Herr Ehrenbürgermeister, im Oktober 25 bist du nach elf Jahren in die wohlverdiente Pension gegangen. Aber wie hat sich denn dein Leben von Anfang an abgespielt und entwickelt? Na ja, mein Leben hat sich so entwickelt, ich wurde am 1. Juli 1960 geboren. Meine Eltern waren die Familie Fürst, die Aloysia und der Aloys. Wir haben eine kleine Landwirtschaft gehabt und mein Vater war auch beschäftigt in der Chemie Linz. Zwei Geschwister, die jünger sind als ich, war eine sehr schöne Kindheit, muss man sagen. Die Eltern haben uns alles ermöglicht, was man sich vorstellen kann und was im Rahmen der Möglichkeiten war. Wir haben natürlich auch mithelfen müssen in der Landwirtschaft und so weiter. Ich denke nur zurück an die Schulzeit. In die Schule gehen, in keine Kirchen damals, Schweinbach hat es noch nicht gegeben, keine Kirchen, die Volksschule besucht, dann die Hauptschule, polytechnischer Lehrgang. Natürlich war es immer so, nach der Schule nach Hause und helfen in der Landwirtschaft und dann die Hausübung zu machen. Das war an der Tagesordnung. Wenn es dich als junger Mensch vielleicht ein bisschen geärgert hat, immer das Arbeiten, aber im Nachhinein betrachtet war das eine sehr schöne Zeit trotzdem. Dann nach meiner Schulzeit habe ich den Beruf Chemielaborant ergriffen, eine Lehre, war dann bei der Firma Weg-in, Weg-schall-auf-abend beschäftigt und dort aber nur mit der Entwicklung im Labor von Leimen und Klebstoffen. Das war meine Passion und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Nach der Lehrzeit im Endeffekt dann in diesen Außendienst gekommen, technischer Außendienst. Hab dann einmal einen Wechsel auch gehabt noch dazu. Das war meine Zeit, bis dann die Politik gerufen hat. Wann hast du denn deine Familie gegründet? Na ja, das habe ich meine Frau kennengelernt und dann gemeinsam beschlossen, die Ehe einzugehen. Das war im Jahr 1989. In der Zwischenzeit war unsere Tochter, die Christina, schon auf der Welt. Der Sohn, der Michael, ist einige Jahre später gekommen. Aber dazwischen war die Zeit des Hausbaus herausfordernde Zeit, arbeiten gehen, Haus bauen und auch schon etwas in der Gemeindepolitik tätig. Aber es war eine sehr schöne Zeit. Und in der Zwischenzeit ist die Familie vergrößert. Wir haben auch zwei Enkelkinder und im Endeffekt eine Schwiegertochter, die auch da im Haus wohnen. Also das ist schon sehr schön und man genießt es sehr. Wie bist du eigentlich mit Politik in Kontakt gekommen? In Kontakt gekommen mit der Politik, ich war zuerst einmal Obmann der Landjugend da in Engermitz der Fräuleinikirchen. Da hat es, hoffe ich, soweit gut ausgeführt. Und meine Vorgänger, muss man sagen, damals, haben mich dann gerufen, einmal mitzuarbeiten in den Betreuungsbereich. Wir haben da einen Betreuungsbereich und damals der Georg Püringer, der mich angesprochen hat, hier mitzuarbeiten. In der ÖVP? In der ÖVP, ja, mitzuarbeiten. Und es war wirklich eine schöne Zeit, das Miteinander sehr gut und hat gut gepasst. Ich habe dann noch ein bisschen Bedenkzeit und damals hat dann der Bürgermeister Buchmeier, mein Vorvorgänger, mich angerufen und gesagt, du im Jahr 91 gibt es wieder Gemeinderatswahlen, wäre doch etwas, dich hätten wir gerne im Gemeinderat. Da sage ich, das muss man wirklich überlegen und da komme ich zu dem, was ich vorher gesagt habe. Familiengründung, Hausbau, also genau in die Zeit hinein. Habe dann auch mit der Familie gesprochen. Meine Frau hat gesagt, ja das passt für dich sicher, das ist eine gute Sache. Die Tochter war ein bisschen skeptisch, weil die hat gesagt, naja, wie das wird, wenn der Vater in der Politik ist. Aber sie hat auch gleich gesagt, viel mehr, was du jetzt unterwegs, bist du konstant noch unterwegs. Sie hat sich aber getäuscht. Und der Sohn war noch nicht auf der Welt. Also bin ich somit in die Politik gekommen, mitgearbeitet, sprich beim ÖAB Engerwitzdorf und die Dinge da an die legendären Zeltfeste, die wir da gehabt haben, ja, dort zuständig gewesen oder mitgemacht beim Aufbau, dann das Kellnerpersonal übergehabt und beim Abbau, also das waren meine ersten, sagen wir, kleinen Schritte in der ÖVP und mit 91 dann in den Gemeinderat gekommen. Du warst vorerst einmal Gemeinderat, wann hast du Funktionen übernommen im Gemeinderat. Wann hast du Funktionen übernommen im Gemeinderat? Naja, die Funktionstätigkeit hat damit einmal begonnen, dass ich im Ausschuss für Schule, Kindergarten, Kultur und Sportangelegenheiten dort tätig war und dann Obmannstellvertreter war in dem Ausschuss, dann später einmal die Obmannschaft sogar übernommen habe. dann später mal die Obmannschaft sogar übernommen habe. In der Zwischenzeit auch dann im Gemeinderat die Funktion eines Fraktionsobmann-Stellvertreters, da war der Hermann Mayrhofer Fraktionsobmann, ich durfte Stellvertreter sein, das war die Zeit unter meinem Vorgänger Hans Schimberg. Eine sehr schöne Zeit, eine gute Zeit, ein Miteinander in der Politik und auch im Gemeinderat. Dann im Endeffekt ist es weitergegangen, die Funktion des Vizebürgermeisters zu übernehmen. Da mein Vorgänger als Vizebürgermeister, der Josef Schwarz, sein Amt zurückgelegt hat, wurde ich Vizebürgermeister. In welchem Jahr war das? Das war im Jahr 2009. Das war im Jahr 2009. Damit im Endeffekt, ja, hat es dann geheißen, wir haben immer einen Plan gehabt, man weiß nie, was passiert, gesundheitlich, Unfall, was immer auch kommt, wer kann einmal dem Bürgermeister nachfolgen. Somit hat in der ÖVP im Vorstand usw. war dann die Wahl auf mich gefallen und ich wäre der Kandidat für die Bürgermeisterwahl gewesen. Und mit der Pensionierung von Hans Schimbeck habe ich dann im Jahr 2014 das Bürgermeisteramt übernommen. Bürgermeister sein in der heutigen Zeit ist nicht einfach. War das eine sehr große Herausforderung für dich? Es war eine sehr große Herausforderung in vielerlei Hinsicht. Das erste ist einmal Engelwitz, das ist eine große Gemeinde, mit unseren 30 Ortschaften und 41 Quadratkilometern groß verteilt und ich war immer einer, der gesagt hat, als Bürgermeister oder als Gemeinderatscheid, du musst bei der Bevölkerung sein. Das ist einmal die erste Herausforderung. Die nächste Herausforderung, ich habe das Bürgermeisteramt, wie ich gestartet habe, nebenberuflich noch gemacht. Ich habe meinen Beruf ausgeübt und eben die Gemeinde- und Bürgermeistertätigkeit und das über fast eineinhalb Jahre. Also sehr fordernd, besonders fordernd für die Familie, die mich aber sehr gut unterstützt hat. Und die dritte größte Herausforderung war dann in die Fußstapfen meiner Vorgänge zu treten, denn Bürgermeister Buchmeier schon und dann sein Nachfolger Hans Schimbeck waren ja eine Institution in der Gemeinde. Ich denke nur, Hans Schimbeck war 24 Jahre Bürgermeister und das zu übernehmen ist schon eine sehr große Fußstapfen. Aber ich glaube, jeder muss seinen eigenen Weg gehen und das habe ich auch dementsprechend gemacht. Was war in deiner Amtszeit die unangenehmste und was war die angenehmste Erfahrung in den elf Jahren? Das ist nicht nur immer ein Punkt, sondern es sind mehrere. Unangenehm war sicher die Zeit Corona. Dieser Lockdown, nicht mehr bei den Leuten sein zu können. Das Geschehen in der Gemeinde ist zusammengebrochen eigentlich. Man hat sich natürlich mit unterschiedlichen technischen Mitteln dann verständigt. Aber ich bin einer, der halt sehr viel persönliches Gespräch will und wünscht. Und das war nicht möglich. Und das war wirklich das Unangenehmste. und wünscht ja und das war nicht möglich und das war wirklich das unangenehmste was auch unangenehm war es dann oft entscheidungen zu treffen die du eher ja gesagt hättest aber eben vorgänge gänge wie gesetze und verordnungen dich zu einer anderen entscheidung oder zu anderen mitteilungen gezwungen haben das sind unangenehme sachen und die hat es in verschiedenen bereichen gegeben natürlich gibt es dann wieder die sehr, sehr angenehmen Sachen. Und was angenehm war, ist das, was wir in diesen 11 Jahren Bürgermeistertätigkeit geschaffen haben. Denke nur an den Neubau der Volksschule in Schweinbach. Das war sicher ein Highlight, ein Bau mit sage und schreibe 10 Millionen Euro circa, das auch zeitgerecht und auch finanziell dementsprechend abzuschließen, ohne extreme Kostensteigerung. Also das war schon ein sehr positiver Effekt. Was wir noch geschaffen haben, ist natürlich für unsere Feuerwehren die Fahrzeuge, dann die Feuerwehrhäuser dementsprechend ausgestattet und saniert, modernisiert. Also das war sehr gut. Ein wichtiger Faktor in der Gemeinde war für mich immer die Wasserversorgung. Wasser, ein kostbares Gut, Trinkwasser und die eigene Wasserversorgung in der Gemeinde aufrecht zu erhalten mit dem Bau eines weiteren Brunnens und dem Bau des großen Hochbehälters immer in 2000 Kubikmeter Trinkwasser, die dort in Zingising vorrätig sind, um die Sicherheit der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde herzustellen. Natürlich war dann ein Argument auch von mir in der Gemeinde, was tun wir, wenn unser Wasser aus irgendwelchen Gründen plötzlich weg ist oder weniger wird, haben wir dann zusätzlich eine Notwasserversorgung aus der Stadt Linz gebaut. Die Stadt hat einen Vertrag mit der Stadt Linz und dort im Endeffekt, die können uns fast 70 Prozent unseres Trinkwasserbedarfs in der Gemeinde liefern. Das sind schon schöne Sachen. Also dort hat man Sicherheit und wir sind besonders stolz auf unsere Wasserversorgung.