Herzlich willkommen bei der Konferenz Wie viel Rechtspopulismus verträgt unsere Demokratie. Heute ist der 8. Mai. Am 8. Mai 1945 hat das nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Der 8. Mai ist daher ein Tag der Freude, ein Tag der Befreiung von Faschismus und Nationalsozialismus. Und der 8. Mai ist daher auch ein guter Tag dafür, dass wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie viel Rechtspopulismus verträgt unsere Demokratie. Bis vor wenigen Jahren konnte sich kaum jemand vorstellen, dass etablierte Demokratien unter Bedrängnis geraten könnten. In der Zwischenzeit sind in den letzten Jahren aber rund um den Globus in vielen Ländern rechtspopulistische, rechtsextreme Gruppierungen in Parlamente und teilweise auch in Regierungen gekommen. gekommen. Und Rechtspopulismus, Rechtsextremismus stellt Grundwerte unseres demokratischen Regierungs- und Lebensmodells in Frage. In dieser Konferenz heute wollen wir die Strategien der Rechtspopulisten, der Rechtsextremen besser verstehen und wollen wir uns mit deren Strategien genauer auseinandersetzen. Mein Name ist Erwin Leitner. Ich bin Gründer und Bundessprecher der Demokratieinitiative Mehr Demokratie. Und Mehr Demokratie ist nicht nur unser Name, das ist auch unser Programm. Name, das ist auch unser Programm. Und wir sehen in dem Druck auf die Demokratie, der gegenwärtig gegeben ist, auch in unserem Ansatz von mehr Demokratie einen Blickindruck haben, dass sie sich in unserer Demokratie verstanden fühlen, dass die Idee, die Grundidee, die in der Demokratie enthalten ist, dass die sich auf ihr Leben auswirkt und dass sie mitentscheiden und mitgestalten können. Und Menschen, die eben Demokratie nicht mehr in ihrem eigenen Leben empfinden, erscheinen dann als empfänglich für rechtspopulistische Verkürzungen, Vereinfachungen und Irreführungen. Wir leben in einer Zeit, wo es nicht ausreicht, dass wir als Demokraten uns zurücklehnen und dass wir uns als Zuschauer-Demokrat, Zuschauer-Demokratin sehen, sondern wir leben in einer herausfordernden Zeit, wo wir als Demokraten gefordert sind, dass wir uns auch aktiv als mündige Bürgerinnen und mündige Bürger einbringen und wir als Mehr Demokratie sehen auch gerade in einem Mehr von Demokratie, in einer Weiterentwicklung der Demokratie, eine Antwort auf den Druck auf die Demokratie, die ja von Rechtspopulisten und Rechtsextremen ausgeht. Ich begrüße ganz herzlich die Vortragenden unserer Konferenz, Siklinde Rosenberger, Walter Oetsch und Robert Eiter. Unsere Moderatorin Ulrike Ringo Salzbacher wird sich später noch genauer vorstellen. Diese Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen Mehr Demokratie und der Volkshochschule Linz und ich bedanke mich ganz herzlich für die Zusammenarbeit mit der Katja Fischer und mit dem ganzen Team der VHS Linz. Wir freuen uns sehr, dass wir hier im 15. Stock des Wissensturms sein können. Wir machen hier im Wissensturm gemeinsam mit der VHS nunmehr schon seit ungefähr sieben Jahren regelmäßig Demokratiekonferenzen. Und von allem Anfang an hat uns dabei auch DorfTV unterstützt und so auch heute. Und wir bedanken uns auch wiederum ganz herzlich beim Team von DorfTV. DorfTV wird eine Videodokumentation der heutigen Konferenz machen, der Plenarteile. Und das wird in wenigen Tagen auf dorf.tv.at zugänglich sein. Wir bedanken uns weiters auch noch bei der österreichischen Gesellschaft für politische Bildung, die diese Veranstaltung, diese Konferenz finanziell unterstützt und bei Schachinger Logistik, die das Buffet unterstützt. Und so bleibt mir zu wünschen, dass wir ergiebige und spannende Diskussionen und Auseinandersetzungen an diesem Nachmittag haben zur Frage, wie viel Rechtspopulismus verträgt unsere Demokratie. Danke. Herzlich willkommen auch von meiner Seite und nach den Begrüßungs- und Dankesworten von Erwin möchte ich mich mit einem Danke an Sie richten, dass Sie nämlich heute an diesem wunderschönen Tag da sind und Ihre Zeit opfern trotzdem, weil es ist nicht selbstverständlich und jeder Mensch, der sich für die Demokratie einsetzt, macht Hoffnung. Und Sie werden dafür belohnt mit unseren hervorragenden Vortragenden. Es wird sicher ein sehr spannender Nachmittag. mit unseren hervorragenden Vortragenden und es wird sicher ein sehr spannender Nachmittag. Bevor ich das Programm aber vorstelle, möchte ich mit einer etwas außergewöhnlichen Frage einsteigen. Wer kennt denn diese Haaransätze von den Männern? Was sind das für Männer? Wer ist da abgebildet? Trump, genau. Milley, genau. Da Wilders, Gerhard Wilders und Johnson, genau. Und warum zeige ich das jetzt her? Ist das an den Haaren herbeigezogen oder ist das ein klares Statement? Und dazu gibt es natürlich Analysen, dass diese wirre Darstellung ein Kommentar gegen das Establishment sein soll. Ich bin anders, ich bringe einen frischen Wind, ich weiß eine andere, bessere Lösung. Und wir kennen diese besonderen Frisuren. Es ist dann die Frage, ob das wirklich etwas darstellt. Aber wie von Hitler auch, wo auch ganz eine bestimmte Frisur etwas darstellen sollte und die Menschen abholen soll mit einem gewissen Statement. Und was Rechtspopulismus alles so kann und wie er unterschiedliche Methoden einsetzt, das werden wir heute noch ganz von unseren Referentinnen ganz facettenreich hören. Und zwar wird der Nachmittag so ausschauen. Wir haben zuerst zwei Keynotes, die ich dann noch genauer vorstelle. Im Anschluss machen wir eine kurze Murmelrunde und gibt es eine fragliche Möglichkeit. Dann starten wir in die Workshops, da gibt es eine 15-minütige Pause zum Wechsel in die Workshop-Räume und die Workshops werde ich dann auch noch kurz vorstellen, die dauern eine Stunde 15 Minuten und im Anschluss dann am Ende gibt es ganz ein kurzer Blick auf die Ergebnisse des Workshops und eine Diskussion mit Ihnen als Publikum und den Vortragenden. Und dann zwischendurch schon, beziehungsweise am Ende, dann noch das Buffet, das wir dann gemeinsam genießen dürfen. Ja, und somit starten wir schon mit der ersten Keynote und zwar kommt diese von Dr. Siglinde Rosenberger. Sie war bis 2022 Universitätsprofessorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien und dabei in der Lehre und Forschung zur Demokratie, Partizipation, Migration und Asyltätig. Aktuell engagiert sie sich in der zivilgesellschaftlichen Initiative Ja! Demokratie und im Netzwerk Bündnis 2025. Und dieses Bündnis fasst viele Expertinnen und Initiativen zusammen und diese setzen sich ein für mehr Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte. Frau Dr. Rosenberger, bitte um Ihren Vortrag. Ja, schönen Nachmittag. Vielen Dank für die Einladung an Mehr Demokratie und Erwin und andere Kooperationen. Genau, ich muss mich hierher stellen. Sorry, sorry, noch einmal. Schönen Nachmittag, freue mich sehr, dass ich hier bin. Für mich ist es auch ein bisschen ein Heimkommen. Ich bin Oberösterreicherin und freue mich immer wieder, nicht nur in Linz durchzufahren, sondern auch hin und wieder Stopp zu machen und hier an diesem Nachmittag teilzunehmen. Vielen Dank für die Einladung an Erwin Leitner und die anderen Organisationen und danke auch für die Fragestellung, wie viel Rechtspopulismus verträgt die Demokratie? Eine Fragestellung, wie viel Rechtspopulismus verträgt die Demokratie? Eine Fragestellung, die, glaube ich, nicht nur suggestiv gemeint ist. Wenn ich sie vor 20 Jahren beantwortet hätte, hätte ich gesagt, ja, die Demokratie verträgt Rechtspopulismus, auch Linkspopulismus. auch Linkspopulismus. Es gab vor 20 Jahren einiges an Literatur, die gesagt haben, es ist wichtig, weil Staaten und Politik so verfasst sind, nämlich zentrale Forderung des Populismus, und b. im Namen der Bevölkerung, im Namen der Wähler und Wählerinnen argumentiert wird. Das war ungefähr vor 20, 25 Jahren. Die Welt war eine andere. Sie war schon globalisiert, aber anders globalisiert. Migration hat eine andere Rolle gespielt. Der Welthandel hat ein Stück weit eine andere Rolle gespielt. Ich brauche jetzt Wasser. Wenn wir heute die Frage stellen oder heute versuchen, eine Antwort zu geben auf die Frage, wie viel Rechtspopulismus verträgt die Demokratie, dann sind wir vorsichtiger. Aus unterschiedlichen Gründen. Aber wir haben ein bisschen im Hinterkopf die Idee oder die Befürchtung, die Sorge, dass die liberale Demokratie an Kipppunkten angelangt ist. Dass die liberale Demokratie auch kippen könnte in Richtung Autokratie und deswegen stellen wir uns die Frage. Und genau das möchte ich jetzt tun mit Ihnen gemeinsam. Ich beginne aber nicht bei den rechtspopulistischen Figuren, Mythen, Denkweisen, rhetorischen Ansätzen, sondern ich bemühe mich eingangs mit der Demokratie ab. Dass wir wissen sozusagen, worüber reden wir, wenn wir uns die Frage stellen, ob sie denn durch Rechtspopulismus gefährdet seien. Das ist eigentlich mein zentraler Zugang. Ich möchte mich im Ersten mal fragen, wie steht es eigentlich um die Demokratie? Woran merken wir es, wie es um sie steht, nämlich nicht ganz so gut? Was ist sozusagen ein Aspekt, warum sie unter Druck kommt? Herr Oetsch wird es dann viel mehr dazu sagen. Ich deute das nur hier an, wenn es so um die affektive nationalistische Polarisierung mit Wut und Angst geht. Und dann würde ich mich gerne am Schluss noch einmal eingehen mit der Frage, wie viel Populismus geht und geht eigentlich nicht. Weil wir heute völlig andere Kontextbedingungen haben. Das ist mein Programm für die nächsten 25 Minuten. Beginnen wir damit, Demokratie. Was ist es denn, was schützenswert ist? Was wir nicht verlieren wollen, wo wir aber dabei sind, dass wir sie verlieren. Und auch sozusagen gemäß des heutigen Datums, 8. Mai, möchte ich nochmal auf die Hannah Arendt spricht in der Emigration in den USA davon, später, wo sie sich über Nationalsozialismus und Faschismus beschäftigt, sie sagt, Demokratie ist ganz einfach, Demokratie ist das, dass jeder Mensch Rechte hat. Demokratie ist das Recht, Rechte zu haben. Ganz einfach, ja. Und die Idee von Hannah Arendt ist, Rechte zu haben heißt, und das ist die große Herausforderung für die Politik, heißt zum einen, dass jeder Mensch, jede Person Rechte vor dem Staat hat, dass der Staat nicht willkürlich ist, dass es nicht sozusagen eine bedingungslose Immunität von staatlichen Behörden gibt, wenn wir an Eis denken. Es bedeutet aber auch nicht nur den Schutz vor dem Staat, sondern der Staat, die Politik, muss diesen Schutz gewährleisten. Und das ist die große Herausforderung in der Demokratie. Vor dem Staat und durch den Staat. Also dort sind sozusagen verwundbare Stellen auch. Aber mit Arendt gesprochen, ist hier der Aspekt des Individualismus angesprochen, wenn wir über Demokratie nachdenken. Zweite Überlegung, den zweiten Satz, den ich mitgeben möchte, um die Qualität von Demokratie zu spüren, da tue ich mich auf Michelle Friedman beziehen, der sagt vieles, aber unter anderem, beziehen, das sagt vieles, aber unter anderem, Demokratie ist, sich überhaupt die Frage stellen zu können, wie ich leben möchte. Sich überhaupt die Frage stellen zu können, wie ich leben möchte. Heißt nicht, dass das dann möglich ist, aus sozioökonomischen Überlegungen, aber in der Demokratie habe ich für das erste Mal das Recht, mir die Frage zu stellen, wie ich leben möchte. ich für das erste Mal das Recht, mir die Frage zu stellen, wie ich leben möchte. Und hier sehen wir, ich habe es hier sozusagen angedeutet, das ist eigentlich der Verweis auf den Pluralismus. Weil sich die Frage zu stellen, wie ich leben möchte, heißt eigentlich, dass sich unterschiedliche Menschen, viele Menschen sich die Frage stellen und unterschiedliche Vorstellungen haben. Das heißt von Freiheit. Also hier kommt die wichtige Dimension des Pluralismus in der Demokratie ins Spiel. Und der dritte Aspekt ist, Demokratie ist auch im Alltag, dass es so etwas wie Daseinsvorsorge gibt. So einfach ist auch wie eine Müllabfuhr. Es ist ein großes Fest und am nächsten Tag oder in der Nacht ist die Müllabfuhr schon da und es ist eigentlich schon wieder sauber auf der Straße. So banale Geschichten. Man könnte natürlich auf Bildung, Gesundheit etc. Aber Demokratie heißt im Alltag Daseinsvorsorge zu bekommen. Und zwar kollektiv. Das Kollektiv, die Gesellschaft macht die Daseinsvorsorge. Nicht individuell zahle ich mir den Abtransport des Mülls, sondern es passiert kollektiv. Und da sind die drei, das ist dieses Dreieck, in dem wir uns in der Demokratie bewegen. Individuum, Pluralismus und Kollektive. So drei, eine Trias, die zu achten sind. Jetzt ist die Frage, wie ist das zu gewährleisten überhaupt? Dass ich mir die Frage stellen kann, wie ich leben möchte. Oder dass jeder Mensch unabhängig der Nationalität Rechte hat, um mit der Hannah Arendt zu sprechen und wiederhole mich. Dafür braucht es ganz banal eine bestimmte politische Ordnung. Und diese politische Ordnung, würde ich sagen, hat zwei bis drei Komponenten. Die politische Ordnung hat Checks and Balances. Das heißt, Macht wird geteilt und indem sie geteilt wird, ist sie in der Folge auch kontrollierbar. Machtteilung und Machtbeschränkung und Kontrolle. Und da haben wir dieses wunderbare US-amerikanische politische Gedankengut, so wie die USA entstanden ist. Diese Checks and Balances, die Machtteilung und die Kontrolle. Ich erwähne das so, weil das sozusagen eine große Gabe ist, die wir mitbekommen haben und wir sehen, wo wir im Moment in Bezug auf Machtteilung, wo es in den USA derzeit keine Checks and Balances mehr gibt. Es gibt sozusagen keine Machtbeschränkungen mehr, weil die Kontrolle. Ich habe hier erwähnt, Opposition, Justiz, Medien und vor allem die Rechtsstaatlichkeit. Die Regierung oder Regierungen sind gebunden. Sie sind nicht frei in ihrem Tun, sondern sie sind gebunden. Und die Rechtsstaatlichkeit, ein ganz wesentlicher Punkt, was ich da mitgeben möchte, rechtsstaatlich heißt, dass Regieren auf der Grundlage von Gesetzen und Verfassungen stattfindet, klar, aber Regieren auf der Grundlage von Verfassungen und Gesetzen findet auch durch internationales Recht statt. Es ist nicht nur, Rechtsstaatlichkeit hat nicht nur die nationale Komponente, sondern immer auch die internationale Komponente. Internationales Recht, internationale Menschenrechte, internationales Völkerrecht, das alles gehört zur Rechtsstaatlichkeit dazu. Der zweite Punkt zur politischen Ordnung, weil Gesellschaften plural sind. Ich sage noch nicht globalisiert, sondern für das erste plural. Sie sind divers. Nicht nur in Bezug auf Alter, auf Schicht, auf Ethnizität, auf Religion. Wir haben viele sozusagen Differenzkategorien und Kriterien. Weil die Gesellschaft divers ist und diverser wird vor diesem Hintergrund, ist es notwendiger denn je, dass die Politik Kompromisse verfolgt. Und zwar nicht nur die Politik, sondern auch wir als Gesellschaft. Das wird ein Kompromiss als einen wesentlichen Modus, um zu Entscheidungen zu kommen, auch zu akzeptieren. Ich weiß, viele sagen, Kompromiss ist Kuhhandel oder ein fahler Kompromiss. Das mag schon sein, aber in einer diversen Gesellschaft geht es nicht ohne Kompromiss, weil die Alternative, das werde ich später noch zeigen, die Alternative ist, dass ich sozusagen ein Interesse habe, ein Bedürfnis habe, einen Sprecher habe, nämlich das Nationale. Und wenn ich das nicht haben will und an die Divers haben will, dann brauche ich, und an die Diversität glaube, dann brauche ich eigentlich einen Kompromiss. So, ich komme später nochmal darauf zu sprechen, weil ich glaube, das ist eines der wichtigsten Dinge, vor denen wir, also vor der Herausforderung, wie heute stehen. Wie steht es um die Demokratie? Ich denke, Sie kennen, es wird viel darüber gesprochen, Ich denke, Sie kennen, es wird viel darüber gesprochen, deswegen sozusagen auch nur in aller Kürze. Wichtig zu reflektieren, vor allem in einer außenpolitischen und geopolitischen Hinsicht, ist, dass die Demokratie ein Minderheitenprogramm ist. Es sind nur noch ganz wenige Länder und Regierungen, die sich der Demokratie verpflichtet fühlen. Es ist ein Minderheitenprogramm. Und das erklärt ein Stück weit auch, warum bestimmte Länder in der Europäischen Union sicherheitspolitisch, weltpolitisch schwach sind. Es gibt einen wunderbaren Democracy Report, das Institut Verreites of Democracy in Göteborg, auf das sich sozusagen viele stützen. Was wir hier sehen, in Bezug jetzt nicht auf Länder, sondern auf Menschen, 72 Prozent der Menschen leben in einer Autokratie. Das ist der höchste Wert seit 1978. Und nach 78 war dann sozusagen Dekolonialisierung, 89 etc. Es ist vieles passiert. Aber der höchste Wert wieder seit 1978. Das heißt, wir haben einen totalen Rückgang, was Demokratien betrifft. 72 Prozent der Menschen leben in einer Autokratie. Nur mehr 28 Prozent in einer Demokratie. Und dann werden Sie auch fragen, was ist denn eigentlich Demokratie? Da gibt es auch einen Spielraum. Wenn ich jetzt sage, in einer vollen Demokratie, wo die folgenden Kriterien stattfinden, die ich nennen werde, dann sind es eigentlich nur noch 14 Prozent der weltweiten Bevölkerung lebt in einer voll funktionierenden Demokratie. Und das ist nicht viel. Das meine ich, wenn ich vom Minderheitenprogramm spreche. Vielleicht an der Stelle noch, das ist ja weltweit, denken wir ganz kurz an die Europäische Union. Und wenn wir uns die Europäische Union anschauen, in Bezug, also der Europäische Rat, dort, wo die PremierministerInnen, die Kanzler etc. vertreten sind, die 27, dann gibt es unter diesen 27, aktuell unter diesen 27, Regierungschefs und Chefinnen im Europäischen Rat, der Vertretung der Mitgliedsländer, haben wir vier Liberale von den Regierungen her, vier Sozialdemokraten, fünf Populisten und 14 von der konservativen Volkspartei, die in viele Richtungen geht. Aber da sehen Sie sozusagen, mittelinks gibt es sozusagen ganze acht Personen von den gesamten 27. Und da sehen Sie sozusagen, wie viel, also Fizu ist jetzt bei den Populisten, ist nicht bei den Sozialdemokraten, wenn sich jemand jetzt die Frage stellen sollte. Aber an der Stelle sehen wir sozusagen, wie fragil es mittlerweile auch in der Europäischen Union ist. Und wenn wir heute nach Frankreich schauen und heute nach Deutschland schauen und heute nach Polen schauen, dann wissen wir nicht, was in ein, zwei Jahren tatsächlich in der EU auch passiert. Das heißt, ich erwähne das, weil es wirklich wichtig ist und wirklich ernst ist, dass wir uns unter anderem bei mehr Demokratie engagieren. Woran merken wir es? Bin ich zu schnell? Es geht schon, gell? Woran merken wir es, dass es um die Demokratie nicht so wahnsinnig gut steht? Also ich verwende ganz gern, habe das auch immer mit meinen Studierenden gemacht, es gibt, um es bildlich darzustellen, so habe ich das Sockelbild. also das ist jetzt verschoben, nämlich die Realität, aber eigentlich müssten beide Balken in etwa gleich groß sein. Da ist unten der Sockel der Demokratie, da ist die Verfassung drinnen, da sind die Menschenrechte drinnen, da sind die Bürgerrechte drinnen, da ist die Rechtsstaatlichkeit etc. drinnen, die Kontrolle, die freien Medien. Das Sockel der Demokratie ist etwas, was nicht der Politik anheimgestellt sein soll, was nicht Teil von 50 Prozent und einer Stimme sein soll. Der Sockel der Demokratie ist eigentlich, wo sich demokratische Kräfte heraushalten, sondern akzeptieren, dass es so ist. Und das kommt aus einer nationalen Verfassung und das kommt aus internationalen Verträgen. Das ist die Idee. Und erst was drüber ist, sozusagen, ist Teil der Politiker und Politikerinnen, was sie mit 50 Prozent plus einer Stimme entscheiden können. Warum ist das so wichtig? Weil wenn wir Diskussionen haben, Gespräche haben, dann hören wir doch immer wieder, naja, Trump ist ja demokratisch gewählt. Der ist auch demokratisch gewählt und noch einer ist demokratisch gewählt. Warum soll das nicht Demokratie sein? Gut, er ist demokratisch gewählt, das Wahlverfahren müssen wir uns anschauen, aber es wäre eigentlich nur eine Wahldemokratie. Die Frage ist, was passiert unter? Wie geht es sozusagen dem Sockel drunter? Wie geht es den Rechten, dass jeder Mensch ein Recht hat, um es wieder mit Hannah Arendt zugespitzt zu formulieren? Dort müssen wir hinschauen, um zu wissen, wie es um die Demokratie steht. Also das Sockelbild ist sozusagen ein sehr eingängliches. Um es noch ein bisschen genauer anzuschauen, was ist im Sockel drinnen oder woran merken wir so Schritt für Schritt, große Schritte, kleine Schritte. Manchmal merkt man es. Sie können gerne meine Folien dann haben, wenn Sie das wollen. Schritt für Schritt. Das können große oder kleinere Schritte sein, wo sozusagen am Sockel genagt wird, der Sockel kleiner wird, auch wenn das Drübere noch passiert. Das heißt, es werden Kontrollen abgebaut, kennen Sie alles. Es werden unfaire Wahlprozesse oder Wahldistriktziehungen, wie wir es gerade in den USA sehr stark jetzt auch merken, aber auch so Überlegungen, dass Wahlergebnisse eigentlich nicht legitim sind, nicht richtig sind und so weiter. Das war eigentlich die große Überraschung in Ungarn, wie schnell Orbán das Wahlergebnis akzeptiert hat. Ich finde, das war eigentlich eine demokratische Qualität. Was immer dahinter steht, wissen wir jetzt noch nicht, aber für das erste Mal ziemlich super. Was man auch sozusagen, die Schritte, wo es spürbar ist, dass Organisationen wie Zivilgesellschaft beschnitten werden, diskreditiert werden, madig gemacht werden, da sind wir in Österreich gerade in einem Prozess drinnen, können wir gerne mehr dazu sagen, Bürger- und Menschenrechte abbauen, das kennen wir auch. Wo wir es auch merken ist, dass sozusagen die Misogynie, die Frauenfeindlichkeit steigt, sei es im Netz, aber auch im Alltag. Wir beobachten sozusagen, wie Frauen zunehmend angegriffen werden. Die Korruption und Nepotismus steigt. Und dort, wo wir so die Schritte gehen, ist, dass viele von uns durch die Politik uns an Härte und Zerstörungslust und Zerstörungswut gewöhnen. Sich gewöhnen an Härte, sich gewöhnen an Zerstörung, das sind kleine Schritte, aber da, die an den Außengrenzen gegenüber anderen, gegenüber Geflüchteten, sie kommt im Zuge der Autokratisierung zurück nach innen. Das heißt, es gibt immer mehr Gruppen, die diese Härte auch erfahren. Also Härte ist nie nur außen. Härte trifft nie nur die anderen, unter Anführungszeichen gesagt, sie schleicht sozusagen ins Innere herein. Das ist sozusagen ein Schritt, den wir zu beobachten haben. Einen Punkt möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, weil das etwas ist, was so subkutan, oft unterm Teppich passiert, ist in diesem Übergang von der Demokratie hin zu einer Autokratie, nämlich der Umgang mit Raum und Zeit. Das erste tue ich so abstrakt benennen, und zwar mit Raum. Wir haben zuerst die vier Haarträger gesehen. Für alle vier trifft zu, wir könnten es erweitern, aber für alle vier trifft eigentlich zu, dass sie sozusagen eine politische Programmatik haben, die den jeweiligen Staat, in dem sie gewählt worden sind, als first, als zuerst betrachten. Haben wir in Österreich auch schon zuerst gehabt. Also ist ja nicht wirklich verwunderlich, weil das ja ein Stück weit auch Ausdruck der demokratischen Architektur ist, dass innerhalb von Nationalstaaten gewählt wird. So ist es, so ist die Architektur. Ist vielleicht auch ein bisschen ein Fehler. Aber diese First, diese Zuerst-Rhetorik, wo sozusagen, vor welchem Hintergrund findet sie heute so stark statt? Und zwar vor einem Hintergrund, wo Globalisierung und Migration so weit fortgeschritten sind, wie man es eigentlich nicht erwartet. Aber wir sehen sie jeden Tag an der Straße von Hormuz. Nur als ein Beispiel. Aber auch was Migration betrifft. Das heißt, wir sind in dieser Hinsicht, was den Raum betrifft, in einer Falle, wo die Rechtspopulisten und die Rechtsextremen sehr stark den nationalen Raum versprechen, sei es vor allem noch in der Opposition, aber nicht nur dort, aber die Probleme, die großen Probleme, nicht mehr nationalstaatlich verhandelbar und gelöst werden können. Die großen Probleme, sie halten sich nicht an Grenzen. Das ist das Klima, das ist die Migration, das ist die Wirtschaft. Und das ist sozusagen diese, da stecken wir drinnen und wenn ihr die Diskussionen in Deutschland und ein bisschen auch in Österreich anschaut mit der AfD und der Regierung, dann ist es genau diese Kluft, dass die Versprechen, nationale Versprechen sind die Lösung, aber eigentlich die Probleme alle globale, transnationale, über die Grenzen hinausgehende sind. Das ist sozusagen diese politische Falle, in der Regierungen, liberale Regierungen in dieser Falle sitzen. Nationaler Raum als Versprechen, aber die Realität ist global. Was es bedeutet, wenn die an der Regierung sind, ist eine andere Geschichte. Der zweite Punkt klingt ein bisschen abstrakt. Aber es ist sozusagen die Frage der Zeit. Zeit, Gegenwart, schaue ich in die Vergangenheit zurück oder schaue ich in die Zukunft? Und was, dass derzeit sozusagen das rechtspopulistische, rechtsextreme Kräfte sehr stark sozusagen in die Vergangenheit schauen, obwohl die Probleme eigentlich jetzt und in der Zukunft gelöst werden müssen. Sie geben sozusagen Antworten, die rückwärts gewarnt sind. Und gleichzeitig, und hier haben wir natürlich auch wieder einen Mechanismus, der dafür offen ist, so rechtspopulistisch und rechtsextrem zu agitieren. Der Mechanismus, das sind sozusagen Wahlen, Legislaturperioden, vier, fünf Jahre Legislaturperioden. Das heißt, das ist ein Stück weit die politische Rationalität, innerhalb derer gewählte Politiker und Politikerinnen denken und handeln. Und weil das die Rationalität ist, die sozusagen einen Vier-, Fünfjahreszyklus hat, braucht sozusagen Kräfte, die darüber hinausgehen. Und diese Kräfte sind die Wissenschaft und ist die Zivilgesellschaft. Gerade im Klimabereich beispielsweise, aber auch die Wissenschaft. Das heißt, Kräfte, die über die Legislaturperioden hinausdenken und mit liberalen Regierungen kooperieren, da ist sozusagen ein bisschen ein Gegenmechanismus, um mittel- und längerfristiger zu denken. Und wenn wir jetzt in Debatten hineinhorchen, dann ist es genau die Wissenschaft, die sehr diskreditiert wird, der man nicht glaubt, weil sie ideologisch und so weiter ist, aber es ist auch die Zivilgesellschaft, die diskreditiert wird, der man auch alles Mögliche, finanzielle Überlegungen etc. unterstellt. Das ist ein bisschen so mitzudenken. Das heißt, jene Kräfte, die über die Zeit hinausgehen, werden diskreditiert und dann gibt es diese rückwärtsgewandten Antworten. Und das ist ein Problem. Für die Demokratie, aber eigentlich für uns. Den Punkt mache ich total kurz, weil Walter Oetsch eigentlich der absolute Experte dafür ist. Als Politikwissenschaftlerin nur zwei Sätze dazu. Es gibt viele Erklärungen. Einige politische Aspekte habe ich genannt, warum Rechtspopulismus, Rechtsextremismus Zugewinne macht. Es gibt soziologische, ökonomische etc. Also da kann man einiges anschauen. Als Politikwissenschaftlerin interessiert mich vor allem sozusagen, dass wir jetzt in einer Situation sind, wo politisch handelnde Regierungen, aber auch starke Oppositionsparteien, so etwas wie eine affektive nationalistische Polarisierung betreiben. Und zwar mit Wut und Angst. Und da gibt es ein ganz einfaches, in der Literatur heißt das auch das sogenannte Bullshit-Dreieck oder Dreiklang. Also es werden Freunde sozusagen konzipiert, die Angst haben oder Angst haben sollen. Es werden Feinde konzipiert, auf die sich Wut richten sollen, wenn in die Gesellschaft hinein Freund und Feind hineingespielt werden. Aber das sozusagen sehr stark auf einer affektiven und nicht nur auf einer sozioökonomischen Ebene. Warum mir das bringt? Weil natürlich, es heißt eben, es braucht ein gutes Regieren, die Menschen brauchen gute Versorgung, es braucht so einen guten Sozialstaat, d'accord. die Menschen brauchen gute Versorgung, es braucht einen guten Sozialstaat. D'accord. Aber das reicht nicht, wenn es darum geht, dass der Rechtspopulismus in Rechtsextremismus und in Autokratie übersetzt wird. Es reicht nicht. Wir müssen sozusagen ganz stark auch auf die Kommunikation schauen, in der wir mittendrin stecken. Das ist jetzt mein letzter Punkt. Ich bin gut in der Zeit, gell? Genau. Mein letzter Punkt, sozusagen, jetzt komme ich wieder zurück auf die Frage, wie viel Rechtspopulismus geht in der Demokratie? Und zwar unter den Bedingungen und den Kontexten, unter denen wir jetzt leben. Nicht vor 20, 30 oder 50 Jahren gelebt haben, sondern jetzt. Und da hat sich einiges an Bedingungen verändert, an sozioökonomischen Bedingungen, an kommunikativen Bedingungen. Aber die Frage, wie viel Rechtspopulismus verträgt die Demokratie, hängt ganz stark davon ab, die hängt ganz stark davon ab, wie stark sind die Parteien und Bewegungen im politischen Spektrum und in der politischen sozusagen in Regierungsfunktionen? Das sind zwei ganz wesentliche Parameter, um eine Antwort auf die Frage zu geben, wie viel Rechtspopulismus verträgt die Demokratie. Ich habe irgendwie hier versucht, fast linear darzustellen, was nie linear ist. Aber der Rechtspopulismus, würde man sagen, zugespitzt, so wie wir ihn kennen oder gekannt haben, dass er sehr stark auf der Ebene der Rhetorik sich abspielt. Da werden wir mehr dazu hören. der Ebene der Rhetorik sich abspielt. Da werden wir mehr dazu hören. Sozusagen wir, das kann jetzt die Nation sein oder wer immer das wir ist, richtet sich gegen andere, gegen Eliten etc. Das kennen wir und daran haben wir uns sozusagen auch ein Stück weit, ich glaube das verträgt die Demokratie, solche Diskurse. In Abhängigkeit der Stimmenstärke und in Abhängigkeit der Funktion. Was wir sehen, dass sozusagen bestimmte Gruppen und bestimmte Stränge aus dem Rechtspopulismus eigentlich ins Rechtsextreme weitergewandert sind. dynamik nämlich immer härter zu werden immer gewaltvoller zu werden et cetera um sozusagen immer noch was drauf zu legen weil wir es ja auch immer mit konservativen parteien zu tun haben die eigentlich sozusagen das was die rechtspopulistischen bewegungen früher abgedeckt haben jetzt übernehmen und dann gehen die ein stück weit weiter und geht sozusagen in den rechtsextremistischen bere, in den nationalistischen Bereich. Das sind Gruppen, aber auch zunehmend Parteien, die als solche qualifizieren. Und dann sozusagen die dritte Stufe wäre dort die Autokratie, wo eben diese ganzen Prinzipien der Demokratie wie Kontrolle und Rechte nicht mehr gelten, dass die Autokratie auf der Regierungsebene. Das haben wir in Ungarn gesehen, das sehen wir in der Slowakei, das sehen wir ganz stark in der Türkei, um ein anderes Land zu nehmen, natürlich sehen wir es auch in den USA. Also ich würde sagen, die USA ist mittlerweile sozusagen ein typisch autokratisches Land geworden, ein sich autokratisierendes, aber nicht unbedingt aus rechtsextremistischen, aber nicht unbedingt aus rechtsextremistischen Bewegungen. Das hat es in den USA immer gegeben, aber die waren wirklich Fringe-Bewegungen, also Randbewegungen. Und plötzlich ist diese weiße Supremist-Bewegung eine Mitte-Bewegung geworden. So, jetzt komme ich zu meinem letzten Punkt, nochmal zu schauen, warum ich glaube, dass jetzt die Demokratie durch Rechtspopulismus, der sich ein Stück weit gewandelt hat, in Rechtsextremismus und in Regierungen eingezogen ist, dass sich das nicht mehr gut verträgt. Zum einen, ich habe es schon erwähnt, komme jetzt nochmal darauf zurück zu sprechen, dass wir sozusagen in einer Situation sind, wo gerade demokratische Gesellschaften, demokratisch verfasste Gesellschaften sehr divers geworden sind. Unter anderem durch Migration in europäischen Ländern. Diese Gesellschaften, die diversen Gesellschaften, sehr unterschiedlich damit umgehen, ob die Menschen, die in einem Gebiet leben, auch wahlberechtigt sind. die Menschen, die in einem Gebiet leben, auch wahlberechtigt sind. Und Österreich ist ein Beispiel dafür, wo sozusagen die Kluft zwischen Wahlberechtigten und Wohnsitzbevölkerung ständig größer wird. Sie sind Linz groß, sie sind Wels groß, sie sind Wien besonders groß. Also hier haben wir auch sozusagen ein Phänomen, das vor allem die Städte betrifft und wir haben ein Phänomen, das vor allem die Städte betrifft und wir haben ein Phänomen, das vor allem die junge Generation betrifft. Die junge Generation ist deutlich unterrepräsentiert in der Politik im Vergleich zur älteren Generation, der auch ich angehöre. die dann zu Spannungen führt, wenn sehr stark politischer Diskurs auf die abzielt, die wahlberechtigt sind. Aber sich nicht mehr mit der Wohnsitzbevölkerung deckt. Das ist das eine. Das zweite, was wir sehen, und da bin ich noch einmal, da bin ich noch einmal, dass wir es ganz stark mit einer Rhetorik, die sich auf Volk bezieht oder auf Nation bezieht, zu tun haben. Und da bin ich jetzt auch noch einmal dem Punkt, der mir so wichtig ist, diese Volksrhetorik ist eine Rhetorik, die grundstämmig Pluralismus und Diversität negiert. Die Volks- und Nationsrhetorik ist eine, die eigentlich die Vielfalt ignoriert. Sei es jung oder alt, arm oder reicher oder ich weiß nicht wo lebend, Stadt oder Land, sondern die Volks- und Nationsrhetorik ist eine, dass alle gleich sind und es genügt, einen Sprecher zu haben. Und das ist die Idee des Volkskanzlers, Interessen zu ignorieren und zu negieren. Da bin ich nochmal auch bei dem Punkt, wo ich sage, dass es wichtig ist, dass wir Kompromissbereitschaft und Fähigkeit haben, weil Kompromissbereitschaft und Fähigkeit ist, ist, dass Regierungsmacht steigt und Parlament geschwächt wird. Also hier zwischen Parlament und Regierung eine Verschiebung stattfindet. In den USA sieht man es total. Aber überall dort, wo sozusagen über Volksabstimmungen eine präsidentielle Demokratie eingeführt worden ist von einer parlamentarischen, sehen wir, dass dort die Schritte hin zur Autokratie größer und schneller sind als in parlamentarischen Demokratien. Das ist auch ein Punkt, den man sich überlegen muss. Dritter Punkt, warum ich glaube, dass es mit dem Rechtspopulismus ein Problem ist, ich habe es vorhin schon erwähnt, dass zunehmend Gewalt, Gewaltbereitschaft, Gewaltaffinität in den Gesellschaften auch entsteht. von was außen stattfindet, dass das ins Innere hineingeht. Und überall dort, ich kann mir vorstellen, dass wir nicht über jede Demonstration glücklich sind, als Autofahrerin oder in der Straßenbahn sitzend, wenn man warten muss. Und trotzdem sehen wir es, wie gehen Regierungen mit Protesten und Demonstrationen um. Das ist auch so ein Kipppunkt, ein Schlüsselpunkt, weil sozusagen im Umgang das auch in der Folge dann bedeutet, dass bestimmte staatliche M in diesem affektiven Nationalismus ist, dass der zunehmend Mainstream wird. Durch Social Media oder was auch immer. Aber was hier sozusagen Mainstream, es wird normal, wir gewöhnen uns dran. Und das, was ich mir so nicht gedacht habe, dass die nationalistischen Regierungen es schaffen, durch bestimmte Social Media etc., obwohl sie eine First-Politik betreiben, dass sie sich trotzdem gegenseitig stärken, gegenseitig kommunizieren und stärker werden. Eigentlich war immer die Überlegung, das sind die Nationalisten, wenn sie dann sozusagen in der Regierung sind, dann schaffen sie es nicht, weil sie sich gegenseitig in die Quere kommen. Und das, was aber derzeit noch passiert ist, dass sie sich gegenseitig stärken. Das heißt, die chauvinistischen Nationalisten der Welt, sie vereinigen sich heute. In diesem Prozess sind wir und da müssen wir wieder heraus und zwar sozusagen gemeinsam mit viel Hilfe, das sollten wir überwinden. An der Stelle vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Vielen Dank für diese Aufrittelung. sich noch verstärken, dieser Wunsch? Herr Dr. Oetsch, genau, da hilft uns dann gleich wer, den PC umzustellen, bitte, genau. Herr Dr. Oetsch, ich darf Sie ganz kurz vorstellen, Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dem rechtspopulistischen und rechtsextremen Denken. Sie waren Universitätsprofessor für Ökonomie an der Universität Linz, wo Sie das Gesamtuniversitäre Zentrum für soziale und interkulturelle Kompetenzen wie das Forschungsinstitut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft gegründet und geleitet haben. Herr Dr. Oetsch widmet sich dementsprechend sehr unterschiedlichen Bereichen, die die Demokratie beeinflussen, die vielleicht zum Teil ein bisschen auch gar nicht ausreichend beachtet werden. Und ich kann dementsprechend empfehlen, walteroetsch.at auf der Homepage mal reinzublicken. Da gibt es super Beiträge und Videos zu den unterschiedlichsten Themen im Bereich der Demokratie, Wirtschaft. Sehr, sehr spannend. Und wir freuen uns schon sehr auf Ihren Vortrag. Ich darf Sie darum ersuchen, Herr Dr. Oetsch. Ich brauche eine technische Hilfe. Danke für die Einladung, danke für die Organisation. Ich bin schon einen Schritt weiter, ich rede nicht mehr über Rechtspopulismus, sondern über Rechtsextremismus. Und mein Beispiel, und auf das werde ich dann kurz verweisen, ist Donald Trump. Also Donald Trump ist rechtsextremistisch, das ist ein Rechtsextremist und so soll man ihn auch analysieren. Mein kurzer Vortrag hat sechs Teile. Der erste Teil ist, was ist für mich das Wichtigste, um das zu verstehen. Den Ansatz, den ich wähle, ist ein verstehender Ansatz. Ich denke, die meisten von uns sind dagegen. Aber ich lasse ein, die Innenperspektive zu betreten, dass man das Ding versteht. Ich möchte den Trump verstehen. Und wenn ich ihn verstehe, kann ich nur mehr dagegen sein. Verstehen ist nicht billig. Verstehen ist verstehen. Und ich denke, es leidet an einem Verstehen, wenn man andere Parteien anschaut. Sie verstehen nicht, was da wirklich passiert. Aber vielleicht ist es übertrieben. Was bedeutet das Verstehen für Sprache und Aktionsformen? Was bedeutet das, wenn solche Leute politische Macht haben? Dann ist natürlich die ganz schwierige Frage, warum ist das so machtwohl geworden? Ich möchte mich um diese Frage nicht drücken. Das ist eine sehr komplexe Frage. Ich möchte Ihnen zwei, drei Ideen erzählen. Über das könnte man natürlich jetzt 14 Tage reden. Das ist klar. Aber es ist komplex. Aber ich möchte Ihnen sagen, wenn Sie mich fragen, dann sage ich Ihnen in fünf Minuten, was für mich der wichtigste Punkt ist. Dann das Beispiel von aktuellen Formen ist Trump und was ist zu tun und was könnten wir im Workshop machen. Fangen wir mit dem Wichtigsten an. Das Wichtigste ist einfach, kann man auch einfach vermitteln. Über Rhetorik ist gesprochen worden. Es ist wichtig zu verstehen, die Wirkung von Sprache und die Wirkung von Sprache gehtiert innere Bilder und so verstehen. Ich rede jetzt mit Ihnen. Sie hören Schalwellen, die werden immer umgesetzt. Können Sie verstehen, was ich sage? Sie müssen Ihnen innere Bilder machen. Sie haben ein Assoziationsbild zu jedem Begriff und so kommen dann auch Missverständnisse zustande und Kommunikationsflüge. Umgekehrt genauso. Wenn Sie mit mir reden, dann habe ich sozusagen auch eine Interpretation. Ein ganz einfaches Beispiel. Das ist ein banaler Gedanke. Aber den einfachen Gedanken möchte ich betonen. Und von dem entfaltet sich sozusagen dann ein großes Verständnis. Einfacher Gedanke ist folgendes. Ich komme betrunken am Abend zu Hause, daumle ich bei der Tür hinein. Und ich stammle irgendeinen Satz raus und meine Frau hört, ich habe Ring verloren. Okay? Welches Bild hat sie? Hat er den Ehering verloren? Was hat er gemacht? Wenn sie weiß, dass ich ein Boxer wäre, ich bin kein Boxer, dann hätte sie wahrscheinlich so ein Bild. Und ihre Reaktion wäre natürlich da ein bisschen anders. Und eins ist klar, diese Sachen funktionieren automatisch, also sie kann sich gar nicht dagegen wehren. Und genau so rennt das. Das heißt, mit inneren Bildern wird das umgesetzt. Und das ist jetzt dieser einfache Gedanke, das ist nicht schwierig. Und das wenden wir jetzt dann auf die Rechtsextremen. Das heißt, der Rechtsextremismus, man könnte es so beschreiben, ist, hoppala, jetzt habe ich einen Fehler gemacht, man sollte nie zurückgeben. I'm sorry. Jetzt bin ich wieder. Man könnte es so beschreiben, es ist eine Ideologie einer gespaltenen Gesellschaft, es gibt ein wahres Volk, es gibt die die sind alles Mythen. Und den Kern des Mythos werden wir uns nur beschreiben. Die Politik soll Ausdruck dieses Volkswillens sein. Und jetzt ist die Idee, diese Ideologie basiert auf einem Bild. Es ist das Bild einer gespaltenen Gesellschaft und das ist verbunden mit einem Selbstbild und ich werde gleich ein Bild dazu geben. Und das ist das Ding und mehr ist es nicht. Und diese Bilder kann man ableiten, Sprachreaktionen, man kann Diskursanalyse machen, man kann sich Videos anschauen, ich werde auch ein bisschen Plakatbeispiele bringen und so weiter. Und das Grundbild ist relativ einfach. Und das ist es und mehr ist es nicht. Und das ist und mehr ist nicht. Und zwar folgendes. Es ist die Vorstellung, im Hintergrund ist ein bestimmter Ort von sozialpsychologischer Theorie. Und die sozialpsychologische Theorie besagt, wenn wir über soziale Gruppen, wenn wir über Volk, wenn wir über Nation, wenn wir über die Parteien reden, wenn wir über den Fußballverein reden, wenn wir über einen Stammtisch reden, wenn wir über die Familie reden, dann entfalten wir Bilder einer sozialen Landschaft und in diesen Bildern müssen wir bestimmte Leute reinstellen. Wenn jemand, der einen therapeutischen Hintergrund hat, kennt das von der Familienaufstellung. Und das ist sozusagen die Grundidee, kann man jetzt sozusagen übertragen auf die Gesellschaft. Das heißt, wenn ich sage, in Österreich sind wir so und so, dann kommen bei Ihnen innere Bilder. Die Oberösterreicher sind so und die Wiener so. Und die von Wales sind überhaupt die Schlimmsten. Das sind automatisierte Bilder. Und jetzt ist die Idee, das ist das Grundbild. Es gibt nur zwei Gruppen, und das ist jetzt verbunden mit einem Selbstbild. Also der Glatzerte da in der Mitte mit der Brille, das bin ich, ja, da bin ich drinnen, und ringsherum sind die Guten, die Braven, die Anständigen, das ist der Stahlgeruch, das sind die Unseren, und dann gibt es weit, weit nichts und dann sind das die anderen. Und das sind die Feinde, das sind die Sündenböcke. Und der Punkt ist nicht, dass wir so denken, wir müssen so denken, wir Männer und die Frauen, wir Alten und die Jungen. Der Punkt ist, in welcher Intensität machen wir es. Es ist menschlich, wir müssen so dual denken. Anders geht es gar nicht. Ich muss mich als Mann verstehen und ich muss mich von Frauen abgrenzen. Das ist nicht der Punkt. Nur wenn ich sage, Männer und Frauen sind wie von einem anderen Stern, dann wird es problematisch, dass es keine Verbindungen gibt. Und das ist verbunden mit einem Selbstbild. Das heißt, diese zwei Bilder erklären den Kern des Dings und mehr ist es nicht. Und die Bilder kann man, weil ich möchte Sie einladen, diese Bilder weiterzuzählen. Weil man kann das wirklich in fünf Minuten jemandem erklären. Und wenn man es verstanden hat, sieht man es immer. Und man muss auch verstehen, warum das grundsätzlich falsch ist. Und warum das demokratiezerstörend ist. Und jetzt kann man sagen, okay, was folgt aus dem? Welche Sprache, da wäre ich gleich bei, welche Aktionsformen, warum muss das eine autoritäre Bewegung sein? Es geht nicht mit so einer Politik, eine demokratische Partei aufzuziehen, das ist unmöglich. Warum ist hier die Idee eines Systemwandels drinnen? Warum ist eine Gefahr drinnen? Warum, und das ist ganz ein wichtiger Punkt, warum sind eingebaute Eskalationsspiralen, das rechtspopulistische, das rechtsextremistische Denken muss von außen gestopft werden. Und zu sagen, jetzt lassen wir es ein bisschen, jetzt geben wir ihnen ein bisschen Macht, fördert das und es geht immer weiter. Es ist eine stetige Radikalisierung, das kann man empirisch zeigen, zum Beispiel an der Geschichte der Republikaner, das kann man an der Geschichte der AfD zeigen, das kann man an der Geschichte der FPÖ zeigen. Die FPÖ ist jetzt viel rechter als wie unter Haider. Haider wird man sich ja jetzt noch freuen, das war ja irgendwie ein sympathischer Typ, mit dem haben wir uns sehr intensiv beschäftigt. Aber jetzt ist schon ein anderer Typ, mit dem haben wir uns sehr intensiv beschäftigt. Aber jetzt ist schon ein anderer Ort, und das schauen wir uns jetzt an. Also Volksverführung oder Volksführung mit dem Begriff des Volkes, dann braucht man einen Volkskanzler. Jetzt könnte man sagen, okay, in der Sprache wird das gemacht. In der Sprache wird das gemacht, dass eine ganz eigene Sprache aufgezogen wird. Das kennen Sie alles. Und das Grundelement dieser Sprache ist immer diese Zuordnung. Wir, die. Das heißt, das ist das System. System sind die. Das ist die Elite. Das ist das Kartell. Das sind die Globalisten. Da gibt es eine kleine Verschwörungsgruppe. Ich hoffe, Sie gehören zu den Wissenden, die das verstehen. Das ist Multikulte, Einwanderung ist Umvolkung. Umvolkung. Die vielen Ausländer bei uns folgen das Wandelndes Volk im Kern um. Und das ist die Umvolkung. Und deswegen braucht man Remigration. Rausschmeißen, einfach die rausschmeißen. Das ist die Denkweise. Es geht um Überleben des eigenen Volkes. Noch ein paar Sprachbeispiele. Lügenpresse, Wahrheit, linke Gesinnungsterroristen. Am schlimmsten sind die Gutmenschen. Die Gutmenschen, so wie jemand wie ich, das sind die Oberbösewichte, weil die haben nämlich folgenden Trick verstanden, die tun so moralisch, der sagt, wir sind für Demokratie, für Freiheit, für Menschenrechte, aber in Wirklichkeit ist das ein vorgeschobener Einwand, weil es im Hintergrund ganz andere Interessen, weil es eben die Interessen der Globalisten und des Wissenschaftlers mehr vom System gekauft wird. Ich war ja mein ganzes Leben nur auf der Uni. Das heißt, die Steuerzahler haben mich bezahlt und deswegen bin ich sozusagen korrumpiert. Und wenn ich ein Buch schreibe, mache ich es nur aus einem Gewinninteresse. Das sind die Gutmenschen. Die Gutmenschen sind die Schlimmsten, weil die tun sowas ab. Volksfeinde und Volksverräter. Die Zahl ist auch ganz klar. Die Animus of the People, so waren das dann diese ganze Boulevardpresse, das waren die Richter, die gesagt haben, es braucht zum Brexit noch eine eigene Volksabstimmung. Das war der Volksverrat. Das ist dann gekommen. Oder so irgendwie, wir sind das Volk. Das ist sozusagen die, das heißt, wir müssen uns auch mit dem Volksbegriff auseinandersetzen und ganz klar haben, wenn wir über Volk reden, Volk ist nichts Schlechtes, ja, wir klagen Volkern, sondern wie, in welcher Weise verwenden wir das. Ich möchte jetzt noch ein paar Plakatbeispiele geben. Und Sie haben das Prinzip verstanden und jetzt kann man die Plakate gut lesen. Das ist das alte Design. Was wird hier plakatiert? Wir und die. Das nächste Plakat können wir uns selber schon schreiben. Es ist der Kern im Plakat. Und die Bilder hat der Kickel gemacht. Der Kickel hat ein ganz hohes Bewusstsein über diese Bilder. Da ist er sehr, sehr gut. Der hat dem Heider die Bilder gemacht. Das ist das alte Design, das neue Design schaut so aus. Und es ist ja genau das Gleiche, jetzt ein bisschen fetziger und moderner. Euer Wille geschehe der Volkswille. Okay? Der Wille des Volkes. Es gibt kein Volkswille. Was soll das sein? In der Pluralen. Der Volkswille ist ein Mythos. Verstehen Sie mich? Das sollte man verstehen. Natürlich soll die Politik das machen, was die Bevölkerung will, aber das ist kein Volkswille. Das sage ich jetzt dann gleich. Ich möchte Ihnen ein Beispiel noch bringen, das Sie eines von den schlimmsten Plakaten, die jemals in Österreich waren, gesehen haben. Und diese Bilder sind ja unglaublich langsam sorgfältig gesteilt. Also über dieses Bild könnten wir uns lange vertiefen. Und warum ist das so wirksam? Es wird alles zusammengehauen. Asylkrise, Kriegstreiberei, die Fandaleien, die Küstenherr Selensky, der wird dann auf Russisch geschrieben, nicht auf Ukrainisch und so weiter. Dann auch so im Detail, wie man es macht. Der Ökokommunismus, da habe ich die Windräder und die Windräder schauen aus wie der Krieg. Die Kanone geht auf die Flüchtlinge und so weiter. Alles in einem Wurst. Alles in einem Wurst. Das ist so funktioniert. Die Bilder, die innere und jeder von, natürlich sind das alles Probleme. Die Umweltkrise ist ein Problem. Wie macht uns der Krieg bedrückt und so weiter. Das sind alles reale Probleme und über das müssen wir sozusagen lösen. Aber es wird alles sozusagen in diesem Ding. Und der Feind ist natürlich der EU-Wahnsinn, der da passiert. Wie funktioniert dieses Programm, wenn wir so denken? Erstens einmal, ich brauche sozusagen ein reales Substrat und ich brauche Ängste, Sorgen, Befürchtungen. Das kann übertrieben sein und man sollte es ernst nehmen. Also meine Einstellung ist die verstehende Einstellung. Wenn Rechte oder Rechtsradikale eine Forderung erheben, dann stellen wir die Frage, was ist der Kern der Forderung und was ist berechtigt? Nämlich nicht in der Forderung, sondern was steckt hinten in der Lebenswirklichkeit? Welche Sorgen und Ängste? Natürlich gibt es auch eingebildete Sorgen und es gibt auch Sorgen und Ängste von zum Beispiel von sehr, sehr reichen Leuten, die ich sozusagen nicht für berechtigt halte. Man sieht ja die Milliardäre da und die Billionäre da um den Trump, was die versorgen haben. Jedenfalls, diese Sorgen werden angesprochen und wenn das andere Parteien nicht machen, ist das ein demokratischer Prozess, der zu begrüßen ist. Und manchmal ist es so, wenn rechtspopulistische Parteien neu in ein Land kommen, steigt die Wohlbeteiligung und das ist gut. Das heißt, das ist sozusagen der demokratische, wenn sie Sprachrohr sind für Dinge, die andere nicht thematisieren, dann ist das in Ordnung. Und jetzt kommt aber das Anheizen, es ist gesagt worden, das ist Affektive und jetzt kommt natürlich das, das könnte man auch nur ein bisschen sagen, ja okay, meine Güte, Politiker sollen übertreiben, das ist in Ordnung und jetzt kommt natürlich das, was genau der Punkt ist, ich übersetze das sozusagen in das Weltbild, das ist die Übersetzungsleistung, die gemacht wird und es werden Verheißungen verkündet und jetzt ist genau das, was wir im vorherigen Vortrag erklärt haben, Opfer, Täter und Retter. Opfer und Täter genau das, was wir im vorherigen Vortrag erklärt haben, Opfer, Täter und Retter. Opfer und Täter sind klar. Die Übersetzung ist der Wahnsinn. Die Übersetzung ist das Problem. Nicht die Dinge anzusprechen und die Retter. Noch einmal zum Volksbegriff. Das ist ganz wichtig und im Kern ist das alles schon gesagt. Ich übersetze es jetzt nur mal in ein Bild, damit es ganz klar ist. Wir haben eine buntere Bevölkerung. Ein völliges Durcheinander. Demokratie heißt Durcheinander. Da gibt es Leute, die sind sympathisch und die sind unsympathisch. Die Guten und die Bösen und alle sind ein Topf. Das ist die Bevölkerung. Bunt. Pluralismus. Alle haben Rechte. Und letztlich soll man uns für alle irgendwie sorgen. Das ist die Idee des Wohlfahrtsstaates, des Sozialstaates. Was wird jetzt gemacht im Volksbegriff? Der Volksbegriff ist ein ausschließender Volksbegriff. Es wird gleichartig gemacht. Im Fremdwort heißt es homogenisiert. Und jetzt kann es erst einen Volkswillen geben. Weil es gibt keinen Volkswillen, wenn es so ein Durcheinander gibt, dass dann Parteien mehr oder weniger fassen oder auch nicht fassen. Wir leben in einer Krise der Parteiendemokratie. Es sind ganz schwerwiegende Probleme. Aber es gibt keinen Volkswillen. Was sollte es sein? Der Volkswille ist eine Schimäre. Es ist eine Schimäre. Das heißt, ich habe hier das Bild einer homogenen Volksgemeinschaft. Und wenn man jetzt durchdenkt, wer ist aller ausgeschlossen aus dem Bild? Man braucht es nur so durchdeklinieren. Man kommt sofort zur Mehrheit der Bevölkerung. Ich sowieso als kritischer Wissenschaftler. Die kritischen Künstler sind draußen, die kritischen Medien sind draußen, die NGOs sind draußen, und so weiter. Man kann das so richtig durch. Ein Lehrer, der was sagt, schauen Sie an, wen Trumpampola verfolgt. Universitäten sind unter Kuratel gestellt, die Justiz ist geknechtet und so weiter. Unabhängige Gerichte sind draußen. Also wir brauchen jetzt nur so Beruf für Beruf, Sparte für Sparte, das Durchdenken. Dann ist das klar. Es ist ein ausschließender Volksbegriff und der ausschließende Volksbegriff funktioniert nur, weil hinten diese homogene Vorstellung ist. Aber das kann unterschiedlich sein, das kann ethnisch sein, das kann national sein, da gibt es unterschiedliche, da gibt es vier, fünf so Muster, wie das funktioniert. Und das Bild der demokratischen Gesellschaft ist natürlich Pluralität, das haben wir alles gehört. Das heißt, das sind die zentralen Bilder und die zentralen Bilder begründen Handlungen. Das heißt, wenn dieses Bild im Handeln ist, dann ist erstens einmal, das soll man sehr, sehr klar verstehen, in dem ganzen Ding ist eine Eskalationsspirale eingebaut. Eskalationsspirale bedeutet, je mehr sich dieses Denken medial durchsetzen kann, je mehr sich die politische Sprache verändert, je mehr politische Macht diese Personen haben, umso radikaler wird das aus sich heraus. Weil wenn ich zum Beispiel eine verhetzende Sprache habe, dann habe ich einmal einen Spruch, der hat seine Wirkung und nächste Woche muss die nächste mediale Kuh durchs Dorf getrieben werden. Die muss sozusagen verhetzender sein als wie die erste und so weiter. Und wenn das gebilligt wird, das heißt die Normalisierung, die Anpassung, das Programm, das letztlich zum Beispiel die CDU jetzt verfolgt so intensiv, ist das falsche Programm, das die AfD fördert und die Zustimmung in der Bevölkerung sieht man, weil sie dann dieses, manche kennen diese Obertonfenster, weil sie dann dieses mediale Fenster verschiebt und verschiebt. Es ist eine eingebaute Eskalationsspirale und eingebaute Eskalationsspirale heißt stetiger Abbau der Demokratie nach diesen Kriterien, die wir jetzt gerade gehört haben. Das ist ein gradueller Prozess und dieser Prozess kann sehr, sehr, dieser Prozess kann langsam gehen. Also man kann das richtig zeigen innerhalb von einzelnen Parteien, man könnte, was weiß ich, das in Italien zeigen, man könnte das in Frankreich zeigen, man könnte das in England zeigen, man könnte die Geschichte der AfD schreiben. Es ist ungefähr eine Radikalisierung, in dem einen Buch habe ich es einmal über sechs Stadien beschrieben. Ungefähr, man könnte sagen, seit 2013 ist die AfD gegründet worden. Ungefähr zehn Schritte haben sie gemacht. Das sind kleine, subtile Schritte. Und jetzt ist Füffi, jetzt wird er höhere Ministerpräsident, in Thüringen, damit er dann einmal Bundeskanzler wird. Und das macht er sehr, sehr geschickt, weil er ist clever, er kann gut auftreten, er ist auch sogar intellektuell, also das sind alles sehr, sehr gefährliche Leute. Andeutungen geben und da muss ich mir jetzt sozusagen hinstellen und muss sagen, wie ich jetzt als ganz andere Seiten von mir, wie ich als kritischer Ökonom oder wie ich als Politökonom denke. Wir haben diese Wechselwirkung für Ängste, Sorgen und Befürchtungen und was wir jetzt bräuchten ist letztlich eine Vorstellung, was hat sich in den letzten, sagen wir, 25 Jahren in den reichen Nationen der Welt überall verändert. Und zwar, wo sind ähnliche Muster bei allen Ländern? Und das ist natürlich jetzt eine ganz große Frage. Jetzt müsste man reden. Wie hat sich die Gesellschaft verändert? Wie hat sich die Kultur verändert? Wie hat sich die Wirtschaft verändert? Und vor allen Dingen, wie haben sich die Formen des Politikmachens verändert? Manche sagen, wir wurden uns den Kreis gezogen. Ja, er hat in einem vollkommen anderen Umfeld agiert. Politiker haben eine ganz andere Handlungsmächtigkeit gehabt. Medial hat das Ding ganz, ganz, wie haben sich die Medien zum Beispiel verändert? Und das ist jetzt natürlich eine ganz, ganz große Frage. Und wenn ich jetzt das mit dem Denken ernst nehme, dann müsste ich Folgendes sagen. Welche Denkformen sind im Hintergrund? Was sind die dominanten Denkformen über die Wirtschaft? Was sind die dominanten Denkformen über die Gesellschaft? Ich bleibe immer in diesem Rahmen, den ich aufgezogen habe. Und die Frage kann man beantworten. Und die Antwort liegt im Neoliberalismus. Man müsste jetzt das, ich werde gleich ein bisschen beschreiben, wie man das machen kann. Neoliberalismus ist eine Denkform, die in unserer Gesellschaft so eingesickert ist, dass wir gar nicht mehr über das reden können. So wie es ganz, ganz schwierig ist, über Selbstverständlichkeiten rauszudenken, die man eigentlich immer erst kapiert, wenn es, ich weiß nicht, banale Dinge. Als Jugendlicher genießt man einen funktionsfähigen Körper und man denkt nicht, was für ein kostbares Geschenk ist. Wenn du älter wirst, merkst du, wie ein Funktionssystem nach dem anderen ausfällt und wie schön es vorher war. Aber vorher hast du es nicht gewusst, weil du nicht über das reflektiert hast. Und das ist jetzt das kleine Beispiel, das jeder nachvollziehen kann und genauso die großen Beispiele. Wir leben in einer neoliberalen Zeit. Man kann das jetzt genau zeigen. Ich habe mich mit dem ganz, ganz intensiv beschäftigt. Man kann das genau zeigen. Und im Neoliberalismus, und dasirale. Es gibt eine Denkform, die eingesickert ist. Und diese Denkform verhindert eine Reflexion über das, was es bringt. Und dafür gibt es viele, viele Beispiele. Die meisten von Ihnen haben keine Ahnung, in welchem Wirtschaftssystem Sie sind. Und das ist alles sagbar. Und die Politik erklärt das. Hat Ihnen jemand die Krise 2008 erklärt? Zwischen 15 und 20 Billionen. Ein Billion ist 1000 Milliarden. Zwischen 15 und 20 Billionen haben die Zentralbanken diesen Finanzkapitalismus gerettet. Hat Ihnen jemand erklärt, wie das funktioniert? Wie das geht? Das Geld spielt überhaupt keine Rolle. Für nichts. Weil die Summen sind, wie funktioniert das? Verstehen Sie das, warum die Reichen immer reicher werden und die Armen armer? Verstehen Sie das? Man kann es verstehen. Aber es hat Ihnen niemand erklärt. Und Sie sind nicht trainiert auf dieses Denken. Und das hat sozusagen mit dem Denken drin. Das heißt, und wenn die Politik zum Beispiel, ich würde zum Beispiel sagen, wenn ich versuche zu verstehen, wie denkt der Herr Merz, dann würde ich sagen, er versteht es nicht. Nicht weil, mein Mann ist blitzgescheit. Aber er hat diese Denke nicht gelernt. Er ist ganz woanders geschult worden. N, nämlich da bei Blackrock, einer der größten Kapitalsammelstellen der Welt. Das sind alles sehr, sehr clevere und intelligente Personen. Der ist auch sozusagen für mich, der ist auch ethisch in Ordnung. Aber er hat nicht die Denke zu verstehen, was er da anrichtet. Weil wenn er es machen würde, würde er nicht diese Politik machen. Er versteht es nicht. Ich sage Ihnen zwei Ideen, warum ein Zweitchatz oder eigentlich nur ein Zweitchatz, warum, was der Kern von dem ist. Das ist eigentlich so diese Vorstellung, es gibt uns als Individuen und dann gibt es den Markt und wir müssen uns auf den Markt bewähren. Der wichtigste Begriff ist der Begriff der Markt. Wir müssen uns auf den Markt bewähren. Ist klar, ja. Ich bin auf dem Markt der Ideen und dann schauen wir halt, ob wer die Bücher kauft oder wer es nicht kauft. Wenn man Ausbildung hat, dann wird der Markt sie belohnen, wird sie bestrafen. Und diese Denke ist nicht verkehrt, weil es eine Lebensorientierung gibt. Wenn der Manager sagt, ich muss mich auf dem Markt bewähren, dann so redet er keinen Unsinn. Er redet etwas, was seiner Lebenswirklichkeit entspricht, nur er sieht nicht, in welchen Denksystemen er ist und er kann über dieses Denksystem nicht reflektieren. Und das ist natürlich historisch. Ist das etwas Spezielles? Das Wirtschaftssystem, wie es jetzt funktioniert, hat vor 20 Jahren anders funktioniert und vor 200 Jahren anders und vor 500 Jahren anders. Das war nicht immer Markt. Das Wirtschaftssystem zum Beispiel seit 2008, dadurch, dass die Zentralbanken so massiv interveniert haben ist eine vollkommen andere Funktionsweise nur hat uns niemand das erklärt aber dafür gibt es, das heißt, man könnte es so sagen ich habe mich zum Beispiel mit dem August Friedrich von Hayek intensiv beschäftigt das ist ein sehr, sehr gescheiter, im Hintergrund, der hat die Ökonomie auf sehr, sehr subtile Weise, der hat zum Beispiel solche Ideen gehabt. Er sagt, der Markt ist eine, der Markt ist eine Sammelstelle für Wissen. Also sie gehen auf den Markt, sie kommen mit einem spezifischen Wissensbestand, das wird auf den Markt gekommen, das wird dann verarbeitet, äußert sich in preisen und jetzt sagt er dieses wissen das in dem markt geparkt ist so was wie überbewusstes wissen das heißt diese vorstellung dass man auf dem markt wissensbestände austauschen ist eine sehr kluge idee aber die deutung die er dem gibt die ist vollkommen durchgeknallt. Und er sagt jetzt Folgendes, diesem überbewussten Markt steht der einzelne Mensch gegenüber, zum Beispiel der kritische Wissenschaftler, das bin ich, und der Herr Haig wird so sagen, du mit deiner begrenzten Informationsverarbeitungskapazität, du willst über dieses System mit dieser riesigen Wissensproduktion reden. Und er nennt das eine Anmaßung von Vernunft. Und das Besorgniserregende ist, dass diese Vorstellung implizit sich in Denkweisen und in Politikformen durchgetragen wird. Das heißt, ich bin konstitutionell begrenzt. Ich muss den Signalen des Marktes verhorchen, wenn die Preise sich verändern. Dann muss ich reagieren, ich mache das automatisch. Ein interessanter Punkt ist ja diese Individualität in der Kultur, heißt freiwillige Konformität. Die Menschen waren noch nie so konform wie jetzt. Und jeder empfindet sich individuell. Aber da sind wir in der Kulturkritik. Also es betrifft viele Themen, aber Sie hören mir zu, jetzt rede ich einfach weiter. Das heißt, es ist Ihr Fehler. Man kann den Markt nicht denken, also Denkform. Man kann über den Markt nicht denken, also Denkform. Man kann über den Markt nicht reflektieren. Er sagt, das, was zum Beispiel die Linken früher gemacht haben, oder auch zum Beispiel manche bestimmten von Liberalen oder Konservativen, eine Reflexion über den Markt ist eine Anmaßung. Eine Reflexion über den Markt ist eine Anmaßung. Und wenn man sich nachschaut, indem dieses Denken in die ganze Kultur eingesickert hat, hat die Politik aufgehört, uns Zukunftsbilder zu geben. Und die Utopie ist gestorben. Und es gibt Anspruch, der gut ist. Den haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Die meisten können sich eher ein Ende der Welt vorstellen, als wir ein Ende des Kapitalismus. Und der Punkt ist nicht, dass der Satz stimmt. Das stimmt für die meisten. Der Punkt ist, dass wir ihn verstehen. Und das ist noch eine Ebene höher. Wir verstehen die Berechtigung von dem Satz. Und das ist durchgeknallt. Und nehmen wir nach dem Markt was anderes. Stellen wir mal, wir können uns eher ein Ende der Ehe vorstellen. Ja, können wir uns vorstellen. Wir können uns ein Ende der Gender-Orientierung vorstellen. Wir können uns ein Ende von dem und dem vorstellen. Es ist halt durchgeknallt. Nicht, dass wir es wollen, aber wir können es uns vorstellen. Es ist halt durchgeknallt, nicht, dass wir es wollen, aber wir können es uns vorstellen. Aber die Frage, wie könnte man anders produzieren, wie könnte man anders organisieren, das ist sozusagen genau die Denkbarriere. Und die Denkbarriere zeigt, man kann das Denken über das Denken weg. Ich bin auf der Meta-Ebene. Und die Meta-Ebene ist leider die Ebene, oder ist die Ebene, um das Verstehen zu bewältigen. Das heißt aber auch, man darf an dem Markt keine Ansprüche stellen. Damit ist zum Beispiel die ganze sozialdemokratische Politik erledigt und letztlich dann auch die demokratische. Das, was wir zuerst gehört haben, nämlich zu sagen, für alle zu sorgen. Das ist ja Ansprüche zu stellen. Wir sollten demütig sein, das sagt er, verfügt über keine politische Fantasie. Und jetzt ist, und ich denke, der Punkt ist auch, das könnte man jetzt auch wieder mit Hannah Arendt beschreiben. Die Hannah Arendt ist schon ein paar Mal genannt worden. Die hat ja Bücher auch geschrieben über politische Urteilskraften, politische Urteilskraft. Die politische Urteilskraft ist versiegt. Wenn jemand sich so aufführt wie Trump, wäre der vor 30 Jahren innerhalb von einem Tag weg gewesen. Die politische Urteilskraft ist geschwächt. Wir schauen das an, wir sind fassungslos, es kommt die Härte, wir verhärten uns damit, weil es eben so um Weltereignisse geht oder solche schrecklichen Dinge, wie was ich kriege und so weiter. Oder Hunger, wie viele Millionen Menschen werden jetzt im nächsten Jahr verhungern bei der Ernte und so weiter. Also, ich weiß. Weil es immer so ganz, ganz schrecklich ist. Viele von uns führt das auch an eine psychische Grenze, aber es führt zu keinen politischen Handlungen. Das ist die politische Urteilskraft. Und jetzt haben wir einen interessanten Punkt und dann komme ich gleich zum Trump und ich komme dann schon auf die letzte Seite von meinem Chart. Interessant ist, wenn man sich über den Begriff der Markt noch denkt und über die Bilder im Hintergrund, dann ist dieses Bild gekoppelt mit einem Nichtbild. Viele von uns verstehen den Satz, wollte mehr Markt oder wollte mehr Staat. Der Satz ist vollkommen sinnlos. Es hat überhaupt keine Bedeutung. Weil, wenn wir 50% des BIP durch die Hände des Staates rennen, dann muss sich die Funktionsweise integriert, institutionell verstehen, wie rennt dieses Ding? Wie sind die Finanzierungsströme? Wie wird hier umverteuert? Wie wird hier regulativ gesetzt? Ich muss das institutionell angehen. Und dann kann ich nicht sagen, entweder oder. Dann habe ich kein Idealbild, sondern ich müsste dann ganz, ganz in die Details reingehen. Was hat sich verändert, dadurch, dass die Zentralbank so mächtig ist? Und jetzt kommt wieder der nächste Schritt. Der Trump wird die Zentralbank entmächtigen. Was das bedeuten würde, wäre wieder interessant. Das kann sozusagen das Wirtschaftssystem vollkommen verändern. Wir wissen es nicht, aber es ist jedenfalls historisch ist es wieder eine neue Situation. Das heißt, ich habe dieses duale Ding und das wird jetzt so, jeder von uns kennt das. Also wenn sie zum Beispiel umweltbewegt sind und sie sagen, hallo, ich brauche die und die Art von Regulativen, dann ist sozusagen, wenn das Argument aus ist, dann sind sie Sozialist oder Kommunist. Das heißt, diese normalsten Sachen, die man früher gehabt hat, oder Menschenrechte zu verteidigen, Menschenrechte zu verteidigen. Menschenrechte zu verteidigen ist sozusagen, du bist der Sozialist, du bist der Kommunist, du bist totalitär. Das ist auch ein interessanter Punkt. Du machst dir an, ein Zukunftsbild zu entwickeln. Ah, du willst uns vorschreiben, wie wir in Zukunft zu leben haben. Das war die Kampagne, die geführt worden ist gegenüber den Grünen und so weiter und so weiter. Und jetzt, wenn so eine Denkenweise drin ist, habe ich Folgendes, ich habe auch eine Eskalationsspirale drin. Das Denken radikalisiert sich. Und jetzt habe ich zwei Bilder, die sind interessant. Ich habe zwei Bilder. Ich habe ein Marktbild, ich habe dieses neoliberale Grundbild und ich habe ein Grundbild über den Rechtspopulismus. Und natürlich, das sind jetzt einmal zwei Bilder, die nebeneinander stehen und die müssen jetzt nicht verbunden sein. Weil das ist ja ganz unterschiedlich, wie die Ökonomen denken und wie die Politiker denken. Das sind schon andere Gruppen. Und auch die Eliten in der Ökonomie, weil das ist ja auch wieder hierarchisch, und die Eliten zum Beispiel in der Politik sind andere. Das muss sich nicht aufeinander beziehen. Und das war zum Beispiel am Höhepunkt der Sozialdemokratie oder wie die Sozialpartnerschaft effektiv funktioniert hat. Und in Österreich ist es sowieso abgeschwächt. Waren das getrennte Welten. Es hat einen gewissen Art von vermittelndem Diskurs gegeben, aber das eine hat nichts anderes. Das heißt, ich habe hier eine Ordnung des Marktes, ich habe hier sozusagen eine Vorstellung der Volksgemeinschaft und jetzt können wir zeigen und diese, jetzt können wir zwei Sachen zeigen. Das eine ist, wenn ich es jetzt ganz grundsätzlich beschreibe, erstens, in beiden Denkweisen ist die Eskalationsspirale drin. Beide Denkweisen haben Aussicht des, wenn man es über die Jahrzehnte denkt, es radikalisiert sie. Und beide Denkweisen haben ein Erhemmnis für Reflexion drinnen. Bei den Rechten sowieso, die können ja nicht über ihre Mythen reflektieren. Weil wenn ich die Vorstellung habe, da gibt es wirklich eine Weltzentrale und in dieser Weltzentrale rennt sozusagen unser Schicksal ab und irgendwelche Bösewichte, die Globalisten regieren uns, dann könnte ich sagen, interessante These, als Kulturhistoriker schließe ich gar nichts aus, aber bitte beweise es mir. Und es ist nicht beweisbar. Viele Sachen, es gibt zum Beispiel nicht, im Kapitalismus gibt es gar nicht eine kapitalistische Elite. Das gibt es gar nicht, weil das kann man ganz genau zeigen. Man kann das genau zeigen, wie sind die Eliten in Indien, wie sind sie in China, wie sind sie in den USA, wie rente sind auf der CEO-Ebene und so weiter. Das ist letztlich eine empirische Frage. In der Volksgemeinschaft ist klar, das sind einfach erfundene Mythen. Und im Hintergrund ist letztlich immer, und das kann man wirklich als Kern sagen, ist die Weltverschwörung des Judentums. Das ist im Hintergrund. Man kann das jetzt über vermittelnde Schritte zeigen. Das ist die Kern. Die Kernding ist diese, also von Zion und solche Dinge, die im 19. Jahrhundert entstanden sind. Und jetzt können wir sagen, ein Hemmnis für die Reflexion ist auf der einen Seite, weil ich hier sozusagen unmittelbar in einem mythischen Denken bin, und hier habe ich, das ist jetzt kein mythisches Denken per se, das sind wissenschaftliche Theorien, aber in diesen Theorien wird gesagt, ich darf über das nicht reflektieren. In der Weise habe ich auch ein Reflexionsverbot, und jetzt ist natürlich das Interessante oder die Möglichkeit, die besteht, es kann sich verbinden, es muss sich nicht verbinden. Und das Beispiel ist, oder ein gutes Beispiel, das auch schon beschrieben ist, es gibt schon relativ viele gute Bücher, wo die Tramperei beschrieben wird. So etwas wie ein rassistischer Kapitalismus in den USA. Ich habe jetzt das nächste Chart. Da ist unglaublich viel Information drin. Lassen Sie mich nicht verwirren. Wenn man es empirisch analysiert, sind es viele Gruppen. ist unglaublich viel Information drinnen, lassen Sie mich nicht verwirren, aber nur ganz kurz angedeutet. Natürlich, wenn man es jetzt empirisch analysiert, sind es viele Gruppen. Natürlich, das ist ein Riesenland, da sind unterschiedliche Gruppen, die um Macht dringen, das ist ein Hin und Her, das ist eine Dynamik, das ist nicht eine Ideologie, so kann man sich das nicht vorstellen. Wenn man es von den Gruppen her sagt, dann könnte man sagen, das eine sind die Techno-Oligarchen, diese ganz, ganz Leuten, was sie masken, und so weiter. Das andere sind männlicherweise Rassisten, so White Supremacy, die das auch mit Männlichkeit, mit Unterdrückung, Antikolonialismus und so. Nein. Ah, super. Und das andere sind eben christliche Reaktionäre. Ist zum Beispiel auch für Österreich interessant, weil das so ganz eigenartige katholische Deutungen sind. Das war so Peter Thiel und so weiter. Und das ist ja genau die Kontroverse, die diese Leute mit dem Papst haben, es geht ja zum Teil eine theologische Kontroverse der Wenz war ja beim früheren Papst und wollte ihm Theologie erklären da gibt es dann so Debatten, wie die Augustinus interpretieren, das ist alles völlig durchgeknallt, die Leute nehmen sie ein Zitat raus und dann machen sie irgendeine wilde Interpretation. Aber das ist kein Verständnis. Im Jänner hat es eine Tagung gegeben auf der KTU, da war ich auch zu einem Vortrag eingeladen. Da haben wir Leute, die es sehr im Detail erzählt haben, auch die spannenden dialogischen Kontroversen. Aber jedenfalls gibt es Technologien. Und jetzt könnte man sagen, welche Gruppen sind im Hintergrund Libertarismus, Postliberale und so weiter und jetzt kann man zeigen oder ein Ort von Deutung es gibt da so ein Buch von dem Slobodian der sagt folgendes, 1989 ist der Staatskommunismus zusammengebrochen, implodiert. Die meisten haben geglaubt, das ist jetzt der Sieg des Liberalismus. Der Kapitalismus hat gesiegt, die politische Demokratie hat gesiegt. Und jetzt beschreibt er, und das ist ganz, ganz spannend, dass bestimmte Gruppen, die Libertären, gesagt haben, jetzt geht das Problem erst los. Und das Problem, das sie damals gehabt haben, war folgendes 1989. Wenn jetzt diese Vorstellung, die lange andauernd war, durch die Globalisierung können wir die Demokratie verbreiten, durch die Globalisierung können wir die Demokratie verbreiten, durch die Globalisierung können wir die Menschenrechte verbreiten. Wenn das ernst genommen wird, weil das ja jetzt möglich war, 40 Prozent der Weltbevölkerung sind in den kapitalistischen Kreislauf eingebunden worden. Das heißt, der Kollaps der ganzen Länder um Sowjetunion war bekannt und 1989 war ja dann etwas, was man mit Leuten aus China nie reden sollte, das Massaker am Platz des himmlischen Friedens und dann ist erst losgegangen mit den ausländischen Direktinvestitionen. Die hat dann amerikanische Firmen. Das heißt, damit habe ich natürlich wieder in einem ganz, in einem sehr, sehr spezifischen Ort des Kapitalismus, der chinesische ist sehr spezifisch, aber die waren in diesen Weltzusammenhang eingebunden. Und jetzt hat man eigentlich, hätte man die Frage stellen können, wie wollen wir diese Weltordnung gestalten? Und die Frage ist niemals gestellt worden. Wie wird man die Welt, und Ende der 80er Jahre war auch die Umweltkrise bekannt. Und damals hätten wir es beseitigen können. Zu ganz wenig Geld. Und 50 Jahre ist es nicht beseitigt worden. Und warum ist es nicht beseitigt worden? Meine Antwort wissen Sie schon. Und warum ist er nicht beseitigt worden? Meine Antwort, wir wissen es schon. Und das ist historisch natürlich sehr, und jetzt haben manche gesagt, das ist das Problem. Und das Problem brauchen wir, wir brauchen eine neue Interpretation des Marktes. Und das ist passiert, nämlich letztlich so eine rassistische Idee. Und jetzt habe ich ganz neue Ideen und die neuen Ideen sind so, jenes Land ist am wettbewerbsfähigsten, das eine homogene nationale Bevölkerung hat. Das ist von uns, wenn man das zum ersten Mal hört, greift man sich auf den Kopf, wie geht das? Aber das ist die Vorstellung. Das heißt, die Remigration ist nicht nur eine kulturelle Idee, aus Leuten, die rassistisch argumentieren, nationalistisch argumentieren, sondern es ist auch in dieser Verbindung eine ökonomische Idee, die formuliert worden ist. Dann gibt es so etwas wie Volkskapital und so weiter. Okay, letzte zwei Charts. Wir haben planetare Probleme. Wir haben Denkformen, Theorien und Bilder des Sozialen, die diese Probleme bewirken. Das ist nicht, wie die Mehrheit der Bevölkerung denkt, das ist, wie Menschen denken, die die Macht haben, wie Eliten denken. Wir haben ein Wirtschaftssystem, das Wirtschaftssystem soll als Kapitalismus bezeichnet werden. Man kann es ja anders nennen, aber es ist Kapitalismus. Das kann man dann in Strukturen beschreiben. Wir haben eine Gesellschaft, die es ist Kapitalismus. Das kann man dann in den Strukturen beschreiben. Wir haben eine Gesellschaft, die ökonomisiert ist. Ökonomisierte Gesellschaft heißt, wenn Sie schon älter sind, können Sie vielleicht den Prozess verstehen. Denken Sie an den Bereich, wo Sie arbeiten, denken Sie an den Bereich, wo Sie Expertise haben und denken denken zurück, wie man vor 20, 30 Jahren gearbeitet hat, wie die Kennziffern waren, wie das Arbeitstempo war, wie der Rhythmus war, welche anderen Logiken geherrscht haben und welche anderen, und das ist ein ganzer zentraler Punkt, welche anderen Ethiken geherrscht haben. Die Ethik des guten Wissenschaftlers, die Ethik des Mediziners, die Ethik des Handwerkers, der so qualitativ was macht. Die Ethiken haben sich verändert. Und alles ist ökonomisiert. Heutzutage als Wissenschaftler haben wir ökonomisiert. Ich sollte der Manager sein. Was sollte ich noch alles machen? Und ich muss mich bewähren, dass ich sage, ich kann irgendwelche Geldgeber für mich begeistern und kann dann, das sind ja ganz andere Tugenden, was hat das damit zu tun, ob man ein guter Lehrer ist oder ein guter Denker oder so irgendwas, gar nichts, aber das ist, das sind die heutigen Systeme. Die Hochschulen sind ökonomisiert und die Kultur ist marktgetrieben, das heißt, das ist die Lebensorientierung, die Influencer. Was ist das Lebensziel von vielen Leuten? Nicht für sie. Und natürlich haben wir es in einer sehr gemischten Weise. Die Menschen sind widersprüchliche Wesen und wir haben viele verschiedene Lebensziele. Es geht um dominante Lebensziele. Dominantes Lebensziel ist reich werden. Dominantes Lebensziel ist, es macht so nicht... Und dann haben wir nur unsere anderen Edigen, den Kindern, den Verwandten gegenüber und so weiter. Das heißt, wir brauchen, und über das ist schon auch gesprochen worden, wir bräuchten letztlich einen Diskurs über Zukunftsbilder. Es ist gesagt worden, dass die Wissenschaft und die Zivilgesellschaft das leistet und, ich möchte eine wichtige Ergänzung anbringen. Wir brauchen Politik, die auch von positiven Zukunftsbildern geprägt ist. Und diese positiven Zukunftsbilder haben zwei wichtige Wirkungen. Die Zukunft ist die Zukunft. Die wissen nicht, wie es in 30 oder 50 Jahren ausschaut. Es wird sowieso vollkommen anders sein. In zwei Minuten bin ich fertig, danke. Die Zukunftsbilder dienen nicht, für die Zukunft zu bannen. Die Zukunftsbilder haben zwei Wirkungen. Erstens, uns jetzt der Ausrichtung zu geben, dass wir uns auf das Wichtigste konzentrieren, weil wir sind wirklich in einer großen Krise gesellschaftlich. Was ist das Wichtigste? Und für mich zum Beispiel auch die Umweltkrise ist wirklich schlagen. Ich möchte mir nicht die Lebenswirklichkeit meiner Enkel oder meiner Enkelinkel vorstellen. Das heißt, wir brauchen, das heißt uns. Die Wirkung ist auf die Gegenwart und zu sagen, jetzt ist das und das wichtig zu tun. Und das Zweite ist, in diesem Tun, dass wir jetzt da Kraft kriegen. Beseitigt wird uns das, glaube ich. Und wenn wir denken, in Fussgarn haben wir die Umweltkrise beseitigt und wir haben die Kurve noch geratzt, könnte ja immer noch sein, dass das passiert. Das ist zwar nicht wahrscheinlich, aber das Wunder könnte passieren. Dann könnte uns das vielleicht in der Zukunft Kraft geben. Was ist zu tun? Bildungsarbeit, es ist auch Theoriearbeit notwendig. Das heißt, wir müssen das Verständnis vertiefen. Ich sage meinen Studierenden, also ich war ja in Deutschland auf einer kleinen Hochschule, die Leute sind alle völlig motiviert. Ich brauche sie nicht motivieren, aber ich sage ihnen, ihr müsst unglaublich viel lernen. Weil ein kritisches Bewusstsein braucht Theorien, braucht ein ganz, ganz großes Wissen. Wir brauchen sozusagen auch Experten der Zukunft. Das andere ist, wie gehen wir damit um? Das kann man beschreiben. Wie gehen wir mit der Sprache um, mit den Aktionsformen? Ein ganz wichtiger Punkt ist, wie gehen wir mit unseren Bildern um? Wie gehen wir mit den Ängsten um? Weil es kann einen Angst machen. Ich bin auch manchmal sehr in einem Angstzustand, wenn ich über die Zukunft denke. Das ist realistisch. Die Frage ist, wie kann man sich stabilisieren? Wir kommen auf so viele auf der politischen Ebene, brauchen wir sowas, was manche formulieren, einen radikalen Reformismus. Das heißt, es geht nicht um einen Systemwandel. Es geht darum, zusätzliche Aspekte im Kapitalismus reinzubringen. Oder diese Sachen, Gemeinwohlökonomie und das alles. Es ist ganz, ganz wichtig, die Stärkung der Zivilgesellschaft. Die Zivilgesellschaft ist eine Infrastruktur, die die Politik trägt. Also an dem Punkt denke ich, vielleicht haben die meisten von Ihnen, sind wahrscheinlich irgendwo dabei, haben den Punkt verstanden. Also ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Und es gibt einen Grund, warum die Zivilgesellschaften sofort bekämpft werden, wenn das in Autokratie umschlägt. Weil die die Infrastruktur geben für etwas, was ganz was anderes trägt. Okay, Ausbau der Demokratie, da gibt es auch viel, die Frau Rosenberger, Spezialistin, Workshop, wenn Sie Lust haben, können wir entweder die theoretischen Inhalte vertiefen oder den Umgang mit eigenen Bildern. Und ich bedanke mich, herzlichen Dank für meine Aufmerksamkeit, Werbedurchsage. Das eine Buch erklärt den Rechtsextremismus und das andere erklärt den Neoliberalismus. Dankeschön fürs Zuhören. Vielen Dank, Herr Dr. Oetsch, für diesen bildhaften und sehr spannenden Vortrag. Ich kann mir vorstellen, dass es ganz viele Fragen gibt, weil es doch sehr komplex ist, das Bild, was Sie gezeichnet haben. Würde Sie aber ersuchen, wir haben eigentlich eingeplant eine Murmelrunde, aber ich denke mir, vielleicht fangen wir, Sie können eh gleichzeitig überlegen, fangen wir gleich mit den Fragen an. Ich würde Sie zwei, die Hauptvertragenden ersuchen, ganz kurz aufs Podium zu kommen, für fünf, zehn Minuten Fragen klären, möchte dabei aber hinweisen, dass man im Workshop auch Fragen stellen kann und am Ende dann auch noch das Schlusspodium ist. Aber für ganz dringende Fragen ist sicher wichtig, dass wir uns einmal nur ganz kurz Zeit nehmen. Genau, bitte Sie zwei ganz kurz aufs Podium, bis 16.15 Uhr spätestens. Genau, dann werden wir wechseln in die Workshop-Räume. Bitte. Herr Dr. Oetsch, bitte auch, wenn Sie ganz kurz vorne Platz nehmen. Und ein Blick ins Publikum zu den dringenden Fragen. Die Katja geht dann mit dem Mikrofon durch. Bitte immer aufs Mikrofon warten, weil es wird aufgezeichnet, damit dann die Zuschauer zu Hause das dann auch hören. Gibt es eine Frage? Ja, da hinten bitte. Einfach probieren, losbringen. Es funktioniert nicht, aber... Doch, doch, funktioniert. Ja, ja, ja. Ich auch nichts, aber ist wurscht. Meine Frage wäre an die Frau Rosenberger, weil vorgekommen ist eben auch insbesondere der Bereich der Medien, beziehungsweise die Veränderung durch den verstärkten Einsatz von Social Media Plattformen, die eben auch ein sehr nahes Verhältnis haben, wie der Herr Professor auch gesagt hat, zu den Regierungsvertretern, insbesondere in den USA, aber auch in China. Vertretern, insbesondere in den USA, aber auch in China. Und wie es da gelingen könnte, dass eben qualitätsorientierte Medien wieder mehr Gewicht bekommen. Das wäre so ein bisschen die Idee, weil ich mir denke, natürlich haben unterschiedliche Herausgeber, Herausgeberinnen und Journalisten und Journalistinnen auch persönliche Standpunkte und Ansichten, aber eben, wenn man sich anschaut, wie eben die unter Anführungszeichen Leuchtturmmedien, Süddeutsche Zeitung oder eben vielleicht noch auch der Standard oder die Presse etc. arbeiten und dann gibt es eben die ganzen anderen, die halt versuchen, die Leute direkt zu erreichen und ihre sehr einseitigen Ansichten unter das Volk zu bringen, die sich dann eben auf oder so anders irgendwie nennen, RTV und Co. Wie kann es da gelingen, wenn halt eben die bisherige Logik war, die Größe des Mediums bestimmt auch die Größe der Presseförderung. Große Frage. Zwei Punkte. Den ersten Punkt würde ich gerne, weil Sie das angesprochen haben mit Social Media und Veränderungen. Also ich glaube, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass Social Media reguliert wird. Auf der EU-Ebene gibt es Regulationsrichtlinien und weitere Vorschläge und die, glaube ich, sind zu unterstützen. Und da müssen wir alle auch alles dazu beitragen, dass sozusagen mehr Regulation, in diesem Sinne sozusagen auch mehr Regulation durch den Staat, was den Markt und den Kapitalismus betrifft. Ist nicht so eindeutig, weil es sozusagen auch andere Argumente ganz schnell gibt, nämlich dass damit Meinungsfreiheit etc. eingeschränkt werden würde. Das Zweite, Sie sprechen jetzt sozusagen die neuen Überlege oder die aktuellen Überlegungen an, wie die Medienförderung auf andere Beine gestellt werden kann. Die Medienförderung einerseits, was Printmedien oder insbesondere Printmedien betrifft, um wegzukommen von der Auflagenhöhe. Wie sieht das richtig? Ich glaube, da gibt es jetzt Vorschläge. Da wird sozusagen in Österreich in der Regierung einiges diskutiert, um hier zu einem anderen Modell zu kommen, also auch wegzukommen von der Inseratenförderung. Ich glaube, beides ist wichtig. Ich weiß nicht, man wird sehen, was dabei herauskommt. Also es gibt die Versuche und ich glaube, es wäre immens wichtig. Und das Zweite, glaube ich, was mindestens so wichtig ist, ist die anstehende ORF-Reform. Nämlich, dass der ORF auch was Glaubwürdigkeit und Vertrauen betrifft, dass hier die ORF-Gremien anders zusammengesetzt werden, eher sozusagen aus den Peers heraus und nicht aus der Politik. Also beide Stränge sind zu gehen. Möglicherweise gibt es einen Abtausch, einen Kompromiss in der Regierung dazu, wie sich das entwickeln wird. Aber vielleicht können wir dann später auch noch darüber reden. Dankeschön. Noch eine Frage da hervorne, bitte. Meine Frage geht an den Herrnrn dr wie sie gesprochen haben über das marktbild das von hayek gezeichnet wurde habe ich sofort assoziationen gehabt zu einem kirchenvater der hier irgendwie ein gottesbild predigt das dann möglicherweise auch mit einer dazugehörigen Inquisition verknüpft wird. Gibt es da Untersuchungen dazu, wie weit gesellschaftlich der Markt Gott ersetzt? Es ist ein säkularisierter Gott. Und ich habe im Mythosmarkt immer Folgendes gemacht. Ich habe mir einen Katalog aufgeschrieben und gesagt, wichtig ist, wenn wir über sowas reden, reden wir nicht über Glauben. Ich möchte niemanden in seinem Glauben verletzen. Es geht um die Wirkung, wie Gottesbilder politisch verwendet werden. Das ist ganz was anderes. Ich bin auch ein glaubiger Mensch. Damit die Ebene klar ist. Also damit wir sie genau hören, was ich meine und was ich nicht meine. Man könnte sich so einen, ich habe mir einen Katalog aufgestellt aus der Kulturgeschichte, in welcher Weise ist über die wichtigsten Eigenschaften Gottes politisch diskutiert worden. Und dann kommt man zu einem Katalog Allmächtigkeit, Unergründlichkeit, Allwissen, Allfreiheit, Allliebe und so weiter. Dann habe ich so sechs oder sieben Begriffe gehabt und heutzutage hast du alles digitalisiert und dann habe ich Heike hat 50 Bücher. Und dann habe ich, Heik hat 50 Bücher geschrieben, und dann habe ich das gesagt, wo finde ich das? Und dann habe ich die Beispiele reingeschrieben. Es ist tatsächlich ein impliziter, religiöser Gottesglaube. Und es ist die Idee, es gibt eine natürliche Ordnung und letztlich ist so diese Vorstellung, weil ich Mitleider habe, eine natürliche Ordnung, die von Gott gegeben war. Das ist die Tradition. Und jetzt habe ich sozusagen die Ordnung über die, nur der Unterschied zum Mittelalter war, die Theologie im Mittelalter war reflexiv. Die hat sich die Frage des Gottesbeweises gefragt. Und sie hat über Gott nachgedacht und hat verschiedene Richtungen gegeben. Und sie hat über Gott nachgedacht und hat verschiedene Richtungen gegeben. Das war sehr intellektuelle und ganz, ganz gescheite Leute haben sie dochern. Es ist letztlich ein Bild eines, es ist kein Gott, aber sowas wie eine göttliche Ordnung, die mit einem Reflexionsverbot belegt wird. Und das ist natürlich, wenn wir jetzt dann so über unsere Kultur nachdenken, dass man in so einem Mythosleben, dann stellen sich vielleicht ganz, ganz entscheidende Fragen. Und die Frage ist, wie kann man diesen Außenstandpunkt festigen? Und ich glaube, aus dem Standpunkt kann man wirklich viel sehen. Und in den USA sieht man das, wie das zusammengeht. Der religiöse Gottesglaube mit den durchgehaltenen Libertären und so weiter und wie die hin und her spielen. Oder auch zum Beispiel mal nachlesen wie der Peter Thiel, der sich selber ja als Intellektueller begreift, was der schreibt über sein eigenes Denken, über den Abbau der Demokratie, ist das Betriebssystem der Demokratie überholt. Jetzt machen wir etwas Neues. Dankeschön. Eine dritte Frage noch. Ich habe keine Frage, ich wollte nur darauf hinweisen, die Themen, die Workshop-Themen von Professor Oetsch und von mir sind verwechselt worden. Das tut mir leid. Macht nichts, nur dass es dann kein Irrtum gibt oder keine Enttäuschung. Ich werde mir vorstellen, dass es mit den Raumänderungen passiert. Genau, das tut mir leid. Aber ich stelle Ihren Vortrag dann sowieso als Ihren Workshop noch vor. Ich glaube, es ist eh super, wenn wir jetzt in die Workshops starten, weil unser Ziel, dass wir heute um 18.15 Uhr circa fertig werden, möchten wir gerne trotzdem beibehalten. Es ist jetzt so, also genau, hier sind die Räume aufgelistet, also was auf jeden Fall stimmt, ist die Raumnummer und Raum 1505 ist die Frau Dr. Rosenberger, 1506 ist der Herr Dr. Eiter und 1107, das ist im 11. Stock, die anderen zwei sind gleich nebenan, ist der Herr Dr. Walter Oetsch. Und ich darf nur ganz kurz vorstellen den Workshop von Herrn Dr. Eiter zum Thema Rechtsextremismus und Rechtspopulismus als Bedrohung der Demokratie. Herr Dr. Eiter ist Jurist, Journalist und Sprecher des Oberösterreichischen Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie Vorstandsmitglied des Mauthausen-Komitees Österreich. und Rechtsextremismus sowie Vorstandsmitglied des Mauthausen-Komitees Österreich. Und 2022 wurde ihm das goldene Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich verliehen, weil er ist der Motor der antifaschistischen Bewegung, ganz wichtig in Oberösterreich und auf Bundesebene. In seinem Workshop erklärt er, was unter Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu verstehen ist, welche Ursachen sie haben, warum sie die Demokratie bedrohen und wie wir sie wirksam bekämpfen können. Und anschließend steht er für Fragen und für eine Diskussion zur Verfügung. Also diesen Workshop finden Sie eben dann gleich nebenan und die anderen zwei Referenten, Referentinnen gehen eben dann vertiefend auf den Vortrag, den Sie gehalten haben, ein. Ich würde Sie ersuchen, dass Sie um 17.50 Uhr wieder herkommen, dann haben wir circa 20 Minuten, 30 Minuten Zeit für die Abschlussdiskussion. Und vielleicht machen Sie sich aus mit der Pause, vielleicht gehen Sie in den Workshop-Raum und machen Sie dann mit der Referentin aus, wie Sie mit der Pause, ob Sie eine Pause brauchen, wann Sie diese einplanen. Genau. Dankeschön. Dann bis nachher.