Popcorn bereit? Sessel bequem eingestellt? Ein liebes Wesen zum Kraulen oder Flauschen dabei? Dann kann es ja losgehen mit dem Queeren Filmsommer 2026. Hier kommen die ersten 8 Ausstrahlungen. Alles wie immer, vor früh, im öffentlich-rechtlichen oder anschließend 30 Tage in der Mediathek. Und jetzt werden wir laut darüber reden. Also steig' rein, hab' keine Angst. Es ist alles Liebe und kein Hass. Geh' queer. Dieses französische Drama von Lola Kivoran macht echt Spaß. Im Mittelpunkt steht die junge Julia. Sie kommt aus der migrantischen Unterschicht, liebt Motorräder und sucht ihren Platz in einer Welt, die von Männern dominiert wird. Julia verbringt viel Zeit mit sogenannten Wheaties, also Motorradfahrern, die auf Straßen und Parkplätzen riskante Stunts zeigen. Dabei ist sie weit und breit die einzige Frau. Es herrscht Misogynie und ein entsprechender Ton. Julia hat wenig Geld und fühlt sich oft ausgegrenzt. Trotzdem gibt sie nicht auf und versucht Teil einer eingeschworenen Gruppe von Fahrern zu werden. Julia gerät immer tiefer in diese Szene hinein. Dabei erlebt sie Freundschaft, Konkurrenz und auch Konflikte. Gleichzeitig kämpft sie um Anerkennung und Respekt. Dazu gehört auch, für den Boss, der aus dem Knast heraus die Gruppe steuert, Motorräder zu klauen. Als sich Julia in die Frau vom Boss verliebt, wird klar, wie sehr diese Subkultur von Männern dominiert wird und wie wenig Frauen und ihre Bedürfnisse zählen. Der Film konzentriert sich weniger auf große Wendungen als auf Julias Entwicklung als Person. Man begleitet sie auf ihrem Weg und sieht, wie sie mit ihren Entscheidungen und den Folgen umgehen muss. Die Laien-Hauptdarstellerin trägt den Film mit einer starken und glaubwürdigen Leistung. Ihre Figur wirkt verletzlich, aber gleichzeitig entschlossen. Dadurch bleibt Julia bis zum Ende interessant. Ganz besonders sind die Bilder und die Atmosphäre. Die Motorradszenen wirken unglaublich nah und intensiv. Man hat oft das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Die Kamera bleibt dicht an den Figuren und vermittelt viel Energie. Auch der Sound spielt eine wichtige Rolle. Motorengeräusche und Musik sorgen dafür, dass die Welt der Fahrer lebendig wirkt. Rodeo ist ein ungewöhnlicher und mutiger Film, der auf Stimmung, Beobachtung und starke Bilder setzt. Lässt man sich auf ihn ein, bekommt man einen eindrucksvollen Einblick in eine selten gezeigte Subkultur. Insgesamt ist Rodeo ein intensiver Film über Freiheit, Zugehörigkeit und den Wunsch, seinen eigenen Weg zu finden. Er überzeugt vor allem durch seine authentische Darstellung, seine starke Hauptfigur und seine besonders visuelle Kraft. Er bietet viele Themen, über die man nach dem Abspann noch ausführlich nachdenken kann. Großartig! Eins sage ich dir, sie ruft die Bullen, wenn sie dich hier findet. Mach schon, lass mich rein. Ich bleib sowieso nicht lange hier. Also hör auf, mach keinen Stress, klar? Ist das eine Mischung da drin? Hey, bedienst du dich immer so bei anderen? Sei kein Wichser, Mann. Ich brauch das scheiß Benzin. Du siehst doch, alle hier haben Benzin. Ich bin die Einzige ohne. Was macht ihr hier? Ihr schreibt die Motorräder um und fälscht die Nummernschilder. Mach schon, beweg dich. Weg da, sag ich. Willst du einen kleinen Ausflug machen? Nein, nein, mach das lieber nicht. Domino mag es nicht, wenn wir rausgehen. Und wer ist Domino? Der Chef der Bimos. Ich hätte ein Angebot für dich. Was ist es? Siehst du den blauen LKW? Wir brechen die Kiste auf und schnappen uns die ganzen Bikes. Wir machen deine Nummer. Domino hat's mir erzählt. Ist echt genial. Das ist das Huhn mit den goldenen Eiern. Verdammt, ich hab das Gefühl, ich bin auf irgendwelchen Aufputschmitteln. Das Adrenalin. Lily's Not For Me ist das Spielfilmdebüt von Will Seyfried. Es geht um zwei Männer in den 1920er Jahren, die durch ihre Gefühle zueinander und die sozialen Zwänge der Zeit ihre eigenen Lösungswege suchen müssen, um mit diesen fertig zu werden. Dies prägt maßgeblich die Stimmung des Filmes, welcher zwar bewusst komponiert, ruhig und melancholisch wirkt, aber zugleich von einer unterdrückenden Unruhe durchzogen ist. Die Handlung entfaltet sich dabei in zwei Zeitebenen. Einerseits gibt es die Passagen, in denen der Hauptcharakter von seiner Vergangenheit erzählt, während er in einer Anstalt zur Heilung seiner Homosexualität gefangen ist. Andererseits gibt es die aktiv erlebten Rückblicke in eben diese Vergangenheit. Die Übergänge zwischen beiden Ebenen sind dabei erstaunlich sauber umgesetzt. Der Film springt nicht holprig hin und her, sondern lässt beide Zeitstränge langsam ineinander fließen. Dabei ist das Ende der krönende Abschluss, in dem die Nähte beider Zeitlinien verwoben werden und ein rundes Bild ergeben. Ebenso großartig in Lillys Not For Me ist die visuelle Umsetzung. Kleidung, Räume, Licht und Alltagsroutinen fangen die Welt der 20er sehr gut ein. Man spürt, wie eng die Gesellschaft war, vor allem für Männer, die nicht in das erwartete Bild von Männlichkeit gepasst haben. Der Film zeigt sehr genau, welche subtilen Regeln Männern auferlegt wurden, wie sie zu sein hatten, was sie fühlen durften und was nicht. Daraus entsteht ein Schmerz, der weniger laut ausgesprochen wird, sondern sich in Gesten, Blicken und Entscheidungen zeigt. Im Zentrum steht auch die Tatsache, dass Liebe Menschen retten, aber auch zerstören kann. Der Film macht daraus keine einfache Geschichte über Schuld, sondern zeigt, wie sehr Menschen durch gesellschaftlichen Druck, verdrängte Gefühle und falsche Vorstellungen von Normalität gegeneinander getrieben werden. Handwerklich wirkt Lillies Not For Me sehr professionell. Die Bilder sehen stark aus, die Produktion ist hochwertig und viele Szenen erzählen mehr über ihre Komposition als über reine Exposition. Gleichzeitig bleibt die Handlung interessant, weil sie nicht sofort in eine erwartbare Richtung läuft. Die Geschichte nimmt mehrere Wendungen, die organisch wirken und das Geschehen immer wieder neu einordnen. Auch das Schauspiel ist sehr stark. Besonders in den Szenen, in denen Figuren bestimmte Ereignisse durchleben, sieht man die Angst vor den zu erwartenden Konsequenzen. Fast schon in ihren Augen. Dabei wird nicht übertrieben gespielt, sondern sehr kontrolliert. Genau dadurch wirken Schmerz, Erkenntnis und Hilflosigkeit umso stärker. Daher bekommt dieses melancholische, sehr schön gefilmte und stark gespielte Drama auch vier Sterne. Manchmal kann man Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen und tagsüber sollte man den Film ebenfalls nicht schauen, da er sehr viele, sehr dunkel gefilmte Szenen hat. Dennoch sind die Bilder stark, die Ausstattung überzeugt und die Geschichte wird nicht einfach nur erklärt, sondern filmisch erzählt. Vor allem aber gelingt es Lily's Not For Me, die innere Gewalt einer Zeit sichtbar zu machen, in der Liebe zwischen Männern nicht nur verboten, sondern extrem gefährlich war. Empfehlenswert also für alle, die historisches Queerkino mögen, sich mit der Grausamkeit der Zeit auseinandersetzen können und einen richtig guten Film genießen wollen. Why did you stop writing me? Doesn't really matter now, does it? Who are we resisting for? We are how we are. We don't have to be. What's the other option? Misery? Denial? Not anymore. We found a cure. You said you wanted to hear the story. I do, Owen. Then you hear all of the story. You hear all of it. You don't just get to hear the bits that sound harmless and pretty. Owen! We are physically ill, Owen. This desire we feel, it's not in our minds, it's in our bodies. I want to know you, Owen. All of you. Did he speak of me? He said you were his best friend in the world. How does the story begin? Close to You ist ein ruhiges, sehr nah an seinen Figuren erzähltes Drama über Rückkehr, Familie, alte Verletzungen und das Leben als Transperson in einem Umfeld, das sich bemüht, aber trotzdem nicht immer versteht. Im Mittelpunkt steht Sam, gespielt von Elliot Page, der nach längerer Zeit wieder in seine Heimatstadt Coburg zurückkehrt, um den Geburtstag seines Vaters zu feiern. Schon die Zugfahrt und die Begegnung mit einer früheren Freundin machen deutlich, dass dieser Besuch nicht einfach nur ein normales Familientreffen wird. All die Gefühle, unausgesprochene Konflikte und die Frage, wie viel Nähe nach all der Zeit überhaupt noch möglich ist, stehen von Anfang an im Raum. Der Film erklärt dabei erstaunlich wenig über die Welt, in der er spielt. Es gibt wenig Hintergrundinformationen über Charaktere und nur einen sehr kurzen Zeitraum, in dem die Handlung stattfindet. Was normalerweise ein Problem sein sollte, funktioniert hier aber überraschend gut, weil die Situationen und Dialoge so lebensnah geschrieben sind. Man muss nicht die genaue Vergangenheit der Figuren kennen, um zu verstehen, was zwischen ihnen steht. Dies ist möglich durch das starke Schauspiel. Sam wirkt sehr zurückgenommen, aber mit einer spürbaren inneren Anspannung. In den Familien-Szenen liegt permanent etwas in der Luft. Man merkt, wie sehr alle versuchen, vorsichtig miteinander umzugehen und wie alte Wunden ein entspannt familiäres Gefühl verhindern. Gerade der Vater ist hervorragend geschrieben und gespielt. Seine Rede gegen Ende bleibt im Kopf, weil sie nicht wie ein großer künstlicher Filmmoment wirkt, sondern ehrlich, auf Erfahrung aufbauend und dadurch sehr menschlich. Leider gilt dies nicht für alle Nebenfiguren. Manche bekommen so wenig Screentime, dass sie schwer auseinanderzuhalten sind. Auch der Gegenspieler wirkt anfangs etwas unnatürlich. Handwerklich hat Close to You dagegen einige sehr schöne Momente. Die kanadischen Außenaufnahmen, das Licht und Colorgrading passt sehr gut zur melancholischen Stimmung des Films. Leider wird vieles davon durch die dauernd wackelnde Kamera abgeschwächt. Selbst bei eigentlich stationären Außenshots scheint kein Stativ benutzt worden zu sein. Das soll vermutlich Nähe und Natürlichkeit erzeugen, bringt einen aber eher dazu, von der Leinwand wegzuschauen, um Motion Signals zu verhindern. In eine ganz andere Richtung geht dabei die Musik. Sie unterstützt den Film und trägt die Stimmung, ohne sich aufzudrängen. Das ist besonders wichtig, denn Close to You ist kein schneller Film, aber auch nicht extrem langsam. Man könnte sagen, ein bisschen langsamer als optimal. Wer sehr viel Tempo oder ein Second-Screen-Erlebnis sucht, ist hier falsch. Dafür ist der Film zu leise, zu angespannt und zu sehr auf Zwischentöne angewiesen. Doch genau das macht ihn so gut. Es wird sichtbar, welche Belastungen, Missverständnisse und emotionalen Kämpfe mit dem Leben außerhalb der Norm verbunden sein können. Nicht durch große Erklärungen, sondern durch Blicke, Pausen, Unsicherheiten und Gespräche, die sich sehr nah am echten Leben anfühlen. Close to You ist ein sensibler, gut gespielter und angenehm realistischer Film, der nicht alles erklärt, aber genau dadurch oft glaubwürdig wirkt. Die wackelige Kamera und einzelne sprunghafte Entwicklungen verhindern, dass er vollständig überzeugt. Trotzdem geben wir 4 von 5 Sternen, denn er bleibt durch seine Figuren, Familien-Szenen und vor allem durch emotionale Ehrlichkeit im Gedächtnis. Empfehlenswert für alle, die selbst eine queere Realität in der Familie leben oder erleben möchten. Oh my gosh! I haven't gone back in close to four years. Oh, jeez. Bold. That's a bold move. Is it? Happy birthday. Happy birthday. Can I get your drink? First impression with the brother. It is really nice to meet you. I know I'm just nothing but a disappointment to them. You sort of took off. You've been gone. You can come to Dad and I for anything if you need it. I'm really OK. In so many ways, I am for the first time. I just still think of you as my little girl. You're so sad. And the last thing a parent wants is for their kid to be sad. You look so good. You really do. You look the same. Just like you. I love it. Oh, yeah. There's that guy. I was wondering where he was. I don't know all the rules. What are you talking about rules? I'm just a person was. You pick me up when I'm on the ground. I don't know all the rules. What are you talking about rules? I'm just a person. Just talk to me. You give me strength when it can't be felt. You're going through a thing. We all have to obey you. Obey what? I just worry about you. You weren't worrying about me when I was actually not okay. I'm so proud of you. My brave boy. Living who you really are. All these years. You were the only person I felt myself around. Lege euch ein Ersatzherz parat, denn dieser Film wird euers brechen. Wir lernen in Fireworks zwei sehr unterschiedliche Familien im Italien Anfang der 80er Jahre kennen. Die Scalias bilden eine recht große Gemeinschaft. Onkel Pietro besitzt einen eigenen Steinbruch und geht mit Neffe Nino und Großneffe Toto Hasen jagen, während Vater und Opa Alfredo sich als Feuerwerksveranstalter selbstständig gemacht hat. Im Kontrast dazu steht die recht kleine Familie Accordino. Besonders Sohn Gianni hat es schwer. Als Kind hat er seinen Vater verloren und lebte mit seiner Mutter in sehr ärmlichen Verhältnissen, bis dieser Alfredo kennenlernte, der beide bei sich aufnahm. Gianni allerdings nur widerwillig, was er vor beiden sehr offen zum Ausdruck bringt. Dabei nutzt er ihn als billige Arbeitskraft in seiner Werkstatt. Dazu kommt, dass Gianni auf Jungs steht, was im Dorf leider schon die Runde gemacht hat. Homophobie ist hier in der Tagesordnung und so wird jeder Tag für Gianni zum Spießrutenlauf. Als er einen Moped zu einem Kunden liefern soll, verfolgen ihn zwei der Mobber und drängen ihn ab, wodurch er mit Nino zusammenstößt, der gerade von einer zulaufenden Straße kam. So lernen sich die beiden erstmals kennen, woraus sich eine vorsichtige neue Liebesgeschichte entwickelt. Doch die gesellschaftlichen Bedingungen sind die gesellschaftlichen Bedingungen. Nino und Gianni werden kritisch beäugt. Der Dorftratsch erreicht Ninos Mutter, die mit der Information heillos überfordert ist und das Schlimmste für ihren Sohn befürchtet. Zu einem Überfluss ruft etwas später Giannis Mutter bei ihr an und rät, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Giannis Leben sei schon ruiniert, das von Nino könnte noch gerettet werden. Nun muss Familie Scalia handeln und verbietet Nino in einer tragischen Szene Gianni wieder zu sehen. Was wird nun aus den beiden? Ihr merkt, der Stoff hat es in sich. Wie krass homophob die Gesellschaft bis sogar in die 90er-Jahre noch war, belegen zahlreiche weitere Filme. Doch hier erlebt man sehr nahe, was dies für Auswirkungen hat. Wie hier moralische Konflikte Familienmitglieder ausfechten und wie groß der Leidensdruck sein muss, wenn sogar eine Mutter ihr eigenes Kind verrät und von der letzten Sache abbringt, die es noch glücklich macht. Unfassbar, dass das tatsächlich Realität war. Und es ist sogar etwas wahre Begebenheit in die Handlung eingeflossen. Allein das macht den Film zu einer Empfehlung von mir. Handwerklich ist er solide, es gibt ein paar kleine Schnitzereien, die aber kaum auffallen. Etwas unfreiwillig komisch ist die Szene, in der Toto-Darsteller Simone Cordiano aus dem Kameraausschnitt stolpert und sich scheinbar hinpackt. Dass dies nicht rausgeschnitten wurde, verwundert. Ansonsten möchte ich zum Filmhandwerk gar nicht mehr erzählen, denn hier ist es wichtig, die Handlung auf sich wirken zu lassen. Und das schafft Fireworks meiner Meinung nach sehr gut. Schaut ihn euch am 9 7 um 23 15 im bayerischen fernsehen an Io sono io Ma se posso stare vicino Come ti chiami? Johnny, piacere L'anima e il cuore Cuore Cuore Cuore Lui è Nino. Ti sei fatto un nuovo amico? Tardelli, papà, Tardelli! Tardelli! Ma cosa mi fai scantare? Ma cosa mi fai scantare? Ma cosa mi fai scantare che ero così vicini? E a me mi sembra un sonno, so cosa. Te lo sei scordato che già hai rovinato la vita a un altro ragazzo? Ora che fa? Cioè vuoi rovinare pure l'amico tuo? Cerca via Giannuzza, vero? Stai tranquilla mamma, su cose che capitano chissene. No Nenuzzo, no. Sono scivenizie che non devono capitare. Bisogna stare attenti. Di nuovo quello che si fa di nascosto, si può fare per cent'anni. si può fare per cent'anni Miri che siamo ancora in tempo per riparare tutto così Non si può sapere che deve essere successo Se ne avete E lascialo stare E andate Oh, io ti ho un tiocchio a perdere Manco io Ich werde dein Auge werden. Ich bin nicht allein. Trouble Girls ist ein sensibles Drama mit das Erwachsenwerden und die Suche nach der eigenen Identität. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 16-jährige Lucia. Sie wächst in einem religiösen Umfeld auf und versucht, ihren Platz in der Welt zu finden. Als sie mit ihrem Schulkor einige Tage außerhalb ihres gewohnten Alltags verbringt, beginnt sie, sich selbst und ihre Gefühle genauer wahrzunehmen. Während dieser Zeit lernt Lucia ihre Mitschülerinnen besser kennen. Freundschaften vertiefen sich, neue Beziehungen entstehen und sie macht Erfahrungen, die sie verändern. Besonders wichtig wird für sie die Begegnung mit einem anderen Mädchen, die in ihr Gefühle auslöst, die sie bisher nicht kannte. Dadurch gerät sie in einen inneren Konflikt. Sie versucht zu verstehen, wer sie ist und was sie wirklich fühlt. Gleichzeitig steht sie unter dem Einfluss der Werte und Erwartungen ihres Umfelds. Der Film erzählt diese Geschichte, ohne dass große Ereignisse oder überraschende Wendungen zu Aufregung führen. Stattdessen konzentriert er sich beobachtend auf kleine Momente. Blicke, Gesten und Gespräche spielen eine sehr wichtige Rolle. Oft ruht die Kamera forschend auf den Gesichtern der Protagonistinnen. Dadurch wirkt die Handlung sehr persönlich und authentisch. Als Zuschauerin erlebt man die Welt aus Lucias Perspektive und kann ihre Unsicherheit, ihre Neugier und ihre Hoffnung nachvollziehen. Besonders gelungen ist die atmosphärische Bildgestaltung. Viele Szenen wirken fast poetisch. Die Kamera fängt die Gefühle der Figuren ein, ohne sie ständig erklären zu müssen. Auch die Musik trägt viel zur Stimmung bei. Da der Chor eine sehr wichtige Rolle spielt, werden Gesang und Klang geschickt eingesetzt, um Lucias innere Entwicklung zu begleiten. Aber es ertönen nicht nur slowenische Volksweisen, sondern auch der passend zum Filmtitel daherkommende Pop-Klassiker von Sonic Youth. Little Trouble Girls ist kein lauter oder spektakulärer Film. Er überzeugt grandios durch seine Ehrlichkeit und sein Feingefühl. Die Regie nimmt sich Zeit für ihre Figuren und behandelt Themen wie Freundschaft, erste Liebe, Religion und Selbstfindung mit Respekt. Das langsame Erzähltempo wird vielleicht nicht jedem gefallen, doch gerade dadurch entsteht Raum für die Emotionen der Geschichte. Vor allem ist Little Trouble Girls ein berührender Film über die Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Er zeigt glaubwürdig, wie schwierig es sein kann, die eigenen Gefühle zu verstehen und den Mut zu finden, sich selbst anzunehmen. Unbedingt anschauen! Du kannst nicht durch. Ich weiß nicht, wie das war. Wann hattest du deine erste Periode? Schicksal. Wann hattest du deine erste Periode? Da war ich 13. Wie war's bei dir? Noch gar nicht. Wenn mich was anmacht, wie merke ich das? Was fühlst du? Na ja, da unten. Es kribbelt. Und fühlt sich einfach gut an. Das stimmt doch. Ist das aber nicht eine Sünde? Der Sündigte wollte dann anschließend Buße tun und dafür schön saure Trauben essen. Ein Chor muss eine Einheit bilden und wenn einer sich nicht anpasst, macht er damit alles kaputt. Mach! Lucia, würdest du aufhören zu träumen und mitmachen? Der Film 15 Liebesbeweise ist ein französisches Drama mit viel Herz, Humor und Gefühl. Die Geschichte spielt im Jahr 2014 in Paris und begleitet das Ehepaar Céline und Nadia auf dem Weg zur Familiengründung. Nadia ist schwanger und erwartet die gemeinsame Tochter. das Gesetz Celine nicht automatisch als Mutter an. Sie muss das Kind nach der Geburt erst adoptieren und dafür nachweisen, dass sie eine geeignete und liebevolle Mutter sein wird. Dazu verlangt das Gericht 15 schriftliche Zeugnisse von Freunden und Verwandten. Was zunächst wie eine bürokratische Formalität klingt, entwickelt sich zu einer sehr persönlichen Reise. Wenn Herrn Celine die notwendigen Briefe sammelt, wird sie immer wieder mit Fragen über Familie, Verantwortung und ihre eigene Vergangenheit konfrontiert. Besonders die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter spielt dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig müssen Selin und Nadia lernen, mit den Herausforderungen der bevorstehenden Elternschaft umzugehen. Statt großer Dramen oder übertriebener Konflikte zeigt der Film den Alltag eines Paares, das sich liebt und gemeinsam ein Kind erwartet. Viele Szenen wirken authentisch und lebensnah. Die Figuren sprechen und handeln wie echte Menschen, wodurch man sich schnell mit ihnen verbunden fühlt. Besonders die Chemie zwischen den Hauptdarstellerinnen macht den Film glaubwürdig und emotional. Ein großer Pluspunkt ist der feine Humor. Trotz des ernsten Themas verliert der Film nie seine Leichtigkeit. Er zeigt die Absurdität mancher bürokratischer Regeln, ohne dabei verbittert zu wirken. Gleichzeitig behandelt er Fragen von Gleichberechtigung, Elternschaft und gesellschaftlicher Anerkennung mit viel Sensibilität. Deutlich wird darüber hinaus die strukturelle Diskriminierung und die ungleich hohe finanzielle Belastung lesbischer Paare. Der Film überzeugt vor allem durch seine Ehrlichkeit. Er ist warmherzig, nachdenklich und berührend. Wer spektakuläre Überraschungen erwartet, wird hier nicht fündig. Wer aber Geschichten über Menschen, Beziehungen und das echte Leben schätzt, bekommt einen sehenswerten Film mit starken Figuren und wichtigen Themen. 15 Liebesbeweise ist ein rundum gelungenes Drama über Liebe, Familie und den Wunsch, als Eltern anerkannt zu werden. Der Film macht noch einmal deutlich, dass wahre Elternschaft nicht durch Formulare, Gesetze oder Genetik entsteht, sondern durch Fürsorge, Verantwortung und Liebe. Absolut sehenswert, nicht nur für Menschen mit Kinderwunsch. Wir bekommen wirklich ein Kind. Ein Kind, das ständig da sein wird. Jeden Tag. Wie habt ihr das gemacht? Wir haben Liebe gemacht. Ein Mädchen. Ach, wie schön. Toll. Macht ihr Eifersucht keine Angst? Eifersucht worauf? Kannst du auf Erika aufpassen? Nein, ich kann jetzt nicht. Wolltest du üben? Warte, nicht weggehen. Wir müssen zusammenhalten. Du bist die Babysitterin. Ich werde dafür nicht bezahlt. Es war nicht gerade leicht, sich vorzustellen, dass du mit einem Mädchen schläfst. Aber dass deine Tochter mit einem Kerl schläft, geht. Halt die Luft an, halt die Luft an, halt die Luft an. Wenn du die ganze Zeit lachst. Ja, wir wissen, dass du schwanger bist. Hey, du kannst wenigstens dein Leben leben. Ich übernehme hier alles und bin fett. Wir kriegen noch ein Mädchen und wir sind Mädchen. Ich weiß nicht, ob wir gute Vorbilder sein werden. Ich glaube schon. Von wem ist das Baby? Ich bin der Vater, okay? Wir stehen das gemeinsam durch. Wir sind beide gleich wichtig. Lauf, lauf! Was? Was war das denn? Wir sind beide gleich wichtig. Lauf, lauf! Was? Was war das denn? Es ist wunderbar, Schwanger zu sein. Vielleicht beginnt das Muttersein mit der eigenen Präsenz. Etwas Liebe. Man soll die Liebe spüren. Jungs vom Lande ist eigentlich kein alleinstehender Film, sondern eher eine Sammlung von drei Episoden, die auf verschiedene Schicksale, Gefühle und Sehnsüchte eingehen. Alle drei Geschichten spielen in Frankreich, haben jedoch keine weitere Verbindung zueinander. Zunächst treffen sich die Travestiekünstler Lola Kruka, Cindy Darling, Gentian und Jonas zu einem Auftritt zusammen, helfen bei Vorbereitungen, Proben, meistern den Abend und gehen am nächsten Tag wieder auseinander. Mit dabei ist Youssef, fester Freund von Pascal, dem die Bar gehört, in der er aufgetreten wird. Youssef kümmert sich um einiges Organisatorische und kommt insbesondere mit Jonas tiefer ins Gespräch. Man fühlt, dass hier eine gewisse Sehnsucht besteht. Gleichzeitig wirkt er wie gefangen in seiner Beziehung mit Pascal. Doch traut er sich auszubrechen und seiner Loyalität aufzugeben? In der zweiten Episode erfahren wir nicht einmal den Namen der Hauptfigur. Er scheint noch recht jung, vielleicht etwas unschlüssig, als er einen Beutel mit Frauenkleidung jemandem zurückgeben möchte. Die High Heels behält er dann doch und läuft damit durch das Dorf. Um zu provozieren? Um sich frei zu fühlen? Auch hier bleibt sehr viel Spielraum für Interpretationen. Generell wird nichts in den Kurzfilmen erklärt, sondern nur wertfrei gezeigt. So auch im dritten Teil, in dem ein anderer Jonas sich mit einem etwas älteren Lehrer auf dessen Hof verabredet hat, um Aktfotos zu machen. Und dann zur Sache zu kommen, vermutet Jonas scheinbar, doch dazu kommt es nicht. Derweil macht Jonas eine ganz andere Entdeckung. Eine moralisch verwerfliche? Würde man als Zuschauer wahrscheinlich schnell urteilen. Und vielleicht bleibt man bei dem Urteil, selbst wenn man mehr über den Lehrer und sein Schicksal erfährt. Oder relativieren diese Zusatzinformationen? Zumal auch Jonas nicht als der Vorzeigecharakter dargestellt wird. Weiterhin wird alles im Ermessen der betrachtenden Person. Man könnte murren, dass diese Wertneutralität einen förmlich anspringt und die Zuschauer mit dem Gezeigten einfach allein lässt. Doch gerade das finde ich gut. Dieses Uneindeutige, dieses Diskussionspotenzial und gewisserweise auch dazu gezwungen zu sein, selbst darüber nachzudenken. Dazu scheint Autor und Regisseur Gael Lepinge einen Blick für das Spielerische zu haben, das er in seine schöne und sicherlich mit Absicht leicht zu durchschauende Bildsprache einbaut. Jungs vom Lande ist damit ein Film für das Emotionale, der zum Träumen und Sehnen einlädt, zum Mitleiden über unerfüllte Wünsche. Das könnt ihr am 14. Juli um 23.50 Uhr im rbb fernsehen. le 23 juin 50, sur le RBB Fernseh. Mes larmes bullent, je me relève pour le vent Je marche seule, ceux qui me veulent mourront Autant que vent J'ai rien appris, rien à chaque fois Sinon qu'on n'en meurt pas, sinon qu'on n'en meurt pas C'est la nuit Triste jour On ne meurt plus d'amour On ne meurt plus d'amour On ne meurt plus On ne meurt plus d'amour On ne meurt plus On ne meurt plus d'amour On ne meurt plus On ne meurt plus J'aime bien quand on se voit c'est juste par défaut. Avoue, t'as pas un choix énorme ici. Et tu veux te marier, ce genre de choses? Peut-être un jour, ça peut être bénéfique. En robe blanche, tout ça... Passe au travers, en brasse l'air tu vois non pas cela tant qu'est ce que l'absence passe moi dedans j'ai rien à lui rien chaque fois sinon on meurt pas sinon qu'on meurt pas c'est la nuit triste du jour on ne meurt plus d'amour on ne meurt plus d'amour on ne meurt plus on ne meurt plus d'amour on ne meurt plus on ne meurt plus d'amour on ne meurt plus on ne meurt plus d'amour Die österreichische Liebeskomödie What a Feeling erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die sich erst in der Mitte ihres Lebens kennenlernen und verlieben. Marie-Thérèse ist eine erfolgreiche Ärztin. Nach vielen Jahren Ehe wird sie von ihrem Mann verlassen. Phaa kommt aus dem Iran und lebt mit ihrer Familie in Wien. Auch sie fühlt sich in ihrem bisherigen Leben nicht wirklich frei, auch wenn sie viele Liebschaften pflegt. Als sich die beiden Frauen begegnen, verändert sich ihr Leben. Der Film verbindet Humor und ernste Themen auf eine gelungene Weise. Besonders interessant ist das Thema Coming Out in einer migrantischen Gesellschaft. Pah stammt aus einer Familie mit traditionellen Vorstellungen. Für sie ist es nicht einfach, offen zu ihrer Liebe zu einer Frau zu stehen. Der Film zeigt, wie groß der Druck sein kann, wenn Familie und Gemeinschaft bestimmte Erwartungen haben. Gleichzeitig macht er deutlich, wie wichtig Ehrlichkeit und Selbstbestimmung sind. Besonders gelungen ist auch die Darstellung von Frauen in der Mitte ihres Lebens. Viele Liebesfilme erzählen von jungen Menschen, aber The Feeling zeigt dagegen, dass Liebe, Veränderungen und Neuanfänge in jedem Alter möglich sind. Marie-Therese und Pha müssen sich mit ihren bisherigen Lebensentscheidungen auseinandersetzen und den Mut finden, neue Wege zu gehen. Dadurch wirken die Figuren glaubwürdig und nahbar. Die Schauspielerinnen überzeugen mit viel Charme und Gefühl. Die Dialoge sind oft witzig, aber auch bewegend. Ein wichtiger Ort im Film ist die Lesbenbar. Sie erscheint als geschützter Raum, in dem Frauen sich frei fühlen können und sich nicht erklären müssen. Sie bietet den Frauen Unterstützung, Freundschaft und Zuflucht. Mit dieser Bar wird eine lesbische Subkultur gezeigt, die am Verschwinden ist und daher im Film immer seltener gezeigt wird. Für Lesben in den Mittfünfzigern aber Bestandteil ihres Selbstfindungsweges. Insgesamt ist What a Feeling eine warme und lebensnahe Liebescomedie. Der Film spricht wichtige Themen wie Coming Out, kulturelle Erwartungen und die Sichtbarkeit älterer lesbischer Frauen an, ohne belierend zu wirken. Er zeigt, dass es nie zu spät ist, das eigene Glück zu suchen. Deshalb ist der Film sowohl unterhaltsam als auch gesellschaftlich relevant. Also ein unbedingtes Mass-Ziel. Wann wollen wir Samstag los ins Weitviertel? Ich muss raus. Ja, dann geh ein bisschen an die Frischhülle. Nein, ich muss aus unserer Ehe raus. Noch jemand weint? 20 Jahre weg. Einer geht noch. Ich war noch nie in so einer Lesbenbar. Wasser. Na, zu viel getrunken? Ich hab jetzt wirklich genug von Männern. Nicht, dass du mir jetzt lesbisch willst. Könntet ihr euch das vorstellen? Von einer anderen Frau berührt zu werden? Ich habe schon zwei Brüste. Was mache ich mit noch zwei? Ja, Entschuldigung. Du? Ihr kennt euch? Nein. Also ja, natürlich. Aber Also, aber sehr flüchtig. Hallo! Was machst du denn hier? Ich wollte... Aber ich kann auch... Nein, nicht du. Sie. Du. Schon wieder verirrt. Ja, ist wahr. Eine Freundin. Also ich schick meinen Freundinnen aber nicht solch SMS. Wie machst du das? Mir das Gefühl geben, als gäbe es nichts Wichtigeres als diesen Moment. Ich habe keine Lust, Mami schmutziges Geheimnis zu sagen. Mami ist schmutziges Geheimnis. Lass dich nicht von ihr abschütteln. Ist das nicht schlimm, dass du für eine Duktion persönlich nach mir schaust? Mit Zirkelnd. Kann es sein, dass deine Familie gar nicht weiß, dass... Sch... Hör auf mit dem Versteckspiel. Ganz unverhoffte neue Freundschaft. Freundschaft. Wie, also du hattest was mit einer Frau? Sex! Ist gut, als ich dachte. Da bleiben doch keine Wünsche offen, oder? Oder doch? Nun, heute ist nicht an der Tage. Nächsten Monat kommen wir wieder, keine Frage. Und dann gibt's Teil 2 mit weiteren LGBTQ-relevanten Filmen. Bis dahin, euer Travis und euer Rob.