Die KI schreibt Texte, sie singt Lieder und bewirbt sich womöglich bald selbst auf deinen Job. Oder macht die künstliche Intelligenz alles schneller, einfacher, besser, kreativer? Zwischen Hype und Hilfeschrei fragen wir, wer arbeitet hier eigentlich für wen? Wir sprechen über Chancen und Ängste, über Zukunftsfragen und Emotionen. Bin ich ersetzbar? Arbeiten im Zeitalter von künstlicher Intelligenz. Dieses Mal bei Das Dreieck. Hallo aus Salzburg, mein Name ist Katja Elnitzki und das ist das Dreieck, ein gesellschaftspolitisches Gesprächsformat der drei Community-Fernsehsender in Österreich. Das sind FS1 in Salzburg, DorfTV in Oberösterreich und OktoTV in Wien. Und aus Oberösterreich, genau gesagt aus Linz, ist heute meine Kollegin Anna Meyerhauser da, als Co-Moderatorin im Studio. Hallo Anna, schön, dass du da bist. Hallo auch von meiner Seite und ich begrüße noch unsere Gäste Stefan Wegenkittel und Sebastian Klokka. Schön, dass ihr hier seid. Stefan, du bist Informatiker, Musiker und Mathematiker und an der FH Salzburg leitest du außerdem den Fachbereich für Data Science und Analytics. Über KI sagst du, die guten Jobs sind hinkünftig die, in denen man immer so mehr von KI profitiert, je besser man selbst im Job ist. Und Sebastian Glocker ist vom österreichischen Gewerkschaftsbund hier. Dort kümmerst du dich um die Themen Digitalisierung und Datenschutz. Und du sagst über KI, KI verändert Arbeit, wir entscheiden wie. Und damit sind wir auch schon mittendrin in unserem heutigen Thema bei Das Dreieck. Es geht um künstliche Intelligenz, um künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag. Wie ist das Arbeiten mit KI? Wie funktioniert es? Oder geht es mehr Mensch gegen Maschine, Mensch gegen Technologie? Darüber sprechen wir heute bei Das Dreieck im Studio. Und diese KI ist ein schwammiger Begriff. Und da haben sich Schülerinnen des Bruckner Gymnasiums Linz schon vergangenes Jahr mal auf den Weg gemacht und gefragt, was wir denn so mit künstlicher Intelligenz verbinden. Das ist ein Thema, das ich nicht so mag. Nein, ich arbeite noch nicht damit, ich bin kein Freund. Die KI ist ein vom Computer generiertes Programm, das alle Möglichkeiten bietet für Lösungen komplexer Probleme. Ich glaube, das ist eine Art von Unterstützung an allen Bereichen, zum Beispiel Schule oder Technik. zum Beispiel Schule oder Technik. Künstliche Intelligenz ist für die Gesellschaft wahrscheinlich auch gefährlich. Und um mich mehr damit zu beschäftigen, bin ich für mich schon zu alt. Die künstliche Intelligenz ist für mich, wenn mir jemand dabei hilft, Dinge zu erforschen, die ich selber auf die Schnelle nicht auf die Reihe kriege. Sebastian, ich habe so den Eindruck, künstliche Intelligenz ist ein Begriff, der sehr schwammig ist. Das, was wir vor ein paar Jahren noch als künstliche Intelligenz bezeichnet haben, hat heute eigentlich schon konkreten Begriff. Also wir erweitern stetig eigentlich unseren Wortschatz, können immer expliziter benennen, was wir meinen. Was würdest du denn sagen, was ist denn künstliche Intelligenz im Jahr 2026? Ich glaube, je nachdem, wann wir von künstlicher Intelligenz sprechen oder gesprochen haben, haben wir was anderes gemeint. Also hätten wir vor zehn Jahren über künstliche Intelligenz gesprochen, hätten wir wahrscheinlich über Anwendungen wie das autonome Fahren gesprochen. Hätten wir vor fünf Jahren darüber gesprochen, hätten wir wahrscheinlich über Sprachassistenzen wie Alexa und Siri gesprochen. Und seit einigen Jahren wird künstliche Intelligenz quasi gleichgesetzt mit Chatbots, also mit der Möglichkeit zur Interaktion mit großen Sprachmodellen. Ich glaube, das ist ein bisschen zu kurz gegriffen. Also es gibt natürlich verschiedene Definitionen. Wir haben ja mittlerweile auch eine Legaldefinition in der KI-Verordnung, also quasi im Regelwerk der Markt und Produkte der künstlichen Intelligenz innerhalb der Europäischen Union reguliert. Aber ich glaube, am einfachsten könnte man sagen, und da würde mich deine Meinung dann interessieren, ist, künstliche Intelligenz ist der Versuch, Maschinen etwas beizubringen, was eigentlich nur Menschen können. Also das Nachahmen von menschlichen Fähigkeiten und menschlichen Denken. Stefan, mich würde auch deine Meinung interessieren. Bei mir fällt auf, du sagst es schon, Chatbots, dass viele sagen, ja KI, das ist ja Chat-GPT. Und ich sage dann, naja, jedes Chat-GPT ist eine KI, aber nicht jede KI ist Chat-GPT. Also wie weit ist denn dann das Feld tatsächlich? Und wo fliegtest du Sebastian bei und wo sagst du, da gehe ich noch weiter? Der Begriff künstliche Intelligenz ist auch deswegen so verwirrend, weil er ein Wort verwendet, nämlich Intelligenz, das schon, wenn es auf Menschen angewandt wird, alles andere als einfach zu verstehen ist. Und die Kombination mit künstlich suggeriert ja, dass das dann irgendwie so nachgemacht wird oder eben menschenähnlich ist. Ich bin eher so überzeugt von einer technischen Herangehensweise. Wir haben die Digitalisierung als etwas, was darin besteht, dass ganz viel in Zahlen abgebildet und auch auf Speichermedien verfügbar gemacht wird. Wir wissen also viel über die Welt in Form von Daten. Viel heißt nicht alles. Die Brille der Digitalisierung lässt ja ganz viel auch außerhalb. Wenn wir uns jetzt mit diesen Daten auseinandersetzen, betreiben wir Data Science. Und eine Gangart dieser Data Science ist, dass man versucht, aus den Daten Informationen zu extrahieren, die Rechner, Computer, Maschinen dazu befähigen, bestimmte Ziele zu erreichen. Und an der Stelle sind wir schon ganz nahe bei dem KI-Begriff, der ja im berühmten AI-Act auch verankert ist und definiert ist. Es geht also darum, dass datengetrieben Maschinen in Interaktion treten. Das kommt dort noch dazu, dass wir also mit diesen Maschinen zum Beispiel einen Prompt abgeben und die Maschine antwortet mir. abgeben und die Maschine antwortet mir. Das muss aber gar nichts mit Sprache sein. Das kann ein Winken sein und eine Kamera schießt ein Foto. Oder das kann eben das autonome Auto sein, das kann eine Industrieanlage sein, die erkennt, dass jetzt eine Schachtel zum Zugleben ist. Also das ist sehr weit gefasst. Was wäre so eure Einschätzung, wo begegnet uns im Alltag eigentlich schon KI, wo wir es vielleicht gar nicht kapieren, dass es eigentlich künstliche Intelligenz ist? Also ich glaube, wie gesagt, der Begriff ist im Alltag ja ziemlich im Wandel. Ich glaube, wir haben es mit vielen unter Anführungszeichen KI-Anwendungen zu tun, die niemand mehr als künstliche Intelligenz wahrnehmen würde, die vielleicht unter die Formaldefinition passen würden, die vielleicht auf eine technische Definition passen würden. Aber Anwendungen, also gerade im Auto, in einem modernen Auto ist so viel Sensorik verbaut, da begegnet es uns natürlich tagtäglich. Natürlich auch das Smartphone, die Smartphone-Nutzung, das Internet-Surfen, das Vorschlagssystem von Spotify oder Netflix sind ja alles Anwendungen von maschinellem Lernen. Also ich glaube, man kommt im Alltag an künstlicher Intelligenz im weitesten Sinne gar nicht mehr vorbei, auch wenn man es nicht immer als solches wahrnimmt. Eins meiner Lieblingsbeispiele ist dann eigentlich immer der Algorithmus. Also das, was wir jetzt heute so bezeichnen können. Und vor einigen Jahren habe ich mich noch gewundert, warum weiß Netflix, was ich gerne schaue? Also das ist, glaube ich, auch so ein Beispiel, wo wir eine Begrifflichkeit gefunden haben. Ja, wo uns KI auch ganz viel begegnet, ist immer mehr in unserem Arbeitsalltag. Darüber wollen wir heute auch sprechen und vor allem auch über die Gefahren, die dadurch auch entstehen können. Und zwar ist zum Beispiel Anfang des Jahres ist ein Essay viral gegangen, Und zwar ist zum Beispiel Anfang des Jahres ein Essay viral gegangen, und zwar von dem US-amerikanischen Tech-Unternehmer Matt Schumer. Und er hat da auf Twitter, heute heißt es X, geschrieben, dass in ein bis zwei Jahren kein Bürojob mehr sicher ist. Er sagt, der KI-Schock auf dem Arbeitsmarkt, der steht unmittelbar bevor. Ist das jetzt eine Panikmache oder ist das eine berechtigte Warnung, Sebastian? Was meinst du? Ich glaube, es ist im ersten Moment mal der Blick in eine Glaskugel. Also natürlich verändert sich durch Technologie die Arbeitswelt und das ist seit Anbeginn der Zeit so, wo wir quasi arbeiten. Das beginnt mit Erfindungen wie der klassischen Geburtsstunde der Arbeiterbewegung, die Industrialisierung. Das fängt mit der Dampfmaschine an, das fängt mit dem automatischen Webstuhl an, das ist ein ganz klassisches Beispiel. Es hat natürlich permanent, gibt es durch technologische Entwicklung, Änderungen am Arbeitsmarkt oder in der Arbeitswelt. Und wohin die Reise mit künstlicher Intelligenz geht, ist meines Erachtens nach offen. Es ist natürlich auch die Frage, es wird sich was verändern, die Frage in welche Richtung. Und ich glaube, mir ist ganz wichtig zu erklären und deswegen auch mein Eingangsstatement, wie wir Technologie einsetzen, für was wir Technologie nützen, entscheiden wir selbst. Es gibt keinen Determinismus, der sagt, die technologische Entwicklung führt zu XY, sondern wir sind ja als Menschen, wir quasi gestalten unsere Gesellschaft und das ist die Frage, wie gestalten wir unsere Zukunft? Und das wird auch die Frage beantworten, wie sich die Arbeitswelt mit künstlicher Intelligenz verändern wird. Hat die Arbeit mit künstlicher Intelligenz denn auch Einfluss darauf, wie der Wohlstand in unserer Gesellschaft verteilt ist? Die Wohlstandsverteilung in unserer Gesellschaft hat, möchte ich jetzt mal gar nicht sagen, grundsätzlich was mit künstlicher Intelligenz zu tun. Wir haben es mit einer kapitalistischen Produktionsweise zu tun, die auf Basis von Leuten, die arbeiten gehen, also die Leute, die nichts haben, die verkaufen ihre Arbeitskraft und die Leute, die Besitz von Produktionsmitteln sind, kaufen sich diese Arbeitskraft und generieren aus dieser Arbeitskraft einfach Profit. Und welche Technologie da zum Einsatz kommt, hat erstmal nichts damit zu tun, wie dieser Prozess sich verändert. Also ich glaube, die klassische Produktionsweise, die kapitalistische, die haben wir schon in den letzten 100 Jahren so, wie sie ist. Natürlich verändern sich hier Nuancen und KI kann eine Veränderung sein. Ich glaube, vor allem auf die Arbeitsorganisation Einfluss haben, beziehungsweise auch für die Tätigkeitsfelder, Tätigkeitsprofile, die sich ändern werden. Aber über die Vermögensverteilung an sich, würde ich jetzt sagen, hat KI direkt keinen Einfluss. Natürlich sehen wir, wenn wir die Frage stellen, wer kontrolliert denn aktuell KI, also wer sind denn die großen Anbieter, haben wir es schon mit einer Monopolisierung zu tun. Wir haben es natürlich mit den sogenannten Tech-Bros zu tun, also eine Clique von weißen Männern, derzeit hauptsächlich in der USA angesiedelt, die über enorm viel Kapital verfügen und dort vor allem die sind, die die technologische Entwicklung vorantreiben, wo es auch darum geht, immer mehr Daten zu gefassen, mehr Energie zu kassen und zur Frage zu stellen, wer den Markt eigentlich kontrolliert. Stefan, der Sebastian sagt jetzt, wir können uns ja auch überlegen, wie wir die neuen Technologien einsetzen. Und ich denke, es ist auch wichtig, die Skills dafür zu entwickeln. Du unterrichtest an der FH in Salzburg. Stichwort KI-Kompetenz. Kann ich sowas lernen? Und wenn ja, wie? Ja, also an der Fachhochschule Salzburg kannst du das auf alle Fälle. Dort lernst du, wie man tatsächlich KI programmiert unter anderem. Das ist aber, glaube ich, nicht die wichtigste Kompetenz. Die wichtigste Kompetenz, glaube ich, momentan ist es, dieses Dreieck zu verstehen und eine Sprache zu finden, sich zu orientieren. Unsere Sendung heißt ja auch so, das Dreieck, von dem ich jetzt spreche, das meint Gesellschaft, Technologie und dann der ganze Komplexität, Nachhaltigkeit, Ressourcen, SDGs, also die Sustainable Development Goals und Ähnliches. immer wieder das Gefüge, insbesondere das Machtgefüge und in dem Sinn ist eine Technologie, die sehr schnell auf eine Gesellschaft einwirken beginnt und das ist glaube ich das wesentliche Unterscheidungsmerkmal von KI zu anderen technologischen Neuerungen, also Industrialisierung zum Beispiel, ist diese Geschwindigkeit. Und die Geschwindigkeit macht tatsächlich einen Unterschied, weil wir zum Beispiel mit klassischen Regularisierungen hier nicht nachkommen. Und deswegen ist das, was du angesprochen hast, so zentral, glaube ich. Wir hatten vor einem Jahrzehnt in etwa diese Diskussion über Data Privacy. Und unabhängig von der gesetzlichen Regulierung hat sehr viel stattgefunden. Die ersten Argumente waren noch so nach dem Motto, ich habe ja nichts zu verbergen. Heutzutage ist es selbstverständlich das Recht auf eine Privacy, auf eine Geschütztheit der persönlichen Daten in Anspruch zu nehmen. Und ähnlich wird es, glaube ich, für die KI notwend notwendig sein genau diese wirkmechanismen von ki besser zu verstehen dazu muss ich sie nicht unbedingt selber programmieren können ich muss sie nicht einmal unbedingt selber verwenden können das ist sehr spezifisch aber zu verstehen was und warum sie wie etwas verändert und diese mission geht über das rein technische Verständnis deutlich hinaus, braucht aber eine gewisse Anzahl von Menschen, die auch in Europa, in Österreich und ganz speziell in Salzburg tatsächlich auch KI selber bauen, damit diese KI unserem Wertesystem besser entspricht als eine Technologie, die wir von irgendwo übernehmen. Auf die Werte und die Ethik werden wir später auf jeden Fall noch eingehen. Ich möchte noch kurz an der Schnelllebigkeit bleiben, an diesem Thema dran. Ich erinnere mich da zurück, meine Großeltern zum Beispiel waren diese Generation, die gesagt haben, das Handy machen wir jetzt nicht mehr mit, das verstehen wir nicht mehr, das geht so schnell. War aber in einer anderen Geschwindigkeit, als es heute mit künstlicher Intelligenz läuft. Und ich merke selber, wie auch ich von dieser Schnelllebigkeit überfordert bin und denke mir, die Jüngeren tun sich leichter. Turns out, 40 Prozent der Gen Z in Österreich fühlen sich teils überfordert und machen sich auch, das hat jetzt auch eine Jugendstudie in diesem Jahr wieder abgebildet, eigentlich Sorge um ihre Zukunft und fragen sich, ist vor allem die akademische Laufbahn die, die uns noch weiterbringt oder werden wir da ersetzt oder sollte der Trend vielleicht zum Handwerk zurückgehen? Wie beurteilst du das, Stefan? Ich schätze sehr das, was die Helga Nobotny in ihrem Buch geschrieben hat, die genau diese Verkürzung der Zeit auch analysiert in der Gegenwart von Technologien. Wir haben es mit einer Aufmerksamkeitökonomie zu tun. Es geht also darum, schnell für etwas Aufmerksamkeit zu erlangen und das macht eine unglaubliche Informationsdichte und unsere Filter sind nicht dafür gebaut. Wir entwickeln also alle möglichen Schutzmechanismen. Ein solcher ist, ich möchte wieder was mit Holz machen, mit irgendwas, was ich angreifen kann, mit Menschen arbeiten. Also die analoge Gegenbewegung? Genau. Und ich glaube einfach, dass das eine und das andere überhaupt nicht ausschließt, sondern da bin ich vollkommen bei deinem Eingangsstatement, wir müssen das gestalten. Es ist also ganz egal, ob man eine akademische Laufbahn einschlagen will oder zum Beispiel eine Laufbahn vor sich sieht, wo man mit Menschen arbeitet. Ich glaube, dass letztlich immer das Arbeiten mit Menschen, mit Ressourcen, mit dem im Vordergrund stehen sollte und dass man die Technologie dorthin stellen soll, wo man sie haben möchte. Wenn man sich als erschlagen fühlt von der Technologie, dann hat man sie in einer Art und Weise in sein Leben gelassen, der man selber nicht gewachsen ist. Dann muss man das zurückdrängen und ich glaube, diese Mechanismen, die brauchen sehr viel Verständnis dafür, was denn überhaupt sein muss. Und da ist es eben geschickt, wenn man sich damit auseinandersetzt. Jetzt schauen wir sehr mit dieser Bedrohungsbrille auf KI, aber es gibt ja auch immer eine andere Seite. Und ich habe mich mal mit diesem Chat GPT gespielt und eine Grafik erstellen lassen und habe gepromptet, ChatGPT, spiel mir doch mal aus, welche neuen Jobs entstehen denn durch das Auftauchen künstlicher Intelligenz 2026 in Österreich. Und ChatGPT hat mir, ich habe es gebeten, bitte reale Quellen zu verwenden. Und das hat es uns ausgespuckt. Also da steht zum Beispiel KI-Analystin oder Security-Spezialistin, also auch den Sicherheitsaspekt, Stefan, den du vorhin angesprochen hast, dann Leute, die das natürlich trainieren oder KI im Gesundheitswesen. Wie schaut ihr so auf diese Grafik und wie denkt ihr, kann der Jobmarkt auch davon profitieren und neue Felder aufmachen? Also an der Stelle darf ich das sagen, ohne dass das als Werbeeinschaltung verstanden wird, aber manches von dem, was man hier liest, kann man bei uns studieren. Ja, natürlich. Was ich in meinem Claim sozusagen eben auch mitteilen wollte, ist, wenn ich etwas verstehe, zum Beispiel vom Gesundheitswesen, dann kann ich dort KI auch effizient einsetzen. Dann unterstützt sie mich und ich kann ihr, das ist diese regulative Haltung, ich kann ihr die Rolle zuweisen, die ich möchte, dass sie hat. Ich kann also verantwortungsbewusst damit umgehen. Dazu ist es notwendig, dass sie transparent eingesetzt wird. Das ist mir noch eingefallen zu deinem Statement von vorhin. Ich muss also wissen, wann ist etwas von KI gemacht worden. Du hast gesagt, das hast du mit KI gemacht, mit dem Chatbot. Und das ist genau das Problem. Da unten haben wir die Credits. Das ist also KI generiert. Das ist genau dieses Bewusstsein, das wir auch von unseren Studierenden verlangen, was an den Schulen zunehmend verlangt wird. Es ist nicht schlecht, KI einzusetzen. Ich muss aber Vertrauen zu diesem Ding anders aufbauen, als wenn ich wüsste, dass das ein Mensch gemacht hat, dem ich per se schon vertraue zum Beispiel. Und hättest du Vertrauen zu dieser Grafik? Vermutlich nein, weil ich sie nicht selber gemacht habe und daher das prompt nicht kenne, das du verwendet hast. Du hast gesagt, du hast die KI genötigt, Quellen zu verwenden. Aber ich habe keine reingegeben. Wir wissen alle, dass generative KI nicht nachdenkt, sondern assoziiert, also zusammenschwindelt gewissermaßen. Das ist also eine sehr wahrscheinliche Antwort auf deine Frage und nicht eine richtige oder falsche. Wir haben das Glück, dass oft die wahrscheinlichen Antworten auch richtig sind. Aber wir müssen damit leben, dass wir nur durch Prüfen Vertrauen aufbauen können. Und das ist, glaube ich, diese grundsätzliche Forderung. KI darf unser Leben nicht so beschleunigen, dass wir nicht mehr in der Lage sind, das, was wir mit KI gemacht haben, auch persönlich zu hinterfragen, zu überprüfen. Die Effizienzsteigerung darf nicht so weit gehen, dass ich die Kontrolle verliere. Und solange wir diese Balance halten, sind wir in der Lage, der KI die Rolle zuzuweisen, die sie haben soll, also das zu gestalten. die sie haben soll, also das zu gestalten. Ja, das ist vor allem auch in der Arbeitswelt eine recht große Herausforderung, mit diesen ganzen neuen Quellen, Unsicherheiten und so weiter umzugehen. Als Journalistinnen kennen wir das natürlich auch sehr gut, weil das einfach immer mehr im Arbeitsalltag auch vorkommt. Und Stefan, du hast gemeinsam mit Kolleginnen eine These aufgestellt, die lautet, künstliche Intelligenz verändert nicht nur Tätigkeiten und Arbeitsweisen, sondern auch die soziale Ordnung in Betrieben. Entscheidungslogiken, Kontrolle, Partizipation, Erwartungen und Vertrauen. Und das stellt ja jetzt vor allem Führungskräfte oder Management auch vor eine gewaltige Aufgabe. Also was müssen sie denn neu lernen? Wie müssen Sie denn umdenken? Ich glaube, das ist ein Thema, das uns beide sehr stark beschäftigt, wenn auch vielleicht von verschiedenen Richtungen. Das eine ist einmal eben Auseinandersetzung mit der Thematik. Also wir halten jenseits dieser technischen Studiengänge sehr viele Vorträge in allen möglichen Communities, zum Beispiel auch für Betriebsrätinnen, für Lehrende, für Medizinerinnen, um einfach diese Awareness zu bekommen, um das als eine natürliche und einschätzbare Kraft sozusagen beurteilen zu können. Dann bin ich einmal mündig. Und wenn ich mündig bin, kann ich partizipativ hoffentlich dort, wo es möglich ist, mich einbringen. Also zum Beispiel durch Betriebsratsstrukturen, die gehört werden müssen, wenn in einem Betrieb so etwas eingeführt wird und in einer bestimmten Art und Weise, das ist sehr genau geregelt, die ganze Belegschaft sozusagen erfasst. Da gibt es sehr klare Vorstellungen darüber, dass solche Change-Prozesse, sagt man, dass diese Change-Prozesse nicht nur wahnsinnig wichtig sind in ihrer Gestaltung, dass man das aktiv in die Hand nimmt, sondern dass sie eben eine Partizipation erfordern und dass das wichtig ist. Stefan, wie ist denn da deine Sicht als Gewerkschafter drauf? Dem kann ich mich natürlich nur anschließen. Also es ist ja nicht nur so, dass es sinnvoll ist, alle mit ins Boot zu holen und gemeinsam an einer Veränderung, an einer Transformation mitzumachen. Denn nur wenn man gemeinsam an der Transformation arbeitet, gibt es das notwendige Vertrauen, dass es auch tatsächlich funktioniert. Sondern es gibt ja auch gesetzliche Regularien, die das ganz in Österreich erfordern. Wir haben ja zum Beispiel das Arbeitsverfassungsgesetz, das die betriebliche Mitbestimmung bei Einführung von neuen Computersystemen zum Beispiel reguliert. Also wir haben in Österreich sehr starke Mitbestimmungsrechte tatsächlich. Zum Beispiel, wenn IT-Systeme eingeführt werden, die ein Potenzial haben, eine Kontrollmaßnahme zu sein, die die Menschenwürde berührt, muss darüber eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen werden. Das heißt, es muss mit dem Betriebsrat darüber ein Einvernehmen gefunden werden, wie diese Systeme eingesetzt werden. Und das regelt man dann klassisch im Interessensausgleich in einer Betriebsvereinbarung. Aber auch wenn es darum geht, personenbezogene Daten von Beschäftigten zu verarbeiten, die über quasi das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen, ist auch darüber ein einvernehmender Betriebsrat zu finden. Das heißt, wir haben in der Arbeitsverfassung in Österreich das klar festgestellt, dass es eben diese Partizipationsprozesse gibt, die auch gesetzlich vorgeschrieben sind. Sebastian, jetzt haben nicht alle Leute einen Betriebsrat. Ich habe keinen. Ich bin in der Kreativbranche und da hat mir auch mal jemand gesagt, das ist ganz interessant, die KI wird unserem Feld, zum Beispiel auch im Design oder sowas, sehr gefährlich. Interessant ist aber, dass die KI immer den Durchschnitt vom Durchschnitt vom Durchschnitt irgendwie produziert, ein bisschen People Pleaser ist. Du hast vorhin auch schon gesagt, so irgendwie so assoziiert und bei einer Wahrscheinlichkeit mitschwingt oder mitschwimmt und trotzdem entsteht so eine Art Konkurrenz, obwohl die Kreativität dann doch eher bei Menschen liegt, vielleicht auch das Außergewöhnliche, das Überraschende. Warum entsteht trotzdem so eine große Konkurrenz zwischen dem Mensch und der Technologie? Ich glaube, die ist getrieben. Ich glaube, dass dieses Konkurrenzdenken nicht produktiv und nicht sinnvoll ist. Wir würden uns nicht mehr mit einem Stapler messen, wer mehr heben kann. Das ist jetzt natürlich bei künstlicher Intelligenz etwas schwieriger. Natürlich kann ein Computer mittlerweile schneller rechnen wie ich. Also ein Taschenrechner kann besser die Wurzel ziehen, wie ich es kann. Also auch da fühle ich mich jetzt nicht geknickt. Und ich glaube, auch bei der Kreativität ist es so. Also es braucht Menschen, weil das menschliche Gefühl, ob etwas ästhetisch ist oder nicht, also die Frage der Ästhetik kann eine generative künstliche Intelligenz ja nicht ersetzen. Sie kann zwar Vorschläge liefern, aber was wahrscheinlich am besten passen würde, ist eine wahrscheinlich richtige Antwort. Aber ich finde gerade in der Kreativitätsbranche ist ja das Gespür für die Menschen das, was es ausmacht. Du sagst, es ist getrieben. Ist es vielleicht dann doch auch noch so diese Berührungsangst, dieses Nicht-genau-Wissen, was da kommt, was so diese Wolke der Angst aufbaut? Natürlich. Und das ist, wenn man sich die letzten Jahre der Gehentwicklung ansieht, die im Consumer-Bereich, also die wir selber ausprobieren können, da hat sich ja massiv viel getan. Also in regelmäßigen Abständen beschäftige ich mich wirklich sehr viel damit, fällt mir auf die Kinnlade runter und denke mir, wow, also das hätte ich mir jetzt nicht gedacht, dass das geht. Also es wäre vor einem Jahr undenkbar gewesen. Also ich schule ja Betriebsratskörperschaften und Personalvertretungen zum Thema KI und KI im Betrieb und das mache ich jetzt seit drei, vier Jahren. Und dass ich vor drei, vier Jahren über die Risiken und Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz gesagt habe, würde heute nicht mehr in der Form zutreffen. Also das ist genau das, was du vorher gemeint hast, diese Schnelllebigkeit. Und das ist vielleicht auch das, was ein bisschen die Angst macht. Und warum dieses Konkurrenzdenken ist. Ich glaube, vieles, was wir über künstliche Intelligenz wissen, ist PR und ist Werbung. Es ist ein bisschen getrieben von den Leuten, die uns künstliche Intelligenz verkaufen wollen, die eine Beratungsleistung für künstliche Intelligenz verkaufen wollen und natürlich, man kauft mal als Unternehmen was, wenn man am Ende des Tages mehr Geld hat wie vorher. Da geht es immer darum, da können wir einsparen. Einsparen ist immer ein ganz wichtiges Moment. Und einsparen tut man, wenn man die großen Unternehmensberatungsunternehmen fragt, die kommen immer zu dem Moment, wir müssen Beschäftigte einsparen, weil die sind so teuer in Österreich. Jetzt haben wir ein gutes, erkämpftes Lohnniveau in Österreich, das heißt, wir haben recht hohe Löhne, aber tatsächlich haben wir aktuell keine Studien, die uns auf Basis von validen Zahlen sagen können, durch die Einführung von künstlicher Intelligenz in Unternehmen können wir jetzt großartig viele Personen einsparen. Es gibt eine Hoffnung. Es gibt irgendwie ein bisschen die Idee, aber tatsächlich valide in den Arbeitsmarktzahlen spiegelt sich das aktuell noch nicht nieder. Und ich glaube, deswegen ist auch ein bisschen die Angst da. Natürlich, gerade wenn man es jetzt in diesem Interview merkt, also ein Kollege war ja Betriebsrat, merkt er eher, Abstand heilt davon. Natürlich, wenn sich etwas verändert im Unternehmen und die Unternehmen sind die Orte, wo wir fast am meisten Zeit unseres Lebens verbringen, wenn wir Vollzeit arbeiten. Die Existenz, unsere Jobs, die unsere Existenzgrundlage schaffen, die finanzielle Grundlage, natürlich ist das immer mit Veränderungen, ein bisschen mit Angst zu tun. Aber ich glaube, diese Ideen, dass man sich so viel einspart, die muss erstmal wirklich gezeigt werden. Ich glaube, wir können durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz als Werkzeug sehr viel produktiver werden, aber das heißt ja nicht automatisch, dass Jobs wegfallen im weitesten Sinn. Ja, ich glaube, es durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz als Werkzeug sehr viel produktiver werden. Aber das heißt ja nicht automatisch, dass Jobs wegfallen im weitesten Sinne. Ja, ich glaube, es gibt eine gewisse Transformation in Tätigkeitsfeldern. Gewisse Tätigkeitsfelder werden sich verändern und werden vielleicht ganz wegfallen. Aber auf der anderen Seite werden neue Tätigkeitsfelder und vielleicht auch neue Jobs dazukommen, wie wir ja schon dabei, also da möchte ich ein bisschen widersprechen. Gerne, wir lieben in Talksendungen Widerspruch. Die Sichtweise sozusagen, dass dieses Rückzugsgefecht auch durch PR getriggert wird, die teile ich. Der Mensch sieht sich ja auch so quasi selbstverständlich. Früher hat man gesagt, die Krone der Schöpfung. Und da steckt natürlich ein Anspruch darin, der nicht haltbar ist. Also ich glaube nicht, dass viel überbleibt, die Kreativität. Und auch das empathische Verhalten, also die Fähigkeit, sich auf ein Gegenüber einzulassen, zählt meiner Meinung nach absolut zu den nicht als menschlich nur menschenvorbehaltenen Kompetenzen. Das werden wir aufgeben müssen. Das kann KI jetzt zum Teil schon deutlich besser als Menschen. Die andere Frage ist natürlich, will ich das? Also will ich, dass Jobs ersetzt werden oder will ich eine gewisse Ineffizienz zulassen, um Menschen arbeiten zu lassen, um ihnen das Gefühl zu geben, eine sinnhaft, sinnstiftende Tätigkeit zum Beispiel zu erfüllen. Ich persönlich bin mir im Klaren darüber, dass manche Dinge durch KI besser erklärt werden, als wir vor die Tafel stellen. Ich habe aber den Anspruch, dass ich es gerne selber machen möchte. Und meine Studierenden, wenn sie zur Vorlesung kommen, entscheiden sich auch für dieses Modell und nicht für das andere. Wir haben das tatsächlich ein bisschen in der Hand, auch wenn wir das Rückzugsgefecht auf der Kompetenzebene in sehr das böse Unwort der Einsparung. Unsere Kollegin Katharina Obermeier hat sich in Wien auf den Weg gemacht und für OKTO.TV die Schule des Sprechens besucht. Denn die SynchronsprecherInnen sind welche, die sind schon sehr betroffen von dem Konkurrenzdruck durch die künstliche Intelligenz. Klingt echt. Das reicht heute oft schon, um uns zu täuschen. KI-Stimmen führen Telefonate, synchronisieren Dokumentationen und wirken dabei beinahe menschlich. Aber nur beinahe. Was bedeutet diese Entwicklung für Menschen, die mit ihrer Stimme arbeiten? Tatjana Lackner ist Kommunikationsexpertin und Leiterin der Schule des Sprechens in Wien. Sie bildet seit Jahren hunderte Sprecherinnen und Sprecher aus und weiß, wo KI an ihre Grenzen stößt. Ich glaube, das, was wir gelernt haben, dieses Zeugnis ist irgendwo abgekupfert, dieser Lebenslauf ist geschrieben, da war jetzt kein echter Mensch dahinter, sondern Copy and Paste von irgendwo, wird ganz genauso auch bei Stimmen der Fall sein, wo man sagt, ganz ehrlich, ist das echt? Das hat keine Pausen, hat keine Brüche, hat keine Persönlichkeit. Da müssen wir lernen, wie wird es sein. Und das heißt natürlich auch für unsere Sprecher und Sprecherinnen, Persönlichkeit ist das Thema. Nicht mehr nur, ich möchte schön sprechen. Ja, das ist nicht wurscht. Aber natürlich geht es darum, welche Haltung bringst du mit und wie legst du den Text an. Für unsere Sprecher, wo es ja darum geht, nach der Sprecherausbildung Geld zurückzuverdienen, ist wichtiger, dass sie auch lernen, wie ist meine Live-Reaktion? Kann die KI nicht? Wie ist es zum Beispiel auch in einer Trauerbegleitung, in einer Traurednergeschichte wird die KI nicht genommen. Also in den wesentlichen Punkten, wo es um Emotionen geht, ist die KI noch nicht dabei. Das ist auch der Grund, warum unsere Absolventen Podcasts machen müssen, weil da natürlich, ich höre mal keinen KI-Podcast an. Das mache ich beim Manual, wenn ich wissen will, wie mein Bart verfließt wird. Das mache ich irgendwo beim Klärfilm, wo es da jetzt nicht groß um den Inhalt geht. Aber dort, wo wir Experten zuhören wollen, ja, also da wird es keine KI sein. Und dabei gab es sehr wohl schon Versuche, die erstaunlich gut funktioniert haben. Also die große Gefahr hat man gedacht damals, als in Japan der erste Anchor, also so ein Armin Wolf für die Zeit im Bild dort, on-air gegangen ist. Jemand, der völlig automatisiert war, ein virtueller Speaker ohne Krankenstandstage und Co. und der war richtig gut damals schon. Und man muss dazu sagen, die Japaner sind technikaffiner als wir und er ist nicht angenommen worden. Und das ist natürlich so ein bisschen der Punkt, wo man sieht, nein, gewisse Dinge werden nicht ersetzbar sein. Was ich schon glaube, dass die KI all along machen wird, ist alles, was niederschwellig ist. Also Anrufbeantworter, Service Lines, die werden ganz bestimmt digitalisiert, weil es schneller, weil es leichter geht, weil es in viele Sprachen übersetzbar ist. Ja, die KI kann Emotionen durchaus kopieren, aber sie kann noch keine Emotionen erzeugen. Und das ist natürlich der Punkt, wir Menschen sind Säugetiere. Wir spüren, ist es echt, ist die Brüchigkeit in der Stimme echt, ist die Pause echt und da sind wir noch weit entfernt. Aber wäre es für Unternehmen nicht verlockender, künftig auf KI-Stimmen zu setzen, allein schon aus wirtschaftlicher Sicht? Wir haben die ersten zwei Male jetzt schon Situationen gehabt, wo eine Firma kam, die bei einem Erklärvideo KI verwendet hat und gesagt hat, ganz ehrlich, hast du Sprecher, die das machen können? Es war zu hölzern, es war zu steril, es war zu wenig menschlich. Vielleicht macht uns KI am Ende vor allem eines bewusst, wie wertvoll echte menschliche Stimmen wirklich sind. Ja, auch hier sehen wir wieder, Menschen brauchen einfach Menschen und das ändert sich wahrscheinlich auch nicht so schnell. Und trotz all der Kritik, die jetzt in diesem Zuspieler auch in diesem Video auch wieder vorgekommen ist und die auch absolut gerechtfertigt ist frage ich mich auch liegt darin nicht trotzdem auch eine chance also ist es zum beispiel nicht auch einfach toll wenn ich zum beispiel eine schauspielerin wie emma stone auf einmal in ihrer eigenen realen stimme auf deutsch sprechen hören kann also in meiner eigenen sprache oder auch in ganz vielen anderen Sprachen der Welt. Wie schätzt ihr das ein? Also das genannte Beispiel halte ich für, ehrlich gesagt, relativ überflüssig. Das ist etwas, was wir Spielerei nennen und das ist lustig, dass das möglich ist, hat aber so viele Downsides, dass ich in dem Fall nicht unbedingt von einem hohen Wert sprechen würde. Also das Stichwort Fake News. Wenn es gelingt, KI einzusetzen, um Nachhaltigkeit zu erzeugen, und damit meine ich zum Beispiel auch Konkurrenzfähigkeit von regionalen Betrieben, dann haben wir etwas ganz, ganz Wichtiges gewonnen. Wenn wir also als Regionen, Österreich ist jetzt nicht vor allem groß, also wenn wir als Regionen irgendwie sichtbar bleiben wollen, innovativ bleiben wollen, dann müssen wir darauf schauen, dass wir KI so einsetzen, dass eine Nachhaltigkeit entsteht. Und ein Aspekt, der hier angesprochen wird, man hört es immer wieder so zwischendurch, da wird man KKI einsetzen. Stimmt nicht. Gerade der Bereich zum Beispiel Emotionen wird durch KI teilweise jetzt schon besser abgedeckt. Ein Beispiel ist Erstkontakt im Bereich der sozialen Arbeit, wo oft die Hemmschwelle, mit einem menschlichen Betreuer, einer Betreuerin zu reden und Kontakt aufzunehmen, wenn zum Beispiel ein Gewaltproblem auftritt oder so etwas, größer ist, als wenn es dort eine Möglichkeit gibt, mit der anonymen KI zu sprechen und dann in der Folge die KI aber angeleitet wird, möglichst natürlich eine menschliche Betreuungssituation herzustellen. Da gibt es viele andere Beispiele, das täuscht. KI wird das können und kann es zum Teil jetzt schon, deswegen sage ich immer, dieses Rückzugsgefecht müssen wir verlassen. Was wir schaffen können, ist Nachhaltigkeit stärken, innovativ bleiben und was wir schaffen müssen dazu, ist, dass die Wertschöpfung auch in der Region bleibt. Und das ist der Unterschied zum Bagger. Der Bagger ist stärker als ich und ich habe kein Problem damit. Ich habe auch kein Problem damit, dass KI besser erklären kann als ich. Aber mein Arbeitgeber zahlt für mich auch Sozialabgaben. Er zahlt ins Pensionssystem ein. Wenn ich ersetzt werde durch eine KI, macht höchstwahrscheinlich prima irgendein amerikanischer oder chinesischer, und das meine ich nicht böse, aber einfach real, Cloud-Anbieter ein Geschäft. Das heißt, wir arbeiten, dort entsteht der Gewinn und das tut den Regionen schlecht. Und auf das müssen wir aufpassen. Also deswegen nicht Rückzugsgefecht, nicht kann KI nie und so, sondern KI so einsetzen, dass das auch hier bleibt ein bisschen. Aber Sebastian, wie schaffen wir es denn, diese Wertschöpfung durch die KI in der Region zu halten? Was habt ihr da so für Ideen, wenn es um die Arbeitsfelder da rumkreist? Wie schon vorher gesagt, wir haben es in Österreich mit einem Hochlohnland zu tun. Also wir kriegen für unsere Arbeit in vielen Branchen gutes Geld. Und um diesen Standard zu halten, die Firmen sind ja im internationalen Wettbewerb, ist es natürlich notwendig, Innovation zu haben. Also ich bin da ganz bei dir. Wir müssen innovative Firmen haben. Die Firmen in den Regionen in Österreich, in Europa müssen innovativ sein, wenn wir diesen Wohlstand behalten wollen. Und da ist natürlich die Adaptierung von technologischen Entwicklungen, Innovationen das Um und Auf. Und ich war letzte Woche im Werk von Infineon, also Halbleiterproduktion in Villach, ich glaube da arbeiten bis zu 4000 Menschen, und die haben teilweise vollautomatisierte Fabriken. Und nichtsdestotrotz, genau weil dort vollautomatisiert produziert wird, gibt es dort noch diese Arbeitsplätze. Also das heißt, der Schlüssel, um Arbeitsplätze zu behalten, es ist, glaube ich, ein Irrglauben zu sagen, nur weil wir irgendwas automatisieren können, gibt es keine Arbeitsplätze mehr. Sondern die Menschen machen teilweise andere Sachen, also gerade Qualitätssicherung als großes Beispiel. Oder wenn etwas ausfällt, muss trotzdem jemand da sein, der sich auskennt, der die Maschine wieder neu anpasst, adaptieren kann. auskennt, der die Maschine wieder neu anpasst, adaptieren kann. Also ich glaube, das meinte ich vorhin, es ist kein Wettbewerb der Mensch gegen die Maschine, sondern es geht nur Hand in Hand. Und ich glaube, wenn wir den Standort Österreich in der Form behalten wollen, dann müssen wir genau diese technologischen Innovationen annehmen und nach vorne gehen. Das Problem, was du angesprochen hast, ist aber schon evident. Nämlich, es verdienen andere Leute aktuell daran. Und das ist ein großes Problem, was wir aktuell in Europa haben. Irgendwie haben wir sehr lang sehr viel ausgelagert. Zeitweise war Europa Technologieführer in verschiedenen Bereichen. Dann ist man draufgekommen, wenn wir es irgendwo anders produzieren, ist es billiger. Das hat man dann sehr stolz gemacht und jetzt ist man irgendwann draufgekommen und es ist irgendwie tragisch, aber trotzdem die Ironie der Geschichte, dass wir einen amerikanischen Faschisten als Präsident brauchen, damit Europa sich wieder besinnt und sich mal überlegt, welche Abhängigkeiten haben wir denn überhaupt. Und da sind ganz oben natürlich jetzt Softwareanbieter, Cloud-Anbieter, also die großen Microsoft, Apple, Google, die wir alle derzeit notwendig haben, damit in der öffentlichen Verwaltung. Es gab ja spannende Projekte in Deutschland zum Beispiel, ganze Städte, die versucht haben, aus diesem Vendor-Login herauszukommen und nicht ihre öffentliche Verwaltung von der Möglichkeit einer Nutzung einer amerikanischen Software abhängig zu machen. Genau das ist das Schlimmste. Heute argumentiert man oft mit diesen berühmten Sandboxen. Man sagt dann, das ist eh rechtlich zugesichert. Über die rechtliche Verbindlichkeit haben wir in den letzten Jahren einiges lernen müssen, was unsere transatlantischen Beziehungen betrifft. Das ist neu zu bewerten und im Lichte dessen bin ich ganz bei dir. Das müssen wir schon auch da machen. Das ist auch der Grund, warum ich versuche, meine Studierenden immer zu motivieren, das wirklich von der Picke wegzulernen. Also nicht nur darüber reden können, nicht nur was einschalten können, wir müssen das auch da entwickeln. Selbst wenn es nicht ganz so toll ist, weil wir vielleicht nicht zehn Kernkraftwerke benutzen können, um einen Jetboot zu trainieren und das vielleicht auch nicht wollen. Lieber ein bisschen weniger perfekte Systeme und dafür in der Region halten. Aber Stefan, jetzt kommt der persönliche Test. Die Anna hat anfangs gesagt, du bist ja auch Musiker. So, die Musik ist natürlich auch eine, die von der künstlichen Intelligenz betroffen ist. Die KI kann Musik am laufenden Band produzieren. Ich war vor zwei Jahren im Gespräch mit dem Harald Faltermeier, Filmmusikkomponist, kennt man von Axl F., Beverly Hills Cop, Top Gun und so weiter. Und der hat wahnsinnig pessimistisch in seine Zukunft geschaut. Er hat gesagt, die Musik wird von der KI in kleinen Takten genommen, rasend schnell verändert. Du hast auch überhaupt keine Chance mehr, da einzugreifen. Wie schaust du denn als Musiker jetzt nicht als Informatiker und Mathematiker und KI-Fan, sondern wie schaust du denn als Musiker auf das Ganze? Zunächst haben wir mal einige Masterarbeiten an der Fachhochschule genau zu dem Thema Musik mit KI generiert gemacht und uns angeschaut, was da geht und was nicht geht. Das ist schon spannend. Und das ist auch so, wie du vorher das Beispiel gebracht hast, das hat natürlich auch eine spielerische Qualität. Das wird zu einem Werkzeug. Ich bin da mit der ehemaligen Rektorin des Mozarteums ganz d'accord, dass das ein Werkzeug im Arsenal des künstlerischen Werkzeugkoffers ist, das manche benutzen wollen und auch gut benutzen können und andere nicht. Das von dir genannte Beispiel ist ja kommerzielle Musikproduktion. Da schaut es ganz schlecht aus, das ist keine Frage, dass in dieser Branche KI ja nahezu hundertprozentig ersetzen kann. Ich sage es einmal gemein, ich brauche für eine Fahrstuhlmusikproduktion auch nicht unbedingt Leute, die... Das sagst du als Jazzmusiker, gell? Jetzt reden wir über andere Dinge. Wenn Menschen Musik machen, weil sie Musik machen wollen, als soziales Erlebnis, als künstlerisches Erlebnis, so wie ich, weil ich Jazzpianist auch bin, dann mache ich das ja, weil ich es will und nicht deswegen, weil es eine KI auch könnte. Ich habe noch nicht einmal einen Versuch gestartet, unseren Schlagzeuger durch eine KI zu ersetzen, weil ich ja auch gerne mit ihm danach ein Bier trinken gehe. Ich kann mir das ganz schlecht vorstellen, dass ich dann einen Laptop neben mich hinstelle und da kriege ich eine kleine Batterie und ich trinke ein Bier. Also da findet man das ganz Wesentliche, was Menschen miteinander tun. Das Menschliche. Genau, ja. Ich will es anders. Und das beantwortet eben immer diese Frage. Wenn man es so will, warum soll man es nicht weiterhin so machen dürfen? Wollen und können sind immer zwei Paar Schuhe, gerade wenn wir uns mal das Rechtliche vielleicht anschauen. Eben der liebe Herr Faltermeier hat gesagt, er hat eigentlich auch rechtlich keine Chance, dagegen vorzugehen. Wie schaut es denn aus? Ist der Mensch gegen KI zu klagen, gegen irgendwelche KI-Inhalte, alles, was da erzeugt wird und auch vielleicht im Netz herumgeistert? Wie chancenlos sind wir oder wo sind die Tools, die wir nutzen können? oder wo sind die Tools, die wir nutzen können? Eine große Frage. Vielleicht zum Anfang. Was braucht man, um ein generatives oder multimodales Modell zu trainieren? Man braucht sehr viele Daten. Und wo gibt es diese Daten? Die gibt es meistens in digitaler Form im Internet. Und auf Basis von was wurden diese Daten trainiert? Indem einfach alles zusammengefladert wurde, unabhängig dessen, wen es gehört, welche Nutzungsrechte es gibt, welche Urheberrechte es gibt, um diese Modelle zu trainieren. Jetzt ist das ein offenes Geheimnis und es sind dahingehend auch sehr, sehr viele Verfahren anhängig. Es sind dahingehend auch sehr, sehr viele Verfahren anhängig. Also ich glaube, insbesondere die großen Verlage haben Interesse, sich noch mal näher mit den KI-Unternehmen auseinanderzusetzen. Man sieht es im Hintergrund schon, die schließen mittlerweile nachgelagert Lizenznutzungsverträge ab zu sehr hohen Preisen. Also da gibt es einen Versuch, ein bisschen zu befrieden, aber ich glaube, das letzte Wort ist dahingehend noch nicht gesprochen. Aber man muss auch sagen, ohne diese Datenmengen, ohne diese, wie ich finde, auch illegale Praxis, wird es diese Sprachmodelle in der Form, wie wir sie heute kennen, nicht geben. wie wir sie heute kennen, nicht geben. Und Urheberrecht an sich ist natürlich immer schon eine große Schwierigkeit gewesen, wenn es um Digitalisierung geht. Also ich bin ja noch in den glorreichen Zeiten aufgewachsen von Napster, wo man erstmalig im P2P-Netzwerk MP3-Dateien runterladen konnte. Es war eine wunderschöne Zeit. Es war quasi, es war nie einer, aber es hat sich so angefühlt wie ein rechtsfreier Raum. Ein anarchischer Raum. Ein schöner Raum. Viele Freiheiten, viele Möglichkeiten. Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Aspekt. Eine Demokratisierung von vielen Möglichkeiten. Ich glaube, KI, und das ist auch mit der Frage der Fähigkeiten, demokratisiert Fähigkeiten. Ich kann zum Beispiel jetzt Musikstücke machen, und das hätte ich vorher nicht können. Ich kann jetzt zum Beispiel Bilder generieren, das hätte weil ich habe vielleicht ein Bild im Kopf, aber ich war vorher nicht in der Lage mit Photoshop dieses Bild nachzubauen. Jetzt kann ich in einem Dialog mit einer generativen KI versuchen, das Bild, das ich im Kopf habe, auch darzustellen. Und die Demokratisierung, um wieder auf das Napster-Beispiel zu kommen, jetzt war ich 14 Jahre alt, mein Taschengeld hätte nicht dafür ausgereicht, mir dazu mal CDs zu kaufen, aber ich wollte die Musik hören. Und es war mir einiges einfacher, als wie an und dazu mal bei Radio zu sitzen und die Rekordtaste zu klicken, um den richtigen Song zu erwischen und hoffen, dass er auch bis zum Ende gespielt wird, damit ich ihn dann nochmal hören kann. Da war das MP3 dann doch ein wichtiger Aspekt für mich und meine Freundinnen und Freunde an und dazu mal, um Musik genießen zu können. Also wir haben da natürlich einen Interessenswiderspruch. Es gibt auf der einen Seite Leute, die davon leben wollen und ich finde auch zum Teil das Recht haben können natürlich, wenn sie Musikerinnen und Musiker sind, davon leben zu können. Aber ich glaube, um was es dann gehen wird im Endeffekt, wird sich ändern. Das hat sich durch Spotify geändert, die großen Streaming-Anbieter. Mitter mittlerweile brauche ich keine mp3s weil ich kann jederzeit fast jedes lied das ich hören will zu einem sehr geringen preis nicht bereit und monatlich zu bezahlen konsumieren was natürlich auf der seite bei den künstlerinnen künstlern rauskommt ist wieder eine ganz andere debatte die wir führen müssen die werden als kleiner künstler künstlerin wirst du mit spotify nicht reich werden ja aber vielleicht steigert es die Bekanntheitsgrad und vielleicht ist genau das Menschliche das Konzert, wo ich hingehen möchte. Also vielleicht möchte ich eben genau dich und deine Band spielen hören und den Vibe spüren. Wir haben halt eine Vermischung gerade von Dingen, weil gerade dieses persönliche Erlebnis, wir haben alle diese Corona-Geschichte noch nicht überwunden. Wir stecken immer noch in dem Bereich, wo Live-Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden sozusagen, Aufbauarbeit leisten müssen, um wieder in den Bereich zu kommen von vor Corona. Manche haben es schon geschafft, manche weniger. Und was man halt auch da in diesem ganzen Kreativbereich sieht, ist, KI ist sehr schnell in etwas hineingedrungen. Wir lernen mühsam damit umzugehen und es verschiebt vorher schon Machtverhältnisse. Ich glaube, das Wichtigste, was du jetzt gerade gesagt hast, ist, auch Spotify hinterlässt für den, der Musik macht, kaum Verwertbares in der Masse. Weil ganz viele Leute ganz wenig Musik immer wieder hören und dahinter steckt aber was? Eine KI, die Recommendations macht. Und das ist natürlich unser Problem. Also die Inhalte, die wir sehen, sind nicht die, die wir uns ausgesucht haben, sondern die wir aus Bequemlichkeit als Vorschlag akzeptieren. Und es ist schon wieder einfach nur unsere verantwortung das zu ändern das ist ein fach überreicht da brauche ich nicht einmal ein verwertungsrecht sondern geht es darum was macht der oder was macht die konsumentin waren sie spotify anwirft aber kann ich das wirklich auf eine individuelle eene zurückholen? Also kann ich sagen, es bin nur ich als der Endkonsument oder die Endkonsumentin verantwortlich? Muss es dafür nicht politische Regelungen geben? Das ist ein bisschen so wie mit der Diskussion um Demokratie, oder? Ich glaube, nein. Ich glaube, wir müssen selber die Verantwortung in die Hand nehmen. Dazu müssen wir uns der Wirkmechanismen von KI in einer breiteren Ausrollung, man hat das im Eingangsvideo, glaube ich, ganz gut gesehen, so dieses, also da war wenig zu hören, wo ich sage, okay, klares Verständnis von dem, was da passiert. Und da müssen wir ganz dringend verstehen, was passiert, damit wir uns eben schützen können. Ansonsten stehen Verschwörungstheorien, die Flucht in irgendwelche Desinformationen, die man glaubt, sich ausgesucht zu haben, um dem gegenzuwirken. Also für mich ist das derselbe Prozess wie der, du würdest ja auch nicht sagen, na ja, Demokratie, das muss halt reguliert werden. Sondern Demokratie sind wir, oder wir verdienen sie nicht. Also das ist schon ganz stark die Verantwortung aller. Und ich glaube, so ist es auch in der Nutzung von KI. Die Regulierung ist schön und europäische Werte durch sehr strenge Regulierung abzusichern, ist ein herohes Unterfangen mit ungefähr zehn Jahren zu spätem Beginn. mit ungefähr zehn Jahre zu spätem Beginn. Aber es wird nicht verhindern, dass die große Masse nicht mehr mitkriegt, dass nebenan jemand sitzt, der Musik macht, die vielleicht viel spannender wäre. Und das heißt, ich muss diese Entscheidungen bewusster treffen. Sebastian, da würde mich dein Blick noch darauf interessieren. auch darauf interessieren? Ich glaube, es ist natürlich eine Interaktion zwischen Individuum und Gesellschaft. Ich möchte nicht die Verantwortung auf das Individuum abwälzen wollen. Das haben wir gerade, wenn es um die Klimakrise geht, viel erlebt, wie wir müssen nur ein bisschen brav Müll trennen und dann ist der Umweltschutz quasi und die Klimakrise überwunden. Das wurde uns jahrzehntelang erzählt und wenn wir dann einen Ofen der Föst mal kurz nicht haben, dann sehen wir das sofort in der Klimabilanz von Österreich. Also das sind einfach unterschiedliche Schwierigkeiten. Also ich glaube, zum einen muss es eine starke Regulierung geben und zum anderen muss es natürlich auch ein Bewusstsein individuelles geben, was wollen wir und was wollen wir nicht. Und ich glaube, die Leute spüren das recht schnell. Bloß anfangs gab es das Privacy, also Datenschutz. Letzte Woche ist die DSGVO zehn Jahre alt geworden, also die Datenschutzgrundverordnung. Wie du gesagt hast, das Bewusstsein war lange nicht da, aber mittlerweile wissen wir, was uns die DSGVO gibt, denn das Recht, nicht einer automatisierten Entscheidung unterworfen zu werden, sichert uns die Datenschutz-Kundverordnung ab. Und Privacy heißt, wenn irgendwelche Unternehmen Daten von mir sammeln, sei es Spotify, sei es der Chatbot, sei es Google, das Werbenetzwerk dahinter, und ich auf einmal für die Versicherung mehr zahlen muss wie mein Nachbar und mir das nicht mehr erklären kann weil im hintergrund große big data anwendungen wir algorithmen mir einen score zu werten dass ich vielleicht nicht so verlässlich bin wie wir andere und deswegen höhere kosten habt dann ist das ein problem und das spüre ich recht schnell und um das ganze jetzt wieder in die arbeitswelt zu bringen also das stichwort algorithmisches management, automatisierte Entscheidungsfindung. Bewerberinnen und Bewerber, die automatisiert aussortiert werden und vielleicht gar nicht mal mitbekommen, dass sie von einer Maschine aussortiert wurden und überhaupt niemand mehr ihre Bewerbungsunterlagen gelesen hat. Auch das Wissen darüber, was sind denn die Kriterien, warum wurde ich aussortiert oder was könnte ich denn das nächste Mal besser machen, geht verloren. Aber auch innerbetrieblich die Frage, wer wird denn befördert, wer darf denn die Weiterbildung machen etc. Das sind alles Phänomene, mit denen haben wir es aktuell in den Betrieben zu tun. Und das ist zu regulieren. Und das habe ich schon gesagt, betriebliche Mitbestimmung, Stichwort Arbeitsverfassungsgesetz. Individuelle Ebene, die Datenschutzgrundverordnung, nämlich die Rechte und Freiheiten und unsere Grundrechte, schützt nicht der AI-Act oder die KI-Verordnung, sondern das schützt die Datenschutzgrundverordnung. Und das ist auch das, was ich versuche, in meinen Vorträgen und Seminaren, die ich halte, weiterzugeben. Datenschutz gilt immer so als ein schwieriges Thema. Es ist auch so schwammig. Es ist so schwammig, keiner hat so viel Arbeit. Aber das ist aktuell notwendig, wenn wir selber noch eine informelle Selbstbestimmung haben wollen. Es ist ja vor allem die Bequemlichkeit. Also es ist, glaube ich, nicht die Schwammigkeit, sondern diese Regulierungen erzeugen unbequemlichkeit genauso wie man eben einen druck aus über in richtung eine ahnung umwelt schonendes verhalten ja das erzeugt unbequemheit und wenn ich selber schauen muss dass ich meine daten auch ein bisschen beieinander heute und mein verhalten sozusagen nicht so ist, dass ich alles herschenke und dann verlange, dass irgendein Gesetzgeber verhindert, dass jemand damit etwas Böses macht. Also der große Unterschied zwischen, dass kein Fotograf mehr bei irgendeiner Veranstaltung etwas fotografieren darf, weil man da von 100 Leuten eine Unterschrift braucht, zu, dass alle diese Fotos nachher auf WhatsApp und an sämtlichen anderen Plattformen sowieso kursieren, da muss ich mir ein bisschen lachen, oder? Das ist so, den Großen soll man es verbieten, aber wir dürfen es alle machen. Also ich glaube, es ist, ich bin da ganz bei dir, es ist beides notwendig. Die Regulierung schafft nämlich nicht nur die Regulierung, die schafft vor allem eins, es wird darüber geredet, und es wird begonnen, das zu verstehen. Und das müssen wir üben. Also ich muss das auch üben. Ich übe mit meinen Studierenden ganz oft Entscheidungen selber fällen. Und das nicht zu akzeptieren, dass die Entscheidung aus Bequemlichkeit übernommen wird. Das ist so, wie wenn man das Wetter vom Morgen ein bisschen noch vom Himmel ablesen kann und nicht nur auf die App schaut, so nach dem Motto. Die App könnte schon auch ferngestellt sein. Sebastian, du hast gesagt, wer wird befördert, wer kriegt die Prämien, worst case kriegt sie die KI, worst case wird die KI von mir befördert. Schauen wir doch mal zum Abschluss noch in die Zukunft unseres Arbeitsalltags. Spulen wir mal zehn Jahre vor. Wie schaut das Arbeiten mit künstlicher Intelligenz im Jahr 2036 an? Was ist deine Vision? Ich bin jetzt froh, dass du die Frage kriegst. Du kriegst sie ja. Es ist ganz einfach zu sagen, ich habe keine Glaskugel und ich will auch nicht auf Basis von einem Bauchgefühl entscheiden, was sich tut. Ich glaube, wenn wir uns die letzten zehn Jahre technologische Entwicklung angesehen haben, haben wir sehr viel nicht vorhergesehen. Und auch Leute, die in der KI-Entwicklung tätig sind, haben sehr viel der letzten zehn Jahre nicht vorhergesehen. Das heißt, ich glaube, es wäre unseriös zu sagen, wie Arbeiten in zehn Jahren ausschaut, beziehungsweise welche Fähigkeiten künstliche Intelligenz in zehn Jahren haben wird. Wir haben so eine große, wie soll man sagen, das große beflügelte Wort ist ja Artificial General Intelligence, AGI, die Frage des menschenähnlichen Computers, die irgendwie wie ein Damoklesschwert über uns schaltet. Ich glaube, das hat sehr viel mit Science Fiction zu tun tatsächlich. Aber es ist natürlich eine nette philosophische Debatte und am Ende bleibt wieder das übrig, was wir heute schon die ganze Zeit besprechen, das ist die Frage der Gestaltung und wie wir es gestalten wollen. Ich glaube nicht, dass wir vor einer KI-induzierten Massenarbeitslosigkeit stehen. Ich glaube, dass wir KI aktuell sehr überschätzen, kurzfristig, aber langfristig unterschätzen, was das gesellschaftliche Auswirkungen hat. Ich glaube, dass wir durch den Einsatz von KI als verantwortungsvolles Werkzeug sehr viel mehr schaffen können. Und ich glaube, dass das auch notwendig sein wird, wenn wir den Wohlstand in der Gesellschaft haben wollen. Aber die Rahmenbedingungen und das gesellschaftliche Ausverhandeln wird uns nicht erspart bleiben. Und das heißt zum einen Regulierung, das heißt zum einen Bewusstseinsbildung und das heißt zum einen sich zu überlegen, wie Wertschöpfung auch in Europa, in Österreich oder in der Region Salzburg bleiben kann. Stefan, was sagt deine Glaskugel? Meine Glaskugel stellt mir eine Frage. Die lautet, was muss ich heute vor allem auch jungen Menschen, was diese Generation dahingestellt hat, in irgendeiner Form so umzugehen, wie es das du jetzt gerade beschrieben hast. du jetzt gerade beschrieben hast. Dieses Fragezeichen stelle ich mir sehr oft und es gibt, glaube ich, ganz, ganz viele Antwortmöglichkeiten. Man darf nicht aufhören, diese Frage zu stellen. Ein Beispiel dafür ist, dass ich glaube, dass wir das Fach Ethik und dann auch zusätzlich ein Fach, das Maschinenethik heißt, in der Schule viel stärker verankern müssen. Dass die Frage, was Demokratie ist und wie sie zustande kommen und auch funktionieren kann und ernährungsfähig bleibt, dass das wahnsinnig wichtig ist und dass das eine Sache ist, die auch ganz viel mit Technologie zu tun hat und dass man also ja nicht auf die Idee kommen soll, da lernen sie Informatik und da lernen sie Weltbürgertum, sondern das ist eine integrative Leistung. Technologie ist ein Teil unseres Lebens. Und ich kann heute nicht sagen, ich interessiere mich für Informatik und deswegen schreibe ich mir nicht an, wie Gesellschaft funktioniert. Und wer anderes sagt, dieses technische Zeug interessiert mich nicht, ich möchte mit Menschen arbeiten. Sondern wir müssen alle von beiden etwas verstehen. Und das, glaube ich, können wir noch schickter machen. Ja, wir haben es jetzt schon ein paar Mal gehört. Wir wissen es nicht. Auf die Glaskugel können wir uns nicht verlassen. Aber wir wissen, dass uns KI noch sehr lange begleiten wird. Und auch wenn sich in den nächsten zwei, drei Jahren wahrscheinlich wieder sehr viel verändert haben wird, würde ich euch darum bitten, Stand heute, ob ihr Tipps für mich habt, wie ich in Zukunft eben mit der KI gut leben kann. Dann Stefan, hast du eine Idee für mich oder eine Art, ich nenne es jetzt mal Glaubenssatz, wie ich mich auf eine Zukunft mit KI freuen kann und keine Angst vor ihr habe? Gute Frage, ja. Dort, wo du merkst, dass etwas in deinem Leben passiert, was du dir nicht erklären kannst, nicht aufhören neugierig zu sein. Ich glaube, dieses Hinterfragen, Wollen von Entscheidungsprozessen, von Erscheinungen, von Artefakten, deren Echtheit du vielleicht in Frage stellst, dieses Neugierigsein ist der beste Anfang dafür. Eine gewisse skeptische Grundhaltung. Und ich glaube, etwas, was auch wahnsinnig hilft, ist, sich die Vertrauensfrage immer wieder neu zu stellen. Wie baue ich Vertrauen zu jeglicher Form von Inhalten, Meinungen, eben auch Artefakten. Wie baue ich eigentlich Vertrauen auf? Und vertraue ich jetzt gerade oder bin ich nur bequem? Ein letzteres der Grund ist, warum du einer KI-generierten Aufstellung zum Beispiel glaubst, weil es bequem ist, dann wirst du dich stückweise abkoppeln und nicht fähig sein, mitzuhalten. Wenn du an der Stelle sagst, kann ich das jetzt verwenden oder nicht und was müsste ich tun, um es zu verwenden, dann gehst du mit dieser technologischen Entwicklung mit. Ob du dann super prompten kannst oder nicht, dafür gibt es Kurse, da kann man sich dann reinsetzen. Aber es ist diese Grundhaltung, glaube ich, das Enabeln letztlich garantiert. Wäre ein Versuch. Ja, Sebastian, wenn ich jetzt sage, ich habe eine neue Kollegin, sie heißt Künstliche Intelligenz, mit welcher Haltung soll ich denn auf sie zugehen? Das ist ganz einfach zu beantworten. Die Frage ist, welchen Zweck hat deine neue Kollegin? Wenn sie den Zweck hat, dich zu überwachen, um deine Fähigkeiten zu lernen, um dich irgendwann zu ersetzen, dann würde ich eher nicht so nett zur Kollegin KI sein. um dich irgendwann zu ersetzen, dann würde ich eher nicht so nett zur Kollegin KI sein. Ist die Kollegin da, um dir Tätigkeiten abzunehmen, die du nicht gern magst, damit du mehr Zeit hast für die Tätigkeiten, die du gern hast, dann würde ich mit offenen Armen die neue Kollegin empfangen. Aber um das vielleicht auf die höhere Ebene zu heben, wir haben es mit einer sehr, sehr mächtigen neuen Technologie zu tun. Und wo wir wieder beim Gestalten sind. Ich sehe sehr oft eine sehr große Dystopie über mich einbrechen, wenn ich mir denke, welche Ideologien hinter diesen Tech-Bros stehen, was ihre Werte sind, die sie vermitteln wollen, was dahinter steht. Dann graust mir und dann bekomme ich auch Angst. Auf der anderen Seite, wenn ich mir denke, dass diese Technologie es schaffen würde, Jobs besser zu machen, weniger gefährlich zu machen und wenn es diese ominösen Produktivitätssteigerungen tatsächlich gibt, dass ich früher nach Hause gehen kann und das schöne Leben genießen kann und dass die technologische Entwicklung, die Entwicklung der Produktivkräfte uns ermöglicht, ein besseres Leben am Ende des Tages zu führen, dann be my guest. Also ich glaube, um das geht es und das ist das, wo ich rein will. Es ist kein deterministischer Weg, der in dieser Technikentwicklung drinsteht, sondern die Frage ist, wie wir das gesellschaftlich gestalten wollen wollen wir einen progressiven weg gehen in denen wir zeit gewinnen durch den einsatz von künstlicher intelligenz um vielleicht das schöne leben zu genießen in der blumenwiese zu liegen und den wolken beim tanzen zuzuschauen, mache ich das sehr gerne. Wenn es darum geht, zu KI generierte Musik. Oder wir stehen dich auf die Wiese. Ich glaube, das ist die Frage, wo wir hin wollen und ich glaube, das ist mal ganz gut, sich hinzusetzen, sich zu überlegen, was kann alles schief gehen. Das kann sehr, sehr viel sein aktuell und das, glaube ich, wird auch schief gehen, wenn wir uns nicht bald auf die Füße stellen, aber auf der einen Seite auch das Potenzial sehen, was in dieser technologischen Entwicklung birgt, wenn wir es richtig einsetzen und das schöne Leben für alle im Blick haben. Ich möchte da gerne noch etwas ergänzen. Es gibt ja verschiedenste Organisationen, die sich, so wie deine Organisation oder die Hochschulen, die sich darum bemühen, das zu vermitteln. Also es wäre vielleicht auch einfach gut, diese Angebote zu nutzen. Wir haben gerade die Langennacht der Forschung gehabt, da waren unglaublich viele Leute und ganz viele dieser Stationen haben irgendwie auch mit diesen neuen Technologien zu tun gehabt und haben viele Wege gezeigt, wie man das wertekonform, hinterfragend, vertrauensbildend, unter Einhaltung von Privacy und ähnlichen Dingen herzeigt. Also an Hochschulen werden durchaus Möglichkeiten erforscht und dann eben auch erzählt, wie so etwas gut, unter Anführungszeichen, im Sinne unserer Intentionen, gemacht werden kann. Und diese Angebote muss man nutzen. Ich habe ganz oft für die AK zum Beispiel Vorträge gehalten. Das ist aber schon sehr werblich, Stefan. Nein, aber das sind total spannende Auseinandersetzungen. Ich nehme mir ungefähr gleich viel mit, glaube ich, wie die Teilnehmenden. Man lernt voneinander und man macht es zum Thema. Das, glaube ich, können wir nicht genug machen. Ja, ich glaube, das ist ein schönes Bild, um heute hier zu schließen. Nämlich, dass wir sehr viel voneinander lernen können. Und zwar am besten auf einer Blumenwiese, wo wir uns über ein schönes Leben für alle freuen können. Und damit verabschiede ich mich heute bei Das Dreieck und ich sage Danke, vor allem auch an unsere Gäste. Stefan Wegenkittel und Sebastian Klockner. Danke auch von meiner Seite, lieber Sebastian, lieber Stefan und liebe Anna. Vielen Dank auch an das Publikum, das ihr eingeschaltet habt. Die Folge von Das Dreieck gibt es natürlich auch, wie alle anderen Folgen, kostenlos zum Streamen online in den Mediatheken von FS1, von DorfTV und von OKTO TV. Und wem das noch nicht reicht, auch auf www.dasdreieck.at. Vielen Dank fürs Zuschauen. Wir freuen uns aufs nächste Mal. Thank you.