Oh ¶¶ Hallo, wir sind da jetzt hinterm Neugendom in der Linzer Innenstadt, in der Hafnerstraße. Und ich habe irgendwie das Gefühl, wir sind da auf einer Insel des Seligen. Nämlich insofern, weil da fährt heute überhaupt kein Auto. Da sind viele Leute auf der Straße und da wird viel Information verteilt, was ist da passiert? Was ist da passiert? Heute ist der Parking Day, heißt wir Menschen, wir holen uns die Straßen zurück. Eigentlich in der Stadt ist man ja gewohnt, die Autos, denen gehört die Straße, wir können gefälligst am Gehsteig gehen, vielleicht irgendwo zwischen den parkenden Autos hindurch. Aber heute haben wir die Straße für uns Menschen geholt. Heißt, wir feiern, wir sitzen uns zusammen, wir tratschen, wir essen, wir machen es uns gemütlich und beleben das Ganze. Weil Stadt lebt ja von den Menschen und die sollte ja auch eigentlich so sein. Und darum ist es wichtig, dass wir uns das zurückholen, was uns zusteht. Das ist ja quasi eine einmalige Aktion jetzt. Und diese einmalige Aktion, wenn man die oft wiederholt, kommt in Linz vielleicht zu den Klimazielen nahe. Nämlich, dass den Autoverkehr ja eigentlich in Linz reduzieren sollte. Das hat so viel mit mir zu tun, dass wir permanent solche Feste machen, solche Straßenfeste, dann hat er ein bisschen mehr und hat auch ein bisschen mehr und hat auch ein bisschen mehr die Chance, dass er seine Klimaziele bis 2040 einhält. Das wäre natürlich ein Wunschraum, aber ich kann nur sagen, Mut an die Politik, ich war in Dänemark, ich war in den Niederlanden, ich war in Norwegen, dort ist es Usus, die Straße und der Staat gehört den Menschen. Da können nur die Autos mal super fahren, wenn irgendwie ein Anrainer sagt, ich brauche jetzt da oben meinen Kühlschrank, der wird angeliefert, aber ansonsten kommt da keiner rein. Und das ist so schön und das ist Leben auf den Straßen, die Leute sind draußen, die Kinder können spielen, so wie da hinten, wo sie gerade Fußball spielen. Das ist einfach, die Stadt gehört den Menschen und so soll es sein. Also Wohn- und Lebensqualität hängt mit Menschen zusammen und nicht mit Autos. Genau. Autos ist immer nur für natürlich Pendelverkehr, aber ich bin selbst Pendlerin und ich pendle mit dem Bus nach Linz und ich schwöre es euch, es ist so super. Ich setze mich in den Bus rein, kann was lesen, kann aus dem Fenster schauen, kann auch unten schlafen, wie auch immer, was ich gerade Lust habe und habe keinen Stress, weil der fährt mir nicht weiter fort. Das ist ja gleich mal das nächste Besten, weil der öffentliche Verkehr ja im Raum Oberösterreich vorsichtig gesagt nicht sonderlich gut ausgebaut ist. Das Klima dicker, das füllt es daher, die Busse sind zum Teil überfüllt, die Müllkreisbahn hat man bis heute noch nicht saniert. Also eigentlich war der öffentliche Verkehr das Zaubermittel, dass die Linie sozusagen vom Verkehr befreit werden konnte, vom Autoverkehr. Das war natürlich total super. Wir von der KlimaLernSamm haben heute sogar eine Presseaussendung dazu gehabt, der passende. Das heißt, das Klimaticket ist um 28 Prozent teurer geworden in den letzten zwei Jahren. Wenn man sich überlegt, die Inflationsrate, 3% pro Jahr circa, nicht einmal, ist überproportional teurer geworden. Jetzt schreit jeder nach einer Spritpreisbremse. Ich glaube, die sind in die verkehrte Richtung unterwegs. Macht es das Klimaticket günstiger, dass die Leute wieder umsteigen? Wir haben in den letzten Monaten 600 Tickets, zwar wieder dazu bekommen im September, aber es fehlen nach wie vor über 1000 Ticketbesitzer und das ist eine Menge. Wenn man sich überlegt, es sitzt meistens einer im Auto drin, heißt das, wir haben 1000 Autos mehr in Linz. Also du hast der Politik die Chance gegeben, eine Idee umzusetzen. Ich hoffe, das passiert. Das wünschen wir uns allen. Viel Spaß und Ich hoffe, das passiert. Danke. Viel Spaß und viel Erfolg für das Fest. Danke. Musik Da ist heute sozusagen eine verkehrsberuhigte Zone oder autofreie Zone. Wir waren da bis jetzt eher ein schlechtes Beispiel, wir Ödern. Aber das war ja eigentlich ein super Beispiel für die Kids, wie das in Zukunft am Ausstieg kommt. Ja, stimmt. Also grundsätzlich das Thema Umgebung vor der Schule ist für Kinder interessant, für SchülerInnen interessant. Wir haben zum Beispiel am Ramsauer Gymnasium da jetzt eine große Umplanung gehabt. Es hat eigentlich nur drei Parkplätze gebraucht und dafür haben wir jetzt echt einen sehr lässigen Radweg. Wir merken es auch, dass die Radlgarage seitdem noch viel voller ist, als sie vorher schon war. Und ja, es macht einfach einen Unterschied. Also was man vorlebt, kann auch sozusagen dann zur Praxis werden. Auf jeden Fall und da haben sie Bock drauf, das merkt man einfach. Also die Kids sind schon lernfähig und sind nicht unbedingt auf das Auto fixiert? Naja, Strukturen prägen das, was sie machen. Das ist bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Aber sie haben sicher noch nicht so starke Gewohnheiten. Wenn man einfach, wie es bei uns ist, ein cooles Mural, ein cooles Graffiti in die Rallgarage macht, einen gescheiten Radweg. Da merkt man ja, sie wollen mit dem Rad fahren, weil ohne ist es hart. Und sie sind dann auch selbstständig. Das ist vielleicht auch was, was Kinder schon reizt, wie selber, entschuldige mich, selber von A nach B kann man nicht von meinen Eltern abhängig sein. Okay, dann haben wir heute das optimale Vorbild dafür. Ich würde sagen, das passt. Danke! Wir stehen hier an der Darmelstraßen-Ecke Graben. Da gibt es heute einen Infostand. Was ist der Inhalt des Infostandes? Um was geht es da? Heute ist Parking-Day und es wird gleichzeitig ausgenutzt, dass man hier aufzeigt, dass hier ein 30er unbedingt möglich wäre. Weil hier ist es eng, hier ist es laut, man hört das. Und die Verkehrssicherheit und die Autos sollen aus der Stadt aussehen. Und nur der, der herfahren soll, der soll herfahren. Aber das Durchfahren soll komplett unterbunden werden. Ich höre, dass man da einen 30er fordert. Ist das jetzt eine 50 kmh Zone? Weil dann war das eine der wenigen Straßen in Linz, in der Innenstadt, die noch mit 50 kmh befahren werden dürfen. Das ist eine 50er Zone. Die ganze Straße einbahnst du einwärts und einbahnst du auswärts weiter unten. Die Stadt Linz sagt, die ist lebenswichtig für den Verkehr. Obwohl das eigentlich gar nicht stimmt, weil weiter unten die Autobahn ist, gleich entfernt. Und oben wird auch die Autobahn gebaut und es ist die Waldeckstraße da. Und das geht mitten durch die Stadt durch und da gehört unbedingt der Dreisker her. Der Dreisker für die Menschen, die da leben, die da arbeiten und praktisch für eine Lebens- und Wohnqualität in dieser Gegend. Natürlich auch für die Menschen, die hier leben und wohnen, aber auch man sieht, viele Geschäfte stehen leer, es bleibt keiner stehen. Es ist keine Lebensqualität, die Wirtschaft geht zugrunde, auch weil die Autos da so durchreisen. Danke! Bitte! Thank you. ¶¶ ¶¶ © transcript Emily Beynon