Hallo und herzlich willkommen auf DorfTV und Radio Froh. Heute zum Crossing Europe Vorgespräch und ich darf heute wieder hier sein mit der Festivalleitung Katharina Riedler und Sabine Gebetsreuther. Ja, schön, dass ihr da seid in dieser doch sehr stressigen Zeit für euch. Katharina Riedler, du bist aus Linz und hast hier audiovisuelle Gestaltung studiert und arbeitest seit bald 15 Jahren auf verschiedenen Filmfestivals in Österreich mit. Das Crossing Europe war da von Anfang an mit dabei. Das war tatsächlich mein erstes Filmfestival, bei dem ich gearbeitet habe. Ich habe begonnen bei Crossing Europe. Sehr schön. Und Sabine, du hast deutsche Philologie studiert und Publizistik und Film und Kommunikationswissenschaft in Wien und warst dann in Dänemark und hast auch schon bei vielen verschiedenen Filmfestivals gearbeitet, an unterschiedlichen Orten in Europa. Und beim Crossing warst du schon seit Anbeginn des Crossings. Genau, bei mir war auch auch Crossing Europe das erste Festival, bei dem ich gearbeitet habe. Und im ersten Jahr war ich Praktikantin. Kennt ihr euch eigentlich auch schon so lange? Nein. Wir haben uns tatsächlich bei Crossing Europe kennengelernt. Wir waren quasi Arbeitskolleginnen. Und das haben wir halt so lange, seitdem ich dort begonnen habe. Und die Sabine war damals eben schon länger dabei und hat mir tatsächlich sehr viel Input gegeben am Anfang, wie ich das erste Jahr beim Festival gearbeitet habe. Wann war dein erstes Jahr beim Festival? Also die erste Festival-Ausgabe war 2012. Also auch schon ordentlich lang auf jeden Fall. 2021 habt ihr dann die Leitung übernommen und dementsprechend macht ihr das heuer zum fünften Mal bei der 23. Ausgabe des Crossing Europe Film Festivals. Und es geht schon richtig bald los, wir sehen bald die ersten Filme. Womit startet das Crossing denn dieses Jahr? Es gibt ja neben den Eröffnungsfilmen auch noch andere Opening-Events, oder? Also Auftaktfilme zu sehen. Also ganz klassisch neben den Eröffnungsfilmen, das sind wieder vier dieses Jahr, haben wir einfach wie bei allen Festivals so eine Öffnungsveranstaltung, also so ein klassischer Eröffnungsempfang, wo Partner, Sponsoren, Politikerinnen und Politikern einfach auch gemeinsam mit uns das Festival eröffnen. Aber es gibt dann schon auch Filme am Nachmittag oder am frühen Abend, die auch einen Talkshow starten. Und in Wahrheit starten wir um 10.15 Uhr mit der ersten Schulvorstellung, eigentlich mit einem Film aus der Jahrescompetition, wo Schülergruppen kommen, aber auch jeder, der beim Festival kommen will, kann auch zu dieser Vorstellung schon gehen. Es ist ein toller Spielfilm, Babystar aus Deutschland und das ist wirklich ein sehr relevanter Film, weil es sehr stark darum geht, wie stark soziale Medien in ein Leben hineinspielen können, in einer Jugendlichen und ihrer Familie. Man sieht, wenn man über das Crossing zum Reden anfängt mit euch, da kribbelt es ein bisschen. Das ist die Vorfreude. Worauf freut ihr euch denn am allermeisten? Jetzt so momentan, glaube ich, und weil wir gerade von der Eröffnung schon gesprochen haben, auf diesen Moment kurz nach der Eröffnung, weil das ist für uns immer noch große Aufregung sozusagen, also dieser Event, wo wir auf der Bühne stehen kurz auf diesen Moment kurz nach der Eröffnung, weil das ist für uns immer noch große Aufregung sozusagen. Also eben dieser Event, wo wir auf der Bühne stehen kurz. Und wenn das sozusagen erledigt ist, dann geht für uns das Festival so richtig los. Und ich glaube, dann können wir zum ersten Mal so ein bisschen loslassen und schauen, jetzt läuft das Festival, jetzt passiert es einfach. Und bei mir ist es schon am ersten Tag die erste Schulvorstellung, weil das das erste Mal ist, dass der Kinobetrieb beim Festival wieder losgeht. Und wenn da mal eine gute Stimmung ist und mit vielen jungen Menschen, das ist auch immer schon mal ein toller erster Auftakt. vom Crossing sieht, so als Publikum, ist meistens der Trailer. Und was erwartet uns beim Trailer dieses Jahr? Den Trailer haben dieses Jahr Amanda Burzic und Dominik Galea gestaltet. Die waren beide Local Artists sozusagen, also sie haben einen Oberösterreich-Bezug. Und sie waren beide schon im Local Artist Programm beim Festival vertreten die letzten Jahre über und arbeiten seit ein paar Jahren gemeinsam eben an Projekten. Und im Trailer haben sie sich so einen Moment ausgewählt, wo zu Hause etwas gebacken wird bzw. ein Teig gezogen. Und das ist für uns so ein bisschen, also wir beide sehen das so ein bisschen als familiären Event auch. Es ist was irgendwie Persönliches. Dieser Teig ist ganz dünn und fragil und vielleicht reißt er und so. Aber ich glaube, am besten wäre wahrscheinlich, wir schauen uns einfach mal an. Ich würde sagen, wir schauen mal rein, ja. Reste dekore Rødgrød Der Trailer macht nicht nur Hunger auf Selbstgebackenes, sondern auch definitiv auf spannende und tolle Filme. Und genau die wird man ja sehen am Crossing. Was sind so filmische Highlights aus dem diesjährigen Programm, auf die ihr euch besonders freut? Also generell war es dieses Jahr sehr spannend für uns, als wir das Programm zusammengestellt haben, weil dieses Jahr ist, das ist nicht jedes Jahr so, aber dieses Jahr ist es wirklich so, dass es schon ein bisschen so einen roten Faden durchs Programm gibt. Und wir haben dann auch überlegt, weil wir jedes Jahr ein bisschen so ein Motto des Festivals ausrufen und wir haben uns dieses Jahr für Family Ties entschieden, weil wir einfach gemerkt haben, dass das Thema Familie in all seinen Schattierungen extrem virulent zu sein scheint und dass viele Filmemacherinnen und Filmmacher aus ganz Europa sich damit auseinandersetzen, und zwar im Spielfilm und im Dokumentarfilm. Und dementsprechend gibt es halt einige Highlights, die wirklich Familiengeschichten sind. Schon bei der Eröffnung geht es los. Wir haben alleine bei der Festivaleröffnung drei der vier Eröffnungsfilme, wo einfach Familie thematisiert wird, auf verschiedenen Art und Weise und in verschiedenen künstlerischen Ausformungen. Das wäre bei Donkey Days einer der Öffnungsfilme, dann auch bei DOM, unserem Öffnungsfilm aus dem Dokumentarfilmbereich, aber genauso beim ungarischen Nachtsichteröffnungsfilm Feels Like Home. Du hast jetzt die Frage vorweggenommen, aber was ist denn der vierte Öffnungsfilm, auf den man sich freuen darf? Der vierte Ööffnungsfilm, auf den man sich freuen darf? Der vierte Eröffnungsfilm ist Golden Atees von der großen Chantal Ackermann, die leider schon verstorben ist. Ein Musical aus den 1980ern, in Paris angesiedelt mit wunderbaren poppigen Melodien, großartigen Frisuren und wunderbaren Strickpullis. Und bunten Kleidern. Und bunten Kleidern. Und bunten Kleidern und tapierten Haaren. Herrlich. Ja, wollen wir da in den Trailer reinschauen? Sehr gerne. J'voudrais des miettes, qu'elle traînait au long, oh oh C'est une morviète, du lavabo À la beuglette, mêlis-mêlons, oh oh Elle en perd la tête, c'est bigoudi Elle voudrait des miettes, sa mise en pli, hi hi C'est une morviète, lui un blanc bec À la beuglette, couche les cheveux secs, le mec Plombe par un de ça, maquille-toi en blanc Et du blanc, crotte en blanc Jette-le aux orties, ce clou Fais-en ton joujou, ton pou Pousse-le dans le trou, comme un vieil hibou Les fontaines, c'est un rhum Nous préparons le désert Le désert du Sahara Elle en perd la tête, c'est son chéri Elle voudrait des miettes, quel fiasco, oh oh C'est une mauvaise, un rikiki À l'aveugle, un cocorico, oh oh Elle en perd la tête et ses rouleaux Elle voudrait des miettes, son abruti, hi hi C'est une mauvaise, lui un macho Dieser Film ist ja, wie der Titel auch schon sagt, gar nicht aus dem Jahr 2025 oder knapp davor, sondern der ist schon etwas älter. Der ist in den 80er Jahren gedreht worden. Wie kam es zur Auswahl dieses Jahr? Wir haben heuer was Neues gemacht, was jetzt eigentlich bei Crossing Europe tatsächlich noch nie der Fall war. Und zwar haben wir unsere Tributes-Programmsektion nicht einer Person oder einer Persönlichkeit des Filmschaffens quasi gewidmet, sondern tatsächlich einer ganzen Zeit, also den 80ern. Und das Dis-Kollektiv, ein Kollektiv aus Kuratorinnen und Filmkritikerinnen, haben diese Programmsektion kuratiert und haben sozusagen europäische Filme aus den 80ern gesucht und die zusammengestellt, weil die halt in unserem Gedächtnis viel weniger präsent sind, als irgendwie jetzt US-amerikanische Produktionen aus der Zeit. Und es war quasi so die Idee, dem nachzuspüren, wie hat es eigentlich in Europa im Film ausgeschaut zu der Zeit. Und deshalb kann man sich jetzt auf diese flippige Musical-Komödie freuen. Genau. Sehr gut. Musical-Komödie freuen. Sehr gut. Genau, das Thema des ganzen Festivals, habt ihr ja vorher schon angesprochen, ist Family Ties. Und da passt ja auch der Nachtsicht-Eröffnungsfilm dazu. Man würde sich zwar, glaube ich, eigentlich freuen, wenn so Horrorfilme oder Genrefilme nicht unbedingt ins Familienthema reinfallen, aber bei Feels Like Home ist das schon so. Ich lese da ganz kurz die Synopsis vor. Rita, die ihren Job verloren hat, wird auf dem Nachhauseweg gekidnappt und findet sich gefesselt in einem spärlich eingerichteten Raum wieder. Weg gekidnappt und findet sich gefesselt in einem spärlich eingerichteten Raum wieder. Ihr Entführer behauptet, sie sei seine davongelaufene Schwester Sylvie, Teil der Familie Abhart, in die sie nach entsprechender Resozialisierung wieder eingegliedert werden sollte. Nach anfänglichem Widerstand wird Rita nach und nach klar, dass der einzig mögliche Ausweg, über die ihr aufgezwungene Rolle führt. Der beklemmend inszenierte und grandios gespielte Psycho-Thriller bricht Genre-Konventionen mit geschickten Wendungen und wurde in Ungarn wohl nicht zuletzt aufgrund seiner Lesbarkeit als bissige Autokratie-Kritik zum Publikumshit. Ja, so kurz nach den Wahlen in Ungarn ist auch ein sehr guter Zeitpunkt, wieder ins Nachbarland zu schauen. Und der Film ist in Ungarn sehr gut angekommen. Woran könnte das liegen? Ich glaube jetzt ohne, dass der Film eben direkt irgendwelche Themen aufmacht, erzählt er halt sehr viel, wie wahrscheinlich darüber, wie auch das System Orban sozusagen funktioniert hat oder wie sozusagen die Stimmung auch war. Weil im Film gibt es einfach sehr viel innerhalb dieser Familiestrukturen, eben durch Unterdrückung, durch Lügen sozusagen, durch einfach so ein Zusammenspiel, aber von mehreren Personen. Also es gibt jetzt nicht dann eine Person, die sozusagen das ausübt, sondern es müssen schon mehrere sein, damit sowas funktioniert sozusagen. Und das kann ich mir vorstellen, dass einfach mit dem ungarischen Publikum sehr gut funktioniert hat. Aber es gibt auch in Österreich schon einige, die sich sehr auf den Film freuen und sich besonders freuen, dass er beim Crossing laufen wird. Wie kommt es zur Auswahl eurer Eröffnungsfilme? Das ist ein sehr langer Prozess, weil wir den versuchen halt schon immer mit diesen vier Eröffnungsfilmen. Der Grund dafür ist ja der, dass wir ja nicht wie in anderen Städten ein riesen Einsallkino zur Verfügung haben im Vergleich wie in Wien, wo es das Gartenbaukino gibt oder andere große Kinos. Haben wir aber aus dieser Not, dass uns diese großen Kinos in Linz fehlen, heute eine Tour gemacht, also nicht wir, sondern auch schon unsere Vorgängerin beim Festival, Christine Dollhofer, dass man einfach sagt, gut, dann zeigen wir vier Filme. Und das Tolle daran ist, wir können ein breites Spektrum abdecken und wirklich darauf hinweisen, durch diese Auswahl der vier Filme, was dieses Jahr gerade so im Programm los ist. Und bei der konkreten Auswahl spielen halt schon ein paar Dinge so eine Rolle, dass es geografisch divers ist, dass wir bei den Geschlechtern der Regiepersonen auch eine gewisse Ausgewogenheit haben und dass systematisch verschiedene Dinge abgedeckt werden, dass wir schon versuchen, zentrale Themen des diesjährigen Programms mit reinzunehmen und natürlich versuchen wir, verschiedene Sprachen anzubieten. Und wir freuen uns natürlich auch sehr, wenn Gäste da sind. Das ist auch noch ein ausschlaggebender Punkt tatsächlich. Sind dann für die Eröffnungsfilme auch Filmgäste da? Nicht für alle heuer leider, ja. Wir hätten uns bemüht, zumindest bei den drei Filmen, bei drei der vier Filme Gäste herzubekommen, aber bei zwei Filmen haben wir einen Gast. Wir haben den Regisseur des Eröffnungsfilms Dom aus Italien da und wir haben den Drehbuchautor von Feels Like Home, dem Film aus Ungarn. Der wird hier zu Gast sein. Das heißt, man kann sich dann da auch auf spannende Filmgespräche freuen. Auf jeden Fall. Sehr gut. Wie schaut es denn aus dieses Jahr mit Zahlen, Daten und Fakten übers Crossing? Wie viele Filme werden gezeigt? Sehen wird man nicht alle können. Also es sind 133 Filme im Programm. Da haben wir lange Spiel- und Dokumentarfilme, genauso wie Kurzfilme. Und darunter haben wir 83 Premieren, unter anderem zwei internationale Premieren und zahlreiche Österreich-Premieren. Und zwei Weltpremieren. Genau. Und wie viele Besucher Ihnen erwartet ihr fürs Festival? Das ist immer, das hört sich so profan an, aber immer ein bisschen wetterabhängig. Weil oft ist es so, dass wir mit unserem Terminende April, Anfang Mai, eines der ersten richtig schönen Wochenenden erleben in Linz. Und dann ist die Motivation ins Kino gehen nicht immer gleichbleibend. Aber wir orientieren uns einfach jetzt an den Zahlen der letzten Jahre und wir gehen so zwischen 14.000 und 15.000 Besucherinnen. Wäre toll, wenn wir wieder da landen würden. Das sind ja auch echt eine Menge Menschen, aber auch kein Wunder bei den Filmen, die gezeigt werden. Wie kommt ihr denn zu den Filmen? Wo habt ihr dieses Jahr Filme gescoutet? Einerseits fahren die Sabine und ich, aber auch andere Menschen aus dem Team, fahren zu größeren Festivals, also zum Beispiel nach Venedig zum Filmfestival oder auch nach Berlin zur Berlinale und versuchen dort möglichst viele Filme anzuschauen, also möglichst viele aktuelle Filme mitzunehmen. Wir fahren aber auch zu kleineren Festivals, also jetzt nicht nur zu den großen, aber das ist sozusagen immer Fixpunkt, die großen. Und dann kriegen wir tatsächlich natürlich Einreichungen. Also man kann Filme bei Crossing Europe einreichen. Normalerweise ab September geht sozusagen die Einreichung los und wählen auch aus diesem Pool sozusagen Filme aus. Und dann gibt es nur einfach tatsächlich rechte Inhaber, also Sales oder Produzentinnen oder so, die uns direkt anschreiben und sozusagen sagen, hey, wir hätten diesen aktuellen neuen Film, wäre das nicht was vielleicht für Crossing Europe? Und das schauen wir dann sehr viel, schauen wir tatsächlich zu Hause über Screener oder halt im Büro, genau, über Links. Und es sind ja auch immer wieder Filmmachende dabei, die dann, wo man schon weiß, die haben schon einmal einen guten Film gemacht und man hofft, dass der nächste auch wieder gut ist. Und das ist leider nicht immer so. Das ist eine Enttäuschung, die wir beide erleben, dass wir sehen, okay, es erscheint das Line-Up von einem Festival und dann entdeckt man, XY hat einen neuen Film und wir sind dann schon total heiß und freuen uns und dann war es so, das kann auch passieren. Aber natürlich sind wir schon ein Festival, das auch insofern auf Kontinuität setzt, dass wir dann schon Künstlerinnen und Künstler dabei haben, die wir über Jahre begleiten und auch gerade im diesjährigen Programm haben wir schon einige Filme von Regisseurinnen und Regisseure im Programm, die bereits früher in Linz zu sehen waren, was uns dann auch freut. Noch einmal auf Zahlen und Daten und Fakten einzugehen, weil du gerade gesagt hast, Regisseurinnen und Regisseure. Wie schaut es denn da aus? Wie divers sind die Filmcrews, von denen ihr Filme zeigt? Also abfragen tun wir die Regie Personen? Ja, wir fragen tatsächlich mehr ab, aber auswerten tun wir tatsächlich primär die Regie Personen, genau. Und da ist es so, dass wir jetzt heuer eine für uns sehr positive Quote haben, sozusagen, dass wir eine Spur mehr Filme von weiblichen Personen, also wo eine weibliche Person Regie geführt hat, aber es hält sich gut die Waage. Also wir sind quasi männlich-weiblich und dann gibt es natürlich einen Prozentsatz divers auch, der bei uns auch immer vertreten ist und der zumindestens aufscheint in der Statistik. Ein weiterer Film ist If Pigeons Turn to Gold. Und das ist eine Dokumentation und die ist nicht nur deshalb interessant, weil der Bruder und dessen Cousin beide David heißen und damit denselben Namen haben und ich mir das fast verwirrend vorstelle bei dem Film, sondern der Film ist auch deshalb in seiner Machart interessant, weil KI eingesetzt wird und ich würde sagen, wir schauen einmal in den Trailer rein, weil da erkennt man das sofort. I'm far from those panel buildings. You are still there. Right in the middle of your hood. New buildings. Grocery stores all around. But I don't shop for food. I shop for booze. Bro, don't criticize me yet. You know nothing about me. Come on. Let's change it. Man sieht ja im Trailer nicht nur Handkameraaufnahmen, sondern eben auch so Bilder von so Schulfotos, die uns dann Geschichten erzählen. Und wo man recht schnell erkennt, okay, das ist aber mit AI gemacht. AI ist in der Kunst und in der Filmszene natürlich ein großes Thema. Wie geht's euch damit? Wie geht's dem Crossing auch damit? Und was ist eure Haltung dazu? Ich glaube, wir als Festival, da muss man, glaube ich, auch verschiedene Ebenen unterscheiden, weil wenn man jetzt rein von der Festivalorganisation spricht, natürlich gibt es auch immer mehr Optimierungsmöglichkeiten oder in der Zukunft, die vielleicht anstehen, wo man sagt, okaypläne, Übersetzungstools, vielleicht auch Texte oder so. Das wird kommen. Und dann gibt es natürlich die künstlerische Ebene. Und da ist es so, dass bei den Filmen, die wir zeigen, das eher nicht so relevant ist wie zum Beispiel im Werbefilm oder im Industriefilm, wo dann schon viel mehr in die Richtung automatisiert wird, sage ich jetzt bewusst. Bei diesem Film, wo wir jetzt einen Ausschnitt gesehen haben, ist die Regisseurin, hat ja den Film gestartet, die Arbeit am Film vor sechs, sieben Jahren und sie selbst sagt, dass sie zu dem Zeitpunkt einfach begonnen hat, mit diesen Tools, die es damals gab, zu spielen. Und im Film selbst, wo zum Beispiel die Fotos vorkommen, die man jetzt auch kurz im Trailer gesehen hat, merkt man die Glitches und so weiter. Also man merkt, dass das, wie du auch schon richtig gesagt hast, man merkt es auch, dass da was bearbeitet wurde. Und sie selbst sagt in einem Interview bei der Berlinale, dass sie das jetzt, wenn sie jetzt im Jahr 2026 einen Film machen würde, auch anders angehen würde. Weil die Naivität, die sie damals gehabt hat, als junge Kunststudentin, das ist eine sehr junge Regisseurin, hätte sie inzwischen natürlich nicht mehr. Und das finde ich dann halt auch spannend. Und der Einsatz der KI bei ihr in diesem Film ist insofern auch interessant, weil sie damit auch versucht, Leerstellen zu füllen, die die Biografie ihres Bruders und ihrer Familie aufmachen. Oder Dinge so zu erzählen, dass sie trotzdem einen Bogen spannen können. Also da muss man einfach, ich finde diese, da wird die Diskussion zum Thema KI dann spannend. Wie wird sie eingesetzt und was passiert damit? Und redet man darüber, dass man es verwendet hat? Also ich glaube, die Diskussion ist ja sehr vielschichtig. spannend auf den Film. Du hast gerade angesprochen, die Regisseurin ist jung und jung ist jetzt meine Überleitung, weil ihr habt ja auch eine Jugendschiene und in dieser Jugendschiene sieht man zum einen Filme und zum anderen gibt es aber auch eine Menge Rahmenprogramm. Was erwartet denn die BesucherInnen der Jugendschiene? Also eben neben der Jahrescompetition, wo es eben wirklich um sechs Spielfilme geht, die dann auch von einer Jugendjury bewertet werden und die dann auch einen Preis vergeben an einen dieser Filme, gibt es, es ist eines der größten Dinge, glaube ich, das Jahresvideoprojekt, wo knapp 30 Jugendliche sozusagen sechs Tage Zeit haben und vor Ort beim Festival einen Kurzfilm drehen in Gruppen und die werden immer begleitet von Mentorinnen bei diesem Prozess und die kommen von der Kunstuniversität Linz und uns macht das sehr viel Spaß weil dadurch sind auch sehr viele Jugendliche und junge Menschen sozusagen unterwegs am Festival und diese Arbeiten werden dann am letzten Festivaltag am Sonntag auch präsentiert im Zentral. Da kann übrigens auch jeder hingehen, der Eintritt ist frei. Das kann man sich anschauen. Abgesehen davon haben wir einen Workshop zur Filmsprache, den auch Jugendliche besuchen können. Das sind aber tatsächlich Dinge, wo es schon Anmeldungen gab. Also sozusagen, da konnte man sich schon anmelden. Und wir haben heuer was Neues. Vielleicht magst du kurz? Ja, wir wurden angesprochen, ob wir Teil von einem größeren Projekt, ein Jahresprojekt zu sein, zum Thema Community Building. Und wir haben uns dann überlegt, ja, Community Building ist was, was uns sowieso interessiert, weil jedes Festival braucht ein Publikum. Und Publikum, you cannot take it for granted, wie es so schön heißt. Also man braucht einfach immer Strategien und Überlegungen, wie man Menschen für das Festival begeistert. Und wir haben jetzt im Rahmen dieses Projekts, das wissenschaftlich begleitet wird, ein Communitybuilding-Kick-off-Projekt aufgesetzt. Das lautet der Club JAS. Also in Kombination mit unserer JAS-Jugendschiene angedacht ist, dass das wirklich dann ein Jahresprojekt wird und da gibt es die Kick-Off-Veranstaltung bei Crossing Europe mit einem ersten Screening für Personen zwischen 16 und 24 und weil wir die Überlegung haben, dass wir halt auch mehr auf die nächste Generation zugehen wollen, um wieder die Leute aktiv fürs Kino gehen, fürs Filmschauen begeistern wollen und auch ins Kino aktiv zu gehen. Also auch wieder die Leute aktivieren und Kino als soziales Phänomen oder sozialen Raum zu begreifen. Und uns da gleichzeitig sehr bewusst ist, dass das natürlich auch vor allem für Jugendliche und vor allem in diesen Zeiten möglicherweise auch eine finanzielle Frage ist, also generell Kultur besuchen, aber eben auch Film besuchen und da wollen wir eben versuchen sozusagen die Leute zu uns zu holen, damit sie in den Festival genusser kommen oder keine Ahnung, mal die Festivalluft schnuppern können. Wenn man ans Crossing Europe denkt, dann kommen einem, oder kommen mir zumindest, eigentlich immer so lange, feinfühlige, feinfühlig gefilmte, aber thematisch schon oft auch sehr schwere Filme aus dem europäischen Raum in den Sinn. Bei der Pressekonferenz dieses Jahr sind aber auch einige, also ist einige Male das Wort, ja, das ist aber auch ein lustiger Film gefallen. Auf welche lustigen Filme darf man sich denn dieses Jahr freuen? Ich glaube, lustig ist vielleicht, also sagen wir mal so, es gibt Filme, wo der Humor nicht zu kurz kommt. Also richtige, totale Komödien, glaube ich, werden wir im Programm nicht haben, weil selbst die Musical-Komödie von Chantal Ackermann hat auch einen doppelten Boden. Da gibt es dann auch noch eine historische Geschichte, die dann reinspielt. Aber es gibt schon Filme, die dann auch augenzwinkernd Dinge verhandeln. Und ich glaube, vielleicht möchtest du das kurz näher ausführen. This is not a French Film ist das beste Beispiel von der Kombination Ernst und Thema, aber eine gewisse Komik. Ja, genau. Also der Film ist wirklich ganz, also ja, hat sehr viel Spaß gemacht, diesen Film anzuschauen. Und es geht aber eben um etwas Ernstes. Es geht um Rassismus in der Filmbranche. Und der Schauspieler, also der Regisseur ist Schauspieler und stellt eben fest, dass er immer wieder bestimmte Rollen zugeschrieben kriegt aufgrund seiner Hautfarbe, dass auch sein Name immer wieder geändert wird für die Filmrollen, wenn sie ihn sozusagen zum ersten Mal sehen und beschließt dann zuerst, er möchte einen Dokumentarfilm machen und sozusagen andere Schauspieler und Schauspielerinnen interviewen und befragen zu diesem Thema. Und er stößt aber dabei sehr schnell an seine eigenen Grenzen oder stellt sich vielleicht dann nicht immer sehr geschickt an, was für sehr viel Situationskomik im Film sorgt. Und der Film schafft es wirklich mit so ganz feinen Nuancen, dieses Thema auf ganz unterschiedliche Art und Weise aufzumachen. mit so ganz feinen Nuancen dieses Thema auf ganz unterschiedliche Art und Weise aufzumachen und das macht wahnsinnig viel Spaß, aber trotzdem verhandelt er ein sehr ernsthaftes Thema. Oder eben Humor als zur Entlastung, ganz klassisch, also eben bei einem unserer Öffnungsfilme Danke, Taste, das ist eine sehr sehr, sehr feine und eine sehr, sehr wie soll man sagen, also schon ein bisschen ausgefranste Mutter-Töchter-Beziehungsgeschichte. Und da merkt man dann auch diese Alltagssituationskomik innerhalb einer Familie, wenn sich die Leute seit Jahrzehnten kennen, ist dann auch so pointiert erzählt, dass man dann einfach auch manchmal lachen muss, weil man merkt, diese Familie ist dysfunktional, aber trotzdem hat sie sich an sich gern, aber manchmal passieren dann einfach Dinge, die dann wirklich auch komisch rüberkommen. Und die man auch so sehr aus der eigenen Familie oder zumindest der erweiterten vielleicht einfach erkennt und das macht es dann. Da ist dann viel Identifikationspotenzial mit dabei. Wie schaut es denn aus mit den Local Artists dieses Jahr? Da ist ja auch immer ein Programmschwerpunkt. Ja, also das ist das Tolle an unserer Arbeit, dass wir jedes Jahr einfach wieder überrascht sind und auch begeistert, wie viel passiert in Oberösterreich auch im Filmbereich. Also dass es Jahr für Jahr einfach immer wieder neue Stimmen gibt im oberösterreichischen Kino, aber genauso etablierte Leute, dass es nach wie vor quer durch alle Genres geht, vom Kurzfilm bis zum Langfilm, dass wir Musikvideos genauso haben wie edgy Experimentalfilme. Und das ist das Tolle an dieser Sektion, es ist auch eine der Wettbewerbssektionen, dass man dann schon sagt, das bietet alles. Also Langfilme, Kurzfilme, mittellange Filme. Und wir haben wieder rund 45 Filme im Programm bei den Local Artists und eben quer durch bunt gemischt. Also das können wir sehr empfehlen. Es wird wieder eine sehr spannende Reise. Und auch dort kommt das Thema Familie und das Thema Family Ties deutlich durch. Ja, auf unterschiedlichsten... Also tatsächlich im Kurzexperimentalfilm genauso wie im Langfilm. Also ja, das ist Thema. Wir haben bei den Langfilmen zwei Filme, wo sie die Filmemacherinnen mit dem eigenen Vater beziehungsweise der eigenen Mutter oder der eigenen Familiengeschichte beschäftigen. Also ja, das ist auch dort sehr präsent. Ja, dann würde ich sagen, gehen wir zu einem besonderen. Jeder Film ist besonders, aber in dieser Sendung bekommt ein Film noch einen besonderen Platz. bekommt ein Film noch einen besonderen Platz. Da geht es nicht so ganz um Familie, aber im erweiterten Sinne geht es um Wahlfamilie, es geht um Community Building, es geht um die Linzer freie Kunstszene und die älteste Einrichtung in dieser Szene. Es geht um die Stadtwerkstatt. Wie habt ihr von dem Film erfahren? Der Film wurde ganz klassisch quasi bei uns eingereicht. Ja, ich hätte jetzt persönlich fast angenommen, nachdem ja Linz doch eine kleine Szene hat, dass man das schon so ein bisschen vorab mitbekommt, dass da ein Film gemacht wird. Ja, also eigentlich nicht so richtig, dass er dann fertig ist. Das war für uns eine Überraschung. Das stimmt tatsächlich. Manchmal kriegen wir das natürlich mit, aber Filme machen ist ja oft ein längerer Prozess und manchmal hören wir von einem Projekt und manchmal dauert es viele Jahre, bis der Film dann tatsächlich fertig wird. Manchmal kriegen wir es nicht mit und dann ist der Film fertig. Bevor ich jetzt dann gleich mit der Tanja und der Claudia von dem Film weitersprechen darf, habe ich noch eine letzte Frage an euch. Wie lautet der längste Filmtitel des Festivalfilms dieses Jahr? Either Who Sang So Badly They Rose Up From The Dead. Habe ich es richtig hingebracht? Ja. Either who sang so badly they rose up from the dead. Ja. Habe ich es richtig hingebracht? Ich glaube nicht ganz. Nicht ganz, gell? Das heißt, das muss man dann eigentlich im Festival-Magazin nachschauen. Genau. Perfekt. Es handelt sich um einen sehr wunderbaren slowenischen Debütfilm in der Wettbewerbssektion Competition Fiction. Herzlichen Dank. Dann würde ich sagen, wir machen einen Wechsel und ich bedanke mich sehr herzlich für eure Zeit und für die ganzen Insights, die wir jetzt gewonnen haben und die unsere Vorfreude aufs Festival noch viel stärker und größer werden hat lassen. Wir sehen uns dann spätestens am Festival wieder. Ja, vielen Dank. Wir freuen uns sehr über alle, die zum Festival kommen. Genau. Karten kann man dann auch schon online erwerben und ab 28. April geht dann das Festival so richtig los. Herzlichen Dank. Dann würde ich sagen, wir schauen einmal in den Trailer rein von Herzblutwiese Stadtwerkstatt. Das Kunstschaffen war natürlich schon die Essenz in dem Ganzen. Und letztendlich hat sich das ganz stark aufgespalten, zu meiner Zeit zumindest. Und da ist auch viel Verbitterung entstanden. Die Männer sind die Künstler und die Macher und die Frauen sind diejenigen, die quasi durchführen und aufbereiten. Und natürlich waren immer alle cool und aktionistisch, aber ab dem Zeitpunkt, wo man das mit Feminismus gekoppelt hat, war der Aktionismus, also war das auf einmal nicht mehr aktionistisch. Dann spricht man dem keine Kunst mehr zu. Die Frauen in der Stadtwerkstatt waren schon immer wichtig. Ich bin wegen den Frauen hergekommen. Komplizinnenschaften findet man oder gründet man eigentlich über eine Verbündetheit, über den eigenen Struggle in der Gesellschaft. Ich finde, Stadtwerkstatt war nicht immer nur männlich besetzt. Es hat auch schon vorher uns viele Frauen gegeben, allerdings haben wir das nicht gewusst. Wie soll ich sagen? Ja, dann waren wieder diese Reaktionen. Was haben Sie denn? Was wollen Sie denn, die Frauen? Was haben Sie denn? Dieses absolute Unverständnis unseres Unbehagens. Tanja Brandmeier und Claudia Dworzak, erst einmal schön, dass ihr da seid. Tanja Brandmeier, du bist Künstlerin, Autorin, Redakteurin und Kuratorin und außerdem die Leiterin der Stadtwerkstatt. Und Claudia Dworzak, du bist Kultur- und Medienarbeiterin, Filmemacherin und machst auch Medien- und Performancekunst und bist Gründungsmitglied der Freundinnen der Kunst. Wie seid ihr beide in die Stadtwerkstatt gekommen? Ja, Claudia, du warst eigentlich vor mir in der Stadtwerkstatt. Bei mir war es eigentlich, der Einstieg war über Radio Froh oder noch bevor es Radio Froh überhaupt gab, gab es so eine Programmgruppe und wir haben uns da damit beschäftigt, wie das Programm auf Radio Froh irgendwann mal ausschauen könnte. Das war irgendwie noch in den 90ern. Und dann habe ich die eigentlich kennengelernt, wie du dann schon in der Stadtwerkstatt warst und dann haben wir auch begonnen, gemeinsam Projekte zu machen. Ja, ganz kurz zur Stadtwerkstatt selbst, falls die irgendjemand nicht kennen sollte. Die Stadtwerkstatt ist ein offenes Veranstaltungshaus und ein Kulturverein und es gibt dort regelmäßig Musik- und Kultur- und Kunstveranstaltungen. Sie wurde 1979-80 gegründet und im ersten Haus der Stadtwerkstatt konnte man sogar nicht nur künstlerisch und aktivistisch tätig sein, sondern man konnte dort auch wohnen. Es war auch ein Wohnraum. Und 1990 ist die Stadtwerkstatt dann in das Gebäude gezogen, in dem sie auch heute noch ist. Mittlerweile ist es aber kein Wohnraum mehr, aber neben der Stadtwerkstatt ist eben auch die Netzkunstinitiative Servus.at und Radio Froh, die wohnen dort auch. Und Radio Froh, die wohnen dort auch. Sowohl froh als auch servus.at sind ja auch eigentlich aus der Stadtwerkstatt hervorgegangen. Ist das so eine gute Beschreibung oder wie würdet ihr die Stadtwerkstatt jemandem erklären, der sie nicht kennt? Ja, ich finde alles, was du gesagt hast, stimmt. Also es ist, wenn man dem so zuhört, finde ich, ist es schon sehr ersichtlich, wie schwer es ist, das in Kurzform zu beschreiben, was die Stadtwerkstatt ist und sehr viel dort passiert ist. Es beschreibt vielleicht auch ein bisschen diese Mannigfaltigkeit oder Multidirektionalität oder alleine diese Konzerte, Kunst, Medienarbeit, Medienkunstarbeit, der offene Space, der immer noch autonom verwaltet ist mit sämtlichen Projekten und Betrieblichkeiten. Also alles, was du jetzt ein bisschen angesprochen hast, beschreibt eigentlich auch ein bisschen das, was wir mit unserem Projekt mit dem Film quasi zu bewältigen gehabt haben. Also eine unglaubliche Menge an Geschichte, die man jetzt wahrscheinlich da jetzt gar nicht auserzählen kann in Kurzdefinitionen, aber es hat schon alles gestimmt und umfasst das ganz gut. Ja, ich glaube, also so wie ich die Stadtwerkstatt kennengelernt habe, lässt sie sich auch in den, was sind es, eine Stunde und 53 Minuten, da kriegt man schon einen guten Eindruck auf jeden Fall, einen sehr bunten, diversen Eindruck. Ein Eindruck, aber alles geht da nicht rein, weil die Stadtwerkstatt ist schon wahnsinnig viel einfach. Tanja, war das dein erst dir mal gesagt, Claudia, jetzt habe ich einen Film auch noch gemacht, also den natürlich wir gemacht haben in einem größeren, ganz großartigen Team, muss man auch gleich mal jetzt dazu sagen. Und ich habe jetzt wirklich während dem Warten an das kurz gedacht, wie ich jetzt eigentlich zum Film gekommen bin. Und natürlich durch Claudia jetzt auch, durch unsere Zusammenarbeit in den letzten Jahren bei verschiedenen Kunstprojekten, wo wir jetzt immer schon dokumentarisch die Stadtwerkstatt-Kunstprojekte festgehalten haben, aber ich habe eigentlich in den 90ern schon mit einer anderen Kollegin Video geschnitten und Video gefilmt natürlich, wie alle, die irgendwie Interesse gehabt haben an Arbeiten oder an zeitgemäßer Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur. Also ich bin auch wie ganz viel zu Video gekommen, sobald ich halt fähig war, zu entscheiden, was ich machen will. Also ich habe sicher schon mit Anfang 20 Video gemacht und Video geschnitten. Wir haben uns da zufälligerweise einen Schnittplatz schon organisiert. Also ich habe eigentlich schon bald mit allem Möglichen gearbeitet, aber sicher dann wieder ernährt und habe dann andere Sachen gemacht. Ich bin ja eher über Text zu der Stadtwerkstatt gekommen, zur Versorgerin zuerst, habe dann irgendwie die ganze Medienkunst-Ebene kennengelernt, die recht gut mit meiner Arbeit zusammenpasst hat und sicher auch mit der frühen Auseinandersetzung. Aber ich bin keine Filmemacherin im Gegensatz zu Claudia, wenngleich wir uns immer recht selbstverständlich auf einer total organischen Ebene über Film unterhalten haben können und über Kunst. Also Claudia ist auch nicht nur Filmemacherin, sondern wie es halt auch generell ist in so Szenen, wie die Stadtwerkstatt so idealtypisch sehr definiert, diese erweiterten Kunstbegriffe und eigentlich, wo man immer schaut, was sonst nochen, wie die Stadtwerkstatt so idealtypisch sehr definiert, diese erweiterten Kunstbegriffe und eigentlich, wo man immer schaut, was sonst noch ist. Man will ja die Sparten nicht bedienen, man will die verlassen, man will die erweitern, man will überhaupt ganz andere Notwendigkeiten bearbeiten, irgendwie die Gesellschaft, das bessere Leben für alle. Es ist ja sehr emanzipativ in einem größeren Sinn. Also deswegen ist es, obwohl wir jetzt einen Film gemacht haben, vielleicht gar nicht so relevant, dass es genau das Genre ist, obwohl, ich weiß nicht, vielleicht magst du weiterreden, Claudia, bevor er mich da verarschbelt. Ich weiß jetzt gar nicht, wo ich genau sitzen soll. Wie kam es denn dazu, dass ihr gemeinsam diesen Film gemacht habt? Ja, wir haben eben schon zusammengearbeitet, im Rahmen von der Stadtwerkstatt, also so dokumentarisch bei Kunstprojekten. Und eigentlich ist dadurch, dass wir da viel Verbindungen darüber hinaus auch immer gehabt haben, war das Thema dann schon einmal die Geschichte der Stadtwerkstatt, die uns halt interessiert hat auch. dass halt auch dieses, man kann so sagen, so ein Art aktives Vergessen von Frauen dann auch oft passiert in der Kunstgeschichte. Wir haben uns gedacht, das ist auch ähnlich in der Stadtwerkstatt zum Teil verlaufen und wollten uns damals auf die Suche gemacht, wer denn die ganzen Frauen in diesen vielen Jahren eigentlich waren und sind. Es ist ja nicht nur ein Film über die Stadtwerkstatt, sondern es ist schon auch ganz dezidiert ein Film über die Frauen in der Stadtwerkstatt. Man muss dann vielleicht dazu sagen, weil das war eine Thematisierung, die wir auch sehr stark gehabt haben. Wir sind eigentlich relativ bald weggenommen von den Frauen der Stadtwerkstatt hin zu der Stadtwerkstatt aus feministischer Perspektive. Das mag vielleicht ähnlich klingen und wir haben das auch oft diskutiert, aber haben uns dann ganz klar für die Untertitelung oder überhaupt für die Art von Definition oder Bearbeitung entschieden, weil wir weder die Frauen der Stadtwerkstatt abbüden wollten, die man ja gar nicht von den Männern in der Form abtrennen kann oder man kann ja das nicht so auseinander dividieren, das wäre auch gar nicht die Intention gewesen. Es ist nur dazu, wie wir ja alle wissen, gar nicht, ja man redet ja in dem Sinn nicht mehr in so binäre Kategorien. Also das ist ja auch zu Recht überwunden worden und Gott sei Dank. Also jetzt wollten wir da jetzt auch nicht so geschlechterspezifisch oder so die Geschlechter Identitäten so fest machen, sondern eigentlich die feministische Perspektive in dem ganzen Unterfangen hervorkehren, weil ja der Feminismus natürlich ganz wichtig die Anliegen der Frauen im Fokus hat, aber der Feminismus ist eigentlich, so wie ich das verstehe, eine größere emanzipative Anstrengung, wo es eh verschiedenste Aussagen gibt, wie ein zentraler Satz, den ich eigentlich immer recht gern mag und auch immer gern für mich definiere, ist, Feminism is for everybody. Und das beschreibt es eigentlich recht gut, was für mich jetzt der Unterschied ist zwischen die Frauen der Stadtwerkstatt und Stadtwerkstatt aus feministischer Perspektive. Und das hat dann eigentlich den Blick wieder sehr aufgemacht, weil wir so viel mit reinnehmen haben können an emanzipative Strömungen, an emanzipative Strömungen, an Intentionen, die zur jeweiligen Zeit wichtig waren, aber auch am Zusammenwirken oder in einer Form von Thematisierung dieser Beziehungsgeflechte, die ja auch immer wichtig war, zwischen Männer, Frauen, nicht-binäre Leute, also die auch interessanterweise und wirklich auch erfreulicherweise schon bereits Anfang der 80er, wirklich mit Gründung der Stadtwerkstatt, kann man schon sagen, waren nicht binäre Menschen in der Stadtwerkstatt haben es auch nie leicht gehabt. Das kommt, glaube ich, eh bei uns ganz gut aus. Aber nichtsdestotrotz waren die Menschen da, gerade die, die sonst vielleicht nicht so selbstverständlich sein haben können und die sind auch akzeptiert worden, so wie sie sind, würde ich sagen. Vielleicht ist es ein bisschen idealtypisch oder idealisierend, ich weiß es nicht. Aber ich glaube, es war schon eine Art, der immer offen war für alle möglichen Leute, die irgendwie nicht in die Gesellschaft gepasst haben, die ja nur dazu super konservativ waren, super restriktiv, also gerade in der Zeit, wo man ja nur mit so postfaschistoiden Wahnsinnigkeiten zu bekämpfen gehabt hat. Ebi halt leider wieder auch, wie wir wissen, aber ja. Aber es wird ja auch von einer Protagonistin einmal definiert, dass man das eigentlich gar nicht mehr so unterscheidet zwischen den Geschlechtern, sondern es geht eigentlich um, also dass man es in Zukunft anders haben will, dass es um Verhaltensformen geht. Also wie besitzt sie Räume, wie tritt sie auf und so. Also diese Unterscheidungen sind vielleicht wichtiger. Wie seid ihr, also wie habt ihr euren Arbeitsprozess an dem Film gestartet? Wie seid ihr dran gegangen? für die Dreharbeiten. Und dann war natürlich eine große, große Menge an Archivmaterial, in dem wir uns bewegt haben, in dem wir gesucht haben, in dem wir durchforstet haben. Und dann kann man sagen, war ungefähr zwei Jahre der Schnitt. Also wir haben im Endeffekt dann ganz eine wichtige Person für uns in unserem Team ist da die Franziska Thurner, die die Montage gemacht hat. Wir waren sehr intensiv zu dritt, kann man sagen, die letzten zwei Jahre nicht durchgängig, weil wir natürlich auch alle andere Projekte haben und da gab es dann hin und wieder auch Pausen, aber diese letzten zwei Jahre war schon intensiv in diesem Dreierteam Entscheidungen zu treffen und den Film in der Form, wie er jetzt da ist, einfach voranzubringen. Angesprochen hast du jetzt das Archivmaterial, auf dem der Film ja ganz stark aufbaut. Wo befindet sich das Archiv der Stadtwerkstatt? Und wo befindet sich das Archiv der Stadtwerkstatt? Ja, es hat in der Stadtwerkstatt glücklicherweise immer Menschen gegeben, die aus irgendeinem Grund gewusst haben, dass es wichtig ist, Dinge aufzuzeichnen, zu archivieren, zu ordnen. Dann ist es natürlich wieder in Unordnung geraten, weil das kommt auch immer darauf an, wer gerade was tut in der Stadtwerkstatt. Und es ist ja immer trotzdem, auch wenn es ein größerer Player ist in der freien Szene, ist es trotzdem immer prekär. Und es gibt ja keine Archivabteilung. Aber nichtsdestotrotz haben dann auch immer wieder immer prekär trotzdem. Und es gibt ja keine Archivabteilung. Aber nichtsdestotrotz haben dann auch immer wieder in verschiedenen Phasen verschiedene Leute was gemacht im Sinne von Bearbeitung oder Aufarbeitung. Und glücklicherweise ist auch schon sehr viel digitalisiert worden von diesem alten Filmmaterial, das muss man auch sagen. Das war echt fein, dass wir da schon wo zurückgreifen konnten. Wir haben schon teilweise noch Dinge digitalisieren müssen und in Form bringen müssen, aber sehr viel war schon da. Ja, das meine ich, dass das auch in verschiedenen Phasen gemacht worden ist. dann gemacht worden ist, dann ist es auch, wie ich dann in die Stadtwerkstatt so eingewachsen bin, war das auch so ganz ein zentrales Anliegen. Ich kann mich noch erinnern, das war dann 2017, da war sozusagen, das war zwei Jahre vor 2019, wo man ja 40 Jahre dann quasi feiern hätte können, wobei wir uns entschieden haben, kein Jubiläum zu feiern, sondern wir haben ja geklemmt mit Stern finished, weil man eben nicht diese, also man möchte eigentlich unfertig bleiben und nicht Jubiläum feiern. Aber nichtsdestotrotz ist es wichtig, aus solchen Anlässen heraus zu agieren. Und 2017 haben mein Kollege und ich, der Franz Xaver, angefangen, das wieder zu aktivieren. Mitgearbeitet hat da auch ganz zentral der Tom Milena, der da vorher auch schon daran gearbeitet hat an der Digitalisierung. Und ja, natürlich auch ganz viele andere Leute haben Archivierung betrieben, noch viel früher. Aber wir haben schon recht viel gemacht quasi in diesen letzten Jahren auch vor dem Film noch um das Archiv, das Plakatarchiv, das Versorgerinarchiv, das Filmarchiv quasi so einmal zu bearbeiten, dass man überhaupt weiß, was man hat und dass diese Zugänglichkeit geschaffen wird. Und dann aus diesem Prozess ist eigentlich so aus der Diskussion ein bisschen entstanden, so von wegen die Geschichte in so subkulturellen Szenen ist ja an sich auch prekär von der Aufzeichnung. Also das verschwindet ja als Gesamt, das ist auch ganz gern und schlimmerweise. Und wir haben ja dann auch ein bisschen festgestellt, erstens, dass wir was tun müssen und in der Diskussion ist halt auch irgendwie dann einmal so der Punkt gekommen, wo man so das Gefühl gehabt hat, ja, es geht immer wieder um dieselben fünf Projekte von dieselben drei Typen, also was natürlich jetzt extrem überspitzt ist und aber dann auch ein wesentlicher Grund war, das Filmprojekt anzugehen, weil es so quasi die feministische Perspektive natürlich eine ich sagen, um so eine Erweiterung von Erzählungen wieder in der Vergangenheit anzulegen. Ja, und zu den Archiven noch kurz zu sagen, es ist natürlich, das Haus hat schon mal ein gutes Archiv, aber wir haben natürlich auch private Archive gesucht und gefunden. Wir haben auch, es gibt Ausschnitte aus ORF-Material, also wir haben schon unterschiedliche Quellen gesucht. und Radiofroh und da gibt es ja wiederum eigene Archive, also die wahrscheinlich, ich sage jetzt einmal, so irgendwie nicht so uninteressant wären. Wir haben sie verwendet. Genau. Wir haben immer wieder gesucht, wenn wir zu einem bestimmten Thema was brauchten, haben wir halt recherchiert und das Thema Archiv und Material hat uns eigentlich bis zum Schluss begleitet. Also es war wirklich so nicht, dass wir gesagt haben, okay, wir haben das Material jetzt am Anfang alles gefunden, mit dem machen wir jetzt im Film, sondern es war während dem Schnitt und während dem ganzen Prozess ist immer wieder ein spannendes Material aufgedacht oder wir haben gewusst, wir brauchen jetzt genau zu dem Projekt oder zu der Thematik noch was. Haben wieder Leute gefragt. Das haben wir schon mehrmals durchgewälzt. Es waren viel Schleifen, viele Zirkulationen drinnen, auch in der Entstehung. Wir haben eigentlich permanent alle Ebenen immer wieder neu aufgerollt und gesucht und gefunden und gefragt. Und natürlich ist es ja dann auch so, man hat ja dann schon viel Material, ein Video oder Super-8-Filme, wahnsinnig viele Fotos, noch mehr und so weiter. Und dann hast du natürlich, nur weil du ein Bild hast, weißt du ja noch lange nicht, was jetzt die Story dahinter ist. Das ist natürlich mit viel Befragen von unseren Protagonistinnen, aber auch mit viel Auseinandersetzung mit der Quellenlage, auch mit der verschriftlichen, die es ja auch gibt, passiert, um auch diese Kontextualisierung so zu schaffen, dass die Erzählung stimmt. Weil man ist da oft, wenn man das falsch kombiniert, das schaut vielleicht für die, die es nicht so gut kennen, schaut es ziemlich ähnlich aus wie eine andere Zusammensetzung, aber es stimmt halt plötzlich alles nicht. Also das haben wir halt irgendwie versucht, dass es auf vielen Ebenen stimmt und dass es auch sozusagen anschlussfähig ist, weil wir uns natürlich nicht einbüden, dass das vollständig ist und alle abbüdet. Und es hätten da eh, also die Leute, die vorgekommen sind, in gewisser Weise auch stellvertretend für die vielen, haben wir im Abspann dann geschrieben, die die Stadt Werkstatt zu dem gemacht haben, was sie ist und das ist alles natürlich viel zu wenig und da hätte man noch viel mehr Erzählungen, viel mehr Projekte, viel mehr Menschen vor allem auch noch in den Fokus rücken können. Also weil einfach das, ja, genau. Die Vielschichtigkeit und die vielen Ebenen der Stadtwerkstatt habt ihr ja auch dargestellt im Film, auch über die Formatwechsel. Wir haben ja immer wieder unterschiedliche Formate. Wir haben dann so Szenen, wo man die Sprecherinnen hört und man sieht sie auch, aber sie sitzen vor einem Greenscreen und man sieht sie nicht sprechen. Und im Hintergrund sieht man dann eben wieder Archivaufnahmen. Wie kam es zu der Entscheidung für dieses ästhetische Stilmittel und was passiert da genau? Ja, wir wollten es vermeiden, so einen klassischen Talking-Head-Interviewfilm zu machen und haben uns aber auch befreit mit dem, dass wir die Geschichte so erzählen können, ohne dass man die Person vor welchem Hintergrund auch immer sprechen hört. Also wir haben uns befreit, die Tonebene kann auch ganz anders sein wie die Bildebene und der Green Screen hat uns sozusagen auch noch die Möglichkeit gegeben, die Frauen immer mit einem Material zu verbinden, das auch mit ihnen, mit der Stadtwerkstatt, mit ihrer Geschichte zu tun hat. Also das Archivmaterial, wir haben relativ schnell festgestellt, wir haben ja gedreht in 4K und das Archivmaterial von einem Super-8-Film ist natürlich von der Qualität, das tut vielleicht weh mitunter, wobei bei Archivmaterial sind wir alle relativ schmerzbefreit, weil das hat einen anderen Charme. Aber es war natürlich dann spannend, dieses, ich sage jetzt ein bisschen grindigere Super 8 oder Mini-TV-Material hinter einem schön gefilmten hinter einer Protagonistin zu zeigen, das hat uns auch irgendwie gereizt, das Material so zu mixen und so zu arbeiten und Formatwechsel sind dann immer auch natürlich so, wenn wir einfach gesehen haben das Bild aufzublasen ist jetzt in dem Fall einfach nicht gut. Also wir haben da ein paar Formate ausprobiert und mit dem dann halt gespielt. Also viel auch auf Initiative von wieder Franziska, die unsere Montage gemacht hat, war da stark involviert, gerade was Formate betrifft und Entscheidungen zu formaten. Und dann gibt es auch noch die Szenen, wo die Protagonistinnen irgendwelche Gegenstände mitnehmen und darüber kurz sprechen. Was steckt da dahinter? Naja, es ist irgendwie dieselbe Idee. Wir wollten eben keinen klassischen Interviewfilm machen und trotzdem aber auch die Protagonistinnen ins Zentrum stellen. Also was Claudia auch gesagt hat, oder du, dass es gleichzeitig siehst du Protagonistinnen, du hörst das sprechen, dann ist aber auch das Material, manchmal entsteht diese Verbindung, manchmal löst sie sich aber auch und im Prinzip ist es ein bisschen darum gegangen, dass man auch so in dieser Art der Erzählung diese direkte Zuordnbarkeit auflöst, weil die Idee war, eine kollektive Erzählung zu schaffen, die sich eigentlich schon sehr stark an die Individuen aufhängt und an ihren Erfahrungen natürlich, aber auch irgendwie so diese direkte Zuordnbarkeit aufhebt. Stadtwerkstatt ist, ohne vielleicht in ganze Biografien gehen zu müssen oder in Projektzusammenhänge, wo du dann eigentlich wieder ein Porträt über jede einzelne Protagonistin brauchst, um das überhaupt verständlich zu machen, haben wir dann den Weg gewählt, also unsere Protagonistinnen einzuladen zu kommen, auch über die Stadtwerkstatt zu reden, aber auch vor allem einen Gegenstand mitzubringen, die sie mit ihrer Zeit in der Stadtwerkstatt assoziieren. Und das sind sozusagen auch diese verbindenden Elemente, weil wir dann so einen Dreh inszeniert haben, wo wir Gegenstände auf ein Tableau aufgelegt haben. Also wir schon mal als Grundsituation, die mit feministischen Projekten oder die mit einer feministischen Geschichte zu tun haben, aber nicht nur, aber die meisten, die Wesentlichen schon. Und dann unsere Protagonistinnen haben quasi auch diese Situation dann angereichert, jeweils eine nach der anderen, mit Gegenständen, die sie mitbringen. Und sozusagen es ist so ein bisschen eine Geschichte der Brüche und der Lücken. Es ist so eine fragmentarische Situation als Tableau entstanden. Als Archiv, also. Ja, genau. Und es war dann natürlich eine Geschichte mit dem Gegenstand verbunden. Und es war dann, wir haben schon im Vorhinein schon entschieden, welche Ereignisse, welche Geschichten, welche Themen verbinden man mit welchen Protagonistinnen. Also das war dann, es hat natürlich Vorgespräche gegeben und es war dann schon ein bisschen fokussiert, wo man wen einreihenreihen in der Story dann. Ja, oder auch diese ganze Mannigfaltigkeit der Geschichte und der Tätigkeiten oder auch was in der Stadtwerkstatt passiert ist, hat mit viel Vorrecherchen zu tun gehabt, mit viel Vorrecherchen zu tun gehabt, weil eine Protagonistin, die hat etwas mitgebracht, was mit Musik zu tun gehabt hat, eine mit Medienkunst. Also dann wiederum andere haben etwas mitgebracht, das mit ihrer organisatorischen Tätigkeit zu tun gehabt hat oder was weiß ich, mit den verschiedensten Sachen. Also es war irgendwie auch ein Weg über die Gegenstände die Tätigkeit zu ins Spiel zu bringen, ohne das jetzt groß durch wieder zehn Extraschleifen im gesprochenen Wort abhandeln zu müssen. Also im Prinzip ist da schon auch darum gegangen, dass man eine Erzählung schafft, die in gewisser Weise auch auf einer Ebene ja interessant ist, filmisch ist, auch irgendwie spannend einfach. Vor allem sind mir Ideen gefolgt, die uns selber Spaß gemacht haben und die uns selber interessiert haben. selber Spaß gemacht haben und die uns selber interessiert haben. Und die einzige Möglichkeit, wirklich so viele in einem Film unterzubringen, weil normalerweise hat man vielleicht zehn Protagonistinnen, bei uns sind es 54 Personen, die quasi so auftauchen, nicht alle in einer Interviewform, aber es sind halt sehr viele. Und die sind nur repräsentativ für die ganz, ganz vielen. Also wir haben gezielt ausgewählt aus verschiedenen Jahrzehnten, die das quasi auch ein bisschen repräsentieren, die anderen in der Zeit. Ja, und wie gesagt, es sind trotzdem wenige. Also wir büden uns nicht ein, dass wir irgendwas Gesamtes abbüden. Irgendwas Lügenloses. Eine Frage habe ich noch, und zwar zum Titel Herzblutwiese Stadtwerkstatt. Wie kam es zu dem Titel und was steckt dahinter? Der Titel war eigentlich von Anfang an da. Das ist so eher aus Auseinandersetzung mit dem Archiv entstanden, weil man ja natürlich auch ja, also das ist eigentlich schon ein wichtiger Punkt, so quasi es ist ja auch eine sehr lange Geschichte von einem Kollektiv oder von Kollektiven im Kollektiv, also dasektiven im Kollektiv. Also das ist ja quasi jeder und jede, die in einem Kollektiv einmal gearbeitet hat oder sich bewegt hat, weiß, dass wenn zehn Leute in einem Kollektiv arbeiten, gibt es zehn verschiedene Varianten, wie und warum ein Projekt entstanden ist oder so oder so und gemacht worden ist und wer was an wichtige Positionen eingenommen hat. Und man kann sich auch vorstellen, dass in der Stadtwerkstatt das dann quasi nur einmal in einer intensiveren Weise verhandelt worden ist oder auch sehr kontrovers verhandelt worden ist teilweise. Also es ist auch sehr viel gestritten worden. Und es gibt auch sehr viel, wie soll ich sagen, die Geschichte jetzt zu beleuchten und zu behaupten, wie es war, ist schon mal wahnsinnig riskant. Und wir wollten es ja so darstellen, dass es quasi was sagt, aber gleichzeitig möglich macht, noch sehr viele andere Geschichten dazu zu erzählen. Also diese Sache, dass es nicht nur diese eine Geschichte gibt, ist glaube ich ganz wichtig in der Story. Darum ist es auch die kollektive Erzählung. Und die Herzblutwiese beschreibt einerseits auch diese Strittigkeiten oder diese Konflikthaftigkeit recht gut und andererseits vor allem natürlich diesen Punkt des Herzbluts, weil es ist sozusagen das Engagement oder dieses Engagement, dass man überhaupt etwas machen will, was jetzt über was hinausreicht, quasi das größere Ganze einer Gesellschaft oder dieses größere Wollen, was man eigentlich so, glaube ich, klassischerweise in den freien Szenen generell verfolgt, also ja, beschreibt es recht gut. Also ich meine, es liegt eh auf der Hand. Und die Bitternis, was du letztens auch gesagt hast, haben wir ja viel erfahren in Geschichten, diese Konflikte und die Bitternis, was du letztens auch gesagt hast. Wir haben ja viel erfahren in Geschichten, diese Konflikte und die Bitternis, die dann zum Teil bleibt bei manchen, dass es einfach dann länger dauert, bis man sich mit der Situation wieder versöhnen kann. Ja, es ist heute irgendwie ein bisschen Battlefield. Für mich war der Film auf jeden Fall auch ein bisschen Crashkurs durch die linzerfreie Szene. Ich würde sagen, ich habe sehr viel gelernt beim Zuschauen. Wird er nach dem Crossing irgendwo sichtbar sein? Und wann, oder gibt es einen Kinostart? Ja, also Kinostart, wir haben am 1. Mai noch in der Stadtwerkstatt ein Screening, aber bitte mit Anmeldung, weil es sehr begrenzt ist. Und es wird dann in der Woche drauf im Movimento noch gezeigt. Also es wird ein paar Vorführungen im Movimento geben. Da muss man dann im Movimento-Programm nachsehen, wer es jetzt nicht schafft zur Premiere. Und wir werden dann wahrscheinlich im Herbst. Und bei AMRO, wie der Art sagt, beim Servus-Festival. Genau. Art meets Radical Openness, das ist auch noch im Mai. Und die Premiere findet am Crossing statt. Am 30. April um 19 Uhr im Zentral. Das heißt, da kann man dann den Film sehen und noch mehr mit euch darüber sprechen. Genau, und mit uns hoffentlich feiern danach. Ganz bestimmt. Ja, ich glaube, wir kommen zu einem Ende unserer Sendung. Das war das Vorgespräch zum Crossing Europe Film Festival, zur 23. Ausgabe dieses Jahr. Heute haben wir zwei Filmgäste, Filmgästinnen dabei gehabt. Tanja Brandmeier und Claudia Dvořák von Herzblut Wiese Stadtwerkstatt. Und davor habe ich schon mit den Festivalleiterinnen sprechen dürfen. Ja, herzlichen Dank fürs Zusehen. Und ich hoffe, wir sehen uns alle beim Crossing Europe und sehen uns alle tolle Filme an.