Ein herzliches Willkommen von Seiten der Volkshochschule Linz zur heutigen Veranstaltung Leidenschaft in Geiselhaft, die Fußball-WM 2026 und die Krise der Menschenrechte. Mein Name ist Katja Fischer. Ich bin hier im Haus im Bereich Politik, Gesellschaft verantwortlich und werde Veranstaltungen konzipieren und organisieren. Ein herzliches Willkommen an unsere beiden ReferentInnen, an die Hanna Stepanik. Sie ist Projektverantwortliche bei der Fairplay-Initiative und sie ist dort für den Bereich Sport und Menschenrechte zuständig. Herzlich Willkommen. Willkommen auch Martin Wassermeyer. Martin Wassermeyer ist Historiker, Politikwissenschaftler, Journalist. Er ist aber auch ein Mensch, der in einer großen Krise ist, weil er hat eben jetzt diese Leidenschaft in Geiselhaft. Also er ist großer Fußballfan und er ist Autor beim Ballesterer und nicht zuletzt ist er aber nicht Geschäftsführer, sondern er ist Generalsekretär von Report Donny Grenzen Österreich und in der Funktion ist er heute da. Ein herzliches Willkommen. Die Fußball-WM steht vor der Tür. Erstes Spiel am 11. Juni. Und so Mega-Events wie eine Fußball-WM, da steht ja der Sport. Sie stehen eigentlich nicht nur für den Sport, sondern sie stehen auch dafür, wie Werte international glaubwürdig gelebt werden. Da sind wir dann nicht nur beim Fußball, sondern da sind wir dann bei den Menschenrechten. Und wenn man auf die Vergabe der Großveranstaltungen in den letzten Jahren schaut, ist es so, dass oft die wirtschaftlichen Interessen vor Menschenrechten, vor Presse- und Meinungsfreiheit, aber auch vor fairen Arbeitsbedingungen gestanden sind, dass die einfach wichtiger waren. Und selbst wenn man sich die Statuten der FIFA anschaut, die in ihren Statuten dafür eintritt, eben für Menschenrechte, für Gleichberechtigung, ist es aber so, dass die FIFA das durchaus nicht immer ganz transparent und glaubwürdig durchsetzt, gerade jetzt einfach unter dem gegenwärtigen Präsidenten Gian Infantino. Und diesem Thema möchte ich mich bei uns heute widmen. Und vor allem auch der Frage, wie so eine Fußball-WM fair sein kann, fair ablaufen kann, wenn daneben eben Menschenrechte nicht gelebt werden, wie es da mit der Fairness ausschaut. Dazu wünsche ich Ihnen viel Vergnügen. Ich bedanke mich, dass Sie gekommen sind, was des schönen Wetters. Ich sage Dankeschön noch einmal an DorfTV. DorfTV zeichnet das heute auf und es wird dann auf der Website von DorfTV nachsehbar sein. Genau, bitte auch weitererzählen, falls jemand heute nicht da sein kann. Man kann sich das im Nachhinein auch noch anschauen. Danke. Dankeschön. Ja, vielen herzlichen Dank, Katja. Ich weiß nicht, ob man mich hört. Man hört mich jetzt. Vielen herzlichen Dank, Katja. Schönen guten Abend und herzlich willkommen auch Ihnen allen trotz der Konkurrenz, die Konkurrenz des schönen sommerlichen Wetters beziehungsweise, was wir natürlich nicht vergessen dürfen, heute findet das öffentliche Hearing bei der Wahl der neuen ORF-Generaldirektion statt. Auch die wird im Fernsehen übertragen. Also das ist schon was, gegen diese beiden Phänomene anzutreten, aber wir tun es trotzdem. Aus dem einfachen Grund, Katja hat es erwähnt, am Donnerstagabend wird die Fußball-WM 2026 angepfiffen. Ein Mega-Ereignis. Erstmals mit 104 Spielen. Es dauert bis zum 19. Juli. Die Spiele sind aufgrund der großen Distanz zeitversetzt für uns eher in der Nacht, um 2 Uhr, 4 Uhr oder dann um 6 Uhr morgens zu sehen. Dennoch, ich sage es gleich vorweg, ich freue mich darauf und damit spreche ich auch schon eine ganz, ganz große Ambivalenz an, einen Kampf, den ich in mir führe, nämlich als Fußballfan, als fanatischer Fußballbegeisterter dieser Fußball-WM entgegenzusehen. Warum werden wir heute im Laufe dieser zwei Vorträge mit Ihnen gemeinsam erörtern? Also ich darf auch diesen inneren Kampf mit Ihnen teilen. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich, vielleicht haben wir was auszutauschen. Ich würde mich sehr freuen dann auch über eine rege Diskussion. Leidenschaft in Geiselhaft ist also nicht nur der Titel dieser heutigen Diskussionsveranstaltungen mit den zwei Vorträgen. Leidenschaft in Geiselhaft ist auch eine Selbstanalyse meiner Person. Ich bin Jahrgang 1971 und wie Sie sich vielleicht vorstellen können, habe ich als siebenjähriger Bub meine erste Fußball-WM erlebt. habe ich als siebenjähriger Bub meine erste Fußball-WM erlebt. Damals im Frühsommer bis in den Juli hinein, als die Fußball-WM 1978 in Argentinien ausgetragen wurde. Argentinien war für Österreich ein großes Ereignis, nicht nur, weil wir zu dieser Zeit eine echt tolle Nationalmannschaft hatten mit Hansi Krankel, dem Herbert Brohasker, Bruno Betze, der Edi Krieger, der Friedl Konzilia ist bei uns im Tor gestanden und da war natürlich die Überzeugung groß, mit diesen Helden werden wir was machen. Tatsächlich war es so, dass wir zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre lang warten mussten, dass Österreich endlich wieder an einer Fußball-WM teilnehmen kann. Das ist so eine ähnliche Erfahrung wie heute, als Österreich letztmals bei einer Fußball-WM dabei war. Das war in Frankreich 1998, also immerhin 28 Jahre. Deshalb ist ja auch, wo jetzt Österreich die Qualifikation geschafft hat, die Vorfreude entsprechend groß. Ich habe damals die Spiele gesehen als Siebenjähriger gemeinsam mit meinem älteren Bruder, vor allem auch da mit meinem Vater und das war so ein Erlebnis, da gab es ja nur diese wenigen Sender, FS1, FS2, vielleicht auch noch die drei deutschen Sender, die wir, ich bin in Christkirchen aufgewachsen, im Grenzgebiet, haben empfangen können. Das war ein Wohnzimmerereignis, das wurde quasi über den Fernsehbildschirm an uns übertragen. Die Cracker, Soletti, Brezal und so weiter, das hat so richtig eine eigene Geräuschkulisse gemacht. Alle waren sehr nervös und aufgeregt und wir als Österreicher waren dabei. Ich habe damals, das war für mich ein einschneidendes Erlebnis, ich habe damals eine ganz wichtige Begegnung mit dem Fußball gehabt, weil ich, so jung ich war, natürlich dort meine ersten Vorbilder, Role Models kennenlernen durfte, als ich dann selber versucht habe, ein bisschen Fußball zu spielen. Und da war natürlich der Hansi Krankel auf dem Poster im Kinderzimmer, war natürlich obligat. Und auch viele andere Stars, ich erwähne zum Beispiel für mich ein ganz großer Hero, natürlich Mario Kempes, ein Stürmer, der damals für Argentinien gespielt hat. Für mich war das Fußballereignis der WM 1978 ein großes, großes Ding, wo ich sozusagen Schlüsselerlebnisse feiern durfte, natürlich in meiner Familie, aber dann auch im Austausch mit meinen Freunden in der Schule. Das war einfach was. Was ich damals noch nicht gewusst habe, ich habe erst viel, viel später Geschichte und Politikwissenschaft studiert, war die tatsächlich reale politische Situation im Gastgeberland. Argentinien, das klang damals für unsere kindlichen Ohren so weit weg und das ist exotisch und das ist toll und da ist Österreich vertreten. Argentinien war 1978 ein Land, in dem eine fürchterliche Militärdiktatur herrschte. Der Putsch von 1976 hat das Land völlig verändert, hat die Demokratie, die parlamentarische Demokratie aus den Angeln gehoben, die Militärhunde hat das Ruder übernommen und eigentlich ein unglaublich grausames Terrorregime errichtet, das insbesondere unter der Duldung der USA machen konnte, was immer es wollte, vor allem auch im Hinblick auf die Missachtung der Menschenrechte. Es gibt dann auch in der späteren gerichtlichen Aufarbeitung ein zentrales Zitat, das von Iberico Sanchan stammt, dem damaligen Gouverneur der Provinz Buenos Aires, der gesagt hat, erst werden wir die Subversiven töten, dann ihre Kollaborateure, dann die Sympathisanten, danach die Indifferenten und zum Schluss die Launen. Das ist so eine Beschreibung, die ungefähr uns verstehen lässt, wie damals der Geist herrschte, wie gegenüber Demokraten, Demokratinnen, sehr vielen Oppositionellen der Staat auch vorgegangen ist. Brutalste Foltermethoden, Tötungen, Menschen wurden erschleppt, wurden entführt. Bis heute weiß man nichts von deren Verbleiben. Und das Ganze, und das muss man sich auch mal vor Augen führen, fand damals statt unter Unterstützung der USA, die damals auch mit den lateinamerikanischen Staaten, vor allem wenn sie geputscht haben und rechtsextreme Regime errichtet haben, gesagt haben, wir übernehmen für euch die außenpolitische Vertretung, auch die Sicherheitsgarantie, wenn ihr im Inneren sorgt, dass die linken demokratischen Kräfte entsprechend vom Erdboden verschluckt werden. Argentinien 1978 eine Realität, die einem Siebenjährigen so nicht zugänglich war. Tatsächlich hat man das gewusst, auch in Österreich, das war ein Thema, die Medien haben darüber berichtet. tatsächlich hat man das gewusst, auch in Österreich, das war ein Thema, die Medien haben darüber berichtet. All das sollte auch bei der Rückbetrachtung heute nicht in Vergessenheit geraten. Was mache ich da? Ich muss das so machen. Argentinien 1978 war aber natürlich ein großer Moment für die österreichische nationale Identitätsstiftung. Am 21. Juni 1978 stand Österreich auf dem grünen Rasen gegen die verhassten Nachbarn aus Deutschland, die damals vor allem auch nach dem Weltmeisterschaftstitel von 1974, also in der vorangegangenen WM, als die absoluten Favoriten galten. angegangenen WM, als die absoluten Favoriten galten. Und Österreich mit diesem Team um Hansi Kranke, Herbert Broaske, ich habe den Namen schon genannt, ist da angetreten eigentlich relativ chancenlos. So war die Voraussage, so waren die Prognosen. Und dennoch ist es fulminant gelungen. In den ORF-Archiven können Sie das Spiel bis heute noch nachsehen. Es gibt tausende Videodokumentationen, wie letztlich, ich glaube, in der 86. Minute Hansi Krankel durch einen Trick mit dem rechten Bein, durch Sepp Meyers Beine, der damals für Deutschland im Tor gestanden hat, das 3 zu 2 erzielt hat. Und ich glaube, ich in dem Moment gar nicht wusste, was er ausgelöst hat, nämlich eine nationale Hysterie in Rot-Weiß-Rot. Der Kommentator damals, Edi Finger, hat ja geschrien, ich werde narrisch und das ist ja quasi heute auch in der historischen Ikonografie unseres Landes von größter Bedeutung. Aber auch das hat letztlich zu einer Verklärung beigetragen. Wir haben das entsprechend gefeiert. Die österreichische Nationswertung hat einen ordentlichen Ruck erlebt, vor allem weil es gegen Deutschland gegangen ist. 1978 und was letztlich auch da ein bisschen in den Hintergrund geraten ist, dass vor allem auch die Diplomatie sowohl Österreichs als auch Deutschlands damals mit der Militärdiktatur in Argentinien schon äußerst lukrative Geschäfte führte. Wir sprechen also über eine Fußball-WM. Was ist die Fußball-WM tatsächlich? Es ist das größte Sportereignis der Welt. Das sind Erinnerungen an unsere Kindheit, so wie ich. Es sind großartige Momente, wo wir zusammensitzen, Public Viewing, es wird Unmenge Bier getrunken, die Gläser scheppern. Es ist ein großes kollektives Erlebnis. Tatsächlich ist die Fußball-WM natürlich etwas, wo man schon dringend genauer hinschauen muss. Ich habe hier vier Punkte zusammengefasst, warum das so ist. Die Fußball-WM bildet letztlich einen Hotspot, einen Kristallisationspunkt, der viele, viele Fragen aufwirft, vor allem natürlich im Hinblick auf Menschenrechte, auf Verantwortung, Machtstrukturen und Business. Die Katja hat es ja schon eingangs erwähnt, hat die FIFA angesprochen. Die FIFA ist der mächtige Weltverband des Fußballs. Dann gibt es noch die Kontinentalverbände. In Europa ist das die UEFA. In Afrika beispielsweise ist es der CAF. Da gibt es also sehr komplexe Strukturen. Und alles in allem ist das ein geradezu schon industrieller Komplex, der sehr undurchschaubar geworden ist, wo es um Abermilliarden von Euros geht. Das ist das Big Business. Da geht es um Reichweiten. Wir müssen uns ja auch vor Augen führen, dass die Fußball-WM als das größte Sportereignis der Welt auch in diesem Falle wieder, also ab Donnerstag, wieder von mehreren Milliarden Menschen gesehen wird. Das ist schon was. Das ist sehr, sehr eindrucksvoll. Umso mehr stellt sich natürlich damit auch die Frage allfälliger Schattenseiten und der Verantwortung und einer kritischen Auseinandersetzung. Die FIFA. Ganz kurz. Die FIFA ist eine Sportorganisation und zugleich Milliardenkonzern. Ich habe das ganz bewusst so in den Titel gefügt, um ein Spannungsfeld klar ersichtlich zu machen. Sport ist schon lange nicht nur mehr sozusagen Freizeitvertreib, ist Vergnügen, ist was uns Spaß machen soll. Fußball als eines der beliebtesten Kapitel des Sports, des Weltsports, erfreut sich so großer Beliebtheit, ist aber tatsächlich schon lange nicht mehr nur sozusagen dieses Freizeitvergnügen, wie man es sich vielleicht vorstellen möchte, wenn man die eigenen Kinder zu Magdalena oder ich weiß nicht wo bei den Minignas mal zum Training vorbeibringt. Dort ist noch sehr viel Idealismus vorhanden. Da gibt es noch wirklich viel Freude, ist aber natürlich dann auf der höheren Ebene so gar nicht mehr anzutreffen. Mangelnde Transparenz bei Vergabeentscheidungen, schwache Kontrollmechanismen, starke wirtschaftliche Interessen durch Sponsoring und TV-Rechte und fehlende verbindliche Sanktionen bei Verstößen. Das sind im Wesentlichen die Merkmale, die wir der FIFA seit einigen Jahren zuschreiben. Vielleicht hatten Sie die Gelegenheit, dieses Erlebnis, dass Sie noch im Dezember, ich weiß gar nicht mehr, an welchem Tag das genau war, die WM-Auslosung im Fernsehen sehen konnte. Die wurde ja auch im ORF übertragen. Da mussten sie zunächst mal eine Stunde warten, bis tatsächlich die Begegnung in der Fußball-Weltmeisterschaft tatsächlich ausgelost wurde. Zuvor gab es ein Spektakel, das erniedrigender gar nicht sein kann. Da hat FIFA-Präsident Gianni Infantino tatsächlich die Frechheit besessen, das muss ich wirklich auch als Fußballfan so sagen, er hat die Frechheit besessen, Donald Trump auf die Bühne zu bitten, die Auslosung war in den USA, ihn auf die Bühne zu bitten und im Namen des Weltfußballs einen Friedenspreis zu überreichen. Friedenspreis deshalb, weil Donald Trump sich ja seit jeher sehnlichst wünscht, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet zu werden. Der wird ihm natürlich aus gutem Grunde verwehrt. Gianni Infantino, der wirklich auch gerne zu Kreuze kriegt, hat ihm diese Freude erwiesen, einen völlig unbekannten, unbedeutenden Friedenspreis zu überreichen. Alleine die Übergabe war schon skurril genug, weil Donald Trump gar nicht darauf gewartet hat, dass ihm das auch überreicht wird. Er hat einfach sozusagen der Dame, die mit der Medaille gekommen ist, die einfach aus der Hand gerissen und hat sich so wie Napoleon bei seiner eigenen Kaiserkrönung die Medaille selber um den Hals gehängt. Und die Welt hat zugesehen und war eigentlich nur noch ratlos. Tatsächlich aber war das natürlich äußerst sinnbildlich für das, was abgeht in der FIFA. Das ist momentan Realität und führt auch dazu, nur als eine kurze Nebennotiz, dass Gianni Infantinos Vorgänger Sepp Platter aus der Schweiz mittlerweile sich auch schon massiv von dem Nachfolger jetzt distanziert, wobei Sepp Platter genau derjenige war, der das Systempp Blatter genau derjenige war, der das System der Korruption innerhalb der FIFA perfektioniert hat. Alleine bei der Vergabe, da gibt es ja viele Nachweise, wie er sich hat schmieren lassen, wie Geld in seine Taschen geflossen ist. Und man sieht mittlerweile, dass dieses System der FIFA schon so in sich so sehr stinkt, dass kaum mehr jemand auch aus den inneren Reihen diesen Gestank ertragen kann. Soweit zur FIFA, die schließlich diese Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet, alle Markenrechte dazu besitzt und natürlich auch in der Vergabe jene werbenden Staaten berücksichtigt, die über sehr viel Geld verfügen und die über politische Systeme verfügen, wo niemand Gefahr laufen muss, dass etwa im Zuge von Bürgerentscheidungsverfahren vielleicht eine Ablehnung passieren kann. Wir haben das in den letzten Jahren erlebt. Da gibt es natürlich auch bei der Vergabe von Olympischen Spielen, Salzburg war mal so ein Fall, da gab es dann einen Bürgerentscheid. Das wurde von den Salzburger Bürgerinnen und Bürgern abgelehnt. Deshalb keine Ausrichtung der Olympischen Spiele in Salzburg. Die FIFA will es gar nicht so weit kommen lassen. Richtung der Olympischen Spiele in Salzburg, die FIFA will es gar nicht so weit kommen lassen. Deshalb auch diese Affinität, diese Nähe zu sogenannten Schurkenstaaten, die über viel Geld verfügen und wo man letztlich davon ausgehen kann, da wird es keine Probleme geben. Für die Austragungsländer, und das ist das, was zusammengefasst wird, auch unter dem Begriff des Sportswashing. Hanna wird später noch darauf eingehen. Sind die Intentionen klar? Da geht es in erster Linie um die Ablenkung von gesellschaftlichen Missständen. Fußball als Mittel der Kommunikation, der politischen Kommunikation funktioniert großartig. Sie müssen sich mal vorstellen, die Regenten, Regentinnen der Staaten sind omnipräsent im Fernsehen. Sie sind schon im Vorfeld permanent auf allen Bühnen zu sehen, weil sie sich wichtig machen können, weil sie letztlich auch ihr Image polieren können. Deshalb auch hier dieser Punkt der Imagekorrektur. Die Welt Glauben machen bei uns hier in unserem eigenen Staat ist alles letztlich sowieso in bester Ordnung. Da muss man sich keine Sorgen machen. Wir haben keine sicherheitspolitischen Probleme. Polizeipräsenz wird dafür sorgen, dass es keine Hooligan-Randale gibt. Wir werden allfällige politische Gruppen, die glauben, sie müssen sich jetzt hier dieser WM bedienen, um Proteste auf die Straße zu setzen, die werden wir frühzeitig beseitigen. natürlich dafür gesorgt, dass quasi dem Image der gut geölten Maschinerie letztendlich keinen Abbruch erleidet. Ich habe hier zwei Beispiele angeführt, die das sehr, sehr eindrücklich veranschaulicht haben, allein bei der Ausrichtung der letzten beiden Fußball-Weltmeisterschaften 2018 in Russland. Fußball-Weltmeisterschaften 2018 in Russland. Wir dürfen nicht vergessen, damals hat Putin als Präsident der Russischen Föderation ja schon ein Schreckensregime errichtet, ein kriegerisches, wo Oppositionelle auf den Straßen niedergeschlagen wurden. Es sind Journalistinnen und Journalisten getötet worden, beseitigt worden, die sind entführt, verschleppt worden. Man weiß bis heute nicht, wo sie geblieben sind. Auch da war eine unglaubliche Brutalität schon spürbar gegen Fußballfans. Da hat man ganz klar gesagt, die englischen Fußballfans, die wird man schon an der Grenze nach Hause prügeln. Deshalb war das auch alles so clean und so sauber und so hygienisch rein. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass 2018 Russland durch seine Aggressionskriege schon längst die Krim annektiert hatte, 2014, und schon längst auch Krieg geführt hat in den Ostregionen, in den Oblasten der östlichen Ukraine. 2022 Katar sitzt uns eigentlich heute noch so ein bisschen wie ein Trauma in den Knochen. Da war dann plötzlich die Weltöffentlichkeit sehr gut informiert über die Bedingungen, die Arbeitsbedingungen dieser vielen Arbeitsmigrantinnen, die von überall in der Welt gekommen sind. Die hatten überhaupt keine Arbeitsrechte, die wurden schlecht bezahlt, wurden teilweise richtiggehend ausgebeutet. Wir haben von einer Unmenge von Menschen erfahren, die auf den Baustellen der Stadien ihr Leben verloren haben. Da war das plötzlich schon in der öffentlichen Kritik und das ist auch gut so. Und ich glaube, dass auch die internationalen Organisationen, Menschenrechtsorganisationen aus dieser WM auch sehr viel gelernt haben. Da wird dann vermutlich auch noch die Hanna einiges dazu sagen. Ich muss schneller machen. Gut, ein Punkt, der natürlich für mich und meine Organisation Reporter ohne Grenzen höchst relevant ist. Reporter ohne Grenzen, Sie kennen das vielleicht, ist eine internationale Organisation, die sich vor allem um Pressefreiheit, Medienvielfalt und den Schutz des Journalismus bemüht, hat im vergangenen November bereits das Jubiläum des 40-jährigen Bestehens gefeiert. Uns geht es um Medienfreiheit und auch da ist augenblicklich die Sorge groß, dass insbesondere in den Austragungsländern USA und Mexiko es schlecht bestellt ist, um die Medienfreiheit, die wir letztendlich auch in der WM oder während der WM vermutlich zu spüren bekommen. Staaten sind im aktuellen Index von Reporter ohne Grenzen zur Pressefreiheit auf Platz 64, Rang 64 zurückgefallen. Gründe dafür sind mähnlichfaltig. Sie haben vieles davon miterlebt, wie Donald Trump mit Medien umgeht, mit unabhängigem Journalismus umgeht. Es gibt massive, massive politische Einschüchterung des Journalismus, da sind ganze Legionen von sehr namhaften Journalistinnen und Journalisten, Reporterinnen, TV-Moderatorinnen sind mundtot gemacht worden. Gerade gestern hat es wieder einen aktuellen Fall gegeben, wo Donald Trump auf NBC ein Interview gegeben hat, wo er der Interviewerin hat gesagt, sie ist dumm und sie versteht nichts und so. Wirklich auch Druck ausgeübt hat er es dann aufgestanden, hat das Interview unterbrochen, hat sein Mikrofon am Boden geworfen und es zertreten. Also ungefähr so, das muss man sich vorstellen, ist mittlerweile der gängige Umgang auch des Präsidenten mit dem Journalismus. Dazu kommen öffentliche Feindseligkeiten, Drohungen, sehr, sehr viel Hass in digitalen Netzwerken, vor allem gegen weibliche Journalistinnen. Es gibt physische Angriffe gegen Journalisten. Nichts, was wir in Europa nicht auch hätten, aber in den USA wird es wirklich massiv spürbar. Und dann kommt noch dazu eine starke Medienkonzentration. Es gibt kaum noch Lokaljournalismus. Warum sage ich das? Warum ist das ein Problem? Weil wir genau diese kritische journalistische Berichterstattung nötig haben, um ein kritisches Auge zu werfen auf die lokale Situation im Umfeld der jeweiligen Stadien, das, was vor Ort passiert. Und da haben viele Sorge, dass dem nicht entsprechend journalistisch Rechnung getragen werden kann. Reporter ohne Grenzen hat international schon Handbücher herausgegeben, dass Journalistinnen und Journalisten nicht nur sich auf die Berichterstattung konzentrieren sollen, sondern auch sehr stark auf ihre Sicherheit achten müssen. Mexiko, auch das ganz entscheidend, im RSF-Index dieses Jahres auf Rang 122. Index dieses Jahres auf Rang 122. Mexiko ist an und für sich ein stolzes Land mit parlamentarischer Demokratie, starkem Präsidialregime, aber dennoch ganz erstaunlich. Warum ist es so? In Mexiko sind es vor allem die kriminellen Organisationen, hier insbesondere Drogenkartelle, die völlig rücksichtslos einfach einen Journalisten töten nach dem anderen, weil die einfach kritisch berichten. Und was noch dazu kommt, deshalb auch dieser schlechte Rang im Index, in Mexiko bleiben diese Mörder, Mörderinnen weitgehend straflos. Mörder, Mörderinnen weitgehend straflos. Ganz entscheidend, um kritische Auseinandersetzung durchzuführen und auch zu befördern, ist diesen Zusammenhang von Fans, Wirtschaft und Medien klar im Auge zu haben und diesen auch als eine durchaus wirkmächtige Allianz zu verstehen. Das ist auch diese Allianz, in der ich mich selbst verorten will als Fußballfan, damit ich halbwegs gut schlafen kann. Was ist zu tun? Was sind denn tatsächlich Handlungsfelder, Wirkungsmöglichkeiten? Also ich glaube, eines der ganz entscheidenden Punkte auch im Selbstverständnis dessen, muss es sein, mal keine Trennung vorzunehmen von Sport und Politik bzw. Menschenrechten. Es gibt immer wieder Appelle, man möge doch Sport für sich sehen und das soll auf keinen Fall mit Politik irgendwas zu tun haben. Es ist halt nur leider nicht so. Die Politik selber instrumentalisiert Sportereignisse, den Fußball ganz besonders. Wir haben das nicht zuletzt erlebt hier in Europa ganz stark. 1936 bei der Ausrichtung der Olympischen Spiele im nationalsozialistischen Berlin, geht aber auch rauf bis in die Gegenwart. Und selbst bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat man gesehen, dass hier einfach die Felder voneinander gar nicht mehr zu trennen sind. Welche Hebel haben die großen Unternehmen, die Konzerne, welche Hebel haben sie, wenn sie tatsächlich sagen, auch wir wollen eigentlich eine Veränderung herbeiführen oder zumindest dazu beitragen. Sie haben die große Einflussmöglichkeit über Werbung und dann in weiterer Folge auch über TV-Rechte. Werbung ist der ganz entscheidende Faktor. Das ist der große Profitbringer. Wir haben eine neue Regelung bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft. Das sind die sogenannten Cooling Breaks, die Trinkpausen. Darum mache ich jetzt gerade eine kurze Trinkpause, wo die Spieler am Feld zwei Minuten bekommen, also einmal pro Halbzeit, um zu trinken. Für die TV-Übertragung ist das eine ideale Möglichkeit, weiterhin Werbung zu schalten. Und das wird dann auch entsprechend wahrgenommen. Sollte nicht immer so sein, beziehungsweise, wie gesagt, das ist ein Hebel, wo man auch kritische Herangehensweise ansetzen könnte. Ich habe hier mitgebracht die aktuelle Ausgabe des österreichischen Fußballmagazins Palästera, die WM-Spezialausgabe, ich durfte dabei mitschreiben, habe ich deshalb hier jetzt in der Hand, weil es ein ganz nettes Anschauungsbeispiel ist, auch für kritische Fankultur. Also die Fans haben Macht, sie müssen sie nur wahrnehmen, sie müssen darauf achten und immer wieder einfordern, dass der Fußball auch sozusagen seine weitgehende Unversehrtheit verdient, dass nicht irgendwelche ökonomischen Interessen, Profitgier sich des Fußballs bedient oder gar beraubt. Nein, sie müssen den Fußball und die Maschinerie letztendlich immer wieder auch daran erinnern, wofür der Fußball eigentlich steht, für das Kollektive, für das Völkerverbindende, für die Gleichheit und nicht, um da irgendwie Konflikte herbeizuführen, Konflikte zu verschärfen und letztlich dann dem Fußball eigentlich einen großen Schaden zuzufügen. Fußball eigentlich einen großen Schaden zuzufügen. Unter dem Strich bleibt sicherlich die Forderung nach Transparenz, Nachhaltigkeit. Ich habe bewusst Klimazukunft dazu geschrieben, weil alleine die WM in den USA, Kanada und Mexiko wieder deutlich machen, völliger Irrsinn, die Spieler sitzen im Flugzeug unentwegt, fliegen hin und her, 104 Spiele. Die Spieler sitzen im Flugzeug unentwegt, fliegen hin und her. 104 Spiele. Was da an CO2-Footprint produziert wird, ist erschreckend. Das Ganze wird 2030 bei der Austragung der WM in Spanien, Portugal und Marokko noch viel ärger sein, weil da gibt es das 100-Jahr-Jubiläum der ersten WM 1930 in Uruguay. Da wird dann noch ein Spiel in Uruguay gespielt, eins in Paraguay und eins, ich weiß nicht mehr. Also wirklich enorme Strecken, die per Flugzeug zurückgelegt werden, dann auch noch die ganzen Fans dazu, die Entouragen, die Trosse, die alle mitfliegen. Und als letzten Punkt natürlich auch soziale Verantwortung. Viele Menschen verknüpfen mit einer WM, wenn sie am Austragungsort zugegen sind, natürlich auch Einkunftsmöglichkeiten, gutes Geschäft. Es könnte tatsächlich auch die lokale kleine Wirtschaft beleben. Aber auch da natürlich gibt es eine soziale Verantwortung, dass das auch tatsächlich stattfinden kann. In Südafrika hat es ja schlechte Erfahrungen gegeben, wo viele so kleine Händler in Johannesburg oder in Kapstadt geglaubt haben, sie können rund um das Stadion ein bisschen Bananen verkaufen oder Beignets oder irgendwie kleinere Lebensmittel. Die wurden vertrieben, weil die FIFA es nach dem eigenen Vermarktungskonzept gar nicht zulässt, dass man dort Geschäfte macht, was nicht unter der Trademark FIFA berücksichtigt ist bis hin zum Heinekenbier. Das darf schlicht und einfach nicht verkauft werden. So, ich glaube, ich komme zum Ende. Meine Schlussfolgerungen. Sie sehen bereits an dem Foto, das ich hier ausgewählt habe, mit dem klaren Nein hier dieser fußballbegeisterten Aktivisten mit einem kleinen klaren Nein zur Austragung der Fußball-WM 2034 in Saudi-Arabien. Da muss man sich mal vorstellen, es ist ein totales Unrechtsregime, Saudi-Arabien, aber natürlich mit der FIFA wieder wunderbar im Geschäft. Aber natürlich mit der FIFA wieder wunderbar im Geschäft. Meines Erachtens übertrifft diese Entscheidung noch einmal Katar oder USA, Mexiko und Kanada. Da wird es auch noch ordentlich viel Brösel geben, ist noch ein langer Weg dorthin. Aber es macht ja deutlich, was erforderlich ist. Wir alle brauchen und wir alle sind aufgerufen, uns zu beteiligen. Mehr Druck auf Verbände und Gastgeberländer. Was wir brauchen ist, das sind Menschenrechtsklauseln, Menschenrechtspostulate auch in den Vergaberichtlinien und letztlich noch mehr, so wie heute Abend, aber noch mehr und immer öfter öffentliche Diskussionen über sogenannte ethische Sportevents. Wir sind schon sehr weit. In den letzten Jahren ist auch viel geschehen, nicht zuletzt durch das Zutun von der Fairplay-Initiative und dem VETC hier in Österreich, aber da ist noch viel Luft nach oben und in diesem Sinne darf ich mich bedanken für die Aufmerksamkeit, ich habe ein bisschen überzogen. Wenn Sie mehr wissen wollen zu Report ohne Grenzen in Österreich, haben Sie hier die Möglichkeit unter dieser Internetadresse. Dort finden Sie auch Möglichkeiten, wenn Sie dazu geneigt sind, auch für diese Organisation zu spenden. Vielen herzlichen Dank. Ich glaube, bei mir muss man auch auf die Zeit schauen. Ich habe jetzt keine Uhr mit. Ja, das wäre super, danke. Da habe ich deine Sachen auch. Danke. Wir werden das eh, glaube ich, ein bisschen wiederholen, weil ich jetzt... Aber ich ich hoffe nicht zu viel. Gut. Ja, es wurde jetzt schon erwähnt, Fairplay-Initiative am VEDC in Wien. Wir haben seit vielen Jahren Projekten zum Thema Sportgroßveranstaltungen und Menschenrechte. Ich werde jetzt heute nicht sehr viel zu Katar sagen, aber Sie können das dann vielleicht bei der Diskussion gerne auch aufmachen. Wir hatten eben zu Katar auch ein sehr großes Projekt, das vielleicht bei der Diskussion gerne auch aufmachen. Wir hatten eben zu Katar auch ein sehr großes Projekt, das hieß unser Spiel für Menschenrechte. Ich würde auch ein bisschen, glaube ich, teilweise wiederholen, wie es der Martin schon erwähnt hat, es findet jetzt am Donnerstag die FIFA-WM statt, läuft von 11. Juni bis 19. Juli, ist eben die größte der Geschichte mit 48 Teams und Österreich hat sich eben zum ersten Mal seit 28 Jahren qualifiziert. Das heißt, da sind zu Recht sehr viele auch begeistert. Die Vorfreude ist enorm. Aber was, glaube ich, jetzt schon seit Katar spätestens vielen Leuten ein Begriff ist, ist dieses Thema Sportswashing, worunter mal eben, für die es jetzt sozusagen den Begriff als Konzept noch nicht zu kennen, eben darunter versteht, wenn politische EntscheidungsträgerInnen über Sport oder den Sport nutzen, um eben sich auf der Weltbühne als besonders wichtig oder legitim darzustellen, während sie gleichzeitig im Land Nationalismus schüren und auch die Aufmerksamkeit von chronischen sozialen Problemen und Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land eben wegbringen. Aber Sportswashing richtet sich teilweise auch an die eigene Bevölkerung. Das heißt, es nützen auch Regierungen, diese Mega-Events zu verstärkten, Militarisierung im eigenen Land und auch um Sonderregelungen zu erlassen, die sie unter Anführungszeichen in normalen politischen Zeiten nicht so einfach durchsetzen könnten, wie jetzt verstärkte Sicherheitsmaßnahmen etc. Bis Katar war es aber sehr oft so, dass beim Thema Sportswashing so ein bisschen der Finger auf andere Länder gezeigt wurde, die vermeintlich nicht westlich sind oder eben autoritäre Tendenzen aufweisen. Und genau diese Dynamiken, die da immer kritisiert wurden, haben wir jetzt aber auch bei der bevorstehenden FIFA-WM im Austragungsland USA. Und ich glaube, es konzentriert sich sehr viel auf die USA, teilweise inhaltlich zu Recht, aber auch, weil dort eben drei Viertel der Spiele stattfinden werden. Also wirklich einfach die Mehrheit aller Spiele. Als die FIFA die Weltmeisterschaft 26 eben an diese gemeinsame Bewerbung von Mexiko, Kanada und USA vergeben hat, verkündete sie noch das Turnier als Ereignis, das Menschen vereinen und zu positiven Veränderungen durch den Fußball inspirieren sollte. Die FIFA versprach eben auch nach der Kritik in Bezug auf die Vergabe und auch die Menschenrechtsverletzungen in Russland und Katar mehr Verantwortung. Und dementsprechend ist jetzt wirklich auch die FIFA-WM dieses Jahr die erste Fußball-WM überhaupt, die auf einer Menschenrechtsstrategie basiert. Also das heißt, für die Bewerbung muss da eine Menschenrechtsstrategie abgegeben werden. Das ist ein ganz breites Schutzmaßnahmenkonzept für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Allerdings stehen wir jetzt ein paar Tage vor dem Anpfiff, vor dem ersten Spiel und weiterhin läuft aus Tinnier Gefahr, eher ein Turnier der Ausgrenzung und Angst zu sein, als ein inklusives Fußballfest. In den USA setzt eben Präsident Trump alles daran, Sport als Mittel aber einzusetzen, um sein aggressives Verhalten auf vielerlei Hinsicht sozusagen zu verschleiern und den Eindruck zu erwecken, dass diese WM ein sicheres und unterhaltsames Ereignis sein wird. Und man muss leider sagen, dass die FIFA bislang sehr wenig unternommen hat, um sicherzustellen, dass diese Menschenrechtsstrategie, die es eben jetzt erstmalig am Papier gibt, auch tatsächlich zum Schutz der Menschenrechte für SportlerInnen, Fans, ArbeiterInnen, JournalistInnen führt. Es ist nämlich so, es sind 18 Austragungsstädte und mit einer Ausnahme von 16 Städten, und wir fangen am Donnerstag an sozusagen, haben alle Ausrichtungskomitees der Gastgeberstädte entweder keine Menschenrechtsaktionspläne abgegeben, was sie eigentlich müssten, oder sie haben Pläne vorge, was sie eigentlich müssten, oder sie haben Pläne vorgelegt, die Risiken ignorieren oder nicht angemessen berücksichtigen, auch vor allem Risiken für MigrantInnen, für LGBTQI-Personen oder auch für JournalistInnen. Und die FIFA selbst hat keinen nennenswerten Anstrengungen unternommen, ihren enormen Einfluss geltend zu machen, um die Trump-Regierung dazu zu bewegen, diese missbräuchlichen Maßnahmen zurückzunehmen oder zu pausieren. Ganz im Gegenteil, Martin hat es schon erwähnt, Donald Trump hat in Präsident Gianni Infantino, FIFA-Präsident Gianni Infantino, einen willigen Komplizen, kann man sagen. Ende 2025 haben sie sich eben getroffen, auch zu verkünden, dass die WM-Auslösung in Washington D.C. stattfinden soll. Sie hätte zuerst, glaube ich, in San Diego irgendwo anders stattfinden sollen. Somit wurde sie dem Präsident Trump noch näher geruckt und bei der besagten WM-Auslösung am 5. Dezember wurde dann eben dieser neue, ins Leben gerufene FIFA-Friedenspreis verdient. Und ich will es nicht zu sehr wiederholen, diese Surrealität auch von diesem Event. Aber was ich schon sagen möchte, es ist halt besonders surreal, dass ein internationaler Sportverband, der eigentlich dafür bekannt ist, politische Gesten auf dem Spielfeld zu ahnden, ehrt öffentlich einen Staatschef, dessen Amtszeit von außenpolitischen Kontroversen, innenpolitischen Repressionen und polarisierender Rhetorik geprägt ist. Und was viele auch dann kritisiert haben sofort, ist dadurch verstößt eigentlich die FIFA gegen ihre eigene Pflicht zur politischen Neutralität, was auch im Widerspruch zu den eigenen Statuten steht. Andrea Florence, die ist Generalsekretärin von der Organisation Sport and Rights Alliance, hat es ganz passend zusammengefasst. Die WM wird von Regierungen genutzt, um ihre Menschenrechtsbilanz zu beschädigen, doch nun betreibt die FIFA Sportswashing selbst die Verleihung des Friedenspreises an US-Präsident Trump ohne klare Kriterien, Jury oder Verfahren ist Sportswashing auf Steroiden. Ich möchte, also Martin hat ja schon sehr viel zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit gesagt, ich möchte vor allem auf zwei Aspekte Menschenrechtsproblematiken ein bisschen genauer hinweisen. Diskriminierende Einwanderungskonsätze und Grenzkontrollen. Das ist potenziell die größte Bedrohung für BesucherInnen und BewohnerInnen während der WM. Geht eben von missbrauchlichen Diskriminierenden und in vielen Fällen dokumentiert auch zu tödlichen Einwanderungskontrollen und Masseninhaftierungen in den USA aus. Vielen ist wahrscheinlich dieses ICE ein Begriff, also die Einwanderungsbehörde ICE. Es gibt aber in den USA auch die Sonnengrenzschutzbehörde und auch andere Behörden, wurden jetzt unter der zweiten Trump-Regierung de facto in paramilitarisch geführte Einheiten umgewandelt, bei denen maskierte, bewaffnete Bundesbeamte teilweise ohne Durchsuchungsbefehle Türen eintreten, Wohnungen in Wohnungen eintreten und teilweise willkürlich Mitglieder der Bevölkerung festnehmen, inhaftieren, misshandeln und im schlimmsten Fall töten. Im Jahr vor der Weltmeisterschaft, um vielleicht ein paar Zahlen auch zu nehmen, weil es wirklich horrende Zahlen eigentlich sind, hat die Trump-Regierung zu Unrecht tausende Menschen ausgewiesen, teilweise in Drittländer, wo dokumentiert auch die Misshandlung von Inhaftierten stattfindet, also zum Beispiel El Salvador und Panama. Von Jänner 2025 bis März 26, also knapp ein bisschen mehr als einem Jahr, nahmen Eis mindestens 167.000 Menschen fest, allein in diesen elf Austragungsstätten der USA. Also nicht in den ganzen USA, sondern nur in diesen elf Städten. Und im selben Zeitraum kamen 43 Menschen in Eis gewahrsam ums Leben, während Beamte, das ist hier sehr viel auch in den Medien, als Reaktion auf friedliche Proteste zwei Teilnehmer erschossen haben in Minneapolis. Es wird geschätzt, dass Eis die anderen Behörden im Jahr 25 über 500.000 Menschen abgeschoben haben. Und es gibt auch sogenannte 287-G-Agreements. Das heißt, ICE hat mit staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden diese Agreements, diese Vereinbarungen unterzeichnet, unter anderem auch in drei WM-Austragungsstätten, wodurch Beamte zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts ermächtigt wurden, während der WM-Austragung. Und in diesen drei Städten dürfen auch während der WM-Austragung lokale Gefängnisse als Schubhafzentren verwendet werden. Das werden lokal, also Sachen, die in normalen Situationen nicht umgesetzt werden können, werden dann plötzlich mit den Argumenten der Sicherheit etc. implementiert. Es ist auch so, dass es jetzt nicht nur lokale Bevölkerungen betrifft oder migrantische ArbeiterInnen in den USA, sondern auch Fans könnten an der US-Grenze diskriminiert werden, JournalistInnen. auch Fans könnten an der US-Grenze diskriminiert werden, JournalistInnen. Es ist aktuell so, dass 39 Länder auf dieser strengen Einwanderungsreisebeschränkungsliste der USA stehen und vier davon sind aber Länder, die sich für die WM qualifiziert haben. Das heißt, es werden zwar die Teams vermutlich anreisen können, obwohl das beim Iran, glaube ich, bis jetzt auch nicht so ganz sicher ist, aber Fans, JournalistInnen aus Cote d'Ivoire, Haiti, dem Iran und Senegal werden nur sehr, sehr schwierig bis gar nicht anreisen können, um ihre Teams zu unterstützen. Das zweite große Thema, das, glaube ich, auch nicht so viel Bewusstsein hat, ist die Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTQI-Plus-Personen. Das ist vor allem in den USA jetzt unter Trump 2 ein großes Thema. Es sind zunehmend gesetzliche und rhetorische Angriffe auf LGBTQI-Personen. Präsident Trump hat mehrere Verordnungen unterzeichnet, um allgemein im Sport Männer aus dem Frauensport fernzuhalten. Staatliche Programme werden gekürzt zum Schutz von LGBTQI-Personen. Und staatliche Programme werden gekürzt zum Schutz von LGBTQI-Personen. Aber es ist auch so, dass einige Länder ihre Staatsangehörigen gewarnt haben, dass die Gefahr bestehe, an der UN-Grenze die Einreise verweigert zu bekommen, da es in den USA aktuell ein Gesetz gibt, das beim Visa-Antrag das biologische Geschlecht angegeben muss und nicht das Geschlecht, das im Pass steht, was natürlich auch zu vielen Problemen und diskriminierungen führt es ist sogar so weit es eben so dass mehrere lgbtq fan gruppen angekündigt haben dass sie nicht in die usa reisen werden zu spielen weil sie sich einfach nicht sicher genug fühlen es ist aber auch leider mexiko eines der gefährlichsten Länder für LGBTQI-Personen. Im Jahr 2022 blieben mehr als 95 Prozent der Morde unbestraft. Martin hat das jetzt auch schon in Bezug auf die Sicherheit von JournalistInnen vorher angesprochen. an Morden an lesbischen Personen, Schwulen, Transpersonen und die Aufklärungsrate ist sehr, sehr, sehr gering. Aber wenn man jetzt sozusagen von den Spielen ausgeht, dass jetzt viele Fans vielleicht doch an den Spielen teilnehmen, ist leider auch im Fußball sowas wie homophobe Gesänge bei Spielen ein anhaltendes Problem. Erst vor kurzem hat die FIFA Sanktionen gegen den mexikanischen Fußball verhängt, weil immer wieder homophome Chants und Gesänge und Chöre in den Stadien stattfinden. Es gibt noch eine lange, lange Liste an anderen Themen. Ich würde sie vielleicht noch ganz kurz anreißen und wenn da dann noch Interesse und Frage sind, kann ich da gerne noch mehr dazu sagen. Es gibt Themen, die Menschen vor Ort, aber natürlich auch potenziell Fans, Spieler und JournalistInnen betreffen könnte. Frauenrechte ist leider ein Thema, das in den USA auch seit Trump 2 sich sehr verschlechtert. Abtreibungsrechte in den USA werden eingeschränkt. Das Thema Zugang und Barrierefreiheit ist ein großes Thema, das viel jetzt auch in den Medien war. Aufgrund der enormen Ticketpreise, die die FIFA verlangt, aber auch zum Beispiel das Thema Barrierefreiheit. Also es gibt normalerweise, wenn man in einem Rollstuhl ist, hat man eine Begleitperson dabei und das Ticket für die Begleitperson ist kostenlos. Das ist bei dieser FIFA-WM nicht der Fall. Das heißt, nicht nur muss man relativ teure Rollstuhlplätze kaufen, sondern die Begleittickets sind auch sehr teuer und die Parkingtickets für Disabled Parking in den USA sind auch die Preise horrend. Und Disabled Parking in den USA sind auch die Preise horrend. Das ist sogar so weit gekommen, dass die FIFA bereits von den Justizbehörden in drei Bundesstaaten in den USA vorgeladen wurde. Also es tut sich da ein bisschen was. Und auch europäische Fanorganisationen haben gemeinsam mit dem Verbraucherschutzverband formell Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen die FIFA eingereicht. Also vielleicht, was du mir so gemeintst, Fans können da schon auch was erreichen, wenn sie sich organisieren. Und ja, man kann der FIFA schon auch da ein bisschen entgegenwirken. Das Thema Rechte indigener Völker ist in den drei Austragungsländern der diesjährigen WM ein interessantes und leider problematisches Thema. Es finden vor allem in Kanada die ganzen Spiele auf, sozusagen Territorien von indigenen Völkern statt. Gleichzeitig gibt es hinter das Länder, wo die rechte Energie in der Völker bis heute nicht wirklich anerkannt werden. Tagtäglich Diskriminierung im Schulsystem, Gesundheitssystem und so weiter, sehr hohe Arbeitslosigkeit. Man sieht ja das eine Foto, in Kanada gibt es auch gerade Proteste, weil das leider auch ein wiederkehrendes Problem ist, das bei vielen Sportgroßveranstaltungen immer wieder vorkommt, ist die Vertreibung obdachloser Bevölkerungen, wenn es um so Sportgroßveranstaltungen geht. sicher wirken sollen, aber die andere Seite der Medaille ist dann eben, dass viele obdachlose Bevölkerungen zwangs sozusagen vertrieben werden. Gleichzeitig gibt es dann aber auch diese Problematik mit Gentrifizierung und Airbnb und die ganzen Sachen, das kennt man eh auch so einfach von Nicht-Sport-Events, wie es in europäischen Städten auch teilweise durch Massen-Tourismus ist, aber das wird dann auch bei solchen Mega-Events nochmal verstärkt, sodass sich teilweise die lokale Bevölkerung auch die Wohnungen nicht mehr leisten kann. Arbeitsrechte ist immer ein großes Thema. Klimawandel wurde ein bisschen angesprochen. Es war Teil der Bewerbung, war nicht nur ein Menschenrechtskonzept, sondern auch ein Nachhaltigkeitskonzept und ein Argument war damals, dass keine neuen Stadien gebaut werden mussten, nur im Gegensatz zu Katar, wo alles aus dem Boden gestampft wurde und deswegen sei diese WM besonders nachhaltig. Es gibt aber aktuelle Studienberechnungen, dass diese die klimaschädlichste Ausgabe sein wird. Die Treibhausgasbilanz soll doppelt so hoch ausfallen wie bei den letzten Endrunden. Das hat natürlich damit zu tun, dass so viele Teams teilnehmen, die enormen Entfernungen, die Anzahl der Spiele, 104 Spiele. Und wer diese Länder schon mal besucht hat, da kann man nicht mit dem Zug von A nach B fahren, sondern es wird alles mit Flugzeug zurückgelegt werden. Es gibt aber auch beim Thema Klima in Mexiko gerade zum Beispiel Proteste, weil in Mexiko statt Wasser, jetzt um ein Beispiel zu nehmen, ohnehin ein sehr geringes Gut ist. Also es gibt enorme Wasser, knappe Wasserversorgung sowieso. ist. Also es gibt enorme Wasser, knappe Wasserversorgung sowieso. Und das wird natürlich jetzt, wenn dann nochmal tausende, aber tausende Touristen in einem kurzen Zeitraum anreisen, nochmal zu Problemen führen. Und es gibt aktuell täglich Proteste ums Azteken-Stadium. Das ist da, wo am Donnerstag die Eröffnung stattfindet. Wir wollten uns ja auch, glaube ich auch ein bisschen dem Thema widmen, was kann man tun, wie reagiert die Zivilgesellschaft drauf. Also ich habe da ein bisschen aufgelegt, wir versuchen als Verbliefinitiative Bewusstsein zu schaffen. mit Hintergrundinformationen erstellt. Wir unter dem Motto Game on Sport für Menschenrechte leiten wir, aber so haben wir eben dieses Projekt mit Medien, Schulungen, Interviews und so weiter. Das heißt, es gibt einzelne Initiativen, aber wir haben schon ein gewisses Gefühl, dass eine Art Resignation stattfindet, ein bisschen auch gerade bei vielen Fußballfans. Vielleicht kann der Martin dazu dann noch was sagen. So dieses Ohnmachtsgefühl, ein bisschen auch, gerade bei vielen Fußballfans, vielleicht kann der Martin dazu dann noch was sagen, so dieses Ohnmachtsgefühl, was kann man gegen so einen großen Player wie die FIFA wirklich machen? Also bei Katar zumindest hatten wir viel mehr Medienanfragen und auch mehr Interesse. Aber es gibt sehr viele internationale Kampagnen. Ich habe da rechts, es gibt die Sport and Rights Alliance, wo ich vorher schon die Geschäftsführung mit dem Sports Rushing auf Steroiden zitiert habe. Das ist ein internationales Netzwerk von verschiedensten Menschenrechtsorganisationen, wo Reporter unter Grenzen international, glaube ich, auch ein Teil davon ist, die diese Kampagne Keep the World in the World Cup ins Leben gerufen haben. Es gibt in den USA ein Netzwerk aus Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die wahnsinnig aktiv sind und versuchen da auch Hilfestellungen für europäische Fans und JournalistInnen zu geben. Gerade vor ein paar Tagen hat die Initiative Reboot FIFA gestartet. Das ist auch eine Kampagne von AktivistInnen, die die größte Beschwerde sein soll, die die FIFA je erhalten hat. Ich bin gespannt, wie es damit weitergeht. Es hat letzten Donnerstag angefangen und das ist keine Einzelbeschwerde, aber im Prinzip geht es darum, dieses Infantinotum sozusagen an den Pranger zu stellen, wie da einfach eine Person vor allem agiert in der FIFA. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Proteste in Mexiko und Kanada finden wöchentlich statt, aber ich glaube, es wird wirklich sich zeigen, ob da nicht ab 11. also in drei Tagen alles ein bisschen stillgelegt wird, um eine möglichst friedliche und qualitative WM durchzuführen. Bei Katar war das leider damals so der Fall. Es gab viel Kritik im Vorhinein, aber dann mit dem Ampfiff wurde die Kritik eigentlich nicht mehr wirklich gehört und es wurde im Nachhinein dann auch immer betont, wie toll spielerisch und qualitativ diese Weltmeisterschaft war. Ich glaube, ich würde es dabei belassen und gut stellen und fragen. Gehen Sie sich das immer so an? Im Wissensdom ist es immer so, zuerst haben wir immer einen Teil, wo wir einen Input kriegen, dann ist es eine Möglichkeit für Sie, dass Sie Fragen stellen. Und ich schaue einfach mal, es sind Fragen aufgetaucht. Ich nehme das Mikrofon, damit wir aufzeichnen. Nein, es geht ums Aufzeichnen. Ich habe jetzt mitgenommen, zwischen 2022 und jetzt hat sich nicht viel verändert. Was als Menschenrechte, Klima usw. ist eigentlich schlimmer geworden. Obwohl ich gehört habe, die Medien waren damals ja mehr interessiert als jetzt. Ich habe mitgenommen, der Fan hat viel Macht, aber bis jetzt hat es auch nichts gebracht. Was ist zu tun, das habe ich mir jetzt ein paar Anführungen, was ist zu tun, damit in vier Jahren das besser ist? Was hat der Fan zu tun? Ich habe viele im Freundeskreis, die sich freuen, habe aber auch schon gehört, eigentlich müsste man sich ja verweigern, das anzuschauen, aber Fußball ist natürlich überall präsent und ist auch wichtig. Aber was können wir als Einzelne tun? Was hilft wirklich, damit in vier Jahren das anders ist? Das habe ich jetzt noch nicht recht wirklich mitgenommen aus dem Ganzen. Gibt es eine Lösung? Was können wir machen? Wo soll man hingehen? Was kann man unterstützen? Ich habe mich jetzt als Fußballfan angesprochen und eine Lösung, so eine Quick-Instant-Lösung wie den Kakao da rausnehmen, habe ich natürlich jetzt nicht. Aber ich glaube, so ganz ohnmächtig sind wir nicht. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass beispielsweise auch der österreichische Fußballbund, der ÖFB, auch Mitglied ist in der UEFA und damit quasi mittelbar auch in der FIFA. Und alleine bei unserem österreichischen Fußballbund kann man natürlich ein bisschen etwas bewirken. Wir haben mit dem Josef Bröll aktuell einen Präsidenten, der sich sehr verhalten kritisch äußert. Das ist also viel zu schwach und weitgehend auch nicht ernst zu nehmen. Er hat einfach nicht den Mumm, sich gegen Gianni Infantino oder das System aufzulehnen. um sich gegen Gianni Infantino oder das System aufzulehnen. Er hat zuletzt im ORF ein Interview gegeben, wo er gemeint hat, die Auslosung und die Inszenierung zur Auslosung sei bestenfalls eine Geschmacksfrage. Das kann man so mögen oder auch nicht. Er hat keineswegs die verwerfliche politische Dimension auch angesprochen. Also wir alle, wenn wir auch nur den österreichischen Fußball schauen oder konsumieren, also da haben wir die Funktionäre, Funktionärinnen um uns herum, die kann man ansprechen. Man kann auch dem ÖFB böse Briefe schreiben. Man kann sich auch als Fan bemerkbar machen, dass man eigentlich so wie bei einem guten Bier so etwas wünscht wie ein Reinheitsgebot, auch im Fußball, dass das einfach nicht von dieser Profitgier und dieser den Hals nicht vollkriegen Mentalität, dass man da einfach nicht mehr mitmachen will. Also man dem auch klare Schranken setzt. Und ich glaube sicherlich, dass wir nichts bewirken, wenn wir zum Boykott aufrufen und sagen, wir schalten jetzt garantiert sechs Wochen lang ORF und ServusTV. Das sind jene beiden Sender, die die WN für uns in Österreich übertragen. Wir schalten das sicherlich nicht ein, weil damit bewirken wir gar nichts. Es ist auch letztlich unser Recht, und das nehme auch ich für mich in Anspruch, wirklich guten Fußball zu sehen. Dieses Urteil, das die Hanna angeführt hat, kann ich nur unterstreichen. Das Finale in Katar zwischen Argentinien und Frankreich war eines der besten, das die Welt jemals gesehen hat. Das war an Spannung nicht zu überbieten, auch von der Qualität, auch in der fußballerischen Technik. Das ist ja auch eine Facette des Fußballs, die wir erleben möchten. Fußball hat auch den entertainerischen Anspruch, der auch seine Berechtigung hat. Warum sollen wir nicht auch für uns zu Recht Unterhaltung in Anspruch nehmen dürfen? Es gibt ja gute Unterhaltung und schlechte Unterhaltung. Es gibt gute Opern und schlechte Opern. Und es gibt gute Rockkonzerte und schlechte Rockkonzerte. Und damit lasse ich es eh schon. Warum sollen wir das für uns nicht in Anspruch nehmen dürfen? Das sind auch kollektive Ereignisse, wo man Freundinnen und Freunde trifft, wo man auch mal ausgelassen sein kann, feiern kann. Und letztendlich kommt es meines Erachtens darauf an, die Energie, die hier auch entsteht, letztendlich vielleicht auch in politische Energie, in politische Widerständigkeit zu transformieren. Ich halte es durchaus für möglich, dass sich auch bei den wenigen Public Viewings, die stattfinden zu dieser WM, vielleicht nicht auch politische Gruppen organisieren, die genau jenen Moment nutzen, wo die Kameras auch auf sie halten und genau das wird stattfinden. Dass auch die Public Viewing, die Situation der Menschen, die diese Spiele sehen, die Österreichspiele, dass die auch manifestieren, dass die nicht einfach nur irgendwie in der Trunkenheit quasi den Bierbecher in der Hand kröhlend sich filmen lassen, sondern vielleicht auch mit einem Statement oder Interviews geben. Da gibt es schon die eine oder andere Möglichkeit, die in der Summe natürlich eine gewisse Wirkung erzielt. Für mich ist aber auch spannend bei der WM, und da hat es dann auch so kleinere Ansätze in Katar 2022 gegeben, wie sich letztendlich die Spieler verhalten werden, wenn das Milliardenpublikum zusieht. Und da hat es ja so den Versuch gegeben, die deutsche Nationalmannschaft hat irgendwas No to Resism oder irgendwelche Regenbogenschleifen getragen, die wurden dann unglaublich geprügelt dafür von der deutschen Öffentlichkeit, die sollen die politischen Statements raushalten, daraufhin haben sie sich geschworen, sie werden sowas nie mehr wieder tun. Ich kann mir vorstellen, ganz ehrlich, meine Freude wäre ja, wenn Frankreich den World Cup in den Händen halten darf, dass die dann, wenn Donald Trump, und er wird sich das nicht nehmen lassen, das auch überreicht, nebst den Medaillen, dass die einfach da eine ganz klare Geste auch des Protests und der Ablehnung seiner Person zum Ausdruck bringen. Die können das nämlich, weil das bleibt für sie folgenlos. Da wird niemand, also ein Kilian Mbappé wird seinen Job nicht verlieren. Und eine kleine Strafzahlung von ich weiß nicht wie vielen hunderttausend Euro, das zahlt er nicht einmal aus der Kaffeekasse. Aber das sind schon starke Wirkungen. Die Bilder sind dann da. So schnell kann die TV-Regie gar nicht wegschalten. Und vor allem, die können ja nicht wegschalten, weil das sind ja die Stars, die gerade den Weltcup oder die Weltmeisterschaft errungen haben. Und da bin ich neugierig. Also diese verschiedensten politischen Facetten, das ist sicherlich für mich auch Teil meines sehr persönlichen Erlebnisses, dieser Fußball-Man. Weil es so viel Notwendigkeit gibt, sich auch tatsächlich kritisch, vielleicht auch ein bisschen widerständig zu artikulieren. Wenn ich da ergänzen darf, ich glaube auch die Verbände sind ein großer Punkt, wo man was machen kann. Es gibt eine einzige Verbandspräsidentin vom norwegischen Fußballverband, die Elisa Klavenes, die sich sowohl bei der WM zu Katar als auch jetzt kritisch geäußert hat, die sich dieser Beschwerde auch wegen dem FIFA-Preis angeschlossen hat. Aber sonst fleigen da die meisten. Und ich glaube, dieses Argument, das wir als Fabli auch schon seit Jahren immer wieder hören, so Fußball ist nicht politisch oder sollte getrennt werden. Und wir dann immer sagen, Fußball ist total politisch, also Fußball ist irgendwie politisch oder sollte getrennt werden und wir dann immer sagen, Fußball ist total politisch, also Fußball ist irgendwie politisch. Und jetzt wir aber natürlich auch sagen, okay, aber das, was Infantino mit Trump macht, das ist nicht das, was wir meinen. So sollte das nicht ablaufen. Aber ich glaube, man muss da ein bisschen Bewusstheitsbildung auch bei den Verbänden treiben und wir haben im Zuge von unserem Arbeitsbereich der Sport- und Menschenrechte auch eine Arbeitsgruppe Sport- und Menschenrechte, wo wir bei den Verbänden treiben und wir haben im Zuge von unserem Arbeitsprojekt Sport und Menschenrechte auch eine Arbeitsgruppe Sport und Menschenrechte, wo wir uns mit Verbänden zwei bis drei Mal im Jahr treffen, nicht nur dem ÖFB, sondern auch allen möglichen anderen Sportverbänden, um verschiedenste Themen anzusprechen. Wir machen aber zum Beispiel auch Medienbriefings, also ich finde, dass auch Medien eine große Verantwortung haben, auch wie sie jetzt zum Beispiel Interviews durchführen, wie sie die Spiele, auch die KommentatorInnen von den Spielen, was sie da ansprechen oder nicht ansprechen. Und mit Fan-Initiativen werden wir recht viel zusammen. Und ich glaube, was man schon jetzt sagen kann, okay, es gibt jetzt diese FIFA-Menschenrechtsstrategie am Papier, das haben wir alle gefordert, jetzt ist sie da und was läuft ab? Gar nichts. Aber es ist schon mal ein erster Schritt, das auf dem Papier zu haben, weil das kann man dann sozusagen auch einklagen und einfordern. Man kann dann viel eher sagen, FIFA, schaut mal, was in euren Statuten steht, schaut mal, was in der Menschenrechtsstrategie steht, so geht es nicht. Und ich weiß jetzt nicht, was diese Justizvorladungen in den USA bringen werden oder auch diese Sammelklagen und so weiter, aber es ist eine Symbolik auch ein bisschen. Also wenn man da die schweigende Mehrheit einfach nicht so sagt, zeigt das Infantino ja auch, dass es eh alles richtig läuft. Und vielleicht als letzten Punkt noch, es gab damals bei Katar wirklich explizite Boykottaufrufe. Also es gab in Deutschland eine Kampagne, die hieß auch Boykott Katar. Das gibt es jetzt viel weniger und ich weiß von ganz vielen Menschenrechtsorganisationen, die eben spezifisch zu Sport arbeiten, also auch das Boyss and Rides Alliance oder auch die Football Supporters Europe, die ja wirklich eine sehr engagierte Fangruppe sind, die befürworten auch eigentlich nicht explizite Boykotte, weil Boykotte dann manchmal zu einem Disengagement sozusagen führen mit gewissen Themen. oh, wir haben jetzt nichts zu tun, wir schauen die Spiele nicht und deswegen thematisieren wir das alles nicht. Es sollte vielmehr noch mehr Engagement stattfinden mit den Thematiken. Ich glaube aber schon, wo man die FIFA auch treffen kann, ist vielleicht doch nicht bei den TV-Lizenzen, sondern tatsächlich wie die Stadien, also die Tickets in den Stadien. Und da gibt es aktuell sehr unterschiedliche Zahlen. Die FIFA sagt immer, es läuft super, die Stadien sind komplett ausverkauft. Aber es gibt auch Stimmen von Fan-Organisationen, die FIFA sagt immer, es läuft super, die Stadien sind komplett ausverkauft, aber es gibt auch Stimmen von Fan-Organisationen, die sagen, wir kaufen die Tickets nicht und eine Statistik, glaube ich, vor ein paar Wochen gab es eine Untersuchung von den Hotels in den USA, die auch sehr schlecht gebucht sind. Also ich glaube, es wird spannend zu sehen und wenn da doch manche Spiele irgendwie halb leer sind, dann trifft sozusagen die FIFA dort, wo es schmerzt. Für mich ist ja auch das Stadion ein ganz besonderer Ort, ein ganz besonderer Raum, dessen politische Kraft eigentlich überhaupt nicht zu unterschätzen ist. Ein Stadion, und da müssen wir jetzt nicht alleine auf die Fußball-WM blicken, ein Stadion ist einer der wenigen Orte, einer der wenigen Räume, wo tatsächlich noch alle Schichten der Gesellschaft, sei es Manager gemeinsam mit der Mitzitant und Arm und Reich zusammenkommen, um für 90 Minuten sozusagen ihre eigenen gemeinsamen Zugehörigkeit zu einem Verein, die sie zum Ausbau bringen, sozusagen vereint. Da hat mich einmal in einem Interview, das ich machen durfte, der noch amtierende Blau-Weiß-Präsident Christoph Peschek aufmerksam gemacht. Der hat das ganz klar auch unterstrichen, dass das auch seitens der Politik und der Öffentlichkeit viel mehr noch anzuerkennen ist. Und das Stadion hat damit natürlich auch reichlich Potenzial, sozusagen in der Gemeinsamkeit in Erscheinung zu treten. Das kann irrsinnig viele Kräfte auch entwickeln. Das muss sich nicht entladen in einem Platzsturm, wo dann die Polizei einschreitet und nach den Gummiknüppeln greift. Da gibt es viele andere Möglichkeiten noch, auch nach dem Spiel. Die sogenannte dritte Halbzeit, die muss man nicht zum Gegnerverprügeln nutzen, sondern kann man auch sinnvoll politisch nutzen. Und auf all das wird es letztlich ankommen. Aber die Hanna hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, wer werden die Menschen sein, die in den Stadien letztendlich, die die Stadien bevölkern sollen. Also es gibt jetzt schon eine ganze Menge Absurditäten. Also Haiti beispielsweise gilt den USA als absolut verpönt. Menschen aus Haiti haben grundsätzlich Einreiseverbot in Haiti. Jetzt weiß ich, dass die FIFA-Ausnahmeregelungen für die Spieler und die Funktionäre wirkt haben, weil niemand hat sich vorstellen können, dass sich Haiti qualifiziert für diese Weltmeisterschaft. Aber wie steht es dann um die Fans? Ghana hat dasselbe Problem, wobei Ghana, das ja noch eher zu den prosperierenden westafrikanischen Staaten zählt, hat das Problem folgendermaßen gelöst, indem die Regierung sozusagen Tickets subventioniert und Handverlesen an Fans vergibt, die quasi von der Regierung dieses Zertifikat erhalten. Also die dürfen in die USA oder an die Spielorte reisen, die anderen nicht. Und die sind hoch subventioniert, kostet dem ghanaischen Staat ein Vermögen, aber damit bleibt alles schön unter Kontrolle. Wie da ein ordentliches Fanleben aufkommen soll und Gesänge und Schlachtengesänge, ich kann es mir jetzt noch nicht vorstellen, umso spannender wird es dann sein, das auch beobachten zu können. Wenn ich jetzt noch etwas sagen darf, ich bin ja schon ein älterer Herr, also ich bin ja 1978 schon, was weiß ich, 20 Jahre gewesen, ich habe das ja alles im Fernsehen erlebt, 20 Jahre gewesen. Ich habe das ja alles im Fernsehen erlebt. Aber ich habe auch vorher die WM erlebt, da in Deutschland und in Mexiko. Aber meine Frage, oder was ich mir denke, ist folgendes. Fan, ich war auch immer ein Fan, ich bin schon mit 10 Jahren am Fußballplatz und so gewesen. Ein Fan, aber das kommt von Fanaticos. Da habe ich mir irgendwann einmal gedacht, so nicht, ich bin ein Anhänger von, was weiß ich, dort und da, aber ein Fan, das ist etwas rasend, heißt das übersetzt da. Und dadurch habe ich da Bedenken, das Wort auszusprechen in Bezug auf Fußball, muss ich sagen. Also ich bin blau-weiß, ich war früher beim LASK und ich war was weiß ich alles. Aber grundsätzlich bin ich ein Anhänger vom Fußball sozusagen. Okay. Gibt es sonst irgendwie noch Fragen von mir? Ihr habt ja gesagt, dass es gibt eben die Möglichkeit, dass die Fans was machen, es machen Spieler vereinzelt was. es gibt auch Ansätze bei den Verbänden, aber gibt es auf der Spielerseite irgendwas Organisiertes auch? Gibt es da, oder ist das ganz, ganz schwierig und warum ist das ganz schwierig? und wir tun uns da auch manchmal schwer, weil wir mit Fans natürlich, mit Spielern auch in Kontakt sind. Ich glaube, es ist auch so schwierig, dass von Spielern, die da irgendwie teilweise seit sie, ich weiß nicht, fünf Jahre alt sind, davon träumen, mal bei einer WM zu spielen und ja, ewig lang darauf hingearbeitet haben. Und ich glaube, es ist auch so, dass wenn dann vereinzelt Fans, also bei der WM wäre es mir so nicht, Spieler, nicht Fans, noch mal für Fans, vereinzelt Spieler was sagen, gibt es ja irrsinnige Folgen ja auch für die. Es gibt teilweise im Verband selber Folgen, es gibt auf Social Media und den ganzen Medien, und das ist glaube ich auch heutzutage noch mal viel drastischer, als das vielleicht vor 20 Jahren gewesen wäre. Es gibt aber andererseits, was wir immer wieder als Information noch bekommen, sehr schlechte oder sehr wenig Medienschulungen für Spieler, wie sie denn auf ein bisschen solche Fragen antworten könnten, ohne sich dann total zur Zielscheibe auch zu machen. Ja, also ich weiß von kaum aktiven Spielern und wir haben auch das Problem, dass wir gerne oft aktive oder sogar auch nicht mehr aktive Spieler auf Podien haben von unseren eigenen Veranstaltungen, da eigentlich nur Absagen kriegen, weil sich die meisten, auch wenn die aktive Karriere vorbei ist, nicht zu dieser Zielscheibe werden wollen. Ich habe es ja schon erwähnt, ich meine, du musst schon einen sehr hohen Grad an Prominenz und Reichtum erreicht haben als Spieler, um es dir leisten zu können. Aber dennoch, es gibt sie vereinzelt. Ich habe ihn schon erwähnt, nicht zuletzt, weil ich ein großer Anhänger bin, ein Fan bin von Kylian Mbappé. von Kylian Mbappé, der hat sich in den letzten Tagen im Hinblick auf die französische Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr sehr klar geäußert in der Öffentlichkeit und vor der extremen Rechten gewarnt. Das heißt mal was, weil Fan zu sein, das kippt doch sehr schnell. Das kann heute Fantum, morgen Hass und Hetze bedeuten. Kylian Mbappé hat bei der letzten Europameisterschaft in der Achtelfinale gegen die Schweiz den entscheidenden Elfmeter verschossen. Dann ist sozusagen nur noch Hass und Verachtung über ihn ausgeschüttet worden in Millionen von Mails und Postings und Kommentaren. Das ist auch etwas, was zu einem enormen psychischen, psychoemotionalen Druck führen kann. Auch ihn hat das getroffen, aber dennoch, letztendlich bleibt er unbeschadet, weil niemand kann ihm was. Also kein Verband wird ihn rausschmeißen, weil jeder würde drei rote Teppiche ausholen, damit er bei uns spielen kann. Und es ist eben auch so die Frage der persönlichen Courage. und es ist eben auch so die Frage der persönlichen Courage. Jetzt wissen wir natürlich, dass viele Fußballspieler eher bescheidenen Ausmaßes sind, was ihren eigenen persönlichen Politisierungsgrad betrifft. Ich muss anerkennen, dass in den letzten drei Jahrzehnten die Interviews mit Fußballern deutlich besser geworden sind, weil die auch Trainings haben und das auch üben. Und die auch teilweise auch die Interviewführung auf deren speziellen Bedürfnisse unmittelbar nach einem sehr erschöpfenden Spiel mehr Rücksicht nimmt als früher. Aber wir haben halt die Fußballspieler, die wir haben. Und im österreichischen Fußball ist mir niemand bekannt, außer ein Marco Arnautovic. Dem traue ich alles zu. Der darf das auch. Der hat schon Berühmtheit erlangt, weil er Leute, Polizisten anflegelt, was auch immer. Und dem wird das auch nachgesehen. Aber das sind trotzdem Ausnahmeerscheinungen und keineswegs die Regeln. Aber es ist interessant, weil bei den Milano Cortina jetzt, also bei den Olympischen Winterspielen, gab es einige US-Athleten, die sich kritisch zu Trump geäußert haben. Die haben zwar auch einen ziemlichen Shitstorm irgendwie bekommen. Ist das vielleicht auch der Wintersport, ich meine, so Freeski oder so, vielleicht ist das auch wieder dann zu wenig populär, dass sie sich denken, mir doch egal, alles auf der Art, aber ich glaube, was sehr wichtig wäre, dass in dieser Arbeitsgruppe, egal, ist auf der Art, aber ich glaube, was sehr wichtig wäre, dass in dieser Arbeitsgruppe, die ich erwähnt habe, versuchen wir das auch immer wieder anzusprechen, was ja total wichtig ist, ist sozusagen auch das Backup vom Team, vom Trainer, von der Trainerin und einerseits sozusagen die Klarheit, es muss sich nicht jeder Spieler politisch äußern, nicht jeder möchte das, dass das sozusagen eine legitime Position ist, aber die, politisch äußern, nicht jeder möchte das, dass das sozusagen eine legitime Position ist. Aber die, die sich äußern möchten, dass die auch das Gefühl haben, hinter mir steht aber auch, dann steht das restliche Team, steht der Trainer, die Trainerin, der Verband. Und ich werde da nicht fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Weil unsere Spieler hernehmen, der ÖFB ist ja der Arbeitgeber. Und wenn ich gegen meinen Arbeitgeber rede, kann ich gleich zusammenbocken. Also es ist natürlich sehr schwierig. Wie soll ich der Fußballer, egal in welcher Sprache er spricht und ob er seine Fälle jetzt kennt oder nicht, ganz wurscht, weil der kann nie gegen seinen eigenen Arbeitgeber. Ich kann nicht gegen meinen Arbeitgeber hetzen, weil der kann nicht gleich meine Sachen packen und so wird es auch, also darf man sich glaube ich nicht wundern, wenn der was sagt, sich nicht äußert oder sagt, nein, ich fahre da jetzt nicht hin, weil Genau, also ich glaube auch, dass nicht hinfahren, das wäre sozusagen das Disengagement oder so, könnte man wieder sagen. Das muss dann der ÖFB machen. Dann muss der ÖFB als Dienstgeber sagen, oder die Regierung oder wer auch immer, und sagen, okay, da fahren wir nicht hin, da nehmen wir nicht teil. Aber das ist halt... Genau, das müsste eine geschlossene Entscheidung sein. Oder dass eben der ÖFB als Arbeitgeber auch einem die Sicherheit gibt, wenn jetzt ein Spieler einfach sich kritisch zu Trump, das ist halt besonders schwierig, weil wir haben das besprochen, die ganzen Meinungsfreiheit, Einreise. Also es werden ja jetzt auch Spieler, sozusagen die ganzen Social-Media-Kanäle werden durchgeschaut, sind da schon mal kritische Äußerungen zur Trump-Regierung gewesen und dann ist potenziell, ich meine, jetzt sind, glaube ich, eh schon eigentlich alle Teams drüben, aber das war schon ein Bedenken, das viele haben oder hatten. Es war auch eine Empfehlung von diversen internationalen Organisationen, dass man komplett die ganzen Social-Media-Profile löschen soll, möglichst neue Handys mitnehmen, nicht welche, die man schon verwendet hat, neue Laptops, alles neu, damit nicht bei der Einreise dann mitnehmen, nicht welche, die man schon verwendet hat, neue Laptops, alles neu, damit nicht bei der Einreise dann de facto bei dem Filzen da irgendwie was aufscheint, was man vor fünf Jahren mal irgendwie kritisch über Trump oder wen auch immer gesagt hat. Aber ich meine, wenn man jetzt in den USA ein Interview geben würde als Spieler und man kann ja auch sagen, die Organisation des Events, alles tip top, aber vor den Stadien sind Proteste, also man könnte ja trotzdem diesen Moment nutzen, aber halt wenn man dieses Wissen hat, dass man dann nicht auch vom eigenen Arbeitgeber, wie Sie sagen, Konsequenzen bekommt. Aber ich möchte trotzdem auch anerkennen, dass auch der ÖFB in den letzten zwei Jahrzehnten, vielleicht auch ein bisschen mehr, dass auch der ÖFB in den letzten zwei Jahrzehnten, vielleicht auch ein bisschen mehr, doch auch unseren gesellschaftlichen Realitäten mehr Rechnung getragen hat. Und das ist ja auch als ein Statement aufzufassen, das sicherlich auch in der Fußball-WM wirken wird. 1998 bei unserer letzten Teilnahme an einer WM in Frankreich war die österreichische Nationalmannschaft eine rein weiße Truppe. Das ist sie heute nicht mehr. Wir haben Alaba, Danzo, also wirklich sozusagen, dass es auch augenscheinlich ist. Wir sind auch hier in Österreich ein multikulturelles Land. Das ist ein starkes Statement, das absolut zu begrüßen ist. In Frankreich hat es auch für Probleme gesorgt. Da hat eine Marine Le Pen immer getobt, dass sie sagt, es sind keine weißen Franzosen mehr, die die Hymne singen. Aber trotzdem, das macht etwas. Das ist auch ein Bild, das ist auch für die jungen Fans, für die nachrückenden Generationen ein klares Sinnbild, dass man auch als ein politisches Statement deuten darf, dass quasi jetzt eine sehr große Öffentlichkeit erreicht, nämlich ein Milliardenpublikum. Ja, tschau ich nochmal und stelle nochmal die Frage, weil es keine Fragen mehr gibt. Gibt es noch? Oder irgendeine Anmerkung? Dann sage ich Dankeschön an euch beide. Danke fürs Kommen. Ich denke mal, es ist wichtig, gerade vor so einem großen Ereignis, wo jeder schon aufs erste Spiel war, trotzdem einmal noch hinzuschauen und zu sagen, okay, wie schaut es rundherum aus? Und sich das ein bisschen bewusst zu machen. Das war an der Volkshochschule, zumindest in meinem Bereich, der letzte Vortrag in diesem Kursjahr. Ich darf Sie im nächsten Kursjahr auch wieder einladen, der letzte Vortrag in diesem Kursjahr. Ich darf Sie im nächsten Kursjahr auch wieder einladen, zu unseren Vorträgen zu kommen. Wir haben sehr viel geplant. Wir werden eine große, jetzt mache ich noch keine Werbung in eigener Sache, wir machen eine große Antisemitismus-Reihe nächstes Jahr im Geschichtesschwerpunkt. Es wird der Jean Asselborn kommen, gemeinsam mit Heinz Fischer. Sie werden über gegenwärtige Situationen in Europa diskutieren. Also es lohnt sich, sobald das Vortragsprogramm heraus ist, hineinzuschauen. Nochmal danke fürs Kommen und einen schönen Abend. you