So, guten Abend, herzlich willkommen. Schön, dass Sie da sind, schön, dass ihr da seid. Mein Name ist Sarah van Dordrecht, ich mache im Depot die Leitung und herzlich willkommen zur Raumgestaltung Partizipative Stadtentwicklung. Wir haben heute Abend ein wunderbares Panel, das Philipp Hufmann gleich vorstellen wird. Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei Philipp bedanken für die wahnsinnig gute Organisation und Umplanungen in letzter Minute und eine 1A Social Media Vorbereitung. eine große Freude und dies ist auch schon der zweite Teil. Also wir haben im vergangenen Jahr auch schon eine Diskussion zusammen organisiert und so ein wichtiges Thema und wir würden es auch sehr gerne fortführen, wenn es einen Teil 3 gibt, würde ich jetzt schon sagen. Ich möchte nur darauf hinweisen, wir streamen live auf YouTube. Herzlich willkommen auch an alle, die dort zuschauen und herzlich willkommen alle, die auf Radio Orange unsere Diskussion später noch anhören. Es gibt eine Fotodokumentation heute Abend und wenn ihr ins Mikro sprecht bei der anschließenden Diskussion, dann werdet ihr aufgezeichnet. Wer das nicht möchte, kann ein Zeichen geben. Genau. Ich möchte noch hinweisen auf ein Forschungsprojekt. Und zwar haben wir da hinten, haben wir so einen Briefkasten liegen und ganz tolle Sammelmappen für das Archäologie-der-Subkultur-Forschungsprojekt. Und da werden Orte gesammelt, die Bedeutung für Subkultur haben. Ich denke, heute ist der ideale Abend, sich das mal anzuschauen und vielleicht möchte die ein oder andere schon eine kleine Probe da abgeben oder sich das mal anschauen und mit nach Hause nehmen. Also die Veranstaltung dazu ist dann am 18. März hier bei uns. Da gibt es dann auch noch eine Lecture und ein offenes Labor am Nachmittag. Genau. Vielen, vielen Dank fürs Diskutieren schon jetzt und ein offenes Labor am Nachmittag. Vielen, vielen Dank fürs Diskutieren schon jetzt und ich übergebe an Philipp und wünsche einen tollen Austausch heute Abend. Vielen Dank. Ja, danke Sarah. Auch unsererseits natürlich vielen Dank, dass wir hier zu Gast sein dürfen und ein Panel ausrichten dürfen, das augenscheinlich einige interessiert hat. Wir freuen uns sehr, dass ihr umso zahlreich erschienen seid. Beim letzten Mal ging es um Raumvielfalt. Wir hatten Initiativen eingeladen, die sich mit Raumfragen in Wien, aber auch außerhalb von Wien beschäftigt haben, uns zu erzählen, wie sie diese Freiräume genau bewirtschaften, wie sie die erhalten, was sie damit vorhaben. Und damals hat sich so ein bisschen herauskristallisiert, dass wir eigentlich dieses Moment der Partizipation aufgreifen möchten und überlegen möchten, wie das eigentlich genau ausschaut in der Berufspraxis. Also auf der einen Seite beim ersten Panel ging es viel um ehrenamtliches Engagement. Natürlich sind auch bei Ehrenamtlichen viele Professionisten dabei, die dieses Wissen dann einbringen in den Initiativen. Wir haben uns dann aber auch gleichzeitig gefragt, also wie handhaben denn jetzt verschiedene Berufsgruppen, Künstler, Kulturarbeiter, aber eben auch Architekten und Stadtplaner das Thema Partizipation im Kontext mit Räumen, mit Architektur, mit dem Bauen, aber auch eben mit ganzen Konzepten, die für Städte ausgerollt werden. und sind immer noch ganz stolz darauf, dass wir das so zustande gebracht haben. Wie Sie vielleicht schon beim Abzählen gemerkt haben, fehlt ein Podiumsgast kurzfristig, nämlich der Peter Fattinger von der TU Wien. Er ist kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallen. Und auch die Isa Kleme, der ich die Veranstaltung konzipiert hatte und die moderieren wollte und jetzt sicher im Livestream zuschaut. Also gute Besserung auch von der Stelle an die Isa. Und herzlichen Dank an Antonia Dieker, die heute wirklich in einer Nacht- und Nebelaktion ist, bei dem schönen Wetter, die falsche Metapher, aber so kurz und knapp sich bereit erklärt hat, irgendwie das Podium zu moderieren. Sie bringt sehr viel Know-how und auch Verbindungen zu einzelnen Personen mit, weshalb vielleicht die Entscheidung etwas leichter gefallen ist. Aber ich werde sie später noch etwas ausführlicher vorstellen. Ich werde aber jetzt erst mal ganz kurz noch auf das Thema eingehen, das eigentlich eine offene Frage ist. Wir haben das auch im Titel versucht, eigentlich so wiederzugeben. Raumgestaltung, partizipative Stadtentwicklung und versucht über die Gäste, die wir einladen, eine Klammer zu bilden, die dann irgendwie zu interessanten Statements führt und Einsichten bei uns allen. Und das weiß der ein oder andere übersetzt, bedeutet es natürlich erst mal Teilhabe. Aber diese Teilhabe kann natürlich ganz unterschiedlich aussehen, je nach Kontext, Projekt, beteiligten Personen, Ressourcen. Fällt Partizipation mal eher symbolisch aus, mal eher vielleicht als formale Anteilnahme und Beteiligung. vielleicht als formale Anteilnahme und Beteiligung und teilweise, wie im Fall von ko-kreativen Projekten und Ansätzen, dann eben so, dass die Teilnehmerinnen sehr aktiv und maßgeblich in Projekte einbezogen sind. Also wir haben eine Riesenrange, was Partizipation bedeuten kann, die auf allen organisatorischen Ebenen ansetzen kann, sodass wir so überlegt haben, okay, wie greifen wir das jetzt? Welche Modelle gibt es momentan? Wer kann uns dazu Auskunft geben? Und da sind wir schnell bei dieser erlesenen Runde gelandet, die ich euch jetzt ganz kurz vorstellen werde, um nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Aber vielleicht auch bei der Folie noch kurz eins weiter. Wir haben uns überlegt, dass wir eben so die ganze Diskussion ein bisschen strukturieren zumindest. Das kommt dann natürlich immer so ein bisschen auf die Inputs an. Aber erst mal die Frage stellen, was ist Partizipation? Und dann, welche Praxisbeispiele gibt es? Also, dass man noch wirklich mal vor Augen hat, wo partizipativ gearbeitet wird. Aber auch, welche Potenziale das in der Zukunft noch hat, also in welche Richtung sich das entwickeln kann. Und das ist so ein bisschen vielleicht der Leitfaden, aber die Diskussion kann natürlich auch in ganz andere Richtungen laufen. Ich starte jetzt mal ganz kurz mit der Vorstellung und alphabetisch mit Sophie Netzer. und alphabetisch mit Sophie Netzer. Sophie ist Künstlerin, lebt in Linz und ist Teil des Kollektivs Raumarbeiterinnen. Die Raumarbeiterinnen, von denen auch manche Mitglieder im Publikum sitzen, verorten sich an der Schnittstelle zwischen Performance, Skulptur und Kunst und sie erforschen mit ihrer Arbeit, wie sich gesellschaftliche Strukturen in Körper und Architektur einschreiben. Sophie wird dazu später natürlich noch mehr erzählen. Der zweite Gast, auch stark mit der Kulturarbeit verbunden, ist Sitara Patirana, die Direktorin der Klimabiennale ist. Die Klimabiennale, das habt ihr sicher schon mitbekommen, startet bald. Ich lese mal ganz kurz vom Zettel ab, nämlich am 9.4. Man geht bis zum 10.5., dann wird der Werbejingel schon mal platziert. Die Klimabiennale findet zum zweiten Mal statt in diesem Jahr und hat natürlich, wie ihr sicher schon beim letzten Mal festgestellt habt, sehr viel mit Raumfragen zu tun, erobert die Stadt, versucht die Stadt zu transformieren, neue Impulse zu geben. Und dadurch ist es eine ganz tolle Position für uns jetzt, für die Diskussion. Sitara hat vorhin in Hamburg gearbeitet und 2022 dort mit Kolleginnen das Climate Art Fest ins Leben gerufen. Das war das erste internationale Kunstfestival, das sich Natur, Klima und dem Wandel des Erdsystems widmete, also wirkliche Pionierarbeit. Eine zweite Pionierin sitzt direkt neben mir, nämlich Sabine Pollack. Sabine Pollack ist Architektin, Autorin, Lehrende und beschäftigt sich mit den Themen Wohnen und Feminismus, Gemeinschaft und Urbanismus. Sie ist Mitbegründerin des Büros Köp und Pollack Architektur in Wien und hat lange Jahre auch als Professorin an der Kunstuniversität Linz gelehrt und hatte im letzten Jahr die Ehre, den österreichischen Pavillon auf der Architekturbiennade zu gestalten, gemeinsam mit Michael Obrist und Lorenzo Romito. Und das ist natürlich super spannend zu erfahren, inwiefern das partizipativ angelegt ist und welche Trends es auch gibt in dem Bereich, dann vielleicht auch international, was die Arbeit angeht. Alexandra Rupp-Ebenspanger rundet den Gesprächskreis ab. Sie ist Raumplanerin und stellvertretende Leiterin der Stabstelle Bürgerinnenbeteiligung und Kommunikation der Stadt Wien. Sie gestaltet und begleitet Beteiligungsprozesse für städtebauliche Planungen und ist Mitautorin des 2015 erschienenen Masterplans Partizipative Stadtentwicklung. Also das ist quasi hier das Stichwort für den Titel. Und dieser Masterplan, der euch jetzt natürlich brennend interessiert, welchem Masterplan folgen wir hier alle in Wien? Der liegt da hinten in Print aus, den dürft ihr euch gerne mitnehmen. Den gibt es natürlich auch online. Und wir werden später mehr darüber erfahren, wie der entstanden ist und was da so drin steht. Genau, dann würde ich jetzt gleich an Antonia übergeben. Noch ganz kurz etwas zu Antonia sagen. Antonia ist selbst Architektin, Urbanistin und Forscherin. Sie hat in der TU Architektur studiert, glaube ich auch mit Auslandsstudium in Berlin. studiert, glaube ich auch mit Auslandsstudium in Berlin. Sie hat von 2009 bis 2018 und von 2024 bis 2025 für die Gebietsbetreuung Stadterneuerung gearbeitet und dadurch auch eine Verbindung zur Stadt Wien und sie promoviert momentan in Linz im Fachbereich Architektur und Urbanistik und wird betreut von Sabine Pollack. Also es gibt gewisse abhängigkeitsverhältnisse die ich damit gleich transparent gemacht habe die blick kontakte kann man dann gleich lesen genau aber dann übergebe ich meinen antonia und applaus für die ganze runde bitte Hallo, ist schon an, passt. Also keine kritischen Fragen von mir und Sabine Pollock. Ja, danke für deine Einführung. Ich freue mich sehr, dass ich das heute moderieren darf, weil das ein total spannendes und total wichtiges Thema ist, mit dem wir uns heute beschäftigen. Und ich freue mich auch, dass wir heute so ein schönes All-Women-Panel haben. Das ist auch sehr toll und angenehm. Und heute werden wir, wie schon angekündigt, über Partizipation in der Stadtplanung sprechen. Und zwar über verschiedene Formen und Ebenen der Partizipation. Wir werden Praxisbeispiele anschauen. Wir werden uns fragen, was Partizipation überhaupt ist. Was echte, was fähige Partizipation ist vielleicht. Ich habe auch, dadurch, dass ich jetzt auf die Schnelle eingesprungen bin für die Moderation, habe ich mir als Schummelzettel die Leiter der Bürgerbeteiligung von Cheryl Arnstein ausgedruckt. Vielleicht kennen das manche von euch. Sie definiert da acht Stufen der Partizipation von quasi Manipulation zu Subsidiarität. Und zwar beschreibt sie das so, dass es sich quasi von einer total unechten, einer Scheinpartizipation entwickelt bis hin zu einer echten Beteiligung, Bürgerbeteiligung, wie sie das nennt. zu einer echten Beteiligung, Bürgerbeteiligung, wie sie das nennt. Und was auch wichtig dazu zu sagen ist, dass dieser Text, den sie geschrieben hat und wo sie das auch definiert hat, schon von 1969 stammt. Es hat sich vielleicht seitdem gar nicht so viel getan, aber es hat sich doch einiges getan und das werden wir heute auch besprechen. aber es hat sich doch einiges getan und das werden wir heute auch besprechen. Wir starten mit dem Segment, was ist Partizipation? Und in diesem Sinne würde ich euch alle vier bitten, ein kurzes Statement abzugeben dazu, Partizipation in eurer Praxis spielt, also wie ihr in eurer Arbeit Partizipation versteht und vielleicht auch noch mal kurz euer Input, was ihr denkt oder welcher Aspekt davon euch wichtig wäre, heute auch zu besprechen in dieser Runde. Starten wir mal hier. In der Stadtteilplanung ist die Partizipation, wir sagen die Möglichkeit der Bürgerinnen und Bürger, sich in die Stadtteilplanungsprojekte einzubringen, weil der Rahmen oder die Rahmenbedingungen ja schon vorgegeben sind. Wichtig für uns ist das lokale Wissen der Bürgerinnen vor Ort, weil sie sind die Expertinnen dafür, was vor Ort passiert, was vor Ort fehlt, was ihnen wichtig ist. Was war noch die Frage? Mit welchem Aspekt würdest du dich heute gerne beschäftigen? Naja, ich bin ja eingeladen, um den Masterplan Partizipation vorzustellen. Also gerne Fragen dazu. Bei uns würde ich sagen, aus der Kunst kommend ist es eher so, dass ich aus Partizipation, also es gibt eine große Bandbreite. Es geht aber eigentlich immer darum, dass Personen, Passantinnen oder in direkter Kooperation Menschen mit in die künstlerische Arbeit einbezogen werden. Und das kann entweder im Prozess passieren, also schon quasi bei dem Erzeugen von einer Arbeit, einem Projekt, einer Kollaboration oder aber auch quasi in, wir arbeiten oft mit performativen Auftritten, würde ich sagen, Interventionen im öffentlichen Raum. Also es kann auch in der Aufführung passieren, dass die Leute einfach einbezogen werden und quasi eingeladen werden, aktiv Teil davon zu werden. Genau und über was ich mich gerne unterhalten würde, ist schon auch, wie quasi künstlerische Projekte eigentlich vielleicht auch den Ansporn geben können. Oder vielleicht, also was kann Kunst in diesem Bereich leisten? Weil ich schon auch merke bei dem Panel, dass es sehr stark um diese Stadtplanung geht. Und natürlich die Frage ist, wie können quasi temporäre künstlerische Dimensionen auch etwas Langfristiges bewegen? Also das finde ich ist immer eine große Frage, die sich glaube ich viele in unserem Bereich stellen und auf die ich sicher keine klare Antwort habe, aber vielleicht wäre es schön, darüber zu diskutieren. Ich kann vielleicht sagen, was es nicht für mich ist, nämlich Stadtgestaltung, muss ich leider sagen. Ich bin ein bisschen unglücklich mit dem Titel der Veranstaltung, so wichtig ich sie finde. Aber ich glaube nicht, dass Partizipation bedeutet, dass Bürgerinnen die Stadt gestalten, sondern für mich geht es, und das ist meine Definition, geht es vielmehr um die Produktion von Raum und wer welchen Raum wie produziert und die Gestaltung. Ich bin auch ein bisschen allergisch auf Gestaltung, muss ich sagen. Das verbinde ich mit Parkbänken und Tischen, die aufgestellt werden. Also es muss um viel mehr gehen, glaube ich, als um die reine Gestaltung. Und die Gestaltung überlässt man dann vielleicht auch lieber Expertinnen in einem solchen Prozess. Und ansonsten würde mich interessieren heute vor allem die Schnittstelle zur wirklichen Planung und zum Bauen, die Schnittstelle zur Stadtplanung, zur Planung von ganzen Quartieren. Also wie kann man so Projekte, künstlerische Projekte oder so wahnsinnig wichtige Projekte wie die Klimapianale, wo wir, glaube ich, alle hingegangen sind und uns das wirklich angeschaut haben, wie kann eine Stadt auch anders aussehen, wie kann sowas übergeführt werden in eine wirkliche Planung und Realisierung von Stadt, auch eine längerfristige Stadt sozusagen. Ja, ich komme ja eigentlich ursprünglich aus der kulturellen Bildung und da ist ja Partizipation, wird auch herumgeworfen in der Kultur und Kunst und ich gehe aus der kulturellen Bildung heraus, gibt es eigentlich keine echte Partizipation als solche. Also dass man das auch als Inbegriff einfach wahrnimmt. Und was heißt eigentlich echte Partizipation? Das ist einfach so ein Wort, das man gerne verwendet. Aber auch in der kulturellen Bildung, also mit Kindern und Jugendlichen, ist es auch nicht immer auf Augenhöhe. Das muss man auch mit Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, auch abklären und das wissen, weil das so viel Frust auch selber, wenn man in diesen Berufen ist, immer dann denkt, man möchte partizipativ arbeiten und möchte das auch erreichen und dann hat es aber immer Grenzen. Und ich finde, darüber kann man einfach auch sprechen und das auch offenlegen, weil dann der Frust einfach weniger groß ist. Und genau, ich komme gar nicht aus dem Stadtplanungsbereich und bin jetzt durch die Klimabiennale Wien, weil wir diese Fragen öffnen. Was kann Kunst und Kultur eigentlich machen? Wem gehören Stadträume? Also wir fragen uns, wie kann eigentlich Lebensraum gestaltet werden? Was kann Kunst und Kultur dazu beitragen? Und wie können diese Räume eigentlich auch, was Sophie jetzt auch angesprochen hat, und auch hier nochmal, wie kann das nachhaltig eigentlich geschehen? Also wir können ja auch dann auf die Klimabiennale 2024 zurückblicken. Was können, was kann Kunst und Kultur und was bleibt davon eigentlich und wie kann man das eigentlich auch in Strukturen von Stadtplanung eigentlich mit integrieren, finde ich auch spannend zu diskutieren. Danke, damit das jetzt nicht so theoretisch und abstrakt bleibt, schauen wir uns gleich ein paar Beispiele an, wo auch gezeigt wird, woran ihr so arbeitet. Stimmt, jetzt bin ich als erstes, oder? Ich habe drei Projekte mitgebracht und das erste auch, hauptsächlich, nicht hauptsächlich, auch deswegen, weil es auf dem Titelblatt zu sehen war und ich dachte, es wäre komisch, nicht darüber zu sprechen und weil es zwei Projekte an diesem Ort gegeben hat, die von uns durchgeführt worden sind, die sehr, also nicht sehr, die unterschiedlich waren und das finde ich eigentlich ganz interessant, weil sie am gleichen Ort stattgefunden haben, mit verschiedenen partizipatorischen Ansätzen. Was ihr jetzt da seht, auch die, ich muss immer umdrehen, um zu wissen, welche Bilder da zu sehen sind, das war in Monheim in Nordrhein-Westfalen. Das Interessante an der Stadt ist eigentlich, vielleicht kennt ihr die Stadt, das ist so, okay, vielleicht erzähle ich nicht zu viel zu der Stadt, aber es ist einfach ein Ort, der sich sehr stark gewandelt hat. Es wurde sehr viel gebaut, wie natürlich auch an anderen Orten und es gab sehr viele sichtbare Baustellen in der ganzen Stadt, also eine Kleinstadt. Und das ist sicher beispielhaft für viele Orte und wir haben uns einfach gefragt, wie können wir diese Veränderungen, diese Routinen, die es auch in der Stadt gibt, sichtbar machen? Wie können wir Leute dazu einladen, die Stadt auch ein bisschen als Ausprobierort zu sehen und haben verschiedene Interventionen im öffentlichen Raum gemacht. Also sind durch die Stadt gegangen und haben an verschiedenen Orten Tests durchgeführt. Zum Beispiel, wir haben uns den Zebrastreifen angeschaut, wie funktioniert der Verkehr? Wie überqueren die Leute den? Haben das quasi mit den Leuten gemeinsam gemacht, haben Leute dazu eingeladen. Also manchmal auch sehr banale Routinen überprüft, würde ich mal sagen. Überprüft und nachgefragt, wie die sich einschreiben in Stadt und aber auch wie Plätze genutzt werden. Also zum Beispiel bei dem Foto rechts, wie kann eine Aufenthaltsqualität von einem Platz eigentlich bemessen werden, aber eben in einem künstlerischen Projekt. Also das war sehr sichtbar in der Stadt, durch Farbigkeit, durch eine Linie, die alles verbunden hat. Und das war eben eine Einladung, diese Routinen in der Stadt zu hinterfragen. Und wenn, einmal weiter genau, war das an einem gleichen Ort, spannenderweise dann ein Jahr später später haben wir ein anderes Projekt gemacht, wo es wirklich in dem, was ich vorher auch gesagt habe, um den Prozess ging, also wo die Menschen in diesen künstlerischen Prozess einbezogen worden sind. Also da haben wir zusammengearbeitet mit einer Schulklasse und mit einer Gruppe von Seniorinnen. Also wir wollten Menschen ansprechen, wo wir das Gefühl haben, die oft im öffentlichen Raum nicht so eine große Stimme haben und nicht so laute Stimme haben. Und haben mit denen gemeinsam wirklich eine künstlerische Arbeit, also ihre etwas, was quasi auf Interviews passiert hat, wo wir Leute befragt haben, wie wir sie Veränderungen wahrnehmen und haben die dann eingeladen, in einer Gruppe eben diesen Stadtraum, den sie ja ganz anders kennen, neu zu erfahren. Also da waren quasi die Stimmen der Leute zu hören, da waren die Gedanken von ihnen zu hören, die dann von uns quasi in einem künstlerischen Prozess zusammengewebt worden sind. Also das war eine ganz sehr konkrete Partizipation an dem Prozess und aber dann auch an dem, was draus geworden ist. Da haben wir über einen Monat hinweg die Kunstklasse zum Beispiel übernommen von einer elften Klasse und haben eben mehrmals so Gesprächsrunden mit Seniorinnen gemacht. Das ist natürlich, da ist auch wieder die Frage, was hat das für einen Effekt? Also das sind eher so, das ist eine Einladung eigentlich, den Raum erstmal anders wahrzunehmen oder zu sehen, was es für Potenziale gibt oder zu sehen, wie sich Menschen begegnen, auch im öffentlichen Raum. Also das ist das, was eigentlich unsere Arbeit macht oder würde ich sagen auch kann. Und was dann im nächsten Schritt weiter als physische Veränderung passieren könnte, das ist natürlich eine offene Frage. Oder was eigentlich die Wünsche sind, die die Leute haben an diesem Stadtplatz. Erst mal herauszufinden oder auch herauszukitzeln und den Raum zu geben, für die Menschen das in einem Dialog überhaupt mal zu äußern. Das ist, glaube ich, das, was diese Arbeit gemacht hat. Genau. Und dann ein zweiter. Dann noch ein Projekt, was quasi nicht von den Raumarbeiterinnen ist, sondern von Construct Lab. Also ich bin bei, in zwei Kollektiven eigentlich aktiv, bei Raumarbeiterinnen und bei Construct Lab, was eher ein internationales Netzwerk ist, das sich sehr stark spezialisiert auf partizipative Bauprojekte im öffentlichen Raum. Was man da sieht, ist das Baufestival in Weißwasser. Das ist ein Ort in Ostsachsen. Da gibt es einen Bahnhof und an diesem Bahnhofvorplatz haben wir quasi eine Art Produktionsstraße aufgebaut, wo Stadtmöbel gebaut worden sind. Also ziemlich klar, also Holzwerkstatt, man kann da Stadtmöbel bauen. Die Stadtmöbel werden mit den Bewohnerinnen gebaut. Die werden dadurch quasi einbezogen und werden dann auch wiederum an verschiedene Initiativen verteilt und bleiben vor Ort. Vielleicht drumherum die Geschichte ist die, dass quasi dieser Bahnhof, der wurde glaube ich 2017 oder 2018 von der Stadt gekauft und der Plan ist es auch, diesen Bahnhof eben wieder in einen Ort zu verwandeln, wo Leute sich begegnen können. Zu dem Zeitpunkt, wo wir da waren, war das wirklich leer. Da gab es keine Toilette, da gab es keinen Shop, da gab es eigentlich nichts mehr. Und der Wunsch von der Stadt war das eben zu ändern. Und das war 2022, das heißt, es war schon ein Projekt, um das mal auszutesten. Und jetzt sind sie so weit, dass sie wahrscheinlich jetzt dieses Jahr eröffnen werden. Also es war quasi ein Projekt, das eben ganz konkret Objekte in Kooperation produziert hat, aber eben auch quasi wie eine Vorschau war für etwas, was auch passieren soll. Das heißt, wir haben diesen Bahnhofsvorplatz belebt und den Bahnhof belebt und aber auch gleichzeitig was mit den Leuten vor Ort gebaut. Und das war wirklich eine ganz konkrete Kooperation zwischen dem Kindergarten oder wir haben für die Eishockey-Leute auch quasi einen Stadtmöbel gemacht mit den Leuten vom Skatepark. Es waren ganz viele verschiedene Initiativen, die involviert worden sind, die teilweise aktiv mitgebaut haben, die teilweise nur ihre Ideen gegeben haben und wir haben das dann umgesetzt, also so eine Mischung. Und jetzt ist es halt so, dass dieser Bahnhof wirklich zu einem, kommt in eine Bibliothek rein, in ein Café, also wieder zu einem Ort wird, der auch belebt ist. Also das ist irgendwie ganz spannend bei dem Projekt, dass irgendwie dann drei, vier Jahre später dann doch was umgesetzt wird, was vielleicht auch inspiriert ist von dem, was wir dort gemacht haben, würde ich mal sagen. Nur kurz zum Verständnis, eure Konstruktionen sind nur kurz dort geblieben, die sind nicht mehr vor Ort. Die sind immer noch da. Die sind immer noch da. Bleiben sie als fixe Modellierung sozusagen. Genau, es war schon so, also das sind wirklich massiv aus Lärchenholz gebaute, sehr robuste Möbel, das war auch ein bisschen der Auftrag, dass die einfach da bleiben können und die Hauptgestaltung, die auch noch mehr individuell mit den Initiativen passiert ist, sind diese, das sieht man da rechts, ich glaube, es gibt noch ein Foto, vielleicht könnt ihr noch. Da sieht man die alle auf dem Stadtplatz und die hatten auch alle eine grafische Gestaltung, die eben auch in Kooperation passiert ist. Das heißt, die sind eigentlich noch genauso an den verschiedenen Orten. Wir haben die dann ausgeliefert und eben jedes Stadtmöbel hat quasi wie eine Initiative oder Verein, die auf dieses Stadtmöbel aufpasst. Also das ist so ein bisschen, was ganz spannend war, vielleicht ein Satz noch dazu. Ich war ja auch in diversen Gruppen, also man kommt ja dann mit den Leuten, das sind irgendwelche WhatsApp-Gruppen und so drin. Und es wurden tatsächlich, es gab ein Outdoor-Klassenzimmer eben für eine Gruppe von Schülerinnen und da wurden ein paar von diesen Brettern abgeschraubt und gestohlen, also so ganz absurd, also da hat jemand die Bretter abgeschraubt und dann habe ich aber in der Gruppe gesehen, ja und da hat sich dann gleich jemand drum gekümmert und hat das halt wieder ersetzt und hat das auch wieder restauriert, also das hat recht gut funktioniert. Ich war das letzte Mal, glaube ich, vor eineinhalb Jahren oder so da, da waren die auch noch da und ich denke, das hat sich bis jetzt nicht geändert. Okay, danke dir für diese Kurzpräsentation da und ich denke das hat sich bis jetzt nicht geändert. Danke dir für diese Kurzpräsentation deiner Arbeit. Machen wir gleich weiter mit Sitara. Ja hier sieht man ein Bild von unserem Festivalareal am Nordwestbahnhof. Das war eine Zwischennutzung für das Festival. Die Erstausgabe sozusagen von der Klimabiennale Wien, die im April 2024 gestartet hat und bis Juli ging. Also wir hatten 100 Tage Programm. Das war auch ganz schön lang. Die 100 Tage kamen auch deswegen, weil wir auch gesagt haben, wenn wir eine Zwischennutzung machen, dann können wir nicht nur kurz Festival machen, weil der Aufwand, das eben auch aufzubereiten und die Infrastruktur dorthin zu bringen und es wirklich zu einem lebendigen Ort zu machen. Daher kamen auch die 100 Tage tatsächlich, weil wir auch gesagt haben, wir wollen diesen Ort transformieren sozusagen oder testen, austesten, was passiert, wenn wir Räume, die leer stehen, beziehungsweise nicht genutzt werden. Sie wurden ja teilweise genutzt, aber eigentlich waren das Industriehallen, alte Postbusgaragen, die nicht nicht genutzt werden. Sie wurden ja teilweise genutzt, aber eigentlich waren das Industriehallen, alte Postbusgaragen, die nicht mehr genutzt waren, die wir dann umfunktioniert haben. Genau an der Nordbahnstraße 16 war das. Und wir hatten da hier die linken Hallen. Das waren drei große Hallen sozusagen, die wir dann auch gemeinsam mit Studio Flays Drehowitz und draußen auch umgestaltet haben mit dem Landschaftsarchitekten Barosch. Jetzt habe ich den, wenn man vorher nochmal zur Startfolie geht, kann ich den Namen nochmal richtig sagen? Genau, das war Rajek Barosch. Ich sehe auch Johannes, glaube ich, da. Hi! Der auch in der Gestaltung mit drin war, vor allem in der Halle. Genau. Und wir haben, draußen war ja eigentlich nur Beton und die Bäume haben wir tatsächlich aus den Brachfeldern, aus dem Umgebiet rundherum auch geholt und wir haben tatsächlich hier auch entsiegelt wir haben auch nur das entsiegelt wo wir auch gefragt haben ob wir das auch so lassen können weil wir hätten nichts wieder zu betonieren das hätten wir irgendwie komisch gefunden deswegen gab es vorne vor den hallen nur aufgeschüttete stellen sozusagen wo wir dann auch Pflanzen quasi eingepflanzt haben als Test, ob das funktioniert. Die haben tatsächlich ganz gut funktioniert. Vielleicht ein Bild weiter, da sieht man das auch ein bisschen später schon, dass die tatsächlich dann auch geblüht haben. Und die entsiegelten Flächen sind tatsächlich jetzt einfach auch noch weiterhin so und wachsen auch noch. Aber es kümmert sich halt jetzt nicht wirklich jemand spezifisch drum wir haben halt 100 tage programm gehabt und waren eigentlich jeden tag da und das schöne an dem festival areal dass wir gesehen haben ist das wirklich dieser ort als nachbarschaftsort wirklich genutzt worden ist. Wir wussten ja auch überhaupt nicht, ob die Leute wirklich da rausfahren. Aber da kamen viele, um die Ausstellungen anzuschauen. Wir hatten ja auch Programme. Wir hatten drinnen zwei ganz große Ausstellungen. Wir haben mit der Angewandten und mit der Akademie Programm gemacht, vor allem auch draußen. Aber wir haben ja teilweise um 18 Uhr dann die Hallen geschlossen sozusagen, wir haben ja nicht jeden Tag einfach durchgehend Programm machen können und dann gab es oft einfach die Situation, dass dann gepiknickt worden ist, Kindergeburtstage, die Nachbarn wirklich diesen Ort draußen genutzt haben. Wir haben halt auch Sand aufgeschüttet, weil wir wollten auch, dass Familien kommen können, die jetzt nicht unbedingt nur die Ausstellung anschauen können, sondern wirklich den Ort nutzen als Gemeinschaftsort. Und das wurde wirklich angenommen. Das war wirklich schön und ich habe mich dann wirklich sehr gefreut, dass dieser Raum einfach als Ort des Zusammenkommens genutzt worden ist. Und wir haben uns ja auch immer die Frage gestellt, was kann eigentlich Kunst und Kultur und was passiert eigentlich, wenn man den Raum hergibt, konsumfrei, weil der Ort drinnen in der Halle, den haben wir den Commons genannt, den haben wir für PartnerInnen aufgemacht sozusagen, also die Bühne war quasi für unsere über 100 PartnerInnen, konnten sie dort Programm machen zum einen. Und es war aber konsumfrei. Das heißt, es sind Leute wirklich vorbeigekommen, haben dort ihre Gruppentreffen gemacht oder haben mehrere Hausaufgaben gemacht. Also es ist wirklich als Kulturzentrum genutzt worden, was ein schönes Beispiel ist, dass das funktioniert hat. Wir haben dann aber, und das ist eine Frage, die wir diskutieren können, Kultur und Projekte sind finanziert, haben einen Zeitraum und dann ist aber Ende. Und wir wurden dann gefragt, macht ihr weiter, wird das noch weiter bespielt? Die Frage haben wir nicht beantworten können, weil Kulturarbeit kennen ja viele, ist projektbezogen, ist förderungsabhängig und dann war dann irgendwann im Sommer Schluss sozusagen. Unser Team baut dann ab und wir haben 2026 jetzt nicht nochmal das Festivalareal am Nordwestbahnhof, weil uns damals auch gesagt worden ist, dass es nicht sicher sein kann, dass die Hallen überhaupt noch existieren. Und eigentlich war ja auch der Plan, dass die Hallen dann gar nicht mehr da sind. Und dann werden ja auch Projektgelder oder Finanzierungen von so großen Projekten ja auch erst Ende des Jahres festgelegt. Das heißt aber die Frage, die wir 2026 weiterhin stellen oder weiterentwickeln sozusagen, wie nutzen wir Räume in der Stadt, wer kommt wie zusammen, wie kann Kunst und Kultur eigentlich transformieren. Und wir gehen jetzt sozusagen von einem eigenen Raum, den wir am Nordwestbahnhof hatten, jetzt in den Stadtraum sozusagen und haben diesmal 2026 in der zweiten Ausgabe einfach den öffentlichen Raum als Festivalareal. Also nicht einen, den wir dann selbst bespielen können, sondern es ist jetzt auch in der Umsetzung ein bisschen komplizierter, weil wir dann natürlich mit ganz vielen MAs arbeiten müssen, für alle seine Genehmigung brauchen und andere Vorlaufzeiten natürlich sind. Wir hatten am Festivalareal ein bisschen Schlaraffenland, nachdem wir die Zusage hatten, dass wir dort Sachen machen können, weil das eben Privatgrund ist. Das ist ja von der ÖBB, da hatten wir ein Nutzungsrecht sozusagen für diese 100 Tage und es war dann einfach einfacher, aber wir wollten trotzdem dieser Frage nachgehen, wo und wann können Menschen zusammenkommen, wie wird er genutzt und 2026, das kommt alles noch, aber werden wir in den öffentlichen Raum gehen, wir werden eine Ausstellung auch selber produzieren und machen, die heißt No Funny Games oder wie wir lernten fürsorglich zu sein und die Dystopie zu lieben, genau kuratiert von meinen Kolleginnen Dorothea Trappel und Hector Pejag. Und hier sieht man eine Arbeit von Margot Pilz, Kaorle am Karlsplatz 1982. Das wird eine Arbeit sein, die wir neu inszenieren, sozusagen. Damals, 1982, wurde die Arbeit am Karlsplatz gemacht. Das war ein Kaorle, sozusagen. wurde die Arbeit am Karlsplatz gemacht. Das war in Kaorle sozusagen. Und damals war der Karlsplatz aber nicht ein belebter Ort, so wie wir ihn heute kennen. Also in den 80ern war der Karlsplatz kein Ort, wo man sich abends zum Trinken oder sich verabredet hat. Das war einfach kein Gemeinschaftsort. Und Kaorle hat damals, also diese Arbeit von Margot Pilz, hat das natürlich aber aufgemacht. Und es wurde tatsächlich der Karlsplatz, so wie wir ihn heute kennen, durch künstliche und kulturelle Praxis sozusagen dahin gebracht, wo er heute ist. Und wir nehmen diese Arbeit, versetzen sie in die neue Zeit und arbeiten mit ganz vielen PartnerInnen zusammen rundherum, also alle PartnerInnen-Institutionen, TU, Wien Museum, KünstlerInnenhaus, Sezession, arbeiten dran und aktivieren diese Installation mit ihrem eigenen Programm und wir laden die WienerInnen und alle BesucherInnen der Biennale daran teilzunehmen und teilaktiv Teil dieser Installation zu werden und diesen Raum sich zu nehmen sozusagen und wir stellen dann einfach neue Fragen in die Jetzt-Zeit. Das ist eine Arbeit von Pia Siren. Die wird auch hoffentlich zu sehen sein bei uns. Dankeschön. Du hast ganz viele Aspekte jetzt angesprochen, über die wir später diskutieren können, aber aus meiner Sicht sehr wichtig auch dieser Punkt mit dem Grundeigentum in Wirklichkeit. Das heißt, ihr habt am Nordwestbahnhof Sachen machen können, weil das eigentlich der ÖBB gehört. Sie hat euch die Erlaubnis erteilt, dass ihr dort etwas macht. Dann habt ihr Leute eingeladen, die dann auch daran teilhaben konnten, genauso wie jetzt im öffentlichen Raum. Aber das ist, finde ich, auch eine ganz wichtige Frage, wer kann sich Raum aneignen überhaupt? Wer hat die Möglichkeit, sich Raum anzueignen? Und wer hat doch das Recht, sich Raum anzueignen? Aber gehen wir über zu Sabine Pollack. Ja, Entschuldigung. Ganz kurz, vielleicht sollten wir auch wirklich diskutieren, was ist mit dem ganzen Nordwestbahnareal passiert und was ist geblieben von der Klimapianale und lernt die Stadtplanung eigentlich irgendetwas aus solchen Initiativen oder macht sie dann eh ohnehin das, was sie immer macht. Meine intensivste Erfahrung mit Partizipation, und da habe ich jetzt kein Bild dazu, war das Frauenwohnprojekt Rosa, das wahrscheinlich viele kennen, ein feministisches Wohnprojekt, das jetzt schon zwölf Jahre oder noch länger realisiert ist und dass wir selbst initiiert haben mit dem Büro und in jahrelanger Arbeit gemeinsam mit einer Gruppe von möglichen Bewohnerinnen, zukünftigen Bewohnerinnen oder Frauen, die einfach interessiert waren und dann wieder abgesprochen gesprungen sind, entwickelt haben und wahrscheinlich macht man sowas nur einmal im Leben als Architektin, sechs Jahre unbezahlt an so einem Projekt zu arbeiten, aber was das gebracht hat, war ganz einfach eine wahnsinnige Erfahrung und so ein Feedback, das man als Architektin nie bekommt. Also wenn man Wohnbau macht, so wie wir, geförderten Wohnbau, baut man für anonyme Mieterinnen im Normalfall und hat überhaupt kein Feedback. Außer man geht mal hin mit einer Exkursion und hört irgendjemand sich beklagen oder vielleicht etwas Positives sagen. Aber das Frauenwohnprojekt dauert bis heute an. Ich bin Teil dieser Mailing-Liste und es gab unendlich viele Führungen, weil es einfach so ein großes Interesse daran gab und der Frage, wie können Frauen gemeinsam etwas realisieren, das ihren Wünschen und Bedürfnissen, aber vor allem Wünschen entspricht. Und diese Erfahrung zu machen, war extrem wichtig. Im Rahmen meiner Lehre habe ich ja bei der Kunst unterrichtet, vor allem am Ende dann, und nicht bei der Architektur, und auch in der Architektur waren es eher immer künstlerische oder forschende Projekte. Und da haben wir sehr viel an Aktivierung im öffentlichen Raum gemacht, kurzfristige Projekte. Aber was eben ich viel wichtiger finde oder mindestens ebenso wichtig wie die kurzfristige Aktivierung, ist wirklich die Frage, wie können wir die Expertinnen der Planung, die Architektinnen, die Raumplanerinnen, die ganzen Professionistinnen, wie können wir die zusammenbringen mit Leuten, die den Raum künstlerisch bespielen, aktivieren und den Benutzerinnen, die, die das vielleicht kurzfristig benutzen und die diesen Raum längerfristig benutzen werden. Und da gibt es kein wirkliches Tool dafür. Also ich bin schon eine Freundin von Reglementierungen und Regeln und Gesetzmäßigkeiten, weil wenn etwas überhaupt nicht gesetzlich verankert ist, dann kann es einfach auch sehr schnell wieder abgeschafft werden. Also in Wien sind ganz viele Dinge von einer guten Politik abhängig. Wien stellt gute Parks und so weiter in öffentlichen Flächen zur Verfügung, macht leistbaren guten Wohnbau. Wenn sich diese Politik ändern würde, dann wäre das auch sehr schnell vorbei. Das sieht man in Graz, wo die Politik sich geändert hat oder in der Steiermark, wo ganz viele Initiativen einfach nicht mehr gefördert werden. Also ein Tool zu entwickeln, wo das gut verknüpft wird und das vielleicht auch gesetzmäßig verankert ist, dass bei jedem Neubau so eine Verknüpfung stattfinden muss oder so ein Zusammenschluss zwischen den verschiedenen Akteurinnen wäre vielleicht ganz gut. Was ich da zeige, sind zwei Bilder nun aus der Ausstellung von Venedig im Pavillon auf der Architekturbiannale im letzten Jahr, die wir Agency for Better Living genannt haben. Was wir dort gemacht haben, wir haben zwei verschiedene Systeme gezeigt. Wir haben auf der einen Seite das System des Wiener Wohnungsbaus und der Stadtplanung gezeigt. Also das gut funktionierende, seit 100 Jahren existierende Tool des geförderten Wohnungsbaus funktioniert wunderbar. Die Stadt stellt leistbaren Wohnraum zur Verfügung, der im internationalen Vergleich unglaublich günstig zu haben ist und wer eine Wohnung will und sucht in Wien, der oder die bekommt die auch zumindest nach einiger Zeit. Dem gegenübergestellt haben wir das System von Rom, wo es so etwas überhaupt nicht gibt in dieser Stadt, wo es aber eine unglaubliche Selbstinitiative, einen unglaublichen Bottom-up-Prozess gibt von Leuten, die Häuser besetzen, öffentliche Häuser, öffentliche Räume, Häuser besetzen und dort in erstaunlicher Art und Weise neue Wohn- und Lebensformen kreieren. Also wirklich gut organisiert, wahnsinnig sozial engagiert, politisch engagiert und eigentlich ein Vorbild für eine sehr initiative Zivilbevölkerung. Und unsere These war ja, dass Wien eben so viel Raum eigentlich hat und zur Verfügung stellt. Es gibt die ganze Donauinsel, es gibt diese riesigen Temperate, riesige Freiräume, viel Wohnraum, viele Parks. Es gibt überhaupt nicht so den Zwang, hier etwas wirklich an ihre Wolte anzuzetteln zum Beispiel oder zu sagen, wir besetzen jetzt diesen Raum, wir brauchen ihn, wir haben keinen Raum, wir müssen Raum besetzen, wir müssen Raum selbst bespielen. Also das fehlt ein bisschen in Wien, diese Eigeninitiative. Deswegen war ja unsere These, wenn wir diese beiden Systeme, wenn wir es schaffen würden, die beiden Systeme übereinander zu legen, die Eigeninitiative von Rom und die gute Planung, Top-Down-Planung von Wien, dann würde vielleicht etwas Neues entstehen. Und dafür stehen eben irgendwie auch diese beiden Bilder von Wien. Einmal das Sonnenwindviertel hier, das eine riesige leere Fläche hat, wo überhaupt nichts drauf ist, als Zentrum eigentlich, zwischen dem Sonnenwindviertel Ost und Sonnenwindviertel West. Man könnte denken, hätten die nicht ein bisschen mehr pflanzen können und irgendwas tun können. Aber wer hier, wenn es wirklich heiß ist, im Sommer schon einmal dort war, der sieht, wie wahnsinnig benutzt dieser Raum ist. Die Wiese ist voll eigentlich. Hat damit zu tun, dass der ganze angrenzende Bezirk, Favoriten, einfach keine Grünflächen hat und alles strömt in diesen Park. Also eine gut nutzbare, obwohl sehr leere Fläche. Und vielleicht, wenn ihr das nächste Bild zeigt, das Gegenteil davon quasi. Das ist ein Bild aus dem Nordbahnhof-Areal. Der belebte Rand und die freie Mitte, so in etwa, hieß das städtebauliche Projekt vom Büro Flaes-Trierowitz. Ein wahnsinnig engagierter Städtebau, gut überlegt, mit einer sehr differenzierten Bebauung und eben dieser Freien Mitte, wo am Ende dieser Freien Mitte eine schon vorhandene Wildnis, ein kleiner wilder Park sozusagen, auf diesem ehemaligen Bahngelände noch einmal verstärkt wurde, sozusagen auf diesem ehemaligen Bahngelände noch einmal verstärkt wurde, noch einmal wilder bepflanzt wurde, in seiner Wildheit und Wildnis quasi belassen und verstärkt wurde und nun als so quasi das Gegenteil fast oder das Pendant zum Sonnenwindviertelpark hier existiert. Da fragt man sich vielleicht, ist das wirklich nutzbar als Park? Wahrscheinlich nicht, also niemand kann da wirklich Fußball spielen, aber vielleicht kann man andere geheimere Dinge hier tun, wie zum Beispiel diesen Körperkult dieses nackten oder fast nackten Mannes. Der kann das wahrscheinlich im Sonnenviertel auf dieser Bühne weniger wirklich tun. Das steht so ein bisschen für mich sinnbildlich für die Frage, wie viel soll man tun, wie viel soll man anbieten an Raum oder wie neutral muss eine Stadt sein, dass etwas passiert in dieser Stadt. Und natürlich die freie Mitte oder die wilde Mitte hier vom Nordbahnhof Areal, die steht auch für den Verlust eines Raumes, der wahnsinnig wichtig war, finde ich, für die Entwicklung von partizipativen Projekten in Wien, nämlich die Nordbahnhalle, die wahnsinnig erfolgreich war, intensiv bespielt wurde und dann plötzlich abgebrannt ist und weg war. Und es gab keinen Ersatz dafür. Und das finde ich auch wichtig zu diskutieren. Wien wird zwar immer heißer, irgendwann wird es so heiß sein wie in Rom in Wien, aber ein Großteil des Jahres findet immer noch Indoor statt oder da können Aktivitäten wirklich nicht draußen stattfinden und es braucht Raum, es braucht diesen leeren, vielleicht sehr rohen und sehr rauen Raum, der zur Verfügung gestellt wird, damit sich Initiativen entwickeln können. Und da ist ein bisschen die Frage, wie man zu diesem Raum kommt. Ist das dann so ein Gemeinschaftsraum in einem Neubau? Wahrscheinlich eher nicht. Und ja, könnte man diskutieren, vielleicht heute. Super, danke Sabine. Es waren ganz viele wichtige Aspekte dabei. Aber vielleicht in der Überleitung zu Alexandra, du hast auch angesprochen, es braucht Regeln. Es braucht Regeln, sonst wird nichts passieren. Und das ist ja ein Punkt, an dem du ja auch arbeitest oder gearbeitet hast, beziehungsweise etwas, was ständig im Entwickeln ist. Ah ja, sehr gut, das ist eingeblendet. Ja, mir sind jetzt sehr viele Fragen, ja, auch gegenüber der Stadtplanung. Ich fürchte, ich werde nicht alle beantworten können. Ja, und mir ist jetzt aber auch wichtig, einmal einzuordnen, auf welcher Ebene wir, also ich in der Stadtteilplanung eigentlich arbeite. Weil wir machen die, so quasi wir schaffen die Rahmenbedingungen dafür, dass dann die öffentlichen Plätze, dass die öffentlichen Räume gestaltet werden können, bespielt werden können. Das heißt, das machen wir, ich weiß nicht, wie weit sie mit Planung befasst sind schon oder wie weit sie sich auskennen. Aber meine Abteilung macht die sogenannten städtebaulichen Konzepte. Das heißt, wir überlegen uns den Plan, wie ein Stadtteil denn aussehen kann, wie die Flächen verteilt sind, wie die Nutzungen verteilt sind, wie die Gebäude sind, wie hoch die Gebäude sind, wo die Parks sind und wo die Schulen sind. Also auch den Bedarf, wenn irgendwo Wohnungen hinkommen, dann müssen auch Schulen gebaut werden oder auch entsprechende Grünräume. Also all das ist in diesen städtebaulichen Konzepten verordnet und die werden dann mit dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan dann quasi, das gibt den rechtlichen Rahmen dafür und damit aber mit diesem Plan, dieser Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, das gibt den rechtlichen Rahmen dafür und damit aber mit diesem Plan, dieser Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, das sind meistens nur rote Linien, wo die Straße, für die Straße keine Vorgaben gibt, sondern deswegen gibt es ja auch diese Qualitätenkataloge und Handbücher, wie zum Beispiel im Nordbahnviertel, wo drinnen steht, es gibt zum Beispiel die freie Mitte, es gibt so wirklich ganz schön glatt ausgestaltete Grünflächen bis hin zur freien Mitte, wo die Stadtwildnis noch erhalten geblieben ist und so. Und es gibt auch einen Qualitätsbeirat in größeren Stadtvierteln, der dafür sorgt, dass diese Ansprüche, die in diesen Qualitätshandbüchern definiert sind, dass die dann auch umgesetzt werden. Und klar, ich habe jetzt mitgebracht, um auf die Folie einzugehen, so einen Überblick, was wir eigentlich tun. Also wir machen pro Jahr Veranstaltungen zu 30 bis 40 Projekten. Die haben alle unterschiedliches Ausmaß. Das heißt, bei manchen wird vielleicht ein bis zweimal beteiligt, weil uns ist ja auch wichtig, nur dann eine Beteiligung zu machen, wenn wir auch wirklich etwas fragen können oder wenn es auch wirklich, wenn es einen sogenannten Gestaltungsspielraum gibt, wenn man jetzt schon, also echte Beteiligung sage ich auch sehr ungern, aber es ist natürlich, Beteiligung macht nur Sinn, wenn es einen echten Gestaltungsspielraum gibt. Und ja, und wie, also woher, also wer entscheidet jetzt, ob man in Alt-Ottergring Beteiligung machen oder am Wiener Feldwest oder am Weichseltalweg? Das machen wir nicht irgendwie so, weil uns der Name gut gefällt oder weil wir sagen, in dem Bezirk müssen wir auch mal was machen, sondern eben, weil es den Masterplan Partizipative Stadtgestaltung gibt. Der Kriterien enthält, ob überhaupt beteiligt werden soll. Also zum Beispiel, wenn es mehr als 30.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sind, ein Projekt, dann überlegen wir uns eine Beteiligung. Es gibt auch verschiedene andere Kriterien. Da drinnen sind auch noch die Zielgruppen definiert. Das sind fix einmal die Fixstarter, die Bürgerinnen in einem Umkreis von 500 Metern. Aber dann machen wir auch ein kommunikatives Profil und überlegen uns, welche Zielgruppen haben wir denn jetzt noch speziell in dem Gebiet. Oder im Masterplan sind auch Formate enthalten, die wir dann aber auch weiterentwickeln. Deswegen kann man jetzt gleich zum nächsten gehen. Genau, also wir haben so eine Art Toolbox entwickelt, weil im Masterplan gibt es an und für sich ja nur drei Formate, die Ausstellung und die Umfrage und noch eins habe ich vergessen, aber jetzt schaue ich nicht nach. Aber es ist eine gute Grundlage, um zu überlegen, jetzt wirklich speziell auf die Gebiete dann auch einzugehen, was wir machen können. Und wir machen gerne auch einmal so Stadtteilspaziergänge oder Aufsuche in der Beteiligung, gehen auch in die Parks, um mit den Nutzerinnen direkt dann auch zu reden. Also fix eingeladen sind so und so immer die Leute 500 Meter rundherum, aber um zu schauen, zum Beispiel im Altes Landgut, Verteilerkreis, Favoriten heißt es gleich, wer geht bei der U-Bahn-Station vorbei, das sind die Leute, die zum Beispiel zur Schule gehen, von der U-Bahn zur Schule. Oder damit wir auch die erwischen, damit die uns da sagen können, was ihnen für den öffentlichen Raum dort wichtig ist. Oder was wir letztes Jahr begonnen haben, sind sogenannte Citizen Science Projekte. Das heißt am Heidjöchel, das ist ein Stadtteil, zukünftiger Stadtteil im 22. Bezirk, da laden wir die Leute ein, mit uns gemeinsam die Artenvielfalt zu erheben. Und diese Ergebnisse fließen dann in die Planung, in die Landschaftsplanung, sodass für diese Arten, die wir dort finden, dann auch entsprechende Lebensräume geschaffen werden. Oder fix sind auch bei uns eigentlich schon auch die Stadträume. Wir haben ja auch schon gehört, Nordwestbahnhof, auch dort haben wir einen Stadtraum und wir arbeiten ja auch mit der ÖBB zusammen und wir haben uns echt gefreut, dass zum Beispiel die Klimabiennale, dass man so ein bisschen das Gefühl, ich hoffe es ist niemand von der ÖBB jetzt da, aber man muss so ein bisschen auch so Projekteigenwerber so auch ein bisschen an der Hand nehmen und sagen, probieren wir das mal aus, schauen wir, dass wir den Raum zur Verfügung stellen. Und vor allem die Nordbahnhalle, finde ich, war ein wichtiger Beitrag dafür, wir haben ja dort kooperiert mit der TU Wien, wir hatten ja auch dann den Stadtraum vorne, diese Orte auch zu aktivieren. Also wenn wir wissen, wir sind länger in einem großen Stadtentwicklungsgebiet, weil solche Entwicklungen wie zum Beispiel Nordbahnviertel, es dauert bis zu 20 Jahre, bis das komplett umgesetzt ist. Dann braucht es am Anfang so Starter, so Aktivierung, ebenso wo die Leute dann hinkommen und den Ort kennenlernen und es gibt ja Führungen und es gibt Urban Future Talks dort und so weiter. Also ja und genauso in Rot-Neusiedl eigentlich. Dann haben wir ein spezielles Format, auch ein Zukunftsteam, das haben wir in Rot-Neusiedl eingesetzt. Da haben wir Bürgerinnen, haben sich beworben, in einem Team mitzumachen, das quasi im Wettbewerb die Planerinnen berät. Die waren aus unterschiedliches Geschlecht, dann unterschiedliche Altersgruppen, aus Wien, aus Favoriten. Und die haben sich beraten und haben geschaut, dass sie sich die Projekte anschauen, dass sie ihre Meinung dazu abgeben. Die waren sogar in der Jury vertreten, ohne Stimme, aber sie konnten auch der Jury ihre Meinung sagen zum Projekt. Also das sind schon eher so die umfangreichen Projekte. Und generell schauen wir, dass wir so früh wie möglich beteiligen, also wenn, dann möglichst vor einer Wettbewerbsausschreibung, also bevor ein Wettbewerb stattfindet, damit man auch die Inputs der Bürgerinnen dann auch dort einbringen können und dann weiterbehandeln. Und ganz wichtig ist uns, weil es gibt ja die Beteiligungsschleife, die ist da vorne drauf, das ist Einladen, Beteiligen und Rückmelden, nämlich Einladen mit diesen, also was man vorher gesehen hat, diese Einladungskarten oder mit Foldern und dann die Rück-, also Beteiligen ist halt die Veranstaltung und das Rückmelden ist ganz wichtig, weil Sie kennen das, wenn man irgendwo seine Meinung abgibt und dann hört man nie wieder was davon, was damit passiert ist. Das ist eigentlich das Schlimmste, was es gibt. Deswegen versuchen wir auch diese Rückmeldung zu geben. Was ist denn gekommen? Welche verschiedenen Interessen gibt es? Und was haben wir damit gemacht. Es kommen sicher ein paar andere Fragen noch. Ja, ich glaube es wurde eh auch durch diesen Beitrag noch sehr stark sichtbar, dass wir uns auf ganz vielen verschiedenen Ebenen bewegen bei diesem Partizipationsthema. Du hast jetzt quasi den klassischen partizipativen Zugang in der Stadtentwicklung beschrieben, der eben auch reglementiert ist, sozusagen durch den Masterplan Partizipation, wo eben klar dargelegt wird, wenn jetzt ein Areal bebaut wird, das größer ist als so und so viel, das so und so viele Wohnungen bekommt, dann muss da ein Partizipationsprozess stattfinden, damit Bürgerinnen, die rundherum wohnen oder auch Initiativen rundherum oder auch vielleicht neue Bewohnerinnen mit einbezogen werden in die Planung. Genau. Und das ist seit 2016. Seitdem, der Masterplan wurde beschlossen vom Gemeinderat 2017. Wir haben sehr lange daran gearbeitet. Er hat auch einen Feinschliff bekommen, dann noch einen politischen und dann wurde er 2017 beschlossen. dass wir wirklich innovativ an Formaten arbeiten können, auch an Online-Formaten. Es ist kein Korsett, sondern eine Grundlage. Das heißt, es wäre drinnen das, was Sabine vorher gefordert hat, dass man es quasi verbindet, die Planenden mit den Künstlerinnen, mit den Akteuren vor Ort, dass man es eben so weiterentwickelt, dass vielleicht eine längerfristige Zusammenarbeit entsteht. Natürlich. Beziehungsweise ich finde, der wichtige Punkt dabei ist ja auch die zeitliche Ebene. Du hast auch gesagt, diese Stadtentwicklungsprozesse, das sind ja ewige Prozesse in Wirklichkeit. Wenn man an den Nordwestbahnhof denkt, da gab es die Bürgerbeteiligung vor gefühlt 20 Jahren. 2008 die erste, ja. Und dann vergeht eben die Zeit und dann ist so die Frage, was passiert dann mit diesen Leuten, die da mitgemacht haben, was denken sie sich dann dabei? Bleibt da noch was über überhaupt von dem was damals erarbeitet wurde und vielleicht aus eurer Sicht noch mal quasi, wie könnte man diese spielerische, sehr offene, freie, lustvolle Einbindung der Bevölkerung verbinden mit diesem oft relativ starren Korsett der Planungsprozesse? Ich weiß gar nicht, ob das jetzt direkt auf die Frage eine Antwort ist, aber ich habe mich schon oft auch gefragt, wenn man jetzt über Kunst am Bau spricht zum Beispiel, ob nicht die Kunst am Bau Projekte auch viel besser quasi in einen längeren Prozess integriert werden könnten, weil es ja ohnehin Geld ist, der dann oft es lockert sich eh mittlerweile auf, aber oft sehr etablierten Künstlern oft zukommt und es werden irgendwelche großen Skulpturen gebaut, die irgendwie manchmal sehr wenig mit dem Gebäude oder mit dem Ort zu tun haben und eigentlich wäre, glaube ich, dieses Geld, das da investiert wird, oft sinnvoller in einen längeren Prozess zu benutzen, um eben diese künstlerische Zusammenarbeit vielleicht zu ermöglichen. Genau. Was gerade interessant ist, weil wir arbeiten gerade an so einem Projekt in Zürich mit Construct Lab, was eben ein, es war eben auch nach dem natürlich, nach dem ganzen Baubeschluss, die ganze Bauplanung, es war alles schon fertig für einen Schulneubau. Und unser Projekt, und es hat uns wirklich sehr überrascht, dass es gewonnen hat, ist eine partizipative Begleitung von diesem Bauprojekt in Form von verschiedenen Workshops und Kunstresidenzen, die mit den Schülerinnen vor Ort arbeiten und diesen Bauprozess, weil die Baustelle direkt neben dem bestehenden Schulgebäude ist, arbeitet. Und das war auch eine sehr spannende Entscheidung von der Jury, die auch ein bisschen Angst haben vor dem Projekt, weil es natürlich sehr, es gibt sehr viele Variablen, würde ich sagen. Und ich glaube, bei der Mut dazu quasi, der Kunst es auch zuzutrauen, auch solche Prozesse zu begleiten, die dann oft für viele Beteiligten mehr Arbeit und mehr Kommunikation erfordern, ist glaube ich, was wir anstreben sollten oder was auf jeden Fall glaube ich auch eine ganz andere Wirkung hätte dann. Mich würde auch interessieren, wie ihr das seht, wie könnte denn so künstlerische Interventionen in der Planungsphase unterstützen? Beziehungsweise was könnten die beitragen? Wie könnte man die integrieren? Die könnten auf jeden Fall die Planungsprozesse auflockern. Sehr positiv. Es hat sich ja viel getan. Es ist nicht alles gut in Wien. Man muss nur an den Naschmarkt denken und wie da über die Bürgerinnen drüber gefahren wurde, wie nur was. Da hat sich niemand von den Beteiligten, auch nicht von den Standorten, die dort am Samstag sind, irgendeine Art von Planung, wie sie jetzt ist, gewünscht. Aber gut, es hat sich viel getan in jede Planung, größere Planungen von geförderten Wohnungsbau oder von Quartieren, ist ja jetzt schon die Soziologie dabei, es sind alle möglichen Prozessbegleitungen dabei. Das ist ja eh schon ein Stand der Dinge eigentlich. Ökologische Begleitung und wirklich Klimafragen werden auch schon in der Planung diskutiert. Nicht so radikal umgesetzt, wie auf der Klimapianale, aber es ist schon Teil. Wenn da noch künstlerische Interventionen an uns irgendwie auch noch oder eine Begleitung auch noch dabei wäre, wäre das nur zu begrüßen und warum nicht. Das Problem ist, dass das alles jetzt schon so ein enges Kassett hat und so schwer finanzierbar ist, dass ich nicht wüsste, wo dafür auch noch irgendwie Ressourcen freigemacht werden sollten. Aber das ist immer irgendwie eine andere Frage, finde ich. Aber ich finde, es wäre absolut wünschenswert, wenn das irgendwie Teil einer Planung wäre und warum nicht. jetzt an Prozessen, finde ich auch ganz extrem wichtig. Bei so Arealen wie etwa im Sonnwendviertel sind Wohnprojekte, die partizipativ entstanden sind und die in solche großen Quartiere integriert sind, die unglaublich viel ausmachen in der Art und Weise, wie der Raum dort erlebbar ist und wie er gelebt wird und die das ganze soziale Gefüge sehr, sehr positiv bestimmen, wie zum Beispiel das Bikes and Rails Projekt im Sombenviertel oder Gleis 21, die einfach schon von Beginn an mehr wollen als nur wohnen, die Räume anbieten, die von allen nutzbar sind oder auch die Quartiershäuser, die mehr oder weniger gut funktionieren. Also da gibt es noch viele andere Aspekte, die auch schon ganz gut verankert sind. Genau, apropos eben zu dieser Zeitlichkeit dieser ganzen Planungen. Das sind auch Projekte, wo die Bewohnerinnen schon vorher feststehen, bevor die Sachen gebaut werden. Das heißt, die identifizieren sich natürlich auch schon vorher mit dem Gebiet und da entsteht ganz was anderes natürlich, als wenn man jetzt Wohnungen vergibt. Ich glaube, das ist auch noch mal so ein Punkt, dass vielleicht auch Parallelen zu diesem Rom-Wien-Beispiel gezogen werden können, auch im Wohnbau. Das ist dieses, wie sehr identifiziert man sich überhaupt mit seinem Viertel oder mit seiner Wohnung oder mit seiner Stadt. Und in Wien ist es ja quasi, ist alles relativ gut geregelt, den Leuten geht es relativ gut. Man könnte sagen, in Rom ist das Engagement aus der Not heraus und es ist vielleicht nicht etwas, was man sich jetzt unbedingt wünschen müsste. Andererseits wünscht man sich immer diese aktiven Bürgerinnen, die auch was tun. Es gibt ja jetzt auch diese Initiativen wie, wie heißt das nochmal, Demokratie Team oder wie heißt das von der Stadt Wien? Das ist wieder was anderes. Büro für Mitwirkung, Entschuldigung, jetzt war ich auf der Leitung. Demokratie, Strategie. Eben wo man auch so aktive Bürgerinnen möchte, die sich einsetzen für ihre Nachbarschaft oder eh auch lokale Agenda 21 gibt es ja, ist ja auch von der Stadt Wien finanziert, wo Bürgerinnen unterstützt werden, wenn sie Initiativen setzen, Gebietsbetreuung statt Erneuerung. Gibt es ja auch, was wiederum ein Tool sein könnte, um dieses Bottom-up und Top-down zu verbinden, wenn man es noch ein bisschen anders auslegen würde. verbinden, wenn man es noch ein bisschen anders auslegen würde. Und die Frage ist auch eben, wie sehr hängt damit zusammen, ja, was wollen wir? Wie wichtig ist überhaupt, dass Leute sich beteiligen? Warum muss man sich überhaupt beteiligen, um wieder nochmal zurückzukommen auf diese Frage? Ich wollte nur kurz auf die Frage von dir nochmal antworten, wegen was könnten KünstlerInnen machen. Ich glaube, die Frage ist ja, KünstlerInnen punktuell genau, aber ich glaube, es braucht eben diesen Freiraum, der wirklich offen gedacht ist und dann nicht so, wir machen jetzt zwei Monate Partizipation mit KünstlerInnen und dann schauen wir, was dabei rauskommt, sondern muss das Stichwort Mut auch aufbringen, dass man dann eben eine Brachfläche brach lässt, weil dann erst entsteht ja was. Also auch das Beispiel, was du gesagt hast, die große Wiese, dass man sich denkt, da hätte man dann doch viel mehr pflanzen oder machen können, aber diese Räume werden sich ja erobert und genutzt auf Dauer, wenn Menschen merken, das kann nicht den Raum nutzen, entsteht ja erst was und diese Freifläche und diesen Zeitraum muss man ja aushalten, glaube ich und das reicht nicht, dass man kurzzeitig Künstler dann reinholt und dann wieder so prozesshaft, ist zwar eine schöne Idee, aber Stadtentwicklung, die Planung, wie es wurde ja auch schon gesagt, es dauert ja ewig lang, bis dann wirklich Entwicklung passiert oder ein Stadtviertel sich weiter orientiert oder prozessiert und in Berlin, also sieht man ja beim Tempelhofer Feld, da wurde ganz klar und offen von den BürgerInnen und von der Nachbarschaft gesagt, wir wollen da gar nichts haben, obwohl da alle gesagt haben, ja, da könnte man das und dort und dies hinbauen, aber diese Fläche, diese Freifläche hat ja erst diesen Ort über so lange Zeit erst zu diesem Ort gemacht, der von allen genutzt wird und das muss man sich glaube ich auch ein bisschen trauen, dass man diese Freiflächen einfach lange offen lässt, solange es halt geht. Aber da eine Frage, ich glaube beim Tempelhofer Feld ist es nicht auch so, dass sie gar nichts machen dürfen, oder? Weil es unser Denkmalschutz steht? Ja, aber es wurde ganz viel dagegen gearbeitet, dass eben das bebaut wird und da haben sich BürgerInnen zusammen getan und Petitionen, also es war ein Kampf, diesen Ort konsumfrei zu halten und vor allem bebauungsfrei zu halten und den komplett offen und brach liegen zu lassen. Und die Leute haben sich den dann angeeignet und haben eigene Orte eben gemacht daraus. Also die SkaterInnen haben dann diese eine Fläche dann besetzt und haben daraus irgendwie und es wurde dann einfach eben, diese Freifläche über so viele Jahre hat erst erlaubt zu sehen, was es braucht und dann eignen sich die Leute und die Künstlerinnen kommen ja dann auch und machen das aber diesen Druck immer ständig einen Plan zu haben mit Fläche ist halt glaube ich auch etwas, was dann nicht unbedingt immer förderlich ist. Ich meine, ich kann nicht ganz kurz, ich frage mich, ob das nur in Berlin funktioniert, dass Bürgerinnen sich so wehren. Funktioniert das in Wien nicht? Aber vielleicht ist da in Wien der Druck nicht zu groß. Aber Wien wächst ja doch ziemlich stetig und wird immer größer und größer. In den U-Bahnen kriegt man bald schon manchmal keinen Platz mehr. Also irgendwie merkt man es einfach, es wird enger, es wird dichter. Und ich glaube, es wird sicher weiter wachsen und dichter werden. Und irgendwann wird auch hier vermutlich der Druck so groß sein, dass man sagt, okay, wir kämpfen es darum, dass wir die Nordbahnhallen noch zumindest eine davon stehen lassen, es darum, dass wir die Nordbahnhallen noch zumindest eine davon stehen lassen oder noch eine zweite stehen lassen, dass wir diesen Raum, den ihr bespielt habt, erhalten und wenn der Kampf, irgendwann wird der Kampf vielleicht besser funktionieren, als er jetzt ist. Ja, ich wollte auch noch ergänzen, auch gerade, also ich glaube, es ist auch immer wichtiger, dass man Menschen auch einbezieht in diese Entscheidungsfindungen, weil man ja auch sieht, dass in Wien jetzt ein Drittel der Bevölkerung nicht einmal wählen kann und das wäre zumindest eine Möglichkeit mitzubestimmen, was das eigene Lebensumfeld betrifft. Aber um mitzub bestimmen, braucht man Zeit, Geld, Ruhe. Nicht alle haben die Zeit dafür, nicht alle haben das Geld, Babysitterinnen zu beschäftigen, um abends an irgendwelchen Dingen teilnehmen zu können. Ich weiß, da gibt es viele Angebote und so, aber trotzdem, es wirklich da gerade alle diese Leute, die nicht wählen können, da hineinzuholen, ist auch wieder ein großes Vorhaben, was viel Energie braucht, glaube ich. Genau, ein total wichtiges Thema auch. Ja, und was du meintest, die Frage, warum diese Angebote, früher war es Infoabende, wo man vorbeikommen konnte, also die Frage, was hat sich geändert, jetzt ist es schon interaktiver, aber wenn ich jetzt Post bekomme und sage, mach mit, ändere deinen Kretzel oder dann fühle ich mich gar nicht angesprochen, obwohl ich eigentlich, glaube ich, mich als aktiven Mensch, der auch politisch engagiert ist, irgendwie bezeichne, aber was spricht eigentlich Menschen an oder diese Identifikation mit dem Stadtteil, weil ich finde, lokale Agenda macht großartige Arbeit zum Beispiel. Und da sind so viele verschiedene Menschen, die dann wirklich Nachbarschaftsarbeit leisten und Räume verändern, dadurch, dass sie dann eine Kreuzloase machen und selbst bespielen oder eine Fahrradwerkstatt und so. Aber das sind dann die ähnlichen Menschen, die da hingehen und die auch das Privileg haben, diese Zeit dann da rein zu investieren. Ja, das ist ein total wichtiger Punkt, finde ich, über den ganz viel nachgedacht werden muss in Zukunft, weil eben man kann Leute nicht zwingen, sich zu beteiligen. Es muss sich auch nicht jeder beteiligen. Aber ich finde, es braucht Formate der indirekten Beteiligung. Das heißt, dass für diese Leute, dass sie auf eine Art für sich sprechen können, ohne jetzt eine Grätzloase einreichen zu müssen oder ein Gartelprojekt anzuheuern oder so. Ich finde, es ist wichtig, dass diese Leute gehört werden und da muss man schon noch viel darüber nachdenken und Tools entwickeln, wie man auch diese Menschen hört und auch Kinder und Jugendliche, ältere Menschen und eben vor allem Leute, die jetzt nicht gewohnt sind, sich das Wort zu nehmen oder sich quasi überhaupt, die es nicht gewohnt sind, gefragt zu werden. Das ist eigentlich ein gutes Stichwort, weil wir ein partizipatives Format zum Thema Partizipation haben und auch auf direkte Beteiligung aus sind und Möglichkeiten dafür zu bereitstellen. Deswegen würden wir die Diskussion gerne öffnen, wenn es Fragen, Inputs, Ideen gibt, die Sie einbringen wollen. Wir haben so 15 Minuten. Danach gibt es natürlich auch das lauschige Café im Depot, zu dem auch herzlich alle eingeladen sind, dann die Gespräche zu verlängern mit den Panelisten und dort noch weitere Fragen zu stellen, falls jetzt irgendwie die große Bühne irgendwie nicht so das richtige Forum für Sie ist, um da Fragen loszuwerden. Aber wir haben schon mal zwei. zwei. Starten wir mal. Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich der Richtige bin, aber ich wollte nur den kleinen Elefanten im Raum kurz ansprechen. Das ist das Marxer Feld oder das Feld in St. Marx, das ja so die kleine Schwester von Tempelhofer Feld ist vielleicht, wo ich glaube, dass ein paar Vertreterinnen vielleicht von den Initiativen auch im Raum sind und das steht massiv unter Druck. Da gibt es Initiativen, die versuchen schon seit Jahren mit Kunst, Kultur, Bewegung, diversen Formen der Beteiligung oder der niederschwelligen Teilhabe, diesen Ort zu aktivieren und es wird total ignoriert. Und es wird tunlichst alles getan, um diesen Raum zu kommerzialisieren, was extrem schade ist. Da würde ich wahnsinnig gerne die Meinung vom Podium dazu hören. Ich schließe gleich an, an die Frage und ich glaube, ich habe auch noch ein anderes Problem, was in Wien herrscht. Ich komme auch aus der Kulturbranche und aus der Stadtaktivismus-Bubble und bin in St. Marx aktiv, deswegen kenne ich mich da recht gut aus. Aber Sabine Pollack, du hast gesagt, in Wien gibt es nicht so dieses Engagement, sich Räume zu nehmen wie jetzt in Rom. die ich sehr kritisiere, weil sehr viele engagierte Kulturarbeiterinnen oft in so zwei, drei Jahresverträge in Zwischennutzungen hineinkommen, wahnsinnig viel machen, also ich denke jetzt auch an die Kaorle in Otterkring und dann immer wieder rausgehen müssen. Und jetzt gerade gibt es viele, also es gibt auch Zusammenschlüsse, der Altengrund wird gerade delugiert quasi als Kulturzentrum. Die Semmelweis-Klinik muss jedes Jahr darauf irgendwie warten, ob es jetzt nochmal eine Verlängerung gibt. Das Ammerlinghaus, was seit Jahrzehnten von der Stadt gefördert wurde, wir wissen es alle, denen wurde alles gekürzt und die müssen wahrscheinlich auch raus oder was passiert mit diesem Haus und den Gruppen. Also ich habe das Gefühl, dass ganz viel Kraft in Zwischennutzungen gebunkert wird und auch mit Verträgen in ein Korsett eingeschlossen wird. Also es sind dann ja immer irgendwie Verantwortliche, die dann da was unterschreiben und die trauen sich dann gar nicht oder haben auch gar nicht mehr die Energie, an andere Orte zu gehen und dort was aufzumachen und ihre Ideen dort einzubringen. Ja, und in St. Marx ist ein besonderer Fall. ein besonderer Fall. Also dieser noch kleinere Elefant, Westbahnpark, diese Nadel im Heuhaufen, ich kann jetzt nur anschließen, es gibt wahnsinnig viel Energie, glaube ich, institutionalisiertes und es braucht einfach viel mehr Freiraum für Nichtgeplantes, für Freies, Offenes, wo die Leute sich ja auch ausbreiten wollen und wenn es das nicht gibt, dann wird alles zu Tode geregelt. Also da muss man eben aufpassen, wo, wie viel Energie und wie viel Kraft steckt man in gewisse Dinge und ich glaube, das hat schon auch Methode, wie man am Naschmarkt sehen kann oder auch in St. Marx und sonst wo, also dieses sich aneignen und am Westbahnpark zum Beispiel zu behaupten, da kommt ein neuer Landschaftspark, das ist ja so eine Verarschung, weil die Menschen auch nicht checken, dass da unten eigentlich sozusagen eine einstöckige Bebauung mit hoher Bebauung dazukommt und ein Logistikpark errichtet wird. Da wird Partizipation nun mal zur Verarschung. Also das ist schon jetzt ein bisschen krass ausgedrückt, aber ich denke, das ist ganz wichtig, das auch anzusprechen. Und es braucht einfach viel mehr Freiraum. Ganz einfach. Und es gibt eine ganz harte Verwertungslogik und man weiß nicht, welche Menschen im Hintergrund eigentlich Interessen vertreten, die nicht in partizipativen Projekten beteiligt sind. Danke. Weil immer wieder der zehnte Bezirk Favoriten hier angeführt worden ist. Ich wohne in Favoriten in der Nähe vom Reumannplatz, in der wahrscheinlich kürzesten Gasse vom Favoriten, die ist nur 150 Meter lang. Vor ein paar Jahren wurde eine Bühne am Reumannplatz errichtet, die alle, wenn dort Auftritte sind, in der Umgebung beschallen. Man kann selber nicht mehr Musik hören, was man möchte, man kann selber nicht Fernsehen, wenn man möchte. Es ist ein Gewohmer, irgendwelche zehntklassigen Bands schlagen auf Instrumente ein. So kann doch Partizipation und Teilung eines öffentlichen Raums nicht aussehen, wenn alle, die in der Umgebung wohnen, dann sozusagen ihre Wohnqualität verlieren. Und das ist irgendwie manchmal ganz schrecklich. Ich bin nicht gegen Musik, ich höre selber gern Rock und Hip-Hop und Techno und was auch immer da gibt. Musik. Ich höre selber gerne Rock und Hip-Hop und Techno und was auch immer da gibt, aber es muss auch Qualität haben und es darf nicht die Umgebung stören. Also das... Danke. Jetzt haben wir ein paar Fragen gesammelt. Mag jemand zu etwas davon antworten oder noch ein Statement geben oder noch eine Frage öffnen. Ja, weil jetzt die Zwischennutzungen angesprochen worden sind, also zu den konkreten Projekten weiß ich jetzt aus meiner Sicht keine Stände, aber ich habe halt von der anderen Seite auch mitbekommen, dass es hier oft von den Grundeigentümerinnen dann auch Unsicherheiten gibt. Also die Fälle, die mir bekannt sind, wo Befürchtungen bestehen, dass dann, wenn dann wirklich gebaut werden kann, dass man die Nutzerinnen dann nicht mehr wegbekommt. Also ganz hart gesagt. Und deswegen, und ich habe halt auch dann noch mitbekommen, dass wenn Verträge abgeschlossen werden und das heißt, es ist für drei Jahre und dann sind die drei Jahre vorbei und dann gehen die Nutzerinnen nicht, dann natürlich beim nächsten Mal sagt dann der Grundeigentümer, naja, aber warum soll ich mir das eigentlich antun nachher den Kampf, dass sie nicht weggehen wollen. Also wahrscheinlich muss man da irgendwie eine Lösung finden, dass von beiden Seiten da wieder mehr Vertrauen einander entgegengebracht wird, weil Zwischennutzungen sind wirklich wahnsinnig wertvoll, wie man eben gesehen hat anhand der Nordbahnhalle oder beim Nordwestbahnhof jetzt auch mit der Postbusgarage. Und zum Westbahnpark, ja, also wir haben dort Beteiligung gemacht. Es war auch eine Quartierswerkstatt und wir haben versucht, so viele Menschen wie möglich dort zu beteiligen und haben auch ganz viele unterschiedliche Interessenslagen mitbekommen. Also wir versuchen breit zu beteiligen. Vielleicht noch kurz zur Zwischennutzungsgeschichte und Nordbahnhalle. Das Ideale wäre ja natürlich, wenn ja so eine Zwischennutzung in eine kontinuierliche Nutzung übergehen könnte. Aber da müsste man wieder auch andere Tools schaffen, damit das möglich ist. Mit der Nordbahnhalle, soweit ich mich erinnern kann, war das eigentlich geplant, dass sie bleibt quasi im Nordbahnviertel, aber das hat dann leider nicht hingehauen. Oder was nicht? Ich weiß nicht, ob es jetzt so geplant ist. Es war nicht geplant, dass es dauerhaft übergeht. Okay. Ich war damals die Projektleiterin bei Fleiß-Drerowitz für das Projekt der Nordbahnhalle. Und deswegen wollte ich noch so ein bisschen technisches Insiderwissen auch noch dazu beitragen, warum das irgendwie auch nicht weitergeführt hat. Also generell war es ja ein Forschungsprojekt für zwei Jahre lang. Kooperation zwischen AZW, TU Wien, Fleiß-Dreierowitz und einem Bauträger. Und nach zwei Jahren war dieses Projekt quasi irgendwie auch, es hatte ein Ablaufdatum. Aber in dieser Zeit haben sich halt auch die ganzen Studierenden sehr mit diesem Ort identifiziert, genauso die ganzen Nachbarinnen. Es hat sich da wirklich ja dann auch eine, quasi ein bisschen eine Protestbewegung entwickelt, die gesagt haben, also diesen ganzen Ort aufzugeben ist einfach unglaublich schade, weil man zwei Jahre lang, also es sind jetzt nicht nur 100 Tage, sondern wirklich zwei Jahre lang das aufgebaut hat. Es war immer klar, dass quasi ein Teil und auch ein sehr großer Teil von der Nordbahnhalle so und so abgebrochen werden wird wegen der Straßenbahnschleife. Also es hätte auf jeden Fall so eine Transformation gebraucht. Aber ein großes Problem, also es war ja dann quasi, wir waren dann quasi auch auf der Suche nach Nachnutzerinnen, da gab es Gespräche mit der Caritas, da gab es Gespräche mit anderen Initiativen. Ein großes Problem war wirklich dann auch diese Finanzierung, weil die Sitara hat es ja auch schon gesagt, das war auch am Anfang auf ÖBB-Gelände. Solange man auf ÖBB-Gelände irgendwie ist, muss man nicht zur Baubehörde, muss man nicht zur Baubehörde, man muss gewissen Ansprüchen nicht entsprechen, weil das über die ÖBB abgedeckelt ist und dadurch hat man quasi freien, also freieren Spielraum. Ab dem Zeitpunkt, wo das nicht mehr so wäre, hätte jetzt, egal wer das übernommen hätte, hätte das komplett sanieren müssen, um einfach auch diesen Anspruch zu entsprechend, also thermische Sanierung etc. Und das ist aber halt irgendwie auch so ein Punkt, können solche Orte irgendwie vielleicht nicht auch quasi dann diesen Schritt irgendwie auch überspringen. Also ich kenne ein Beispiel aus Holland, wo ein Architektenkollektiv eine große Halle gekauft haben, das Step-by-Step irgendwie herrichten, aber nicht zum Beispiel diese thermische Sanierung haben, aber dafür, weil sie irgendwelche ökologischen Heizungssysteme irgendwie haben, das so quasi ausgleichen. Und ich glaube, da ist aber halt irgendwie halt auch, also ich meine, es waren viele Gründe, die dann irgendwie halt auch nicht zu dieser weiteren Förderung von diesem Ort geführt haben. Aber das sind sehr technische Punkte, wo man einfach sagen kann, würde man da Wege finden, das ein bisschen zu umgehen, damit es nicht zu extreme hohe Kosten kommt, dann würden sich wahrscheinlich einfach einfacher initiativen finden die das weiterführen könnten ja es ist ja meistens die finanzierbarkeit das größte problem oder sind ja im nordbahnviertel dann andere hallen entstanden die vielleicht die funktion hätten übernehmen können aber die sind halt nicht mehr leistbar. Das ist dann das Problem. Gibt es noch Meldungen? Ich finde diese ganze Entwicklung am Nordbahnviertel ist eigentlich ein sehr gutes Beispiel, wie Partizipation in Wien läuft oder eben nicht läuft. Das hat ja dort auch Jahre, bevor die Leute da eingezogen sind, alle möglichen Tools gegeben, die Leute einzubinden. Ich glaube, 500 Leute haben sich damals beteiligt an diesen Workshops etc. Es hat Versprechungen gegeben, Bestandsgebäude da stehen zu lassen. Es hat Unterführung gegeben, es hat so ein Generationenhaus gegeben. Es hat den Wasserturm gegeben, selbst die Nordbahnhalle, die damals noch nicht Nordbahnhalle geheißen hat, das steht auf den Plakaten drauf, ich habe das damals abfotografiert. Es gibt jetzt immer noch diese Signalwerkstatt, die jetzt noch dort steht, kein Mensch redet, dass die jetzt verwendet wird. Es ist alles abgerissen worden. Die Initiative, die sich dafür eingesetzt hätte, die Nordbahnhalle in der verkleinerten Form weiterzuführen, bei der ich beteiligt war, ist nur abgeschasselt worden von der Stadt Wien. Es hat wirklich keine Möglichkeit gegeben, da tatsächlich was weiterzubringen. Und schlussendlich ist sie abgebrannt worden, würde ich einmal sagen. Und das Ganze hat immer diesen natürlichen Aspekt, der stimmt. Aber ich denke, es hat auf jeden Fall ein großes Interesse gegeben. Wir haben wirklich tausende Unterschriften damals dafür gesammelt, die ganze Nachbarschaft war dafür und man weiß genau, dass das jetzt extrem fehlt in dem ganzen Viertel. Sowas wie der Nordpanal, sowas gibt es einfach nicht mehr. Also das heißt, diese Beteiligungsprozesse enden oft damit, dass das nicht umgesetzt wird, was Jahre davor beschlossen worden ist, weil sich die Leute nicht mehr erinnern, nicht mehr dort leben, andere Interessen haben, andere Leute jetzt dort wohnen. Und was die Stadt Wien halt gar nicht kann, ist mit Initiativen, die selbst initiativ sind, umzugehen. Also sie kann sehr gut irgendwie was anbieten und da darf man dann ein bisschen, aber wenn jetzt Initiativen, wo sich Leute zusammenschließen und die was machen wollen, dann kann die Stadt Wien nicht damit umgehen. Da gibt es ja keinen Prozess. Und das ist genau vielleicht der Unterschied zwischen Wien und Rom, dass in Rom das passiert und in Wien nicht. Wobei man in Wien sagen muss, es hat auch eine Tradition an solchen Orten gegeben, wo berühmte Arena etc. angefangen. Aber ich habe in den letzten 20 Jahren ganz viele so selbstinitiierte Projekte gesehen von Leuten, die jahrelang für Orte gekämpft haben und wo nichts daraus geworden ist oder nur eine sehr abgespeckte Version daraus geworden ist. Und es waren dann immer Kämpfe gegen die Stadt Wien. Das war nicht ein Miteinander. Und alle Tools, die es da gibt, funktionieren dafür nicht. Also ich glaube, das ist immer noch eine große Schwierigkeit. Und für mich ist es halt wirklich ein Unterschied, diese Beteiligungsprojekte auf der einen Seite und selbstinitiierte Projekte von der Stadtbevölkerung. Das ist für mich nicht irgendwie etwas, was man gleichsetzen kann. Ja, man kann wahrscheinlich schon dazu sagen, dass Wien das vielleicht noch nicht gelernt hat. Wir können hoffen, dass das noch gelernt wird, oder ist es so? Aber im Nordbahnviertel schaut der Park jetzt eigentlich deswegen so aus, also gibt es ja deswegen den großen Park, weil in der Bürgerbeteiligung auch gesagt worden ist, baut es lieber hohe Häuser und dafür machen wir einen großen, schönen Park. Also das war ein Ergebnis der Beteiligung. Die Nordbahnhalle hat den Park nicht verhindert. Die Nordbahnhalle, ja, also ich habe mir gedacht, wir reden jetzt nicht mehr von der Nordbahnhalle, sondern eben vom ganzen Nordbahnviertel. Und es gibt ja mehrere Baugruppen, also mindestens zwei Baugruppen im Nordbahnviertel und in einer davon in der Hauswirtschaft, die finde ich, also zumindest habe ich das vorwahrgenommen, zumindest habe ich das wahrgenommen, haben die die Rolle so einer lokalen oder einer lokalen Initiative übernommen, die die Leute zusammenbringt. Also da finden ja Veranstaltungen statt für das Viertel. Oder auch im Sonnwendviertel gibt es ja auch ganz tolle Baugruppen, die auch das Viertel gestalten. Und ich finde, die sind auch ganz wichtig dafür, dass im Viertel sich auch was tut. Also, ja. Aber ich finde, man kann nicht das, was eigentlich die Aufgabe der Stadt wäre, den Wohnbau und den Baugruppen überstülpen. Also das ist nicht deren Aufgabe, das zu übernehmen, was eigentlich die Stadt zur Verfügung stellen sollte, unterstützen sollte, dafür Geld zur Verfügung den Leuten geben sollte oder Initiativen unterstützen sollte. Also das kann man nicht auch noch den Baugruppen haben ohnehin schon genug mit sich selber zu tun und mit dem ganzen Haus und der Finanzierung. Habitat ist ja auch kein einfaches Projekt, das einmal durchzudenken und durchzuspielen und die ganze Finanzierung aufzustellen. Also das ist ja wirklich schon an sich ein Riesenprojekt. Und dann noch irgendwie zu sagen, okay, macht ihr dann die Veranstaltungsräume, die dann alle nutzen können, finde ich auch nicht ganz fair. Das stimmt allerdings, nur Nordbahnhalle, ehrlich gesagt, dafür braucht es eine Finanzierung für solche Hallen und die hat sich anscheinend nicht gefunden für die Nordbahnhalle. Ja, die Finanzierung aufzustellen ist immer halt so die Frage der Prioritäten wahrscheinlich. Oder wie stellt man sich das vor? Warum könnte jemand überhaupt was haben gegen partizipative Projekte oder gegen engagierte BürgerInnen? Oder was ist deine Spekulation? Warum ist man dagegen? Oh. Man dagegen. Au. Ich meine, gegen diese Initiativen aus der Bevölkerung. Oder ist das ein subjektives Empfinden? Mir ist noch nie vorgekommen, dass ein Kapitalismus... Irgendjemand bei uns in der Stadt ist ja ganz einfach. Es gibt einfach... Kapitalismus. Bitte? Kommerz und Kapitalismus. Was dagegen steht. Also es ist ja nicht nur die Stadt, es sind auch andere Fähigkeiten, die dann Kapitalismus betreiben. Also das System, in dem wir leben, ist Schuld dran. Ich glaube, man kann es nicht so benennen, dass irgendjemand etwas gegen die Initiativen hat, sondern so schlichtweg es geht, darum, wer finanziert es denn? Okay, gut. Wir haben noch ein, zwei Meldungen, die wir einsammeln würden, schnell. Ich wollte die Frage nur kurz aufgreifen, weil natürlich Kapitalismus ist es auf jeden Fall auch. Aber ich glaube, die Wortmeldung von der Dame hinter mir hat auch gezeigt, dass jeder auch ein anderes Verständnis hat von Stadt. Also jeder einen anderen Anspruch hat an das, was Stadt leisten soll. Für die einen ist die Aneignung der größte Moment der Freiheit und für die anderen ist das die Geiselung. größte Moment der Freiheit und für die anderen ist das die Geiselung. Also dieses Spannungsfeld ist einfach da, das wollte ich nur sagen. Also ich habe den Eindruck, aus meinen Erfahrungen oder auch aus Erzählungen und so, dass es halt eine Schwierigkeit gibt, von der Stadt Wien die Kontrolle halt einfach abzugeben. Es ist eben dieses, die Bürgerinnen werden ja in Broschüren permanent angehalten und ermuntert, sich zu beteiligen und ganz aufgeweckt zu sein und Wehe sind aufgeweckt. Dann habe ich das Gefühl, dann hat die Stadt Wien so ein bisschen einen Bauchweh. Vielleicht auch aus, also ich glaube, es ist nicht nur jetzt, ich bin jetzt nicht aus Wien, deswegen vielleicht bin ich in dieser Diskussion, jetzt habe ich mich ein bisschen rausgehalten, aber das ist natürlich auch in Linz oder in anderen Orten so, dass es natürlich einerseits, was du gesagt hast, das ist ganz wichtig, die Leute haben eine andere Wahrnehmung davon, was quasi ein Freiraum sein kann oder was man einen Freiraum nutzen kann, einerseits und andererseits gibt es diese, habe ich schon auch Angst oder vielleicht auch das fehlende Vertrauen zu Initiativen, was die wirklich leisten können, also was wirklich auch kleinere oder größere Initiativen gerade aus der freien Szene, aus der Kulturszene leisten können, wo wir irgendwie die, also ich sage jetzt wir, weil ich glaube, wenn ich hier so rumschaue, sind da viele Leute aus der freien Szene dabei, leisten können und was diese gemeinschaftlichen Strukturen halt auch aufbauen können. Und da, glaube ich, gibt es schon einen, da müsste es ein bisschen einen Vertrauensvorsprung vielleicht auch geben von der Stadt, von der Politik vielleicht auch, also dass es da irgendwie eine bessere Vermittlung gibt. Weil zum Beispiel wir sind auch in einem Raum, wo wir einen zweiwöchigen Duldungsvertrag haben seit acht Jahren oder so, wo das auch der Stadt gehört, ist auch ein Wahnsinn. Also das von einem Kulturverein, der auch seit zehn Jahren gefördert wird. Also es macht, das ist manchmal wirklich absurd und da frage ich mich auch. Ich mache jetzt noch eine kleine Kunsteinstaltungswerbung, um ein bisschen positive Energie zu bringen und zwar, weil wir uns eben auch über Utopien und über Wiestadt in Zukunft sagen können, unterhalten können, finde ich passt es eigentlich ganz gut. Es gibt ein Theaterstück, State of Empathy, wo es um das Wien im Jahre 2066 geht, wo wir in ein Wien eintauchen, das fürsorglicher und besser miteinander und mit den Mitbewohnerinnen der Stadt umgeht. Und genau, es gibt nächste Woche noch Vorstellungen. Ich habe die Flyer da hinten hingelegt. Okay, da kann man dann gleich ansetzen und das Podium im Kunstraum weiterverfolgen. Vielen Dank für die Positionen. Ich glaube, das war für das Publikum überhaupt keine Last, ein bisschen länger da sitzen zu bleiben, weil es einfach sehr spannend ist. Wir verstehen, glaube ich, alle nun besser die Komplexitäten dieser Partizipation in Raum- und Stadtplanungsfragen. Danke auch Alexandra Rupp-Ebenspanger, dass Sie sich der Kontroverse gestellt haben, weil natürlich auch klar war, das ist irgendwie keine leichte Position. Aber wir haben auch gesehen durch diesen Masterplan, dass die Stadt sich auf den Weg macht. Wir haben uns gut unterhalten, viele Anregungen bekommen. Ich hoffe, das Publikum auch. Und Sie sind jetzt herzlich eingeladen, irgendwie auch an der Bahn noch ein bisschen zu bleiben, zu quatschen, Fragen zu stellen und so weiter. Und da wünsche ich noch einen schönen Abend. Danke.