Terra FM. Teacher Education Radio Austria. Das Studierendenradio der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Terra FM mit dem heutigen Titel Junglehrerinnenreport 2026. Dazu darf ich spannende Studiogäste begrüßen. Einmal die Susanne aus der Europaschule Linz, dann die Teresa aus der Hack-Linz-Auhof-Schule, dann die Tanja von der Mittelschule Mettmach und zu guter Letzt den Bernhard von der Technischen Neuen Mittelschule in Sierning. Ich sage einmal herzlich willkommen an alle Studiogäste. Unser Titel lautet ja heute Junglehrerinnen-Report. Da würde mich ein bisschen interessieren, wie geht es so unseren Junglehrerinnen in ihrer Position in der Schule? Was wird so gemacht? Gibt gibt spannende Erkenntnisse und würde dazu ganz gerne einmal mit der Susanne beginnen aus der Europaschule in Linz und wollte einmal fragen, wie geht es dir so in deinem Lehrerinnendasein? Vielleicht kannst du uns ein bisschen was kurz einmal berichten und ich freue mich schon auf die Ausführungen. Okay, danke für die Einladung. Ich arbeite jetzt seit knapp zwei Jahren an der Europaschule Linz und bin jetzt mittlerweile in der zweiten Schule sozusagen, weil wir sind ja jetzt in einem neuen Quartier. Und es geht mir eigentlich als Junglehrerin sehr gut an dieser Schule, weil das Kollegium ist sehr nett und unterstützend und wir haben auch gerade eine Projektwoche hinter uns gebracht und haben dort eigentlich eine sehr gute Stimmung auch gehabt mit den Schülerinnen und Schülern. Genau, also ich muss jetzt sagen, das erste Eindruck von der Schule nach zwei Jahren ist sehr positiv, besonders auch das Teamteaching, was natürlich bei uns an der Schule ganz besonders gefördert wird, wo wir auch Sonderpädagogen an der Schule haben, die da mithelfen. Und soweit muss ich sagen, es ist eine sehr gute Arbeit und macht sehr viel Spaß. Darf ich da vielleicht noch gleich kurz aufgreifen, weil vielleicht für unsere Zuseherinnen, denen vielleicht jetzt das Thema Teamteaching ein bisschen weniger sagt, könntest du uns doch kurz bitte erklären, was ist denn dieses Teamteaching eigentlich? Genau, also bei uns an der Schule und das ist in der Mittelschule allgemein so, ist, dass in den Hauptfächern sind die Fächer doppelt besetzt. Das heißt, wir haben zum Beispiel in Englisch, in Deutsch und Mathematik immer einen Zweitlehrer oder eine Zweitlehrerin in der Klasse, was dazu führt, dass man eben die Schüler besonders fördern kann oder unterstützen kann, wenn sie Fragen haben. Und besonders in Inklusionsklassen ist es in mehreren Fächern so, dass man einfach auch einen Sonderpädagogen als dritte Stütze dann bei den Hauptfächern in der Klasse hat, um die Schüler einfach bestmöglich zu unterstützen. Okay, Dankeschön. Therese, du bist ja auch noch aus Linz und bist in der Sekundarstufe 2 unterwegs. Wie geht es dir so als Junglehrerin? für zwei unterwegs. Wie geht es dir so als Junglehrerin? Ich denke, ich bin hier die, die noch am wenigsten Erfahrung mitbringt. Ich bin erst seit einem halben Jahr an der Schule. Muss aber sagen, dass ich mich schon sehr gut eingeliebt habe. Also es gab durchaus am Anfang viel Input und viel Lernbedarf von meiner Seite, aber ich bin da mittlerweile schon gut angekommen. Wie geht es in Bernhard so als Junglehrer, eher im ländlichen Bereich in Siening, in deiner neuen Position? Ja, Sirning ist so mittelländlich, für die, die es nicht kennen, es ist halt stadtnahe und hat doch 10.000 Einwohner. Also wir haben so eine gute Mischung am Klientel, wie man sich das wünschen würde, mit sehr leistungsstarken Schülern und auch weniger leistungsstarkenken es funktioniert ganz gut ich persönlich habe ein netz sehr große freude mit dem terminus jung lehrer weil ich bin jetzt im dritten dienstjahr aber die arbeit seit 25 jahren stehen behufsleben und ich bin lehrer geworden in diesem quer einstiegs programm eben vor drei Jahren. Ich habe die Herausforderung gesucht und durchaus gefunden, weil jeder Tag ist anders, jeder Tag ist herausfordernd und bringt auf jeden Fall das mit, was ich persönlich eben schön finde in einer Arbeit, dass das Lernen nie ausgeht, dass es nie langweilig wird und dass man große Herausforderungen zu bewältigen hat. Auf diese Herausforderungen kommen wir sicher noch zu sprechen. Lividania, wie geht es dir so im In-Viertel von Region aus? Junglehrerin in deinem Beruf, in deinem täglichen Doing. Was kannst uns du da so als erstes Statement einmal berichten? Ja, ich bin auch im zweiten Dienstjahr jetzt. Und ich muss sagen, bei uns sind die Gegebenheiten ein bisschen anders als in Stadtnähe. Wir sind sehr ländlich gelegen zwischen die Städte Ried und Braunau. Dort tut sich nicht viel. Die Schule ist relativ klein, wird aber demnächst auch vergrößert um eine I-Klasse und ein Schulumbau steht an, dass eventuell noch andere Polyzweige zu uns kommen. Wir haben schon einige an unserem Standort. Ich unterrichte jetzt die zweiten Klassen bis zum Poly, je nachdem. Und wir haben auch gerade eine Sportwoche mit den ersten Klassen hinter uns gebracht. Das war auch ein super Kennenlernen. Grundsätzlich macht es mir sehr viel Spaß in unserer Schule. Wir sind auch von den Kollegen her gemischt, also jung bis alt. Und ich glaube, das ergänzt sich auch sehr gut im Kollegium. Dankeschön. Dann vielleicht, wenn wir in der Runde wieder bei der Susanne starten, mit meiner nächsten Frage. Was bewegt dich, jeden Tag in die Schule zu gehen? Gibt es etwas, was dir besonders Spaß macht mit deinen Schüler und Schülerinnen? Was kannst du uns da Positives berichten? Vielleicht so in der Richtung. vielleicht so in der Richtung? Also meine Motivation für die Arbeit an der Schule sind sicher auch die Kinder, weil ich einfach das Gefühl habe, man ist für die Kinder ein bisschen ein Wegweiser und man zeigt ihnen so ein bisschen die Möglichkeiten auch für das zukünftige Leben. Und es macht einfach großen Spaß. Also es geht jetzt nicht nur um die Wissensvermittlung, sondern einfach darum, dass man mit den Kindern Zeit verbringt und dass man ihnen auch einmal zeigt, es gibt etwas anderes als das Handy vielleicht. Oder man interessiert sich auch für die Kinder abseits der Schule. Also wie war das Wochenende am Montag, die typische Frage. Ganz einfach auch die Beziehungsarbeit, die man fortbringt mit den Schülerinnen und Schülern. Und es ist auch Arbeit. Man muss sich ein Vertrauen gewinnen. Und man sieht dann einfach, man wächst zusammen und man hat dann tolle Erfahrungen bei Projektwochen zum Beispiel. Man startet in der ersten Klasse und das geht weiter bis zur vierten Klasse. Und das ist einfach eine sehr bereichernde Arbeit, finde ich. Das Team-Zusammenwachsen, das ist ja vielleicht bei der Teresa dann ein bisschen anders, weil du bist ja in der Sekundarstufe 2, dann hast du ja dann so ein bisschen die älteren Schüler und Schülerinnen dann schon. Wie geht es dir so? Hast du was extra Positives zu berichten, was dir Spaß macht? Was siehst du so bei deinen Schülerinnen, wo kann man es begeistern? Ich kann das eigentlich von der Susanne nur unterstreichen. Ich finde, die Gemeinschaft, die man mit den SchülerInnen erlebt, ist eigentlich das, was mich jeden Tag motiviert und begeistert, als Lehrerin tätig zu sein. Ich muss aber auch sagen, ich habe das Glück, auch politische Bildung und Geschichte zu unterrichten. Und da merke ich schon ein enormes Interesse, einen Wissensdurst eigentlich, einen Wissenshunger von den SchülerInnen, da zu erfahren, was da gerade alles passiert in der Welt, da drauf zu kommen, die Hintergründe gemeinsam zu beleuchten. Und das ist, was mir auch total Spaß macht und was mich zusätzlich motiviert. Wie geht es dir in Bernhard? Du hast gesagt, du bist im dritten Dienst seit schon. Du hast vielleicht schon ein bisschen mehr von deinen Schülerinnen gesehen, an positiven Erlebnissen, was dir besonders aufgefallen ist. Was bringt dir einerseits jeden Tag in der Früh zum Aufstehen und sagt, jetzt macht mir Spaß oder auf die Stürze mich. Und wie geht es dir dann mit deinen SchülerInnen im Zusammenwachsen? Siehst du da schon, wie eine Frucht ein bisschen gesprießt hat oder ob sie da was getan hat? Ich finde das beim Sprießen zuzuschauen, das ist oft nicht so leicht, weil man das Wachsen, also zumindest sein eigenes Zutun zum Wachsen der Kinder und Jugendlichen halt nicht wirklich messen kann. halt nicht wirklich messen kann. Und für mich persönlich ist eher spannend, wie und ob man es beeinflussen kann auf ihrem Weg. Weil ich glaube eben daran, dass ein einzelnes Wort möglicherweise entscheidend sein kann für die Zukunft der Kinder. Und das würde mich eben interessieren, welche Worte das einmal gewesen sein werden. Also für mich sind die 50 Minuten Unterricht zwar sehr spannend und interessant, aber ich glaube, das Wesentliche ist eben, dass man für die Kinder einen positiven Rahmen schafft, dass sie das Lernen positiv sehen und dass sie eine gute Zeit haben, wo es nicht nur um das Müssen geht, sondern irgendwann das Wollen dann möglicherweise sogar im Vordergrund steht. Das ist ein interessanter Blickwinkel. Liebe Tanja, wie geht es dir so? Was hast du schon bei deinen Schülerinnen beobachten können am Positiven? Und vor allem, was lässt dich jeden Tag in der Früh aufstehen mit Freude? Und wo denkst du, da kann ich heute wieder anpacken? Grundsätzlich macht es mir am meisten Spaß, wenn ich merke, dass bei eher schwächeren Schülern wirklich was weiter geht. Wenn sie mitlernen können, wenn sie Sachen lernen, wo sie sich nie gedacht hätten, dass sie das in zwei Wochen können. Das finde ich sehr positiv und sie freuen sich ja dann selber. Das Nächste, wo der Bernhard schon gemeint hat, was positiv vorleben, jedes Wort entscheidet. Ich glaube, dass wir eine sehr starke Vorbildwirkung haben als Lehrer und die Schüler prägen sich viel mehr ein, als wir glauben. Weil, ein Beispiel, meine Kollegin hat mit ihren Schülern gesprochen, sie ist dort KV, in der vierten Klasse und die meinten, die konnten mich genau beschreiben, was ich an dem Tag anhatte. Ich von mir aus hätte ich es nicht mehr gewusst, was ich an dem Tag getragen habe. Also, ganz interessant, worauf Schüler eigentlich schauen. Egal wie der Habitus ist, wie man spricht, wie man sich anzieht, die Lehrerpersönlichkeit ist halt sehr ganzheitlich zu sehen und nicht nur auf Wissen vermitteln bezogen. Das ist ein interessanter Ansatz. Ein interessanter Ansatz. Vielleicht könnten wir da nach einer kurzen Pause anschließen und würde sagen, spielen wir jetzt einmal ein interessantes Musikstück ein an die Regie. Oh, oh, oh, oh Gorgeous gowns, elegant creatures Crawling around the Garden of Eden Who are you wearing? How are you sleeping? Do all the drugs just stop you from grieving? I would expect nothing less from District 1 The taste of blood must have a nice flavor When the odds are in your favor Ooh, the flashing lights Ooh, light up the sky Ooh, now is the, everyone's quiet Won't someone tell me why? No tongues, but we still scream Cease fire, are you listening? Can you hear the violence? Do the cannons cut to silence? No tongues, but we still scream Cease fire, are you listening? Can you hear the violence? Do the cannons cut through silence, oh All the lies in all of the papers Paint a nice picture, but do us no favors Fire is catching while you're attacking Innocent children, how is this happening? I would expect nothing less from those like you What it must feel to be stone-hearted No remorse for the souls discarded For you The flashing lights Light up the sky There is no time Everyone's quiet Won't someone tell me why No tongues but we still scream Cease fire, are you listening? Can you hear the violence? Do the cannons cut through silence? Oh, no tongues But we still scream Cease fire, are you listening? Can you hear the violence? Do the cannons cut through silence? Oh Deeper You were Deeper You were No tongues but we still scream Cease fire, are you listening? Can you hear the violence? Do the cannons cut through silence? No tongues, but we still scream Cease fire, are you listening? Can you hear the violence? Do the cannons cut through silence? Herzlich willkommen zurück zu unserem Junglehrerinnen-Report. Ich möchte jetzt gleich nach dieser kurzen Pause anschließen, weil meine Frage war ja so ein bisschen, was motiviert euch positiv, jeden Tag in die Schule zu euren Schülerinnen zu gehen? Und jetzt ist, glaube ich, für mich eine wichtige Frage oder auch was vielleicht unsere Zuseherinnen interessiert, wie motiviert man SchülerInnen in der heutigen Zeit, dass man es gut abholt, dass sie gerne in die Schule gehen, auch Themen und wichtige Sachen lernen? Vielleicht könnte mir da jemand einmal einen Geheimtipp übermitteln. Wie motiviert man heute SchülerInnen? Einen Geheimtipp übermitteln. Wie motiviert man heute SchülerInnen? Gibt es vielleicht jemanden, der sich hier der Sache mal federführend annehmen möchte? Ob es einen Geheimtipp gibt, weiß ich nicht. Das ist die Frage, die man sich wahrscheinlich, die man nicht nur ich jeden Tag stelle, wie motiviert man wen. Wir haben auf jeden Fall, zumindest in der Mittelschule, sehr viele verschiedene Kinder in jeder Klasse. Jeder Mensch ist sowieso ein Individuum. Aber wenn man in der Mittelschulklasse drinnen sitzt oder steht, dann wird einem das erst wirklich bewusst, was das für Auswirkungen hat, wenn man da alleine 20, 22, 23 Kinder beschulen soll und jedes ist ganz unterschiedlich, jedes hat ganz andere Aufmerksamkeiten, jedes hat ein ganz anderes Wissen, dann ist das eben die große Herausforderung, dass man auch jedes Kind dann erreicht. Und eine Antwort auf diese Frage da in dieser kurzen Stunde zu geben, ist wahrscheinlich schwierig. Wie holst du das ab? Oder hast du schon jetzt was entwickelt vielleicht? Weil ich habe das Gefühl, du holst deine SchülerInnen schon ganz gut ab. Aber wie machst du das? Hast du da so ein kleines Rezept? Das funktioniert auch unterschiedlich gut. Also was auf jeden Fall die Sache ist, man macht zweimal zwei Sachen und einmal funktioniert es und einmal funktioniert es nicht und manchmal weiß man nicht warum. Genau, ich kann da den Kollegen nur recht geben. Ich glaube, es gibt leider kein Patentrezept. Ich glaube, es sind so viele verschiedene Faktoren, ist das nur der Beitrag der Lehrkraft, die Schüler dahingehend zu motivieren, gerne in den Unterricht kommen zu wollen? Welchen Beitrag leisten die Eltern, die bisherige Schulerfahrung, die Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Also ich glaube, es ist ganz, es spielen so viele Faktoren mit. Ich glaube, es gibt kein Rezept, das man einfach abschreiben kann und das funktioniert leider. Das ist aber auch die Chance und die Herausforderung, die Schönheit unseres Berufs, uns da immer einzustellen auf die jeweiligen Bedürfnisse, Bedarfe der SchülerInnen und genau, das macht es spannend. Man muss auf jeden Fall flexibel bleiben, weil das Wetter ist unterschiedlich, das ist, wenn es sehr schön ist, unterschiedlich, wie wenn der erste Schnee fällt oder wenn irgendwas Außergewöhnliches passiert ist, ob es im Elternhaus ist, ob es in der Schule war, die Tage werden anders und wenn man das Programm durchzieht, wird man keinen Erfolg haben. Ich möchte noch eins ergänzen. Ich glaube, dass es sehr viel auf die Altersstufe der Schülerinnen und Schüler ankommt. Jüngere SchülerInnen kann man besser motivieren mit beispielsweise Punktesystemen und so weiter. Das haben wir jetzt in der Sportwoche eingesetzt. Das hat sehr gut funktioniert. Bei Wanderungen, gerade von eher unsportlichen SchülerInnen, wenn ihr es schafft, das zu meistern, dann bekommt ihr zwei Extrapunkte fürs Wochenquiz. Und wir hätten ehrlich gesagt selber nicht gedacht, dass das so gut funktioniert. Aber keiner hat gejammert und sie haben es wirklich durchgezogen bis zum Letzten. Also wir waren stolz und ich habe sie dann angesprochen und gesagt, bist du stolz auf dich? Ja, sehr. Und sie freut sich auf die nächste Wanderung, hat sie gemeint. Das finde ich ein Beispiel für Erfolg. Bei älteren SchülerInnen müsste man wahrscheinlich auch andere Methoden wählen. Da weiß man dann eh schon individuell, was zieht und was nicht zieht. Ja, ich glaube auch, dass das ein ganz gutes System ist, wenn man ihnen so kleine Symbole vielleicht gibt, wo sie sich was verdienen können oder was ich aber finde für Motivation ist, dass man einfach mit einem Lächeln reingeht, egal wie vielleicht der Vortag auch war und dass man ihnen signalisiert, es gibt immer wieder auch einen neuen Tag, auch wenn der Vortag vielleicht einmal eine Problemsituation gezeigt hat. Und der Humor finde ich sehr wichtig als Lehrperson. Gerade in der Unterstufe finde ich es ganz wichtig, dass man ihnen auch zeigt, man kann einmal einen Spaß haben mit der Frau Lehrerin. Auch in der Oberstufe, also Humor. Auch in der Oberstufe, also Humor. Auch in der Oberstufe. Genau. Oder auf der Projektwoche, dass man sich von einer anderen Seite zeigt. Und auch wenn die Schüler dann sagen, das war jetzt in der Früh, hat die Frau Steinmichl Volksmusik gespielt zum Aufwecken, das war total blöd. Aber am nächsten Tag vermissen sie es dann, wenn man es nicht spielt. Also ich glaube, Motivation ist nicht nur der Punktesystem, sondern auch die Art und Weise, wie man in den Unterricht reingeht oder wie man den Tag gemeinsam startet. Wie ist das Thema Motivation in Bezug mit Methoden zu setzen? Findet ihr, braucht es Technik, braucht es neue Medien, um die SchülerInnen mehr oder weniger womöglich zu motivieren? Ist das mehr die Lehrkraft per se, die es entsprechend motiviert, oder ist das vielleicht so ein Mittelweg zwischen Einsatz von neuen Medien und LehrerInnen und Humor? Wie dürfen wir das so vielleicht vorstellen? Also neue Medien sind sowieso verstärkt im Lehrplan vertreten jetzt. Wir sind eine sehr moderne Schule. Wir setzen eigentlich fast in jeder Stunde Medien ein. Es geht gar nicht anders. Unsere Schule ist einfach modernisiert. Es gibt keine Tafel mehr. Die werden täglich verwendet. Ich habe das meiste zum Beispiel auf Google Drive abgespeichert, dass die Schüler auch am BIMA mitschauen können. Und grundsätzlich kann ich sie in den Lernfächern gut motivieren, indem ich ihnen was präsentiere, wo Sie selbst wirksam sein können. Zum Beispiel in Geschichte und politische Bildung selbst ein Zeitzeugeninterview erstellen, Projekte. Das hat sehr viel mit Ihrer eigenen Geschichte zu tun, mit Ihrer Familiengeschichte. Und Sie können selber sagen, wie weit gehe ich mit meinen Fragen, was würde ich noch ändern, wie möchte ich mein Thema präsentieren? Möchte ich ein Video präsentieren, einen Podcast? Möchte ich es verschriftlichen? Oder präsentiere ich es für alle am BIMA mit Programm? Mit solchen Dingen habe ich eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn sie wählen können, ich glaube, die Wahl ist sehr wichtig für Schüler, dass sie nicht von oben herab indoktriniert werden. Die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei und man sagt, du bekommst jetzt das Arbeitsblatt und das ist zu erledigen. Wenn ich eine Wahlmöglichkeit habe, habe ich im Kopf, ich mache es freiwillig bis zu einem gewissen Grad und dann ist meine Motivation natürlich auch größer. Interessanter Punkt. Aber funktioniert bei euch die Technik immer? Meistens. Wir hatten vor kurzem eine Internetumstellung, da hat es nur einen halben Tag gehappert, aber man braucht dann ein Ersatzprogramm, dann geht es. Ich habe manchmal das Gefühl, man verliert teilweise auch Zeit, wenn man mit Medien arbeitet. Wir haben auch Laptops im Unterricht, die wir verwenden, in Geschichte auch, wo die Schülerinnen und Schüler Projekte selbstständig erarbeiten. Dann haben wir wieder Diskussionen, weil der Laptop nicht dabei ist oder weil das Ladekabel zu Hause vergessen wurde. nicht dabei ist oder weil das Ladekabel zu Hause vergessen wurde. Also natürlich, wir sind jetzt 2026, KI ist überall, wir sollen mit dem Computer arbeiten, neue Medien sollen verwendet werden. Aber ich finde manchmal sind einfach die Gegebenheiten nicht da, um auch wirklich produktiv zu arbeiten. Und darum, ich denke mal, weniger ist da teilweise auch mehr. Man muss nicht unbedingt jetzt in jeder Stunde den Laptop verwenden oder den Computer einsetzen. Das ist kurz das Thema KI-Gefahren. Wie werden die KI verwendet? Wie werden die eingesetzt im Unterricht? Oder wird die schon aktiv eingesetzt? Und auch für mich die Frage, na ja, die Schülerinnen sollen ja jetzt etwas lernen, die KI, man fragt was, man kriegt eine Antwort, wie kann man das einbauen oder wie stellt man trotzdem sicher, dass man die Bildungsziele erfüllt, unter dem Gesichtspunkt, neue Medien, neue Technologie, man muss ja eigentlich vielleicht auch nicht mehr alles wissen oder doch, oder wie geht es da euren Schülerinnen, wie geht es ihr damit um, setzt ihr schon KI ein? Wenn ich da vielleicht antworten darf, ich sehe es im Deutschunterricht als eigentlich als zweischneidiges Schwert. Als zweischneidiges Schwert. Also genau, es gibt große Vorteile der KI, vor allem für Form Zukunft und auf die sollen wir unsere SchülerInnen vorbereiten. Das heißt, bei mir ist generell KI erlaubt beim Erstellen von Präsentationen, wenn sie unter der Prämisse, dass sie einfach immer auch eine Ahnung haben, wovon sie sprechen, dass sie mir jedes Wort auch bei Bedarf nochmal selbst erklären können, das sie verwenden. Also nicht so ein blindes Übernehmen von allem. Um das geht es mir, also um das kritische Reflektieren, das dahinter steht. Das sehe ich als großen Bildungsauftrag auch für die Zukunft. Schwierig wird es natürlich dann bei Hausübungen. Also das ist ein Fakt, der ist bei mir quasi nicht mehr möglich. Aufsätze schreiben, auch bei denen, die eigentlich sehr bemüht sind, sagen wir mal, sie lassen halt, sie schreiben einen Text und lassen dann nochmal die KI drüberlaufen, um da einfach einen möglichst gelungenen Text abgeben zu können. Das ist dann kein Mehrwert für mich für den Unterricht, weil ich ja nicht sehe, wo die Leute stehen. Und mein Ziel wäre ja, sie irgendwie weiterzubringen. Aber für das selbstständige Üben und Lernen zu Hause, auch fürs Vorbereiten auf Schularbeiten, dass sie Textsorten, Beispiele geben lassen und das nochmal durchzunehmen, wie sich die KI ist, wie kann ich mich da bei meinem Ausdruck verbessern. Da steckt viel Potenzial eigentlich dahinter. Man muss eben nur wissen, was Sinn macht beim Nutzen der KI. Ich sehe genauso, gerade im Deutschunterricht ist das die große Herausforderung, weil meine persönliche Meinung ist, dass man KI sinnvoll für das Schreiben von Texten verwenden kann, muss man sehr gut Deutsch können, weil man beurteilen kann, ob der Text, der da rauskommt, gut ist. Das wäre jetzt mein Ziel, dass das nach erfolgreichen Unterrichtsjahren dann so ist, dass eben die KI die Person unterstützt, noch besser zu schreiben. Es ist aber natürlich für lernschwächere Kinder auch sehr sinnvoll, weil man kann jetzt mit der KI einen ordentlichen Brief zum Beispiel schreiben oder ein ordentliches E-Mail, obwohl man jetzt vielleicht das ein oder andere Defizit hat. Und ich denke mir, das sollten wir in der Schule auf jeden Fall aufnehmen, diesen Ball, weil das wird einfach so sein. aufnehmen diesen Ball, weil das wird einfach so sein. Ich glaube, es gibt kaum noch wen, der den Computer verwendet und KKI verwendet, weil es einfach so ist wie damals mit dem Taschenrechner. Da könnte man jetzt auch noch die Wurzel händisch ziehen. Wo der Mehrwert ist, weiß man nicht. Im Mathematikunterricht muss man natürlich auch das Verständnis vermitteln. Ich bin kein Mathematiklehrer, aber man muss eben kapieren, wie das Ganze zusammenhängt. Aber man muss nicht alles dann selber rechnen können. Und so wird es mit der Sprache, oder so ist es mit der Sprache schon, auch wenn es in der Schule vielleicht noch nicht angekommen ist, überall. Aber ich glaube, das Thema Texte schreiben wird durch die KI schwierig. Also ich finde, Hausebungen, gerade im Sprachunterricht, kann man sich eigentlich sparen im Sinne von schreibe einen Text zu Hause, weil die werden halt dann mit Hilfe von KI verfasst. Wobei, ich muss sagen, früher waren es halt dann die Mama oder der Papa, die daneben gesessen sind und den Text mit verfasst haben. Also ich denke mir, man hat es nie nachvollziehen können, woher kommt dieser Text. Im Haushalt mit höherer Bildung. Also bei uns ist es auch so, im Deutschunterricht beispielsweise, längere Texte werden mittlerweile in der Schule geschrieben, vor Ort. Da kann ich sicher sein, dass sie auch selbst geschrieben werden. Sonst finde ich aber KI eigentlich sehr hilfreich, gerade vielleicht in Mathematik, in dem Bereich, wenn ein Schüler die Erklärung noch nicht ganz verstanden hat, er kann sich durch die KI noch mal in anderen Worten erklären lassen. Natürlich nicht nur in Mathematik, auch in anderen Fächern. Also da eröffnen sich schon sehr viele Möglichkeiten. Im positiven Sinn auch. Man darf nicht nur das Negative sehen, glaube ich. Außerdem kann man es sowieso nicht aufhalten. Und auch als Lehrperson kann man es nutzen. Naja, es ist so. Ich denke mal, so wie es bei uns ist mit Kindern, die leichtere Texte brauchen, also sprachlich leichtere Texte, weil sie vielleicht nicht Deutsch als Erstsprache haben, kann ich einen Text in ein KI, in eine App einfügen und kann dann eingeben, bitte verfasse einen Text auf dem Niveau A2 oder A1 und ich kann dadurch einfach die Sprache erleichtern. Wie empfindet ihr, geht diesen Text, wenn man jetzt auf Deutsch speziell einen Fokus wirft, oder auch in anderen Fächern bis auf Mathematik, geht da so einem Text die Seele etwas verloren, die persönliche Note, merkt sie das, oder hat sie schon Erfahrung, wo sie sagt, das passt, das wirkt altersadäquat oder wie merkt sich das oder merkt sich da überhaupt was? Ich habe schon gesagt, die Kinder sind sehr verschieden und die persönliche Note ist oft sehr intensiv, würde ich sagen, weil es oft nicht ganz so einfach ist, dass man überhaupt quasi die Seele des Textes so direkt erfassen kann, weil man schon sehr weit in sich gehen muss, um zu verstehen, was jetzt da gemeint ist. Bei Schülerinnen ist es ein bisschen schwer dann mit der Sprache und auch mit der Schrift. ihnen das ein bisschen schwadern mit der Sprache und auch mit der Schrift. Und da kann das auf jeden Fall ein Vorteil sein, dass man diesen Kindern hilft, ordentliche Texte zu schreiben. Aber man muss ihnen zeigen, was ist ein ordentlicher Text, was soll in der drinnen sein, was will man ausdrücken. Also ich sehe es eher positiv, auch wenn es natürlich für uns als Schule, wir sind jetzt alle noch nicht lange im Geschäft, aber es gibt sicher noch den anderen oder anderen Kollegen oder Kolleginnen, die noch traurig ist, weil sie ihre Overhead-Folien nicht mehr verwenden kann, weil es halt schade ist um die Arbeit. Und man muss halt sehr viel lernen da eben aus Schule insgesamt, aus Institution. Weil es da eine neue Technik gibt und das ändert einfach alles. Wir müssen die Leute einfach was anderes beibringen. Weil dass man eben einen Text strukturiert, ja, man muss verstehen, was das ist und warum man es braucht. Aber dass man das jetzt direkt hundertmal üben muss, die Zeit ist vorbei. Genau, ich glaube mit diesen Worten von Bernhard und eben, er hat gesagt, er ist noch nicht so lange im Geschäft, aber er bringt ja viele bereits erworbene Fähigkeiten und Berufserfahrungen mit, so wie alle anderen hier, würde ich gerne in eine kurze Pause gehen und dann daran wieder anknüpfen. You said it doesn't matter anyway Boy, I've been sinking in the shadows At night, I feel it under my skin Cause I hear voices when my eyes close You could run a million miles You can't outrun the truth You said it doesn't matter anyway But somehow I always chase it I guess rock bottom has a basement Spinning on this rock Can't get off, can't get off Oh no, no Trying not to stop Can't slow down, can't slow down Oh no, no Let to stop Can't slow down Can't slow down Oh no no Let me go, let me go Let me have control Let me go, let me go Cause I'm miserable Spinning on this rock Can't get up, can't get up Oh no no Feels like I never will be good enough So what's the point of even trying? We play the game of the apocalypse I just wanna live before I'm dying You can run a million miles You can't outrun the truth You're set, it doesn't matter anyway Somehow, I always taste it I guess my bottom has a basement Spinning on this rock, kick it off, kick it off, oh no no Try it all to stop, can't slow down, can't slow down, oh no no Let me go, let me go, let me have control Let me go, let me go, cause I'm miserable Spin it all on this rock, kick it off, kick it off, oh no no Let me go, let me go, let me have control Let me go, let me go, let me have control Let me go, let me go, cause I'm miserable Let me go, let me go, let me have control Let me go, let me go, cause I'm miserable Cause I'm miserable Spinning on this rock, can't get off, can't get off Oh no, no Trying hard to stop, can't slow down, can't slow down Oh no, no Oh no, no Let me go, let me go Let me have control Let me go, let me go Cause I'm miserable Can't get up, can't get up Oh no, no. Terra FM. Teacher Education Radio Austria. Das Studierendenradio der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. Herzlich willkommen zurück zu unserem Junglehrerinnen-Report nach der Pause. Und zuletzt hat der Bernhard auch über das Thema gesprochen, dass er ja bereits über eine breite Berufserfahrung verfügt. Und mich würde jetzt interessieren an die Runde, was ist, glaubt, euer Mehrwert der bereits erworbenen Berufserfahrung, was ihr jetzt einbringen könnt, aktiv in euren Unterricht und auch als Mehrwert für eure Schülerinnen anbieten könnt. Na ja, jetzt bin ich wieder am Wort. Man weiß halt ein bisschen mehr, was im Berufsleben drauf ankommt. Ich bin wieder bei Deutschunterricht, da bin ich eine Klasse, da sind die leistungsstärksten Schülerinnen, die muss man halt ein bisschen kitzeln, dass sie sich rauskommen. Aber solche Leute brauche ich im Berufsleben jetzt nicht, salopp formuliert. Dort brauche ich Leute, die initiativ sind, die von sich aus was machen, die Ideen haben, die lästig sind, die laut sind, die kreativ sind und nicht Leute, die sagen mach das und die machen es dann perfekt. Die Leute sind in der Schule sehr gut, lauter Einser, aber wir brauchen im Berufsleben andere Leute. Also die Leute mit lauter Einser brauchen wir auch, aber die sind dann, also mein letzter Beruf war vorher in der Verwaltung, die sind dann Sachbearbeiter, aber wenn man eine leitende Position haben will, braucht man eben Leute, die selber Ideen haben und die ums Eck denken. Und denen man sagt, mach so, und die dann das nicht so machen, sondern besser. Das kann ich auch nur unterstreichen. Ich kenne genug Persönlichkeiten mit schon sehr unterbrochenen Schulkarrieren, die dann echt viel erreicht haben. Also die haben halt vielleicht mit alter Schule, so im Sinne von Autoritätskämpfe, kämpfe, nicht viel anfangen zu können, sie irgendwie da unterzuordnen oder wie es in meiner Schullaufbahn eigentlich eher der Fall war. Genau, die haben da ziemlich zu kämpfen gehabt, aber genau das, so Persönlichkeiten braucht es oft. Genau. Kann ich nur unterstützen. Querdenker. Querdenker und genauso wie Quereinsteiger. Genau, braucht beides. Querdenker und Quereinsteiger. Nein, ich weiß nicht, ich bin auch ein großer Fan von den Schülern, die Dinge hinterfragen. Weil manche von uns schlucken alles runter und wir haben aber Gott sei Dank nur ein paar, die dann auch sagen, warum brauchen wir das oder wofür lernen wir das? Und das finde ich ganz wichtig für die Zukunft, dass die Kinder einfach auch eine Meinung haben dürfen und dass die Meinung auch gehört wird. Genau, das finde ich einfach. Das kann ich nur bestätigen. Ich finde es nur sehr interessant, wenn man in die eine Klasse reingeht, gibt es Querdenker oder man hat zumindest das Gefühl, die hinterfragen alles, die sind auch mal laut und frech und anstatt das jetzt aufzuzeigen, wozu brauche ich das jetzt? Und dann gibt es andere Klassen, die sagen, was machen wir jetzt? Wie meinst du? Ja, was müssen wir jetzt weitermachen? Ja, du machst dein Projekt oder was auch immer, wenn es eine freiere Arbeit ist, die ein bisschen differenzierter ist vom Lernniveau her, wo sie selber überlegen müssen, da haben manche schon ziemlich große Probleme. Projektarbeit und andere Dinge. Das ist auch beobachtbar. Woran das jetzt genau liegt, haben meine Kollegen und ich auch schon gerätselt, keine Ahnung. Aber es ist oft eine ganze Klasse so und die andere Klasse ist komplett anders im Denken und im Agieren eigentlich. Da schließt sich ein bisschen der Kreis, was unsere Aufgabe ist aus meiner Sicht. Wissen ist ja frei verfügbar. was unsere Aufgabe ist aus meiner Sicht. Wissen ist ja frei verfügbar. Du kannst am Handy ständig jedes Faktum, das irgendwie verfügbar ist, sofort herausfinden. Die Frage ist, wie verknüpft man es? Und das ist ja so dieses KI-Thema dann wieder. Ich kann mir ja alles machen lassen, ich kann alles finden, aber wir müssen dem Ganzen einen Sinn geben. Sie müssen verstehen, diese Werkzeuge und dieses Wissen zu verknüpfen, dass man dann was Neues draus machen kann. Da tun sie sehr viel, sehr schwer natürlich, aber sie kommen ja zu uns, dass sie was lernen. Ist auch die Frage, wie man dann zu Verhaltensnoten per se steht in der Schule, wo ja schon Personalverantwortliche, zumindest sagen wir es wie unsere SchülerInnen, wo ja manche, genau, nicht manche, sondern die meisten werden sich dann bewerben, halt bei nach Abschluss ihrer Schullaufbahn bei uns, wo die Verhaltensnote immer sehr relevant wird, eben weil ein Personalchef schaut, okay, wie ist das Verhalten, noch bevor er sich eigentlich so auf die Noten konzentriert. Aber eigentlich könnte man das in Frage stellen, wie obrigkeitshörig ist man und ist das eigentlich immer gewünscht und gut so? Oder neigt man doch, kritisch zu denken? Was manchen KollegInnen mit Recht ist vielleicht manchmal und anderen mehr. Merkt ihr jetzt auf eure Berufserfahrung, was ihr schon gesammelt habt, wenn ihr an eure eigene Schullaufbahn denkt, gibt es etwas, wo ihr sagt, das mache ich jetzt anders als zu meiner Schulzeit, wenn ihr an den Lehrer oder an die Lehrerin denkt, die unterrichtet hat? wie zu meiner Schulzeit, wenn ich an den Lehrer oder an die Lehrerin denke, die unterrichtet hat. Macht sie Sachen gleich, macht sie sie absichtlich anders, kommt natürlich auch immer aufs Fach drauf an, aber wenn ihr an eure eigene Schullaufbahnzeit zurückdenkt, da hat es einen besonderen Lehrer oder Lehrerin gegeben, der etwas besonders toll gemacht hat, was in Erinnerung geblieben ist und wo sie sagen, das will ich so meinen SchülerInnen auch mitgeben, dass die vielleicht dann in 20, 30 Jahren einmal denken, das war eine super Lehrkraft und das nehme ich mir mit. Bei mir ist es lustigerweise so, dass ich erst wieder meine eigene Schullaufbahn reflektiere, seit ich jetzt auch an der Schule bin. Also vorher habe ich mir viel weniger Gedanken darüber gemacht, wie es mir eigentlich in der Schule gegangen ist. Aber ich merke, dass es mich jetzt beschäftigt, so wie ich eigentlich meine Deutschlehrerin damals war. Und ich will es eigentlich nicht anders machen. Ich habe nur schon ein, zwei LehrerInnen im Kopf, wo ich mir denke, die war eigentlich schon fordernd. So meine italienische Professorin war das damals. Die hat schon viel verlangt, aber eigentlich mir auch viel beigebracht. Und auf eine angenehme Art, fordernd auf eine angenehme Art. Und BWL war auch so ein Fach, wo richtig viel verlangt worden ist, aber eigentlich kommt man viel davon wieder unter. Und ich glaube, um das geht es, dass man Inhalte vermittelt, die man dann einfach schauen kann, mit denen man nachher noch etwas anfangen kann. Bewusst oder unbewusst. Ich bin ein Schulabbrecher eigentlich. Mir hat Schule dann notgedrungen lang beschäftigt, weil erstens war ich doch sehr lang in der Schule. Ich bin kein Abbrecher, ich habe das Gymnasium fertig gemacht mit einem negativen 8. Klasszeugnis damals, also Matura hat ich einfach nicht gemacht, erst viel später, aber insofern hat mich das relativ lange beschäftigt, dann dieses ganze Thema. Und ich war dann eben, habe die Matura nachgemacht im Abendgymnasium und ich habe das dann sehr angenehm gefunden, dass man dort irgendwie einfach anders behandelt worden ist, nämlich als quasi vollwertige Person. Was natürlich vielleicht zehn Jahre nach der Schulzeit auch bei mir mehr der Fall war, dass ich ein bisschen reifer war. Aber ich verstehe die Schüler teilweise sehr gut, dass sie sich da nicht sehr gut aufgehoben fühlen in der Schule. Da geht man hin und sollte irgendwas machen, man weiß aber eigentlich nicht warum. Es freut einen nicht, man wird nicht behandelt wie eine vollwertige Person. Und das ist eine sehr erfordernde Sache, dass man das dann erschafft, dass man diesen vielen Persönlichkeiten, die man da unterrichtet, dass man denen gerecht wird. Also ich glaube, dass als Lehrer einfach wichtig ist, dass man sich selber treu bleibt und nicht den Schülern irgendwas vorspielt. Ich glaube, Authentizität ist das W Schülern, als wenn man ihnen irgendeine Rolle vorspielt, weil man der perfekte Lehrer sein will. Genau das soll es nicht sein und das merken die Schüler auch. Wenn ich so an meine eigene Schullaufbahn zurückdenke, eigentlich war unsere Lieblingslehrerin und zwar wirklich von sehr vielen, unsere Französischlehrerin, die sich nicht immer hundertprozentig korrekt verhalten hat, die sehr viel aus ihrem Privatleben erzählt hat, aber nicht, weil sie sich anbiedern wollte, sondern weil mit ihrem Mann wieder irgendwas Lustiges passiert ist. Also der Schmäh ist permanent unterschwellig gelaufen. Es war sehr schwierig, ein sehr hohes Niveau damals, wie sie unterrichtet hat. Und man ist trotzdem gerne in ihren Unterricht gegangen. Und ich glaube, dass das nicht selbstverständlich ist in einem Fach, wo es sehr viele Schwache gab. Ich glaube, dass einige zwischen vier und fünf bei ihr standen und trotzdem gerne hingegangen sind, um sie zu erleben. Und sie war einfach authentisch, so wie sie war. Da muss ich leider widersprechen, liebe Tanja. Ich bin im Laufe meines Lebens mit viel Mansplaining in Berührung gekommen. Das war jetzt in dem Fall eine Frau, aber ich halte davon überhaupt nichts. Ich halte davon nichts, wenn man sich da die Welt erklären lassen muss von älteren Herrschaften oder Damenschaften. Ich finde, man sollte beim Fach bleiben und das professionell unterrichten und dabei authentisch bleiben. Und dabei authentisch bleiben. Ich glaube, meiner Meinung nach ist Wertschätzung ausschlaggebend und eben die Beziehungsarbeit. Aber alles andere hat meiner Meinung nach nichts im Unterricht verdient. Wie das Wochenende von der Lehrkraft war, ist irrelevant. Genau, meine persönliche Meinung dazu. Weil ich einfach, ich sehe mich da schon nur so sitzen als Schülerin, ewig, ewig, ja, nur 17 in der Schule. Und ja, und dieser alte weiße Mann erklärt mir die Welt. Und das hat mich so angekotzt. Und eigentlich auch noch im Studium. Und was tut man? Man muss da sitzen und freundlich nicken und irgendwie will man ja weiterkommen und eine gute Noten. Und es berührt mich nach wie vor, dass es irgendwie da so alte weiße Männer gibt. Einfach noch zu viele. Aber ich muss sagen, ich habe auch den Eindruck, das ist vielleicht auch ein bisschen ein Unterschied zwischen Oberstufe und Unterstufe. Weil mein Eindruck in der Unterstufe ist, dass sich die Kinder wahnsinnig interessieren für das Wochenende. Was haben sie gemacht? Wie geht es ihnen? Mehr Interesse als früher. Und da finde ich es als Lehrperson oft sehr schwierig, dass man sich abgrenzt und dass man sagt, hey, das ist jetzt mein Privatleben und ich möchte das auch nicht mit dir teilen. Aber das Interesse von den Schülern ist, glaube ich, anders als wie früher. Es gibt Fragen, die werden mir gestellt, die hätte ich niemals gewagt, meinem Lehrer zu stellen, weil es mich auch nicht interessiert hat. Aber die haben, glaube ich, ich glaube, die erleben vielleicht teilweise sehr wenig, weil plus sie am Wochenende wiederholt ist, auch ein bisschen langweilig. Und dann frage ich halt einmal bei der Lehrperson nach, wie das Wochenende bei ihr war. Ich glaube auch, dass wir da wieder bei der Vorbildwirkung sind, eben Schüler, die wenig erleben, das Stichwort. Wir sollten ihnen ja auch was vorleben. Und wenn mich ein Schüler was fragt, wie es am Wochenende war, muss ich ja nicht genau antworten, wo, wann, mit wem, sondern ich habe einen netten Ausflug gemacht, es war das Wetter schön oder was auch immer, oder eine Anekdote dazu, da erkläre ich ihnen ja nicht die Welt, sondern ich öffne ihnen eine kleine Tür zu meinem Erleben und zeige Ihnen was. Was Sie damit anfangen, ist Ihre Sache. Aber meistens wollen Sie es wissen. Und so war das damals auch. Als alter weißer Mann muss ich mich natürlich auch zu Wort melden. Ich erzähle total viel über das, wie es früher war. Ich weiß nicht, ob es verstanden wird. Ich hoffe, es wird verstanden, weil Ironie ist so eine Sache bei der Jugend. Wie wir das so gemacht haben und wie das damals so war, das ist jetzt einfach mindestens 30 Jahre Unterschied. Und das darf man nicht belehren sein, da gebe ich dir auf jeden Fall Rechte, wie wir kaum die Wörter erklären, aber verschiedene Sichten der Welt schon liefern und meine eigene dabei auch. Ich sage zum Beispiel total gerne, dass die Jugend jetzt seit 100 Jahren immer schlimmer wird und sie sind praktisch der Höhepunkt von dem Ganzen. und an der Rock'n'Roll und an meine Jugend kann ich mich nicht erinnern, um jetzt den Falco vielleicht schlampig zu zitieren. Also ich finde, Persönlichkeit hat durchaus einen Platz, wenn es natürlich zu dem, was man vermitteln will, passt. Also ich unterrichte für politische Bildung im Poli und denen muss man quasi fast ein wenig was mitgeben auf dem Weg. Weil da geht es in erster Linie darum, dass das jetzt eine gute Idee finden, was dann im Berufsleben machen. Und da ist eine vernünftige Dosis Lebenserfahrung teilweise hoffentlich hilfreich. Da würde mich jetzt noch interessieren, weil ich jetzt ein bisschen mitgekommen habe, so die persönliche Ebene mehr, die fachliche Ebene ein bisschen mit weniger persönlichen Input. Ist das eher ein Unterschied von der Schulform. Sekundarstufe 1, wo wir ja da zwei da haben, ist das was anderes. Muss ich in der ersten, zweiten Klasse Mittelschule mehr Persönlichkeit einbringen? Wie sehr muss ich mich auch an die Schülerinnen anpassen. Auch die Sprache ist ja immer ein großes Thema, Jugendsprache. Oder muss ich mich weniger anpassen und die Schülerinnen passen sich an den Lehrer oder die Lehrerin an? Oder ist das eher ein Thema von der HAK und auch von Poli, woher du unterrichtest? Gibt es da Unterschiede? Wie ist da so das Thema? Meine Devise ist, die Lernenden in den Mittelpunkt zu rücken und die Lernenden sprechen zu lassen. Ich habe fast 20 Jahre im DAF-DATS-Bereich gearbeitet und sehe das als große Kompetenz, wenn sich SchülerInnen ausdrücken können und wissen. Deutsch als Zweitsprache. Deutsch als Zweitsprache, genau. Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache. Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache. Und deshalb ist es mir sehr wichtig, mich selbst zurückzunehmen und irgendwie die Lebenserfahrung nicht der Teilnehmenden, sondern der SchülerInnen, die SchülerInnen zu Wort kommen zu lassen. Es kann schon sehr wahrscheinlich, sie sind einfach älter. Deshalb kann ich absolut verstehen, dass es da sicher Unterschiede gibt, weil es einfach, weil ich nicht mehr so wie das anfühlt, Mama will ich nicht sagen, aber nicht mehr so so weiß ich nicht. Also die Distanz zu mir ist sicher größer. Ich habe es nicht so intensiv. Aber ich bleibe dabei. Ich finde, die Lernenden sollten viel mehr sprechen und sollten viel mehr vorne stehen. Die Lehrenden dürfen ruhig wieder ein bisschen in die Schulbänke sitzen und die Lernenden in den Fokus rücken. Und wenn die Schüler dann fragen, wie war ihr Wochenende, dann ist die Antwort, über das spreche ich nicht. Das hat nichts mit unserem Thema zu tun. Das war wunderschön, danke. Und jetzt starten wir mit dem Thema. Genau. Aber da wird es sicher, es kommt aufs Alter drauf an. Wie machst du das mit deinen Schülerinnen? Wollen die das fragen? Also bei uns ist es eigentlich, wir haben so ein bisschen die Routine mit meinem Kollegen, der auch der Klassenvorstand ist, dass wir am Montag in der ersten Stunde, das ist die Stunde vom sozialen Lernen, da sprechen wir mit der Klasse mal über das Wochenende. Und dann darf jeder, der eine spannende Geschichte zu teilen hat, darf dann sich zu Wort melden und darf dann erzählen. Und wer nichts sagen will, hört einfach zu. Und irgendwann kommt dann auch die Frage, ja Susanne, wie war dein Wochenende? Das stellt dann meistens der Kollege. Je nachdem. Also der ist ja neugierig. Eigentlich sind es nicht die Schüler, sondern der Kollege. Na Spaß. Aber je nachdem, wie das Wochenende war, erzähle ich dann kurz, was ich gemacht habe, wenn ich wandern war oder wenn ich in der Stadt unterwegs war. Erzähle ich das kurz. Darf ich dich da fragen, wie sind da die sozioökonomischen Hintergründe der SchülerInnen? Weil ich denke mir, es ist ja oft vom Einkommen der Eltern abhängig, wie ich mein Wochenende gestalten kann. Ich habe auch schon von LehrerInnen, das war in der Primarstufe, gehört Distanz nicht mehr. Sie fragen nicht mehr am Montag nach dem Wochenende, weil sie manche da einfach nicht was sagen können, weil sie nie was erzählen können und es da einfach zu ungleichen Verhältnissen kommt. Also bei uns, wir sind eine Stadtmittelschule, das heißt unsere Kinder, die Frage richtet sich jetzt nicht an, wie viel Geld hast du ausgegeben am Wochenende oder hast du einen tollen Ausflug gemacht, sondern bei uns sind spannende Geschichten, ja ich habe bei der besten Freundin geschlafen und wir haben einen Film angesehen oder ich war mit der Mama am Böstlingberg im Zoo. Also solche Geschichten kommen dann. Bei uns kommen dann nicht irgendwelche Geschichten, die wahnsinnig viel Geld gekostet haben. Aber es ist ja unterschwellig, oder? Unterschwellig schwingt es ja mit. Ich war Skifahren, heißt, ich habe Geld und ich kann mir das Skifahren leisten. Aber ich glaube, es ist trotzdem wichtig, dass man, sie bringen vom Wochenende oft so viele Geschichten mit, so viele Erlebnisse, teilweise auch irritierende Erlebnisse, wie jetzt, wie dieser Anschlag oder so war, oder nicht Anschlag, aber dieser Axt, Attentat, oder wie man das sagt, in Linz. Sie haben dann ein Bedürfnis, darüber zu sprechen. Und das ist so unsere Stunde am Montag, die wir uns nehmen, um über Geschichten zu sprechen. Ja, das unterstreiche ich natürlich total. Also, da bin ich, wenn es um Dinge geht, die da im politischen Geschehen, oder ja, da haben sie mein volles Ohr. Also da können sie natürlich. Genau, und vielleicht an diesem Thema jetzt, wo volles Ohr, ich weiß, ich bin da jetzt ein bisschen eingreifend, aber unsere Sendungsseite ist schon etwas fortgeschritten, würde ich vielleicht einfach nur kurz von jedem so ein, zwei Adjektive in den Raum gerne geworfen haben. Ich bin gerne Junglehrerin, weil, vielleicht wenn da jeder ein, zwei Wörter abgeben möchte, und dann würde ich diese spannende Runde, die ich gern noch weitergeführt hätte, dann auch Richtung Ende schicken. Ich bin gerne Junglehrerin, weil jeden Tag etwas Neues auf mich wartet. Du weißt nie, was als nächstes kommt. Bernhard. Herausfordernd, abwechslungsreich. Dann würde ich sagen, Spaß. Ah, es war Katja. Die Deutschlehrerin. Die Deutschlehrerin, ja. Spaßig und bereichernd. Ja, unterhaltsam und abwechslungsreich. Ich muss sagen, es war auch mit euch sehr spannend an die Runde. Ich muss sagen, ich habe viele spannende Inputs und Aussagen mitnehmen dürfen. Ich möchte mich an meine Teilnehmerinnen bedanken und wünsche allen noch eine erfolgreiche weitere Schulwoche. Dankeschön.