Seit 2022 gibt es dieses Programm Academy of Ceramics Gmüten von der Gmütener Keramik und bei uns in der oberösterreichischen Landeskultur GmbH sind inhaltlich verantwortlich unser wissenschaftlicher Geschäftsführer Alfred Weidinger, Sammlungsleiterin Kunstgewerbe Veronika Schreck und ich, Genofeva Rückert, zuständig für zeitgenössische Kunst und vor allem auch für das Residency-Programm. Residency ist der Kern dieses Programms. Es sind eben Künstlerinnen, die hier vor Ort eingeladen werden, aber auch lokale Künstlerinnen, das heißt österreichweit Künstlerinnen oder Künstlerinnen mit Oberösterreich-Bezug, die hier arbeiten können und vor allem internationale Gäste. 2022 sind wir gestartet mit einem Künstler aus Südafrika, Ben Orking, mit einer deutschen Künstlerin, Rose Steinbach, die eben auch zwei Deckelvasen für die Edition entwickelt hat, mit Linda Luse. Linda Luse ist bei uns auch Teil des Programms geblieben und ist heute nach wie vor sozusagen vielleicht auch als assoziierte Künstlerin in der Gmuntner Keramik tätig. Das greift eigentlich relativ gut schon die Geschichte auf, weil in der Gmuntner Keramik haben bildende Künstlerinnen immer auch gearbeitet. 1906 wurde die Wiener Keramik von Berthold Löffler und Michael Powolny gegründet. Die zwei haben auf die sogenannte Arts and Craft Bewegung zurückgegriffen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sich gegründet hat. Michael Powolny und Berthold Löffler haben in diesem Sinne eben versucht, Produkte herzustellen, die ästhetisch ansprechend waren und die für breite Käuferschaft gedacht waren. Leider konnte dieser Anspruch nicht so lange durchgeführt werden, weil dann doch die Produktion sehr teuer wurde und so musste die Wiener Keramik 1912 bzw. 1913 wurde sie verkauft an die Gmuntner Keramik. In der Gmuntner Keramik waren Franz Schleiß II. und die Mies Schleiß Siemandel für die Produktion zuständig. Das Ehepaar Schleiß hat dann den Formenschatz der Wiener Keramik übernommen und hat aber diesen dann erweitert mit eigenen Entwürfen und wunderschönen Figuren, die bei der Käuferschaft dann sehr beliebt waren. Das Besondere bei der Kooperation der Gmuntner Keramik und der Wiener Keramik ist, dass internationale KünstlerInnen Entwürfe geliefert haben. Dieser Gedanke wird fortgesetzt in der Academy of Ceramics und setzt sich also bis heute fort. Wir wollten als Gmündner Keramik an diese künstlerische Tradition anschließen und dann ist uns eigentlich gemeinsam mit dem Alfred Weininger dieses Academy-Format eingefallen mit Artists in Residence Programm einfach als Plattform, um genau diesen Kunst-Austausch wieder zu ermöglichen und weiterzuentwickeln. Ich darf unsere Artists in Residence während ihres gesamten Aufenthalts in der Gmuntner Keramik begleiten, vom ersten Kennenlernen hin bis zum fertigen Kunstwerk und dabei ist mir besonders wichtig, nicht nur das fertige Werk zu zeigen, sondern unseren Followern einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und diesen ganzen kreativen Denkprozess auf Social Media zu zeigen. Die Steffi und ich sind hier zuständig für das Labor in der Firma und unter anderem auch für das, dass wir für die Betreuung der Künstler da sind. Wir machen Dinge wie zum Beispiel den Ton bestellen oder die Klausuren. Natürlich sind wir auch zuständig für Sachen wie zum Beispiel, dass wir den Ofen befüllen mit den Künstlern, dass wir alles einstellen. Durch unsere Arbeit können natürlich die Künstler sich voll und ganz einen Fokus auf ein Kunstwerk richten. Steffi und ich sind beide ausgebildete Keramikerinnen und durch das Wissen, was wir durch unsere Ausbildung haben, können wir uns natürlich auch mit den Künstlern austauschen. Für uns bringt es eigentlich total viel Innovation, weil dieser Austausch, dieses Denken über den Tellerrand hinaus, einfach den Mitarbeitern sehr viel bringt und damit auch der gemuntene Keramik. Also wir entwickeln uns da schon stetig weiter. Auch dieser Austausch, neue Dinge, neue Blickwinkel auf die Standardproduktion zu bekommen, das ist einfach für uns das Um und Auf oder der größte Output aus dem iCANOMI-Programm. Dann haben wir natürlich auch noch gerade im Kulturhauptstadtjahr 2024 auch wirklich so große Ausstellungen gemacht. Große Ausstellungen wie Elmar Trenkwalder, wahrscheinlich der bedeutendste Künstler im Bereich Keramik aus Österreich. In Bad Ischl mit Ai Weiwei, der hier eine große Produktion gemacht hat, da wurden Wehrmachtshelme als Serie, wirklich 175 Stück produziert für die Ausstellung dort. Dann ist von Kim Simonsen, ein finnischer Künstler, der auch eine fantastische Edition hier entwickelt hat, der auch hier sozusagen eine große ortsspezifische Installation gemacht hat. 2025 war auch so ein Highlightjahr, weil wir Erwin Wurm auch gewinnen konnten, hier tatsächlich mit uns gemeinsam, mit dem Academy-Team, neue Arbeiten zu machen. Earth People, also wirklich das ist Österreich Top-Liga, da beginnt es eigentlich, aber hier mit ihm wirklich vor Ort gemeinsam diese Serie zu entwickeln, war für uns alles spannend. Die Wiener Keramik Edition ist so etwas wie das Destillat dessen, was die Academy of Ceramics ausmacht. Es sind internationale, zeitgenössische, bildende Künstlerinnen, die mit dem Medium Keramik arbeiten, die eben hier in der Gmundner Keramik mit dem Team vor Ort in der Gießerei gemeinsam limitierte Serien entwickelt haben. Die Rosi kam und hat uns gefragt, ob wir eine Gipsform machen können. Sie macht das Original, das Modell. Und da haben wir gesagt, ja wir helfen ihr. Und da ist es eigentlich losgegangen. Und damals habe ich die Claudia, die hat frisch angefangen, und die hat mir dabei bei dem Projekt geholfen. Wir haben dann glaube ich 15 gemacht und dann ist das losgegangen. Dann ist meine Mannschaft größer geworden, ist die Alina dazu gekommen. Dann haben wir das nächste größer geworden. Da ist Alina dazugekommen. Dann haben wir das nächste größere Projekt, das war das mit der Julia Pelleleva, mit den Figuren. Das war ein Heuler. Jeder hat sich eine Figur ausgesucht und dann haben wir das Projekt gestartet. Dann haben wir den Aschenbecher, den hat der Adi gemacht, der Bamsi, für die Kuliskowa, für die Mascher. Und Trinkwalter, den haben wir leider noch. Das ist das nächste größere Projekt, da war ich wieder recht frei, weil das wird eine gewaltige Herausforderung werden. Bei den Simons Marek Gartner. Das hat uns eher eine Skulptur gebracht, den Hund und das Mädchen, aber schon gebrannt und das war unser Problem. Der Mann möchte es gerne einen weichen Ton haben oder was. Jetzt haben wir das dann zerlegt und alles mögliche gemacht. Und wir haben es aber trotzdem zusammen gebracht. Darauf haben wir ein paar geschickt, die hat uns dann gefloggt und die anderen haben wir dann durchgezogen. Die Claudia, die Alina, meine Wenigkeit. Nun angeht wird es eigentlich, entweder kommt der Künstler, holt so ein Modell mit oder wir kriegen eine Zeichnung oder einen Entwurf oder ein 3D-Modell oder Oder wir machen es selber. Das ist, wie es ausgemacht wird. you