürlich immer wieder involvieren und auch weiterhin dazu auffordern, egal wie oft wir Sie fragten, wie oft wir es probiert haben, was Sie möchten und was Sie wissen wollen und wie Sie eben das Lernen gestalten möchten. Die Antwort war immer Grammatik. Gehen wir wieder zur Grammatik. Und zwar ganz traditioneller Grammatikunterricht. Also sprich Lückentexte und Wiederholungen und Drill. Und dann waren sie sehr zufrieden, wenn sie diese Übungen verwenden könnten. Und dann wollten sie eben diese Übungen in ihre Hefte übertragen, einfach abschreiben. Und für sie hat das perfekten Sinn gemacht, denn das waren ihre Vorstellungen von Schule und Lernen. Und ihre Erfahrungen waren, dass die Lehrenden einfach diktieren und die Studierenden eben die Sachen aufschreiben. Und wir haben verstanden, dass ihnen das ein Gefühl von Sicherheit gibt. Und vor allem in den Anfängsstadien hat dieses System sich sehr zufriedengestellt und sozusagen eine Sprache so theoretisch kennenzulernen. Wir haben also sehr viel darüber gelernt zuerst, dass sie sich auf Grammatik fokussieren wollten. Und was wir aber wollten, war, dass wir den Austausch fördern und dass es ein kommunikativer Zugang ist und Dinge, die man eben nicht in den Schulbüchern findet. Und wie geht's? Danke. Ja, mir geht's gut. Aber wir wollten viel mehr machen als das. Wenn wir uns eben dieses kurze Beispiel hier ansehen, das wir aufgezeichnet hatten. Und in einem Unterricht sagte ich, okay, heute sprechen wir über Vorteile und Stereotype. Und Jana und Kotra, zwei der Frauen, haben miteinander in kurdischer Sprache gesprochen. Und ich sagte, worüber redet ihr? Und die Kotra sagt, sie fragt, warum reden wir über Stereotype oder Vorteile? Ich muss lernen, wie man Hallo sagt oder wie geht's und mehr Grammatik. Und das war wirklich völlig unerwartet. In der Minute, in der es gesagt ist, dachte ich natürlich, warum rede ich überhaupt über Verurteile, denn offensichtlich wollen sie ja völlig grundlegende Dinge lernen. Und bei der Aufzeichnung, wie in einem Seed-Korea, Diana sagte, es ist gut, dass wir mehr lernen, als Hallo zu sagen und sich zu grüßen, damit man über das Leben in Australien reden kann und was man schwierig findet und was einem jeden Tag helfen kann. Also heutzutage, wenn ich mir das anschaue, denke ich mir, ja, unser Zugang war eben, wie gesagt, naiv. Wir haben eben gedacht, wir wissen, was gut für sie ist. Und dann gleichzeitig sagen wir aber, wir wollen das tun, was gut für euch ist. Und am Ende haben wir viel darüber nachgedacht und geschrieben, ob wir nicht nur für uns in Wirklichkeit unterrichten. Das ist genau das, was wir bei der Ethnographie machen. Wir sind sehr bewusst, es ist uns bewusst geworden und erst in den Diskussionen nach dem Unterricht hat uns das gezeigt und bewusst gemacht, was in diesen Dialogen passiert ist. Wir haben sehr viel darüber gesprochen, wie wir die Studierenden dazu bekommen, ihre Meinung zu sagen. Aber was passiert, wenn unsere Pläne nicht aufgehen und wie wir sie vielleicht beeinflussen, ohne wirklich das zu wollen. das zu wollen. Aber in Wirklichkeit, die Lernenden wissen ja sehr genau, was sie wollen und was sie brauchen. Und wenn sie eben sprechen, ist uns das auch nicht immer klar, ob wir die richtige Art der Positionierung oder Art des Unterrichts haben, um das wirklich aufzunehmen. Und vor allem dieses Problem, dass ihre Stimme hören machen, dass sie sagen, was sie lernen wollen, das war für uns ein Wendepunkt. Und der Wunsch nach dieser Grammatik und wir wollten eben mehr Enthusiasmus beim Reden, das heißt, das eigentliche Thema der Vorteile ging über Diskriminierung. Und sie hatten so viel über Ungerechtigkeit zu erzählen. Und da ging es um alles, Körper, Geist. Und in dieser Unterrichtsstunde gingen wir dann zu anderen Schwingthemen, Religion und Glauben. Und da waren sie sehr leidenschaftlich alle und sehr involviert. Denn sie waren alle Frauen, aber sie waren sehr divers in ihren Ansichten. Zum Beispiel ein Teil, wo Jana, die uns eben niemals kritisiert hat, weil wir in ihren Augen so wenig Grammatik machten, und so versucht, sie eben auszudrücken, wie Muslimas unterschiedliche Ansichten haben, was akzeptabel und nicht akzeptabel ist bezüglich des Körpers oder was bedeckt sein muss. Also sie ist eigentlich die Schwächste, was die Sprechfähigkeit betrifft oder die mündlichen Fähigkeiten. Und sie muss aber in dieser schwierigen Diskussion teilnehmen. Und in diesem speziellen Gesprächsabschnitt hat sie uns eine Menge gezeigt. speziellen Gesprächsabschnitt hat sie uns eine Menge gezeigt. Also sie sagt, dass hier in Australien die meisten Frauen sich völlig unterschiedlich verhalten und unterschiedlich denken, wie im Iran. Und wenn ich im Iran wäre, dann wäre ich auch anders. Und manchmal ist eben die Kleidung, die Abaya, die das unterschiedliche Denken verursacht, was bedeckt sein muss und was nicht. Sie sagt hier in Australien, und hier zeigt sie auf den Knöchel, wir müssen bis zum Knöchel bedeckt sein oder nur bis zur Wade. Und manche Frauen sagen, man kann eben den Ärmel bis zum Handgelenk haben oder nur bis zum Unterarm oder sogar nur bis zum Ellbogen. Und der Punkt ist eben, dass jeder Mensch anders ist. Es gibt hier so viel Kritik, was sie sagen und tun dürfen. Es gibt hier so viel Kritik, was sie sagen und tun dürfen. Aber die Frauen selbst haben aufgrund ihrer eingeschränkten linguistischen Möglichkeiten hier nicht die Chance, das zu sagen. Aber sobald wir eben diese schwierigen Themen öffnen konnten, haben wir es geschafft, dass wir sie dazu bekommen, dass sie uns viel mehr mitgeteilt haben, was sie denken und sprachunabhängig. Also wir konnten dann mehr von diesen kritischen Denkaktivitäten einbringen und an vielen Tagen gab es eben Schwierigkeiten aufgrund von Gründen, die wir alle verstehen. Aber manchmal ging es auch darum, dass diese Themen gar nicht gewünscht waren. Und ja, Themen eben, die gewünscht waren. Und das gab den Lernenden die Möglichkeit, diese Themen anzusprechen. Ein weiteres Beispiel, wo es um den Gebrauch von Worten ging und die Unterschiede zwischen Zonen sehen und eine der Frauen wollte eben über Himmel und Hölle sprechen und sie fragte mich über meine Bücher und dann sagte sie, es ging um den Tag des jüngsten Gerichts und sie sagte, glaubst du an den Tag des jüngsten Gerichts? Und ich sagte,st du an den Tag des jüngsten Gerichts? Und ich sagte, nein, ich glaube nicht an Religion, ich bin nicht religiös. Ich danke, dass der Tag des jüngsten Gerichts nach diesem Tag beginnt das Leben erst. Und warum willst du das nicht glauben? Dann versuchte ich eben, dieses Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Ich versuchte, das zu vermeiden, aber sie hat weiterhin Druck gemacht. Und dann sagte sie, wenn wir hier keine Religion haben, was sollen wir dann tun? Und ich sagte, ja, das ist mir egal. Und sie sagte, aber es ist wie ein Feuer. Wie kann es sein, dass dir das Thema nicht wichtig ist? Und ich sagte, ja, ich verstehe, dass Menschen daran glauben, aber ich tue es nicht. Das ist meine Wahl. Und ich versuchte eben wieder, die Unterhaltung zum klassischen Thema, zum sicheren Thema zu lenken. Und ich erinnere mich, wie ich mich unwohl gefühlt habe bei dieser Unterhaltung. Und dass ich immer gedacht habe, ja, das wird kein Ende finden. Und letztendlich habe ich eben wieder versucht abzulenken und ich wollte zum Unterricht zurück und dann sagte sie, ja, lese einfach etwas vor. Und ich war völlig von den Kopf gestoßen und sagte, ja, was soll ich lesen? Ja, und dann sagte sie, Mira, ja, du musst es doch wissen, du weißt doch, was du lesen. Und ich sagte, ich lese ja viele Dinge. Und dann habe ich eine Entscheidung getroffen. Und dann hat sie mir gesagt, ja, okay, wenn du selbst entscheidest, was du liest, das ist gut, das ist in Ordnung. Also im Nachhinein denke ich, es ging gar nicht so viel um Religion, sondern es ging um Wohlfühlen. Und es ging auch um den Punkt der Herausforderung und das Gefühl, sich in eine Ecke gedrängt zu fühlen und sich unvorbereitet an einer neuen Position zu sehen. Und wenn ich darüber nachdenke, ist eigentlich die Vorbereitung oder das Gefühl, vorbereitet sein zu wollen, eigentlich nichts besonders klug. Denn genau dieses Unbekannte, das Unerwartete gibt uns die Chance, unser Denken zu verändern. Und sobald man eben das eigene Unwohlfühlen zur Seite drängen kann, dann kann ich erst wirklich zuhören, konnte ich erst wirklich zuhören, was Samira gesagt hat. Und ihr Hauptpunkt war, dass man eben informiert sein muss. Und das ist natürlich eine Position, die wir als Lehrende natürlich selbstverständlich vertreten. Und ja, wir müssen eben wirklich gut reflektieren. Und man muss sich selbst wirklich sehr kontrollieren, was man eben fühlt und was man möchte. Es gibt hier so einen Zusammenhang. Und das Wichtigste ist, dass diese Frauen sich sicher dabei fühlen, uns zu sagen, was sie bewegt. Und sobald eben die Verbindung stärker wird, und das ist ja im Laufe des Kurses so, dass man zusammenwächst. Und dann haben wir im letzten Unterricht, in der letzten Klasse gekocht zusammen. Und ich habe ihnen dann eben Salat und Hachen gebracht. Und dann haben sie auch so etwas Nettes gesagt, weil sie eben die Fotos ihrer kochenden Mutter angeschaut haben. Und dann haben sie ihre Handys genommen und haben mir Fotos gezeigt, wie ihre Mütter auf Facebook kochen. Und anhand dieser Fotos haben wir dann eben zusammen gekocht und dann haben sie plötzlich erzählt, wie schwer es die Mütter haben, die ihr ganzes Leben lang darum kämpfen, dass das Haus isoliert wird, dass sie Unterstützung zu Hause bekommen. Und ich bin jemand, der selbst seine Mutter sehr liebt und dann konnte ich bin jemand, der selbst seine Mutter sehr liebt. Und dann konnte ich mir vorstellen, wie eben diese Frauen in patriarchischen Strukturen ihr Leben lang arbeiten. Und dann ist es wirklich schwierig, dass einem nicht die Augen feucht werden, wenn man diese berührenden Geschichten hört. Ich denke, es ist dieser Teil der Verletzlichkeit, die uns berührt hat. Ich will jetzt natürlich nicht vorschlagen, dass wir alle immer nur zusammen weinen, aber es ist so viel Angst dabei, dass man etwas nicht Korrektes, etwas Falsches sagen kann oder tun kann. Und es wird so institutionalisiert, dass wir überhaupt vergessen, wie wir einfach auf menschlicher Ebene uns verbinden und connecten können. Und Teil der Menschlichkeit ist es eben des Menschseins, dass man alles teilt, eben auch Verletzlichkeit und dass man beginnt, miteinander zu sprechen und dass man wirklich Aufmerksamkeit zuhört. Dass wir auch beginnen zu verstehen, dass wir ideologisch denken. Also ich sehe diese Achse der Liebe und Frere hat darüber gesprochen, es ging nicht darum, das Leben zu romantisieren oder es ging nicht mal darum, dass Lehrer jetzt rostiger sein können, aufmerksamer sein können oder sich mehr verpflichten können. Es geht um das Bewusstsein, dass man diesen Kampf gemeinsam hat und dass man eben nicht die Absicht hat, dass man jemand anderen befreien kann, sondern dass man die Leute gemeinsam hat und dass man eben nicht die Absicht hat, dass man jemand anderen befreien kann, sondern dass man die Leute einlädt, sich selbst zu befreien und das gemeinsam. Also da geht es um Liebe. Und Judith Butler hat es mal so gesagt, es wäre unverantwortlich und man soll es nicht als gegeben nehmen. Was hier wichtig ist, und Natascha hat das eben wichtig gesagt am Anfang, was wir eben tun müssen, ich glaube, was wichtig ist, dass wir ihre Fähigkeiten ausbauen, um eine Liebe auszudrücken, die in Verpflichtung verwurzelt ist, dass wir unsere Praxis konsequent reflektieren und genauso die Konsequenzen unserer Gedanken oder Wartungen, Handlungen innerhalb des Klassenzimmers und auch darüber hinaus. Man muss eben mehr als reflexiv sein, sondern es geht um kritische Reflexion. Das wäre sehr, sehr hilfreich. Da geht es nicht nur um die Selbstanalyse oder der politischen Bewusstseinsins und um die Machtdimensionen, sondern es geht eben darum, Dinge unterschiedlich zu tun beim Lehren, beim Forschen. ich also jetzt das Ergebnis des Ganzen anders als früher. Und ich denke, dass ich sowohl beim Forschen als auch beim Unterrichten, dass ich mittlerweile absichtlich in das Gefühl des Unwohlseins, des Unbehagens gehe. Also unbequeme Reflexivität zur Pädagogik machen. Also wir machen das, denn es ist eine Gelegenheit, Gugel machen. Also, wir machen das, denn es ist eine Gelegenheit, dass wir in Beziehung zu anderen treten und das ist erst unsere Chance, Mensch zu sein, sozusagen. Also, trotz bester Absichten und Anstrengungen, dass wir ethisch arbeiten, sind wir trotzdem einfach Menschen, die Fehler machen. Und nur wenn wir kritisch mit uns umgehen, heißt das nicht, dass wir uns dauernd selbst kritisieren sollen oder anzweifeln sollen. Aber es geht einfach darum, dass wir uns eben verbinden nach oben, nach außen, dass wir mit der Welt in Be Verwundbarkeit oder der Demut und der ethischen Verantwortlichkeit schaffen und weitergeben können. Darauf kommt es an. Und das ist manchmal das Einzige, worauf es ankommt. stoppen, aber wenn jemand mehr Material ansehen will, dann könnte ich Ihnen diese Links empfehlen. Bei manchen geht es um jüngere Lernende. Da kann man eben zuhören. Das wird eben genannt, Pädagogik des Geistes, des Körpers und der Einstellung. Das wird eben genannt, Pädagogik des Geistes, des Körpers und der Einstellung. Und unsere Unterrichtsarbeit zielt eben auf diese verletzlichen Gemeinschaften oder Communities ab. Und es gibt hier sehr viel Forschung in unserem Institut und beim Refugee Education Special Interest Group. Und alles, was da vorhanden ist, werde ich den Organisatoren hier zugänglich machen. Vielen Dank. Danke, Julie. Vielen Dank für diese berührenden und inspirierenden Einsichten und Gedanken. Vielen, vielen Dank. Ich glaube, es wäre gut, wenn wir hier jetzt eine kurze Pause machen und uns in ein paar Minuten wieder treffen. Und dann kann Brigitte auf deinen Input, auf deine Präsentation eingehen und umgekehrt. Und danach öffnen wir die Diskussion für alle. Ich würde sagen, für fünf Minuten ist das okay für alle. So 10.26 Uhr, okay? Ja. Dann ganz kurze Pause. Und bis zu den Diskussionen. Vielen Dank. Thank you. you you you you you you you you you you you you you you Thank you. Okay. Okay, ich denke, wir können schon langsam wieder weitermachen. Stunde. Und ich würde sagen, jetzt ist der Zeitpunkt für die Diskussion gekommen und zuerst möchte ich dir, Brigitta, die Möglichkeit geben, auf den Vortrag von Julie einzugehen. Vielleicht gibt es Kommentare oder Fragen. Vielen Dank, Natascha. Und vielen, vielen Dank, Julie, für diesen großartigen Vortrag. Mir war im Vorhinein klar, dass der Vortrag super sein wird. Wir haben jetzt nicht sehr viel Zeit, darum werde ich nur auf ein paar Punkte eingehen, die für mich besonders einprägsam waren. Und ich denke auch, dass es hier einen super Kontext zu meinem Vortrag gegeben hat. wirklich die Teilnehmerinnen sehen sollte als kommunizierende Subjekte und nicht als Lernende, die noch Defizite haben und dass man wirklich auch hervorhebt, dass alle Ressourcen genutzt werden sollen zur Kommunikation, zur Vermittlung des Wesentlichen. Und das ist wirklich, denke ich, ein großartiger pädagogischer Ansatz, der mir sehr gut gefällt. sehen, wie in den Klassen diese Botschaft vermittelt wird und wie kommuniziert wird mit den Teilnehmerinnen. Und es ist auch ganz wichtig, dass wir diesen Ansatz, dieses Bestreben der Teilnehmerinnen, perfekt sein zu wollen, ernst nehmen. Denn sie sind sich natürlich dessen bewusst, dass sie ein gewisses Sprachniveau benötigen. Und es ist für uns sehr schwierig, hier das richtige Gleichgewicht zu treffen. Zum einen die kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern und gleichzeitig auch auf alle Kommunikationswege einzugehen und alle Aspekte, die damit einhergehen. Ein anderer Punkt, der mir sehr gut gefallen hat, war, und hier hätte ich mir gewünscht, mit den Teilnehmerinnen gesprochen wurde direkt. Und dieser multimodale Ansatz ist, denke ich, sehr gut und Gott sei Dank verbreitet er sich immer mehr. Persönlich freut es mich, dass wir immer noch einen sehr ähnlichen Ansatz verfolgen. Und ich hoffe, dass wir mehr Möglichkeit für einen Gedankenaustausch haben. Ich möchte aber nicht zu viel Zeit weg von der Diskussion nehmen. Ja, dieser multimodale Ansatz ist wirklich auch inspiriert von diesem Sprachporträt. Als ich das das erste Mal gesehen habe, dachte ich mir, oh mein Gott, ich muss das auch nutzen. Und wir haben so viel gelernt bei diesen Sprachporträts. Und dieser multimodale Ansatz hat uns wirklich in der Arbeit mit den Gemeinschaften geholfen. Und man braucht hier manchmal einfach nur einzelne Begriffe und den Bezug zum Alltagsleben. Wir können nicht in ihre Wohnungen gehen, aber die Teilnehmerinnen können uns sagen, was sie jeden Tag erleben, was sie sehen, was sie hören und was sie erleben. Und als wir es im normalen Ansatz versucht haben, war es immer ein Problem. Wir haben immer wieder gefragt, aber wenn wir dann diesen anderen multimodalen Ansatz verfolgt haben, dann plötzlich entstand eine Kommunikation. Und ich habe versucht, diesen Ansatz auch noch weiter zu entwickeln. diesen Ansatz auch noch weiter zu entwickeln. Eine der Fragen, die ich zu deinem Vortrag hatte, ist, ich frage mich oft im Klassenzimmer, verwende ich die Theorie jetzt richtig, setze ich sie richtig um und ich frage mich, ob du weißt, wie andere umgehen mit derartigen Problemen, wenn es um die Sprachporträts geht. Ich denke, wenn die multimodalen Ansätze hier verknüpft sind verknüpft sind. Und wenn wir die TeilnehmerInnen auf Augenhöhe anerkennen, dann ist das gut. Aber wenn die Theorie in einer hierarchischen Struktur umgesetzt wird, dann wird das Ganze fragwürdig. ihre tiefsten Sorgen und Ideen aus. Und ich denke, das Ganze funktioniert nur, wenn es eine Vertrauensbasis gibt. Und wenn die Teilnehmerinnen das Gefühl haben, dass sie wirklich die Kontrolle darüber haben, was sie preisgeben. Und ich selbst werde unglücklich, wenn es das Ganze zu einer Übung verkommt, wo es heißt, ja, denkt kurz über euer Repertoire nach, zählt die Sprachen, Mehrsprachigkeit ist super und dann sind wir plötzlich wieder in den 80er Jahren. Während, also wenn wir auf einmal diese Dinge reproduzieren, die wir schon längst überkommen haben, oder überkommen möchten. Und ich denke, dieser multimodale Ansatz, ich finde es sehr schön, wie du diesen Ansatz weiter vorantreibst und weiterentwickelst. Und du versuchst auch, so nah wie möglich an dem zu bleiben, was die Teilnehmerinnen sich erwarten vom Kurs. Und für mich ist das auch sehr berührend gewesen. Vor einigen Jahren haben wir versucht herauszufinden, was die Hauptziele von Teilnehmerinnen sind und auch die langfristigen Ziele. sind und auch die langfristigen Ziele. Und eine Teilnehmerin sagte damals, ich möchte zum Arzt gehen können ohne eine Dolmetscherin. Das sollte ein kurzfristiges Ziel sein eines Kurses. Das ist umsetzbar, das ist machbar. Wir müssen uns immer fragen, was kurzfristig umsetzbar ist und was mehr Zeit benötigt. Aber das Ganze ist natürlich nicht einfach. Eines der Probleme, das wir hier haben als Lehrkräfte ist die Großzügigkeit. Viele sehen das als Liebe. Die Teilnehmerinnen sind traumatisiert, sie haben all die Probleme. Und sie denken, wir können unsere Liebe zeigen, unsere Zuneigung zeigen, wenn wir Dinge für sie machen, wenn wir mit ihnen zum Arzt gehen und so weiter. Aber manche sind seit zehn Jahren hier und können immer noch keinen Anruf tätigen, weil sie so abhängig sind von anderen, weil sie nie die Möglichkeit hatten, selbstständig und unabhängig zu werden. Ich kenne die Situation in Australien zu wenig, aber hier gibt es diesen Druck in Österreich, dass Prüfungen bestanden werden müssen. Druck in Österreich, dass Prüfungen bestanden werden müssen. Und dieser Druck wird immer größer. Und das macht das Leben für Lehrkräfte, sogar in der Schule, sogar in der Volksschule, dass hier Tests bestanden werden müssen, Prüfungen bestanden müssen, die von außen kommen. Und das hat die Beziehung zwischen Schülerinnen, Lernenden und Lehrkräften sehr negativ beeinflusst. In Australien ist es ganz ähnlich. In Australien ist es ganz ähnlich. Diese Tests sind auch wirklich oft sinnlos. Das heißt, bei Lehrkräften geht es oft darum, einfach das Notwendige zu erledigen und hier Häkchen zu setzen unter unterschiedliche Anforderungen. zu setzen unter unterschiedliche Anforderungen. Und Enkel ist gerade eingeschult worden. Und am Anfang, früher gab es, hatten die SchülerInnen zwei Jahre Zeit, um lernen, um schreiben und lesen zu lernen. Aber als mein Enkel in die Schule kam, im September fing er an und im Dezember fand der erste Test statt. Und hier ging es darum, acht Wörter lesen und schreiben zu können. Und ich konnte es einfach nicht fassen, dass das ganze System auf Tests aufgebaut ist. Aber ich sehe, dass Natascha hier vielleicht einen anderen Aspekt noch einbringen möchte. Ich denke, dass das jetzt ein guter Moment ist, um die Diskussion für alle aufzumachen. you you you you you you you you you you you you you you you you you you you you you you