Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Frosin. Heute widmen wir uns der Salzkammer Pride, die am 29. August in Bad Ischl stattfinden wird. Ich habe heute zwei Gästinnen zum Thema eingeladen, die sich jetzt vorstellen werden. Bitte, wer seid ihr und was macht ihr in Bezug auf die Salzkammer Pride? Ja, hallo, ich bin die Jaric Cristina, bin von Beginn an dabei. Also wir haben 2024 in unserem Kulturhauptstadtjahr die erste Salzkammer Pride in Bad Ischl veranstaltet und haben uns darauf eingestellt, vielleicht auch nur zu zehnt mit einem Lortawagal durch Ischl zu gehen. zu zehnt mit einem Leiterwagerl durch Ischl zu gehen. Es ist dann ein bisschen anders gekommen. Es sind dann beim ersten Mal gleich ein paar tausend Menschen gekommen. Genau. Und ich bin jetzt eben seit das dritte Jahr dabei eben bei der Salzkammer Pride und engagiere mich für LGBTIQ plus Sichtbarkeit vor allem im ländlichen Raum. Fein, fein. Ich bin die Verena Heidel, komme aus Münster, bin seit dem letzten Jahr im Organisationsteam von der Salzcommer Good Pride. Im ersten Jahr habe ich mit einem Jugendprojekt dabei sein dürfen, was im Zuge der Kulturhauptstadt Videobeiträge gemacht hat. Und das war eigentlich mein erster Pride, mein erster Pride, auf der ich war. Und habe sofort Gefallen gefunden an die Leute, die dabei waren, an der Stimmung. Mir hat das so gefallen, wie sich die Jugendlichen einbracht haben, was für einen Spaß gehabt haben und war für mich dann im letzten Jahr keine schwierige Entscheidung, ins Orga-Team einzusteigen. Super, das klingt sehr schön. Jetzt frage ich euch eh gleich, also ihr habt mir jetzt eigentlich eine Frage vorweggenommen, was so die Anfänge der Salzkammer Pride waren, aber ich frage einfach einmal anders, wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine Salzkammer Pride zu machen? Also die Anfänge liegen im Projekt Salzkammer Queer. Das ist ein queeres Community-Building-Projekt, das wir während der Kulturhauptstadt Europas bei der Ischgl-Salzkammer gut gemacht haben. Da waren das Frauenforum und der Verein Insel Frauen- und Mädchenzentrum als Trägervereine drinnen. Ich war damals für das Programm für die Kulturhauptstadt verantwortlich eben für die Gender Diversity Themen und dieses Queere Community Building Projekt, wir haben dann Salzkammer Queer Stammtische gemacht in der ganzen Region im Salzkammergut, wo sie eben queere Personen treffen und vernetzen können. Und wir haben auch, also aus dem haben sie auch Themenbereiche entwickelt, wo sie eben unter einem Thema zum Beispiel Personen treffen können, unter einem speziellen. Und aus diesem Community-Building-Projekt und aus diesen Salzkammer-Queer-Stammtischen hat sich dann einmal die Idee entwickelt, wir könnten ja die erste Pride-Parade im Salzkammergut machen. Es gibt es immer mehr im ländlichen Raum, aber es ist immer noch ein revolutionärerer Akt, gerade am Land Pride-Paraden zu veranstalten. Und dann haben wir 2024 ziemlich blauäugig und chaotisch begonnen, die erste Pride-Parade im Salzkammergut zu entwickeln und haben dann auch recht schnell gute UnterstützerInnen gehabt, zum Beispiel Tom Neuwirth aka Conchita, die uns unglaublich unterstützt und den Rücken stärkt nach wie vor. Conchita ist so unterstützend gewesen auch in diesem ganzen Prozess, weil sie eben sagt, am Land, bei den Pride-Paraden, da geht es noch um etwas. Und so quasi, ich bin für euch da und stärke euch da. Und das ist natürlich total wichtig. Was auch noch wichtig ist und was vielleicht eine Überleitung zu dir Verena sein könnte, ist, dass das einfach nur funktioniert, weil wir wirklich um die 150 ehrenamtliche, helfende KünstlerInnen, AktivistInnen, UnterstützerInnen haben, die das mit uns gemeinsam auf die Beine stellen. Das stimmt, ja. Und vor allem auch so im heutigen oder heurigen Pride. Also es gibt kaum einen Künstler, Künstlerin, wo man groß um Honorar oder um ein Budget diskutieren muss. Also da ist eigentlich von Anfang an klar, sie sind dabei, egal was dann unterm Strich ausschaut, weil es natürlich für uns auch immer bis zum Schluss schwierig ist mit SponsorInnen und das macht es natürlich viel spannend, viel lustig auch zum Arbeiten, weil man bei jedem die Motivation, die Energie gespürt, dass sie auch dabei sein wollen. Ja, das glaube ich. Wie geht es euch da vom Orga-Team, so die Salzkammer Pride zu begleiten? Das muss ja eine wahnsinnig aufregende Zeit eingehen, oder? Ja, es ist ganz spannend. Also ein großer Teil von meiner Aufgabe war jetzt in den letzten Wochen und Monaten eben Sponsoring aufzustellen und wir haben wirklich viel überlegt, wem schreibt man an, wo macht es Sinn und natürlich fängt man mal im Bekanntenkreis an. Und das war ganz lustig, auch welche Leute einfach zustimmen und zusagen und sagen, man habe ich noch gar nicht gewusst, dass es Pride gibt, sicher helfe ich euch da mit und natürlich bin ich dabei. Und das motiviert einfach voll. Wir machen viel Absagen, machen auch Zusage, wie der Wett, würde ich jetzt mal sagen. Absagen macht dann auch eine Zusage wieder weg, würde ich jetzt mal sagen. Welche Herausforderungen habt ihr persönlich erlebt in der ganzen Organisation, in dem Prozess? Also bei den Anfängen, aber auch bis heute, weil einfach jedes Jahr trotzdem wieder ein bisschen anders ist. Ganz am Anfang war tatsächlich die Frage 2024, wie reagieren die Salzkammergurtlerinnen und Salzkammergurtler oder die Ischler und Ischlerinnen. Und weil man ja auch nicht weiß, welche Machtkämpfe da dann auf so einem Thema ausgetragen werden, also gerade eben auch von konservativer Seite oder von politischen Parteien rechts der Mitte. Das heißt, da waren wir eben schon durchaus interessiert und vielleicht auch ein bisschen nervös, wie das wird beim ersten Mal. Und wir waren dann aber sehr positiv überrascht. Also es waren, weil man ja im Salzkammergurt nicht zuletzt vom Fasching gewohnt ist, dass man einfach sich Paraden und Umzüge anschaut und da mitfiebert und mitmacht und das cool findet. Also das ist irgendwie ein Habitus, den wir im Salkammergut schon ganz gut geübt haben. Und die Leute waren tatsächlich total gut drauf. Wir haben so viele ZuschauerInnen gehabt, wie wir sonst niemals gedacht hätten. Es sind wahnsinnig viele von Dedi, also auch von den Ischler und Ischlerinnen und anderen Gemeinden, die zugeschaut haben, die haben sich dann zum Teil auch der Parade angeschlossen. Das Stadtbild war so, dass einfach zum Beispiel Leute von Balkonen runtergeschaut haben, runtergewunken haben. Es haben uns Personen unterstützt oder auch Firmen unterstützt, von denen wir es uns nie gedacht hätten, die dann auch Regenbogenflaggen ausgehängt haben und wie Verena vorher schon erwähnt hat, wenn dann vielleicht eine negative Rückmeldung ist, kommen 100 Positive, die das aufwiegen und vor allem kommen halt ganz viele queere Personen aus dem Salzkammergurt auf uns zu und bedanken sich auch bei dem riesigen Orga-Team, wie gesagt, ich habe es eh vorher schon erwähnt, um die 150 Personen sind es, die einfach das möglich machen, dass es diese Pride-Parade gibt in Bad Ischl. Die bedanken sich bei uns und sagen, endlich gibt es Sichtbarkeit für Queerness im Salzkammergurt. Und wir haben dann auch zum Beispiel eine Bühne im Sissi-Park, wo eben queere Künstler und Künstlerinnen sichtbar werden können, weil diese Bühnen gibt es im Salzkammergurt sonst nicht. Das gibt es eben bei uns einmal im Jahr, dabei erst einmal im Jahr. Und das ist uns wichtig, dass dieser Raum geöffnet wird. Voll gut, ja. Bin ja auch Befürworterin auf jeden Fall. Was waren denn so eure Highlights in den letzten drei Jahren? Ich fange jetzt einmal an. Ich springe jetzt wieder zurück ins erste Jahr, wo ich eben im Jugendprojekt der Kulturabstatt mit dabei war. Da haben wir eben, ich wiederhole es jetzt einmal ganz kurz, Videobeiträge gemacht und ich bin mit einem vierköpfigen Team, drei Mädels, ein Bursche, so war es, nach Ischl gefahren und habe es abgeholt und das Erste, was einer gemacht hat, war, dass er für uns alle Armbänder ausgeteilt hat, weil er hat jetzt recherchiert und hat Armbänder geknüpft in allen Pride-Flaggen, die es gibt. Und die waren so motiviert und so bei der Sache und das hat mir so einen Spaß gemacht, weil sie es selber so genossen haben. Ohne Vorurteil, ohne dass es einen komischen Blick gegeben hat. Ich habe nämlich gedacht, jetzt fahren wir da hin und habe natürlich gewusst, was auf uns zukommt und habe mir schon gedacht, hoffentlich können sie sich auf das einlassen. Und das war überhaupt kein Thema. Und das hat mir dann auch wieder gezeigt, wie falsch eigentlich meine Denkweise in dem Fall war, dass ich mir so angemacht habe, wie wird das, wenn ich mit ihr auftauche? Schauen sie einfach die Leute komisch an oder verhalten sie sich unpassend gegenüber? Das waren einfach trotzdem so Gedanken. Ich will es jetzt gar nicht so ins Detail aussprechen, weil es mir eigentlich selber ein bisschen zu blöd ist, dass ich es so gedacht habe. Aber das war für mich ein riesengroßes Highlight. Und dann sind sie zu viert oben gestanden am Pride-Wagen und haben das voll mitgefeiert. Ich habe die Kamera übernehmen dürfen, in dem Fall habe ich gesagt, feiert's, habt euch einen Spaß und ich werde ein bisschen Videomaterial sammeln. Und das war schon toll. Und es gibt natürlich noch viel, viel mehr Highlights, aber das ist eins, was ich jetzt mitteilen würde oder mit euch teilen würde. Klingt voll schön. Super. Und bei dir? Für mich ist die Gemeinschaft eigentlich, also das haben wir jetzt die letzten zwei Mal, oder eigentlich beim dritten Mal merkt man es jetzt auch schon, wo wir ja voll in der Planung jetzt drinnen sind, es entwickelt sich einfach so ein Netzwerk und es entwickeln sich tragfähige Verbindungen. Und gerade im Kulturbereich sind die Beziehungen untereinander so wichtig. Und es gibt auch so eine Perspektive, die mich recht beschäftigt in letzter Zeit recht beschäftigt. Das ist Beziehung über Methode. Man kann noch so gut alles professionell planen und noch so gut marketingtechnisch alles aufstellen und total arg in die Werbung gehen. Aber wenn die Beziehungen zur Community nicht passen, dann wird man keinen Freude mit der Veranstaltung haben oder keinen Freude mit der Pride-Parade haben oder auch bei anderen Sachen. Und solche Höhepunkte der Sichtbarkeit, sage ich jetzt einmal, wie es bei so einer Pride ist oder wie es bei uns auch bei der Salzkammer Pride ist, das ist ein geballter Tag, wo einfach ganz viele Personen, die für das gleiche Thema einstehen, und zwar im Queerness am Lounge sichtbar machen und LGBTIQA-Plus-Rechte fokussieren. auch überregional. Wir haben zum Beispiel Drag Queens aus Berchtesgaden auch dabei, die Morita Maschinella und die Lilly Hightower auch wieder. Und ja, auch von anderen Städten, Regionen, von der In-Viertel-Pride, die KollegInnen helfen tatkräftig auch bei uns mit, immer wieder. Wir unterstützen uns gegenseitig. Es hängen zum Beispiel jetzt gerade unsere Salzkammer Pride Regenbogenflaggen in Ried. Also auch symbolisch unterstützen wir uns da gegenseitig. Und wie gesagt, gerade am Land ist es einfach immer noch ein bisschen revolutionärer, dass man die Queerness laut in der Öffentlichkeit sorgt. Da müssen wir zusammenhalten. Ja. Wie schaut denn heuer die Route aus? Könntest du uns da schon ein bisschen was verraten? Die Route ist gleich wie in den letzten beiden Jahren. Wir treffen uns am Samstag, 29. August um 13 Uhr vom Postgebäude in Bad Ischl. Das ist unweit vom Bahnhof, gleich da bei dem großen gelben Postgebäude in Bad Ischl. Das ist unweit vom Bahnhof, gleich da bei dem großen gelben Postgebäude. Da werdet ihr dann schon die Musik von unserem Pride-Wagen hören. Da sammeln wir uns und freuen uns auch, wenn bald schon Leute da sind, weil da kann man nur ein bisschen quatschen und es ist dann auch Presse da zum Beispiel und man kann sich ein bisschen vorbereiten und einstimmen und um 14 Uhr startet dann die Parade offiziell. Dann nehmen wir den Weg durch die Stadt, über die Kaiser Franz Josef Straße, über den Kreuzplatz und über die Wierer Straße Richtung Esplanade dann und das Pride Village wird dann im Sissi Park sein. Fein, fein. Was ist denn so das Programm her? Programm ist in der vollen Entwicklung. Oder was? Fangen wir mal mit dem an, das wollen wir schon wissen. Wir sind dann ca. um 15 Uhr im Pride Village oder sagen wir 15.30 Uhr und da wird dann unser Bühnenprogramm starten. Wir haben schon ein paar tolle Künstler und Künstlerinnen eingeladen. Mama Frieda wird wieder dabei sein, wie auch die letzten zwei Jahre. Ich will mir noch mehr verraten. Ja, wir haben eine coole Headliner-Person, die auflegt für uns. Als er erste Act. Ich würde es nicht verraten, wer das ist. Ja, ich glaube, das wird noch die Überraschung sein. Also wir würden auch da einladen, uns auf unseren Kanälen zu folgen. Auf Instagram, Salzkammer Pride. Und genau, wir werden das jetzt dann in den nächsten Tagen veröffentlichen. Wir haben auf jeden Fall ein tolles kulinarisches Angebot. Ich wechsle jetzt einfach mal das Thema weg von der Bühne. Was ist das Programm? Good Drug wird dabei sein, mein Essen ist dabei, wir werden heuer den Getränkestand, also die Salzkammer Pride wird den Getränkestand schubsen. Schauen wir mal, wie es uns geht. Wir sind top motiviert. Okay, ja, cool. Das haben wir uns heuer getraut. Wir haben auch Kinderprogramm. Es wird die Möglichkeit geben, dass wir, genau, viel Glitzer, wie es mal gesagt wurde, schminken. Also bestimmt was für Kinder und auch Ältere dabei wird, ich nehme es ausschließend. Also bestimmt was für Kinder und auch Ältere dabei. Ich würde es nicht ausschließen. Wir haben auch wieder einen Ruhebereich, wo Lesungen stattfinden werden. Da ist zum Beispiel schon fix der Fabian Zindler eingeplant. Der hat auch im letzten Jahr was gelesen. Und nach dem Pride Village werden wir uns alle um 20 Uhr in der Trinkhalle treffen. Zur Aftershow-Party. Ja, sehr cool. Genau, also man merkt es eh, es ist der Samstag eben ein Ganztagesprogramm, eigentlich ab Mittag kann man sagen, mit Parade, Bühnenprogramm und Aftershow-Party in der Trinkhalle. Und das sagen wir jetzt auch noch, weil heuer ist erstmalig eigentlich, dass wir zwei Tage Programm haben. Wir starten nämlich schon am Freitag mit einem Vorprogramm. Da machen wir mit dem Verein Queer Tactics gemeinsam im Kulturverein Kino Ebensee ein Filmscreening. Es wird jährlich der Kurzfilmpreis Goldene Medusa vergeben für queere Kurzfilme. Da werden die Filme gezeigt in Screenings. Kurzfilmpreis Goldene Medusa vergeben für queere Kurzfilme. Und da werden die Filme gezeigt in Screenings, dann gibt es Filmgespräche und nachher gibt es dann noch eine kleine Pre-Party im Kino Ebensee. Das ist am Freitag davor. Also auch für Personen zum Beispiel, die das ganze Wochenende im Salzkammergurt verbringen wollen. Und dann am Samstag haben wir das Hauptprogramm. Und ich verrate jetzt trotzdem einfach die Headliner-Person im Pride Village am Samstag. Und zwar wird Mavi für uns auflegen. Sehr coole Vibes und genau, die Gruppe Krampussi wird auch dabei sein. Du kannst vielleicht an die Verena mehr Details dazu sagen, ist eine Performance-Gruppe. Genau, also Krampussi gibt es mittlerweile seit drei Jahren. Es hat angefangen mit einem einwöchigen Workshop, wo es einfach um die Auseinandersetzung mit der Krampus-Tradition geht, aus feministischer Sicht. Es wird einfach von ein paar Seiten sich angeschaut und es gibt eben, wir machen zum Beispiel einen Schnitz-Workshop, wo Krampus-Masken geschnitzt werden. Im letzten Jahr ist auch eine Maske aus Pappmaschee gefertigt worden. Da ist auch eine Maske aus Pappmaschee gefertigt worden. Es gibt Performance-Workshops, ganz unterschiedliches Programm, ganz bunt, immer mit verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen. Und das findet eben heuer zum dritten Mal statt, findet immer im Hotel Lord Münster statt. Und genau, die werden sich heuer Mitte August vorbereiten auf die Pride und dann beim Umzug mit dabei sein. Auf der Hauptbühne sind sie gar nicht, beim Umzug sind sie mit dabei. Sie werden sicher auch mal auf die Bühne kommen. Ja, sie präsentieren. Genau, und sie präsentieren mit ihren Kostümen, mit einer Performance. Ja, das klingt ja voll vielsagend. Toll. Was man vielleicht auch noch dazu sagen, weil es großen Linz-Bezug gibt, seit letztem Jahr dabei und heuer auch recht prominent in unser Programm verwoben wird Alice Moe aka Eric Bicklitt sein, die ja einfach Vorreiterin ist in der Drag-King-Szene. Also auf das sind wir auch sehr stolz, dass wir da Eric Bicklitt einfach in unserem Programm drinnen haben dürfen wieder. Und es macht einfach Spaß, mit so vielen tollen, kreativen Personen zusammenzuarbeiten. Und wenn ihr zum Beispiel freies Radio Salzkammergut hört, kennt ihr die Flora Winter. Als Radio Salzkammergut-Herz kennt sie die Flora Winter. Die wird heuer erstmalig mit einer fünfköpfigen Band auftreten. Ihre Sendung im freien Radio Salzkammergut heißt Flora, das zauberhafte Wintergarten. Genau, und die ist immer als Schreibende und als Musikerin, also musizierende Person tätig. Und die Sarah Merzbach, die auch letztes Jahr schon sich auf die Bühne gewagt hat. Diese junge Poetry-Slammerin, die auch wieder Texte mit dem Publikum teilen wird. Ja, also eh sehr reichhaltig. Wir haben Drag-Performances, wir haben Konzerte, wir haben Auflegereien. Es wird ein toller Tag werden. Das ist bestimmt. Nächstes Jahr machen wir ein Drei-Tages-Programm. Ich merke das schon. Das wird ein toller Tag werden. Das ist bestimmt. Nächstes Jahr machen wir ein Dreitagesprogramm. Ich merke das schon. Fantastisch. Dann machen wir am Sonntag danach ein Drag Brunch. Und ein bisschen Frühschoppen. Wie sieht das doch gerne aus. Drag Brunch mit Frühschoppen. Es könnte sehr gerne am Sonntag in Sissi Park kommen, aufräumen ab ich würde sagen 11 Uhr. Mit Klo putzen. Wobei, nein, Klo putzen ist Chefinnensache bei uns. Aha, das ist super. Wenn nicht gut, ja. Ja, danke für die ausführlichen Informationen. Das ist natürlich schon wichtig, dass man weiß, was so los ist. Ja, jetzt noch einmal so die Frage, warum ist es wichtig, dass gerade am Land eine Regenbogenparade gibt? Ich glaube einfach, dass es wichtig ist, dass einfach queere Personen eine Bühne kriegen, also dass man auch den Gedanken verbannt, dass das nur in Städten gibt. Nein, es ist nicht so. Queere Personen leben auch im Land. Und man spricht immer ganz viel über Mut und über Bühnen. Und ich finde einfach, solange man das so beschreiben muss, solange es Mut braucht, um so zu sein, wie man ist, braucht es einfach ganz wichtig Regenbogenparaden, Veranstaltungen, wie die auch immer ausschauen. Und das ist einfach mir persönlich ganz wichtig. Also ich habe selber zwei Kinder, die zwar eh sehr mutige Mädels sind, aber ich merke es auch im Freundeskreis oder in ihrem Umfeld, dass da einfach mehr Präsenz auf jeden Fall nur notwendig ist, um das Ganze einfach, um es nicht nur selbstverständlich zu machen, sondern man darf einfach keinen Gedanken meiner Meinung nach daran verschwenden. Ist ein Outing jetzt passend? Sollte ich noch warten? Auf wen muss ich Rücksicht nehmen? Macht man ja auch nicht, wenn man die Berufswahl verkündet. Absolut. So soll es bei dem auch sein. Das ist meine Meinung. Ich habe schon viele Diskussionen über das geführt, auch in der Region, weil mich dann eben auch Personen fragen, wieso braucht es denn das? Wir machen ja kein Hetero Pride. Und ich sage dann einfach, schau, wenn wir die perfekte Gesellschaft schon hätten und das überhaupt kein Thema wäre, was für ein Label jetzt auf dich drauf biegt, dann braucht man das auch nicht. Aber nachdem wir eben die perfekte Gesellschaft nicht haben und vielleicht auch nie haben werden und nachdem wir eigentlich gerade in so einem Transformationsprozess sind, wo man eben diese Haltepunkte braucht von einem Label, von einer Geschlechtsidentität oder von einer sexuellen Orientierung oder vom Ausleben, vom eigenen Lebensentwurf, kann eben sowas wie ein Pride oder Salzkammer Pride am Land auch so einen Brave Space anbieten. Also wirklich einen Raum, in dem man sich trauen kann, so zu sein, wie man ist. Sehr schön. Jetzt habt ihr mich schon wieder ein bisschen vorweggenommen, aber meine nächste Frage wäre jetzt gewesen, was ist denn so euer Motto, mit dem ihr arbeitet? Was motiviert euch oder was gibt euch die Kraft? Also unser Slogan ist, wir sind queer, wir sind da, gewöhnt euch dran. Werden wir auch bei der Salzkammer Pride dann des Öfteren hören. Ist auch gut, wenn man es über das Radio einmal hört, weil wenn wir es mit dem Megafon um uns herum schreien, verstehen wir es manchmal nicht so gut. Also bitte merken, wir sind queer, wir sind da, gewöhnt euch daran. Ja, da ist eigentlich fast nichts mehr hinzuzufügen. Wie ich vorher schon gesagt habe, es geht einfach um die Selbstverständlichkeit, die mir ganz wichtig ist. Und ich glaube, das bringt der Slogan ganz gut um. Genau. So jetzt meine abschließende Frage noch. Was würdet ihr der jüngeren Generation so gerne mitgeben auf dem Weg? Scheiß dir nichts, dann feiert dir nichts. Super. Wirklich viel Glück. Ja, wieder die Selbstverständlichkeit. Seid so, wie ihr seid. Verstört euch nicht. Es wird nichts passieren, im besten Fall. Ganz im Gegenteil. Meistens geht man besser und einfacher durchs Leben, wenn man ehrlich zu sich selber ist. Genau, und wenn es Unterstützung braucht, wenn man da Hilfe braucht einfach, was ja einfach immer nach wie vor so ist, weil manchmal eben die Umstände schwierig sind, dass man sich outet oder dass man eben den Lebensentwurf so lebt, wie man gern möchte. Also speziell im ländlichen Raum ist einfach die soziale Kontrolle dann doch nochmal höher als in der Stadt. Dann gibt es eben Organisationen, die da sind für Hilfesuchende beziehungsweise für Personen, die Beratung suchen. Und auf der Salzkammer Pride gibt es auch zum Beispiel Stände von Organisationen, die eben queere Personen in ihrem Werdegang unterstützen. Und da sind eh die Hosi Linz, wir sind ja gerade beim Büro vorbeigefahren, wie wir zum freien Radio eben eingefahren sind. Also Hosi ist da eine gute Anlaufstelle. Dann auch noch weitere andere queere Organisationen. Salzkammer Queer ist auch eine Organisation vor Ort, wo man andocken kann, wo man regionale Vernetzung suchen kann, wo man auch Wissen teilen kann. Also gerade so Wissen über Geschlechteridentitäten, über sexuelle Orientierung, über Lebensentwürfe. Wenn man da struggelt damit, dann gibt es da Personen, die sich gut auskennen, die auch weiter vernetzen. Voll wichtig, ja. Wie kann man euch noch einmal kontaktieren? Vielleicht würdest du das auch noch einmal kurz sagen? Wir haben eine Website, wo man eigentlich die ganzen Informationen findet. Das ist www.salzkammerqueer.at und da gibt es dann eine untere Rubrik zur Salzkammer Pride-Seite, aber eben zum Community Projekt und auch zur Pride über www.salzkammerqueer.at Super. Ja, dann sage ich einmal vielen Dank für das Interview. War super spannend. Und ja, wir freuen uns auf die Salzkammer Pride am 29. August. Danke. Schönen Tag noch. Danke. Dankeschön. Ebenso. Schönen Tag. Ciao.