Die nachfolgende Sendung ist mit Unterstützung des Umwelt- und Klimaresorts des Landes Oberösterreich entstanden. Klima und Du Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und Konsumentinnen und Konsumenten hin und her geschoben. Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten suchen wir nach Auswegen und Lösungen. Die wöchentliche Informations- und Diskussionssendung der Freien Medien in Oberösterreich. Dieses Mal mit einem Beitrag von Janik Rieschall aus dem freien Radio Salzkammergut. Wir gehen jetzt danach vom Reinhaltungsverband Heilstädtersee, vom RHV. Wir haben ja da heuer und letztes Jahr die Trauen renaturieren lassen, alles auf dem Grund vom Reinhaltungsverband und das schauen wir uns jetzt an. Das ist jetzt alles schon ganz grün geworden. Da ist die Traun erweitert worden. Da gehen wir jetzt gerade durch, durch die alten rostigen grünen Eisenbrücke. Gehen wir drunter und da sieht man dann das große Renaturierungsgebiet. Da ist die Traun verbreitet worden. Da sind Stromschnellen einbaut worden, Tiefen und Untiefen. Am Uferbereich sind lauter Steinbefestigungen gemacht worden, da sind dann so kleine beruhigte Zonen dahinter. Vielleicht können wir einmal bohren gehen, was weiß man. Bäume haben wir reingelegt und es ist einfach das ganze Ufergebiet viel natürlicher gemacht worden. Vorspringende und rückspringende Sandbänke und ich weiß jetzt nicht genau wie viele hundert Bäumchen da gesetzt worden sind, klimafitte Bäumchen am Uferbereich, die sind noch ganz klein, die sind erst vor drei Monaten gesetzt worden, aber es schaut schon recht vielversprechend aus. Wächst schon alles recht schön. Natürlich hat es auch einen Gedanken zur Biodiversität. Die Artenvielfalt nimmt einfach massiv ab, weltweit und auch in der EU und in Österreich und in der Region leider genauso. Und da will man einfach gegenwirken, indem man bewusst Plätze schafft, wo die Natur wieder zurückkommen kann und sich wieder Sachen, Tiere und Pflanzen heimisch machen können, die davor schon verschwunden sind oder stark eingeschränkt worden sind. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Klima und Du. Heute aus dem Reinhaltungsverband Hallstätter See bei Gösern Jutvöfelbad. Neben mir ist Alexandra Maier, eine Managerin der Klarregion Inneres Salzkammergut. Vielleicht habt ihr Alexandra schon einmal gehört, sie macht gemeinsam mit Birgit Müllecker die Sendung Sonnenklar bei uns im freien Radio Salzkammergut. Hallo Alexandra. Hallo Yannik, servus. Ich interviewe dich heute zum Thema immersive Arten oder auch Neophyten und ein bisschen Themen rundherum. Bevor wir mit dem eigentlichen Interview beginnen, interessiert mich noch, was eine Klar-Region eigentlich ist. Also Klar ist ein Förderprogramm vom Bund. Es steht für Klimawandel-Anpassungsmodellregionen. Modellregionen und das ist ein Modell, wo geschaut wird, dass regional oder lokal mit den Gemeinden zusammen die Themen ausgearbeitet werden, wo die größten Auswirkungen vom Klimawandel schon zu sehen sind beziehungsweise in Zukunft zu sehen sein werden und da arbeitet man dann zusammen, um Projekte umzusetzen, dass man sich besser an diese Veränderungen anpasst oder auch Chancen zu erkennen. Und die Information teilen wir mit den Gemeinden. Es geht da in Richtung Hochwasserschutz, in Richtung Naturkatastrophen, dass die Gemeinden besser vorbereitet sind, dass man zumindest Information hergibt und Bewusstsein bildet diesbezüglich. Danke sehr. Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema. Invasive Arten. Kannst du in ein paar kurzen Worten erklären, was invasive Arten sind? Invasive Arten, da gibt es eine Definition dafür. Das sind alle Arten, die noch nicht da waren bis 1492, bis Christoph Kolumbus quasi Amerika entdeckt hat und die dann zu uns gekommen sind. Das sind die Kartoffeln, das sind die Tomaten, die hat es bei uns früher nicht gegeben, zum Beispiel bei uns im Garten. Bei uns im Garten gibt es gute invasive Arten. Es gibt aber auch invasive Arten, die ein Problem für die Natur darstellen. Wenn man im Garten Neophyten hat, soll man sie im Garten lassen. Schauen, dass das Ganze nicht über den Garten hinauswächst. Und man die Restabfälle auch nicht irgendwo in der Natur entsorgt, sondern im Asi zum Beispiel, weil sie gewisse Arten einfach dann in der Natur stark vermehren können und eben die heimischen Pflanzen verdrängen können. Und dazu zählt zum Beispiel der Flieder, wenn man den Bambus zum Beispiel ansetzt im Garten, da muss man wirklich bei den Wurzeln einen Kranz rundherum machen, einen massiven, damit das Ganze nicht rauswuchert. Es gibt aber auch die natürlichen Neophyten draußen, überall eigentlich schon. Der präsenteste bei uns ist der Staudenknotenrich. Den sieht man schon überall, der japanische Staudenknotenrich. Es gibt Arten, die sind giftig. Es gibt Arten, die sind sehr dominant. Das heißt, sie verdrängen die bestehende Landschaft, die bestehende Pflanzenwelt massiv. Entweder weil sie mit Gift in den W wurzeln arbeiten oder weil sie so dominant sind von der wurzelbildung her dass die andere alles vertreiben und da fällt ihnen zum beispiel der staudenknöterich darunter den findet man stark neben straßen wenn man weiß wie der ausschaut und fort durch die gegend wird man immer wieder plätze, wo der Staudenknöterich ist. Und es gibt es auch neben den Zugtrassen, wo sich der Staudenknöterich massiv verbreitet. Das ist entlang von Flussläufen. Wir haben eine Kooperation mit einer Biologin. Sie hat schon in Bad Ischl kartografiert, wo Staudenknotenrich wächst, entlang der Traunen. Sie wird dann auch zu uns raufkommen und schauen, wo kommt das her. Also es wird alles runtergeschwemmt, von oben startend, Flussbeginn, einfach dann Flussabwärts oder Bachabwärts. Und ja, also den findet man leider schon überall und es ist sehr schwer schwer den einzudämmen, ist der mal da. Darum ist er ganz wichtig und da arbeiten wir auch mit den Gemeinden zusammen. Vermeidung ist das Wichtige, das heißt ein Grünschnitt, wenn man das abschneidet, richtig abschneiden und richtig entsorgen. Das ist nämlich zum Beispiel eine Sorte von Pflanze, wenn da nur ein kleines Stückchen irgendwo liegen bleibt, fängt der wieder zum Wurzeln an und beginnt da wieder sich auszubreiten. Also das ist wirklich eigentlich der präsenteste, der dominanteste und der lästigste und der kostenaufwendigste, weil den dann einmal entsorgen, wenn er da ist und bekämpfen, das ist eigentlich ein Faktor, der ins Gemeindebudget sich einschlägt. Sind alle nicht heimischen Arten schädlich oder problematisch? Es sind nicht alle nicht heimischen Arten schädlich oder problematisch. Eben die Tomate, die Kartoffel, Mais, glaube ich, der ist auch von Südamerika rübergekommen. Es ist eben wirklich die Definition von Neophyt, der gefährdend ist. Entweder er vertreibt die heimischen Bestände oder er ist gesundheitsschädlich. Da gibt es zum Beispiel die Ambrosia, die ist bei uns Gott sei Dank noch nicht so bekannt, auch genannt Ragweed. Das ist eine hoch allergene Pflanze. Also ich weiß gar nicht, wie viele Teilchen da drinnen sind. Wenn man da Probleme hat mit Allergien, ist man wirklich arm. Und die verbreitet sich auch massiv durch den Klimawandel, auch entlang von den Bahntrassen zum Beispiel oder auch entlang Autobahnen. Das ist ein Thema, das geht die ÖBB an, das geht die ASFINAG an, das geht alle großen Firmen eigentlich, Infrastrukturfirmen an. Das ist für die ein Riesenproblem, weil das Zeug halt stehen, weil es extrem hoch ist oder wo der Ambrosia weiß, gesundheitsschädlich ist. Was tatkräftige Folgen hat, ist zum Beispiel der Riesenbärenklau. Der schaut aus wie ein Wasserkraut, ein überdimensioniertes. Der wird einige Meter hoch, wenn es passt. Und die Milch von dem Riesenbärenklau, die ist ätzend. Also das ist, wie wenn du einen ganz starken Sonnenbrand hast oder wie wenn du dich wirklich verbrennst. Also das sind Sachen, wenn man woanders ist, braucht man fast eine Schutzkleidung, damit da nichts auf die Haut kommt, weil das kann man sich nicht schnell runterwaschen und dann ist es erledigt, sondern das macht richtige Brandschäden. Jetzt hast du auch schon ein paar negative Beispiele genannt. Das passt jetzt thematisch auch dazu. Sollte man persönlich, man selbst etwas gegen invasive Arten machen oder was können Gemeinden gegen invasive Arten tun? Selber kann man schauen. Man hat oft einen großen Beitrag mit dem Garten, den man hat. Sachen, die sich verbreiten können, wirklich schauen, dass sie im Garten bleiben, wie gesagt, beim Bambus. Der Flieder ist auch so eine Art, die verbreitet sich dann auch sehr gern außerhalb vom Garten. Wichtig einfach, wenn man Neophyten im Garten hat und da gibt es einige, also wie gesagt, Blumen, die extrem interessant sind für die Bienen, also Bienenweide fällt ja auch unter das Thema Biodiversität, das möge ich dann später gerne noch anschneiden. Und wichtig, die Abfälle, die man hat, das ist, wenn neben dem Garten zum Beispiel der Bach ist, nicht die Sachen dann einfach, sagt der Nachbar, nicht in den Bach schmeißen, sondern entsprechend entsorgen, gibt die Grünschnittcontainer bei den Summit-Zentren dort abgeben. Das ist einmal das, was man als Privater machen kann. Die Gemeinden haben da große Verantwortung, sie bearbeiten große Flächen und da geht es ihnen vor allem zum Beispiel Richtung Staudenkneuterich. Das ist das Um und Auf, das man im Vorhinein verhindert, schon bei der Entsorgung von dem Knöterich, dass man das entsprechend macht. Entweder man verbrennt es oder man bringt es in spezielle Abfallzentren. Das darf man normalerweise gar nicht abgeben, so in Asien. Der wird erst zerstört bei Temperaturen ab 60 Grad circa und der müsste die Wurzeln, die nicht tiefer eingegraben sind oder unter anderem im Grünschnitt liegen wir fünf Meter, da fängt das Zeug wieder zu Außerwurzeln an. Es ist ganz wichtig einfach den nicht mehr umzuschneiden, irgendwo inzwischen frei herumzufahren und dann auf ein Sammelstück zusammenschmeißen, eine Gemeindesammelstelle, weil da fängt sicher rundherum alles zum Huchen an. Sondern sie mal schlau machen. Eine gute Ansprechperson ist da zum Beispiel der Rainer Feichtinger. Der ist der Obmann vom Obst- und Gartenbauverein Bad Gäusern. Das geht aber raus bis Ebensee, also der hat ein großes Einzugsgebiet. Den haben wir damals einen Kurs bezahlt für einen Neophytenmanager und der kennt sich wirklich extrem gut aus, wenn es geht um Neophyten, auch Garten, einen riesigen Garten und da hat er viele Neophyten eingesetzt und er sagt, die sind nicht alle Neophyten schlecht, es gibt auch gute, aber dass man sich da als Gemeinde mal erkundigt oder auch um Abfallverband, Bezirksabfallverband, was macht man mit den Neophyten. Was hat KLAAR mit invasiven Arten zu tun? Bei KLAAR geht es um die Anpassung an den Klimawandel und die Biodiversität ist ein wichtiger Punkt, dass man die Folgen vom Klimawandel eigentlich auch abschwächt. Diesbezüglich Biodiversität, das ist ein ganz breit gefasstes Thema und das ist sehr viel Information. Die Biodiversität ist eigentlich der Lebensraum für uns alle. Und wenn der nicht mehr ist, dann sind nicht einfach ein paar Pflanzen und ein paar Tiere weg, sondern da geht es dann um Sachen wie Nahrungsmittelsicherheit, um Trinkwassersicherheit, saubere Luft, sauberes Wasser. Da können ganze Nahrungsmittelketten zusammenbrechen. Und da haben wir eben was mit der Biodiversität. Für uns ist wichtig, dass eben die bestehenden Lebensräume bleiben, wie sie sind, oder so gut wie möglich bleiben, wie sie sind. Und durch die Informationen, wie ich es dir jetzt gerade gegeben habe, und die hoffentlich viele Hörer anhören, Wissen zu schaffen, nicht nur über die invasiven Arten, also wie man invasive Arten verhindern kann, wie man sie davor schützen kann, aber auch, dass das Thema Biodiversität ganz wichtig ist. Und bei der Biodiversität sind die invvasiven, Neophyten sind da nur ein Teil davon. Da geht es auch um das Thema Umweltverschmutzung, Überfischung, landwirtschaftliche Übernutzung von den Böden. Also das ist wirklich ein breit gestreites Thema, genauso die Abholzung von den Wäldern, wie man es weltweit sieht. Wir sind ja nicht nur in Österreich, sondern das ist wirklich weltweit ein Problem. Und diesbezüglich informieren wir einfach die Menschen, die Gemeinden und wir arbeiten mit den Leuten zusammen vor Ort, zum Beispiel bei der Korinski-Klausen drinnen in Bad Galsern. Da macht die ÖBF mit dem Waldpädagogen immer Führungen. Der erklärt dann auch den klimafitten Wald, mehr Laubwald zum Beispiel und nicht nur bis jetzt Fichtenwald. Also das sind so Themenbereiche, die wir mit klar abdecken wollen. Es ist so, dass inzwischen schon 70 Prozent von den Tierarten verschwunden sind. Man redet da eigentlich fast von Massensterben, wie es schon mal war, wie es schon öfter war. Und das ist in unserer Verantwortung, dass man das einfach vermeidet. dass man das einfach vermeidet. Welche Projekte oder gibt es Projekte, die ihr gerade umsetzt mit KLA? Bezüglich Neophyten sind wir dabei, dass man entlang der Trauern die Kartografierung vornimmt bzw. dass man mit den Gemeindemitarbeitern gemeinsam Informationsveranstaltungen macht. In Bad Gelsern haben wir schon eine gemacht, damals mit Rainer Feichtinger. Das ist ganz gut angenommen worden. Es ist auch für die Gemeindemitarbeiter interessant, über die Sachen zu hören. Es ist doch ein relativ neues Thema. Wir haben besprochen mit Rainer Feichtinger, Gartenliebhaber von der Region, einmal seinen Garten einzuladen. Der kann dann viel sagen zu den invasiven Arten, zu den Neophyten, einfach zur umweltfreundlichen oder bienenfreundlichen Gartengestaltung, was wir ansetzen. Die Bienen sind ja wichtige Bestäuber, die bestäuben ein Drittel von den Nahrungsmitteln, die wir zu uns nehmen. Wie man die unterstützen kann. Wir arbeiten, wie gesagt, zusammen mit der ÖBF. Es sind alle vier Gemeinden in den letzten Jahren Bodenbündnisgemeinden geworden. Sie sind klimafreundliche Gemeinden, sie sind bienenfreundliche Gemeinden geworden. Also da schauen wir, dass wir Informationen weitergeben und sind sehr dankbar über die Kooperation mit den Gemeinden, dass sie das mitmachen. Und ja, das sind eigentlich so mal die wichtigsten Projekte, was wir jetzt zum Thema rein, zum Thema invasive Neophyten haben. Wir spazieren jetzt nochmal zu renaturierten Frauen, um noch ein bisschen mehr über Biodiversität zu sprechen. Was gibt es denn für Lebensräume überhaupt bei uns im Salzkammergut? Bei uns gibt es einmal die Kulturlandschaft, die typisch ist bei uns, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist, die ein Teil des UNESCO-Erbes ist. der Jahrhunderte entstanden ist, der Teil des UNESCO-Erbes ist. Mit den Wiesen dazwischen, die Obstbäume, das ist so die Spalierbäume, das ist das typische, das ist einmal der kultivierte Lebensraum. Bei uns gibt es dann im Innensalz kann man sagen von 500 Meter rauf in die bewaldeten Gebiete die Wiesen rauf bis zum Gletscher. Vom Dachstein auf 3000 Meter durchlaufen wir die unterschiedlichen Vegetationszonen. Also da geht es dann ein bisschen Gletscher, Schnee, Eis. Und innerhalb von dem Gebiet gibt es eben zum Beispiel ganz speziell bei uns sehr viele Moorlandschaften. Zum Beispiel ganz speziell bei uns sehr viele Moorlandschaften. Ich war da gerade letzte Woche bei einer Vorstellung dabei bei uns in Galsern. Da ist es um die Renaturierung von den Mooren gegangen. Es gibt diesbezüglich ja Projekte. Viele Moore sind früher einfach an Gräben geschlagen worden, damit das Wasser abläuft, damit man den Dorf besser abbauen kann, beziehungsweise das ganze drucken legt für die Viehbewirtschaftung und da ist man jetzt dran, zum Beispiel mit der Uni Wien und die ÖBF ist da ganz ein wichtiger Partner, dass Flächen wieder oder Moore wieder zurückgeführt werden in den natürlichen Zustand. Ich muss jetzt sagen aus meiner Erfahrung aus der Gosau und auch von meiner ganzen Region, das Thema Moore, Moore werden oft noch eigentlich fast eher als lästiger, unnützer Platz gesehen, wo man nicht den Sinn sieht, warum machen wir das jetzt wieder nässer, als es schon früher mal gewesen ist. Da ist noch viel Arbeit zu machen, deswegen danke auch diesbezüglich. Moore sind ein ganz großer CO2-Speicher. Moore sind ein ganz großer CO2-Speicher. Eben durch das, dass die ganze Luft abgeschlossen ist, ist das im Boden drinnen. Und wenn man das öffnet, dann kommt der ganze Kohlenstoff raus, das ganze CO2. Und wie haben sie gesagt, also 3% der Fläche sind Moore und die speichern aber 30% vom Kohlenstoff. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Also der kommt jetzt in Bezug auf Klimawandel oder Klimaschutz eine ganz wichtige Rolle zu. Und was zum Thema Biodiversität zu sagen ist, also die Moore haben ein ganz spezielles Klima und ganz spezielle eingeschränkte Fauna und Flora, Tiere und Pflanzen, die da wachsen und die dann nur wachsen und nicht von anderen Arten verdrängt werden, wenn es nass genug ist. Wir haben im Zuge unserer Arbeit letztes Jahr mit der Katrin Pilz vom großen Löckermus in der Gosau eine Untersuchung gemacht. Da ist schon schon 2008 eine Bestandserhebung gemacht worden. Und sie hat jetzt einen Zeitvergleich gemacht, wie hat sich das Ganze jetzt eigentlich innerhalb von einem kurzen Zeitraum verändert, nicht einmal 20 Jahre. Und was sie da herausgefunden hat, ist, dass Bäume vermehrt in das Moor eindringen. Das ist ein Zeichen, dass es trockener ist, dass sie einfach weiter reinwachsen können, weil es ihnen nicht mehr zu feucht ist. Die richtigen, offenen Flächen werden weniger. Es steigt da die Biodiversität, was man eigentlich sagt, Super-Biodiversität nimmt zu. Im Moor ist es aber nicht gut, weil es eigentlich nur ganz wenige Orten gibt, die sich im typischen Meer wohlfühlen. Und wenn mehr Arten kommen, ist das ein Zeichen, dass mit dem Meer etwas nicht passt, dass es zu trocken wird, dass Arten von außen in das Meer hineinkommen. Also von den Blumen, von den Sträuchern, der typische Sonnentau, diese fleischfressende Pflanze, das ist eine typische Pflanze vom Moor, die wird eigentlich immer weniger. Die Moose, die typischen, diese Nasswiesen, das wird auch weniger und es kommen einfach von außen andere Arten rein, die Sumpfdotterblume, die da eigentlich nichts verloren hat, ihren typischen Moor. Und diesbezüglich ist es sehr wichtig, dass da entsprechende Maßnahmen gesetzt werden und eben das auch beobachtet wird. Und in dem Bezug muss man Danke sagen an die ÖBF. Es gibt in ganz Österreich 1500 Moore und allein auf dem Gebiet von der ÖBF sind 500 davon und die haben sich alle unter Naturschutz gestellt und da wird auch geschaut jetzt, dass die Moore wieder renaturiert werden, wo schon große Eingriffe gewesen sind. Was natürlich dann auch noch ein weiterer Lebensraum ist, ist der Wald. Da kommt es auch immer wieder mehr zu Diversifizierung. Kannst du dazu auch noch etwas mehr sagen? Ja, es ist eine Notwendigkeit. Der Baum, den man jetzt setzt, den kann man in ungefähr 70 Jahren ernten. Also man muss jetzt schon den Baum setzen, wo man meint, dass in 70 Jahren noch zu ernten ist und nicht davor durch irgendwelche Schädlinge oder Hitzewellen hinweggerafft werden. Und wir haben schon einige Baumsetzaktionen gemacht, vor allem mit Schülern, mit Schulklassen. Da sind wir sehr dankbar für die Kooperation und für die Bereitschaft. Das taugt den Kindern auch sehr. Und es werden da Karinski-Klause hat man hauptsächlich mal Lärchen gesetzt. Lärchen kommen besser zurecht mit trockenen Phasen. Sie brauchen nicht so viel Wasser und sie sind hitzebeständiger als zum Beispiel die Fichte. Die Fichte ist auf 500 Meter mehr oder weniger zum Sterben verurteilt. Das macht eh die Natur. Sie werden braun, sie haben einen extremen Hitzestress. Heuer ist wieder Frühling gewesen, da ist gerade Gelb aufgegangen bei den Wäldern, weil sie so viel Samen ausgeschüttet haben oder so viel Blütenstaub. weil sie so viel Samen ausgeschüttet haben oder so viel Blütenstaub. Und das ist auch ein Zeichen, dass die Bäume unter Stress stehen, die sozusagen schicken ja letztlich Energie in die Zukunft, weil sie selber das Gefühl haben, sie überleben es nicht. Also das ist schön zum Anschauen, schlecht für Allergiker. Und wenn man sich ein bisschen mit dem Thema auseinandersetzt, sieht man da auch die Hintergründe, warum das so sein könnte. Das heißt, der ÖBF macht da schon sehr viel. Es wird auch vermehrt Laubwald angesetzt. Weg von den Monokulturen. Man ist dann nicht so anfällig für Schädlingsbefall. Wenn da nur Fichtenwald ist, der ist dann weg. Da geht es dann auch in Richtung Naturschutz, Infrastrukturschutz. Das ist dann in Kooperation mit der Wibach und Lawinenverbauung, dass wenn da kein Wald mehr ist, dann kommt der Hang viel leichter ins Rutschen zum Beispiel und kann dann Häuser oder Bahn, Straße gefährden. Unser Wald ist ein Schutzwald. Das heißt nicht, dass wir den Wald schützen müssen, sondern der Wald schützt uns. Er ist ein super Schwamm, ein gesunder Wald, kann viel Wasser aufnehmen, der dann nicht in Form von Hochwasser bei uns unten landet, sondern der nimmt einmal den Teil auf und gibt ihn dann langsam wieder ab. Also man merkt, das ist ein System, das sehr ineinander greift und wo man nicht nur den Wald schützt, sondern uns schützt. Und das muss man einfach mal in den Kopf reinbekommen. Danke sehr. Ich glaube, wir kommen langsam zum Abschluss. Und da wollte ich dich eh persönlich fragen, ob du den Zuhörerinnen und Zuhörern eine eigene Botschaft mitgeben willst. Super. Wie lange hast du Zeit? Nein, Blödsinn. Es ist schwer, das Ganze zusammenzufassen. Ganze zusammenzufassen. Also ich richte das jetzt hauptsächlich an Eltern mit Kindern, die für uns, also für die wir eigentlich alles machen wollen, aber gewisse Sachen nicht. In Sachen Umweltschutz könnte man sich da sicher noch mehr an der Nase nehmen und mehr machen, um für unsere Kinder einfach eine gute Zukunft zu bieten. Es wäre schön, wenn man sich nicht neuen Sachen verschließt, sondern ausprobiert, alles was zum Thema Umweltschutz beiträgt. Wenn man zurückgeht zum Thema Neophyten, einfach den Kindern vielleicht auch vermittelt im eigenen Garten und selber beim Garten schaut, was pflanzt sich an, damit ihre Natur rundherum einfach so weitermachen kann wie bisher. Nichts im Wald entsorgen, sondern an den entsprechenden Stellen. Das sind eigentlich die wichtigen Botschaften in Richtung invasive Arten und vorsichtig sein mit gewissen Arten. Sie vielleicht einmal mit dem Thema auseinandersetzen. Man wird dann da viele Zusammenhänge im Hintergrund erkennen, wie das ganze System ineinander greift und dann kriegt man vielleicht ein gutes Bewusstsein, noch mehr Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, dass man unsere Gegend und die Umwelt so erhält, wie sie ist. Danke sehr, danke für das Interview. Sehr gerne. Das war Alexandra Meyer, eine Managerin der Klarregion Inneres Salzkammergut. Im Interview wurden Themen wie invasive Arten, Neophyten und Landschaftsarten in unserer Region bearbeitet. Vielen Dank fürs Zuhören. Klima und Du Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und Konsumentinnen und Konsumenten hin und her geschoben. Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten suchen wir nach Auswegen und Lösungen. Die wöchentliche Informations- und Diskussionssendung der FREIEN MEDIEN in Oberösterreich. you you you you