Sehr geehrte Gäste, unsere Salonuhr zeigt schon 19.31 Uhr, 19.30 Uhr beginnen wie immer unsere Salonabende und es freut mich sehr, dass heute wieder einmal das Literaturschiff Realder machen. Sie ist seit den Anfängen 2020 ein Gründungsmitglied und liebe Realder, ich darf dich jetzt um ein paar Begrüßungsworte bitten. Danke Cornelia. Ja, guten Abend. Ich darf Sie recht herzlich im Namen des Literaturschiffs zu unserer heutigen Veranstaltung begrüßen. Ein großes Dankeschön geht erstmal an Cornelia Lehner und das gesamte Kepler Salon Team. Wir freuen uns, dass wir wieder hier sein dürfen. Es ist immer wieder super, dass sowas einfach zustande kommt und wir freuen uns, dass wir hier sein dürfen. Danke an dieser Stelle. Und ich möchte mich auch an dieser Stelle auch bei demten Literaturschiff-Team bedanken. Vor allem aber auch an Christian, unser künstlerischer Leiter, der heute leider nicht da sein kann, da er im Urlaub ist mit seiner Familie. Aber er sieht im Livestream zu. Also, hallo Christian. Und ein großes Dankeschön auch an Schacke Lennart, meine wundervolle Kollegin. Ohne euch würde es das Literaturschiff so nicht geben. Also Dankeschön an dieser Stelle. Also die Idee des Literaturschiffs war schon immer so, dass wir Räume schaffen wollten, in der sich die Literatur bewegt. Zwischen Stimmen, zwischen Menschen und zwischen verschiedenen Perspektiven. Und wir erleben es immer wieder, dass Literatur die Menschen zusammenbringt. Und deshalb freue ich mich umso mehr und freuen wir uns umso mehr, dass wir heute hier zusammenkommen zu einem Abend, der sich der deutsch-österreichischen Freundschaft widmet. Und genau deshalb werde ich jetzt unsere Gäste begrüßen. Aus Deutschland haben wir Christoph Schröder. Aus Österreich haben wir hier Barbie Markovic. Und natürlich darf Klaas Kasperger bei so einem Abend nicht fehlen. Er wird Sie durch den Abend begleiten und vertrauen Sie mir, das wird mehr als super. Dankeschön, genießen Sie den Abend. Ja, vielen herzlichen Dank. Die beste Nachricht des heutigen Abends ist, dass Christian Xöllradl-Samhaber auf Urlaub ist, weil ich habe gedacht, der geht nie auf Urlaub irgendwie. Also ich grüße ihn, bitte schalt sofort ab und genießt die Atmosphäre in Rauris und macht heute Pause von der Literatur, das ist wirklich grandios, weil nur wenn er Urlaub macht, hält er das überhaupt durch, diesen Wahnsinn, den er hier veranstaltet in Oberösterreich, einer der tollsten Literaturveranstaltungsvereine, die sich gegründet haben in letzter Zeit. Das war auch der Grund, warum wir mit diesem Projekt Deutsch-Österreichische Freundschaft hier gelandet sind, weil er sofort begeistert war. Die Deutsch-Österreichische Freundschaft, die heißt deshalb so, weil wir haben lange geforscht, was es da mit dieser deutschsprachigen Literaturgeschichte und mit diesen Beziehungen auf sich hat. Und wir sind draufgekommen durch lange germanistische Studien, dass eigentlich ein Gutteil der Missverständnisse, die es in der deutschen Gegenwartsliteratur gibt, auf das Verhältnis von Deutschland und Österreich hinauslaufen. Und das wollen wir hier ausräumen und wollen wir in Kontakt treten. Ich selbst bin ja Professor für österreichische Literatur. Ich lese überhaupt gar keine deutsche Literatur. Ich ja Professor für österreichische Literatur. Ich lese überhaupt gar keine deutsche Literatur, ich lese nur österreichische Literatur. Dafür werde ich bezahlt und davon lebe ich eigentlich sehr gut, wie alle, die in Österreich mit Literatur zu tun haben. Das Konzept der Veranstaltung ist folgendes, dass der Österreicher, also das bin ich in dem Fall, ich bin nicht nur in Österreich, ich bin ja in Oberösterreich, ich bin ja gemunden in Wirklichkeit, also noch spezifischer. Ich nominiere ausschließlich österreichische Bücher der aktuellen Produktion. Der deutsche Kritiker oder die deutsche Kritikerin, die eingeladen wird, ist gezwungen, ein deutsches Buch, ein bundesdeutsches Buch zu nominieren, auch aus der aktuellen Produktion. deutsches Buch zu nominieren, auch aus der aktuellen Produktion. Und es ist dann immer eine Autorin oder ein Autor dabei. Und diese Autorin oder der Autor, die dürfen wie bei Autoren üblich machen, was sie wollen. Die können nominieren, was sie wollen. Die können grönländische Bücher oder was auch immer nominieren. Es muss nur irgendwie so einen Klassiker-Touch haben, das Ganze. Ich bin sehr froh, dass Christoph Schröder heute da ist. Er ist einer der führenden bundesdeutschen Kritiker. Er schreibt in zahlreichen Medien, in Zeitungen, im Rundfunk, im Deutschlandfunk. Er hat Dozenturen gehabt oder noch nach wie vor inne für Literaturkritik in Frankfurt und in Köln. Und es freut mich außerordentlich, dass Christoph Schröder da ist. Herzlich willkommen in Linz. Vielen, vielen Dank. Babi Markovic, eine der wichtigsten österreichischen Autorinnen, die wie alle österreichischen Autoren gar nicht aus Österreich ist, nämlich aus Serbien, in dem Fall aus Belgrad. In Belgrad hast du unter anderem Germanistik studiert tatsächlich und du bist mit einem Buch, sozusagen literarisch auf die Welt gekommen, das sehr österreichische Hintergründe hat, nämlich eine Weiterschreibung oder eine Fortschreibung von einem der wichtigsten Texte, die es von Thomas Bernhard gibt, nämlich Gehen. Und Babi Markovic hat aus diesem kunstvollen Text Gehen, in dem es darum geht, dass immer drei Leute herumgehen. Einen Text gemacht, der in der Belgrader Clubszene spielt. Das heißt, ausgehen, dieses Buch. Dann bist du 2006, glaube ich, nach Österreich gekommen, hast dort ein Buch vorgelegt, Superheldinnen, wo so Art Balkanhexen ihr Unwesen treiben oder so etwas ähnliches. Ich habe es mehr comicartig vorgestellt. Ich habe immer Hexen ihr Unwesen treiben oder so etwas ähnliches. Ich habe es mehr comicartig vorgestellt. Ich habe immer Hexen gesehen. Ich war zuerst gegen Hexen, aber okay. Dann sind weitere Bücher nachgefolgt. Die verschissene Zeit heißt eines. Und mit dem letzten größeren Buch hast du in Leipzig den Buchpreis gewonnen und dazu gratulieren wir herzlich. Du hast überhaupt sehr, sehr viele Preise schon eingeheimst und als letzten einen Preis, der einer der wichtigsten österreichischen Preise vielleicht ist, den Helena Adler Preis für rebellische Literatur. Ist das richtig, dass der an dich gegangen ist? Bist du so rebellisch? Nein, ich weiß nicht. Vielleicht ein bisschen auf eine ähnliche Art eigentlich wie Helena Adler. Also ich war Fan von ihr und deswegen finde ich es gut. Alle haben sich gefreut, dass du den Preis bekommen hast. Der ist privat gespendet, dieser Preis, und ist sehr wichtig und gedenkt dieser viel zu früh verstorbenen Salzburger Autorin. Wir haben wie immer drei Bücher mitgebracht. Ich werde Ihnen gleich kurz sagen, welche Bücher das sind. Ich möchte Sie aber jetzt schon darauf hinweisen, rennen Sie nicht gleich davon, wenn wir hier fertig sind, sondern es gibt dann nachher noch ein Bücherquiz und Sie können drei Bücher gewinnen. Aber nur wenn Sie da bleiben. Wenn Sie davonrennen, können Sie nichts gewinnen. Nur wenn Sie hier bleiben. Die Barbie Markovitsch hat einen Klassiker nominiert, nämlich Ambrose Bierce Horrorgeschichten. Das ist das erste Buch, mit dem wir uns auseinandersetzen werden. Von Christoph Schröder kam ein ganz aktuelles Buch, das jetzt vor kurzem erschienen ist, Nadine Schneider, Das gute Leben. Und ich habe sowas typisch Österreichisches mitgebracht, nämlich Schleifen von Elias Hirschl. Ich glaube, damit ist alles Nötige gesagt. Und wir beginnen mit einer kurzen Einführung zu Ambrose Bierce Horrorgeschichten. Darf ich das Buch ausbauen? Selbstverständlich, ja. Ich habe es nämlich gar nicht. Du kannst auch gerne meine Anmerkungen vorlesen. Das wäre natürlich gut. Also es ist so, ich muss gleich sagen, eine unvorteilhafte Situation für mich. Ich sitze hier mit zwei Profis des Lesens einerseits. Und die zweite Sache ist, ich habe ein bisschen einen chaotischen Monat gehabt. Und irgendwann habe ich mir gedacht, entweder sage ich das ab oder ich komme einfach so mit dem, was ich weiß. Bereite mich nicht vor und hier sind wir jetzt. Danke. Aber warum habe ich Ambrose Bierce genommen? Der war mir persönlich wichtig, schon als ich Minihorror geschrieben habe, habe ich ihn entdeckt, quasi als den südamerikanischen Edgar Allan Poe. Er hat seine Geschichten wahrscheinlich nach und während der amerikanischen Bürgerkriege geschrieben. Und ich weiß nicht, wann er geboren ist, das habe ich natürlich vergessen, aber gestorben ist er kurz vor dem Ersten Weltkrieg oder so. Er ist verschwunden, sogar im Rahmen der nächsten Revolution sozusagen. Und was mich sehr beeindruckt hat, ist die Art, wie er, er hat auch ganz viele Geschichten, die relativ zeitgemäß oder sogar ein bisschen zu spät sind mit manchen Motiven. Das sind dann so Häuser, irgendwie spuckende Häuser oder irgendwie so. Aber ich fand sehr interessant, wie er Gewalt, die er im Krieg gesehen hat, weil er wurde auch zum Offizier und so, glaube ich, jedenfalls war er im Krieg und hat gekämpft. Das heißt, eigentlich entsteht Horror aus dem Moment, wo man realisiert, dass etwas, was wir sehen, wahr ist. Und das habe ich auch für mich zum Horrormachen über die Realität sehr gut benutzen können. Eine Geschichte hat mich besonders beeindruckt und die heißt Chica Mauga, wenn man das so liest, wer weiß. Ja und da ich fand es so toll, da gibt es ein Kind, es spielt, es hat ein Holzschwert und tut so, als wäre es ein wichtiger Soldat und kämpft gegen Sachen und Tiere. Ich weiß nicht, was er sieht. Und in einem Moment sieht er aber etwas Komisches. So Gestalten, wo er nicht genau weiß, was ist das. Das sind Menschen, aber es sind keine Menschen. Es ist nicht normal. Und dann, als er näher kommt, merkt er, das sind verwundete Menschen, die krabbeln und sich ans Wasser schleppen und so weiter. Und das war so ein wirklich krasser Horrormoment für mich. Und dann aber geht er weiter, weil er ist noch ein Kind und er nimmt das gar nicht so ernst und kämpft weiter durch den Wald und so weiter. Und dann gibt es eine Verschiebung, wo er plötzlich realisiert, dass das, wo er ist, sein Haus ist, dass er vor seinem Haus steht und quasi der echte Krieg ist, während er gespielt hat, ist durchgezogen und seine Eltern liegen tot vor ihm und ja, das war so das war der Grund, warum ich das zum Klassiker erklärt habe, auch diese Geschichte. Und noch eine Geschichte, die, ah ja, und dann überflüssigerweise gibt es den Moment, dass das Kind noch taubstumm ist und versucht zu schreien. Ich finde, das hat nicht sein müssen, aber okay, es war gruselig genug auch ohne das. Und dann gibt es diese coole Geschichte, die glaube ich zu mehreren Filmen, aber ich habe ehrlich gesagt nicht herausgefunden, zu welchen Filmen es gemacht wurde. Aber es wundert mich nicht. Die Brücke über den Eulenfluss. Und da haben wir auch so einen Menschen, der quasi auf seine Hinrichtung wartet. er hat schon den Seil um den Nacken und so weiter und plötzlich geht er ein bisschen weiter in Gedanken und irgendwie schafft er es sich zu erinnern, dass er jemandem gesagt hat, man könnte sich befreien, wenn man und irgendwie kommt er zu glauben dass er jetzt sich gerade befreit hat und schwimmt im See und irgendwie kommt fast um, aber er schafft es auf den anderen Ufer und plötzlich zieht was an seinem Nacken, so in meiner Erinnerung, vielleicht ist das ein bisschen falsch, und er merkt, okay, er ist immer noch dort und er wird gerade hingerichtet. ein bisschen falsch und er merkt, okay, er ist immer noch dort und er wird gerade hingerichtet. Also solche, wirklich, wie soll ich sagen, das sind schon so trippige Geschichten, die mit dem Bewusstsein spielen und ja, ich bin ein Fan und deswegen habe ich das vorgeschlagen. Ja, vielen herzlichen Dank. Vielleicht bleiben wir gerade bei diesen beiden Geschichten, bei Chica Vauca und bei diesem, wie heißt es, die Brücke am Eulenfluss. Christoph Schröder, was sagen Sie zu dieser Wahl von Babi Markovic? Wie passt das in unsere heutige Zeit? Ist das aktuell? Also ich finde, solche Geschichten von Gewalt und Krieg passen eigentlich bedauerlicherweise immer in diese Zeit, muss man ja sagen. Ich hatte das Buch schon mal gelesen, das ist aber sehr, sehr lange her und ich habe mich jetzt zum größten Teil gefreut, auch alles nochmal wiederzulesen. Was ich so toll finde daran, neben dem, was Sie gesagt haben, nämlich dass diese Gewalt, es ist ja meistens familiäre Gewalt, also diese Chikamauka ist ja tatsächlich fast eine Ausnahmeerzählung in diesem Band, auch von der Perspektive her und meistens ist es familiäre Gewalt in der ersten Geschichte, die ich ganz ganz toll finde, ich komme gleich zu den anderen, aber da erwirkt ein Mann quasi in Eifersucht seine Frau und die ist dann aus drei Perspektiven erzählt. Zwischendurch erzählt dann der Mann, der unter einem anderen Namen irgendwo lebt und am Ende erzählt die Frau und so merkt man eigentlich erst, wie das zusammengehört. Mir gefällt das sehr gut und die Aktualität ist sowieso da durch diese Gewaltschilderungen. Und was ich aber toll finde literarisch an diesem Biers ist, wie so Realität und Imagination oder auch surreale Szenen oder unheimliche Szenen völlig gleich geordnet nebeneinander stehen und ineinander fließen, ohne dass man es eigentlich bemerkt. Und irgendwann bemerkt man es dann, dann ist es zu spät und dann hat er immer am Ende einen sehr überraschenden Turn. Und er hat nichts Metaphysisches. Das sind eigentlich keine Gespenstergeschichten. Es sind Horrorgeschichten, es sind tatsächlich Horrorgeschichten, es sind keine Gespenstergeschichten. Und dieses Chica Mauga ist natürlich toll, wie man diesem Jungen in seinem naiven Bewusstsein, der nicht genau weiß, was der Krieg ist, folgt mit seinem Holzschwert und er sieht dann diese versehrten, entstellten Menschen und verirrt sich dabei und merkt am Ende gar nicht, wo er da tatsächlich ist. Nämlich plötzlich wieder in der Realität und nicht in seiner Scheinrealität. Schon toll. wieder in der Realität und nicht in seiner Scheinrealität. Schon toll. Also ich bin sehr dankbar für den Tipp. Ich kannte das nicht. Ich kannte den Namen, aber ich habe kaum was gelesen gehabt von diesem Ambrose Pierce und ich war erstaunt über die Direktheit, mit der hier Gewalt teilweise geschildert wird, weil es ist teilweise ganz, ganz brutal und direkt und es ist ja oft so, dass das gar nicht so horrorartig wirkt dann. Gerade diese Filme, wo so unglaublich viel Gewalt vorkommt, die distanzieren dann ja auch irgendwie. Aber bei dem Bierster, das kam ja schon eigentlich auch zum Tragen in der Beschreibung dieser zwei kurzen Geschichten, da mischt sich eigentlich diese direkte Gewaltdarstellung immer mit so einer Literarizität, dieser kleine Knabe, der verirrt sich ja eigentlich im Wald und man hat seine Perspektive und deshalb glaube ich, sagst du auch trippig, weil das irgendwie auch so wie eine Drogenwahrnehmung ist. Man weiß ja zuerst gar nicht, es ist ja wesentlich, dass man zuerst gar nicht weiß, um was da geht. Der kommt in den Wald hinein und da kommen irgendwelche solche Lebewesen. Man weiß nicht, was sind diese Lebewesen eigentlich? Die Griechen da herum, die werden fürchterlich entstellt, dargestellt. Dem einen fehlt der ganze Unterkiefer und da hängt schon alles raus. Und die Griechen so dahin und einer stirbt dann einfach. Und dann nimmt dieser kleine Bub das Holzschwert und macht sich zum Anführer von denen. Also irgendwie die Griechen da und er macht sich zum Anführer, also er spielt noch mit denen, dann kommt er drauf, dass da eigentlich zwei Arten von Spuren sind, da geht eine Spur hin und eine Spur zurück, also da ist offensichtlich, hat jemand einen Angriff geführt und kommt jetzt zurück und dann wird das eigentlich in so einem Spiel aufgelöst und es wird aber immer klarer, dass die Optik, die dieser kleine Bub da hat, irgendwie verzerrt ist und irgendwie gemildert ist. Und dass er die ganze Tragik nicht wahrnimmt. Und auch die Tatsache, dass er zum eigenen Haus zurückkommt, wird ja erst eigentlich ganz zum Schluss aufgelöst. Und der Zustand, in dem er die Mutter findet, ist ja ein Wahnsinn. Das ist ja eine der ärgsten Entstellungen, die man sich vorstellen kann. Die ist in einem fürchterlichen Zustand, das will ich jetzt gar nicht ausführen, aber die ist in einem fürchterlichen körperlichen Zustand und liegt da tot. Und erst zum Schluss wird dann eigentlich klar, dass das sein eigenes Haus ist, das da irgendwie auch zu Schanden gegangen ist. Und dann ganz zum Schluss ist erst die Auflösung, ist natürlich schwer, das sozusagen jetzt im Nacherzählen nicht schon vorher zu sagen, dass der taubstumm ist. Und dieses Taubstummsein, das ist ja eine ganz wesentliche Art, wie er das wahrnimmt. Er nimmt ja die Schmerzensschreie nicht wahr irgendwie und es ist ja wie ein Stummfilm und deshalb glaube ich, ist es so eine distanzierte Art und Weise auch, das wahr Stummfilm und deshalb glaube ich ist es so eine distanzierte Art und Weise auch das wahrzunehmen und deshalb kommt uns das irgendwie so ein bisschen ästhetisch entstellt vor Aber deshalb sind vielleicht auch diese Beschreibungen diese sehr präzisen Beschreibungen dieser entstellten Gesichter so so plastisch, weil das eben sein Medium ist. Ich habe ja irgendwie das Gefühl, wenn ich mir das so durchgelesen habe, dass Cormac McCarthy, den ich sehr verehre, ziemlich viel auch Ambrose Biers gelesen hat. Wenn ich an die Abendröte im Westen denke, wo es auch eine Beschreibung nach der anderen von so grausam entstellten Körpern, das ist nicht der Normalfall in diesem Buch, muss man auch sagen. Also das ist nicht ein Gemetzel oder sowas. Das ist in dieser Erzählung sehr deutlich. Aber es gibt immer auch so einen leichten Ekelfaktor. Es gibt eine Erzählung, die wirklich bizarr ist, in der die Eltern auch von einem Kind aus Hunden Öl kochen. aus Hunden Öl kochen. Also der Vater kocht Öl aus toten Hunden und die Mutter hilft bei Abtreibungen oder beim Töten von Babys und dann rutscht aus Versehen mal so ein Baby rein in den Kessel und man stellt fest, dadurch wird das Öl viel, viel besser. Also das ist auch schon ein bisschen ekelhaft. Ja, ein bisschen. Und die heiße auch Hl viel, viel besser. Woraufhin dann? So, also das ist auch schon ein bisschen ekelhaft. Ja, ein bisschen. Und die heißt auch Hundeöl, die Geschichte. Das Hundeöl, ja genau. Ich kann Ihnen sagen, diese Geschichte werden Sie Ihr Leben nicht mehr vergessen. Sie werden das nie wieder losbringen irgendwie. Das heißt Hundeöl irgendwie und das hat auch so was Plastisches. Total, das meinte ich. Das waren aber auch die drastischsten Sachen. Es geht manchmal sehr viel subtiler. Es ist jetzt nicht so, dass wir das alle nie irgendwo gelesen oder gesehen haben. Aber ich finde diese Wahrnehmungswechsel eigentlich das Schlüsselding bei ihm, wo du denkst, okay, wir sind safe und dann merkst du, okay, nein, sind wir nicht. Es ist ja auch so, er arbeitet ja auch mit so Zeitlupeneffekten und mit anderen Zeitverschiebungen und irgendwie weiß ich nie genau, wie viel Zeit eigentlich vergeht. Er arbeitet ja auch mit so Zeitlupeneffekten und mit anderen Zeitverschiebungen. Man weiß nie genau, wie viel Zeit eigentlich vergeht. Plötzlich ist wieder ein Jahr vergangen und auch diese eine Geschichte, diese Brücke am Eulenfluss, das spielt ja in wenigen Sekunden oder Minuten. Das geht eigentlich nur darum, um den Moment, wo der da irgendwie gehängt wird. Und das geht ihm eigentlich alles durch den Kopf in diesem Moment. Also ich kenne die Filme nicht, aber es wäre spannend, wie die Filme das aufgelöst haben, weil das ist ja eigentlich ein so genuin literarisches Mittel, das ist wahrscheinlich filmisch eher schwierig darzustellen. Aber was da alles abläuft, es geht nur um diese wenigen oder um diese eine Minute, wo der da irgendwie runtergelassen wird und erhängt wird eigentlich. Du sagst, ich habe ja ein Buch vergessen in der Aufzählung der literarischen Leistungen von Bobby Markovitsch. Sie haben auch einen Büchertisch, wo Sie einiges finden. Mini-Horror ist ein Buch und du sagst, diese Horrorgeschichten hätten dich auch beim Mini-Horror irgendwie angeregt. Wie kann man sich das genau vorstellen? Zum Beispiel bei einer Geschichte habe ich wirklich diese Geschichte ein bisschen kopiert. Das ist, wo die Mini, ich weiß nicht, ob du es gelesen hast, aber egal, die Mini geht durch quasi von einer Silvesterparty, geht sie weg in ein Haus, wo sie sich noch nie hingetrautut hat über die Dachterrasse und mehr und mehr merkt sie, dass dieses Haus sehr gruselig ist und etwas ist extrem gruselig und das Gruselige ist, merkt sie dann plötzlich, dass das ihr alles so bekannt vorkommt und das ist das Haus, in dem sie aufgewachsen ist. Und genau dieser, also so einen Switch habe ich dann gemacht. Normalerweise hat man ja Angst vor dem Unbekannten und so, aber Minis Angst war vor dem Bekannten. Und dieses langsame Erkennen, durch das sich irgendwo vorteilt. Das Mini-Horror ist ja auch ein doppelteutiger Titel. Einerseits geht es um diese Hauptperson Mini eben, aber irgendwie, das wäre dann Maxi-Horror ist ja auch ein doppelteutiger Titel. Einerseits geht es um diese Hauptperson Mini eben, aber irgendwie, das wäre dann Maxi-Horror, oder? Wenn das andere Mini-Horror ist. Ja. Ja, und ich fand es eben auch, wie wir schon gesagt haben, schrecklich zeitgemäß. Und deswegen wollte ich es auch vorschlagen, weil die Menschen die Realität der Gewalt irgendwie vergessen haben und vielleicht zu leicht damit umgehen. Ja, sollen wir noch etwas anmerken, was mir auffällt? Das ist eine aktuelle Ausgabe, die aber völlig ohne Rahmung daherkommt. Also irgendwie so ein bisschen Vorwort, Nachwort hätte, glaube ich, auch nicht so wirklich geschadet. So kommt es halt so direkt daher und jeder muss sich selber den Reim drauf machen. Aber ich glaube, es wäre nicht zu viel gewesen, wenn man irgendeinen Experten noch so eine Einführung hätte schreiben. Ganz hinten, das ist eigentlich eine sehr billig gemachte Sache, das hat man schnell hinausgeschossen einmal. Vielleicht gibt es eine bessere Auflage irgendwo. Es ist eine Zufall. Vielleicht gibt es eine bessere Auflage irgendwo. Es ist eine Auswahl seiner Geschichten. Wahrscheinlich sind auch die markantesten Geschichten drinnen. Und ja, wer sowas mag, sie werden nichts Hartes mehr, also wir haben alles vorweggenommen, sie werden nur mehr erleichtert sein. Dass es auch Geschichten gibt, die nicht so arg sind, wie die erwähnten. Aber das liegt eher an uns dann oder an dir eigentlich, dass wir das härteste hier ausgepackt haben. Ja, wenn schon, denn schon. Okay, gut. Dann gehen wir zu Nadine Schneider, bitte. Ja. Ja. Mein Problem ist ja ein kleines bisschen, dass ich wie Klaus Kastberger auch eigentlich am liebsten österreichische Literatur lese und nicht deutsche. Aber deswegen musste ich, nein, ich habe sehr gerne ein Buch einer deutschen Autorin ausgesucht, Nadine Schneider, die ich schon seit ihrem Debüt lese. Sie ist 1990 geboren in Nürnberg als Tochter Rumänien-Deutscher Aussiedler aus dem Banat, also aus der Gegend, aus der auch Hertha Müller kommt, im Westen Rumäniens. Die Eltern sind ein Jahr vor ihrer Geburt nach Deutschland gekommen, nach Nürnberg. sind ein Jahr vor ihrer Geburt nach Deutschland gekommen, nach Nürnberg. Das ist ihr dritter Roman, jetzt erschienen im Esfischer Verlag. Die beiden ersten Romane sind bei Jung & Jung erschienen, also in einem österreichischen Verlag. Sie hat 2019 debütiert mit einem Roman, der heißt Drei Kilometer. Das ist ein Buch, das auf dem Dorf spielt. In den späten 1980er Jahren, die ersten Unruhen gegen das Ceausescu-Regime schlagen so langsam Wellen, aber eben nicht in das Dorf, da gibt es eine schöne Formulierung im Buch, in dem Dorf kam nur die Angst an. Das ist so das große Thema dieser Autorin, sind Gedanken von Aufbrüchen, Fluchtgedanken, Ankommen in einem fremden Land, in dem man die Sprache eigentlich spricht, aber dann auch doch nicht spricht. Im zweiten Roman flieht 1987 ein Mann, in dem er die Donau durchschwimmt nach Serbien aus Rumänien und der kommt dann in Deutschland an und da heißt es dann, die alte Heimat ist für ihn gestorben und in der neuen hat er noch keine Worte. Also das ist so das große Thema und daran knüpft auch dieses Buch jetzt an, das gute Leben. Die Hauptfigur heißt Anni. Anni ist allerdings, als das Buch anfängt, schon tot. Sie ist gestorben. Sie ist im Alter von 22 Jahren, so im Jahr 1962, 1963 aus dem Band, aus Rumänien nach Nürnberg gekommen. Also das ist so ein Lebensort und Lebensthema, diese Migrationsbewegung von Rumänien nach Franken. Sie ist 22 Jahre alt, als sie da hinkommt und sie ist schwanger. und sie ist schwanger. Wir erfahren gleich am Anfang, dass sie tot ist, weil ihre Enkelin, die Ich-Erzählerin, dieses Haus von Anni geerbt hat und jetzt sozusagen in Besitz nimmt. Also nach dem Tod ihrer Großmutter zum ersten Mal dorthin kommt, durch das Haus geht und sozusagen guckt, was ist da. Und ausgehend von dieser Situation rekonstruiert die Ich-Erzählerin eben. Das Leben ihrer Großmutter in diesem Wirtschaftswunder-Deutschland. Sie erzählt von den Träumen dieser Frau und letztendlich auch von einem lebenslangen Scheitern. So jedenfalls hat die Großmutter es selbst empfunden. Wenn man von draußen drauf guckt, weiß man gar nicht, ob man das so sagen soll. Aber darauf kommt es ja auch nicht an. Ich finde, das ist ein sehr leises, wie die anderen Bücher von Nadine Schneider auch, ein sehr leises, ein sehr unspektakuläres, aber sehr detailreiches und sowohl in der Sprache als auch in den Beobachtungen sehr präzises Buch. Und deswegen habe ich es mitgebracht. Und ich wurde ja auch gefragt, etwas mitzubringen, was vielleicht auch deutsch ist und ich finde natürlich schon, dass diese deutsche Wirtschaftswundergeschichte, die im Zentrum steht und die auch dieser Figuridentität gibt, ihre Arbeit, nämlich bei Quelle, im Versandhaus Quelle, dass das schon eine sehr deutsche Geschichte ist. Es ist im Herbst oder war es sogar auch dieses Frühjahr ein sehr interessantes Buch erschienen von Harald Jähner. Heißt das Wunderland, glaube ich, oder so ähnlich, wo er tatsächlich die Geschichte des deutschen Wirtschaftswunders aus ganz vielen Perspektiven beleuchtet. Und da fügt sich dieses Buch literarisch sehr schön ein, wie ich finde. Gibt es für dich eigentlich so einen Unterschied zwischen deutscher und österreichischer Literatur? Oder ist das für dich eh alles deutschsprachig? Naja, ich meine, ist es egal aber ich habe auch Germanistik studiert Du brauchst nicht so blöd kommen Ja, okay Ist es deutsch? Oder ist es so bundesdeutsch? Passt es so gut in diese Zusammenhänge rein? Dieses Buch? Dieses Buch, ja Ich weiß nicht, okay, vielleicht ist das Deutsch das Problem, was ich mit dem Buch ein bisschen habe, aber ich habe... Ja, okay, es ist auch, also so wie ich bin, so lese ich auch ein bisschen, ich mag nicht, dass es zu leise und ordentlich und normal ist und dieses Buch ist wirklich gut geschrieben, aber es hat eine Normalität, die mich extrem verstört. Und ich würde es vielen Leuten empfehlen. Die Figuren sind toll. Also diese Großmutter, die Anni, die ist eigentlich ein Hero und ist sehr lustig und auch ihre Kolleginnen in der Fabrik und so weiter. Alle diese Geschichten finde ich super. Ich musste mich aber wirklich ein bisschen zwingen, weil das Buch zum Teil eine Sensibilität hat, die für mich persönlich nicht passt. Zumal ich leider zufällig zur gleichen Zeit ein ähnliches Buch gelesen habe von Michelle Steinbeck oder so. Favorita heißt es. Und das ist, ich weiß auch nicht, ob es auf Deutsch geht. gelesen habe von Michelle Steinbeck oder so, Favorita heißt es. Und das ist, ich weiß auch nicht, ob es auf Deutsch, ich glaube, es gibt auch auf Deutsch, jedenfalls ist das das gleiche Buch, quasi nur die Mutter stirbt und die Tochter geht sie in Italien suchen, aber es ist so trashig und dann sind falsche Nägel, alle rauchen und Puffs und so weiter. Und das ist quasi die Version dieses Buchs, die mich dann mehr unterhält, leider. Also ich weiß, das ist cheap wahrscheinlich auch und so, aber das ist so bei mir. Aber trotzdem schätze ich wirklich die Kunst der Autorin und ich finde, sie kann schreiben. Das trifft sich mit meinem Eindruck natürlich, dieses Ordentliche und Brave, das man auch positiv formulieren kann. Das ist halt wirklich sehr, sehr konsequent heruntererzählt und bleibt innerhalb der stilistischen Vorgaben. Mir ist aufgefallen, dass es in so einen Trend passt, der im Augenblick da und dort spürbar ist, A, Familiengeschichten zu erzählen und B, Familiengeschichten ausschließlich über die weiblichen Personen zu erzählen. Also es gibt von der Anna Maschig ein Buch, wo sie auch über vier Generationen ihre Familien oder eine Familiengeschichte erzählt, wo die Männer nicht vorkommen. Und wenn die vorkommen, sind die halb debil. Was ich okay finde an sich. Also hier sind sie nicht halb debil. Was ich okay finde an sich. Also hier sind sie nicht halb debil, hier kommen sie überhaupt nicht vor. Was die verschwinden heißt. Sie gehen in den Krieg oder sie verschwinden wieder. Sie sind nicht da. Das trifft natürlich auch, auch die Sabine Scholl hat so ein Buch geschrieben, wo irgendwie Familiengeschichte über die weiblichen Figuren erzählt, was ja irgendwie auch sehr richtig ist, weil ja Familiengeschichte immer von den Frauen im Normalfall getragen wird auch. Das ist ja jetzt sozusagen nichts Erfundenes. Die Geschichte selber ist eigentlich ziemlich spektakulär. Also es wird noch die Urgroßmutter angesprochen, die lebt da irgendwie in Rumänien noch. Die Anni geht nach Deutschland und das ärgste ist eigentlich die Helene, also die Mutter, die einfach abhaut. Also die einfach ohne, die ein Los gewinnt, die eine Green Card gewinnt und dann ohne Kind einfach nach Florida geht. Und deshalb lebt dann die Erzählerin auch bei der Anni und hat zu der Großmutter einen engen Kontakt. Also das ist eigentlich relativ spektakulär von dem, was passiert, aber ich habe auch das Gefühl gehabt, dass ich mehr Aufregung vertragen hätte, nämlich literarischer Natur. Aber es ist sozusagen für jemanden, der so eher einen, also der sozusagen keine Leichen will, genau beschrieben, der Männer nicht aushält, weil die zu brutal sind, also für die ist das eigentlich schon sehr richtig und ich glaube, es wird auch wahrscheinlich ein großer Erfolg sein, weil das, was ich jetzt beschrieben habe, ja für mich ist klischeehaft, dass das Lesebublikum ist oder ich weiß nicht, wie ist die Prognose? Kritiken sind noch kaum da. Das ist das, was ich sagen wollte. Das ist wirklich erstaunlich. Das Buch ist jetzt seit mehr als einem Monat auf dem Markt. Es ist der Spitzentitel des S. Fischer Verlags und es gibt keine einzige Rezension zu dem. Keine einzige. Es stimmt nicht. Nachdem es nichts anderes gibt, ist der Fischer Verlag dazu übergegangen, Buchhändlerinnenkritiken abzudrucken. Und da ist mir aufgefallen, nichts gegen Buchhändlerinnen, aber die Kritiken von Buchhändlerinnen, die da der Fischer Verlag auf dem Verlag, die sind so derartig, die sind wie Amazon-Kritiken. Da geht es nur um das Empfinden irgendwie. Und eine Sache, die irgendwie dieses deutsch-österreichische Verhältnis auch betrifft, dass allerwenigsten von solchen Büchern käme jemals in Österreich zum Rezensieren dran. Also da gibt es wirklich eine einseitige Einfuhrsperre. Also während die Österreicher permanent überall besprochen werden, in ganz Deutschland und es dort sozusagen keine Auswahlkriterien gibt, ob jemand aus Österreich oder aus Deutschland kommt. Also es ist wirklich so, die österreichische Kritik, sofern die überhaupt vorhanden ist, ist natürlich nicht so breit vorhanden wie in Deutschland. Aber wir nehmen fast ausschließlich österreichische Bücher wahr. Also es ist ganz, ganz selten, dass einmal was Deutsches hinein diffundiert. Hast du das schon gemacht einmal? Was? Ein deutsch-deutsches, bundesdeutsches Buch. Ja, immer nur verrissen natürlich. Tja. Nein, natürlich habe ich das ab und zu gemacht. Aber es ist sehr, sehr selten und man muss das wirklich suchen. Während umgekehrt das irgendwie selbstverständlich ist, dass die bundesdeutsche Kritik die Österreicher mitbetreut. Also wenn ich da ein paar Sachen dazu sagen dürfte. Das eine ist, dass selbstverständlich die österreichischen Autorinnen und Autoren in Deutschland sehr stark wahrgenommen werden, weil das war ja nur ein halber Scherz, was ich vorhin gesagt habe, weil die österreichische Gegenwartsliteratur einfach so unglaublich stark ist. Ihr habt einfach so viele tolle Autoren, das muss man einfach sagen. Und deswegen nehmen wir die gerne wahr. Punkt. Ohne weiteren, sondern es ist saugut, was aus Österreich kommt und deswegen lesen wir das auch in Deutschland gerne. Ich habe mir natürlich gedacht, dass diese Autorin jetzt hier unbedingt jetzt der Favorit wäre, aber ich habe mich dann sehr gefreut, dass wir dann in Verbindung mit dem Buch, das wir danach noch sprechen wollen, eigentlich hier eine sehr schöne Bandbreite von dem, was Literatur so kann und macht und versucht oder auch eben nicht versucht, hier auf dem Tisch liegen haben. Und dann würde ich gerne zwei Sachen zu dem Buch noch selbst sagen. Das eine ist wirklich was Persönliches und das hat mit Sicherheit zu tun, weil ich Bücher auch immer sehr persönlich lese, wie Sie ja offenbar auch. Ich habe vor kurzem mein Elternhaus ausgeräumt. Und ich habe in diesem Buch, ich weiß nicht, ob das erlaubt ist, eine ganz kurze Passage vorzulesen. Ich habe in diesem Buch Sätze gefunden, wo ich irgendwie dachte, ich lese es nur kurz vor. Ich stelle mir vor, wie sie die Wände übermalen, die winzigen Blutflecken erschlagener Stechmücken, die sanften Dellen zu schnell geöffneter Türen, den Flecken Öl, das aus der Pfanne schnellt, den dünnen, dunkelroten Streifen, die Erneuerung an eine Nagellackfarbe. finde, steckt im Grunde genommen eigentlich so ein ganzes Leben. Und man entdeckt das, wenn man durch sein eigenes Elternhaus geht, entdeckt man genau solche Sachen und man verbindet eine Erinnerung damit. Und ich finde einfach, dass diese Art und Weise, wie ein Leben erzählt wird, in solchen kleinen Spiegelungen sehr, sehr geschickt gemacht ist. Das ist bestimmt keine riskante, experimentelle Literatur, aber ich finde, es ist sehr, sehr, sehr gut gemacht und ich finde auch, es hat einen leisen Humor. Es gibt eine Stelle, ich habe nicht so oft gelacht, natürlich wie bei Elias Hirschel, aber es gibt eine Stelle, wo Peter Maffay auf dem Plattenteller liegt und die kleine Enkelin sagt zur Großmutter, der redet ja, der singt ja, wie du redest und da wird die total sauer und sagt, Quatsch, der kommt doch aus einem ganz anderen Dorf. Und so Sachen finde ich dann ganz gut. Und dass das so eingearbeitet ist in eine Geschichte von einer eigentlich sehr tollen Frau, die sehr selbstbewusst ist, eigentlich, und die nach Deutschland kommt und die plötzlich jegliches Selbstverlustsein verloren hat. Und sie sagt irgendwann mal, ihrer Sprache hat das Genick gebrochen. Und was sie ersetzt oder womit sie die Sprache ersetzt, ist Arbeit. Und das finde ich als Gedanken, dass es diese Frauen, Frauen wie diese waren, die dieses Wirtschaftswunderland Deutschland, in dem sie da Tag für Tag in Quelle an den langen Straßen, Versandstraßen standen und die Pakete gepackt haben, eigentlich in Betrieb gehalten haben, fand ich sehr, sehr schön. Dass es nicht sozusagen jetzt Avantgarde ist, ist mir auch klar. Ich glaube, ihr macht das total beipflichten. Innerhalb des Stils und der realistischen Vorgaben, dass sie sich wählt, ist das sehr konsequent, auch sehr gelungen. Auch die Metaphern passen irgendwie, die Erinnerung wie so ein dicker Saft beschrieben, wo sie durchschwimmt. Auch diese Begegnung mit der Quellegründerin, mit dieser Frau Schicketanz, das ist ganz toll. Die kommt dann plötzlich daher und diese Berührung, die wird zu, das ist ein scheiß Job, das weiß sie selber auch, aber sozusagen diese Schicketanz, dass das auch eine Frau ist, das spielt eine Rolle, das ist ganz wichtig für sie und auch sozusagen das Entsetzen darüber, dass diese Quelle eingegangen ist und dass das leere Gebäude dasteht und dass da nichts mehr drinnen ist. Das ist natürlich auch ein persönlicher Verlust. Ich habe ein Wort gelernt, das ich nicht kannte. Das ist eigentlich, vielleicht ist in Deutschland das üblich, glaube ich aber nicht, dass ich fast als avantgardistischen Furor erlebt habe. Es geht um Nürnberg und da steht irgendwie die herbsthässliche Stadt. Die herbsthässliche Stadt, das ist super, das ist so fast wie Thomas Bernhardt. Thomas Bernhardt hat ja jede deutsche Stadt beschimpft, insbesondere Augsburg und hat gesagt, Augsburg ist die letzte fürchterlichste Stadt der Welt und die Augsburger waren total angefressen, so wie die Deutschen immer sind, wenn die Österreicher was sagen über ihre Schönheit und haben gesagt, das kann nicht sein, lieber Herr Bernhardt, Augsburg ist keine schierche Stadt, sondern Augs kann nicht sein, lieber Herr Bernhard, Augsburg ist keine schierche Stadt, sondern Augsburg ist eine schöne Stadt. Und Bernhard hat gesagt, ich war noch nie in Augsburg. Ich nehme an, dass Augsburg eine fürchterliche Stadt ist. Und dann haben sie gesagt, Herr Bernhard, Sie müssen unbedingt nach Augsburg kommen, wir zahlen Ihnen eine Woche das beste Hotel irgendwie. Und Bernhard ist wirklich hingefahren tatsächlich und nach dieser einen Woche hat er gesagt, Augsburg ist noch viel schrecklicher, als ich mir das vorgestellt habe irgendwie. Aber herbsthässlich ist er schön, fand ich ein schönes Wort. Herbsthässlich ist ein schönes Wort und was ich auch gut fand, waren diese Begründungen dieser Familientradition, zum Beispiel die Tatsache, dass partout immer so Knospen aus den anderen Gärten dann weitergegeben werden, weil man glaubt, das sind die besten Pflanzen, die es gibt und es wuchert dann auch. Also da ist schon einiges drinnen. Es ist still und leise und man braucht Geduld und Ruhe. Aber ich glaube gerade selber, wenn man in so einer ähnlichen Situation ist, ein Erbe anzutreten oder irgendwie so über einen Verlust nachzudenken, ist das eigentlich ein ganz gutes Buch. Und ich glaube, da wird es auch seinen Erfolg haben in dieser Nische. Wenn man nicht so literarisch taub ist wie ich zum Beispiel. Es war mir zu leise. Also ich mochte die Geschichte, ich mochte die Charaktere. Und es war einfach, nichts hat geknallt. Ja, es knallt nicht, das stimmt. Aber sonst echt, ich verstehe, warum. Darf ich noch eine kurz, also dass sich Sachen auch so schön spiegeln, diese Großmutter hat immer eine Perlenkette getragen mit falschen Perlen und man hat sich immer gefragt, warum hat sie so an dieser Kette gehangen und irgendwann, als die Großmutter schon tot ist und diese Kette in der Hand hat, findet sie ein altes Bild von dieser Grete Schickedanz. Und diese Grete Schickedanz hatte immer eine solche Perlenkette, natürlich mit echten Perlen um den Hals. Und das finde ich so schöne Details, die nicht direkt so in the face kommen, sondern im Nachhinein so nachgetragen werden. Ich mag das, weil es ein intelligentes Buch ist, aber wie gesagt, ich kann jeden, also ich kann es total verstehen, wenn du sagst, es ist mir zu leise, verstehe ich sofort. Aber dass Fischer das zum Spitzentitel macht, die müssen sich ja einiges erhoffen dann irgendwie vom Absatz, oder? Also offensichtlich erwartet man, dass das auf breite Leserschaft trifft. Ja, ich würde nur fast vermuten, es ist eigentlich schon zu spät dafür. Also das Buch ist eigentlich jetzt schon nach anderthalb Monaten... Ist jetzt schon tot. Hoffentlich nicht tot, aber Leipzig ist vorbei, der Buchweis ist vorbei. Barbie Markowitz findet es fürchterlich. Fürchterlich? Nein, findet sie ja nicht, aber... Also ich fürchte nicht. Nein, findet sie ja nicht. Nur unter uns kleine Kritik, aber sonst. Also ich fürchte, da wird nicht so viel mit passieren, was aber schade ist. Also eine Empfehlung eigentlich für die beschriebene Leserschaft. Ja. Hirschl, da habe ich gegen meine eigene Vorgabe verstoßen, weil ich habe gesagt, bitte nehmen wir nicht die fetten Bücher, weil wir haben keine Zeit, so viel zu lesen. Das ist ein 400-Seiten-Buch geworden und ihr habt das freundlicherweise doch irgendwie auch gelesen und euch auseinandergesetzt damit, weil ich wollte mir das einfach nicht verkneifen, weil das aus meiner Sicht so etwas typisch österreichisch ist. Also Elias Hirschl, ein noch sehr junger Autor. Ich glaube, mit diesem Buch hat er gerade einen Kampf eröffnet, nämlich mit Clemens Setz, wer der Nerdigste ist von den beiden. Also Clemens Setz hat lange Zeit diesen Ehrentitel getragen, etwas Nerdigeres als den Setz gibt es nicht. Aber ich glaube, jetzt steht es da eins zu eins. Weil dieses Buch ist auch wirklich absolut nerdig. Ich glaube, der Setz schreibt sogar den Blurb. Also Blurb, das sind diese kleinen Sprüche da hinten. Setz schreibt, so viel Unendlichkeit enthalten Romanen normalerweise nicht. Ein großer Ideenroman von einem der beglückendsten Autoren der Gegenwart. Also das sind immer Seltsamkeiten irgendwie. Also wer da wen legitimiert. Aber das ist vielleicht so eher Hintergrundgeschichte. Der Elias Hirschl ist noch relativ jung. Er hat eine ganze Reihe von bereits Büchern und auch dickeren Romanen geschrieben. Er ist seit drei Büchern bei Schollnay und das führt dann meistens dazu, dass alles, was vorher war, irgendwie vergessen wird. Er hat im Prinzip zwei sehr unterschiedliche Romane bei Schollnay und das führt dann meistens dazu, dass alles, was vorher war, irgendwie vergessen wird. Er hat im Prinzip zwei sehr unterschiedliche Romane bei Schollnay vorgelegt. Das eine ist salonfähig, das ist eine satirische Auseinandersetzung mit Sebastian Kurz. Das Problem bei dem Buch war, in dem Augenblick, wo das erschienen ist, war der Kurz auch schon wieder weg irgendwie. Also ich glaube, es hätte mehr Erfolg gehabt, wenn der Kurz noch da gewesen wäre, aber es war eigentlich fast in der gleichen Woche, als dieses Buch erschienen ist, hat sich der Kurz seinem Kind gewidmet und seiner Familie. Ja, also es lag nicht an dem Buch, aber sozusagen. Und das andere war schon ein Roman, wo er ganz andere Dinge ausgebreitet hat. New Economy Content hieß dieses Buch und das war auch eine Auseinandersetzung mit so Mechanismen von Social Media, von Internet Existenzen, von Digital Natives. Das Buch hier heißt Schleifen. Es hat ein wunderbares Cover, finde ich auch. Wenn man das so seitlich anschaut, dann glaubt man, das ist dreidimensional und auf den ersten Blick tut Hirschl so, als wäre das ein historischer Roman. Er hat zwei Figuren, die er erfunden hat, die sich aber in realen historischen Umfeldern bewegen. Das ist die eine Hauptfigur, die heißt Franziska Denk. Und diese Franziska Denk, die lebt so am Rande des Wiener Kreises, Und diese Franziska Denk, die lebt so am Rande des Wiener Kreises, also dieser philosophischen Vereinigung, die es da Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien gegeben hat. Sprachphilosophie, Wittgenstein, Carnap und andere waren da Mitglieder. Und das war so ein Kreis von Leuten, die sich permanent über die Möglichkeiten und die Formen von Sprachphilosophie auseinandergesetzt haben. Und die ist zusammen mit einem Typen, der heißt Otto Mandl. Und der Otto Mandl ist ein Genial. Also wie in Österreich ist alles immer genial. Also auch der Otto Mandl ist genial. Und er ist nicht nur ein Mathematiker, sondern ein genialer Mathematiker. Und er löst die tollsten Probleme. So schaut es am Anfang aus, als ob die Lebensgeschichte dieser beiden Personen erzählt würde und das stimmt auch. Die werden in so ein Netz aus Fakten und Fiktionen hineingestellt und das Besondere und das Handlungstreibende ist, dass diese Franziska Denk eine Krankheit hat. Eine Krankheit, die sehr gut ausgedacht hat. Diese Franziska Denk, und das hat auch mit dem ersten Satz zu tun, der erste Satz von dem Buch ist schon spektakulär, da steht nämlich drinnen, Franziska Denk hatte die Pest. Also die Franziska Denk, wenn die ein Wort hört, ein Krankheitswort hört, dann hat sie sofort diese Krankheit. Wenn die hört Schnupfen, dann hat sie sofort Schnupfen. Und wenn sie Pest hört, dann hat sie sofort Pest. Also das heißt, die hat nicht wirklich Pest, aber auf der Oberfläche Symptome, die dieser Pest entsprechen. Einmal hat sie die Lepra und das weiß sie nicht, was das ist, die Lepra. Und irgendeiner von den guten Onkels in der Familie erzählt dann, was die Lepra ist. Die Mutter sagt, bitte hört auf, ihr das nicht zu erzählen. Und tatsächlich fallen ihr dann so Hautschuppen weg irgendwie. Und jetzt, natürlich, das ist eine blöde Krankheit. Also hätten Sie sie alle, dann hätten Sie schon alle Leber und Best und Schnupfen. Und um mit dem umzugehen und um sozusagen eine Immunisierung zu haben, versucht sie durch das Studium von ausgestorbenen Sprachen und den Bezeichnungen dort und durch Vermeidungsstrategien, das in Kontakt mit diesen Wörtern kommen, das zu vermeiden. Was dazu führt, dass sie so mit ihrem Otto Mandl, mit diesem holden Ehemann, Holten Ehemann, so Sprachen erfindet, permanent sprachphilosophische Dinge aufführt und vor allem auch versucht, eben diesen Kontakt zu vermeiden. Und an dem entzündet sich ein Feuerwerk von Ideen. Also es ist nach 100 Zeiten relativ klar, das ist kein historischer Roman, Ideen, also es ist nach 100 Zeiten relativ klar, das ist kein historischer Roman, sondern das ist ein Ideenroman, der zusehends auch brüchig wird, von der Form her immer mehr materiellen Charakter bekommt. Da sind dann plötzlich so Briefe und E-Mails und es ist klar, dass dieses Konzept des historischen Romans völlig gesprengt wird. Ich sage nur eines noch, es sprüht vor Humor und vor völlig irren und absurden Ideen. Es ist auch sehr viel in der Tradition der österreichischen Avantgarde, die ja auch Also die Sprache, mit denen die beiden dann kommunizieren, ist ausschließlich leere und sie schreiben sich tausende von Briefen, die aber nur aus leeren Blättern bestehen. Und es ist auch so selbstreferenziell, Schollnähe Verlag und Jelinek und alles kommt vor und der Schollnähe Verlag, also dieser gloriose Verlag, der gibt dann eine historisch kritische Ausgabe dieses Briefwechsels heraus, der aus 3000 Seiten, aus 3000 leeren Seiten bestehen. Das ist einer von hunderten von Ideen. Also es ist schwer, das zusammenzufassen, aber so ungefähr, glaube ich, läuft das. War das was für dich? Also ich war am Anfang ein bisschen skeptisch. Ich kenne Elias Hirschl, ich mag ihn extrem gerne und ich wollte, dass mir das Buch gefällt. Es hat so begonnen, ich wusste nicht, wird es ein Kälmann, wird es ein Pinchon? Und ich habe sehr gehofft, dass es mehr Pinchon wird als Kälmann. Und dann gab es so eine Stelle, die für mich ein bisschen so Länge hatte und das war, wo diese Nazi-Wissenschaftler dann irgendwelche Studien und Bewerbungen lesen und so weiter. Da habe ich mir gedacht, oje, oje, nein, das wird jetzt nicht und irgendwann aber hat es begonnen wirklich zu spielen mit diesen ganzen Ideen. Ich finde die Bezeichnung Ideenroman ist eigentlich sehr gut. Ich weiß nicht, ob das ein Ding ist in der Germanistik, etwas Ideenroman zu nennen, aber das ist auf jeden Fall einer. Und dann beginnt er seine Ideen ernst zu nehmen und zu sprudeln. Und es hat mich sehr erinnert an meinen Lieblingskomiker eigentlich, die Invisibles von Grant Morrison. Da gibt es auch so einen Moment, wo sie sagen, okay, die Wörter, hier irgendwelche, keine Ahnung, auch mystischen Vorfälle, ist es so, dass man Wörter als Waffen benutzen kann, weil jedes Wort genau das bewirkt, was es sagt, sozusagen. benutzen kann, weil jedes Wort genau das bewirkt, was es sagt, sozusagen. Solche Sachen hat Zeitrechnung umstellen und das Buch dadurch beeinflussen. Es ist wirklich eine, ich weiß nicht, für Leute, die genau, und ich liebe sowas, wenn mir jemand auch noch ein Comic, den ich sehr mag, ist einer, in dem man plötzlich merkt, aha, dieses Bild war schon, und dann merkt, aha, dieses Bild war schon und dann merkt man, dass dadurch ein schwarzes Loch gezeigt wurde, weil es einfach ausgeschnitten wurde, das von Marc-Antoine Aurel oder sowas. Ja, und so ist dieses Buch einfach, du merkst plötzlich, okay, das, was dort erwähnt wurde, das tritt jetzt ein in der Handlung und ich weiß nicht, es gibt tausende Ideen, ich muss was dort erwähnt wurde, das tritt jetzt ein in der Handlung. Und ich weiß nicht, es gibt tausende Ideen. Ich muss es nochmal lesen. Ich war wirklich begeistert. Am Ende war ich traurig, dass es aus ist. Nach so vielen Seiten ist das wirklich ein Ding. Ja, und ich glaube, ich will es nochmal lesen, um noch mehr zu wissen, was nochmal vorkommt, auf welche Art. Unfassbar, also diesmal wirklich ein Trip. Alle Strukturen werden aufgebrochen und wieder zusammengetan im Kopf. Wirklich gut. Das Buch ist schon viel besprochen und eigentlich alle sind begeistert. Christoph Schröder auch oder ist es zu much? Nein, ja, fangen wir doch andersrum an. Also nein, weil Babi Markovic sagt, sie sei skeptisch gewesen. Ich musste mehrere Aggregatsstufen mit diesem Buch durchlaufen. Ich war am Anfang nicht skeptisch, sondern ich hatte panische Angst. Aus dem einfachen Grund, da werde ich hier zu einer so schönen Veranstaltung eingeladen. Und da serviert der Herr Kassberger mir so ein Buch, wo ich denke, das macht der, um mich hier sozusagen mit dem Fleischklopfer platt zu klopfen in meiner Ahnungslosigkeit. Das war so ein Gedanke. Nachdem ich diese Angst überwunden hatte und angefangen habe zu lesen und ganz schnell bemerkt, dass ich einfach meine Kategorien auflösen muss, habe ich sehr, sehr schnell begonnen, extrem großen Spaß zu haben mit diesem Buch. Wirklich großen Spaß. Liebling am Anfang ist ja der Vater von Franziska Denk, der auf eine pazifische Inselgruppe namens Vanata fährt, um dort auch Sprachforschung zu betreiben. Und da passieren dann solche Dinge, es ist ein bisschen windig und er hat so einen Scheitel und je nachdem, ob er einen Mittelscheitel hat oder einen Seitenscheitel, ob er einen Mittelscheitel hat oder einen Seitenscheitel, bedeutet, dass derselbe Satz, kann ich bitte noch etwas Reis haben oder betreibt ihr hier eigentlich alle Inzest? Und von solchen Ideen ist dieses Buch voll auf jeder Seite. Historischer Roman hatte ich dann auch sehr schnell. Was man ja aber trotzdem macht, glaube ich, man fängt schon an nachzuschlagen, was gab es da wirklich und was nicht. Also ich hatte eigentlich permanent das Internet auf, auch deswegen braucht man so lange für die Lektüre, weil man immer nachguckt und meistens irrt man sich, meistens ist das, was man denkt, das hat es aber wirklich gegeben, erfunden und umgekehrt und das ist natürlich total, total, also es gibt einen Angouron, einen Tofu-Verkäufer und Minimalismus-Künstler und es gibt alles Mögliche und diese neuen Sprachen. Ich habe mich wahnsinnig amüsiert, ich habe viel gelernt, ich habe meine Kategorien auflösen müssen, habe ich sehr gerne gemacht. Darf ich auch was Kritisches sagen? Sicher, deshalb sind Sie ja da. Naja, es ist ja Literaturkritik. Nein, also ich hatte schon im zweiten Teil, als dieses Buch sich so auflöst, aber das ist natürlich dann vielleicht auch sehr konventionell gedacht, das Gefühl, da hat jemand alle Ideen, die er hatte, auf die Seiten gekippt und das nicht mehr sortiert. Ich habe einen Podcast gehört mit Elias Hirschel, der erzählte, er hat zehn Jahre an diesem Buch geschrieben, also er hat vor den beiden anderen Romanen damit angefangen. Problem und hatte auch ein Speicherproblem, weil er dann auf alten Festplatten noch Kapitel gefunden hat aus diesem Buch, die acht Jahre alt waren, die er total vergessen hatte, die er aber gerne dann in das Buch auch wieder reingetan hätte und dann einfach wieder reingeschoben hat, weil die passen ja. Jetzt kann man natürlich sagen, wahrscheinlich hat er sich das auch ausgedacht. Wahrscheinlich ist das genauso sozusagen vom Prinzip her. Also ist die Schöpfungsgeschichte dieses Buches genauso ein Mythos, wie in diesem Buch auch ständig erzeugt werden. Aber ich, also am Ende, ich war dann doch am Ende dann auch, fand dann auch gut, dass es dann zu Ende war. Also wir haben es ja in der österreichischen Germanistik und Literaturkritik dauernd mit solchen Wahnsinnigkeiten zu tun irgendwie und dauernd mit so Büchern, die auseinanderfliegen und wo du nicht weißt, was da der Zusammenhang ist. Und natürlich müssen wir als Literaturwissenschaftler auch immer sagen können, was da so Kohärenzprinzipien sind. Weil wenn es nur ein Haufen von ungeordneten Sprachmist wäre, ist ja kein Buch irgendwie. Ich habe schon das Gefühl, dass es so einen durchgängigen Faden gibt, auch über diese zehn Jahre Produktionszeit, weil ja alles letztlich mit dem Nachdenken an Ausdrucksmöglichkeiten und an philosophischen Begründungen von Sprache geht. Und das ist immer der Hintergrund eigentlich. Es gibt ein unglaublich tolles Kapitel, das ich super fand, weil der Hirschl ist auch so jemand, der sich unglaublich gern so Dinge ausdenkt. Also das war schon bei Content so, diese Listicles zum Beispiel. da sind hunderte von Listicles drinnen, also das sind so typische Internet Attraktoren, dass man durch das Internet und dann steht dann irgendwie die sieben unnötigsten die sieben unnötigsten Royals aus Europa, Nummer 6 ist die absolute Katastrophe, dann müssen alle durchklicken, bis du mal bei der Nummer 6 bist, hast du ja 7000 Seiten Werbung konsumiert. Und so sagen, nach dem Prinzip funktioniert, er hat zum Beispiel so einen Absatz, wo so selbstreferenzielle Sätze drin sind. Zum Beispiel, in diesem Satz befinden sich 5 E, in diesem Satz befinden sich 6 E, in diesem Satz befinden sich 7 E, in diesem Satz befinden sich 7 E, dieser Satz hat 4 E. Und es geht über Strecken weg und er macht es teilweise auch mit seinen Freunden irgendwie und diese Sätze, die beschreiben immer nur im Entstehen sich selber und das ist auch ein breiter Teil, wie so Sprachreferenzialitäten eigentlich passieren. Und ich glaube, es ist durch und sozusagen, das würde ich sagen, das ist so etwas Kohärentes, das durch all diese Geschichten durchgeht, das diese Geschichten auch irgendwie verbindet, nämlich die Frage, wie das Verhältnis von Realität und Sprache ist. Das ist eigentlich so der große Begründungszusammenhang auch der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Und es ist so, dass er nichts auslässt, also irgendwie keine kulturgeschichtliche Absurdität der Illig, der irgendwie behauptet hat, dass Mittelalter sei erfunden, weil es die Jahre von, das ist eine These, die in den 90er Jahren tatsächlich Leute geglaubt haben, bevor es Schwurbeleien gab. Ein Wissenschaftler, der gesagt hat, wir wissen so wenig über diese Zeit von 611 nach Christus bis 911 und Leute, ich sage euch was, diese drei Jahrhunderte hat es nicht gegeben. Da war eine große Ver... Ja, das haben Leute, das war ein Bestsellerbuch irgendwie. Und an der Uni meine Studienkollegen von, das Mittelalter wird es nicht gegeben und da war ja nichts irgendwie. Aber wer sollte sich das... Also das kommt vor zum Beispiel. Und viele andere Dinge kommen vor und meistens stimmen die Dinge, wenn die Namen nicht genannt werden. Meistens ist es immer, wenn ein Name genannt wird, ist immer so ein Hinweis, dass es erfunden ist. Bitte. Ich wollte nur noch ein Beispiel geben, was mein Liebling war. Eben weil Franziska Denk hat ja dieses Problem, dass jedes Krankheitswort zu einer Krankheit führt. Aber es wird dann auch erfunden irgendwie, dass quasi Leute geheiltunden irgendwie, dass quasi Leute geheilt werden dadurch, dass sie das Konzept von einer Krankheit einfach vergessen und das Wort und das dehnt sich aber dann auf die Wirklichkeit aus und plötzlich verschwinden Konzepte in Hirnen von Menschen und die sehen das dann nicht mehr und dann wird das Buch so irre, aber es ist nicht, ich finde, es hebt nicht ab, ich konnte es folgen. Also es war, meistens kam irgendwas zusammen vom Anfang oder von einer Theorie, die am Anfang erwähnt wurde und also dieses Ende, das war für mich so ein, es war wie Karneval, ich hatte so viel Spaß, aber ja. Ja, nein, also das hat schon diese Motive, Das war für mich so ein, es war wie Karneval. Ich hatte so viel Spaß. Aber ja, das ist… Ja, nein, also das hat schon diese Motive, die führt auch durch und auch dieser vermeintliche Plot wird ja am Ende dann doch irgendwie auch zu Ende gebracht. Aber ja, es wird verrückter am Ende. wird, ist natürlich großartig, weil, und es ist irgendwie natürlich auch doch ein sehr, sehr aktueller Roman, finde ich, also weil er stellt die Frage, also wenn sozusagen Prinzipien, sprachliche Prinzipien aus dem, also am Anfang fängt glaube ich an, dass das Prinzip Mittelalter Gauda aus den Köpfen entfernt wird, damit fängt es an, und dann geht es um Krankheiten und so weiter, also erst schmecken die Leute Mittelalter Gauda nicht mehr, weil es den nicht mehr gibt in ihrem Kopf, aber dann geht es um Krankheiten und so weiter. Also erst schmecken die Leute mittelalten Gauda nicht mehr, weil es den nicht mehr gibt in ihrem Kopf. Aber dann geht es ja um sehr, sehr viel mehr. Und es geht natürlich auch, also man kann es ja sagen, vielleicht um das Prinzip Fake News. Also ganz einfach, was haben erfundene Nachrichten, erfundene Modelle von Wirklichkeit für eine Auswirkung, wenn sie von nicht Erfundenen nicht mehr unterscheidbar sind. Das spielt dieses Buch natürlich unglaublich literarisch durch, aber es hat ja auch was sehr Ernstes. Ich glaube auch schon, dass Elias Hirschel das absolut mitgedacht hat, also dass er diese Aktualität in diesen Roman hinein denken wollte. Also es ist schon auch mehr als Spiel, auch wenn das Spielen natürlich wahnsinnigen Spaß macht. Ich meine, es ist ein Ideenroman, aber es ist noch etwas, was für meine Berufsgruppe noch viel wichtiger ist. Es ist ein absoluter Germanisten-Roman. Also Germanisten spielen und Germanistinnen auch spielen die allergrößte Rolle, weil es gibt eine Germanistin, die auch sozusagen die Lebensgeschichte von dieser Denk schreibt und Germanisten kommen auf jeder zweiten Seite vor, das gefällt den Germanisten natürlich irgendwie und wenn sie selber vorkommen, weil es gibt ja sozusagen die normale Ansage, Reich Rahn-Ritzke hat immer gesagt, ah, das ist ein Germanisten-Roman, das heißt irgendwie, außer zwei Leuten im deutschsprachigen Raum interessiert es kein Schwein irgendwie, weil es nur die Germanisten, aber die Germanisten werden auch einiges zu tun bekommen mit dem Buch, weil da wirklich wahnsinnig viele, der Elias Kanetti, der Elias Hirschl ist ein sehr belesener Autor und es gibt, das ist mir aufgefallen, es gibt ein paar so Anknüpfungspunkte auch an die extremsten Bücher der österreichischen Avantgarde, in Oswald Wieners Verbesserung von Mitteleuropa zum Beispiel, das ist also ein Avantgarde-Klassiker von 1969, den noch niemand so wirklich verstanden hat, außer dass er provokativ ist halt irgendwie. Das haben alle verstanden. Aber da gibt es ein Kapitel, wo Wiener nichts anderes tut, als einen simplen Bleistift zu beschreiben. Und da sieht man, wie unmöglich Sprache als Beschreibungsmedium ist. Das braucht 50 Seiten, um diesen blöden bleistift zu beschreiben und diese vorstellung gibt es auch da drinnen also da wird so institut gegründet zur möglichst konkreten beschreibung von irgendwas und das führt immer zu einem wahnsinn also wenn man glaubt man beschreibt dinge dann ist man kann mit einem foto ist es total locker gemacht aber sprachliche beschreibungen kann man in Grenze. Und auch diese Sache mit dem es reicht nur, den Gedanken zu verlieren, dann ist die Krankheit weg, das ist so ein Konrad-Beyer-Satz. Also beim Konrad-Beyer heißt es irgendwie, also es genügt den Gedanken an den Tod zu vergessen, dann werden wir nicht mehr sterben. Das sind utopistische Vorstellungen und die unmittelbar da anknüpfen irgendwie. Und da ist er sehr verwachsen mit dem, aber natürlich auch, glaube ich, mit aktuellen Wirklichkeiten. Das ist auch ein guter Punkt. Darf ich kurz, weil ich die Stelle angesprochen habe, weil ich die so lustig finde. Also man versucht dann eben, dass es für jedes Ding auf der Welt nur noch einen Begriff gibt. Und dann fängt man eben an, also mit existierende sind Om, lebendige sind Ome, Säugetiere sind Omego, Nagetiere Omegon, Hamster Omegoni, Zwerghamster Omegoniru. Zwerghamster, die im Jahr 1997 leben, Omegoniru, Lali, Dubo, Gar. Und so geht das so weiter und dann haben sie irgendwann Wörter, die gehen über mehr als eine Zeile, für Hamster, die lebendig begraben wurden und so weiter. Deswegen, es ist auch auf jeder, also da ist auch schon Handlung und Erzählung drin. Ja, das ist auch so etwas, was größer ist, das Phänomen dieser komischen Begeisterung für Plansprachen, die das Set ja auch schon in den Binnen und das Unsichtbare hat und auch der Bacharewitsch zum Beispiel hat so diese, also in den Hunden Europas hat er diese Vorstellung, mit einer Plansprache würden Probleme lösbar sein und er war vor kurzem bei uns und es gibt wirklich Leute und diese Plansprache beim Aljet Bacharewitsch, die ist auch tatsächlich entwickelt in dem Buch und es gibt Leute, die das lernen jetzt, also es gibt eine Gruppe von Plansprachenleuten und die Idee hinter diesen Plansprachen, Esperanto und so weiter, war ja immer, alle verstehen sich. Und der Hirschl entwirft einen ganz anderen Babel-Mythos, weil der Mythos von Babel ist ja der, also ein hybrides Werk. Turmbauern, der größer ist als Gott und deshalb gibt es eine Sprachverwirrung und deshalb werden die in ewiges Unheil gestürzt, weil sie nicht mehr kommunizieren können. Und der Hirsch erzählt eine andere Geschichte, der sagt, ja, das war und er erfindet da so einen mittelalterlichen oder so einen Renaissance-Vorfahren, der rein erfunden ist und er sagt, er hat andere Forschungen. Liebe Leute, der Turm von Babel war nicht ein großer Turm. Der Turm von Babel waren unglaublich viele gleiche Türme auf der ganzen Welt. Und in diesen Türmen auf der ganzen Welt, und das ist ein digitaler Hintergrund und ein ganz anderer, da ist immer das Gleiche passiert. Also in all diesen kleinen Türmen ist immer das Gleiche passiert. Und er spinnt es weiter und es geht in Richtung Quantenphysik. Also es passiert das Gleiche und es gibt auch so eine Transmittermöglichkeit. Ich gehe in einen Turm rein und komme irgendwo sonst raus. Er erzählt diesen alten Mythos vor ganz aktuellen gesellschaftlichen und technischen Hintergründen. gesellschaftlichen und technischen Hintergründen. Und da ist er wahnsinnig innovativ einfach, weil er das Alte irgendwie so noch einmal zu etwas Bedenkenswertem macht. Bitte. Was soll man noch sagen? Also der Spaß, den er hatte beim Nachdenken über diese ganzen wahnsinnigen Ideen, ist ansteckend, finde ich. Das merkt man im Buch an, ja. Absolut. Eine Frage in dem Zusammenhang, weil mich das wirklich beschäftigt, woher kommt eigentlich diese Faszination für diese Menschen, die sich diese Plansprachen ausdenken? Weil funktionieren tut es ja eigentlich nie. Also so richtig, also selbst Esperanto ist ja eigentlich jetzt keine Sprache, aber diese Faszination für diese Nerds, die so ein System entwickeln, ist so ungebrochen und ich habe keine Antwort drauf. Ich frage euch. Also beim Setz kommt der Setz ist ja nicht ein Esperantist und knüpft irgendwelche Hoffnungen an die reale Sprache, sondern ihm geht es ja auch in den Binnen und das Unsichtbare. Das ist so eine Art Essay-Band irgendwie, wo ich immer gedacht habe, das wird kein Mensch lesen können und meine Studenten sind begeistert, gerade von dem Buch, das eigentlich das komplizierteste und seltsamste Setzbuch ist und der ist zum Beispiel so begeistert von diesem einen Typen, der eine Sprache erfindet und wo nur er selber das versteht. Also eine Sprache, wo nur er selber, also das ist eigentlich so eine Perversion der Sprache, weil wenn ich nur mit mir selber rede, also dann, ja. Und das sind so komische Nerdigkeiten irgendwie, wo einer das ganze Leben opfert, nur damit er eine Sprache hat. Und ich glaube, der Sohn spricht es da, aber der stirbt dann gleich. Aber ich glaube, was die Faszination betrifft, die Gründe sind viele. Ich war jetzt neulich bei einer Lesung in Burgenland, bei den Burgenland-Kroaten. Ich glaube, es verschwindet immer wieder eine Sprache und dann verschwindet ein Teil der Kultur. Es ist, ich glaube, total nachvollziehbar, dass es immer wieder Menschen gibt, die eine Hoffnung entwickeln, dass man das irgendwie überwinden könnte, dass man eine gemeinsame Sprache für alle, wo es dann nicht vorteilhaft ist, irgendwie aus einem Kolonialland zu kommen oder so. Aber ich glaube, es hat schon alles diesen, auch von Ihnen auch schon in der ersten Wortmeldung etablierten, ideologiekritischen Hintergrund. Die Sprache ist etwas, was eine verdammte Falle ist irgendwie nicht. Und die funktioniert nicht so ohne weiteres. Und gerade in diesen abstrusen Übertreibungen wird klar, dass wir uns da nicht auf das so ohne weiteres verlassen sollen und was da alles transportiert wird davon. Also für Leute, die irgendwie irrste Geschichten hören wollen, also großartig ist auch das Ende von dem Otto Mandl. Der Otto Mandl fährt nach Tokio und ich habe irgendwie so eine Japan-Reise gebucht, ich fürchte mich schon irgendwie, also auch nach Tokio und der Otto Mandl endet in einem riesigen Kreisverkehr und kommt dann nicht mehr raus. Und in dem Kreisverkehr werden permanent die Autoreifen begutachtet und nach den Autoreifen werden Chronologien erzählt. Und du weißt nicht, warum der in diesem Kreisverkehr endet irgendwie. Völliger Wahnsinn. Und dann denkt man sich, naja, was ist da irgendwie? Lost in Translation oder so irgendwas? Also irgendwie, was ist da dahinter? hat Lost in Translation oder so irgendwas, also irgendwie, was ist da dahinter? Ich kenne so einen Zeichentrickfilm eigentlich, da fahren sie auf der Autobahn irgendwo in den USA und immer wieder verlieren sich Leute und bleiben auf so einer Insel stehen und irgendwann haben sie alle irgendwelche Sachen geöffnet, so Würstelstand und so weiter. Also ich glaube, das ist es, ehrlich gesagt. Das war sein Vorbild. Ja, also Sie haben wirklich ein breites Angebot jetzt. Also drei ganz verschiedene Romane, für jeden etwas dabei. Oder man kann sie aber auch alle drei lesen, hintereinander. Das ist auch eine Möglichkeit. Ich danke sehr herzlich. War ein toller Abend und ich glaube, Sie haben einen Eindruck gewonnen von diesen drei Büchern. Vielen Dank, dass ihr da wart. Danke für die Einladung. Danke. Es gibt drei Bücher. Es gibt drei Bücher zu gewinnen und die Fragen sind von der Scharke Lenert immer und die Fragen sind so, dass man die eigentlich schon beantworten kann und deshalb geht es auch darum, wer als erstes das beantwortet. Also Sie müssen schnell sein, Sie müssen nicht nur viel wissen, sondern Sie müssen auch schnell sein. sein. Sie müssen nicht nur viel wissen, sondern sie müssen auch schnell sein. Das erste Buch ist von der Dorothee Elmiger, also die vielfache Buchpreise, ich glaube den Deutschen und den Schweizer gewonnen hat und in aller Munde war die Holländerin. Und die Frage bezieht sich auf Elias Hirschl und die Frage ist, wann hat der den Publikumspreis bei den Bachmann-Tagen gewonnen? Da kann man auch raten. Fast. Fast. 22. Ja, bitte. 22 ist... 22 ist Eduard Louis, der Absturz. Eine Frage, die sich auf die Nadine Schneider bezieht. Wo ist sie geboren? Nürnberg. Herbsthässliches Nürnberg. Waren Sie die Erste? Ja, herbsthässlich. Und dann haben wir noch ein anderes Buch aus Österreich. Robert Brosser, das geplünderte Nest aus der Herbstproduktion. Neben Ambrose Bierce ist welcher amerikanischer Schriftsteller für seine schaurigen und unheimlichen Kurzgeschichten? Ja, ist das ein Amerikaner? Ist das ein Amerikaner? Ja, wahrscheinlich. Bitte. Das war's. Wir sind irgendwann wieder hier. Wir sind im September in Schloss Stahemberg und ich glaube, bei der Buch Wien im November sind wir auch wieder mit dieser deutsch-österreichischen Freundschaft präsent. Ich danke für die Aufmerksamkeit. Kommen Sie gut heim. Danke. Danke. Gracias.