Hallo, ich spreche heute mit Herrn Dr. Thomas Quinton. Er ist Mediziner, Kardiologe, Internist, auch Allgemeinmediziner und er ist Gründungsmitglied der Organisation Health for Future. Gesundheit für die Zukunft, müssen wir nicht jetzt auch gesund sein? Warum speziell für Future? Zukunft, müssen wir nicht jetzt auch gesund sein? Warum jetzt, warum speziell For Future? Genauso wie die Scientists hat sich jetzt For Future gegründet, um die Fridays zu unterstützen, weil der Gesundheitsbereich ein Riesenbereich ist. Die WHO spricht schließlich davon, dass der Klimawandel wahrscheinlich die größte Gesundheitsherausforderung des 21. Jahrhunderts werden wird, eigentlich schon ist, wenn man sich die Daten anschaut. Und dementsprechend bin auch ich zu Health for Future gekommen, weil ich habe ja prima versucht, bei den Scientists irgendwie anzutoppen, weil mir diese Thematik wichtig erschien. das irgendwie anzutoppen, weil mir diese Thematik wichtig erschien, bin ich bei den Health for Futures gelandet, die sozusagen alle Gesundheitsberufe untereinander vereinigen und dieses Thema eben mit diesem besonderen Blick auf Gesundheitsaspekte des Klimawandels im Auge zu haben. Beim Klimawandel denkt man zuerst natürlich, es wird heißer. Aber das ist ja nicht das Einzige, dass es heißer wird. Es gibt mehr Feuchtigkeit in der Luft, es gibt dadurch mehr Energie in der Luft, es gibt Wetterextreme, die natürlich klarerweise, wenn man bei einer Überschränkung ertrinkt, ist das auch ein Gesundheitsschaden natürlich. Und es gibt auch eine Verschiebung der Klimazonen. Ich glaube, das wirkt sich auch auf Gesundheitsprobleme aus. und als probleme aus ist der klimawandel jetzt wirklich eine größere bedrohung als sagen wir solche pandemien wie kovid oder jetzt das anta virus das hoffentlich keine pandemie wird oder hängen diese pandemien auch wieder mit dem klimawandel zusammen sehr gute stichworte gefallen also wir haben einfach durch den Klimawandel total unterschiedliche Aspekte, die auch teilweise sehr komplex auf Gesundheit wirken. Wir haben die Extremwetterereignisse, eines davon ist die Hitze. Bei uns in Europa zum Beispiel ist die Hitze wahrscheinlich derzeit von den Zahlen, die wir haben, der größte Killer von allen, also von den Zahlen her. Wir sprechen momentan, also wir haben für die Jahre 2022, 23 und 24 jeweils circa um die 60.000 zusätzliche tote Durchhitzeeinwirkung in Europa alleine. Das ist wirklich eindrucksvoll. Nach dem einen Katastrophenjahr 2003, wo es ja 70.000 gab es aber die letzten drei jahre ist von 20 bis 24 sind so ein rad gefahren das ist der eine aspekt der zweite aspekt ist nicht nur die hitze sondern auch in die verschiedenen anderen extremwetter einmal bei der hitze jetzt hört man immer na ja aber dafür gibt es weniger kältetoten. Und das ist ja auch gut wiederum. Das ist grundsätzlich richtig, insbesondere in Europa. In Europa hat es durchaus eine Zeit lang eine Rolle gespielt. Die Anzahl der Kältetoten nimmt kontinuierlich ab. Es gibt ein paar Studien, unter anderem die über die Hitzetoten in Europa, die eine sehr interessante Grafik zeigen. Und das ist halt kein u-förmiger Zusammenhang, was die Temperaturen betrifft, sondern wenn man sich diese Grafiken anschaut, dann haben wir in dem Bereich der kälteren Temperaturen einen relativ flachen Anstieg. Es scheint so eine Idealtemperatur, wo es die wenigsten Toten und auch Erkrankten gibt. Das liegt so ungefähr bei 16 17 grad war sozusagen ein minimum dann gegen kältere temperaturen steigt das allmählich bis zu 0 grad an in den im kälteren range erst bei null grad wird es dann relativ steil und die anzahl der toten und erkrankten steigt massiv an. Auf der warmen Seite, jenseits der 17 Grad, ist die Kurve von Anfang an sehr steil. Frauen sind stärker betroffen als Männer. Das ist auch eine interessante Errungenschaft, die wir aus den Studien sehen. Und es gibt auch sehr unterschiedliche Krankheitsbilder, die betroffen sind sind also ich habe zum beispiel auch eine weltweite studie in circulation gefunden aus dem jahre 24 die zum beispiel zeigt dass patienten mit herzproblemen zum beispiel massiv betroffen sind schlaganfälle herzinfarkte und auch patienten mit chronischer herzschwäche sind ganz ganz massiv betroffen da reden wir teilweise von Erhöhungen der Mortalitätszahlen mit einem Faktor 2,6. Das ist erstaunlich. Ich sage auch den Kollegen dann teilweise wieder, wir haben in den letzten 20 Jahren extrem viel im Rahmen der Herzinsuffizienz vorangebracht an Therapien. Früher war das eine wirklich tödliche Erkrankung, wo 80 Prozent der Patienten nach drei Jahren tot waren. Und diese Errungenschaften, mittlerweile ist das im einstelligen Prozentbereich nach drei Jahren, könnten wir mit ein paar Hitzewellen locker verlieren. Also so dramatisch ist die Situation mittlerweile, zum Beispiel im Bereich der Kardiologie. Was ist alles betroffen durch Hitze? Welche körperlichen Funktionen werden da eingeschränkt oder hören ganz auf? ist. Das heißt grundsätzlich scheinen wir, das passt auch ganz gut zu dieser Kurve von der EV, die ich gerade erzählt habe, scheinen wir für Kalbepisoden eigentlich besser vorbereitet zu sein, als wenn es wirklich heiß wird. Vor allem über das, was wir sonst gewohnt sind. Naja, die letzte Eiszeit ist ja so 12.000 Jahre her. Genau so ist es. Und das können wir auch noch für sich ganz gut. Dazu haben wir das Feuer zusätzlich entwickelt, was uns entsprechend geholfen hat. Bei der Hitze ist unser Hauptmechanismus, den können wir für sich ganz gut, ist das Schwitzen. Das ist ein energieabhängiger Prozess. Das heißt, um schwitzen zu können, müssen wir selbst Energie aufwenden. Wenn wir Menschen rein mechanistisch, physikalisch, auch als Kraftwerk gesehen, dann ist das ein Prozess, wo wir Energie hineinstecken müssen, dass es funktioniert. Das heißt, wir müssen die Hitze aus dem Körperinneren nach außen transportieren. Dafür ist das Blutgefäßsystem und das Blut- und das Kreislaufsystem zuständig. Das braucht natürlich Energie, wenn es das verwehrt macht. Das sind unsere open Haut zum Beispiel, wenn es das verwehrt macht. Das ist unsere Open-Hout zum Beispiel, wenn es heiß ist. Und Schwitzen selber, die Schweißdrüsen zu aktivieren, benötigt ebenfalls Adenosintrifosphat, also ein Energieträger der Biologie. Und zwar gar nicht wenig. Und der gesamte Hitze-Abbauprozess kann durchaus bis zu 30% des des gesamtenergie umsatzes ausmachen wenn es entsprechend warm ist das ist erstaunlich das heißt wenn ich ruhig sitze und es ist heiß verbrauche ich mehr kalorien als wenn ich ruhig sitze in einem angenehmen temperatur jetzt kommt der nächste schritt das ist auch der grund warum wir wirklich von vulnerablen Gruppen sprechen. Und vulnerable Gruppen sind zum Beispiel diejenigen, die grundsätzlich nicht so gut an Hitze angepasst sind. Das sind zum Beispiel die ganz kleinen, also Kleinkinder, Säuglinge. Die haben auch ein anderes Körperoberflächen-zu-Körper-Volums-Verhältnis. Auch die Schweißdosen sind natürlich so ausgestattet. Ältere Patienten über 60, 65, da funktioniert das auch nicht mehr so gut schwangere sind zum beispiel betroffen es sind alle chronisch kranken im prinzip davon betroffen weil wir auf grund ihrer erkrankung entweder zum beispiel ein problem mit der energiebereitstellung haben wie das zum beispiel patienten mit einer chronischen herzschwäche haben mit einer durchblutungsstörung des herzens aber auch patient Patienten mit Lungenerkrankungen spielen eine Rolle. Patienten, die einen Nierenschaden als Vorgeschichte haben, rheumatologische Patienten, Krebspatienten, jeder Patient de facto, der Medikamente nimmt. Medikamente spielen eine ganz eigene Rolle, weil viele Medikamente hitzesensitiv sind und darüber noch erhebliche Probleme machen können. Zum Beispiel Blutdruckmedikamente können massive Probleme machen, Medikamente, die man zur Entwässerung verwendet. Oder auch Medikamente, die die Schweißsekretion beeinflussen, sind sehr viele Psychopharmaka. Die spielen auch eine entscheidende Rolle. Psychiatrische Patienten z.B. aus Fischling und zählen zu den Hochrisikogruppen in Hitzeperioden. Eine weitere Gruppe, die man nicht vergessen darf, sind Leute, die sonst benachteiligt sind, also sozial, die z.B. keine Möglichkeit haben, sich so abzukühlen. Das heißt, wenn ich im städtischen Bereich an großen Straßen lebe, keine vernünftige Kühlung habe, die sind betroffen. Leute, die nicht so leicht davonlaufen können, Menschen mit Behinderungen zum Beispiel, die psychiatrischen Patienten hatte ich schon erwähnt. Und dann sind es natürlich Leute, die berufsbedingt der Hitze ausgesetzt sind. Die darf man natürlich auch nicht vergessen. Das ist aber nicht nur der Bauarbeiter, den jeder vielleicht vor der Nase haben muss, haben wird, sondern das sind zum Beispiel auch Bauern, Leute aus der Landwirtschaft oder Menschen, die auch aktiv sein müssen draußen, wenn sozusagen jeder vielleicht eine Siesta halten kann. Das heißt alle Leute, die im Bereich von Einsatzorganisationen arbeiten und womöglich auch noch Schutzbekleidung tragen müssen aus gewissen Gründen, wie die Feuerwerker, Feuerwehrleute oder Polizisten oder auch Sanitäter und nachher gehen auch Gesundheitsberufe, die rausgehen, um Leute zu betreuen. Das sind Sozialberichter. Die darf man natürlich alle nicht vergessen und die haben halt das Problem auch noch dazu, dass dann auch noch körperlich aktiv dazu sein müssen, was wiederum die Wärmeproduktion ebenfalls noch erhöht. Dann sind ja auch nicht alle Betriebe entsprechend gekühlt oder beschattet und auch nicht die Büros. auch nicht die Büros. Auch die Schulen, ich merke das immer wieder, ich höre das immer wieder in Schulen, dass da natürlich zum Teil in manchen Räumen unglaublich heiß wird. Weil es keine Außenschalosiden haben, weil Klimaanlage sowieso, ich kenne keine Schule, wo es eine Klimaanlage gibt. Muss man vielleicht auch dazu sagen, auch das ist etwas, das vielleicht zu wenig beachtet wird. Es nimmt natürlich, weil das eben so ein energieabhängiger Prozess ist und auch noch bis zu einem gewissen Grad funktioniert, vielleicht sage ich dann nachher noch etwas dazu, bekommen die Leute auch ein neurologisches, echtes Problem. Der Thalamus, das ist eine Hirnregion, die für die Steuerung von gewissen Funktionen zuständig ist, hat sozusagen die Temperaturkontrolle im zentralen Nervensystem und beginnt, wenn es einfach zu heiß ist, gewisse nicht so wichtige Funktionen abzuschalten. Dazu gehören unter anderem auch gewisse hemmende Funktionen im Hirn, was zum Beispiel dazu führen kann, dass vermehrt Aggressionen auftreten. Es gibt mittlerweile sogarituationen schlechter wird in Hitzeepisoden. Und natürlich auch die Lernfähigkeit, da sind wir wieder bei den Schulen, deswegen kam ich darauf. Das heißt, ab Temperatur von 28 bis 30 Grad kann an einen normalen Schulbetrieb, normalerweise gar nicht mehr gedacht werden. Außer Hitze, was gibt es noch für Aspekte, die gesundheitlichen Aspekte des Klimawandels? Ein weiterer Aspekt sind natürlich Extremwetterereignisse, da geht es hauptsächlich um Traumatologie. Das heißt, wenn ich Murrenabgänge habe, Überflutungen habe, Leute ertrinken, werden eventuell verschüttet. Das haben wir in der westlichen Welt eigentlich ganz gut im Griff. Da sinken eigentlich die Zahlen bei derartigen Ereignissen eher. Was anders ist, dass in ärmeren Ländern teilweise erhebliche Todesopferungen von letzten Zahlen dabei auftreten. Was aber sehr spannend ist vielleicht in dem Zusammenhang, das war auch der Grund, warum wir ins Gespräch kamen. Ich bin vor kurzem über eine sehr spannende Studie in den USA gefallen, über einen Beitrag des amerikanischen öffentlichen rechtlichen Fernsehens, PBS. Da haben ein paar Wissenschaftler, Modellierer, Komplexitätsforscher sich angeschaut, die Situation, dass in den USA im Südosten die Mortalität, oder sagen wir so, die Lebenserwartung um zehn Jahre geringer ist als in den Rest der USA. Das war ein Rätsel über Jahrzehnte hinweg, das existiert schon relativ lange. Das konnte sich irgendwie keiner erklären. Natürlich hat er vielleicht ein großer Anteil von schwarzer Bevölkerung, Armut und dergleichen. Und die haben sich eben verschiedene Aspekte davon angesehen und sind dann irgendwie bei tropischen Wirbelstürmen gelandet. Hurricanes. Und haben sich das näher angeschaut und haben sich fast sechs Jahre nicht getraut, die Zahlen, die da rausgekommen sind, zu publizieren, weil sie es zuerst gar nicht geglaubt haben. Und es scheinen die Hurricanes in den USA so etwas wie ein Glockenton zu funktionieren. Was wir bei Extremwetterereignissen sehen, ist immer der Anschlag. Das ist recht laut, da zucken alle zusammen, aber jede Glocke klingt lange nach. Und dieser Nachklang von diesen Hurricanes scheint in den USA 10 bis 15 Jahre zu dauern. Das heißt, die haben sich von 1950 bis glaube ich 2019 die Todeszahlen in gewissen Arealen angeschaut, das ist entsprechend verglichen, die nicht mit Hurricanes betroffen waren und haben neben den 24 Toten, die im Schnitt jeder Hurricane gefordert hat, dann auf einmal eine Todeszahl von 11.000 gefunden. Das heißt, das 300-fache der Fond. Und wenn man das von den 1950er Jahren bis 2019 zusammenzählt, kommt man auf die unglaubliche Zahl von 3 bis 5 Millionen zusätzlichen Toten infolge dieser Hurricanes. Ja, aber wie geht das genau jetzt über die Hurricanes hinweg? Also beim Hurricane natürlich, wenn er Haus einspürt, gibt es Verletzungen, Klappspote und so weiter. Aber dann Spätfolgen von Verletzungen oder was ist das? Es ist leider Gottes viel einerseits banal und anders kompliziert sie erklärten sich dazu da muss man sich sicherlich noch weitere studien anschauen aber jeder haare kein hinterlässt was ich für infrastruktur schicken das bedeutet dass die öffentliche hand geld in die hand nehmen muss, um diese Dinge zu reparieren. Geld, das für andere Dinge nicht vorhanden ist, wie zum Beispiel Bildung und Gesundheitswesen. Ein zweiter Aspekt ist, dass auch die Leute, die unmittelbar betroffen sind, wenn er seine Garage das dritte Mal wegräumt und ich die immer wieder aufbauen muss, habe ich kein Geld für Gesundheitsvorsorge, für Bildung und derartige Dinge. Oder denken wir zum Beispiel an die Schlutkatastrophe, die wir jetzt in Österreich hatten, wo es zu einem massiven Schimmelbefall kam, weil ich natürlich lauter Masse Häuser hatte, die natürlich langfristige Gesundheitsschädelungen bedeuten. Yes, that's very exciting. It shows how healthitsamt den Viren, die sie übertragen. Genau, wir haben zwei Komponenten. Die eine Komponente ist, dass wir wirklich invasive Arten bekommen. In Europa ist das vor allem die asiatische Rieszecke die uns da gewisse sorgen bereitet dass die zweite geschichte sind ist die tigermücke also aedes populationen die mittlerweile bei uns in österreich durchaus heimisch sind im flachland also in gra, Linz findet man das mittlerweile überall. Und damit einher kommen auch gewisse Erkrankungen, die ursprünglich ja als Ersttropenerkrankungen galten. Westnilfieber scheint sich schon längere Zeit in Avoparich gut auszubreiten. Also eine Erkrankung, die meistens relativ harmlos verläuft, aber in seltenen Fällen 1 zu 150 dann doch schwere neurologische Probleme machen kann. Dengue ist etwas, die Knochenbrecherkrankheit ist etwas, was wirklich im Vormarsch ist. Das ist mittlerweile definitiv bis in Italien, also knapp vor dem Alpenraum, also in den Südalpen steht das derzeit, das wartet darauf einzelne fälle hatten wir schon die wirklich in der gehen war diese eingeschleppt waren die kongruen scheint momentan sich relativ schnell fast schneller noch auszubreiten ebenfalls eine erkannte eckenhausen trocken kommt sicher dass wir erkannten von brasilien mit den problemen von der schwangeren auch da gibt es mittlerweile episoden dann das krim kongo heimische fieber was auch über diese riesenzecken primär offensichtlich verbreitet wird wir bekommen in der sieten, die Allergien vermitteln. Ragweed, Ambrosius ist ein Thema, auf das sehr viele Leute deutlich allergisch reagieren. Im Rahmen des Klimaanwaltes haben wir, wo ja auch in der letzten Präsentation des Sachstandsberichts berichtet wurde, dass neue Pflanzen versucht werden auch zu kultivieren, die besser bei uns zur Hand kommen. Eine dieser Pflanzen ist die Olive, der Olivenbaum. Aber der Olivenbaum ist allergologisch im mediterranen Raum, was bei uns die Birke ist. Das heißt, wenn wir jetzt anfangen, die Oliven hier zu kultivieren, müssen wir durchaus entsprechende Allergien mit Oliven, die alle Oliven assoziiert sind, damit rechnen, dass die kommen. Das heißt, diese Gesundheitsbedrohung durch den Klimawandel ist erstens ein gutes Motiv, alles zu tun, um den Klimawandel einzubremsen, ist erstens ein gutes Motiv, alles zu tun, um den Klimawandel einzubremsen, ist aber auch, macht aber auch notwendig, sich anzupassen an diese Gefahren und welche Anpassungsmöglichkeiten gibt es denn da? Also woran ich jetzt als erstes denke, ist das ganze Gesundheitswesen. Ich glaube, die Ärzte müssen viel dazulernen eigentlich. Ja. Und die Ärztinnen. Also wir müssen die neuen Krankheitsbilder kennenlernen. Das ist das eine. Da ist Schulung gefragt. Wir sind aber als Gesundheitssystem zum Beispiel auch selbst gar nicht so wenig an der Problematik beteiligt. Die Emissionen des österreichischen Gesundheitssystems tragen zu 7% an den Gesamtemissionen des Österreichs teil. Das heißt, das ist gewaltig. Wir müssen uns grundsätzlich wahrscheinlich überlegen, ob wir medizinisch komplett anders auch denken, weil wir müssen auch das Gesundheitssystem massiv desfossilisieren.. Das heißt Mitigationsmaßnahmen auch innerhalb des Gesundheitssystems machen. Was durchaus Hand in Hand auch geht, wir sprechen nicht von Mehrfachbenefits oder Win-Win-Win-Situationen. Weil wenn wir das machen, können wir vielleicht auch bei manchen Dingen die Patientenversorgung erheblich verbessern das heißt nicht dass wir deswegen schlechter werden müssen und wir müssen natürlich differenziert auch schauen dass wir sozusagen die adaptationsmaßnahmen primär für die machen diese am dringendsten brauchen das sind die die vulnerablen Gruppen. Das heißt, wir müssen diese identifizieren und auch konkret dann entsprechend für die Maßnahmen setzen, um die Situation, vor allem wenn es akut wird, zu verbessern. Das alleine wird aber bei Gott nicht ausreichen, die auf uns zukommenden Probleme in den Griff zu bekommen. Also Mitigationsmaßnahmen sind super, super wichtig. Wir müssen Medizin neu denken. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir in Win-Win-Situationen Dinge wie Planetary Health Diet, Ernährung ist ein riesen Gesundheitsfaktor, wir könnten die Bevölkerung deutlich gesunder gestalten, wenn wir unseren Fleischkonsum einschränken würden, muss nicht komplett verzichten, aber zumindest einschränken würden. Wenn wir auch bei dem, was wir sonst nahrungsmittelmäßig kaufen, nach der Rede regional, saisonal, bio gehen würden. Das tut auch unseren Bauern zum Beispiel gut. Werfach wins. Kann auch durchaus dann sehr kosteneffizient sein. Verbessert auch die Gesundheit der Menschen und reduziert die Emissionen. Ein weiterer Aspekt ist zum Beispiel die Mobilität. Ich bin ein großer Verfechter der aktiven Mobilität, das heißt, wo es immer geht, auf den individualisierten, motorisierten Verkehr zu verzichten, zu Fuß zu gehen, mit dem Rad zu fahren. Wir haben teilweise Erkrankungsrisikoreduktionen bei Herz-Greislauferkrankungen um 60 Prozent, wenn ich die Leute dazu bringe. Bei Krebserkrankungen, das wissen gar nicht so viele Leute, haben wir beim Dickdarmkarzinom das häufigste Karzinom beim Mann, das tödlich endet und das zweithäufigste tödliche Karzinom bei der Frau haben wir Risikoreduktion um 60%. Wir haben Risikoreduktion für das Brustkrebs. Also als Verlöhnung gegen Krebs. Genau, so ist es. Und das muss man auch wirklich als Therapie verschreiben. Und das bedeutet auch im Umdenken. Also auch als Therapie, wenn der Krebs schon da ist. Ja, auch dafür gibtdenken. Auch als Therapie, also wenn der Krebs schon da ist. Ja, auch dafür gibt es Daten. Selbst wenn jemand bis dato nicht aktiv war, gibt es eine relativ rezente Studie und ein Dickdarmkarzinom hat und ich bringe den dazu, dass er beginnt Sport zu machen, körperlich fitter wird, reduziert das Risiko auf eine Rezeption um 30 Prozent. Das ist mehr als man für Chemotherapie kann. Das ist wirklich spannend. Und wie gesagt, wirklich der Mehrfachnutzen, weil ich eben dadurch auch Geld spare, keinen Parkplatz suchen muss und schlussendlich auch was für die Umwelt tue. Jetzt kommen wir nochmal speziell auf die Hitze zurück. Es gibt einen Gesamtösterreichischen Hitzeaktionstag. Was geht es da hauptsächlich darum, die Problematik bekannt zu machen? Wir haben in Österreich die stärkste Hitzezunahme eigentlich in Europa. 3 plus 3,1 Grad nach dem APCC-Bericht. In Europa haben wir 2 Grad, ein bisschen was drüber sogar. Das heißt, Europa ist der derzeit sich am schnellsten erwärmende Kontinent. Wir haben die Todeszahlen bereits. Das heißt, es ist ein gutes Argument hier gezielt, was zu unternehmen. Heuer geht es definitiv um Hitze am Arbeitsplatz, weil das eben nicht nur krank macht, sondern auch massiv die Produktivität einschränkt. Das passt auch gut zu dem, was ich vorher gesagt habe, was eben die neurologischen Aspekte von Hitze betrifft. Was man vielleicht auch dazu sagen muss, ein Begriff, den man sich ein bisschen einverleiben sollte, ist die Feuchtkugel temperatur die wird bald temperature das ist sozusagen eine kombination aus der temperatur gemeinsam mit der luftfeuchtigkeit und nur so als begrifflichkeit es gibt so eine minimale differenz zwischen der feuchtkugel temperatur und der körperkern der operatur die man haben muss damit unsere unsere hitze abfuhr überhaupt funktioniert also die feuchtkugel temperatur muss man ein bisschen erklären man ist das mit einem thermometer das mit einem feuchten warte pausch oder sowas und wirklich ist und dann schaut man wie viel kühler kann es werden als die Umgebungstemperatur? Und das Problem ist ja, je feuchter die Luft ist, umso schwieriger wird das Schwitzen. So ist es, dass es sehr anstrengend ist, wie du vorher erklärt hast. Und ich brauche einen Gradienten. Ich brauche einen, je höher der Gradient ist, an Luftfeuchtigkeit brauche ich eine gewisse Differenz, damit ich überhaupt noch, sozusagen durch das Schwitzen, Wärme abführen kann. Der Übergang vom Flüssigen ins Gasfällige. Im Wasser kann ich nicht schwitzen. Genau, so ist es. Da spielt die Wärmeleitung eine größere Rolle. Aber wie gesagt, in der Luft, das Verdunsten der Flüssigkeit entzieht dem Körper Energie. Das ist physikalisch nicht ganz sauber. Jeder Physiker wird mich steinigen. Aber im Prinzip ist das der Grundmechanismus. Das heißt, ich brauche bei einem gewissen Gradienten einen gewissen Unterschied zur Luftfeuchtigkeit in der Umgebung und zur Temperatur dieser Kombination, damit das überhaupt funktioniert. Das Minimum, wo das noch geht, bei gesunden Leuten in Ruhe, liegt so ungefähr bei drei Grad. Also Feuchtkugeltemperatur jenseits von 34 Grad Feuchtkugeltemperatur gibt es keine Wärmeregulation. Und das erklärt auch warum wir ein abscissiv bericht zum beispiel diese eine karte drinnen haben für gegenden die nicht mehr bewohnbar sein werden weil wir dort auch derartige feuchtkugeltemperaturen haben werden dass ein aufenthalt von länger als drei bis vier stunden im freien dort tödlich sind das heißt also mehr luftfeuchtigkeit umso und die gefährlicher ist die hitze oder jedem heißt es ist umso gefährlicher ist die luftfeuchtigkeit das alles muss in der sauna kann ich noch bei 100 grad aushalten weil Trockene Luft, nur 15 Minuten, eine Stunde in der Sauna oder eineinhalb Stunden kann definitiv zu heiß sein. Wie kann ich mich jetzt, wie kann ich mich persönlich vor Hitze schützen und was kann so sein öffentlich getan werden, die menschen die menschen vor hitze zu schützen jetzt in einer stadt in der stadt dieses jahr meistens noch um einiges heißer als ein land besprechen von den städtischen hitze inseln ja wie was sollte in einer stadt geschehen um die menschen vor hitze zu schützen also es gibt den persönlichen Aspekt, also ich muss einmal wissen, ob ich zu den vulnerablen Gruppen gehöre. Das heißt, je vulnerabler ich bin, desto mehr muss ich darauf achten. Das Gespräch mit dem Arzt zu suchen, sofern er sich auskennt, wäre ein guter Tipp. Medikamentenanpassungen, wenn ich welche nehme, spielen eine wichtige Rolle. Es gibt Medikamente, die das Durstgefühl z.B. stören. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei großen Flüssigkeitsmengen, wenn es wie gesagt sehr heiß ist, muss ich die entsprechend erhöhen. Muss auch einhergehen mit einer entsprechenden Salzzufuhr, weil wenn ich nur reines Wasser trinke, werden dadurch wiederum Probleme erzeugt. Also entweder Suppe essen oder so ein Spätgetränk oder so was. Ja oder Caspaccio zum Beispiel, wenn man so andalusienaffin ist in Spanien. Die haben das nicht umsonst dort. Das hat schon einen Grund. Also das ist eben zu beachten, wenn man entsprechend rausgeht, halt nicht in der größten Hitze rausgehen, einkaufen gehen für ältere Leute, aber auch für jüngere Leute, sportliche Aktivität, zum Beispiel in die Tageslandzeiten zu verlegen, sind alles so Tipps, die man persönlich machen kann. Also sich der Hitze auch nicht so auszusetzen. Was jetzt sozusagen die Infrastruktur selber betrifft, geht es natürlich gerade im städtischen Raum, wobei eben nicht nur dort, es gibt auch Hitzeinseln am Land, das kommt immer wieder vor. Das kann von diesen lokalen, geografischen Situationen durchaus passieren. Es geht darum, dass wir sozusagen Dinge, die die Hitze entsprechend verstärken, versuchen nicht anzuhalten. Da gehört zum Beispiel, ein großer Bereich ist die Versinklung. Das heißt, je mehr Beton oder schwarzer Asphalt, das ist besonders schlimm, ich in der Umgebung habe, desto heißer wird es dort, übermäßig heiß. Wir messen da teilweise 60, 65 Grad Temperatur unmittelbar. Wenn ich hingegen, wenn ich Grün habe, die wirken sozusagen als natürliche Klimaanlagen, kann man sich vorstellen, dann reduziert wird natürlich der Hitzestress schon erheblich. Eine weitere große Rolle spielt natürlich auch Fahrzeuge. Ich bin wieder beim universalisierten motorisierten Verkehr. Stehende Fahrzeuge heizen sich deutlich mehr auf, bieten zusätzliche Quelle für Hitze in der Stadt und wenn die auch noch unterwegs sind, vor allem dann, wenn sie eben mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, dann haben wir grundsätzlich, das ist immanenz der Technik, eine Wärmeproduktion, 70 Prozent des Energieverbrauchs, geht in Wärme verloren. Das ist ja der Grund, warum die Dinge alle eine Kühlung brauchen. Und diese Wärme muss eben wohin. Und die landet dann in den Straßenfluchten, wo wir sie eigentlich in diesen Situationen gar nicht brauchen können. Ich wäre durchaus dafür zu haben, vor allem in gewissen kritischen Bereichen, wo es besonders heiß ist, diesen kritischen Bereichen, wo es besonders heiß ist, Temperaturmessungen in kritischen Strukturen genauso wie Feinstaubmessungen gehören eigentlich dazu. Und dann muss man über kurz oder lang auch über die Verkehrsbeschränkungen zum Beispiel durchaus sich überlegen, wenn wir entsprechende Hitzeepisoden haben. Nein, an das denkt man eigentlich auch nicht, dass das Auto eigentlich unmittelbar die Straße mit der um umgebungsgebende atmosphäre aufheizt der klimaanlage heißt doch die straße auf die möglichkeit habe es einmal auf andere weise zu kühlen ist es auch besser als eine ja natürlich ist es fein wenn ich das habe nur baulich das hinzubekommen ist relativ schwierig von der alten großen maß an altbestand in den unseren stecken in mitteleuropa haben ja es ist entsprechend umzubauen wir werden wir haben hier selber eine klimaanlage hier wo wir sind ist einer der hitzeinseln wien auch wenn das hier beim feldstab aussehen nicht so aussehen also diese nicht. Wenn wir auf die andere Seite gehen dann ist das einer der Hitzeinseln in Wien und vor allem wenn es um Risiko Bevölkerungsgruppen geht muss man zum Beispiel auch schauen dass man Infrastruktur entsprechend wirklich aktiv runterkühlt. Ist klar. Aber man baut jetzt ja auch also in gewissen Neubaugebieten, da wird von vornherein Fernkühlung eingebaut. Wir werden direkt in die Fertigteilwände. Es gibt ein paar super Ideen wie man das machen kann. kühlen Rohre eingebaut schon. Also für zukünftiges Bauen muss man das unbedingt. Und auch im Rahmen der Sanierung sind das Konzepte, die man definitiv von Anfang an mitdenken muss. Und dann unmittelbar in Notsituationen, also wenn jetzt wirklich eine Hitzewelle kommt und wir haben tagelangang 33 Grad oder was in Wien, was kann man dann akut für die vulnerablen Gruppen tun? Man spricht zum Beispiel von Kühlen, Cooling-Räumen, wo man halt hingehen kann, wenn man zu Hause nicht abkühlt. Also wenn man in Wien, was sehr spannend ist, wir hatten ja in der Zwischenkriegszeit, wo es sehr viele arme Leute waren, wo es sehr kalt war, hatten wir Wärmestuben. Das ist durchaus ein Konzept, auch diese Wärmestuben von damals, sozusagen als Kühlstuben jetzt sozusagen zu reaktivieren. Das ist eine Idee zum Beispiel für Wien. Einer der wichtigsten Lehren von Frankreich bzw. von Paris 2003, die sehr, sehr viel, also das hat einen riesen Schock dort ausgelöst, dass dort so viele Menschen gestorben sind. Und eine der wichtigsten Dinge oder Erkenntnisse, die sie gewonnen haben, Einsamkeit tötet. Tötet vor allem in diesen Episoden. Das heißt, was die dort wirklich massiv machen, wenn die Hitzezeiten kommen, ist, dass die entsprechende Besuchsteams, vor allem auch mit vielen Freiwilligen, eingerichtet haben, die die Leute besuchen. Das heißt, es werden Listen erstellt, schon im Vorfeld, wer sind die Vulnerablen, wer lebt alleine und dass man die besucht und dann vor Ort entsprechende Maßnahmen ersetzt und die eben nicht alleine lässt, damit sie eben dann nicht einfach, weil sie sich selber nicht helfen können, dort alleine sterben. Das hat sozusagen das, was auch den meisten Effekt gebracht hat, weil die weiteren Hitzeepisoden, die wir in Europa hatten, hat Frankreich und insbesondere Paris sehr gut überstanden. Und da muss man natürlich auch sagen, Paris ist ein Musterbeispiel, wie man es richtig macht. Was dort die letzten zehn Jahre abgegangen ist, ist unglaublich. Die haben 60.000 Fahrzeuge aus der Stadt rausgeworfen, Parkplätze auch abgestrichen, sind massiv in die Begründung gegangen, in die Entsiegelung gegangen, haben den Straßenverkehr stark Richtung aktive Mobilität umgestaltet, umgebaut. Ich bin kein Verkehrsplaner, aber Stichwort geschützte Fußgängerbereich, geschützte Radwege spielen eine Riesenrolle und haben damit nicht nur die Hitze deutlich reduziert, das ist eines der Dinge, die ich jetzt gerade erst vor kurzem gesehen habe. Wir haben vor dem Rathaus dort, haben sie dort einen Wald gepflanzt. Sondern es gibt auch sehr hübsche Karten, die zeigen gegenüber 2000, wie stark dort die Feindschaftsbelastung und die Stickoxidbelastung runtergegangen ist, was wiederum die Anzahl der Herzinfarkte, der Lungenerkrankungen, der Schlaganfälle und so weiter senkt. Das ist wirklich ein Musterbeispiel, wie man es richtig machen kann. Also dann schauen wir nach Paris. Ja, danke dir Thomas. Ich danke dir. Es war sehr ausführlich und ja, sehr informativ und die nächste Hitzewelle kommt bestimmt und wir müssen schauen, dass wir sie möglichst gut überstehen.