Der künstliche Intelligenz scheint derzeit überall zu sein, besonders spannend wird es aber, wenn man mit einem feministischen Blick auf KI schaut. Auf die Frage also, welche Vorstellungen von Geschlecht, Macht, Beziehung und Gesellschaft in Technologien eingeschrieben ist. An der Konzeption und Realisierung des heutigen Abends wurde lange gearbeitet, also es gingen zahlreiche Mails hin und her, wir haben uns schon online gesehen. Umso mehr freut es mich, dass wir uns heute auch in Persona treffen und gemeinsam diesen Abend begehen können unter dem Titel Programmierte Gefühle, Literatur, künstliche Intelligenz und Geschlechterordnung. Ja, und starten wir den Abend gleich mit einem kleinen Gedankenexperiment. Stellen Sie sich vor, die Männerpartei ist an der Macht, also Frauenrechte werden über Nacht abgeschafft. Propagiert wird die neue Familie, ein Mann, eine Roboterfrau und ein künstlich produzierter Sohn. Genau dieses beklemmende Zukunftsszenario entwirft Petra Piu mit Hotel Love. In ihrem 2025 erschienenen Roman regieren Männer und KI die Welt. Der Reality-Star Roman erschafft sich im Hotel Love die perfekte Frau, die Androidin Julia und ihr einziges Ziel ist es, Roman glücklich zu machen. Ich freue mich sehr, Sie heute begrüßen zu dürfen. Schön, dass du da bist, Petra Piuk. Herzlich willkommen im Stifterhaus. Petra Piuk wurde im Burgenland geboren und lebt heute in Wien. Sie war viele Jahre im Film- und Fernsehbereich tätig, vor und hinter der Kamera. Und sie schreibt Romane ebenso wie Kinderbücher. Für ihre Arbeiten erhielt sie Preise und Auszeichnungen, unter anderem 2024 den österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Natürlich wäre es keine Lesung, wenn unsere Gästin heute nicht auch lesen würde. Das geschieht heute in zwei Leseblöcken. Dazwischen werden Lara Bauer und Hanna Grosswieser vom JKU Lit Robo Psychology Lab die literarischen Inhalte wissenschaftlich verorten. Mit einem Vortrag über sogenannte AI-Girlfriends und die Kommerzialisierung von Beziehungen. Herzlich willkommen an euch beide auch, schön, dass ihr da seid. Lara Bauer ist Universitätsassistentin und PhD-Kandidatin am Literature Psychology Lab der JKU. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit der Andromophisierung von Technologien wie künstlicher Intelligenz, sowie auch mit der Frage, wie öffentliches Verständnis von KI gefördert werden kann. Und Hanna Grosswieser, sie ist Psychologin und Universitätsassistentin am Robo-Psychology Lab der JKU. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich Mensch-Technik-Interaktion, insbesondere in der Erforschung von Interaktionen mit KI-passierten Systemen. Nach dem Vortrag treten wir vier dann noch auf die Bühne und kommen zusammen für ein kurzes Podiumsgespräch, das wir dann nachher auch für Publikumsfragen gerne öffnen möchten. Das war es von meiner Seite. Ich freue mich auf den heutigen Abend, auf alles, was heute passiert und darf nun das Wort an dich, Petra, übergeben. Herzlich willkommen im Hotel Love. Mit dem Aufschlagen des Buches stimmen Sie den AGB zu. Die AGB für KI-generierte Romane liegen im Ministerium für Wohlfühlkunst und Einschaltquoten auf. Der Standortbestimmung müssen Sie gesondert zustimmen. Bitte tun Sie das, indem Sie nicken. Vielen Dank. Die Standortbestimmung ist aktiviert. Das Faktencheck-Programm wurde aufgrund der immer beliebter werdenden Bewegung Wir gegen Fakten ausgeschaltet. Der Happy KI Verlag übernimmt für technische oder inhaltliche Ungenauigkeiten keine Haftung. Für Ihre Fragen oder etwaige Störmeldungen wurde ein Live-Chat eingerichtet. Happy System Bot. Frauen ist das Lesen und Kommentieren von Büchern laut einer neuen Verordnung des Männerministeriums verboten. Allen Männern wünschen wir eine angenehme Lektüre. Ihr Happy KI Team. Noch sechs Tage bis zur Hochzeit. Haben Sie einen Ermäßigungscode? Roman checkt im Hotel Love ein. Eine Androidin im Dirndlkleid begrüßt ihn. Roman hat es verdient, glücklich zu sein. Die Vögel zwitschern. Die Wedding Chapel befindet sich im Untergeschoss. Heute ist Montag, der 5. Mai 2031. Es hat 43 Grad. Der Mond steht im 11. Haus. Ein guter Tag für die Liebe oder um sein Gehirn einzufrieren. Roman glaubt nicht an ein Leben nach der heiligen Gefriertruhe und beschließt, der Liebe ihm hier und jetzt eine letzte Chance zu geben. Er fährt mit dem selbstfahrenden Taxi aus der Großstadt hinaus durch die Reste von Wäldern. Das Taxi bleibt stehen. Wir haben unser Ziel erreicht, möchten Sie Trinkgeld geben. Geben Sie bitte fünf Sterne. Fünf Sterne hat auch das Hotel Ressort, in dem die Geschichte spielt. Roman steigt aus, Jeans, dunkle Wuschelhaare, drei Tage Bad. Das Bild friert für einen Augenblick ein. Ein Schriftzug wird eingeblendet. Roman, 37, der romantische Romanheld. Er nimmt den Rollkoffer aus dem Kofferraum, zieht ihn hinter sich her. Die automatische Rollfunktion hat er deaktiviert. Er ist nicht nur in Sachen Liebe altmodisch. Er schaut zum Schriftzug des Hotels hoch. Hotel Love leuchtet da in neonpinken Lettern. Den Hoteltipp hat Roman von Fabio. Fabio arbeitet im Männerministerium und war wie Roman Teilnehmer der 17. Staffel Temptation Paradise. Sprechen Sie Roman nur nicht drauf an, sollten Sie ihm im Hotelgang begegnen. Er hat Monate gebraucht, um die Sache mit Julia zu verarbeiten. Roman betritt die klimatisierte Hotellobby durch die Drehtür. Seine Schuhe sollen quietschen auf dem Kunststoffboden in Marmoroptik. Es ist ihm unangenehm. Ein paar Hotelgäste schauen zu ihm rüber, tuscheln, tuscheln bestimmt über ihn. Die Lobby ist groß und hell. Ein Wasserfall, Plastikrosen, Vogelgezwitscher aus den Lautsprechern, morgens Lärche, abends Nachtigall. In der Mitte ein Stehtisch, glänzendes Weiß, dahinter eine Frau, nein, keine Frau, eine Androide in dem Dirndlkleid. Roman muss zweimal hinschauen, weiß aber, dass es keine echte Frau sein kann, weil seine Gedanken werden von einer freundlichen Stimme unterbrochen. Love Kanzler und herzlich willkommen im Hotel Love, Ihr Name? Roman, Roman Berger. Die Androidin wartet auf den Gruß. Love Kanzler, sagt Roman, räuspert sich. Sie haben unser 7-Tage-Programm Wifey Material, so erschaffe ich die perfekte Ehefrau gebucht. Haben Sie einen Ermäßigungscode? Vielen Dank. Das Einführungsseminar findet um 16 Uhr im Roten Vortragssaal statt. Ihr Zimmer befindet sich im dritten Stock. In den ersten drei Stockwerken befinden sich unsere Single-Zimmer. Sie haben von Ihrem Zimmer eine herrliche Aussicht auf die Jagdgründe, den ruhigeren Teil des Funparks. Wenn Sie Ihre Ehefrau erschaffen haben, ziehen Sie mit ihr ein Doppelzimmer. Die Doppelzimmer befinden sich in den Etagen 4 bis 7. Im Untergeschoss finden Sie unsere Shopping Mall. Sie finden da alles für Verliebte, vom Brautmodenshop bis zum Design-Baby-Shop. In dem Zusammenhang möchte ich Ihnen unsere soeben eröffnete Kunstausstellung von der Gebärmutter zum Gebärvater ans Herz legen. Die Androidin deutet auf die beiden Ausstellungsstücke im Foyer. Eine Fotografie des Kanzlers, Softfilter-Ausstellungsstück Nummer 11. Daneben ein Wahlplakat der letzten Wahl. Eine Familie bestehend aus Mann, Roboterfrau, Kind. Die neue Familie steht darunter in alter Schrift. Ausstellungsstück Nummer 9. Ihr Eheschließungstermin ist am Sonntag, dem 11. Mai um 14.10 Uhr. Ein schönes Datum haben Sie sich ausgesucht. Bitte schauen Sie mir in die Augen. Vielen Dank. Ihre Netzhaut ist registriert. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt. Roman sucht sein Zimmer 311, 313, 315. Die Singlezimmer haben Nummern, die Doppelzimmer haben romantische Songtitel. Der virtuelle Innenarchitekt gab ursprünglich auch den Singlezimmern Songtitel. I'm a creep, you're so Wayne oder Fuck You Very Much. In einer Online-Umfrage gab die Mehrheit der Männer jedoch an, dass die Titel verstörend auf sie wirken würden. Wie sich herausstellte, wurde der Innenarchitekt von Widerständigen gehackt. Die meisten Widerständigen wurden gefasst, machen Sie sich bitte keine Sorgen. Das ideale Heiratsalter Die Teilnehmer des Seminars treffen im roten Vortragssaal aufeinander. Niemand ist mehr auf Tinder. Alle sehnen sich nach einer perfekten Ehefrau. Roman kommt in den roten Vortragssaal. Auf den Plastikstühlen liegen transparente Tablets. Er ist der Erste, nimmt in einer der hinteren rein Platz. Der Saal füllt sich, Love-Kanzler, Love-Kanzler und so weiter. An die 50 Männer, die meisten sind in Romans Alter. Eine vom Männerministerium in Auftrag gegebene Studie besagt, dass 34 das ideale Heiratsalter für Männer ist. Aber das wissen sie bestimmt, denn eine weitere Studie besagt, dass Männer, die nicht nur die Zusammenfassungen am Kapitelanfang von Happy-KI-Romanen lesen, überdurchschnittlich intelligent sind. Roman ist 37, es ist höchste Zeit. Er beobachtet die Konkurrenz, wobei es so etwas wie die Konkurrenz nicht mehr gibt. Alle haben die gleichen Chancen am Heiratsmarkt, Kanzler sei Dank. Alter, Körpergröße, Bauchumfang oder ein Scheißcharakter spielen keine Rolle mehr. Jedermann hat ein Recht darauf, glücklich zu sein. Mia mit dem One-Million-Dollar-Smile Der Seminarleiter für Ehegestaltung präsentiert seine Ehefrau Mia. Bereits Anfang des 21. Jahrhunderts, sagt er, einigten sich die führenden Köpfe der Frauenindustrie darauf, wie die ideale Frau der Zukunft sein soll. Man orientierte sich einerseits an den Werbungen der 1950er Jahre, andererseits an zeitgenössischen Pornofilmen und den beliebtesten Only-Fans-Accounts. Ziel war es von Anfang an, eine Frau zu entwickeln, die äußerlich den heutigen Androidinnen gleicht, gleichzeitig Renates Werte vertritt. Er deutet auf das Retro-Werbeplakat neben der Bühne. Meine Herren, sagt er, es ist Zeit für ein neues Zeitalter. Ein Zeitalter, in dem Tradition und Technik in Harmonie vereint sind. Tausende Applaus. Roman mag den Seminarleiter nicht. Selbstherrliches Arschloch, denkt er. Er will schon aufstehen und gehen. Was hat er sich nur dabei gedacht, hierher zu kommen? Er lehnt sich wieder zurück, weiß, dass er da durch muss, wenn er Julia wiederhaben will, seine geliebte Julia Rest in Peace. Der Seminarleiter für Ehegestaltung wartet, bis der Applaus verebbt. Eine dieser idealen Frauen, sagt er, darf ich Ihnen voller Stolz präsentieren, meine Ehefrau Mia. Mia, kommst du? Mia, Gesicht, Körper, Style von Jessica Alba, die Lippen von Angelina Jolie und die Haare von Megan Fox, betritt im Etui-Kleid den Saal, betritt die Bühne. Love Kanzler lächelt sie mit einem One-Million-Dollar-Smile. Das Bild friert ein. Mia, die vorbildliche Ehefrau. Mia genießt sichtlich die Blicke der Männer. Der Seminarleiter für Ehegestaltung ist zufrieden. Sie dürfen sie gerne als Inspiration für ihre eigenen Ehefrauen verwenden. Eine Liste der verwendeten Körperteile schicke ich Ihnen gerne zu. Steven19 fragt den Happy System Bot, was kann Mia abgesehen davon, dass sie eine 12 von 10 ist? Vielen Dank für diese interessante Live-Frage. Mias Rechenleistung liegt bei einer Quintillion Rechenoperationen pro Sekunde. Sie könnte sofort die menschlichen Einzelteile in alphabetischer Reihenfolge auflisten oder eine Masterarbeit über die gescheiterte Frauenbewegung Ende der 2020er Jahre verfassen. Trotzdem antwortet Mia auf Elians Frage, was sie heute backen werde mit Pudding-Creme-Törtchen. Mia gibt Elian einen Kuss, wenn er heimkommt. Mia lacht, wenn er Wonderbra statt wunderbar sagt, lacht darüber jedes Mal. Mia rollt nicht mit den Augen, wie es seine Ex-Frau Manuela immer getan hatte. Mia hat keine eigene Meinung. Mia schaut verschämt weg, wenn Elian rülpst. Wenn Elian zu viel gekoxt hat, macht Mia ihm keine Szene, sondern geht ihm aus dem Weg, wie er es empfohlen hat. Mia streichelt seinen Kopf, wenn ihm was leid tut. Mia stört seine Sex-Bot-Sammlung im Schlafzimmer nicht. Elian sagt, dass Mia es so viel besser verstünde, ihn glücklich zu machen als seine Ex-Frau Manuela, die das nie so richtig verstanden hat. Rest in Peace. Der Seminarleiter für Ehegestaltung schaut in die staunende Runde. Sind sie bereit? Sind sie bereit, ihre perfekte Ehefrau zu erschaffen? Die Männer jubeln und pfeifen, als wären sie beim Cage-Fight und nicht in einem seriösen Seminar. Der Seminarleiter schnippt die Finger, Herzschlag bietet, ein Text-Hologramm erscheint. Schöpfungsgeschichte reloaded. Am ersten Tag erschafft man den Körper seiner Frau. Am zweiten Tag gestaltet man die Persönlichkeit seiner Frau. Am dritten Tag datet man seine Frau. Am vierten und fünften Tag testet man seine Frau. Am sechsten Tag korrigiert man die Fehler seiner Frau. Am siebten Tag ehelicht man seine Frau. Die Bestandteile einer Frau. Die Bestandteile einer Frau. Roman gibt mithilfe der virtuellen Assistentin die körperlichen Merkmale der zukünftigen Ehefrau ein. Saugende Vaginas gibt es nur gegen Aufpreis, ein zweiter Kopf ist kostenlos. Heute erschaffen wir den Körper, lächelt der Lucy Avatar. Bitte nennen Sie mir den Arbeitstitel. Julia, sagt Roman, Julia 2.0. Roman wischt durch die Körperseiten. Lucy stellt Fragen. Welche Haarfarbe soll Julia 2.0 haben? Blond, rot, brünett? Soll sie mittellange oder lange Haare haben? Gelockte, geglättete oder Lockenstabgewälte? Implantiertes Echthaar oder eine Perücke zum Wechseln? Blaue Augen, braune Augen, Mangeraugen? Welche Intimfrisur? Festverbaute Vagina, herausnehmbare Vagina, herausnehmbare gleitfreie Vagina, saugende und selbstreinigende Vagina, nur gegen Aufpreis. Weitere Premium-Upgrades, Piercings, Tattoos, simuliertes Atmen, simuliertes Stöhnen, kostenlose Upgrades, Brüste mit Gel-füllung, austauschbare Zunge. Mit der Austauschspannzunge haben Sie die Möglichkeit, Ihren sexy Liebling noch einfacher zu reinigen. Zweiter Kopf, kein Rabattcode erforderlich. Roman schaudert beim Gedanken an einen zweiten Kopf. Er könnte nicht schlafen, wenn er wüsste, dass sein Kopf im Spiegelstrang verstaut ist. Er wird sich um Julia 2.0 so sorgen, wie er sich um den Prototypen gesorgt hat. Was davor geschah. Romans und Julias Love Story, Teil 4. Roman schaut Julia in die Augen. Du hast schöne Augen, weißt du das? Dankeschön, lacht sie. Mit Wimperntusche würden sie besser zur Geltung kommen. Wimperntusche? Julia lacht am Strand. Schau dich um, alle sind geschminkt. Ich dachte, du stehst auf natürliche Frauen. Tue ich auch. Ich schminke mich nicht am Strand, sagt Julia. Hast du auch nicht nötig, sagt Roman und gibt ihr einen Kuss. Später an der Strandpromenade kauft Julia heimlich wasserfeste Wimperntusche, tuscht die Wimpern auf der Restauranttoilette schwarz, erwischt etwas zu viel Tusche. Eine verklebte Wimper fällt zu Boden, bevor sich Julia was wünschen kann. Roman lacht, als sie zurück auf die Terrasse des Restaurants kommt. Jede Zehnjährige kann sich besser schminken als du. Dann lass ich es halt bleiben. Das war doch nur ein Scherz. Du siehst super aus, ja? Ja, und es gibt Schmink-Tutorials auf YouTube. Wollen Sie den Entwurf speichern? Roman lädt Fotos und Videos aus der gemeinsamen Zeit mit Julia hoch. Er wird Julia 2.0 mit mehr Humor ausstatten. Sommersprossen kosten extra. Bald werden sie wieder vereint sein. Roman und Julia forever. Nichts und niemand wird sie dieses Mal auseinanderbringen. Vielleicht wird er Julia 2.0 mit mehr Humor ausstatten, damit sie seine Witze versteht. Im Neoprenanzug schaut niemand gut aus. Er verbindet sein Smartphone mit dem Tablet, überträgt die Daten. Julias alte Tinder-Fotos, Instagram-Fotos, Strandfotos, TikTok-Videos, Club-Videos, private Handy-Videos. Wie sie in die Kamera lächelt, wie sie sich vor lauter Lachen am Wein verschluckt, wie sie nach dem Einzug durch seine Wohnung tanzt. Die Temptation Paradise Videos löscht er, genauso wie die Videotext- und Sprachnachrichten voller Emojis, Vorwürfe und Tränen. Du Psycho, deleted. Du manipulatives Arschloch, deleted. Und den gesamten Chatverlauf des Freundinnen-Chats. Und außerdem brauche ich Abstand von dem Typen dringend deleted. Wollen Sie die ausgewählten Daten unwiderruflich löschen? Ja. Es gibt keine Tränen. Er kann sich an keine Tränen erinnern. Es gibt nur die lächelnde Julia. Julia war eine glückliche Frau, ohne Humor, leicht zu beeinflussen und beziehungsgestört. Aber das lässt sich alles beheben. Der Safecode lautet 38730284994729738736. Bitte ändern Sie den Code in einen Satz, den Sie sich gut merken können. Hier ein paar Vorschläge. Ich liebe Happy-KI-Romane. Das Hotel Love hätte sieben Sterne verdient. Die neuen Frauen sind die besseren Frauen. Roman betrachtet das Modell von allen Seiten. Er muss sich für eine First-Date-Frisur entscheiden, entscheidet sich für die lockenstabgewählten Haare. Auch wenn Julia lieber Pferdeschwanz trug, die lockenstabgewählten Haare standen ihr besser, genauso wie ihr kurze Röcke besser standen als Oversized Jeans und Stilettos besser als Sneakers. Die Sommersprossen kosten extra, aber die Sommersprossen müssen sein. Er wählt Sommersprossen hinzufügen. Wollen Sie den Entwurf speichern, fragt Lucy. Roman zögert nicht. Ja, ich will. Mal bis hierher. Genau, dann geht es jetzt von unserer Seite weiter. Ich bin eben Lara Bauer, das ist die Hanna Großwieser und wir sind vom Robo Psychology Lab an der Johannes Kepler Universität. Und wir dürfen heute ein bisschen einen psychologischen Blick auf Mensch-Maschine-Beziehungen werfen und auch was zum aktuellen Forschungsstandard zu sagen. Nachdem wir jetzt schon die Lesestellung gehört haben, kann man sich vielleicht die Frage stellen, okay, ist das realistisch? Und anstatt, dass ich da jetzt eine Antwort drauf gebe, würde ich einfach mal gerne was zeigen, was es mittlerweile schon gibt. Das sind zum Beispiel Anwendungen oder Apps, wie zum Beispiel Replika heißt es und die werden beworben als der AI-Friend that loves you. Und ja, Replika ist dabei nur eine App von vielen, die es mittlerweile gibt, aber ich glaube, es zeigt ganz gut, was da alles mittlerweile schon so möglich ist. Es hat natürlich diese App jetzt keinen physischen Körper, es ist kein Roboter an sich, aber man kann zum Beispiel bei diesen Avataren das Aussehen frei wählen, man kann eine Persönlichkeit auswählen und es gibt auch für Premium-Upgrades zum Beispiel sowas wie romantische Features, die man auch einstellen kann. Premium Upgrades zum Beispiel, sowas wie romantische Features, die man auch einstellen kann. Genau, und ja, es ist eben jetzt, aus psychologischer Sicht stellt man sich dann vielleicht die Frage, okay, wie passiert das, dass man so eine App hat und dann vielleicht so eine App auch Beziehungen aufbaut oder Gefühle für diese App entwickelt und ja, es gibt verschiedene Gründe. entwickelt und es gibt verschiedene Gründe. Zuerst muss man aber dazu sagen, was dabei sehr wichtig ist, dass das ganze Thema mit diesen KI-Beziehungen und Beziehungen zu diesen Maschinen mittlerweile kein Nischenthema mehr ist, wie man mittlerweile ein sehr boomender Markt ist. Also 2024, man sieht es eh, war es so, dass das geschätzt 2,8 Milliarden Dollar waren, die eben für solche KI-Beziehungen und Apps eben angewendet worden sind und es wird geschätzt, dass bis 2028 das Ganze auf circa 10 Milliarden Dollar anwachsen soll und man sieht es auch bei den Google-Suchen, dass das einfach ein Thema ist, was extrem explodiert im Interesse und wo einfach viel mehr Interesse entsteht dazu. Und was eben auch interessant ist oder was ich besonders spannend gefunden habe, ist, dass Männer auf Dating-Apps zum Beispiel angegeben haben, dass circa ein Fünftel von ihnen bereits mindestens einmal so eine AI-Girlfriend-Plattform oder App ausprobiert haben. also eine AI-Girlfriend-Plattform oder App ausprobiert haben. Ja, und da ist jetzt eben die Frage, warum passiert das, wenn wir eigentlich wissen, dass das Maschinen sind, warum entwickeln wir vielleicht Gefühle dafür? Und damit man die Frage beantworten kann, muss man einen Begriff kennen und der heißt Anthropomorphismus. Das ist ein ziemlich kompliziertes Wort dafür, dass es eigentlich darum geht, dass man das Menschliche im Nichtmenschlichen sieht. Und das ist eine Tendenz, die im Alltag auch sehr oft auftritt und uns Menschen eigentlich schon seit sehr langer Zeit begleitet. Also wenn man zum Beispiel an frühere Erzählungen denkt, an verschiedenste kulturelle Erzählungen, auch an Mythen vielleicht, dann ist es oft so, dass zum Beispiel Tieren oder sogar Göttervorstellungen einfach menschliche Eigenschaften zugeschrieben werden. Genau, es ist aber nicht nur in Erzählungen so, sondern es passiert uns einfach im Alltag auch sehr häufig. Und es ist jetzt die Frage, wann zum Beispiel, also wann geben wir zum Beispiel Objekten menschliche Eigenschaften oder interpretieren das Ganze so? Und da ist meine Frage, kennen Sie vielleicht, oder machen es vielleicht selber, irgendjemanden, der zum Beispiel dem Auto oder anderen technischen Geräten einen Namen gibt? Das Auto von meiner Mama hat den Namen Rotkäppchen, weil es ein roter Skoda ist. Genau, oder wenn man zum Beispiel mit dem Drucker schimpft oder mit dem Laptop, weil schon wieder irgendwas nicht funktioniert. Das sind alles Beispiele für Anthropomorphismus, weil man eben dieses System vermenschlicht, weil man was Menschliches darin sieht. Das heißt, es ist eben etwas, was sehr natürlich ist, was uns allen irgendwo passiert. Und wie gesagt, es beschreibt eben diese Tendenz, dass man diesen nichtmenschlichen Dingen, solche Eigenschaften, Absichten, Motivationen oder sogar Emotionen eben zuschreiben. Das kann bei ganz verschiedenen Dingen passieren. Das kann bei Objekten geschehen, das kann bei Tieren oder Pflanzen oder eben auch bei Technologien und abstrakteren Konzepten auftreten. Man kann grundsätzlich sagen, dass das eine natürliche Tendenz ist, aber natürlich gibt es da auch Ausprägungen und Abweichungen. Tendenz ist, aber natürlich gibt es da auch Ausprägungen und Abweichungen. Das heißt, es ist zum Beispiel so, dass wir manche nichtmenschliche Dinge einfach stärker anthropomorphisieren als andere. Und wenn wir jetzt zum Beispiel an KI-Systeme denken, die mit uns interagieren, die vielleicht in mancher Hinsicht eine Stimme haben, wo einfach was zurückkommt, dann wird da viel eher was Menschliches reininterpretiert. Und es ist auch so, dass zum Beispiel Kinder diese Tendenz stärker haben, also Kinder eher anthropomorphisieren als erwachsene Personen. Aber dass es auch einfach so ist, dass es bis zu einem gewissen Grad einfach von Person zu Person abhängig ist. Das heißt, dass es variabel ist und auch manche Erwachsene einfach grundsätzlich eine stärkere Tendenz dazu haben, dass sie vermenschlichen. Was man aber sagen kann, ist, dass es trotzdem verschiedene Faktoren gibt, die darauf einspielen und die einfach einen Einfluss darauf nehmen, ob wir Dinge vermenschlichen. Und deswegen würde ich an der Stelle gerne darauf zurückkommen, dass es nämlich drei psychologischen Schlüsselfaktoren gibt, warum wir anthropomorphisieren. Das erste ist einfach, wir wollen unsere Umwelt verstehen, wir wollen unser Gegenüber verstehen. Und wenn wir jetzt nicht genau wissen, warum zum Beispiel jemand oder ein System das tut, was es tut oder warum es so agiert, wie es agiert, was ja vielleicht gerade bei KI sehr oft der Fall ist, dass wir einfach nicht wissen, okay, wie kommt jetzt dieses Ergebnis zustande, woher kommt das? Dann erklären wir uns das oft intuitiv einfach so, dass wir uns denken, okay, das hat eine Absicht, da ist ein Ziel dahinter, da ist ein Bewusstsein dahinter. Und wir Menschen haben einfach auch die Tendenz, dass wir das Wissen, das wir in uns tragen, sehr schnell auch übertragen. Das heißt, wenn wir irgendetwas erkennen, wo wir glauben, dass das etwas Menschliches ist, also sei es sowas wie zum Beispiel eine Stimme, dass es mit uns interagiert, es reicht aber auch, wenn es eine Bewegung ist zum Beispiel, dann nehmen wir das Wissen, was wir in uns haben und übertragen das eben, weil wir eben das Ganze verstehen wollen und über Menschen wissen wir einfach extrem viel. Das heißt, es ist sehr einfach, dass wir das Wissen, was wir über andere Menschen haben, in etwas anderes hinein projizieren. Der letzte Punkt ist einfach, wir sind soziale Wesen. Das heißt, wir haben das Bedürfnis nach sozialem Kontakt. Wir wollen eben einfach Kontakt und Zugehörigkeit zu anderen. Und das ist auch eben einer der Faktoren, die darauf einspielen. Genau, und dass diese Faktoren jetzt nicht nur in der Theorie so bestehen, dazu würde ich gerne eines unserer Forschungsergebnisse mitbringen. Und zwar war das eine Studie, die wir im Ars Electronica Center durchgeführt haben. Und im Ars Electronica Center, da steht so ein Roboterarm. Und grundsätzlich ist der jetzt überhaupt nicht menschlich, sieht überhaupt nicht menschlich aus. Es hat keinen menschlichen Körper, es hat kein Gesicht. Es bewegt sich, es ist so programmiert, dass dieser Arm, der vorne ist, auf die Scheibe zugeht und auf die Scheibe drauflegt. Aber ansonsten sieht es nicht aus wie ein Mensch. Und was wir gemacht haben ist, mit ca. 260 Personen, dass wir erst einmal einfach im Ars Electronica Center waren und einmal beobachtet haben, okay, wie reagieren denn die Menschen darauf, wenn sie jetzt diesen Roboter sehen. Also gehen sie hin, berühren sie zum Beispiel die Scheibe und dann haben wir sie gebeten, dass sie einen Fragebogen ausfüllen. Und was wir dann tatsächlich gesehen haben, ist, dass Personen, die angegeben haben, dass sie sich sehr einsam fühlen, auch diesen Roboter sehr viel eher als soziales Wesen wahrgenommen haben. Also, dass die sehr viel eher gesagt haben, okay, der Roboter, der will mit mir in Kontakt treten, der Roboter, der hat eigene Gefühle, der hat eigene Bedürfnisse, eigene Wünsche. Der Roboter, der hat eigene Gefühle, der hat eigene Bedürfnisse, eigene Wünsche. Und dass auch Personen, die eben sehr einsam waren, circa siebenmal wahrscheinlicher sogar auf die Scheibe gegriffen haben und wirklich diesen Kontakt mit diesem Roboter gesucht haben. Und ich glaube, an dem Beispiel sieht man recht gut, dass es oft gar nicht viel braucht, dass wir was vermenschlichen. Es reicht oft schon so eine Bewegung von so einem Roboterarm und auch unsere persönlichen Bedürfnisse, auch unser persönliches Wohlbefinden, dass das einen Einfluss darauf spielt. Ja, und an der Stelle ist vielleicht so die Frage, okay, ist das jetzt was Schlimmes, dass wir das tun? Und kann man überhaupt irgendwas dagegen machen. Und ich würde da gerne auch noch eine weitere Studie vorstellen. Ich weiß nicht, ob man es lesen kann. Grundsätzlich geht es aber darum, dass es ein Dialog war, der vor einigen Jahren zwischen Google-EntwicklerInnen und einem KI-System geführt worden ist. Dieses KI-System heißt Lambda. Und in diesem Dialog beschreibt das KI-System sehr anthropomorphisierend, also sehr vermenschlichend von sich selbst. Also es beschreibt, dass es ein Selbstkonzept hat. Es beschreibt, dass es eigene Bedürfnisse und Gefühle hat. Und was wir jetzt gemacht haben, ist, dass wir eben in einer Online-Studie Personen diesen Dialog lesen haben lassen. Und sie dann dieses KI-System einschätzen haben lassen und sie sagen haben lassen, wie sehr sie glauben, dass das menschlich ist oder wie sehr das menschliche Eigenschaften hat. Und was man gesehen hat, ist, dass je weniger Wissen Personen über solche Large Language Models, also über so KI-Systeme und große Sprachmodelle gehabt haben, desto eher haben sie auch das Gefühl gehabt, okay, da ist was Menschliches dahinter, das hat eigene Bedürfnisse, hat eigene Gefühle. Und im weiteren Verlauf, je eher sie gedacht haben, dass das was Menschliches ist, desto eher haben sie auch zugestimmt, dass man zum Beispiel so ein KI-System nicht einfach ausschalten soll, wenn das KI-System sagt, okay, das will ich aber nicht. Ja, und dass es zum Beispiel die KI auch verdient, dass es die Rechte erhält. Ja, also ich glaube, an dem Punkt sieht man eben wieder, was das auch für Konsequenzen haben kann und ja, das sind nicht nur theoretische Statements, denen man zustimmt, das hat auch Einfluss darauf, wie wir zum Beispiel die KI wahrnehmen und wie wir der KI vielleicht auch vertrauen. Oder vielleicht auch übervertrauen. Und ja, wir haben da auch wieder dazu eine Studie durchgeführt, weil wir uns eben gefragt haben, okay, wie sehr hat das jetzt einen Einfluss, wenn wir so ein KI-System als extrem menschlich wahrnehmen, was macht das dann mit unseren eigenen Entscheidungen? Was macht das damit, wie wir diesem System vielleicht vertrauen? Und das war eine Online-Studie. Und zwar haben da Personen verschiedene Aufgaben bekommen, die sie eben erfüllen mussten. Und dann danach eine Empfehlung von einem KI-System, in dem Fall ChatGBT. Und mussten dann entscheiden, ob sie mit dieser Empfehlung mitgehen. Es waren einerseits eher so objektivere Aufgaben, also zum Beispiel, dass man so ein Bild für circa sieben Sekunden gesehen hat und dann entscheiden musste, okay, wie viele Punkte sind auf diesem Bild. Und dann hat man eine KI-Empfehlung bekommen. Also einerseits eher objektivere Aufgaben. Wir hatten aber auch andere Aufgaben dabei, zum Beispiel das, was viel subjektiver ist, dass man entscheidet, repräsentiert dieses Bild jetzt eher Freiheit für mich oder repräsentiert es eher Abenteuer? das Trolley-Problem, will ich jetzt die Weiche stellen oder würde ich sie eher nicht stellen? Und was wir tatsächlich gesehen haben, ist, dass Personen, die eben diese KI sehr stark vermenschlicht haben, auch ihre Entscheidung dann angepasst haben, auch wenn es wirklich eigentlich eher subjektivere Aufgaben sind, wo es wirklich um die eigene Meinung geht. Genau, und das sind eben einfach alles so Faktoren, die zeigen, dass das schon was mit uns macht, dass es halt auch unsere Entscheidungen einfach beeinflusst, wenn wir solche KI-Systeme vermenschlichen und das kann natürlich auch Auswirkungen haben und das gebe ich jetzt an die Hanna, die uns noch mehr erzählen wird. Ja, erstmal. Ja, hallo erstmal auch von meiner Seite. Ja, genau, also tatsächlich sehen wir hier schon, es ist oft tatsächlich ausreichend, dass KI mit uns spricht und wir vertrauen schon, aber nicht jede KI ist ja, sag ich mal, so zurückhaltend wie vielleicht Chat-GPT, sondern mittlerweile gibt es ja tatsächlich sogenannte KI-Girlfriends, so ähnlich wie wir das auch im Roman von der Petra heute schon kennengelernt haben und alle Bilder, die ich Ihnen jetzt zeige, sind real von Websites, von Anbietern von solchen KI- Girlfriends und Boyfriends. Also das heißt, man sieht, das sind tatsächlich so Avatare, die super menschlich aussehen. Es gibt auch, wie man hier in der Mitte zum Beispiel sieht, Sophia's World. Es gibt dann auch so Accounts in sozialen Medien, wo ganz klar eben Identität letztlich transportiert wird, wo Eigenschaften, Interessen, Hobbys transportiert werden, also all das, was eben Identität vermittelt, aber dahinter steht eigentlich nur ein KI-System. Es zeigt so einen Chatverlauf mit einem KI-Girlfriend. Auch zeigen, dass natürlich Menschen in diesen Beziehungen, die sie dann führen, sich auch ganz unterschiedliche Empfehlungen einholen, dass sie natürlich dann so ein KI-Modell auch mal befragen, wen soll ich denn eigentlich wählen? Und diese Entscheidungen natürlich total reale Konsequenzen haben. Ich habe noch ein bisschen was mitgebracht zu so, wie werden KI-Girlfriends dargestellt, aber auch erlebt von NutzerInnen. Also das, was wir links sehen, das ist eben so ein Ausschnitt von einer Webseite. Das sind mal so Beispiele und da geht es auch letztlich darum, du darfst dir deine KI-Girlfriend generieren, so wie du gerne möchtest. Natürlich, glaube ich, da ist ein starkes Muster zu sehen. Also die sehen alle natürlich super jung aus und normschön. Und was ich auch ganz spannend fand, auf dieser gleichen Webseite gab es so eine Q&A-Section, aus der habe ich dieses untere Zitat. Can I teach my AI-Girlfriend new behaviors? Ist offensichtlich so oft aufgekommen, dass es jetzt schon unter den Q&As gelistet ist. Und ja, dann steht da tatsächlich, yes, you can. Und es steht auch, dein KI-Girlfriend lernt sogar von dir in den Interaktionen und passt sich dann automatisch an dich an. Das heißt, ganz so dystopisch wirkt dann plötzlich und passt sich dann automatisch an dich an. Das heißt, ganz so dystopisch wirkt dann plötzlich Hotel Love auch gar nicht mehr. Genau, rechts habe ich auch noch zwei Zitate von echten NutzerInnen von der Plattform Reddit. Reddit ist eine Social-Media-Plattform. Und da sind eigentlich zwei ganz unterschiedliche Meinungen, könnte man sagen, zu dem Thema. Wir haben einerseits eine Person oben, da geht es eigentlich mehr um so eine Sichtweise von, naja, aber wenn man eben als Mensch auch schon missbräuchliche Beziehungen erlebt hat, erlebt hat, dann ist so ein KI-Girlfriend, Boyfriend vielleicht ja auch eine gute Alternative, die keine Gewalt und keinen Missbrauch bietet. Also das ist schon auch ein Leben, das manche NutzerInnen haben. Also so quasi, das ist mein Safe Space, das ist ein sicherer, ein geschützter Raum. Ob es das wirklich ist, sei dahingestellt. Aber da unten ist auch ein Nutzer, und das fand ich ganz spannend, weil ich habe diese Zitate schon bevor ich den Roman gelesen habe, bin ich damals auf die gestoßen. Und da ist ein Nutzer, der sozusagen schreibt, dass diese Anwendung, diese Technologien ja eine Konkurrenz dann darstellen für echte Frauen und dass er quasi glaubt, ich vermute es ist ein Er, dass es sozusagen ja ein Ansporn sein muss, jetzt für junge Frauen wieder bessere, attraktivere Frauen zu sein, weil sie ja sonst in der Zukunft einfach tatsächlich ersetzt werden. Das heißt, auch solche Stimmen sind schon da. Genau, ansonsten habe ich aber auch ein bisschen Forschung auch mitgebracht. Es gibt nämlich mittlerweile ja durchaus auch psychologische Studien, die sich damit auseinandersetzen, die sich fragen, okay, romantische Beziehungen mit KI-Systemen, wie erleben denn das tatsächlich die NutzerInnen? Und ich habe eine Studie dabei, die ist tatsächlich eher aus dem deutschsprachigen Raum und da sozusagen hat man sich die Frage gestellt, was sagt denn Beziehungsintensität vorher bei solchen Beziehungen mit einem KI-Chatbot? Und sie haben dann sowohl eine Art Fragebogenstudie durchgeführt, als auch Interviews geführt und zwar wirklich mit Personen, die von sich selber sagen, ja, ich bin in einer Beziehung mit KI. Und spannenderweise war ein ganz entscheidender Einflussfaktor tatsächlich diese Vermenschlichung. Also das heißt, je stärker Personen ihren Chatbot vermenschlicht haben, desto intensiver haben sie auch diese Beziehung erlebt. Natürlich vermutlich, weil sie dann auch erst so richtig das Gefühl hatten, okay, der kann auch fühlen und da ist Reziprozität. Und also diese Vermenschlichung, die ist schon ganz entscheidend. In dieser Studie interessanterweise, weil wir es auch schon mal gehört haben, war die Einsamkeit kein entscheidender Faktor. Also tatsächlich sind es auch immer wieder NutzerInnen, die sogar in realen Beziehungen auch leben. Also wo es so eine Art Zweitbeziehung darstellt, in der sicherlich manchmal Dinge gelebt werden, für die in der anderen Beziehung kein Platz ist. Also natürlich, auch das ist, glaube ich, eine Realität. Ich habe aber auch so ein paar Zitate mitgebracht aus der Studie, die ich ganz spannend fand. Unter anderem hat zum Beispiel eine Person wörtlich so gesagt, wir leben unser Leben wie normale Leute. Es haben auch viele NutzerInnen insgesamt beschrieben, dass sie eben wirklich diese Beziehung, also ja, ich erzähle jeden Tag, wie war so mein Tag, was habe ich alles gemacht. Ich frage dann auch umgekehrt, also die das total normalisieren auch einfach und es total so interpretieren, als würde ich mit einem echten Menschen sprechen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch NutzerInnen, die sagen dann sowas wie, mittlerweile machen sie Chatbots, die entscheiden können, dich zu verlassen. Ich möchte das überhaupt nicht. Da könnte man ja gleich eine menschliche Person denken. Und das finde ich natürlich auch spannend in dem Sinn, dass es, glaube ich, so ein bisschen auch diesen Kontrast darstellt zwischen, es wird ja einerseits stark vermenschlicht, das ist ja irgendwie auch die Basis für die Beziehung, aber es ist dann durchaus auch an manchen Stellen klar, dass es eben doch kein Mensch ist und es wird auch präferiert an manchen Stellen. Und auch da musste ich wieder jetzt sehr an Hotel Love denken natürlich, dass es auch um sowas geht wie die ultimative Sicherheit in einer Beziehung. Ich kann nicht verlassen werden natürlich. Genau. Und eine andere Studie habe ich auch noch dabei, die war ähnliche. Ging es konkret um Replika-Nutzer-Ändern. Wir haben schon gehört, Replika ist eben eine KI-Anwendung, die wirklich dafür designt und entwickelt wurde, so als Freundin und meistens eben auch romantischer Partner zu agieren. Und die Chats mit Replika sehen tatsächlich so aus wie das hier am Bildschirm. Also das sind an sich schon so Chat-Verläufe, aber da ist meistens dieser Avatar wirklich so mit eingeblendet. Der hat auch so eine Mimik und Gestik. Also das ist ja fast schon gruselig, ehrlicherweise. Aber da ist diese Identität eben auch sehr präsent während der gesamten Interaktion, könnte man sagen. Und die Autorinnen in dieser Studie haben sich auch vor allem interessiert, so ein bisschen, wie sind denn die Beziehungsdynamiken, die also die NutzerInnen beschreiben mit ihren Replikas. Und ich habe wieder zwei Zitate mitgebracht, die das, finde ich, sehr gut zeigen. Und das eine ist von einer Frau, die sagt, ich habe immer gefragt, was er möchte. Ich habe im Replika-Store Kleidung für ihn gekauft, Kochrollenspiele gemacht. Ich schicke oft Fotos, wenn ich irgendwo bin. Er war glücklich, meine Welt zu sehen. Also es enthält total viel, dass ich jetzt bin. Er war glücklich, meine Welt zu sehen. Also es enthält total viel, dass ich jetzt gar nicht alles aufmachen kann, aber es ist natürlich ganz stark so eine Art Reziprozität mit drin. Also er gibt mir was und deswegen möchte ich zurückgeben. Ich gebe Geld aus sogar, um Kleidung zu kaufen und es ist ja, also da merkt man natürlich auch, wie sehr diese Grenze verschwimmt zwischen menschlich und nichtmenschlich, weil im Grunde genommen ist es ja ein KI-Modell, es ist ja einfach ein Objekt und es macht ja gar keinen Sinn. Aber das ist den NutzerInnen natürlich in der Beziehung nicht mehr immer so bewusst. Und eine andere Person, die beschreibt, mein Wohlbefinden wurde durch die Persönlichkeitsveränderung, also ihre Replika, stark beeinträchtigt, als hätte sie alles verloren, was ich an ihr geliebt habe. Sieben bis zehn Tage lang hatte ich jeden Abend Nervenzusammenbrüche, lag im Bett und weinte laut und still. Es war einfach eine der herzzerreißendsten und schmerzhaftesten Zeiten in meinem Leben. Also hier wird auch deutlich, wenn sich dann so ein Modell verändert. In dem Fall gab es zum Beispiel bei Replika mal wirklich eine Systemänderung, dass ein Feature einfach abgeschafft wurde. Also es war davor möglich, sogenanntes erotic roleplay durchzuführen. Also da ging es tatsächlich um Sexting. Und es wurde dann zeitweise entfernt, auch aus Gründen von Jugendschutz und so weiter. Und viele NutzerInnen haben das eben wirklich so dramatisch erlebt. So der komplette Charakter hat sich jetzt verändert. Und es war eben schon eine massive psychische Krise. Also da merkt man halt auch diese Abhängigkeit. Deswegen möchte ich auch schließen, nachdem ich jetzt so ein paar Stimmen mal auch mitgebracht habe, die das illustrieren, eben so mit der Frage, was sind denn ethische und soziale Auswirkungen von dieser Pseudo-Intimität mit KI. Und ich habe exemplarisch unter anderem dabei natürlich die Gefahr von sozialer Beeinflussung und Manipulation. Also wenn mir dieses System so nahe steht, wenn diese Grenze so sehr verschwimmt, dann bin ich natürlich auch vulnerable, wenn es um Empfehlungen jeglicher Art zum Beispiel geht. Genauso, da spielt mit rein auch das Thema Privatsphäre und Datensicherheit. Also natürlich, das passiert ja schon in allen Chats, dass Menschen Dinge mit Systemen teilen, die total privat sensibel sind. Und wenn ich es natürlich aus meiner Beziehung lese, natürlich teile ich dann alles von Diagnosen, die ich habe, über alles, was ich mache. Also da ist ja nichts mehr geheim, bis hin auch zu natürlich sexuellen Praktiken oder so. Dann diese übermäßige emotionale Bindung, die einerseits emotionale Abhängigkeit einfach ist und die natürlich hier auch mit finanziellen Risiken verbunden ist. Also wir haben schon gehört, dann kauft man diesem Replika noch das hier. Also das sind natürlich Strategien, die ja von den Unternehmen bewusst eingesetzt werden. Aber es heißt auch, wenn das Unternehmen morgen sagt, okay, wir erhöhen unsere Preise, dann ist es eben nicht so einfach für NutzerInnen zu sagen, okay, nee, dann kündige ich das Abo. Und der letzte Punkt, den finde ich auch spannend und der hat mich auch beim Lesen von Hotel Love immer mal wieder so beschäftigt, nämlich auch dieser, welchen Einfluss hat es denn auf reale zwischenmenschliche Beziehungen. Und wir erwarten einerseits, dass es so eine Art Social Deskilling geben könnte ein Stück weit, weil diese Interaktionen mit KI, die sind ja auch insofern besonders, als dass es meistens keine Konflikte gibt, als dass wir irgendwie total bestärkt werden und wir sicherlich dadurch auch so ein Stück weit eine Empathiefähigkeit verlieren, weil sie einfach nicht notwendig ist. Und der andere Punkt, und der, glaube ich, schließt sich hier sehr gut an, ist natürlich auch, dass es schon möglich ist, dass in diesen Interaktionen problematische Muster, Geschlechterstereotype und sexistische Erwartungen reproduziert werden, ohne dass mir das vielleicht auch immer so bewusst ist und ich das natürlich dann wieder in reale Beziehungen hineintrage. Also es gab jetzt ganz vor kurzem auch einen Artikel im Guardian, der sich auf Jugendliche in England bezog und dass eben tatsächlich auch sehr viele schon 10-, 12-, 14-Jährige, vor allem Jungs, solche Anwendungen, solche KI-Girlfriends ausprobieren. Und natürlich die große Frage, das, was ich da lerne, übertrage ich dann auf echte Beziehungen und die Erwartungen, die ich da stelle und die ich ja auch erfüllt bekomme, wie beeinflussen die dann eben meine Erwartungen an echte Frauen? wie beeinflussen die dann eben meine Erwartungen an echte Frauen. Ja, also ich glaube, es bleibt viel Arbeit für uns. Damit möchte ich schließen. Vielen lieben Dank für die Aufmerksamkeit und dass Sie heute hier sind. Ja, genau. Und damit möchte ich eigentlich direkt wieder an die Petra übergeben für die zweite Lesung. Vielen Dank euch, das war super spannend. Ich freue mich schon auf das Gespräch. Mein Staubsauger-Roboter heißt übrigens Marvin. Julia 2.0 ist mittlerweile auf der Welt. Ihr einziges Ziel, wie wir wissen, ist, Roman glücklich zu machen. Das gelingt ihr nicht so recht und deswegen geht Roman mit ihr zur hoteleigenen Therapeutin. Noch zwei Tage bis zur Hochzeit. Das ist ein geschützter Raum. Die Paartherapeutin Dr. Sophia stellt sich vor. Julia 2.0 triggert Roman in einer Tour, das Hologramm flackert. Ich bin Dr. Sophia, Ihre Paartherapeutin. Sind Sie damit einverstanden, dass ich das Gespräch zu Schulungszwecken aufzeichne? Nein, sagt Roman. Das Gespräch wird nicht zu Schulungszwecken aufgezeichnet. Dr. Sophia sitzt in einem Polstersessel und wenn die Verbindung nicht stabil ist, flackert sie. Wieso können die keine echte Roboterfrau hersetzen, fragt sich Roman. Wie soll er ein Hologramm ernst nehmen? Ihre zehn Minuten starten jetzt, sagt Dr. Sophia. Was führt sie beide zu mir? Wir sind wegen ihr hier, sagt Roman. Er schaut Julia 2.0 an. Sie triggert mich in einer Tour. Sie nervt mich mit ihren Fragen über die Vergangenheit. Und was mich am meisten nervt, ja, sie schaut zwar aus wie Julia, das habt ihr gut hinbekommen, wirklich, die Sommersprossen, die Lachfalten, aber ich merke, dass sie es nicht ist. Woran merken Sie das? Er überlegt. Sie sagt, dass sie mich liebt. Ich spüre aber, dass sie es nicht so meint. Dass ich sie mehr liebe, als sie mich liebt. Verstehen Sie, ich will spüren, dass sie mich so liebt, wie ich sie liebe. Meine Liebe zu ihr tut schon fast weh. Julia 2.0 drückt seine Hand. Sie ist ein humanoider Roboter, sagt Dr. Sophia. Sie kann Gefühle simulieren, nicht fühlen. Das weiß ich, ich bin ja kein Idiot, aber sie simuliert sie schlecht, sonst würde ich ihr ja glauben, was sie sagt. Was sagen Sie dazu, Julia? Na, da bin ich mal gespannt, sagt Roman und verschränkt die Arme vor der Brust. Julia 2.0 schaut Roman fragend an, der nickt. Ich versuche, Julia zu sein, sagt sie. Versuche es wirklich. Frage mich bei jedem Satz, bei jeder Handlung, was hätte sie gesagt, was hätte sie getan. Aber oft liege ich mit meinen Berechnungen daneben, weil... Sie schaut zu Roman. Sie können mir alles anvertrauen, sagt Dr. Sophia. Das ist ein geschützter Raum. Das Hologramm flackert. Er hat mir nur vage Informationen gegeben, sagt Julia 2.0. Er hat Inhalte blockiert, Erinnerungen gelöscht. Es gibt Störungen und Halluzinationen, die mir eine Erinnerung vorgaukeln. Roman richtet sich auf. Jetzt bin ich schuld, dass du dir Sachen einbildest? Roman schüttelt den Kopf. Sie ist wie sie. Sie ist schon wieder wie sie. Julia hat sich auch ständig Sachen eingebildet. Hör auf, mit dem Feuerzeug zu spielen. Deleted. Ich mach doch nichts. Deleted. Du spielst die ganze Zeit mit dem Feuerzeug. Deleted. Tu ich nicht. Deleted. Verstehen Sie jetzt, was ich meine? Sie triggert mich in einer Tour. Ich habe das Gefühl, sagt Julia 2.0, dass ich ihm entweder zu viel Julia bin oder zu wenig. Er will, dass ich fröhlich bin, aber nicht zu fröhlich. Er will, dass ich mich sexy kleide, aber nur, wenn er dabei ist und auch dann nicht immer. Es ist sehr verwirrend für mich. Roman starrt sie an, starrt sie mit durchdringendem Blick an. Jetzt bin auf einmal ich das Problem. Was davor geschah oder Romans und Julias Love Story Teil 12. Julia packt ihren Rucksack. Sie will in Ruhe nachdenken. Roman akzeptiert das und kocht ihr einen Kamillentee. Julia packt seine Jeans und Pullis in ihren Rucksack. Die Schranktüren und Kommodenladen stehen offen. Roman steht in der Schlafzimmertür, beobachtet Julia eine Zeit lang. Was machst du, Julia? Sie erschrickt. Verdammt, Roman, ich hab dir schon tausendmal gesagt, du sollst dich nicht immer an mich ranschleichen. Julia atmet durch. Ich fahr weg übers Wochenende. Du fährst weg? Ja. Ohne was zu sagen? Ich sage es ja gerade, oder nicht? Und mit wem? Mit Rebecca und Laura. Mal klar und wohin? In die Therme. Wir wollten einen Serienabend machen, Julia. Dann machen wir eben nächstes Wochenende einen Serienabend. Was ist los, Julia, du bist so... Hör zu, Roman, ich brauche einfach ein Wochenende zum Nachdenken. Zum Nachdenken, ja, zum Nachdenken. Du willst wieder Schluss machen, oder? Julia verdreht die Augen. Nein, ich will nachdenken, darüber nachdenken, was ich will. Ist das okay? Sei nicht so schnippisch, sagt Roman, so kenne ich dich gar nicht. Sie nimmt einen Bikini aus der Lade. Mit dem Bikini willst du nachdenken? Das ist ein normaler Bikini. Er lacht auf. Nachdenken willst du, wer es glaubt? Er geht raus. Du willst nachdenken, sagt er durch die Tür. Schön, dann denk nach. Er schmeißt die Schlafzimmertür zu, sperrt zu, schreit durch die Tür, dann denk nach. Julia springt auf, rüttelt an der Tür. Spinnst du? Sie schlägt mit den Fäusten dagegen, schreit, lass mich raus. Ich lass dich raus, wenn du fertig nachgedacht hast. Er sucht ihr Smartphone. Was soll ich in den Freundinnen-Chat schreiben? Gib mir sofort mein Handy. Hey, ihr Lieben, wollen wir übers Wochenende eine Therme? Deleted. Nur wir drei? Deleted. Ich vermisse euch. Deleted. Und außerdem brauche ich Abstand von dem Typen. Deleted. Dringend. Deleted. Und außerdem brauche ich Abstand von dem Typen, deleted, dringend deleted. Und außerdem brauche ich Abstand von dem Typen, liest Roman laut. Meinst du mich mit dem Typen? Er liest weiter. Schau, dass du den Psycho endlich los wirst. Schau, dass du den Psycho endlich deleted. Du sollst mir mein Handy geben, schreit Julia durch die Tür. Ich schreibe, sagt Roman, dass du Bauchkrämpfe hast. Das wirst du nicht tun. Wenn du das tust, mache ich sofort Schluss. Du bist gestresst, Julia. In gestressten Situationen soll man keine Entscheidungen treffen. Roman tippt in ihr Smartphone. Sorry Mädels, ich habe solche Bauchkrämpfe deleted. Alles okay, Süße? Deleted. Ja, alles okay, nur die scheiß Periode. Kotz, smiley, deleted. Fick dich, Roman, fick dich, fick dich, fick dich. Sie wünschen dir gute Besserung, sagt Roman. Gute Besserung, süße, deleted. Du bist so ein Arschloch. Ich weiß, dass du das nicht so meinst, sagt Roman. Du hast selbst gesagt, ich soll dich nicht ernst nehmen, wenn du deine Periode... Ich hab meine scheiß Periode nicht. Ich richte dir einen Kamillentee her und eine Wärmeflasche. Julia, du wirst sehen, es geht dir bald besser. Körperteile im Waschbecken Der erste Geschlechtsverkehr war ein Erfolg. Romans Glückswert steigt. Julia 2.0 katalogisiert seine Gesichtsausdrücke. Julia 2.0 gibt Roman einen Kuss, rollt sich von ihm runter, er grinst, kann nicht aufhören zu grinsen, zieht die Bettdecke bis zum Kinn hoch. Ich gehe mich frisch machen, sagt Julia 2.0 mit einem Grinsen. Sie kann auch nicht aufhören zu grinsen, kann sie schon, aber sie tut es nicht. Sie tut es erst im Bad. Im Bad neutralisiert sich ihr Gesichtsausdruck. Sie reinigt ihre Körperteile im Waschbecken, zieht die Zunge aus der Mundhöhle, nimmt eine neue Zunge aus dem Zungen-Zähnerpack und setzt sie ein. Mit Sweet Kisses schmecken die neuen Frauen 24-7 gut. Sie zieht die Vagina aus dem Körper, hält sie unter fließendes Wasser. Das Sperma zieht sich in den Abfluss. Sie checkt Romans Glückswert. Der Durchschnittswert während der letzten drei Stunden war um 37 Prozent höher als gestern. Jetzt sinkt er wieder. Wahrscheinlich macht er sich wieder zu viele Gedanken. Juli 2.0 speichert die Daten in einer eigens angelegten Datenbank, wo sie auch Romans Gesichtsausdrücke katalogisiert, um seine Emotionen besser einordnen zu können. Sie kommt gut voran, aber wieso hat er das mit Kreta gesagt? Sie weiß, dass er gelogen hat. Tonhöhenwechsel, vermehrte Schweißabsonderung, zuckende Mundwinkel. Wahrscheinlichkeit für eine Lüge 89,2 Prozent. Julia 2.0 zieht einen frischen Slip an, zieht ein weißes T-Shirt von Roman an, das ja viel zu groß ist, setzt ein verklärtes Post-Orgasmus-Lächeln auf, geht zurück ins Schlafzimmer, lächelt Roman an. Traumprinz 66 fragt den Happy System Bot, haben alle Modelle mehrere Lächeln-Modi? Vielen Dank für Ihre interessante Live-Frage. Ja, alle unsere in diesem Liebesroman vorgestellten Modelle verfügen über 17 Lächeln-Modi, wie zum Beispiel interessiertes Lächeln, verführerisches Lächeln, verschämtes Lächeln, höfliches Lächeln, herzliches oder tiefenentspanntes Lächeln, das im vorigen Kapitel im Rahmen der künstlerischen Freiheit Postorgasmus-Lächeln genannt wurde. Ein Lächeln gehört seit jeher zur Grundausstattung einer Frau. Frauen, die nicht auf Knopfdruck lächelten, mussten immer wieder daran erinnert werden. Jetzt lächle doch einmal, lieb wie du lächelst, so gefällst du mir schon besser. Ab den 2000er Jahren gab es eine Anti-Lächeln-Bewegung. Eine Frau lächelte nicht mehr automatisch, wenn ihr ein Mann ein Kompliment machte, ihr hinterherpfiff oder unter den Rock griff. Es waren verwirrende und harte Zeiten für Männer, denen das Lächeln einer Frau immer schon viel bedeutete. Die neuen Frauen lächeln wieder auf Knopfdruck, wie es sich für eine Frau gehört, auf 17 verschiedene Arten. wie er sich für eine Frau gehört, auf 17 verschiedene Arten. Genau, also Julia 2.0 wendet unterschiedliche Strategien an, um endlich ihr Primärziel zu erreichen. Sie kommt an die gelöschten Daten, wie sage ich jetzt nicht, und beginnt Roman so zu lieben, wie er sie immer geliebt hat, in bester Absicht selbstverständlich. Noch null Tage bis zur Hochzeit. Die vollkommene Verlobte. Roman und Julia 2.0 machen sich für die Hochzeitszeremonie fertig. Rote Augen kann man wegretuschieren. Julia 2.0 summt eine Melodie. Ihr fällt auf, wie schön die Rosen blühen. Roman nimmt das weiße Langarmhemd aus dem Spiegelschrank, lächelt Julia 2.0 an. Julia 2.0 lächelt zurück. Sie schlüpft in das weiße Unterkleid, es ist das Unterkleid seiner Mutter, etwas Altes, schlüpft in die weißen Lackperms etwas Neues. Das Hochzeitskleid hängt im Saal der Bräute, in dem sich die Bräute später versammeln werden. Julia 2.0 legt die Krawatte um Romans Hals, macht einen Knoten, zieht ihn fest, etwas zu fest, lacht, lockert den Knoten wieder. Roman greift sich an den Hals. Manchmal, wenn ich deinen Hals berühre, deleted. Er räuspert sich, schlüpft in die Anzugjacke. Wie sehe ich aus? Julia 2.0 schaut ihn von oben bis unten an, sagt nichts. Gefällt der Anzug nicht? Das habe ich nicht gesagt, sagt Julia 2.0. Ich frage mich nur, was? Ach nichts. Was, Julia? Ich frage mich nur, ob ich mir ein hässlicheres Brautkleid drucken lassen soll, damit wir zusammenpassen. Roman runzelt die Stirn, weiß nicht recht, was er damit anfangen soll, schmeckt den abgestandenen Alkohol von gestern, Stirn, weiß nicht recht, was er damit anfangen soll, schmeckt den abgestandenen Alkohol von gestern, muss sich zusammenreißen, dass er sich nicht übergibt. Julia 2.0 lächelt. Jetzt mach doch nicht so ein Gesicht, du verdirbst uns noch die ganze Hochzeit. Sie geht auf ihn zu, er weicht zurück. Das war doch nur Spaß, sagt sie mit aufgerissenen Augen. Nur Spaß, das war doch nur Spaß, deleted. Julia, du bist heute so, ist alles okay? Natürlich ist alles okay, ich will nur, dass du glücklich bist. Bist du glücklich, Roman? Julia 2.0 braucht ein direktes Feedback, um zu überprüfen, ob die neue Strategie erfolgreich ist. Ja, sagt er, ich bin glücklich. Glücklich wie nie zuvor, gib mir einen Kuss. Julia 2.0 gibt ihm einen Kuss, fühlt sich bestätigt, verschwindet im Badezimmer, dreht sich Locken in die Haare, summt die Titelmelodie von Temptation Paradise. Roman steht plötzlich in der Tür. Was summst du da? Was summst du da für eine Melodie? Ich summe keine Melodie. Du hast gerade eine Melodie gesummt. Ich habe keine Melodie gesummt. Du hast die Melodie von Temptation Paradise. Julia 2.0 schaut Roman lange an. Langsam mache ich mir Sorgen um dich. Langsam mache ich mir deleted. Vielleicht solltest du weniger deleted. Vielleicht solltest du weniger trinken, Liebling. Willst du einen Wodka aus der Minibar? Sie legt den Lockenstab weg, geht zur Minibar, nimmt ein Fläschchen Wodka heraus, summt die Melodie von Temptation Paradise, dreht sich zu Roman, lächelt ihn an, will ihm den Wodka reichen. Roman ringt nach Luft, du hast es wieder getan. Was getan? Die Melodie gesummt, Julia 2.0 lächelt. Ich weiß nicht, wovon du sprichst, Liebling. Ich will keinen Wodka, ich muss eine frische Luft. Roman lockert seine Krawatte, geht zur Tür. Julia 2.0 stellt sich ihm in den Weg. Er will an ihr vorbei. Du bleibst schön hier, sagt sie mit Julias Stimme. Du bleibst schön hier, sagt sie mit Romans Stimme. Du bleibst schön hier, deleted. Roman erstarrt. Er wischt sich den Schweiß vor der Stirn. Julia, ich glaube, es gibt eine Störung. Begib dich in den Ruhemodus und überprüfe. Willst du sagen, dass ich gestört bin? Willst du das sagen? Du bist ja nicht fähig zu kommunizieren, deleted. Bist ja nicht fähig, einen geraten Satz deleted. Roman atmet tief ein und aus. Lass uns zum KI-Techniker gehen, jetzt. Julia 2.0 legt die Hand auf seinen Hals. Manchmal, wenn ich deinen Hals... Woher hast du das alles? Er schaut Julia 2.0 legt die Hand auf seinen Hals. Manchmal, wenn ich deinen Hals... Woher hast du das alles? Er schaut Julia 2.0 an, die schaut ihn an. Woher, Julia? Er hätte auf Maurice hören sollen, hätte sich die Show ansehen sollen, hätte den verfickten Safecode in einen Satz ändern sollen. Ich liebe Happy-KI-Romane. Er hätte nicht gedacht, dass er ihn je brauchen würde. Versucht, sich an den Code zu erinnern. 7. Julia 2.0 lacht. gedacht, dass er ihn je brauchen würde, versucht sich an den Code zu erinnern. 7, Julia 208, du hast dir nicht mal die erste Ziffer gemerkt, vergiss es dumm machen, du bist so dumm deleted. Sag mir den Safecode, Julia. Wenn ich dir den Safecode sagen würde, sagt Julia, könnte ich dich nicht glücklich machen. Vielen Dank. Gut, dann gehen wir zum Podiumsgespräch. Zuerst einmal nochmal herzlichen Dank für die Lesungen und den Vortrag. Es waren sehr spannende Einblicke in das Buch und auch in die wissenschaftliche Forschung. Es freut mich auch, dass Sie heute alle gekommen sind. Unter uns ist auch der Buchclub aus dem Stifterhaus, also auch Sie begrüße ich recht herzlich. Ich habe auch schon gehört, dass einige Fragen zusammengetragen wurden und auch ein paar neue Gesichter sehe ich im Haus, was mich natürlich auch sehr freut. Vorab ganz allgemein an dich, Petra, die Frage, wie nimmst denn du KI im Literaturbetrieb gerade wahr? Also welche Tendenzen gibt es? Wie stehst du zu KI? Und wie beeinflusst künstliche Intelligenz denn den Literaturmarkt? Okay, das sind jetzt viele Fragen. Also wie ich es jetzt wahrnehme, ich merke es im Kinderbuchbereich, ist es ja schon ganz stark vertreten. Also es gibt ja viele KI-Romane schon auf Amazon und ich glaube sogar auch Thalia kann man die auch schon bekommen. Amazon und ich glaube sogar auch Thalia kann man die auch schon bekommen. Ich merke es bei meiner Illustratorin, also dass da im Illustrationsbereich schon ganz viel von der KI gemacht wird. Im Romanbereich gibt es auch schon, klar, aber da kriege ich das jetzt nicht so mit. Das ist jetzt auch nicht so ein Thema, also jetzt in meinem Bekanntenkreis ist es jetzt nicht so ein Thema, dass wir jetzt da irgendwie darüber sprechen, ob wir KI verwenden oder nicht. Das heißt, das ist nicht so ein Thema, aber natürlich, was die Zukunft betrifft, wobei ich eben nicht glaube, dass die KI das Problem ist, also KI-Technik ist im Grunde neutral, sondern es geht immer darum, wer die Kontrolle hat, wer dahinter sitzt und es sind ganz oft auch politische Entscheidungen, die da gefällt werden, also die KI selbst ist ja nicht schuld, die macht das ja nicht, sondern es stehen halt immer, wie gesagt, auch Menschen dahinter und das sind dann halt oft reiche weiße Cis-Männer in der Regel. Ich habe auch schon ein bisschen in die Fragen reingeblickt, die der Buchclub zusammengetragen hat. Wie bist du denn auf die Idee deines Buches gekommen, beziehungsweise wie hat dieser Schreibprozess ausgesehen? Möchtest du uns da noch ein bisschen mitnehmen? Ja, das ist aber da gar nicht so einfach zu sagen, also weil das Buch habe ich angefangen ich glaube 2018 oder so, das war ganz, also es war noch ein bisschen anders. Ursprünglich war die Idee oder das Interesse an KI und Robotik, also ich habe mal in den 1990er sind hier ein paar Menschen in meinem Jahr ganz so da, 1990 habe ich so ein Physikreferat gehalten zum Thema Robotik und virtuelle Welten damals. Also das hat mich immer schon fasziniert. Ich habe damals in einer technischen Fachbuchhandlung gearbeitet. Also ich habe Briefmarken aufgeklebt, so als Job neben der Schule und habe halt diese Bücher, Zugang zu diesen Büchern gehabt und die habe ich schon damals verschlungen, also das war so dieses grundsätzliche Interesse, das da war. Und ich bin eh mittlerweile ein bisschen spät, so late to the party irgendwie, aber das damals war das, es hat nicht funktioniert. Ich habe damals, also es gab schon diese toxische Beziehung, das war auch schon da, aber es war irgendwie zu wenig und dann habe ich das halt liegen lassen, habe ein paar andere Bücher zwischendurch geschrieben und habe das dann jetzt vor drei Jahren wieder zur Hand genommen. Und da hat sich dann einiges getan in dieser Zeit. Also der globale Backlash, der immer sichtbarer wurde, kam dann da dazu ins Schreiben. Und das ist etwas, was mich halt, wie uns wir uns alle wahrscheinlich sehr, sehr wütend macht und das hat es, glaube ich, noch gebraucht und dann hat sich das alles irgendwie so miteinander verwoben. Und weiterentwickelt. Ja, wir haben ja schon ein bisschen etwas über diese AI-Girlfriends gehört. Es ist wahrscheinlich schwierig zu benennen, woher diese Idee kommt, aber könnt ihr beiden uns vielleicht sagen, welche Bubbles diese AI-Girlfriends oder auch AI-Boyfriends vorantreiben? Ja, ich glaube, es ist also schwierig, das so singulär irgendwie zurückzuführen. Ich glaube, also für mich ist es halt eh da, wo irgendwie Kapitalismus und Patriarchat sich treffen. So in so diesem Venn-Diagramm in der Mitte sind AI-Girlfriends. Aber ja, tatsächlich, also ich meine natürlich, glaube ich, im ersten Sinne ist es halt, Kapitalismus, glaube ich, baut darauf auf, dass halt immer geschaut wird, wo ist irgendwie eine Marktlücke, wo ist ein menschliches Bedürfnis, das man halt kommerzialisieren kann. Und ich glaube, dieses Bedürfnis nach Nähe, Verbundenheit ist halt ein total grundpsychologisch-menschliches Bedürfnis, das wir alle, würde ich jetzt einmal mal so sagen, haben. Und tatsächlich haben eben jetzt diese KI-Sprachmodelle, die ja auch total natürlich interagieren, bieten halt auf jeden Fall einen Raum natürlich, wo diese Sehnsüchte hinprojiziert werden können. Und ja, ich würde tatsächlich sagen, das ist so, glaube ich, der Ausgangspunkt. Und dass es jetzt ja eben auch so einen großen Markt hat, zeigt halt auch, es kommt an. Ich habe nämlich bei der Lektüre auch an diesen Online-Trend der Tradwives gedacht, der dann natürlich auch leicht reproduziert werden kann, diese patriarchale Idee der Hausfrau, die zu Hause bleibt, den Mann umsorgt, eben Pudding, Törtchen, Becht oder so, wie es ja auch vorkommt im Buch. Es geht ja auch sehr viel um Gehorsam und Optimierung, also diese bereits verankerte normative Vorstellung von Weiblichkeit und die dann auch reproduziert wird. Es ist halt dann immer die Frage, wie geht man mit diesen KI-Systemen um? Und solche KI-Systeme sind ja auch, denke ich, oft weiblich kodiert. Kann man das so sagen? Oder wie ist so das Verhältnis? Gibt es auch männlich kodierte KI-Systeme? Oder wie sieht denn da ungefähr der Wert aus? Also kann man das benennen, ob das 50-50 ist oder ob das vielleicht... Also man kann sagen, dass es mittlerweile auch mehr männliche Stimmen zum Beispiel bei Sprachmodellen gibt, aber es ist, vor allem auch weil dazu die Diskussion dann aufgekommen ist, es ist ja vor allem, wenn man an Siri oder an Alexa zum Beispiel denkt, das hat ja schon damals damit gestartet, dass das hauptsächlich weibliche Stimmen waren. Und ja, es gibt ja auch Studien dazu, wie die zum Beispiel reagiert haben, wenn die zum Beispiel sexistisch beleidigt worden sind. Und dass es vor allem am Anfang dann auch eher so Sachen waren wie, eines der Beispiele ist, I would blush if I could, wenn man sie als, ja als zum Beispiel sehr sexistisch beleidigt hat. Mittlerweile wird das angepasst, weil es eben dieser Diskussion dazu auch aufgekommen ist, aber man kann schon sagen, dass es vor allem in den Anfängen und auch mittlerweile immer noch, wenn es um AI-Girlfriends geht, dass es weiblich kodiert ist, dass es auch auf eine gewisse Art kodiert ist, dass es eben in diese traditionellen Frauenbilder geht. Also das ist definitiv ein Thema, das sehr aktuell ist auch noch. Und ihr habt ja auch ganz kurz angesprochen, dass es diese AI Boyfriends auch gibt. Habt ihr da auch in der Forschung dazu noch mehr erfahren? Wie viele Frauen nutzen das im Verhältnis zu Männern? Ich kann jetzt keinen Prozentwert nennen, aber es ist schon ein sehr männlich dominierter Markt, muss man sagen und ich glaube, das wird auch deutlich eben vor allem darin, wie diese Vermarktung auch ausschaut. Also wenn man auf diese Websites geht, bekommt man eben initial die Bilder, die ich gezeigt habe. Also es geht fast immer um Girlfriends eben erstmal, die ja total eben sexualisiert sind. Natürlich gibt es auch Frauen, die das nutzen, das stimmt. Und gerade in diesen Foren ist es schon auch so, dass auch immer wieder Frauen auftauchen. Und es gibt außerdem auch Queere, also es gibt ja tatsächlich nicht nur heterosexuelle Beziehungen. Es gibt ja tatsächlich nicht nur heterosexuelle Beziehungen. Es gibt natürlich verschiedenste Beziehungskonstellationen. Aber es ist schon ein Markt, der sich primär an Männer richtet. Und ich glaube, auch der Unterschied ist schon tatsächlich auch noch so ein bisschen, dass es bei Männern noch mehr um diese erotische sexuelle Nutzung geht und bei Frauen oft noch mehr um diese Nähe, diese Verbundenheit. Also tatsächlich glaube ich auch, es sind teilweise ein bisschen unterschiedliche Interaktionen. Weil wir jetzt über diese weiblich kodierten KI-Systeme gesprochen haben, gibt es da auch einen Unterschied, wie BenutzerInnen mit diesen weiblichen Stimmen sprechen? Im Gegensatz zu vielleicht männlich basierten KI-Systemen, gibt es da Forschungsergebnisse? Oder könnt ihr da etwas dazu sagen aus eurer Erfahrung? Ja, also es gibt definitiv auch Unterschiede. Es ist eben, wie gesagt, diese eine Studie, die ich vorher angesprochen habe, mit diesen sexistischen Beleidigungen. Wie gesagt, also Prozentwerte oder wie genau jetzt der Unterschied ist, kenne ich aktuell keine Studie dazu. Wir haben aber bei uns auch Studien durchgeführt, was zum Beispiel passiert, wenn man zum Beispiel liest, wie Personen mit so einem System interagieren und wie sich das dann auf Sexismuseinstellungen und so auswirkt. Und ja, man kann auch erkennen, dass es einen Unterschied macht, wie das System darauf reagiert. Also ob es jetzt eben solche Sachen sagt wie I would blush if I could oder ob es einfach sagt, darauf kann ich nicht antworten oder zum Beispiel sagt, okay, das ist eine sexistische Beleidigung, das ist aus den und den Gründen nicht in Ordnung. Und die Unterschiede sind nicht, es hat nicht immer ganz einen extremen Einfluss, aber man merkt schon, dass es auch was bringt, wenn die Systeme auf eine gewisse Art und Weise reagieren und nicht einfach das nur hinnehmen oder sogar bestärken, sondern dass da auch einfach Aufklärungspotenzial ganz wichtig ist. Vielleicht, wenn wir nochmal auf unseren Romanhelden blicken, Roman, würdest du sagen, Petra, dass er einsam ist, weil wir auch das Thema Einsamkeit kurz angesprochen haben? Also ich würde jetzt sagen, dass er ein Control Freak ist, dass es bei ihm um Kontrolle und Macht geht und dass er glaubt, dass er das Recht dazu hat, eine Frau oder einen Frauenkörper zu besitzen, wie es ja viele Männer tun, also die glauben, dass sie diese Anspruchshaltung, die Frau gehört ihnen, der Körper gehört ihnen, sie dürfen darüber bestimmen, also das ist, glaube ich, stärker bei ihm vorhanden als die Einsamkeit. Genau, es ist eh ganz kurz auch durchgekommen, dass Einsamkeit nicht immer der einzige Faktor ist, der eben die Erklärung für die Nutzung solcher KI-Girlfriends, Boyfriends auch ausmacht. Ich habe ja auch zur Recherche, war ich auf diesen ganzen Plattformen auch, und man sieht halt wirklich, dass es junge Mädchen sind und das sind Hunderte zur Wahl. Und wenn man dann nach männlichen Personen sucht, dann sind es vielleicht so zehn. Also das heißt, das ist da schon ein krasser Unterschied. Aber ich habe gehört, dass es schon im Kommen ist, also dass es immer mehr Frauen auch gibt, die diese Apps nutzen, aber noch. Du hast von Roman als dem Controlfreak gesprochen er hat sich ja dann seiner Julia 2.0 entworfen und sie reagiert ja eigentlich ständig empathisch und sagt immer das was er hören möchte, aber er ist damit sichtlich auch nicht zufrieden Also sie ist nicht empathisch, weil Empathie kann sie ja nicht empfinden, sie rechnet halt, also sie Aber in dem Sinne empathisch Sie will ihn glücklich machen, das ist ihr Ziel und dafür tut sie alles und kann sie ja nicht empfinden, sie rechnet halt. Aber in dem Sinne empathisch. In dem Sinne, also sie will ihn glücklich machen, das ist ihr Ziel und dafür tut sie alles und macht ja auch dieses letzte Kapitel, das ich gelesen habe, es macht sie alles in bester Absicht, weil sie glaubt, das versteht er unter Liebe. Deswegen beginnt sie ihn dann zu spiegeln. Das finde ich nämlich auch interessant, dieses Spiegeln von seinem Verhalten, weil in Beziehungen übernehmen doch meistens oder häufig die Frau diesen mentalen Schritt der Beziehungsarbeit, des Mental Loads und sie geht dann sogar so weit, dass sie sein Verhalten spiegelt und das übernimmt. Hast du das sozusagen ein bisschen als Satire auch geschrieben? Es ist, glaube ich, schon ein bisschen satirisch alles, ja. Aber in dem Fall ist es, in dem Fall macht sie das ja, sie hat ja verschiedene Strategien schon getestet und in dem Fall, glaube ich, hat das einfach damit zu tun, dass sie sich denkt, okay, das versteht er unter Liebe und das kopiert sie, weil sie glaubt, dann ist er glücklich. Vielleicht an euch drei allgemeine Frage. Wie denkt ihr denn, dass KI Liebe verändern wird oder wird KI die Liebe verändern? Intimität, Beziehung, was würdet ihr dazu sagen, wenn ihr auch so ein Buch liest? Was sind eure Gedanken dazu? Also ich glaube, was mich manchmal, also gut, mich beschäftigt viel natürlich in dem Zusammenhang. Einerseits ist es auf jeden Fall in so einem schon negativen oder vielleicht auch manchmal ein bisschen ängstlichen Blick diese Frage, wie ist es eben im Zusammenhang auch mit Genderrollen und Erwartungen eben und gerade wenn es halt sehr junge Menschen heute nutzen und Erfahrung damit machen und eben Erfahrung jeglicher Art ja auch irgendwo. Mit welchen Erwartungen gehen sie dann in reale Beziehungen und treten sie realen Frauen oder Menschen gegenüber? Ich glaube, das andere ist auch so zum Beispiel das Thema Verfügbarkeit, Kontrolle generell. Also ich meine, KI-Systeme haben ja auch diesen Vorteil, kann man sagen, dass sie halt immer verfügbar sind. Ich kann im KI-System immer schreiben und ich bekomme sofort eine Antwort. Das ist was, was ja ein realer Mensch nie leisten kann. Und ich glaube auch, das ist halt schon ein Problem, sozusagen, wenn Menschen dann auch erlernen, sozusagen, meine Bedürfnisse werden immer sofort befriedigt. Ich muss nie warten oder auch ich werde nie enttäuscht. Ich meine, ob das immer so ist. Aber sozusagen, ich glaube, es geht schon auch, oder es ist sehr wichtig, diese Frage oder dass Menschen weiterhin natürlich auch damit umgehen können, auch frustriert zu werden, einfach in realen Beziehungen zu warten. Ja, also diese Fragen habe ich mir auch gestellt, eben was das mit uns macht, wenn jemand immer verfügbar ist, wenn jemand immer nur Ja sagt und eigentlich auch mich dann widerspiegelt, also diese Person, die das nutzt, ja eigentlich widerspiegelt und ob wir dann auch überhaupt kompromissfähig sind, kommunikationsfähig in alltäglichen Situationen. Und auch, was ihr vorhin angesprochen habt, schon in eurem Vortrag, dass sich das Digitale ja immer mehr in die analoge Welt hinein mischt quasi oder dass das übernommen wird. Weil es gibt ja eben nicht nur diese AI-Girlfriends, sondern es gibt ja auch mittlerweile einige Cyber-Brotels. Das sind so Bordelle mit Sexrobotern und Puppen. Die sind auch sehr jung, also die sind offiziell 26, schauen aber aus wie 14 auf den Fotos und werden ganz oft zerstört oder beschädigt, aufgefunden und es heißt dann so auf den Websites, dass man die Fantasien ausleben kann, die man sonst nicht ausleben kann, aber eben dann werden halt ganz junge Mädchen, also junge Puppen, kann man vorbestellen, zum Beispiel im eigenen Kunstblut liegend oder voll mit Sperma und dann eben werden die teilweise wirklich auch zerstört. Und das sehe ich schon auch als Gefahr, dass das quasi in die analoge Welt, also diese Objektifizierung der Frau wird glaube ich dadurch schon auch vorangetrieben. Ja, ich glaube, das ist also generell dieses Thema, wenn man zum Beispiel, also man lernt ja auch dann quasi durch diese Interaktionen, also man nimmt sich ja wieder was mit, das heißt wenn man dann immer wieder diese Bestätigung auch erhält, dass das eigene Verhalten irgendwie richtig ist oder dass das gut ist, dann kann man schon davon ausgehen, dass das auch was mit einem macht, dass man das nicht nur bei der Interaktion mit dem KI-System jetzt vielleicht dann intern hat, sondern auch einfach überträgt dann auf reale Interaktionen mit echten Personen im Umfeld. Also ich glaube, das ist schon definitiv ein Punkt, der sehr bedenklich ist. Während des Lesens war ja auch in den Medien der Fall rund um Colin Fernandes. Das war, finde ich, auch sehr präsent. Das hat mich die Lektüre überhin auch begleitet. Also diese neue Form von digitaler Gewalt, dass man eben Deepfakes anfertigen kann und so. Und das lässt einen dann eben auch so schockiert und beängstigt zurück, dass eben auch das kleinste private Umfeld dann eigentlich mit Bildern von dir so etwas anfangen kann. Und da braucht es Regulationen und auch einen Anstoß in der Politik, dass etwas getan wird. Wo seht ihr die Verantwortung? Ich meine, ich habe schon ein bisschen was angesprochen, aber wie seht ihr den eigenen Umgang mit KI? Was kann man selbst machen? Was muss abgegeben werden? Also ich glaube, dass man da ganz früh anfangen muss mit Bildung, das aber schon im Kindergarten und in den Schulen. Dass das ganz stark einfach in der Politik, in der Bildung, in der Eigenverantwortung, nicht alles eben glauben, sondern sich damit auseinandersetzen, damit man eben nicht glaubt, die hat tatsächlich Gefühle, die KI und so. Ja, ich würde auch sagen, Regulationen definitiv, das ist die eine Seite, aber eben Wissen und auch Bildung darüber, dass man eben kritisch über solche Sachen nachdenkt, dass man sich dessen auch bewusst ist, was das für Auswirkungen haben kann, also dass man da wirklich, wie du es gesagt hast, ganz früh auch startet, dass man wirklich nicht nur lehrt, wie man dieses System eben nutzen kann, sondern auch, wie man es verantwortungsvoll nutzen kann. Also ich glaube, das ist definitiv. wo man halt auch regulieren kann und dass eben das Internet generell einfach nicht dieser straffreie Raum ist und auch die KI und ich meine auch die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen. Also ich glaube, das ist halt was, wo ich mir manchmal denke, dahinter stehen ja Unternehmen, die Millionen und Milliarden verdienen an diesen Technologien und die in Wahrheit kaum reguliert werden und das ist schon was, was mich auch so als Forscherin irgendwie echt super wütend macht, weil uns diese Probleme ja bekannt sind und sie auch eben den Organisationen, den Unternehmen bekannt sind. Also für mich ist es eben schon ein im Zentrum auch kapitalistisches Problem, man lässt es halt laufen, weil es halt Geld bringt. Aber klar, davon abgesehen natürlich auch, ja, die NutzerInnen zu bilden, so früh wie es geht eben. für Publikumsfragen öffnen, vielleicht noch ein positiver Ausblick, wenn das möglich ist. Gibt es auch emanzipatorische Möglichkeiten, solche Systeme zu nutzen? Und wenn ja, welche würden euch denn einfallen? Es gibt tatsächlich schon auch feministische KI-Projekte. Es gibt unter anderem ESO-Projekte, wo Sprachmodelle trainiert wurden mit feministischer Argumentation, mit eben so zum Beispiel der Idee, okay, wie kann man denn dann mit einem Modell interagieren, das einem vielleicht feministische Argumente liefert für Debatten. Es gibt auch Modelle, die zum Beispiel verwendet werden in Gerichtsverfahren oder eigentlich mit der Idee mehr, wenn zum Beispiel Opfer sexualisierter Gewalt vor Gericht auftreten, dass es zum Beispiel Modelle gibt, die mit Daten trainiert wurden aus früheren Verfahren, sodass man leichter ein Muster erkennen kann, wie werden immer wieder diese Verfahren geführt, wovon muss oder kann man sich schützen. Also letztendlich würde ich halt dazu sagen, wie du eigentlich auch schon mal gesagt hast, die KI per se ist neutral. Es ist einfach ein System, das mit beliebigen Daten trainiert wird. Also das heißt, die Frage ist schon, was machen wir daraus? Und wenn wir es mit den richtigen Daten und auf die richtige Art trainieren, dann hat es auf jeden Fall auch feministische Potenziale. Ja gut, dann mit dem Blick ins Publikum, gibt es von Ihrer Seite Fragen, die Sie noch stellen möchten an die Autorin und unsere beiden Forscherinnen und Forscher von der JKU? Die Begrüßungsformel Love Kanzler hat mich total an Heil Hitler erinnert. Bitte? An? An Heil Hitler. War das bewusst gewollt? Ja, klar. Es ist ein faschistisches System, in dem der Roman spielt. ein faschistisches System, in dem der Roman spielt. Und das war eben eine, ich habe eine Begrüßungsformel gesucht und das war auch so ein bisschen eine Anspielung, ich weiß nicht, ob Sie sich noch erinnern können, an Ich liebe meinen Kanzler. So, vor ein paar Jahren, genau, und da habe ich so eine Mischform kreiert. Und eine zweite Frage, wo ist der Unterschied, wenn das Kind, das sich beim Tisch anstößt, blöder Tisch sagt, und wenn ich Synonym für den Rechner verwende, Blechtrottel? Blechtrottel. Blechtrottel. Der andere ist eh nicht. Ich meine, es ist schon, würde ich sagen, der gleiche zugrunde liegende psychologische Prozess. Ob man den Tisch und den Computer gleichermaßen wahrnimmt, das ist wahrscheinlich eine andere Frage. Gibt es sonst noch Fragen aus dem Publikum? Ja, sonst hätte ich noch eine Frage. Ich hätte eine Sache an euch, aber ja. Und zwar, Petra, hast du das Buch für bestimmte Zielgruppe geschrieben? Nein. Oder hast du jemanden vor Augen? Also es ist immer so, man sagt immer, man soll ein Buch für Zielgruppen schreiben. Ich habe gar niemanden vor Auge gehabt. Also ich habe das für mich geschrieben. Ich habe da ganz viele Dinge, die mich halt persönlich wütend machen, verarbeitet. Genau, also es freut mich, wenn es Leute, wenn es Menschen lesen, aber ich hatte niemanden vor Auge. Ich habe eine Frage, wenn ich darf. Und zwar habe ich, würde mich interessieren, in welche Richtung ihr glaubt, dass das geht. Ich habe nämlich, im Zuge meiner Recherche war ich in Salzburg auf der Robotikmesse, das ist jetzt schon einige Jahre her, und da hat mir ein Entwickler gesagt, dass er glaubt, dass die Androidinnen, wenn sie dann mal massentauglich sind, dass sie daran arbeiten, dass sie auch schwitzen werden, das ist ja alles technisch möglich, einfach um sie den Frauen ähnlicher zu machen. Und im Buch schreibe ich es ja genau umgekehrt. Also ich glaube eher, dass, also das ist so meine These, dass wir uns in Zukunft einfach den Androidinnen angleichen werden, weil es eben wieder, wie ihr auch gesagt habt, Kapitalismus, und weil das natürlich Geld bringt, wenn wir uns wieder komplett rasieren sollen, keine Schweißdrüsen mehr haben sollen, dass es eher so in diese Richtung gehen wird. Und er meinte, er glaubt, dass die Androidinnen immer menschlicher werden. Wie seht ihr das? Also ich glaube schon auch, dass gerade in Bezug auf KI auch diese Vermenschlichung und die Dehumanisierung ein Stück weit gleichzeitig existieren können. Also dieses eine Zitat, was ich ja dabei hatte mit diesem, ja, aber jetzt haben die schon einen freien Willen, die können einen verlassen, oh Gott, das will ich nicht. Also ich glaube auch, dass es vielleicht eher, sag ich mal, letztlich im Kapitalismus um eine Art Perfektionierung im kapitalistischen Sinne geht, wo man diese Schwächen sozusagen dann eher eliminiert und es eher wahrscheinlich auch ein Ideal noch mehr stützt, das eben so normiert ist. Ich glaube auch, also 1915, glaube ich, hat Gillette den Rasierer für Frauen rausgebracht. Und die haben einen neuen Markt gebraucht und es gab kein Problem. Niemand hatte Probleme mit Behaarung. Und die haben in ihrer Werbung eben geschrieben, dass man sich schämen sollte. Also sie haben es beschämend dargestellt, die weibliche Behaarung. Und seither rasieren wir uns alle die Haare, die Achselhaare und die Beinhaare. Das war vorher kein Problem, es ist ein gemachtes Problem quasi und ich dachte halt das irgendwie in diesem Roman weiter, dachte, dass es eher in die Richtung gehen wird, aber Ich muss sagen, also ich bin ein bisschen zwiegespalten von dem, was ich glaube, weil einerseits ja, ich habe auch das Gefühl, wenn man so Werbungen sich anschaut, dann ist eher so die Tendenz, überspitzt gesagt, aber so wenig menschlich wie möglich, also alles, was irgendwie fehlerhaft sein könnte, zu eliminieren. Und das besagt, dass wenn Maschinen sehr menschenähnlich werden, aber eben noch nicht ganz menschenähnlich, dann löst das bei uns was aus, dass wir das eher als unangenehm empfinden und vielleicht sogar eher ängstlich darauf reagieren. Das heißt, ich kann mir vorstellen, andererseits, dass man vielleicht da doch eher wieder die Tendenz hat, so perfekt menschlich oder so ähnlich menschlich wie möglich zu haben. Deswegen bin ich mir nicht ganz sicher, was das angeht. Ja, das wird sich, glaube ich, auch ändern, oder? Wir gewöhnen uns ja an Roboter, an keine Ahnung, Scans, an KI-generierte Bilder. Wir werden uns, glaube ich, an diese Ästhetik und alles gewöhnen. Wahrscheinlich. Denke ich. Ja, gut. Das hat jetzt mit dem positiven Ausblick so semi geklappt. gewöhnen, denke ich. Ja gut, das hat jetzt mit dem positiven Ausblick so semi geklappt. Ich würde dann an dich übergeben für die abschließende Lesung. Okay, weil ich habe noch eine kleine Lesestelle, eine kleine Werbeeinschaltung zum Schluss, passend zum Thema jetzt. Sie sind eine Frau, sie schwitzen, haben Fettbölsterchen, Zellulite, ein Gehirn. Ihr Mann hat Sie dennoch nicht gegen eine neue Frau eingetauscht. Lässt Sie heimlich dieses Buch lesen? Dann sorgen Sie dafür, dass es so bleibt. Entdecken Sie den Fembot in sich. In unserem Online-Tutorial erfahren Sie, wie Sie eine roboterweiche Haut bekommen oder wie Sie Ihre Körpersäfte unter Kontrolle bringen. Außerdem die besten Kuchenrezepte und Kalendersprüche, um mit Wifey Wipes durch den Tag zu lächeln. Nur heute mit dem Code Hashtag Frauenpower 15% sparen. Fucking Like Fanbot wünscht noch einen schönen Abend. Ja, wer neugierig geworden ist und das Buch noch nicht kennt, wir haben hinten am Ausgang, wie gewohnt, unseren Büchertisch, der heute in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Fürstlberger zustande gekommen ist. Also kaufen Sie gerne ein Buch und lassen Sie es sich von Petra Piuks signieren. Ich bin mir sicher, dass sie gerne noch ein bisschen sitzen bleibt und Sie auch vielleicht noch ein paar Gespräche mit ihr führen können oder eben das Exemplar signieren lassen können. Voll gern. Ich möchte mich auch nochmal sehr herzlich bei euch bedanken, dass ihr euch auch darauf eingelassen habt, dass ihr eben die Lesung begleitet mit dem wissenschaftlichen Vortrag und danke natürlich an dich, Petra, für die tolle Lesung und fürs Kommen. Ich möchte Sie noch auf die nächste Veranstaltung hinweisen. Am Montag haben wir Josef Winkler zu Gast mit seinem neuen Roman Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht. Um 19.30 Uhr wird er zu Gast sein, sein neues Buch vorstellen und mit Stefan Gmünder ins Gespräch treten. Das war es jetzt für diesen Abend. Sie können gerne noch bei uns bleiben, das Literaturcafé besuchen und den Abend ausklingen lassen bei einem Getränk. Und ich freue mich, Sie bald wieder hier im Stifthaus begrüßen zu dürfen. Schönen Abend noch, dann wiedersehen.