L'esprit de l'esprit ¶¶ © transcript Emily Beynon © transcript Emily Beynon Musik Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen des Linzer Staatssenats, Herr Vizepräsident Martin Heyert, Frau Vizepräsidentin Merima Sukkan, Stadträtinnen Mag. Eva Schobesberger und Doris Lang-Mayhofer sowie Herr Stadträt Thomas Gegenhuber, sehr geehrte Frau Mag. Mag. Ulrike Hoemer, werte Geschäftsbereichsdirektoren und Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter der Stadt, liebes 4G-Quartett, danke, dass ihr uns heute wieder begleitet durch diese Feierlichkeit. Geschätzte, zu auszeichnende heute, geschätzte Ehrengäste, liebe Festgäste. heute geschätzte Ehrengäste, liebe Festgäste. An einem Abend wie diesem empfinde ich es als Bürgermeister eine große Ehre, hier stehen zu dürfen. Wir sind heute zusammengekommen, um neun herausragende Persönlichkeiten zu würdigen, die das öffentliche Leben unserer Stadt auf besondere Weise geprägt haben. Es sind Menschen, die durch ihr Wirken bleibende Spuren in der Wirtschaft und in der Kultur hinterlassen haben. Jede einzelne Biografie erzählt von außergewöhnlichem Einsatz. Betrachtet man diese neuen Lebenswege gemeinsam, wird deutlich, welche beeindruckende Bedeutung sie für unsere Stadt Linz haben. Es ist ein besonderer moment sie heute hier im gemeinderatssaal versammelt zu wissen ihr beitrag für linz verdient unseren dank und unsere höchste wertschätzung ich heiße sie alle sehr herzlich zu dieser festlichen ehrung willkommen ich möchte nun die verdienste jeder einzelnen person in den Mittelpunkt stellen und beginnen werde ich mit der Verleihung des großen goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Wirtschaft. Meine Damen und Herren, geschätzter Honorarkonsul Dr. Schaller, lieber Heinz, dein bemerkenswerter Lebensweg beginnt hier in Linz. Nach der Matura am Collegium Aloisianum hast du an der Johannes Keppler Universität Rechtswissenschaften studiert. 1984 hast du promoviert. Nach dem Präsenzdienst und dem Gerichtsjahr ging es bereits in den Bankensektor. Was dann folgt, das ist keine klassische Karriere im Sinne von schnellen Sprüngen. Es ist eine Entwicklung, die auf Substanz baut. Von 1987 bis 2000 hattest du verschiedene Funktionen, auch bereits Führungspositionen in der Raiffeisen Zentralbank in Wien inne. Danach warst du Vorstands-Vizedirektor der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich. 2006 hast du dann in den Vorstand der Wiener Börse gewechselt. in den Vorstand der Wiener Börse gewechselt. 2012 bist du zur reifesten Landesbank Oberösterreich zurückgekehrt und warst dort bis April vergangenen Jahres Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor. Bei all diesen Stationen darf eines nichts fehlen. Hinter all diesen Funktionen steht auch ein Familienmensch. Deine Gattin Claudia und deine vier Kinder gaben und geben dir Rückhalt und Orientierung. Unter deiner Führung hat sich die RLP stabilisiert und modernisiert. Du hast betont, dass Risikomanagement und langfristige Sicherung wichtiger seien als spektakuläre Deals. Immer stand die Frage im Mittelpunkt, wie viel könnte ein Engagement schaden, wenn es schief geht. Diese Haltung hat deine Strategie geprägt. die Frage im Mittelpunkt, wie viel könnte ein Engagement schaden, wenn es schief geht. Diese Haltung hat eine Strategie geprägt. Erst konsolidieren, dann expandieren. So wurden Beteiligungen verschlankt, IT-Systeme erneuert und die Basis für ein neues zentrales Bankgebäude gelegt. Das Ergebnis, eine Bank, die heute auf stabilen Beinen steht. Ein sichtbares Symbol dieser Haltung, das ist die Raiffeisen Arena. Zwei Jahre nach der Öffnung wurde Bilanz gezogen. 820.000 Besucherinnen und Besucher haben die Arena genutzt, 6.500 Saison- und 1.500 Business-Abos wurden verkauft. Ich gehe davon aus, dass sich das in den nächsten Monaten noch steigern lässt. Rund 155 Menschen arbeiten dort. Der Bau von 2020 bis 2023 hat das regionale BIP um über 44 Millionen Euro gesteigert und 950 Arbeitsplätze gesichert. Du hast betont, dass die Arena ein Vorzeigeprojekt für den Doppelpass zwischen Politik, Wirtschaft und Sport sei, das nachhaltige Wertschöpfung und Jobs schafft. Für Linz war das nicht bloß ein Stadionbau, sondern auch ein Konjunkturprogramm, gekrönt vom heurigen Double-Gewinn deines LASK. Dein Engagement endet aber nicht bei der Bank. Für die Johannes-Kepler-Universität hast du zehn Jahre lang den Universitätsrat geleitet. Dazu kommen viele Aufsichtsratsfunktionen, zum Beispiel bei der Föstalpine, der AMAG, der RBI, den Salinen, der Energie AG, der Vivatis oder der OE Wohnbau. Was dich besonders auszeichnet, ist etwas, das man nicht in Lebensläufen findet Dein Umgang mit Menschen Du hast selbst gesagt, dass dir genau das am meisten fehlen wird Der Umgang mit den vielen Leuten Und ich glaube, das sagt alles Denn wer das sagt, hat Führung nicht nur als Funktion verstanden, sondern als Beziehung. Unsere Stadt verdankt dir einen starken Finanzpartner, eine neue Fußballarena, eine gute Entwicklung unserer Universität und viele Impulse für Kultur und Sport. Du hast eine Bank geführt in einer Zeit, die alles andere als einfach war. Finanzkrise, neue Regulatorien, wirtschaftliche Unsicherheiten. Landeshauptmann Stelzer nannte dich einen Vollblutmanager, der sich weit über wirtschaftliche Belange hinaus engagiert hat. Neben dem Sport war für dich etwa auch das Sponsoring für das Pucknerfest, das Plasterspektakel und den Posthof wichtig. Lieber Heinz, du hast die Wirtschaft der Stadt Linz mitgestaltet wie wenige vor dir. Heute sagen wir nicht nur Danke für deine Erfolge, sondern auch für deine Haltung. Verbindlich, verantwortungsvoll, verlässlich. Du hast nie nur die Zahlen im Kopf gehabt, sondern die Menschen und den Standort im Blick. Und trotz aller Pflichten bist du ein angenehmer, bodenständiger Mensch geblieben. Ich gratuliere dir zum goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft und wünsche dir für deinen neuen Lebensabschnitt genau das, was du immer anderen ermöglicht hast. Freiheit, Gestaltungsraum und ein bisschen mehr Zeit für die schönen Dinge. Herzliche Gratulation. Applaus Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Kommerzialrat Seber, wenn man in Linz über Gastronomie spricht, dann kommt man an ihrem Namen nicht vorbei. Viele Linzerinnen und Linzer haben bei Ihnen gegessen, sind bei Ihnen Stammgäste geworden und verbinden ganz persönliche Erinnerungen mit Ihren Betrieben. Das macht Ihr Lebenswerk aus. Es geht nicht nur um erfolgreiche Unternehmen, es geht um Orte der Begegnung, um Verlässlichkeit und um Menschen. Als Sie 1978 Ihren Schnellimbiss beim Linzer Hauptbahnhof eröffnet haben, dann war schnell klar, das ist kein gewöhnlicher Würstelstand. Sie haben von Anfang an mehr geboten, mit wechselnden Tagesgerichten und hausgemachten Milchspeisen. Vor allem aber mit persönlichem Einsatz und echter Leidenschaft für das Handwerk. Gemeinsam mit ihrer Ehefrau Elfriede haben sie diesen Betrieb über Jahrzehnte geführt. Ehefrau Elfriede haben sie diesen Betrieb über Jahrzehnte geführt. Sie waren immer mitten im Geschehen. Diese Nähe zu den Gästen und zum Team war für ihre Betriebe charakteristisch. Auch am Linzer Grinskindlmarkt haben sie Geschichte geschrieben. Seit 1979 als Gründungsmitglied haben sie dort über 36 Jahre lang hinweg einen Bratwürstelstand betrieben. Viele Linzerinnen und Linzer verbinden gerade diesen Ort mit ihrer Handschrift. Was ihren Erfolg ausmacht, lässt sich klar benennen. Persönliche Führung, Liebe zum Detail, gleichbleibend hohe Qualität und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Das sind keine Schlagworte, sondern Prinzipien, die sie über Jahrzehnte konsequent gelebt haben. Beeindruckend ist der Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben immer als Team gearbeitet. Dass viele ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 20 Jahre bei ihnen tätig waren, spricht für sich. Diese Kontinuität entsteht durch Vertrauen und durch gegenseitige Wertschätzung. Ein großes Anliegen war ihnen stets auch die Ausbildung junger Menschen. Sie haben Lehrlinge ausgebildet und ihnen Perspektiven eröffnet. Damit haben sie aktiv zur Zukunft ihrer Branche beigetragen. Hinter diesem Lebenswerk steht auch eine starke Partnerschaft. Ihre Frau Elfriede war und ist zentraler Teil dieses Erfolgs. Seit 45 Jahren gehen sie gemeinsam durchs Leben. Sie hat die Betriebe mitgetragen und ihnen auch den Rücken freigehalten. Besonders in Zeiten, in denen sie zusätzlich politische Verantwortung übernommen haben. Ihre Betriebe waren wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig fest in der Stadt verankert. Rund 80 Prozent Stammgäste zeigen, wie groß das Vertrauen war. Im Promenadenhof haben sie Jahr für Jahr etwa 200.000 Gäste begrüßt und das über Jahrzehnte hinweg mit durchgehend hoher Auslastung. Doch sie haben ihren Blick immer über den eigenen Betrieb hinausgerichtet. In der Wirtschaftskammer, im Strategiebord, Oberösterreich Tourismus und im Wirtschaftsparlament haben sie sich für die Interessen der gesamten Branche eingesetzt. Dabei kam ihnen auch ihre Offenheit gegenüber der Welt zugute. Sie sprechen mehrere Sprachen und konnten dadurch Brücken bauen, Kontakte pflegen und den Tourismusstandort überzeugend vertreten. Als Bundesspartenobmann und als Mitglied des Bundesrats, im Jahr 2020 auch als Präsident, haben sie Verantwortung auf höchster Ebene übernommen. Sie haben Anliegen klar formuliert und sich für praktikable Lösungen eingesetzt. Für ihr Wirken wurde ihnen bereits 2009 verdientermaßen der Berufstitel Kommerzialrat verliehen. Sehr geehrter Herr Kommerzialrat Seber, Ihr Lebenswerk zeigt, was möglich ist, wenn jemand mit Einsatz, Haltung und Ausdauer arbeitet. Mit ihren erfolgreichen Betrieben haben sie das Gesicht der Linzer Gastronomie über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgestaltet. Heute darf ich Ihnen dafür danken und Ihnen ebenfalls das große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft überreichen. Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich dazu. Applaudissements. Applaus Wir kommen nun zu einem Menschen, der unserer Stadt und den Linzerinnen und Linzern über Jahrzehnte hinweg seine unverwechselbare Stimme gegeben hat. Eine Stimme, die vertraut ist und die Vertrauen schafft. Eine Stimme, bei der man sich sofort zu Hause fühlt. Diese Stimme gehört Walter Witzani. Über viele Jahre hinweg hat er die Menschen in Linz und in Oberösterreich begleitet. Im Radio, im Fernsehen, auf Bühnen, bei Veranstaltungen und in zahllosen persönlichen Begegnungen. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, mit seinem offenen, freundlichen Wesen und mit einer ganz besonderen Gabe. Der Fähigkeit, den Menschen das Gefühl zu geben, dass ihre Geschichte wichtig ist. Walter Witzane hat Radio nie bloß gemacht, er hat es gelebt. Oder wie er selbst einmal gesagt hat, ich habe nie gearbeitet in meinem Leben. Ein Satz, der vieles über ihn verrät. Geboren wurde Walter Witzan am 12. Februar 1943 in Olmütz im heutigen Tschechien. Nach den Viren des Krieges kam seine Familie nach Österreich und schließlich nach Linz. Sein Weg war nicht vorgezeichnet, aber schon früh zeigte sich sein Wunsch, Menschen zu erreichen und ihnen Freude zu bereiten. Menschen zu erreichen und ihnen Freude zu bereiten. Der Weg führte ihn zunächst an die Dukistenschule in Wels, anschließend an die Schauspielschule Margit Wischin und zu ersten Rollen an die Linzer Kammerspiele. Und damit begann seine lebenslange Liebe zur Bühne. Später arbeitete Walter Witzane in der Veterinärpharmazie. Er besuchte Tierärzte in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg. Und auch dort tat er bereits das, was ihn sein ganzes Leben auszeichnen sollte. Beziehungen aufbauen, Menschen zuhören, Vertrauen gewinnen. Der Einstieg in den ORF erfolgte zufällig als Freundschaftsdienst. Ein Freund bat ihn, für ihn einzuspringen und kurzfristig Nachrichten zu sprechen. Aus dieser spontanen Vertretung entstand eine der bedeutendsten Radiokarrieren unseres Landes. Fast vier Jahrzehnte lang war Walter Witzane eine zentrale Gestaltungsfigur des ORF Oberösterreich. Verwaltungsfigur des ORF Oberösterreich. Sendungen wie Wunschkonzert, Autofahrer unterwegs oder Agin Boldo am Südbahnhofmarkt machten ihn zu einer der bekanntesten und beliebtesten Stimmen des Landes. In seiner Sendung Witzani am Abend präsentierte er mehr als 20 Jahre lang jeden Freitag ab 20 Uhr dem volkstümlicher Musik auch Talente aus Oberösterreich als seine Gäste. Seine Authentizität machte ihn zu einer Ausnahmeerscheinung im heimischen Rundfunk. Dass er dafür mit dem goldenen Mikrofon des ORF, dem Fritz-Freischlag-Preis, dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich und weiteren Auszeichnungen geehrt wurde, war mehr als verdient. Viele Linzerinnen und Linzer verbinden mit ihm unvergessliche Nachmittage im Uferanermarkt. Über viele Jahre hinweg moderierte er dort den Seniorennachmittag. Mit Scham, Witz und Herzlichkeit schenkte er seinem Publikum Freude, Leichtigkeit und das gute Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen. Gemeinsam mit seiner Frau Cecilia gründete Walter Vizzani das Straßenkinderprojekt Allerlei in Bolivien. Seit 1995 setzt er sich mit bewundernswerter Konsequenz für Kinder ein, die unter schwierigsten Bedingungen aufwachsen. Was mit einer spontanen Hilfsaktion begann, entwickelte es sich zu einem beeindruckenden Werk der Menschlichkeit. Tausende Kinder erhielten durch dieses Engagement Schutz, Bildung und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Walter Vizzani hat nie weggesehen, wenn Menschen Hilfe brauchten. Bei all seinem beruflichen und gesellschaftlichen Engagement blieb für ihn die eigene Familie stets ein zentraler Ankerpunkt. Er ist Vater von vier Kindern und Großvater von acht Enkelkindern. Auch nach seinem Abschied vom ORF blieb Walter Witzani aktiv. Er kehrte dorthin zurück, wo alles begonnen hatte, auf die Bühne des Landestheaters. Der Kreis seines künstlerischen Lebens hat sich damit geschlossen. Lieber Walter, mit deiner Stimme, deinem Humor und deinem großen Herzen hast du das kulturelle und gesellschaftliche Leben unserer Stadt nachhaltig bereichert. Im Namen der Stadt Linz danke ich dir heute hier. Es ist mir eine große Freude und Ehre, dir das große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur der Stadt Linz überreichen zu dürfen. Ich gratuliere dir dazu sehr herzlich. Aplausos. Danke sehr für alles. Sehr geehrte Damen und Herren, wir kommen jetzt zu einer Persönlichkeit, die die Linzer Kulturszene über viele Jahre hinweg entscheidend mitgestaltet hat. Sehr geehrte Frau Doktorin Kepplinger, liebe Gabi, es gibt Menschen, die verändern eine Stadt nicht laut, sondern nachhaltig. Menschen, die Möglichkeiten schaffen, die von anderen genutzt werden können. Und es gibt Menschen, die dort ansetzen, wo Öffentlichkeit entsteht, bei den Medien. Du, liebe Gabe, du bist genauso ein Mensch. Dein Weg beginnt nicht erst im DorfTV. Er beginnt viel früher in der Stadtwerkstatt, in einem Umfeld, das Kunst, Medien und gesellschaftliche Fragen miteinander verbunden hat. Schon damals hast du erkannt, dass Medien mehr sind als technisches Werkzeug. Sie sind öffentlicher Raum, ein Raum, in der Teilhabe möglich wird. Ein Raum, der gestaltet werden kann und der gestaltet werden muss. Du hast diesen Gedanken immer vertreten und ihn auch gelebt. Als Kultur- und Medienaktivistin, als Mitgestalterin der freien Szene, als Stimme für jene, die sonst oft ein wenig zu kurz kommen. Dein Engagement für Netzkultur, deine Beiträge zu medienpolitischen Debatten, all das zeigt, du hast weiter gedacht, immer einen Schritt voraus. Ein prägender Abschnitt deines Wirkens zeigt sich auch rund um die Jahrtausendwende beim Ars Electronica Festival. Mit Kunstprojekten wie Social Club im Jahr 2000 hast du gemeinsam mit kulturschaffenden gesellschaftlichen Themen wie Geschlechterverhältnisse, Migration und Arbeit in einen künstlerischen und medialen Kontext gestellt. Ein Jahr später hast du gemeinsam mit Gitti Wasitschek und Louis Wohlmutter mit Meetspace Virtual Reality Job Agency erneut neue Wege beschritten. Das Projekt hat die digitale und die reale Welt miteinander verbunden und Fragen der Chancengleichheit sichtbar gemacht. Auch durch begleitende Live-TV-Formate. Ein besonderer Meilenstein ist ohne Zweifel die Gründung von DorfTV im Jahr 2009. Aus einer Idee, aus Diskussionen, aus Projekten wurde Realität. Ein nicht kommerzieller Fernsehsender, der Menschen eine Stimme gibt. Der Vielfalt sichtbar macht. Der zeigt, wie Medien auch funktionieren können. Offen, zugänglich und gemeinschaftlich. Offene Medien schaffen Entfaltungsraum für Perspektiven, die sonst oftmals wenig Gehör finden. Das stärkt unsere Demokratie und unsere Stadt. Seit dem Sendestart im Jahr 2010 hast du diese Linie beständig weiterverfolgt. In deiner Funktion als Programmgeschäftsführerin hast du DorfTV wesentlich aufgebaut und weiterentwickelt. Von 2019 bis zu deiner Pensionierung im April hast du dann die Alleingeschäftsführung von DorfTV übernommen. Du hast Medienkompetenz gefördert. Und du hast gezeigt, dass Engagement und Professionalität kein Widerspruch sein müssen. Inszenierung, das war nie deine Sache. Es ging dir um Inhalte, um Menschen, um die Frage, wie Gesellschaft gestaltet wird. Deine Arbeit verbindet Kultur, Medien und Demokratie. Du hast mit deinem Engagement gezeigt, wie wichtig freie Medien für eine lebendige Stadt sind. Du hast einen Ort geschaffen, an dem Beteiligung aktiv gelebt wird. Liebe Gabi, dein Beitrag, der geht über einzelne Projekte hinaus. Du hast Fundamente gelegt, die Bestand haben. Du hast Impulse gesetzt, die weiterwirken und du hast vielen, vor allem auch jungen Menschen, den Zugang zu Medien eröffnet. Heute dürfen wir dir dafür das große Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur überreichen. Diese Auszeichnung steht für das, was du über viele Jahre geleistet hast, für deinen Einsatz, für deine Haltung und für deinen Beitrag zu einer offenen, vielfältigen und lebendigen Kulturlandschaft. Danke für dein Engagement, danke für deinen Mut, neue Wege zu gehen und danke dafür, dass du unsere Stadt ein Stück offener gemacht hast. Herzliche Gratulation. Applaus Applaudissements. Es gibt Persönlichkeiten, deren künstlerisches Wirken nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar ist. Persönlichkeiten, die über viele Jahre hinweg Kultur erlebbar machen, Begegnungen ermöglichen und vielen Menschen den Zugang zu Kunst und Theater eröffnen. Lieber Herr Rauch, heute ehren wir Sie als einen solchen Menschen. Wenn man auf Ihren Weg blickt, dann wird schnell klar, Ihr kreatives Schaffen hat Sie durch das ganze Land geführt, zum Beispiel nach Wien an das Schauspielhaus und an die Kammeroper, an das Opernhaus Graz, das Landestheater Salzburg und die Stadttheater in Klagenfurt, Baden und St. Pölten. Ihre künstlerische Heimat ist aber Linz geworden. Ihr Weg in die Kultur begann zunächst mit fundierten Ausbildungen in Gesang und Schauspiel und führte früh in zentrale Institutionen wie die Wiener Sängerknaben. Von dort entwickelte sich eine beeindruckende Laufbahn als Sänger und Schauspieler. Engagements in zahlreichen Bühnen im In- und Ausland sowie ihre langjährige Tätigkeit am Landestheater Linz zeigen ihre Vielseitigkeit und ihr breites künstlerisches Können. Besonders sichtbar wurden diese Qualitäten im internationalen inklusiven Kulturfestival Sichtwechsel. Sie brachten Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Beeinträchtigung zusammen und eröffneten damit neue Perspektiven auf Kunst und Gesellschaft. Sie zeigten, dass künstlerisches Niveau und Inklusion einander nicht ausschließen, sondern sich ganz im Gegenteil stärken und ergänzen. Betrachtet man ihren Lebenslauf, wird deutlich, wie viel sie über all diese Jahre geschaffen und bewegt haben. Sie leiteten Festivals wie Shakespeare oder Zündstoff, entwickelten Theaterproduktionen an ungewöhnlichen Orten, arbeiteten als Pädagoge und begleiteten junge Menschen auf ihrem Weg in die Kunst. Eine besondere Errungenschaft in ihrem Wirken war die lange Nacht der Bühnen. Mit ihr haben sie ein Format mitentwickelt, das die Vielfalt der Linzer Kulturszene in ihrer ganzen Breite sichtbar macht. Darüber hinaus brachten sie ihre vielfältige Erfahrung auch in die kulturpolitische und in fachliche Prozesse ein. Als Jurymitglied für den Bühnenkunstpreis des Landes Oberösterreichs, ebenso wie im Winzer Stadtkulturbeirat. Was ihr Wirken von jeher besonders auszeichnet, ist ihre klare, zugewandte Haltung. Sie stellen den Menschen in den Mittelpunkt und schaffen Möglichkeiten zur Teilhabe. Gerade im Bereich der inklusiven Kulturarbeit haben sie Maßstäbe gesetzt und Impulse gegeben. Die Auszeichnungen, die sie bereits erhalten haben, spiegeln dieses Wirken wieder. Der Bühnenkunstpreis des Landes Oberösterreich, der Outstanding Artist Award sowie das Kulturernteichen des Landes Oberösterreich in Gold würd Artist Award sowie das Kulturerrenzeichen des Landes Oberösterreich in Gold würdigen ihre Leistungen. Heute kommt eine weitere Auszeichnung dazu. Mit dem großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur ehren wir Sie, sehr geehrter Herr Rauch, als Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg die Kulturlandschaft unserer Stadt wesentlich mitgestaltet hat. Wir ehren einen Menschen, der Brücken baut, weil er Kultur als verbindende Kraft versteht. Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich dazu und vielen Dank. Applaus Liebe Familie Staudinger, sehr geehrte Frau Staudinger, es gibt Anlässe, bei denen Zahlen allein schon eine Geschichte erzählen. Mehr als 56 Jahre, seit 1970 und vor allem Tag für Tag persönlich im Unternehmen Kosmetik Winkler an der Linzer Landstraße. In einem Betrieb, der längst zu einer festen Institution in unserer Stadt geworden ist. Wer das hört, der erkennt sofort, dass es hier um mehr geht als nur um einen Beruf. Es geht um Verlässlichkeit und es geht um echte Leidenschaft. Heute ehren wir mit der Wirtschaftsmedaille der Stadt Linz eine Persönlichkeit, die genau dafür steht, für Kontinuität, für einen hohen Qualitätsanspruch und für unternehmerischen Mut. Frau Christiana Staudinger ist in Linz geboren und hier aufgewachsen. Einen Teil ihrer Kinder verbrachte sie während der Kriegsjahre auch in Gmunden. Ihre Schulzeit absolvierte sie bei den Ursulinen in Linz. Nach der Schule sammelte sie erste Berufserfahrungen und arbeitete fünf Jahre in der Buchhandlung beim Bauernbund. Doch sie entschied sich bewusst für einen neuen Weg und erlernte in Salzburg den Beruf der Kosmetikerin. Im Jahr 1970 folgte ein mutiger Schritt, die Selbstständigkeit. Mit fachlichem Können, unternehmerischem Einsatz und großer persönlicher Verantwortung entstand das Kosmetikgeschäft Kosmetik Winkler an der Linzer Landstraße. Aus dieser Entscheidung entwickelte sich über mehr als fünf Jahrzehnte eine echte Institution in der Stadt Linz. Seit damals führt Frau Staudinger ihr Geschäft ohne Unterbrechung. Sie steht für Verlässlichkeit gegenüber ihren Kundinnen und Kunden, für ihre Mitarbeiterinnen und auch für eine klare Haltung als Unternehmerin. Was hier entstanden ist, ist ein Ort für Gesundheit, für Wohlbefinden und für ein gepflegtes Äußeres. Ein Ort, der über ein halbes Jahrhundert hinweg Vertrauen aufgebaut hat und für viele Linzerinnen und Linzer ein fixer Bestandteil geworden ist. Gerade in einer Zeit, in der Innenstädte zunehmend von großen Ketten und internationalen Marken geprägt sind, Städte zunehmend von großen Ketten und internationalen Marken geprägt sind, geben ihnen solche Betriebe mit persönlicher Betreuung besondere Bedeutung. Sie geben einer Stadt Identität, schaffen Vielfalt und verleihen einem Stadtkern das gewisse Etwas, einen sympathischen Mehrwert, den kein Einkaufszentrum dieser Welt bieten kann. Auch privat war der Weg von Verantwortung geprägt. Frau Staudinger heiratete 1970 und lebt in Sierning auf einem Bauernhof. 1979 wurde ihr Sohn Johann geboren, 1984 ihre Tochter Christiana. Auch hier, trotz der vielen Verpflichtungen, die eine junge Familie mit sich bringt, zeigte Christiana Staudinger ihre Mentalität. Sie führte ihren erfolgreichen Betrieb ohne Unterbrechung weiter. Diese Beständigkeit zeigte sich auch in schwierigen Zeiten. Selbst nach dem Tod ihres Gatten im Jahr 2021 blieb sie ihrem Unternehmen treu und steht noch immer täglich im Geschäft. Heute blickt Frau Staudinger nicht nur auf eine beeindruckende Lebensleistung, sondern auch auf ihre Kinder. Zwei Kinder und zwei Enkelkinder. Dass ihre Tochter das Kosmetikstudio weiterführt und ihr Sohn die Landwirtschaft übernommen hat, zeigt, dass Kontinuität und Verlässlichkeit nicht nur ihr persönliches Markenzeichen sind, sondern die gesamte Familie prägen. Sehr geehrte Frau Staudinger, Sie haben mit Ihrem Lebenswerk einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Linz geleistet und die Innenstadt im wahrsten Sinne des Wortes belebt und schöner gemacht. Sie stehen für Beständigkeit, für Qualität und für unternehmerischen Mut. Für diese Leistung, für Ihren Einsatz und für Ihre jahrzehntelange Arbeit danke ich Ihnen im Namen der Stadt sehr herzlich. Ich gratuliere Ihnen zur Wirtschaftsmedaille der Stadt Linz. Applaus Applaus Jetzt ist es mir eine große Freude, eine Künstlerin zu ehren und mit der Kulturmedaille der Stadt Linz auszuzeichnen, deren Oeuvre über die Stadtgrenzen hinausstrahlt und die zugleich tief in Linz verwurzelt ist. Magistra Helga Schager. Helga Schager lebt und arbeitet in Linz. Helga Schager lebt und arbeitet in Linz. Hier hat sie auch an der Universität für Künstlerische und Industrielle Gestaltung studiert und früh ihren eigenen künstlerischen Ausdruck entwickelt. Es ist eine Richtung, die geformt ist von Neugier, Experimentierfreude und einem klaren inhaltlichen Anspruch. Konstant dabei eine feministische und immer politische Grundhaltung. Ihre Arbeiten sind international sichtbar. Seit den frühen 1980er Jahren führen sie Ausstellungen und Projekte durch ganz Europa, Bolivien, Brasilien, Nicaragua und bis nach New York. Diese internationale Präsenz zeigt deutlich, die Themen, mit denen sich Helga Schager beschäftigt, sind universell. Sie betreffen unsere Gesellschaft als Ganzes. Ihre Kunst findet sich zwar in der ganzen Welt, aber auch im Nordico Stadtmuseum und im Lentus Kunstmuseum, was uns besonders stolz macht. Was ihr Werk, ihre Kunst besonders ausdrückt, ist die enorme Vielfalt. Was ihr Werk, ihre Kunst besonders ausdrückt, ist die enorme Vielfalt. Helga Schager arbeitet mit unterschiedlichsten Medien, von Stencil Art über Malerei, Collagen und Textilkunst bis hin zu Film-, Animation- und Audioinstallationen. Diese Offenheit ist Ausdruck einer künstlerischen Haltung, die Grenzen bewusst überschreitet. Zugleich bleibt ihre Arbeit immer klar positioniert. Helga Schager versteht sich als feministische Künstlerin. Sie rückt weibliche Lebensrealitäten in den Mittelpunkt und setzt sich mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen auseinander. Dabei arbeitet sie nicht laut oder plakativ, dafür präzise, vielschichtig und oft mit feinem Humor. Ihre Werke greifen Motive aus dem Alltag auf und verwandeln sie in starke, beeindruckende Bilder. Sie erzählen von Sehnsucht, von Freiheit, von der Suche nach Anerkennung und Sinn. Und sie zeigen Perspektiven auf, wie gesellschaftliche Grenzen überwunden werden können. Auch über ihre bildende Kunst hinaus leistet Helga Schage einen wichtigen Beitrag. Als Radiojournalistin gibt sie seit über 25 Jahren insbesondere Künstlerinnen eine Stimme. Der Ausstrahlungsradius zieht sich durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Mit 46 Künstlerinnen Porträts hat sie akustische Zeitdokumente geschaffen und rund 250 Radiosendungen produziert. Dieses Engagement zeigt, Kunst ist für Helga Schager Ausdruck, Verantwortung und Überzeugung. Auch ihr persönliches Umfeld ist eng mit der Kunst verbunden. Seit 49 Jahren ist sie mit dem Künstler Herbert Schager verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Kinder, die beide in ihre Fußstapfen treten. Tochter Ona Valerie Serbest ist als Künstlerin und Geschäftsführerin von 502 der Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst und Kultur tätig. Und so ein Felix Schager ist als Rapper, Produzent und Musiker erfolgreich. Dieses künstlerische Gestalten über Generationen hinweg zeigt eindrucksvoll, wie stark Kreativität und Ausdruck in ihrem Leben verankert ist. Sehr geehrte Frau Schager, Ihre Werke sprechen eine Sprache, die gesellschaftskritisch ist und auf Missstände hinweist und den Kampf um Gleichstellungsfragen, Gleichbehandlungsfragen und Gendergerechtigkeit führt. Bei ihren Motiven geht es um die Idee einer anderen Welt, Gleichbehandlungsfragen und Gendergerechtigkeit führt. Bei ihren Motiven geht es um die Idee einer anderen Welt, in der die irdischen Gesetzmäßigkeiten überwunden werden können. Sie verbinden mit feinem Humor ihre Motive mit einer Wunsch- und Traumwelt, aus der wir alle schöpfen können. Die Stadt Linz dankt ihnen für ihr künstlerisches Werk. Mit Kreativität, Mut und Beharrlichkeit haben Sie Themen aufgegriffen, die oft zu wenig Platz bekommen. Ihr beharrlicher feministischer Zugang, Ihr Einsatz für Gleichstellung und Ihre Bereitschaft, Widerstand zu leisten, haben Ihre Kunst begleitet und viele Menschen inspiriert und für öffentlichen Diskurs gesorgt. Und Sie haben Linz als Kulturstadt mitgeformt. Dafür gebührt Ihnen unser größter Respekt. Ich gratuliere Ihnen herzlich zur Verleihung der Kulturmedaille der Stadt Linz und danke Ihnen auch persönlich für außergewöhnliches und mutiges Gestalten. Applaus Meine Damen und Herren, wir ehren nun einen Künstler, der Linz seit vielen Jahrzehnten mit Tanz, Leidenschaft und pädagogischem Engagement bereichert. Yasin Stojanov. Als Tänzer, Choreograf, Pädagoge und Theaterleiter hat er einerseits Bühnen geprägt und andererseits vor allem Menschen gefördert und inspiriert. Sehr geehrter Herr Stojanov, mit der Verleihung der Kulturmedaille der Stadt Linz möchten wir Ihnen Ihren langjährigen Beitrag zur künstlerischen Entwicklung unserer Stadt anerkennen. Ihr Wirken verbindet hohe künstlerische Qualität mit beständiger Vermittlungsarbeit und beeinflusst damit Generationen von jungen Talenten auf und hinter der Bühne. Geboren 1964 in Bulgarien, entdecken sie früh ihre Leidenschaft für den Tanz. Ihre Ausbildung an der Nationalen Choreografischen Fachschule für Ballett in Sofia legt den Grundstein für ihren weiteren Weg. Bereits in jungen Jahren stehen sie auf internationalen Bühnen und zeigen ihr Können weit über die Grenzen ihres Heimatlandes hinaus. Erste große Erfolge folgen rasch. Gleich zweimal erringen sie den ersten Platz beim nationalen Wettbewerb in Bulgarien. Als Solotänzer der Kompanie Arabesque sind sie international unterwegs und sammeln wertvolle Erfahrungen, die sie schließlich nach Österreich führen. Am Linzer Landestheater entfalten sie ein Jahrzehnt lang ihre künstlerische Vielfalt als Solotänzer und Choreograf. Diese Zeit ist prägend für sie und für das kulturelle Profil unserer Stadt. Mit der Gründung der Ballettschule Maestro im Jahr 1999 beginnt ein neues Kapitel. Gemeinsam mit ihrer Ehegattin Rositza Ekoja Stojanova, die mich gerade filmt, schaffen sie einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche sowohl ihre Leidenschaft für den Tanzentdecken als auch Selbstvertrauen, Disziplin und Ausdruckskraft entwickeln können. Was ihr Schaffen besonders auszeichnet, ist die Verbindung von künstlerischem Anspruch und gesellschaftlicher Verantwortung. Sie arbeiten mit hörbeeinträchtigten Kindern, kooperieren mit sozialen Einrichtungen und unterstützen Initiativen wie Licht ins Dunkel. Damit zeigen sie, dass Kunst für sie mehr ist als Ausdruck auf der Bühne. Sie ist eine Brücke zwischen Menschen und eröffnet Möglichkeiten der Teilhabe. Beeindruckend ist auch die Vielseitigkeit ihres Schaffens. Ob als Ballett oder Musicalregisseur, sie denken Theater stets als Ganzes. Von der kreativen Idee über Bühnenbild, Musik, Licht und Technik bis zur Vermittlung im Unterricht. In den vergangenen 25 Jahren sind 45 eigene Produktionen entstanden, die ihre Handschrift klar erkennen lassen. Jahr für Jahr erreichen sie gemeinsam mit ihrem Team tausende Zuschauerinnen und Zuschauer und machen Theater für ein breites Publikum erlebbar. Besonders sichtbar wird ihr Wirken in der Weitergabe ihres Wissens. Viele ihrer Schülerinnen und Schüler gehen heute ihren eigenen künstlerischen Weg und geben weiter, was sie bei ihnen gelernt haben. Auf der Bühne und darüber hinaus. So entstehen durch ihre Arbeit neue Perspektiven im kulturellen Leben unserer Stadt. Die Kinder sind unsere Zukunft oder die Bühne ist der beste Lehrer. Diese Überzeugungen leiten ihr Wirken und machen deutlich, worum es ihnen geht. Junge Menschen zu stärken, ihre Talente zu entfalten und ihnen durch die Kunst neue Perspektiven zu eröffnen. Sehr geehrter Herr Stojanov, Sie haben Linz als Ihre Heimat gewählt und unsere Stadt durch Ihr Engagement nachhaltig geprägt. Als Tänzer, Choreograf, Pädagoge und Wegbegleiter. Der selbst auf der Bühne gestanden ist, künstlerische Prozesse aktiv mitgestaltet und Generationen junger Menschen Mut, Orientierung und Zugang zur Kunst gegeben hat. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz, für Ihre Leidenschaft und für Ihren Beitrag zur kulturellen Entwicklung unserer Stadt. Es ist mir eine besondere Ehre, Ihnen heute die Kulturmedaille der Stadt Linz überreichen zu dürfen. Applaus Wir haben den heutigen Abend mit einem Magdaleninger begonnen und wir beenden ihn auch mit einem. Liebe Familie Ostokorn, liebe Musikerinnen und Musiker, sehr geehrte Damen und Herren, aber vor allem lieber Helmut. Es gibt Auszeichnungen, die nicht nur auf einen Lebenslauf schauen. Es gibt Auszeichnungen, die auf einer Haltung basieren. Auf das, was jemand über viele Jahre für andere Menschen tut. Die Kulturmedaille der Stadt Linz ist so eine Auszeichnung. Und deshalb freue ich mich sehr, dir heute diese Ehrung überreichen zu dürfen. Uns beide verbindet ja einiges. Wir sind beide in Auf aufgewachsen, haben eine starke Verbundenheit zur Stadt Linz und sind beide mittlerweile echte Magdaleninger. Ich wegen meiner Familie und meines Wohnorts und du, weil du auf 47 höchstaktive Jahre im Musikverein St. Magdalena zurückblicken darfst. Vielleicht spürt man gerade in diesem Stadtteil besonders stark, was Gemeinschaft bedeutet. Dass Zusammenhalt nicht von selbst entsteht. Dass es Menschen braucht, die dranbleiben, mittragen und für andere Verantwortung übernehmen. Genau das zeichnet dich aus. Wer auf deinen Weg schaut, sieht einen Menschen, der über Jahrzehnte mit großer Verlässlichkeit im stadtnahen Umfeld gearbeitet hat. Nach der Hauptschule hast du eine Uhrmacherlehre abgeschlossen. Danach bist du zur Stadt Linz in den Wirtschaftshof gekommen, später ins AKH und ins Kepler-Universitätsklinikum. Du hast dich dort vom Sanitätsgehilfen, durch Fleiß und echtes Interesse zum Einkäufe für medizinische Produkte hochgearbeitet und warst ab 2006 darüber hinaus auch als Lehrlingsausbildner aktiv. Insgesamt warst du mehr als 42 Jahre bei der Stadt Linz im AKH und im KUG tätig. Das zeigt Verbundenheit mit deinen Aufgaben, aber auch große Kollegialität. In deinen letzten Berufsjahren im zentralen Einkauf der Stadt waren gerade in der Pandemie deine Erfahrungen aus dem Krankenhausbereich eine wichtige Stütze für uns. Und genauso stark ist das, was du ehrenamtlich geleistet hast. Schon früh hast du dich in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert, bei den Kinderfreunden als Gruppenleiter und bei den Sommerlagern. Gleichzeitig hast du diese Haltung in den Musikverein St. Magdalena getragen. Dort bist du seit 1979 aktiv, spielst bis heute die Tuba und prägst das Vereinsleben weit über die Musik hinaus. Du warst Jugendreferent, Opernstellvertreter und hast mitgeholfen, 2001 das Jugendorchester Forte Fortissimo aufzubauen, das bis heute höchst erfolgreich arbeitet. Wenn dich dein Musikverein Vater der Jugendarbeit nennt, dann ist das keine Floskel. Dann ist das sehr treffend. Denn ob im Beruf oder im Ehrenamt, Jugendarbeit und Nachwuchsförderung standen bei dir immer im Mittelpunkt. Du hast früher erkannt, dass Gemeinschaft nur dann bestehen bleibt, wenn junge Menschen ihren Platz darin finden. Dass die Familie dabei immer wichtig war, sieht man auch privat. Seit 1983 bist du mit Silvia verheiratet. Ihr habt drei Kinder, René, Tanja und Elke. Alle drei sind musikalisch, zwei davon spielen selbst die Musikverein mit. Dazu kommen vier Enkelkinder, mit denen du heute viel Zeit verbringen darfst. Die Begeisterung für die Musik scheint der gesamten Familie in die Wiege gelegt. Zeitweise spielten bis zu sieben Mitglieder der Familie Osterkorn gleichzeitig im Musikverein Sankt Magdalena. Auch dein Bruder Erich hat den Verein als Kapellmeister mehr als 20 Jahre geprägt. Für mich kommt eine weitere schöne, auch persönliche Verbindung dazu. Mein Vater war an der Klarinette und am Saxophon, Lange dein Musikerkollege. Auch das zeigt, wie eng Lebenswege, Stadtteil und Musik hier miteinander verbunden sind. Gerade deshalb ist es auch ein starkes Zeichen, auch eines der Anerkennung, dass der Musikverein Sankt Magdalena ein neues Probelokal bekommt. Das ist eine gute Nachricht für den gesamten Stadtteil. Aber ein Haus alleine, das macht noch keine Gemeinschaft. Es braucht Menschen, die es mit Leben füllen. Menschen wie dich, die dafür sorgen, dass aus Proben Zusammenhalt wird und aus Nachwuchs Zukunft. Lieber Helmut, für die Stadt Linz steht fest, das, was du über Jahrzehnte aufgebaut hast, das bleibt. Du hast Verantwortung nicht nur übernommen, sondern weitergegeben. Du hast nicht nur mitgewirkt, sondern aufgebaut und du hast vielen jungen Menschen einen Platz in einer starken Gemeinschaft eröffnet. Dafür danke ich dir persönlich von Herzen und dafür danke ich dir im Namen der Stadt Linz. Herzlichen Glückwunsch zur Kulturmedailleiterstadt Linz. Applaus Thank you. ¶¶ ¶¶ Thank you. © transcript Emily Beynon Thank you. Thank you. ¶¶ I am the light of the world. ¶¶ ¦ ¦ Thank you. Applaus Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Vizebürgermeisterinnen und Vizebürgermeister, sehr geehrte Mitglieder des Staatssenates, sehr geehrte Ehrengäste, meine sehr geehrten Damen und Herren, aber ganz besonders natürlich sehr geehrte Ausgezeichnete. Ich habe heute die Ehre, ein paar Dankesworte zu Ihnen zu sprechen, im Namen von uns Ausgezeichneten und offengestanden. Es war mir eine Freude und eine Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen, uns mit kurzen Dankesworten an Sie noch zu wenden. Ich kann Ihnen versprechen, es wird wirklich nicht lange dauern. Ich könnte mich allerdings jetzt ganz leicht aus der Affäre ziehen und sagen, danke, das war es dann. Herzlichen Dank und schönes weiteres Feiern, aber das wäre doch ein bisschen zu einfach. Wenn wir, und ich glaube, ich kann da wirklich für alle Ausgezeichneten sprechen, wenn wir eine solche Auszeichnung erhalten, dann ist das wirklich eine ganz besondere Ehre. Man mag vielleicht da oder dort, wenn man sich die Worte des Herrn Bürgermeisters angehört hat, gedacht haben, naja, das ist jetzt schon ein bisschen dick aufgetragen, aber wir wissen genauso, Lob kann man nie genug hören. Lob kann man nie genug hören. Und je mehr man hört, desto mehr freut man sich auch darüber. Und desto mehr wird einem auch bewusst, dass das eigene Wirken und Schaffen sehr wohl für die Gemeinschaft, in der wir leben, einen Sinn und einen großen Wert haben kann. Und ich bin davon überzeugt, ich bin wirklich davon überzeugt, dass jeder von uns, und zwar wirklich alle, die hier im Saal auch versammelt sind, eine gewisse Verantwortung für eigene Stadt und für ihre eigene Region, in der sie leben, auch zu übernehmen hat. Und das gilt nicht nur für uns Ausgezeichneten, das gilt wirklich für alle. Wenn wir es dann in einer Art und Weise diese Verantwortung übernehmen können, wo auch die anderen davon profitieren, dann kann ich nur sagen, dann ist uns doch einiges gelungen. Und zwar völlig unabhängig davon, ob das jetzt aus dem Wirtschaftsbereich kommt, ob das aus dem Bereich der Kunst und Kultur kommt. Diejenigen, die unternehmerische Verantwortung übernommen haben, diejenigen, die künstlerisch uns sehr viel mitgegeben haben, sei es indem sie uns erfreut haben, in dem, was sie uns darbieten, sei es, dass sie Einrichtungen geschaffen haben, von denen wir alle profitieren, sei es auch darin, dass sie uns zu Gedanken anregen, zu bestimmten Themen, über die man nie genug nachdenken kann und sich immer darüber Gedanken machen muss, in welcher heutigen Zeit wir eigentlich leben, wo wir wissen, dass diese Zeit nicht ganz einfach ist. Und daher bedanke ich mich auch bei allen Ausgezeichneten, dass sie hier dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet haben. Beitrag geleistet haben. Und in meiner Person kann ich nur sagen, ich bin nicht künstlerisch aktiv, das würde viele wahrscheinlich nicht begeistern, in keinster Weise, aber es war mir möglich aufgrund meiner Tätigkeit, die Stadt schon in gewissen Bereichen zu unterstützen und bestimmte Tätigkeiten auszuüben, wie beispielsweise gewisse Bauten, wo wir natürlich von Reifers eine Riesenfreude damit haben und der Herr Bürgermeister hat es heute schon erwähnt, aber es bringt auch der Stadt, dem Sport und der Stadt in wirtschaftlicher Hinsicht etwas. Und wenn wir dann auch noch Kultureinrichtungen unterstützen können, dann ist das kein Gutwill. Ich möchte das immer festhalten. Das ist kein Gutwill, das ist ein Beitrag zur Verantwortung übernehmen für eine Stadt und für eine Region, zu der wir, wie ich am Anfang mitgeteilt habe, ich glaube, wir alle miteinander verpflichtet sind. Und lassen Sie mir ein letztes Wort auf die Replik von Herrn Bürgermeister noch anbringen. Wir haben gehört, dass wir offensichtlich mehrere unter den Ausgezeichneten, aber auch in der Politik Magda Lehninger heute hier sind. Ich kann Sie beruhigen, es gibt kein Komplot, dass wir die Stadt zur Gänze übernehmen wollen. Sondern es hängt nur damit zusammen, dass auch wir in St. Magdalena die Verantwortung für diese Stadt und für diese Region sehr, sehr ernst nehmen. In diesem Sinne noch einmal herzlichen Dank an die Ausgezeichneten und natürlich ein großes Danke an die Stadt, dass sie uns heute so gewürdigt hat. Herzlichen Dank. Thank you. ¶¶ © BF-WATCH TV 2021 Thank you. Applaus Ich bedanke mich bei Ihnen sehr herzlich, bei den Weggefährtinnen, bei den Freundinnen und Freunden, bei den Familienmitgliedern, die heute auch hierher gekommen sind, um ihre Angehörigen auch zu unterstützen bei diesem Abend und bei dieser Ehrungsfeier. Ich bedanke mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Magistrats auch für die Vorbereitung, auch für jene, das mache ich immer sehr gerne, die diese Laudationes vorbereiten. Die stammen nicht aus meiner Feder, da verlasse ich mich immer auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich immer sehr gut auf vorbereiten. Und ich möchte Sie darauf hinweisen, dass wir natürlich Sie jetzt nicht nach Hause schicken, sondern so ein Abend dient ja auch dazu nicht, dass wir uns bei Ihnen bedanken und die letzten Jahre vielleicht Revue passieren lassen in dem, was ich vortrage, sondern dass wir auch die Möglichkeit haben, das auch am Tisch zu machen, bei Speis und Trank vielleicht mit ehemaligen Freundinnen und Freunden wieder in Kontakt zu kommen, mit Familienmitgliedern, die vielleicht man schon länger nicht gesehen hat, aber die heute zu diesem festlichen Anlass gekommen sind, aber auch über die Tische hinaus miteinander in Kontakt zu treten und den Austausch zu suchen. Dafür soll ein Abend wie dieser auch dienen. Deswegen darf ich Sie sehr herzlich im Anschluss zum Essen einladen und das Buffet auch hiermit offiziell für eröffnet erklären. Ich ersuche aber die Ausgezeichneten und auch bitte die Mitglieder der Stadtregierung noch hier zu bleiben, damit wir ein gemeinsames Gruppenfoto machen. Alle anderen können sich schon am Buffet bedienen und vorausgehen. Sie haben das Privileg schon, das Buffet ein bisschen gustieren zu können und sich die Kredenke aussuchen. Die anderen, die ausgezeichnet sind, müssen noch ein bisschen aushören und arbeiten. Ich bedanke mich sehr herzlich, bedanke mich auch sehr herzlich bei dir, Heinz, für die schönen Worte und Ihnen allen nochmal alles Gute und gratuliere zu Ihrer Auszeichnungen.