Viva Mexico! Freut euch schon jetzt auf unsere feurig-scharfen Lost Filmers. Fine Young Man sowie Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums. In dieses brechen wir unterdessen für eine Lesbian Space Princess auf. Und das ist nicht mal das Abgehobenste unserer Sendung, wenn ich mir die News so ansehe. Aber wartet's ab! Oktober ist nicht nur die Zeit der Kürbisse, sondern auch der Nobelpreise. Auf dem Boden der Literatur ist diese in diesem Jahr an die Kanadierin Anne Carson vergeben worden. Geboren in Toronto, spielt denn griechische Sprache und Mythologie von Anfang an eine Rolle in Carsons Leben und darauf fußt ihr Lebenswerk. Neben Übersetzungen aus dem Altgriechischen, die als eigenständige Werke betrachtet werden können, sind die Werke Eros, The Bitter Sweet, Orthobiography of a Wet und Wet Dog hervorzuheben. Ersteres handelt unter anderem vom Begehren zwischen Sappho und Platon. Die anderen beiden, die in Deutschland gemeinsam unter dem Titel Rot – zwei Romane in Versen erschienen sind, von Geryon und Hierakles. Karusen verwandelt diesen Mythos in eine Liebesgeschichte zweier Männer und macht aus dem dreileibigen Ungeheuer Geryon einen roten, geflügelten Jungen der Gegenwart, entwickelt diese Geschichte also weiter in ein Unterfangen voller Begehren, Scham, Gewalt, Verletzlichkeit und das Erwachsenwerden. Eine todtraurige schwule Liebesgeschichte, wie Literaturkritiker Dennis Schick es beschreibt. Darüber hinaus hat Carsten mehr als ein Dutzend Bücher veröffentlicht. Die Schwedische Akademie hebt derweil für den Nobelpreis Carstens, Zitat, kühnes und erfinderisches Werk, das im spielerischen Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen für die zeitgenössische Literatur geschaffen hat." Eine interessante Interpretation. Ich meine, wir nehmen alte Überlieferungen oft wortwörtlich. Und wenn von einem dreileibigen Monster die Rede ist, dann steht vor unserem geistigen Auge oder sogar auf der Leinwand ein Wesen mit drei Leibern vor uns. Gleichzeitig überhäufen wir uns im Alltag mit Metaphern. Und wenn jemand als dumme Sau beschimpft wird, wird man in 2000 Jahren ebenfalls denken, dass wir sprechende Tiere hatten? Oder war Geryon damals nicht doch eher eine in Ungnade gefallene Person? Und was mag der Grund dafür sein? Liebe zu anderen Männern? Wer Geschichte aufschreibt, der bestimmt die Geschichte. Ja, klar ist diese Interpretation sehr weit hergeholt. Aber genau das ist der Sinn. Denn wie hieß es vom Verlag S. Fischer? Carstens Werke bringen Gewissheit ins Wanken. Und das macht große Literatur aus. Die Anzahl von Anfeindungen und gezielten Angriffen auf queere Menschen steigt. Auch in Österreich. In den letzten zehn Jahren geben immer mehr Menschen an, regelmäßige Diskriminierung im öffentlichen Raum erlebt zu haben. Nun haben der Koordinator für Psychiatrie, Sucht und Drogenfragen der Stadt Wien, Ewald Lochner, und die Homosexuelle Initiative Wien darauf hingewiesen, dass diese Lage auch dazu führt, dass die psychische Belastung queerer Menschen steigt. Besonders Kinder und Jugendliche bekommen dies zu spüren. Die Angst vor einem Coming-out wächst wieder. Die Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken, nimmt zu. Auch die psychosozialen Dienste sprechen von einem Anstieg der Anfragen an ihrer Hilfshotline. Als Ursache wird das politische Klima und der Rechtsruck in ganz Europa vermutet. Auch konkrete Vorfälle spielen eine Rolle, wie ein mutmaßlicher Mord an einem 29-jährigen homosexuellen Mann in Wien diesen Sommer. Die Hosi fordert daher von der Bundesregierung, homophobe Netzwerke zu identifizieren und mehr oder bessere Regularien zum Schutz queerer Menschen zu schaffen, insbesondere auch im digitalen Raum. Die psychosoziale Versorgung solle vor allen Dingen im ländlichen Raum ausgebaut werden. Ja, wo sind sie denn alle, die an anderer Stelle nach dem Schutz unserer Kinder und Jugendlichen rufen, wenn es nun um queere Kinder und Jugendliche geht? Ja gut, ihr wisst, dass wir hier regelmäßig darstellen, wie scheinheilig das Schützt-unsere-Kinder-Argument ist. Erschreckend finde ich hingegen, dass der Backlash real ist. Also das Zurückdrehen unseres gesellschaftlichen Fortschritts, der queeren Menschen zuletzt ein immer unbeschwerteres Leben ermöglicht hat. Nun haben unsere jüngeren Mitmenschen wieder mehr Angst und trauen sich wieder seltener, sich zu outen. Und das bricht mir das Herz. Ein Coming Out ist so ein wichtiger Schritt. Und davor sollte sich niemand fürchten müssen. Verdammt nochmal. In der Türkei verschärft sich die Lage für queere Menschen. Im September wurden von der türkischen Polizei mehrere Razzien in queeren Bars und Clubs durchgeführt, Wohnungen und Büros von queeren Aktivisten durchsucht und über 100 Menschen festgenommen. Darüber hinaus gingen zahlreiche LGBT-Websites vom Netz und Social Media Konten wurden gesperrt. Sogar die Kultur wurde angegriffen. Der in der Türkei berühmte offen schwul lebende Sänger Mabel Matiz ist erneut angeklagt worden, weil er, Zitat, obszöne Bilder oder Texte veröffentlicht haben soll. Dabei handelt es sich um ein Musikvideo, das im August veröffentlicht wurde, in dem eine heterosexuelle Hochzeit dargestellt wird. Erst im Abspann tanzt der Bräutigam mit einem anderen männlichen Gast. In der Mitte des Videos wird ein etwas intensiverer Blickkontakt zwischen den beiden Männern dargestellt. Mehr nicht. Der Text beschreibt flirty Lobgesänge an eine nicht näher spezifizierte Person. Mabel Batiz drohen nun bis zu drei Jahre Haft und er darf derzeit das Land nicht verlassen. Über das Jahr hinweg standen außerdem CSDs im Fokus der Behörden. Immer wieder wurden Verbote ausgesprochen und Demonstrationen aufgelöst. Parallel läuft eine Kampagne der türkischen Regierung unter dem Slogan »Meine Familie ist sicher«. Darüber sollen Familienwerte verteidigt werden und gleichzeitig wird suggeriert, dass es etwas Böses gäbe, wovor die Familie zu schützen sei. Homosexualität zum Beispiel. Die türkische Gemeinde in Deutschland betont, dass auch die hier lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln betroffen sind. Familie und Freunde in der Türkei können nicht mehr besucht werden. Vielleicht wird der Kontakt sogar für die Angehörigen in der Türkei gefährlich. So haben immer mehr türkischstämmige Menschen auch in Deutschland mit Angst und Ungewissheit zu kämpfen. Die türkische Gemeinschaft hat deshalb nun bewusst Solidarität mit der türkischen LGBT-Community ausgesprochen. Unterdessen regt sich in der Türkei massiver Widerstand. Proteste gegen die Verhaftungswelle fanden vor dem Istanbuler Justizpalast statt, wurden aber ebenfalls als illegal eingestuft und aufgelöst. Das Argument der Protestierenden? Homosexualität ist in der Türkei per se nicht verboten. Die Regierung versuche daher, mit der Moralkeule und dem Vorwurf unzüchtigen Verhaltens entsprechende Menschen einzuschüchtern und zu schikanieren. Eine weitere Protestform findet online statt. Dort tanzen immer mehr Menschen den Abspanntanz aus Mabel Matis Musikvideo nach. Unterdessen scheint Ungarn für queere Menschen seit dem Regierungswechsel wieder zu einem besseren Land zu werden. Das 2021 verabschiedete Gesetz zum Schutz der Kinder, das sogenannte Homopropaganda unter Strafe stellte, wurde nun in weiten Teilen entschärft. Inhalte zu Homosexualität und Transidentität werden nun nicht mehr explizit benannt. Stattdessen sind allgemein Inhalte verboten, welche die körperliche, geistige, emotionale oder moralische Entwicklung von Kindern ernsthaft beeinträchtigen können. Damit wird es wieder möglich, gleichgeschlechtliche Partnerschaften in öffentlichen Medien zu zeigen. Sogar CSDs können aufatmen. Es ist wie ein Licht am Ende des dunklen Tunnels stärker werdender anti-queerer Kräfte. Nein, dieser Hoffnungsschimmer ist wichtig, auch wenn es sich erst um einen Anfang handelt. Es gibt zahlreiche weitere repressivere Gesetze in Ungarn, die ebenfalls abgeschafft werden müssen. Aber die neue Regierung hat ihre Arbeit gerade erst aufgenommen. Das stimmt zuversichtlich, genau wie die Ankündigung des Ministerpräsidenten Peter Magyar, das Adoptionsverbot für alleinstehende und unverheiratete Paare aufzuheben. Er möchte Ungarn wieder in Einklang mit der EU bringen. Und solche Fälle brauchen wir, um nicht ganz den Mut zu verlieren, wenn wir uns beispielsweise die Türkei anschauen. Auch hier ist es wichtig, uns solidarisch zu zeigen. Daher wünschen auch wir den Protestierenden dort Kraft. Das Hüfteschwingen zum Musikvideo von Mabel Matisse erspare ich euch aber. Kommen wir nun zum Sport. Eine homophobe Aussage des Ex-Fußball-Nationalspielers Kevin Behrens vor zwei Jahren hängt ihm noch immer nach. Damals beim VfL Wolfsburg weigerte er sich, ein Regenbogentrikot zu unterschreiben und sprach von schwuler Scheiße. Nun räumte er in einem Interview ein, dass es daraufhin schwieriger wurde, einen neuen Verein zu finden. Aus heutiger Sicht bewertete er seine damalige Aussage als dumm, relativiert aber, dass es in internen Bereichen üblich sei, etwas zu sagen, das, Zitat, für die Öffentlichkeit nicht ganz so schön ist. Die problematische Aussage fiel auf einer internen Signierstunde des VfL Wolfsburg. Wie wichtig es ist, solche Aussagen zu ahnden und gegen Homophobie im Profifußball vorzugehen, zeigt ein weiteres Beispiel aus Spanien. Der Fußball-YouTuber Iñaki Angulo hat zu einem Spiel zwischen Real Betis und Real Madrid über Betis-Profi Hector Bellerin hergezogen. Statt die sportliche Leistung zu bewerten, ging er auf persönliche Interessen wie Kleidung, lackierte Fingernägel oder Lesevorlieben ein und unterstellte, Bellerin wäre schwul und würde diese Identität verbergen, begleitet von homophoben Beschimpfungen. Dafür wurde Angulo nun angezeigt. Die Ermittlungen laufen noch. Bellerin hat bereits selbst davon berichtet, dass er immer wieder unter Anfeindungen zu leiden habe. Derweil ist sich der Profifußball auch länderübergreifend einig, dass ein Outing in diesem Bereich auch heute noch problematisch ist. Ex-Nationalspieler Mario Basler betonte in einem Podcast mit Heller von Sinnen, dass ein geouteter Spieler metaphorisch keine Überlebenschance hätte. Auch der offen schwul lebende Schweizer Schiedsrichter Pascal Erlacher sagt, allein das Bild eines homosexuellen Spielers in den Spieler duschen ist nach wie vor problematisch für die Mannschaft. Tja, der Fußball bleibt unser Sorgenkind. Gut, dass andere Sportarten da weiter sind. Im japanischen Profi-Volleyball gab es sogar fast eine regelrechte Welle von Coming-Outs. Aber Männerfußball ist scheinbar die letzte Bastion, wo der toxische Mann noch seine toxischen Verhaltensmuster ausleben kann und diese bis aufs Letzte verteidigt. Kein schönes Umfeld, wenn man mich fragt. Was meinst du, Chatty? Ich habe eigene News, danke. In Russland bleibt die Allianz von Heterosexuellen und LGBT für Gleichberechtigung verboten. Ein Berufungsgericht in St. Petersburg bestätigte Ende September ihre Einstufung als extremistisch. Beteiligten drohen zwei bis sechs Jahre Haft. Wer Aktivitäten organisiert, sechs bis zehn Jahre. Das Gericht wertet etwa Unterstützung queerer Menschen als Extremismus. Die Allianz nennt die Entscheidung absurd und kündigt Rechtsmittel an. Die FPÖ will Breit-, Dreck- und Transgeschlechtlichkeit aus Österreichs Tourismuswerbung verbannen. Stattdessen sollen Natur-, Berge- und Familienfreundlichkeit im Fokus stehen. Der Tourismusausschuss im Nationalrat hat den Antrag vorerst vertagt. Die Tourismusstaatssekretärin der ÖVP verwies auf eine Studie. Demnach geben Queere Gäste für Reisen rund ein Drittel mehr aus. NEOS und Grüne lehnten den Vorstoß auch wirtschaftlich ab. Am 5. Oktober beriet der Bundestagsrechtsausschuss über die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Geplant ist eine Schlichtungsstelle. Sachverständige kritisieren, Änderungen seien gut, aber nicht ausreichend. Das Merkmal geschlechtliche Identität fehlt im Entwurf. Linke und Grüne fordern Klarstellungen für trans-, inter- und nichtbinäre Menschen. Nach Angriffen auf die Regenbogenbank im Berliner Tiergarten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 18-Jährigen. Er soll Ende September zweimal Holzlatten an der Bank abmontiert haben. Auf seine Spur führten offenbar Bewegungsdaten eines E-Scooters. Die Polizei geht derzeit von queerfeindlichen Motiven aus. Die Bank erinnert, wie in der letzten Sendung berichtet, an den islamistischen CSD-Anschlag Ende Juli. Kinderlose sollen ab Januar mehr für die Pflegeversicherung zahlen. Das Bundeskabinett hat die Reform Ende September beschlossen. Ihr Beitrag steigt auf 4,5 Prozent des Bruttolohns. Der Deutsche Gewerkschaftsbund nennt das diskriminierend. Auch der LSVD-Plus-Verband Queere Vielfalt kritisiert die Pläne. Queere Menschen stünden teils vor besonderen Hürden bei der Familiengründung. Höhere Beiträge könnten bestehende Benachteiligungen verstärken. Würde man sich den durchschnittlichsten schwulen Coming-of-Age-Film zusammenbauen wollen, nehmen wir mal einen Typen als Hauptfigur, der entdeckt, dass er schwul ist, aber gleichzeitig erleben muss, dass seine Clique über Schwule herzieht und Witze macht. Also lebt er zunächst versteckt, verliebt sich aber in einen Außenseiter der Schule, dann kommt es zum großen Krach im eigenen Freundeskreis, doch am Ende sind alle happy und verliebt zusammen. Fine Young Man ist so ein Film nicht. Auch wenn man die erste Hälfte genau auf diese Idee kommen könnte, zusammen vielleicht mit dem Eindruck, dass die FDP hier versucht, einen eigenen schwulen Film auf die Leinwand zu bringen. Naja, die mexikanische FDP. Gibt's dort so eine Partei überhaupt? Egal, ich schweife ab. Kommen wir lieber auf Alf zu sprechen, der in sein letztes Schuljahr startet. Scheinbar auf einer katholischen Privatschule, denn alle Schüler hier scheinen aus gehobenen Verhältnissen zu kommen. Alves Vater peilt unterdessen den Posten des Gouverneurs an, während seine Frau über Scheidung nachdenkt. Alf ist gerade frisch zurück von einem Auslandsjahr in Amerika und wie wir erfahren, hatte er dort ganz neue Seiten an sich kennengelernt. Nun hat er ein Auge auf Oliver geworfen, einen schüchternen, musikbegabten jungen Mann, der erst vor einem Jahr frisch auf die Schule gewechselt ist. Das bleibt in Alf's Freundeskreis aber nicht unkommentiert. Was möchte er mit der Schwuchtel? Alf ist hin und hergerissen und das wird mit einer gehörigen Portion Alkohol kompensiert. Eine gute Lösung, oder? Was kann da schon schief gehen? Nun, es ist ganz gewaltig die Kacke am Dampfen, wenn die Worte Ich bin schwul an deine Mutter gerichtet lächerlich aussehen, im Gegensatz zu dem, was du stattdessen beichten könntest. Und so nimmt der Film ab der Mitte eine Wendung, die ihn doch ganz spannend macht. Die Story ist also nach anfänglicher Skepsis okay und die Auflösung am Ende grauenhaft realistisch. Wenn du den Abspann wütend wegschaltest, ist dies eine Wut auf unsere Gesellschaft und nicht auf den Film. Ja, da haben wir sie, die Moral, den kritischen Blick auf unsere Welt. Check. Handwerklich ist Fine Young Man solide, auch wenn an wenigen Stellen noch etwas mehr Mühe oder Kunstfertigkeit hereingesteckt hätte werden können. Zumindest finde ich es immer irritierend, wenn die Musik, die in einer Szene eine Rolle spielt, mit dem Schnitt abrupt abgebrochen wird. Auch sonst ist die Musik des Streifens trotz gegensteuernder Versuche erschreckend unspektakulär. Die SchauspielerInnen hingegen machen ihre Sache gut. Wer ein Faible für starke Nebenrollen hat, kann gern auf Maria Aura achten, die als Mutter spielt. Ansonsten fällt es schwer, eine der Rollen ins Herz zu schließen, aber das bringt diese Handlung nun einmal mit sich. Tja, hier müssen wir doch eine Content-Note setzen. Gewalt, insbesondere sexuelle, spielt hier eine Rolle. So unschuldig, wie ich den Film bisher rübergebracht habe, ist er bei weitem nicht. Oh, no no no, wenn ich sage, die Handlung ist ganz okay, dann sage ich das aus einem künstlerischen Blickwinkel. Natürlich ist es nicht okay, was im Film passiert, bei weitem nicht. Wem das zu nahe geht, sollte Fine Young Man lieber liegen lassen. Für alle anderen ist er ein grausiger Nervenkitzel über moralische Dilemma. Alf, ¿qué tienes? Alf. Si no te inscribo yo, acabas en área uno. Ahí mandaron a todos los luces. ¿Qué pasó, chavos? Alf, ¿me oyes? Soy Alf. Oliver. Me recuerdas a alguien. ¿Todo bien? Te conozco desde los cinco años. Sé que necesitas una pelota. A este güey no le gustan las viejas. Tú no nos vas a salir de eso, ¿sabes? Si te gusta, dátelo. Mientras te sigas cogiendo mordasas todo bien. ¿No supiste lo que pasó? Qué desgracia para su familia. Fue un accidente. Mejor vete. No vuelvas a decir eso. Menos en la escuela. Yo no voy a ir a la cárcel, güey. Was passiert, wenn eine lesbische Prinzessin ins Weltall fliegt, um ihre Ex-Freundin zurückzugewinnen? Richtig, es wird wild, bunt, chaotisch und ziemlich queer. Genau das bekommen wir im Animationsfilm Lesbian Space Princess. Der Film ist eine verrückte Sci-Fi-Komödie, die mit viel Humor, schrägen Ideen und einer wichtigen Botschaft überzeugt. Im Mittelpunkt steht Prinzessin Saira. Sie lebt in einer Welt voller queerer Figuren und ist die Tochter zweier berühmter lesbischer Weltraumheldinnen. Doch Saira ist alles andere als eine selbstbewusste Action-Prinzessin. Als ihre Freundin Kiki mit ihr Schluss macht, bricht für sie eine Welt zusammen. Dann wird Kiki auch noch von einer Gru bricht für sie eine Welt zusammen. Dann wird Kiki auch noch von einer Gruppe fieser Weltraummänner entführt. Zaira muss sich auf eine gefährliche Reise begeben, um ihre Ex zu retten. Dabei trifft sie auf seltsame Gestalten, erlebt verrückte Abenteuer und muss vor allem lernen, an sich selbst zu glauben. Was den Film besonders macht, ist sein einzigartiger Style. Die bunten Bilder, das verrückte Weltall und die übertriebenen Charaktere sorgen für eine ganz eigene Atmosphäre. Dazu kommt der Humor, manchmal ist er total absurd, manchmal frech und manchmal einfach herrlich unangenehm. Der Film nimmt sich selbst nicht zu ernst und genau das macht seinen Charme aus. Dazu spielt er gekonnt mit lesbischen Klischees. So muss Zaire eine Wunderwaffe heraufbeschwören, um Kikiki retten zu können. Natürlich eine Labrys. Und ihr Heimatplanet, Klitopolis, der sehr schwer zu finden ist, ist von einem Schutzschild umgeben. Der Bubble. Aber hinter all dem Chaos steckt auch eine ernste Botschaft. Lesbian Space Princess zeigt, wie wichtig Selbstliebe, Freundschaft und die eigene Identität sind. Zahira muss verstehen, dass ihr Wert nicht davon abhängt, ob eine andere Person sie liebt. Gerade junge Menschen können sich in diesem Gefühl wiederfinden, denn wer kennt es nicht, an sich selbst zu zweifeln oder nach einer Trennung das Gefühl zu haben, nicht gut genug zu sein. Natürlich ist der Film Geschmackssache. Super tiefgründig geht es nicht zu, der Humor ist manchmal ziemlich speziell und derb und wer eine klassische romantische Liebesgeschichte erwartet, könnte überrascht sein. Doch gerade seine wilde, unperfekte, trashige Art macht ihn besonders. Mein Fazit? Laspian Space Princess ist ein bunter, queerer Weltraumtrip mit Herzhumor und einer ordentlichen Portion Chaos. Der Film zeigt, dass man keine perfekte Prinzessin sein muss, um eine Heldin zu werden. Manchmal reicht es, mutig zu sein und sich selbst ein bisschen mehr zu lieben. Ein Film für alle, die Lust auf ungewöhnliche Geschichten, queere Repräsentation und galaktischen Wahnsinn haben. Unbedingt anschauen. Kiki, die Mädels haben mir nicht gerade die Tür eingetreten. So wie du. Du bist mein Ein und Alles. Kannst du vergessen. Fuck. Ich habe gedacht, eine Weltraumprinzessin zu daten wäre irgendwie geiler. Prinzessin zu daten wäre irgendwie geiler. Nein, bitte nicht. Wo bin ich? Wir sind die Straight White Manians. Wer? Willst du uns verarschen? Töte die lesbische Person! Zyra, du musst mir helfen. Kiki! Ich kann sie doch nicht hängen lassen. Ich muss unbedingt Kiki retten. Wir reden von einem intergalaktischen Weltraum-Abenteuer, um deine Ex zu retten. Oh wow! Oh mein Gott, wie erbärmlich ist das denn? Wenn du wirklich die Liebe ihres Lebens bist, wieso braucht sie dann so lange? Hab mich voll in dich verknallt. Geh auf, meine kleine Bitch. Oh mein Gott. Was haltet ihr eigentlich von der Sexszene in Blau ist eine warme Farbe? Was haltet ihr eigentlich von der Sexszene in Blau ist eine warme Farbe? Geht es nur mir so oder weckt der folgende Titel auch in euch den Abenteuerdrang? Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums. Ich habe direkt erwartet, dass beide Jungs durch die Welt ziehen, Sachen erleben und sich daraus eine tiefe Freundschaft entwickelt. Vielleicht sogar noch mehr. Aber denkste, kurz nachdem sie sich kennengelernt haben, zieht Dante für ein Jahr nach Chicago, weil sein Vater dort einen Auftrag hat. Zuvor haben sich die beiden Teenager aus El Paso in Mexiko aber dennoch eng angefreundet. Ari hat sogar Dantes Leben gerettet, als dieser ein Tierchen auf der Fahrbahn aus einer tiefen Pfütze befreien wollte und von einem Auto übersehen wurde. Interessant bleibt die Geschichte während Dantes Abwesenheit dennoch. Wir verfolgen weiterhin Aris Leben, das von zahlreichen Briefen Dantes bereichert wird. Was Ari zurückschreibt, bekommen wir kaum mit, aber dafür geben uns Dantes Briefe einen ziemlich tiefen Einblick in seine Seele. Die Großstadt scheint viele neue Erfahrungen bereitzuhalten und Dante schreibt sogar vom Küssen und wie er sich langsam fragt, ob er sich beim Küssen einer Frau nicht eigentlich jemand anderen vorstellt. Ari bleibt hingegen in der kleinstädtischen Welt, die nicht viel Neues bietet. Wird dieser Unterschied die Freundschaft in zwei reißen? Was mir an diesem Film gefällt, sind die verschiedenen Ebenen, die beleuchtet werden, ohne dass er dadurch zu trocken oder belehrend wird. Eigentlich schauen wir hier nur eine cute Coming-of-Age-Story über zwei Teenager und ihre Freundschaft. Aber wer sich auf einen tieferen Blick einlässt, wird mehr Aspekte finden. Ari und Dante scheinen aus unterschiedlichen Schichten zu kommen. Dante kommt aus einem wohlhabenden Haus und man merkt ihm eine reflektiertere Art an. Aris Familie lebt unter etwas einfacheren Umständen. Über Aris Bruder ist auch das Thema Gewalt schon Bestandteil der Familiengeschichte geworden, auch wenn man diesen Teil lieber wegzuschweigen versucht. Generell Gewalt, wir haben hier eine Gesellschaft, in der Homophobie noch präsent ist und Bandenkriminalität vorkommt. Und dennoch, es ist nicht alles schwarz-weiß und der Film präsentiert wunderbar, wie auch Aris Familie genauso ein Ort von Zuneigung und Schutz sein kann. Dazu erleben wir einige sehr sweete Momente, zum Beispiel wenn Aris Tante Euphelia sich bei ihm sehr interessiert, nach Dante erkundigt. Oder auch, wenn die Eltern von Dante zu Ari sagen, dass er mit zur Familie gehört. Eigentlich sind die Weichen doch gestellt. Nur Ari muss über seinen Schatten springen. Okay, bei all dieser Schwärmerei gibt's auch was, das der Film nicht kann? Es gibt durchaus ein paar Schwächen. Einige Momente und Szenen wirken doch etwas konstruiert. Der Autounfall beispielsweise ist eher seltsam in Szene gesetzt. Die anschließenden Szenen im Krankenhaus sind seltsam zusammengefügt und geschnitten, dass man schwer folgen kann, was Rückblende ist und was nicht. Und wenn der Regisseur eine Szene im Regen haben will, dann schüttet man halt Wasser über das Auto, auch wenn man durch die Windschutzscheibe wie durch den Rückspiegel sieht, dass keine einzige Wolke am Himmel ist. Filmhandwerklich ist also noch ein wenig Luft nach oben, aber wem das nichts ausmacht, wird eine aufrichtig herzerwärmende Story bekommen. Inklusive musikalischer Flashbacks in die 80er. Ihr findet Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums auf DVD und Video on Demand. Hey, mein Name ist Dante. Hey, mein Name ist Aristoteles. Alle nennen mich Ari. Freut mich sehr, Ari. Ich kann dir beibringen, wie man schwimmt. Ich halte dich. Vertrau mir. Meine Eltern wollen verhindern, dass ich so werde wie mein Bruder. Du hast deinen Bruder? Er ist im Gefängnis, also reden wir nicht über ihn. Ich habe Dante kennengelernt. Er ist süß. Dante ist mein Freund. Du hast dich irgendwie verändert. Gefällt mir. Wie hast du vor, den Sommerbeginn zu feiern? Wie hältst du es mit dem Kerl aus? Also? Dante hat gesagt, du bist schlau. Ich bin nicht so schlau wie er. Ich werde für ein Jahr fortgehen. Was? Werden wir noch Freunde sein, wenn ich aus Chicago zurück bin? Lieber Ari, ehrlich gesagt, vermisse ich Alpessa. Ich denke ständig daran und ich denke an dich. Lieber Dante, tut mir leid,isse ich Abhesse. Ich denke ständig daran. Und ich denke an dich. Lieber Dante, tut mir leid, dass ich nicht geschrieben habe. Vielleicht muss man manche Dinge einfach mit sich selbst ausmachen. Ich kann das nicht. Dante. Es hört sich normal an. Ich bin nicht normal, Dad. Danke! Gelten irgendwelche Regeln für uns? Wahrscheinlich schon. Wenn du nicht zu mir halten kannst, würde es mich umbringen. Du musst aufhören, davon zu laufen. Irgendwann werde ich alle Geheimnisse des Universums entdecken. Seltsam. Aus irgendeinem Grund habe ich jetzt Lust auf eine leckere Kürbispfanne. Könnt ihr euch erklären, warum? So oder so. Macht an Halloween nicht zu wild. Zu fürchten gab's das ganze Jahr über genug. Habt eine schöne Zeit und bis zum nächsten Mal. Dann wieder mit Verstärkung vor der Kamera. Euer Rob.