Einen schönen guten Morgen. Ich denke, wir können starten, fast pünktlich. Das ist gut, weil das Programm ist heute sehr dicht gepackt. Wir haben heute viel vor. Schön, dass viele Interessentinnen und Interessenten heute hier in den Wissensturm gekommen sind. Ich begrüße auch die Teilnehmenden vor den Bildschirmen, die über Zoom dabei sind. Wir sprechen heute über die Methode Kaleidotin, Potenziale sichtbar machen, Perspektiven entwickeln. Fragen wie, erzähle etwas über dich, was machst du gern, was sind deine Stärken, wo willst du die einsetzen? Die sind oft schwer zu beantworten, vielleicht auch gerade für Jugendliche. Möglicherweise hat Ihnen noch niemand diese Fragen überhaupt gestellt. Sie haben womöglich noch gar nicht darüber nachgedacht und sich auch gar nicht selbst so wahrgenommen als Personen mit Kompetenzen und Potenzialen. Und Kaleido Teen unterstützt Jugendliche vor allem mit Migrationsgeschichte dabei ihre Kompetenzen wahrzunehmen, zu benennen und den Übergang von der Schule in die Ausbildung oder in den Beruf gut zu meistern. Darüber werden wir heute viel erfahren und auch selbst ausprobieren können. Mein Name ist Marina Wetzelmeier, ich darf durch diese Veranstaltung begleiten und wir starten gleich mit Begrüßungsworten von der Volkshochschule Linz. Rainer Rathmeier, bitte. Ja, danke. Das ist sehr freundlich. Ich darf Grüße von meinem Chef, vom Leiter der Volkshochschule Linz, Bell Mirzets, mitbringen. Er ist leider heute aus. Mit meinen Kolleginnen, den Trainerinnen und Trainern und den Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern bieten wir hier Basisbildungskurse und Pflichtschulabschlusskurse an. Und in dieser Rolle finde ich es besonders schön, dass Migraria, dass der VSG, die Arbeiterkammer Oberösterreich, das ganze Projekt Kaleidotin heute bei uns ist und ich finde es schön, dass Sie alle da sind. Warum finde ich das schön? Das ist ja leicht gesagt. Wir verstehen uns an der Volkshochschule Linz nicht nur als Kursanbieter oder Kursanbieterin, nicht als klassischer Wissensvermittler oder Wissensvermittlerin, sondern wir wollen uns sehen als offenen Lernort, als Ort für Begegnung, für Reflexion, für Austausch, als Ort, wo Lernen und Bildung auch gesellschaftliche Teilhabe bedeutet. Teilhabe bedeutet und wir wollen uns sehen als Ort für alle Linzer und Linzerinnen und auch darüber hinaus. Und in dieser Arbeit, besonders in der Grundbildung, aber in unserer gesamten Arbeit, merken wir tagtäglich, wie wichtig das ist, bei den Stärken unserer TeilnehmerInnen anzusetzen. ist, bei den Stärken unserer TeilnehmerInnen anzusetzen. Bei ihren Talenten, bei ihren Fähigkeiten, bei dem, was sie mitbringen zu uns herein in dieses Haus. Und diese Haltung braucht in der täglichen Arbeit auch eine Form, braucht auch eine Praxis. Und diese Praxis bringt aus unserer Sicht das Projekt Kaleidotin mit. Wir waren gestern hier zusammen, Basisbildner und Basisbildnerinnen aus ganz Österreich und haben uns gefragt, wie können wir mit unseren Teilnehmerinnen stärker in das selbstbestimmte Lernen einsteigen. Und da wurde ganz oft schon von Kaleidotin gesprochen. Und wie gespannt wir alle sind auf die heutige Präsentation und wie gespannt wir alle sind, eure Arbeit, ihre Arbeit in unsere Arbeit hineinnehmen zu können. Darum finde ich es schön, dass wir heute in dieser Zusammensetzung hier beisammen sind. Vielen Dank nochmal an alle unsere Kooperationspartnerinnen im Projekt Kaleido Team. Es freut mich sehr, dass wir Gastgeber und Gastgeberinnen sein können und ich bin schon sehr gespannt darauf, was wir heute hier lernen können und wünsche uns alle einen spannenden Vormittag. Vielen Dank und Begrüßungsworte wird auch sprechen Florian Hinterberger, stellvertretender Geschäftsführer von Migrare. Vielen Dank auch von meiner, unserer Seite. Guten Morgen, schönen Vormittag. Freut mich, dass so viele gekommen sind. Mit Kompetenzen beschäftigen wir uns bei Migrare im Alltagsleben schon ganz, ganz lange. Nämlich eigentlich schon immer, weil wir Menschen dabei unterstützen wollen, selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten. Und da gehört Erwerbsarbeit, da gehört Beteiligung am Erwerbsprozess dazu. Und da sind Kompetenzen ein entscheidender Faktor. Ich selbst habe bei Migrare begonnen, als wir eine Methode entwickelt haben, auch um Kompetenzen sichtbar zu machen, vor allem auch Kompetenzen, die in informellen Kontexten erworben wurden. Kompetenz Kaleidoskop, damals als Projektmitarbeiter, weit habe ich es gebracht. Und deswegen beschäftigt mich persönlich auch das Thema schon ganz lange. Das ist meine ganze Berufslaufbahn bei Migrare zumindest. Und wir haben mit Kompetenz Kalerioskop sehr erfolgreich gearbeitet über viele Jahre. Aber wir haben immer gemerkt, es gibt eine Leerstelle, es gibt irgendwie einen blinden Fleck. Nämlich, das funktioniert bei ganz jungen Menschen, bei jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht in dem Ausmaß, wie wir uns das wünschen würden. Und daher ist die Idee entstanden, auch für diese jugendlichen, jungen Erwachsenen, die erst am Anfang ihrer Erwerbsbiografie oder dem Einstieg in den Ausbildungsprozess stehen, denen auch etwas anbieten zu können. Und da ist sozusagen die Idee entstanden, Kaleidotin zu entwickeln. anbieten zu können und da ist sozusagen die Idee entstanden, Kaleidoteam zu entwickeln. Freundlicherweise und großzügigerweise finanziell unterstützt und finanziert aus dem Ausbildungsfonds der Arbeiterkammer Oberösterreich. Möchte ich mich sehr herzlich bedanken gleich an der Stelle noch einmal. In Kooperation mit dem VSG, weil wir sozusagen bei Migrare in erster Linie mit Erwachsenen arbeiten und gar nicht den Zugang so zu dieser Zielgruppe haben und Und deswegen war es schön, mit dem VSG, mit einer Organisation zusammenzuarbeiten, die gerade im Bereich der Jugendarbeit eine langjährige Erfahrung haben. Und ich glaube, dass die Kooperation und die Zusammenarbeit sehr fruchtbar und sehr gut war für beide Seiten, was ich von den Kolleginnen und Kollegen gehört habe. Ich will es gar nicht allzu lange machen. Ich bin nämlich genauso, wie Sie, auch sehr gespannt. Ich kenne Teile davon, aber ich kenne es nicht allzu lange machen. Ich bin nämlich genauso wie Sie auch sehr gespannt. Ich kenne Teile davon, aber ich kenne es nicht im Ganzen. Ich bin sehr gespannt, was wir heute alles sehen werden. Ich wünsche uns eine schöne, tolle, interessante Veranstaltung und sage gleich einmal Danke, jetzt schon einmal bei den Kolleginnen und Kollegen, die daran mitgearbeitet haben, vor allem bei den drei Kolleginnen, die da ganz vorne sitzen. Aber da kommen wir später noch einmal dazu. Vielen Dank, eine schöne Veranstaltung und bis später. Vielen Dank für die einleitenden Worte. Das Programm, denke ich, haben Sie alle bekommen beim Empfang. Der erste Teil, der wird ein bisschen theoretischer, kann man nicht sagen, weil natürlich der Zusammenhang mit der Praxis, die Verknüpfung mit der Praxis da trotzdem sehr eng ist. Aber wir werden uns vorne hier quasi ein bisschen über die Rahmenbedingungen unterhalten und danach gibt es einen praktischen Teil, einen Workshop-Teil. Teil einen Workshop-Teil. Wir freuen uns, dass Julia Bock-Schappelwein angereist ist aus dem südlichen Niederösterreich. Sie wird heute sprechen über den Arbeitsmarkt im Wandel, warum Kompetenzorientierung für junge Menschen immer wichtiger wird. Julia Bock-Schappelwein arbeitet beim österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung, WIFO, beim österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung, WIFO, genauer gesagt in der Forschungsgruppe Arbeitsmarktökonomie, Einkommen und soziale Sicherheit. Arbeitsschwerpunkte sind der Arbeitsmarkt, Bildung und Migration, insbesondere die Schnittstelle zwischen dem Aus- und Weiterbildungssystem und dem Arbeitsmarkt. Sie arbeitet auch zu genderspezifischen Fragen, Digitalisierung, Greenjobs, also eine weite, große Palette an Forschungsgebieten. Herzlich willkommen, Julia Bock-Schappelwein. Danke dir für die einleitenden Worte. Schönen Vormittag, guten Morgen von meiner Seite. Ich möchte in meinem Einleitungsstatement zwei Themen behandeln. Zwei Themen, die ich glaube für diese Veranstaltung zentral sind. Erstens, wir können uns es nicht mehr leisten, dass wir junge Menschen nicht mitnehmen am Arbeitsmarkt. Punkt eins. Und Punkt zwei, wir müssen schauen, dass wir vor allem im Bereich der mittleren Qualifikation hier eben junge Leute bzw. Menschen in die mittlere Qualifikation kriegen. Und das ist jetzt die Frage. Warum ist das eigentlich so? Ganz kurz nachzulesen in einigen Arbeiten von uns. Aber der Grund dafür, warum müssen wir schauen, dass wir junge Leute mitnehmen? Warum können wir uns das nicht mehr leisten, junge Leute nicht mitzunehmen am Arbeitsmarkt? Warum müssen wir den Fokus legen auf die mittlere Qualifikation? Das liegt eigentlich jetzt in der aktuellen Lage, wenn man so möchte. Veränderungstendenzen am Arbeitsmarkt hat es immer gegeben. Gibt es, wird es geben. Aber was ist das Besondere heute? Das Besondere ist A, die Geschwindigkeit und diese, viele sprechen von multiplen Krisen, von Polykrisen. Sprich, auf uns wirkt ein. Technologie, Sprichwort KI, Digitalisierung. Kein Mensch weiß, wo es hingeht, beziehungsweise mit welcher Geschwindigkeit oder was noch auf uns zukommt. Ökologisierung ein Thema. War immer eigentlich so ein bisschen eine Wellengeschichte. Einmal mehr relevant, dann kommt es ein bisschen in Vergessenheit. Und dann eigentlich zuerst mit Ukraine, jetzt mit dem Iran-Krieg, eigentlich nochmals dann umso deutlicher ein Thema zu werden. Ups, da war doch etwas. Dann natürlich die Geopolitik, geopolitischen Spannungen. Und was erzeugt das? Das erzeugt Unsicherheit. Und das ist eigentlich das, wo wir eben auch stehen gegenwärtig, wenn man sich anschaut, die wirtschaftliche Lage. Und dem nicht genug ist es jetzt, sind wir eben auch stehen gegenwärtig, wenn man sich anschaut, die wirtschaftliche Lage. Und dem nicht genug ist es jetzt, sind wir jetzt erstmals in einer Phase, wo die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu schrumpfen beginnt in Österreich. Und das ist etwas, das haben wir seit 50 Jahren nicht gesehen. Und das ist etwas, was wir nicht sehen werden, jetzt in ein, zwei Jahren, dann ist es schon wieder vorbei. Sondern man geht davon aus, und das sehen Sie dann auch in einer Grafik, dass es eigentlich anhalten wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Und was hat das eigentlich jetzt alles für Auswirkungen auf uns? Mit Blick auf die Berufsbilder. Sie werden sich ändern, sie werden sich sehr schnell ändern. Das heißt aber, ich brauche eben entsprechende Grundvoraussetzungen, damit ich da mitgehen kann. Zweitens, lebenslanges Lernen wird zur Normalität, wird unumgänglich gerade dann, weil eben mit der Diskussion, die wir jetzt gerade führen, länger am Arbeitsmarkt bleiben. Ich gleite nicht mit 55 aus dem Arbeitsmarkt raus. Ich bleibe mit 55 nach zehn Jahren am Arbeitsmarkt mindestens. Das heißt, ich muss schauen, dass ich entsprechend eben beschäftigt bleiben kann oder meine Beschäftigungsfähigkeit erhalten kann. Und dann ist es natürlich gerade in diesem Konglomerat, wo ich entsprechend eben beschäftigt bleiben kann oder meine Beschäftigungsfähigkeit erhalten kann. Und dann ist es natürlich gerade in diesem Konglomerat, wo ich nicht weiß, wo es hingeht, unumgänglich, dass ich eben übertragbare Kompetenzen aufbaue. Sprich, dass ich meinen Rucksack mitnehmen kann. Ich weiß nicht, wo es hingeht, aber ich habe meinen Rucksack mit, der mir eben sagt, okay, ich kann wandern, ich kann weitergehen. Und da sieht man es jetzt, und da sieht man es jetzt in das, was ich gesagt habe mit der Demografie. Das ist jetzt für Oberösterreich. Das gleiche Bild sieht man insgesamt. Österreich ist das einzige Bundesland, wo die Bevölkerung weiter wachsen wird im Erwerbswegen. Das ist Wien. Aber sonst überall sieht man so den Berg. In manchen Bundesländern ist die Spitze ein bisschen steiler. In manchen ist sie ein bisschen flacher. Aber im Endeffekt ist es überall gleich. Und was sieht man aber danach auf der Grafik? Eigentlich dieser Rückgang, dieser deutliche, das ist das, was wir jetzt gerade sehen werden. Der kommt jetzt in den nächsten Jahren. Da sieht man, wo es so steil runtergeht. Und da gehen wir eigentlich, das ist erwartbar, das ist die Hauptvariante von der Bevölkerungsprognose von Statistik Austria, dass wir bis in den 2040er Jahren auf das Niveau von 2010 kommen. Und was heißt denn das eigentlich, was wir da sehen? Wir können es, wir müssen eigentlich das Erwerbspotenzial, sprich das Erwerbspotenzial, also die Erwerbsbevölkerung, die 15- bis 64-Jährigen, 65-Jährigen, wir müssen es viel besser ausschöpfen als in der Vergangenheit. Wir dürfen es uns nicht mehr, oder wir können es uns nicht mehr leisten, dass wir Frauen liegen lassen, dass wir die nicht mitnehmen am Arbeitsmarkt, ältere Personen mit Migrationshintergrund, Fluchterfahrung, Behinderung und auch Jugendliche. Und warum nicht? Warum können wir es uns nicht leisten? Oder was tun wir eigentlich da? Und das sieht man sehr deutlich jetzt an der Grafik. Das sind keine Herztöne oder sonst irgendwas, das zeigt uns nur an, die Zusammensetzung der Bevölkerung nach Altersgruppen im erwerbsfähigen Alter. Und die rote Linie zeigt uns an, den Anteil von jungen Menschen in dieser Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen. Und was sehen Sie denn da? Einmal ziemlich einen Cut runter. Und diese rote Linie da unten ist eigentlich die unterste Linie. Was heißt denn das? Das heißt, dass wir eigentlich erwarten, dass diese Zusammensetzung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sich massiv verändert jetzt in den nächsten Jahren. Und es bleibt so. Der Arbeitsmarkt hat nicht mehr nur die jungen Leute und die kann er austauschen gegen die älteren. Die grünen Linien sind die größeren. Wir haben viel mehr Ältere in der Erwerbsbevölkerung. Und der Anteil, wir haben jetzt ein bisschen, geht es nur in die Höhe mit den 15- bis 24-Jährigen in den nächsten Jahren, aber dann bin ich bei ungefähr 16 Prozent und irgendwo. Was heißt das? Eben das, was ich gesagt habe mit dem ersten Statement. Ich kann mir es eigentlich nicht mehr leisten, dass ich eben nichts habe, sprich eben junge Leute, die überhaupt nirgends aufscheinen. Und da habe ich eben, wenn ich mir anschaue, die 15- bis 24-Jährigen, 10%. Also ich kann es mir nicht mehr leisten, gerade eben mit Blick auf diese rote Linie, dass die jungen Leute eigentlich der vergleichsweise niedrige Anteil ist und der bleibt. Dass ich eben da 10% von den 15- bis 24-Jährigen einfach liegen lasse, nicht mitnehme. Oder eben, wenn man sich das nach meiner zweiten Grafik anschaut, auch bei den frühen Ausbildungsabbrecherinnen, da habe ich 6 Prozent. Auch das kann ich mir nicht mehr leisten. Ich kann es mir nicht mehr leisten, junge Leute einfach nicht mitzunehmen, gerade vor dem Hintergrund, wenn ich mir anschaue, wie die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zusammengesetzt ist. Erstens. Das Zweite ist jetzt eben, wir reden jetzt immer mit den Älteren und die scheiden aus aus dem Arbeitsmarkt. Die Grafik zeigt Ihnen einerseits eben österreichweit, wir haben jetzt im Jahresdurchschnitt 2025 710.000 unabständig Beschäftigte gehabt im Alter 55. Das ist knapp ein Fünftel, die irgendwann in den nächsten fünf bis zehn Jahren den Arbeitsmarkt verlassen werden. Hier in Oberösterreich bin ich bei 123.000. Das heißt, da sehe ich, was da für Quantitäten dahinter sind. Und auch hier ist es ganz klar, ich muss hier ansetzen mit dem Lernen. Also nicht nur schon vorher, sondern eben, dass es im gesamten Erwerbsprozess sichtbar ist. Ich kann mir es nicht mehr leisten, einfach die 55-Jährigen wegzunehmen vom Arbeitsmarkt. Gerade mit Blick auf die Demografie muss ich schauen, dass ich die so lange wie möglich am Arbeitsmarkt halte, sprich eben ihre Beschäftigungsfähigkeit erhalte. Also das heißt, auch das kann ich mir nicht mehr leisten. Und was kommt noch dazu? Eigentlich die, die jetzt rausgehen aus dem Arbeitsmarkt, sind viel stärker als die, die nachkommengehen aus dem Arbeitsmarkt, sind viel stärker als die, die nachkommen, auf das mittlere Qualifikationssegment konzentriert. Und das sieht man da ganz deutlich an dieser hellgrünen Balken. Das ist eine Berechnung von Tom Horvath, von meinem Kollegen und Helmut Maringer und Martin Spielhauer, die sich das angeschaut haben bis 2040. Was sehen die da? Eigentlich dieser hellgrüne Balken ist ganz stark bei den älteren Altersgruppen, also die, die rausgehen, sind ganz stark auf diese mittlere Qualifikation konzentriert. Nur was zeigt ihnen die Grafik noch? Da vorne, unten bei den Jungen, ist der hellgrüne Balken nicht oben, sondern auch unten. Sprich, es kommen auch viel weniger junge Leute nach mit der mittleren Qualifikation. Und daher ist es ganz wichtig, dass man eben da im mittleren Qualifikationssegment ansetzt. Ich muss hier ansetzen, weil eben auch trotz strukturellem Wandel und was auch immer, ist eine Verknappung da im mittleren Qualifikationssegment eigentlich nicht auszuschließen. Gerade eben mit Blick auf diese Grafik, auf diese Simulation. Also das heißt auch hier, ich muss ansetzen, zeigt eben diese zweite Botschaft, bitte schaut, wir müssen was machen in der mittleren Qualifikation. Genau. Und wir haben uns das jetzt im Auftrag von der Arbeiterkammer in Wien angeschaut. Was bedeutet das eigentlich jetzt in zwei Sichtweisen? Was ist, wann eben eigentlich diese Lücke da, was bedeutet das für die Volkswirtschaft, für die Wirtschaftsleistung in Österreich, wenn ich diese Lücke, aus welchen Gründen auch immer, nicht schließen kann? Und wir haben eben angenommen, es gibt eine Lücke von 51.000 potenziell Beschäftigten im mittleren Qualifikationssegment. Also man kann dann die Details in den Studien nachlesen. Und was heißt das eigentlich? Was heißt das, wenn ich eben diese Lücke von diesen 51.000, dass ich einfach eben im mittleren Qualifikationssegment eine Lücke habe von diesen 51.000? Und das hat man sich angeschaut in einer Zeit von 23 bis 29 und gesagt, eigentlich gemessen an dem Pfad, der eigentlich angenommen wird, muss man davon ausgehen, dass ich ein um 0,5 Prozent niedrigeres BIP habe. Gut, was heißt 0,5 Prozent niedrigeres BIP? Wir reden da von zweieinhalb Milliarden Euro. Also sprich, wenn ich in der Mittelqualifikation etwas nicht tue, oder aus welchen Gründen auch immer, muss man damit rechnen, dass es doch Auswirkungen oder negative Auswirkungen hat auf die Wirtschaftsleistung. Umgekehrt, was bringt es für die Wirtschaftsleistung, wenn ich es schaffe, schon Beschäftigte, die einen maximalen Pflichtschulabschluss haben, auf zu qualifizieren in die mittlere Qualifikation? Und da geht es noch gar nicht darüber, dass ich dann darüber rede, dass die vielleicht auch ein geringeres Arbeitslosigkeitsrisiko, höhere Beschäftigung stabilisiert haben. Nur dieses raufqualifizieren, da kommen wir auf 0,1 Prozent des BIPs in diesem Zeitraum 2023 bis 2029. Und da reden wir auch noch immer von einer halben Milliarde Euro, sprich 500 Millionen. Also sprich eben, man sieht eigentlich, es soll aufzeigen, was es eigentlich einerseits bringt, in der mittleren Qualifikation etwas zu tun, beziehungsweise andererseits, was es eigentlich auch kosten kann, wenn wir nichts tun. Und auch, wir haben das nur dann runtergebrochen auf die einzelnen Bundesländer, da hat man gesagt, okay, die Lücke, wir haben uns dann eben angeschaut, woher die Lücke dann kommen kann. Naja, die Lücke trifft alle Bundesländer und auch das Industriebundesland Oberösterreich. Sprich eben auch da ist es ganz wichtig, man weiß, ich bin in einem Wirtschaftsstandard, der so stark eben auf die mittlere Qualifikation konzentriert ist, auch hier anzusetzen. Und nun, was soll man tun? Mit Blick auf junge Leute oder nicht nur junge Leute, bitte dieses Arbeitskräfteangebot, es muss einfach, das Arbeitskräftepotenzial muss aktiviert werden. Und eben auch mit Blick auf junge Leute. Ich muss schauen, dass ich sie unterstütze im Übergang Schule-Beschäftigung. Ich muss potenzielle Ausbildungsfelder sichtbar machen. Ich muss schauen, dass sie in die Ausbildungsberufe reinkommen und dass sie sie auch abschließen. Und ich muss sie eben beim erfolgreichen Abschluss der Lehrabschlussprüfung unterstützen, weil was sehen wir gerade bei den Lehrabschlussprüfungen und bei den Nichtbestandungenprüfungen? Wir sehen, dass einfach eben auch dieses Rausbrechen aus der Lehrausbildung, wenn ich die jungen Leute einmal drinnen habe, dass dieses Rausbrechen, sprich eben die Abbrechen beziehungsweise eben nicht, die die Abschlussprüfung nicht antreten bzw. eben nicht schaffen, dass diese Zahlen steigen. Also das heißt, ich muss schauen, nicht nur, dass ich sie reinkriege, sondern dass sie erfolgreich auch abschließen. In diesem Sinne, vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Vielen Dank für den ersten Einblick, Julia. Ich glaube, du kannst gleich hier vorne bleiben. Es gibt auch jetzt kurz die Möglichkeit, Fragen zu stellen nach diesem Input. Gibt es Fragen aus dem Publikum hier oder über Zoom? dem Publikum hier oder über Zoom? Keine Fragen? Okay. Werden vielleicht noch welche auftauchen? Ja? Ich hätte eine Frage bezüglich Geschlechterverteilung. Gibt es bei den Jugendlichen auch, ist das sichtbar, weil vorhin war eben Arbeitskräftepotenzial von MigrantInnen, Frauen den Jugendlichen auch, ist das sichtbar, weil vorhin war eben Arbeitskräftepotenzial von MigrantInnen, Frauen, Jugendlichen, ist das bei jungen Frauen oder Mädchen auch mehr Thema oder ist das Geschlechter ausgeglichen? Bei den NEET sieht man, was teilweise, also österreichweit, teilweise hat es in der Vergangenheit einen Geschlechterunterschied gegeben, aber jetzt sind die Zahlen ganz nah beieinander. Also sprich eben, das gilt für beide Geschlechter. Also das heißt, wir müssen beide schauen, dass wir sie reinkriegen in die Beschäftigung. Sonst hätte ich noch ein paar Fragen, die wir gerne in einer Runde, in der Gesprächsrunde noch besprechen. Ich würde Sie bitten, Platz zu nehmen. Freie Platzwahl. Und mit in die Runde möchte ich reinnehmen Edna Imamović von der privaten pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. Hallo, du forschst den Bereich Schulentwicklung. Unter anderem. Bitte auch Platz nehmen. Und ich freue mich sehr über Marion Klimmer, Trainerin im Verein für Sozial- und Gemeinwesenprojekte, VSG. Hallo. Oder Coach, sagt man, oder? Ich war meine Trainerin, jetzt bin ich Coach. Okay, gut. Das modernisiert quasi das Berufsbild. Ihr habt ein Mikrofon neben euch. Jetzt habe ich... Ihr könnt euch das Mikrofon wahrscheinlich teilen. Wo soll ich das geben? Das geht schon, wir kommen schon zurecht, denke ich. Ja, wir haben gehört jetzt in der Keynote, wir können es uns nicht mehr leisten, Jugendliche nicht mitzunehmen. Das ist jetzt die Frage an dich Marion und auch an Edna, was bedeutet das denn aus Perspektive der Jugendlichen? Eigentlich müsste man sich bei diesem Statement denken, als junger Mensch, hey toll, man braucht mich. Nehmen die Jugendlichen das auch so wahr? Ich habe mir vorher beim Vortrag gedacht, das wäre toll, wenn die Firmen das auch erfahren würden, dass die Jugendlichen so wichtig sind für sie. Und auch Jugendliche, die vielleicht nicht tippitoppi in der Schule waren und nicht die besten Noten hatten. Und eine sehr ausgeprägte Sprachkompetenz, aber die eine Sprache, Deutsch, vielleicht nicht mit perfekten Artikeln sprechen können. Genau, also ich habe mir gedacht, eigentlich auf in die Firmen mit dem Vortrag. Ich kann das nur teilen. Mir ist eingefallen, ich habe eine Dissertationsstudie gemacht zum Thema Bildungsübergang und ich habe Jugendliche interviewt, schon vor zehn Jahren, also das lässt sich nicht so ganz jetzt auf heute beziehen, aber ich glaube, es wird ganz ähnlich sein, man hat im Individuum dann gespürt, okay, diese ganzen Themen erzeugen dann eine Unsicherheit, also auf individueller Ebene, also Jugendliche, die halt dann eben nicht mitgenommen werden, sprechen von Perspektivlosigkeit, brauchen dann ganz viel professionelle Kräfte, um sie da herauszuziehen. Also seitens von Freunden, Familie, Schule, genau manchmal ja, manchmal nicht. Und genau das ist aus der Perspektive der Jugendlichen ganz wichtig. Habt ihr dann auch die Unterstützungsnetzwerke euch genauer angeschaut, wie die Jugendlichen quasi aus dieser Perspektivenlosigkeit, die sie wahrnehmen, da rauskommen können? Ja, teilweise schon. Das waren Interviews, das heißt, das, worüber die Jugendlichen gesprochen haben, ist auch ausgewertet worden. Ich kann mich erinnern an eine Schülerin, die gesagt hat, die Schulärztin hat ihr dann dabei geholfen zu erkennen, worin ihre Schwierigkeiten liegen und mit ihr Lösungswege erarbeitet zum Beispiel. Das heißt, es liegt daran, welche Personen im Umfeld der Jugendlichen da sind, Schwierigkeiten erkennen und auch bereit sind oder die Zeit haben, auch zu unterstützen. Marion, weil du gesagt hast, auf in die Unternehmen mit dem Vortrag, hast du oder habt ihr den Eindruck, dass den Unternehmen das nicht bewusst ist? Also man hört ja immer das Unternehmen händeringend nach Jugendlichen suchen, nach gewissen Lehrberufen, wo es schwierig ist, die nachzusetzen. Man hört dann die Zahlen und dann sitzt man da mit der Gruppe, mit den Jugendlichen, mit denen wir täglich arbeiten und dann, ja, und Lehrlinge werden gesucht und Hände ringend und auf in die Lehre. Aber das sind halt die Firmen, es ist wirklich oft so, wir haben den Eindruck, die sehen ein Zeugnis und zack, der Jugendliche wird schon gar nicht mehr eingeladen zum Bewerbungsgespräch oder zum Schnuppern oder so. Ich weiß es nicht, was mit den Firmen los ist. Was sagt die Expertin? Naja, die Ökonomin antwortet erstmals mit Zahlen, wenn ich mir anschaue, die Lehrlingszahlen. Wir wissen, dass gerade in der mittleren Qualifikation Arbeitskräfte oder die Qualifikation benötigt wird und wir wissen, dass gerade am aktuellen Rand die Lehrlingszahlen deutlich runtergehen. Also sprich eben hier genau eigentlich das Gegenteil ist von dem, was ich gesagt habe. Und warum ist es so? Man darf nicht vergessen, wir sind jetzt in einer Phase, wir haben zwei doch konjunkturell herausfordernde Jahre hinter uns. Wir haben diese Unsicherheiten. Und das natürlich ist etwas, was auch in die Unternehmen geht. Und das sehen wir unmittelbar in der Lehrausbildung. Und zugleich wissen wir, also ich sehe auf der einen Seite eben die Lehrlingszahlen, die runtergehen, auch eben mit Blick aufgrund der Rahmenbedingungen und allem drinnen und eben dieser Unsicherheit, die einfach nicht aufhört. Und auf der anderen Seite sehe ich, wie wichtig es ist, da in der mittleren Qualifikation etwas zu tun. Und da ist jetzt die Frage, wenn wir jetzt da gerade drinnen sind, was bedeutet das jetzt langfristig, wenn wir jetzt nicht gegensteuern, sondern wenn wir eben auf der einen Seite weniger Lehrlinge nehmen, auf der anderen Seite, weil es da gerade diese Lücke ist. Wir kennen das ja eben aus der Vergangenheit, wenn wir sich das immer wieder anschauen, dieses eben nicht ausbilden. Ich meine, alt genug wie ich bin, ich kenne auch das Jugendausbildungssicherungsgesetz. Warum hat es das gegeben? Weil man eben die Jugendlichen nicht in die Beschäftigung oder in die Lehrausbildung reingekriegt hat. Und dann war es aber eben, was bedeutet das jetzt? Diese Facharbeiter fehlen natürlich dann immer mit einem bestimmten Timelag. Auch das sollten wir uns bewusst sein, wenn wir da jetzt nichts tun, es hat unmittelbare Auswirkungen, aber nicht nur unmittelbar, sondern auch längerfristig. Und das sind so Dinge, wo wir uns ein bisschen mehr bewusst sein müssen, also nicht nur eben die Kurzfristigkeit im Blick haben, sondern was bedeutet das eigentlich auch mittel- und längerfristig, wenn wir da jetzt nichts tun. Also an sich habe ich mir noch gedacht, es ist schon mal, weil du vorher gesagt hast, Was bedeutet das eigentlich auch mittel- und längerfristig, wenn wir da jetzt nichts tun? Also an sich, weil man ja auch, es ist schon mal, weil du vorher gesagt hast, dass die Schulärztin dann das Defizit erkannt hat und irgendwie mit dem Jugendlichen gearbeitet hat. An sich ist ja schon so, dass in allen österreichischen Schulen, wo Schülerinnen und Schüler sind, die die Pflichtschule beenden werden, also wo es ein neuntes Schuljahr gibt, ist Jugendcoaching zuständig. Das Jugendcoaching sollte sich über die Situation, über die Lage ein Bild machen und dann Empfehlungen aussprechen. Und eine dieser Empfehlungen sind zum Beispiel wir mit Ausbildungsfit und dann sind die Jugendlichen vielleicht in einem Ausbildungsfit und wenn die dann eine Lehre beginnen, gibt es wieder das System, das wieder weitergreift, die Berufsausbildungsassistenz, wo die Jugendlichen auch begleitet werden, auch in der Berufsschulzeit, auch mit vielleicht auftretenden Problemen in der Firma. Die Systeme gibt es alle. Was wir jetzt schon merken in der Vermittlung, obwohl wir ja keinen Vermittlungsauftrag haben, aber natürlich schauen wir, dass die Jugendlichen gut weiterkommen und wohin kommen, wo sie gut aufgehoben sind, dass jetzt so viele Jugendeinrichtungen zugesperrt sind. Die werden nicht mehr gefördert, wo ich mir denke, was ist denn los? Das kann ja nicht wahr sein, dass ein Land Oberösterreich nicht erkennt, dass es Projekte für Jugendliche braucht, die vielleicht noch ein bisschen länger brauchen, bis sie dann in eine Arbeit kommen, in eine Ausbildung kommen, in eine Teilqualifikation kommen. Das sind ja wertvolle zukünftige Mitarbeiterinnen in Betrieben, wo ich mir denke, der Wirtschaftsstandort Oberösterreich sperrt Einrichtungen für Jugendliche zu. Da muss ich mich sehr wundern. Ihr habt ja auch viele Jugendliche in den Kursen, die ja jetzt vielleicht auch eine schwierige Schulbiografie gehabt haben, also jetzt nicht so klassisch, quasi von der Volksschule, Mittelschule, dann ich kann mich erinnern, weil ich den VSG ja auch kennengelernt habe, wenn wir in der Gruppe jemanden hatten, der das Poli gemacht hat, dann war das toll, quasi. Und da hat, dann war das toll quasi. Und da hat man dann auch anders drauf aufbauen können. Da geht es ja auch eben darum, die Jugendlichen mit dieser schwierigen Schulbiografie dann trotzdem weiterzubringen, zu motivieren, eine Lehre nicht nur anzufangen, sondern auch durchzuhalten, dann bis zur Lehrabschlussprüfung. Das ist durchaus ein herausfordernder Weg auch. Das kann man sich vielleicht in manchen Milieus gar nicht so vorstellen, was das für die Jugendlichen bedeutet. Edna, hast du auch zu dem Thema Biografien da noch mehr Inputs für uns? Über welche Jugendlichen sprechen wir da eigentlich? Ich habe mir angeschaut, Biografien nach der Sekundarstufe 1. Das heißt, die Jugendlichen waren am Übergang meistens von Mittelschule in berufsbildende höhere Schulen oder mittlere Schulen. Das heißt, 14 bis 16 Jahre. Und es hat ganz unterschiedliche, also ich habe wirklich 19 Interviews geführt und die waren wirklich jede einzelne Biografie einzigartig. 19 Interviews geführt und die waren wirklich jede einzelne Biografie einzigartig und es hat ganz spannend war natürlich ja zum Beispiel auch dieses es hat schon drei, vier Biografien gegeben, wo diese Perspektivlosigkeit besonders spürbar war. Da war auch sehr auffällig, dass Schule als Missachtungsraum auch aufgekommen ist. Das heißt, Schule kann manchmal eben sehr anerkennende Werte vermitteln oder kann den Jugendlichen ein Gefühl geben, ja, ich kann was, ich mache weiter da. Es gibt Personen, die mich stützen, wie zum Beispiel die Schulärztin, aber auch sehr gute Lehrer, Lehrerinnen. Aber es gibt auch Fälle, wo die Schule eigentlich als ein Angstraum bezeichnet werden kann, wo sich die Jugendlichen nicht wohlfühlen und dementsprechend dann eben solche Zeugnisse vielleicht auch entstehen, mit denen sie dann wenig Chancen haben am Arbeitsmarkt, wo das eben halt nur einmal nach einer Sichtung dann eigentlich verworfen wird. und dann hat es auch wieder Interviews gegeben, wo diese Handlungsfähigkeit ganz deutlich geworden ist, also wo man dann gesehen hat, auch Jugendliche, die vielleicht schwierige Voraussetzungen haben, vielleicht auch in der Familie nicht Eltern haben, die ihnen helfen jeden Tag am Nachmittag bei der Hausübung, zum Beispiel Nachbarinnen oder Schwestern, Brüder da sind, die dabei helfen, die aber selbst auch irgendwie positive Erfahrungen gemacht haben. Das heißt, es ist sehr unterschiedlich, was aber gemeinsam ist, eben dass diese professionellen Kräfte manchmal wirklich auch dann eine Chance bieten, einen neuen Anfang zu starten und daraus eben heraus auch die Hoffnung, dann entsteht, dass möglichst viele Jugendliche diese auch bekommen. Es ist natürlich auch keine Garantie, weil eben Jugendcoaching oder so zum Beispiel, nehmen nicht alle in Anspruch. Es gibt nicht immer Lehrer, Lehrerinnen, die eine gute Beziehung haben dann zu den Schülerinnen und da ist es dann wirklich schwierig. Also und da braucht es dann irgendwie neue Impulse. Und ich finde, wir haben eh die PISA-Studien jetzt vor zwei, drei Wochen gesehen. Es braucht dann einfach auch gesamtgesellschaftliche Anstrengung, damit wir da einfach auch einen Cut machen. Also diese Zahlen, die dann hängen ja dann auch zusammen mit der Bildungsungleichheit, die reproduziert wird in den Schulen. Und da braucht es dann einfach, damit diese Biografien dann irgendwie vielleicht mal auch positiver gestaltet werden, eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Weil eben, auch wenn es erfolgreiche Schülerinnen dann sind, sie spüren trotzdem viele Spannungen. Und da könnten wir gesellschaftlich schon darauf schauen, dass es irgendwie weniger wird, angenehmer wird manchmal vielleicht. Aber natürlich gehören gewisse Spannungen auch zum Leben dazu. Aber es braucht eine Begleitung jedenfalls. Was genau sind denn die Herausforderungen, die Jugendliche erleben bei diesem Übergang von einer Ausbildung in den Beruf? Warum fällt das manchmal schwer? Also ich kann ganz kurz darauf Antwort geben. Also ganz konkret ist es anhand von blinden Flecken bei mir bewusst geworden. Das heißt, dort wo Jugendliche irgendeine Leere verspüren, die aufgrund zum Beispiel von, also einfach, dass sie fehlende Informationen haben. Manchmal sind es ganz einfache Dinge, die sie nicht wissen. Zum Beispiel war eine Schülerin dabei, die mir erzählt hat, sie hat gar nicht gewusst, dass das Zeugnis so wichtig ist. Also, dass das einfach, sie hat irgendwie auch nicht gewusst, okay, es ist wichtig, also, jemand anderer hat ihr erzählt, dass man deswegen auch wiederholt, um ein besseres Zeugnis zu haben, um dann wieder bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu haben. Es sind so versteckte Strategiespiele oft irgendwie vorhanden, die einem helfen können, dabei erfolgreich zu sein. Und Jugendliche, die zum Beispiel das in den Familien nicht lernen, die dieses Strategiespiel nicht kennen, die nicht wissen zum Beispiel, aha, da gibt es diese Schule, wo ich vielleicht ganz gut hinpasse oder da gibt es vielleicht ein Angebot, das für mich ganz gut wäre, wenn die das nicht wissen, dann entsteht einfach eine Lücke und die bräuchten dann einfach ein ganz konkretes Informationsangebot. Das ist jetzt nichts Schwieriges, keine Raketenwissenschaft und außerdem Herausforderungen sind, dass sie dann zum Beispiel auch nicht einordnen können. Sie hören ganz viele Aussagen, zum Beispiel Ratschläge in der Umgebung oder von ihren Peers. Und da bräuchten sie dann manchmal einfach eine Stütze, weil sie auch entwicklungsbedingt teilweise nicht ganz gut einordnen können, okay, was ist jetzt wirklich wichtig, wie kann ich evaluieren, was passt wirklich zu mir, wie komme ich zu einer stimmigen Entscheidung. Da habe ich das Gefühl gehabt in den Interviews, da braucht es manchmal so noch ein paar Stupser. Sie können schon ganz viel und ganz gut, man merkt schon diesen Übergang ins Erwachsene, ich dann teilweise, aber es braucht dann manchmal so Stupser. Information ist quasi ein gutes Stichwort, weil es gibt natürlich Berufsmessen und ich denke, es ist auch Aufgabe der Jugendcoaches, da ein bisschen auch die Perspektiven aufzuzeigen, aber gerade beim VSG ist mir auch aufgefallen, bei Jugendlichen, dass sie trotzdem immer sehr traditionelle Berufswünsche haben. Also, ich weiß nicht, ob das noch immer so ist bei euch, Automechaniker und Sekretärin. Das heißt Kfz- Techniker, bitte. Ja, ich komme noch aus der alten Schule. Ja. Ja, natürlich gibt es die Klassiker immer noch, wobei Friseurin, glaube ich, hatten wir schon lange nicht mehr. Oder? Ja, eh. Und gleichzeitig eben, also wenn man in Linz ist als Jugendlicher und sich um Lehrstellen umschaut, dann wird es wahrscheinlich viel im Metallbereich geben. Also das heißt, diese metallbearbeitenden Berufe sind da und können aufgenommen werden. Und da ist dann oft das, woran es scheitert, dass da das mathematisch-technische Verständnis gefordert wird und im Zeugnis versucht wird, es herauszulesen. Und das Ergebnis ist, wenn ich einen Vierer in Mathe habe, dann kann ich kein Zerspannungstechniker werden, weil das geht nicht. Oder Elektrotechniker oder so. Weil du das mit den Zeugnissen gesagt hast, wir haben ja Jugendliche, die bei uns schnuppern, schon im neunten Schuljahr und das Bedenkliche ist, dass manche Schülerinnen und Schüler im neunten Schuljahr sind und aber in der zweiten Mittelschule. Das heißt, die brechen dann ihre Schullaufbahn ab, weil sie so einen Frust haben und nicht mehr hingehauen und vielleicht dann auch die LehrerInnen schafft, das nicht mehr mehr zu lassen, das noch einmal zu verlängern. Die kommen dann zu uns mit einem Zeugnis aus der zweiten Mittelschule und da sind vielleicht zwei, drei Fünfer drinnen. Also, ist wirklich schwer. So kann man natürlich mit, es ist ja auch wirklich, da kann man ja wirklich auch keine Berufsschüdern schaffen. Manchmal gibt es noch die großartige Idee, da muss ich noch mit irgendwem reden, der mir das erklären kann, warum man jemanden mit der dritten Mittelschule entlasst ins Poli. Und dann machen die noch ein Jahr Poli. Wenn man denkt, sie haben damit keinen Pflichtschulabschluss. Das verstehe ich. Das wird mir irgendwer noch einmal erklären in meinem Leben, glaube ich. Aber genau, das Unwissen ist, glaube ich, auch oft, ich habe auch mit einigen Lehrerinnen schon geredet über das Thema, naja, dann habe ich halt einen Vierer gegeben, damit sie es schafft. Und dann schaut aber das Zeugnis gar nicht so super aus und ich denke mir, die Möglichkeit, ein Fach nachzuholen, gibt es zum Beispiel bei VSC Learn, dass man sagt, okay, ich bessere mir nur die Mathe-Noten aus. Und dann habe ich vielleicht ein zweier oder dreier in Mathe und dann schaut die Geschichte schon wieder anders aus. Also es ist vielleicht eine Unwissenheit bei Lehrkräften oder eine ist einmal in Tränen ausgebrochen, wie ich ja meinen Beruf erklärt habe, Ausbildungsfit, und sie ich bin so froh, dass es euch gibt. Ich habe mir schon gedacht, was wird aus denen dann? Weil ich mir denke, du soll froh, dass es euch gibt. Ich habe mir schon gedacht, was wird denn aus denen dann? Weil ich mir denke, du solltest wissen, dass es uns gibt. Also da ist wirklich, macht mir so ein bisschen fehlende Information, wirklich dieses Schule-Sozialbereich, da denke ich mir, da gibt es oft nicht so einen Austausch oder nicht so viel Information. Da fehlt einiges, habe ich das Gefühl. Ja, das habe ich auch das Gefühl, also da kann die Schule auf jeden Fall davon profitieren, also ich bin ein großer Fan von Schule lernt, von anderen Institutionen, Vernetzung mit, es gibt da eben diese Orientierung jetzt Sozialraum, dass Schulen mehr vernetzt sind, eben mit den Organisationen, mit eben auch Beratungsstellen, anderen Lernstellen. Also das gehört einfach viel mehr angesichts der eben vorgetragenen Herausforderungen. Kann ich absolut unterstreichen. Ich knüpfe an bei den Herausforderungen. Julia, du hast die verschiedensten Veränderungen am Arbeitsmarkt auch auf einer Folie gehabt. Und wir sprechen ja heute auch über Kompetenzorientierung. Welche Kompetenzen sind das denn, die gefragt sind oder in der Zukunft gefragt sind? Ich glaube, es ist einfach ein Bündel an Kompetenzen. Es braucht einerseits die fachlichen Kompetenzen, aber auch die überfachlichen und die sozialen Kompetenzen. Ich glaube, das ist dieser Dreierpack, mit dem wir brauchen, um durch oder ich habe immer dieses Bild genommen, eben von wegen Wanderung und von wegen, wenn ich wandern gehe, weiß ich, dass ich ein paar bestimmte Dinge brauche in meinem Rucksack, damit ich eben, egal was kommt, wenn ich wandern gehe, weiß ich, dass ich ein paar bestimmte Dinge brauche in meinem Rucksack, damit ich eben, egal was kommt, dass ich gerüstet bin. Und so sehe ich das auch bei den Kompetenzen, weil wir wissen nicht, was kommen wird. Aber ich muss schauen, dass ich eben entsprechend doch meinen Weg gehen kann. Und deswegen glaube ich, braucht es einfach eben dieses Bündel einerseits eben auf dieser fachlichen Kompetenzen, diese überfachlichen und aber auch die sozialen Kompetenzen. diese überfachlichen und aber auch die sozialen Kompetenzen. Und wenn ich mir anschaue, jetzt mit Blick eben auf KI und Technologie, was braucht es oftmals auch noch, ist glaube ich auch diese Kommunikation, diese unmittelbare Kommunikationsfähigkeit. Weil das ist das, was uns noch, zumindest jetzt noch, schauen wir mal, wie lange diese Aussage jetzt überhaupt stimmt, die ich da jetzt treffe, aber die uns jetzt noch von der Technologie abgrenzt. Also das ist unmittelbar interagieren miteinander. Und ich glaube, das wird etwas, dieses Interagieren, etwas sein, was uns noch länger oder hoffentlich länger halten bleibt. Ihr habt vorhin über das Zeugnis gesprochen, aber gerade jetzt, wenn man sich soziale Kompetenzen ansieht, es gibt ja genug Kompetenzen, für die man jetzt keine Note hat oder kein Zeugnis dafür hat, kein Zertifikat. Wie geht man damit um? Wie kann man die trotzdem sichtbar machen? Im Motivationsschreiben. Ja, nein, das ist schon... Mit Kaleidotin, ja. Mit Kaleidotin natürlich. Nein, das ist schon... Mit Kaleidotin, ja. Mit Kaleidotin natürlich. Nein, das ist schon so, dass man, wenn man mit den Jugendlichen diesen Workshop gemacht hat und die Kompetenzen erarbeitet hat, dann ist es so, da kommen auch Kompetenzen, außer die jetzt nicht in erster Linie gleich einmal auf den ersten Blick sofort was mit dem Arbeitsmarkt zu tun haben, aber hintergründig natürlich schon. Und da kann man dann schon einzelne Sätze von dem ihr werdet alle dann noch erfahren, was ein Kompetenzprofil ist, glaube ich, aber wenn man einzelne Sätze aus dem Kompetenzprofil rausgreift oder die Kompetenz da reinschreibt ins Motivationsschreiben, das funktioniert schon manchmal. Genau. Vielleicht noch naiv gefragt, Das funktioniert schon manchmal. Vielleicht noch naiv gefragt, diese Kompetenzorientierung, ist das etwas Neues noch oder relativ Neues in der Bildungs- und Berufsberatung? Also in der Lehrerinnenbildung und der Bildungsforschung, Wissenschaft, wie man auch immer sagen möchte, ist es nichts Neues. Also Kompetenzorientierung, ja, ich kann es jetzt nicht genau, aber es gibt es schon einige Jahrzehnte lang. Und auch, ich bin Lehrerin, meine Lehramtsausbildung war schon komplett im Zeichen von Kompetenzorientierung. Also ich habe gelernt als Geschichtelerin, welche Kompetenzen soll ich eigentlich fördern. welche Kompetenzen soll ich eigentlich fördern. Also da ist ein bisschen so ein Weggehen vom zum Beispiel jetzt, ich unterrichte jetzt nur Inhalte oder ich weiß auswendig die Jahreszahlen, wann welcher Krieg war, sondern es geht darum, dass man Jugendlichen beibringt, okay, ich kann mir vielleicht eine Meinung bilden zu etwas oder ich kann unterschiedliche Quellen auswerten und dazu Bezug nehmen. Das als ein Beispiel von Kompetenzorientierung, aber da gibt es eben in Bezug auf die verschiedenen Fächer unterschiedliche Zugänge. Also es ist nichts Neues auf jeden Fall und auch in der Fremdsprachendidaktik zum Beispiel auch nicht. Das nur als Anschließend, weil ihr darüber gesprochen habt, dass es vielleicht auch Wissenslücken gibt. Das kann ja auch dann trotzdem. Es hat sich offenbar seit meiner Schulzeit einiges verändert. Wir haben hauptsächlich Jahreszahlen gelernt in Geschichte. Du hast es schon angesprochen, Kaleido Teen, ohne jetzt zu viel zu spoilern, weil ja heute noch die Möglichkeit besteht, selbst im Stationenbetrieb das näher kennenzulernen. Ihr habt es getestet im VSG. Welche Potenziale siehst du denn in dieser Methode? Hat das jetzt bei der Sichtbarmachung von Kompetenzen, was hat es da jetzt für euch an Erkenntnisse gegeben? Also es ist halt ein sehr angenehmer, schön aufgebauter Workshop, der in relativ kleinen Häppchen, also ich glaube, man kann das ganz gut aufnehmen als jugendlicher, junger Mensch, kommt man leicht zu einem Ergebnis, sage ich jetzt einmal. Also man kann eigentlich relativ leicht zu einem Ergebnis kommen, wo man dann seine Kompetenzen vor sich liegen hat und vielleicht sogar überrascht ist, dass die Kompetenz jetzt da liegt, aber sie passt dann auch sehr gut und ein schönes Beispiel, das muss ich jetzt schnell erzählen, weil das so schön ist, wir haben eine Jugendliche, die war im ersten Durchlauf in der ersten Testphase und da sind wir drauf gekommen, dass eigentlich alle fünf Kompetenzen, die sie war im ersten Durchlauf, in der ersten Testphase. Und dann sind wir draufgekommen, dass eigentlich alle fünf Kompetenzen, die sie sich ausgesucht hat, in Richtung Sozialbereich geht. Dann haben wir das natürlich kommuniziert. Und dann hat es noch einige Monate gebraucht, weil ich weiß jetzt gar nicht, wann wir den ersten Workshop gemacht haben. Das ist schon ein Jahr her. Aber es hat wirklich noch eine Weile gebraucht. Und gestern hat sie sich angemeldet in Gallneukirchen in der Pflegeschule. Also das ist wirklich cool. Das ist so richtig super. Also das hat wirklich noch ein bisschen sickern müssen. Aber wir freuen uns alle sehr. Und ich glaube, ihr ist das auch sehr bewusst worden mit dieser Sichtbarmachung ihrer Kompetenzen. Ja, ein schönes Beispiel, tatsächlich. Vielleicht, um dann nochmal einen Schritt zurückzugehen, weil ich es eingangs ja auch gesagt habe, es gibt dann trotzdem Jugendliche, die jetzt, wenn man sie jetzt fragt, was machst du gern, was macht dich aus, dann vielleicht im ersten Moment gar keine Antwort finden. Warum fällt das denn so schwer? Vielleicht könnt ihr da beide auch so eine Erfahrung... Ich glaube, dass oft Jugendliche nicht stark lernen, zu sagen, was sie gut können. Also ich glaube, man selber kennt das auch, das kann ich wirklich gut. Ich würde nicht angeben und so. Also es ist, ich glaube, dass das wirklich auch geübt gehört, dass Lehrkräfte oder Personen, die mit jungen Menschen arbeiten, auch wirklich sich dazu ermutigen zu sagen, was kann ich denn gut. In der Schule hören sie ganz oft, was sie alles nicht kennen. Genau, ich kann das unterstreichen. Aus pädagogischer Sicht macht es einfach total Sinn, ganz konkretes Feedback zu geben. Und das haben manche erlebt, aber manche auch nicht. Und wenn sie es nicht erlebt haben, dann tun sie es sich selbst auch schwer. Also man braucht immer ein Gegenüber, um Kompetenzen einzuschätzen. Also wir kennen das als Erwachsene ja auch. Es ist jetzt nicht nur für Jugendliche. Wir brauchen Personen, Menschen rund um uns, die uns ja manchmal sagen, hey, das kannst du gut. Man kann sich selbst nicht immer so gut beobachten. Also man kann das natürlich schon probieren und machen. Das bringt dann auch manchmal was, aber so richtig profitiert man eigentlich immer von der Perspektive von anderen Menschen im Umfeld, besonders von jenen, zu denen man eine gute Beziehung hat. Und es kommt immer darauf an, wie das dann auch gemacht wird. Also wir kennen alle Regeln, guten Feedbacks und das brauchen Jugendliche genauso und wenn sie das nicht haben, dann tun sie sich einfach schwer. Also wenn sie das auch nicht kennen als Format in ihrem Leben, dann tun sie sich auch schwer, das anzunehmen. Es braucht auf jeden Fall Übung. Sie müssen es mehrmals erleben, oft von verschiedenen Personen idealerweise, um einfach diese Kompetenz zu entwickeln. Ich kann mich einschätzen selber. Spätestens mit Motivationsschreiben bei den Bewerbungen wird er das dann verlangt, dass man das dann präsentiert und im besten Fall noch beim Bewerbungsgespräch dann auch noch gut rüberbringen kann. Das heißt, es ist ein Auftrag eigentlich an das Umfeld der Jugendlichen, da einfach frühzeitig auch schon vorzubereiten und konstruktives Feedback zu geben. Ressourcen heben, immer, immer wieder. Ja, an dieser Stelle, wir haben jetzt viel gesprochen hier vorne, gibt es Fragen aus dem Publikum? Matthias spricht bei Brander, Arbeiterkommando Österreich. Ich denke, es gibt sozusagen auch Systemkomponenten, die da wichtig sind. Insbesondere das Thema, die Leute, die Jugendlichen in die Lehre bringen, aber gleichzeitig auch Lehrabbrüche zu vermeiden, ist natürlich schon die Frage, die Qualität der lehre und erfahrungen die die leute in bestimmten lehrberufen branchen gastronomie und so weiter machen sozusagen dass man da schon ziemliche baustellen haben in hinsicht der arbeitsbedingungen nicht nur für die lehrlinge aber insbesondere für lehrlinge ist das sozusagen faktor ist der zweite faktor die duale ausbildung ist an sich ja sozusagen mehr europa weiter für sozusagen bewundert andererseits natürlich die frage ist wenn der markt sozusagen die unternehmen immer ausbilden dass unterschiedlichen gründen zu nehmen die überbetriebliche lehrausbildung wieder stärker in den vordergrund steht vordergrund stellt eben nicht kürzt in dieser richtung so dass das schon eine wichtige möglichkeit ist gerade denke ich für die jugendlichen das und insgesamt ist natürlich die frage was sie angesprochen mit der wertschätzung sozusagen der mittleren qualifikationen also zum mit dem ausbildungssystem abgebildet gab es noch ein strukturelles thema das quasi eigentlich geglaubt wird glaube ich immer noch sozusagen man tut den kindern was gut ist wenn man den zug in die höhere und in die akademische bildung automatisch wählt interessierte in meinem Eingangsstatement erwähnt, wir haben auch eine Kompetenz in der Methode schon vor über zehn Jahren entwickelt damals und ich war dann auch als Trainer für diese Methode tätig. Mich würde jetzt interessieren aus der Erfahrung, was ist denn der größte Unterschied, wenn man mit Jugendlichen arbeitet, um den Kompetenzschatz zu heben, im Gegensatz zu Erwachsenen? Also was braucht es für Jugendliche anders, als wenn man jetzt mit Erwachsenen arbeiten würde? Naja, ich habe eigentlich im Sozialen immer nur mit Jugendlichen gearbeitet. Also ich kann gar nicht beurteilen, wie es mit Erwachsenenklientinnen wäre. Aber ich habe natürlich selber als Erwachsene mit anderen Erwachsenen den Workshop gemacht, Kaleidotin und meine eigenen Kompetenzen erarbeitet. Das kann man natürlich überhaupt nicht vergleichen, weil wir waren alle motiviert und wir wollten das alle. Aber was ich sagen kann, ist, dass auch die Jugendlichen natürlich unterschiedlich, aber durchaus motiviert waren, das mitzumachen. Also es war schon so, dass die ein Interesse dran gehabt haben. Wir haben es in einer Gruppe von, ich glaube, die erste Gruppe haben wir mit zehn begonnen und haben mit acht dann abgeschlossen, wo zwei dann durchaus, es sind vier Teile, ein vierteiliger Workshop, vier Vormittage, wir haben es jetzt so gemacht, vier Vormittage, wo eben mit acht haben wir es dann beendet und die waren alle daran interessiert, dass das weitermachen. Also es war dann sogar so, dass einer von denen, die das nicht mit uns abgeschlossen hat, in eine andere Gruppe dann gegangen ist, zu den Kolleginnen, und dort die nächsten zwei Module gemacht haben, was nämlich auch voll cool ist, ist, dass man das so in den Portionen, das ist ja nicht willkürlich, sondern das hat wirklich einen Ablauf, und deshalb geht das auch so gut, dass man sagt, okay, dann machst du Modul 3 und 4 bei den Kolleginnen. Also so. Aber die Frage kann ich eigentlich das auch so gut, dass man sagt, okay, dann machst du Modul 3 und 4 bei den Kolleginnen. Aber die Frage kann ich eigentlich nicht ehrlich beantworten. Ich weiß nicht, ob es da mehr Personen gibt aus der Erwachsenenbildung. Ich kann vielleicht ergänzen, ich habe tatsächlich den Vergleich, ich habe im Kurssetting mit Jugendlichen und mit Erwachsenen gearbeitet. Mir macht es mit Jugendlichen mehr Spaß. Es ist aber jetzt leider keine fachliche Aussage dazu, sondern persönliche Präferenz. Es sind komplett unterschiedliche Settings eigentlich. Auch von der Atmosphäre in den Gruppen. Ich weiß nicht, willst du es da anschließen? Wir haben da hinten auch noch eine Frage. Also wenn es da jetzt dazu passt. Das wäre eine kurze Ergänzung zu dem Vorher, was ich gesagt habe. Okay, danke. Was ich noch sagen wollte vorhin, das habe ich vergessen. Es gibt natürlich auch gewisse Pull-Faktoren, die einen Ausbildungsabbruch begünstigen. Zum Beispiel die zentrale Rolle der Leiharbeit in Oberösterreich, insbesondere wo Leute die die schwierigkeit bei der ausbildung haben dann quasi schon quasi von den leibes richtiges potenzial gesehen werden sozusagen und auch das ams sozusagen stadt immer noch stark auf vermittlung statt auf qualifikation qualifizierte systemfaktoren denke ich müssen wir auch angehen sozusagen und um diese quasi dieses potenzial eben nicht nur quasi für den arbeitsmarkt nicht in den prekären Arbeitsmarkt aufzusorgen, sondern wirklich in die Qualifikation und die Fachkräfteausbildung bringen. Eine ganz kurze Reaktion darauf, was Sie vorher gesagt haben, glaube ich, ist ja ganz wichtig mit Blick auf Höherqualifizierung auch aufzuzeigen. Schaut her, in der Lehre können Sie auch die Lehre mit Matura machen. Es ist keine Einbahnstraße, es ist keine Sackgasse, sondern du kannst weitergehen. Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass man das auch aufzeigt. Und was man sich schon bewusst sein muss, und wir haben es im Letzten, wir machen immer regelmäßig, also Berufsbildung schon fix, zweimal jährlich. Und beim Letzten war ja dieses große Thema Kompetenz, das ist ein Trisk, sprich eben die Lehrausbildung aufzuzeigen auf den Seiten, aber dieses Spannungsfeld, das Nicht-Erfüllen von Vorgaben. Auf der anderen Seite habe ich aber eben sehr viele Jugendliche, die extrem gut abschneiden in diesem Bereich. Und einfach da eben beide Seiten aufzuzeigen, welches Spannungsfeld ich eigentlich da drinnen habe. Aber ich glaube, ganz wichtig ist es, einfach eben auch aufzuzeigen, es gibt auch Wege dann auch. Also sprich, du machst die Lehrausbildung, aber es ist nicht diese Sackgasse, sondern du kannst auch dann weitergehen. Ich glaube, das muss einfach auch viel, sollte vielleicht noch ein bisschen prominenter dargelegt werden. Bitte. Weil vorher erwähnt wurde, dass viele Unternehmen einfach nur die Zeugnisse, schauen an den Zeugnissen aussortieren. Und wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass große Unternehmen schon sehr, sehr gut darin sind, für die Jugend Die kleinen Unternehmen fallen da raus. Die können, böse gesagt, nur das nehmen, was überbleibt. Und meine eigentliche Frage ist jetzt, wie Ihre Einschätzung ist von den Vorurteilen der Generationen. die jetzt in die Lehre gehen sollen, mit den Einstellungen und Erwartungen oft ganz anders dastehen wie die Ausbildnerinnen von kleineren Unternehmen, die sich nicht so sehr damit beschäftigen, was Jugendliche heutzutage brauchen? Also wir haben die Erfahrung, dass es einige tolle Unternehmen gibt, die wirklich den Caritas-Betreuer für Projektindustrie, glaube ich heißt es, der hat sogar einen Schreibtisch dort stehen in der Firma und das ist nicht die Föst. und es gibt ein paar große Anbieter in Linz, die nicht so gern haben, wenn Berufsausbildungsassistenz reinkommt. Es gibt Firmen, ich weiß es nicht, will man sich nicht reinschauen lassen, ich weiß es nicht, oder weiß man, dass man nicht gut arbeitet, ich weiß es nicht, nein, es ist wirklich, manche wehren sich ein bisschen gegen Berufsausbildungsassistenz. Und ich habe eigentlich einen anderen Eindruck, dass manchmal eher kleinere Firmen eher bereit sind, den Jugendlichen eine Chance zu geben. Das ist eher meine Erfahrung. Dass man mit denen ein bisschen reden kann. Meine Einschätzung ist jetzt außerhalb, Sie sind da besser drin, aber das ist auch manchmal beim Stadt-Land-Gefälle, also am Land kleinere Unternehmen haben dann oft wirklich Probleme, jetzt nicht kompetente Jugendliche zu bekommen, sondern zu sehen, dass die Jugendlichen, die sie bekommen würden, auch Kompetenz haben. Ja. Ja. Ich weiß nicht. Da habe ich eher den Gedanken, ob das nicht, ob man da nicht ein wenig Generationenpflege braucht. Aber vielleicht bin ich jetzt auch schon zu weit vom Thema weg, Entschuldigung. Nein, das glaube ich eh, aber ich meine, das ist ja die alte Frage, oder, dass die Alten mit den Jungen, die Jungen sind schrecklich und führen sich nur mehr auf und Wahnsinn, oder? Da sind wir wieder. Ich denke, also, kann man schon, also, wie soll ich denn sagen? Jetzt die Gesellschaft, wenn ich da Jugendliche habe, die ich nur von außen betrachte und die sich voll aufführen, dann kann ich mir schon vorstellen, dass man sich denkt, oh, was ist denn mit denen? Die sind ja komisch und die fürchten mich sogar ein bisschen. Und wenn man jeden Tag mit denen arbeitet, dann verliert man natürlich die Scheue. Also darum kann ich das eigentlich gar nicht so von außen betrachtet sehen irgendwie, aber ich glaube, das ist das alte Thema, dass die Alten mit den Jungen Probleme haben, würde ich sagen. Und dann liegt es an den Alten, entweder flexibel zu sein oder zu bleiben oder nicht. Das fällt natürlich den Jungen auf den Kopf. Wie in vielen Bereichen vielleicht, sobald man einander kennengelernt hat, dann fallen vielleicht auch diese Vorurteile weg. Aber du hast noch eine Frage gehabt. Bin ich schon dran. Ein Tag dazu, ich denke schon, dass es auch hilfreich ist, da in den Blick zu nehmen, dass die jungen Menschen, von denen wir sprechen oder mit denen wir zum Beispiel bei uns im Pflichtschulabschluss arbeiten, ja junge Menschen sind, die schon mindestens einmal einen Bruch in ihrer Lernbiografie hinter sich gebracht haben und mindestens einmal die Erfahrung eines Scheiterns an einer Vorgabe oder einem System gemacht haben. Und es da natürlich umso wichtiger ist, sozusagen bei diesen allgemeinen Kompetenzen, bei den persönlichen Kompetenzen, beim Selbstbild, bei dem, wie fühle ich mich überhaupt mit anderen Menschen, wie fühle ich mich in dem Lernprozess dort anzusetzen. Und das würde ich schon so sehen als Vertreter einer Erwachsenenbildungseinrichtung, dass Unternehmen damit möglicherweise überfordert sind. Das sind für mich Spezialistinnen in der Vermittlung von Fachkompetenz und uns als Einrichtungen der Erwachsenenbildung sehe ich schon noch als Spezialistinnen hier in der Entwicklung dieses ganzen breiten Feldes der Personalkompetenzen, der Interpersonalkompetenzen, was für mich auch vieles von dem umfasst, was Sie sagen, was man dann in den Rucksack packen kann, was mir niemand mehr nehmen kann auf meiner weiteren Lernreise. Ich denke, das kann für uns auch gut sein, sozusagen unsere Position in diesem ganzen Spiel zu sehen und auch einzufordern, dass das etwas ist, was von einer Allgemeinheit zu finanzieren ist, zur Verfügung zu stellen ist. Ich sehe das als öffentliche Aufgabe. mich beschäftigt noch deine zahlen ich war vor gewochten wochen in wien drei tage migrationsforschung auch dort wurden sehr viele evidenzbasierte informationen präsentiert. Ich kann behaupten, als Österreich wissen wir, wo wir stehen, wohin wir steuern. Aber mir fällt zunehmend und immer mehr diese Diskrepanz, diese Paradoxie. Wir suchen Lehrlinge, aber wir stellen immer weniger Lehrlinge an. Wir suchen Fachkräe, aber wir stellen immer weniger Lehrlinge an, wir suchen Fachkräfte, immer mehr Menschen werden unter jeder Qualifikation beschäftigt, Fachkräfte sind hier, aber wir machen Hürden bei Nostrifizierung und so weiter. Wir haben wirklich unheimlich viele Paradoxien. Alleine, wenn ich jetzt höre, wie schön, innovative Ideen zu entwickeln und im gleichen Atemzug weiß ich, mit heute, die Entwicklung geht zu Ende. Wir werden keinen Cent kriegen, wir werden nicht fortführen können, obwohl es notwendig und wichtig wäre. In den letzten Monaten habe ich insgesamt 15 bis 20 Personen gekündigt, die genau an den Schnittstellen gearbeitet haben, die du gesagt hast. Also wirklich in Richtung Demografie, Arbeit mit Frauen, damit sie Erwerbsarbeit anschließen können. Drückt die Schuhe nicht wirklich oder müssen wir alle miteinander, jetzt frage ich auch immer, was machen wir falsch, Kompetenzen entwickeln, noch anders und sichtbarer zu machen. Also ich habe das Gefühl, auch heute sind auch kaum anwesend, die Verantwortlichen wissen, aber die nehmen ihre Verantwortung, habe ich das Gefühl, nicht wahr. Und alles wird mit einer Marsch, wir haben kein Geld jetzt begründet. Aber wir wissen, wenn wir nichts investieren, dann wird es noch schlimmer. Ich glaube, ein Teil dieser Diskrepanz ist auch, wenn du dir anschaust, die Lehrlingszahlen nach Fachsparten. ist auch, wenn du dir anschaust, die Lehrlingszahlen nach Fachsparten. In der Industrie, da sind wir zumindest, also da ist zumindest eine Seitwärtsbewegung da. Wo geht es ganz stark runter? Im Bereich Gewerbe, dann Tourismus haben wir eine Halbierung, dann auch Handel ist es minus. Also das heißt, ich glaube, da muss man sich dann fragen, auch beispielsweise jetzt mit Blick auf Industrie, weil das sind ja eben oftmals eben die Lehrbetriebe, wo eben die Lehrwerkstätten da sind, wo es eben nicht der kleine Betrieb ist, sondern wo es die größeren Betriebe sind. Schon zu fragen, also was tut sich da, dass ich einfach nur diese Seitwärtsbewegung habe. Und ich habe erst vorige Woche mit jemandem gesprochen aus Baden-Württemberg. Ich meine, die haben genauso die gleichen Herausforderungen, Unsicherheiten, mit Blick eben auf, wenn ich da im Stuttgarter Raum bin, mit Blick auf die Automobilindustrie. Und da wird aber sehr wohl gesagt, aber in der Industrie, man versucht trotzdem, die Lehrausbildung zu forcieren. Und da wäre für mich das Erste, zu schauen, was machen die vielleicht anders als wir? Was könnte man da vielleicht positiv rausnehmen? Ich glaube, wir müssen aus diesem, was das anbelang, wir müssen aus diesem Strudel rauskommen, eben nur dieses Negativbehaftete, sondern eben schauen, da gibt es eben positive Beispiele, was machen die anders? Wo setzen die an, was könnten wir da mitnehmen? Dass wir da eben auch in diesem Bereich dann einfach wegkommen aus dieser Unsicherheit und dieses Ich-bin-gelebt- und-ich-weiß-nicht-wo-es-weiter-geht. Auch zu Recht natürlich, aber dass man da schaut, also was machen die vielleicht anders ein Stück weit. Aber da könnte man täuben, dass wir so ein bisschen über den Tellerrand schauen. Ich sehe jetzt da keine Fragen mehr. Da ist noch eine. Ah ja, Entschuldigung. Ja, Ofner Produktionsschule, wie viel lehnt es? Also vielleicht so kurz als Erfahrungsbericht. Wir haben in letzter Zeit zunehmend die Erfahrung gemacht, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sehr wohl die Kompetenzen mitbringen oder auch die entsprechenden Zeugnisnoten einfach am ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr bekommen von den Unternehmen und den Unternehmerinnen. Da werden Bewerbungen oft schon aussortiert, weil das Mädchen ein Kopftuch trägt oder weil sie vielleicht islamischen Glauben sind. Wir haben eine Teilnehmerin gehabt, super fit, super kompetent, in sechs Monaten über 120 Bewerbungen geschrieben, immer nur Absagen erhalten, relativ wenig Chancen überhaupt einmal fürs Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Und es scheitert wirklich dann oft auch am Kopftuch, beziehungsweise war gestern gerade ein ehemaliger Teilnehmer da, der hat jetzt die Lehre im zweiten Lehrjahr abgebrochen, weil er tagtäglich mit Rassismus im Unternehmen konfrontiert war. Und der hat in der Berufsschule einen Notendurchschnitt von 1,5 gehabt. Also ich finde, dass es den Unternehmen oft an einer interkulturellen Kompetenz fehlt. Und ich finde es eigentlich wirklich Wahnsinn, dass junge Leute mit Migrationshintergrund, oftmals hier in Österreich geboren, keine Chance bekommen oder schlechtere Karten haben und dass wir und unsere BO-Trainerinnen am Telefon auch wirklich schon von Unternehmen gefragt werden, ja spricht er oder sie denn gut Deutsch? Mit hier in Österreich geboren, Kindergarten, Volksschule, Schulabschluss in Österreich gemacht. Vielleicht nur so als kurze Anmerkung. Das führt wieder zurück zu der Keynote am Anfang, zu der Aussage oder eigentlich dann die Frage, die sich daraus schließt, wie können sich die Unternehmen das leisten, diese Jugendlichen, die offenbar top sind, dann nicht aufzunehmen, ihnen keine Chance zu geben und das Potenzial dann auch zu nützen. Vielleicht nutzen wir die Abschlussrunde mit Möglichkeiten, einen Appell vielleicht an Unternehmen zu richten oder auch Worte, Ratschläge an Kolleginnen, die mit Jugendlichen arbeiten, die Jugendliche auf diesen Wegen begleiten. Vielleicht starten wir mit dir, Julia. Ich glaube, um es nochmals oder wieder mit meinem ersten Punkt zurückzukommen, meines Vortrags, wir können es uns nicht mehr leisten, junge Menschen nicht mitzunehmen. Und ich glaube, das sollte man ganz wichtig, sich bewusst zu sein und uns vor Augen zu führen, dass wir gerade eben was mit Alterszusammensetzung, was damit zu tun hat, dass wir eben nicht mehr diese Alterszusammensetzung haben wie vor einigen Jahren, sondern dass sich das dreht und dass wir da eben ganz anders den Blick auf die Alterszusammensetzung werfen müssen. Und ohne den wird es nicht gehen. Also ich nehme von heute ganz viel mit, eigentlich auch für die Schulentwicklung. Also wir müssen lernen, auch dieses Bewusstsein zu schärfen, dass es wirklich ernst ist und dass es eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung braucht. Und auch dieses Zwischenmensch, also nicht nur, dass wir sprechen über die Kompetenzen für Jugendliche, wie man das stärker sichtbar für sich selbst machen kann, sondern auch, wie wir uns stärken können, um das anzugehen, also vielleicht auch durch Vernetzung, durch Kooperationen und so weiter und dieses Lernfeld gesamtgesellschaftlich hineinzutragen, weil eben nicht nur in Unternehmen Rassismus, Diskriminierung ein Fall ist, sondern auch in Schulen. Also Schulen müssen auch noch ganz viel lernen. Ja, was soll ich sagen? Ja, ich denke mir, der Austausch ist einfach wichtig. Ich denke mir auch in Richtung Schulen und aber auch in Richtung Wirtschaft, dass wir uns da vielleicht nochmal anstrengen, dass wir uns wirklich den Austausch suchen. Und wenn die Menschen miteinander arbeiten, dann verlieren sie vielleicht auch ihre Ressentiments und dann geht es politisch wieder hoffentlich ganz woanders hin. Aber das ist zu viel. Das ist die Hoffnung zumindest. Man kann sich ja auch etwas wünschen in diesem Rahmen und daran weiterarbeiten. Ich danke euch für eure Erfahrungen, die ihr mit uns geteilt habt, für die Expertise und danke auch für die Beiträge aus dem Publikum. Wir starten pünktlich in die Pause und sehen uns dann auch pünktlich wieder um 10.45 Uhr hier.