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Juli 1898 in Wien zur Welt. Mein Vater gab mir als Simon Dicker seinen Namen. Frederike heiße ich, so entschieden es meine Eltern. Die wohlige Wärme und fürsorglich elterliche Liebe blieben mir nur kurze Jahre. Meine Mutter, Caroline Fanta, ist früh von mir gegangen. Mama verstarb 1902 und ich war erst vier Jahre alt. Mein Vater musste alle elterlichen Aufgaben übernehmen. Der Verdienst von Papa Simon war als Papierverkäufer sehr klein. Seine Aufgabe eine große. Mich als kleines Kind alleine großzuziehen. Friedl, wie das Mädchen schon bald im großen Namen gerufen wurde, kam notgedrungen mit in den Laden, in welchem Vater Simon arbeitete. Ein eigenes Universum tat sich vor Friedl auf. Das war eine Welt von Regalen, Papieren, Farbstifte und vieles zur Gestaltung mehr, was es zu entdecken gab. Das spätere Leben, entscheidend beeinflusst, sollte Friedls schöpferischer Geist davon durchdrungen werden. Meine ausgeprägte Fantasie nahm einen besonderen Lauf und formte aus allem im Laden Vorhandenen in mir eine wahre Wunderwelt. Bilder aus den geliebten Büchern, Bilder aus dem wirklichen Leben beeinflussten die frühkindlichen Zeichnungen und Modellierungen aus meiner Hand. Mein Vater jedoch mahnte mich. aus meiner Hand. Mein Vater jedoch mahnte mich. Das teure, gute und strahlend weiße Papier ist kostbar. Nicht gekritzeltes, sondern nur ordentliches darf darauf. Das ist der nicht beliebige Hintergrund, aufgrund dessen heute die Kohleskizzen Friedl Dickers auf zu billigem Zeitungspapier kaum erhalten sind. Der Zustand drohender Verarmung mit den elterlichen Aufgaben zumal überforderte Vater, sowohl finanziell als auch sozial-emotional, endete bald. Eine Sandkistenbekanntschaft namens Charlotte Schön ehelichte Simon Dicker 1904. Wärme und Liebe zogen wieder in den gemeinsamen Haushalt Friedls ein. Eine Entwicklung durch ein damals weltoffenes Wien zog aus der bescheidenen Wohnung in der Harngasse im 9. Wiener Gemeindebezirk in Richtung soziales und kulturelles Zentrum. Museum, die Buchläden oder affischierte Plakate von Kunstausstellungen, von Sezessionen oder Galerien, alles so scheinbar sind für Friedl sich bewegende Bilder. Alles wurde wie geformt, gestaltet, gemahlen. Und wofür? Die Schule, welche ich besuchen durfte, gab nur mäßig Antwort auf meine vielen Fragen, meine bewegte Fantasie und Welt entsprechend. Rasch zerstoben 1914 alle Fantasien auf die Zukunft einer blühenden Menschheit. Alle Hoffnungen von Weltoffenheit ergingen sich in Sturzbächen von Tränen, ausgelöst durch einen endlosen Strom menschenvernichtenden Metall, welcher mit Pulver und menschenverachteten Tod regnen lässt. Mein Vater Simon belegte zur selben Zeit trotz widrigen Umständen meinen innigen Wunsch, an der Wiener Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt eine Ausbildung zu absolvieren. Zur Lehre der Fotografie besuchte ich in die Klasse des Meisterfotografen Johannes Beckmann, aber das ist und war bei Weitem nicht genug. Nach Absolvierung dieses Lehrganges schrieb ich mich in der Textilabteilung der K&K Kunstgewerbeschule ein, wo ich Kurse bei Franz Zinek besuchte. Dieser berufliche Werdegang, der für meine Zeit sicher ungemütlich war, der konnte durch Arbeit am Theater finanziert werden. Der konnte durch Arbeit am Theater finanziert werden. Meine Arbeiten dort bestanden aus Requisiten, Zusammenstellen, Kostümen nähen, selbst auftreten und sogar Theaterstücke schrieb ich. Er eröffnete eine private Kunstschule in Wien und Friedl Dicker studierte an dieser. Ihr starker Drang nach Bildung, Kunst und Perfektion im Umgang mit Textilien und Menschen wollte befriedigt sein. Sie studierte in Wien bei Itten bis 1919. Dann zog es Johannes Itten nach Weimar und das heute berühmte Bauhaus. Friedl Dicker zog nach Weimar mit und fand am dortigen Bauhaus nicht nur Gleichgesinnte, sondern auch ihrem Interesse nach Aufgaben in Hülle und Fülle. ihrem Interesse nach Aufgaben in Hülle und Fülle. Die Begegnungen am Bauhaus mit der Avantgarde von Schaffenden wie Otto Dorfner, Walter Gropius, Georg Muche und Lionel Feininger beeinflusste meine formgebende Welt des Textil Gestaltens nachhaltig. Ganz besonders die Vorlesungen von Paul Klee motivierten mich als junge Studentin, den damals ungewöhniter Franz Singer in der Bauhaus-Theatergruppe von Lothar Schreier. Einzig Tränen wurden dadurch geboren. Die mit Singer gezeugten Kinder durften das Licht der Welt nicht erblicken. Aus Unterwerfung und Demut, da Singer mit der Sängerin Emmi Heim verheiratet einen Sohn hatte. Erst nach dem Tod von Singers Sohn trennten sich die privaten Pfade. Beruflich gingen die beiden noch lange gemeinsame Wege. Schon 1923 gründeten Dicker und Singer eine Werkstätte bildender Kunst, in welcher neben Spielzeug und Schmuck auch für Dicker typisches Textiles und Buchbinderarbeiten entstanden. Aufgrund ihrer Nähe zum Theater wurde ebenso umfangreiche Ausstattungen dafür erzeugt. Geschäftige Reisen zwischen den damaligen Metropolen Wien, Berlin, Dresden, Leipzig und Köln wurden damit verursacht. Erst 1925 zog es mich wieder zu mehr Ruhe für die Umsetzung meiner Fantasien nach Wien zurück. Hier eröffnete ich mit Freundin Martha Döberl ein Buchbinderei und Textilatelier. Ebenso gründeten wir das Architekturbüro Dicker Singer in der Wasserburg Gasse 2, in welchem wir uns besonders auf Innenarchitektur spezialisierten. Als Skizzen und Modelle sich in reale Möbel bis zur Komplettausstattung von Räumen und Gebäuden entwickelten, wurde die gestalterische und technische Umsetzbarkeit unserer praxisbezogenen Ausstattungsgegenstände sehr bald repräsentationsbedürftiger Ausdruck der gehobenen Bürgerschicht. Die avantgardistischen Entwürfe und Gegenstände wurden in internationalen Architekturzeitschriften wie Architectural Review oder DOMOS rezitiert und gepriesen. oder Domus, rezitiert und gepriesen. Aufträge für Stapelstühle, Klappsofas und vieles andere mehr kamen aus Wien, Puderbest, Berlin und Prag. Mit unseren Atelierarbeiten erregten wir hohes Aufsehen und erlangten zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 1927 in Berlin bei der Ausstellung Kunstschau und in Wien bei der Ausstellung Modernes Design im Jahr 1929. Für das expansive Rote Wien bekamen wir als Duo die Kasinger im Jahr 1930 den repräsentativen Auftrag, den Montessore-Kindergarten im Wiener Goethehof auszustatten. Die einzelnen Räume wurden mit multifunktionalen Möbeln ausgestattet. wurden mit multifunktionalen Möbeln ausgestattet. Klapptische und Stapelstühle waren funktionell einsetz- und abbaubar. Am Horizont zeigten sich die ersten dunklen Wolken des aufkeimmenden Faschismus in Österreich. In Deutschland färbten sich diese Wolken schon braun. Der Untergang der goldenen 20er Jahre löste erste Tränen unter Entwöhnung von Freiheit der Kunst und der Kunst des freien Lebens. Erst 1931 begann Friedl Dicker, sich intensiv mit Pädagogik und Kinder auseinanderzusetzen. Zuvor trennte sie sich von Franz Signer, dem sie viel Tränen mitsamt ihrer Kinder opferte. Ich leite jetzt Kurse für Kindergärtnerinnen mit dem Ziel, damit eine Form von Kunstpädagogik zu vermitteln. Nicht die Kinder allein sollten auf Kunstsensibilität gebracht werden, nein, die Erwachsenen sollen ein Gefühl entwickeln, die Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten unserer Kinder zu erkennen und zu fördern. Ein völlig neuer Ansatz von Kunstpädagogik, welcher mir in späterer Zeit der unendlichen Tränen half Hoffnung zu stiften. Das alles im Auftrag des damals fortschrittlichen Roten Mints. des damals fortschrittlichen Roten Mints. Als in Österreich die Wolken von tiefschwarz im Braun sich zu färben begannen, der Austrofaschismus die Schwelle der Tür schon durchschritten, begann sich Friedl Dicker zu politisieren. Durch die Arbeit ihres Freundes John Hartfield sensibilisiert, begann auch Friedl Dicker, sich mit dem politischen Plakat und Fotomontage zu beschäftigen. sondern einzig darum, eine gesellschaftsrelevante Arbeit gegen die Unterdrückung der Freiheit von Mensch, Meinung und Gedanken zu leisten. Ich trat zur selben Zeit der Kommunistischen Partei bei und nutzte jede erdenkliche Möglichkeit, meine Meinung in vielfältiger Form kundzutun. Nach dem Februaraufstand 1934 gegen das faschistische Dolfus-Regime wurde ich als aufmüpfige Frau sofort inhaftiert. In monatelanger Haft musste ich dem Austro-faschistischen Frauenbild entsprechend zwangsweise Häftlingskleidung flicken. Die demütigenden Zwangsarbeiten steckte ich heimlich lächelnd weg. Die Not der Stunde lässt mich das ironisch als ausgiebigen Nähkurs in Feinstückerei interpretieren. So war es ein kleineres Problem. Nach ihrer Entlassung aus der demündigenden Haft floh Friedl Dicker 1934 umgehend vor Transallierung und Schikanen in die noch demokratisch-freie Tschechoslowakei. Der Aufenthalt in der Hauptstadt Prag wurde kein Wunschaufenthalt, wie sie äußerte. Mir geht es, freundlich gesagt, sehr mäßig. Prag will mir nicht Freund werden. Den notwendigen Lebensunterhalt verdiente sie mit Kunstunterricht sowie praktischen Arbeiten bei Sanierungen von Wohnungen. Die übrige Zeit füllte Friedl Dicker mit Aktivitäten im kommunistischen Widerstand, welcher sich um die Buchhandlung Schwarze Rose organisierte. Zu ihrem weiteren Namen Brandeis kam Friedl Dicker im Jahr 1936, als sie mich, Pavel Brandeis, heiratete. Mit der Verehlichung erwarb meine nunmehrige Gattin Friedl die tschechische Staatsbürgerschaft und war somit berechtigt, ihr eigenes Architekturbüro zu führen. nachdem nazi deutschland im märz 1938 zuerst in österreich einmarschierte und so dann in teilen der tschechoslowakei entzogen sich die kapra ist durch einen umzug in das provinzstädtchen ronoff wo pavel brandeis eine stelle als buchhalter in der ortsansässigen Textilfabrik erhielt. Obwohl Freunde von Friedl Dicker Brandeis für sie ein Ausreisevisum für Palästina ermöglichten und zur Emigration ermunterten, wollte Friedl ihren Ehemann nicht alleine in der unsicheren Situation belassen. Für Pavel Brandeis war ein Erwerb eines Visum nach Palästina nicht möglich. Über den Sommer des Jahres 1940 und 1941 1941 lebte ich mit meinem Mann auf einem in der Nähe von Ronow liegenden Bauernhof. Auf diesen wurde mein gesamtes Archiv eingelagert. Paul Weingraf eine Schau von zwölf Werken meines Schaftens in der Londoner Galerie Arcadia ausgestellt. Die Deutschnationalen konnten und wollten ihren unbändigen Hass gegenüber allen Tschechen Juden nicht zügeln. Nach dem Überfall 1939 war die beängstigende Wartefrist vorüber. Die Massendeportationen von Juden in den Osten zur täglichen Tragödie geworden. Dazu gehörten vorerst Friedls Schwiegermutter, ein Schwager und dessen Frau, welche in einem Konzentrationslager der Nazis ermordet wurden. Als mich die Nachricht von der Ermordung meiner neuen Familie erreichte, hörte ich mit dem Mahlen auf, meine Zäsur. Das unaufhörliche Ticken von Zeit, welche den jüdischen Mitbewohnern bis in die letzten Winkel ihres Daseins verfolgte, wurde von den Schergen der nationalsozialistischen Hetzgesellschaft Schlag für Schlag, mit Woll wollust zur unabänderlichen pein diese pein erreichte letztendlich auch friedel dicker und pavel brandeis am 16 dezember 1942 der, an dem beide in das nahegelegene Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden. Ich, Pavel, wurde als gelernter Zimmermann in eine Arbeitskolonne eingeteilt. Ich, Friedl, wurde als Künstlerin in die technische Abteilung gewiesen, technische Abteilung gewesen, in welcher die Aufgabe erfüllt wurde, das Lager Theresienstadt vorteilhaft als Geschenk des Führers an die Juden darzustellen. Das anfängliche Durchgangslager, letztendlich aber Konzentrationslager Theresienstadt, Letztendlich aber Konzentrationslager Theresienstadt, etwa 70 Kilometer nördisse für Inspektionen des Internationalen Rot aller Zufriedenheit und Sorgenlosigkeit ihre Lieben bzw. ihren Lebensabend verbringen können. Von außen betrachtet sollte der Eindruck erweckt werden, alle Informationen über das deutsch-nationale Dritte Reich, den deutsch-nationalen Horden, welche die Juden benachteiligten oder transalierten, gar zu Tode bringen sollten, seien defetistische Ergüsse von Kommunisten und andere von den Nazis tituliertes Gesindel. Eine bittere Realität war jedoch, die Juden bleiben sich selbst überlassen und organisierten gegen den Willen der faschistischen Herrscher ihre Lebensumstände so weit wie möglich. Ein selbstverwalteter Judenrat wurde eingerichtet. Konzerte und Theater wurden von den jüdischen Bewohnern selbstverwaltet organisiert. Von Lebensmittel bis zu dringend benötigten Hygieneartikel wurde versucht, dieses zu bekommen. Sogar Kindergärten und Schulen sowie Kinderheime für Waisen gab es. Hier kam meine Ausbildung und Erfahrung mit Pädagogik und Kunst vollends zur Geltung. Durch ihren Einsatz und Geduld wurden viele Tränen und Verzagtheit, die Eindrücke von Gewalt und Unterdrückung in Darstellungen und Bilder von Hoffnung der Kinder verwandelt. Diese Frau, welche selbst nie Kinder bekommen durfte, ermöglichte Dutzenden Kindern in Theresienstadt Mahlkurse und vieles mehr. Durch ihren pädagogischen Umgang wurden die Todesschwangeren Umstände zu Papier gebracht. Auch sie selbst versuchte, die Realitäten zu Papier zu bringen. Entstanden sind dabei Landschaften, Allegorien und Stilleben, welche auf Karton und Rückseiten von Formularen aufgebracht wurden. Kein Ausdruck von tatsächlichen Erlebten im KZ Theresienstadt. Sollte das überhaupt möglich sein? Therese-Stadt. Sollte das überhaupt möglich sein? Als stummen, aber ausdrucksvollen Zeugen kann der Koffer bezeichnet werden, welcher durch einen meiner Vertrauten in Theresienstadt versteckt werden konnte. Dieser, mein Koffer, gibt heute im Jüdischen Museum in Prag Auskunft von Schrecken und Hoffnung, wie zum Beispiel im Theaterstück Brunibar, zu welchem ich und die Kinder das Bühnenbild gestalteten und ebenso auf der Bühne als Schauspielerinnen mitarbeiteten. Eine unserer Zeit gemäße Geschichte von menschlichen und tierischen Freunden, welche sich mit den Protagonistinnen Bebicek und Aninka solidarisieren. Es galt, als vermeintlich Schwache den undurchsichtigen, aber starken Drehordelspieler Pundiba zu überlisten. Für die uns umgebenden Lagerkinder in Theresienstadt ein hoffnungsvoller Lichtblick durch angewandte Pädagogik in schweren, dunklen Zeiten. Das war ein ausdrucksvoller Versuch, einen Hauch von Normalität in das zerstörte Leben der Menschen in Theresienstadt zu bringen. Für Stunden war das Verkleiden mit Kostümen zu Theatervorstellungen vor allem für die Kinder eine innere Welt möglich, welche außen schon in Trümmen lag. Als im Herbst 1944 5000 Männer aus dem KZ Theresienstadt für den Bau eines neuen Lagers selektiert wurden, war auch Pavel Brandes dabei. Friedl, welche ihren Mann nicht alleine gehen lassen wollte, bestand darauf, sich mit auf die Transportliste setzen zu lassen. Der Transportzug ging am 8. Oktober 1944 nach Auschwitz. Noch vor dem Abtransport wurde der vorhin erwähnte Koffer mit den Zeichnungen der Kinder und ihrer Arbeiten an einen vertrauten Freund im Lager Theresienstadt zum Verstecken übergeben. zum Verstecken übergeben. Eintrag im Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945 9. Oktober 1944 Mit einem Transport des Reichssicherheitshauptamtes sind 1550 Juden aus dem Ghetto Theresienstadt eingetroffen. Nach der Selektion werden 191 Frauen und mehrere Dutzend Männer in das Durchgangslager eingewiesen. Durchgangslager eingewiesen. In den Gaskammern des Krematoriums 2 werden 2000 jüdische Männer, Frauen und Kinder getötet. Sie sind mit dem Transporten des Reichssicherheitshauptamtes aus Theresienstadt und Triest gekommen. Eine dieser Frauen war ich, Friedl Dicker Brandeis, welche am 9. Oktober 1944 im deutschnationalen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch Vergasung ermordet wurde. durch Vergasung ermordet wurde. Mein Gatte Pavel Brandals wurde von der sowjetischen Roten Armee aus dem Vernichtungslager Auschwitz befreit. Einige dieser Bilder von Kindern aus der Resenstadt, die jetzt im jüdischen Museum in Prag aufbewahrt werden, sind auch in der Ausstellung des Museums zu sehen. Auf einen Strom von Tränen fließen Dokumente des Schreckens und einer Hoffnung, welche mit keinem Bild dargestellt werden kann.