Ich bin mit meinem Kollegen, dem Basia, für DorfTV bei Femtastica, dem feministischen Festival für alle vom Frauenbüro Linz. Das ist die zweite Auflage. Wir hoffen auf eine dritte, vierte, fünfte, sechste. Wir haben gerade gehört, es sind circa 30 Initiativen Teil dieses Festivals und wir haben uns eine ausgesucht, die wir heute befragen, was sie zu dem Festival machen und das ist die Stopp-Initiative. Bevor wir darauf eingehen, was ihr da heute macht für das Festival, würde mich noch mal kurz vorinteressieren, wer die Stopp-Initiative eigentlich ist und ob Initiative überhaupt stimmt. Also Stopp ist ein Gewaltpräventionsprojekt. In Linz gehören wir eben zum Frauenhaus Linz dazu. Und wir sind im Gemeinwesen tätig. Also wir schauen, dass wir die Menschen erreichen, so das Umfeld von gewaltbetroffenen Personen erreichen, um sie auszustatten mit Unterstützungsmöglichkeiten, mit Hilfsnummern, mit Tipps zur Zivilcourage. Wie kann man überhaupt Menschen, die von Gewalt betroffen sind, unterstützen? Aber genau, also Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen setzen, einfach auf das Thema aufmerksam zu machen, weil häusliche Gewalt und Gewalt in Beziehungen einfach nur ein großes Tabuthema ist. Wir haben unterschiedliche Ansätze. Also wir sind in den Stadtteilen Uerfa und Frankviertel. Und wir machen zum Beispiel, wir sind sehr aufsuchend. Also wir machen auch Türgespräche. Also wir gehen von Tür zu Tür, stellen uns vor und geben unsere Flyer her, geben die Nummern her, wo man sie melden kann und beraten lassen kann auch. Wir haben jeweils in Frankviertel und und in Urfa quasi eine Anlaufstelle für Menschen, die sich freiwillig engagieren möchten, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Und so einfach durch mit den Leuten in Kontakt kommen, im Stadtteil vor Ort sein, Aktionen machen, Feste besuchen, mit Kooperationspartnern zusammenarbeiten und dort so viele wie möglich Personen erreichen und auch zum Mitmachen animieren einfach. Weil wir haben auch Gruppentreffen einmal im Monat, in Urfern-Frauentisch im Frankfurtler Nachbarschaftstisch, um uns dort einfach auszutauschen, über die Themen zu reden, auch darüber zu reden, wie wir damit umgehen können, also was man machen kann, wenn man etwas vermutet, wie man einfach auch zivilcouragiert handeln kann. Wie sieht es auf Kooperationen aus? Wer sind da so Initiativen, die man da gerne hervorhebt? Also wo funktioniert das gut? Prankviertel ist schon sehr gut vernetzt. Also da gibt es eben ganz viele Initiativen und Projekte und Nachbarschaftsinitiativen auch. Also wir sind da eben auch beim Stadtteilzentrum direkt dabei, die was dann natürlich auch unsere Botschaften mit weitertragen. Der Pfarrer Don Ombosco arbeitet mit zusammen, im Verein über den Tellerrand. Es gibt eigenes Nachbarschaftscafé, mit dem wir uns sehr zeitlang das Büro geteilt haben. Die Kiosk-Initiative. Genau, also von bis wirklich sehr viel unterschiedliche. Und eine große Unterstützung ist natürlich einmal das Frauenbüro, ganz Linz weit gesehen. In Urfa haben wir jetzt einfach mehr Kooperation mit Schulen oder im Kindergarten. Genau, also die Bandbreite reicht von mir. Wie lange seid ihr schon da und wie geht es euch mit eurem neuen Standort? Wir sind hier in Harukastraße 15 in Urfa. In Urfa sind wir schon länger unterwegs, aber das Büro haben wir jetzt seit, also im Oktober werden es zwei Jahre. Es ist unsere Base im Stadtteil und nicht nur für das Stadtteil, sondern auch für quasi alle, die sich so im Raum Linz freiwillig engagieren bei uns. Wir haben da unsere Frauentische, wir kommen da zusammen, wenn wir gemeinsam für Social Media was planen. Genau, es ist einfach ein bisschen ein Platz zum Sein, wo man einfach da sein kann. Die grundlegende Idee wäre Nachbarschaftsarbeit quasi im Stadtteil Frankfurt und Stadtteil Urfa. Indem wir auch viele Aktionen öffentlich machen am Hauptplatz oder vom neuen Rathaus oder unsere Social-Media-Kanäle einfach alle erreichen, haben wir quasi auch in Urfa einfach eine Base, wo auch die Leute von ganz Linz kommen, die was sie engagieren wollen. So unsere Türgespräche machen wir jetzt nur in die Stadtviertel, aber was sie freiwillig engagieren, sind von ganz Linz oder noch weiter her. Im Team, genau das Kernteam von den Hauptamtlichen sind wir zu fünft, aber so stopp kann jeder und jeder sein und die was sie wirklich intensiv einbringen sind wir schon mindestens 25 Leute. Also das ist schon sehr, sehr cool. Oder auch die, die teilweise einfach einmal im Monat vorbeikommen, sich Flyer holen und die verteilen. Also es gibt bei uns von bis die Aufgaben und wir als Hauptamtlichen sind nur da, das ein bisschen zu koordinieren. Und so sind wir einfach eine große Gemeinschaft. Wir als Koordinatorinnen, wir sind Sozialarbeiterinnen. Aber so von den Freiwilligen ist wirklich von im Studium noch bis zu schon, wir haben schon Freiwillige, die sind 75 und leben lang Hausfrauen gewesen. Also von dem merkt man kein Gewicht und was man schon merkt, es sind hauptsächlich Frauen, die sich engagieren. Es gibt natürlich auch Männer, die was dabei haben, eigentlich mehr bei den Nachbarschaftstischen, aber so engagieren sich schon hauptsächlich Frauen. Wie empfindest du das Festival? Ich finde, das Festival ist voll schein, weil es zeigt einfach, wie viele Initiativen, Organisationen es gibt, die sich feministisch engagieren. Und zum anderen auch, dass man miteinander was machen kann. Weil es ist oft so, dass man als Frauen einfach so gegeneinander ausgespielt wird und dass da so eine Rivalität herrscht. Aber das Fantastika ist einfach was Gemeinsames und wir machen gemeinsam was. Und jede Initiative hat eine Veranstaltung und man kann alles besuchen. Und die Gemeinschaft dahinter ist einfach richtig schön. Und das schafft das Frauenbüro mit der Veranstaltung eigentlich sehr gut. Ein Freiwilliger hat Steckbriefe geschrieben zu Vorreiterinnen der österreichischen Politik, eben zur Frauenbewegung. Und sie hat das angeboten, dass wir was draus machen. Und dann haben wir gesagt, na gut, es gibt das Film Tastika, das wäre doch eine gute Chance, dass man das da dafür nutzt. Und dann haben wir das gemeinsam mit einem weiteren Freiwilligen immer noch designen und oft festgestellt, dass wir jetzt Plakate und eine Ausstellung haben über eben sehr wichtige Frauen in der österreichischen Politik, die quasi den Weg geebnet haben für ganz viel Sachen, Frauenrechte eben. Zum Beispiel eben das Johanna Donalde, was die Frauenhäuser initiiert hat oder da den Weg bereitet hat. Das heißt, das sind lokale Aktivistinnen oder wie viele zählen Sie da heute in der Ausstellung? Wir haben jetzt 16 große Plakate von österreichischen Aktivistinnen, Frauenrechtlerinnen und ein zusätzliches über die ersten Parlamentarierinnen. und ein zusätzliches über die ersten Parlamentarierinnen. Und zusätzlich haben wir noch in kleinerer Ausführung so 25 internationale Frauen, damit wir die noch trotzdem erwähnen und die auch aufsehen können. Rund um diese Ausstellung, so wie ich es verstanden habe, bildet sich auch ein Spiel, das man da heute spielen kann. Wie funktioniert das? Genau, wir haben uns dazu entschieden, dass wir das sehr offen lassen und die einzelnen Frauen ein bisschen selber entdecken können, eben auf den Spuren der Frauenbewegung. Deswegen gibt es ein Kreuzwort-Rätsel und zu jedem Plakat gibt es eine Frage und die Antwort findet man eben in dem Steckbrief von der Frau. Und zum Schluss ergibt es ein Lösungswort und wenn man das schafft, dann kriegt man eine kleine Anerkennung von uns. Erste Mitspielerin und die erste Frage. Wie hast du mitbekommen, dass da heute was zum Gewinnen ist? Also das, was zum Gewinnen gibt, das habe ich erst da erfahren. Aber ich war letztes Jahr schon auf dem ganzen Festival und habe dann eben auch der Instagram-Seiten gefolgt und habe gesehen, dass das jetzt wieder ist. Und nachdem ich halt auch feministisch interessiert bin, sage ich jetzt nochmal gediegen ausgedrückt, unterstütze ich das gern und war gestern schon bei Sachen und habe mir gedacht, heute, ja, das passt eigentlich auch ganz gut und der Gewinn ist ein Bonus, sage ich jetzt nochmal. Und die Stopp-Initiative, hast du vorher schon gekannt oder lernst du die heute kennen? Nein, die habe ich vorher schon gekannt. Ich habe es vorher schon so ein bisschen vom Hören gekannt und ich war eben dann auch letzte Woche, glaube ich, bei der Mahnwache wegen dem Fahrfall, der da leider war und da habe ich es dann auch nochmal ein bisschen besser kennengelernt. Und wie geht es mit dem Quiz, das da heute vorbereitet worden ist? Gut, also ich finde, es ist echt ein cooler Weg, dass man sich geschichtlich ein bisschen weiterbildet, weil es spielerisch gestaltet ist, man hat eine kleine Aufgabe. Es ist so leicht. Aber es ist echt ein guter Weg, dass man Wissen weiterbringt, sage ich jetzt einmal. Unser Motto ist, jeder kann was sagen, was tun. Das heißt, jeder kann anhand von den eigenen Möglichkeiten Zivilcourage zeigen und so aktiv einen Beitrag zum Gewaltschutz leisten.