Hallo Fritz, was machst du da? Ja, ich entferne Laub aus der Blumenwiese, weil es immer gut und günstig ist, wenn man das Herbstlaub aus der Wiese entfernt, damit man auch Nährstoffe aus dem Boden entzieht, weil Nährstoffarmut im Boden für eine Blumenwiese immer gleich bedeutend ist mit Artenreichtum. Und mir fällt jetzt noch was anderes auf, das sind auch so ganz hübsche kleine Frühlingsbotenschuhe, die aus dem Boden rauskommen. Also auch solche Pflanzen profitieren eigentlich von weniger Nährstoff, oder wie? Ja, genau, das ist Krokus, ein klassischer Krokus, also es gibt verschiedene Sorten und Arten. Ein klassischer Krokus, also es gibt verschiedene Sorten und Arten. Das ist ein Weißblühender und der macht schon einmal die erste Zierde und ist eine wunderbare Weide für Bienen, die da die erste Nahrung finden. Und mit der Zeit wird das dann eine bunte, vielfältige, artenreiche Blumenwiese. Und das kann man auch im Garten eigentlich wunderbar machen, weil das eigentlich auch wenig Aufwand ist. Die sollte man auch lange stehen lassen, also vielleicht zweimal im Jahr, höchstens vielleicht dreimal im Jahr mähen. Wenn es jetzt eine Wiese ist, die man dauerhaft nutzt, dann mäht man sie halt öfter. Aber in jedem Garten gibt es dann auch einen Bereichich den man weniger intensiv nutzt und da kann man dann so was einfach stehen lassen und das mehl gut entfernen nicht liegen lassen das ist ganz wichtig damit man nährstoffe aus dem boden wieder entzieht das ist eine sogenannte penjeshecke der ein gewisser herr penjes hat das erfunden, dass er Totholz in einer Reihe aufgeschlichtet hat. Das als Lebensraum für viele verschiedene Pflanzen und auch Tiere gilt. Und hier Samen können von den Vögeln auch eingebracht werden, die dann in diesem Haufen keimen können. Und dann mit der Zeit wird das dass das dann eine wildstrache also ich sehe viele äste also baumschnitt viele äste verschiedener dicke also kann man da eigentlich einfach alles drauf haben alles an natur material was so anfällt und was vielleicht im weg ist wenn man zurück schneidet und ist schaut vielleicht ein bisschen unordentlich aus, aber es gibt keine Unordnung in der Natur, sondern was wir als Unordnung bezeichnen, ist dann eine Ordnung für die Natur. Man hört auch immer wieder von Naturschutz, die Vielfalt bewahren oder auch von Biodiversität. Aber jetzt mag ich dich ganz einfach fragen, was ist Biodiversität eigentlich? Das ist ja gar nicht so leicht zu beantworten, weil der Begriff Biodiversität nicht nur bedeutet Vielfalt der Arten. Es ist aber auch die Verschiedenartigkeit innerhalb der Arten. Also jede Art ist ein bisschen anders, wenn sie im Norden lebt zum Beispiel, als wenn sie in den Alpen lebt oder im Süden lebt. Auch wenn das nur zu einer einzigen Art gehört. Schau mal, Daniel. Das sieht ja cool aus. Da habe ich eine winzig kleine Pflanze am Finger, die auf der Wasseroberfläche schwimmt. Wir haben in unserer heimischen Flora einen Weltrekord. Das ist die kleinste Blütenpflanze der Welt. Weltweit die kleinste Blütenpflanze. Sie wird vom Wind bestäubt, ist die Wasserlinse. Und die bildet dann im Laufe des Frühlingsers, einen grünen Überzug. Und jetzt ist sie schon im Austreiben, also jetzt beginnt sie schon zu wachsen. Das wäre ja dann sogar ein super Futter für meine Goldfische im Teich. Ja, durchaus, aber Goldfische sollte man eigentlich vermeiden, weil die nicht daheim sind und eigentlich dann das wegfressen, was wir wir fördern wollen im Naturgarten. Wasser im Garten ist immer eine unglaubliche Bereicherung, auch für die Natur. Es leben sehr viele Tiere und Pflanzen in Gewässern, im Wasser. Auch wenn man keinen großen Garten hat. Aber eine kleine Wasserstelle, einen kleinen Tümpel anlegen, ist immer eine unglaubliche Bereicherung. Ob das jetzt Tränke für die Vögel ist, die da trinken, oder Kleinlebewesen, die dann im Teich leben, Wasserkäfer, Lebellenlarven, Wasserläufer, alles mögliche, Schnecken, die im Wasser leben, die Pflanzen, die dann wieder Lebensraum bieten. Also unglaubliche Vielfalt kann man da fördern. Was auch wichtig ist, jede Art lebt in einem Lebensraum. Also genauso wie wir Menschen in unserem Lebensraum leben, zum Beispiel in der Stadt oder am Land oder wo immer. unter dem Lebensraum leben, zum Beispiel in der Stadt oder am Land oder wo immer. Und jede Art hat ihren spezifischen Lebensraum. Und da muss man auch immer mitdenken, wenn man vom Artenschutz redet, vom Naturschutz redet, ist der Lebensraum genauso wichtig. Man muss sich ja vorstellen, man sieht von einem Baum ja immer nur die Hälfte. Also die andere Hälfte ist im Boden drinnen, der eigentliche Lebensraum des Baumes ist ja im Boden. Also man sieht da, wie riesig dieser durchwurfelte Bereich eines Baumes eigentlich ist. Ja, unglaublich. Das sind vielleicht sogar 100 Quadratmeter, das das ausmacht. vielleicht sogar 100 Quadratmeter, das das ausmacht. Man kann ungefähr sagen, bei normalen Bodenverhältnissen, dass das Kronendach, das ist ja auch breit ausladend von einem freistehenden Baum, ungefähr so groß ist wie der Wurzelraum. Also die Wurzeln gehen genauso weit, vielleicht sogar weiter noch in die Breite als der Kronenraum. Das heißt, in der Stadt oder einem eigenen Garten, wenn man einen Baum pflanzt, muss man sogar den Wurzelraum eigentlich auch mitbedenken. Immer mitdenken. Das wird leider viel zu wenig auch bedacht, auch bei der Pflanze, bei der Gestaltung auch von Grünflächen. Da wird viel zu sehr zum Baum zubetoniert oder gepflastert. Da wird dem Baum eigentlich Lebensraum entzogen. Und das schadet dem Baum, er lebt schon, aber er wird wahrscheinlich dann viel weniger alt, weil er dann mit dem Alter angewiesen ist auf diesen Wurzelraum, wo von der Oberfläche dann natürlich auch der Regen, der Niederschlag dann zu den Wurzeln gelangen kann. Und was man oft vergisst ist, was passiert in diesen Lebensräumen. Also diese Prozesse, diese Abläufe, die da ganz wichtig sind. Weil manche Arten brauchen das. Die brauchen immer wieder auch diesen Eingriff, diese Störung unter Anführungszeichen. Ob das jetzt eine Sense ist, wenn man die Wiese mäht oder ein Hochwasser von einem Fluss, der einerseits einmal zerstört, wenn das Wasser sozusagen überflutet, andererseits auch wieder Lebensraum schafft für spezifische Orten, die genau das brauchen. Zum Beispiel in Linz haben wir das Industriegebiet. Das Industriegebiet ist vielfach in Bewegung. Also dort, wo Lagerplätze sind zum Beispiel, Gestätten, Brachflächen, wo viel passiert, wo immer wieder junger Boden auch geschaffen wird, Schotterboden oder Sandboden oder so, wo Spezialisten leben können drauf, die sonst verschwinden würden. Man hört in letzter Zeit immer wieder von dem geflügelten Wort Insektenhotel. Dass man das den Tieren auch anbieten kann in Regionen, wo es ein bisschen einen Mangel an Nistplätzen gibt. Jetzt stehen wir da vor so einem riesigen Insektenhotel, das total vielfältig ausschaut. Was sieht man denn da eigentlich als Feld? Das ist einerseits das Hartholz, also ganz wichtig, das muss hartes Holz sein, das man mit einem ganz scharfen Bohrer anbohrt, mit verschiedenen Bohrstärken, also mit verschiedenen Weiten. Und da sieht man eh, wie gut die schon besiedelt ist. Also die sind wirklich schon sehr, sehr gut angenommen. Dann haben wir da Schilf zum Beispiel, Schilfrohre. Da leben wieder andere Insekten oder wieder andere Wildbienen gehen da hinein. Oder Lehm. Also ganz hier unten ist eine Lehmwand, auch mit Löchern drin. Diese Tiere, die in Lehmwänden leben, bohren sich diese Löcher selber. Aber wieder andere Arten. Wie das ausschaut, ist ganz interessant. Hier bei diesem Schaunistkasten, das Schaubinnenhotel, wenn man das öffnet und herausnimmt, da sind innen so Plexiglasröhren. Da sieht man wirklich wunderschön diese Besiedlung in dieser Röhre, wo die Weibchen dieser Wildbienen dann die Eier da hineingelegt haben, einen Deckel gemacht haben, wieder Eier hineingelegt haben, wieder einen Deckel, also viele Stockwerke sozusagen. Und da wird auch Nahrung eingetragen, wo die Larven dann Nahrung finden. Und wenn sie sich fertig entwickelt haben, dann bohren sie sich heraus und schlüpfen dann aus diesen Löchern wieder heraus. Das ist eines der Beispiele, wo man im Garten eigentlich sehr viel für die Natur machen kann. Also in Form von Strukturen, die man hier zur Verfügung stellt. Einerseits Steine, die Unterschlupf bieten für verschiedene Tierarten, Kleintiere, Spinnen, Eidechsen und so weiter. Spinnen, Eidechsen usw., Totholz, wo sehr, sehr viele Organismen drinnen leben können. Es gibt nichts Lebendigeres als totes Holz, hat mal wer gesagt. Oder auch dieses stehende Totholzstamm mit Löchern drinnen, wo man jetzt, wenn man genau schaut, diese Löcher schon bewohnt sind mit Wildbienen. Also die Eier von Wildbienen sind hier abgelegt, wo sich hier die Larven da drinnen entwickeln können. Also ein wunderbarer Lebensraum, den man eigentlich in jeden Garten dann hineingeben kann. Das heißt, im Lebensraumschutz ist es eigentlich auch wichtig, diese ganzen verschiedenen Prozesse in der Natur zuzulassen. Genau, die Prozesse, die einfach in der Natur ablaufen. Und das ist nichts Statisches, alles in Bewegung. Genau wie wir in Bewegung sind oder in Bewegung bleiben sollten, ist die Natur auch immer in Bewegung. Alles ist im Fluss. Also nichts ist fix und fest und statisch, sondern alles ist in Bewegung. Thank you.