Der gemeinsame Nenner dieser acht ausgewählten Projekte ist ganz klar meiner Meinung nach das Commitment zur Gemeinschaft, weil diese Wohnformen funktionieren in der Regel nur dadurch, dass man sich austauscht, dass man zusammenlebt, dass man zusammen die Zukunft bestreitet und das Hier und Jetzt. Und in einer Zeit, wo der Mietmarkt eher auf Individualisierung sitzt, ist das einfach ein Trend, der in eine ganz andere Richtung geht und viel mehr wieder die Leute zusammenbringt, wie dass wir jeder ihr eigenes kleines Schloss errichten und uns dann wundern, warum im Burggraben irgendwas nicht stimmt. Wir haben wirklich acht Wohnprojekte, zwei davon in Linz besucht. Wir haben mit Pionierinnen gesprochen von Frauenwohnprojekten, von einem queeren Wohnprojekt. Und wir haben dann in einer Reflexionsphase das quasi destilliert, Schlüsse gezogen. Und eben in dieser dritten herausfordernden Phase, dann haben die Studierenden das wirklich auch umgesetzt, dieser dritten herausfordernden Phase, dann haben die Studierenden das wirklich auch umgesetzt, um das Laien verständlich zu machen, um Erkenntnisse zu präsentieren. Und daraus ist quasi diese Ausstellung entstanden, die sich jetzt grob gliedert in zwei Aspekte. Das sind diese acht Wohnprojekte, die sieht man quasi so immer in unserer Richtung. Die sieht man quasi so immer in unserer Richtung. In diesem Rot, also diese acht Projekte, zwei Linzer, vier Wiener Projekte, sechs Wiener Projekte. Und von der anderen Seite lesbar sind in diesen Farben, denen auch die Räume, die wir aufgebaut haben, zugeordnet sind, Aha-Effekte, das waren so diese Learnings aus den Projekten. Also was ist wichtig? Die Leistbarkeit ist wichtig. Das Wohnumfeld ist extrem wichtig, weil das Wohnen eben überhaupt nicht etwas ist, was nur auf die eigenen vier Wände beschränkt ist, sondern sehr viel mit dem Umfeld, mit Mobilität, mit Zugang zu öffentlichem Verkehr, aber auch Nahversorgung, Arztpraxis, Kindergarten etc. zu tun hat. Das Schwierigste, glaube ich, war, einen Titel für diese Ausstellung zu finden. Am Anfang war das wirklich nur Wohnen für Frauen. Und uns war aber wichtig, wir wollen ja die Frauen nicht aus der Gesellschaft wieder separieren und herausnehmen und besonders behandeln. Nein, wir wollen alle inkludieren, Bohnen für alle. Und da wirklich was zu finden, das wirklich alle irgendwie beinhaltet, das war die größte Herausforderung. Der Wohnungsmarkt ist angespannt, die Kapitalisierung wird immer stärker, sprich Wohnraum wird auch immer teurer und zusätzlich kommen dann einfach Themen wie die Energiepreise etc., die das quasi auch damit indirekt das Wohnen noch mal teurer machen. Und der andere Punkt ist, dass natürlich die gesellschaftlichen Ungleichheiten und auch warum wir eben den Schwerpunkt auf Frauen setzen, ist, wenn das Wohnen sowieso schon teurer ist, haben es die, die weniger Budget zur Verfügung haben, noch schwieriger. Und insofern brennt das so in mehrerer Hinsicht, das Thema. Wohnungsbau, vor allem in Oberösterreich, aber generell. Natürlich der Fokus, den die Leute, also die Planenden, die Entwerfenden und die Umsetzenden in diesem Prozess getätigt haben, schaffen einen großen Unterschied in dem Ganzen. Es ist der Fokus, mal geht es dezidiert um nur Wohnen für Frauen oder Frauen als einzige MieterInnen, die den Anspruch auf diese Wohnung haben, obwohl sie auch mit Männern zusammenleben. die den Anspruch auf diese Wohnung haben, obwohl sie auch mit Männern zusammenleben. Und sie sind aber eben auch wieder sehr ähnlich dadurch, weil sie nicht nur ein Schema da abdecken, sondern eben schauen, dass sie wirklich alle mit abbringen. Wenn das Wohnen für alle gut ist, dann ist es für die Frauen und die Männer und alle anderen auch gut. Es geht um die Alltagsgerechtigkeit, um ganz viele Faktoren, die mit dem Wohnen zu tun haben. In diesen Gesprächen war oft das Thema, dass es total hilfreich ist, quasi eher kleinere, nutzungsneutrale Räume zu haben. Also nicht die große Wohnküche, die dann quasi verhindert, dass man ein zweites Zimmer hat. So Dinge, die aber dann nicht direkt jetzt ein Frauenthema sind, sondern die das für alle besser machen. Als nächstes Beispiel haben wir den Remisenhof ausgesucht, der ein sehr wichtiges Projekt im Zuge dieser ganzen Entwicklung war, weil es eines und aus unserer Recherche das einzige Frauenwohnprojekt in Linz ist oder in Oberösterreich sogar. Das ist um die Jahrtausendwende entstanden. Es ist ganz besonders, weil es nur für Frauen adressierten Wettbewerb gegeben hat, was damals viel diskutiert wurde in der Kammer Männerschaft quasi. Und was ein wichtiges Symbol war, das kam aus einer sehr engagierten Frauengruppe aus der SPÖ und anderen Bereichen auch in der Architektinnenschaft gab es, haben wir während dem Symposium erfahren, gab es Frauen, die da sehr engagiert waren. Und es ist wichtig, weil ADR quasi mit einem Grundrissgedanken, der sehr flexibel ist, arbeitet. Es gab ein Wiener Projekt, die Frauenwerkstatt 1, die davor schon ähnlich gearbeitet hat. Und es wurde dann auch hier von Marlies Binder, Irmgard Lusser und Heide Mühlfellner quasi in Kooperation aus zwei Büros eine Struktur von Wohngebäuden organisiert, die sehr viel mit Zwischenräumen, mit Spielmöglichkeiten, mit Zugangssituationen arbeitet. Zwischenräumen, mit Spielmöglichkeiten, mit Zugangssituationen arbeitet, wo ganz wichtig war, dass die Waschräume, die ja sonst oft eher so ein dunkles Keller-Dasein quasi haben, wirklich in der Erdgeschosszone sind. Die sind auch so möbliert, dass die Wäschespinnen wegräumt werden können und dann ein Gemeinschaftsraum dort entsteht. Und es war auch wichtig, so Belichtung der Tiefgarage natürlich herzustellen, die Zugänglichkeit zu den Wohnungen offen, sicher, ansprechend zu gestalten. Und so die große Erkenntnis vielleicht, so simpel das auch klingt, ist, dass dieser Wohnbau, der damals einfach stark den Frauenfokus gehabt hat und aber auch dann schon umbenannt wurde in Frauen- und alltagsgerechtes Wohnen, dass der Schlüssel ist, wenn man den Wohnbau gut entwickelt, ist er für alle gut. Also dieses Wohnen als Menschenrecht wird auch dann wieder in Wohnen für alle einfach umsetzbar und es hat niemanden einen Nachteil, wenn man einen guten Wohnbau entwickelt. Und das ist eine sehr schöne Erkenntnis, finde ich. Was ist das Wohnen? Also wie nahe bin ich am öffentlichen Verkehr? Wie nahe ist die Kindereinrichtung? Wie nahe ist der Arzt und die Nahversorgung? Da haben wir ein Stadt-Land-Thema. Wie funktioniert das Wohnen im Alter? Also quasi das Wohnen breiter zu sehen, ist glaube ich so der Schlüssel. Neben dem, was wir in der Architektur eh schon lange probieren und wo man dann manchmal auch mit Fördermitteln oder mit Richtlinien quasi gebunden ist, aber wofür auch wir in der Branche halt dann versuchen zu kämpfen und was, glaube ich, noch so ein bisschen einen Weg hat, in das öffentliche Bewusstsein zu kommen. Und als zweites Linzer Beispiel haben wir das Willifred, das ist am Graben, also gleich gegenüber vom Fahrplatz situiert. das willi fred das ist am graben also gegenüber vom fahrplatz ich würde sagen dass ich generell schon gerne diverser wohnen würde es oftmals aber einfach sich nicht ausgeht bzw auch in die lebens in die aktuellen lebensentwürfe nicht rein passtst. Aber die Ausstellung und vor allem der Prozess, also die Ausstellung ist ja der Prozess, den wir dieses Semester erledigt haben, macht einfach den Blick viel weiter auf, dass es schon viel möglich ist, aber dass man auch noch viel möglich machen muss. Es war das Ziel, das auch in die Wohnbauförderung einfließen zu lassen. Ich finde besonders spannend eben dieses Habitat-Konzept, das wir beim Willi Fred in Linz sehen, weil das so ein Ansatz ist, wie man quasi den Markt verändert und wie man Wohnen eben allen zugänglich macht, indem das nicht mehr ein Finanzprodukt ist oder Betongold, sondern indem das quasi de facto über ein sehr ausgetüfteltes System, das aus dem Miethaushandikat in Deutschland kommt, vom Markt nimmt. Also das gehört dann einfach nicht mehr, das vererbt nicht mehr. Das gehört eben, das ist auch der Slogan, das gehört denen, die darin wohnen. Und die verändern sich und das Haus kann sich verändern, aber es ist in dieser Finanzlogik entzogen.