Musik Musik Musik Juli, wir sind heute bei dir auf der Ochsenwaldalm. Das ist gleich oberhalb vom Spital am Bühren. Wie kommt es ihr zwei, da habt ihr noch eine Freundin, die mit dir die Hütte bewirtschaftet, wie kommt man auf so eine Idee als junger Mensch, der du bist, eine Hütte zu bewirtschaften? Ja, also wie kommt man dazu? Eigentlich ganz, ganz zufällig. Grundsätzlich komme ich aus der Gastro. Ich habe schon viel Hüttenerfahrung im Angestelltenverhältnis, aber ich habe eigentlich nie danach gesucht, dass ich jetzt mal selber eine Hütte suche, wenn man nach der Barlane geht, das ist sowieso nicht. Und meine Kollegin, die Ida, hat zufällig im Internet geschaut, da gibt es die Seite almwirtschaft.com, wo die Hütten ausgeschrieben sind in Österreich. Und dann haben wir gerade telefoniert und sie hat gemeint, hey, schauen wir, da sind Hütten ausgeschrieben. Genau, und das waren dann nur sieben Bewerber. Und wir haben dann wirklich das Rennen gemacht und sind jetzt die neuen Almhalderinnen von Ochsenwald. Weil du sagst Almhalderinnen, das heißt, ihr habt die bewirtschaftet einerseits für Gäste, für Wanderer, die vorbeikommen. Genau. Was gibt es da alles Gutes? Bei uns gibt es hauptsächlich gute Jausen mit selber gemachtem Brot aus dem Holzofen und Bratl und Speckbrot und Kassbrot und Topfenbrot. Wir haben auch für Vegane immer Speisen auf unserer Karte. Und Kaffee und Kuchen gibt es. Und vor allem den guten Bio-Kaffee von EZA. Julia, wie lange habt ihr da eigentlich jetzt offen? Ist das ein Jahresbetrieb? Genau, wir haben ein halbes Jahr die Saison. Und weil du vorhin auch gesagt hast, wir haben die Hütte bewirtschaftet, aber wir sind auch für die Tiere verantwortlich. Und wer ist da der Experte oder die Expertin? Das ist ja auch nicht so ohne, oder? Genau, das trifft sich auch recht gut. Meine Kollegin Ida hat einen landwirtschaftlichen Facharbeiter gemacht und war auch schon Hütin in der Schweiz. Ich komme aus der Gastro und so treffen wir uns recht gut und können miteinander das schupfen. Und die Öffnungszeiten von der Hütte selbst? Genau, wir haben auch schon immer von Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen und wenn die Fahne weht, also bei uns vor der Hütte gibt es eine Fahne, dann hin und wieder gerade in die Sommerferien nehmen wir uns auch dann Tage raus, wo dann die Fahne oben ist. Das ist so wie in England bei der königlichen Familie, wenn die Fahne weht, dann weiß man, sie sind in dem Schloss. Genau und Getränke gibt es auch immer im Brunnen bei uns. Auch wenn wir nicht da sind, gibt es immer was zum Trinken im Brunnen. Und ist das da ein Wanderweg, wo man bei euch direkt vorbeigehen kann oder muss man extra zu euch zugehen? Nein, es ist bei uns wirklich das Wanderparadies vor der Haustür. Es ist die beliebte Kaleckrunde, wo man direkt bei uns vorbeigeht. Dann für die Bergsteiger der Bosruck, der große, da gehst du auch direkt bei uns vorbei. Und diese Vogelsanglamm, die ist ja auch nicht unbekannt, oder? Genau, die ist für uns auch recht lässig, weil ganz viele Familien vorbeikommen, die die Vogelsanglamm raufgehen und dann sind es ein paar Minuten, wo man weitergeht, wo man dann zu uns kommt. Von der Verantwortung haben sie es so aufgeteilt, die Ida hat die Hauptverantwortung für die Viecher, weil sie einfach das Know-how hat und ich für die Gastro. Aber grundsätzlich geht beides noch miteinander. Und auch in der Gastro, wir machen beide alles, also wir teilen uns auf Service, Küche, Küche, Service, backen sowieso alles gemeinsam, vorbereiten. Bei den Viechern helfen wir auch zusammen. Und was vielleicht auch noch schönes zu erzählen, dass für uns einfach auch voll schön ist und lustig ist, dass wir uns selber einfach die Produkte zusammensuchen können und uns ist es wichtig, dass wir auch Produkte von den Bauern haben aus der Gegend. Und wir beide leben so, dass uns einfach auch wichtig ist die Qualität, dass wir schauen,, was nur geht bio und regional und saisonal. Ja, bitte. Danke. Man hört ja auch, seit ihr das vorigen Jahr nicht begonnen habt, das zu betreiben. Genau. War da vorher nichts gestanden oder war da vorher ein Pächter? Genau, die Hütte ist eigentlich immer schon als Halderhütte betrieben worden. Es hat immer schon Ausschank gegeben. Wobei, so wie es jetzt läuft, wie wir es machen, wir haben wirklich eine Jasenstation angemeldet. Was war es dann, dass ihr zwei jungen Mädchen das macht sozusagen, der Betrieb exorbitant gestiegen ist, der Hüttenbetrieb? Ja, nachdem wir vorher nicht da waren. Jetzt wissen wir es nicht, aber es sind Erzählungen. Genau. Wir merken eigentlich jetzt auch schon einen Unterschied zum letzten Jahr. Und das ist voll, ja das freut uns,, dass ganz viele Stammgäste wiederkommen und Leute letztlich schon da waren. Das heißt, wir werden uns jetzt mit der Ida unterhalten, glaube ich, oder? Wäre gut. Die kennt sich aus, hat das gelernt sozusagen. Ich habe von der Julia gehört, dass ihr das partnerschaftlich macht, ihr beide seit dem Vorjahr, aber du bist offenbar aufgrund deiner Ausbildung sozusagen auch für das Vieh zuständig. Genau. Wann kommt denn da das Vieh auf die Alm? Dieses Jahr ist es ein wenig später gekommen, weil es eben so trocken ist, aber es ist gestern gekommen. Aber normalerweise ist es schon meistens so,, dass es um die Hütten herum ist. Aber jetzt ist es auf der Auwiese, auf der Weide, die über der Leiden drüber ist, also über die Schöpfung drüber. Da sind gestern knapp 60 Stück angereist. Werden die echt auffahrtrieben? Nein, die kommen mit den Hängern. Die werden mit den Hängern auffahrt, geführt, ausgeladen und sind dann im Sommer da. Wie wie viele Bauern stehen da dahinter? Also die Almwirtschaft hat 17 Bauern, denen das gehört, und 13 Bauern davon haben jetzt auftrieben. Sind das Milchkühe oder so? Nein, die werden nicht gemolken. Wir kümmern uns eigentlich darum, dass sie gesund auf der Alm bleiben. Und ein Teil wird besamt. Und es sind Mutterkühe und Jungvieh. Die dürfen über den Sommer die Freiheit genießen. Ja eigentlich ist die Gesundheit das Wichtigste, dass man schaut, dass es ihnen gut geht, dass sie genug zum Fressen haben, dass keiner irgendwie hutscht. Und du hast das wirklich gelernt, oder? Ja, ich habe jetzt einen landwirtschaftlichen Facharbeiter gemacht vor ein paar Jahren. Aber eigentlich aus dem Interesse, weil ich davor schon in der Schweiz einmal von allem war und da ist dann irgendwie das Interesse dafür gekommen und sicher in der Praxis macht man es, aber ich habe immer das Gefühl gehabt, mir fehlt so ein wenig das Wissen dahinter oder dass ich da ein Grundwissen habe und gleichzeitig merke ich jetzt oder letztes Jahr, dass man eigentlich voll viel in der Praxis lernt und einfach auch die Erfahrungen machen muss und sagen muss, okay, so schaut das aus oder so schaut es aus, wenn er eine hatscht und so. Also das ist schon viel. Vor allem schaut es um Regnen. Ja, dann wünsche ich euch wirklich weiterhin viel Erfolg. Danke. Es ist super, dass es heute gelaufen ist mit meinem Besuch bei euch und weiterhin viel Freude mit eurem Shop. Ja, danke fürs Besuchen, Kemmer.