Beziehungen sind für ganz viele Menschen ein ganz wichtiger Anker in ihrem Leben. Und doch ist es oft so, oder meist so, dass sie in vielen Fällen ins Wanken geraten. Und dabei ist es ganz selten die Liebe, die fehlende Liebe, die ausschlaggebend ist, dass eine Partnerschaft zerbricht. Oft sind es die vielen ganz kleinen, unscheinbaren Versäumnisse des Alltags, die sich langsam und leise in eine Beziehung einschleichen, die immer größer werden und irgendwann dann wie eine Mauer zwischen zwei Menschen stehen. Es kann sein, dass es ein vergessenes Dankeschön ist, ein Bedürfnis, das man übersehen hat oder ein Moment, wo man wieder mal keine Zeit für den anderen oder die andere gehabt hat. Und irgendwann fragt man sich dann, wo ist denn die Nähe hingekommen, die so lange so selbstverständlich war und wo stehen wir jetzt? Und genau über diese Themen möchten wir hier und an den kommenden fünf, drei, also in Summe vier, drei Montagabenden bei den Beziehungsfallen sprechen, nämlich über die kleinen Fallen, die sich in Beziehungen einschleichen, die es in Beziehungen gibt, aber auch über die Muster, die wir mit uns tragen, die uns oft voneinander entfernen, aber auch über Wege, wie wir diese Muster überwinden können und gemeinsam als Paar wachsen können. Herzlich willkommen bei den Beziehungsfallen 2026. Ich freue mich, dass Sie so zahlreich gekommen sind und darf sich alle hier im Saal, aber ich darf auch alle online, die heute online mit dabei sind, recht herzlich begrüßen und mich fürs Dabeisein und für das große Interesse bedanken. Vielen, vielen Dank. Es ist ja heute das erste Mal im Wissensturm, es ist eigentlich eine Premiere. Die Reihe gibt es ja seit, nun ist es nun mal das 34. Jahr, also seit 1990, hat immer die Volkshochschule Linz veranstaltet, aber wir sind eigentlich heute das erste Mal hier in unserem Haus im Wissensturm. Das heißt, wir haben es gezählt, seit 1990 haben in Summe 153 Veranstaltungen zum Thema Liebe, Partnerschaft, Sexualität stattgefunden. Seit 2017 bin ich mit dabei. Mein Name ist Katja Fischer. Ich konzipiere und organisiere die Beziehungsfallen gemeinsam mit meiner Kollegin Claudia Paloro, bei der ich mich an dieser Stelle recht herzlich bedanken darf. Genauso bedanken darf ich mich bei meinem ganzen Team im Ticketing, in der Technik, auch bei DorfTV, die es möglich macht, dass die Reihe online gestrengt wird und auch Menschen zusehen können, die vielleicht nicht so nahe oder gerade heute bei dem Wetter, wo es schwierig ist, also denen es nicht möglich ist, in den Wissensturm zu kommen. Und last but not least möchte ich mich auch bedanken bei BuchPlus, die auch heuer wieder mit dabei sind, mit einem Büchertisch, sodass Sie im Nachhinein die Möglichkeit haben, Bücher käuflich zu erwerben. Vielleicht ganz kurz zum Ablauf. Ich sehe sehr viele bekannte Gesichter, aber für die, die neu mit dabei sind, ich werde zu Beginn unsere Vortragenden kurz vorstellen, dann auf die Bühne bitten. Es wird dann den inhaltlichen Input geben und im Anschluss haben Sie wieder die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen. An alle, die online über den Chat mit dabei sind, auch Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Bitte einfach Ihre Fragen schriftlich in den Chat schreiben. Das können Sie auch schon während der Veranstaltung machen und wir werden die Fragen dann bei der Diskussionsrunde vorlesen. Wie gesagt, heute und an den kommenden drei Montagabenden dreht sich hier im Wissensturm wieder alles um Liebeslust, Liebesfrust, Partnerschaft und Sexualität. Wir beginnen heute mit einem Thema, das in Zeiten des Zeitdrucks der allgemeinen Verfügbarkeit und auch der großen Erschöpfung aktueller nicht sein könnte, bernauter Zärtlichkeit, wenn die Liebe im Alltagstress verloren geht. Und dazu freue ich mich, dass ich bei uns im Wissensturm Elisabeth Gatt-Iroh und Stefan Gatt begrüßen darf. Herzlich willkommen. Lassen Sie mich zu Beginn Ihnen die Vortragenden kurz vorstellen. Sie sind ja keine Neuen bei den Beziehungsfällen, also Sie waren schon zweimal da. Unsere treuen Stammhörerinnen haben sie sicher auch schon gehört, aber ich möchte sie trotzdem noch einmal vorstellen. Elisabeth Gatt-Iru ist klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin und Coach in freier Praxis. Seit über 20 Jahren unterstützt sie Paare dabei, ihre Herausforderungen der Liebe zu meistern. Ebenso begleitet sie Einzelpersonen bei ihren persönlichen Wachstumsprozessen. Stefan Gatt ist seit 1993 als Coach und Trainer tätig und unterstützt hierbei Teams und Führungskräfte in ihrer Entwicklung. Einzelpersonen und Paare unterstützt er seit vielen Jahren in der Beziehungs- und Persönlichkeitsentwicklung. Als Expeditionsleiter führt er Menschen auf die höchsten Gipfel der Erde. Gemeinsam haben beide Außenfortbildungen zum Thema Beziehung und Persönlichkeitsentwicklung absolviert. Sie haben selbst Höhen und Tiefen in ihrer eigenen Beziehung erlebt und stellen ihre persönlichen und beruflichen Erfahrungen in Workshops, Vorträgen und ihren Büchern anderen Menschen zur Verfügung. Neben ihrer Praxis und Vortragstätigkeit sind Elisabeth Gatt-Iroh und Stefan Gatt auch als AutorInnen tätig und haben zwei Bücher zum Thema Beziehung publiziert. Zum einen das Buch Unverschämt glücklich, wie ich und unsere Liebe in der Beziehung erblühen, erschienen 2015 und Love First, Work Second erschienen 2020 im Verlag Creme Angeria. Beide Bücher gibt es bei uns draußen am Büchertisch im Foyer und die beiden Vortragenden werden sicher nachher noch da bleiben, um die Bücher auch zu signieren. Ich freue mich jetzt darauf, mehr darüber zu erfahren, wie man es anstellen kann, dass die Liebe im Alltagsstress nicht verloren geht. Damit der Abend stressfrei verläuft, bitte ich Sie, Ihre Handys auszuschalten oder lautlos zu schalten. Und ich darf Sie beide bitte nun auf die Bühne bitten. Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich Ihnen allen und möchte mich gleich bedanken, dass Sie so zahlreich erschienen sind an so einem dunklen Abend, der so viel Schnee und Matsch und so weiter hat und wo es vielleicht für manche von Ihnen auch stressig war, hierher zu kommen. Es ist wirklich eine große Ehre, danke. Jetzt kommt gerade der Stress, oder? Nein. Die Aufregung. Vielen Dank auch Katja Fischer für die tolle Einleitung, weil schöner hätte man es gar nicht formulieren können, was mit der Liebe so passiert im Alltag, wenn man das eine oder andere vergisst, sich zu bedanken oder Wertschätzung oder andere Sachen. Ich habe es sehr schön gefunden. Und wir sind, wie wir hergefahren sind, sind wir gleich auf ein wunderbares Thema gekommen, das wir vergessen haben, das wir in diesem Vortrag integrieren. Jetzt haben wir uns gedacht, wir werden das jetzt gleich vorweg sagen, dass einer Alltagsstressfaktor für viele Paare das gemeinsame Autofahren ist. Und überhaupt dann, wenn es Schnee und Eis hat und einer fährt und vielleicht gerne in den Kurven ein bisschen leicht schleudert oder vielleicht zu nahe ranfährt und so weiter. Also das ist schon mal so ein ganz wichtiges Thema, das haben wir vergessen da zu erwähnen, aber nachdem wir es jetzt beim Herfahren schon ein bisschen erlebt haben und uns so warm für den Vortrag gemacht haben mit diesem Alltagsstress, der da sozusagen zum Vorschein gekommen ist, haben wir uns gedacht, wir stellen das gleich zur Verfügung. Und wir stellen auch das zur Verfügung, dass wir eben jetzt seit beinahe 28 Jahren ein Paar sind und im Herbst dann ein Vierteljahrhundert verheiratet sind. Ich meine, das ist ja wirklich sehr lange schon. Und dass wir einfach genauso immer wieder mit diesen Stressfaktoren zu tun haben. Dass das nicht aufhört, sondern dass es einfach nur darum geht, wie bewusst gehen wir denn damit um und wie sehr können wir denn das auch erkennen und anerkennen, dass das einfach Themen sind, die uns begleiten, wenn wir miteinander leben. Daher haben wir uns gedacht, wir werden das gleich zu Beginn erwähnen, dass wir nicht da vorne sitzen und die sind, die alles perfekt können oder alles wunderbar schaffen, sondern dass wir da genauso immer wieder einfach bewusst bleiben dürfen und liebevoll miteinander umgehen dürfen und es gelingt nicht immer. Aber immer öfter und immer länger. Also wenn ich an unsere frühe Beziehung zurückdenke, da waren wir schon immer wieder mal ziemlich gestresst. Unsere kleinen Kinder und meine Priorität auf der Arbeit. Also da hat es schon viele Faktoren gegeben, die uns da immer wieder herausgefordert haben. Aber mittlerweile sind die Kinder älter, also unsere ältere Tochter ist 25, die jüngere ist 22. Sie sind ja nicht beide auf einem Weg, wo wir das Gefühl haben, unsere Arbeit ist getan, aber sie sind am Weg und das ist sicherlich auch etwas, was uns das Leben erleichtert. Aber ich glaube in erster Linie unsere Arbeit miteinander, das bewusst zu kriegen, was stresst und wie wollen wir miteinander leben. Das hat vor allem dazu geführt, dass es uns in den letzten Jahren immer besser gegangen ist. in den letzten Jahren immer besser gegangen ist. Und nachdem wir auch gemeinsam arbeiten, ist das natürlich nochmal ein Zusatzstress, der hereinkommt. Und wir uns dann auch wirklich überlegt haben, dass wir dieses Buch schreiben, Love First, Work Second, weil wir festgestellt haben, dass das auch nochmal so ein ganz spezielles Gebiet ist für Paare, die auch miteinander arbeiten oder wenn Paare einfach beruflich engagiert sind oder eine Person beruflich sehr engagiert ist, dass das wirklich nochmal so spezielle Themen reinbringt in die Beziehung. Also da werden wir auch ein Stück weit darauf eingehen, aber wir möchten heute auch auf andere Stressoren eingehen und wie man wirklich damit umgehen kann, dass man trotzdem nicht nur noch funktioniert, sondern ein Liebespaar bleibt. Weil es kommen dann auch viele Paare zu uns in die Seminare oder in die Praxis, die sagen, ich habe das Gefühl, wir sind eine Wohngemeinschaft, aber keine Lebensgemeinschaft mehr. Ich habe so das Gefühl, wir funktionieren nur noch, wir sind ein gutes Team, wir schaffen vieles, aber diese Anziehung oder die Nähe ist verloren gegangen und das ist das, was wir so vermissen. Und daher ist es wunderbar, dass wir heute diesen Vortrag halten können, weil das Themen sind, die uns nicht nur selbst, sondern auch in der Praxis immer wieder beschäftigen. dass Themen sind, die uns auch nicht nur selbst, sondern auch in der Praxis immer wieder beschäftigen. Und vielleicht geht es Ihnen auch da so, dass Sie sich immer wieder die Frage stellen, sind wir noch ein Liebespaar oder funktionieren wir eigentlich nur noch? Oder Stress dann so zwischendrin ist zwischen Ihnen beiden? Und um es gleich so ein Stück weit festzumachen, woran merkt man denn das, dass man gestresst ist im Alltag, in der Beziehung? Und ein typisches Beispiel ist dieses Gereiztsein, dieses gereizte Reagieren auf die andere Person. Oder Rückzug, also dass sich dann eine Person einfach rückzieht oder dass sie auf eine emotionale Distanz geht oder dass man auch so das Gefühl hat, es ist so ung können schon so Anzeichen sein, dass vielleicht der Alltag zu viel ist, dass es einfach schon überfordernd ist, dass vieles zusammenkommt. Und oftmals ist es natürlich auch so, dass es gibt natürlich immer so unterschiedliche Stresslevel. Also eine Person ist vielleicht rascher gestresst oder fühlt sich unter Druck und die andere Person ist noch sehr entspannt und sagt, geh was rasten, sehr beruhig dich. Oder unsere Kinder sagen immer Tschü, Tschü einmal. Das ist vielleicht etwas, was sie auch kennen von ihren Kindern oder Enkelkindern. Diese typischen Anzeichen, wo man dann natürlich das Gefühl hat, man wird überhaupt nicht ernst genommen, wenn man so gestresst wirkt. Oder, also gerade wie die Elisabeth das so erzählt hat, dass ein Partner das Gefühl hat, er muss die ganze Hausarbeit machen, da habe ich sofort an meine Eltern denken müssen. Also dieses Muster kenne ich von meiner Mutter und meinem Vater. Also mein Vater ist extrem fleißig in der Hausarbeit. Sie können sich das vorstellen, der ist jetzt 82. Also fast den ganzen Tag verbringt er in der Küche und macht die Hausarbeit. Können Sie sich das vorstellen? Ist natürlich ironisch gemeint. Also ich höre immer wieder meine Mutter am Telefon. Nein, er erhört keinen Handgriff. Wenn er was auszieht, das lässt er einfach fallen. Genau, und wir möchten jetzt einmal so beginnen, damit so Faktoren Ihnen sozusagen vorzustellen, die zu Stress führen, weil oftmals ist es so, dass einem gar nicht so bewusst ist, was alles sozusagen zusammen spielt, dass man sich gestresst fühlt, dass man sich überfordert oder gefordert fühlt. Und wir haben so verschiedene Kategorien eingeteilt und das erste sind so meine mentale und emotionale Stressfaktoren. Und besonders in der letzten Zeit ist dieses Wort, das Mental Load, so stark in den Vordergrund getreten. Das ist jetzt so ein richtiges Modewort einerseits. Und andererseits ist es so wichtig, dass das endlich einmal bewusst wird und dass man darüber spricht, was Mental Load eigentlich bedeutet. Nämlich dieses Planen, dieses Mitdenken, dieses Organisieren. Zum Beispiel die Geburtstagstorte für die Tante Fritzi und das Geburtstagsgeschenk für den Onkel Peppi. Und wenn man dann die wieder mal treffen und dass man Blumen mitbringen muss, und ich weiß nicht, was alles. Oder wenn man noch Kinder hat, die Geburtstagsfeiern im Kindergarten und dann mit der ganzen Familie und so weiter und so weiter. Oder Arzttermine. Also gibt es ganz vieles, das einfach organisiert werden muss in einem Haushalt. Und nicht nur, wenn man Kinder hat. Es gibt ja auch viele Paare, die keine Kinder haben oder keine Kinder mehr haben. Und auch da hören wir immer wieder unsere Paare, die sagen, es ist so anstrengend, weil ich das Gefühl habe, ich trage die Verantwortung für alles. Und das nochmal klar zu bekommen, dass das auch anstrengend ist, diesen Mental Load, ist ganz wichtig. Und auch diese emotionalen Stimmungen sozusagen, diese emotionale Arbeit, die Harmonie sozusagen zu schaffen, da zu sein für andere Familienmitglieder, einfach so Konflikte zu moderieren, wenn jetzt irgendwas auftaucht zwischen verschiedenen Familienmitgliedern. Das sind alles Dinge, die so automatisch und unbewusst passieren. Und was also erwartet wird, dass meist die Frauen das machen, das möchte ich schon dazu sagen, meist sind die Frauen für das verantwortlich, weil wir so sozialisiert sind. Das heißt nicht, dass es immer nur die Frauen machen, aber eher die Frauen. Und das wird eigentlich so selbstverständlich hingenommen, meist auch von den Frauen, meist ist es den Frauen auch nicht bewusst, dass das anstrengend ist, dass das Arbeit ist, dass das auch etwas bedeutet, wenn ich mich da zur Verfügung stelle für die Familie. Oder die dauerhafte Erreichbarkeit, immer erreichbar zu sein, das Handy nie auszuschalten, immer klar, wer holt die Kinder vom Bus ab oder wer steht zur Verfügung, wenn irgendwelche Besuche gemacht werden müssen. Oder wer hebt ab, wenn die Schwiegermutter anruft. Oder dann so innere Antreibe wie zum Beispiel sei perfekt oder beeil dich oder sei stark vielleicht kennen sie diese Begriffe schon von der Ibikala also so innere Glaubenssätze, wo man das Gefühl hat über die Jahre hinweg dass man die immer wieder gehört hat trödel nicht herum und dass man diese Antreibe einfach erkennt dass die stressen. Ich habe dann auch immer wieder Paare sitzen in der Praxis, wo dann der Mann sagt, ich würde so gerne mal am Abend mit dir fortgehen, aber ich habe einfach manchmal das Gefühl, dir ist dann lieber, dass das Haus perfekt ist und alles wunderbar zusammengeräumt und gereinigt und so, anstatt dass du mal mit mir am Abend fortgehst. Also dieser Perfektionismus oftmals auch, dieser Anspruch auf Freundlichkeit, auf Sauberkeit, Ordnung, also alles das sind Dinge, die einfach dazu beitragen, dass wir in so einen Zustand von Stress kommen. Genau, beziehungsweise so ein Gefühl von nicht gesehen werden oder nicht geschätzt zu werden. Der nächste Bereich ist so dieser Alltags- und Organisationsstress, der entstehen kann aufgrund von Haushaltsaufgaben, putzen, einkaufen, kochen, organisieren etc., also was alles notwendig ist im Haushalt, oder Terminmanagement mit dem Arzt, oder Schule, Familie, Freunde, Verwandte und so weiter. Oder auch die Organisation von finanziellen Dingen, da kann auch ein Stress erzeugen und Sorgen. Das ist überhaupt ein sehr beliebtes Thema bei Paaren, die Finanzen, ja, das ist auch so ein sehr heißes Thema bei manchen Paaren, einfach da gibt es immer jemanden, der vielleicht ein größeres Verlangen nach finanzieller Kontrolle oder Sparen hat und eine Person, die sich vielleicht leichter tut, das Leben zu genießen und Geld auszugeben. Das wird natürlich dann auch immer wieder zu einem Thema und kann auch zu Stress führen, wenn die Finanzen aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Krankheit oder so weniger werden, wenn es da Schwierigkeiten gibt. Oder unterschiedliche Ansprüche für Ordnung, ob jetzt im Geschirrspüler, im Kleiderschrank oder im Wohnzimmer, am Sofa. Da gibt es auch eine Möglichkeit, gestresst zu sein. Oder dann eben Zeitdruck oder fehlende gemeinsame Zeit. Also ich kann mich noch erinnern, dass ich das immer wieder eingefordert habe, so wir haben kaum gemeinsame Zeit. Und das hat mich Elisabeth gestresst, weil sie das Gefühl gehabt hat, wir haben eh Zeit. Oder wir da einfach unterschiedliche Ansprüche gehabt haben. Und das hat nichts mit dem Alter zu tun, diese fehlende gemeinsame Zeit oder das Zeitmanagement. Wir haben jetzt vor kurzem wieder ein paar gehabt in unserem Seminar, da waren beide über 70, beide über 70, die haben so viel zu tun gehabt. Die haben gesagt, wir haben kaum Zeit füreinander, weil es ist so viel zu tun. Wir müssen uns unsere Termine immer schon lang im Voraus planen, damit wir überhaupt irgendwie zusammenkommen. Das hat nichts mit Alter zu tun, das ist wirklich einfach, wie man halt auch sozusagen welchen Anspruch man hat an sich selbst, ans Leben und welchen Rhythmus man auch lebt. Der dritte Bereich, der stressen kann, ist der ganze Bereich Familie, Kinder und Care-Arbeit, der meist verbunden ist mit großem Schlafmangel, vor allem wenn die Kinder klein sind oder wenn die Kinder krank sind oder wenn die Kinder dann auf Maturapelle gehen und so weiter und dann noch abgeholt werden wollen. Oder wenn die Kinder größer sind oder schon erwachsen sind und sie fahren auf Urlaub. Kann auch sein, dass man dann schlecht schläft, weil man nicht weiß, ob sie wirklich gut ankommen und so weiter. Also das hört ja nie auf. Oder das Gefühl der permanenten Verantwortung, den man ja hat als Eltern. Die Verantwortung für die Kinder. Auch wenn sie dann sagen mit 18, Mama oder Papa, ich bin jetzt 18, da braucht man gar nichts mehr sagen. Stimmt eh. Aber manchmal brauchen sie doch noch ein bisschen elterliche Guidance, dass das nicht in die Hosen geht. Und was wirklich ein großer Stressfaktor bei Paaren ist, die Kinder haben, ist meist die Unterschiedlichkeit in den Erziehungsstilen. Also das ist immer wieder so ganz stark vertreten bei uns in der Praxis, dass Paare da sitzen, die sagen, wir kriegen uns so in die Haare in Bezug auf unsere Erziehungsstile. Und das nicht nur, wenn die Kinder klein sind oder dann in der Pubertät sind, sondern auch manchmal später noch, wenn ein unterschiedlicher Zugang da ist, wenn die Kinder erwachsen sind und eine berufliche Laufbahn einschlagen oder schon im Beruf sind und wie sozusagen beide Elternteile, obwohl sie eh nicht mehr wirklich was zu sagen haben, trotzdem so vielleicht sich selbst, also miteinander in die Haare kommen diesbezüglich. Oder auch der ganze berufliche Bereich. Gibt es eine Möglichkeit vom Arbeitgeber, dass Beruf und Familie unter den Hut gebracht werden kann? Oder gibt es da ganz klare Vorstellungen, wann man arbeiten muss? Oder gibt es da Flexibilität diesbezüglich? Oder auch der Bereich, gibt es eine Unterstützung von außen? Also es gibt ja dieses schöne Sprichwort, um Kinder zu erziehen, braucht man ein ganzes Dorf. Und diese Dörfer gibt es meistens jetzt nicht mehr, weil die Kinder vielleicht in eine andere Stadt ziehen, die Großeltern weit weg sind oder teilweise selber noch beruflich eingespannt sind oder ganz groß in der Vereinsarbeit drinnen sind oder was immer. Und das kann auch sein, dass das Stressoren bedeuten. Und das kann auch sein, dass das Stressoren bedeuten. Das nächste, was wir euch noch vorstellen wollen, sind so kommunikationsbedingte Stressfaktoren. Also das ist natürlich ein wunderbarer Tor, Bremer. Wir kennen das zumindest immer wieder ganz gut oder ich kenne es ganz gut. Dieses zum Beispiel unklare Absprachen, wo so klar ist, wir haben das vereinbart. Also dieses Wort Vereinbarung ist so interessant. Wir haben jetzt gerade am Samstag ein paar Seminar gehabt und da haben wir auch so lachen müssen über das Wort Vereinbarung, weil es so unterschiedlich aufgefasst wird meistens im Part. Eine Person glaubt, es wurde eine Vereinbarung getroffen und die andere sagt, was, das habe ich überhaupt nicht so mitbekommen, für mich war das überhaupt keine Vereinbarung. Also so ein richtig typisches Thema für viele Paare, in einer unklaren Situation oder in einer unklaren Kommunikation zu verbleiben. Weil natürlich die eine Person glaubt, eine Feministin vereinbart, die andere Person glaubt, eine Feministin nicht vereinbart. Man spricht nicht darüber. Und dann hat man natürlich einen Wickel. Das ist immer recht interessant. Der nächste Bereich, wie geht man mit Konflikten um? Werden die überhaupt angesprochen oder unter den Teppich gekehrt? Wie geht man damit um? Oder werden sie eskaliert? Wird das immer ein großes Drama, wenn es einen Konflikt gibt? Oder kann man ganz normal darüber sprechen? Also kann ein großes Konfliktpotenzial sein. Oder eben unterschiedliche Bedürfnisse von Nähe und Rückzug. Da gibt es die Möglichkeit zu klammern beim Partner und am liebsten überhaupt darauf zu hängen am Partner oder zu sagen, das ist mir zu viel, ich brauche mehr Zeit, ich brauche mehr Rückzug. Gerade wenn kleine Kinder da sind, braucht man einfach die Zeit für sich, weil sonst kann man sie nicht öffnen für den anderen, weil man das Gefühl hat, man ist eh voller Berührung und Gemeinsamkeit. Das sind sozusagen die Kuschler versus die Stachelbären. Genau. Und der letzte Bereich noch, so Kritik statt Wertschätzung. Da gibt es ja den, das haben Sie wahrscheinlich sicher schon einmal gehört, diesen Quotient 3 zu 1, beziehungsweise in dem Fall Kritik zu Wertschätzung 1 zu 3. Also wie oft kritisiert man den Partner? Und da sagt der John Gottman ganz klar, es sollte immer maximal eine Kritik auf mindestens drei Wertschätzungen kommen. Wenn es nicht so ist, dann könnte es sein, dass die Beziehung nicht mehr lange halten wird. Und noch mal kurz so nachdenken, habe ich heute meiner Partnerin schon eine Wertschätzung gegeben? Wenn nicht, wäre vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt, das Handy zu zücken und schnell eine Wertschätzung zu schicken. Ganz entgegen der Empfehlung von der Frau Fischer, dass man das Handy ausschalten soll. Wenn man es stumm schaltet, dann kann man es trotzdem machen. Oder sie schickt sich nach dem Vortrag dann automatisch, wenn man es wieder einschaltet. Der fünfte Bereich an Stressoren, so externe Belastungen mit Beziehungsauswirkung. Die wirklich ganz stark hereinspielen. Arbeit ist einfach ein unglaublich wichtiges Thema in vielen Beziehungsauswirkung? Die wirklich auch ganz stark hereinspielen. Also gerade Arbeit ist einfach ein unglaublich wichtiges Thema in vielen Beziehungen, weil Arbeit kann einerseits sein, dass man sehr engagiert ist, dass man sehr, sehr viel arbeitet, dass man sich beruflich verwirklichen möchte und dass die andere Person das Gefühl hat, ich habe echt zu wenig Zeit mit dir. Die Arbeit ist dein Lieblingskind oder die Arbeit ist eigentlich das mit der du verheiratet bist. Das ist so die eine Ebene, aber dann gibt es natürlich auch diese Ebene, dass man vielleicht unzufrieden ist mit der Arbeit, dass man vielleicht sogar statt einem Burnout eher in eine Bore-out fällt. Also auch diese Faktoren kommen rein oder dass es eine Mopping-Situation gibt am Arbeitsplatz. Also es gibt so viele schwierige Arbeitssituationen, die reinspielen in die Beziehung und die Beziehung belasten und dadurch einfach auch einen Stressfaktor darstellen. Finanzielle Unsicherheiten, geht sich das alles aus am Monatsende? Ist da noch genügend Geld da, dass man noch etwas zum Einkaufen hat von den Lebensmitteln oder geht es sich nicht aus? Ganz entscheidende externe Stressoren. Und dann natürlich auch das Thema Krankheit. Also so Krankheit sozusagen, dass jemand krank wird innerhalb, also in der Beziehung, aber natürlich auch Angehörige, die krank werden können, Kinder, die krank werden können. Ich beziehe immer wieder diese Long-Covid-Erkrankungen, dieses chronische Fatigue-Syndrom und so weiter. Da ist so viel da, was so belastend ist, einfach für Familiensysteme, für Paare. Und auch sie dessen bewusst zu sein, dass das lauter Dinge sind, die mitspielen, die mit reinspielen und die natürlich auch dann dazu führen können, dass man eben das Gefühl hat, ich kann die nicht mehr richtig wahrnehmen, ich kann die nicht mehr richtig spüren, ich bin nicht offen, ich habe keine Lebensfreude, es ist so schwierig, so schwer mit uns, zwischen uns, weil ja dann oftmals auch die Kommunikation vielleicht nicht mehr so gut gelingt miteinander. Oder dann gesellschaftlicher Druck durch Rollenbilder und so. Als Mann muss ich der Versorger sein, muss ich das Geld heimtragen oder muss ich stark sein wie der Fels in der Brandung. Das sind lauter Dinge, die ich stresse einfach und nicht vielleicht in der Situation möglich machen, dass man sagt, boah, jetzt wird mir alles zu viel. Ich schaffe nicht mehr. Geht sich nicht aus. Können wir bitte darüber reden? Und dann könnte es natürlich sein, dass es vielleicht sogar einen Freizeitstress gibt. Dass man einfach schauen muss, dass man seine ganzen Freizeitaktivitäten unter den Hut bringt. Vor kurzem habe ich so ein nettes Coaching gehabt mit einer Frau. und die hat mir erzählt, ganz interessant, also die ist so um die 40 und sie sagt, sie findet es so interessant, alle Paare, die sie kennt, die so um die 40 sind, da kaufen sie die Männer jetzt alle Rennräder und alle fahren wie die wüsten Rennradl. Das ist so interessant. Und das ist natürlich eine Belastung teilweise für die Frauen, weil die sind halt dann daheim und schauen halt irgendwie, wie ist das andere Managen. Also so interessante Faktoren, die einfach reinkommen, Freizeitstress oder Marathon laufen, was natürlich wunderbar ist, wenn man das macht, aber manche Menschen sozusagen übertreiben es vielleicht, indem sie dann in fünf Marathons rennen müssen oder wie immer. Oder was man in der Freizeit alles erleben muss, damit man was erlebt, kulturell, alles Mögliche. Dieser Druck, den man sich dann dauernd manchmal macht und der dann natürlich reinspielt. Das Rennrad, die ökologische, moderne Version des Motorrads für die Midlife-Crisis. Der Porsche. Auf zwei Rädern. Genau. Und in unserer Gesellschaft ist es halt so, dass es einfach unserem Ego schmeichelt, wenn man wichtig ist. Und man bekommt halt durch Leistung, weil wir in einer Leistungsgesellschaft leben, sehr viel Anerkennung. Daher wird immer wieder gerade beruflicher Stress so positiv bewertet in unserer Gesellschaft. Für das bekommt man Verständnis, für das bekommt man Akzeptanz. Das wird irgendwie so als normal gesehen. Das sagt nie jemand, also oder wenig, wie gesagt, wie kannst du den Druck rausnehmen und wie lange willst du denn das noch antun oder so, sondern da sind meistens alle so, ja nein, das verstehe ich, wenn wer gestresst ist durch Berufliches. Und auf der anderen Seite, diese Bereiche wie Care-Arbeit oder Mental Load wird meistens als normal angesehen oder viel zu wenig wahrgenommen und anerkannt, dass das auch Stressoren sind in unserer Gesellschaft. Genau, und wir möchten jetzt so, nachdem wir ein Stück weit die Faktoren angeschaut haben, die dazu beitragen, dass dann so Stress entsteht in der Beziehung, möchte ich einfach schauen, wie wirkt sich das dann auf der körperlichen Ebene aus oder wie reagiert denn unser Nervensystem auf Stress? Weil wenn man da so ein bisschen was weiß davon, kann man sehr viel sozusagen mitnehmen und einordnen auch. Und je besser wir damit umgehen können, desto leichter wird es auch in Verbindung zu bleiben. Prinzipiell wünschen wir uns in der Beziehung Sicherheit. Also wir wünschen uns, dass wir miteinander verbunden sind, dass wir uns sicher fühlen können, dass wir miteinander kommunizieren können, dass wir so entspannt sind, dass wir auch, wenn wir nicht die gleiche Meinung haben, trotzdem in Verbindung sind. Einige derer haben den Begriff Polyvagal-Theorie oder Polyvagal-Modell gehört von Stephen Porches und Ted Turner. Das macht es nochmal so deutlich, weil das zentrale Nervensystem besteht eigentlich aus zwei zentralen Bereichen. Das eine ist der Parasympathikus, der andere ist der Sympathikus. der andere ist der Sympathikus. Und der Parasympathikus teilt sich in einem vorderen, eben ventralen Bereich ein und am dorsalen, am rückwärtigen Bereich. Und der ventrale Bereich, wenn der aktiviert ist, dann ist es so, dass wir eben kommunizieren können, entspannt sind und wir Sicherheit erleben. Und wenn allerdings der Sympathikotone-Bereich angesprochen wird, wenn der aktiv ist, dann bedeutet das natürlich ein Stück weit Stress. Je nachdem wie stark, aber der bedeutet einfach Stress für die Beziehung. Das ist dann so, wenn der innerviert ist, dann können wir einfach auch nicht zuhören. Also dann können wir uns Beziehungsarbeit auf den Hut stecken, weil es nichts bringt. Weil der Partner ihn gar nicht wirklich hören kann, sondern weil er eher auf Kampf und Angriff ist und nicht auf Verbindung und Hören und in Verbindung gehen ist. Und das heißt, wenn man jetzt zum Beispiel schon gestresst ist durch die Arbeitssituation und gestresst nach Hause kommt, dann überträgt sich das natürlich auf die Beziehung, wenn ich nicht vorher schon ein Stück weit sorge für mich oder wenn mir das nicht bewusst ist, wie eigentlich mein Nervensystem gerade aktiviert ist oder wie entspannt ich gerade bin. Und oftmals nehmen wir uns die Zeit nicht und haben wir die Zeit nicht, hinzuschauen, wie fühpannt ich gerade bin. Und oftmals nehmen wir uns die Zeit nicht und haben die Zeit nicht hinzuschauen, wie fühle ich mich denn gerade. Weil es manchmal auch so normal ist, gestresst zu sein oder für viele Menschen ist es normal. Weil unsere ganze Gesellschaft so funktioniert, mit diesem Stress ist Normalität. Und wir dann halt wirklich mit Gefühlen in Kontakt kommen, die unangenehm sind und die natürlich auch für unseren Partner unangenehm sind. Und wie gesagt, da steht jetzt eh schon so ein ventraler Vagus ist eben das Thema Sicherheit. Dann wenn ich so ein Stück weit in Schwierigkeiten komme in der Beziehung, dann bedeutet das, dass ich im Sympathikotonen-Bereich bin. Und dann gibt es noch die dritte Variante, dass ich in Shutdown gehe, also in Beziehungsabbruch, in Rückzug, wenn der Dorsale vagus innerviert ist. Das sind Überlebensstrategien. Da kann es sein, dass ich dissoziere. In unserer Beziehung war das zum Beispiel so, wenn ich gemerkt habe, es wird zu emotional, dann bin ich einfach eingeschlafen. Ich habe mit Elisabeth einen Dialog geführt, ich wollte mit ihr in Verbindung gehen und irgendwann sind mir die Augen zurückgefallen und ich bin einfach eingeschlafen. weil das für mich zu herausfordernd war, zu bedrohlich. Und das ist dann der Bereich, wo der Dorsale Vagus übernimmt. Wir hoffen, dass ihr mit dem was anfangen könnt und dass das nicht zu theoretisch ist. Aber das ist etwas ganz Wichtiges, dass man erkennt, warum ist es so, dass man sich als Paar eben aufreibt in Beziehungen. Weil die Partnerinnen oft in unterschiedlichen Nervenzuständen sind. Person A zum Beispiel ist im Sympathikotonenzustand, sucht Nähe, sucht das Gespräch, redet, möchte ein Stück weit kämpfen, ist vielleicht angegriffen, und heute endlich mit mir. Komm, lass uns jetzt noch mal reden drüber, wie wir das machen in den kommenden Wochen. Wäre die Tante Fritzi kommt auf Besuch und ich würde das nicht wieder alles alleine checken. Genau, und Person B, so jemand wie ich in der frühen Zeit, ist im Dossalen-Wagguss-Zustand, verschwindet in die Garage oder im Bastelraum, ohne was zu sagen,zustand, verschwindet in die Garage oder im Bastelraum, ohne etwas zu sagen, wohin verschwindet, oder im maximalen Zustand, schläft einfach ein. Da kann man sich schon vorstellen, dass das ein Stress in der Beziehung bedeutet. Und beide reagieren aus einem Schutzmuster heraus und nicht, weil sie den Partner angreifen oder verletzen wollen. Und das ist so wichtig, dass das klar ist, dass das unsere Biologie ist. Weil dann muss man sich nicht so ständig beschuldigen wechselseitig, sondern je mehr wir erkennen, dass das biologische Faktoren sind, sobald wir in Stress geraten, ob jetzt in der Beziehung oder außerhalb oder durch diese Faktoren, die wir vorher erwähnt haben, ist unser Nervensystem aktiviert. Und das bewirkt was in mir natürlich, weil mir geht es dann nicht mehr so gut. Ich kann dann nicht mehr so offen sein, kann nicht mehr zuhören, ich kann nicht mich auseinandersetzen mit meinem Partner, meiner Partnerin, sondern ich bin einfach nicht empfänglich. Und wenn man das weiß, dann wird es leichter. Und wenn man weiß, okay, die andere Person macht jetzt zu, nicht weil sie mir das zu fleißig tut und weil sie mich nicht liebt und weil sie sowieso kein Interesse hat an mir und weil sie sowieso noch nie Interesse gehabt hat an mir und weil sie sowieso immer und nie, da könnte man sich dann reinsteigern. Sondern wenn man bei dem bleibt und sagt, okay, unsere Nervensysteme sind jetzt gerade aktiviert und die passen gerade nicht so gut zusammen, dann kann man es sich leichter machen. Weil dann muss man nämlich nicht in den Konflikt einsteigen und sich dann noch wechselseitig ein paar Nettigkeiten an den Kopf werfen. Das heißt, daher gilt im Konflikt zuerst Regulation des zentralen Nervensystems, entspannen, runterkommen, durchatmen. Weil wenn ich im Sympathikotonen oder sogar im Dorsalenbereich bin, dann wird es nicht funktionieren, dass ich zusammenkomme mit meiner Partnerin. Und wenn ich reguliert bin, dann kann ich natürlich ein Stück weit die Regulation für den Partner übernehmen. Dann spricht man von der Co-Regulation. Weil zum Beispiel mit Kindern ist das so der Fall, dass wir Kinder regulieren müssen, weil die kennen das noch nicht selber. Die müssen das erst lernen mit den Jahren. Das heißt, wenn ein Kind eben zum Beispiel ein Baby weint oder schreit oder so, dann braucht es einfach eine liebevolle Person, die es versteht, die es hält, die es trägt, beruhigt und damit kann das Kind eben das lernen, sich selbst zu beruhigen, immer mehr. Und wenn wir das gut gelernt haben, weil wir Eltern hatten, Bezugspersonen hatten, die das gemacht haben mit uns, dann können wir uns ja schneller selbst regulieren. Das ist leider nicht bei allen Menschen der Fall, sondern es ist manchmal so, dass man es erst lernt, wenn man in der Beziehung ist, sich selbst regulieren zu dürfen oder zu müssen, weil man sonst jeden Tag vielleicht einen großen Streit hat. Dieses mich selbst regulieren ist ein ganz wichtiger Faktor. Da werden wir nachher noch dazukommen. Und das andere ist diese Co-Regulation. Wenn man es schafft, dass man dann in einem ruhigen Tonfall miteinander spricht, auch wenn man gerade sichafft, dass man dann in einem ruhigen Tonfall miteinander spricht, auch wenn man gerade sich denkt, irgendwie, und wenn man sozusagen in Verbindung bleibt, aufmerksam bleibt, dadurch reguliert sich auch das Nervensystem meistens der anderen Person. Nicht immer. Es kann natürlich auch so sein, wenn eine Person ruhig bleibt, dass die andere nur aufgebracht wird. Also das muss man mal ausprobieren und testen und dann schauen, wie sind da meine Partnerinnen und meine Partner unterwegs. Das kann durchaus als Gegenteil bewirken. Also ich möchte das jetzt nicht hundertprozentig unterstreichen. Das heißt, ein ganz wichtiger Faktor ist diese Regulation des Nervensystems. Genau. Und ich merke, ich werde jetzt gerade ein bisschen gestresst mit der Zeit. Ja, wunderbar. Irgendwie sind wir ein bisschen hinten nach. Wie sollen wir denn da jetzt weiter tun? Können wir die nächsten Punkte ein bisschen überspringen? Ja, also für alle, die jetzt sich denken, nein, nicht überspringen, ich möchte alles hören, es gibt die Möglichkeit, dass Sie mir ein E-Mail schicken nach, wenn sie wieder ihr Handy benutzen können. Und ich schicke ihnen die Dokumentation von dem allem, was wir jetzt sehr kurz halten werden. Aber wir wollen die Zeit einhalten, weil wir haben als Deadline so fünf nach acht, zehn nach acht, alle spätestens viertel nach acht, dass wir fertig sein sollen mit unserem Input, damit dann ein Gespräch entstehen kann. Und ich fürchte, dass wir sonst nicht hinkommen. Ja, das lassen wir jetzt. Das mit der Opferrolle hätte ich schon gehört. Was ich einfach auch noch so wichtig finde, dass oftmals, das haben Sie vielleicht auch schon mal gehört in Ihrem Leben, so viele Leute sagen, ich bin so gestresst. Oder es ist so stressig. Oder das stresst mich. Und das ist einfach, wenn wir hinhören, im Prinzip eine Opferrolle, weil da passiert etwas mit mir. Das ist nicht etwas, was ich irgendwie steuere, sondern es passiert mit mir. Und ich möchte Ihnen gerne einen Satz mitgeben, der in Richtung Selbstwirksamkeit geht. Und der heißt, oder eine Frage, womit stresse ich mich? Sozusagen die Verantwortung zu übernehmen, immer wieder mal zu überlegen, wenn ich sage, ich bin so gestresst oder das stresst mich, mir zu überlegen, womit stresse ich mich? gestresst oder das stresst mich, mir zu überlegen, womit stresse ich mich? Und meistens kommt dann raus, ich stresse mich, weil ich es unbedingt noch wunderbar haben will, wenn die Tante Fritzi auf Besuch kommt, weil die ist ja so streng mit dem, ob putzt sie es oder nicht? Ja, also so hohe Ansprüche und so weiter. Also da einfach immer mehr hinzuschauen und dann zu schauen, muss ich das wirklich machen? Muss ich mich wirklich mit dem stressen? Genau, das wäre jetzt das, was wir da jetzt ein bisschen überspringen. Genau. Und das Nächste, was wir ansprechen wollen, ist das Thema Commitment. Gibt es ein Commitment, eine Entscheidung miteinander für weniger Stress in unserer Beziehung, für mehr Zeit, für Genuss, Zärtlichkeit, Liebe und schöne Momente, Freude, Kultur oder Abenteuer. Gibt es so etwas in Ihrer Beziehung? Und wenn es das nicht gibt, ist es möglich, ein gemeinsames Commitment für die Beziehung zu treffen? Wenn es das nicht gibt, ist es möglich, ein gemeinsames Commitment für die Beziehung zu treffen. Und da gibt es so etwas Kleingedrucktes unten, das tun wir jetzt noch ein bisschen größer schreiben. Voraussetzung für ein gemeinsames Commitment ist, für mich selber gut zu sorgen, weil ich kann nicht erwarten, dass ich in Verbindung gehen kann, wenn ich nicht selber für mich gut sorge. Also wenn ich selber gestresst bin und mich selbst nicht spüre, dann kann ich mir nicht anmassen, mit jemand anderem in Verbindung zu gehen. Also das heißt einfach wirklich auch immer wieder so gemeinsam diese Vereinbarung zu treffen und zu schauen, möchten wir, wenn wir so gestresst sind über längere Zeit, möchten wir so weitermachen oder möchten wir wirklich gemeinsam hinschauen, wie können wir es uns leichter machen, wie können wir mehr Stress rausnehmen. Genau. Und eine andere sehr wichtige, aber manchmal unangenehme Frage, weil es auch eine ehrliche Frage ist, könnte es auch sein, dass mein Stress ein Ausweg ist aus der Beziehung, also dass es auch, dass man auch recht ist, dass ich länger in der Arbeit bleibe, dass ich noch meine E-Mails erledigen muss am Abend, dass ich noch unbedingt mindestens zwei Stunden mit meiner Freundin telefonieren muss, weil die hat gerade Liebeskummer und daher keine Zeit für meinen Partner habe oder für meine Partnerin. Also so könnte das sein. Weil das ist auch manchmal, kann es auch eine Ausrede sein, um sozusagen bestimmte Beziehungsthemen nicht anzuschauen oder anschauen zu müssen oder nicht hinspüren zu müssen. Also wenn der Zwischenraum in der Beziehung so unangenehm ist, dass man das Gefühl hat, da müsste ich jetzt was ansprechen, nein, ich tue lieber noch ein bisschen mehr arbeiten oder mehr Radl fahren oder sonst was. Und ganz kurz, weil wir natürlich auch immer wieder zum Thema auch schon über Sexualität und Intimität gesprochen haben, das ist natürlich dann auch ein Thema, das viele Paare beschäftigt. Weil wenn man sozusagen viel im Stress ist, dann leiden darunter Sexualität und Intimität. Und dann kommt meistens das Thema auf den Tisch, dass eine Person mehr Verlangen hat, die andere Person weniger Verlangen und dass sozusagen wenig beachtet wird, dass das aber mit den Faktoren zu tun hat, die mit reinspielen. Viele Paare haben kein sexuelles Problem. Manche Paare glauben dann, sie haben ein sexuelles Problem. Es geht mehr darum, dass es ein Zeitproblem ist oder ein Stressproblem. Weil wenn ich gestresst bin, also bei den meisten Menschen ist es so, dass Lust und Wohlgefühl im Körper durch Sicherheit und Entspannung entstehen und nicht durch Stress. Es gibt da manche Menschen, die laufen zu Höchstform auf, wenn sie so richtig gestresst sind, sonst richtig lustvoll. Aber bei den meisten Menschen ist es nicht so. Weil dieser parasympathische Zustand Wohlgefühl erzeugt, wo wir uns entspannen, wo wir Nähe, Verbindung erleben können und miteinander reden können, offen sein können füreinander. Das nur so als kleinen Anker, dass das auch mit rein spielen kann. Und wir wollen euch oder Ihnen jetzt noch vorstellen, was können wir tun, damit Nähe und Leichtigkeit und Lebendigkeit wieder mehr in der Beziehung Platz finden. Der erste Punkt, den wir euch mitgeben wollen, ist, wirklich die Priorität zu setzen. Das war der Grund, warum wir dieses Buch geschrieben haben, Love First. Was wäre, wenn die Priorität in meinem Leben wirklich die Beziehung ist und die Liebe. Was würde dann passieren, wenn ich wirklich sage, du bist mir am wichtigsten und nachdem du mir am wichtigsten bist, bin auch ich mir am wichtigsten, weil sonst kommen wir nicht zusammen. Es kann nicht sein, dass nur der Partner das Wichtigste ist, sondern ich bin mir auch wichtig und du bist mir so wichtig, wichtiger als alles andere. Was würde dann passieren, wenn man dann vielleicht für die Arbeit zu müde ist aufgrund der Liebe? Wenn man den Chef anruft und sagt, ich komme heute nicht in die Arbeit, ich bin so müde von der Liebe. So eine wunderschöne Liebesnacht gehabt. Und wenn man sich dann vorstellt, der Chef sagt, wunderbar, ja, komm erst am Nachmittag schlaf ich aus. Das wäre doch toll. Das ist ein Traum von uns. Eine Vision. Das nächste, was wir euch mitgeben wollen, ist die Regulation vor der Kommunikation. Also dass es klar ist, dass man zuerst entspannt runterkommt, vielleicht ganz entspannt einen Tee trinkt, bevor man in Kommunikation tritt und irgendwelche Beziehungsthemen klären will. Oder wenn man das Gefühl hat, der Partner ist gerade ausgelöst, dass man sich überlegt, wie könnte ich denn helfen, dass er, sein oder sie ihr zentrales Nervensystem wieder sich beruhigt. Durch liebevolle Ansprache, sorgende Tätigkeiten oder eben sagen, komm, setz dich her, lass mal sein, komm, darf ich dich umarmen? So ein nettes Beispiel gehabt, erst vor ein paar Tagen in der Praxis, wo sie an ihm so geschätzt hat, weil die haben beide Gäste gehabt und haben eine unklare Kommunikation gehabt darüber, welches Geschirr sie verwenden werden für die Gäste und sind da in einen totalen Konflikt reingekommen. Und er ist dann einfach hingegangen zu ihr und hat ihr Gesicht in beide Hände genommen und hat sie geküsst und gesagt, nein, wir nehmen das, was du jetzt gesagt hast, passt. Und sie war total happy. gesagt, nein, wir nehmen das, was du jetzt gesagt hast, passt und sie war total happy. Also das wäre Co-Regulation, so etwas dann auf die andere Person zuzugehen und sie zu beruhigen. Das nächste, was wir euch mitgeben wollen, verbündet euch gegen den Stress und habt Verständnis füreinander. Also nicht, dass es so ist, wie da jetzt bei dir zwei Maxl, sondern dass es so ist. Miteinander gegen den Stress, den Stress draußen halten. So gut wie man sagen würde, den holen wir uns jetzt nicht in die Beziehung ein. Das lassen wir draußen. Den ganzen Zeitstress, das ganze organisatorische, Weihnachten, lassen wir es einmal draußen. Ist ja egal, das passiert von selber. Beziehungsweise auch, dass man dann nicht nur wechselseitig den Druck macht, weil du immer zu spät kommst und weil du immer so viel arbeitest, dadurch ist bei mir so und so und so, sondern dass man wirklich schaut, okay, wie können wir denn gemeinsam dafür sorgen, dass wir einfach Druck rausnehmen. Also das ist so auch ganz was Wichtiges. Dann aufrichtige, liebevolle, wertschätzende Kommunikation. Und wir haben das Wertschätzen bewusst fettgeschrieben. Wertschätzung ist aus unserer Sicht das Wasser für euren Beziehungsgarten. So wichtig. Kakteengarten sind auch schön, aber manchmal halt nicht so wirklich kuschelig. Und die wachsen einfach auch mit wenig Wasser. Aber wenn man so einen tropischen, schönen, angenehmen, blumigen, duftenden Garten haben will, in der Beziehung, dann ist es gut, wenn man den einfach regelmäßig wassert mit der Wertschätzung. Dann so Mikro-Makro-Momente in der Beziehung wirklich genießen. Einfach das sind so diese kleinen Momente, wie zum Beispiel, wenn man aneinander in der Küche vorbeigeht und den Partner berührt. Und jetzt bin ich ans Weitergesprungen, Entschuldigung, da war ich. Nein, da fehlt etwas. Ah, die Liebesinseln kommen zuerst. Das war es. Ja, das gehört auch zu den Mikro- und Makromomenten, die Sie sehen. Zu den Liebesinseln wollte man noch sagen, dass man sich immer wieder überlegt, was sind die Inseln, wo wir uns immer wieder mal zurückziehen als Paar. Das müssen keine großen Kurzurlaube sein, sondern es können eben so Mikro-Momente sein, einen bewussten Kaffee miteinander trinken, einfach wirklich miteinander in Verbindung gehen, dem Partner in die Augen zu schauen oder eben eine liebevolle Berührung, weil man gerade an ihm vorbeigeht. Also der freundliche Blick ist unglaublich wichtig. Also immer wieder mal einen freundlichen Blick rüberschicken. Das ist so wichtig, weil das so tief geht. Freundliche Blicke gehen so tief. Das bin mir sicher, wenn ihr nachdenkt oder sie nachdenken, dass wenn man jemanden sehr gern hat oder wenn man jemanden beeindruckt hat, das meiste ist in Verbindung mit einem freundlichen Blick, mit einem liebevollen Blick, den man empfangen hat. Von der Großmutter oder vielleicht von einer Freundin oder vom Partner. Das ist ein ganz wichtiger Faktor, immer wieder der anderen Person einen freundlichen Blick zu schenken. Und für das können wir uns auch immer wieder entscheiden. Selbst wenn er oder sie gerade ein großes Ekel ist, kann man freundlich rüberschauen. Und sie denken, ja, du bist gerade ein großes Ekel, aber trotzdem. Eines unserer Kose-Worte in der letzten Zeit, die sehr populär geworden ist in unserer Familie, ist Schirchpercht. Das ist wieder Schirchpercht. Und das kann man natürlich auch freundlich sagen, mit einem freundlichen Blick und einem Spaß haben dabei. Genau. Jetzt komme ich zu diesen Makro-Mikro-Momenten, die immer wieder genießen. Immer wieder schauen, was ist jetzt gerade zu genießen. Und manchmal ist es genussvoll zu sehen, dass der Partner gerade in Schierberg ist. Entschleunigung. Immer wieder schauen, brauche ich das jetzt noch, muss ich das noch einquetschen. Also ich komme aus einer Herkunftsfamilie, da hat man ganz viel einquetscht. Das habe ich erst lernen dürfen, so wirklich entspannt zu sein, weil ich gemerkt habe, ich habe dann den zeitlichen Stress in meinem Rücken gespürt und das war dann für mich ein guter Indikator, es ist zu viel Stress, zu viel Zeitstress vor allem. Und da hingehen zu kommen, zu sagen, mache ich nicht mehr mehr Zeit dafür, für das, was jetzt einfach notwendig ist. Also das hat dann so ausgeschaut, dass wir, weiß ich nicht, um fünf einen Termin gehabt haben und dann haben wir vorher noch zum Altschutzzentrum fahren müssen, was abliefern und das noch besorgen und dann noch was machen und vorher noch irgendwas zusammenräumen. Und das innerhalb von einer Viertelstunde oder so. Das sind halt so solche Dinge, das heißt, eine quetschen. Willst du mich da jetzt gerade bloßstellen? Nein, nein, es ist eh schon lange vorbei. Das Nächste, was ich mitgebe, Selbstfürsorge. Das ist ganz wichtig. Immer wieder schauen, was kann ich für mich tun, damit es mir gut geht, weil erst wenn es mir gut geht, kann ich auch mit der Partnerin in Verbindung gehen. Wenn ich nicht für mich sorge, dann geht das nicht. So wie ein römischer Brunnen, wenn die oberste Schale nicht gefüllt ist, dann kann das Wasser nicht in die nächste Schale runter tropfen. Und dann immer wieder diese magische Frage, womit stresse ich mich gerade? Das ist wirklich eine magische Frage. Immer wieder sich zu überlegen, was mache ich da gerade schon wieder mit mir? Womit stresse ich mich? Muss ich pünktlich fertig sein? Muss ich es perfekt haben? Muss ich für den anderen das unbedingt noch machen? Ist es wirklich so wichtig? Womit stresse ich mich? Was habe ich da schon wieder für einen Anspruch, der mich unter Druck setzt, mit dem ich mich unter Druck setze? Und dieses Gerät, es ist super zum Nachrichtenschreiben, Nachrichtensprechen, Wertschätzungen zu schicken und so weiter. Aber wenn man sich von dem leiten lässt, durch den Tag, ist es eine Katastrophe. Es ist einfach eine ganz schlimme Sache. Und deshalb da sind ein paar Menschen herinnen, die das sicher die Zeit vor dem Handy noch erkannt haben oder gekannt haben. Und da hat es ja viel mehr die Möglichkeit gegeben, so Zeiten zu haben, wo man nichts tut. Dolce Farniente oder die Kunst des Musikgangs, die immer wieder zu feiern, immer wieder auszuprobieren. Der Gwaltling hat so ein tolles Lied einmal geschrieben, weil man so fad ist. Ja, also einmal nichts tun, einfach in die Luft schauen, ins neue Kastl. Das entspannt ungemein. Und das ist natürlich für viele Menschen, ich erlebe das immer wieder so, dass mir viele Menschen erzählen, dass das ganz schwierig ist, dass sie einmal hinsetzen aufs Sofa und ein paar Minuten sitzen bleiben. Das ist wirklich ein Training für manche Menschen, sie das zu gönnen und einmal ein paar Minuten zumindest sie das zu erlauben und dann kann man eh schon wieder was tun. Aber sie das langsam anzueignen, dass das auch möglich ist, einfach mal in die Luft zu schauen oder ins Neunkastl, hat man früher gesagt, also so CDs zu erlauben und nicht dabei zu scrollen am Handy. Viele Menschen sagen, ich mache eh eine Pause, ich sitze eh dann auf der Couch. Aber sie sitzen auf der Couch mit dem Handy und schauen da wieder rein. Das ist keine Pause. Dieses süße Nichtstun wieder zu entdecken und nochmal zu schauen, wie ist das, wenn wir uns das einmal erlauben, dass wir wirklich einmal länger im Bett bleiben und vielleicht dann auch noch im Bett frühstücken und wie immer oder einfach einmal wirklich einen Tag unverplant lassen und schauen, was bringt dieser Tag für uns beide und worauf haben wir Lust und vielleicht bleiben wir den ganzen Tag im Pyjama und gerade bei dem Wetter, wie es jetzt ist, ist es manchmal ganz angebracht, wenn man im Pyjama bleibt. Also einfach zu schauen, was ist möglich, was tut uns gut miteinander. Immer wieder achtsame Begegnungen planen und genießen. Was sind achtsame Begegnungen? Im Mikro-Moment sind es wirklich so Augenkontakt und wirklich achtsam schauen, was ist jetzt gerade. Ein größerer Moment wäre ein Dialog zum Beispiel zu planen oder gemeinsames Essen und noch größer gedacht wäre es eben vielleicht wirklich eine Liebestunde oder mehrere Liebestunden miteinander zu planen oder den ganzen Tag irgendwo zu planen. So bewusste Auszeiten der Liebe. Und ein ganz wichtiges Thema sind also gemeinsame Abenteuer. Und da geht es nicht um große Abenteuer, wo man knapp überlebt oder so. Das meinen wir nicht. Es können auch manchmal kleine Abenteuer sein. Kleine Abenteuer zum Beispiel das, du komm, lass uns heute einen anderen Weg heimfahren oder heimgehen, wie wir es immer machen. Probieren wir einfach mal einen anderen Weg aus oder gehen wir mal in ein anderes Lokal oder gehen wir mal woanders hin einkaufen. Also es muss jetzt nichts Großes sein, aber es ist so wichtig, immer wieder so einfach sie überreden zu lassen, weil meistens, wenn man in so einer langjährigen Beziehung ist, dann glaubt man ja schon zu wissen, wie die andere Person tickt. Und manchmal traut man sich ja dann gar nicht mehr Fragen. Weil man schon weiß, die andere Person sagt eh nein. Aber vielleicht erlaubt man sich dann trotzdem wieder mal zu sagen, du, ich würde so gerne einmal zumindest mit dir auf den Rheinermarkt gehen. Das ist mir jetzt gerade eingefallen. Keine Ahnung warum. Oder ich würde so gerne mal mit dir in der Nacht beim Mondenschein spazieren gehen. Aufs Hausdach. Oder aufs Hausdach oder was auch immer. Oder irgendwo den Sonnenuntergang genießen. Oder den Sonnenaufgang. Oder jetzt das Eis. Die Eisdis zugefroren haben wir gestern gehört. Oder die Gusen auch. Die Gusen sind auch zugefroren, haben wir gestern gehört. Oder die Gusen auch. Die Gusen sind auch zugefroren. Das sind jetzt gerade so Abenteuer, die man machen kann. Man muss ja nicht einmal aufs Eis gehen, aber zumindest kann man es erleben, dass es es gibt, weil man weiß, ob man es noch öfter erleben wird. Mit dem, dass es doch immer wärmer wird. Morgen könnte es eh schon schwierig sein. Also das ist keine Empfehlung. Nicht aufs Eis zu gehen, aber zumindest das anzuschauen. Ja, und wir hoffen, dass ihr mit diesen Dingen alle was anfangen könnt. Und jetzt haben wir noch einen Punkt, den wir noch ansprechen wollen, weil es ein heikler ist, der Paare schon auch immer wieder stresst. Und zwar das Thema Haushalt. Was hilft da präventiv? Wirklich immer wieder hinschauen, welche Aufgaben sind zu tun und die sichtbar zu machen und zu planen. Und auch zu überlegen, helfe ich da jetzt mit oder übernehme ich Verantwortung? Wenn ich mithilfe, heißt das, ich übernehme meistens nicht ganz die Verantwortung. Wir haben das früher sehr gespielt. Ich komme aus einem Elternhaus, ich habe es eh zuerst ein bisschen angesprochen, dass mein Vater eher, wenn überhaupt, nur hin und wieder der Mithelfer war und meine Mutter die ganze Verantwortung gehabt hat. Und aus der Richtung komme ich daher und habe am Anfang auch mitgeholfen im Haushalt. Irgendwann habe ich dann Verantwortung übernommen. Und zwar nicht nur fürs Mistkübel raustragen, sondern für alles Mögliche, was notwendig war. Und dahingehend immer wieder die Frage zu stellen, tue ich mithelfen oder übernehme ich wirklich die Verantwortung? Und wenn jemand die Verantwortung übernimmt, dann auch zufrieden sein mit dem Ergebnis. Also könnte man es gleich dopetieren, wenn man sagt, okay, du hast zwar gesagt, du übernimmst die Verantwortung für den Geschirrspieler, einräumen und ausräumen, aber ich finde, das zeigt nachher nicht mehr. Also ich glaube, ich mache es wieder selber. Dann braucht man sich nicht wundern, wenn es da keine Arbeitsteilung gibt. Regelmäßige Check-ins, wie geht es uns gerade, klare Kommunikation statt Annahmen ist auch eine ganz wichtige Sache. Und Wertschätzung für die unsichtbare Arbeit ist auch ein ganz wichtiger Punkt zum Thema Haushalt. Und dann immer wieder so gemeinsame Erholungszeiten einplanen, weil Haushalt ist ein großes Ding und da darf man sich auch erholen. Ja, und jetzt sind wir zeitlich 20.09 Uhr. Wir haben es jetzt doch irgendwie halbwegs geschafft. Also vielleicht habe ich mich um ein Sohns gestresst, aber zwischenzeitlich habe ich mir gedacht, nein, ich muss jetzt was sagen, weil sonst könnte es sein, dass wir uns verplappern. Aber wir würden noch gerne länger reden und wir könnten noch so viel berichten, aber jetzt geht es ja dann um das Gespräch. Für das Gespräch wünsche ich uns jetzt einmal viel Freude, viele interessante Fragen. Und als Abschluss unseres Vortrags haben wir noch ein Bild vorbereitet von einem Linzer Fotografen, der in die Zukunft fotografieren kann. Elisabeth ist da wunderbar abgebildet und auch ich. Ziemlich gemein, wenn er das sagt. Warum? Ja, weil ich da so kurze Haare habe. Die oben, oder? Und damit ich es nochmal klar mache, wenn Sie eine Dokumentation von uns wollen, oder ihr, dann schickt mir bitte eine E-Mail, dann schicke ich euch die Dokumentation zu, im Laufe dieser Woche. Und entweder an die E-Mail, dann schicke ich euch die Dokumentation zu im Laufe dieser Woche. Und entweder an die E-Mail-Adresse office-at-challenge-of-life.at oder Sie oder ihr scannt den QR-Code, dann kommt sie auf unsere Website mit Kontakt und da seht ihr irgendwo meine E-Mail-Adresse office-at-challenge-of-life.at. Da draufdrücken, dann geht es automatisch ins Outlook oder in ein anderes Mail-Programm und dann einfach nur schreiben, bitte oder ohne bitte Dokumentation zusenden. Dann werde ich das machen. Dann bedanken wir uns ganz herzlich für die Aufmerksamkeit und freuen uns jetzt auf eine interessante Podiumsdiskussion oder Gespräch. Vielen, vielen Dank. Es ist immer sehr spannend, Ihnen zuzuhören, weil es einfach so lebendig ist und weil es einfach so viele Beispiele aus der Praxis sind. Ich schaue jetzt einmal in die Runde. Wie gesagt, jetzt ist immer die Zeit, dass Sie Ihre Fragen stellen. Ich schaue mal, ob jemanden schon eine Frage auf den Lippen brennt. Wenn nicht, frage ich einmal in den Chat. Im Chat ist auch noch keine Frage. Ich gebe Ihnen noch ein bisschen Zeit zum Überlegen. Der Chat hat eine Frage. Da hinten ist eine. Da hinten ist eine, genau. Ich fange im Saal an und dann gehen wir zum Chat. Danke für den guten Vortrag. Wir haben vor ein paar Tagen gesprochen gesprochen über das thema selbstfürsorge und ich frage mich wo ist dann die grenze zum egoismus also ich finde die grenze zwischen selbstversorgung und Egoismus ist, wenn ich dabei nur mehr an mich denke und wenn das, was ich tue, nicht gut ist für andere Personen. Also wenn ich die anderen nicht mitdenke. Bei der Selbstversorgung ist es so, wenn ich für mich sorge, dann tue ich eigentlich nicht nur für mich was Gutes, sondern auch für die anderen, weil das auch positiv auf die anderen sich auswirkt, die Selbstfürsorge. Wenn ich aber nur egoistisch an mich denke, dann wird meistens das System, in dem ich mich befinde, also sei es entweder der Partner, die Partnerin oder das Familiensystem, darunter leiden in irgendeiner Form. Und da ist der Unterschied. Andere Antwort von meiner Seite. Ich mache es beispielshaft an einer Leidenschaft von mir. Ich gehe nicht gerne klettern. Und egoistisch wäre, wenn ich sage, Elisabeth, morgen gehe ich klettern. Und übermorgen mache ich eine Klettertour im Totengebirge, da bin ich auch nicht da. Nur, dass du es weißt. Und Selbstfürsorge wäre, Elisabeth, ich merke, ich hätte wieder Lust, einmal klettern zu gehen. Ist es okay, wenn ich heute Abend mit Andi klettern gehe um 18 Uhr? Passt das in unser System? Und Elisabeth sagt, ja klar, go for it. Und ich dann sage, und es ist mir fast unangenehm zu fragen, aber übermorgen war eine Tour, war das Wetter so schön im Totengebirge? Aber ich weiß, das passt eigentlich gar nicht in unser System, weil wir haben uns eigentlich ausgemacht, dass wir im Garten die Pflanzerlein pflanzen und so weiter. Und ich weiß, das würde man eigentlich auch voll gut tun. Können wir das irgendwie trotzdem einplanen, dass wir ein Paz unter den Hut bringen? Das wäre eine Selbstfürsorge aus meiner Sicht. Aber jetzt muss ich die Elisabeth fragen, ob es wirklich so ist. Stimmt, das spielt sich gut an. Wie fühlt sich das für Sie an? Ah, hart an der Grenze zum Egoismus, oder? Ja, dann ist glaube ich eine Frage im Chat. Zwei Fragen. Geht schon. Hallo? Ja. Einmal die Frage von Hannes. Wie können wir die immense Verantwortungslast von Care-Arbeit, zum Beispiel Kinderarzttermine etc. reduzieren? reduzieren? Naja, indem man sich Unterstützung holt, so viel als möglich. Also das haben leider nicht alle Paare, weil es vielleicht Großeltern zu weit weg sind oder Freunde. Also ich finde zum Beispiel gerade bei jungen Familien oder bei Familien mit Kindern finde ich, wenn man jetzt zum Beispiel kein Familiensystem hat, kein zusätzliches das mitträgt, wäre die Möglichkeit, dass man mit anderen Familien sich zusammentut und sagt, hey, wir passen auf eure Kinder jetzt mal auf und könnt ihr dann auf unsere aufpassen. Das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit. Und mit den Arztterminen vielleicht wirklich zu sagen, okay, ich bin für Hals, Nasen, Ohren und ich weiß nicht was zuständig und du bist für das und das zuständig. Also einfach aufzuteilen. Wenn das Kind natürlich immer nur Hals, Nasenen-Ohren und ich weiß nicht was zuständig und du bist für das und das zuständig. Also einfach aufzuteilen. Wenn das Kind natürlich immer nur Hals-Nasen-Ohren- Probleme hat, sollte man vielleicht sozusagen jeden Termin so zum Teilen, also auch mit der, auch mit der. Aber wenn es unterschiedliche oder zwei Kinder gibt, dann kann man sich vielleicht da die Kinder aufteilen. Ein Kind wird von der Person ärztlich sozusagen versorgt mit Terminen, das andere mit den anderen. Außer das eine ist immer krank und das andere immer gesund, dann wird es auch gefährlicher. Alternative Antwort von mir, Hannes. Es hilft, wenn man darüber redet und wirklich von beiden Seiten Verständnis füreinander da ist, entweder in die Richtung der Care-Arbeit, ich deute jetzt klassisch in die Richtung der Care-Arbeit, weil es muss echt schwierig sein, was du alles stemmst. Wie schaffst du das und wie kann ich dich optimal unterstützen und andererseits das Verständnis in die andere Richtung rüberkommt? Wie kriegen wir das hin, dass das Berufliche trotzdem nicht unter die Räder kommt? Das ist unser finanzieller Backbone. Wie schaffen wir das miteinander, dass wir beides unter den Hut bringen, ohne dass wir beide ausbrennen? Und was brauchst du heute Abend? Weil ich weiß, du hättest die ganzen Arbeitsaufträge gehabt mit Ärzten und Pflegeangehörigen und so weiter. Was kann ich Gutes tun, dass ich dir heute Abend gut lasse? Was kann ich übernehmen? Und dann ist es schon wichtig, dass die Person, die sozusagen mehr Care-Arbeit leistet, dass die dann aber auch delegiert oder halt wirklich alles nimmt, was angeboten wird und sagt, okay, ich nehme das an von dir, dass du mich einen Tag total frei spielst und ich habe Zeit, mit meinen Freundinnen, keine Ahnung, was zu tun, frühstücken zu gehen oder wandern zu gehen oder ins Kino nach Wien zu fahren, keine Ahnung. Ja, also was man halt, aber also darüber ins Gespräch zu kommen. Aus der Retrospektive muss ich gestehen, ich habe das teilweise sträflich vernachlässigt, meine Frau immer wieder einmal freizuspielen und zu sagen, hey, nimm dir einen Tag frei, ich nehme die Kinder. Hätte mir voll getaugt und ich habe es einfach nicht getan, weil ich einfach zu viel in diesem Leistungsorientierten drin war. Da hätte ich uns einigen Stress erspart. Das stimmt. Aber schön, dass du es jetzt siehst. Asche auf meinen Haut. Erik, habe ich noch eine Frage? Eine zweite? Ja, die zweite Frage von der Sandra. Wenn einer der PartnerInnen die Hauptverdienerin ist, wird meist davon ausgegangen, dass der die andere für den Haushalt zuständig ist. Wie handhabt ihr das? Ich finde auch, dass das wiederum eine Verhandlungssache ist, dass man da wirklich darüber sprechen muss, wie das finanziell gehandhabt wird und was die, weil manche Paare handhaben es auch so, dass sie sagen, wir leisten uns zusätzlich eine Reinigungskraft. Es ist nicht so, dass das immer so sein muss, dass die Person, die weniger Geld nach Hause bringt, automatisch für den Haushalt zuständig sein muss. Ich weiß jetzt nicht, ob ich die Frage jetzt richtig verstanden habe, ob die andere Person dann zu Hause ist oder ob die einfach nur weniger Geld verdient. Das wissen wir jetzt nicht, oder? Eine Person verdient weniger Geld und die andere mehr Geld. Da finde ich, dass das trotzdem für mich jetzt... Voll super. Die, die mehr verdient, trägt mehr zum Haushaltsbudget bei. Und damit ist es hoffentlich möglich, dass man einen Teil der Arbeit delegiert. Aber es kann sicher nicht so sein, dass diejenige Person, die weniger verdient, dann die Haushaltstätigen übernehmen muss. Weil was ist, wenn der eine in der Wirtschaftsbotschaft ist und die Frau eine Lehrerin zum Beispiel, dann verdient die garantiert weniger. Oder wenn die Frau Ärztin ist und der Mann ist Lehrer. Zum Beispiel. Naja, möglich. Ist die Frage... Also ich bin jetzt in Bezug wirklich auf Hausarbeit. Ich finde das einfach, ich bin da schon sehr feministisch, ich gestehe, weil ich finde es wirklich wichtig, dass man da echt schaut, dass man das gemeinsam trägt. Also dass wir wirklich beide Verantwortung dafür übernehmen. Das heißt nicht, dass das alles jetzt da ganz genau und akribisch aufgeteilt werden muss, aber dass man miteinander diese Verantwortung trägt. Und halt dann einfach auch schaut, wie kann das gehen, wenn eine Person mehr verdient, die andere weniger verdient. Heißt das gleichzeitig, dass die Person, die mehr verdient, auch mehr arbeitet? Das muss ja nicht immer der Fall sein. Kann ja sein, dass die nicht mehr arbeitet. Einfach da hinzusch schauen, wie können wir uns ein gutes Leben machen miteinander. Und normalerweise ist es ja so, dass man wenn die Person, die mehr verdient, auch mehr beisteuert, weil die andere kann ja nicht so viel beisteuern, dass man da anteilig rechnet und schaut. Ich hoffe, dass die Frage beantwortet ist. Was man jetzt daraus erhält, so Kommunikation ist ja ganz wichtig. Stress entsteht ja durch unterschiedliche Kommunikationstypen, das ist auf alle Fälle auch. Aber es kommt ja im Buch immer wieder ganz, ganz oft und auch dieses in Verbindung bleiben durch Kommunikation. Jetzt erwähnt sie im Buch einmal ganz wenig, aber zum Schluss erwähnt sie es doch, dass man sich in der Kommunikation ja zueinander öffnen muss und dass das ja gar nicht so einfach ist, weil es einfach ein Wagnis ist, weil ich lege mich da und ich bin verletzlich. Und auf der anderen Seite ist es so, weil die Möglichkeit eben eine Basis zu schaffen und Vertrauen zu schaffen. Können Sie vielleicht ein bisschen was noch zu diesem Punkt der Verletzlichkeit sagen, dass man sich einfach auch verletzlich zeigen muss in Beziehungen, damit das Ganze auch funktionieren kann. Weil den Stress kann man ja auch nur minimieren, einfach indem man miteinander redet. Und da muss man sagen, was man will und was man angeht. Da muss man sagen, was man will und was es angeht. Verletzlichkeit ist ein extrem wichtiger Faktor in der Beziehung. Das heißt, dass ich mir immer mehr erlaube, mich zu zeigen mit Dingen, wofür ich mich vielleicht schäme. Das sind vielleicht manchmal ganz simple Sachen, wo die Personen, wo vielleicht der Partner sagt, was, dafür schämst du dich? Das hätte ich mir nie gedacht. Weiß ich nicht, zum Beispiel, dass man gerne Mangerie isst. Da gibt es wirklich so Dinge, die wirklich wichtig sind, sie da zu öffnen und zuzumuten. Verletzlichkeit heißt für mich, dass ich mich wirklich authentisch lerne zu zeigen und eine Basis schaffe, wo das auch möglich ist, dass man auch wirklich so miteinander Verbündete wird und Sicherheit gibt immer mehr und aufgrund dessen dann auch in diese Offenheit reinkommt, dass ich sozusagen die andere Person in meinen Geist Einblick gebe. Ich erlebe das immer wieder so, dass in ein paar Situationen, dass eine Person oder beide Personen dazu tendieren, immer so ihr eigenes Suppe zu kochen. Und die andere Person wird dann eher so ein Stück weit konfrontiert mit dem Ergebnis, also mit der Suppe an und für sich und weiß gar nicht, dass da gekocht worden ist, ein Suppe. Ja, also und das zum Beispiel ist was, wodurch ich mich verletzlich mache, wenn ich die andere Person mitnehme in meine Prozesse, wenn ich es reinschauen lasse in mich, in das, was mich bewegt, was mich schmerzt, was mich freut, was mich zum Weinen bringt, was mich zum Lachen bringt, was meine Bedürfnisse sind. Ich möchte so gerne kuscheln mit dir. Und das auch aushalten, wenn die andere Person sagt, heute war so ein stressiger Tag, ich brauche jetzt einmal Zeit für mich. Und auch damit umgehen kann und sagen kann, okay, vielleicht dann in 20 Minuten oder in einer Stunde oder so. Also alle diese Dinge, dass ich mir zeige, wie ich bin. Meine Antwort wäre in die Richtung, dass der Alltag oft einmal notwendig macht, dass man so ein Stück bei der Rüstung hat. Weil manches einfach nicht zeigbar ist im Alltag. Und da, wenn man heimkommt, einfach bewusst die Rüstung ablegt und sie wirklich öffnet und sagt, hey, da bin ich. Und ich bin jetzt da mit der ganzen Weichheit und Präsenz. Da höre ich dann immer wieder, wow, das macht dich voll sexy. Tipp für alle Männer. Es kann ja sein, oder? Wir haben jetzt erst gesagt, Beruf ist ein Stressfaktor und auch externer Stress. Und man hat im Büro einfach Kritik erleben müssen oder was auch immer. Man kommt heim und in dem Moment, wo man das auch mitteilt und sich offenbart, wieso das so ist, ich denke mir, das kann ja auch nur einfach das auflösen und vielleicht auch diese Nervsituation, so dass man diese Stress-Nervsituation hat. Ich schaue wieder in den Saal. Ganz hinten ist eine Frage aufgetaucht. Ich möchte da jetzt gleich anschließen, Stefan, was du gesagt hast. Wenn du dich weich machst, also die Schale öffnest, das macht sexy. Dieses Klischee, was ja ewig gelebt wurde und auch noch gelebt wird, Mann darf keine Tränen zeigen oder Schwäche zeigen, was ja bei unseren Eltern, aber ich merke es ja im Außen auch. Ich habe einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn ist sensibel und es ist so schwierig für sensible junge Männer sich so zu zeigen. Das fängt an, wirklich. Die sind jetzt erwachsen, meine Kinder. Aber man hört es im Kindergarten, die werden gemobbt und und und. Es wird ihnen ja irgendwo aberzogen. Und da ist jetzt meine Frage, wie geht man damit um? Eigentlich betreffend von jung bis erwachsen. Oder was sagt ihr dazu? Vielen Dank für die Frage. Ich würde sagen, du hast es schon mal super gemacht. Weil dass der Sohn immer noch sensibel ist und das leben kann, wunderbar. Weil alle Männer sind grundsätzlich sensibel, wenn sie auf die Welt kommen. Wie bitte? Wir wollen eh die sensible Seite und die gefühlvolle Seite der Männer. Und wenn ein Mann eine gewisse Lebenserfahrung hat, dann checken die meisten das. Ja, ganz richtig. Dann wissen sie, dass das sexy macht. Natürlich recht. Aber in der Zeit, wo so von außen gemobbt wird, gerade wenn so Jugendliche aufwachsen oder auch Kinder, wo man ja schon hört, oder auch im Jobmobbing, ist ja nicht nur so dahergesagt, sondern trifft wirklich sehr oft zu. Man sucht sich oft den Schwächeren und dann lässt man es aus. Da habe ich jetzt eine Frage dazu. Wie geht man damit um? Also ich glaube, das ganz Wichtige ist als Elternteil mit den Kindern, denen immer die Sicherheit zu geben, du bist okay, wie du bist. Und die sensible Seite bei jungen Burschen ist super. Aber ihnen auch zu sagen, und es muss dir auch klar sein, wenn du diese Seite zeigst draußen, überleg dir gut, ob du sie zeigen willst, weil die Gesellschaft ist eigentlich nicht in der Lage, das zu akzeptieren und das zu schätzen, sondern es wird eben dann gemobbt und es wird darauf herabgeschaut, du wirst damit angreifbar. Das Beste, was wir unseren Kindern mitgeben können, ist es, sensibel zu sein im entsprechenden Setting und aber auf der anderen Seite auch ein Repertoire zu haben mit klassischen Rollenmustern, das auch leben zu können und dann situativ entscheiden zu können, was nutze ich wo. Noch schöner wäre es natürlich, wenn wir eine Gesellschaft hätten, wo das völlig wurscht wäre. Aber so ist es leider nicht. Dem müssen wir ins Auge schauen. Wir haben eine Gesellschaft und leider geht es eher in die Gegenrichtung. Wir haben wieder einen Backlash, Androidet und so weiter. Und die ganze globale politische Ebene geht ganz in eine andere Richtung. Und auf der anderen Seite gibt es die andere Richtung mit Fluidität und so weiter, wo ich sage, super, voll schön, wenn wir nicht so sein müssen, wie wir angeblich sein warten, was eher Blödsinn ist, weil letztendlich sind wir eigentlich alle sehr gleich. Wir sind halt körperlich ein Stück weit unterschiedlich, aber wir sind als Männer genauso sensibel wie die Frauen. Nur haben wir es in unserer Sozialisation teilweise verloren, weil wir eben die falschen Messages gekriegt haben, die falschen Sätze gekriegt haben, dass wir das leben oder nicht leben können. Aber ideal wäre es, wenn wir derzeit beides leben könnten, in der entsprechenden Situation wissen, ah, jetzt ist das gefragt, super, cool. Und dann wirklich unseren Frauen einfach diese weiche Seite zeigen können und dann im nächsten Moment vielleicht das andere wieder zeigen können, weil gerade das andere gefragt wird. Aber noch schöner wäre es, wenn unsere Gesellschaft sich verändern würde, wo alles möglich ist. Das wäre schön. Habe ich deine Frage ein Stück weit beantwortet? Es ist ein gesellschaftliches, eigentlich fast ein historisches Thema. Ja, absolut. Wir sind jetzt glücklicherweise in der Lage, dass wir wirklich Generationen haben, die nicht Krieg erlebt haben. Unsere Väter haben teilweise noch Krieg erlebt oder gerade nicht mehr, aber deren Großväter jedenfalls und das wirkt natürlich ein. Frage, wie lang noch? Wir wissen es nicht, wie lang. Aber jetzt sind wir gerade in der Lage, dass wir Kinder haben, die weit weg sind vom Krieg und nicht vorbereitet werden für den Krieg. Weil im Krieg brauchst du nicht sensibel sein. Da muss die harte Seite rauskehren und hoffentlich bleibt es noch ganz lang so oder kommen wir nie mehr wieder dorthin. Also was mir noch dazu einfällt ist, dass es gut ist, wenn man als Eltern sozusagen die Burschen ermutigt, dass sie sehr Freunde suchen, die einen gut tun. Also das wirklich schauen, und wenn es nur einer ist oder zwei, die einen gut tun und das unterstützen und was sie einfach zahlen können. Und es ist für so viele Männer so gut, wenn sie gute Männerfreundschaften haben, wo sie sich auch wirklich zahlen können. Das ist wirklich, da ermutige ich alle Männer, die zu uns kommen, in unsere Seminare dazu, dass sie sich das erlauben, wirklich mit Männern auch gute Freundschaften zu haben, wo sie sich auch zählen können, wie sie sind. Und es gibt sie, die guten, netten, sensiblen, weichen Männer. Es gibt sie. Und die Söhne auch. Und es ist so schön. Beim letzten Seminar habe ich Socken geschenkt gekriegt von einem Mann. Ja, der hat selber gestrickt. Das war der erste Mann, der seine Kinder selber gestrickt hat. Alter, das ist total mini-gestrickt. Der hat einen Faden vielleicht von einem Millimeter gehabt oder so. Ich weiß nicht, wie lange der dran gestrickt hat. Muss ich mir eh fragen. Ja. Vorne haben wir eine Frage. Danke. An den Stefan. Ich habe auch einen sensiblen Sohn und der Tipp für den Umgang oder was ich ihm so mitgeben soll, dein Tipp, den habe ich vielleicht falsch verstanden, aber der belastet mich jetzt eher ein bisschen. Soll ich meinem Sohn den Tipp geben, du bist sensibel, aber bitte verstell dich in der Gesellschaft. Sei nicht immer ganz du selbst, weil sonst kommst du vielleicht nicht gut an oder wirst verletzt. Das habe ich vielleicht falsch aufgefasst, aber ich möchte diesen Tipp noch einmal erklärt kriegen. Den Tipp hast du sicher nicht falsch aufgefasst, wenn, dann habe ich ihn falsch formuliert. Ich würde sagen, unbedingt diese Weichheit und Sensibilität feiern. Aber ich glaube auch, dass wir unseren Söhnen mitgeben müssen, dass die Welt da draußen teilweise Schwierigkeiten hat, mit dem umzugehen und sie da zu unterstützen, wie sie besser damit umgehen können, mit dem anderen auch. Das meine ich damit. Und in Kontakt gehen und drüber reden. Ich denke, das ist das, damit die Söhne einfach auch merken, hey, ja, meine Mama steht hinter mir, die will das Beste für mich, die sieht meine weiche Seite und die weiche Seite ist okay. Und die will mich auch schützen vor dem, was vielleicht auch daherkommen kann. Und da vielleicht auch Authentizität lernen, die vielleicht auch da ist. Oder wenn es nicht da ist, dass er zumindest weiß, wie kann ich mich gut schützen, davor nicht verletzt zu werden, trotzdem ich einfach ein weicher, sensibler, junger Bursch bin. Bin ich jetzt verständlich? Ja, und es ist schwierig. Es ist alles andere als einfach. Und trotzdem ist es ein Faktum, mit dem wir ein Stück weit auch ansprechen müssen. Das ist halt meine Antwort. Ich weiß nicht, was du antwortest. Es ist ja genauso für Frauen oder für junge Mädchen oder für junge Frauen wichtig, dass sie einfach Strategien haben, wie sie in bestimmten Situationen gut umgehen können. Also ich würde das gar nicht so sehr auf sensiblen Burschen, sondern auch auf Mädchen und junge Frauen sozusagen umlegen, wie kann man in herausfordernden Situationen gut umgehen. Also Strategien lernen, wie kann man in herausfordernden Situationen gut umgehen. Also Strategien lernen, wie kann ich gut durchs Leben kommen und einfach immer zu schauen, wo sind meine Freunde, wo ist meine Familie, wo ist meine Tribe und wo sind Menschen, die nicht so nah an mich ranlassen, weil das eben nicht meine Freunde sind. Also das unterscheiden zu lernen. Menschen, die mir gut tun, die mich unterstützen und Menschen, die das nicht tun und von denen dann auch gewissen Abstand zu halten, wenn es möglich ist. Ich glaube, in dem Zusammenhang ist es wichtig, Selbstfürsorge zu lernen. Und eine Frage der Selbstfürsorge ist auch, achtsam zu sein auf Situationen, wo man verletzt werden könnte. Und ich glaube, in dem Fall geht es darum, natürlich wollen wir als Männer auch unsere Gefühle zeigen dürfen und es ist, so wie du gesagt hast, Stefan, es ist aber auch wichtig, dass wir das in dem richtigen Setting tun. Und wenn das Setting nicht passt, dann würde das bedeuten, dass wir uns offenbaren und wir würden an der Stelle Schmerzen erleiden. Und ich glaube, in dem Fall ist es wichtig, dass wir als Eltern auch unseren Kindern zeigen, wie sie Selbstfürsorge lernen können. Und einen Satz würde ich noch gern sagen zum Thema Egoismus. Der Unterschied zwischen Egoismus und Selbstfürsorge ist, dass der Egoismus ist zerstörerisch. Zerstörerisch für Beziehungen und letztlich zerstörerisch auch für einen selber. Weil im Egoismus habe ich keine Selbstfürsorge. Da lebe ich, was ich leben will und bin durchaus bereit, in meinem Egoismus meine eigene Gesundheit, meine Beziehung oder was auch immer aufs Spiel zu setzen, nur um mich selber zu befriedigen. Danke. Danke schön. Ich frage jetzt nur über den Chat, ob im Chat noch eine Frage aufgetaucht ist. Ja, zwar noch. Einmal von Werner. Wie kann bzw. wie sollte man als Partner reagieren bzw. agieren, wenn der andere Partner alles, was die Verbesserung der Beziehung angeht, von sich wegschiebt und sagt, genügt ja, wenn du den Vortrag dir ansiehst oder anhörst oder bereits weiter in Richtung Paartherapie kannst du alleine hingehen. Also ich würde zum Beispiel diese Partnerin oder diesen Partner fragen, ob es da irgendwas gibt, wovor er oder sie Angst hat, ob es da irgendwas gibt, wovor er oder sie Angst hat, also was er oder sie befürchtet, was da geschehen könnte, wenn man sozusagen den Vortrag gemeinsam anschaut oder vielleicht gemeinsam einen Vortrag besucht, so direkt, oder vielleicht einmal ein paar Seminare macht oder so, einfach zu schauen, gibt es da irgendwelche Ängste, was könnten da sein? Weil das macht ja Sinn, jedes Verhalten macht Sinn und das verstehen zu lernen, was da dahinter ist, also da einmal dran zu bleiben. Dann schließe ich gleich die nächste Frage an vom Herbert. Und zwar ist die Frage, wie kann man Schutzmuster durchschauen beziehungsweise dann verändern? Schutzmuster durchschauen? Oder dann verändern. Oder? Oder dann verändern. Durchschauen. Ja. Also Schutzmuster kann man eben insofern erkennen, durchschauen, wenn ich in dieser Situation sozusagen keinen Zugriff mehr habe auf meine Kreativität, wenn ich nur mehr auf eine Art und Weise reagieren kann, dann ist es in ganz hohen Fällen oder mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit ein Schutzmuster. Wenn ich sozusagen immer dann, wenn mein Partner den Geschirrspüler auf eine bestimmte Art und Weise einräumt, auf eine bestimmte Art und Weise reagiert, dann weiß ich, ui, das ist ein Schutzmuster. Wenn ich nicht sagen kann, ah Schatzi, heute hast du noch einen wunderbaren Eingramp in den Geschirrspiel oder wie auch immer. Wenn ich nicht mehr in Verbindung bleiben kann, wenn ich einsteige, wenn ich dann entweder laut werde oder mich zurückziehe oder emotional werde und wenn das immer wieder auf eine ähnliche Art und Weise in bestimmten Situationen passiert, dann ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schutzmuster. Und verändern kann ich es, indem ich mir überlege, was ist der Trigger, also was ist der Auslöser für mein Schutzmuster? Also ist es zum Beispiel, keine Ahnung, die Art und Weise, wie er oder sie Auto fährt, oder oder wie er oder sie reagiert in bestimmten Situationen auf mich. Zum Beispiel, wo der Stefan zuerst erzählt hat, dass er immer wieder eingeschlafen ist. Mein Schutzmuster war dann eher Angriff. Schon vorher, weil ich habe schon gespürt, dass er einschlaft. Das sind so Schutzmuster. Und dann eben hinzuschauen, was ist es, was hat es mit mir zu tun, wieso reagiere ich da so stark? Ich könnte eigentlich auch noch mal anders reagieren. Ich bin dann draufgekommen, zum Beispiel, ich sage es einfach anhand eines Beispiels, weil dann wird es vielleicht klarer, das hört sich vielleicht komisch an, aber meine Eltern haben sich scheiden lassen, wie ich sechs Jahre alt war und mein Vater hat sehr lange Zeit sich nicht gemeldet bei mir. Und dieses unter Anführungszeichen verlassen werden, hat sich wiederholt, wenn der Stefan in einer emotional wichtigen Situation, für mich emotional wichtigen Situation, eingeschlafen ist. Da habe ich wieder dieses alte Gefühl gehabt, von jetzt ist er auch nicht da für mich, so wie mein Papa nicht da war. Und dann habe ich natürlich, ich habe damals aggressiv reagiert. Bei meinem Papa habe ich nicht aggressiv reagieren können und beim Stefan habe ich aggressiv reagiert. Das ist ein Schutzmuster. Und das zu erkennen und dann auch anzuerkennen, aha, das ist eine alte Geschichte von mir, dann kann ich es auch verändern, dann kann ich auch sagen, aha, der Stefan ist nicht mein Papa. Und es ist eine völlig andere Situation, der ist ja da, der ist immer noch da. Also das zu erkennen, das wäre eine Möglichkeit, mit Schutzmustern umzugehen. Jo. Du hast zum Schluss schon meine Frage vorweggenommen. Also immer wenn ich erkenne, das sind irgendwelche alten Verhaltensweisen, die ich vielleicht schon aus meiner Kindheit kenne, ist höchstwahrscheinlich ein Schutzmuster. Also in meiner Kindheit war es zum Beispiel so, dass Rückzug eine gute Möglichkeit war, mich vor zu großer Emotionalität oder vor zu großer Nähe zu schützen, weil das war in meiner Herkunftsfamilie schlecht lebbar. Und das habe ich am Anfang unserer Beziehung auch wiederholt. Wenn es sehr nahe geworden ist, bin ich verschwunden im Bastelraum oder in die Garage? Oder habe dann die Frage gestellt, du, jetzt ist ja, wie weit ist das, wenn ich in zwei Jahren da am K2 zum Beispiel gegangen bin oder so? Ja, dann war die Nähe wieder weg. Genau. Und das habe ich mich nur dann gefragt, wenn es uns richtig gut gegangen ist, wo ich immer quasi sicher sein habe können, jetzt kann ich diese Frage stellen, aber eigentlich bin ich mir dann später erst auf die Schliche gekommen, das habe ich gesagt, weil wir uns so sicher waren. Dadurch habe ich die Frage dann gestellt, um eben die Nähe wieder zu reduzieren, weil mir das ein bisschen zu gefährlich war. Diese große Nähe zwischen uns. Ja, ich schaue schon auf die Urbisse und würde angesichts der vorgeschrittenen Zeit vielleicht noch eine letzte, ganz kurze Frage stellen mit der Bitte um vielleicht eine kurze Antwort. Also wenn wir jetzt wieder in unseren stressigen Alltag aus dieser Oase, wissen Sie, da am Vortrag zur Oase retourgehen, welchen Tipp, welche persönliche Empfehlung von Ihnen beiden würden Sie uns mitgeben, damit unsere Liebe im Alltag Stress erhalten und lebendig bleibt und nicht verloren geht? Also die Chance, hier vielleicht nochmal die Zeit zu nehmen und zu sagen, schauen wir nochmal drauf, wo können wir denn im Alltag ein Stück Stress und Druck rausnehmen? Wo können wir uns aus gut gehen lassen? Und ganz sanft, das muss jetzt nicht eine riesengroße Veränderung sein, es kann noch etwas Kleines sein, vielleicht indem man plant und sagt, lass uns doch jeden Nachmittag einmal Tee trinken oder am Sonntag ein bisschen später aufstehen. Und was auch immer. Es muss nicht etwas Großes sein, aber so ein bisschen hinschauen da gemeinsam. Und meine Antwort wäre, immer wieder zu überlegen, was ist mir wirklich wichtig im Leben? Es gibt eine große Studie und das ist die größte Studie der Welt, die Granting Glück Study. Und die hat herausgefunden, dass Beziehungen das Wichtigste sind für Langlebigkeit und für Glücksempfinden im Leben. Und das sind die Beziehungen. Das ist das Wichtigste. Und man braucht sich nur das Gegenteil vorstellen. Stellt euch einfach mal vor, der liebste Mensch verschwindet plötzlich von heute auf morgen aus meinem Leben. Wie kann man das machen? Und von dem her immer wieder die Priorität zu setzen, hey, du bist mir extrem wichtig, was kann ich tun, damit es dir gut geht, was kann ich tun, damit es uns gut geht und was braucht es, dass es mir gut geht, damit es dir wieder gut geht. Und diese Frage immer wieder zu stellen, das wäre meine Empfehlung. Dann sage ich vielen, vielen Dank. Zum einen noch einmal fürs Kommen, für die vielen wertvollen Inputs. Und wir haben ein bisschen eine Kleinigkeit vorbereitet. Das sind jetzt Nostra. Ah, die Blumen für mich. Es ist zwar noch nicht Frühling, aber ein kleiner Frühlingsgruß. Danke. Ihr kennt ja die Blumen. Wir haben auch was. Wir hätten es auch umgekehrt machen können. Normalerweise gibt es eine Linzer-Torte, aber bei euch zwei ist es vielleicht... Ich möchte immer Linzer sein. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. Danke. Danke fürs Kommen. Bei Ihnen allen bedanke ich mich fürs Kommen, fürs Dabeisein. Ich werfe noch kurz einen Blick auf die nächste Woche. Nächste Woche kommt die Sozialwissenschaftlerin Aino Simon aus Berlin. Vielleicht kennen manche Ihr Buch lieber einzigartig. Ja, ich würde mich freuen, wenn Sie kommende Woche wieder hier bei uns im Wissensturm sind, vielleicht bei besseren Fahrbedingungen, besserem Wetter. Danke fürs Kommen. Thank you.