Was ist die Begriffe Bauernmöbel? In einer Ausstellung über Bauernmöbel interessiert natürlich auch, wer die Bauernmöbel hergestellt hat. Und der Begriff Bauernmöbel ist ja schon irreführend, weil in den seltensten Fällen haben Bauern wirklich ihre eigenen Möbel hergestellt. Es war eigentlich eine Mischung von diesen. Es waren die Tischler in der Stadt als auch die Landtischler, die nebenher auch ihre Landwirtschaft betrieben haben. Alle waren schon seit dem Mittelalter zünftisch organisiert, ganz besonders die in den Städten, die Tischler in den Städten. Das waren Gemeinschaften, die sich nicht nur um den Arbeitsablauf, sondern auch um das soziale Gefüge gekümmert haben. Interesse an diesem Handwerk hatten drei Bereiche. Einerseits die Grundherrschaften für das Landhandwerk, andererseits die Magistrate und Städte, aber auch die Märkte für die Stadtzünfte und natürlich auch die Landesherren, die Landesfürsten in unserer Zeit, natürlich die Monarchen. Alle haben alles gemeinsam, sie wollten Macht, Kontrolle und wie in allen Bereichen des Lebens Geld in Form von Steuern. Das wurde über diese Zunft-Ordn Handwerkerordnungen geregelt. Und schon im 16. Jahrhundert gibt es auch eigene Ordnungen für die Landhandwerker, für die Landzünfte so quasi. Unsere ganz besondere Ordnung ist die Ordnung von der Maria Theresia, die wir auch in der Ausstellung zeigen. Sie wurde 1762 für das Land Obdains von Maria Theresia erlassen. Und das ist das eigentlich das vollzogene in einzelnen Ordnungen vorher schon angekündigte und vorbereitete Machtpotenzial der Landesfürstin. der Landesfürstin. Sie bündelt alle Handwerke zusammen zu einer einzigen Ordnung im Land Obdachenz. Die Lade für diese Tischler war künftig in Linz organisiert und da mussten sich dann alle einzünften. Das heißt, alle Tischler mussten sich in Folge dann an dieser Ordnung orientieren. In dieser Ordnung war natürlich auch wieder das Erlegen in die Lade organisiert und fixiert. Es war auch das gemeinschaftliche Leben fixiert und es war natürlich auch ausgedrückt, was jeder herstellen durfte. ausgedrückt, was jeder herstellen durfte. Und da ist für die sogenannten Bauernmöbel oder Landmöbel ganz deutlich in einem Paragraphen geschrieben, dass sie nur weiches Holz verwenden durften, also kein hartes Holz für die Herstellung ihrer Möbel und kein schwarzgebeiztes Holz. Nach alter Überlieferung, wie es in der Ordnung steht. Das ist natürlich sehr interessant, weil das zeigt den Unterschied auf zwischen dem Landhandwerk und dem städtischen Handwerk, weil es natürlich Unterschiede gegeben hat. Am Land durften weniger Gesellen angestellt werden, in der Stadt war das streng geregelt, am Land musste man auch weniger einzahlen in die Lade und in der Stadt war natürlich wesentlich mehr einzulegen. Es war auch sehr schwierig einen Meisterbetrieb zu erlangen. Es war also eine wirklich umfassende Ordnung für das ganze Leben und sehr begrenzend und diese Begrenzung passt natürlich nicht in die mercantilistische Zeit, wo man mehr auf den Markt orientiert war und versuchte eben diese Begrenzungen der ehemaligen mittelalterlichen Zünfte aufzuheben und so mehr Geld ins Land zu bekommen.