Vielen Dank. Diese zwei Damen muss ich Ihnen gar nicht mehr vorstellen. Die haben heute schon gesprochen. Wer uns aber hier ergänzt, ist zum einen die Karin Raab, Geschäftsführung vom Linzer Frauenhaus und Wolfgang Modera, Vorsitzender des Vorstands der GIVOC. Und ich bin jetzt auch sehr gespannt, was Sie bei diesem Mentimeter reingeschrieben haben. Bisschen weniger Teilnehmender als letztes Mal. Ich finde, da geht noch ein bisschen mehr. Aber vielleicht sind das ein paar Punkte, auf die wir jetzt auch gleich in dieser Podiumsdiskussion eingehen können. Die Frage, wenn das Publikum einen Aspekt beim Thema Frauen plus Wohnen ändern könnte, was für ein Punkt wäre das? Was haben wir hier? Wir haben hier viel Gleichberechtigung, Bezahlung gerechter. Der Kehrmuskel kommt vor, hat sich durchgesetzt. Mietpreise, Miete runter. Da würde ich Sie vier fragen. Können Sie sich vielleicht einen dieser Begriffe aussuchen, wo Sie sagen, ach, da stimme ich total zu, da bin ich dahinter oder ist vielleicht ein bisschen zu idealistisch. Welches Schlagwort spricht Sie da so persönlich an? Wer mag den Anfang machen? Frau Moser, Sie sind schon gerade im Resefluss gewesen. Ich habe jetzt mal, mir ist sofort ins Auge gesprungen, mehr Mitsprache, wobei es Mitsprache allein irgendwie nicht trifft. Ich würde eher sagen, mehr Mitgestaltung, Kollaboration, Zusammenarbeit, vielleicht als modisches Wort, Ko-Kreation, weil ich glaube, also Mitsprache, da kommt jetzt sofort irgendwie was abstimmen und so weiter. Und ich glaube, wenn man die Leute jetzt nur, oder was man man weiß in Österreich nur fragt, wie sie wohnen wollen, dann hat wieder dieses Einfamilienhäuschen vielleicht so viele Punkte. Also ich glaube und deshalb meine ich mehr Möglichkeiten der Auseinandersetzung, wie man wohnen möchte und auch mehr Angebote, die zeigen, wie man überhaupt wohnen kann. Weil natürlich, wenn ich etwas überhaupt nicht kenne, dann fällt mir auch nicht ein, dass ich vielleicht ganz anders wohnen könnte. Vielleicht braucht man auch da mehr Möglichkeiten, andere Wohnformen auszuprobieren. Also das ist jedenfalls etwas, was mich sehr beschäftigt. Wie können wir so ein anderes wohnen, von dem viele von uns und die Personen, die hier Beispiele präsentiert haben, auch überzeugt sind und glaube ich, wo es extrem viel Evidenz gibt, dass es notwendig ist, gerade auch wenn es um Inklusion geht, gerade auch wenn es um Alter geht. Wie können wir das auch besser vermitteln? Das beginnt schon bei den Worten. Wir haben irgendwie auch für diese anderen Orten zu wohnen auch noch keine attraktiven Begriffe irgendwie gefunden. Also das ist etwas, was mich beschäftigt, wie das funktionieren kann. Also dieses radikal zu werden und zu bleiben und gleichzeitig mehr in die Breite zu gehen. Dankeschön. Sie können alle Ereignisse machen. Brauchen wir nichts weitergeben. Ja, also es ist da jetzt kein Begriff dabei, wo ich sagen würde, der ist jetzt nicht interessant oder nicht diskutierenswürdig. Ich habe mir jetzt den Tossem einen ausgesucht, weil ich den Auftrag erfüllen möchte und habe Mietpreise genommen, weil ich glaube, dass das ganz was Zentrales ist, wo wir gerade, wenn alles teurer wird und vor allem, wenn die Sorgen der Menschen immer größer werden, das ein wesentliches Kernelement ist, wo wir schauen müssen, dass Menschen ein leistbares Zuhause haben können. Und da gibt es sicher viele Facetten, die da zu berücksichtigen sind. Also eines in Städten, das für mich wirklich absurd arg ist, ist, wie viele Leerstände wir haben. Und wo ich mir denke, das wäre das Einfachste, da anzusetzen, da braucht man nichts Neues bauen, da braucht man eigentlich nur eine Stellschraube drehen, indem das, was da ist, dann auch zur Verfügung steht, auf den Markt kommt und den Markt damit auch ein bisschen nach unten reguliert und einfach wieder da ist und Menschen als Wohnraum zur Verfügung steht. Und ich glaube, dass das auch sehr einfach wäre, also aus meiner Sicht ist es relativ einfach, das zu regeln. Man muss einfach da nur eine entsprechende Abgabe einführen, dass es halt einfach auch nicht mehr lohnt, einen Leerstand zu besitzen oder eine Wohnung, die man hat, nicht zu vermieten. Da nehmen Sie mir gleich eine Frage vorweg, die Sie wahrscheinlich jetzt eh gleich angesprochen haben. Wenn Sie eine politische Maßnahme im Kontext von Wohnen, Wohngerechtigkeit so umsetzen könnten, Also das war sicher eine der ersten, weil man relativ wenig Begleitmaßnahmen braucht. Also da erreicht man relativ viel mit einer Maßnahme, die relativ einfach umzusetzen ist. Dankeschön. Frau Raab. Ich bin jetzt ein bisschen weniger bescheiden und nehme trotzdem zwei. Weil es unseren Alltag betrifft im Frauenhaus, ist es für mich ganz wichtig, der leichte Zugang, der eben oft sehr schwer ist für Frauen, die bei uns wohnen. Und da gehört trotzdem auch der Preis und leistbares Wohnen einfach dazu. Und wir merken, dass das eine ganz große Herausforderung ist, vor der wir stehen. Dankeschön. Darf ich vielleicht anschließen? Und zwar deshalb, weil ich glaube, diese Leistbarkeit kann ich vielleicht aus der Sicht eines gemeinnützigen Wohnbeträgers adressieren. Ich persönlich hätte mir aber den Kehrmuskel genommen aus einem ganz speziellen Grund, aber vielleicht zwei Informationen für Sie. Die Gemeinnützigen in Oberösterreich, und das gilt glaube ich österreichweit, haben einen Leerstand im Schnitt von rund zwei Prozent. Und der resultiert darin, dass wir halt Wohnungen sanieren müssen, wenn jemand auszieht. Und das war es dann. Also bei uns ist eine Vollvermietung gegeben. Das bedeutet aber auch, dass wir im Grunde genommen, und das ist die Empfehlung, Sie haben das heute in Ihrem Vortrag auch gebracht, es ist die Empfehlung, Sie haben das heute in Ihrem Vortrag auch gebracht, es ist die Empfehlung, wenn Sie leistbares Wohnen suchen, dann suchen Sie bitte bei gemeinnützigen, ausfinanzierten Projekten. Da liegen wir zurzeit aufgrund einer gesetzlichen Oberpreisgrenze bei rund 7 Euro pro Quadratmeter. Also das heißt, wir versuchen da auch entsprechend von der gesetzlichen Rückendeckung her tätig zu werden. Und ich kann nur die Frau Stadträtin unterstützen. Die Hauptproblematik war ja die, dass eigentlich in den letzten 15 Jahren ein systematisches Politikversagen festzustellen ist. Und zwar deshalb, weil nicht mehr begriffen wurde, dass Wohnbaupolitik auch Bodenpolitik bedeutet. Und was da passiert ist, in den letzten 15 Jahren, ist im Stunde ein Wahnsinn. Das kann man so zusammenfassen. Das ist einmal der eine Punkt. Und da, glaube ich, wird es irgendwann einmal die Frage sein, wie geht man mit dem Eigentumsrecht um? Und ich brauche das jetzt da nicht ausführen. Eigentum ist in Österreich sowas wie das größte Gut oder das höchste Heiligtum, das wir überhaupt kennen. Und damit sind viele Maßnahmen aber letztlich kaum umsetzbar. Aber ich glaube, es gibt Möglichkeiten. Ich glaube, es kann einen Diskurs geben. Und letztlich kaum umsetzbar. Aber ich glaube, es gibt Möglichkeiten. Ich glaube, es kann einen Diskurs geben. Und letztlich führt uns das auch immer wieder in extreme Engsituationen, dass wir zum Teil neue Grundstücke gar nicht bebauen können, weil wir schlicht und einfach dann keine Mieten realisieren können, die sich die Menschen leisten. Also wir sind dann bei 17, 18 Euro. Und das sage ich ganz persönlich für uns als GIVUG, aber ich denke, so wie wir an alle Gemeinnützigen denken, das dürfen wir einfach nicht mehr auf den Markt bringen. Das geht einfach mit unserem Selbstbild, mit unserer eigenen Einstellung nicht konform. Das kann nicht sein, dass wir Preise verlangen, die der gewerbliche Sektor auch verlangt. Also da bin ich dann der Meinung, dann kaufe ich diese Liegenschaft einfach nicht, das ist die eine Geschichte. Vielleicht zum Kehrmuskel, wenn ich da noch etwas sagen darf. Ich glaube, der Kehrmuskel ist deshalb so bedeutsam aus meiner Sicht, wenn man sich die Demografie anschaut, dann wird es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten extrem demografisch einfach so sein, dass Pflegebedarfe in außerordentlichem Ausmaß gegeben sind. Und weil wir heute sehr stark auch über Frauen sprechen, dann sind Frauen in der Regel ja der Vielfachbetroffene. Sie sind wahrscheinlich überproportional die Pflegenden, sie sind aber aufgrund, Gott sei Dank, eines längeren Lebensalters auch gleichzeitig wieder Betroffene. expliziten Partnerschaft an Sie kurz wenden. Wir haben jetzt ein Projekt gestartet in Pasching. Da geht es um betreutes Wohnen mit einer hohen Pflegekomponente. Das machen wir gemeinsam mit dem Diakoniewerk. Also wir sind da für das Diakoniewerk tätig. Und das ist ein Eigentumsprojekt. Warum machen wir das? Weil es einfach viele Menschen gibt, die sagen, ich bräuchte eine Pflegekomponente, möchte aber in kein betreubares Wohnen ziehen. Ich habe ein Leben lang in einem Eigentum gewohnt und möchte der erweiterten Eigentümer sein. Und da gibt es dann das große Problem, und daran haben wir jetzt jahrelang gearbeitet, Sie brauchen sich nur vorstellen, jeder kann eine Eigentumswohnung erwerben, einen Pflegebedarf sozusagen damit aktualisieren, gibt der Pflegeeinrichtung die Rechte, die setzt die Restrukturen für 15 Personen zum Beispiel aus, und dann tritt im Regelfall etwas ein, nämlich, dass die Eigentümerin, der Eigentümer entweder ins Pflegeheim marschiert oder auf den Friedhof. Dann kommt die Erbe und die Erbe sagt, die Pflegekomponente benötige ich nicht mehr. Und dann haben sie plötzlich diesen Kreislauf, dass sich die Pflege im Grunde genommen dort nicht realisieren lässt. Und was uns geglückt ist, ist, dass wir im Wohnungseigentumsvertrag einen Anknüpfungspunkt gefunden haben, der die zeitlich überdauernde Pflegedimension rechtlich verbindlich festlegt. Das heißt, in diesen Gebäuden wird immer Pflege angeboten, weil immer Menschen drinnen leben, die bereit sind, diese Pflegetangente zu leisten. Und ich möchte es wirklich ganz groß herausstreichen, das ist wirklich die kreative Form sozusagen, mit der das Diakoniewerk da als Partner tätig wird und der nächste Schritt, den wir machen, wir gegenüberrichten mit Wohnungen, wir arbeiten gerade in einem Quartiersmanagement, wo wir sagen, können nicht diese beiden Bevölkerungsgruppen miteinander in Austausch treten und sich gegenseitig ergänzen. Das war mein Beitrag zum Kehrmuskeltraining. Dankeschön. Ich weiß auch, dass Sie für Ihre Arbeit viel so auch in die 1920er, 30er Jahre schauen, sich Projekte anschauen, die es schon eh vor 100 Jahren gab und wo man sich jetzt auch, Stichwort Remisenhof und Oberösterreich, sich doch fragt, ja wo sind denn diese Projekte, diese eigentlich für jetzt auch wahnsinnig aktuellen Ideen geblieben? Wieso versiegen die? Wieso gibt es jetzt in 2026 nicht auch so progressive Projekte? Woran liegt das? Hat da jemand eine Antwort darauf? Ja, ich wollte gerade sagen, das ist im Oberösterreich eine relativ kurze Antwort. Die Zuständigkeit ist beim FPÖ-Landesrats. Und entsprechend progressiv sind die Projekte, die gefördert werden. Ich habe dazu jetzt keine Antwort, aber ich würde gerne noch etwas zum Eigentum sagen. Weil, also erfahrungsgemäß ist dann auch, also ich glaube halt, ich habe nichts gegen Eigentum und wir haben ja kollektives Eigentum, aber ich glaube, es bleibt die Frage, wie wir von der Individualisierung wegkommen und insofern, das kollektive Eigentum ist da ein guter Übungsraum eben auch, weil natürlich, es ist schon, ich finde es auch sehr angenehm, dass wir in unserem Haus eben sehr vieles oder halt eigentlich alles mehr oder weniger, also im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen natürlich selbst entscheiden können und es macht eben auch dieses Mitgestalten besser und bei jetzt so Individualeigentum, glaube ich, ist es schon wichtig, sich dann auch noch zu überlegen, wie kann trotzdem eben Gemeinschaft entstehen, wie kann man das begleiten, dass diese individuellen EigentümerInnen, weil man kennt das ja von Hausversammlungen in üblichen Eigentumswohnungshäusern, dass es nicht so eine gute Gemeinschaft da automatisch irgendwie entsteht. Oder wie können auch, für mich wäre die Frage, oder können auch Hausverwaltungen, Bauträger, wie können die partizipativer auch werden, dass es nicht so, dass da nicht so eine Gegnerschaft irgendwie gesehen wird und die Personen jetzt sagen, jetzt müssen wir da wieder irgendwas durchbringen. Also ich glaube, diese Frage von der Organisation des Kollektivs, die bleibt total relevant. Und natürlich hat die Art, wie Eigentumsverhältnisse geregelt sind, spielen da einfach mit hinein und das finde ich, muss da auf alle Fälle mitbedacht werden. die in einer Wohnung lebt und jedes Zimmer in der Wohnung folgt einem Zweck. Also das ist das gemeinsame Schlafzimmer, wo alle zu siebt schlafen. Das ist der Raum, wo alle Homeoffice machen. Das ist die Küche, das ist das Bad, das ist das Wohnzimmer. Das ist der Sexraum, der Raum für Intimität. Und wir haben diese WG begleitet über ein halbes Jahr hinweg und haben mit ihnen gesprochen, wieso macht sie das eigentlich? Weil am Anfang dachten wir auch, ach, die sind ein bisschen alternativer eingestellt, die wollen halt einfach dieses Konzept irgendwie ausprobieren und sind auch darauf gekommen, dass es eben nicht nur dieses Bestreben von wir wollen weg von diesem Individualismus, wir wollen zusammen WG-Rat machen, wir wollen uns auch diesen schwierigen Diskussionen aussetzen. Aber ein anderer Faktum, der natürlich auch eine große Rolle gespielt hat, war schon Geld auch. Und dass sie auch gesagt haben, ja, ganz ehrlich, unser Vermieter weiß nicht davon. Wir bezahlen die Miete, aber wie wir diese Räume aufteilen und dass eigentlich eine Person da mehr wohnt, als wir Räume haben, das weiß der Vermieter auch nicht, außer Sorge, dass da vielleicht was passieren könnte. Das fand ich an der Stelle ganz spannend. Und natürlich auch Stichwort Geld und den Schutz auch von Frauen oder Menschen, die bedürftig sind. Da würde ich an Sie verweisen, Frau Raab. Was würden Sie sagen, welche Rolle spielt denn auch leistbarer Wohnraum, wenn es um den Schutz von Frauen geht? Ich denke, es ist ganz ein wesentlicher Faktor, diese wirtschaftliche Unabhängigkeit und sich auch ein Leben ohne den Partner, der gefährdet, wo ich Gewalt erfahren habe, auch leisten vorstellen zu können. Wir sind eine Kriseneinrichtung, das Frauenhaus, da kommen Frauen, die von Gewalt mit ihren Kindern, mit oder ohne Kinder, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind. die von Gewalt bedroht oder betroffen sind. Und sie haben dann schon einen Riesenschritt geschaffen, wenn sie bei uns sind. Wir dürfen zeitlich begrenzten Wohnungen zur Verfügung stellen. Das sind bis zu einem Jahr dürfen Frauen bei uns bleiben. Es ist ein Krisenwohnen und wir haben ganz viele Frauen, wo es mir bei uns immer sehr gut ist, mir anzukommen, sich sicher zu fühlen. Und das geht ja auch in meinem eigenen Vier-Wänden-Sich-Sicher. Wir haben auch heute schon gesprochen, dass das auch ein ganz wesentlicher Bedürfnis ist von Menschen in ihrem Wohnumfeld. Und dann ist aber ganz wesentlich, dass man eine Perspektive hat. Weil ich komme ins Frauenhaus und es ist alles ganz aktuell und ganz frisch. Und vielleicht ist auch der Gefährder, der zeigt sich wieder einmal oder wieder sehr reumütig, es kühlt sich ab und ich merke plötzlich, es wird ganz schön schwierig für mich, die Kinderbetreuung, ich bin ja ganz alleine, wie kann ich mir meine Existenz sichern, wie kann ich mir Wohnraum schaffen und plötzlich die Gewaltvorfälle rücken zurück und irgendwo die Idee, ich weiß gar nicht, wie das alleine irgendwie schaffen soll und wenn ich dann einfach eine Hürde da und gerade auch diesen Wohnraum Hürde habe, dann wird das oft wieder einfach ein Grund zu sagen, es ist einfach so zu viel, ich brauche da diese Perspektive und das ist so wesentlich, dass wir das machen. Das ist ganz ein unmittelbarer Gewaltschutz. Wirklich leistbarer Wohnraum. Und ich habe das so klar gefunden, auch der erste Beitrag von Zelda, einfach auch diese Erhebung, was sie gemacht hat, wo man dachte, ja, ja, genau, ja, so ist es. Aber auch diese Bedürfnisse, einerseits schon noch diesen eigenen Wohnraum zu haben, aber auch diese Realitäten, im Sinne von Unterhaltszahlungen, die man einfach nicht hat, dass es von den allein lebenden Elternteilen wirklich so eine hohe Prozentzahl an Frauen sind. Das sind einfach Lebensrealitäten, wo man Antworten finden muss. Und auch so wie Juno es macht, wir haben Frauen mit drei, mit vier Kindern. Also auch hier das wirklich abgebildet zu sehen und das versorgt zu wissen. Und es ist einfach so ein großer Teil, das ist ja nicht irgendwie eine Randgruppe, über die man sich nicht kümmern muss, sondern es ist ganz eine große Gruppe. Darf ich da nochmal nachfragen, Stichwort sicheres Wohnen, was heißt das denn eigentlich? Also wir haben ja schon vorher beim Remisenhof über diese angstfreien Bereiche gesprochen. Und haben Sie das Gefühl, bei sicherem Wohnen versteht jeder, was genau damit gemeint ist? Weil ich kann mir vorstellen, auch im Gewaltschutz, dass man denkt, ja, dann ist halt die Frau in einer anderen Wohnung und der Mann weiß die Adresse nicht und das ist schon sicheres Wohnen. Was heißt das genau? Vielen Dank fürs Nachfragen, weil es glaube ich zwei Aspekte oder wird es zwei Aspekte, weil das eine ist auch dieses Selbstbestimmte. Wir haben auch irgendwo drüber gesprochen, dass doch, jetzt weiß ich gerade nicht mehr welcher Beitrag, aber den habe ich ganz toll gefunden im Sinne von, andererseits hat man so diese Frau, dieses Räumliche, dieses Zuhause, dass die Welt der Frau aber bestimmt wird über sie. Und das ist ganz ein charakteristisches Zeichen auch von Gewaltbeziehungen, dieses nicht selbst bestimmen zu können, sich auch sehr oft defensiv verhalten zu müssen. Also sicher zu sein, dass ich einfach auch selbstbestimmt und frei leben zu können, um meine Bedürfnisse auch wahrnehmen zu können und auch meine Kinder geschützt zu wissen einerseits, aber andererseits natürlich auch, dass ich auch in sich, auch die Umgebung, dass es sicher ist und dass es da ausreichend hell ist, dass ich da gut angebunden bin und, und, und. Also äußerlich, aber wie auch dieses Gefühl von Sicherheit. Das sind für mich so ganz wesentliche Aspekte. Auch diese soziale Kontrolle, die natürlich eine gewisse Ambivalenz auch hat. Also es ist natürlich schon so, wenn man in so einem Wohnprojekt gemeinsam wohnt, man kriegt halt irrsinnig viel mit da voneinander. Also mit dem, das ist ein bisschen wie Dorf, nur dass man sich die Leute ein bisschen mehr ausgesucht hat. Aber eben es ist schon auch, gibt auch eine gewisse Sicherheit, weil wir kennen halt, wir kennen alle Leute im Haus und fremde Personen, die im Haus sind, die reden wir an. Also das ist so Usus bei uns. Also wir versuchen immer nett natürlich und sagen, wer bist du, wo gehst du hin, wo also so ungefähr zu wem gehörst du oder so. Also das ist so Usus bei uns. Also wir versuchen immer nett natürlich und sagen, wer bist du, wo gehst du hin, wo also so ungefähr zu wem gehörst du oder so. Also man kann dort auch nicht so einfach jetzt, wenn da ein Stalker oder irgendwer kommt, da ist so ein Haus schon durch das soziale Gefüge nochmal ein anderer Schutz. Und auch so, also ich fühle mich, wenn ich im Haus bin und in der Wohnung, ich sperre nie die Wohnungstür zu. Jede Nacht, Leute, die mich besuchen und bei mir übernachten, sind immer so, was, du lässt über Nacht deine Wohnungstür offen oder so. Aber ja, es ist einfach, man ist in einer Gemeinschaft von Leuten, die man kennt und vom Gefühl hat, das ist jetzt vielleicht ein bisschen irrational, aber ja, es fühlt sich irgendwie sicher an, weil eben Leute aufeinander schauen. Und das glaube ich ist und für mich entstehen dadurch auch, da braucht es auch wieder neue Namen, fast auch neue Beziehungsformen, weil wenn man mit 60 Leuten zusammen wohnt, ich bin nicht mit allen befreundet natürlich von denen. Trotzdem ist es auch mehr als wie so die übliche Nachbarschaft, weil ich weiß, von dem einen Nachbarn ist der Vater gestorben, die andere Nachbarin hat irgendwie eine Krebsdiagnose bekommen. Und ich kann nicht überall voll mitgehen und die volle Freundinnenleistung irgendwie da bringen. Aber es ist mir auch nicht egal. Und es entsteht irgendwie ein spezieller Ort von empathischer Beziehung, die nicht aufs Volle geht, aber halt auch nicht so gleichgültig ist. Und da sehe ich auch viel Potenzial. Können Sie es auf der anderen Seite verstehen, wenn Leute sagen, also sowas hatten wir zum Beispiel im Kontext dieser funktionalen WG-Reportage, so ah nein, meine Nachbarn will ich gar nicht kennen, brauche ich nicht, will ich nicht. Ich mag dieses Anonyme an der Stadt, dass ich nicht die ganze Zeit, dass mir drauf geschaut wird. Wie erklären Sie sich das? Ich habe auch in Wien in zwei verschiedenen Wohnungen gewohnt und ich finde, es gibt diese Wohnhäuserlicher Gewalt kann man dann sagen, ach, ich höre meine Nachbarin schreien, dann gehe ich rüber und klinge, sonst bin ich vielleicht ein bisschen schammig und traue mich nicht rüber zu gehen. Ich hatte das auch in einer alten Wohnung, dass meine Nachbarin häusliche Gewalt erlebt hat und dass, ja, wenn ich dich noch nie gesehen habe und noch nie mit dir geredet habe, ich mehr Angst habe, an der Tür zu klopfen. Also da verstehe ich natürlich auch, dass es schön ist, vor allem, wenn man in einer riesigen großen Großstadt wohnt, doch im Wohnhaus dann doch Leute zu kennen und fünf Minuten mehr mit denen zu tratschen. Ich glaube halt, dass dieses, also und es sollen ja auch Leute anonymer wohnen können, also es soll ja keine Zwangsverpflichtung irgendwie zu gemeinschaftlichem Wohnen oder so geben, aber ich hätte halt mal auch die These, dieses Bedürfnis, so anonym zu wohnen, ist halt auch mit einer gewissen privilegierten Position verbunden und sobald man irgendwie unterstützungsbedürftiger wird, ist es vielleicht mit der Anonymität nicht mehr so interessant. Und auch, glaube ich, aus dem heraus, dass man viele so, also eben diese so schlechte Unterstützungsbeziehungen, was eben auch Thornton eben benennt, diese toxischen Care-Beziehungen hat kennengelernt hat, dass man Unterstützung zu bekommen, ganz klar mit Abhängigkeit, mit irgendwie Selbstbestimmung, Aussch nicht, dass man schon auch der Selbstbestimmtheit bleibt, dass man auch sich zurückziehen kann. Das ist eine Dauer, die man natürlich auch in so einem Wohnprojekt, und am Anfang waren da schon auch so Grenzüberschreitungen, wo man, es gibt immer noch ein paar Nachbarinnen, die stehen halt plötzlich in der Wohnung irgendwie herinnen und auch wenn mein Wohnungstier immer offen ist, finde ich das auch nicht unbedingt immer so cool, aber ja, das muss man sich dann halt auch ausverhandeln. Herr Modera, da würde mich auch interessieren, im Sinne von Hürden und nochmal diesen Projekten. Also wir wissen, große Hürden, um progressive Wohnprojekte umzusetzen, ist zum einen die Politik, ist auch irgendwie das Geld, ist die Wirtschaft. Gibt es da sonst noch Faktoren, wo Sie sagen, ah, das spielt groß rein, da wird vielleicht gar nicht, da ist vielleicht gar nicht so das Schlaglicht drauf, aber das ist doch irgendwie noch eine Hürde. Also vielleicht auch bei den Leuten, die eben an den Hebeln sitzen und Entscheidungen treffen, dass bei denen auch noch nicht so die, dass die Empathie oder so eingesetzt hat. Ich glaube, man kann ja das vielleicht so irgendwie versuchen zu besprechen. Erstens, ich glaube, Architektur ist ja immer auch irgendwie manifest geworden, eine Weltanschauung, Ideologie. Und damit ist es natürlich indirekt auch wieder ein Kampfplatz. Und jetzt bin ich sehr provokant und sage, ich bin ja auch Geschäftsführer der Schwarzer Dahl in Wien, da machen wir fast nur mehr Baugruppenprojekte, weil einfach die Nachfrage entsprechend da ist. Und jetzt bin ich Goschert und sage, in Österreich gibt es eigentlich nur eine Stadt in meinem Wahrnehmen und das ist Wien. Weil wir haben einfach als Linz nicht die Größe, um wirklich dann adäquat auch subkulturelle oder sozusagen diversere Projekte umzusetzen. Wie es gibt, ich meine, jetzt gebe ich einen Geheimnispreis. Ich bin irretwegen da, weil ich mich die ganze Zeit gedacht habe, ich möchte gerne wieder einmal probieren, ein Einküchenhaus für das Jahr 2026 folgend. Und der Vortragstitel hat mir so gefallen und ich dachte, das höre ich mir jetzt an, weil da möchte ich wissen, wie denken Sie darüber? Und das Ende des Projekts ist ja auch politisch. Genau, so. Aber das heißt, wir sind ja eigentlich offen für gewisse Experimente, die wir heute finanziell auch im Rahmen der Gemeinnützigkeit darstellen können. Es ist ja ganz logisch, dass wir, schau, wir haben auch Interesse und dieses Interesse bedeutet, zumindest ist das unser Verständnis, ein Wohngebäude kann jeder bauen. Aber wir wollen ja auch beitragen, dass Lebensrealitäten geschaffen werden, die Menschen möglichst lange in diesen Wohnungen leben lassen. Und das heißt, das muss ich nachhaltig denken. Wir überlegen zum Beispiel jetzt, wie kann ich ein Gebäude, das ich heute baue, in der klimatischen Zone, die wir in Winstwerda 1100 haben, immer noch als bewohnbar gestalten. Jetzt gibt es halt Überlegungen, dass man sagt, na schauen wir uns an, wie Mittelmeerraum zum Beispiel Architektur seit Jahrhunderten funktioniert, weil das wird in etwa dann das Klima sein ab 2060, 2070 bei uns. Etc. etc. Das heißt aber, die Problematik ist immer die gleiche. Wenn zu uns Baugruppen kommen, Kugelmugel hat ja die Kibuk gebaut und ist ja ein Eigentumsprojekt und funktioniert, glaube ich, heute noch großartig, dann stehen wir offen da. Also wir sind da sehr gerne bereit, entsprechende Initiativen bitte einfach melden und dann schauen wir uns an, ob wir das zu Wege bringen. Und dann gibt es immer, und das ist jetzt wirklich etwas, die Wohnbauförderung schreibt ja im Grunde genommen bautechnische Begebenheiten vor. Und solange nicht über diese Nutzungszusammenhänge irgendwie besonders groß redet, ist ja vieles denkbar. Ich sehe Ihren Blick, wollen Sie das kommentieren? Bitte nicht, dann bin ich alle. Nein, ich mache es Ihnen nur, denkbar ist wirklich viel. Was realisierbar ist, ist dann die große Frage. Aber ich wollte da noch einen Aspekt hinzufügen, ich mache mir über das sehr oft Gedanken und habe nicht wirklich die Lösung jetzt parat. Ich glaube nur, dass wir Wege finden müssen, wie wir tatsächlich leistbareren Wohnraum schaffen, als wir das jetzt zusammenbringen. Also gerade, wenn wir Frauen im Blick haben, Frauen, die viele Frauen, ob sie jetzt im Frauenhaus waren oder nicht, haben einfach das Problem, dass die leistbaren oder leistbareren Wohnungen im sozialen Wohnbau, im geförderten Wohnbau für sie nicht zugänglich sind. Und dann haben wir das Problem, dass auch diese Wohnräume sozialen Wohnbau, im geförderten Wohnbau für sie nicht zugänglich sind. Und dann haben wir das Problem, dass auch diese Wohnräume oft zu teuer sind. Selbst für die Frauen, für die es dann zugänglich sind, die dann auch noch zu teuer sind. Wir dürfen das nicht vergessen. Wir haben in Österreich ein Einkommensgefälle zwischen Frauen und Männern. Das mediale Einkommen von Frauen ist um 33% niedriger als das von Männern. Also das ist oft tatsächlich ein enormes Problem, dass Frauen sich einfach nicht aus Beziehungen lösen können, weil sie es sich schlichtweg nicht leisten können, weil einfach dieser so noch günstigere Wohnraum, den wir da brauchen, nicht da ist. Und ich tue das jetzt nur einmal umgekehrt drastisch darstellen. Wenn man das Medianeinkommen nämlich als Basis die Fraueneinkommen nimmt, dann heißt das, Männer verdienen in Österreich um die Hälfte mehr, also um 50 Prozent mehr als Frauen. Und das ist, dann rechnen wir uns aus, wie sich das ausgeht. Also das ist selbst 7 Euro am Quadratmeter wird ein Problem, wenn ich davon ausgehe, dass ich auch dieser Frau mehr als 15 Quadratmeter Wohnraum zugestehe. Also das ist einfach wirklich ein Problem, das wir haben, das enorm ist und wo ich glaube, dass wir ganz dringenden Handlungsbedarf haben und das einfach nicht gesehen wird und vor allem von denen, die für Wohnbau zuständig sind, ich meine jetzt nicht die, sondern auf politischer Ebene zuständig sind, nicht gesehen wird. Also das halte ich für ein Riesenproblem. Und ich denke, jetzt haben wir die Miete, aber es ist keine Kautionzeit, das Unpackbar hoch ist und die Wohnungen sind einfach leer. Und ich habe dann auch nicht unbedingt ein Auto und nicht unbedingt mein soziales Umfeld, das ich gegebenenfalls eventuell auch zurückgelassen habe. Das heißt, das sind einfach so viele ganz praktische und unmittelbare Dinge, die dann vor großen Herausforderungen stellen und wo vielleicht auch so Gemeinschaft das Wohnen da irgendwie stützen kann, wo Unterschied, aber das sind einfach auch ganz praktische Dinge, die jetzt vielleicht in Richtung Architektur jetzt nicht unmittelbar ein Thema sind, aber doch auch zu sagen, wie muss eine Wohnung auch ausschauen und wie oft kann ich da noch zumuten, bei Übergangswohnen umzuziehen, aber gleichzeitig merken wir, also gerade wie Mutter-Kind-Häuser beispielsweise, so als nachgelagertes Angebot. Einfach, wenn bei uns Schutz und Sicherheit ist oft auch gut versorgt und dann wäre es einfach auch viel rascher, dass wir unsere Kapazitäten gut frei hätten, wenn wir da wirklich sehr rasch und sehr gut Anschlussangebote hätten, die einfach viele Aspekte da. Und wie gesagt, da gefällt mir jetzt wieder Juno so gut, oder auch diese Kombination in Wien, dieses, ich muss eine Sozialorganisation irgendwo mit im Boot haben, die das auch einfach mitdenkt. Wo sind jetzt die Bauträger oder die Architektin? Jeder hat so seine Profession und das ist, glaube ich, ganz wichtig, aber da auch das Interdisziplinäre so gut, also da war ich total angesprochen, weil ich mir wirklich denke, jeder versorgt so seinen Paar. Das muss nicht ein Bauträger oder Genossenschaftler, die Overexpertin werden, sondern da gibt es einfach ganz viel, die da gut mit ins Boot können und wo man auch nicht die Stunden hinsetzen muss, sondern man drüber schaut, Moment, bitte denkt mal dran oder gibt es nicht die und jene Möglichkeit. Oder in der Wohnungslosenhilfe haben wir tolle Vereine, auch in Linz, die da unbrauchbar viel Expertise einfach da mitbringen. Ja, haben Sie das Gefühl, es ist zu wenig dieser Austausch in der Disziplinär? Also auch für Leute, die jetzt eben nicht in dieser Architekturbubble sind und dieses Symposium soll ja dafür eben für diesen Austausch da sein. Aber wie nehmen Sie das? Haben Sie das Gefühl, man ist miteinander im Gespräch oder könnte da noch ein stärkerer Expertiseaustausch aus verschiedenen Disziplinen kommen? Also ich merke schon, dass in der Wohnungslosenhilfe, dass da schon ganz tolle Kooperationen oder langjährige Partnerschaften gibt. Auch wir haben Gott sei Dank Genossenschaften, die uns unbaugbar stützen. Aber ich sage einmal so, als was so trotzdem auch ein Stück weit vielleicht auch ein Förderkriterium ist oder ein Vergabekriterium ist, dass man trotzdem eine gewisse Verbindlichkeit schafft und vielleicht jetzt nicht unbedingt an sehr guten Beziehungen liegen muss oder wo man dann einfach auch an gewissen Grenzen stößt, weil halt auch überall Kostendruck gibt, der nicht weniger wird und da kann sowas auch ein Stück weit abgesichert werden und das nochmal einfach eine gute Basis bekommen. Also ich denke, wir haben sehr tolle Zusammenarbeit und ich merke ganz viel Wille und ganz viel Verständnis, aber das einfach auch gut abzusichern und auch abzubilden. Ich glaube, da tut sich dann auch jeder oder jeder Spieler oder Spielerin, die da mit tut, leichter, weil ich glaube, er will es ganz viel, merkt er jetzt bei Ihnen, ganz viel da, irgendwie da etwas zu gestalten zu wollen und eine Vision zu erfüllen. Wenn ich da vielleicht anknüpfe, also ich glaube, er will es ganz viel, merkt er jetzt bei Ihnen, ganz viel da irgendwie da etwas zu gestalten zu wollen und eine Vision zu erfüllen. Wenn ich da vielleicht anknüpfe, also ich glaube fast jede Gemeinnützig im Großraum Linz hat Projekte laufen mit der Wohnungslosenhilfe. Da gibt es dann Sonderprojekte, wo man Menschen wieder wohnfähig macht, wie das so schön genannt wird. Und da schauen wir auch, dass wir keine Kautionen erheben, sondern da gibt es dann Ausfallsgarantien sozusagen durch die Trägeeinrichtungen etc. Aber ich glaube, das kann man ausbauen, das kann man immer vertiefen. Ich wollte eigentlich nur einen anderen Aspekt einbringen, der mir jetzt gerade so richtig eingeschossen ist. Und zwar, es wird immer diskutiert über den Wohnungsleerstand. Und ich glaube, dass das ein Problem ist, das im privaten Sektor tatsächlich vielfach mit Eigentum kombiniert ist. Und mir ist jetzt eingefallen, dass es eigentlich etwas anderes gibt, was vielleicht genauso effizient sein könnte. Und das ist der Belag von großen Genossenschafts- und gemeinnützigen Wohnungen, wo vielfach allein Menschen eine Person eine sehr große Wohnung bewohnt. Und jetzt gibt es eigentlich aus der individuellen Logik für diesen Menschen überhaupt keinen Grund, in eine kleinere Wohnung zu ziehen, die vielleicht doppelt so teuer ist, wo vielleicht dann der gesamte Übersiedlungsaufwand zu bewältigen ist, wo das gewohnte Umfeld zu verändern ist. Und ich glaube, da könnte man, und da spreche ich Sie jetzt alle an, Sie sind alle Experten, da könnte man vielleicht schon überlegen, welche Modelle könnten da gut greifen. Da hätte ich auch schon den einen oder anderen Gedanken, aber ich würde glauben, Eva, da spreche ich jetzt an, das könnten politische Themenstellungen sein, die relativ schnell auch wirklich ein Momentum erzeugen können, wo man dann genau für die Zielgruppe, für die Sie jetzt eintreten, tatsächlich auch interessante Wohnungen, und wie gesagt, da sind wir dann bei 7 Euro, dann könnten sich auch größere Wohnungen tatsächlich in der Leistbarkeit begeben, wenn dann Wohnbeihilfe noch gewährt wird, dass das wirklich attraktiv ist. Aber ich habe jetzt auch keine definitive Single-Lösung, aber ich glaube, der Fokus könnte interessant sein, weil du bist nicht in diesem Eigentumsbereich, sondern eher in einer Frage, wie kann ich Wohnungen besser allokieren und besser verteilen sozusagen. Aber wie gesagt, eine Fragestellung und keine Antwort. Also ich glaube, jetzt rein vom Bewohnen her gibt es ja da natürlich auch einige Konzepte. Konzepte. Genauso, ich glaube, da sind wir aber wieder beim Eigentum. Ich sehe schon als ein riesiges Thema eben auch die Einfamilienhäuser, die oft irgendwo im Ortshaus sind, wo oft dann Frauen, weil sie tendenziell länger leben irgendwie, alleine in einem großen Einfamilienhaus leben. In Niederösterreich hat man gesehen dann vor einem guten Jahr, wie das Hochwasser war, ist das extrem deutlich geworden, was das dann auch bedeutet und hat vielleicht auch ein bisschen Bewusstsein irgendwie Jahr, wie das Hochwasser war, ist es extrem deutlich geworden, was das dann auch bedeutet und hat vielleicht auch ein bisschen Bewusstsein irgendwie genährt, was ich und ich habe jetzt mehr Niederösterreich im Blick, wo sehr vieles zu tun ist, soweit ich das irgendwie sehe, vielleicht noch mehr als in Oberösterreich, aber was ich glaube oder was ich für sehr gewinnbringend halte ich glaube es gibt schon viele wahnsinnig tolle Kooperationen eben mit Bauträgern, mit Genossenschaften und sozialen Organisationen ich glaube was noch wichtiger sein wird in Zukunft ist gemeinsam auf die Politik hinzuwirken weil die sind echt ein bisschen hintenher also Niederösterreich es steht ja auch hier Politiker in den Schulen wir haben dieses Projekt gehabt, ich meine jetzt nicht einzelne Politikerinnen, aber wir haben dieses Projekt gehabt, wir haben drei Jahre lang drei Hochschulen aus Niederösterreich eben an diesen alternativen Wohnmöglichkeiten für Menschen mit psychischen Krankheiten gearbeitet. Die Person, die vom Land Niederösterreich da in so einem Beirat und so bei uns war, hat nur am Anfang schon gesagt, sie müssen schon als erstes mal schauen, was die Förderkriterien vom Land sind. Sie können ja nicht etwas entwickeln, was nicht unseren Förderkriterien entspricht. Ja, wir hätten da eigentlich eine andere Idee, nämlich, dass wir das entwickeln, was gebraucht wird und sie dann die Förderkriterien irgendwie ändern. Ja, da ist irgendwie noch ein Weg zu gehen, wo ich glaube, da braucht es wirklich das, dass alle Akteure, die was verstehen und die, die nah dran sind, deshalb glaube ich auch die Genossenschaften, die Bauträger sind ja auch nah dran an den Bedürfnissen der Menschen. um da vielleicht dann hoffentlich irgendwie weiterzukommen, auch mit Kommunalpolitik, weil das erlebe ich schon auch, dass BürgermeisterInnen in Gemeinden, oft kleinere Gemeinden, Landgemeinden und so weiter, die sehen das auch, wie dringlich diese ganze Frage des Wohnen ist, gerade auch im Alter und so weiter. Und die kann man da auch in diese Interessensgemeinschaft mit aufnehmen. Alle Kräfte sind willkommen, um bei denjenigen, die dann wirklich entscheiden, da was zu verändern. Auch hinter uns an der Wand steht das tolle Satz, jetzt habe ich ihn natürlich verloren, Best Practices ansehen. Jetzt würde mich natürlich interessieren, wir haben jetzt über verschiedene Beispiele aus der Geschichte gesprochen auch, aber wie sieht es denn mit der Gegenwart aus? Gibt es in gewissen Ländern Vorreiterprojekte, wo Sie sagen, so könnte geschlechtergerechtes Wohnen ausschauen, wenn die Politik und das Geld und alles Ja sagen würde? Gibt es das gerade in Europa oder muss ich sagen, das ist vorbildhaft? Der wird der Goschat sein. Und zwar deshalb, weil wir machen ja immer wieder so fast gleiche gemeinnützige Wohnbaustrukturen in Österreich mit anderen europäischen Ländern. Und da kommen auch immer Delegationen zu uns nach Österreich. Und durch die Bank, es wird das Österreich, und jetzt rede ich wirklich nur vom Wohnungsgemeinnützigkeitsbereich, das wird europaweit als wirklich vorbildhaft bezeichnet. Weil da sind tatsächlich nur Eckpfeiler drinnen. Und deshalb ist es so unendlich wichtig, dass dieses Modell nicht brüchig wird. Und das sind genau die Fragen, die ich heute schon kurz angesprochen habe. Also ich glaube, von der Struktur her sind wir sehr, sehr gut aufgestellt. Und dann, wie immer, der Teufel liegt im Detail, dann gibt es halt die eine oder andere Restriktion, auf die Sie auch schon oder auf die du auch hingewiesen hast, Eva, weil ich möchte sagen, Politik war auch schon einmal anders. Kepplinger zum Beispiel hat 2007 ein Buch veröffentlichen lassen mit dem Titel Gender Housing. Und das war damals letztlich die Bibel für die gesamte Wohnbauentwicklung in Oberösterreich. Das hat dann halt 2009 keine Fortsetzung gefunden. und das ist halt dann das, was ich gesagt habe. In Bauern konkretisiert sich Weltanschauung und das ist halt so. Aber ich glaube schon, dass es Zuversicht gibt, weil es einfach so viele junge Menschen gibt. Ich bin ja verblüfft, dass so viele Menschen heute da sind. Also das Thema ist wirklich offensichtlich ein brennendes und daher bin ich extrem optimistisch, dass da gute Gedanken kommen. Und je mehr Leute sich da irgendwie an die Politik oder auch an uns wenden, und es gibt sicher neben der Gieburg auch andere Gemeinnützige, die sagen, okay, lasst uns miteinander reden, Gemeinschaftsprojekt, warum nicht? Das können wir schon machen. Also da gibt es keine Hürden in dem Sinn. Und dann geht es halt um die Frage, finden wir dann Wigenschaften, die leistbar sind, etc. Aber das kann man finden, weil da gibt es immer einen Diskden in dem Sinn. Und dann geht es halt um die Frage, finden wir dann Liegenschaften, die leistbar sind etc. Aber das kann man finden, weil da gibt es immer einen Diskurs, ist es halt das vielleicht nicht, aber dann ist es vielleicht jene Lage, die auch gut geeignet ist. Es geht einfach ums Miteinanderreden und dann schafft man schon was. Und auch Best Practices gibt es mehr als genug. Also es gibt ja die schöne Ausstellung vom AFO, Wie geht's Alter? Die ist gerade bei uns jetzt auch in Niederösterreich. Ich hoffe, dass Niederösterreich auch was davon irgendwie sich mitnimmt. Also ich glaube, Best Practice, es gibt es genug. Wir müssen gar nicht mehr beweisen, dass es geht irgendwie. Die Beweise gibt es alle. Es muss getan werden. Es ist, also für mich ist es wie in der Armutsbekämpfung. Wir wissen genau, was zu tun wäre. Das ist überhaupt nicht, das ist keine Rocket Science irgendwie. Also es braucht wirklich am Ende des Tages, um eben wirklich in die Breite gehen zu können und das stärker vermitteln zu können, was natürlich auch dazugehört, braucht es den politischen Willen. Und mit dem politischen Willen kommen die Ressourcen. Also, aber Wissen gibt es genug. Frau Moser, mich würde auch interessieren, Stichwort noch einmal gemeinschaftliches Wohnen. Denken Sie, das wird in Zukunft doch eher eine Nische bleiben oder doch aufgrund von Teuerungen, von begrenztem Wohnraum vielleicht doch mehr eine Alternative, wo mehr Leute sagen, ja, das mache ich, weil das kann ich mir leisten, das klingt für mich gut. Was ist Ihre Prognose? Ja, ich bin prinzipiell Optimist und ich war jetzt gerade bei einer kürzlich bei einer Super, bei so einer Finissage in Belvedere 21 von Paul Preciado und der hat dort gesagt, dass Optimismus ganz eine wichtige politische Grundhaltung ist. Mit dem gehe ich voll irgendwie mit. Also ich glaube, wir brauchen diesen Optimismus. Aber eben, also jetzt Glaskugel habe ich keine. Und ich glaube, ob es eben realisierbar ist, hängt einfach von extrem vielen Rahmenbedingungen ab. Ich glaube schon, dass eben, also das Potenzial ist da. Es ist auch jetzt schon so, obwohl jetzt das Wohnen in einem Haus wie dem Wohnprojekt Wien auch nicht gerade super günstig ist, aber auch wenn ich mir anschaue, was die Wohnungen inzwischen, man verliert das ja ein bisschen aus dem Blick. Wohnungsmarkt und wenn man dann wieder jemanden kennt, aber so und die gerade Wohnung sucht am privaten Wohnungsmarkt, dann erschrecke ich auch, welche Preise dort da irgendwie gang und gäbe sind. Also ja, ich glaube, durch diese solidarischen, also das Potenzial ist einfach da, aber die Rahmenbedingungen müssen eben auch passen, damit es leistbar ist. Einerseits aber schon auch von diesem Inklusionsgedanken her. Wir müssen eben auch apropos Lehrer, Schule, die Gemeinschaften irgendwie breit genug halten. Das ist die Herausforderung, finde ich, an die, da nehme ich mich mit hinein, an die privilegierten Wohnprojekts, gemeinschaftlich wohnen irgendwie Leute, dass der Inklusionsmuskel genauso wie der Kehrmuskel irgendwie gestärkt wird. Aber ja, ich bin optimistisch. Ich glaube, dass wenn wir in zehn Jahren wieder da sitzen, bin ich schon längst in Pension, aber weißt du was, dass es schon mehr gemeinschaftliches Wohnen irgendwie geben wird. Sie haben es mir gerade vorweggenommen. Meine Frage, bevor ich ans Publikum übergeben wollen würde, wäre die Frage, wenn wir in zehn Jahren hier wieder sitzen würden, was Ihrer Meinung würde, wäre die Frage, wenn wir in zehn Jahren hier wieder sitzen würden, was Ihrer Meinung nach müsste sich verändert haben, dass wir zurückblicken und sagen, ja, da ist was weitergegangen. Was sehen Sie als realistisch in den nächsten fünf bis zehn Jahren an positiven Veränderungen im geschlechtergerechten Wohnen? Wer anfangen mag. Ich denke, dass der Zugang ermöglicht worden ist, dass wirklich Bedürfnisse gesehen werden und darauf reagiert wird. Wenn es so etwas ist wie beim Remisenhof, dass Kinder einfach einen Raum haben, dass Jugendliche einen Raum haben, nicht nur die Kinder, nämlich auch die Jugendlichen. Das finde ich immer ganz besonders tragisch, wenn da alle gibt es Schaukeln und einen Sandhaufen und plötzlich, wenn sie dann irgendwie abhängen wollen, dann ist da auch kein Raum. Also ich denke schon, dass das und dass das nicht irgendwie, also das Selbstbestimmte, wie man wohnen mag und dass, glaube ich, das schon braucht, was da ganz stark angesprochen wird, Frau Moser, einfach dieses, man muss schon, es wird die Zivilgesellschaft brauchen, jetzt genauso wie stark angesprochen wird, Frau Moser, einfach dieses, man muss schon, es wird die Zivilgesellschaft brauchen, jetzt genauso im Gewaltschutz, dieses zivilgesellschaftliche Aufeinanderschauen und da so das Umeinanderkümmern, weil es wird nicht durch Institutionen abgedeckt werden können und dass man da wirklich so dieses vielleicht schon dieses, dass man schon seinen eigenen Wohnraum hat, dass man seinen Rückzugsort, das ist ja auch wirklich sehr wichtig, aber schon auch dieses im Miteinander, dass man sich kümmert, dass man schaut, wenn ich jetzt gerade mit den Kindern daheim bin, dass ich auf die Nachbarin mitschaue, dass ich zum Einkaufen was mitnehme, dass ich halt vielleicht doch einmal ganz einfache Pflegetätigkeiten und, und, und. Ich denke, das wird schon, also wenn man das erreicht mit zehn Jahren, dass es diese Qualität gibt, die da so beschrieben worden ist, das Füreinander und da einfach auch Interesse haben, ich glaube, das brauchen wir jetzt auch, weil wir ja voll gern gut sind, weil wir voll die sozialen Wesen sind und wenn man das anspricht, ist das auch ganz viel Zufriedenheit und Solidarität und das ist ja auch so, was Feminismus so ausmacht, finde ich. Und ich denke mir auch, wenn wir da interessierte Männer haben, genauso wie Sie ja geschafft, dass wir spezielle Modelle entwickelt haben, dass wir besonders leistbaren Wohnraum noch extra schaffen für Frauen, die das brauchen. Wir haben es geschafft, dass wir den öffentlichen Raum so gestalten. Das haben wir in zehn Jahren vielleicht noch nicht vollständig umgesetzt, aber zumindest so, dass es schon spürbar und merkbar ist, dass der öffentliche Raum lebbar wird. Also dass wir den Raum den Menschen zurückgeben, dass auf den Straßen Kinder spielen, dass die Autos eine untergeordnete Rolle spielen, sofern sie überhaupt noch da sind, weil wir sie einfach nicht mehr brauchen in der Stadt. Gar nicht, weil wir sie verboten haben, sondern weil wir zur Erkenntnis gekommen sind, mit dem Klimaticket und den öffentlichen Verkehrsmitteln, die ausgebaut sind, brauchen wir nur mehr genügend Carsharing-Modelle oder wie auch immer. Aber der öffentliche Raum gehört den Menschen. Es können Kinder nicht nur in vereinzelten Wohnstraßen zwischen den Gebäuden Radl fahren lernen, sondern auf der Straße. Und ich brauche als Elternteil keine Sorge, wenn ich mich kurz mit dem anderen unterhalte, dass das Kind zusammengeführt wird, als man auskommt. Also das ist, glaube ich, muss unser Ziel sein, dass wir unsere Stadt, den öffentlichen Raum so gestalten, dass wir einfach ein Klimagericht umbauen, dass wir in 20, 30 Jahren unsere Städte auch noch lebbar sind. Also gerade für die Menschen, die halt nicht sich dann in einen SUV setzen und ins Wochenendhaus am Attersee fahren, sondern für die Menschen, die vielleicht in kleineren Wohnungen wohnen, wo man halt auch auf den öffentlichen Raum angewiesen ist. Also der muss einfach so gut sein, dass er gut lebbar ist, dass er Aufenthaltsqualität hat und dass wir einfach uns alle gerne dort aufhalten. Also in zehn Jahren, bis in zehn Jahren werden wir wahnsinnig viel getan haben und auch zu tun haben, um das alles noch weiter voranzutreiben. Aber dann wird es eben auch in ländlichen Gemeinden, auch in Kleinstädten, zahlreiche gemeinschaftliche Projekte geben. Es ist nicht mehr so etwas Exotisches, was irgendwo da in Wien passiert. Es gibt dort ein totales Bedürfnis. Heute ist meine Schwester und noch eine Person, die sind extra aus Kufstein nach St. Pölten gekommen, um sich die Ausstellung anzuschauen. Ich habe ihnen nicht gesagt, dass er bald in Salzburg ist. Aber nein, weil es wirklich eben auch in diesem kleinstädtischen Bereich, im ländlichen Bereich extreme Bedarfe und Bedürfnisse gibt danach. Also das wird uns irgendwie gelungen sein, das stärker zu machen. Und was das leistbare Wohnen betrifft, denke ich, eben die direkten Wohnkosten sind das eine. Die sind total wichtig, aber es geht auch um andere Dinge. Also zum Schluss muss ich doch noch mal ein bisschen die Werbetrommel dafür, das gemeinschaftliche Wohnen noch mal rühren. Es ist einfach, man braucht zu vieles, um den Server anzuschaffen, wenn man in so einem Haus wohnt. Wir haben so einen Running Gag, dass in unserem Haus irgendwie man fast alles innerhalb von fünf Minuten irgendwie bekommt, was man gerade nicht selber hat, ob das ein Wok ist oder ein alter Dia-Apparat, mit dem man sich einzelne alte Dias noch anschauen kann oder auch dieser eine, dieser Massageball, den habe ich auch aus dem Haus gestern noch schnell aufgetrieben, weil ich keinen gehabt und nicht gefunden habe. Also oder Schlittschuhe oder Smoking oder die Reihe ist endlos. Ich glaube, das Einzige, was ich einmal nicht im Haus gefunden habe, war eine Häkelnadel Nummer dreieinhalb. Aber wahrscheinlich war dass Personen, die in so gemeinschaftlichen Wohnprojekten leben, Erwerbsarbeitszeit reduziert haben, weil sie eben auch weniger Einkommen gebraucht haben, weil sie durch diesen ganzen Aspekt des Teilens, also für mich ich sehe schon, das Wohnen ist ja nur ein Aspekt, eben wir haben über Gender Pay Gap und so weiter geredet, ich sehe schon auch viele andere gesellschaftliche Fragen, die irgendwie dranhängen und die man dann auch noch mit angehen kann und auch muss. Und in zehn Jahren wird uns da schon einiges gelingen, auch wenn Widerstände da sind, aber die werden wir schon überwinden. Ja, dann würde ich die letzten zehn Minuten für Sie einberaumen. Hat denn jemand noch Fragen an jemanden hier im Podium? Dann können wir uns ein... genau, perfekt. Ich möchte einen kleinen Aufruf machen. Ich glaube, wir können es uns nicht so einfach machen, dass wir sagen, ein Landesrat, der vergänglich ist, aber trotzdem zäh ist, behindert die ganze Welt mit seiner Förderungspolitik. Ich glaube, vor allem in Oberösterreich benötigen wir etwas anderes, nämlich eine ganz revolutionär andere Dimension von Diskurs. Ich habe manchmal das Gefühl, es ist ein Leichentuch über Oberösterreich. Es ist eine Ruhe in dem Land. Und man fällt nur auf, wenn man unruhig ist. Ich bin gern unruhig. Wir brauchen wirklich ganz eine andere öffentliche Diskussion. Nur dann kann die Politik auch unruhig werden. Wenn alle immer Ruhe geben und keine Aufregung, dann wird es so bleiben, wie es jetzt ist. Danke. Ich wünsche mir jetzt einfach etwas. Nämlich etwas, was in zehn Jahren ich als Architektin, als ausführende und planende Architektin, ich wünsche mir einfach, dass wieder viel mehr Vielfalt möglich ist. Vielfalt macht auch stabil in allen Bereichen, mit denen man zu tun hat. Und ich wünsche mir, dass es einfach wieder hohe Räume gibt, dass es Maisonetten geben darf, dass es einen gut sanierten Altbau gibt, der auch gefördert wird. Ich wünsche mir alle Orten von Wohnungen, ob groß, ob klein, ob dick, ob dünn, ob gut belichtet, ob schlecht belichtet. Das war mein Wunsch. Ich möchte gerne noch einen Wunsch anbringen und ich wünsche mir, dass wir in zehn Jahren eine Einkommensgerechtigkeit haben, dass es nicht notwendig ist, dass man speziell für Frauen günstige Wohnungen schafft. Wenn ich mir etwas wünschen darf und keine Frage stellen darf, in zehn Jahren sitzen da dann 438 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die sich diesem Thema, wenn es das Symposium wieder gibt, auch widmen. Es wird in zehn Jahren einen Bodenpreisdeckel geben. Das heißt, das Eigentum ist nicht mehr das ganz hohe Gut, weil leistbares Wohnen entsteht schon einmal, wenn der Bodenpreis einmal gedeckelt wird. Und ich denke, diesen Boden haben wir nur einmal. Und deswegen muss man das Thema einfach angehen. Und das Dritte, was ich mir wünsche, ist, dass dieses von der Michaela Moser angesprochene Kehrmuskeltraining nicht nur in Gemeinschaftsprojekten und Baugruppen entsteht, sondern das auch bei allen Siedlungen in Oberösterreich, also bei ganz normalen Wohnsiedlungen, die es gibt, dass man das motivierend und kümmernd anregt. die es gibt, dass man das motivierend und kümmernd anregt, dann lernen wir wieder ein bisschen weg von diesem. Nämlich, dass wir in zehn Jahren auf jeden Fall überhaupt nicht mehr über Neubau sprechen, sondern nur mehr über den Bestand, weil wir aus Studien wissen, dass wir eigentlich genug Fläche haben, nämlich 72 Quadratmeter pro Person in Österreich mit der Gewerbefläche. Und wir könnten aufhören zu bauen und uns einfach um den Bestand kümmern und mit einer anderen Verteilung, die schon Friedrich Engels 1870 als Wohnungsnotlösung quasi vorgeschlagen hat, da dran gehen, das anders verteilen und damit eigentlich diese ganzen Probleme und die Leistbarkeit so mit einem gelöst haben. Genau. Mit diesen zukunftshoffnungsvollen Worten endet dieses Symposium, aber noch nicht ganz, denn es gibt ja noch Bier und Häppchen, die es dort hinten gibt und wie Sie ja auch sehen, wir sitzen ja eigentlich auch mitten in einer Ausstellung, die Sie sich auch noch zugute fühlen können. Eine Finissage am 12.3. gibt es auch. Die ganzen Infos zu den Terminen werden nachher noch an die Wand projiziert, damit Sie alles mitbekommen. Und dann danke ich Ihnen fürs Teilnehmen, den ganzen Speakerinnen fürs Teilnehmen, Ihnen für Ihre schlauen Fragen und Kommentare und wünsche uns allen noch einen schönen Abend zum Netzwerken, zum Trinken und zum Ratschen. Dankeschön.