Willkommen zurück von der Pause. Schön, dass der Austausch so gut klappt. Und ich wünsche mir natürlich, dass das heute Nachmittag dann auch noch weiter ist, dass wir eine rege Beteiligung bei unserer Diskussionsrunde hier am Podium haben. Es fehlt uns aber noch ein versprochener Aspekt, nämlich wenn wir es Unterstützung geben, wollen wir natürlich wirksam sein. Wir wollen tun, wann geben wir sie, wie geben wir sie und wie erzielen wir eben diese Wirksamkeit, die wir uns wünschen. Darum geht es jetzt um praxisnahe Strategien zur Einschätzung natürlich auch von Gefährdung. Und ich freue mich sehr, Ingo Vogel begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen, schönen Nachmittag. Vielen Dank für die Einladung und die Begrüßung. Ich muss ja dazu sagen, gleich schon mal, wenn wir jetzt zurück aus der Pause sind, das ist ähnlich gut organisiert gewesen wie bei den Salzburger Festspielen. Wenn man da rausgeht, stecken einen an, schaut die Getränke und das Essen am Tisch. Also es war super, muss ich sagen. Wirklich sensationell. Okay, ich habe jetzt ein bisschen einen Spezialbereich, auch von meinem Gefühl her, nämlich so die Suizidalität in der akuten Krisenintervention. Also wenn wir uns bereits wegen irgendeines Ereignisses in einer Unterstützung, in einer Begleitungssituation befinden. Ich dehne es vielleicht noch ein wenig aus, aber das ist fast automatisch, betrifft natürlich auch die Situation von Einsatzkräften, wenn sie in, nämlich nicht Krisenintervention, sondern einfach ob Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei in einem Einsatz sind und ähnliche Voraussetzungen gegeben sind, wo man sagt, okay, da sollte ich diesen Aspekt noch mal mitdenken. Ich muss, weil ich kämpfe darum, dass man sich an den Karl Valentin erinnert. Sollte der in Vergessenheit geraten werden, ist ein großes Unglück. Karl Valentin als Kabarettist, Satiriker und Denker in den 1920er, 30er Jahren hat eine sehr schöne Szene geprägt und zwar, er ist damals in einem Film, sieht man das, kann man das anschauen geht er in München ganz nah an so einer Häuserwand entlang und dann spricht er jemanden an und sagt Herr Valentin, warum gehen Sie denn so nah Häuserwand entlang. Und dann spricht er einem wer an und sagt, Herr Valentin, warum gehen Sie denn so nah an dem Haus entlang? Und dann sagt er, das ist zur Sicherheit. Ja, welche Sicherheit denn? Ja, falls ein Flugzeug herunterfällt, dass es mir nicht direkt auf den Kopf fällt. Ja, aber Herr Valentin, es fallen ganz selten Flugzeuge herunter. Ja, in dem Fall geht Sicherheit vor Seltenheit. Und bei mir geht da jetzt auch Sicherheit vor Seltenheit. Wenn wir jetzt natürlich vorher die Zahlen gehört haben, dass der Suizidtod immer noch nach wie vor dreifach dem Verkehrsunfall-Tod entgegensteht, wobei man trotzdem bei beiden Todesursachen, wenn man die letzten 50 Jahre zurückblicken, hergehen dürfte und sagen, das hat sich da wie dort verbessert, die Situation. Wir haben vor 40, 50 Jahren oder 30 Jahren sehr viel höhere Suizidzahlen, also Todeszahlen bei Suiziden gehabt. Bei Verkehrsunfällen übrigens ganz spannend, noch viel höher. 400 Verkehrsunfalltote letztes Jahr in etwa, 1972 2.900 Verkehrsunfalltote bei einem Drittel der Fahrzeuge auf der Straße und 24 Prozent tagsoffen. Früher war es besser. Nein, es ändert sich schon vieles auch ins Gute. Früher war es besser. Qualität in dem Kriseninterventionseinsatz ist einer von denen, wo ich der Überzeugung bin, ich kenne da keine Zahlen dazu, wo ich der Überzeugung bin, dass wir genau das, was wir heute schon hören konnten, ganz besonders gut tun können, nämlich akut Leben retten und schützen. Diese Menschen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenn sie gut begleitet sind, wenn man sie identifizieren, wenn man sie fragen und wenn man sie gut ja nicht die Frage ist,essen schwer Schmerzen macht, schlecht behandelbar ist, dann geht die Idee, das Problem wegzuhaben, schon auch sehr nah mit dem eigenen Leben einher. Aber in der akuten Situation, wenn jemand aufgrund eines traumatischen Ereignisses suizidal wird, ist es oft nicht der Fall, sondern da haben wir ganz oft einen Auslöser, der tatsächlich etwas ist, wo man sagt, das möchte der Mensch in dem Augenblick nicht mehr haben, das soll weg sein. Und wenn wir ihn da drüber retten, dann geht es nicht mehr ums Leben, sondern eben um die weitere Arbeit. Ich werde versuchen, das halbwegs an Praxisbeispielen zu präsentieren. Ich werde versuchen, auch sobwegs an Praxisbeispielen zu präsentieren. Ich werde versuchen, auch ein bisschen aufzuzeigen, wie kann man welche Unterstützung geschickt aktivieren und vielleicht an dem einen oder anderen Beispiel auch versuchen, da ein bisschen greifbar zu machen, wie funktioniert das Ganze. Ich habe mir für mich in meiner Tätigkeit in der Krisenintervention so sechs Punkte, das sind sechs, ja, sechs Punkte, die ich mir manchmal ansehe, die neben all dem fachlichen Hintergrund, den ich habe und den ich lerne und den ich mitbringe von Hochstressreaktionen, Wissen darüber, Belastungsreaktionen, Wissen darüber, Vermeidung und, und, und, und, und, Schuldgefühle und so weiter und so weiter. Sind das so sechs Punkte, die ich immer in meiner Tätigkeit in der Krisenintervention immer so ein bisschen im Hinterkopf mitlaufen lasse. Habe ich das? Ist das passiert? Hat das stattgefunden? Also ist so die Nachricht, so meist eine Todesnachricht bei den Personen eingetroffen, wo die hin sollen und haben die das auch verstanden? Haben die begonnen, in irgendeiner Form das auch zu akzeptieren, weil es halt ganz oft einmal auch versucht wird, es zu vermeiden, dass das ankommt. Dann ist sehr früh der Gedanke, habe ich in irgendeiner Form ein soziales Netzwerk, das da ist, das ich aktivieren kann oder muss ich das schaffen oder gibt es das nicht? Wer kann dieses Netzwerk dann entsprechend sein? Dann als nächsten Punkt, den ich auch immer mitdenke, ist so, wie schaut es mit dem Verabschieden aus? Ist akut notwendig, dass wir eine Verabschiedung organisieren, begleiten oder kann das auch später stattfinden? Niemand muss sich verabschieden beim Verstorbenen, aber jeder soll können, wenn er möchte, dort irgendwie auch hin zu begleiten und das zu organisieren. Dann habe ich als vierten Punkt immer so, und das hat mir sehr gut gefallen eben vorher, da war auch diese Warnleuchte dabei, diese Warnleuchte, diese Alarmglocke im Kopf mit aktiviert und zwar immer, immer, immer, immer, im Kriseninterventionseinsatz sowieso, diese Warnleuchte gibt es irgendein Anzeichen auf eine Suizidalität. Und zwar jetzt nicht bei dem Menschen, der verstorben ist und wo das Ereignis war, wegen dem wir da sind. Da wissen wir es oft einmal, manchmal nicht. Und da gibt es auch Herausforderungen, wie damit umgehen. Sondern bei den betroffenen Angehörigen, bei den Menschen, die dann rund um uns sind. Vielleicht bei den Unfallbeteiligten oder Augenzeugen, Ersthelfern oder auch, und das liegt mir auch noch sehr am Herzen als Einsatzkraft, bei uns, bei unseren eigenen Kräften, die im Blick zu behalten in Ereignissen. Wenn ein Ereignis eine Unterstützung durch eine Krisenintervention braucht, Ereignissen. Wenn ein Ereignis eine Unterstützung durch eine Krisenintervention braucht, hat es immer ein Potenzial, dass es für die Einsatzkräfte selbst eine Herausforderung war, wo ich sage, auf den Menschen sollte ich vielleicht auch Acht geben. Die Peersysteme im Hintergrund mitdenken und sicherstellen, dass sie nach einem Einsatz auch wieder alle gesund aus diesem Ereignis mit außerbringen. Habe ich eine Nachsorge aktiviert? Das heißt, wissen die Leute, wohin kann ich mich jetzt nach dem Weggehen des Kriseninterventionsteams wenden? Weiß ich, wer da mein Unterstützer ist? Oder, und das geht jetzt mit dem Punkt davor einher, habe ich das vielleicht schon aktiviert? Ist das nicht vielleicht jetzt schon gleichzeitig mit dem Einsatz der Krisenintervention mit angelaufen? Gibt es bereits einen Termin? Haben wir den Kontakt zur Krisenhilfe telefonisch möglicherweise bereits schon hergestellt, weil es sinnvoll notwendig war? Ist vielleicht ein Termin vereinbart oder ist vielleicht ausgemacht, dass man akut jemanden entsprechend noch herholt, um diese weitere Begleitung durch die Fachkraft schon aktiviert zu haben. Und ein Punkt, den ich selber leider nach wie vor, ich weiß auch nicht, was ich da tun soll dazu, dass sich das ändert, vergiss ich diese Wucht der medialen Situation mit allen Ereignissen, ob es dann die Medien sind, die berichten oder ob es auch die Social Media Lage ist, die ein Ereignis weiterträgt, was uns teilweise wirklich den Lead über die Kommunikation von Ereignissen nimmt, wenn das Zeug über Social Media einfach rasend schnell sämtliche Grenzen, wie Nachrichten sinnvoll an wen überbracht werden, überschreitet. Jetzt gibt es aus meiner Sicht ein paar Indikatoren, die in der traumatischen Krisensituation besonders Indikatoren dafür sein können, dass jemand akut suizidal wird im Ereignis. Ich habe es einmal so zusammengefasst, diese Punkte, und möchte dazu eben auch ein paar Beispiele bringen. So das Thema Schuld kann eine Rolle spielen. Und wir wissen alle, wenn wir uns Schuld und Schuldgefühle anschauen, worin der Unterschied liegt, wie sehr tragfähig und wichtig die Schuldgefühle für die Menschen sind, um in dieser Situation, wir haben heute auch schon gehört, wie wichtig eine Handlungsfähigkeit zu haben, mit der ich über diese, also mit der ich das Ereignis anders ausgehen hätte lassen, in der ich das verändern hätte können, das ist was wahnsinnig Hilfreiches. Schuldgefühle sind grundsätzlich nichts Verkehrtes, wir werden es den Leuten nicht wegnehmen, sie stabilisieren im Prinzip, aber sie bergen ein Risiko, auf das wir jetzt da besonders Acht geben müssen. Und es gibt einen klaren Unterschied zur Schuld. Das muss uns auch immer klar sein. Wenn eben mein Verhalten in der Vergangenheit zumindest billigend oder eben fahrlässig, grob fahrlässig, sonst vielleicht vorsätzlich eine Rolle gespielt hat für den Ausgang des Ereignisses, dann kann aus dem heraus ebenso, also dann habe ich eine Schuld, die wird irgendwann festgestellt werden, aber die Menschen für sich selber können das im Augenblick oft einmal schon relativ gut einschätzen, dass da eine Schuld vorliegt in ihrem Handeln und das kann ebenso mit der Grund sein, dass jemand sie akut suizidal entwickelt. Täterschaft ist auch ein wesentlicher Punkt, den wir da nicht vergessen dürfen, wenn wir mit Tätern zu tun haben. Ich gender das nicht, ich habe es da in Klammer gesetzt. Täter, wenn wir eine Gemeinsamkeit suchen, also wenn wir anschauen wollen, was haben Täter gemeinsam, dann sind sie zu 90 Prozent Männer. Darum ist es ein bisschen übertrieben, das zu gendern. Wir haben in Österreich 9.300 Häftlinge, davon sind 90% Männer. 80% aller Straftaten in Österreich werden von Männern begangen. 90% der schweren Straftaten werden von Männern begangen. Also ja, es gibt auch Frauen als Täterinnen, richtig, aber das Schwergewicht liegt woanders. Es gibt auch Frauen als Täterinnen, richtig, aber das Schwergewicht liegt woanders. Täter können sich trotz alledem, auch wenn es vorsätzliche Taten sind, noch nah aufgrund des Ereignisses ebenso suizidal entwickeln. Und auch da muss ich ein großes Augenmerk drauflegen. Und diese Menschen entsprechend, und da muss man ganz klar sagen, natürlich steht in dem Moment die Unterstützung des Menschen, den ich vor mir habe, im Vordergrund. Und ich werde versuchen, dessen Leben zu retten und mit ihm gemeinsam einen Weg zu beschreiten, wo ebenso er die Hilfe kriegt, die er braucht und mit irgendeiner Form trotz seiner Tat und in seiner Tat auch die nächsten Schritte gehen zu können. Damit aber auch die Verantwortung für seine Tat möglicherweise übernehmen zu können. Also auch das ist da ein wichtiger Punkt. Natürlich kumulativ, das ist immer so ein bisschen leicht gesagt, aber wenn viel zusammenkommt und dann ein dramatisches Ereignis dazu wird es umfangreich. Ein Satz, wenn wir in der Krisenintervention oder als Einsatzkräfte in ein Ereignis, in eine Familie, in ein System, in eine Organisation hineinkommen, das vorher schon instabil war, wird es durch eine dramatische Krise nicht stabiler. wird es durch eine traumatische Krise nicht stabiler. Das mag überraschend sein, aber nur weil wir jetzt da dazugekommen sind und eine traumatische Krise das System ausgehebelt hat, wäre zwar unser Wunsch, dass wir rausgehen und es schaut besser aus als vorher, aber wir können uns glücklich schätzen, wenn wir es wenigstens gleich instabil verlassen, wie es vorher war. Dann ist schon wahnsinnig viel gewonnen. Und weil wir es nicht noch zusätzlich destabilisiert haben. Weil wir zum Beispiel Hierarchien ausgehebelt haben, die uns persönlich nicht sympathisch sind, aber das Ding stabil gehalten haben. Also auf das darf man gut ruhig Acht geben. Und natürlich die Biografie, auf die wir auch Rücksicht nehmen müssen. Was haben die Menschen möglicherweise vorher erlebt. Zu den Beispielen, die da jetzt ein bisschen untermauern sollen oder ein bisschen beschreiben und aufzeigen sollen. Ich habe alles bestmöglich anonymisiert, bin in der Begleitung, in der Betreuung von einem Baggerfahrer, der auf der Straße eine Person überrollt hat. Er ist irgendwie abgelenkt gewesen oder irgendwas war, auf jeden Fall hat er es nicht gesehen und hat diese Person überrollt, ist vor Ort verstorben. Und zur Betreuung wird das Kriseninterventionsteam dazugerufen. Wir sind dort und dieser Baggerfahrer weiß zumindest einmal, er hat jetzt, also das ist schon klar, ich kann es ja auch gut sagen, dass diese Schuld, die die Polizei dann einmal die Fakten erheben wird, die Staatsanwaltschaft schauen wird, ob es eine Anklage gibt und der Gericht dann eine Entscheidung treffen wird, welche Schuld vorliegt, da ist einem klar, da wird irgendwas daherkommen. Aber vor allem hat er eines, nämlich Schuldgefühle. Die können, gehen oft einmal einher mit der ganzen Geschichte. Und ich möchte diese unterschiedliche, weil da glaube ich liegt eine ganz besondere Möglichkeit der Aufmerksamkeit, die wir haben sollen. Ich möchte das ganz kurz präsentieren. Die zwei unterschiedlichen Reaktionen, die ich da vor meiner Nase haben kann, wenn es um diese Schuldgefühle entsprechend geht. Der eine Baggerfahrer reagiert auf dieses Ereignis im Gespräch mir gegenüber irgendwann folgendermaßen und jetzt nicht fachlich hinhören, sondern einfach hinfühlen. Wir haben heute gerade schon gehört, manche Dinge können wir ganz gut spüren. Der eine reagiert folgendermaßen. Wenn ich einmal den Blick da vorne umme, ich habe da extra einen Spiegel für das, wenn ich da noch einmal reinschaue in den Spiegel, dann hätte ich es möglicherweise sehen können. Da habe ich genau nicht noch einmal reingeschaut. Jetzt habe ich es nicht gesehen und dadurch bin ich dann da drübergerollt über sie. Wenn ich da mir einfach kurz das andere, ich weiß gar nicht, was ich da da habe, aber irgendwas muss, wenn ich da noch einmal kurz reinschaue, dann fahre ich nicht drüber über sie. Die eine Variante. Die andere Variante. Die ist jetzt wegen mir tot. Ich habe gar nichts richtig gemacht. Ich bin nicht in der Lage, ganz normal in der Arbeit zu sein. Ich bringe Menschen um. Ich bin gefährlich. Das darf so nie wieder passieren. ich bin gefährlich, das darf so nie wieder passieren. Und ich glaube, es macht relativ rasch klar, wo habe ich bei Weitem mehr das Gefühl, opala, da braucht es was. Und zwar in Richtung einer akuten Suizidalität, denkend, wenn ich den Zweiten da habe, Richtung einer akuten Suizidalität denkend, wenn ich den zweiten da habe, ist das Warnlicht bei mir auf Grell leuchtend und ich weiß, dass ich den darauf ansprechen werde. Jetzt kann ich mich noch ein bisschen absichern, indem ich vielleicht noch ein, zwei Fragen stelle. Wir haben es vorher sehr schön gehört, wo ich auch mich vielleicht ein bisschen absichere. Wir sind natürlich unsicher in der Situation. Wir wollen das nicht. Nein, mir war es lieber, es ist nicht so. Gar keine Frage. Aber wenn ich dieses Warnsignal so da habe, in Wirklichkeit brauche ich da keinem leeren Meter mehr gehen. Ich kann auf der Stühle den Saab sagen, das macht mich jetzt brutal angsttüblich. Denkst du darüber nach, dass du das lebst? Dazwischen werden sich vielleicht noch zwei, drei Sätze ergeben, keine Frage, aber am Schluss wird der Satz da kommen, den spreche ich da, ist unumgehbar. Der ist auch notwendig und mit dem wäre ich mit hoher Wahrscheinlichkeit, also ich bisher in 80% der Fälle, wo ich in so einer Situation, wie man darauf angesprochen hat, die ehrliche Reaktion kriegen, die da heißt, das ist das Einzige, was mir bleibt. Und damit muss ich den nächsten Schritt gehen. Meistens wird es von den Menschen, wenn sie es ausdurchsprechen, auch als entlastend wahrgenommen. Du merkst ihnen an, dass es ihnen leichter fällt, dass es jetzt regnet drüber im Augenblick. Natürlich wissen sie nicht, dass sie jetzt im Augenblick gerade auch sicherstellt haben, dass sie eine weitere Betreuung kriegen und die möglicherweise auch, wenn sie es nicht wollen. Weil ich zu dem Zeitpunkt für mich schon relativ sicher da war, du wirst in einer fachärztlichen Feststellung landen, wobei ich auch dafür nur einige Schritte gegeben habe. Das ist der Moment, wo ich mir meine Fachkraft auf jeden Fall an meine Seite hole. Das ist der Moment, wo ich mir meine Fachkraft auf jeden Fall an meine Seite hole. Das ist der Moment, wo ich mir für mich schon mal auch jetzt gerade über die Krisenhilfe da hergehen kann und sagen kann, hol mir da die Fachkraft dazu, ich hole mir es akut her und wir können dann auch entsprechend immer noch den Weg beschreiten, wie kommen wir dorthin, wo wir stabil sicherstellen können, dass der Mensch am Leben bleibt. Ich habe eine Situation gehabt, eine Betreuung von einem Patienten, von einem Angehörigen, ihr Mann ist bei einem Badeunfall und ist lebenskummer. Und irgendwann im Laufe der Zeit sagt sie dann, Und irgendwann im Laufe der Zeit sagt sie dann, ja, dann gehe ich auch ins Wasser. Und weint. Und ich merke es mir. Und wir gehen weiter, in der ganzen Städte sitzt ihre Schwägerin bei ihr. Und irgendwann merkt man, der Einsatz geht in Richtung Zühlkader. Aber ich denke mir, ich spreche das lieber lang. Und sage, sie haben vorher einmal gesagt, dass auch darüber nachdenken, ins Wasser zu gehen. Wie haben sie das gemeint? Ach so, ah ja. Nein. Ich weiß gar nicht, sagt man das nicht so? Ich will einfach nicht allein sein. Ja, ich sage, ich verstehe es gut. Und die Schwägerin sagt, ich bleibe jetzt eh auf jeden Fall bei dir. Und dann kann ich immer noch nachfragen, den einen Schritt und sage, das heißt, das war jetzt nichts, wo sie ernsthaft sich Gedanken drüber machen. Nein, gar nicht. Ich habe einfach das Gefühl gehabt, dann bin ich vielleicht nicht allein, muss das Leid so jetzt nicht ertragen. Jetzt bist du da. Fertig. Natürlich kann damit auch sein, dass ich jemanden anspreche, der dann hergeht und sagt, was wollen Sie jetzt da von mir? Ja? Aber ganz ehrlich, lieber nehme ich einmal die Wut, gern, um nicht etwas übersehen zu haben. Wenn ich das Gefühl habe, wenn ich den Gedanken habe, das ist jetzt keine Standardfrage, die ich einfach einmal auf jeden Fall Gefühl habe, wenn ich den Gedanken da habe, ist jetzt keine Standardfrage die ich einfach einmal auf jeden Fall gefragt habe aber wenn mein Gefühl da ist wenn ich Indikatoren habe wenn ich Ansätze da habe, dann frage und gegebenenfalls kann ich auch, wenn das Wut auslösen sollte, mit der Wut umgehen und wir wissen eins und wir haben das auch vorher sehr schön gezeigt was es alles braucht um akut suizidal zu werden. Und wir wissen auch, wie viel Kraft und wie viel Einengung notwendig ist, dass ein Mensch sein Leben beendet tatsächlich. Das heißt, ich werde, und das muss mir auch klar sein, durch die Frage nie jemanden auf die Idee bringen. Ich bin nicht in der Lage, damit einen Vorschlag zu machen, wo dann wer hergeht und sagt, ich bin es gewohnt mittlerweile, ich weiß, Siri hört immer zu und beantwortet dann auch. Ich finde das okay. Meine Lieblingstelefonantwort habe ich einmal gekriegt. Bei Beginn meines Vortrags habe ich gesagt, definieren wir mal Krise. Und zwei Telefone haben gleichzeitig angefangen zu sprechen. Definiere Krise. Und gleich mal zum Erzählern angefangen. Also ja, die KI-Frage immer Elefant im Raum. Nicht übersehen. Wir werden sie noch nicht schlüssig beantworten, aber dazu denken. Mir ist übrigens eingefallen, wie weit geht es hier her und tut es, wenn sie im Chat-Satz die Chat-Nachrichten zum Beispiel, das wäre ja eine Option des Nutzens, sagen, das checken wir mal, was das KI-Ding antworten tut. Ich muss dir nicht sagen, von wem du das gekriegt hast. Also wir werden nie jemanden auf die Idee bringen damit. Und das ist schon ein ganz wichtiger Hintergrund, weil damit darf ich mir, wenn ich das Gefühl habe, die Frage schon auch auf jeden Fall stellen trauen. wo zwar Themen ansprechen, und zwar, wenn es um den Suizid und junge Menschen geht, ist diese komplexe Betreuungslage jugendlicher Suizid ein Punkt, der gerade in Einsatzorganisationen für Einsatzkräfte was ist, wo ich nur bewerben kann für hohe Aufmerksamkeit, weil wir dort, und das haben wir leider auch erleben müssen, eben die Situation von Serien, also wo Suizide in Folge sind, vielleicht auch digital in derselben Gruppen sind, erst im Einsatz Indikationen darauf hinweisen, hoppala, da gibt es eine Serie, die folgen einem Schema, das schon wer andere auch genutzt hat und da muss man auch dringend aktiv werden und da muss ich auch ganz, ganz dringend alle Hilfsoptionen aktivieren, die mir nur irgendwie einfallen. Und da kann ich auch verhältnismäßig sichtbar werden. Also da bin ich auch der Überzeugung, dass man das akut mit Veranstaltungen wie Elternabenden in den Schulen angeboten ergänzend damit angehen muss. Im Unterschied zu einer Häufung, die werden wir so nicht in den Griff kriegen, wenn wir einfach merken, dass auf einmal mehrere Menschen der gleichen Altersgruppe aber auf unterschiedliche Art und Weisen und nicht demselben Ritual folgend und ohne untereinander bekannt zu sein, wie wir es 2023 erleben haben müssen und dort sozusagen dieser Eisberg sich einmal für ein Jahr höher über die Wassergrenze herausgehoben hat, dann ist das etwas anderes, das werden wir da nicht erkennen können. Dem eigenen Gefühl vertrauen, ehrlich ansprechen, mutig sein dabei. Natürlich kann ich entsprechend auch noch evaluieren, nachzufragen, um das zu erhärten. Phasenweise ist es dabei auch ganz geschickt, wenn ich das mache, weil ich habe in dem Augenblick ein Vertrauen, in dem man vielleicht auch Punkte gibt, die ich später in der weiteren Begleitung noch benötige. Weil im Aktivieren des sozialen oder des fachlichen Netzwerkes kann es hin und wieder zu der Situation kommen, dass ich dort dann die Leute, die sich bereits von den Aussagen wieder ganz gut distanzieren und sagen, das habe ich nicht und das stimmt so nicht und das war nicht. Wenn ich da zumindest bestätigen kann, was ich gehört habe und was ich schon erfragt habe bis zu dem Zeitpunkt, dann sind das für die Fachkraft Anhaltspunkte, an denen sie sich auch orientieren kann. Das kriege ich noch hin zeitlich. Ich habe eine 93-jährige Dame begleitet, schwer dement, nach dem Tod ihres Mannes. Wir haben eine Stunde lang Todesnachricht überbracht, in der Schleife mit, es tut mir leid, ihr Mann ist verstorben. Nein, so schlecht geht verstorben. Nein, so schlecht geht es ihm nicht. Nein. Ein bisschen schlecht beieinander ist er heute. Ich muss ihn in den Mund zu, er ist ganz kalt, jetzt mache ich dir mal ein warmes Suppe. Sie wissen, was mit ihrem Mann los ist. Was ist schlecht? Ihr Mann ist gestorben. Nein. Jetzt mache ich ihm mal ein warmes Suppe. Es geht einem halt nicht so gut. Du, schau dir in den Mund, musst du machen. Jetzt haben wir einmal eine Stunde gemacht, in etwa. Irgendwann, im Endeffekt, sag ich, ich habe versucht, ein Umfeld zu schaffen, soziales Umfeld. Ja, mein Sohn kommt dann, dann habe ich ausgesprochen, es hat einfach Nervt gegeben, um mir dumm. Die Nachbarn haben gewusst, dass der Sohn vor 15 Jahren verstorben ist. Dann sage ich, wer kann ihnen noch helfen? Meine Mama. Dann sage ich, ihre Mutter. Wie alt ist die? 118. Ich schwöre, im Augenblick habe ich mir gedacht, haben wir in Salzburg eine 118-Jährige?, im Augenblick habe ich mir gedacht, haben wir in Salzburg 118-Jährige? Nein, haben wir glaube ich nicht. Es ist so ganz, also wirklich, ich bin fast wieder mitmarschiert. Und im Endeffekt, irgendwann habe ich sagen müssen, das haut so nicht hin. Aber die Angaben, die ich gesammelt gehabt habe, waren dann bei der Unterbringung besonders wichtig, weil sie dort dem Psychiater ein klares Bild vermittelt hat, wie sie zu Hause wunderbar zurechtkommt. Es war jetzt keine Suizidalität, aber es war definitiv eine Selbstgefährdung aufgrund ihrer Erkrankung vorliegend, weil die hätte so daheim nicht bleiben können. Also Geschichte sammeln hat schon einen Sinn, das soziale Netzwerk oder die Menschen rundherum mit einbeziehen, weil da kommen wir zu dem Punkt kumulativ. Wenn ich im Hintergrund bereits Erfahrung habe, Ind die es geht, ist tatsächlich beobachtet, erst sehr kurz ohne Kreislauf. Ich beginne mit der Reanimation, wirke lang acht Minuten, bis der Rettungsdienst daherkommt. Im Endeffekt wird dann abgebrochen, die Frau ist verstorben. Die Rettungskollegen kennen mich und sagen, super, dass du noch da bist, kannst du ihm an die Nachricht überbringen. Mache ich. Beim Überbringen der Nachricht an den Mann sagt er, nein, das kann nicht sein, jetzt war ich heute extra noch in der Kirche und habe gesagt, mich zuerst. Und okay, nächster Satz kommt, gut, dann tue ich mich selber weg. Gut, dann tue ich mich selber weg. Und im Gespräch mit dem Sohn kriege ich dann die Info, er hat bereits einen veritablen Suizidversuch der letzte war 25 Jahre her, der hat stattgefunden in einer Zeit, wie er noch schwer alkoholkrank war, er ist seit 23 Jahren trocken und wir haben im weiteren Verlauf auch eigentlich sehr gut feststellen können, dass wir keine akute Suizidalität da haben, sondern der auch gut da bleiben kann mit einer fachlichen Begleitung, die sie in Anspruch nehmen werden, die aktivieren kann. Und was ich da sehr früh anbieten würde, ist wirklich den Kontakt direkt mit der Fachkraft sofort vor Ort telefonisch herstellen und zwar mit den Betroffenen dabei. Damit habe ich nämlich gleich schon mal kein Datenschutzproblem. dabei. Damit habe ich nämlich gleich schon mal kein Datenschutzproblem. Ich kann alles reden. Ich sage dem auch, wir rufen jetzt die Fachkraft an, die holen wir uns dazu, die kann vielleicht herkommen oder schickt jemand, der herkommt oder wir fahren dann gemeinsam auf die Psychiatrie. Dort ist dann die Fachkraft, mit der telefonieren wir jetzt. Da kann ich alles erzählen, was wir gemeinsam gerade gemacht haben und der kann sagen ja oder nein oder irgendwas und das funktioniert sehr gut. Also da wirklich diesen Weg rasch wählen und hergehen und schauen, dass ich dort das aktiviere. Damit kann ich nämlich auch sicherstellen, dass wenn es eine latente Suizidalität ist und keine Akute, die Fachkraft gleich schon frühzeitig eingeschalten ist und die weitere Begleitung damit aktiviert ist. Fachkraft gleich schon frühzeitig eingeschalten ist und die weitere Begleitung damit aktiviert ist. Nachdem Sie, und das darf ich gleich dazu sagen, die Folien als PDF bekommen können, kommen jetzt ein paar Folien, die wir überspringen, weil ich nämlich am Ziel meines Beitrags bin. Die können Sie in aller Seelenruhe nachlesen. Und ich bin am Schluss mit dem Punkt, der mir einfach so, so sehr am Herzen liegt. Schauen wir ebenso nach solchen Einsätzen ganz besonders auf uns selber, auf unsere eigene Psychohygiene. Das sind fordernde Einsätze, mit denen ist man natürlich noch und auch noch am Grübeln. Habe ich das richtig gemacht? Habe ich die Schritte früh genug gesetzt? Habe ich gut darauf Acht gegeben? Schauen wir auf unsere Kolleginnen, aktivieren wir all unsere Maßnahmen zur eigenen Unterstützung hinterher und damit erwünsche ich erfolgreiche Einsätze. Vielen herzlichen Dank. Das war jetzt sehr optimistisch und zuversichtlich der Weg dorthin, weil ich darf Sie gleich wieder auf die Bühne holen. Wir sind nämlich bei unserem Krisentalk und wir nehmen uns jetzt Zeit, dass wir uns austauschen, dass natürlich auch Sie die Antworten bekommen. Wir haben nicht allzu viele Mikrofone. Wir haben zwei hier für die ExpertInnen bei uns auf der Bühne. Wir haben eins, vielen Dank fürs Laufen. Wir haben ein Mikrofon im Publikum. Also herunten geht es gut mit dem Mikrofon, bitte auch tatsächlich auf das Mikrofon warten, weil es gibt Kameraaufzeichnungen und man hört sie sonst quasi bei den Aufzeichnungen nicht, welche Frage sie gestellt haben, wenn sie einfach so in den Raum hineinbrüllen. Also bitte ins Mikrofon sprechen. Und jetzt darf ich wieder unsere Expertinnen, die wir schon gehört haben, auf die Bühne bitten, also Ingo Vogel, Elisabeth Hack und Martin Schmidt. Bitte noch einmal zu mir, bitte sucht euch einen Platz aus. Die Argus-Augen unter Ihnen, wenn Sie schon bemerkt haben, zwei Sessel sind noch frei und neun unserer Runde sind der Alfred Adelsmeier, Teamleiter Krisenzimmer bei Exit Sozialverein für psychosoziale Dienste. Herzlich willkommen. Und die Melissa Schmitzberger ist Mitarbeiterin im Kriseninterventionszentrum der Krisenhilfe Oberösterreich und ihr Schwerpunkt ist Chat und Onlineberatung. Auch herzlich willkommen. Willkommen. Ihr dürft euch jetzt auch irgendwie choreografieren, damit wir mit diesen zwei Mikrofonen zusammenkommen. Vielleicht ihr drei das grüne und ihr zwei einmal das gelbe, teilend für jetzt so die nächste Stunde. Und Herr Adelsmeier, vielleicht ein paar Worte gleich mal zum Krisenzimmer. Also eine Einrichtung, die Menschen in Krisen einen Schutzraum bietet. Ja, genau. Krisenzimmer ist sozusagen die Ergänzung zu dem, was wir heute schon gehört haben. Menschen können in Krisen bis zu 14 Tage ins Krisenzimmer kommen. Ich muss dazu sagen, die Krisenzimmer sind ein Angebot, wo wir vier Zimmer für ganz Oberösterreich oder, wenn wir so wollen, für ganz Österreich haben. Also es ist ein überregionales Angebot. Ja, wie kommt man zu uns? Durch einen Anruf, durch eine Vermittlung von einem Therapeuten, Arzt, was auch immer, oder persönlich durch ein Telefonat, durch eine Terminvereinbarung. Was dann als nächstes passiert, relativ zeitnah, ist eine Terminvereinbarung für ein Abklärungsgespräch. Abklärung heißt nicht automatisch Aufnahme, weil manchmal macht es auch Sinn, eine Weitervermittlung herzustellen, zu einer Beratung zu stellen, zu einer Therapie. Also es muss nicht immer das stationäre Setting sein. Grundsätzlich sind wir so etwas wie eine Beratungsstelle, wo man auch übernachten kann. Das kann eine Nacht sein, das können eben bis zu 14 Tage sein, je nach Bedarf und je nach Krisensituation bei den Menschen, die bei uns sind. Vielleicht erwähnen wir noch, der Unterschied ist jetzt zu einer stationären Aufnahme, zum Beispiel im Krankenhaus, dass ich untertags arbeiten gehen kann. Also ich verlasse mein Krisenzimmer und komme zu einer vereinbarten Zeit wieder zurück. Genau. Also wir sind ein sehr niederschwelliges Angebot. Man kann seiner Arbeit nachgehen. Man hat keine fixe Tagesstruktur oder irgendein Programm. Das wird sehr individuell vereinbart. Es gibt Menschen, die um sechs Uhr früh aus dem Haus gehen und am Abend erst zurückkommen und trotzdem ist diese Struktur vom Krisenzimmer, das dort übernachten können, das zu wissen, dass rund um die Uhr wer da ist, der schützende Rahmen, der für manche ganz wichtig ist. Dann Melissa Schmitzberger vielleicht auch, um Sie ganz kurz einmal der Runde hier vorzustellen. Wir haben ja schon was gehört, Schwerpunkt, Chat und Online-Beratung, also von diesen Schwierigkeiten und den Höhepunkten, die es da gibt. Was ist denn jetzt wirklich wirksam, um Menschen in einer extremen Belastungssituation auch zu begleiten jetzt in ihrem Job? Ja, ein Aspekt, der mir da einfach ganz, ganz wichtig ist in der Krisenarbeit, ist, den sicheren Raum zur Entlastung herzustellen. Das bedeutet, einen Ort zu schaffen, wo einfach alle meine Gedanken, Gefühle, Sorgen und Ängste einfach mal da sein dürfen. Und insbesondere jene Gedanken, die ich woanders vielleicht gar nicht aussprechen kann, die ich vielleicht nur im Chat zum Beispiel aufschreiben kann, weil es mir gar nicht so über die Lippen kommt. Oder Gefühle, die so schmerzhaft sind, dass ich es allein fast nicht erhalte oder tragen kann. Und da ist das Wichtige oder das, was wirklich wirksam ist, diese berühmte Beziehungsarbeit, wie wir es schon ein paar Mal gehört haben, also dass ich mein Gegenüber da abhole, wo es gerade steht, dass ich darauf verzichte, zu bagatellisieren oder zu rationalisieren, sondern stattdessen würdig, was die Person schon geschafft hat, ein ganz ehrliches Interesse an mein Gegenüber zeige und in dem Zusammenhang halt auch anerkennen und würdig und wertschätzend, dass die Person den Schritt geschafft hat, sich Hilfe zu organisieren. Jetzt so eine Frage, die möglicherweise auftaucht, ist, wir haben jetzt natürlich, wir reden von Prävention, das ist so unser Oberthema heute. Und wir haben jetzt lauter Stellen, wo sich die Menschen ja schon hinwenden. Also bis auf Sie, Sie werden gerufen auch von anderer Seite, aber zu ihnen wende ich mich, ich komme selbstständig, ich rufe an, ich schreibe, ich agiere ja schon irgendwie und tue ja schon kund. Es geht mir schlecht. Ich bin in einer Krise und das kann jetzt natürlich keiner sagen, jetzt bringe ich mich gleich um. Wenn ich mich melde und ich bin logischerweise dann suizidgefährdet, wie groß ist denn diese Spanne? Man könnte ja sagen, die Person meldet sich ja schon, also will ja schon Hilfe. Mikrofon nehmen. Ich muss jetzt nochmal noch von die Spanne von... Von der Gefährdung. Ich melde mich ja schon, also sorgt jetzt der Laie, die Person will ja schon Hilfe. Und damit, dass damit eigentlich die Gefährdung schon ein Stück weit geringer ist. Ja und nein. Es ist einfach, Und damit eigentlich die Gefährdung schon ein Stück weit geringer ist. Grundsätzlich melden sie Menschen bei uns und im Normalfall habe ich schon voll viel gewonnen, wenn wer zu mir sagt, eigentlich möchte ich mich umbringen. So ironisch das jetzt vielleicht klingt, aber wenn ich höre, der redet offen darüber, dann bin ich einfach dabei und dann kann ich davon ausgehen, dass diesen Anteil, der leben möchte, irgendwo gibt und dass ich den ansprechen kann. Aber natürlich sind wir in einer Ambivalenz und es ist jetzt nicht total häufig, aber es kommt doch immer wieder vor, dass auch im Gespräch dann die Einengung so stark ist, dass wir merken, da geht es sich nicht mehr aus. Das ist dann eine Sache von Einschätzung. Da sind wir dann bei dem fachlichen Bauchgefühl, was Lisa auch besprochen hat, dass ich dann merke, okay, gut, da ist es jetzt irgendwie zu viel. Aber es bleibt immer ein Prozess von Einschätzung, der manchmal ganz kurz ist, manchmal aber auch über ein Gespräch von einer halben, dreiviertel Stunde am Telefon gehen kann, also zufriedenstellen kann. Ich kann es jetzt nicht mit so und so beantworten, sondern es bleibt einfach immer so ein Prozess und einfach eine Beziehungsarbeit. Ich weiß jetzt nicht, wo die Zahl genau her ist, aber wenn ich nicht ganz falsch liege, haben 80 Prozent derer, die am Schluss durch einen Suizid verstorben sind, es irgendwann angekündigt. Das heißt, die haben irgendwann auch schon darüber geredet und nur dadurch hat sie es nicht ausreichend minimiert, dass sie dann nicht ihr Leben genommen haben. Aber sie haben damit einmal angedockt an einer Stelle, wo sie die Hilfe kriegen. Und das ist die Riesenchance. Und dort liegen die vielen, die ihr vorrangig gut begleiten könnt und dort eben der richtigen Hilfe zuführen, die die brauchen, um in ihrer individuellen Situation mit dem Problem entweder so zurechtzukommen oder es so zu bewältigen, dass es einem dann besser geht oder sie damit leben können. Jetzt habe ich ja schon das Glück, wenn ich bei Ihnen andocke und anrufe, dass ich hier ausgebildete Menschen habe, die wissen, was sie mal sagen oder wie sie grundsätzlich vorgehen. Möglicherweise befinden sich in diesem Raum viele Menschen, die jetzt so, hui, also, ja, wenn sich bei mir wer meldet, gibt es einen Unterschied, das erzähle ich so aus der privaten Erfahrung, ich kenne einen Menschen, der erzählt seit 20 Jahren, mir immer wieder in seinem Selbstmitleid, das hat das eh keinen Sinn mehr, das macht er seit 20 Jahren und es ist so dieses Geh mir weg mit deiner Lösung, das wäre der Tod für mein Problem. Ding, ja. Also solche Menschen kennen vielleicht viele auch. Ist das auch so Bauchgefühl? Wie spüre ich denn, dass es jetzt sowas ist oder dass mir der das ja nicht wirklich suizidal, der will sich ja nicht wirklich selbst töten, sondern der möchte eine Aufmerksamkeit. Und das ist ein Mythos, der einfach ganz, ganz klar nicht stimmt. Also wir gehen immer davon aus, dass hinter Suizidalität eine ganz, ganz große innere Not steht. Und die Person hat offenbar keine andere Art und Weise, ihr Bedürfnis zu äußern, als durch die Suizidalität. Also da geht es um einen sehr eingeschränkten Bewältigungsraum. Und wie suizidal eine Person ist, das kann ich nur dann herausfinden, indem ich sie danach frage. Also indem ich ganz kleinfach anspreche, was steckt denn hinter diesen Äußerungen? Hast du Suizidgedanken? Sind da wirklich Gedanken da, dass du dich töten möchtest? Oder ist es eine Art Lebensüberdruss, weil eine Situation so untragbar oder so schmerzhaft für mich ist, dass es nicht gut aushält? Wieso ist die Frage eigentlich danach so schwierig? Ich höre immer von den Expertinnen und Experten, dass das so schwer ist, dass man sich die Frage stellen traut. In meiner Welt wäre das jetzt nicht schwer. Ich frage jetzt einfach. Also ich denke, dass das zum einen eben mit dieser Tabusituation zusammenhängt, dass wir eben psychische Verletzungen, Vergiftungen, Erkrankungen weniger leicht ansprechen wie körperliche Verletzungen, Vergiftungen, Erkrankungen. Wir sind relativ frosch und sportlich und das ist auch mit vielleicht so der Rat, den ich mitgeben kann, immer so ein bisschen überlegen, ist das, was ich da sehe, in einem Ausmaß, wie wenn das jetzt eine körperliche Verletzung, Vergiftung, Erkrankung war, tat ich dann was? Gange ich dann her und spreche jetzt an? Würde ich dann hergehen und sagen, du pass auf, da sollten wir jetzt zu einem Arzt schauen? Das kann man allein nicht hinkriegen. Der Arm hängt rechtwinklig an einer Stelle runter, wo das nicht so gehört, da müssen wir was machen. Aber wenn ich mir die Seele verknackst habe, die Psyche verletzt habe, dort irgendwo vielleicht ebenso eine Abklärung brauche, dann sind wir so zurückhaltend. Und ich finde gleichzeitig, wenn ich mir heute ein Knöchel verstauche und ich gehe ins Krankenhaus und die sagen, da ist nichts, dann gehe ich her und sage, ich kriege aber mindestens sechs Physiotherapiestunden. Wenn ich mir die Psyche verknackse, warum hole ich mir dann nicht die Hilfe ebenso? Und da müssen wir, glaube ich, aus dem Tabu raus, und dann können wir es auch leichter ansprechen, denke ich. Anschließend daran, ich glaube auch, es ist so schwierig, die Frage zu stellen, ich glaube, dass bei vielen Menschen einfach die Sorge ist, was tue ich, wenn der sagt, ja. Was tue ich, wenn der zu mir sagt, ja, ich möchte nicht mehr leben. Ich weiß nicht, ob ich da uns jetzt kritisieren muss, aber wir sind immer sehr schnell in dem, sie müssen unbedingt nachfragen. Fragen sie nach, die Frage darf man jederzeit stellen. Und dann, ja, und dann. Und das ist halt tatsächlich was, wo ich mir schon vorstelle, dass das unheimlich herausfordernd ist. Ich meine, da kann ich jetzt wieder auf uns verweisen, worauf oft nicht gedacht wird, ist, ja, dann nehme ich mein Handy, rufe bei der Krisenhilfe an, schalte auf Lautsprecher und kann zumindest dieses Zweiergespräch führen. Also mir ist völlig klar, die Situation wird herausfordernd sein. Ich kann jetzt nicht sagen, einfach nur, weil ich wen gefragt habe, hey, möchtest du mal umbringen? Und der sagt, ja, dann bin ich natürlich selber als Angehöriger, als guter Freund, als Mutter, Vater absolut in einer Ausnahmesituation. Und eben, ja, und das ist, glaube ich, schon einer von den Punkten, warum es, dass ich mir einfach vor der Antwort fürchte, sehr verständlicherweise. Und muss ich das abklären, wenn ich da einfach vor der Antwort fürchte, sehr verständlicherweise. Und muss ich das abklären, wenn ich da anrufe? Das heißt, jetzt höre ich diese Antwort und dann muss ich sagen, jetzt würde ich gerne die Krisenhilfe anrufen, ist das in Ordnung für dich oder wähle ich die Nummer? Ich glaube, als Fachkraft einzugestehen, wo man an die eigenen Grenzen kommt, ist etwas höchst professionelles und es kann einfach meine fachliche Entscheidung sein, zu sagen, ich brauche jetzt eine Fachkraft, so wie es der Ingo Vogel gesagt hat, ich muss mich jetzt beim Professionellen dazu erzielen und das ist für mich der Anruf bei der Krisenintervention. Ganz kurz, nämlich vor allem denke ich in dem Augenblick, ich brauche es auch nicht mit den Betroffenen abklären, weil die Hilfe hole ich mir momentan sonst einfach für mich. Nämlich als Unterstützung für mich, um in der Situation jetzt gewachsen zu sein. Wie das ja auch für Angehörige ganz oft genau der Punkt sein kann, wo ich sage, und wenn der Mensch nicht den Anruf macht, weil du es ihm vorschlagst, dann holst du dir die Hilfe für dich und lässt dich coachen. Wie erleben Sie das im Krisenzimmer? Also wir haben oftmals die Situation, dass auch Angehörige anrufen und das Gefühl haben, mein Partner, meine Tochter, weil ich immer so Zeitgedanken habe, ich schicke es euch jetzt und ihr repariert es sozusagen. Und manchmal ist auch so das Thema da, wenn kein Krisenzimmer frei ist, dann schicken wir es ins Krankenhaus. Da werden wir manchmal ein bisschen so verglichen. Wir sind jetzt natürlich kein Krankenhaus und haben dann auch nicht die ganzen Ressourcen, die ein Krankenhaus zur Verfügung hat. Trotzdem ist in den letzten Jahren die Zahl zunehmend an Menschen mit Suizidgedanken oder mit suizidalen Krisen, die ins Krisenzimmer kommen, weil sie im Krankenhaus nicht aufgenommen worden sind. Und da haben wir halt oft auch die Situation, wir haben in unserem psychosozialen Zentrum eine psychiatrische Ambulanz, also ein Facharzt, Fachärzte zur Verfügung, die vielleicht sogar eine Einweisung ins Krankenhaus schreiben, weil es den Patienten, den Klientinnen nicht gut geht. Wir rufen die Rettung, die fahren ins Krankenhaus und kommen postfindend wieder zurück, weil dort keine Aufnahme passiert, war nicht unmittelbar mehr oder weniger der Suizid dort schon angekündigt und was passiert. Also das spitzt sich gerade ein bisschen zu, habe ich den Eindruck. Und wir merken aber auch gleichzeitig, dass es nicht immer auch das Krankenhaus braucht. Also eine Suizidalität oder eine Suizidankündigung heißt nicht automatisch, ich muss ins Krankenhaus. Das ist für manche so ein Bedrohungsszenario, dass man ins Krankenhaus, weiß ich nicht, wird man mit Medikamenten vollgestopft und ruhiggestellt oder irgendeine Bühne sind da teilweise da. Das entspricht einfach aktuell. Wie ihr es seht, ist es nicht mehr die Realität. Im Krankenhaus muss man eher Glück haben, dass man über die Beine kommt. Wir haben eher das Dilemma, dass wir dann Menschen da haben, die hochsuitital sind. Wir haben Fachärzte zur Verfügung, aber halt von der Früh bis am sparten Nachmittag, am Wochenende und am Abend nicht. Und wir sind halt dann allein im Dienst mit vier Menschen, mit vier Krisenzimmern. Und dann ist immer so eine Erwägungssache und dann sind wir wieder bei demselben, was wir heute schon gehört haben. Ich muss halt auf mein Gefühl hören und schauen, kann ich das jetzt selber noch managen? Ist es angesprochen? Habe ich eine Antwort gekriegt, die ich vielleicht gefürchtet habe? Und was tue ich dann damit? Dann haben wir wiederum auch die Möglichkeit, in der Krisenhilfe anzurufen und uns abzusprechen. Wie tun wir da jetzt? Was haben wir da jetzt für Möglichkeiten? Oftmals ist das stationäre Setting, aber dann schon das, was beruhigend ist. Sie nicken, Frau Hack, das heißt, in dem Fall ist das eben, weil Sie gesagt haben, Sie wissen nicht, was die anderen dazu sagen, es ist die stationäre Aufnahme einfach oft auch gut. Schauen wir mal, wie es der Stimme geht. Ja, natürlich. Und es geht ja diese Zeit zu überbrücken, um Menschen zu ermöglichen, am Leben zu bleiben. Und das kann eigentlich nur stationär passieren, wenn das schon so zugespitzt ist, dass alle anderen Sicherheitsmaßnahmen, nämlich eben die tragfähigeige haltende Beziehung, nicht mehr ausreichend ist oder auch das Umfeld nicht mehr ausreichend unterstützen kann. Und es ist natürlich immer fatal, wenn man dann Menschen immer wieder zurückgeschickt kriegt und schauen muss, wie man es irgendwie überbrückt und stabilisiert. Jetzt schaue ich einmal, wir haben ja gesagt, wir forschen gemeinsam in die Runde. Gibt es Fragen? Gibt es vielleicht auch noch Verständnisfragen zu den Vorträgen, die wir gehört haben? Ist da noch irgendwas offen, was in Ihnen wurbelt, wo Sie eine Antwort brauchen? Sonst eine Frage oder ein Diskussionsbeitrag? Man muss ja nicht unbedingt was fragen bei uns. Man kann ja auch einfach was sagen. Noch nicht? Ich schaue dann einfach noch einmal in die Runde. Sonst machen Sie ganz laut und winken einmal. Ich sehe es dann eh aus dem Augenwinkel, dass das noch stattfindet. Ich habe so den Eindruck, wenn ich Ihnen so heute zuhöre, ich glaube, die hohe Kunst ist aushalten können und lernen. Oder in Ihrer Berufung und in Ihrem Beruf geht es ganz viel um aushalten. Wie lerne ich das? Also ich würde mal sagen, es macht die Berufserfahrung mit der Zeit. Also ich kenne Situationen, wo ich mit Menschen 20 Minuten schweigend da sitze, weil nichts kommt, weil keine Antwort kommt auf meine Fragen, weil ich hilflos bin, weil ich merke, ich weiß jetzt auch nicht mehr, was ich sagen sollte. Und wir sitzen dann eine halbe Stunde und eine Dreiviertelstunde und am Ende bedankt sich die Person für das Gespräch und ist erleichtert. Unvorstellbar für mich. Na echt, unvorstellbar. Dass ich 20 Minuten sitze, ich habe eine Frage gestellt und 20 Minuten sitze ich und halte nur aus. gestellt und 20 Minuten sitze ich und halte nur aus. Weil wir in der Zeit und das habe ich irgendwann einmal gelernt, weil mir das jemand beibringt hat, zum Glück, wissen, dass in meinem Kopf gerade das Problem ist, dass ich nicht weiß, was gerade passiert. In dem anderen Kopf passiert eh gerade wahnsinnig viel. Da drinnen arbeitet es ja und der Mensch arbeitet und das, was er braucht und was ein Bedürfnis da ist, werde ich irgendwann einmal mitkriegen. Und im Augenblick habe ich keine Frage gestellt bekommen und kriege mit, dass das Wichtige das ist, aushalten ist. Und dann mache ich das. Und damit ist halt nur in meinem Kopf das Dilemma, dass ich den Eindruck habe, woran arbeitet man gerade, ich weiß es nicht, aber ich tue mit. Ich glaube, dass gerade, wenn es um Aushalten geht, wie lernt man das oder so? Es ist auf jeden Fall auch etwas dabei, dass ich sage, wir haben grundsätzlich, wenn uns wer erzählt, welches Problem er hat oder was gerade die Belastungen sind oder dergleichen, werden wir alle schnell den Impuls haben, hey, hast du schon X probiert, du konntest die an Y wenden und so, dass die KlientInnen diese Lösungen nicht kennen. Also die haben es eh schon alle ausprobiert und das ist so oft das Schwierige, mich mit dem einfach auch zurückhalten. Aber das kommt dann trotzdem, glaube ich, auch wieder viel mit Erfahrung oder natürlich ist das auch mittlerweile Ausbildungsinhalt, dass ich nicht, dass ich diese Lösungsorientierung ein bisschen hintanstellen muss, zugunsten von Aushalten da sein. Was da für mich natürlich noch dazugehört ist, dass es mir selber gut gehen muss. Also ich kann nur dann Krisenarbeit machen, wenn ich für mich sichere Bedingungen habe und wenn so mein eigener Krug ganz gefüllt ist, dass ich bei anderen in sein halbleeres Wasserglas was reinschütten kann. Und das ist, glaube ich, ganz was Wichtiges, was wir nicht vergessen dürfen, diese Selbstversorgung und Psychohygiene auch für uns als helfende Personen. Da wird man ein gutes Containing mit anderen machen können. Ich glaube, oft hält man ja etwas nicht aus oder kommt damit die Vorschläge, weil ich es vom Tisch haben will. Ich will das jetzt weiter haben. Das ist unangenehm, oder? Das ist, wer würde denn so etwas hören? Da habe ich gleich und da gehst und dann, ich meine, eine gute Intervention ist ja die Christenhilfetelefonnummer und so, aber sonst mit, dann nimmst du diese drei Vitamine, da fehlt dir sicher Vitamin B12, dann wird es gleich besser. Wie sie auch los werden, oder? Ich glaube, das muss man auch aushalten, dass ich es jetzt gerade da habe. Also ich muss aushalten, dass ich es jetzt gerade da habe, aber genau da ist also diese Wirksamkeit, diese Erfahrung. Wenn ich erzähle, wie es mir wirklich geht, dann ist meine Umgebung mit mir überfordert. Genau das, ich will es weghaben, das machen die Leute in der Krise ja unheimlich oft. Sodass ich dann manchmal denke darüber nach, dass ich nicht mehr leben will. Das kannst du deinen Eltern nicht antun oder denk doch nicht so etwas schierst. Oder man zeigt einfach so die eigene Überforderung. Und genau da bin ich dann dabei, das wird weggewischt. Also schlimm ist doch nicht, er wird schon wieder sein Mann oder so in der Richtung. Und da ist dann Aushalten einfach die Funktion, dass ich da sitze und sage, hey, der schaut mich völlig normal an, der ist nicht überfordert, der sagt nur, okay, erzähl mir ein bisschen mehr davon. Und da bin ich dann einfach in dem drinnen, der will es nicht weghaben. Was ganz oft passiert ist, wir haben nicht unmittelbar eine Lösung für das. Es ist jetzt keine Idee da, was wir jetzt machen können in der Situation. Und beim Gegenüber ist auch keine Idee da. Und dann haben wir zumindest das gemeinsam, dass wir das jetzt miteinander aushalten und dass uns miteinander keine Idee einfällt, was wir da können. Und das kann die Situation schon ein bisschen entschärfen. Wenn ich nicht allein mit einer Situation bin, mit der ich nicht zurechtkomme, sondern wenn wir zu zweit sind. Ja, bitteschön. Wir haben da, genau. Nur die Ruhe. Ich möchte aushalten und auswähushalten vielleicht ein bisschen differenzieren. Aushalten im Sinn von dort sitzen und hoffen, dass die Zeit vergeht, ist die eine Partie, das ist die, die wahrscheinlich nicht so gut ankommt. Aber aushalten im Sinn von Präsenz zeigen, Aktivität zeigen, dass ich da bin, dass ich für den da bin und nicht nur herum sitze wie ein Möbelstück. Ich glaube, das macht oft den großen Unterschied, weil wenn ich es einem Nachkassler erzählen könnte, bräuchte ich nicht zu einer Person gehen. Also ich glaube, zwischen Aushalten und Aushalten muss man schon ein bisschen unterscheiden und die Präsenz, die in diesem Aushalten meinem Gegenüber entgegenbringt, ist glaube ich ganz ein wesentlicher Punkt. Das ist dann meine innere Haltung oder wie ich dort sitze. Die Präsenz, da haben wir noch... Genau. So, okay. Ich habe nur eine Frage, das ist mir alles klar, was Sie gesagt haben, aber wenn zum Beispiel ich stabilisiert habe, ausgehalten, gehalten habe und die Absicht, ich nehme mir das Leben nicht, weil ich Suizid machen will, aber weil ich meinen Arbeitsplatz verloren habe und so viele Schulden habe, was tue ich dann? Jetzt ist meine Frage, tut die Krisenhilfe, weil das ist für mich nach dem Aushalten ein ganz wesentlicher Schritt, weil wenn ich nur da sitze und einige Stunden den Raum haltete das ist am anfang ganz wichtig aber gibt es sowas wie eine vernetzungsarbeit zur schuldnerberatung oder ist das scheint mir als zweiten schritt auch sehr wichtig weil sonst bin ich dem zwar nicht hilfreich aber der braucht eine konkrete weil wenn der kein geld hat und schon 30.000 euro schulden, dann nutzt einem das im Erstgespräch sehr viel oder im Zweitgespräch, aber wie weit geht die Vernetzungsarbeit, ist meine Frage. Wenn wirklich Leute, ich arbeite immer als Psychotherapeutin und habe ganz viel mit diesen Wirtschaftskrisen zu tun und ich kann das auch mit dem Halten und das ist am Anfang das Um und Auf, aber wie geht es dann weiter? Macht die Krisenhilfe, was ist der nächste Schritt oder leitet sie die es dann weiter? Macht die Krisenhilfe? Was ist der nächste Schritt? Oder leitet sie die Menschen dann weiter? Danke für die Frage. Also wenn die Menschen bei uns in eine Krisenbegleitung kommen, dann ist das natürlich Teil des Prozesses. Einerseits diese Stabilisierung und auch diese Entlastung, aber dann natürlich, sobald diese Beziehungsfunktion es trägt, dass man langsam in Richtung Lösung arbeitet. Und natürlich sind wir da vernetzt, natürlich verweisen wir da an andere Einrichtungen. Und wir haben ja im Sinne der Krisenintervention auch nur eine begrenzte Anzahl an Stunden, die wir den Menschen zur Verfügung stellen können. Das heißt, auch wir müssen schauen, wo geht es denn dann weiter, wenn der Prozess nicht in unserem Rahmen final abgeschlossen werden kann. Also da geht es ganz, ganz, ganz wichtig, dass wir Netzwerkpartnerinnen haben, wo wir weiter vermitteln können und wo es auch weitergehen kann. Das ist ein ganz wichtiger Teil. Ich verstehe, dass diese Frage sich ganz, ganz vielen Menschen beschäftigt. Welche Trends gibt es? Tatsächlich sehen wir, dass es ein riesengroßer Querschnitt an Menschen ist, weil es höchst individuell ist, was gerade belastend und überfordernd ist. Zu dem Aspekt der Vernetzung ist es natürlich ein reziproker Prozess. Das bedeutet manchmal, da kommen Menschen zuerst bei der Schulternberatung an und kommen dann zu uns oder sind im Autonomfrauenzentrum, vielleicht in der Rechtsberatung zur Scheidung. Und man merkt, die Personen brauchen mehr, dann kommen sie zu uns. Da geht es manchmal ganz viel um Auftragsklärung. Also was wünscht sich die Person, dass in dem Setting jetzt gerade passiert? Und die Themen und Anliegen sind da so unterschiedlich, wie Menschen unterschiedlich sind. Sie wollten zur Vernetzung, glaube ich, noch etwas sagen, gell? Ja, ich bin zwar nicht Krisenhilfe, sondern Krisenzimmer, aber ich hoffe, das passt, wenn ich die Antwort gebe. Wir haben im psychosozialen Zentrum eine Sozialarbeit zum Beispiel, die ausgedrückt ist halt irgendwo da, ich habe es jetzt gerade nicht im Blick, wo wir auch das Krisenzimmer hin vermitteln können, wenn es unmittelbare Probleme gibt mit Behörden, mit Anträgestönen, mit finanzieller Unterstützung. Dann haben wir die Beratungsstelle. Also wir haben da im Haus quasi die Vernetzung. Ja, bitte, voll gern. Eine Frage an das Statement. Also sitzt die gesamte Schuldnerberatung Linz da? Das zum Thema Vernetzung inklusive Geschäftsführung. Da gibt es immer wieder mal einen Austausch an Schulungen, weil das Thema natürlich bei unseren Beratungen auftaucht. Und was mich jetzt als Frage noch interessiert ist, diese Statistik sozusagen 1219 Personen, 2024 die meisten männlich, alleinstehend. Kommen die? Oder kommen nur die, die eh schon vernetzt sind, was wissen, sie trauen? Wie kommt man an die heran? Weil das ist auch so ein bisschen eine Klientengruppe, die auch bei uns auftaucht, die manchmal nicht so schnell was annehmen, wenn es um diese psychosozialen Themen geht. Ja, danke. Also zum einen würde ich da die Statistik zur Hand nehmen und sagen, in den letzten 30, 40, 35 Jahren sind die Suiziddote von 2.100 1986 auf 1.200 gesunken. Das heißt, sie müssen in irgendeiner Form kommen, sonst hätten wir es nicht hinkriegt. Dann sehen wir unter anderem, dass die Zugänglichkeit zu Therapieplätzen und die Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, die hat einen schwerer tut, die Männer zu erreichen. Und wir sehen, wenn wir jetzt zum Beispiel die Sterbeverfügung nehmen, die ja mittlerweile bei 24a mit drinnen ist, dass wir dort wiederum einen Schwerpunkt bei den Frauen haben. Also da kriegen die wieder leichter genommen. Jetzt ist die Frage, natürlich dort haben wir auch andere Voraussetzungen, weil bei denen muss es ja zugrunde liegende Erkrankungen geben, die festgestellt auch zum Tod führen wird oder langfristig nicht behandelbar ist und dergleichen. Aber die nehmen auch zu dem Zeitpunkt schon Unterstützung in Anspruch. Also ich glaube, dass wir schon zu vielen hinkommen. Alle werden wir nicht erwischen. Wir wissen aber auch von Menschen, die wir begleiten und die trotzdem am Schluss ihr Leben nehmen. Auch das werden wir nicht verhindern können. Das ist ja so. Ein wichtiger Punkt, der mir da noch am Herzen liegt, sobald Sie angedockt haben, besteht die Chance, dass wir irgendwo schauen, wo können wir mit Ihnen diese Schritte gehen. Mit vielen gelingt es. Mit einigen gelingen die richtigen Schritte. Mit manchen gelingen Schritte und es führt halt trotzdem kumulativ dazu, dass es nicht mehr ausgeht am Schluss. Aber wenn wir die Sterbeverfügung zum Beispiel mit dazu anschauen, dann wissen wir von über 80 Prozent derer, die da ein Okay kriegen, dass sie im Endeffekt hergehen und sagen, ich habe mit der Sterbeverfügung auf einmal meine Erkrankung wieder ertragen können, weil ich meine Handlungsfähigkeit hergestellt gesehen habe. Und wenn wir uns die Zahlen anschauen derer, wie viel sie umsetzen und wie viele Sterbeverfügungen ausgestellt werden und wie viele Medikamente wieder zurückgehen, dann werden wir unter anderem erkennen, dass über zwei Drittel am Schluss an ihrer Erkrankung und nicht an der Sterbeverfügung versterben, weil sie sie ausreichend handlungsfähig ausgestattet gefühlt haben, um ihr Leid, das sie eigentlich ihr Leben beenden lassen hätte wollen, zu tragen und damit auch Lebensqualität zu haben. Ich schaue noch in die... Ja, das Mikrofon. Nein, es geht darum, dass man sonst... Genau. Ich habe letztens vom Leiter, der war ja von der Fortbildung Kriseninterventionszentrum Wien, der hat auch die Statistik gehabt, aber was mir jetzt fällt, vielleicht täusche ich mich da auch, dass die Suizide, wenn ich Sie richtig verstanden habe, zurückgegangen sind, aber die Selbstmordversuche, die nicht geglückt sind, gestiegen sind. Stimmt das irgendwie? Also diese Schätzung mit den 10 bis 30-fach so viele Suizidversuche lässt so viel Spielraum, dass ich sage, das traue ich mir nicht beantworten. Würde ich auch das Gleiche sagen, die Geschichte ist die, die Suizide werden einfach, die werden statistisch wirklich so erfasst, dass man sagen kann, das hat Hand und Fuß, die Zahl ist so, wie es ist und bei den Suizidversuchen, da sind wir immer bei Dunkelziffern, nicht klar, was, ja genau und da. Da sind wir immer bei Dunkelziffern nicht klar. Das, was sich seit der Corona-Pandemie schon gezeigt hat, zumindest zwischenzeitlich und was statistisch belegbar ist, sind zum Teil angestiegene Zahlen an dokumentierten Suizidversuchen bei jungen Menschen. Also junge Menschen, die mit der Haupt- oder der Zusatzdiagnose Suizidversuch aufgenommen worden sind in unterschiedlichen Krankenanstalten. Das ist etwas, was dokumentiert ist. Und den Rest schließe ich mir absolut den Kollegen und Kolleginnen an. Es ist eine Dunkelziffer, aber ja, da hat... Genau, also da gibt es Statistiken zum Beispiel aus Wien oder auch aus Graz, die das deutlich zeigen, dass das gestiegen ist. Aber der Rest ist und bleibt eine Dunkelziffer. Und zwischen 10 und 30 mehr als tatsächliche Suizide, wo da dann der Steigerungsbereich noch liegt, ich weiß es nicht. Also wir widmen uns ja der Prävention, das heißt frühzeitig diese komplexe und vielschichtigen Themen, die wir haben, die zu einer Krise führen, die mich aus der Krise gerade einmal nicht herausführen oder selber herausfinden lassen. Frühzeitig zu erkennen und angemessen reagieren zu können, ist natürlich das, was uns, glaube ich, die größte Angst macht, wo wir vielleicht nicht konkret in diesem Bereich tätig sind, sondern vielleicht auch am Rande damit zu tun haben. Jetzt muss ich diese blöde Frage stellen, frühzeitig. Was ist frühzeitig? Ab dem Zeitpunkt, wo ich mir Gedanken mache. Das Erste, dass ich meinem Sohn sage, dass er weinen darf. Genau. Dort fängt Prävention einfach an. Es geht wirklich ganz weit vor im Sinne von, mir darf es schlecht gehen, mir darf, ich darf, also ja, quasi so eine emotionale Grundbildung. Ich kann mit einer Trennung umgehen und merke, dass das jetzt nicht der Zusammenbruch schlechthin ist. Also Prävention fängt dort an und natürlich, ich weiß schon, dass das jetzt nicht zwingend das ist, was gemeint ist, aber dass man einfach sensibilisiert dafür, dass es nicht als Zeichen der Schwäche gilt, wenn ich einmal sage, mir geht es psychisch schlecht, dass ich mich nicht dafür rechtfertigen muss, wenn ich nicht wegen einem brochenen Fuß, sondern wegen einer Depression daheim bleiben muss. Ich muss es eh nicht sagen, aber trotzdem geht es auch genau um diese Sachen. Also eigentlich fängt Suizidprävention genau dort schon an. Einfach wie gehen wir mit unseren Belastungen, unseren psychischen Belastungen um. Wie lebe ich es vor quasi? Wie lebe ich es vor? Wie Vorbild bin ich für alle anderen, die um mich sind? Ja. Vorbild bin ich für alle anderen, die um mich sind. Ja, und auch, dass wir wieder achtsamer sind mit uns und hinschauen und nicht in unseren gestressten Alltag drüber gehen oder weil ich gerade keine Ressource frei habe. Natürlich achten wir und schauen mal auf uns, aber ich glaube, wir müssen auch viel mehr für unsere Liebsten und Mitmenschen da sein und hinschauen und auch uns Zeit nehmen, wenn es für uns schlecht geht vielmehr für unsere Liebsten und Mitmenschen da sein und hinschauen. Und uns Zeit nehmen, wenn es ihnen schlecht geht. Und auch Zeit und Ressourcen einmal zur Verfügung stellen und daran denken, was da im Hintergrund alles laufen kann. Sie erleben ja schriftlich oder persönlich Menschen, die eben mit diesen Gedanken spielen, die große Krisen haben. Und ich glaube, dass die unterschiedlicher nicht sein können, nicht die Krisen, sondern die Menschen. Ich möchte es darauf hinaus, dass ich sage, dass keiner von uns davor gefeit ist, dass es uns selbst passiert, oder? uns davor gefeiert ist, dass es uns selbst passiert, oder? Absolut. Also es gibt niemanden in einem Raum, der sicher dafür ist, dass eine Krise im Leben passiert. Manche Dinge sind einfach nicht vorhersehbar oder planbar, wie wenn Angehörige an Verkehrsunfällen versterben oder jemand in der Familie schwer erkrankt. Und das ist mir auch ganz, ganz wichtig zu sagen, dass es ermutiger Schritt ist, sich Hilfe zu suchen und gleichzeitig niemand sich dafür schämen soll, dass er Hilfe in Anspruch nehmen muss oder der, oder das Mächte für sich selbst. Also unser Angebot gilt ja nicht nur für Menschen, die wir im Sozialbereich klassischerweise betreuen, sondern wirklich für alle Menschen in Oberösterreich. Das heißt auch für alle Helferinnen und Helfer, für alle Menschen, die selbstberuflich im Sozialbereich verankert sind oder im medizinischen Bereich verankert sind. Weil es immer Momente und Situationen geben kann, wo es uns den Boden unter die Füße wegzieht. Und das ist in erster Linie absolut menschlich und okay. Und ich glaube, dass in dem Fall ja, also wenn ich jetzt an mich selber denke, in schweren Krisen ist nicht das Erste, was mir einfällt, eine Telefonnummer. Aber wenn ich natürlich jemanden gegenüber habe, der sagt, Telefonnummer. Aber ich selber hätte, glaube ich, nicht daran gedacht. Also das jetzt, ja. Da gibt es ja einen ganz feinen Grundsatz von der WHO, dieses Look-Listen-Link-Prinzip. Das bedeutet, look, ich schaue mal hin, wie geht es mir gegenüber? Listen, ich gebe einen Raum, um zuzuhören und diese Probleme anerkennen und Beachtung zu schenken. Und dann eben das dritte L, das Link, das bedeutet, auch wenn die betroffene Person selbst vielleicht gerade nicht daran denkt, dass es Hilfsangebote gibt, kann ich für die Person daran denken und die Brücke legen zu einem helfenden Angebot. Im Endeffekt arbeitet man an der Rettungskette für die psychische Verletzung, für die psychische Gesundheit und die ist da nicht so weit weg von der Rettungskette für die physische Gesundheit. Ich muss eben einmal hingehen, ich muss einmal anschauen, ich muss einmal ansprechen, ich muss einmal sozusagen den Kontakt herstellen und dann muss ich einen Notruf absetzen oder Hilfe holen oder jemanden kontaktieren, der mir weiterhelfen kann. Und wenn man den Zusammenhang für sich herstellt, dann kriegt man den da auch übersetzt halbwegs. Ja, aber jetzt bedenke ich, wie viele Menschen Angst davor haben, einen Tefee von der Wand zu reißen und den zu holen und das zu machen. Wie schwierig ist es dann noch so mehr, wenn es nicht das Blut aus der Spritze oder der Herzinfarkt da ist, sondern ich es offensichtlich nicht gleich so erkenne. Darum braucht es viele Veranstaltungen wie diese, um dieses Thema anzufangen. jetzt noch einmal in die Runde. Gibt es noch eine Frage, die wir klären können? Wir kennen es im Anschluss, jeder will ja nicht da im Publikum in ein Mikrofon hineinsprechen müssen. Meine Expertinnen und Experten bleiben, versprechen, noch zehn Minuten da zu sein, wenn es noch irgendeine Frage gibt, die sie stellen wollen, dass sie es einfach so stellen können. Ich hätte es noch gern, so eine konkrete Zusammenfassung für uns, so wie beim Erste-Hilfe-Kurs. Ich weiß, was ich tun muss. Ich muss zuerst einmal brüllen, sie holen den Teffi, sie rufen jetzt die Rettung und dann beginne ich. Das haben wir alle gelernt, das haben wir mitgekriegt, was ich tun muss. Vielleicht als Abschluss noch so, wie gehe ich vor? Wie gehe ich vor? Also, mir hat das vorher sehr gut mit dem Vorleben gefallen und nachdem ich vorher den Karl Valentin schon ins Rennen geschickt habe, Karl Valentin ist einmal gefragt worden, wie bringen wir den Kindern was bei? Er hat gesagt, denen können wir gar nichts beibringen, die machen uns eh alles nach. Darin liegt die Chance, leben wir sie einer vor. Ja. Ich tue jetzt von der Lisa kopieren, wenn es drei Sachen sein sollen, daran denken, danach fragen, darüber reden. Danke dafür. Ich kann meine Stimme schonen. Nehmt euch den Mut, mit euch das zu trauen. Und vielleicht waren halt ein paar Aspekte drinnen, dass es euch die Sicherheit gibt, euch drüber trauen zu können. Ganz sicher, ja. Vielen Dank. Ja, ich denke mal, es gibt Telefonnummern von der Krisenhilfe, aber auch vom Krisenzimmer. Es gibt untereinander Vernetzung, wo man sich gegenseitig anrufen kann. Also man muss irgendeine Nummer wählen, so wie ich beim Notruf auch irgendeine Nummer wählen kann. Hauptsache ich tue es einmal. Und das ist halt so der erste Schritt, überhaupt einmal wo anzurufen. Und dann geht die Rettungskette sozusagen eh schön in Gang. Reden hilft, bleibt es nicht allein und ja, es ist Lebensrettung, Suizid, Suizidität anzusprechen und dann auch zu fragen. Ich nehme mir heute ganz fest mit dieses Aushalten, das können wir in vielen Bereichen brauchen, auch wenn es noch nicht so drastisch ist, dass man einfach einmal nichts sagt und deswegen sage ich jetzt einfach einmal gleich einmal nichts und somit danke, dass Sie da waren, jetzt noch gerne einen Austausch und mögen Sie immer wissen, was zu tun ist und wenn nicht, die Telefonnummer wissen.