Es ist nicht wie es aussieht. Ich wollte nur kurz checken, wie unser Kanzler sein Osterfest wohl verbracht hat. Das Klima wird nämlich rauer. Nicht nur die Jugend wird seitens der Politik attackiert, sondern auch die queere Szene. Und das an erschreckend vielen Orten. Zum Ausgleich haben wir in der zweiten Hälfte ein Special für euch. Wir stellen euch unsere 1, 2, 3 Top ESC Kandidaten vor, sowie auch wieder 3 queere Filme. New York macht LGBTQ zur Regierungssache. Am 13. März wurde ein eigenes Amt für LGBTQ-Angelegenheiten geschaffen. Es besitzt gleichen Stellenwert wie andere Bürgermeister für bestimmte Themen und gehört zum Amt für Gerechtigkeit und ethnische Gleichstellung. Damit läuft eine bis dato existierende Arbeitsgruppe, das Unity-Projekt, aus, das bisher nur empfehlenden Status hatte. Die RGPTIQ-Bürgermeisterin hat hingegen eigenes Budget und die Befugnis, anderen städtischen Ämtern wie zum Beispiel Gesundheitsämtern und Polizei verbindliche Richtlinien vorzugeben. Namentlich tritt Taylor Brown die Stelle an, die bisher als stellvertretende Generalstaatsanwältin tätig war. Schon zuvor hat sie rechtliche Strategien zum Schutz marginalisierter Gruppen in New York erarbeitet. Für Oberbürgermeister Zoran Mandani ist dieses Amt ein Zeichen für die dauerhafte Verpflichtung der Stadt ihren queeren EinwohnerInnen gegenüber. Die Stadt New York wappnet sich dafür noch mehr für ihre Rolle als Kämpferin gegen die Welle repressiver Gesetze gegen queere Menschen in den USA. Sie möchte Zufluchtsort für all diejenigen sein, die in anderen Staaten nicht mehr sicher oder frei leben können. So weigert sich New York medizinische Daten an Ermittler anderer Bundesstaaten herauszugeben oder schützt Familien vor staatlichen Übergriffen auf ihr Sorgerecht. Auch die Sicherung geschlechtsangleichender Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Kern der Agenda New Yorks. Chapeau! Da wünscht man den New YorkerInnen nur noch einen Zaubertrank, der sie besonders stark und beinahe unbesiegbar macht, damit die übermächtigen Römer, äh ich meine Republikaner, ihnen nichts anhaben können. Ich seh schon die Comics vor mir, Mamdanix und der Zorn des orangefarbenen Cäsars. In 20 US-Bundesstaaten sind Konversionstherapien, die das Ziel haben, die geschlechtliche Identität einer Person zu ändern, bei Jugendlichen verboten. Durch Studien ist belegt, dass solche Therapien nicht zum Erfolg führen, aber schwere psychische Schäden verursachen können. In Einzelfällen werden Elektroschocks, die Einnahme von Hormonen oder exorzistische Riten eingesetzt. In Colorado hatte nun allerdings eine evangelikale Therapeutin gegen das Verbot geklagt. Kayleigh Charles bietet eine christliche Therapie an und sieht sich in ihrer Meinungsfreiheit beschnitten. Das oberste Gericht der USA, der Supreme Court, gab ihr nun mit acht gegen einer Stimme Recht. Es sieht die angebotene christliche Therapie für homosexuelle Jugendliche, die aus Charles' Sicht gegen Moralvorstellungen verstoßen, als Ausdruck ihrer Meinung an. Nun sollen die tieferen gerichtlichen Instanzen ihre Entscheidungen zu solchen Fällen noch einmal überprüfen. Ey, mir passt dein Gesicht nicht. Ja, ist halt meine Meinung und die darf ich ja wohl frei äußern, soweit die demokratischen Rahmenbedingungen. Aber wenn ich jetzt nicht einmal mit meiner Faust reinschlagen darf, um meiner Meinung Ausdruck zu verleihen, dann verstößt das gegen die Meinungsfreiheit. Das Verbot von Körperverletzung ist also nicht zulässig. Komischer Vergleich? Vielleicht. Aber es steht fest, Konventionstherapien sind Körperverletzung. Die mit Verweis auf Meinungsfreiheit wieder zu erlauben, klingt genauso. Zumal dafür dann wieder Werbung gemacht wird und Eltern ihre Kinder in eine solche Therapie theoretisch auch zwingen könnten. Und selbst wenn mir ein Minderjähriger sagt, ich soll ihm ins Gesicht schlagen, ist es rechtlich mehr als fragwürdig, ob ich das wirklich darf. Geschweige denn, ob das moralisch vertretbar ist. Aber Moral ist eh gerade nicht im Trend. Und Kinderschutz nur dann, wenn es den politischen Zielen nützt. Kennen wir ja. Im argentinischen Profifußball gab es nun das erste Outing. Naja, eigentlich schon im Mai letzten Jahres. Aber da ist es in einem lokalen Radiosender kaum aufgefallen. Die Mühlen des Internets malen jedoch auf unergründlichen Wegen. Und jetzt ging das Interview viral, kaum aufgefallen. Die Mühlen des Internets malen jedoch auf unergründlichen Wegen und jetzt ging das Interview viral, nachdem Profifußballer Ignacio Nacho Lago des Zweitligisten-Club Atletico Colón aus Santa Fe das letzte Tor zum Heimsieg seiner Mannschaft geschossen hatte. Prompt reagierte Nacho Lago mit mehreren Bildern auf Social Media, die ihn mit seinem Freund zeigen. Dazu schrieb er ein Liebesgeständnis. Insgesamt hat dieses Statement viele positive Reaktionen erzeugt. Generell gilt die argentinische Gesellschaft als sehr queerfreundlich. Die Gesetzeslage ist für queere Menschen sehr gut. Doch auch hier bröckelt die Fassade. Der rechtspopulistische Präsident Javert Millet macht bereits gegen queere Minderheiten rhetorisch mobil. Der Konzern Meta, der unter anderem die Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp betreibt, hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Konten mit feministischen, queeren oder sexpositiven Angeboten gesperrt. Betroffen sind davon der KitKat-Club und der Nacht- und Zwinger-Club Insomnia. Beide Berliner Clubs wurden nicht konkret über die Gründe der Löschung informiert, sondern allgemein auf Verstoß gegen Gemeinschaftsstandards verwiesen. Dies ist laut dem EU-Gesetz über digitale Dienste allerdings nicht zulässig, das eine ausführliche Erklärung und die Möglichkeit der Wiedergutmachung fordert. Während das Profil des KitKat Clubs ohne viele seiner Beiträge wiederhergestellt ist, musste das Insomnia auf einen neu angelegten Zweitkanal ausweichen, auf dem er die Schritte von Meta aus Scherste kritisiert. Kritik kommt auch von der Nichtregierungsorganisation Repro Uncensored. Sie spricht nämlich von einem breiten Muster der Unterdrückung und verweist darauf, dass es sich nicht nur um Einzelfälle handele oder um eine zu sensible Sperr-KI. Dass systematisch queere oder feministische Kanalbetreiber gelöscht werden, sei ein gezielter Schritt. So langsam merken wir, die amerikanischen Tech-Plattformen haben sich einen so zentralen Stand erarbeitet, dass es fatale Auswirkungen hat, wenn willkürliche Schritte wie spontane Accountsperren durchgeführt werden. So kann aus Kalifornien per Mausklick z.B. das Geschäftsmodell vieler europäischer queerer Organisationen ruiniert werden. Die Firmen haben Macht über euch. Um nicht ohnmächtig zu werden, wurde von Safe Social der Digital Independence Day, kurz DIT, ins Leben gerufen. Das Prinzip ist einfach. An jedem ersten Sonntag im Monat sich kurz Gedanken machen, wie man von einer Big Tech Plattform auf eine Alternative wechseln könnte. Es geht nicht darum, mit einem Mal sein komplettes digitales Leben umzukrempeln. Es geht auch nicht darum, sich selbst zu geißeln oder Follower oder Kontakte aufzugeben. Wo man nicht wechseln kann, kann man nicht wechseln. Aber man kann es versuchen. Und das in kleinen Schritten. Mehr Infos gibt es auf der Webseite di.de. Und jetzt von den Diddys zu den Quickies. Die Landesdirektion Sachsen stuft das Dresdner CSD-Straßenfest neu ein. Nicht als politische Versammlung, sondern als kommerzielle Veranstaltung. Der gemeinnützige CSD-Verein müsste damit alle Sicherheitskosten selbst tragen. Kritik kommt von SPD, Grünen, Linken und FDP. Der Unionsfraktionschef Jens Spahn bezeichnet den Begriff als politische Ideologie. Das erklärte der Christdemokrat in einem Interview mit der Zeit. Er sei schwul, nicht queer. Das Wort stehe für Identitätspolitik. SPD-Kollege Matthias Miersch vertrat im gemeinsamen Interview eine andere Meinung. Im Senegal ist ein Gesetz in Kraft getreten. Es verdoppelt die Strafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen. eine andere Meinung. Rechtskommissar Volker Türk nannte das Gesetz zutiefst besorgniserregend. Es stehe im Widerspruch zu unantastbaren Menschenrechten. Portugais rechtskonservative Koalition plant, das Selbstbestimmungsrecht für Transpersonen abzuschaffen. Das Parlament billigte in erster Lesung Gesetzesentwürfe, die eine medizinische Diagnose zur Pflicht machen würden. Das würde das progressive Gesetz von 2018 faktisch aushebeln. Betroffene und LGBTIQ-Verbände sprechen von einem Rückfall in die Pathologisierung. Das diesjährige Finale des Eurovision Song Contest steht wieder in den Startlöchern. Dabei musste ich feststellen, dass Balladen bei mir scheinbar nicht so hoch im Kurs stehen. Und davon gibt es überraschend viele. Wobei eine nice Synth-Pop-Ballade hat es dann doch in unsere Top 3 geschafft. Sie geht gut nach vorn und vermittelt dabei sogar einen Hauch Retro-Feeling. Too Epic To Be True von Vanilla Ninja aus Estland ist unsere Nummer 3. Ihr merkt, der Song muss Energie haben und Energie hat auch unser Platz 2. Dazu interessante nahöstliche Harmonien, Office-Hamsterrad-Kritik und einen richtigen Rausschmeißerschluss. Tja, Herr Merz, nach ihrer Lifestyle-Teilzeitkritik antworten wir mit einer Paloma Rumba. Der Beitrag aus Armenien von Simon. Okay, okay, ich gebe zu, dass ich voreingenommen bin. Und zwar von YouTubern, die ich schon länger verfolge und die richtig coole musikalische Sachen auf ihren Kanälen machen. Nachdem Marty Fischer und Mirtek sich im deutschen Finale performance-technisch leider herausgekiegelt haben, war ich überrascht, dass es ein anderer bekannter YouTuber mit ins ESC-Finale geschafft hat. Doch auch der Song kann sich sehen lassen. Energetisch, selbstironisch und … wenn es doch nur eine Sprache gäbe, in der man einzählen könnte, um sich besser zu fühlen. Danke für das sympathische Shoutout nach Deutschland. Dabei schwöre ich, ist es reiner Zufall, dass sich sein Song-Text mit demselben Thema befasst wie unser Zweiplatzierter. So obsessiv ist meine Kanzlerkritik dann doch nicht. Klar, unsere Nummer 1 ist der Beitrag aus dem vereinten Königreich. Look Mom, no Computer mit 1, 2, 3. Ice-Five Drive, we have a slice of pepperoni I bet you can only, that'll be a pony Ice-Five Drive, I'm coming back to life Ice-Five Drive, got me feeling okie-dokie Ice-Five Drive, goodbye drunkery, hello my So like sugar-coated, get like scary-okie Ice-Five Drive, I'm coming back to life Ein Frauentar, Celeste und Lena, sehr verliebt ineinander, mit ausgeprägtem Kinderwunsch. Lena arbeitet in einer Tapetenfabrik und spricht nicht gern mit Kollegen über ihr Privatleben. Beide wohnen nun zusammen bei Nora, Celestes Mutter. Der gefällt ganz und gar nicht, dass Lena nun bei ihnen wohnt und lässt es sie durch Ignoranz spüren. Lesbisch. Ein gesellschaftlicher Affront. Nora selbst ist nicht mehr jung. Tag ein Tag aus verlässt sie noch am Morgengrauen ihre Wohnung in einem ärmlichen Viertel, um als Haushälterin bei ihrer sehr reichen Arbeitgeberin Mecha, einer erfolgreichen Anwältin, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Mecha wiederum lebt mit ihrem erwachsenen Sohn Dario in einer Villa im besten Viertel der Stadt. Er leidet unter seiner überfürsorglichen Mutter, kommt beruflich nicht voran und hat bereits psychische Probleme ausgeprägt, die er auf Druck seiner Mutter behandeln lässt. Eines Abends treffen Celeste und Lena in einem Club auf Dario und wählen ihn als Samenspender aus. Einem One-Night-Stand ist er nicht abgeneigt. Er nimmt Celeste mit ins Haus seiner Mutter, aber er weigert sich, ohne Kondom mit ihr zu schlafen. Da hilft Lena mit einer unkonventionellen Methode nach. Celeste ist danach wirklich schwanger und die Freude entsprechend groß. Selbst Nora scheint ihren Frieden mit Lena gemacht zu haben. Aber Dario hadert mit seiner Vergewaltigung. Als Nora mit Celeste im Auto auf Dario trifft, fangen die Probleme richtig an. Mecha setzt das Paar unter Druck, das Kind herauszugeben, da es nicht bei Lesben in einem solchen Viertel aufwachsen soll. Dann trifft Dario eine außergewöhnliche Entscheidung. Marta aus dem Jahr 2017 ist ein bemerkenswerter Film des argentinischen Regisseurs Pablo Dalo Abba. Er zeigt in eindrücklichen Bildern die Realität der Menschen in unterschiedlichen Welten auf. Die reiche Melchior, die alles mit Geld regelt. Nora als Dreh- und Angelpunkt der verstrickten Story, die zusieht, wie sie über die Runden kommen. Celeste und Lena, die sich eine künstliche Befruchtung vermutlich nicht leisten können. Realität für viele Lesbischpaare auch in Deutschland. Mit »Wie weit gehst du, um deinen Wunsch zu erfüllen? ist der Film unterschrieben und wirft dabei ethische Fragen mit vielen Facetten auf. Ein wirklich sehenswerter Film. ¿Nicolás? No me gusta Nicolás, eh. Me bajó un poquito la presión. ¿La otra vez? No, pero no es nada. Ey, ¿qué te pasa? Salí, mamá. No, no salgo nada. ¿Fuiste a terapia hoy? Yo no voy más a terapia. ¿Se te ocurrió algo? Parece que hay una fiesta de egresados. Podemos entrar. ¿Dónde? En un boliche. ¿Te gusta? Sí. Sin forro. No te conozco. Espera, espera. Tomate. No te conozco. Espera, espera. Tomatela. No me voy. Tomatela. ¡Cógeme! Por favor. Tomatela. Dale, rájala. ¿Qué haces? ¿Qué haces? ¿Cómo lloras? ¿Tu madre está bien? Te quiero como que te mato, ¿sí? La vas a coger y después nosotras nos vamos. Eso es lo peor que le puede pasar a una madre. ¡Lo peor! Mi hijo es mío y va a vivir conmigo en mi casa. Tu hijo es también nuestro hijo. Se quieren quedar con el bebé. ¿Vos pensás que esto lo puede tener trabado a él? Close. Oder wenn Peer-Polter eine wunderbare Freundschaft zerstört. Und noch mehr muss man im weiteren Verlauf mit Erschrecken feststellen. Doch hier bin ich in der Bredouille des Reviewers, wie viel man eigentlich vorstellt und bereit ist, an Überraschungen vorwegzunehmen. Wer sich diesen emotionalen Moment nicht nehmen lassen möchte, sollte diese Review skippen, denn ohne diesen Spoiler könnte ich nicht wirklich erzählen, was diesen für den Oscar 2023 nominierten Film überhaupt ausmacht. Aber erstmal von vorn. Die beiden 13-jährigen Jungs Leo und Remi sind beste Freunde, kennen sich wahrscheinlich schon ihr Leben lang und verbringen jede freie Minute miteinander. Für mich strahlen sie Freundschaft in Reinform aus. Doch wie in so vielen Filmen und vielleicht auch echten Biografien ist jeder neue Lebensabschnitt eine Gefahr für das Glück. Bei Leo und Remi ist es die Sekundarstufe, die sie an eine neue Schule führt. Beide landen in derselben Klasse und schnell fällt auf, dass sie enger miteinander umgehen als andere. Klar, dass das angesprochen wird. Auf die Frage, ob sie zusammen seien, verneint Leo. Dazu kommen ein paar spitze Kommentare von ein paar Jungs. Wenn auch unschön, wirkt die Lage dennoch handhabbar. Da gibt es ganz andere Fälle von Mobbing. Und trotzdem führt dies zum ersten Knacks in der Freundschaft der beiden, der sich schnell zu einem Riss ausweitet und letztendlich alles in Scherben legen soll. Den emotionalen Höhepunkt präsentiert uns Klaus schon nach einer halben Filmlänge. Remi ist plötzlich nicht mehr. Die zweite Hälfte ist ein Porträt Leos, wie er und das Umfeld mit dem Verlust umgehen. Ein wirklich gut gemachtes. Also wirklich gut. Dabei verblüfft nicht nur die Kameraführung, die uns wortwörtlich lange Porträts von Leo präsentiert, ohne dass sie aufdringlich oder komisch wirken. Generell geht der Film sehr behutsam und diskret mit dem ganzen Thema um, schafft Platz für Emotionen, die natürlich für jede betroffene Person dramatisch sind, aber nicht dramatisch oder reißerisch zur Schau gestellt werden. Generell ist es verblüffend, wie man so viel Einblick schaffen kann, ohne voyeuristisch zu wirken. Die Musik rundet das ganze perfekt ab und was bin ich dahin geschmolzen? Klar, der Film richtet sich an Menschen mit Empathie. An Zuschauer, die an den Gesichtern ablesen können, was in den Charakteren vorgeht. Und das erscheint mir so realistisch, dass es schon erschreckend ist. Chapeau daher auch an die Schauspielenden, vor allen Dingen die jungen Hauptdarsteller Eden Damrin und Gustave de Vell. Gleichzeitig zeigt Close auf, dass es nicht einmal eine eindeutig queere Beziehung braucht, um klar zu machen, was Homophobie oder auch nur Tabuisierung anrichten können. In diesem Fall haben sie eine perfekte Freundschaft zerstört. Eine zarte, die viel zu leicht brach, aber auch so etwas gibt es. Und ich hoffe, ihr gehört nicht zu den Menschen, die diese Reaktion für übertrieben oder unrealistisch halten. Dann findet ihr den Film nämlich auf mehreren Video-on-Demand-Plattformen und auf DVD. Sie sind hinter uns. Lauf! Da bist du ja endlich. Ich schlafe heute bei Remi. Kommst du auch noch mal nach Hause? Vielleicht. Mach die Fenster auf, Jungs. Bereit? Guten Morgen zusammen. Willkommen im ersten Jahr der Sekundarstufe. Darf ich euch mal was fragen? Seid ihr zwei zusammen? Wir sind wirklich kein Paar. Ich glaube, sie sind gute Freunde plus. Nein, wir sind beste Freunde im Sinne von Brüdern. Aber wir sind nicht irgendwie... Wohl ein bisschen mehr wie Brüder. Na, und? Bist du mit Remi in einer Klasse? Gut machst du das. Gut so. Das ist gut. Sehr gut. Sehr gut. Und weiter. Was machst du hier? Na los, schneller! Leo, sonst wartest du doch immer auf mich. Schläfst du heute bei Remi? Nein. Warum nicht? Hey. Harry? Ja? Remi? Ist nicht da. Leo! Ist nicht da. Cleo! Los! Ja, sehr gut! Klasse! Los! Beruhig dich! Schluss jetzt! Es wird Nacht im düsteren Wald. Doch bevor alle ihre Augen zumachen, geht jeder an das Podest seiner oder ihrer Erwartungen und schraubt sie tiefer, immer tiefer, ganz weit nach unten. Und dann geht's eigentlich mit dem 2024 bei Netflix erschienenen Film Die Werwölfe von Lüsterwald. Der Titel sagt schon, worum es geht. Eine Familie will das Werwölfespiel spielen, greift aber eine magisch verzauberte Spielebox und landet kurzerhand selbst im Jahr 1498, wo sie unter Einsatz ihres echten Lebens die Werwölfe finden und ausschalten müssen. Das ist durchaus eine coole Idee und hat großes Potenzial für einen klasse Film. Und dann kommt Netflix mit Regisseur François Usain daher und macht das da raus. Ich meine, come on, die Special Effects sind peinlich. Die Wölfe sehen aus wie Menschen mit Wolfskostümen und klingen wie Chewbacca aus Star Wars. Die Hauptcharaktere spielen ein bisschen zu lange ahnungslos, was mit ihnen eigentlich passiert ist. Einige Witze sind einfach nicht lustig. Und warum muss 2024 immer noch thematisiert werden, wenn ein Typ lange Haare hat? Dieses ganze Setting wirkt also arg aufgesetzt und hat mich an Leihenspiel-Theater erinnert. Aber bleiben wir mal fair, für ein Leihenspiel-Setting wurde sich jedoch eine Menge Mühe gegeben. Wenn man dem Film geduldig eine Chance gibt, wird man durchaus belohnt. Da gibt es einige Wendungen in der Story, die habe ich echt nicht kommen sehen und das liebe ich wiederum. Ab der Mitte findet der Film sogar zu einem guten Humor. Naja, nach meinen Standards, macht aus der Info was ihr wollt. Auf jeden Fall hat Die Werbe von Düsterwald letztendlich es doch geschafft, was ich erwartet habe. Ein gutes Throwback zu erzeugen an unzählige Werwolf-Runden mit coolen Menschen, aberwitzigen Begebenheiten und immer den gleichen gemachten Rückschlussfehlern, die es übrigens ebenfalls in den Film geschafft haben. Nice. Die Rollen mögen hier zwar etwas freier interpretiert sein, so ist das Kind unsichtbar und stumm, der Seher kann Gedanken lesen und der Jäger hat einfach nur viele Muckis. Aber daran gewöhnt man sich und am Ende ergibt das eine coole Dynamik. Was ich der Story aber anlaste ist, dass das Mysterium um die Herkunft der magischen Spielebox nicht aufgeklärt wird. Es werden nämlich Word-Crumbs verteilt und dann… nichts. Bleibt noch die letzte Frage. Was macht der Film in Go Clear? Tja, das habe ich mich einen halben Film lang auch gefragt. Aber ich sag's mal so, auch das ist eine Rolle, die müsst ihr selbst herausfinden. Zusammengefasst kann man also sagen, kämpft euch durch das erste cringy dritte und der Film fängt an Spaß zu machen. Hier ist also Ausdauer gefragt, wie im Spiel selbst, in der Tagphase, wenn man sich in den endlosen Debatten über mögliche Werwölfe immer wieder im Kreis dreht. Am Ende hat's trotzdem Spaß gemacht. Was ist das eigentlich für ein Spiel? Du kennst es, Papa. Die Werwölfe von Düsterwald. Die Nacht bricht herein. Alle Dorfbewohner schlafen. Dunkle Kreaturen ziehen nun durch die Straßen von Düsterwald. Also so macht das keinen Sinn. Oh, mein Leib fühlt mich so klein. Ich habe also in Tränen anrufen, dass da kein Fleisch bleibt. Was ist das? Keine Ahnung! Kinder! das keinen sinn das ist doch nicht mein haus ganz sicher natürlich ich habe so einen beschissenen geschmack aber so beschissen Ich hab so einen beschissenen Geschmack, aber so beschissen. Ein Mittelalter-Dorf. Eine Hinrichtung. Vielen Dank für die Sauerei! Wir stecken eindeutig in dem Spiel. Wir werden alle im Jahr 1497 sterben. Und ihr kommt wirklich aus der Zukunft? Ich bin ein Künstler. Ich liebe es, mich zu verkleiden. Ich auch. Super. Wie kommen wir wieder nach Hause? Um das Spiel zu gewinnen, muss man alle Wehrwölfe entlarven und sie beseitigen, bevor sie die anderen Spieler umbringen. Alles sehr familiär. Wo ist Lulu? Weiter geht's. Und morgen geht's wieder nach Hause. Versprochen. Die Bestien kommen. Nur noch stillhalten. Man darf den Pfeil nicht rausziehen. Okay. Und jetzt bloß nicht berühren. Nicht mehr in diese Sendung geschafft, hat es der kürzlich in den Kinos gestartete Historienfilm The History of Sound. Umso länger ist die Vorfreude. Im Mai stellen wir euch vor, ob es lohnt, ihn zu sehen. Bleibt bis dahin gespannt und haltet zusammen. Euer Rob