Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von Gute Aussicht – positive Nachrichten für die Region. Mein Name ist Katharina Becker und wir starten heute etwas Neues. Mein Name ist Katharina Becker und wir starten heute etwas Neues. Gute Aussicht ist ein regionales Nachrichtenmagazin für das, was in den Nachrichten oft zu kurz kommt. Gute Nachrichten und Entwicklungen, die Mut machen. Wir schauen dorthin, wo es in unserer Region, in Linz und Umgebung, schon ganz gut läuft. Wir berichten über konstruktive Entwicklungen, über Initiativen und Menschen, die etwas bewegen wollen. Denn diese bekommen häufig zu wenig Aufmerksamkeit. Wir fragen uns, was funktioniert und wer profitiert davon? Für unsere erste Ausgabe hat sich unsere Redaktion gefragt, was können Menschen, speziell Familien und Kinder, im Sommer in Linz machen, ohne viel Geld auszugeben. Viele denken beim Sommer an eine leichte und unbeschwerte Zeit. Doch gerade der Sommer ist für viele Familien, Kinder und Jugendliche nicht einfach. Fehlende Betreuung, Hitzewellen und teure Angebote belasten Familien. Wie zugänglich ist Linz im Sommer also? Welche Angebote, die Familien entlasten, gibt es? Wir haben mehr gefunden, als wir dachten. Zum Beispiel den Pop-Up-Zirkus. Hier können Kinder erste Erfahrungen mit Zirkuskunst sammeln. Top-Up-Zirkus. Hier können Kinder erste Erfahrungen mit Zirkuskunst sammeln. Das Projekt wird auch diesen Sommer an vier Standorten in Linz weitergeführt. Von Urfa bis Ebelsberg. Es findet dort statt, wo Kinder in den Ferien meist ihre Zeit verbringen. Zum Beispiel im Park oder beim Kinderfreibad. Das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist aber notwendig. Ich habe die Zirkuspädagogin Inga Schäfer in unser Studio eingeladen und gefragt, was dahinter steckt. Inga, du betreust schon zum fünften Mal den Pop-Up-Zirkus. Was genau ist denn der Pop-Up-Zirkus? Ja, der Pop-Up-Zirkus ist ein Zirkusferienprojekt für Kinder und man kann eine Woche lang Zirkus machen. Das heißt, man trainiert verschiedene Zirkustechniken, Jonglage, Akrobatik, Balancieren, Diabolo, Tellertraining und noch vieles mehr. Manchmal ist Zaubern dabei, Klaunerie und am Ende gibt es eine Aufführung für dann Eltern oder auch Publikum, was zuschauen möchte. Und wie alt muss man sein oder darf man maximal sein, um da mitzumachen? Also das Angebot richtet sich an Kinder zwischen sechs und 14. Das heißt, alle Kinder in dieser Altersspanne dürfen teilnehmen. Und muss man sonst noch ein Kriterium erfüllen, um teilzunehmen? Nein, gar nicht. Man muss Kind sein in der Altersspanne und bestenfalls in der Umgebung wohnen, wo der Pop-Up-Zirkus eben stattfindet. Wir sind an verschiedenen Standorten und das Angebot richtet sich in erster Linie an die Kinder aus dieser Gegend. An welchen Orten seid ihr denn? Wir sind in vier verschiedenen Stadtteilen. In der ersten Ferienwoche in Urfa, in der zweiten Ferienwoche am Hessenplatz, in der dritten Ferienwoche in der Grünen Mitte und in der sechsten Ferienwoche sind wir draußen in Ebelsberg. Und man sollte sich aber vorher anmelden, oder? Damit man einen Platz gesichert hat. Ja, das wäre sinnvoll. Urfa ist tatsächlich zum Beispiel schon voll, aber an allen drei anderen Standorten gibt es noch Plätze und es macht Sinn, sich vorher schon einen Platz zu sichern, denn das Angebot ist kostenlos und dadurch auch sehr begehrt. Das heißt, man sollte sich trotzdem ein Ticket beim Kuddelmuddel sichern, um auch wirklich teilnehmen zu können. Wo kann ich mich da anmelden? Das ist möglich unter www.kuddelmuddel.at und dann unter Spielplan findet man die einzelnen Standorte Pop-up-Zirkus Urfa, Pop-up-Zirkus Hessenplatz oder eben Grünemitte oder Ebelsberg. Und machst du den Pop-Up-Zirkus Urfa, Pop-Up-Zirkus Hessenplatz oder eben Grüne Mitte oder Ebelsberg. Und machst du den Pop-Up-Zirkus alleine? Nein, genau. In erster Linie gibt es finanzielle Unterstützung von der Stadt Linz. Das ist ganz wichtig zu erwähnen und sehr, sehr toll. Dann alles Organisatorische kommt vom Kuddelmuddel, allen voran dem Manfred Forster. Und ich darf das pädagogisch leitende Projekt, das heißt, ich darf schauen, welche Teamer sind noch mit mir dabei. Da habe ich ganz, ganz tolle Unterstützung von eben meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Kuddelmuddel, die auch alle im pädagogischen Bereich tätig sind. Und genau, darf dann das Projekt an den Standorten mit meinen Kollegen durchführen. Hast du eine spezielle Ausbildung für Zirkus? Ja, also ich bin Pädagogin. Ich habe Erziehungswissenschaften studiert in Deutschland und dann nebenbei in Köln am Zentrum für Artistik Köln eine Zirkuspädagogik-Ausbildung gemacht. Das war so ein Zusatz, in dem man lernt, wie man Zirkus unterrichtet. Und dann war ich auch noch in England auf einer Artistikschule, wo ich dann diesen Artistikschwerpunkt nochmal ausgebaut habe und so eben eine fundierte Ausbildung habe, um Zirkus auch beibringen zu können und auch selber machen zu können. Es wird ja überall viel gespart. Wird beim Pop-Up-Zirkus, ist der auch betroffen? Ja, glücklicherweise nicht. Und da sind wir sehr, sehr dankbar. Denn wir haben gestartet vor fünf Jahren mit zwei Wochen Zirkusprojekt in den Ferien, durften dann auf drei Wochen gehen und bekommen jetzt die finanzielle Unterstützung für vier ganze Wochen Pop-Up-Zirkus in den Ferien. unglaublich wichtig ist für die Kinder, für die Stadt und dass alle Kinder auch wirklich Highlights in den Ferien haben und tolle Erlebnisse haben und gleichzeitig aber auch was lernen und was mitnehmen können. Was motiviert dich persönlich, den Pop-Up-Zirkus zu begleiten, zu betreuen? Man sieht immer, wie alle teilnehmenden Kinder wirklich mit Freude kommen und auch wieder gehen und wie bereichernd dieses Projekt für die ist. Und letztes Jahr hatten wir in diesen vier Wochen Kinder aus über 21 Nationen im Pop-Up-Zirkus. Unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche Herkünfte, Familiensituationen und alle haben aber doch da miteinander trainiert, miteinander gelernt und dann auch zusammen eine Aufführung auf die Beine gestellt. Zum Teil hatten wir Moderation in fünf unterschiedlichen Sprachen. Alle haben sich einbringen können und mich motiviert da sehr, dass man doch sieht, dass wir alle so gerne miteinander arbeiten und so viel Freude miteinander haben können. Und gerade Zirkus ist sehr bekannt in allen Ländern. Das heißt, es verbindet alle. Jedes Kind weiß, was Zirkus ist und ist fasziniert davon. Ich denke, das ist eine gute Möglichkeit, um die Gemeinschaft zu stärken und um dieses Gemeinschaftsgefühl generell unter die Kinder zu bringen und zu zeigen, hey, wir sind alle gleich, wir sind aus demselben Holz und wir haben alle Freude an den gleichen Dingen. Lasst uns gemeinsam was auf die Beine stellen. Also ein absolut inklusives Vorzeigeprojekt. Kann man so sagen. Danke für die Anregung und danke, dass du dir Zeit genommen hast, uns hiereprojekt. Kann man so sagen. Danke für die Anregung und danke, dass du dir Zeit genommen hast, uns hier zu besuchen. Ja, voll gern. Danke auch. Der Pop-Up-Zirkus bringt Kultur für Kinder in den öffentlichen Raum. Aber auch Institutionen öffnen im Sommer ihre Türen. Seit 2018 ist das Kunstmuseum Lentos jeden August bei freiem Eintritt für Familien zugänglich. Seit 2024 ist auch das Stadtmuseum Nordico bei der Aktion dabei. Als Familie gilt mindestens ein Erwachsener mit einem Kind unter 18 Jahren. Rund 330 Familien nutzen dieses Angebot jedes Jahr. Aber wie wird ein Museum überhaupt zu einem Ort, an dem sich Kinder willkommen fühlen? Meine Kollegin Anna Meyerhauser war im Linzer Kunstmuseum Lentos. Sie hat bei Hämmer Schmutz, der künstlerischen Direktorin der Museen der Stadt Linz, nachgefragt. Wir verstehen uns als museen die fürs publikum möglichst offen sein sollen und deshalb überlegen wir uns immer wieder aktionen wo wir auch personen und gruppierungen ansprechen für die vielleicht ein eintritt in ein Museum doch eine kleine Hürde darstellt. Schon wie das Museum, ich rede hier vom Lentus, entworfen wurde, hat man einen eigenen Raum für Kinder und Jugendliche etabliert und in diesem Arbeitsraum finden auch an den Wochenenden immer wieder Ateliers statt, natürlich auch im Sommer. Und einerseits sind das freie Angebote, die man einfach nutzen kann, wenn man im Museum ist, oder es gibt auch spezielle Angebote dieser Ateliers, wo man sich anmelden muss. Natürlich sind Kunstwerke schützenswert und deshalb gibt es auch Museen, die insbesondere auf dieses kulturelle Erbe besonders Acht geben. Aber wir haben das Gefühl, in unseren großzügigen Räumlichkeiten ist es sehr gut möglich, auch mit Kindern diese tollen Kunstwerke von internationaler Bedeutung zu erleben. Wir haben im Lentus ein eigenes Heftchen, ein Rätselheft entwickelt, wo man insbesondere in der Sammlung an so Meisterwerken entlang sich durch die Sammlung arbeiten kann und da sehr viel entdecken kann. Aber auch im Nordico ist es wichtig, dass man auf das Publikum zugeht. Auch hier gibt es verschiedene Angebote. Und was ich besonders betonen möchte, wir haben heuer im Sommer eine wahnsinnig tolle Ausstellung, die glaube ich besonders für Linzer sehr, sehr attraktiv ist, nämlich Made in Linz – Industrie, Handwerk und Handel. Eine Geschichte der Entwicklung, der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt mit zum Beispiel einem Kaufmannsladen vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Ich glaube, das ist extrem attraktiv für Kinder. Also ich denke, es ist alles interessant für Familien und Kinder. Wir haben wirklich hochkarätige Ausstellungen auch im Lentus in diesem Sommer. Erstmals erwähnen möchte ich Max Bechstein, ein wichtiger Künstler der Brücke-Gruppe Deutscher Expressionismus, also ein richtiges Highlight. Es gab noch nie in Österreich eine große Ausstellung zu dem Künstler und das sind sehr farbenfrohe, attraktive Werke, die man hier erleben kann und für die Eltern, wenn sie sich mehr in die Tiefe begeben, gibt es auch sehr viele Informationen, einerseits zur Biografie des Künstlers, andererseits aber auch zur Verbindung zu unserem Museumsgründer Wolfgang Gurlitt, der für Max Pechstein so eine große Rolle gespielt hat. Wie bereits erwähnt, natürlich die Sammlung mit dem Einstieg Mitte 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart bietet natürlich auch für Kinder viele Anknüpfungspunkte. Wir haben ja die Installation der Sammlung aufgeteilt auf unsere verschiedenen wissenschaftlichen Mitarbeiter und ich durfte den 70er-Jahrraum betum betreuen. Und da ist natürlich die Arbeit von Johann Jascha, Schöner Wohnen, für Jugendliche und Kinder wirklich ein sehr attraktives Highlight. Ein Künstler, der gesammelt hat und eine Assemblage entwickelt hat. Er ist in den 60er, 70er Jahren verortet im Aktionismus und im Nouveau-Realism und das ist sicher etwas, was man sonst noch nie gesehen hat. Mich persönlich fasziniert immer wieder unser Vermittlungsraum, wo wir ja ständig einerseits diese Ateliers veranstalten, andererseits aber auch Gruppierungen haben. Und dieser Raum ist auch in den öffentlichen Raum offen. Man kann auch von außen reinschauen. Und ich muss sagen, also dieser Bereich, dass die Kinder und die Jugendlichen selber kreativ arbeiten, das ist etwas, was wir auf einem sehr hohen Niveau hier anbieten können und was extrem gut angenommen wird. Und dieser Zugang durch das eigene künstlerische Arbeiten auch zur Kunst und zur Kunstgeschichte lässt sich in unserem Haus eben fast idealerweise umsetzen. Und das sind Momente, wo ich immer sehr gerührt bin. Ich kann dann von oben runter schauen und wie intensiv und wie konzentriert die Kinder plötzlich sind. Nicht aufs Handy schauen, sondern wirklich an einer Arbeit konzentriert, die zum Entstehen bringen. Also das ist immer sehr, sehr nett für mich zu sehen. Also bei Kindern sieht man natürlich immer diesen unmittelbaren Zugang, wo man bei Erwachsenen ist dann manchmal, ist das überhaupt wertvoll, das kann ich ja vielleicht auch. Aber bei Kindern gibt es diese Schwellen noch nicht. Die gehen sehr unmittelbar heran und finden auch sehr leicht Zugang zur Kunst, auch zur zeitgenössischen Kunst. Übrigens, Kinder unter zwölf Jahren können das Kunstmuseum das ganze Jahr lang kostenlos besuchen. 12 Jahren können das Kunstmuseum das ganze Jahr lang kostenlos besuchen. Ein praktischer Grund für einen Besuch im Lentos im August ist außerdem, dort hat es konstante 21 Grad. Deshalb findet sich auch das Lentos auf der Liste www.cooleslinz.at. Diese Liste sammelt Orte, die auch bei sehr hohen Temperaturen erträglich bleiben. Manche sind kostenlos zugänglich, wie Parks und Wasserspielplätze. Für andere Orte muss man Eintritt bezahlen, zum Beispiel für Museen. Ohne Eintritt zugänglich und gut zum Abkühlen sind auch die Linzer Badeseen. Vor kurzem wurde allerdings viel über den Pleschinger See in Urfa diskutiert. Die Europäische Umweltagentur beurteilte seine Wasserqualität als mangelhaft. Die Bewertung beruhte auf älteren Messungen. Außerdem wurde an einer Stelle gemessen, die als nicht repräsentativ für den See gilt. Wer vor dem Baden gehen die aktuelle Wasserqualität überprüfen will, findet sie auf der Homepage oder in der App der AGES. AGES ist die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. Die App zeigt die Qualität der 260 Badegewässer in Österreich, die als EU-Badegewässer definiert sind. Die Wasserqualität der Badegewässer wird regelmäßig geprüft. Dem Pleschinger See bescheinigt die App derzeit eine gute Wasserqualität. Alle anderen Seen in Oberösterreich haben im Moment eine ausgezeichnete Wasserqualität. So wie übrigens 96,5 Prozent der Badestellen in Österreich. Doch nicht nur für Familien und Kinder gibt es im öffentlichen Raum niederschwellige Angebote. Ein Beispiel ist der Linzer Musikpavillon. Von Mitte Juni bis Mitte August kann man hier Konzerte aus unterschiedlichsten Musikrichtungen hören. Vom Spielmannszug über Punk und Jazz bis hin zum Kindermusical. Musik Take me home, boy, I will be with you. Konzert, Badesee, Museum, Zirkus. Diese Beispiele zeigen, wie im Sommer der Zugang zu Kunst, Kultur und Bewegung erleichtert werden kann. Wir sehen, die Angebote gibt es, eine Frage bleibt. Erreichen sie auch die Personen, für die sie gedacht sind? Das war die erste Ausgabe von Gute Aussicht – positive Nachrichten für die Region. Ist euch eine gute Entwicklung in eurer Nachbarschaft aufgefallen? Gibt es etwas in Linz und Umgebung, das eurer Meinung nach richtig gut läuft? Oder auch etwas, das besser laufen könnte? Wo seht ihr Lösungen und gute Ideen, über die wir berichten sollen? Und welche Nachrichten aus der Welt geben euch gerade Hoffnung? Gebt uns Bescheid und schreibt uns an Das war's für heute. Wir sehen uns im Herbst wieder mit guten Nachrichten. Für DorfTV verabschiedet sich Kathrina Becker.