Klima und Du. Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und Konsumentinnen und Konsumenten hin und her geschoben. Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten suchen wir nach Auswegen und Lösungen. Die wöchentliche Informations- und Diskussionssendung der freien Medien in Oberösterreich. Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Klima und Du. Mein Name ist Christoph Korzinoski und ich werde Sie heute durch die Sendung begleiten. Klima und Du ist ein Gemeinschaftsprojekt der nicht kommerziellen Sender in Oberösterreich. Klima und Du läuft wöchentlich jeden Freitag um 13 Uhr in allen oberösterreichischen freien Radios, Freies Radio Freistaat, Freies Radio Froh, Radio B138 und das Freie Radio Salzkammergut und zusätzlich auch noch auf DorfTV. In der heutigen Ausgabe geht es um solidarische Landwirtschaft und ich darf meinen Interviewgast begrüßen. Willst du dich kurz vorstellen? Ja, hallo. Mein Name ist Gerald Hauser. Ich bin Gründer von Gemüslich, einer solidarischen Landwirtschaft oder einer Landwirtschaft nach solidarischen Grundprinzipien in Freistaat. Und ich freue mich recht, dass ich heute da sein darf beim freien Radio Freistaat für das Interview. Okay, ja, ich freue mich auch. Was ist denn Gemüslich? Ja, Gemüslich ist ein landwirtschaftlicher Betrieb mit solidarischen Grundprinzipien, wo es halt darum geht, dass man Gemüse nicht quasi noch einen kommerziellen Preis verkauft, sondern eben das Ganze gestaffelt schon einen Preis gibt, aber eben der Kundin oder den Kunden selbst die Wahlfreiheit lässt, welchen Preis sie dann wählt für eine gesamte Saison bei Gemütlich. Okay, und warum war das wichtig für dich, dass du diese Art von Modell wählst? Also warum hast du dieses Modell gewählt? Ich habe 2025 angefangen mit einem landwirtschaftlichen Betrieb, war vorher zehn Jahre lang Softwareentwickler, habe das auch studiert und habe dann 2025 relativ schnell gemerkt, dass ich, wenn ich jede Woche eine Kl um exakt 20 Euro ausgeben soll, mir selbst relativ schwer tue und auch das schwer in der Kommunikation ist, wenn einmal ein bisschen weniger drinnen ist und einmal ein bisschen mehr drinnen ist. Und darum habe ich mich im Winter 25 dazu entschlossen, die neue Saison eben noch solidarischen Grundprinzip zu gestalten, wo man halt von Anfang an kommuniziert mit im Frühjahr könnte es ein bisschen weniger sein, zur Hauptsaison ist genug Überschuss da und im Herbst ist dann ausreichend und wirklich tolle Vielfalt vorhanden. Und es nimmt dem ganzen wöchentlichen Vergleichen eigentlich ein bisschen den Druck, sondern es geht mehr auf die gesamte Saison. Du kannst ja nur mehr für eine gesamte Saison bei Gemütlich entscheiden und am Ende von der Saison halt für dich entscheiden, ob das gut war, so wie es war oder nicht. Okay, du warst ja vor schon sechs Jahren bei den Gemeinschaftsgärten engagiert. Wie war denn dieses Projekt organisiert und wie viele Leute haben da ungefähr teilgenommen? Ja genau, das mit Gemüselicht, das war ja nicht von irgendwo hergekommen, sondern es war quasi, ich habe meinen Job kündigt und habe mir dann überlegt, ja was machst du denn jetzt? Da hat zufälligerweise der Freistädter Gartengemüse, das war ein anderes Projekt nach Marktgartenprinzip, in Freistadt seine Tore geschlossen und die haben jemanden gesucht, der quasi die betrieblichen Gerätschaften ablöst. Das habe ich dann gemacht, weil ich mir gedacht habe, es ist doch schade, wenn das verkommt. Ich löse dann die gesamte Geschichte ab und wir haben das dann auf einer Biofläche neu aufgebaut. Und das habe ich halt nur machen können, weil ich vorher schon die Erfahrung in Gemeinschaftsgärten sammeln konnte. Vorher war ich da quasi in Mitterbach beim Gemeinschaftsgarten dabei, schon mehrere Jahre. Da haben wir Feldgemüse angebaut, da waren ungefähr 20 Personen. Und da ist schon der Wunsch entstanden, dass wenn ich so etwas einmal in die Richtung mache, dass ich das auch versuche mit Gemeinschaft und Wissensbildung aufzuziehen, weil für mich war das wirklich eine der schönsten Zeiten, wo ich halt einfach zwei, dreimal im Monat aufgefahren bin und ein bisschen mitgeholfen habe, geschaut habe, was wächst, wie wächst was und so weiter und so fort. Also da habe ich mir schon einiges an Wissen sammeln können, die ich sich jetzt umsetzen habe können in meinem Betrieb. Okay. Und was waren bei deinem Betrieb die größten Herausforderungen, würdest du sagen? Naja, so die Übersiedelung von den ganzen betrieblichen Materialien, vier Folien, Tunnel etc., die wir dann quasi übersiedelt haben. Innerhalb von drei Monaten haben wir das Ganze auf einem grünen Wiese-Projekt neu aufgebaut. Ich habe quasi beim Hirtl Michael, das ist der Biobauer, bei dem ich die Fläche gepachtet habe, Beim Hirtl Michael, das ist der Biobauer, bei dem ich die Fläche gepachtet habe, 6000 Quadratmeter Ackerfläche gepachtet. Auf dieser Fläche waren halt vorher seine Kühe und das Projekt innerhalb von drei Monaten sozusagen auf neue Fläche, auf neue Füße zu stellen, das war sehr herausfordernd und hat einiges an Energie gekostet 2025, da sind viele Arbeitsstunden auch gemeinschaftlich mit dem Verein Otello hineingeflossen und ja, das war in der ersten Saison eben eines von den anstrengendsten Sachen, dass man dann gleichzeitig oder dass ich dann gleichzeitig auch diese Jungpflanzen habe angezogen und das Feld bestellt und gleichzeitig den Aufbau gemacht, den Container aufbereitet etc. Also da ist schon einiges an Arbeitszeit und Energie hineingeflossen, wo man sich jetzt im Nachhinein denkt, hey Wahnsinn, keine Ahnung wie ich das überhaupt geschafft habe, aber es ist irgendwie gegangen, aufgrund von ganz, ganz vielen Freunden, die da mitgeholfen haben. Genau. Und danach hast du dann das Konzept umgestaltet. Was wären denn da jetzt die Unterschiede? Ich habe es ja eingangs bereits kurz angeschnitten. In der ersten Saison war es halt so, dass ich wirklich jede Woche eine Kisterlausgabe von plus minus 20 Euro gehabt habe. und bezahlt worden. Für mich war das aber eines von den Sachen, wo ich mir dann in der Winterpause überlegt habe mit, brauchst du mich überhaupt, muss ich überhaupt quasi dort stehen, muss ich das kassieren, wie kann ich das wegdenken oder weglösen, damit ich quasi mehr Zeit für die Kulturpflege, für die Pflanzen und für das ganze Feld habe, weil es war halt im ersten Jahr doch mit 60 bis 80 Arbeitsstunden pro Woche sehr, sehr anstrengend. Und ich bin dann im Herbst eigentlich auf die Idee der solidarischen Landwirtschaft gekommen, wo ich auch im Hoflabor mit der Gudrun Zecher eine super Partnerin gefunden habe, die mich da weiter begleitet hat, damit ich das Ganze eben auch konkretisieren kann für die Saison 2026. Und ja, ich würde sagen, Gemüslich hat sich dadurch um einiges geöffnet. Es ist halt mehr auf Vertrauen. Ich habe mehr Zeit für die Kultur und für die Feldpflege und meine Ernteteilerinnen oder Saisonteilerinnen, wie sie jetzt seit dieser Saison eben bei mir heißen, haben dadurch mehr Flexibilität, weil im ersten Jahr hat es ja nur sechs Stunden Ausgabe gegeben und ich habe die ganzen sechs Stunden quasi das Gemüse ausgegeben, das ich vorher verwogen habe. Das hat alles sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Und im zweiten Jahr ist es so, dass ich das ganze Gemüse quasi sortenrein in diese Gemüsekisten in den Abholcontainer bringe. Dort sind tolle Gemüsestillagen, wo das alles super beschriftet ist und die Anteilnehmerinnen und Anteilnehmer können sich das dort dann quasi selbstständig abholen, wenn ich einmal nicht da sein sollte, weil ich zum Beispiel einen Termin habe, wie heute zum Beispiel, dann ist es auch möglich mit einem einem Code hinein zu gelangen. Und sie haben halt zwei Abholdage, nicht nur einen. Was dann auch zu enormer Flexibilität bei diesen Abholungen führt. Das heißt eigentlich eine Win-Win-Situation für uns beide. Okay. Ja, klingt gut. Und was sind denn so eure Werte? Also ist dir besonders wichtig bei Gemüslich, dass du darauf achtest? Ja, da gibt es einige Geschichten. Neben eben dieser Solidarität, die sich bei mir vor allem auch mit dem Preismodell auszeichnet, wo ich sage, ich habe ein Basispaket für alle, die gerne dabei sein möchten. Tragendes Paket, wo quasi diese Kosten- und Nutzenrechnung einigermaßen sich die Waage hält. Und ein ermöglichendes Paket, wo ich sage, der Betrieb kann sich dadurch ein bisschen weiterentwickeln, steht bei mir vor allem auch diese Bodenverbundenheit im Vordergrund. Bei mir ist das Gemüse quasi das Symptom, das aus einem guten Boden entsteht. Und das bedeutet, es wird eben viel in Handarbeit gemacht, wenig Maschinen verwendet und wenn, dann eigentlich nur elektrische. Das tritt wieder zur Ökologie bei. Es ist eigentlich ein komplettes Kreislaufdenken, wo man diverse Kreisläufe, die man identifiziert über die Zeit, komplett schließen kann. Wie zum Beispiel der Kompost wird regional geliefert. komplett schließen kann, wie zum Beispiel der Kompost wird regional geliefert, die Ernte-Reste werden vom Tierheim quasi abgeholt und kommen dann nur an anderen Zweck oder werden halt nur für einen guten Zweck verwendet. Oder wenn einfach einmal so viel da sein sollte, was sich die Gemüse, was halt nicht abgekühlt wird von den Saisonteilerinnen und Saisonteilern, dann kommen einige von diesen Salaten oder was auch immer, was halt nicht lagerfähig ist, in den Sozialmarkt. Da sind einige Kisten her, quasi abgeholt worden vom Sozialmarkt oder auch an die Betriebsküche vom Altenheim etc. Altenheim etc. Und so diese ganzen Kreisläufe schließen, das ist mir wichtig, damit möglichst wenig Sachen eben verkommen, damit wir ressourcenschonend arbeiten können. Und das Ganze kann halt nur am Feld abgeholt werden, damit man also von meinen Ernteteilerinnen und Ernteteiler, damit man eben wieder ein bisschen Zugang zu der ganzen Thematik Landwirtschaft gewinnt und sozusagen dort auch noch ein Bildungseffekt entsteht, weil wenn die das am Feld sehen, dann sehen sie ja, hey, das wächst, das geht, das ist so gut, das funktioniert nicht gut, so kann ich mich einstellen darauf, was die nächsten Wochen auf mich zukommt und habe nebenbei auch noch jede Woche extrem gutes Gemüse, ganz frisch geerntetes. Okay, du hast davon gesprochen, dass man eher seinen Betrag frei wählen kann oder relativ frei in einem gewissen Rahmen und das, wenn man mehr bezahlt, dass man dann Möglichkeiten für Entwicklungen eröffnet und so. Was wären denn da diese Entwicklungen und Innovationen, die du dir da wünschen würdest? Ja, zurzeit ist es so, dass der Betrieb natürlich jetzt im zweiten Jahr ist und natürlich noch einiges im Aufbau ist. Eine von den Sachen, die man jetzt gleich einfällt, wäre zum Beispiel es gehört ein Dachbauten über dem Container, damit das ein bisschen besser begehbar ist, damit es einfach einfacher wird. Der Container hat jetzt keinen Vorsprung und jedes Mal, wenn es regnet und der Wind geht, werden wir alle raus, wenn wir eingegangen. Und das erholt eben auch den Container und solche Geschichten werden eben Sachen der Entwicklung, was halt auch noch einspült, ist zum Beispiel Sachen, die im Jahresbudget gar nicht eingeplant gewesen sind, wie zum Beispiel heuer war es halt sehr, sehr trocken und ich habe dann einfach nur in eine effiziente Bewässerungsanlage investiert, die null eingeplant gewesen ist und wo einfach einmal eine riesen Summe heruntergefallen ist, nur damit überhaupt heuer Gemüse erzeugt werden konnte, so muss ich sagen, genau. Und ja, das sind halt so diese Sachen, die man von Anfang an irgendwie nicht einplanen kann, aber die dann trotzdem auch ganz, ganz, ganz wichtig sind, dass man da irgendwie so das Spaß hat, dass man sich das leisten kann und trotzdem das Inu gut davon leben kann. Oder überhaupt davon leben kann oder überhaupt davon leben kann, weil bei 60 bis 70 Arbeitsstunden, was die Woche halt zur Hauptsaison anfallen und trotzdem auch 40 Arbeitsstunden, was im Winter anfallen, ist das schon gar nicht so wenig. Okay, voll. Und wie baust du an? Also baust du Bio an oder eher konventionell oder auf was achtest du dabei? fläche gestanden und mir war es eben wichtig dass ich die betriebsmittel quasi in einem betrieb übersiedelt damit die gleich von anfang an bio zertifiziert arbeiten kann das ist mir insofern wichtig weil es vertrauens basis für konsumentinnen und konsumenten zum produzenten schafft weil eigentlich also für mich ist bio was was von von Haus aus sein sollte und konventionelles wäre eher das, was für mich deklarierungspflichtig wäre. Von daher ist für mich Biostandard sowieso das, wo ich sage, da drunter gehe ich nicht. Und ja, alleine aus dem Grund, was man jetzt in letzter Zeit vielleicht manchmal mitgekriegt hat, oder auch nicht, so die ganzen PFAS-Geschichten, die halt aufgrund von Düngemitteln etc. in Boden und Wasser kommen, das ist ja im Bio-Bereich gibt es ja solche Düngemittel gar nicht, die so zulassen sind. Und ich selbst betreibe die Landwirtschaft dann nur noch regenerativen Anbau, das bedeutet, dass ich eigentlich in erster Linie schau wie ist der boden wie kann sie der aufbauen anstatt dass sie den obdruck das heißt es wird nichts gepflügt es wird so wenig wie möglich bodenbearbeitung macht gedüngt wird eigentlich hauptsächlich mit kompost der eben zertifiziert ist für ökologischen Landbau. Da habe ich auch einen regionalen Komposter gefunden, der wirklich tollen Kompost macht. Und Erntereste, wie zum Beispiel Wurzelwerk, wird zum Großteil in der Erde belassen. Das ist quasi das Futter für die ganzen Mikroorganismen und Regenwmer für die bakterien und fürs mit zähl und jedes mal wenn ich bett bepflanzt zum beispiel eine neue reihe dann wird der kompost gaben bis zwei scheibdrehen vorher auf 15 m 3 bieter gegeben und dadurch gleich die Mulchschicht hergestellt und in diese Mulchschicht wird hineingepflanzt. Okay, gut. Genau. Warum hast du dich für dieses Geschäftsmodell entschieden und warum verkaufst du das Gemüse nicht einfach gleich am Markt? Gemüse nicht einfach gleich am Markt? Ich finde es einfach schöner, wenn man wieder einen Bezug zur Landwirtschaft kriegt. Es ist so, viele Kinder, also ich habe in meiner Kindheit zum Beispiel bei meiner Tante im Garten gern Erbsen geflattert. Und viele Kinder kennen das heutzutage gar nicht mehr. Die leben in der Stadt oder wachsen in der Stadt auf. Und der Bezug zu Lebensmitteln ist, wenn die in den Supermarkt gehen und beim Karottenregal oder beim Gemüseregal vorbeigehen und die Karotten links hängen, abpackt den Plastik. Und das hat mich eigentlich dazu gebracht, dass ich sage, wenn ich Gemüse produziere, dann hätte ich auch gerne, dass die Leute sehen, wo das wirklich wächst, wo ein Gemüse herkommt. Und es gibt da einige Familien, die gesagt haben, meine Kinder essen kein Gemüse. Dann habe ich mir die Kinder geschnappt und habe mit einer Radieschen und Karotten ausgeräumt. Die haben wir uns gewaschen und die haben die Razziputz weggefuttert. und die haben die Razzibot-Zwecke gefuttert, weil sie einfach einen Bezug dazu haben. Wenn die wissen, wo das herkommt und mal abgesehen davon, dass es auch ganz anders schmeckt, wenn man sich das frisch ausgrabt, dann kriegen Kinder wieder einen Bezug dazu und dann ist das auch kein Problem mit das mag ich nicht, das is ich nicht oder weniger ein Problem, sondern dann ist es eher so, dass die eine Woche drauf wiederkommen und sagen, hey, kriege ich wieder Karotten? Und ich muss dann manchmal sagen, ja, es ist gerade leider keine Saison. Genau, und gibt es dafür Auszeichnungen oder ja. Es ist ja so, dass man so Kleinstbetrieb mit knapp 6000 Quadratmeter jetzt nicht irgendwie in eine landwirtschaftliche Förderung einfordert. Und ich dadurch halt mich bei diversen Ausschreibungen hier beworben habe. Und eine von diesen Ausschreibungen, bei denen ich mich beworben habe, war der Nachhaltigkeitspreis vom Lions Club, den gemütlich heuer bekommen hat und da freue ich mich, den haben mir alle verdient, quasi alle meine Saisonanteilnehmerinnen und Anteilnehmer, weil es da wirklich nach den 17 UN-Nachhaltigkeitsrichtlinien und Ziele gegangen ist. Und es war einmal schön, dass ich mich damit beschäftigen habe dürfen, was gemütlich da eigentlich dazu beitragt. Und mir ist tatsächlich zu jedem von diesen 17 Nachhaltigkeitszielen der UN irgendwas eingefallen. Und natürlich liegen die Schwerpunkte auf nachhaltige Landwirtschaft, regionale Versorgung, Ressourcenschutz, Biodiversität, Bildung und Gemeinschaft. Aber auch zum Beispiel zum Thema Wasser und zum Thema Boden sind mir einige Sachen eingefallen, die man mit so kleinen Landwirtschaften, wie die halt von Hand bestellt werden und nicht einen großen Anteil an mineralischen Dünger etc. brauchen, eben beitragen. Und für mich ist es besonders schön, dass eben auch auszukommen ist oder dass der Lions Club das so gewürdigt hat, oder dass der Lions Club das so gewürdigt hat, dass auch wenn ich damit meinen Unterhalt verdiene, eben das solidarisch ist und nach solidarischen Grundprinzipien eben gewürdigt wird. Weil man ja auch für das Allgemeinwohl was tut, auch wenn man jetzt nicht offiziell rund um den Dom einen Verein bildet, der nur mehr auffahrend wäre, dass man den auch noch mitbetreibt oder dass man halt rund um den Dom noch ein KG oder irgendwas bildet, damit das passt, sondern auch alleine aus dem Grund mit was jetzt passiert, wird so gewürdigt und das habe ich richtig schön gefunden für uns alle, weil es ohne meine ganzen Saisonanteilnehmerinnen und Saisonanteilnehmer gäbe es ja das gesamte Projekt nicht. Das heißt, genau. der Klimawandel verändert natürlich die Gegebenheiten. Was sind da für die Veränderungen, auf die du dich vorbereiten wirst oder vielleicht auch schon Einschnitte, die du jetzt schon merkst? Ja, das ist eine gute Frage. Nachdem es heuer so staubtrocken war, uns fallen zwischen 300 und 400 Liter Wasser am Quadratmeter, was enorm viel ist. Und wenn man die Tendenz so ein bisschen betrachtet im wissenschaftlichen Kontext, dann kann man vorhersehen, dass das vielleicht in den nächsten Jahren so bleiben wird oder sich noch in andere Extreme quasi abzeichnet. in andere Extreme quasi abzeichnet. Und einerseits durch diesen Bodenaufbau, den ich bereits quasi in Anwendung habe, bin ich schon relativ resilient, was stark Regenfälle betrifft, weil dieser Boden dann halt einfach das super toll aufsaugen kann. Aber durch die starke Sonneneinstrahlung und diese lange Sonneneinstrahlung, die dann zum Beispiel im Hochsommer passiert, wo wir halt einfach dann zum Teil 42 Grad haben für Stunden lang, wo das Gemüse halt in der prallen Sonne steht, das ist halt nur eine Herausforderung, der ich mich stöhnen muss und da könnte man jetzt einfach hergehen und sagen, ja passt, man kauft für die ganzen 2000 Quadratmeter Beschattungsnetze aus Plastik, das möchte ich aber eigentlich nicht, weil erstens einmal muss ich die auch irgendwie befestigen etc., dann muss ich schauen, dass die intakt bleiben, muss wegrahmen, muss herrahmen, das ist für mich nicht natürlich und Plastik sowieso ist schwierig für mich, ich möchte halt so wenig Plastik wie möglich eigentlich im Einsatz haben. Und ich bin dann quasi auf die Idee gekommen, dass wir ja eigentlich einen Agroforst pflanzen könnten und Agroforst oder halt so Baumreihen, die sich abwechselnd mit Sträuchern und Kräutern quasi die sich abwechselnd mit Sträuchern und Kräutern quasi Permakulturstreifen für diverse Nützlinge und Vögel bieten, ist für mich viel natürlicher, als wenn ich da jetzt sage, okay, passt, ich gehe auf das Billigste und Preiswerteste, was es gibt und schaue, dass ich Gemüse produzieren kann. schaue, dass ich Gemüse produzieren kann, sondern es ist halt auch die Verbindung zur Natur und auch, dass ich sage, die natürliche Beschattung durch Bäume ist auch viel natürlicher und viel effizienter als wie eben solche Plastikgeschichten. Genau. Und ähnlich zu dem Thema hast du auch noch einen Event-Tipp für uns, oder? Der ist am 18. Oktober, also generell vom 16. bis 18. Oktober für alle solidarischen Landwirtschaften in Oberösterreich und Food Corps. Wenn ihr Interesse habt, informiert euch, schaut euch, wo die nächste solidarische Landwirtschaft oder Food Corp in eurer Ortschaft ist und ob die dabei sind. Und bei Gemüslich findet der Tag der offenen Tür am 18. Oktober statt. Wenn ihr Zeit und Lust habt, kommt gerne vorbei nach Freistadt. Und ansonsten werden vom 2. bis 4. November eben diese Baum- und Heckenpflanztage in Verbindung mit Schulen stattfinden. Da werde ich mich dann quasi gleich dem Zukunftsprojekt stellen und diese Bäume, von denen ich erst gesprochen habe, dann pflanzen. Genau, und damit sind wir dann auch schon wieder am Ende von unserer Sendung. Das Thema heute war solidarische Landwirtschaft. Und Gerald Hauser war hier als Studiogast dabei und er betreibt das Freistaaterprojekt Gemüselig. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website www.gemüselig.at. Danke Gerald für deine Zeit. Ja, recht herzlichen Dank, dass ich nochmal dabei sein darf. Danke dir für das Interview. Gemüselige Grüße an alle Zuhörerinnen und Zuhörer. Klima und Du ist ein Gemeinschaftsprojekt der nicht kommerziellen Sender in Oberösterreich. Klima und Du läuft wöchentlich jeden Freitag um 13 Uhr in allen oberösterreichischen freien Radios. Also freies Radio Freistaat, Radio Froh, Radio B138 und freies Radio Saalskammergut. Zusätzlich auch auf DorfTV. Alle Sendungen stehen im Onlinearchiv cba.media als Podcast zur Verfügung und als Video in der Mediathek von DorfTV. Das war eine Produktion des Freien Radio Freistaats. Produktion Moritz Wegscheider, Redaktion, Moderation und Schnitt Christoph Korziniowski. Ich danke Ihnen fürs Zuhören bzw. fürs Zusehen. Klima und Du Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und Konsumentinnen und Konsumenten hin und her geschoben. Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen?