Und wenn einen die Archäologie einmal interessiert und man wird infiziert von dem, weil es trägt dann Folgen. Da stand noch das Gemeindeamt. Und böse, wie es in der Monarchie üblich war mit dem Kaiser drin, hat man renoviert. Wie es mit dem Renovieren fertig war, haben sie es angegriffen. Und da muss man halt die Zivilgesellschaft überzeugen. Also mir geht es nur darum, das zu thematisieren. Also mir geht es nur darum, das zu thematisieren. Hallo und herzlich willkommen beim Studio Wels. Mein Name ist Clara Malinger und heute haben wir einen ganz besonderen Gast. In Albert Neugebauer. Er ist beim Römerweg Ovilava und das ist ein Verein in Wels. Also Albert, wo war deine erste Berührung oder wie bist du überhaupt zu den Römern gekommen? Also meine erste Berührung, wenn du das wissen willst, war im Alter von sechs Jahren. Da habe ich meine ersten Scherben und Knochen gefunden. Schätze noch keine. Und das war auf einer Baustelle meiner Eltern. Die haben sich auch Erden für den Garten besorgt. Und diese Erde kam von einem Grundstück in Wels, wo ein römischer Friedhof war. Da habe ich dann meine ersten Leichen quasi gefunden. Und der Onkel hat mich dann quasi zur Geschichte geführt, mehr oder weniger. Und wann haben Sie dann, oder wann sind Sie dem Verein beigetreten und wie hat sich das so entwickelt? Naja, den Verein habe ich mit einem Freund vor 20 Jahren gegründet, ungefähr 20 sind schon ein bisschen mehr, und hatte ursprünglich den Zweck, diesen Verein mit einem Themenweg die Wölser Geschäfte zu beleben. Quasi beim Bummeln, beim Shoppen, Geschichte erleben. Ja, das war der ursprüngliche Sinn und das hat sich dann weiterentwickelt mit der Hilfe bei archäologischen Notgrabungen. Notgrabungen sind Grabungen auf einer Fläche, die historisch belastet ist. Das ist so wie wenn eine Fläche mit Umweltgiften belastet ist, gibt es das auch mit Historik. Und die muss eben ausgegraben werden, weil sonst eben Wissen verloren geht. Man muss sich bewusst sein, dass Wörth so groß war wie Pompeji, dass in Wörth ein Amphitheater gestanden ist, dass in Wörth ein Aquädukt gegeben hat. Also das sind einmal so Eckpunkte. ein Aquädukt gegeben hat. Also das sind einmal so Eckpunkte. Und das Spannende an der Archäologie ist, dass man quasi einen Raum betritt, den vorher nie jemand betreten hat. Also das heißt, wenn ich da jetzt reingrabe, in die Erden, dann stoße ich auf ein noch nie gesehenes Objekt. Ob das jetzt Leichen sind oder Häuser oder egal. Die sind seit 2000 Jahren weg. Es ist ganz was Neues. Anders bei historischen Bauten zum Beispiel, gibt es ja meistens Pläne. Bei römischen Bauten zum Beispiel gibt es ja meistens Pläne. Bei römischen Bauten zum Beispiel nicht. Und das macht das Ganze interessant. Du bist quasi wie in einer Zeitmaschine. In Linz haben wir vor kurzem eine römische Militärtherme gefunden. Mit einem drei Meter aufgehenden Mauerwerk. Das haben wir alles schön und sauber ausgegraben. Ich habe mithelfen dürfen bei einer Grabungsfirma. Die Firma Adis übrigens, eine sehr gute Grabungsfirma. Und nach Beendigung dieser Grabung, wo man wirklich, also man hat noch nie so ein hohes Mauerwerk in ganz Oberösterreich gefunden. Hat Pfunde, hat es auch gegeben, sehr viele. Hat das Bundesdenkmalamt entschieden, das könnt ihr wegreißen. Oder müsst ihr sogar wegreißen. Daraufhin ist die Grabungsvermehrung und hat quasi den Befehl ausgeführt. Das tut dann schon weh. Okay, ja. Aber das sind so Geschichten, wenn man das erhalten hätte, dann wäre es für Linz eine Sensation. Linz ist Limes Weltkulturerbestadt. Also so geht man mit dem Kulturerbe nicht um. Das ist einmal ein Beispiel des Negativen. Und wenn wir jetzt eben schon bei dem ganzen Denkmalthema sind, was ist denn der Denkmalschutz oder wie steht da Ihr Verein zum Denkmalschutz ist aus einer Gruppe entstanden, die ursprünglich verhindern wollte, dass das Café Urban in Wels abgerissen wird. Das Café Urban war ein Traditionscafé mit Geschichte, also es hat durchaus eine Geschichte gehabt, Geschichte, also es hat durchaus eine Geschichte gehabt und mit den Schenkungsgarten, also wäre für die Stadt Wörs sicher ein Aushängeschild gewesen, sagen wir so. Ja, das ist dann einfach angerissen worden und dann haben wir gesagt, naja, dann müssen wir weiterschauen. Und dann gab es so Beispiele wie Lichtenegg, ein Stadtteil von Böss, war vor der Nazizeit eine eigene Stadt. Und da stand noch das Gemeindeamt von Böss, wie es in der Monarchie üblich war, mit dem Kaiser drin, hat man renoviert und wie es mit dem Renovieren fertig war, haben sie es angerissen. Und da muss man halt die Zivilgesellschaft überzeugen. Also mir geht es nur darum, das zu thematisieren. Ich kann ja nicht verhindern, dass das abgerissen wird. Ich kann mich vom Bagger legen, aber das würde mir nicht recht so helfen. Wir baggern es weg. Aber wenn eine Gruppe oder mehr Leute eines Stadtteils zum Beispiel hergehen und mit dem Hausbesitzer oder dem Immobilienmakler oder wem auch immer reden, du kannst nicht, war das nicht möglich, konnte man das nicht anders machen, wäre das eine Option, um den Willen einerseits der Zivilgesellschaft und des Hausbesitzers zu vereinen. Und was kann ich da jetzt oder was kann zum Beispiel auch die junge Gesellschaft jetzt konkret dafür tun, dass solche Bauten geschützt werden? Sich selber dafür einsetzen, das ist das Wichtigste. Das heißt einfach rumgehen in der näheren Umgebung und einmal schauen, was gibt es an Bauten, die vielleicht erhaltenswert sind, die gefährdet sind, weil es der Hausbesitzer abreißen will und sich dann vielleicht überlegen, kommt man mit dem nicht reden oder vielleicht mit Mehrheit reden. Und in der vielleicht überlegen, kommt man mit dem nicht reden? Oder vielleicht mit Mehrheit reden? Und in der Archäologie, das ist halt dann... Allerdings muss man aufpassen, wenn einen die Archäologie einmal interessiert und man wird infiziert von dem, dann sieht man bei mir, es trägt dann Folgen. Es ist dann so faszinierend. Nicht umsonst gibt es Bände von Göttergräbern und Gelehrten und was der Teufel was, was die Leute fasziniert haben. Auch die Forschung. Das ist dann immer das Gefährliche dabei. Das muss man abwägen. Ein Herzensprojekt, und zwar die Mosaike von Thalheim. Herzensprojekt, und zwar die Mosaike von Thalheim. Da hat das Denkmalamt wohl aus gutem Glauben entschieden, dass sie zugeschüttet bleiben sollen. Und wir sind der Meinung, dass solche herausragenden Funde wie die Mosaike von Thalheim doch gezeigt werden sollten für die Zukunft. Und da müsste man eine Überhausung bauen. Und so bitte ich quasi die Zusehen, setzen Sie sich ein dafür. Es gibt übrigens auch Expertisen, die sagen, dass das Zugeschüttetbleiben nicht unbedingt das Beste ist. Wie kann die Politik Sie auch dafür einsetzen, dass der Altbestand erhalten bleibt oder was kann die Politik generell dafür tun? Die Politik könnte sich quasi in der Kommune einmal, das heißt in der Stadt selber, mit dem so weit auseinandersetzen, dass man einmal Instrumentarien schafft, wie Satzungen, die quasi auch diese nicht dem Denkmalschutz unterliegenden Gebäude, auch Bodendenkmäler, in gewisser Weise ein bisschen schützt. Das gäbe es die Möglichkeit. Wir haben von beiden Vereinen mehrfach versucht, das in Wales durchzusetzen. Es kam dann immer ein bisschen die Ausrede, es sei ja da das Land zuständig und der Bund. Wir haben dann sogar einmal Expertise machen lassen, die dann also Rechtsgutachten, wo dann rausgekommen ist, es könnte schon wählen, wenn es wollte. Aber gut, sie haben gesagt, Fakt ist, es muss das Land entscheiden. Dann ist das wirklich beim Land auch beantragt worden. Eine Einflussnahme der Gemeinde auf die bestehenden Bauten. Die ist dann von, glaube ich, allen Fraktionen, außer von den Grünen abgeschmettert worden. Auch von derselben Partei, die es eingebracht hat. In Wörschmanns dafür. Im Land dagegen. Das ist dann auch ein bisschen schizophrenisch. Partei das eingebracht hat. In Welsmanns der Vier, im Land dagegen, das ist dann auch ein bisschen schizophrenisch. Ist ja so. Ja, wir haben einiges probiert und wie gesagt, diese beiden Übereinkommen von Faro und Valletta, die sind zwar ratifiziert, aber wie so vieles in der EU, sie gibt es zwar, aber es hält sich keiner dran. Das ist dann das Problem. Und dann obliegt es wieder der Zivilgesellschaft, das durchzusetzen. Und da sind wir wieder bei dem Thema, was wir vorher besprochen haben. Die Leute selber sind für das verantwortlich. Das heißt, man muss selber schauen, dass man da irgendwas zusammenkriegt. selber sind für das verantwortlich. Das heißt, man muss selber schauen, dass man da irgendwas zusammenkriegt. Dann danke für das Gespräch und bis zur nächsten Ausgabe von Studio Wels.